Nach Schiffsuntergang — Porsche baut mehr 911 GT2 RS als geplant

Auf dem vor Frankreich gesunkenen Container-Schiff Grande America waren vier Exemplare des Supersportlers an Bord. Sie sollten nach Brasilien geliefert werden. Die Kunden bekommen ihre Autos trotzdem.

Zuerst einmal ist das Schiffsunglück, bei dem am 12. März 2019 der Frachter Grande America sank, eine riesige Naturkatastrophe. Einerseits, weil die 2.200 Tonnen Schweröl aus den Tanks des italienischen Containerschiffes die Atlantikküste Frankreichs verpesten. Außerdem, weil es 100 Tonnen Salz- und 70 Tonnen Schwefelsäure geladen hatte, die nun in 4.600 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund liegen. Tragisch ist das Unglück, bei dem alle 27 Crew-Mitglieder gerettet werden konnten, aber auch für zahlreiche Autokäufer. Insgesamt waren mehr als 2.000 Autos an Bord, die allermeisten davon ältere Gebrauchtwagen.

Vier Nachfertigungen für besonders loyale Kunden

Aber es waren auch echte Schätze geladen: Vier 700 PS starke und 285.000 Euro teure Porsche 911 GT2 RS, die mit der Grande America nach Brasilien unterwegs waren. Das dürfte bei den Käufern irgendetwas zwischen Unruhe und Schockstarre ausgelöst haben, schließlich lief die Produktion des Supersportlers Ende Februar aus. Doch nun können die Porsche-Kunden aufatmen: Wie die brasilianische Porsche-Vertretung inzwischen bestätigte, wird der Hersteller die vier Exemplare des GT2 RS im April nachfertigen. Und zwar exakt in jener Konfiguration, in der sie von den als besonders loyal eingestuften Kunden einst bestellt wurden. Im Juni sollen sie ihre dann wahrscheinlich doppelt glücklichen Besitzer erreichen.

An Bord der Grande America, die vom Hamburger Hafen aus startete, waren übrigens 33 weitere Porsche-Neuwagen und zahlreiche Audi-Modelle verschiedener Baureihen. Zum Schicksal dieser Autos und ihrer Kunden haben sich die Hersteller bislang nicht geäußert.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/sportwagen/nach-schiffsuntergang-der-grande-america-porsche-baut-mehr-911-gt2-rs-als-geplant/

Tesla Model Y – Model 3 mit mehr Platz

Die Tesla-E-Autofamilie ist endlich sexy. Zumindest, was die Modellbezeichnungen angeht: Nach S, 3 und X kommt nun das Y dazu.

Tesla bockt das Model 3 zum SUV auf. Unter dem Namen Model Y soll der Crossover die kalifornische Marke ab Herbst 2020 endgültig zum Volumenhersteller machen. Die günstigsten Varianten kosten dann in den USA umgerechnet rund 40.000 Euro.

Optisch orientiert sich der Neue am Model 3, fällt aber deutlich höher aus, was das Platzangebot im Inneren wachsen lässt. Vor allem der Heck-Kofferraum legt zu und bietet auch Platz für eine optionale dritte Sitzreihe, die das Mittelklasse-SUV zum Siebensitzer werden lässt. Beim Antrieb stehen wie üblich unterschiedliche Varianten zur Verfügung, die möglichen Reichweiten betragen bis zu 540 Kilometer. Bei der Beschleunigung erreicht das schnellste Modell Tempo 100 nach 3,4 Sekunden.

In Deutschland wird es zunächst drei Varianten geben, zwei davon mit zwei Motoren und dem daraus entstehenden Allradantrieb: Eine Langstreckenausführung mit 505 Kilometern Reichweite (WLTP) für 59.000 Euro; das Hochleistungsmodell „Performance“ mit dem besten Sprintwert und einer Höchstgeschwindigkeit von 241 km/h gibt es ab 67.000 Euro. Das vorläufige Einstiegsmodell verfügt über einen Motor und Hinterradantrieb, hat aber mit 540 Kilometern die größte Reichweite. Die Preisliste startet bei 55.000 Euro. Günstigere Basismodelle mit kleinerer Batterie werden ab 2022 nachgereicht.

