Fahrbericht Lexus NX 200t F-Sport: Charakterdarsteller

Lexus hat sich in Deutschland einen soliden Ruf als Hersteller komfortabler Hybrid-Limousinen erworben. Umso erstaunlicher ist, dass das neueste SUV nun auch mit einem konventionellen Benzin-Antrieb angeboten wird. Ob es sich in einem Segment behaupten kann, wo fast nur Diesel-Autos reüssieren? Von Captain Kirks Freizeitmobil schwärmten einige Kritiker, als Lexus zur IAA 2013 sein Konzept-SUV LF-NX vorstellte. Nicht ganz so kühn gezeichnet, aber immer noch mit reichlich Kante versehen, kam das Crossover-Modell als NX schließlich auf den Markt. Dass der Hybrid-Variante jetzt auch noch ein mit Turbo-Ottomotor angetriebene Version zur Seite gestellt wird, ist in Anbetracht der deutschen und europäischen SUV-Nachfrage nicht recht verständlich, aber als Hersteller mit globaler Perspektive hat Lexus natürlich auch USA und China fest im Visier, wo Diesel bekanntlich kaum eine Rolle spielen. Hierzulande, so schätzt der deutsche Importeur, wird sich wohl jeder fünfte Kunde für den Benziner entscheiden.

Lexus betritt Neuland mit dem Antriebskonzept, denn einen aufgeladenen Ottomotor hatte man bisher nicht im Programm. Das Aggregat hat zwei Liter Hubraum, ist quer eingebaut und an technischem Aufwand fehlt es nicht. Die integrierten 4-in-2-Abgaskrümmer leiten dem Twin-Scroll-Lader den Betriebsstoff zu, eine spezielle Kraftstoff-Einspritzung und die variable Ventilsteuerung sollen ein Turboloch verhindern und gleichmäßige, souveräne Kraftentfaltung sichern. Bei 175 kW / 238 PS erreicht der Motor sein Leistungsmaximum, ab 1650 Umdrehungen stehen 350 Newtonmeter Drehmoment zu Verfügung. Dieser Wert liegt auf dem Niveau, wie es auch Zwei-Liter-Selbstzünder liefern.

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Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters und so lässt sich zur Karosserieform des NX 200t lediglich feststellen, dass er optisch aus der Masse des SUV-Angebots klar heraus sticht. Für das Polygon an der Front hat Lexus schon vor einiger Zeit den Begriff Diabolo-Kühlergrill geprägt, in diesem Fall ist der mit Wabengitter verschlossene Einlass größer und prägnanter als bei jedem anderen Modell der Marke. Pfeilförmig zueinander weisende LED-Tagfahrlichter, trapezförmige Hauptscheinwerfer und ein Wechselspiel aus konvex und konkav geformten Flächen fügen sich zu einem charakterstarken Gesicht, dem die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr sicher sein dürfte.

Die flachen Seitenscheiben unterstreichen die coupéhafte Silhouette, wuchtig ausgestellte Radhäuser wirken maskulin und muskulös. Es scheint, als habe anhaltende Kritik am allzu braven Design der Produkte aus dem Toyota-Konzern einen speziellen Ehrgeiz entfacht, der hier sein Ventil gefunden hat. Die spitz ausgeformten Rücklicht-Gläser wölben sich mutig aus der glatt abfallenden Kontur der Heckklappe heraus und zitieren die Formensprache des Kühlergrills. Unter dem Heckdeckel setzen die trapezförmigen Auspuff-Endrohre noch einmal optische Akzente.
„Sportlich“ und „edel“ dürften die zentralen Begriffe gewesen sein, an denen sich die Innenraum-Designer orientierten.

Die gefahrene „F-Sport“-Ausstattung glänzt mit zweifarbigen Lederpolstern, Sportsitzen, belederten Verkleidungen und auffälligen, roten Kontrastnähten. Trapez- und Rautenstrukturen bestimmen das Styling für die zentrale Konsole und setzen so das Thema des Außendesigns fort. Die kreisrunde Analog-Uhr unter dem Navigations-Monitor wirkt da wie ein Briefkasten unter E-Mail-Servern. Zwischen Fahrmodi-Drehknopf und Handballenpolster liegt das Touchpad, mit dem über den Monitor zentrale Funktionen wie Klimaregelung, Navigation und Entertainment gesteuert werden.

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Wie bei Lexus nicht anders zu erwarten, ist die Ausstattung üppig. Die Front-, Seiten- und Kopfairbags werden durch Knie-Prallsäcke für Fahrer und Beifahrer ergänzt, Ebenfalls aufpreisfrei geliefert werden elektrische und beheizbare Außenspiegel, Klimaautomatik, Berganfahrhilfe, 18-Zoll-Aluräder, Einstiegsbeleuchtung, Dachreling, Radio-CD-Kombination mit USB- und AUX-Anschluss, Rückfahrkamera und elektrische Parkbremse. Die F-Sport-Variante bietet außerdem zum Beispiel den Abstandstempomat mit Antikollisionssystem, LED-Scheinwerfer, eine elektrische Heckklappe und elektrisch verstellbare Ledersitze. Sogar an eine Induktions-Ladeschale für Smartphones (in der Mittelkonsole) und einen WLAN-Hotspot wurde gedacht. Wer das Head-Up-Display wünscht, bekommt es im Paket mit Fernlicht- und Spurhalte-Assistent. Kosten: 2200 Euro.

Hat man sich an die Bedienlogik und die Empfindlichkeit des Touchpads erst einmal gewöhnt, ist die Handhabung einfach. Die Fingerbewegung auf der Fläche steuert einen Cursor, der die jeweils gewünschte Funktion ansteuert. Nicht so geschmeidig wie erwartet gleitet der Wählhebel für die serienmäßige Sechs-Gang-Automatik durch die Schaltgasse. Im Sportmodus werden die Gangwechsel schneller erledigt als im Eco-Betrieb. Leider haben sich die japanischen Hybrid-Pioniere nicht dazu durchringen können, dem Auto noch ein Sprit sparendes Start-Stopp-System zu spendieren. Das sollte bei einem Hersteller, der so viel auf seine Nachhaltigkeits-Kompetenz hält, eigentlich Standard sein, liegt aber wohl daran, dass diese Technik auf dem US-Markt immer noch nicht so recht akzeptiert ist.

Die elektrische Heckklappe würde mehr Freude machen, wenn sie nicht so quälend lange zum Öffnen und Schließen bräuchte. Gemessen wurden 10,3 und 11,3 Sekunden. Die hinteren Passagiere können sich über eine gute Beinfreiheit freuen, die Kopffreiheit ist ausreichend, verringert sich aber bei Bestellung eines Panorama-Glasdachs (500 Euro). Der Gepäckraum ist mit stabilen Verzurr-Ösen ausgestattet und hat ein Volumen von 580 bis 1625 Litern. Nach Umklappen der Rücksitze ergibt sich ein leicht ansteigender, aber gut nutzbarer Ladeboden. Die Sicht nach schräg hinten ist etwas eingeschränkt, ansonsten ist der Wagen übersichtlich und mit der hinreichend direkten Lenkung gut zu manövrieren. Allerdings ist der Wendekreis mit 12,1 Metern recht groß.

Der Motor ist ein kultiviert und geräuscharm laufendes Triebwerk, am Ansprechverhalten gibt es keine Kritik, lediglich nach oben hinaus wünschte man sich etwas mehr Temperament. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 200 km/h begerenzut, die elektronische Gasfuß-Fessel greift sanft ein, wenn die Tachonadel den Wert 210 erreicht. Die GPS-Messung zeigte zu diesem Zeitpunkt 198 km/h. Dieser einmalige Ausflug ins Hochtempo und die sonst eher zurückhaltende Fahrweise ergaben zusammen einen Testverbrauch von 9,6 Litern, also 1,7 Liter über dem Soll. Das adaptive Dämpfersystem hinterließ einen ausgewogenen Eindruck, der Federungskomfort ist premiumtauglich.

Fazit: Der Einstiegspreis von 4 .400 Euro für die Allradversion hält bewusst Abstand zu den Mitbewerbern von Audi und BMW. Technisch und optisch nimmt dieser Lexus eine Sonderstellung für sich in Anspruch, weiß im Alltag aber durch Bequemlichkeit zu überzeugen. Der Ausstattungslevel ist etwa so hoch wie der Aufmerksamkeitswert, den man mit dem NX 200t auf jedem Parkplatz erzeugt. Ein Auto für Individualisten also, das in Deutschland ein Exot bleiben wird.

 

 

(ampnet/afb)

Daten Lexus NX 200t AWD F-Sport

Länge x Breite x Höhe (in m): 4,63 x 1,85 x 1,65
Radstand (m): 2,66
Motor: R4-Benziner, 1998 ccm, Twin-Scroll-Turbo
Leistung: 175 kW / 238 PS von 4800 – 5600 U/min
Max. Drehmoment: 350 Nm von 1650 – 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h (abgeregelt)
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 7,1 Sek.
ECE-Durchschnittsverbrauch: 7,9 Liter
Effizienzklasse: D
CO2-Emissionen: 183 g/km (Euro 6)
Leergewicht / Zuladung: min. 1810 kg / max. 540 kg
Kofferraumvolumen: 580 – 1625 Liter
Max. Anhängelast: 1500 kg
Bereifung: 18 Zoll
Wendekreis: 12,1
Luftwiderstandsbeiwert: 0,34
Preis: 54 450 Euro

News: Toyota Yaris – Jetzt auch zweifarbig

Zum neuen Modelljahr wertet Toyota den Kleinwagen Yaris auf. Ab sofort ist eine Zweifarb-Lackierung bestellbar. Sie ist Bestandteil der neuen Ausstattungsstufe „Style“, die darüber hinaus auch einen aufgewerteten Innenraum in grau oder schwarz bietet.

Darunter rangiert bei dem Kleinwagen künftig die Linie „Lounge“, die Klavierlack-Akzente im Innern setzt und außen zum Beispiel Zierleisten in Mattchrom enthält. Beide Varianten sind nun auch für die oft gewählte Hybrid-Version bestellbar, deren Konfiguration bisher nur eine eingeschränkte Flexibilität zuließ. Die ersten Fahrzeuge mit der neuen Ausstattung werden 2016 ausgeliefert. Preise für die neuen Linien werden noch nicht genannt, der Basispreis für den Yaris liegt weiterhin bei 11.990 Euro.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

Jan Kopecký holt tschechischen Meistertitel im ŠKODA Fabia R5

ŠKODA Pilot Jan Kopecký (CZ) hat sich zum tschechischen Landesmeister gekrönt und dem Werksteam damit den ersten Titel mit dem neuen Fabia R5 beschert. Gemeinsam mit seinem Copiloten Pavel Dresler (CZ) triumphierte Kopecký bei der 45. Barum Czech Rallye Zlín auf heimischem Boden gegen die versammelte europäische Elite und begeisterte damit Tausende Fans. Nach dem fünften Sieg im fünften Saisonrennen stehen Kopecký/Dresler vorzeitig als Champion in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft (MČR) fest. Damit gelang nach dem Triumph in der Europameisterschaft(2013) und der Asien-Pazifik-Meisterschaft (2014) ein ganz spezieller Titel-Hattrick.

„Gratulation an unsere tschechischen Landesmeister Jan Kopecký und Pavel Dresler! Der erste Titel mit dem neuen ŠKODA Fabia R5 für unser Werksteam ist der Lohn für die Arbeit der gesamten Mannschaft von ŠKODA Motorsport. Und zugleich eine Bestätigung, dass wir bei der Entwicklung unseres neuen Rallye-Boliden einiges richtig gemacht haben“, lobte ŠKODA Motorsport-Direktor Michal Hrabánek.

Der erst im April der Weltöffentlichkeit vorgestellte ŠKODA Fabia R5 erwies sich in der tschechischen Landesmeisterschaft als zuverlässiges und schnelles Siegerauto. Der routinierte Pilot Kopecký blieb mit dem Turbo-Allradler auch im fünften Saisonlauf ungeschlagen und ließ dabei auch der europäischen Elite keine Chance. Der vorletzte MČR-Saisonlauf war gleichzeitig Wertungslauf der FIA Rallye-Europameisterschaft (ERC).

„Wir freuen uns riesig über den Meistertitel! Václav Pech hat uns das Leben im Saisonverlauf nicht leicht gemacht. Aber unser ŠKODA Fabia R5 ist wirklich sehr, sehr stark. Zudem möchte ich dem Team von ŠKODA Motorsport danken, das uns das Siegen leicht macht. Erst unser Triumph bei der Rallye Deutschland in der WM, eine Woche später der EM-Erfolg hier in der Heimat – wir erleben wirklich eine geniale Zeit. Jetzt wird erstmal gefeiert“, kommentierte Kopecký. Der 33 Jahre alte Tscheche holte sich zum dritten Mal nach 2004 (im ŠKODA Fabia WRC) und 2012 (im ŠKODA Fabia Super 2000) den begehrten tschechischen Landesmeistertitel.

