Fahrbericht: Rolls-Royce Wraith

Eine majestätische Affäre – Unterwegs im stärksten Rolls-Royce aller Zeiten

Bilder sind jeweils klickbar!

Ich persönlich stehe grundsätzlich auf Sportwagen! Gerne kompakt, flach, laut und je unbequemer, desto besser … „sportlich“ (zu meinem Charakter passend) eben. Von mir aus den klassischen „HotHatch“ oder – wenn es unbedingt sein muss – auch mal ein schneller Kombi vom Schlage eines Audi RS6. So lange das Ganze röhrt, im Idealfall geladen ist und natürlich viel PS hat, bin ich glücklich. Ich bin eben ein einfacher Automensch 🙂

Doch im vergangenen Sommer kam alles irgendwie anders. Surreal anders! Konkret hatte ich die Möglichkeit, ein Auto zu fahren, mit dem ich normalerweise weder privat noch im Rahmen meiner Tätigkeit als „Autogeek“ in Berührung komme. Rein von den Eckdaten her klang das nach einem fetten MATCH im Auto-Tinder: Ein schnittiges doppelt geladenes V12 Coupé mit Heckantrieb und 632 PS für deutlich über 300.000 € wollte sich mit mir treffen. Läuft bei mir! Na, hätte jemand eine Idee gehabt – so ganz spontan aus dem Bauch heraus? „Emily“ hieß sie. Sie sei Britin und lud mich ein, gemeinsam ins schöne Österreich zu reisen. Ich könnte auch meinen Kumpel, den „FotoRalph“ mitbringen. „Die geht ran“, dachte ich mir. Ging mir persönlich alles zwar etwas schnell, aber „Hey, was soll’s !“ Wer hätte da nicht den Scheitel auf links gekämmt, sich ein braves Hemdchen angezogen und die Schuhe auf Hochglanz poliert???

Das erste Aufeinandertreffen war in einem noblen Vorort von München angesetzt, zu dem wir mit Vorfreude und Aufregung gleichermaßen gereist sind. Denn „Emily“ – Ihr werdet es geahnt haben – kam nicht alleine zum Date. Sie hatte da etwas besonders dabei. Konkret nichts geringeres  als das stärkste jemals von Rolls Royce gebaute Fahrzeug, den Rolls Royce Wraith – seinesgleichen eines der wohl glamourösesten Coupés auf diesem Planeten.

Rolls Royce und ich, das ist in etwa so wie ein edler Brioni Maßanzug und Puma Turnschuhe, wie ein Richebourg Grand Cru Jahrgang 1985 (Preis etwa 14.000 € pro Flasche) und ein Chili-Cheeseburger, wie Madonna und ihr ToyBoy; aber wir schweifen ab. Ihr wisst, was ich meine?! Wobei ich mir bei Übergabe des Testwagens im betreuenden Autohaus habe sagen lassen, dass –allen Klischees zum Trotze – nicht ausschließlich Ölscheichs und zumindest halb-adelige zum Kundenkreis zählen. Da gibt es bspw. den Anfang 30 jährigen Unternehmer, der mit seinem Rolls regelmäßig beim legendären Gumball 3000 mitfährt und es ganz non-majestätisch krachen lässt. Warum auch nicht? Ich mag die Gegensätze im Leben und daher habe ich mit Freude auf diese Ausfahrt geblickt. Unser Ziel war das größte Sportwagentreffen Europas in Velden (Österreich) am Wörthersee. Die Route dorthin war perfekt: 1/3 Autobahn, 1/3 Landstraße und der Rest „besondere“ Strassen – so auch die Großglockner Hochalpenstrasse. Die höchste Passtrasse in Europa! Autoherz, was willst Du mehr?

Die Einweisung war überaus symphytisch und höchst professionell.  Wichtigster Hinweis: In jedem Falle darauf achten, dass der im Kotflügel versenkte Schirm korrekt eingerastet ist, da sonst größerer Schaden entsteht, wenn man die Türe schließt. Gut zu wissen! Der Teflon beschichtete Schirm zum Preis eines gebrauchten Winterautos ist im Prinzip aber sowieso viel zu schade, um ihn Regentropfen auszusetzen. Nett ist die Idee allemal.

Da steht er nun. Ein endlos erscheinendes Coupé – ein Fastback –, welches in natura irgendwie surreal wirkt. Vorne (eigentlich auch von oben, unten, von der Seite und überhaupt, vollkommen egal, wie man darauf blickt, sofort von jedermann als „Rolls“ erkennbar, thront sie, die kleine süße Kühlerfigur. Diese quasi fälschlicherweise im Volksmunde als „Emily“ bezeichnete Dame heißt übrigens bei Rolls-Royce offiziell „Spirit of Ecstasy“ und zeigt eine Dame mit einem im Winde wehenden Kleid. Eleanor Thornton stand 1911 dafür Modell. Sie war wiederum die Geliebte und Sekretärin eines britischen Adeligen, der sein Mäuschen scheinbar immer im Blick auf der Haube haben wollte während der Fahrt. Kurzum engagierte er einen „state-of-the-art“ Bildhauer der damaligen Zeit, der die heiße Geliebte auf den Kühler zauberte – und schon war die berühmteste aller Kühlerfiguren geboren. Rolls-Royce hat diese Idee dann aufgegriffen. Somit ziert die süße Figur bis heute den Kühler der legendären Nobelmarke. Unter dem Strich ging es aber schon damals um Romantik und heiße Affären…

Meine Affäre startet in Kürze auch und ich bin offen gesagt schon ganz heiß. Pardon, ich meinte motiviert. Da steht er nun bzw. sie. Sie thront auf ihm, dem Rolls Royce Wraith. Ein 2,4 Tonnen schwerer Traum in „Salamanca Blue“. Namensgeber und direkter Bruder ist übrigens indirekt der Ghost. Denn „Wraith“ heißt aus dem schottischen Dialekt übersetzt nämlich „Ghost“ – also „Geist“. Und der Wraith basiert irgendwie auch auf dem Ghost. Verwirrt? Dann anders: Der Wraith ist die über 5m lange Coupé-Version des Ghost. Geistreiche Geistnamen haben fast alle Rolls-Royce (Shadow, Ghost, Phantom, usw.). Er soll die gut betuchte Zielgruppe seit 2013 dazu animieren, auch mal selbst ins Volant zu greifen. Einen Chauffeur hatte ich sowieso noch nie, daher mime ich direkt gänzlich selbstverständlich den Selbstfahrer.

Ich finde die Form super gelungen. Sie erinnert an das Erfolgsmodell von Bentley, den  Continental GT. Den fand ich schon immer sexy. Was soll er sein, frage ich mich? Sicherlich kein aggressives Sportcoupé. Vielleicht eher ein GT? Wir finden es heraus!

Charakteristischstes bekanntes Merkmal am Rolls sind die hinten angeschlagenen nach vorne (elektrisch) öffnenden Türen, die den Einstieg erleichtern und den Platz neben dem Auto freihalten sollen.  Das klappt super, ist aber für den Normalsterblichen etwas gewöhnungsbedürftig, da man immer wieder neben dem Auto steht und unbewusst ins Leere greift. Der Türgriff ist nämlich vorne und nicht nahe der (gedachten) B-Säule angebracht. Aber das sind eben die Anfängerfehler des Pöbels. Einmal den Thron erklommen, wird man erwartungsgemäß standesgemäß empfangen. Schon die edelsten Fussmatten geben einem kurzzeitig den Impuls, dass man sein Schuhe auszieht und vor die Türe stellen möchte. Feinstes Leder (in unserem Fall in „Crème Light“ in Kombination mit „Navy Blue“), Echtholz in „Tuscan Ash Burr“, Mineralglas, Klavierlack,  Aluminium, Chrom und wer möchte, auch pures Gold schmücken das Cockpit. Der Materialmix ist geradezu atemberaubend, kann einem aber auch den Atem rauben. Die Kombination aus matt, glänzend, gebürstet, gelocht, genoppt und weiß ich nicht was, erschlägt einen nämlich förmlich. Das muss aber so, habe ich gelernt. Einen Rolls erkennt man eben schon am Cockpit und die Zielgruppe ist es so gewohnt. Punkt! Geilstes Extra ist übrigens eine LED Dachhimmelbeleuchtung, die auf Wunsch auch das eigene Sternzeichen anzeigt und die Kleinigkeit von rund 11.000 € extra kostet. Wer kann, der darf! Sind ja bekanntlich oftmals die sinnlos erscheinenden Dinge, die das Leben so schön machen.

Im Cockpit fällt der Blick vorne auf einen, zumindest in absoluten Zahlen betrachtet, fast schon „normalen“ analogen Tacho, der „bereits“ bei 260 endet.  Ein Startknopf erweckt den V12 relativ unspektakulär (weil leise) zum Leben. Der Gang wird ganz im Retro-Stil mit einem Hebel am Lenkrad eingelegt. Schaltwippen, Fahrdynamikschalter oder eine Tiptronic sucht man vergebens. Es geht los! Wir schweben dahin mit Kraftreserven im Überfluss. Seidenweich gleitet das Coupé von dannen und ich bin fasziniert, wie perfekt dieses automobile Kunstwerk fährt. Variable Dämpfer, eine Wankstabilisierung und nicht zuletzt die erstklassige ZF 8-Gang Automatik, die –gekoppelt an das Bordnavi – bereits im Vorfeld den entsprechend passenden Gang vor beispielsweise einer Steigung selektiert und so für einen sauberen sparsamen und ruckfreien Drive sorgt, geben ihr übriges dazu. Technisch gibt es rein gar nichts zu bemängeln. Das Infotainmentsystem ist an BMW angelehnt, das Touchpad auf dem zentralen iDrive Pendant versteht im Rolls auch Mandarin.

Er fährt sich ansonsten so, wie er aussieht: Majestätisch! Dynamisch ist dennoch anders. Das macht aber nichts. Ein Rolls ist kein Quertreiber, sondern ein Längsgleiter. Es fühlt sich nicht unsportlich an. Man fühlt aber eigentlich gar nichts. Vermutlich ein wenig wie die Prinzessin auf der Erbse. Alles arbeitet seidenweich und stoisch perfekt. Die Lenkung ist alles andere als direkt, das Fahrwerk weit weg von „hart“ und der Sound des Motors erinnert von der Lautstärke eher an die Lüftung in einem Lamborghini denn an seinen V12. Dennoch: Der Wagen macht Spass! Und er ist das sportlichste, was Rolls-Royce zu bieten hat. Warum? Weil er immer Leistung im Überfluss bietet, weil er seine 2,4 Tonnen gekonnt versteckt, weil er komfortabel-straff und dennoch nicht schwimmend-weich in Kurven liegt, sich souverän am knackigen Arsch lecken lässt und immer das macht, was man von ihm erwartet. In schnellen Kurven neigt er tendenziell eher zum untersteuern. Wen wunderts, bei Länge und Gewicht. Die 21“ Räder (Serie sind 20“) mit ContiSportcontact Pneus hatten Leistung und Gewicht aber immer perfekt im Griff. Selbst am Schnee-feuchten Grossglockner-Pass waren die Sommerreifen niemals dramatisch überfordert mit Leistung und Gewicht. Fingerspitzen- und Fussgefühl vorausgesetzt.

4,6 Sek. vergehen übrigens  von 0-100 km/h. Dann meldet sich auch endlich der V12 zu Wort und man wird daran erinnert, nicht etwa in einem Elektroauto zu sitzen. Angemerkt sei, dass der Rolls bei 250 km/h elektronisch eingebremst wird. Und damit meine ich wirklich eingebremst. Es fühlt sich gar so an, als würde irgendwas einen Anker werfen. Gefühlt rauscht der Rolls bei freier Autobahn derart in den Begrenzer, als würde man Usain Bolt einen Stock zwischen die Beine schmeißen beim Sprint. Denn mit 632 PS hätte man noch etliche Reserven. Reserven sind auch das Stichwort, denn einen Drehzahlmesser sucht man vergeblich. An dessen Statt findet sich die „Power Reserve“ Anzeige. Diese zeigt dem Fahrer in Prozent an, wieviel der Leistung gerade abgerufen werden. Geht man bei dem angemerkten Ritt in den Begrenzer vom Gas und hält die Geschwindigkeit in der Ebene, so steht die Anzeige knapp über 60%. Ergo, da ist noch einiges übrig. Doch diese High-Speed Ritte fühlen sich irgendwie falsch an. Man kann zwar jederzeit, wenn man müsste, aber der Rolls ist eher der schnelle Cruiser…

Was gibt es ansonsten zu sagen? Wir sind rund 1.000 Km gefahren und hatten einen Durchschnittsverbrauch von 14 Litern. Damit haben wir exakt die Werksangabe erreicht. Ich könnte jetzt noch so viel von den ganzen Eindrücken faseln und von subjektiven Fahreindrücken schwadronieren. Aber wir haben glücklicherweise noch einen Bewegtbildbeitrag gedreht und diesen möchte ich Euch nicht vorenthalten. Klickt Euch also schnell auf das Video (hier) und fahrt interaktiv mit auf eine ganz spezielle Reise mit mir („MotorOli“) und meinem kreativen Bildbegleiter „FotoRalph“.

Wir hoffen, Euch damit ein wenig unterhalten zu haben! Weitere eindrucksvolle Bilder findet Ihr (hier) noch.

Wer jetzt Lust bekommen hat, kann sich bei Auto Zitzmann einen Rolls-Royce mieten. Nicht ganz billig, aber garantiert ein besonderes Erlebnis und immer noch günstiger als der Kauf.

Eine bleibende Erinnerung ist das in jedem Fall!

Technische Details

Typ Rolls-Royce Wraith
Motor V12 BiTurbo Motor
Hubraum (cm3) 6592
Leistung in PS (KW) bei U/min-1 632 (465) bei 5600
Max. Drehmoment (Nm) bei Umin-1 800 Nm bei 1500 U/min
V/Max. abgeriegelt (km/h) 250
Beschleunigung 0-100 km/h (Sek.) 4,6
Getriebe ZF Achtgang-Automatik
Antrieb Hinterradantrieb
Treibstoffsorte Super Plus
Verbrauch EU-Drittelmix (l/100 km) 14,0
CO2-Ausstoß (g/km) 327
Länge (mm) 5269
Breite (mm) 1947
Höhe (mm) 1507
Gewicht (kg) 2360
Preis Testwagen 352.329, 25 €

Shanghai 2017: Lichte’Blick für Audi

Was habe ich das Audi-Design der letzten 10 Jahre und der letzten 10 Konzeptfahrzeuge kritisiert. Eine Sackgasse des perfektionierten „dt. Designs“. Sprachrohr der technologischen Überlegenheit, derer man sich in Ingolstadt wähnte. In Shanghai nun endlich ein Lichtblick. Audis Chefdesigner Marc Lichte überraschte mit dem „Concept e-tron Sportback“ und setzt endlich auf eine Revolution. Vergessen die Evolution der ewig gleichen Schattenkanten. Das Armageddon des Geodreick-Designs. Es könnte zu einem Ende kommen.