Mit dem Model Y will Tesla das E-Auto endgültig in die Mitte der Gesellschaft bringen. Gemeinsam mit der Limousine Model 3 soll das SUV der Verkaufsschlager der Marke werden und ihre Position als Branchenführer weiter ausbauen. Im vergangenen Jahr hat Tesla weltweit 230.000 Autos verkauft, davon knapp 140.000 Model 3. Insgesamt haben die Kalifornier seit Gründung mehr als eine halbe Million E-Pkw an den Kunden gebracht, im kommenden Jahr sollen es eine Million sein.

Bentley Continental GT V8 – Klein ist relativ

Bentley bietet künftig seinen Continental GT auch mit „kleinem“ V8 an. Der ist allerdings alles andere als bescheiden.

Bentley erweitert Anfang 2020 das Motorenangebot für die Baureihe Continental GT um eine neue V8-Version. Sowohl Coupé als auch das Cabrio sind fortan alternativ mit einem 404 kW/542 PS und 770 Newtonmeter starken Vierliter-Twinturbo zu haben. Damit knackt der Edel-Brite den 100-km/h-Sprint als Coupé in 4,0 und als Cabriolet in 4,1 Sekunden. In beiden Fällen liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 318 km/h.

Die neue Motorisierung ist nur wenige Zehntelsekunden langsamer als die bereits seit gut einem Jahr erhältliche W12-Version. Optisch unterscheidet sich der Continental GT V8 gegenüber dem Zwölfzylinder durch eckige statt ovale Auspuffendrohre. Außerdem gibt es ein V8-Signet an der Frontschürze. Mit der neuen Motorisierung dürfte der Einstiegspreis für den Luxussportler fallen, der im Fall der W12-Coupéversion bei knapp über 200.000 Euro liegt.

Fahrbericht: DS3 Crossback – Der französische Freund

Fahrbericht: DS3 Crossback

Knuffig, charmant und cool: Mit dem Mini-SUV DS3 Crossback setzt die Marke DS auf Komfort und französische Lebensart. Anfang nächsten Jahres gibt es auch eine vollelektrische Version.

Sein vornehmliches Revier ist die City, erhältlich ist er ab 23.490 Euro, dann mit dem 74 kW/100 PS starken Basisbenziner

Fragt man Passanten nach der Automarke DS, dürfte ein Großteil mit den Schultern zucken. Sie gehört zum französischen PSA Konzern, ihr fällt die Aufgabe der Premium-Tochter zu, neue Technik als erste innerhalb der Markengruppe in Serie zu bringen. Nach dem Mittelklasse-SUV DS7 Crossback folgt im Sommer als kleineres SUV der DS3 Crossback. Er baut auf der neu entwickelten CMP-Architektur auf, als erstes Fahrzeug überhaupt im Konzern. Mit einer Länge von lediglich 4,12 Metern ist der Crossback also kaum länger als ein VW Polo. Sein vornehmliches Revier ist die City, erhältlich ist er ab 23.490 Euro.

Knuffig, charmant und cool: Mit dem neuen Mini-SUV DS3 Crossback setzt die Marke DS auf Komfort und französische Lebensart

Sofort erkennbar ist der DS3 Crossback von der Seite an seiner kleinen Haifischflosse und der tiefen Ausbuchtung in der Tür. Die Frontpartie wirkt recht zerklüftet und unruhig, soll auffallen. Harmonischer zeigt sich das Heck. Einzigartig im Segment dürften die in der Karosserie versenkten Türgriffe sein. Sie klappen automatisch aus, sobald sich der Fahrer dem Wagen nähert.

Trotz der kompakten Größe mit 4,12 Metern Länge hat man hinter dem Lenkrad kein beengendes Gefühl

Trotz der kompakten Größe des Mini-SUV hat man hinter dem Lenkrad kein beengendes Gefühl. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig sind die elektrischen Fensterheber. Sie liegen in der Mittelkonsole neben dem Schalthebel. Auch hinten sitzen Erwachsene noch halbwegs bequem. Im Heck bleiben 350 Liter fürs Gepäck, ein guter Durchschnittswert. Werden die Rücksitzlehnen umgeklappt, schluckt der keine Franzose bis zu 1.050 Liter. Verschiebbar ist die hintere Bank nicht.