Möglich wurde dies durch eine überzeugende Vorstellung auf den anspruchsvollen Asphaltpisten in Mähren mit zahlreichen Richtungswechseln. Mit Siegen in allen acht Wertungsprüfungen am Samstag arbeiteten sich Kopecký/Dresler einen Vorsprung auf den Erzrivalen Václav Pech (CZ) heraus, den sie in den kniffligen sechs Wertungsprüfungen am Sonntag trotz eines Drehers clever verteidigten. So konnten sie ihre Siegesserie im Zwei-Jahres-Abstand fortsetzen: Nach 2009, 2011 und 2013 feierten sie ihren vierten Sieg beim Saisonhöhepunkt der tschechischen Rallye-Szene.

Das ŠKODA Werksteam setzt die Titeljagd nach seinem historischen ersten Meisterschaftsgewinn mit dem Fabia R5 in diesem Jahr fort. In der FIA Asien-Pazifik-Rallye-Meisterschaft (APRC) befindet sich das Werksteam Pontus Tidemand/Emil Axelsson (S/S) auf Titelkurs. Ebenfalls aussichtsreich im Rennen liegt das Werksduo Esapekka Lappi/Janne Ferm (FIN/FIN) in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2). „Der erste Titelgewinn ist für uns der Ansporn, noch härter für weitere Erfolge zu arbeiten“, so ŠKODA Motorsport-Direktor Michal Hrabánek.

Die Zahl zur Barum Czech Rallye Zlín: 9
Der ŠKODA Fabia R5 war auch bei der EM-Rallye in Mähren das überragende Auto. Neun der 15 Wertungsprüfungen gewannen Jan Kopecký/Pavel Dresler. Dabei brachten die neuen tschechischen Landesmeister am Samstag das Kunststück fertig, alle acht Prüfungen für sich zu entscheiden.

Barum Czech Rallye Zlín – Endstand Gesamtwertung
1. Kopecký/Dresler (CZ/CZ), ŠKODA Fabia R5 2:12.17,7 Std
2. Pech/Uhel (CZ/CZ), Mini John Cooper Works S2000 + 0.27,3 Min.
3. Kajetanowicz/Baran (PL/PL), Ford Fiesta R5 + 0.39,9 Min.
4. Lukyanuk/Arnautov (BY/RUS), Ford Fiesta R5 + 1.10,8 Min.
5. Valoušek/Havelková (CZ/CZ), ŠKODA Fabia Super 2000 + 2.30,0 Min.

Tschechische Rallye-Meisterschaft (MČR)

Veranstaltung Datum
Rallye Šumava Klatovy 24.04.–25.04.2015
Rallye Český Krumlov 22.05.–23.05.2015
Rallye Hustopeče 19.06.–20.06.2015
Rallye Bohemia 10.07.–12.07.2015
Barum Czech Rallye Zlín 28.08.–30.08.2015
Rallye Příbram 02.10.–04.10.2015

Freie Fahrt – car2go im Selbstversuch

Das Konzept, kein eigenes Auto zu besitzen, erscheint mir befremdlich. Weil ein Auto doch eben weit mehr ist als bloßes Transportmittel von A nach B. Ein Auto ist für mich Lebensraum. Mit dem Inhalt meines Kofferraums würde ich sicher auch zwei Wochen ohne Kontakt zur Außenwelt gut überleben, er ist eine Mischung aus Kleiderschrank und Abstellkammer. Was, wenn ich nicht mehr ständig Zugriff auf die Dinge hätte, die ich eben gerne mal spontan brauche? Kameraausrüstung, Werkzeug, ein zweiter Satz Klamotten? Ich könnte es mir wirklich nicht vorstellen.

Da kam es gerade recht, dass car2go – Markführer der neuen Generation des Carsharings, eine neue Telematik-Generation eingeführt hat und mir das Ganze in Wien zum Test anbot. Denn die Situation ist freilich eine andere, wenn man in eine fremde Stadt kommt. Etwa mit dem Flugzeug. Der Airport ist meist weit außerhalb der Stadt, man muss seinen Koffer an den nächsten Bahnsteig zerren, mit unbekannten Fahrkartenautomaten kämpfen, um dann nach der dritten Station in der völlig überfüllten und stickigen Bahn festzustellen, dass man in die falsche Richtung fährt. Ähnliches gilt für das Taxi. Mürrische Fahrer, lebensverachtender Fahrstil und dazu diese unvergleichlich schweißtreibenden Kunstlederpolster, auf denen jede Uniklinik ihre Freude dran hätte, die dort Parties feiernden Bakterienkulturen zu katalogisieren.

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Die Lösung? Ein Mietwagen. Aber nicht im klassischen Sinne, sondern: free-floating. Ein feines neudeutsches Wort, was nichts anderes heißen soll als: mieten, fahren, abstellen, vergessen. Keine Bürokratie, keine Unterschriften, kein Gefeilsche um den Tankfüllstand und aufwändige Rückbringprozedur. Stattdessen einfach mit der App ein Auto gesucht – am Flughafen stehen sie zumeist in den Terminal-nahen VIP-Parkhäusern, Code am Fahrzeug ins Handy getippt und das Auto entriegelt sich.

Das eigene (wenn auch nur temporär) Auto in der fremden Stadt hat seinen Reiz. Die eigene Klimaanlagentemperatur, die eigene Musik, der eigene Fahrstil – herrlich. Zumal die car2go-Smarts recht üppig ausgestattet und in Sachen Infotainment mit großem Navi, Bluetooth-Freisprecher und Soundsystem voll auf der Höhe sind.

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Auch in Sachen Fahrleistung sind die kleinen Fortwo der alten Baureihe – die neuen Modelle halten nun nach und nach Einzug, in Hamburg gibt es bereits die erste Testflotte – durchaus fröhlich. Natürlich zählt hier der Mietwagenbonus, schließlich ist das geliehene Auto immer das schnellste, doch für das innerstädtische Streetsurfing eignen sich die kernig, quirligen Dreizylinderturbos mit dem sequenziellen Getriebe einfach wunderbar. Dem Stau auf der Zubringerautobahn entgehst du durch eine Abkürzung durch die Vorstadt, die gesperrte Donaubrücke wird durch einen Abstecher durch das Containerterminal am Hafen umfahren. Am Ende parkst du dann direkt am Belvedere, nimmst den Koffer raus, steckst den Schlüssel in die Halterung das Lenkrad und tippst auf der App „Miete beenden“. Fröhlich blinkt der Smart und die App vermerkt: Mietpreis 14,90€. Für eine Stunde Fahrt, ohne versteckte Kosten. Der Nahverkehrszug hätte einen Zehner gekostet, der Express wäre schon teurer gewesen. Vom Taxi ganz zu schweigen. Vom Fahrspaß sowieso. Carsharing kann also doch etwas für Autoliebhaber sein.

 

 

News: Chevrolet Corvette und Nissan GT-R im Profil – Alternativ statt etabliert

Der Porsche 911 liegt in der Gunst der deutschen Sportwagenkäufer fast immer vorn. Daran konnten weder Mercedes AMG GT noch Audi R8 und schon gar kein Ferrari je rütteln. Allen gemein ist allerdings, dass sie für Außenstehende auch als rollender Kontoauszug daherkommen. Wer bei ähnlichem Fahrspaß nicht zeigen will, was er hat, wird vielleicht mit einer unser Alternativen glücklich.

Da wäre einerseits die Corvette, knapp 60 Jahre Tradition Made in USA, und andererseits der Nissan GT-R. Beide sind keine wirklichen Schnäppchen, liegen aber mit 79.500 Euro beziehungsweise 96.500 Euro unterhalb der Kurse, die für die genannten deutschen und italienischen Boliden aufgerufen werden.

Mit 404 kW/550 PS und obligatorischem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe heizt der Nissan GT-R seinen Insassen richtig ein und nimmt es mit Kalibern wie dem 911 Turbo oder Ferrari California T auf
Mit 404 kW/550 PS und obligatorischem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe heizt der Nissan GT-R seinen Insassen richtig ein und nimmt es mit Kalibern wie dem 911 Turbo oder Ferrari California T auf

Mit 404 kW/550 PS und obligatorischem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe heizt der Nissan seinen Insassen richtig ein und nimmt es mit Kalibern wie dem 911 Turbo oder Ferrari California T auf. Die Corvette leistet sich einige Pferdchen weniger – sie pumpt 343 kW/466 PS in den Antriebsstrang und überträgt die Power über ein manuelles Siebengang-Getriebe (Achtgang-Wandlerautomat auf Wunsch).

Hightech gegen Simplizität: Mit dem GT-R schickt sich ein wahres Technik-Paket an, die Renntracks dieser Welt unsicher zu machen. Seine Kraft bezieht das handgefertigte Coupé aus einem mit zwei Turboladern bestückten 3,8-Liter-V6. Dieser verfügt über vier obenliegende Nockenwellen und allerhand Werkstoffe, die das Aggregat edel machen. Als da wären Kolben aus Alu, Zündkerzen mit Iridium- sowie Zylinderbohrungen mit Plasmabeschichtung.

Beim Sportcoupé aus Detroit ist ein wohldosierter Gasfuß angesagt
Beim Sportcoupé aus Detroit ist ein wohldosierter Gasfuß angesagt

Die Corvette geht andere Wege, um die Herzen ihrer Fans und Käufer höher schlagen zu lassen. Ihre neueste Small-Block-Ausbaustufe ist ein fast bizarr anmutendes Misch-Gewächs aus Tradition und Moderne. Der Achtzylinder pfeift auf Turboaufladung oder Downsizing und trägt diese Gesinnung mit 6,2 Litern Hubraum geradezu obszön zur Schau. Eine einzige zentral angeordnete Nockenwelle verrät, dass es sich um einen Zweiventiler handelt. Einer jedoch, der andererseits mit Features wie Direkteinspritzung und Zylinderabschaltung aufwartet.

Und die scheinen wirklich effektiv zu sein, denn der weitestgehend aus Aluminium gefertigte 1,5-Tonner begnügt sich bei Richtgeschwindigkeit tatsächlich mit weniger als neun Litern Super je 100 km (beim Nissan eher 11,5). Unter leichtem Rucken zeigt zumindest im Eco-Modus ein kleiner grüner Schriftzug in den segmentweise aus TFT-Fläche bestehenden Instrumenten, wann nur vier Töpfe werkeln. Klanglich macht das keinen Unterschied. Wer von der Corvette lautstarkes Bollern erwartet, wird eines Besseren belehrt, denn sie macht sich vielmehr durch eine verhältnismäßig helle Stimme bemerkbar. Der GT-R bleibt im Tonfall äußerst dezent und muss die Akustik-Liebhaber vertrösten. Es sind eher Mahl- und Klackergeräusche aus dem Antriebsstrang, die dem Fahrer einen gewissen Respekt im Umgang mit der Höllenmaschine abverlangen, als ob sie ihn dazu ermahnten, das Öl in der Magnesiumwanne erst einmal ausgiebig warmzufahren. Die Temperatur kann man jedenfalls stets beobachten in einer der vielen kleinen Rundanzeigen im TFT-Display, das in puncto Design an ein Computer-Rennspiel erinnert.

Wenn das Schmiermittel schön viskos ist und man sich endlich traut, die Drehzahlmesser-Nadel gen Begrenzer fliegen zu lassen, schnaubt der Performance-Kracher doch noch mit der Corvette um die Wette. Hier krallen sich übrigens alle vier Räder in den Asphalt, so dass der gut und gerne 300 kg schwerere GT-R (1,8 Tonnen) selbst bei feuchter Straße kaum um Traktion zu ringen hat. Außerdem wacht eine mechanische Differenzialsperre über die Optimierung des Grips.

Beim Sportcoupé aus Detroit ist ein wohldosierter Gasfuß angesagt, andererseits muss man zumindest bei der Version mit manueller Schaltung ganz schön aktiv werden, um überhaupt Schlupf an der Hinterachse zu provozieren. Der Achtzylinder braucht mächtig Drehzahl, damit er für Druck im Kreuz sorgen kann – er wird eben nicht zwangsbeatmet und ist ellenlang übersetzt. Kein Problem jedoch, er sträubt sich mitnichten dagegen, schwungvoll hochgejubelt zu werden, nur muss man sich bei der Siebengang-Box ein bisschen die Schaltwege suchen. Mit ein wenig Übung flutscht der Hebel aber flink durch die Gassen. Dynamiker können sich Stufe Sieben gleich sparen, Höchsttempo geht auch im Sechsten. Nummer Sieben ist ein reiner Schongang, mit dem sich bei deutlich unter 2.000 Umdrehungen (Richtgeschwindigkeit) über die Autobahn hauchen lässt.

Wer auf diesen Sitzen Platz nimmt, sollte Respekt im Umgang mit der Höllenmaschine haben
Wer auf diesen Sitzen Platz nimmt, sollte Respekt im Umgang mit der Höllenmaschine haben

Ach ja, wer den 300 km/h schnellen Athleten jegliche Alltagstauglichkeit abspricht, könnte an dieser Stelle überzeugt werden. Der GT-R schluckt immerhin 315 Liter Gepäck, für zwei Personen durchaus ausreichend, während die Corvette lediglich 287 Liter aufnimmt, aber dafür das bessere Kofferraum-Layout aufweist: So ist das Abteil zwar flach gestaltet, aber recht großflächig, was die Aufnahme sogar zweier Hartschalenkoffer ermöglicht. Aber für die Urlaubstour sind beide ohnehin nicht gedacht, denn die wirklich harten Fahrwerke disqualifizieren die Sportler von ihrer Funktion als Reisemobil. Gute Nachrichten also für Fans des reinrassigen Sportwagens. Diese beiden Coupés sind welche, und das zu einem wirklich wohlfeilen Kurs.