Audi e-tron Sportback Concept

500 Kilometer Reichweite, ein 95 kWh Akkupaket und Sprintwerte eines Sportlers. Klingt nach TESLA, soll ab 2019 jedoch aus Ingolstadt kommen. Und endlich einmal verpackt Audi die Zukunftsversprechen in ein neues Design. Endlich.

Das nun in Shanghai präsentierte Concept-Fahrzeug soll einen Ausblick geben auf das ab 2019 zweite, in Serie gehende E-Fahrzeug der Ingolstädter. Wie üblich voll mit Technik-Gimmicks – zählen für die Studie jedoch vor allem zwei Dinge: A) Es gibt doch noch eine Design-Alternative aus Ingolstadt und B) Es kommt Druck auf den E-Kessel!

Audi E-Tron Sportback Concept – Der zweite Streich

Nach dem Elektro-SUV kommt der Gran-Turismo-Stromer: Audi gibt auf der Automesse in Shanghai (21. Bis 28. April) mit der Studie E-Tron Sportback einen Ausblick auf sein zweites reines Elektroauto. Die Serienversion des viertürigen Coupés mit leicht erhöhter Sitzposition soll 2019 starten.

Am Heck gibt es ein durchgehendes Leuchtenband

Auffallend ist die Frontpartie des 4,90 Meter langen Viersitzers, an der eine schwarze Maske den typischen Audi-Kühlergrill nachempfindet, obwohl der Elektroantrieb deutlich weniger Luftbedarf hat als ein Verbrennungsmotor. Dazu gibt es eine konkave Fronthaube, prägnant ausgestellte Kotflügel und ein schlankes Fließheck mit durchgehendem Leuchtenband. Wiedererkennungswert soll auch die ausgeklügelte Fahrzeugbeleuchtung bieten; 500 LEDs an der Front sollen Grafiken und kommunikative Zeichen erzeugen können. Der Innenraum kommt reduziert daher, die Bedienung läuft vor allem über berührungsempfindliche Bildschirme.

Audi gibt auf der Automesse in Shanghai mit der Studie E-Tron Sportback einen Ausblick auf sein zweites reines Elektroauto

Technisch gleicht das Coupé dem bereits für 2018 angekündigten SUV. Wie schon bei dessen IAA-Studie E-Tron Quattro sorgt auch beim zweiten Konzeptfahrzeug ein elektrisches Motorentrio für bis zu 370 kW/505 PS Leistung, permanenten Allradantrieb und eine Spurtzeit von 4,5 Sekunden. Wer das Beschleunigungspotenzial nicht auslastet, soll mit der 95 kWh großen Batterie mehr als 500 Kilometer weit kommen. Eine ähnliche Antriebskonfiguration soll sich auch in den Serienvarianten der beiden Elektromodelle finden.

Der Innenraum kommt reduziert daher

Den Start macht 2018 das große SUV, der Sportback folgt ein Jahr später und platziert sich innerhalb des Audi-Portfolios in der Nähe des konventionell angetriebenen A7 Sportback. 2020 könnte dann ein Kompaktmodell auf Basis des Volkswagen-Elektrobaukastens das Angebot ergänzen. (Holger Holzer/SP-X)

Innen haben vier Personen Platz

VW I.D. Crozz – Der Dritte im Bunde

VW präsentiert auf der „Auto Shanghai 2017“ (19. bis 29. April) das mittlerweile dritte Modell der I.D.-Reihe. Bei dem I.D. Crozz handelt es sich um ein vollelektrisches CUV – ein „Crossover Utility Vehicle“. Der Hersteller beschreibt das Auto als „viertüriges Coupé und SUV zugleich“.

Das Fahrzeug soll als sportlicher und interaktiver Allrounder auftreten, der mit einer Reichweite von 500 Kilometer auch für längere Touren geeignet ist. Ein Allradantrieb soll außerdem Fahrten abseits befestigter Routen ermöglichen. Der E-Antrieb leistet 225 kW/306 PS und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Die Batterien sollen sich innerhalb von 30 Minuten wieder zu 80 Prozent aufladen lasen.

Neben dem Elektro-Antrieb setzt VW bei der neuen I.D.-Studie auf einen vollautonomen Autopiloten. Dieser wird durch einen leichten Druck auf das VW-Logo im Lenkrad aktiviert, das anschließend im Armaturenbrett verschwindet und eine Einheit mit den volldigitalen Anzeige- und Bedienelementen bildet. Außerdem ist ein Clean-Air-System (ähnlich wie im Tesla Model X) an Bord. Die Scheinwerfer verfügen über LED-Technik und sollen als „Augen“ im Autopilot-Modus mit anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren. Der Innenraum wird – trotz kompakterer Außenmaße – auf dem Niveau des Tiguan Allspace liegen.

Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Marke VW, zeigt sich selbstbewusst: „Bis 2025 wollen wir den Absatz von reinen Elektrofahrzeugen auf eine Million Einheiten pro Jahr steigern. Der I.D. Crozz übernimmt dabei eine Schlüsselrolle. Die Produktion wird 2020 anlaufen“. (Max Friedhoff/SP-X)

Skoda Vision E – Vorbote der elektrischen Zukunft

Bei der Elektro-Offensive, die der Volkswagenkonzern ab 2020 mit den sogenannten I.D.-Modellen fahren will, möchten die Töchter kräftig mitmischen. Als erste Marke meldet sich Skoda. Auf der internationalen Messe Auto China 2017 präsentieren die Tschechen nach über 120 Jahren klassischen Automobilbaus ihr erstes Elektroauto, genannt: „Vision E“. Der knapp 4,70 Meter lange Crossover, ein Mix aus SUV und Coupé, soll in spätestens drei Jahren als Serienmodell auf dem Markt sein.
„Die Vision E verkörpert perfekt unsere Elektromobilitätsstrategie“, sagt Bernhard Maier, der Vorstandschef von Skoda. Und ergänzt: „Es werden weitere Elektromodelle folgen.“ Bis 2025 wird Skoda neben Plug-in-Hybriden fünf rein elektrisch angetriebene Modelle im Programm haben. „Von diesem Zeitpunkt an wird jeder vierte weltweit verkaufte Skoda einen Plug-in-Hybrid- oder reinen Elektroantrieb haben“, so Maier.

Ein besonderer Hingucker sind die gegenläufig öffnenden Türen

Die Basis dabei bildet der sogenannte MEB, der modulare Elektrifizierungsbaukasten. Auf dieser konzernweit entwickelten Architektur wird eine Vielzahl an E-Autos mit den unterschiedlichsten Karosserieformen stehen. Hatchback (Golf), Minivan, Crossover, SUV, Limousine, Coupé und Lieferwagen gelten als gesetzt. Und wer weiß, vielleicht gibt es eines Tages sogar ein Cabriolet, mit dem sich die frische Frühlingsluft lautlos genießen lässt.

Dass Skoda China als Premieren-Land für seine Vision E wählt, hat seinen Grund. Das Reich der Mitte will zum einen seine Smogprobleme in den Großstädten in den Griff bekommen, zum anderen zum Leitmarkt für emissionsfreies Fahren aufsteigen. Die Regierung plant sogar, gewisse Quoten einzuführen. Nach denen werden die Autobauer gezwungen, einen immer größer werdenden Teil ihrer normalen Angebotspalette als E-Fahrzeuge anzubieten. Schon heute ist China der größte Elektromarkt der Erde. Hier werden rund dreimal so viele Stromer neu zugelassen wie im Rest der Welt zusammen.

Der Innenraum ist sehr futuristisch

Angetrieben wird der Skoda Vision E von gleich zwei Elektromotoren. Einer sitzt an der Vorderachse (75 kW/102 PS), der andere mit 150 kW/204 PS an der Hinterachse, was den Crossover zu einem wintertauglichen Allradfahrzeug macht. Die gemeinsame Leistung beträgt 225 kW/306 PS. Dennoch begrenzt Skoda die Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h. Darüber würde die Batterie sonst zu schnell leer werden. In der Studie hat sie eine Kapazität von 83 kWh. Anders könnte Skoda sein Versprechen nicht halten, mindestens 500 Kilometer mit einer Batterieladung fahren zu können.
Das Design der Studie Vision E stammt noch von Skodas Ex-Designchef Jozef Kaban. Er wechselte kürzlich zu BMW. Auffallend sind die stark betonte Coupé-Form und der Verzicht auf den mittleren Türpfosten (B-Säule). Letzteres wird allerdings keinen Einzug in die Serie finden. Skoda sieht, welche Probleme der BMW i3 mit seinen Schmetterlingstüren im Alltag hat. Möglich dagegen, dass es bis 2020 erlaubt ist, kleine Kameras statt Rückspiegel zu montieren. „Sie verbessern die Aerodynamik“, sagt Karl Neuhold, Leiter Exterieur Design.

Der Skoda Vision E ist ein Vorbote der elektrischen Zukunft

Innen wird versucht, alles möglichst luftig, cool und ultramodern zu halten. Eine Mittelkonsole gibt es nicht mehr, dafür nach außen schwenkbare Einzelsitze (zum leichteren Ein- und Aussteigen), mehrere Touchscreens und sämtliche Konnektivitäts-Features (WLAN-Hotspot, Internet). Natürlich will Skoda auch in diesem Concept Car einmal mehr seine „Simply-Clever“-Philosophie zum Ausdruck bringen. So befinden sich in den Türablagen praktische Handyhalter, in denen das Smartphone induktiv geladen werden kann. Ohne lästiges Hantieren mit dem Kabel lässt sich sogar das ganze Auto laden. Die Vision E besitzt hierfür eine Induktionsplatte unter dem Wagenboden. „Wir können 80 Prozent der Batteriekapazität in nur 30 Minuten aufladen“, sagt Skoda Entwicklungsvorstand Christian Strube.

Wenn der „tschechische Tesla“ Serienstatus erreicht hat, wird er gleichzeitig auch autonom fahren können, zumindest auf Level 3. Das heißt, der Fahrer kann seine Hände vom Lenkrad nehmen und beispielsweise auf der Autobahn die nervige Kolonnenfahrt oder den Stop-&Go-Verkehr dem Computer überlassen. Sobald der Wagen im Autopilot-Modus unterwegs ist, lassen sich die Vordersitze weit nach hinten schieben und das Lenkrad wird angehoben. „Dies ermöglicht uns, maximales Raumgefühl bieten“, so Strube.

Das Auto soll den Elektro-Giganten Tesla angreifen

Über Preise spricht Skoda zum heutigen Zeitpunkt natürlich noch nicht. Wer die tschechische Volkswagenmarke jedoch kennt, weiß, dass man hier stets viel Auto fürs Geld bekommt. Finanziell förderlich dürfte auch die gemeinsame Entwicklung mit der Wolfsburger Mutter sowie die breiten Streuung der MEB-Technik im Konzern sein. Experten gehen davon aus, dass Skodas erstes Elektroauto trotz seiner großen Batterie – sie ist und bleibt der teuerste Posten – weniger als 40.000 Euro kosten wird. Zum Vergleich: Jaguars gleichgroßer I-Pace wird nicht unter 75.000 Euro zu haben sein. (Michael Specht/SP-X)

Mercedes Concept A Sedan – Erster Ausblick

Fünf Jahre hat die Mercedes A-Klasse auf dem Buckel und ist damit schon im Herbst ihrer Bauzeit angelangt. Ende 2018 wird voraussichtlich die neue Generation präsentiert, die dann Anfang 2019 zu den Händlern rollen wird. Am Vorabend der Auto Show in Shanghai gibt Mercedes jetzt mit der Studie Concept A Sedan einen ersten Vorgeschmack auf die neue Kompaktklasse.

Dass die Studie als klassische Drei-Box-Limousine vorfährt, kommt nicht von ungefähr

Die Neuauflage tritt in große Fußstapfen: Allen anfänglichen Unkenrufen zum Trotz, hat sich der radikale Designwechsel bei der aktuellen Generation für Mercedes bezahlt gemacht. Zwar mag der ein oder andere Bestandskunde, der weder Lust auf das progressive, neue Design, noch auf einen Modellwechsel hin zur etwas konservativeren B-Klasse hatte, verloren gegangen sein. Doch hat die Marke gleichzeitig viele neue Käufer dazu gewonnen – und die waren deutlich jünger als die bisherige Klientel.

Die Neuauflage wird für 2019 erwartet

Diesen Trend soll der Nachfolger natürlich fortsetzen, denn: Je früher die Kundschaft zur Marke findet, desto mehr Zeit hat sie schließlich, sich innerhalb des Produktportfolios nach oben zu arbeiten – und damit mehr Geld in die Stuttgarter Kassen zu spülen. Und mit der Formensprache des 4,57 Meter langen Concept A Sedan hat Daimler gute Chancen, auch weiterhin bei jungen Leuten zu punkten. Die großen, klaren Flächen setzten das vom Chef-Kreativen Gordon Wagener eingeführte Design – abgesehen von ein paar auffälligen Sicken, von denen er eigentlich weg wollte – konsequent fort und wirken elegant und sportlich zu gleich. Die scharf gezeichneten, dreieckigen Scheinwerfer und der Panamericana-Grill mit seinen vertikalen Streben wecken Erinnerungen an die erst jüngst in Genf gezeigte AMG-Studie GT Concept. Passend dazu gibt es kurze Überhänge, ein nach hinten gesetztes Greenhouse und muskulöse Radläufe.

Die großen, klaren Flächen setzten das vom Chef-Kreativen Gordon Wagener eingeführte Design konsequent fort

Die Marschrichtung ist also klar, mehr Sportlichkeit, mehr Dynamik – und vielleicht auch eine neue Karosserieform: Denn dass die Studie als klassische Drei-Box-Limousine vorfährt, kommt nicht von ungefähr. Eine Stufenheckvariante der A-Klasse ist mehr als wahrscheinlich: Audi macht es mit dem A3 vor und auch den 1er BMW gibt es zukünftig – zumindest in China – als Limousine. Ob zusätzlich auch das schnittige Coupé CLA im Angebot bleibt oder Mercedes sich auch auf dessen Kombi-Ableger Shooting Brake beschränkt, ist noch offen. Als gesetzt gelten dagegen die Neuauflagen das Kompakt-SUV GLA und auch die bereits erwähnte B-Klasse. Zusätzlich dürfte es von der neuen Kompakt-Generation aber auch noch einen weiteren SUV-Ableger geben, der wahrscheinlich GLB getauft wird.