Das Heck wirkt harmonisch

Weil DS zum PSA Konzern (mit den Schwestermarken Peugeot, Citroen und Opel) gehört, nutzt man auch die meisten Motorisierungen und Antriebe gemeinsam. Zum Marktstart im Mai gibt es den DS3 Crossback mit drei Benzinern. Die meisten Kunden dürften zur 96 kW/130 PS starken Variante greifen, die mindestens 27.290 Euro kostet. Der nur 1,2 Liter kleine Dreizylinder arbeitet zusammen mit einer 8-Gang-Automatik; ein Novum in dieser Klasse. Wem nach mehr Leistung ist, kann eine Version mit 114 kW/155 PS wählen. Einstiegsmodell ist der DS3 Crossback mit 74 kW/100 PS starkem Benziner (ab 23.490 Euro), er ist mit manuellem Sechsganggetriebe ausgestattet. Ab Juli ist das Mini-SUV auch mit einem 1,6-Vierzylinder-Diesel mit 96 kW/130 PS erhältlich, der rund 25.000 Euro kostet.

Sofort erkennbar ist das Mini-SUV von der Seite an seiner kleinen Haifischflosse und der tiefen Ausbuchtung in der Tür

Der DS3 Crossback fährt sich außergewöhnlich ruhig und komfortabel. Die neue Plattform scheint dabei die Hauptrolle zu spielen. Auch der kleine Dreizylinder gefällt. Er fühlt sich agil an, bleibt akustisch im Hintergrund und harmoniert wunderbar mit der 8-Gang-Automatik. Das gesamte Auto wirkt professionell abgestimmt und sympathisch.

Als erste Marke im PSA Konzern wartet DS zudem mit einem Elektroantrieb auf. Im DS3 Crossback E-Tense stecken ein Motor mit 100 kW/136 PS und eine 50-kWh-Batterie. Die Reichweite ist mit 320 Kilometer angegeben, nach dem neuen und realitätsnäheren WLTP-Zyklus. Bestellen kann man den E-Tense ab Sommer, die Auslieferung beginnt allerdings erst Anfang 2020.

Anfang nächsten Jahres gibt es eine vollelektrische Version

Beim Thema Assistenzsysteme versucht DS alle Register zu ziehen und bietet eine für das Segment ungewöhnlich gute Ausstattung. Mit den optionalen, adaptiven Voll-LED-Scheinwerfern – sie arbeiten mit Matrix-Beam-Technik – kann man konstant mit Fernlicht fahren, ohne andere zu blenden. Der „DS Drive Assist“ hält bis zu einem Tempo von 180 km/h automatisch die Spur und den Abstand zum Vordermann. Zudem erkennt der DS3 Crossback tagsüber wie nachts Fußgänger, Fahrradfahrer und andere Autos und bremst notfalls automatisch ab. Besonders die jüngere Käufergeneration dürfte sich über einen „Smart Access“ freuen. Hier lässt sich das Auto mit dem Smartphone öffnen und starten. Außerdem kann der Besitzer bis zu fünf anderen Personen die Nutzung seines Autos erlauben, ohne ihnen einen Schlüssel aushändigen zu müssen.

Fahrbericht: Range Rover Evoque – Elektrifiziert, edel und mit neuen Technik-Details

Der Range Rover Evoque ist in den vergangenen acht Jahren zum Bestseller beim Land-Rover-Händler geworden. Jetzt rollt Generation zwei an den Start und setzt noch mehr auf Lifestyle.

Ab Anfang April wartet die zweite Generation des Range Rover Evoque (ab 37.350 Euro) beim Land-Rover-Händler auf Kundschaft. Das kompakte Lifestyle-SUV ist der Bestseller der Briten und wurde optisch nur behutsam weiterentwickelt – dafür aber technisch rundum erneuert: Einzig die Türscharniere haben die Ingenieure vom Vorgänger übernommen.