Autor: Patrick Broich/SP-X

News: Kia Ceed – Mit neuem Sparmotor

Zur Lebensmitte poliert Kia den Ceed optisch auf und rüstet technisch nach: Dreitürer, Fünftürer und Kombi der Kompakt-Baureihe kommen Ende September mit leicht verändertem Design und neuem Spritsparmotor auf den Markt. Im Ceed-Facelift feiert zudem das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe Premiere bei den Koreanern.

Mit dem neuen Ein-Liter-Turbobenziner folgen die Koreaner dem Downsizing-Trend. Das 88 kW/120 PS starke Aggregat soll besonders sparsam sein, 4,9 Liter/100 km nennt der Hersteller als Normverbrauch.

Der beliebte 1,6-Liter-Diesel leistet dank eines neuen Einspritzsystems nun 100 kW/136 PS (vorher: 94 kW/128 PS). In der Automatik-Version des großen Diesel kommt statt der bisherigen Sechsstufen-Wandlerautomatik ein neues siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe zum Einsatz. Damit soll sich der Verbrauch von 5,5 Litern/100 km (145 g CO2/km) auf etwa 4,1 Liter (109 g CO2/km) reduzieren.

Am Design des Kompakten wurde nur leicht gefeilt. So sind die Stoßfänger an Front und Heck modifizierte, hinten finden sich neue LED-Leuchten, innen mehr Chromzierteile. Wer seinen Ceed möglichst sportlich auftreten lassen will, kann die neue Ausstattung „GT Line“ wählen, die Gestaltungselemente des Spitzenmodells Ceed GT aufnimmt. Ein kamerabasierter Verkehrszeichen-Assistent ist nach dem Facelift neu in der Optionsliste. Der Einstiegspreis hat sich laut Kia nicht geändert, so kostet der Ceed mit 73 kW/100 PS ab 14.990 Euro.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

Traditionsmarke mit starkem Aufwärtstrend: Mitsubishi auf der IAA 2015

In einer Europapremiere präsentiert Mitsubishi im September 2015 auf der 66. Internationalen Automobilausstellung „IAA“ in Frankfurt/Main die neuen SUV-Modelle Outlander und Plug-in Hybrid Outlander. Ein weiterer Debütant ist der neue Pick-up L200, der hier seine Deutschlandpremiere feiert.

Beide Outlander Modelle präsentieren sich mit neuem, sportlichen „Dynamic Shield“-Frontdesign, das die beiden Fahrzeuge jetzt deutlicher differenziert. Großformatige 18-Zoll-Leichtmetallfelgen unterstreichen in beiden Fällen den dynamischen Auftritt. Hochwertige Materialien im Innenraum, neue Sitze, zusätzliche Ausstattungsfeatures und umfassende Maßnahmen zur Geräusch- und Vibrationsreduzierung belegen den hohen Qualitäts- und Komfortanspruch des markanten SUV-Crossovermodells.

Ein neues CVT-Automatikgetriebe und Maßnahmen zur Reibungsverminderung reduzieren darüber hinaus die CO2-Emissionen bei den Outlander Modellen mit 2,0-l-Benzinmotor. Beim Plug-in Hybrid Outlander wurde der CO2-Ausstoß ebenfalls weiter reduziert, er beträgt jetzt nur noch 42 g/km.

Mitsubishi Outlander PHEV 2016

Zu sehen ist auf dem Mitsubishi IAA-Stand (Halle 9) auch die vollständig neu entwickelte Modellreihe L200 in verschiedenen Aufbauvarianten. Die fünfte Modellgeneration des Pick-up-Klassikers schlägt in den Bereichen Allradtechnologie, Motor, Aerodynamik und Gewichtseffizienz ein neues Kapitel im deutschen Eintonner-Pick-up-Segment auf und positioniert sich auch in Design, Komfort, Fahrdynamik, Ausstattung und Qualität in der Spitze seines Segments.
Die Markteinführung von den neuen Outlander und Plug-in Hybrid Outlander sowie vom neuen L200 in Deutschland erfolgt am 26. September 2015.

Mit einem sogenannten V2H-System (Vehicle-to-Home) präsentiert Mitsubishi ein Hightech-Feature, mit dem sich Mitsubishi Elektrofahrzeuge als mobiler Pufferspeicher in intelligente Stromnetze, sogenannte „Smart Grids“, einbinden lassen. Erfolgt dabei die stationäre Hausstromversorgung über Solartechnik oder andere erneuerbare Energien, ergibt sich daraus ein besonders effizientes und umweltschonendes Energiemanagement.

Ebenfalls neu ist das Infotainment-System mit Smartphone-Anbindung „Smartphone Link Display Audio“ (SDA), das die Integration von Smartphones mit den Apps „Android AutoTM“ von Google und „Apple CarPlayTM“ ins Fahrzeug ermöglicht.

Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander als Rallyeversion

Ihre Publikumspremiere gibt auf der diesjährigen IAA auch eine Rallyeversion des Plug-in Hybrid Outlander, den Mitsubishi auf der spektakulären Cross Country-Rallye „Baja Portalegre 500“ in Portugal einsetzt (22. bis 24. Oktober 2015). Pilotiert wird das Fahrzeug von Mitsubishi Werksfahrer Hiroshi Masuoka, der bereits zwei Mal in Folge (2002 und 2003) die legendäre Rallye Dakar gewann.

Neben dem großen Auftritt in Halle 9 ist Mitsubishi noch an drei weiteren Standorten auf der IAA vertreten: Gemeinsam mit Kooperationspartnern auf dem Außengelände vor Halle 9, auf dem Offroad-Parcours mit dem Pajero und dem neuen L200 und in Halle 3.1 bei der interaktiven Ausstellung „New Mobility World“.

Mitsubishi präsentiert auf der IAA 2015 den neuen Outlander!

Auf der 66. IAA wird Mitsubishi den überarbeiteten Mitsubishi Outlander PHEV präsentieren. 

Der neue Outlander sticht durch eine markante Front hervor. Sportlich und dynamisch wirkt er von vorne – im Innenraum will Mitsubishi vor allem mit einer gesteigerten Qualitätsanmutung punkten.

Der erste Plug-In Hybrid SUV der Welt wird komfortabler, und sparsamer und zugleich verspricht er noch mehr Fahrspaß! 

Mit dem Mitsubishi Outlander PHEV hat der Hersteller aus Japan 2013 den ersten Plug-In Hybrid-SUV der Welt vorgestellt. Wie der i-MiEV kann auch der PHEV Outlander seinen Teil zur Energiewende beitragen und ein Baustein im Smart-Grid werden. Dank der Unterstützung der Bi-Direktionalen Stromversorgung, arbeitet der PHEV auch als Puffer und Stromspeicher für die eigene Stromversorgung zu Hause.

Der Mitsubishi Outlander PHEV wurde binnen kürzester Zeit der erfolgreichste PHEV! Insgesamt wurden bereits mehr als 70.000 Fahrzeuge verkauft. Für die neue Modell-Generation hat Mitsubishi an vielen Punkten an Hand gelegt und sowohl Ausstattung als auch Verarbeitung verbessert. Der Outlander PHEV rollt nun ab Werk auf 18-Zoll Leichtmetallrädern. Das Design des PHEV unterscheidet sich zudem stärker vom klassischen Outlander. Der Innenraum bekommt eine Frischekur spendiert und glänzt mit neuen Farben und Ziernähten.

Über 30 Detail-Verbesserungen senken sowohl Wind- als auch Abrollgeräusche. Zusätzliches Dämmmaterial und dynamische Dämpfer sorgen für ein komfortableres Fahrgefühl.

Eine Verbesserung der Vorderachsaufhängung steigert das Fahrgefühl und die Handlichkeit des Outlanders. Größere Stabilisatoren senken die Wankneigung.

Feinarbeit am PHEV-Antriebsstrang sorgt für eine präzisere Reaktion auf das Gaspedal und senkt zudem im NEFZ-Modus den gemessenen Ausstoß an CO2 von 44 g/km auf 42 g/km!

Mitsubishi bietet zudem erstmals einen „Rundum-Monitor“ Lösung an und bietet zudem mit dem neuen Multimedia-System die Integration von iPhone und Android-Smartphones an.

Nürburgring ehrt Gustav Büsing

Nein, ich habe Gustav Büsing nicht persönlich gekannt. Ich habe ihn immer mal wieder am Nürburgring getroffen. Hab ihn gesehen, wenn er durch das Presse-Zentrum lief. Hab beobachtet, wie er akribisch Notizen erstellte. Gustav Büsing war Pressechef von Sauber in der Formel 1, war Motorsport-Journalist für die Autozeitung, er war Pressechef des F1-Europa-Grandprix. Gustav Büsing war zigfacher Buch-Autor und seine Stimme kannte nicht nur ich sehr gut aus den Eurosport-Übertragungen. Die 24h von Le Mans waren nur vollständig, wenn Gustav Büsing live aus der Kabine in LeMans kommentierte.

Gustav Büsing starb in diesem Jahr in Le Mans. 

Der Nürburgring widmet dem verstorbenen Motorsport-Experten einen Ehrenbaum. Der Baum befindet sich an der Rolf-Stommelen-Straße im Zufahrtsbereich des Fahrerlagers.

 

 

Das Bild entstammt der N-Ring Capricorn-Pressemeldung.

Mit dem PHEV in den Urlaub

[notification type=“notification_info“ ]mein-auto-blog testet den Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Alltag. Reichweite, Zuverlässigkeit der Technik und Nutzen – wir schauen ganz genau hin! [/notification]

Sonne, Urlaub und keine Reichweiten-Angst!

Im Plug-In Hybrid SUV in den Urlaub

Teil 4: Dann tanken wir eben so wie immer!

33.86, 34.07 und 37.38 Liter – so die Literzahlen für die Betankungen während der Urlaubsfahrt. Ohne die gefahrene Gesamtstrecke jedoch nicht aussagekräftig. 1.242 km sind wir insgesamt gefahren. Das ergibt einen Durchschnittsverbrauch von 8.48 Litern. Und jetzt? Buh? Viel zu viel für einen PHEV?

Mit dem Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid in die Ferien

Wieso 8.48 Liter gut sind

Von „hinter Würzburg“ in die Öztaler Alpen. Da könnte man nun eine Route entlang von Ladesäulen planen. Es gibt einige Schnelllader und natürlich eine Menge Typ 2-Ladesäulen auf dem Weg. Könnte man planen. Mit Kind und Hund on board will man aber vor allem eines: Schnell von A nach B kommen. Und dank des Plug-In Hybrid Konzeptes sind wir sehr leise und mit vollen Batterien los gefahren, haben uns ansonsten jedoch überhaupt nicht um die Lade-Infrastruktur gekümmert.

Lautlos zur Autobahn

Laut google-Maps sind es 50.7 km von unserer Haustür bis zur Autobahnauffahrt. Wir sind genau diese Wegstrecke komplett lautlos gefahren. Rein mit der Batterie-Ladung ab dem Startpunkt „Garage“. Der Outlander PHEV war komplett aufgeladen, und, viel wichtiger, komplett beladen. Und es war dunkel – wir fuhren also mit Licht. Und die Klimaanlage war an!

route zur autobahn

Autobahn-Tempo 135

435 km auf der Autobahn

Ab der Autobahn-Auffahrt waren es noch 435 km bis „in den Urlaub“. Die frühe Abfahrt, 4:00 in der Früh,  hatte einen entscheidenden Vorteil: Alle on board konnten noch schlafen – der Hund, das Kind, die Ehefrau – nur der Herr Papa fuhr. Und das gemütlich mit dem Tempomaten. Auf 135 km/h eingestellt.

Dabei zeigte sich wieder einmal: Der Mitsubishi Outlander PHEV – er piepst zuviel! Auto vor dem Abstandstempomaten erkannt: Er piepst. Auto weg, er piepst. Innenraum-Temperatur hoch oder runter, er piepst. Nein, wenn wir uns für den Nachfolger etwas wünschen dürfen, dann wäre das primär nicht einmal eine größere elektrische Reichweite, es wäre eher die Möglichkeit, die ganzen Pieps-Geräusche zu konfigurieren: Am liebsten auf „Aus“.

Der Tank des Outlander PHEV umfasst 45 Liter – mehr als 40 Liter füllt man jedoch üblicherweise nicht nach. Das reicht für die Strecke in den Urlaub. Locker.

Tank-Strategie / Charge & Save in den Bergen

 

Sölden ist leider ein Urlaubsort, der völlig ohne Ladesäulen auskommt. Für die ganz eigene „Charge & Save-Strategie“ haben wir uns daher auf den Benzinmotor des Outlander PHEV verlassen. Ja, die Batterien zu laden,  indem man Benzin verbrennt, ist ökologisch viel wert, aber nicht sinnvoll. Mit leeren Batterien am nächsten Paß anzukommen, jedoch auch sehr unangenehm. Dank der Möglichkeit, die Akkus jederzeit über den Benziner zu laden, war die vollständige Abwesenheit von Ladesäulen in Sölden dennoch zu verkraften.