Mit der Formensprache des 4,57 Meter langen Concept A Sedan hat Daimler gute Chancen, auch weiterhin bei jungen Leuten zu punkten

Während das fahrbereite Concept A Sedan, das allerdings noch keinen Blick in den Innenraum erlaubt, in vielen Details bereits sehr seriennah wirkt, haben sich die Designer nicht nur mit den versenkbaren Türgriffen, sondern auch bei den Scheinwerfern eine Spielerei erlaubt, die wohl exklusiv dem Showcar vorbehalten sein wird. Im Inneren der Leuchten findet sich eine prägnante Gitterstruktur, die quasi aus einem hochwertigen 3D-Drucker stammt. Diese ist mit einem UV-Lack beschichtet, der mit ultraviolettem Licht beleuchtet wird. So kann der Scheinwerfer in unterschiedlichen Farben zum Glimmen gebracht werden – zum Beispiel weiß für das Tagfahrlicht. Die gleiche Technik kommt auch bei den Heckleuchten zum Einsatz, in der Serienversion dürfte Mercedes aber wohl beiderseits eher auf klassische LED-Leuchten setzen.

Die scharf gezeichneten, dreieckigen Scheinwerfer und der Panamericana-Grill mit seinen vertikalen Streben wecken Erinnerungen an die erst jüngst in Genf gezeigte AMG-Studie GT Concept

Apropos klassisch: Große Überraschungen sind auch beim Motorenangebot der neuen A-Klasse vorerst nicht zu erwarten. Daimler wird weiterhin auf Vierzylinder-Verbrenner setzen, die – zumindest am unteren Ende der Palette – vom Kooperationspartner Renault zugeliefert werden könnten. Hauseigen sind dagegen mit Sicherheit die Starkversionen, die in der AMG-A-Klasse auf bis zu 470 PS kommen sollen. Wie es in Sachen Elektromobilität weitergeht, steht noch in den Sternen. Eine Plug-in-Version der A-Klasse ist auf jeden Fall denkbar. Eine rein elektrische Variante unter der neuen Öko-Submarke EQ könnte dagegen auf den höheren Karosserievarianten GLA und GLB aufbauen: sie haben genug Platz für die Batterien im Boden. (Michael Gebhardt/SP-X)

Erste Fahrt: Der neue Suzuki Swift

Suzuki Swift im Fahrbericht

Stadtflitzer mit der Kraft der zwei Herzen

Der kleinste Suzuki, der Swift, ist bereits seit 1980 auf dem europäischen und deutschen Markt erhältlich. Über 310.000 Einheiten konnten die Suzuki-Verantwortlichen in Deutschland auf dem für sie größten europäischen Markt  absetzen. Generell hält sich der Autobauer aus Japan mit einem leichten Aufwärtstrend auch in 2016. Mehr als 31.000 Einheiten wurden vermarktet und das mit einem Allradanteil von 47,3 %. Zugpferde sind dabei der Vitara mit 9.700 Einheiten und eben jener Swift in der 5. Generation mit 7.500 Einheiten. Mit seinen gerade für den Stadtverkehr perfekten Maßen von aktuell 3,84 Metern Länge präsentiert sich der Swift in Bestform. Ab Mai diesen Jahres nun möchte Suzuki seine Erfolgsgeschichte rund um den Kleinen weiter ausbauen und stellt ein komplett neues Auto auf die Straße. Für den Marktstart bieten die Japaner zwei Benziner an, unter anderem mit Unterstützung eines Mild Hybrid. Den Einstieg findet der kleine Suzuki bei 13.790 Euro.

Peppiges Chassis

Nicht nur peppig und klein kommt der Stadtflitzer daher, er hat auch noch jede Menge Platz für ein Fahrzeug seiner Kategorie. Obwohl Suzukis Ingenieure den Swift um 10 mm kürzer und 30 mm flacher gegenüber dem Vorgänger bauen, wird er um 40 mm breiter und man kann 54 Liter mehr in den Kofferraum laden. Das Konzept ist klar: Stadtfahrzeug mit hohem Nutz- und Spaßfaktor. Das Außenkleid des Vorgängers nahmen die Designer als Vorbild und brachten die markanten Stellen hervor. Der niedrige Fahrzeugschwerpunkt wird zusätzlich von der B-Säule betont. Frontscheinwerfer und Kühlergrill geben dem Wagen einen breiten und selbstbewußten Auftritt. Die hinteren Türgriffe sind in die C-Säule eingelassen. Seine Motorisierung bleibt, wie schon beim Vorgänger, übersichtlich mit zwei Benzinern. Von seinen Fahreigenschaften sowie seinem frischen Design konnten wir uns bereits vor Marktstart zwischen Nizza und dem Stadtstaat Monaco einen ersten Eindruck verschaffen.

Peppiges Design im Kraftpaket.

Mit Elektrounterstützung

Beim Antrieb konzentriert sich der japanische Autobauer nicht nur auf bestehende Vier-Zylinder-Motoren. Zusätzlich zum Einsatz bringen die Japaner ein Drei-Zylinder Boosterjet Aggregat, das außerdem mit einem Mild Hybrid bestückt werden kann. Eine Dieselvariante ist wie bei anderen Herstellern seiner Kleinwagenklasse kein Thema. Suzuki präsentierte für den dynamischen Test in Südfrankreich den neuen turboaufgeladenen Boosterjet Motor mit einem Liter Hubraum, 82 kW, 111 PS und dem optionalen Mild Hybrid SHVS-System. Es umfasst einen integrierten Startergenerator, der sowohl als Generator als auch als Elektromotor fungiert. Anders als bei den üblichen Mild Hybrid Systemen, die zusätzliche Pferdestärken zur Verfügung stellen, soll dieses System den Boosterjet Motor nur entlasten.

Hybridantrieb im Gepäck.

Später mit GTI-Variante

Die 170 Newtonmeter des „kleinen“ Benziners, die bei 2.000 – 3.500 Umdrehungen anliegen, sind für den reinen Stadtverkehr, für Landstraßen und Stadtautobahnen völlig ausreichend. In Verbindung mit seiner direkten Lenkung und seinem kleinen Wendekreis von 9,60 Metern lässt sich das Fahrzeug sehr leicht dirigieren und komfortabel fahren. Der „stärkere“ 1.2 Liter Dualjet Benziner mit einem Drehmomentmaximum von 120 Newtonmetern bei 4.400 Umdrehungen macht auf kürzeren Autobahnstrecken und urbanem Verkehr eine souveräne Figur. Dennoch kommen beide Motorisierungen naturgemäß knurrig daher. Eine sportliche GTI-Variante ist mit Markteinführung noch nicht vorgesehen, aber zu einem späteren Zeitpunkt vorstellbar, so die Verantwortlichen von Suzuki Deutschland.

Kleinwagen mit Hybridantrieb.

Geschmeidig im Verbrauch

Die für die neue Generation überarbeitete Fahrwerksabstimmung überzeugt mit strafferen Federn und einer Neupositionierung von Stoßdämpfern und Zahnradlenkung, was den Swift äußerst agil wirken lässt. Serienmäßig kombiniert werden beide Aggregate mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe, das präzise und mit kurzen Schaltwegen arbeitet. Bestellbar zum 1.0-Liter-Motor ist eine Sechs-Stufen-Automatik. Eine Abwechslung bietet das mit dem 1,2 Liter Motor kombinierte Allrad-Allgrip 4WD-System. In Verbindung mit dem serienmäßig erhältlichen Start-Stopp-System erreichen die Motoren im Normtest recht gute Verbrauchswerte von kombinierten 4,6 (1.0 Liter Motor ohne SHVS-System), 4,3 (1.0 Liter Motor mit SHVS System) und 4,9 (1.2 Liter Motor mit Allgrip) Litern je 100 Kilometer. Die damit verbundenen Kohlendioxidemissionen (97 und 110 Gramm pro Kilometer) sprechen für sich. Beide Aggregate erfüllen die Abgasnorm 6. Gerade den Bedürfnissen seiner zunehmend jüngeren Kunden möchte Suzuki mit Ausstattungsmerkmalen wie einer Berganfahrhilfe, Licht- und Regensensor, Sitzheizung und einem 4,2-Zoll-Farb-TFT-LCD-Multi-informations-Display mit Smartphone-Anbindung „Apple Car Play“ und „Android-Auto“ gerecht werden. Hinzu kommt ein zusätzlich überarbeitetes und ansprechendes Interieur mit Chrom- und Klavierlack-Applikationen und einem nach unten abgeflachtem Multifunktion-Lederlenkrad.

Cockpit und Interieur wie im nächsten Segment.

Fahrerassistenzsysteme im Gepäck

Fahrerassistenzsysteme dürfen auch im Kleinwagen Swift nicht fehlen und so packt Suzuki auch einige Systeme on top. Den Anfang bildet dabei die Dual-Sensor gestützte aktive Bremsunterstützung (DSBS – Dual Sensor Brake Support). Das System warnt den Fahrer sowohl optisch, als auch akustisch vor einem bevorstehenden Risiko des Zusammenpralls. Nimmt das Risiko einer Kollision zu, wird das Fahrzeug automatisch abgebremst. Weiter im Paket erhältlich sind ein Spurhaltewarnsystem, eine Müdigkeitserkennung sowie ein Fernlichtassistent und eine millimeterwellenradar gesteuerte adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, die im Regelbereich zwischen 40 und 160 km/h arbeitet. Preise sind zum Zeitpunkt der europäischen Vorstellung diese Woche leider noch nicht verfügbar. Diese werden wir aber zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen. Der generell als Fünftürer vorgestellte Swift startet seine Verkaufstour mit der Ausstattung „Basic“ und dem 1.2 Liter DualJet Benziner bei einem Einstiegspreis von 13.790 Euro. Leider ist der effiziente Hybrid erst mit der dritten Ausstattungslinie „Comfort“ bestellbar. Dieser startet bei 16.940 Euro. Voll ausgestattet ist der kleine Japaner mit dem Hybrid Aggregat in der Ausstattung „Comfort +“ gemäß Hersteller bei 19.440 Euro. Dabei würde das optional auswählbare Automatikgetriebe nur noch 700 Euro Aufpreis kosten.

Sonnenverwöhnter kleiner Japaner.

Fazit: Suzuki wird auch mit der neuen Generation des Stadtflitzers SWIFT keine Wünsche für Einsteiger und Zweitwagenbesitzer offen lassen. Sowohl Fahrzeugleistung als auch Verarbeitung aller Materialien überzeugen in jeder Hinsicht.

Macht auch in elitärer Runde eine gute Figur.

Der neue Swift lässt als Kleinwagen keine Fragen offen. Als Allrounder für die Familie bestens geeignet. Nicht zu lange Passagen auf der Autobahn sind für ihn kein Problem. Als Alternative im Kleinwagenbereich schon im Preis-/Leistungssektor ein Muss.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Hersteller 

Weltpremiere: Mercedes S-Klasse Facelift – S geht noch besser

„Das Beste oder nichts“ verspricht Mercedes seinen Kunden, und glaubt man der Baureihen-Logik, müsste die S-Klasse das allerbeste sein, was man für Geld kaufen kann. Umso schwerer dürfte es den Ingenieuren, Designern und Produktplanern fallen, das Flaggschiff alle paar Jahre noch ein bisschen besser zu machen. Doch das Facelift-Modell, das dieser Tage seine Premiere auf der Auto China in Shanghai feiert und schon bald beim Händler steht, zeigt: Es finden sich immer wieder ein paar Stellschrauben. Vor allem bei den Assistenzsystemen und den Motoren legt Mercedes jetzt nach.

Innen ist die wichtigste Neuheit das Lenkrad, mit den aus der E-Klasse bekannten Touchpads – und ohne den klassischen Tempomat-Hebel

Die Entwicklung hin zum autonomen Fahren schreitet derart schnell voran, „dass wir eigentlich ständig neue Updates bringen könnten“, erklärte der für die aktive Sicherheitstechnik verantwortliche Daimler-Manager Dr. Michael Hafner neulich. Statt nur alle paar Jahre eine komplett neue System-Generation einzuführen, geht Daimler deshalb mit jedem neuen Modell einen Schritt weiter. In der überarbeiteten S-Klasse heißt das konkret: Hier feiert das Fahrerassistenzpaket 4.5 seine Premiere. Gegenüber der Version 4.0, die erst kürzlich in der E-Klasse debütierte, wurde vor allem der Abstands-Tempomat Distronic nochmal verbessert. Er bremst nun nicht mehr nur, wenn er ein Hindernis vor sich erkennt. Vielmehr bedient er sich der Navigations- und Kameradaten und bezieht Kurven, Kreisverkehre und Abzweigungen mit in seine Fahrstrategie ein. Ein Beispiel: Rollt die S-Klasse mit Tempo 100 die Landstraße entlang und auf eine Kurve zu, die mit dieser Geschwindigkeit nicht zu nehmen ist, bremst die Distronic gerade so stark, dass der Fahrer die Biegung ganz kommod durchfahren kann. Je nach gewähltem Fahrmodus (Komfort, Sport oder Eco) geschieht das ganze mehr oder weniger dynamisch.

Premiere feiert in der S-Klasse die „Energizing“-Komfortsteuerung

Neben der neuen Bremsfunktion-Funktion haben die Techniker weitere Details verbessert. So reicht es jetzt zum Beispiel, den Blinker kurz anzutippen, damit der Spurwechselassistent die Arbeit aufnimmt und – wenn frei ist – nach rechts oder links ausschert. Außerdem kann die neue S-Klasse per Smartphone ein- und ausgeparkt werden und ein Nothalt-Assistent bringt den Wagen sicher zum Stillstand, wenn der Fahrer, zum Beispiel durch einen medizinischen Notfall, nicht mehr reagiert.

Sichtbar weniger zu tun hatte das Design-Team. Die Truppe um Gordon Wagener ist gerade dabei, das Familien-Design zu verfeinern, dementsprechend fielen die Retuschen dezent aus. Die Lufteinlässe sind etwas größer, die Kühlergrillgestaltung gibt zukünftig Auskunft über die Motorisierung und auch die Scheinwerfer mit auf Wunsch extra starkem Fernlicht sind im Detail neu gezeichnet. Innen ist die wichtigste Neuheit das Lenkrad, mit den aus der E-Klasse bekannten Touchpads – und ohne den klassischen Tempomat-Hebel. Der seit Jahrzehnten bewährte Schalter für die Geschwindigkeitsregelanlage hat ausgedient, zukünftig wird die Distronic über Lenkradtasten bedient. Premiere feiert in der S-Klasse außerdem die „Energizing“-Komfortsteuerung. Das System, auf das die Stuttgarter schon auf der CES in Las Vegas einen ersten Ausblick gaben, steuert Klimaanlage, Sitzeinstellung sowie Licht (insgesamt stehen zehn Farbwelten mit 64 Einzelfarben zur Wahl) und Musik je nach Stimmung des Fahrers, der dafür aus sechs Programmen wählen kann. Aber nicht nur an die Wellness-Jünger hat Mercedes gedacht, auch alle PS-Liebhaber mit Benzin im Blut kommen bei der neuen S-Klasse dank des überarbeiteten Motorenangebots auf ihre Kosten.