Der Range Rover Evoque ist in den vergangenen acht Jahren zum Bestseller beim Land-Rover-Händler geworden. Jetzt rollt Generation zwei an den Start und setzt noch mehr auf Lifestyle

Topaktuell ist der Unterbau allerdings trotzdem nicht: Obwohl sich der Evoque optisch mit seinen schmalen LED-Scheinwerfern (auf Wunsch mit Matrix-Technik), den in die Karosserie eingelassenen Türgriffen oder dem breiten Kühlergrill stark an seinem großen Bruder Velar orientiert, nutzt der immer noch 4,37 Meter lange Klein-Landy nicht dessen Alu-Unterbau. Stattdessen steckt in der Evoque-Plattform weiterhin reichlich schwerer Stahl, der das Leergewicht auf mindestens 1.787 Kilogramm treibt.

Der Masse von mindestens 1.787 Kilogramm entgegnet Land Rover mit aufgeladenen und meist elektrifizierten Zweiliter-Vierzylinder-Motoren

Der Masse entgegnet Land Rover mit aufgeladenen und meist elektrifizierten Zweiliter-Vierzylinder-Motoren. Bis auf die 37.350 Euro teure, handgeschaltete und frontgetriebenen Einstiegs-Version D150 mit 110 kW/150 PS starkem Selbstzünder – ab Juni verfügbar – setzen alle Evoque-Varianten auf 48-Volt-Unterstützung. Der elektrische Riemen-Startergenerator hilft beim Rekuperieren und boosten und drückt den Normverbrauch der Diesel auf rund sechs, den der Benziner auf etwa acht Liter – in der Praxis sind es allerdings hier wie da doch einige Liter mehr. Dabei koppeln die allradgetriebenen Evoques zum Spritsparen sogar wann immer möglich die Hinterachse ab.

Ab Anfang April wartet die zweite Generation des Range Rover Evoque (ab 37.350 Euro) beim Land-Rover-Händler auf Kundschaft

Jeweils drei Leistungsstufen hält Land Rover bereit: Neben dem Basis-Diesel warten Selbstzünder mit 132 kW/180 PS und 177 kW/240 PS auf, die Ottos sind mit 147 kW/200 PS, 184 kW/250 PS oder 221 kW/300 PS erhältlich; letzterer schlägt schon in der Basis mit 52.400 Euro zu Buche. Bis auf das Einstiegsmodell fahren alle mit Neungang-Automatik und Allradantrieb vor. Beides ist auch für den 150-PS-Diesel erhältlich, der dann ebenfalls von der zusätzlichen Elektro-Power profitiert. Apropos Elektro: Binnen eines Jahres will Land Rover den Evoque auch als Plug-in-Hybrid mit Dreizylinder-Benziner und E-Motor nachreichen.

Das kompakte Lifestyle-SUV wurde optisch nur behutsam weiter entwickelt – dafür aber technisch rundum erneuert

Bei der ersten Ausfahrt konnten wie uns von der mittleren Benzin-Motorisierung und dem stärksten Diesel überzeugen. Der 250-PS-Ottomotor hat eigentlich reichlich Wumms, muss aber mit zwei stattlichen Kerlen besetzt eben auch gut zwei Tonnen schleppen – was man ihm beim Beschleunigen anmerkt. 7,5 Sekunden auf 100 km/h sind ordentlich, man wird aber nicht wirklich nachdrücklich in die etwas klein geratenen Sitze gepresst. Außer unter Volllast, wo der Vierzylinder recht kernig klingt, geht es im Inneren ruhig und behaglich zu. Eher hektisch und etwas unharmonisch arbeitet dagegen die Wandler-Automatik, die die neun Übersetzungen recht spät hochschaltet, gleichzeitig aber beim Beschleunigen manchmal nicht so recht in die Gänge kommt. Das ist beim stärksten Selbstzünder nicht anders, trotzdem ist er insgesamt die geschmeidigere Antriebsvariante. Ob man allerdings den Top-Diesel braucht, ist fraglich. Ein Sprintstar ist er nicht und auch mit den 132 kW/180 PS des mittleren Diesel unter der Haube dürfte der Evoque zum Cruisen ausreichend stark motorisiert sein.   