Eine Akku-Ladung  von knapp 12 kWh benötigt in etwa 3 Liter Benzin. Bedenkt man diesen Verbrauch, beeindruckt das Gesamt-Ergebnis über die gefahrene Strecke!

870 km Autobahn – 372 km Landstraßen und Bergtouren

8.48 Liter auf 100 Kilometer klingt erst einmal viel, zumal der Mitsubishi Outlander PHEV mit 1.9 Litern auf 100 km angegeben wird. Überlegt man sich jedoch das Einsatz-Szenario – Autobahn, voll bepackt, Berge hoch, aus Benzin Strom machen – dann sind 8.48 Liter plötzlich enorm beeindruckend! Machen Sie das mal mit einem anderen 4×4 SUV mit Benzinmotor!

Die Urlaubstour hat gezeigt: Der Mitsubishi Outlander PHEV ist vollkommen tauglich für die Langstrecke und er bereitet keine Kopfschmerzen, wenn es mal an Ladesäulen mangelt! 

So kann man in den Urlaub fahren … 

Vier Folgen zu unserer Urlaubsfahrt mit dem Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid:

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News: BMW 7er – Der reagiert auf Handzeichen

Der neue BMW 7er, den BMW auf der IAA (17. bis 27. September) erstmals dem Publikum zeigt, ist prall gefüllt mit modernster Technik und trotzdem leichter, agiler und sparsamer als bisher. Zum Preis von 81.900 Euro kommt die Oberklasse-Limousine in Kurz- und Langversion und Motoren mit Leistungswerten zwischen 195 kW/265 PS und 330 kW/450 PS im Herbst auf den Markt.

Äußerlich fällt der Generationswechsel vor allem an der Front auf, wo sich die Scheinwerfer nun wie schon beim 3er bis zur Kühlergrill-Niere in der Mitte ziehen. In der Länge legen 7er (5,10 Meter) und Langversion (5,24 Meter) leicht zu, das Gewicht allerdings sinkt dank umfangreicher Leichtbaubemühungen. 130 Kilogramm weniger als der Vorgänger wiegt das aktuelle Modell, unter anderem durch den umfassenden Einsatz von Karbon-Bauteilen.

Für angemessenen Vortrieb sorgen ein Benzin- oder Diesel-Aggregat mit sechs Zylindern und 240 kW/326 PS (740i) beziehungsweise 195 kW/265 PS (730d) Leistung, sowie ein V8-Benziner (330 kW/450 PS) und der neue Plug-in-Hybridantrieb (240 kW/326 PS), der 2,1 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen soll.Sparmeister unter den konventionellen Aggregaten ist der Einstiegs-Diesel 730d mit 4,5 Litern/100 km. Eine Achtstufen-Automatik verteilt die Kraft auf die Hinterräder oder optional auf alle vier Räder.

Einige Extras feiern im neuen 7er Weltpremiere: So die Gestensteuerung, bei der der Fahrer bestimmte Funktionen mit einer Handbewegung bedienen kann. Oder das automatische Einparken, bei dem der Fahrer neben dem Auto steht. Der Lenk- und Spurhalteassistent, der vor allem auf der Autobahn zum Einsatz kommt, kann die Oberklasse-Limousine teilautonom steuern. Optional sind Extras wie Allradlenkung oder Massagefunktionen für die Sitze erhältlich, serienmäßig hat der 7er Luftfederung und adaptive Fahrwerksregelung.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Renault Talisman Grandtour – Großer Glücksbringer

Ohne Kombi geht es nicht: Renault stellt seiner neuen Mittelklasselimousine Talisman wieder ein „Grandtour“-Modell mit extra großem Laderaum zur Seite. Die Premiere findet auf der IAA in Frankfurt (17. bis 27. September) statt. Maximal sollen 1.700 Liter hinter die elektrische Heckklappe passen, bei voller Bestuhlung immer noch 572 Liter.

Beide Werte übertreffen die des Vorgängers Laguna Grandtour (508 bis 1.593 Liter) deutlich und liegen im gehobenen Mittelfeld des Klassenüblichen. Mit 4,86 Metern – exakt dem Maß der Limousine – zählt der Franzose allerdings zu den längeren Modellen im Wettbewerb.

Hinter die Klappe passen bis zu 1.700 Liter Gepäck
Hinter die Klappe passen bis zu 1.700 Liter Gepäck

Für den Antrieb stehen zwei Benziner sowie drei Diesel zur Wahl. Basisdiesel ist ein 1,5-Liter-Motor mit 81 kW/110 PS, darüber rangiert ein 1,6-Liter-Motor mit wahlweise 96 kW/130 PS oder 118 kW/160 PS. Für die Kraftübertragung stehen Schalt- und Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen zur Wahl. Die beiden Benziner leisten 110 kW/150 PS beziehungsweise 147 kW/200 PS und sind mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verbunden.

In Sachen Ausstattungsoptionen und Technik gleicht das Angebot dem für die Limousine. Neben LED-Scheinwerfern und einem Head-up-Display gibt es unter anderem Allradlenkung und ein adaptives Fahrwerk. Preise nennt der Hersteller noch nicht. In der noch unter dem Namen Laguna angebotenen Vorgängergeneration startete der Grandtour bei knapp 25.000 Euro.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Mazda CX-3 – Das SUV für Menschen, die keine SUV mögen

Rund 200.000 SUV sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes bis dato 2015 zugelassen worden, jede zehnte Neuzulassung entfällt auf die Hochbeiner – Tendenz seit Jahren steigend. Aber es gibt sie noch, die Menschen, die sich mit diesem Trend nicht anfreunden können. Für sie ist der Mazda CX-3 eine echte Alternative, wie ein zweiwöchiger Test mit dem Mini-SUV bewiesen hat.

Es fängt schon bei der Außenansicht an: Mit 1,54 Metern Höhe duckt sich der Japaner flacher auf die Straße als manch anderer seiner Klasse, beispielsweise Opel Mokka oder Fiat 500X. Seine Länge von 4,28 Metern lässt ihn zu den größeren Exemplaren der Gattung Mini-SUV zählen. Wie die beiden erwähnten Konkurrenten wächst er damit in die Kompaktklasse – ein VW Golf ist 4,26 Meter lang.

Die gefällige Gestaltung mit hoher, geschwungener Gürtellinie und schrägem Heckabschluss, das die typischen Crossover-Insignien wie schwarze Kunststoff-Anbauteile wohldosiert einsetzt, dürfte auch Menschen gefallen, die dem Pseudo-Offroad-Charme anderer SUV nichts abgewinnen können
Die gefällige Gestaltung mit hoher, geschwungener Gürtellinie und schrägem Heckabschluss, das die typischen Crossover-Insignien wie schwarze Kunststoff-Anbauteile wohldosiert einsetzt, dürfte auch Menschen gefallen, die dem Pseudo-Offroad-Charme anderer SUV nichts abgewinnen können

Anders als die Konkurrenz macht der Mazda allerdings nicht auf wuchtige Trutz-Burg, die Designer haben dem Fünftürer stattdessen sportliche Eleganz à la Mazda3 ins Blechkleid geschneidert. Die gefällige Gestaltung mit hoher, geschwungener Gürtellinie und schrägem Heckabschluss, das die typischen Crossover-Insignien wie schwarze Kunststoff-Anbauteile wohldosiert einsetzt, dürfte auch Menschen gefallen, die dem Pseudo-Offroad-Charme anderer SUV nichts abgewinnen können.

Der elegante Eindruck setzt sich im Innenraum fort: Runde Lüftungsdüsen rahmen ein schlichtes Armaturenbrett ein, das im Testwagen mit weißem Leder aufgewertet war, drei runde Knöpfe regeln die Klimatisierung, alles andere wird (ab der zweiten Ausstattungsstufe, dazu später mehr) über das 7-Zoll-Display in der Mitte und den Dreh-Drück-Steller zwischen den Sitzen bedient. Kleine Notiz am Rande: In der höchsten Ausstattungsstufe „Sports-Line“ (ab 22.790 Euro) begeistert die Lederausstattung „Pure-White/Anthrazit (plus 1.000 Euro) mit ihrer detailverliebten schwarz-weiß-rot-Gestaltung.

Natürlich ist der CX-3 mit seiner auf Komfort ausgelegten Federung alles andere als ein Ausbund an Sportlichkeit. Doch die verbindliche, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung und der 2,0-Liter-Saugbenziner im Testwagen, der recht gut am Gas hängt, machen ihre Sache bestens
Natürlich ist der CX-3 mit seiner auf Komfort ausgelegten Federung alles andere als ein Ausbund an Sportlichkeit. Doch die verbindliche, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung und der 2,0-Liter-Saugbenziner im Testwagen, der recht gut am Gas hängt, machen ihre Sache bestens

Das Raumgefühl vorn ist luftig, die Übersicht gut, gleichzeitig hat man nicht das Gefühl auf einem Hochsitz fernab der Straße zu thronen. Allein hinten raus ist die Sicht – dem Design geschuldet – bescheiden. Eine Einparkhilfe bietet Mazda allerdings erst ab der zweiten Ausstattungsstufe (Center-Line, ab 19.990 Euro) und nur im Paket an. Dafür sind dann mit fairen 1.000 Euro Aufpreis auch Sitzheizung, Licht- und Regensensor, DAB-Radio, abgedunkelte Scheiben und Spurhalteassistent an Bord. Auf der Rückbank geht es auf bequemen Sitzen etwas enger zu – immerhin ist der CX-3 mit dem Kleinwagen Mazda2 verwandt. Der Kofferraum ist mit 350 Litern ausreichend üppig.

Einmal mit dem CX-3 auf der Straße könnte man fast vergessen, dass man in einem SUV unterwegs ist. Der Japaner lässt sich flink und willig durch den Verkehr lotsen. Natürlich ist der CX-3 mit seiner auf Komfort ausgelegten Federung alles andere als ein Ausbund an Sportlichkeit. Doch die verbindliche, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung und der 2,0-Liter-Saugbenziner im Testwagen, der recht gut am Gas hängt, machen ihre Sache bestens. Zur Leichtfüßigkeit trägt auch das dank Leichtbau relativ geringe Gewicht von 1,2 Tonnen bei.

Die 88 kW/120 PS des im Testwagen montierten Einstiegsbenziners reichen für die allermeisten Lebenslagen völlig, zumal der Ottomotor seine Leistung über ein breites Drehzahlband zur Verfügung stellt. In 9,0 Sekunden ist das Mini-SUV auf 100 km/h, maximal sind 192 km/h möglich. Übertragen wird die Kraft vom Sechsgang-Getriebe, optional ist eine Automatik erhältlich (1.600 Euro Aufpreis).

Entgegen dem Trend zu Downsizing und Turbounterstützung hält Mazda an Saugmotoren fest, dank besonders hoher Verdichtung ist der Verbrauch trotzdem relativ niedrig. Im zweiwöchigen Test kam der CX-3 ohne jegliche Spritsparbemühungen auf 6,8 Liter – kein Spitzenwert, aber im Wettbewerbsvergleich angemessen und mit dem Normwert in ansatzweise erreichbarer Sichtweite: 5,9 Liter auf dem Rollenprüfstand gibt Mazda an.

Der elegante Eindruck setzt sich im Innenraum fort: Runde Lüftungsdüsen rahmen ein schlichtes Armaturenbrett ein, das im Testwagen mit weißem Leder aufgewertet war
Der elegante Eindruck setzt sich im Innenraum fort: Runde Lüftungsdüsen rahmen ein schlichtes Armaturenbrett ein, das im Testwagen mit weißem Leder aufgewertet war

Im fairen Einstiegspreis von 17.990 Euro sind Klimaanlage, Radio, elektrische Fensterheber und Start-Stopp-System enthalten, hinzubuchen kann man außer Metallic-Lackierung allerdings nichts. In der nächst höheren Ausstattungsstufe (ab 19.990 Euro), ist bereits die Serienausstattung üppig: unter anderem mit Klimaautomatik, City-Notbremsassistent, Tempomat, Lederlenkrad, 7-Zoll-Display, Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung und CD-Player. Ab „Exclusive“ (21.890 Euro) sind Sitzheizung oder LED-Scheinwerfer serienmäßig und die Idee des Mini-SUV so lieb gewonnen hat, dass er aus dem Vollen schöpfen will, bestellt „Sports-Line“ (ab 22.790 Euro, u.a. mit Head-up-Display).

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

Hamburg-Berlin-Klassik 2015: Dramatischer zweiter Tag!

Tage 2 ist zu Ende. Morgen verlassen wir Wolfsburg und nehmen Kurs auf die Perle. Auf nach Hamburg. Tag 2 der Hamburg-Berlin-Klassik bot keine technischen Defekte. Zumindest nicht für den Rallye-Skoda mit der Startnummer 155. Ein kühler Morgen lies die Hitze im Fahrzeug erst einmal vergessen. Der Skoda 130RS hat als Rallyefahrzeug 136 PS – davon kommen vermutlich genau 100 kW als Hitze im Innenraum an. Bewölkter Himmel, Herbstliche Temperaturen und schon erträgt man auch das.

Hamburg-Berlin-Klassik, ohne Ritterschlag?