In der überarbeiteten S-Klasse feiert das Fahrerassistenzpaket 4.5 seine Premiere

Neu in der gelifteten S-Klasse sind die beiden Dreiliter-Reihensechszylinder-Diesel mit 210 kW/286 PS (S 350 d, 5,5 Liter Durchschnitts-Verbrauch) und 250 kW/340 PS (S 400 d) sowie der neue Achtzylinder-Benziner mit aktiver Zylinderabschaltung im S 560 (345 kW/469 PS), der seine Kraft aus vier Litern Hubraum schöpft und auch in der vor allem in China beliebten, besonders edlen Maybach-Version erhältlich ist. Das Aggregat dient darüber hinaus als Basis für den ebenfalls neuen Mercedes-AMG S 63, wo er den 5,5-Liter-Block ersetzt und es auf 450 kW/612 PS und satte 900 Newtonmeter Drehmoment bringt – 200 Newtonmeter mehr als der starke Diesel. Alle neuen Aggregate fahren mit Neungang-Automatik und serienmäßigem Allradantrieb vor.

Während das Design nur leicht geschärft wurde, haben die Techniker bei den Assistenzsystemen und Motoren ordentlich nachgelegt

Doch damit nicht genug, Mercedes hat noch ein paar weitere Eisen im Motoren-Ofen: Bald schon soll das Angebot um einen neuen Reihensechszylinder-Benziner mit 48-Volt-Bordnetz, integriertem Startergenerator und elektrischem Zusatzverdichter ergänzt werden. An den Start geht der R6-Otto in zwei Leistungsstufen; vor allem das Top-Modell soll es leistungsmäßig mit dem V8 aufnehmen können, aber deutlich sparsamer sein. Außerdem in den Startlöchern: eine verbesserte Plug-in-Version mit 13,3-kWh-Akku und 50 Kilometer elektrischer Reichweite. (Michael Gebhardt/SP-X)

Weltpremiere: BMW M4 CS

Es gibt Lücken, die werden einem erst bewusst, wenn der jeweilige Hersteller den entsprechenden Lückenfüller präsentiert. So wie BMW jetzt in Shanghai. Weltpremiere für einen „besonderen Lückenfüller“. Ehrlich, wer hätte gedacht, dass zwischen BMW M4 Coupé und dem BMW M4 GTS noch ein Plätzchen frei ist?

Weltpremiere: BMW M4 CS

Kompromisslos für die Straße

460 PS, drei Liter R6 mit zwei Turboladern und in 3.9 Sekunden auf Tempo 100. Damit dürfte dem Stammtisch genug Information geliefert sein. Für alle anderen, einfach hier weiterlesen:

7:38 Minuten soll die Rundenzeit des M4 CS auf der Nordschleife sein. Dafür hat sich BMW den M4 mit Competition-Paket vorgenommen und die neue „Clubsport-Klasse“ definiert. Ein Sportler mit den Genen des kompromisslosen GTS, geformt für den Einsatz im Alltag. Allerdings ist der Fokus eindeutig. Am Wochenende dem Alltag entfliegen und das Bayerische Coupé über den Track scheuchen. Ernsthaften Sportfahrer-Ambitionen will BMW, mit der optimierten Fahrwerksgeometrie, dem aktiven Sperrdifferential, und der neu angepassten Servolenkung in Verbindung mit den bereits sehr sportlichen Genen des M4 (inkl. Competition-Paket), entsprechen.

Exclusive 9×19 und 10×20 CS-Leichtmetallräder sind montiert, auf ihnen die Michelin Pilot Sport Cup 2 Pellen. Diese Semi-Slicks bieten eine Straßenzulassung, haben aber ein klar fokussiertes Einsatzgebiet. Grip und maximale Seitenführung auf den Rennstrecken. Wer sich der eigenen Ambitionen nicht so sicher ist, der kann alternativ eine harmlosere Michelin-Sockenwahl treffen.

Das Interieur des neuen BMW M4 CS ist konsequent auf Sportlichkeit ausgerichtet. Das fängt bei den Leichtbau M Sportsitzen mit Leder-Alcantara-Bezug an und geht bis hin zu den aus gepressten Naturfasern hergestellten Türverkleidungen mit Zuziehschlaufen. Die Motorhaube mit ihrem charakteristischen Luftauslass hinter dem Powerdome und das Dach bestehen aus dem leichten, hochfesten Hightech-Werkstoff CFK.

Track-Day Komfort

Trotz der glasklaren Ausrichtung auf Performance und Track-Days, auf eine Klimaautomatik wird ebenso wenig verzichtet, wie auf eine elegante und wertige Innenausstattung mit viel Leder und Alcantara.

Frontsplitter, Abrisskante und Diffusor bestehen aus Carbon-Compositfasern. Der muskulöse Auftritt des M4 CS und seine sportliche Ausrichtung lassen den Preis auf 116.900 € ansteigen. 

S wird immer besser. Erste Informationen zur S-Klasse „MOPF“

Das Bessere ist des Guten Feind. So sagte es Voltaire, so erleben es Besitzer von Mercedes-Benz S-Klassen mit jeder Modellpflege. Shanghai 2017, Mercedes-Benz präsentiert das „Update“, die „Modellpflege (kurz MOPF)“ der aktuellen Generation „S“. Von einer neuen S-Klasse zu sprechen wäre zu viel, aber die Bandbreite der Neuerungen sprengt jeden Rahmen! 

S ist noch besser geworden.

Weltpremiere Mercedes-Benz S-Klasse „MOPF“ in Shanghai 2017

Während sich die Optik kaum verändert, stecken unter dem Blech viele spannende Veränderungen. So darf die S-Klasse nun auch das erste Mercedes-Modell mit dem neuen Reihensechszylinder sein. Neben den neuen Effizienz-Triebwerken stehen jedoch vor allem Komfort und Sicherheit im Vordergrund.

Einmal mit allem, nur geiler!

Mehr Sicherheit, mehr Intelligenz, mehr Komfort, mehr Wellness, mehr Luxus, mehr Power. Liest man sich die Pressemeldung zur neuen Mercedes-Benz S-Klasse durch, dann stellt sich am Ende nur eine Frage: Wie verarbeitet man als Auto-Journalist diese News? Am besten, man konzentriert sich auf drei ganz persönliche Highlights.

Mercedes-Benz S-Klasse; Langer Radstand; 2017; Exterieur: Diamantsilber; AMG Line; Interieur: Leder Magmagrau/Espressobraun – und mit neuen Multibeam LED, sowie einem Ultra-Range Fernlicht.

Highlight 1: Der neue Reihensechser, Diesel.

Tatsache. Der Motor spielt auf mein-auto-blog eben noch immer die größte Rolle. Und auch, und gerade, weil es ein Dieselmotor ist. In dieser Fahrzeug- und Preisklasse mag es einen TESLA geben, der alles auch elektrisch kann, aber 1.200 km an einem Tag, auf der linken Spur mit Tempomat 190+, das schafft bislang nur der Dieselmotor. Und als Vielfahrer kenne ich solche Tage. Also:

Der neue S400d 4matic besitzt den stärksten Seriendieselmotor der Stuttgarter, über die gesamte Historie betrachtet. 340 PS und 700 Nm lassen sich abrufen, verpackt unter dem wundervollen Kleid der S-Klasse Limousine. Zweistufige Aufladung, Nanoslide-Laufbahnbeschichtungen die eine Kombination aus Alublock und Stahlkolben erlauben, eine variable Ventilsteuerung und und und und .. der neue Dieselmotor ist eine einzige Konzentration von Hightech-Details. Stufenmulden-Brennverfahren, Mehrwege-Abgasrückführung und motornahe Abgasnachbehandlung stehen für die Erfüllung auch zukünftiger Emissionsgesetze. Der neue Motor wurde bereits für die kommende RDE-Prüfung ausgelegt und gehört zu den effizientesten Triebwerken der Welt. 2.925 Kubikzentimeter Hubraum und sechs Zylinder in Reihe – eine Kombination die den S400d 4matic mit 5.6 Litern auf 100 Kilometer auskommen lassen sollen. Eine Stufe darunter, der neue S350d 4matic. Mit 286 PS und 600 Nm ein wenig zurückhaltender in der Leistung und neuer Effizienzking in der Oberklasse. 145 Gramm CO2 und nur 5.5 Liter auf 100 km sollen auf dem Reiserechner stehen. Das ist definitiv ein Highlight und die vermutlich sinnvollste Brücke, bis das E-Auto Dilemma gelöst wurde.

Mercedes-Benz S-Klasse – 2017 – Kein Tempomat-Hebel mehr, ein Frevel? Dafür mit Schalterleisten in den Lenkradspeichen.

mein-auto-blog durfte die neue Stufe der Level2-Autonomie bereits testen und ich war überzeugt vom Fortschritt. Nun der offizielle Serienstart. Ein verbessertes Kamera- und Radarsystem behält das Verkehrsgeschehen nun noch besser im Blick. Neue Rechner-Algorithmen beziehen erstmal die neuen, präziseren, Kartendaten in die Funktionen des „Drive-Pilot“ mit ein. Nun werden die Geschwindigkeiten vor den Kurven oder Kreuzungen automatisch reduziert, der Wagen kennt seine Route und unterstützt den Fahrer beim aktiven Fahren. Und er nimmt ihm viele Aufgaben ab. In Verbindung mit dem aktiven Lenk-Assistenten und dem adaptiven Abstandstempomaten, wird nun eine Stufe des „Selbstfahrens“ erreicht, die erstmals wirklich den Namen „Drive-Pilot“ verdient. Die S-Klasse ist intelligenter denn je. Aber auch sicherer. So kann der aktive Nothalt-Assistent das Fahrzeug kontrolliert zum Stillstand bringen, sollte der Fahrer nicht mehr aktiv werden.

Das man den Staufolge-Assistenten ebenso überarbeitet hat und man nun Stopps von bis zu 30-Sekunden erlaubt, binnen denen die S-Klasse automatisch wieder anfährt, dürfte nicht nur den Stau-geplagten Stuttgartern gefallen.

Highlight 3: Wellness auf Rädern, ernsthaft.

Mit der ENERGIZING Komfortsteuerung geht eine Weltneuheit in Serie: Diese Sonderausstattung vernetzt verschiedene Komfortsysteme im Fahrzeug. Sie nutzt gezielt Funktionen der Klimaanlage (einschließlich Beduftung) und der Sitze (Heizung, Belüftung, Massage), der Flächenheizung sowie Licht- und Musikstimmungen und ermöglicht je nach Stimmung oder Bedürfnis des Kunden ein spezielles Wellness-Set-up. Dadurch steigen Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit während der Fahrt bzw. bei einem Stopp. Abhängig von der Ausstattung lässt sich ENERGIZING Komfort auf allen Sitzplätzen erleben.

Äh? Gut, ich freue mich sehr auf die kommende Testfahrt 😉

Haben wir noch was vergessen?

Ach ja, richtig. Maybach und AMG!

Natürlich erhalten auch der Mercedes-Maybach und der Mercedes-AMG das Facelift-Programm. Wobei sich gerade beim Mercedes-Maybach die Veränderungen in Grenzen halten. Details wären zu vermelden – und – ein neuer Motor. Der Mercedes-Maybach S560 4matic mit 469 PS starken V8 und 700 Nm. Dieser V8 basiert auf dem Mercedes-AMG Motor und verfügt nun über eine Zylinderabschaltung im Teillastbereich. Für den Oligarchen mit dem grünen Gewissen, sozusagen. Ernsthaft, Mercedes spricht von einem Norm-Verbrauch von 9.3 Litern. Wir können uns ein Grinsen nicht verkneifen.

Den neuen V8-Motor bekommt natürlich auch der Mercedes-AMG S63 4matic+. Hier lassen die Mercedes-Mannen 612 PS aus dem bekannten Hot-V V8 Bi-turbo. Der 5.5 Liter V8 wandert damit aufs Altenteil und muss dem neuen Sportler-Herz Platz machen. Ach ja, Zylinderabschaltung kann auch der V8 im S63 😉 – wir grinsen wieder.

Markt-Einführung der neuen Modelle wird im Juli sein!

Mercedes-AMG S 65, anthrazitblau
Mercedes-Maybach S 560 4MATIC;
Mercedes-Maybach S 560 4MATIC;
Mercedes-Maybach S 560 4MATIC;
Mercedes-AMG S 63 4MATIC+, designo diamantweiß bright
Mercedes-AMG S 63 4MATIC+, designo diamantweiß bright

Mercedes-Benz Concept A – Shanghai 2017 mit großer Galerie

Da kommt eine neue „Kompakt-Klasse“ auf uns zu. Eine Kompakt-Klasse die völlig aus den eigenen Schuhen erwächst. Vermutlich ein mehr als legitimer Nachfolger des ehemaligen „Baby-Benz“, nur mit Front- statt Heckantrieb. 

Shanghai 2017 – Mercedes präsentiert das Concept A Sedan

Natürlich kann sich die Presse-Abteilung von Mercedes-Benz nicht verkneifen, von der sinnlichen Klarheit des „Concept A Sedan“ zu fabulieren. Es ist der Oberbegriff der aktuellen Design-Philosophie, geprägt durch Gordon Wagener, dem Chief Design Officer der Daimler AG.

Verabschieden wir uns mal vom Pressemappen-Text. Kommen wir zu den Fakten.

Concept A Sedan zeigt die kommende Design-Linie der „Kompaktklasse“, die gar nicht mehr so kompakt sein wird. Das Konzeptfahrzeug kommt bereits auf 4.570 mm Länge und 1.870 mm Breite.  Oder anders gesprochen, er ist länger und deutlich breiter als der W201, der selige Baby-Benz, den man damals der „Mittelklasse“ zusprach. Und dennoch, es wird genau so kommen. Als A-Klasse Limousine werden wir den Concept A Sedan wieder sehen. Geschliffen aus Shooting Brake und CLA-Genen, basierend auf der MFA-Plattform, wird der jüngste Baby-Benz eine elegante Limousine werden.

Der Panamericana-Kühlergrill dürfte einer kommenden AMG-Variante vorbehalten bleiben, aber die leicht nach vorne geneigte Schnauze, die starken Flanken, die hohe Seitenlinie und eine massive C-Säule stehen für sportliche Eleganz. Kompakt ist da maximal der Spielraum beim Preis.

Ein wenig ängstlich dürfte man auf die kommende Aufpreisliste schielen, denn ohne optionale 20″-Räder lässt sich mit erscheinenden der nächsten „Kompakt-Generation“ vermutlich gar nicht mehr auskommen. Will man die großen Radhäuser und drahtigen Seitenlinien nicht völlig verkümmern lassen.

Marktreife soll die Limousine im übrigen im Jahre 2018 besitzen, freue wir uns also mal auf Genf, oder gar auf Detroit in 2018!