Dass – außer in der Basis-Version – die neueste Ausgabe des Infotainmentsystems mit zwei Touchscreens zum Einsatz kommt, ist Ehrensache, auch digitale Instrumente und Head-up-Display sind auf Wunsch erhältlich

Der kurze Radstand macht das SUV ziemlich knackig und trotz der schweren Masse lässt sich mit dem straff abgestimmten Evoque recht sportlich ums Eck flitzen – auch ohne das optionale adaptive Fahrwerk. Und natürlich macht der Evoque auch im Gelände die Land-Rover-typisch gute Figur. Um das Manövrieren abseits des Asphalts noch leichter zu machen, feiert im Evoque eine Technik Premiere, die die Briten erstmals 2014 vorgestellt haben: die durchsichtige Motorhaube. Dank Kameras in Kühlergrill und Seitenspiegeln sieht der Fahrer auf dem Infodisplay, was sich unter dem Vorderwagen befindet.  

Der kurze Radstand macht das SUV ziemlich knackig und trotz der schweren Masse lässt sich mit dem straff abgestimmten Evoque recht sportlich ums Eck flitzen

Dass – außer in der Basis-Version – die neueste Ausgabe des Infotainmentsystems mit zwei Touchscreens zum Einsatz kommt, ist Ehrensache, auch digitale Instrumente und Head-up-Display sind auf Wunsch erhältlich. Induktives Smartphone-Laden ist aber noch nicht vorgesehen. Neu ist die Smart-Settings-Funktion, die sich die Vorlieben des Fahrers merkt. Anhand des Schlüssels oder Smartphones erkennt der Evoque, wer hinter dem Lenkrad Platz nimmt und stellt den auf Wunsch nicht nur mit Leder, sondern auch mit hochwertigem Stoff oder einem Eukalyptus-Mischgewebe bezogenen Sitz richtig ein; auch Radio, Klimaanlage und die Massagefunktion werden den Vorlieben entsprechend justiert. Ebenfalls neu: der digitale Rückspiegel (421 Euro). Ist die ob der Schießscharten-artig kleinen Fenster ohnehin nicht prächtige Sicht nach hinten auch noch durch Gepäck oder Passagiere verdeckt, kann per Tastendruck ein Kamerabild im Spiegel angezeigt werden, das freien Blick gewährt.

Der Radstand hat zwar lediglich um zwei Zentimeter zugelegt, doch das Platzangebot im Fond ist deutlich geräumiger

Dass auf der Rückbank Gäste reisen, dürfte bei der vorerst nur noch als Viertürer und nicht mehr als Zweitürer oder gar Cabrio erhältlichen Generation zwei deutlich häufiger vorkommen. Der Radstand hat zwar lediglich um zwei Zentimeter zugelegt, doch das Platzangebot im Fond ist deutlich geräumiger. Auch der Kofferraum ist gewachsen, es gehen rund zehn Prozent mehr rein als bisher: 591 Liter schluckt das Gepäckabteil, klappt man die dreifachgeteilte Rückbank um sind es 1.383 Liter. Praktisch: Die Ladeöffnung ist merklich breiter geworden, jetzt soll auch ein Golfbag oder Kinderwagen problemlos reinpassen. Weniger familientauglich ist dagegen die Aufpreispolitik: 64 Seiten umfasst die Evoque-Preisliste und wer den Versuchungen nicht widerstehen kann, landet jenseits der 60.000-Euro-Marke.

5x Cabrios für die warme Jahreszeit – Von billig bis öko

Mit dem Frühling beginnt für viele Autofans die schönste Fahrzeit des Jahres. Besonders gut lässt sie sich im Cabrio genießen. Fünf Vorschläge.

Das große Cabrio-Sterben der vergangenen Jahre haben nur die besten Modelle überlebt. Unsere Auswahl für den Sommer.

Das Spaßmobil: Mit dem Mazda MX-5 startete Anfang der 90er-Jahre die Renaissance der Roadster. Was damals schon begeisterte, bietet der Stoffverdeck-Zweisitzer noch heute: Geringes Gewicht, drehfreudigen Motor und extrem agiles Fahrverhalten. Komfort und Alltagstauglichkeit sind auf ein Mindestmaß zurückgefahren, fehlen aber nicht völlig. Auch die Sicherheitsausstattung ist zeitgemäß. Die aktuelle Generation leistet in der Basis 96 kW/131 PS und kostet ab 23.000 Euro.