Alles war gut. Alles war bestens. Nach jeder WP habe ich meinen Fahrer, den Profi, den Rallye-Meister nach seiner Meinung gefragt. Gute Prüfung? Schlechte Prüfung? Das Gefühl von Matthias Kahle ist untrüglich. Und seine Meinung war eindeutig: „Das lief gut“.

Die Ergebnisse kamen jedoch erst spät am Abend online. Und dann der K.O.-Schlag am Abend, ein fester Hieb in die Magengrube. Plötzliches Unwohlsein. 400 Strafpunkte an WP 12 dem Rittergut Altenrode – und damit das Maximum. Was war passiert? Was haben wir falsch gemacht?

Wer kommt heute mit den wenigsten Strafpunkten heim? #hbklive #hbk2015

Ein von Bjoern Habegger (@habegger) gepostetes Foto am


WP 12 – Rittergut Altenrode

Die Gesamtzeit für diese WP? 28 Sekunden. Die gestoppte Zeit für Team 155? 23.04 Sekunden. Eine Tragödie. Es schmerzt. Der Fehler lag, das ist nachvollziehbar, an einer selbst erstellten Timer-Einstellung. Anstelle von 28 Sekunden, wurden 23 Sekunden in das System eingetragen. Von mir. Vom Beifahrer. Vom Co-Pilot des siebenfachen dt. Meisters. Das klingt fast nach Sabotage, ist aber am Ende ein schlichter Flüchtigkeitsfehler. Die falsche Zeit und der Rallye-Champ fährt diese fast .00 an! Unfassbar.

Tag 2 endet demnach nicht in den Top 5! Tag 2 beendet das Team Kahle / Habegger auf Gesamt 9. Nicht auszumalen was möglich gewesen wäre – ohne diesen dramatischen Fehler.

 

Morgen – Tag 3 der HBK2015 gilt es daher nun. Alles auf Angriff, alles auf Attacke – volle Konzentration … ! 

Schon heute früh, am Start zu Tag 2 nicht mehr dabei, mein Schauspieler-Held: Armin Rohde. Vorzeitig aus der Rallye ausgestiegen. Genaue Gründe sind bislang nicht bekannt.

 

 

 

 

News: Kia Sportage – Gar nicht mehr brav

Auf der IAA (17. bis 27. September) feiert Kia die Premiere des in Europa meistverkauften Modells Sportage. Nun hat der Hersteller erste Fotos des Kompakt-SUV veröffentlicht, die zeigen: Die vierte Generation unterscheidet sich optisch deutlich vom recht brav gestalteten Vorgänger.

Relativ flache A-Säulen, das zum Heck hin leicht abfallende Dach und ein längerer Radstand lassen das Kompakt-SUV nun dynamischer wirken
Relativ flache A-Säulen, das zum Heck hin leicht abfallende Dach und ein längerer Radstand lassen das Kompakt-SUV nun dynamischer wirken

Vor allem das Gesicht des Sportage ist nun ausdrucksstärker. Während beim bisherigen Modell Kühlergrill und Scheinwerfer eine Einheit bildeten, sind die leicht nach hinten gezogenen Leuchten nun weiter oben positioniert. Der Kühlergrill ist breiter und weiter unten angesetzt, er hat die für neue Kia-Modelle typische sogenannte Tigernasen-Form.

Die Motorhaube ist stärker konturiert, insgesamt ist der Sportage nun kraftvoller modelliert. Relativ flache A-Säulen, das zum Heck hin leicht abfallende Dach und ein längerer Radstand lassen das Kompakt-SUV nun dynamischer wirken. Am Heck dominieren horizontale Linien. Die schmalen Rückleuten sind nun mit einer Chromleiste verbunden.

Am Heck dominieren horizontale Linien. Die schmalen Rückleuten sind nun mit einer Chromleiste verbunden
Am Heck dominieren horizontale Linien. Die schmalen Rückleuten sind nun mit einer Chromleiste verbunden

Entstanden ist das Design des Koreaners unter der Leitung des europäischen Kia-Designzentrums in Frankfurt. Während der Sportage in Frankfurt erstmals sein Gesicht zeigt, ist der Hyundai Tucson zu Messebeginn bereits auf dem Markt. Mit dem Schwestermodell teilt sich der Kia die Technik. In der Neuauflage dürfte ein Doppelkupplungsgetriebe zum Einsatz kommen, Allradantrieb ist gegen Aufpreis erhältlich.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: BMW i3 mit Vielflieger-Meilen kaufen – Nur für Über-Flieger

Beim Kauf des BMW i3 kann man künftig Bonusmeilen der Lufthansa anrechnen lassen. Das Elektroauto ist nun Bestandteil des Vielflieger-Programms „Miles and More“. Zweimal Malle und zurück reicht dafür aber nicht: Elf Millionen Meilen werden für das inklusive diverser Extras 45.740 Euro teure E-Auto fällig. Gut 500-mal müsste man dafür beispielsweise Business Class in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires und zurück geflogen sein. Wer nur Eco bucht, müsste je nach Buchungsklasse etwa doppelt so oft hin und her fliegen.

Allerdings kann man die Zahlungsweise Meilen und Euro auch kombinieren. Ob sich das lohnt, ist allerdings eine andere Frage: Für 100.000 Meilen – das ist die Grenze, bei der man im „Miles-and-More“-Programm den begehrten „Senator“-Status erreicht – kostet der i3 laut dem Rechner im Internetshop immer noch 45.324 Euro. Um 100.000 Meilen zu erreichen, muss man allerdings schon ziemlich viel unterwegs sein, muss grob gerechnet beispielsweise ein Jahr lang geschäftlich einmal die Woche nach London fliegen – Business Class, versteht sich.

Wer wirklich sehr viel unterwegs ist, gerne teure Buchungsklassen wählt und seine Bonusmeilen über Jahre aufgespart hat, der kann den Preis drücken. Allerdings dürfte derjenige das Elektroauto wohl auch bar zahlen können.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Neuer Opel Astra – Deutlich leichtfüßiger zur IAA

Die neue Generation Opel Astra rollt deutlich leichtfüßiger zur IAA (17. bis 27. September): Je nach Modell und Ausstattung hat der Kompakte bis zu 200 Kilogramm abgespeckt, in jedem Fall ist er 120 Kilo leichter als sein Vorgänger. Dabei haben die Ingenieure in diversen Disziplinen an Gewicht gespart.

Entscheidend ist die verschlankte Fahrzeugarchitektur, durch die allein das Gewicht der Rohkarosse und Struktur um mehr als 20 Prozent von 357 auf 280 Kilogramm sinkt. Weitere 50 Kilogramm sparen die Ingenieure unter anderem durch den Einsatz von hochfesten und ultrahochfesten Stählen. Zudem verzichten sie zu Gunsten von aerodynamisch optimierten Fahrwerks- und Antriebselemente auf die Unterbodenverkleidung.

Daneben wurde beispielsweise auch bei der Auspuffanlage gespart (-4,5 Kilo). Die Räder und Reifen fallen eine Nummer kleiner aus und bringen bis zu 11,5 Kilo weniger auf die Waage. Die aufgrund des geringeren Gewichts kleiner ausfallenden Bremsen sind zehn Kilo leichter, bei höherer Bremsleistung.

Auch motorentechnisch hält der Leichtbau Einzug: So ist beispielsweise der Aluminium-Motorblock des neuen 1,4-Liter-Turbobenziner zehn Kilo leichter als das gegossene Stahl-Pendant des Vorgängers. Den gleichen Wert sparen die modernen Getriebe ein.

Zu den Leichtbau-Bemühungen kommt hinzu, dass die neue Astra Generation äußerlich etwas geschrumpft ist: Mit 4,37 Metern ist das fünftürige Fließheck knapp fünf Zentimeter kürzer als sein Vorgänger, die Höhe nimmt um 2,5 Zentimeter, die Breite um einen halben Zentimeter ab. Das Platzangebot ist hingegen laut Opel messbar gestiegen, unter anderem dank der kompakteren und – natürlich – leichteren Sitze.

Die Gewichtsersparnis soll sowohl der Agilität als auch dem Verbrauch zugutekommen. Opel gibt für den 77 kW/105 PS starken 1,0-Liter-Dreizylinder einen Verbrauch von 4,2 Litern auf 100 Kilometern an.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

HBK 2015: Himmel, Hölle, Halleluja! Tag 1

Motorsport ist die pure Leidenschaft. Motorsport, das sind Emotionen, die man in Blechbüchsen verpackt. Motorsport ist ein Lebenselixier und Motorsport muss man leben. Wer sich dieser wundervollen Mischung mal ganz ohne die Gefahren des Leistungsports nähern will, der sollte eine Klassik-Rallye ausprobieren. Zum Beispiel die Hamburg-Berlin Klassik. mein-auto-blog startet 2015 auf einem Skoda Rallye 130 RS und am Steuer der siebenfache dt. Rallye-Meister Matthias Kahle!

Tag 1 der HBK 2015 – Himmel, Hölle, Halleluja

Das erste Problem trat noch vor dem Start auf. Motorsportler sind „Sportler“, eine breite Hüfte eher selten, Hüftgold noch seltener. Doch der Autor dieser Zeilen und der Beifahrer von Matthias Kahle, der ist nicht schmal. Nein. Und die Sandtler Schalensitze sind auf Presspassung geschnitten.

Um 13:30 am Donnerstag die Startzeit. Ein neuer Sitz? Klar, einfliegen lassen. Wie bei der Formel 1? Nein. Natürlich nicht. Klassik-Rallyes leben auch von dem Talent der Teilnehmer, zu improvisieren. Lösungen finden. Ein Schalensitz ist tief. Was also tun, um die Tiefe auszugleichen? Ein Kissen?

Wenn sich 125 kg Lebendgewicht auf ein Daunenkissen setzen, dann gleicht ein solches Kissen eben auch nichts mehr aus. Es musste eine andere Lösung her. Team 155 Skoda Auto Deutschland hat den Weg zum Baumarkt angetreten und den Sitz auf der Beifahrerseite mit einer Styroporplatte neu ausgeformt.

Schalensitzbau im Eil-Verfahren. Sitztiefe eliminiert, der Beifahrer thront nun im Rallye RS130

Himmel – Der Start zur HBK 2015

Der Start zur Hamburg-Berlin Klassik, in diesem Jahr wieder von Berlin in Richtung Hamburg fahrend, war einfach großes Kino. Die Menschen stehen in Doppelreihen am Straßenrand. Wo immer der bunte Rallye-Skoda vorbeifährt, es wird gejubelt, es wird gewunken. Die Menschen wissen, in diesem Rallye-Skoda RS 130 mit der Startnummer 155 sitzt nicht irgendwer, in diesem Auto sitzt der siebenfache dt.-Rallyemeister. Auch wenn seine Wurzeln nicht ganz so östlich liegen wie die des Skoda, im ehemaligen Osten der Republik kennt jedes Kind den Matthias Kahle. Die ersten Kilometer des 255 km langen ersten Tages führen durch entlegende Ortschaften, kleine Landstraßen, eine ruhige, eine entschleunigte Welt. Und Matthias Kahle mag sieben dt. Rallye-Meisterschaften gewonnen haben – im öffentlichen Straßenverkehr ist er ein ganz ruhiger. Ein besonnener Fahrer, er hat die Ruhe einfach weg. Anders sein Beifahrer. Ich.

Vor zwei Jahren zum ersten Mal die HBK gefahren, muss ich mich erst einmal wieder in „Roadbook“, Chinesenzeichen und Wertungsprüfungen einfinden. Wie rechnet man Meter in Sekunden in km/h um? Was ist der Unterschied zwischen 6,10 und 6:10? Doch die Ruhe des Profis strahlt ein wenig ab.

Läuft. #hbklive

Ein von Bjoern Habegger (@habegger) gepostetes Foto am

Wer denkt sich sowas aus? #hbklive #hbk2015 #skoda #155 Ein von Bjoern Habegger (@habegger) gepostetes Foto am

Und die Hitze ermattet.

Hölle – Tag 1 im Rückblick

Was schreibt der Mann da von Hitze? Als es aus Berlin raus ging und in Richtung Westen, zog sich der Himmel doch zu. Es wurde kühler. Später sogar richtig nass. Kurz vor Wolfsburg wollte die Welt sogar einmal kurz untergehen. Ja, das mag alles für die Welt „um den Rallye-RS130“ gelten, nicht aber für den heute rund 100.000 € wertigen Boliden. Klimaanlage? Hat er nicht. War ja klar. Aber auch eine funktionierende Lüftung musste aus Gewichtsgründen raus. Was übrig bleibt? Zwei winzige Öffnungen in den Seitenscheiben. Völlig ohne Dämmmaterial stürzt nicht nur der Motorenlärm über die Insassen her, auch die Hitze des vorne platzierten Wasserkühlers und des Motors im Heck fällt über die spärliche Kabine her. Wann immer es möglich war, reißen Matthias und ich die Türen auf. Frischluft! Kühle oder wenigstens nicht ganz so heiße Frischluft.

Kabelbruch. Schaffen wir es dennoch zur letzten WP des Tages? #hbk2015 #hbklive

Ein von Bjoern Habegger (@habegger) gepostetes Foto am

Lärm und Temperaturen ermatten den „Nicht-Profi“. Und dann kommt Pech dazu.