Und jetzt lassen wir mal ein paar Werksbilder „wirken“:

Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017

Keine Angst vor der neuen Technik, dank 8-Jahren Garantie

Der neue Plug-in Hybrid Outlander war das weltweit erste SUV-Modell mit einem mehr als innovativen Antrieb. Nun baut er seine Vorreiterrolle von Jahr zu Jahr weiter aus. Wichtiges Argument für Autokäufer bleibt aber weiterhin die Garantie, die ein Hersteller bietet.

Zusätzlich zur bestehenden 5-Jahres-Neuwagen-Garantie (einschließlich kostenloser Mobilitätsgarantie) hat Mitsubishi Motors die Herstellergarantie auf die Fahrbatterie des Plug-in Hybrid Outlander seit dem Modelljahr 16 auf 8 Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer Laufleistung erweitert. Ein wichtiges Argument für den Kauf eines Fahrzeuges mit derartig innovativer Technik. Und auch wenn Mitsubishi-Motors in Deutschland bislang keine Defekte zu verzeichnen hatte – für den Käufer ist diese Garantie ein Netz mit doppeltem Boden. Eine Absicherung, um den Käufern die Angst vor der neuen Technik zu nehmen.

Kunden erhalten damit nicht nur ein technologisches Premiumprodukt, sie sind auch im Hinblick auf Wartung, Reparaturen und Wirtschaftlichkeit auf der sicheren Seite. Die leistungsstarke Lithium-Ionen-Fahrbatterie des Plug-in Hybrid Outlander bietet eine Kapazität von 12 Kilowattstunden (kWh) und deckt mit einem Aktionsradius von bis zu 54 Kilometern im elektrischen Fahrmodus viele Anforderungen des Alltags ab.

An einem regulären 230 V/10 A-Haushaltsanschluss ist der elektrische Energiespeicher nach rund fünf Stunden vollständig regeneriert, an Schnellladegeräten nimmt der Ladevorgang auf 80 Prozent der Gesamtkapazität lediglich 30 Minuten in Anspruch. Per „Charge“-Modus ist ein Aufladen auch während der Fahrt möglich: Der Benzinmotor fungiert in diesem Fall als Generator und die 80-Prozent-Aufladung am Schnellladegerät ist in 40 Minuten erledigt.

Mit Verkaufsanteilen von rund 40 Prozent weltweit und 70 Prozent in Europa avancierte der neue Plug-in Hybrid Outlander zum Spitzenreiter seines Antriebssegments. Attraktiv ist neben Design, Technologie, Komfort und Qualität auch die Preisgestaltung des frisch erneuerten SUV-Crossovermodells: Der Einstieg liegt bei nur 39.990 EUR (UPE).

 

Verdeckpflege bei Cabrios – Vorsicht bei Stoffdächern

Angesichts der fast schon sommerlichen Witterung wird es Zeit, das Cabriolet aus dem Winterschlaf zu holen. Für den Start in die neue Saison sollte man den Offen-Flitzer allerdings noch einer gründlichen Wäsche unterziehen. Dabei ist ein gewisses Feingefühl gefragt.

Idealerweise meidet man Waschstraßen. Textildächern setzen nämlich die harten Bürsten zu. Einige Waschstraßen bieten zwar spezielle Cabrio-Programme mit einem sanften Waschmodus an, diese erzielen in Hinblick auf hartnäckigem Schmutz aber oft nur unbefriedigende Ergebnisse.

Als beste Alternative empfiehlt sich deshalb die Handwäsche. Zunächst sollte man dabei groben Schmutz mit einer Bürste entfernen und anschließend mit einem Staubsauber den feineren Dreck aus Falten oder Ritzen holen. Falls man hartnäckige Flecken entfernen muss, sollte man Autoshampoo benutzen. Nach kurzer Einwirkzeit wird der Reiniger mit klarem Wasser abgespült. Wer das mit einem Hochdruckreiniger machen will, muss vorsichtig sein. Der harte Strahl sollte möglichst nicht direkt auf das Verdeck gerichtet sein, da dies dem Stoff schaden könnte. Nach der Reinigung sorgt ein Imprägnierer für dauerhafte Sauberkeit. Einige Produkte sollen zudem das Ausbleichen der Stoffpelle verhindern. Bei Bedarf wird das Spray zur Mitte und zum Ende der Saison abermals aufgetragen.

Nach der Reinigung des geschlossenen Verdecks muss dieses noch trocknen. Wird das Textildach im feuchten Zustand geöffnet, kann dies Scheuerstellen oder Stockflecken provozieren. Bei regelmäßiger Pflege und Reinigung sollte bei modernen Cabrios das Dach problemlos zehn und mehr Jahre halten. (Mario Hommen/SP-X)

Skoda Octavia Scout – Auf allen Wegen zu Hause

Skoda setzt die Erneuerung der Octavia-Baureihe fort. Jetzt rollt auch der robuster gestaltete Scout mit dem neuen Gesicht an, das Limousine und Combi bereits seit einigen Wochen zeigen. Mit serienmäßigen Allradantrieb, erhöhter Bodenfreiheit und umfangreicher Serienausstattung beginnt die Preisliste bei 31.110 Euro.

Unter die Heckklappe passen bis zu 1.710 Liter

Die Kunststoff-Beplankungen an Radhäusern, Seitenschwellern und Stoßfängern sowie der Unterfahrschutz machen auf den ersten Blick deutlich: Der Skoda Octavia Scout Combi scheut auch den härteren Einsatz nicht. Damit der auch problemlos bewältigt werden kann, dafür ist der Wagen serienmäßig mit Allradantrieb ausgestattet. Die hydraulische Lamellenkupplung mit elektronischer Regelung ist direkt vor der Hinterachse platziert. Je nach Schlupf erfolgt die Kraftverteilung automatisch. Ein Steuergerät berechnet dazu das jeweils ideale Antriebsmoment für die Hinterachse.

Zudem verfügen Vorder- und Hinterachse über eine elektronische Differenzialsperre, um problemloses Anfahren auf jedem Untergrund zu ermöglichen. Gleichwohl wirkt sich die Differenzialsperre XDS+ auch positiv aufs Handling aus. Geht es flott um die Ecken, werden die kurveninneren Räder leicht eingebremst, mehr Antriebskraft geht auf die äußeren Räder. Damit wächst die Agilität des Scout, dessen Spur hinten um drei Zentimeter auf jetzt 1,54 Meter verbreitert wurde. Aufgrund einer schön direkt arbeitenden Lenkung bleibt der Wagen jederzeit brav in der vorgegebenen Spur. Federung und Dämpfung sind so ausgelegt, dass einer dynamischen Fahrt nichts im Wege steht, der Komfort auf unbefestigtem Terrain aber noch so hoch ist, dass die Passagiere sich wohl fühlen. Auch wenn der Scout, der acht Prozent der Octavia-Verkäufe ausmacht, natürlich längst kein echter Offroader ist – die erhöhte Bodenfreiheit um drei Zentimeter sowie die vergrößerten Böschungswinkel von 16,6 Grad vorne und 14,5 Grad hinten tragen dazu bei, dass Ausflüge abseits befestigter Wege sorglos in Angriff genommen werden können.

Im Gelände hilft die automatische Kraftverteilung

Für den entsprechenden Antrieb hat Skoda drei Motoren im Angebot. Auf der Benzinerseite ist das ein 132 kW/180 PS starkes 1,8 Liter Turbotriebwerk, das die Kraft über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) auf die beiden Achsen überträgt. Und das mit Vehemenz. Klasse sind Antritt und Durchzug. Den Zweiliter-Diesel bietet Skoda wahlweise mit 110 kW/150 PS und einem manuellen Sechsganggetriebe oder 135 kW/184 PS und einem Sechsgang-DSG-Getriebe an. Beide Selbstzünder überzeugen mit Laufruhe und hoher Durchzugskraft.

Optisch unterscheidet sich der neue Octavia Scout vom Vorgänger wie schon die vor wenigen Wochen eingeführten Limousine und Combi vor allem durchdie neuen, zweigeteilten Frontleuchten, die es auf Wunsch auch in Voll-LED-Technik gibt. Im Innenraum ist ein Schritt zu mehr Wertigkeit erkennbar. Serienmäßig sind ein beheizbares Dreispeichen-Lederlenkrad mit Multifunktionstasten, zwei USB-Anschlüsse, ein sechs Zoll großes Display, die LED-Ambientebeleuchtung, ein Tempomat mit Speed-Limiter, elektrisch bedienbare Fensterheber vorn und hinten sowie besonders atmungsaktive Stoffbezüge für die guten Halt gebenden Sitze. Das Material soll im Vergleich zu herkömmlichem Gestühl mit Stoffoberfläche eine doppelt so hohe Dampf- und Luftdurchlässigkeit bieten.

Der Scout ist 4,69 Meter lang

Ob vorne oder hinten –Bein-, Ellenbogen- und Kopffreiheit sind wie gehabt richtig gut. Und das Gepäckabteil mit variablem Ladeboden, Multifunktionsablage unter der Kofferraumabdeckung, Gepäcknetztrennwand, vier Taschenhaken, zwei Kofferraumleuchten und einer 12-Volt-Steckdose bietetmit einem Volumen von 610 Litern bei voller Sitzplatzbelegung und 1.740 Litern bei umgeklappten hinteren Lehnen ebenfalls jede Menge Raum.

Ohne Aufpreis ist das sogenannte Care Connect im Auto integriert. Fahrzeugbesitzer können damit über eine spezielle App auf ihrem Smartphone Infos wie den aktuellen Stand der Tankfüllung oder die Parkposition ihres Scout abrufen. Im ersten Jahr steht dabei der Fernzugriff (Remote Access) auf den Wagen kostenlos zur Verfügung. Care Connect umfasst aber Dienste wie einen per Tastendruck absetzbaren Notruf, Kontakt zum Pannendienst sowie den Emergency Call. Dabei wird nach einem Unfall automatisch ein Notruf ausgelöst. Diese Dienste sind 14 Jahre lang gebührenfrei.

Das Doppelkupplungsgetriebe hat sechs Gänge

Und bei den für Skoda typischen Simply-Clever-Lösungen legt die VW-Tochter ebenfalls noch einmal nach. In der Mittelkonsole ist nun ein Flaschenhalter zum einhändigen Öffnen von PET-Flaschen montiert. Und die herausnehmbare LED-Taschenlampe im Kofferraum lädt sich während der Fahrt auf. Erweitert hat Skoda außerdem das Angebot an Assistenzsystemen, um die aktive Sicherheit zu erhöhen und das Leben beim Fahren wie beispielsweise mit dem Rear Traffic Alert beim Rückwärts-Ausparken oder dem Anhängerassistenten das Rückwärts-Rangieren mit dem Gespann zu erleichtern. (Wolfgang Schäffer)

Der Innenraum ist solide und voller cleverer Lösungen

Brabus Ultimate 125 – Das Bolidchen

Die 20.000 Euro, die Smart für die stärkere und exklusiv ausgestattete Brabus-Version des Fortwo verlangt, mögen durchaus happig erscheinen. Doch im Vergleich zum Ultimate 125, den Brabus ab sofort selbst anbietet, ist das ein Schnäppchen. Rund 50.000 Euro kostet der Zweisitzer als Coupé, der neben einer exklusiven Außenfarbe und feinen Lederwelten auch noch ein paar Extra-PS bietet.

Bei der Außenfarbe haben Kunden freie Wahl

125 steht nicht für die Zahl der Exemplare, die Brabus maximal bauen will, sondern außerdem auch für die Leistung des 0,9-Liter-Dreizylinders, der die Hinterräder mit 92 kW/125 PS und 200 Newtonmeter Drehmoment antreibt. Damit soll der Fortwo in 9,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen und maximal 175 km/h schnell werden. Dank einer Edelstahl-Sportauspuffanlage mit drei mittig austretenden Endrohren verspricht der Tuner auch eine entsprechend leistungsbetonte Akustik.

Auffällig ist unter anderem die Edelstahlauspuffanlage mit drei mittig platzierten Auspuffendrohren

Optisch zeigt Zwerg ebenfalls Muskeln. Dafür sorgen unter anderem eine Breitbaukarosserie, ein neuer Frontspoiler, ein Heckdiffusor sowie Seitenschweller. Außerdem hat Brabus dem Kleinstwagen ein Sportfahrwerk samt Spurverbreiterung sowie 18-Zoll-Monoblock-Schmiederäder mit 205er-Reifen vorne und 235er-Schlappen an der Hinterachse verpasst.

Ebenfalls freie Wahl bietet Brabus den Ultimate-Kunden bei der Farbe des Innenraumleders

Bei Außenlackierung und der Farbe des Innenraumleders ist übrigens Freistil angesagt. Jeder erdenkbare Ton ist laut Brabus möglich. Neben viel Leder sorgen im Interieur noch eine Reihe Edelstahl- und Alu-Akzente für besonderen Flair. Außerdem bietet der Ultimate 125 einige Komfortextras wie Audiosystem, Navigation und Klimaanlage. Neben dem mindestens 50.000 Euro teuren Fortwo Coupé bietet der Fahrzeugveredler aus Bottrop den Ultimate 125 auch als Cabrio ab 52.800 Euro an. (Mario Hommen/SP-X)

Jeep Grand Cherokee Trackhawk – SUV-Superlative

Braucht die Welt ein Performance-SUV mit mehr Leistung als jedes aktuelle Porsche-Modell? Anscheinend lautet die Antwort „ja“. Denn Jeep packt nun den Motor der „Hellcat“-Versionen von Dodge Charger und Challenger in den Grand Cherokee und tauft das Endergebnis auf den Namen „Trackhawk“.

Das Drehmoment liegt bei gewaltigen 875 Newtonmeter

Unter der Haube sorgt ein Kompressor-V8 mit 6,2 Liter Hubraum für gewaltige 520 kW/717 PS und beeindruckende 875 Newtonmeter Drehmoment. Den 0-100-Sprint absolviert der Trackhawk in nur 3,5 Sekunden – Schluss ist erst bei 290 km/h. Ein Allradantrieb mit Hinterachs-Differenzial bringt die Kraft auf die Straße. Die passende Fahrstufe stellt stets eine robustere und schnellere Achtgang-Automatik bereit. Ebenfalls überarbeitet wurden Kühl- und Kraftstoffsystem.

Eine neue Abgasanlage entlässt das V8-Grollen ins Freie

Für eine angemessene Straßenlage montiert Jeep im Trackhawk adaptive Dämpfer der Firma Bilstein. Eine Brembo-Bremsanlage mit gewaltigen 400-Millimeter-Bremsscheiben soll das schnelle Ungetüm adäquat verzögern. 20-Zöller sind serienmäßig montiert, optional gibt es leichtere Schmiederäder in der gleichen Größe. Optisch hebt sich der Trackhawk vor allem durch eine neue Frontmaske und eine neue Abgasanlage mit vier Endrohren ab. Die Nebelscheinwerfer mussten außerdem Luftkanälen weichen, die dem Temperaturhaushalt des Trackhawk zuträglich sein sollen. Außerdem gibt es LED-Scheinwerfer serienmäßig.