Kurz vor der WP6 fällt das Instrumentenbrett aus. Und die Wischer. Und das bei Regen. Auch der Tripmaster fällt aus – ein Problem, das uns kurz darauf weitere Zeit kosten wird. Matthias fährt rechts ran. Hängt sich Kopf über unter das Armaturenbrett. Eine Schmelzsicherung hat sich verabschiedet. Wir verlieren knapp 10 Minuten.

Die Zeit will Matthias aufholen. Zum ersten Mal lässt er den Rallye 130 fliegen. Die 100 kW des 1.3 Liter Vierzylinders produzieren jetzt neben Hitze endlich auch Schub.

Und dann haben wir einen Hinweis übersehen. Konzentrationsschwäche führt zu einem Navigationsfehler. Für Matthias die Chance zu zeigen, wie man Rallye-Meister wird. Handbrems-Drehungen in der Altmark. Wir müssen uns neu orientieren. Immer korrekt am Landstraßen-Tempo-Limit, fliegen wir über einen Feldweg. Zweiter Gang, Drift einleiten. Matthias sucht den Weg, indem wir uns mehr durch das Seitenfenster orientieren.

Zurück auf dem „richtigen Pfad“, dreht Matthias den 130 RS aus. Mitbewerber werden im Rückspiegel kleiner. Natürlich geht diese HBK nicht „auf Top-Zeiten“, sondern mehr auf Köpfchen – aber am Ende wollen wir unsere verlorene Zeit zurückholen.

Kurz vor der letzten WP des Tages stottert der Motor. Drei Zylinder. Aus. Wir rollen auf einen Grünstreifen. Der Motor verschluckt sich. Die Uhr tickt derweil herunter. Denn auch wenn das alles hier nur „Spaß“ sein soll, es gibt Zeiten an den Check-Points, die müssen wir einhalten. Und irgendwann kommt der Schlusswagen und dann ist so eine Rallye eben vorbei. Wir zählen die Sekunden.

Der Servicewagen kommt. Ein Kabel von der Zündspule zum Verteiler hat sich gelöst. Die Reparatur dauert keine 2 Minuten. Mittlerweile ist es dunkel. Matthias und ich, wir stehen unter Druck. Die letzte WP – Matthias lässt den Rallye-Skoda durch die Altmark fliegen.

Halleluja!

Ohne Zeitstrafe. Gerade so in der Zeit, kommen wir am Ziel an. Drei Stunden später, kurz vor Mitternacht kommen die ersten Ergebnisse online.

Team Kahle / Habegger #155 hat mit einem Platz 15 Gesamt noch alle Chancen. Ich bin erleichtert. Der Tag bot mehr Action als ich vertragen kann. Todmüde geht es in das Hotelzimmer. Morgen wird angegriffen, sind Matthias und ich uns sicher – konzentriert unter die Top 5 – das muss jetzt unser Ziel sein!

 

 

 

 

 

 

 

News: Mercedes-Benz V-Klasse AMG-Line – Mehr Optionen für den Van

Obwohl das Segment der Vans nicht zu den begehrtesten gehört, hat sich die Mercedes V-Klasse zu einem Erfolgsmodell entwickelt: Ein Viertel mehr Fahrzeuge als vom Vorgängermodell Vito haben die Stuttgarter im ersten Jahr nach Markteinführung abgesetzt. Und die Kunden mögen es exklusiv und komfortabel: Fast jeder zweite Käufer entscheidet sich für die zweithöchste Ausstattungsstufe Avantgarde. Zum neuen Modelljahr hat Mercedes das Portfolio daher um neue Optionen ergänzt, die auf der IAA (17. bis 27. September) vorgestellt werden.

Das Panorama-Glasschiebedach ist ab Ende des Jahres bestellbar
Das Panorama-Glasschiebedach ist ab Ende des Jahres bestellbar

Erstmals bietet Daimler die sportliche AMG-Line nun auch für einen Mercedes-Van an. Unter anderem gehört ein strafferes Sportfahrwerk, das den Van 1,5 Zentimeter näher an die Straße rückt, zum Ausstattungsumfang. Optional ist ein Fahrwerk mit variabler Dämpfung erhältlich. Optisch verstärken beispielsweise eine geänderte Frontschürze mit markanteren Lufteinlässen und eine Heckschürze in Diffusor-Optik für einen dynamischeren Auftritt.

Eine große Mittelkonsole mit integriertem Kühlfach gehört auch zu den neuen Optionen
Eine große Mittelkonsole mit integriertem Kühlfach gehört auch zu den neuen Optionen

Der Van mit Platz für bis zu acht Personen kann darüber hinaus mit einer erweiterten Sonderausstattung bestellt werden: Ab September ist Sitzklimatisierung auch für den Fond erhältlich. Panorama-Glasschiebedach, eine große Mittelkonsole mit integriertem Kühlfach und zwei iPad-Halterungen im Fond kommen zum Ende des Jahres hinzu.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Skoda Superb Green Line – Unter die Vier-Liter-Marke gedrückt

Mit einer theoretischen Reichweite von 1.780 Kilometern bewirbt Skoda die neue Spritsparversion des Superb. In der „Green Line“-Variante wird das Mittelklassemodell von einem 88 kW/120 PS starken 1,6-Liter-Diesel angetrieben, der mit 3,7 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern auskommen soll. Für den Verbrauchsvorteil von 0,3 Litern gegenüber dem gleich starken Standardmodell sorgen unter anderem Leichtlaufreifen, eine verlängerte Getriebeübersetzung und eine verbesserte Aerodynamik. Preise für das als Limousine und Kombi (Tankgröße jeweils 66 Liter) erhältliche Spritsparmodell nennt der Hersteller erst zum Bestellstart im Herbst. Sie dürften jedoch leicht über denen des Standardmodells liegen und bei rund 30.000 Euro starten.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Markenausblick Aston Martin – Der englische Patient

So stilvoll und rassig Aston Martin Modelle im Design auch sein mögen und so zuverlässig sie Männerherzen höher schlagen lassen, Kunden, die sich für diese britischen Sportwagen entscheiden, kaufen in der Regel betagte Technik. Angefangen beim Vantage. Das Modell ist im Grundkonzept (VH-Architektur) bereits zehn Jahre alt. Der größere DB9 wurde 2012 überarbeitet. Den viertürigen Rapide gibt es seit 2009. Mit zwei Jahren ist das jüngste Modell momentan der Vanquish. An Lediglich zwei Motoren werden angeboten, ein 4,7-Liter-V8 und ein Sechsliter-V12.

Bei Aston Martin herrscht Renovierungsbedarf, denn Kunden in diesem Segment verlangen nicht nur Spitzentechnologie unter der Haube, sondern auch modernste Elektronik (Infotainment, Vernetzung, Navigation, Fahrerassistenz) im Cockpit. Der 102 Jahre alten Traditionsmarke aber fehlte bislang schlicht das Geld für Neuentwicklungen. Gewinne erwirtschaftet Aston Martin seit Jahren nicht. Die Produktion ist zu teuer, die Angebotspalette zu klein. Man hält sich mit Derivaten und limitierten Sondermodellen mehr schlecht als recht über Wasser.

Jetzt sieht es so aus, dass im Hauptquartier in Gaydon die Wende eingeleitet worden ist. Aston Martin spricht von Neuausrichtung. „Wir schauen in eine aufregende Zukunft, die weit bis in die nächste Dekade reicht“, so Vorstandschef Dr. Andy Palmer. Der Grund für den Optimismus: Die Briten erhielten kürzlich eine Finanzspritze von über 300 Millionen Euro. Der Betrag stammt von den Haupt-Anteilseignern Investindustrial (ein italienischer Privat Equity Fund) und Tejara Capital. Damit soll nun das Projekt „Second Century“ in Angriff genommen werden. „Bis 2020 werden wir jedes bestehende Modell ersetzt haben und zusätzlich drei neue auf den Markt bringen“, prognostiziert Palmer.
Eines davon zeigte Aston Martin bereits als Studie im März in Genf, den DBX, ein Crossover aus SUV und Sportwagen. „Die Reaktionen haben uns überwältigt“, so Palmer, der den DBX als „key change“ und als Katalysator für zukünftige Technologien sieht. Unterm Blech steckt eine Kombination aus Allrad und Elektroantrieb. Palmer glaubt, dass der DBX, wenn er 2018 auf die Straße kommt, auch Frauen anspricht. Bislang war man stark auf männliche Kunden fixiert.

Das Investment erlaubt es Aston Martin, nicht nur den DBX zu bauen, sondern auch weitere neue Modelle zu entwickeln und die Produktionsanlagen zu erweitern. Bis Ende des Jahres sollen 10.000 Quadratmeter Halle hinzukommen. Um die Exklusivität zu sichern, soll dennoch der Jahresabsatz „nicht über 7000 Einheiten steigen“, wie Palmer sagt. Schon nächstes Jahr rechnen Branchenkenner mit einem ersten neuen Modell, dem Nachfolger des DB9. Für das Sport-Coupé nutzen die Briten allerdings noch nicht die technische Unterstützung von Mercedes-AMG. Diese dürfte erst beim nächsten Vantage greifen. Daimler hält etwa fünf Prozent an Aston Martin und hat, wie es aus Stuttgart heißt: „Beobachterstatus im Bord of Directors von Aston Martin“. Die Beteiligung beinhaltet unter anderem die Lieferung von V8-Turbo-Aggregaten und Komponenten für die Entwicklung einer elektronischen Architektur.

Ein äußerst wichtiger Markt für Aston Martin ist China. Hier denkt man über eine elektrische Version des Rapide nach. Joint Venture Partner sind das Energieunternehmen Hanergy und die Internetfirma LeTV. Nicht nur in China, sondern weltweit schickt Aston Martin nächstes Jahr den Lagonda Taraf an den Start, eine Luxus-Limousine mit langem Radstand und limitiert auf 200 Einheiten. Gebaut wird der Taraf von der firmeneigenen Sparte „Q by Aston Martin“, benannt nach Q, dem Leiter der Spezialabteilung, von der James Bond gewöhnlich seinen mit allerhand technischen Spielereien versehenen Dienstwagen erhält. „Q by Aston Martin“ soll als Individualisierungs-Programm massiv ausgebaut werden. Was dort möglich ist, zeigen die Briten mit dem DB10. Der Sportwagen – zehnfach gebaut –dient 007-Darsteller Daniel Craig im neuen Film „Spectre“ – das Debüt ist im November – als adäquater Untersatz. Liebhaber, die sich bereits auf eine Kleinserie freuen, werden enttäuscht. Der Bond-Bolide bleibt 007 vorbehalten.

Autor: Michael Specht/SP-X

HBK 2015: Das fängt ja gut an!

Natürlich sind Rallye-Fahrer sportliche Personen. Joggen gehört für viele zum täglichen Programm und Hüftgold kennt man bei den Profis natürlich auch nicht. Entsprechend knapp sind die Sitze in so einem Rallye-Fahrzeug. Schraubstöcke in Filz-Bespannung. Darüber zwei breite Gurte, stramm sitzend, der Hintern möglichst ohne Spielraum eingeklemmt. Das ist auch sinnvoll, wenn es mit brüllenden Motoren über die Wertungsprüfungen geht. Fliegende Autos? In der Rallye-Szene der Alltag, nicht die Ausnahme. Abflüge? Auch eher „kann passieren“ denn völlige Randerscheinungen.

Bei einer „Klassik-Rallye“ wie der Hamburg-Berlin-Klassik gehören schnelle Wertungsprüfungen nicht zum Programm. Hier gilt es, mit Köpfchen und Stopp-Uhr zu fahren – aber ohne die Querdynamik auf die Probe zu stellen. Die Hersteller packen bei solchen Events dann gerne mal Journalisten in die Fahrzeuge, denn auch ganz ohne Top-Speed und Wettfahrten bringt einem eine Rallye in klassischen Autos ganz neue Eindrücke nahe. Skoda Auto Deutschland hat mein-auto-blog eingeladen, die 2015 Hamburg-Berlin-Klassik aus dieser nahen, unverfälschten und emotionalen Perspektive zu erleben.

Am Steuer des „Ostblock-Porsche“ niemand geringeres als der siebenfache deutsche Rallyemeister Matthias Kahle. Bei so einer Einladung sagt man natürlich sofort zu, auch wenn im Hinterkopf die Warnlampe angeht! Rallye-Auto? Klassiker? Und wie soll der Autor dieser Zeilen dort Platz nehmen? Joggen, nicht sein größtes Hobby. Hüftgold? Hat er, genug. Wie also soll das gehen?

Berlin – Mittwoch, 26.08.2015 – 14:00, eine erste Anprobe

Und es kommt, wie es kommen musste, der Vollschalensitz ist knapp geschnitten. Sehr knapp. Man könnte sich darin platzieren, wenn man nur auf einer Arschbacke sitzt. Die Hüfte im 45° Winkel, könnte gehen. Eine Rallye so überstehen? Vermutlich nicht.

Nun muss eine Lösung her – morgen ab 13:00 macht sich der 180 Fahrzeuge starke Tross der Klassiker auf den Weg und wir- wir wollen doch neben Matthias Kahle, dem Rallye-Champ und dem Gewinner der HBK2013 an den Start gehen! Wir wollen!

 

Werden wir eine Lösung finden? Lesen Sie ab morgen weiter, in unserem „HBK-2015“ Liveblog! 

HBK 2015: Fünf ŠKODA Klassiker starten bei der Nord-Rallye

Die Zuschauer der 8. Hamburg-Berlin-Klassik können sich in diesem Jahr auf fünf faszinierende ŠKODA Klassiker freuen. Die rollenden Raritäten aus Mladá Boleslav zeigen die Vielfalt der ŠKODA Modellgeschichte und reichen vom eleganten Cabriolet ŠKODA 1101 Tudor aus dem Jahr 1948 bis hin zum Youngtimer ŠKODA Rapid S 135 aus den 1980er-Jahren.

Die 8. Hamburg-Berlin-Klassik führt vom 27. bis 29. August auf traumhaften Routen von Berlin erstmals über Goslar durch den Harz nach Wolfsburg und endet in Hamburg. Die Rundfahrt gilt als die schönste Oldtimer- und Youngtimer-Rallye im Norden. Unter dem Motto ‚Reisen statt Rasen‘ führt die Strecke vor allem über die schönsten Nebenstraßen Norddeutschlands. 180 Youngtimer und Oldtimer gehen an den Start. Nach drei Tagen, sechs Etappen, 730 Kilometern und zahlreichen Wertungsprüfungen wird am 29. August in der Hamburger Fischauktionshalle der Sieger gekürt.

„Wir freuen uns, in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal bei der Hamburg-Berlin-Klassik dabei zu sein“, sagt Michal Velebný, Koordinator der Restaurierungswerkstatt des ŠKODA Museums. „Die Teilnahme an dieser faszinierenden Ausfahrt ist für ŠKODA ein absolutes Muss. In diesem Jahr zeigen wir besondere Highlights aus der Zeit zwischen 1948 und den 1980er-Jahren.“

Das älteste ŠKODA Fahrzeug bei der Hamburg-Berlin-Klassik ist der ŠKODA 1101 aus dem Jahr 1948. Das elegante Cabriolet ist ein wichtiger Repräsentant der automobilen Ära nach dem Zweiten Weltkrieg. Bekannt ist der zweitürige ŠKODA 1101 vor allem unter dem Namen Tudor. Das mit einem 1,1-Liter-Motor mit 32 PS Leistung motorisierte Fahrzeug erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h. Der Tudor ist ein vielgesehener Gast bei Oldtimer-Rallyes und gilt als besonders zuverlässig und robust.

Der originalgetreu restaurierte ŠKODA 440 Spartak aus dem Jahr 1958 dürfte die Zuschauer der Hamburg-Berlin-Klassik ebenfalls in seinen Bann ziehen. Unter der Haube des markanten Klassikers arbeitet ein 40-PS-Motor mit 1.089 Kubikzentimeter Hubraum. Ein motorsportlicher Weltenbummler ist der ŠKODA 1000 MB Rallye aus dem Jahr 1967. Der auf Basis des ŠKODA 1000 MB konstruierte Rennwagen nahm unter anderem an den Fernfahrten London-Mexiko und Panama-Alaska teil. Der 1000 MB Rallye zeigt seinen sportlichen Charakter auf den ersten Blick mit Sportsitzen, einem Schutzrahmen und einem Tripmaster zur genauen Streckenmessung. Der auf 90 PS gesteigerte Motor beschleunigt das Fahrzeug bis auf 170 km/h und besticht mit seinem satten Sound.

Emotion pur bietet die Rennwagen-Legende ŠKODA 130 RS aus dem Jahr 1976. Am Steuer sitzt der siebenfache deutsche Rallye-Meister Matthias Kahle. Mit dem Gewinn der Tourenwagen-Europameisterschaft 1981 und seinem Klassensieg bei der Rallye Monte Carlo in 1977 ist der 130 RS ein herausragender Vertreter der 114-jährigen ŠKODA Motorsportgeschichte und einer der faszinierendsten Rennwagen seiner Zeit. Abgerundet wird der emotionale ŠKODA Auftritt im Norden von einem Youngtimer: dem ŠKODA Rapid S 135. Das in den 1980er-Jahren produzierte Coupé ist mit einem 58 PS starken 1,3-Liter-Motor bestückt. Immer beliebter wird der Rapid S 135 in der Sammlerszene.

Der Startschuss der diesjährigen Hamburg-Berlin-Klassik erfolgt am Berliner Olympiastadion, die Zieleinfahrt ist zwei Tage später vor der spektakulären Kulisse der Fischauktionshalle im Hamburger Hafen. Die Veranstaltung ist als Gleichmäßigkeits- und Zuverlässigkeitsfahrt ausgelegt, es kommt also nicht auf das Erreichen von Höchstgeschwindigkeiten an. Zugelassen sind historisch wertvolle Fahrzeuge bis Baujahr 1995.

News: Jaguar F-Pace – Auf den Pfoten des F-Type

Mit dem F-Pace steigt Jaguar Anfang 2016 ins boomende SUV-Segment ein. Der Mittelklasse-Allrader soll aber nicht nur ein weiteres Modell in einem wachsenden Markt sein, sondern mit besonderer Sportlichkeit eigene Akzente setzen. Premiere feiert der F-Pace auf der IAA (17. bis 27. September).

Als Plattform nutzt das SUV die Aluminium-Architektur, die auch die anderen neuen Modelle der Marke nutzen. Beim Fahrwerk stand Jaguar zufolge vor allem der Sportwagen F-Type Pate, von dem auch das Allradsystem mit Torque-Vectoring-Funktion stammt.

Das Motorenangebot reicht von Vierzylindern mit rund 200 PS bis zum rund 500 PS starken V8. Konkurrenz machen will der F-Pace so vor allem Porsche Macan und Audi Q5. Die Preise dürften bei rund 53.000 Euro starten.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Nissan Micra – Sondermodell mit üppiger Ausstattung

Als Sondermodell mit umfangreicher Ausstattung ist der Nissan Micra nun bestellbar. In der „N-Tec“-Edition verfügt der Kleinwagen unter anderem über Klimaautomatik, 16-Zoll-Felgen, Navigationssystem und Lederlenkrad. Für den Antrieb steht ein Dreizylinderbenziner mit wahlweise 59 kW/80 PS und 72 kW/98 PS zur Wahl. Auf Wunsch ist ein stufenloses Automatikgetriebe zu haben. Die Preisliste startet bei 13.590 Euro. Den Kundenvorteil gegenüber dem Einzelkauf der Extras gibt der Hersteller mit 600 Euro an.

Zuletzt hatte Nissan bereits den Einstiegspreis für den Micra um 1.010 Euro auf 10.390 Euro gesenkt. Der Kleinwagen zählt bei den Neuzulassungen zu den schwächeren Modellen der aktuell erfolgsverwöhnten Marke. Im laufenden Jahr rollten bislang nur rund 6.300 Einheiten neu auf die Straße, elf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Fahrbericht: Fiat 500X macht die Rasselbande komplett

Der große Kleine ist ein gelungener Crossover und der letzte im Bunde der Rasselbande, die den Einstieg in die mobile Welt von FCA leichter machen sollen. Mit der Interpretation der italienischen Konstrukteure soll der 500X das Erbe des seit 1957 gebauten Fiat 500 weiterleben. Stylisch, aber auch funktional soll der Italiener neue Käuferschichten erschließen. Wie auch andere Automobilhersteller geht FCA hier einem immer weiter wachsenden Trend nach. Die Zahlen sprechen für sich, denn für 2015 erwartet die Marke gerade im Crossover Segment bis zu 100.000 verkaufte Einheiten. In Deutschland ist der 500X zum Preis ab 16.950 Euro zu haben.

Fiat präsentiert mit dem 500X den letzten im Bunde seiner Einsteigermodelle

Test: Fiat 500X Cross Plus 1.0 MultiJet 4×4

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Werden bereits durch die Modelle 500, 500C und 500L eine Vielzahl von Kundenwünschen abgedeckt, setzt FCA mit dem 500X zwei weitere Varianten drauf. Mit dem „City-Look“, der ersten von zwei angebotenen Ausstattungslinien, will man den Kunden ansprechen, der sich ausschließlich im Stadt- und urbanen Verkehr bewegt und mit der hohen Sitzpositionen eine gewisse Sicherheit genießen will. Bei der Größe des Kofferraums (350 bis 1000 Liter) macht das Einkaufen sowohl in der Stadt als auch im Baumarkt mächtig Spaß.

Die zweite Ausstattungslinie, der „Offroad-Look“, unterstreicht, dass der 500X auch „anders“ kann. Mit den Ausstattungsvarianten Cross und Cross Plus darf der Kunde gern auch ins Gelände. Die erhöhten Werte beim Böschungs- und Rampenwinkel und die Wahl zwischen Vorderradantrieb, Vierradantrieb bzw. Vierradantrieb mit elektronisch geregeltem Sperrdifferenzial erlauben es, auch kleinere Hügel oder Abfahrten zu bewältigen. Dabei hilft die erhöhte Sitzposition, unwegsames Gelände mit mehr Überblick zu durchqueren.

500X - kann es auch im Gelände
500X – kann es auch im Gelände.

Im Test fuhren wir eines der Highlights der Antriebspalette: den 2.0 MultiJet mit 103 kW (140 PS) und dem Neun-Stufen-Automatikgetriebe. Mit Hilfe einer Start-Stopp-Automatik verbraucht der 500X im Normtest gerade mal 5,5 Liter Diesel, was einer CO2-Emission von 144 g/km entspricht. Diesen Wert erreichen wir zwar nicht ganz, jedoch fällt es uns nicht schwer, mit 5,9 Litern in der Nähe dieser Vorgaben zu bleiben. Das Aggregat wirkt im Fahrtest nie überfordert und bringt bei 1750 Touren kraftvolle 350 Newtonmeter auf die Kurbelwelle, was ihm eine gute Laufruhe bringt.

2.0 MultiJet II mit 103 kW (140 PS)
2.0 MultiJet II mit 103 kW (140 PS).

Schlaglöcher und Unebenheiten auf urbanen Straßen meistert der Italiener sehr gut, so wirkt er sehr stabil und bietet uns auch im Gelände ein komfortables Fahrverhalten. Dank seiner kompakten Abmessungen kommt er zudem im dichten Stadtverkehr ausgezeichnet zurecht. Hier verschafft uns das Fahrzeug in Gänze ein Rundum-Sorglos-Paket.

Gerade durch diese kompakten Abmessungen – Karosserielänge 4.273 Millimeter, Breite 2.025 mm, Höhe 1.620 mm – bietet der ausschließlich als 5 Türer erhältliche 500X ein erstaunlich komfortables Platzangebot im Innenraum. Fünf Personen haben hier bequem Platz. Dort fallen uns die sehr gut verarbeiteten Sitze mit ihrem angenehmen Seitenhalt auf. Aber nicht nur die Sitze im einzelnen, auch der Rest des Interieurs wirkt sehr hochwertig verarbeitet. Das Hartplastik von einst ist längst weichgeschäumten Kunststoffoberflächen gewichen, die sich angenehm anfühlen. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet und gut zu bedienen, die Rundumsicht ist ordentlich. Hinten finden Insassen auch mit mehr als 1,70 m Körperlänge ausreichend Platz. Der Ein- und Ausstieg ist bequem durch die recht großen Türausschnitte. Für alle außen Sitzenden sind Haltegriffe im Dachhimmel vorhanden.

Egal, in welchem Bereich, er macht immer eine gute Figur
Egal, in welchem Bereich, er macht immer eine gute Figur.

Serienmäßig kommt der Fiat mit Mood Selecto und elektronischem Sperrdifferenzial Traction+ einher, mit dem Motorsteuerung, Ansprechverhalten der Bremsen, Lenkung sowie Arbeitsweise des Automatikgetriebes an die Bedingungen von Verkehr und Straßenverhältnissen angepasst werden. Zur Verfügung stehen drei Stufen: „Auto“ für den optimalen Kompromiss aus Komfort, Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen, „Sport“ für besonders leistungsorientiertes Fahren und „Allwetter“ für höchstmögliche Sicherheit bei schwierigen Straßenverhältnissen. Bei unserem Testfahrzeug mit Allradantrieb ist der Modus „Allwetter“ durch die Funktion „Traction“ ersetzt. Diese beschleunigt bei den Modellvarianten mit Vierradantrieb die Übertragung von Drehmoment auf die Hinterachse.

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Topausstattung mit Navigationssystem.

Standard beim 500X sind sechs Airbags (je zwei Front-, Seiten- und Kopf-Airbags), Tagfahrlicht sowie elektronische Fahrstabilitätskontrolle (ESC). In den Ausstattung „Cross“ bzw. „Cross plus“ kommen weiter hinzu: Spurhalte-Assistent und Bi-Xenon-Scheinwerfer serienmäßig. Außerdem optional verfügbar sind Totwinkel-Warnsystem, Rückfahrkamera und Auffahrwarnsystem, das Kollisionen sogar bei Autobahngeschwindigkeit vermeiden hilft. Preislich kann sich der 500X sehen lassen. Die Basisvariante 1.6 E-torq Pop startet bei moderaten € 16.950. Hier bekommt der Kunde ein ausreichend ausgestattetes Fahrzeug. Unser Tester in der Cross Plus Variante mit dem 2 Liter Diesel, Allradantrieb und der sehr bequem schaltenden Neun-Stufen-Automatik ist für € 28.650 zu haben.