Der Motor hat einen Hubraum von 6,2 Liter

Der Grand Cherokee Trackhawk kommt mit fünf verschiedenen Fahrmodi („Auto“, „Sport“, „Track“, „Tow“ und „Snow“) sowie einer Zugkraft von rund 3,2 Tonnen. Der Marktstart ist für das vierte Quartal 2017 geplant. (Max Friedhoff/SP-X)

Mercedes GLA 220 4Matic – Modellpflege im Detail

Immer der Reihe nach. Zwar startet Mercedes im nächsten Jahr bereits mit der zweiten Generation der A-Klasse, doch erst 2020 folgt der SUV-Ableger, genannt GLA. Zeit genug also, dem aktuellen Modell bis dahin eine kleine Auffrischung zu spendieren. Die allerdings spielt sich mehr oder weniger im Verborgenen ab. Man muss schon zweimal hinschauen, um zu erkennen, was sich optisch verändert hat.

Erstaunlich bleibt der Spagat, den der 4,42 Meter lange GLA in Sachen Fahrdynamik und Komfort hinlegt

Dem GLA ging es dabei nicht ans Blech. Dies wäre aufgrund der immensen Werkzeugkosten ein viel zu teurer Eingriff und wirtschaftlicher Unfug für die knapp dreijährige Restlaufzeit. Feinschliff erhielt das kompakte SUV vor allem an der Front. Geändert wurden Stoßfänger und Grill, es gibt neue Leichtmetallfelgen und LED-Scheinwerfer lösen die bisherigen Xenon-Leuchten ab.

Man muss schon zweimal hinschauen, um zu erkennen, das der GLA optisch überarbeitet wurde

Eine der Ursachen für den Erfolg des GLA ist neben dem Design und der gegenüber der A-Klasse besseren Funktionalität das breite Angebot an Antrieben. Elf Versionen gibt es. Die Motorenpalette erstreckt sich von 90 bis zu 381 PS. Da sollte für jeden Kunden das Passende dabei sein. Neu ist der GLA 220 4Matic. Auch in ihm kommt nun der aus A- und B-Klasse bekannte Zweiliter-Benziner mit 135 kW/184 PS zum Einsatz. Der Motor schließt die Lücke zwischen den beiden Varianten mit 156 und 211 PS. Bei einer ersten Testfahrt hinterließ der Turbo-Vierzylinder einen souveränen Eindruck. Der Motor nimmt spontan Gas an, dreht agil hoch, ohne dabei mit Lärm oder Vibrationen unangenehm aufzufallen. Insgesamt ist der GLA 220 4Matic eine empfehlenswerte Kombination. Beim Verbrauch allerdings wird es schwierig, den Normwert von 6,5 Litern im Alltag zu schaffen. Auf ein Niveau zwischen acht und neun Liter sollte man sich schon einstellen.

Den Innenraum hat Mercedes mit verchromten Bedienteilen, neuen Dekor-Elementen und neuen Stoffen aufgewertet

Erstaunlich bleibt der Spagat, den der 4,42 Meter lange GLA in Sachen Fahrdynamik und Komfort hinlegt. Trotz seines höheren Aufbaus durchzieht er Kurven solide und sicher, bleibt dabei handlich und lenkt präzise. Wer es sportlicher möchte, kann ein darauf abgestimmtes Fahrwerk in der Preisliste ankreuzen. Und wer gelegentlich im Gelände zu tun hat und ab und an ausgefurchte Waldwege passieren muss, bekommt den GLA sogar mit einem Offroad-Fahrwerk. Es erhöht die Bodenfreiheit um 3 Zentimeter. Als kluge Investition erweist sich hier die erstmals für den GLA erhältliche 360-Grad-Kamera. Das Bild auf dem Display zeigt dann jeden Stein oder andere Hindernissen neben dem Auto an. Auf Knopfdruck gibt es auch eine Ansicht komplett von oben. Front-, Rückfahr- und je eine Kamera im Außenspiegel erzeugen dabei eine virtuelle Draufsicht.

Mercedes hat sein Kompakt-SUV GLA in Details überarbeitet

Nach wie vor zählt die kleine Baureihe von Mercedes zu den sogenannten Premium-Kompakten. Das spiegelt sich vor allem in Innenraum wider. Hier sind die Stuttgarter Entwickler nochmals ins Detail gegangen und haben die Qualität verbessert. Dazu zählen verchromte Bedienteile, neue Dekor-Elemente und Stoffe. Alles wirkt sauber eingepasst und exakt verarbeitet.

Ein Extra, das immer häufiger Verbreitung findet, ist die gestengesteuerte Heckklappe. Mercedes bietet sie erstmals für den GLA an und nennt das Ganze in neudeutsch „Hands Free Access“. Ein Fußschwenk unter den Stoßfänger genügt und die Heckklappe öffnet oder schließt. Einfluss auf den Kofferraum hat dies nicht, es bleibt bei 421 Liter. Liegen die Rücksitzlehnen flach, erhöht sich das Volumen auf 1.235 Liter und liegt auf dem Niveau eines VW Golf.

Wer gelegentlich im Gelände zu tun hat und ab und an ausgefurchte Waldwege passieren muss, bekommt den GLA sogar mit einem Offroad-Fahrwerk

Deutlich höher als der Wolfsburger liegt der GLA 220 4Matic – ihn gibt es ausschließlich mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe – jedoch beim Preis. Dieser startet bei 37.146 Euro. Mit einigen Extras fährt der kleine Lifestyle-SUV schnell auf die 50.000-Euro-Marke zu. Was das Kaufverhalten der Kunden wenig zu beeinflussen scheint. Der GLA zählt nach der A-Klasse zu den am meisten gewählten Modellen innerhalb der Mercedes Kompakt-Baureihe. (Michael Specht/SP-X)

Opel Cascada Supreme – Sondermodell für den Frühling

Zum Frühlingsbeginn will Opel den Cascada stärker positionieren und bringt ein Sondermodell namens „Supreme“ auf den Markt. Die Änderungen am viersitzigen Cabrio sind rein optischer Natur. So kann der Kunde zwischen den drei Lackfarben „Lava Rot“, „Schnee Weiß“ und „Onyx Schwarz“ wählen. Dazu gibt es eine schwarze Grillspange, schwarze Außenspiegel und 20-Zoll-Räder in hochglanzschwarzer Bicolor-Optik.

Hochglanzschwarze Felgen sind serienmäßig montiert

Den Innenraum verschönert Opel mit roten Ziernähten an den Türen, dem beheizbaren Lederlenkrad und den serienmäßigen Ledersitzen.

Das Cascada-Paket kann ab den Modell „Innovation“ bestellt werden und kostet 2.500 Euro Aufpreis. (Max Friedhoff/SP-X)

Audi Q4 und Q8 – Zwei neue Modelle schon ab 2018

Das Segment der SUVs boomt. Grund genug für Audi, zwei neue Q-Modelle auf Kiel zu legen. Den Anfang macht das bereits als Studie gezeigte Oberklasse-Fahrzeug Q8. Dieser entsteht ab 2018 im Werk in Bratislava (Slowakei). Der Q8 soll mit neuesten Technologien bei Assistenz- und Infotainment-Systemen aufwarten.

Zusätzlich zum Q8 baut Audi ab dem Jahr 2019 den Q4. Das CUV (Compact Utility Vehicle) wird im ungarischen Werk in Győr gebaut. Das Kompakt-SUV schließt die Lücke zwischen Q3 und Q5. (Max Friedhoff/SP-X)

Mercedes GLA Facelift – Kleine Fitnesskur

Während Mercedes von der A-Klasse bereits 2018 eine Neuauflage bringen wird, muss der Technik-Bruder GLA noch bis 2020 durchhalten. Um auch die kommenden drei Jahre attraktiv zu bleiben, wurde das Kompakt-SUV jetzt einer Frischzellenkur unterzogen.

Optisch fallen die Neuerungen dezent aus. Geändert wurden Stoßfänger und Grill, es gibt neue Leichtmetallfelgen und LED-Scheinwerfer lösen die bisherigen Xenon-Leuchten ab. Innen ist Mercedes ins Detail gegangen und hat die Qualität verbessert. Dazu zählen verchromte Bedienteile, neue Dekor-Elemente und Stoffe. Zudem wurde der Bedienkomfort erhöht. Neu ist ein Hands-Free-Access zum Kofferraum: Ein Fußschwenk unterm Stoßfänger genügt und die Heckklappe öffnet oder schließt.

Ebenfalls neu ist eine 360-Grad-Kamera, bei der sehr detaillierte Bilder der Umgebung gezeigt werden. Auf Knopfdruck gibt es auch eine Ansicht komplett von oben. Insgesamt vier Kameras erzeugen diese virtuelle Draufsicht.

Elf Antriebe mit einem Leistungsspektrum von 90 bis zu 381 PS werden angeboten. Bei den Dieseln reicht die Palette wie gehabt vom 180 d mit 80 kW/109 PS (ab 31.952 Euro) bis zum 220 d 4MATIC (130 kW/170 PS, ab 40.686 Euro). Bei den Benzinern ist der GLA 220 4Matic neu hinzugekommen. Das 135 kW/184 PS starke Zweiliter-Turboaggregat ist mit Allrad und einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zwangsverheiratet und soll laut Normwert 6,5 Liter verbrauchen. Kostenpunkt: rund 37.000 Euro. Günstigste Variante ist weiterhin der rund 29.000 Euro teure GLA 180 – das sind über 1.000 Euro mehr als bisher. (Michael Specht/SP-X)

Bockstark – Fitness für Trucker? Und Habby?

Wenn man denkt, man würde alles kennen, dann kommt DAF und stellt ein „Fitness-Programm“ für Trucker vor. „Bockstark“ nennen die das. Kurz mal die Pressemeldung überflogen, das entsprechende Video angeschaut und festgestellt: Ups. Eigentlich gehöre ich ja auch zu der angesprochenen Zielgruppe. 

Bockstark – Habby trainiert mit dem DAF-Trucker Workout!

Bis ich festgestellt habe, ich habe ja gar keinen LKW zum Üben.

Aber, feine Aktion von DAF. So sieht gute PR aus. Denn hier wird nicht einfach nur sinnlos mit den PS-Werten der „Trucks“ geworben, sondern man hat sich überlegt, was wirklich nützlich ist. Und – hey – so ein wenig Fitness schadet niemanden. Nein, auch Habby würde das nicht schaden. Ich sehe mir jetzt mal die „Bockstark-Videos“ von DAF an und schaue mal, was man kopieren kann.

Eventuell gibt es ja bald schon ein „Habby trainiert am Testwagen“ Videoblog?

Wer mehr über das ganze Programm erfahren möchte, der klickt freudig und flink auf:

www.trucker-workout.com

 

Skoda Octavia RS – Nach dem Rekord ist vor dem Rekord

Ruhm ist vergänglich. So kann sich auch der überarbeitete Octavia RS nur kurzzeitig als neuer Rekordhalter feiern lassen. Zwar avanciert der Zweiliter-TSI mit seiner um zehn auf 169 kW/230 PS gesteigerten Leistung zum derzeit zweitstärksten Serienmodell von Skoda. Doch bereits kurz nach der Markteinführung Ende Juni wird die Latte noch einmal höher gelegt. Ende des Sommers nämlich markiert eine 180 kW/245 PS starke Version des Turbobenziners (TSI) mit elektronisch geregelter Vorderachs-Quersperre und einem Siebengang-DSG-Getriebe die neue Spitze der erfolgreichen Baureihe. In 6,6 Sekunden und damit um 0,1 Sekunden schneller als bei der jetzt vorgestellten RS-Limousine mit 230 PS erfolgt der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100. Vor allem aber der Zwischenspurt von 60 auf 100 im fünften Gang in nur 6,4 Sekunden ist ein beeindruckender Wert. Abgeregelt werden beide Varianten bei Tempo 250.

Das Cockpit wurde mit wertigeren Materialien verfeinert

Während über den RS 245 noch nicht viel mehr – und vor allem kein Preis – zu erfahren ist, zeigen sowohl der überarbeitetet Benziner als auch der Diesel im RS schon jetzt, was sie draufhaben. Und das ist beim TSI eine ganze Menge. Überaus kraftvoll geht es vom Start weg los. Immerhin liegt das Drehmoment von 350 Newtonmetern bereits bei 1.500 Umdrehungen pro Minute an und steht dann bis 4.600 Touren zur Verfügung. Das erlaubt beste Beschleunigungswerte, um Überholmanöver schnell und damit sicher abzuschließen. Für die Übertragung der Kraft auf die Vorderachse stehen wahlweise eine leichtgängig und exakt arbeitende manuelle Sechsgang-Schaltung (Serie) oder ein blitzschnell reagierendes Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG/1.800 Euro Aufpreis) zur Verfügung. So oder so – der kernige Sound der Maschine passt bestens zum Charakter des sportlichen Top-Modells.

Die Handschaltung trägt zum hohen Spaßfaktor bei

Unverändert geblieben ist das zweite Triebwerk im RS. Der Zweiliter-Diesel leistet 135 kW/184 PS, fällt aber im Antritt (in 7,9 Sekunden auf Temp 100) trotz des satten Drehmoments von 380 Nm bei 1.750 Touren gegenüber dem Benziner klar zurück. Dafür aber ist der Selbstzünder auf Wunsch mit einem Allradantrieb zu haben. Dazu muss aber statt des serienmäßigen Sechsgang-Getriebes das DSG geordert werden. Das erhöht den Preis der 31.690 Euro teuren Limousine um insgesamt 3.600 Euro. Der praxisorientiertere Combi mit einem Ladevolumen von 610 bis 1740 Liter kostet generell 700 Euro mehr.

Bis zu 1.740 Liter gehen in den Tschechen

Fahrwerkstechnisch weisen alle RS-Versionen eine straffe Note auf. Das Sportfahrwerk senkt die Karosserie um 1,5 Zentimeter tiefer ab als die herkömmlichen Modelle der Octavia-Baureihe. Die hintere Spur ist im Vergleich zum Vorgänger um drei Zentimeter gewachsen. 18-Zoll-Aluräder mit 225/40er Reifen sorgen für guten Kontakt zur Fahrbahn. Optional stehen silberfarbene 19 Zöller zur Verfügung. Die Lenkung gibt jederzeit sehr gute Rückmeldung und trägt damit ebenfalls dazu bei, dass der RS auch schnell gefahrenen Kurven problemlos meistert. Eine adaptive Fahrwerksregelung (1.015 Euro), bei der elektrisch betätigte Ventile die Arbeit der Dämpfer beeinflussen und die bei schnellen Kurvenfahrten automatisch in den Sportmodus geht, ist auf Wunsch bestellbar.