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Hoher Nutz-, Spaß-und Leistungsfaktor.

Fiat 500X Cross Plus 2.0 MultiJet 4×4

Hersteller:  Fiat
Typ:  500X Cross Plus
Kasse:  Crossover
Motor:  R 4
Getriebe: Neun-Stufen-Automatikgetriebe
Antrieb:  Allradantrieb
Hubraum:  1.956 ccm
Leistung:  103 Kw (140 PS)
Drehmoment:  350 Nm bei 1750 U/min.
Gewicht Fahrfertig:  1.570 kg
Von 0 von 100:  9.8 s
Höchstgeschw.:  190 km/h
Verbrauch (NEFZ):  5,5 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ)  144 g/km
Emmissionsklasse  EU 6
Effizienzklasse  C
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Fotos im Artikel und Titelbild: Stefan Beckmann

Erster Test: Mazda MX-5

MX-5 = Bullshit minimiert, Fahrspaß maximiert

Die Erwartungen an den Roadster sind klar und sie sind hoch! Nicht viel weniger als eine Steigerung des puren Fahrspaßes. Der Vorgänger war eine Wucht in dieser Disziplin. Das neue Modell darf dem in nichts nachstehen. Mazda hat zur ersten Testfahrt nach Barcelona geladen. Eine gute Voraussetzung, um den Roadster so zu erleben, wie man ihn erleben sollte: Offen! Unter der Sonne Spaniens.

Erste Testfahrt im neuen Mazda MX-5

test fahrbericht 05 mazda mx-5

Die Sonne brennt dir den Schädel weg. Es ist Sommer und in Spaniens Kulturmetropole Barcelona würde vermutlich niemand auf die Idee kommen, zur Siesta-Zeit mit einem offenen Cabrio durch die Gluthitze zu dübeln. Es sei denn, man ist Journalist aus Deutschland. Auf geht es zur ersten Ausfahrt im neuen MX-5, einem Millionen-Erfolg der Japaner. Seit 1990 gibt es den Roadster in Deutschland. Die ersten Modelle sind also bereits astreine Youngtimer und, wie Mazda zu berichten weiß, zum Großteil noch auf der Straße unterwegs. Und MX-5 Fahrer sind treue Kunden. Ihren eigenen Roadster fahren sie gerne über eine ganze Dekade hinweg. Der Wechselgedanke muss also animiert werden. Und dafür fährt der neue ein optisches Feuerwerk auf. Soul Red muss die Farbe sein, dann knallt die Erotik des kleinen Roadsters richtig!

Scharf blinzeln die LED-Scheinwerfer an der Front. LED? Immer! Keine Linie zuviel versaut die Seitenansicht. Kurz ist er geblieben. Unter 4 Metern und damit sogar 8 Zentimeter kürzer als der Vorgänger. Aber auch flacher. Und auch der Radstand wurde geschrumpft. Alles für die Agilität, alles für den Fahrspaß. Die Überhänge sind knackig kurz, der MX-5 eine optische Offenbarung, eine Wohltat für Opfer von Großserien-Langeweile in der Kompaktklasse. Dach runter. Sonne tanken, Hirn brutzeln, schalten und leben!

test fahrbericht 45 mazda mx-5

Jinba Ittai – Gib mir mehr Kurven

Die paar Kilo, die der sexy Roadster mit zum Ausritt bringt-  in der Basis sind es gut unter 1.000 (975 kg) – verteilt er dank des weit hinter der Vorderachse verbauten Motors auch noch paritätisch zwischen den Achsen. 50:50 klingt nach Ideal-Voraussetzungen für ein wenig Fahrspaß von Kurvenscheitel zu Kurvenscheitel.

Jinba Ittai, die japanische Prosa-Philosophie für die „Verschmelzung“ von Ross und Reiter. Eins sollst du werden mit deinem fahrbaren Untersatz und dafür zieht man sich den MX-5 auch an. Einsteigen? Nein, das Gestühl und der Platz zwischen Kardantunnel und Tür wirken mehr wie eine auf Maß geschnittene Jogging-Jacke. Ein Sport-Anzug ohne Schlabber-Look und Fehlschnitt. Das Lenkrad haben sie dem Fahrer zentriert vor die Stirn gepackt und selbst die Sticknaht auf dem Sitz soll dir die nun folgende Linie vorgeben! Geradeaus in Richtung Horizont? Da hakt die PR-Idee – denn geradeaus ist die einzige Disziplin, in der man im MX-5 den Spaß eher leicht überschauen kann. Es muss in die Kurve gehen. Scheitelpunkte erschnüffeln, G-Kräfte spüren, sich an der perfekten Balance des MX-5 ergötzen. Als Sports-Line verfügt der MX-5 sogar über Bilstein-Dämpfer. Da kringelt sich das Sportfahrer-Herz voller Vorfreude. Frühere MX-5 beglückten „Drift-Willige“ mit einem Torsen-Sperr-Differential. Das flog in der jüngsten Entwicklung raus, an seine Stelle trat ein LSD vom Spezialisten GKN. Auch hier wurde die Philosophie konsequent verfolgt: Kleiner, leichter und dennoch effektvoll in der Wirkung. Der MX-5 lässt sich per Tastendruck von der ESP-Leine nehmen und ermöglicht den Tanz um die eigene Hochachse. Wer die Kurve kennt, der kann den MX-5 durch die Seitenscheibe schauend in Richtung Kurvenausgang treiben.

test fahrbericht 10 mazda mx-5

Motor – Wo ist der Sound?

Viel Sonne? Da muss es Schatten geben. In der Tat. Selbst der 2.0 Liter Vierzylinder mit 160 PS ist eher ein Freund der Drehzahlen denn des mächtigen Schubes. Ein Blick in das Datenblatt offenbart das Dilemma. 200 Nm bei 4.600 Umdrehungen. Das ist auch beim Super-Federgewicht des MX-5 eher ein wenig mau. Mazda hilft über die Drehzahl ab. Dabei hilft das famos zu schaltende und mit kurzen und knackigen Wegen gesegnete 6-Gang-Getriebe des MX-5.  Doch die Zulassungs-Kriterien der EU-Kraten haben uns den Motorsound geklaut. Der hoch verdichtete 13:1 Voll-Aluminiummotor verfügt über alle Feinheiten des modernen Motorenbaus von 4-Ventiltechnik bis zur Direkteinspritzung und Ventilen mit variablen Steuerzeiten – nur Sound will man dem Motor nicht zugestehen. Es brummt immer, als wäre der Rasenmäher des Nachbarn auf Drogen – aber es fehlt ein Faktor: Geilheit im Klangbild. Umso betrüblicher, da man Sonntags in der Früh den Zweiliter dann schon gerne mal in Richtung 6.000 jubeln will, damit der MX-5 so zackig vom Startblock wegstempelt, wie es seine scharfe Optik verspricht.

Safety – Ja, aber!

Weil ein Neuwagen nicht mehr ohne auskommt, gibt es auch den MX-5 mit Multimedia-Gedöns, sogar mit Bose-Dingens in den Kopfstützen. Sound sollte beim Roadster aber durch die Verbrennung von Luft und Benzingemisch entstehen, nicht über die Lautsprecher. Weg damit. Her mit dem Puristen-Roadster. Der MX-5 hat alle Talente, das Erbe eines Lotus zu übernehmen. Klein, leicht und verständlich auf das beschränkt, was sinnvoll ist. Dass man einen Spurhalte-Assistenten dazu benötigt, ist eher unwahrscheinlich – zumal das Mazda-System nicht überzeugen kann. Brummiger Warnton aus dem Lautsprecher und das viel zu spät? Der MX-5 braucht das nicht, weg! Was er braucht, ist mehr Sound vom Motor und nur einen Ticken mehr Drehmoment.

test fahrbericht 79 mazda mx-5

Was vom Tage übrig bleibt – Yamamoto-San gibt die Antwort

Nobuhiro Yamamoto ist der „Mr. MX-5“ bei Mazda, der leitende Projektmanager für die jüngste MX-5-Generation.

No Bullshit – Konzentration auf den authentischen Fahrspaß!

Bullshit kommt im Vokabular höflicher Japaner natürlich nicht vor. Aber die Ausführungen von Yamamoto-San sind eindeutig. Der MX-5 verkörpert nicht weniger als die sinnvollste Kombination aus Leistung, Agilität und Fahrspaß. Wer sich zum „Tanz auf die Landstraße“ begibt, der braucht ein ehrliches, ein authentisches Auto. Die lineare Lenkung, die ehrliche Traktion, das unfassbar agile Fahrverhalten – das alles passt perfekt zum 200 Nm-Tröter unter der Motorhaube. Nein, besser, selbst der kleine 1.5 Liter mit 131 PS erfüllt die Ansprüche, die Mazda mit dem MX-5 erfüllen will. Und das ist nicht weniger als den perfekten Roadster – die Basis für die Verschmelzung von Fahrer und Maschine zur Fahrspaß-Einheit – anzubieten.

Mit einem deftigen Sonnenbrand verlässt der Journalist Barcelona und im Herzen gefangen: Der vermutlich ehrlichste Alltags-Roadster, den es auf dem Markt für Geld und gute Worte zu kaufen gibt. Die Basis fängt im übrigen bei 22.990 € an – und die bietet vermutlich bereits viel mehr, als SIE von einem Fahrspaßmobil erwarten!

test fahrbericht 74 mazda mx-5

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Mazda 

MX-5 SKYACTIV -G 160

Bauart Vierzylinder, Direkteinspritzer, Aluminium
Hubraum 1.998 ccm³
Leistung 160 PS / 6.000 U/min
Kraft 200 Nm / 4.600 U/min
Getriebe 6-Gang manuell
Antriebsachse Hinterradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 3.915, 1.735, 1.230 mm
Radstand 2.310 mm
Leergewicht 1.075 kg
 Wendekreis 10.4 m
Höchstgeschwindigkeit 214 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 7,3 sec
Normverbrauch 6,9 – 6,6 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Kosten“]

Basispreis 26,890 €
Testwagenpreis
Versicherung
KFZ-Steuer  –
Rabatt-Chancen wenig
Wertverlust gering

KFZ-Versicherungsrechner

[/toggle]

Preview Hamburg-Berlin Klassik im Mini Cooper S

Erst 14 Tage liegt die Erfahrung meiner ersten Oldtimerrallye zurück und die Eindrücke sind noch gar nicht alle verarbeitet, da geht es schon bald wieder die Startrampe hinauf.
Die zum achten Mal ausgetragene Hamburg-Berlin Klassik Oldtimerrallye, kurz HBK, startet am Donnerstag den 27. August vor dem Berliner Olympiastadion zur ersten Etappe in Richtung Zielort Hamburg, wo sie am Samstag, den 29. August, nachmittags bei der Fischauktionshalle eintreffen wird.

Über die schönsten Nebenstraßen Norddeutschlands windet sich der aus gut 180 Old- & Youngtimer bestehende starke Tross, bei dem alle teilnehmenden Fahrzeuge vor 1995 gebaut sein müssen, über drei Tage und rund 700 Kilometer in die Stadt mit dem Tor zur Welt.
Ursprünglich verlief die Rallye nach ihrem Namen, also von Hamburg nach Berlin, aber da am Wochenende die Straßen in Richtung zur Hauptstadt oft verstopft sind, hat man vor einiger Zeit kurzerhand den Streckenverlauf um 180 Grad gedreht.

In diesem Jahr führen die Routen zuerst wieder von Berlin über Tangermünde nach Wolfsburg und in der zweiten Hälfte erstmals durch den Harz mit seinen malerischen Landschaften nach Hamburg. In der Autostadt gastiert das rollende Museum der Automobilwerke und Privatfahrer für zwei Nächte.

Mit dabei sind wie immer bei der Hamburg-Berlin Klassik zahlreiche Prominente aus Sport, Film und Musik, die auf historischen Fahrzeugen der Automobilhersteller an der Rallye teilnehmen. So sind erneut die ehemalige Eiskunstläuferin Katharina Witt auf einem wunderschönen BMW 328 dabei, die Boxweltmeisterin Nikki Adler in dem 70er Jahre Traumwagen BMW 3.0 CSL und Schauspieler Armin Rohde auf einem majestätischen Rolls Royce Silvercloud I DHC.

Ich selbst werde auf einem von der BMW Group Classic zur Verfügung gestellten Austin Mini Works Rallye Replica von 1968 mit der Startnummer 100 auf die dreitägige Reise gehen. Mit britischem Understatement lasse ich es auch eher gemütlich angehen und möchte einfach die Fahrt genießen. Mein Kollege Bjoern Habegger von autohub.de steigt direkt sportlicher ein. Er sitzt auf dem Hot Seat eines Skoda 130 RS (#155) mit Vorjahressieger Matthias Kahle am Steuer. Der 7-fache Rallyemeister ist auch bei historischen Veranstaltungen meist in den Top Ten zu finden. Ich drücke die Daumen, dass Bjoern ihm aus dem Gebetbuch genannten Roadbook den richtigen Weg weisen kann und sie auch wieder im vorderen Feld landen werden.

Tagesaktuell gibt es wieder erste Eindrücke und Bilder des Tages von uns.