Aber auch die praktische Seite wird beim Kombi nicht vernachlässigt

Mittlerweile entscheiden sich 20 Prozent der Kunden in Deutschland für eine RS-Version. Dazu dürfte, außer den Fahreigenschaften, nicht auch die besonders umfangreiche Ausstattung beitragen. Besten Halt gebende Sportsitze mit integrierten Kopfstützen sind ebenso serienmäßig wie die Ambientebeleuchtung und eine neu gezeichnete Instrumenteneinheit mit farbigen Display. Bei Infotainment- und Assistenzsystemen sowie Konnektivität können die Kunden aus dem Vollen schöpfen. Was nicht in Serie ist, gibt’s als Extra.

Außen glänzt der RS mit Voll-LED-Scheinwerfern, adaptivem Lichtsystem und Nebellampen ebenfalls in LED-Technik. Die Wabengittereinsätze in den großen Lufteinsätzen geben dem Modell ein prägnantes Gesicht. Das Heck schließt bei der Limousine mit einer Spoilerlippe und beim Combi mit einem Dachkantenspoiler ab, die großen Endrohre der Abgasanlage sind in Edelstahl ausgeführt. (Wolfgang Schäffer)

Alternative Antriebe bei Rolls-Royce – Ganz oder gar nicht

Bei Rolls-Royce bleibt der konventionelle Verbrennungsmotor erste Wahl. Auch die im kommenden Sommer präsentierte Neuauflage des Flaggschiffs Phantom wird weiterhin wohl ausschließlich mit Zwölfzylinderbenziner zu haben sein. Dabei hat die BMW-Tochter durchaus Alternativen in der Schublade. „Wir sind auch auf das Thema Elektromobilität vorbereitet. Allerdinge ist die Nachfrage bislang nicht existent“, so Peter Paul Schoppmann, Deutschlandchef von Rolls-Royce. 2011 hatte der Luxushersteller die Studie einer Elektroversion des Phantom vorgestellt, die Reaktionen der potentiellen Kundschaft waren jedoch ernüchternd.

Auch Plug-in-Hybride mit Elektro- und Verbrennungsmotor sind bei Rolls-Royce aktuell nicht geplant. „Wir werden keine Zwischenschritte machen“, so Schoppmann. Wenn die Nachfrage nach E-Autos steigt oder durch Fahrverbote für Autos mit Verbrennungsmotor geschaffen wird, will Rolls-Royce direkt mit vollelektrischen Modellen einsteigen. (Holger Holzer/SP-X)

Skoda Octavia RS und Scout – Dreckspatz und Druckmacher

Anfang 2017 hat Skoda den gelifteten Octavia mit neuem Vieraugen-Gesicht und einigen Innovationen in den Markt gebracht. Zum Frühjahr wird nachgelegt: Neben der für leichte Offroad-Abenteuer optimierten Scout-Variante kommt auch der sportliche RS in gleich in drei Leistungsstufen.

Wie bisher werden die Tschechen den Octavia RS in zwei Standardversionen mit Diesel- oder Benziner anbieten. Bei dem Selbstzünder kommt ein Zweiliter-Vierzylinder mit 135 kW/184 PS zum Einsatz, während der gleich große Benziner sogar 169 kW/230 PS mobilisiert. Damit steigt die Leistung beim RS-Benziner um 10 PS im Vergleich zum Vorgänger. Wem das nicht reicht, kann künftig außerdem den RS 245 bestellen. Wie der Name schon andeutet, stehen hier für Limousine wie Kombi sogar 180 kW/245 PS zur Verfügung. Der Sprint dauert 6,6 Sekunden, maximal sind 250 km/h möglich. Die Preise für die mit einigen Extras bestückten Stark-Varianten starten bei 30.9000 Euro.

Nur rund 200 Euro mehr kostet der Octavia in der robust auftretenden Version Scout. Zu den üblichen Merkmalen des ausschließlich als Kombi angebotenen Offroad-Derivats gehören eine Robustheit suggerierende Kunststoffbeplankung, ein angedeuteter Unterbodenschutz sowie eine Fahrwerkshöherlegung. Der serienmäßig mit Allradantrieb ausgestattete Octavia bietet zudem 17-Zoll-Räder, ein beheizbares Lenkrad sowie atmungsaktive Sitzbezüge. Bei den Antrieben stehen drei stärkere Aggregate zur Wahl: Neben einem 1,8-Liter-Turbobenziner mit 132 kW/180 PS gibt es zwei Diesel in den Leistungsstufen 110 kW/150 sowie 135 kW/184 PS.

(Mario Hommen/SP-X)

Fahrbericht: Der neue Nissan Micra N-Connecta – Alles andere als mickrig

Die Kleinen werden ja so schnell groß. Die Erfolgsgeschichte dieses kleinen Flitzers begann vor genau 34 Jahren. Die erste Modellgeneration des Nissan Micra rollte vom Band und beeindruckte mit nüchternem geradlinigem Design. Typisch Japaner eben. Praktisch und mit gutem Preis-Leistungsverhältnis gewann er die Herzen der damaligen Autokäufer. Auch die späteren Modelle, allesamt eher rund und süß, erfreuten sich großer Beliebtheit. Doch hat es über 30 Jahre gedauert, ihn endlich erwachsen werden zu lassen. Nicht zuletzt musste er aus seinen Kinderschuhen wachsen, denn auch die Erwartungen der Kunden wurden anspruchsvoller. Klein und knutschig war gestern, heute ist modern und sportlich die Devise.

Alles neu macht 2017

Aus von vorbei mit niedlich. An dem neuen Nissan Micra ist nichts mickrig. Ganz im Gegenteil: Mit seinem neuen Outfit kommt er sportlich, markant und sehr modern rüber. Schon wie beim großen Bruder, dem Nissan Juke, verstecken sich die Türgriffe der hinteren Türen des ausschließlich als Fünftürer angebotenen Micra an der äußeren Ecke der Fenster. Die Linien sind eckiger, kantiger, maskuliner. Soviel steht fest, im Kleinwagen-Segment muss man sich ein bisschen was einfallen lassen, will man mithalten. Die Positionierung zielt auf das europäische B-Segment – den großen Markt „erwachsener“ Kleinwagen. Mit der fünften Generation des Micra präsentiert Nissan eine radikal neue Definition dieses Segmentes. Der neue Micra ist flacher, breiter und länger als jedes Modell zuvor. Nicht nur mit seinem neuen Design, auch mit neuen Technologien, agileren Motoren und souveränem Handling fordert der Micra die Platzhirsche des Segments heraus.

Steife Brise – Sicheres Handling

Mal sehen, ob er das Zeug dazu hat. Bei typischem Hamburger Wetter, stürmisch, frisch und grau, ging es durch die Innenstadt. Energy Orange heißt die Farbe der Wahl. Und energiegeladen ist der kleine Flitzer auch. Er ist durch und durch ein Kleinwagen für die Stadt. Flott und wendig. Die 90 PS zeigen sich besonders in den höheren Gängen und er macht sich im doch manchmal nervigen Stadtverkehr sehr gut. Dynamischere Fahrmanöver sind auch drin. Dank der Sicherheitsfeatures, die zuvor höheren Fahrzeugklassen vorbehalten waren, fühlt man sich stets gut aufgehoben. Zum Beispiel mit dem Intelligenten Spurhalte-Assistenten, der den Wagen, falls es nötig sein sollte, sanft zurück in die Spur führt.

Auch der aus den Modellen Qashqai und Juke bekannte Around View Monitor für 360-Grad-Rundumsicht ist verfügbar und einmalig im Kleinwagen-Segment. Eine Seitenkamera versteckt sich unter dem Außenspiegel des Beifahrers und zeigt den vorderen Reifen. Ganz praktisch, wenn man in Hamburg am Hafenbecken Halt machen will. Die bequemen Sitze geben guten Seitenhalt und der Fahrersitz lässt sich zusätzlich in der Höhe verstellen. Das sportliche Lenkrad wirkt allerdings neben den schönen Akzenten aus Leder ein wenig deplatziert. Es will sich nicht so recht in die eher hochwertige Innenausstattung einfügen, liegt jedoch angenehm in der Hand und erlaubt die Bedienung der wichtigsten Elemente. Die Steuerung vieler Fahrzeugfunktionen erfolgt zusätzlich über das Infotainment-System. Die neueste Generation des NissanConnect Navigationssystem ist Serie bei den Ausstattungslinien Tekna und N-Connecta und optional für die Version Acenta erhältlich. Bereits bei der Version Acenta ist ein Radio-Infotainment-System mit einem Sieben-Zoll-Bildschirm und Touchscreen-Funktion serienmäßig. Dieses wirkt allerdings sehr eindimensional und langweilig. Besonders im Radio-Modus. Ein bisschen Schrift auf blauem Hintergrund. Minimalismus ist hier wohl die Devise. Doch das System ist leicht zu bedienen und verständlich. Zudem wird selbstverständlich auch das Smartphone integriert und es bietet darüber hinaus zahlreiche Funktionen wie Apple CarPlay®, das via der Sprachsteuerung „Siri“ angewählt werden kann.

Klangvolles Raumwunder

Was immer wieder bei so kleinen Fahrzeugen bemängelt wird, ist der fehlende Stauraum. Beim Nissan Micra kann man sagen was man will, Stauraum gibt es genug. Das Kofferraum-Volumen beträgt 300 Liter, ohne dabei den Freiraum für die hinten sitzenden Passagiere einzuschränken. Auch größere Gepäckstücke lassen sich gut verladen. Bei umgelegter Rückbank lässt sich das Volumen auf 1.004 Liter mehr als verdreifachen. Zudem bietet der Nissan Micra auch im Fahrgastraum jede Menge Ablagen. Für größere Gegenstände gibt es ein Extrafach vor dem Schaltknüppel, das je nach Ausstattungsvariante über eine Ambientebeleuchtung sowie einen USB- und Stromanschluss verfügt. In das Handschuhfach würden sogar zwei 2-Liter-Flaschen problemlos passen. Bis zu 1,5-Liter-Flaschen passen in die Türablagen. Außerdem bieten Cupholder (zwei vorn, einer im Fond) Getränkebechern guten Halt, auch bei flotterer Fahrweise.

Wer sich nun mit seinem Kaffee auf große Tour begibt, kann sich auch an dem optionalen Bose® Personal® Sound-System erfreuen. Damit steht der Nissan Micra an vorderster Front der fahrbaren Konzertsäle. Mit sechs Lautsprechern in Kopfstützen, Vordertüren und A-Säulen kann sich das Klangerlebnis hören lassen. Durch den Breitbandlautsprecher in den Vordertüren konnte auf einen Subwoofer im Kofferraum verzichtet werden und damit das Kofferraumvolumen unverändert belassen. Das Bose® Personal® Sound-System ist Standard in der Ausstattungslinie Tekna und als Option für die Versionen Acenta und N-Connecta erhältlich.

Klein, aber oho

Zum Marktstart stehen ein 0,9-Liter-Turbo-Benziner mit drei Zylindern und ein 1,5-Liter-Diesel mit vier Zylindern zur Wahl, die beide 66 kW/90 PS wie unser Testfahrzeug leisten; zeitnah zur Einführung folgt ein 1,0-Liter-Saugbenziner mit 54 kW/73 PS. Die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles Fünfgang-Getriebe. Zwei der drei Motoren sind mit dem Start-Stopp-System (ISS) verfügbar. Weitere Motoren- und Getriebe-Varianten sollen folgen.

Zur Markteinführung stehen die fünf Ausstattungsvarianten Visia, Visia Plus, Acenta, N-Connecta und Tekna zur Verfügung. Los geht es ab 12.990 Euro. Zur Grundausstattung des Visia gehören unter anderem Lichtsensor, LED-Tagfahrlicht, elektrisch einstellbare Außenspiegel, Berganfahrassistent, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ISOFIX und eine asymmetrisch umklappbare Rücksitzbank. Ein Notbremsassistent mit Kollisionswarnsystem sowie eine Spurhaltekontrolle gehören ebenfalls dazu. In unserem Testfahrzeug kommen zusätzlich 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, NissanConnect Navigation, Intelligent-Key, Klimaautomatik und Regensensor dazu. Das Schöne: Kein Micra muss dem anderen gleichen, denn vier Farbtönen machen es ab Werk möglich, dem Exterieur eine individuelle Note zu geben: Power Blue, Energy Orange, Enigma Black and Vibrant Chrome. Weitere Farben sollen noch folgen.

Fazit

Er ist erwachsen geworden. Nissan hat es geschafft, aus dem ehemals knutschigen Frauenauto ein modernes, dynamisches Fahrzeug zu machen, das das Zeug hat, sich nicht nur in die Herzen der Frauen zu stehlen. Es macht nicht nur optisch eine tolle Figur, sondern hat auch unter der Haube und im Fahrgastbereich viel zu bieten. Wer ein bisschen tiefer in die Tasche greift, bekommt praktisch ein maßgeschneiderten Gefährten für die Stadt. Und auch für weitere Fahrten sollte man viel Spaß mit dem kleinen Japaner haben. Besonders erwähnenswert ist der Verbrauch: Die angegebenen 6,5 Liter innerorts kann man bei entspannter Fahrweise gut unterbieten. Wir sind am Ende mit 6,4 Liter/100h ausgestiegen. Wer noch ein bisschen vorausschauender fährt, schafft es diesen Wert mit Sicherheit zu unterbieten, wetten?

Fahrbericht: Simone Amores

Fotos: Simone Amores / Nissan

Alfa Romeo und Jeep – Mit Doppelspitze in die Offensive

Wer vom Straßenrand aus einen Alfa Romeo entdecken will, braucht Geduld und langen Atem. Jahrelang darbte die einstige Kultmarke vor sich hin, kaum neue Modelle, wenig Händler, Probleme mit der Qualität. Bis der Mutterkonzern Fiat seine Ikone neu entdeckte und nun nach einer gefühlten Ewigkeit wieder Gas gibt. Mit der Sportlimousine Giulia und dem schmucken SUV Stelvio ist Alfa Romeo heute wieder kaufbar geworden. „Das ist das Spannende an unserem Beruf“, sagt Deutschlands Alfa-Chef Stefan Moldaner. „Eine traditionsreiche Marke mit neuen Modellen wieder im Bewusstsein der verwöhnten Kunden zu verankern, endlich wieder konkurrenzfähig zu sein und mit neuen Ideen in die Offensive zu gehen“.

Der gelernte Diplomingenieur hat bei der Reanimation von Alfa ein Ass im Ärmel, für das ihn Kollegen anderer Hersteller beneiden. Denn der 48jährige ist in der Zentrale von Fiat Deutschland auch für eine andere berühmte Marke zuständig. Seit der amerikanische Chrysler-Konzern zum italienischen Megakonzern gehört, sind die Modelle mit dem Jeep-Logo gefragt wie nie zuvor in der 76jährigen Geschichte des amerikanischen Offroad-Spezialisten. Auch in Deutschland boomt Jeep, im letzten Jahr wurden fast 15.000 Fahrzeuge verkauft. „Jeep und Alfa Romeo sind unsere Premiummarken, die sich perfekt ergänzen“, sagt Moldaner. Mit Hilfe der US-Marke will er jetzt eine Alfa-Schwäche beheben und die Zahl der Händler für die italienischen Modelle bis Ende des Jahres auf 180 fast verdoppeln. In vielen der neuen Autohäuser stehen heute bereits Jeeps im Schaufenster.

Drohen da nicht Kollisionen der beiden Marken? Schließlich will Alfa bald zwei weitere SUV bringen, die direkt mit Jeep-Modellen konkurrieren. Das geplante Kompakt-SUV, deutlich kleiner als der Stelvio, könnte auch Kunden des Jeep Compass interessieren, dessen Deutschland-Start jetzt auf den Sommer auch nach Deutschland vorgezogen wurde. Das künftige große Alfa-SUV dagegen tritt auch gegen den Luxus-Offroader Jeep Grand Cherokee an. Stefan Moldaner sieht das anders: „Die Charaktere der beiden Marken sind völlig unterschiedlich. Alfa bedient eher die Kunden sportlicher Allradler, die nur selten ins Gelände abbiegen“. Dagegen würden Jeep-Kunden auch die Fähigkeiten ihres Autos abseits fester Straßen schätzen.

Problemlos sind dagegen andere Alfa-Neuerscheinungen bis zum Jahr 2020. Da steht eine große Limousine im Format der Mercedes E-Klasse ebenso auf dem Mailänder Speisezettel wie ein Sportwagen oder ein Nachfolger des Golf-Konkurrenten Giulietta. Recht bald wird schon die Edel-Version des Stelvio zu haben sein: Der Allradler mit Beinamen Quadrifoglio Verde (vierblättriges Kleeblatt) wird wie sein Schwestermodell Giulia QV mit 375 kW/510 PS unter der Haube protzen. Jeep dagegen hat weiterhin die Abenteurer im Visier. Neben dem Compass wird es unter anderem einen völlig neuen Wrangler geben. Neu erscheinen soll auch der Jeep Grand Wagoneer, ein SUV der Fünf-Meter-Klasse.

Doch neue Produkte allein, seien sie auch noch so attraktiv, reichen nach Moldaners Überzeugung nicht aus, um die Marke Alfa zu neuen Höhen zu führen. „Wir haben eine Fülle von Ideen“, sagt der Manager jetzt zum Marktstart des neuen Stelvio in Innsbruck. Er nennt als Beispiel eine Vier-Jahres-Garantie oder den Versuch, auch Flottenkunden in ein Alfa-Modell zu locken. Und dann sind da ja noch die Familien, die Moldaner im Blick hat. Geplant ist ein sogenanntes Mix-Leasing, bei dem neben dem geräumigen Stelvio ein kleiner Alfa Mito zu besonders günstigen Konditionen dazu bestellt werden kann, über den sich dann ein weiteres Familienmitglied freuen darf. (Peter Maahn/SP-X)

Hennessey The Exorcist – Da kriegt selbst der Teufel Angst

Der amerikanische Leistungsspezialist Hennessey hat sich unter anderem mit dem Venom GT einem Namen gemacht – dem schnellsten straßenzugelassenen Sportwagen der Welt. Jetzt hat der US-Tuner mit The Exorcist einen PS-Hammer auf Basis des Chevrolet Camaro ZL1 auf die Räder gestellt.

Über 110.000 Euro verlangt Hennessey für seinen Exorzisten

Bereits der ZL1 kann mit einem Übermaß an Leistung beeindrucken, denn hier fallen mächtige 485 kW/659 PS und 881 Newtonmeter Drehmoment über die Hinterräder her. Hennessey hat den 6,2-Liter-V8 dennoch einer umfangreichen Leistungskur unterzogen. Ein neuer Kompressor, neue Zylinderköpfe, eine verstärkte Nockenwelle und eine Auspuffanlage mit Edelstahlkrümmern kitzeln zusammen mit einer neuen Motor-Software 746/1.014 PS und 1.310 Newtonmeter aus dem Triebwerk.

Basis für The Exorcist ist ein Chevrolet Camaro ZL1

Wird die Hinterachse mit traktionsstarken Drag-Reifen bestückt, soll der Über-Camaro in unter drei Sekunden den 100-km/h-Sprint meistern. Der Viertelmeilen-Sprint soll weniger als zehn Sekunden dauern. Soviel Kraft hat natürlich ihren Preis. Die Leistungssteigerung allein kostet über 50.000 Euro. Man kann den Exorcist auch als Komplettpaket für knapp über 110.000 Euro ordern. (Mario Hommen/SP-X)

Das letzte echte Allradtier! SUBARU WRX STi im TEST

Bei 255 km/h wird abgeregelt. Der neue WRX STi hat dieses Limit vom Vorgänger übernommen, hier im Spessart ist das jedoch egal. Denn diese 255 km/h schafft der WRX STi auch bei völligstem Wahnsinn des Fahrers nicht, so lange die kurvigen Straßen des Spessart das lebendige Umfeld sind. Doch das Top-Speed-Thema ist so oder so nicht das, was einen interessieren sollte. Der SUBAU bietet etwas ganz anderes. Es geht um den direkt erfühlbaren, den ehrlichen, den direkten Fahrspaß. Und gerade beim neuen WRX STi hat sich dieser nicht besonders gut versteckt!

SUBARU WRX STi bittet zum Tanz

Ein 300 PS Pragmatiker

255 km/h Höchstgeschwindigkeit sind wie gesagt eine virtuelle Größe, viel wichtiger ist die Abstimmung von Fahrwerk, Antrieb und Lenkung sowie der daraus resultierende Umgang mit dem Boxer-Vieh. Und wenn der Motor schon mit der gleichen Leistung antritt wie beim Vorgänger, wenn das manuelle Sechsgang-Getriebe die Kraft noch immer an den symmetrischen Allradantrieb verteilt, der wiederum maximal paritätisch (41:59 bis 50:50) zwischen den Achsen zuteilt, wenn an der Hinterachse noch immer ein Torsen-Differential für die Verteilung der Kräfte zuständig ist – dann muss der Fortschritt im Detail liegen, oder?

Dass ein SUBARU mit Allradantrieb an den Start gehen muss und seine Kraft aus einem Boxermotor kommen muss, ist eisernes Subaru-Gesetz. Es gibt hier nur wenig Spielraum und der WRX STi beugt sich dem Diktat. Das ist gut so. Das Wissen nicht nur die Fans des ehedem erfolgreichen Rallye-Tiers. Dem WRX STi  wurde einst eine große Aufgabe zugewiesen, damals, als er als Impreza WRX zur Welt kam, davon zeugen heute noch die martialischen Design-Elemente. Der große Heckflügel ist da nur das i-Tüpfelchen im Paket der optischen Eigenheiten. Die Nase des neuen WRX wirkt noch immer, als wolle man auf den Schotterpisten dieser Welt die staubige Luft filtern. Traditionell seine Form mit den sechs Ecken. Ebenso traditionell der Lufteinlass für die Kühlluft des Ladeluftkühlers, prominent auf der Haube platziert. Die Kotflügel wurden kräftiger maskuliner geformt, die Außenspiegel sitzen nun auf der Tür und nicht mehr im Fenstereck. Am Heckflügel wurde nicht herumgespielt, der bleibt, wo er war und verkündet der Außenwelt von den großen Ambitionen des WRX STi.  Auf deutschen Autobahnen motiviert diese optische Präsenz des WRX und der lautmalerisch vorgetragene Ehrgeiz allerdings viele Verkehrsteilnehmer zu Spielchen. Da wird herunter gebremst, beschleunigt, der Fahrer des WRX soll aktiviert werden zum Spielen. So ist mir das während der Abschiedstour mit dem Vorgänger des öfteren passiert.

Ausflug in das Kurvenland

Doch hier – im winkligen Spessart – kann ich nun konzentriert eintauchen in die Welt des WRX. Zeit, um den Fortschritt ausfindig zu machen. Zeit, um heraus zu finden, weswegen der Allradantrieb und der Motor – geht es nur um die Zahlen – gleich blieb, wo der WRX an sich doch eine neue Karosse bekam. Und während die sichtbaren Fakten wie ein flacheres Dach (-5 mm), der längere Radstand (+25 mm) oder die flacher verlaufenden A-Säulen kaum eine Rolle spielen, ist das Chassis  140% steifer geworden. Und das wiederum ist zwar nicht sichtbar, aber spürbar.

Steif ist besser

Der neue WRX STi fühlt sich extrem solide an. Eine steife Karosse hilft aber auch den Technikern bei der Abstimmung eines gutes Fahrwerks. Je weniger sich eine Karosserie verwindet, desto effektiver kann das Fahrwerk arbeiten. Vereinfacht gesprochen: Damit Dämpfer und Federn optimal arbeiten können, müssen sie sich an der Karosse abstützen können. Ist diese steif und solide, dann lässt sich das Fahrwerk besser abstimmen und das ist den SUBARU-Technikern gelungen. Der neue WRX STi folgt dem Gedanken des Fahrers. Die direkter abgestimmte Lenkung (von 14.8:1 auf 12.7:1) trägt ihren Teil dazu bei, aber wie sich der neue WRX STi in die Kurven stürzt, ist schon fast beängstigend. Da bleiben keine Momente der Lenkarbeit ungenutzt.

Sauber den Scheitelpunkt anvisieren, hart auf die Bremse, die Geraden im Spessart lassen den WRX STi zügig beschleunigen, beim Bremsen im ABS-Regelbereich taucht der WRX STi mit der Nase tief in Richtung Asphalt ein. Langsames lösen, einlenken und dann mit dem rechten Fuß, noch vor dem Kurven-Scheitelpunkt, wieder den Druck auf den 2.5 Liter Boxermotor erhöhen. Den Drehschalter für “SI-Drive”, das SUBARU Intelligent-Drive darf man während der Testfahrten getrost in “S#” (sport sharp) stehen lassen. Das sorgt für eine direktere und spontanere Reaktion des Motors auf die Gaspedalbefehle. Die beiden anderen Modi lassen sich im Alltag nutzen und zähmen die Kraftentfaltung des 407 Nm starken Turbo-Benziners auf ein erträgliches Alltagsmaß. Zudem soll der SI-Mode für eine sparsame Gangart hilfreich sein.

Er mag es hart

In mir erwacht die Frage, wie man es geschafft hat, einen 300 PS-Allradler mit einem derart vertrauenerweckenden Fahrverhalten abzustimmen? Der WRX STi erlaubt seinem Fahrer die vollständige Deaktivierung des ESP und wird dennoch nicht zickig. Lastwechsel in der Kurve? Weil man wieder einmal für einen Allradler zu schnell in die Kurve ging? Kein Thema. Auch ohne ESP bleibt es maximal bei einem sanften Eindrehen in die Kurve. Untersteuern sollte man allerdings unter allen Umständen vermeiden. Die speziellen Dunlop-Sportreifen grüßen sonst recht schnell mit jammernden Tönen, während man darüber nachdenkt, wie man die schwere Nase des WRX STi zurück in Richtung Kurve bekommt. Mit 1.505 Kilogramm auf der Waage und einem Plus von 300 Kilogramm für die Vorderachse muss die Hinterachse schon besonders clever agieren, um hier für ein neutrales Fahrverhalten zu sorgen. Mit rund 60 % der Kraft auf der Hinterachse und dem noch immer vorhandenen VDC-System sorgt der Antriebsstrang des WRX STi dafür, dass die Kraft dorthin kommt, wo sie am sinnvollsten wirken kann.

Dass die Vorderräder ordentlich arbeiten, unter dem Fahrer ein hoch intelligenter Allradantrieb die Kraft ständig neu verteilt und am Ende eine Serien-Bremse mit der ganzen Belastung fertig wird, davon spürt man nichts, während ich den –  in WR Blue Pearl lackierten – Japaner spielerisch in die Kurven werfe. Er macht es seinem Fahrer leicht, schnell zu sein. Die direkte Lenkung, der geniale Allradantrieb und das exzellente Fahrwerk – mit den noch immer 300 PS des Turbo-Boxers kommen sie spielerisch leicht zu Recht. Einzig die Reifen in 245/40-18 jammern nach einiger Zeit.

Zeit, den Blick durch den Innenraum wandern zu lassen

Rote STI-Insignien an Schaltknauf und dem nun unten abgeflachten Lenkrad, dazu Carbon-Optik in der Mittelkonsole. Die Sitze haben sich um den Rücken und Schulter des Fahrers geschmiegt und geben soliden Seitenhalt. Das Lenkrad mit der roten Ziernaht lässt sich ordentlich an die Statur des Fahrers anpassen. Viele Details im neuen WRX STi künden vom pragmatischen Anspruch des Sportlers. Hier wird keine Diva bewegt, hier bekommt man eine technisch solide, eine logisch aufgebaute Fahrmaschine. Zufällig sind die Türen ordentlich groß geschnitten und der Kofferraum mit 460 Litern groß genug für den nächsten Roadtrip. Auch zu viert!

Dass der WRX STi von Haus aus mit allem ausgestattet ist, was den Alltag angenehmer macht, dürfte klar sein. Die Aufpreisliste ist dann auch übersichtlich kurz und lässt einem nur die Wahl zwischen dem Active-Modell und der Sport-Version, die dann auch mit Harman-Kardon Soundsystem und Navigationssystem auf die Straße rollt. Für 2.590 € gibt es zudem eine Voll-Leder-Ausstattung und der Blue Pearl-Lack des Testwagens kostet 590 € extra.

Fazit:

Noch einmal zu den Zahlen: Der neue WRX kostet mindestens 41.900 Euro und ist damit deutlich günstiger geworden als sein Vorgänger. Auch ein echtes Argument – obwohl der STi dies eigentlich nicht benötigt hätte – denn fahrdynamisch gibt es in seiner Leistungsklasse nur wenige mit besseren Argumenten. Allerdings einige mit deutlich mehr Leistung.
Und auch wenn weiterhin bei 255 km/h abgeregelt wird, es ist nicht die Höchstgeschwindigkeit, die im neuen SUBARU WRX STi zählt, es ist der Weg dorthin, am besten auf kurvigen Straßen. Geradeaus schnell kann jeder. Der WRX STi schafft es auch zügig ums Eck!

[notification type=“notification_info“ ]Das Video ist eine Produktion für unsere Partnerseite: Autohub.de[/notification]

 

[notification type=“notification_info“ ]Fakten zum neuen SUBARU WRX STi[/notification]

Verkaufsstart:  Mai 2014
Basispreis:  41.900,– €
Motorleistung:  300 PS @ 6.000 U/min | 407 Nm @ 4.000 U/min
Antrieb und Getriebe:  Symmatrical Allwheel Drive – Variabel, Torque Vectoring
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.595, 1.795, 1.475, 2.650 mm
Normverbrauch:  10.4 Liter / 100 km – 242 Gramm CO²/km
Höchstgeschwindigkeit:  255 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  5.2 Sekunden