Der Mazda MX-5 zählt zu den Klassikern auf dem Cabriomarkt

Der Preisgünstigste: Billig ist Cabrio-Fahren nie. Für einen offenen Neuwagen muss man aktuell mindestens 14.425 Euro auf den Tisch legen – und erhält das Smart Fortwo Cabrio. Das elektrische Verdeck öffnet spontan auf Knopfdruck, für das volle Open-Air-Erlebnis müssen jedoch die Dachholme abmontiert werden, was sich nur bei stabilem Sommerwetter lohnt. Eher ungewöhnlich: Beim Gepäckraumangebot ist das Cabrio gegenüber dem Coupé nicht im Nachteil. Viel Platz ist natürlich trotzdem nicht. Die Preise starten bei 14.425 Euro für das Modell mit dem 0,9-Liter-Dreizylinderbenziner und 52 kW/71 PS.

Den offenen Smart gibt es auch elektrisch

Der Wetterfeste: Bei Puristen hat das Stahl-Klappdach einen schweren Stand. Dass das klobige Metallverdeck den Cabrio-Gedanken nicht komplett verrät, zeigt jedoch der Mercedes SLC. Der lange Zeit als SLK bekannte Komfort-Roadster macht offen gefahren Spaß und ist geschlossen robust gegen Wind und Wetter. Nach der aktuell dritten Generation ist 2020 trotzdem Schluss, wer das aktuelle Modell (ab 115 kW/156 PS, ab 40.882 Euro) als Neuwagen kaufen will, sollte sich also beeilen.  

Der Mercedes SLC ist ein Auslaufmodell – aktuell gibt es eine Sonderedition

Das Ökomobil: Cabrios sind Spaßautos mit einer Prise Unvernunft. Alternative Antriebe stehen daher nicht besonders hoch im Kurs. Eine der wenigen Ausnahmen ist der BMW i8 Roadster, der mit einem 275 kW/374 PS starken Plug-in-Hybridantrieb und einem Normverbrauch von zwei Litern aufwartet. Als Sportwagen taugt der Münchner zwar nur bedingt (vor allem, wenn er bei knappem Stromvorrat allein auf den Dreizylinderbenziner angewiesen ist), als Aufsehen erregender Öko-Cruiser für sommerliche Landstraßen funktioniert er aber umso besser. Mit einem Preis von 156.750 Euro ist die Sparsamkeit allerdings teuer erkauft.

Der BWM i8 ist seit kurzem auch als Roadster zu haben

Der Geländegänger: Boulevards sind die natürlichen Biotope von Cabrios. Auch das Range Rover Evoque Cabrio wird man wohl häufiger auf Kö und Leopoldstraße sehen als in Matsch und Schlamm. Immerhin wäre es dort im Gegensatz zu den meisten anderen offenen Pkw nicht komplett überfordert. Wer für die Aufmerksamkeit der Passanten und das theoretische Offroad-Potenzial bereit ist, viel Geld (ab 56.580 Euro) für ein SUV mit wenig (Koffer-)Raum auszugeben, sollte sich beeilen. Denn, dass das Cabrio den anstehenden Modellwechsel beim Evoque überlebt, scheint unwahrscheinlich. Und ein vergleichbares Auto wird es wohl vorerst auch sonst nirgends geben.

Der Range Rover Evoque ist offen ein seltener Anblick

Fahrbericht: Skoda Karoq Scout – Die wahren Abenteuer sind im Kopf

Nachdem der Geländewagen überwiegend zum SUV mutiert ist, peppen die Hersteller vor allem ihre kleineren SUV gegen Mehrpreis gerne in Richtung Geländegängigkeit auf. Zumindest optisch. Bei Skoda heißen diese Modelle „Scout“ und eine solche Version gibt es seit einiger Zeit auch für das Kompakt-SUV Karoq.

Früher war ein Allradantrieb für ein sportliches Freizeitfahrzeug (Sport Utility Vehicle) obligatorisch. Mittlerweile ist er zumindest von der Kompaktklasse abwärts fast schon einer besonderen Erwähnung wert. Denn in diesen Segmenten begnügen sich die Käufer heute doch überwiegend mit Frontantrieb. Wer sich für einen Skoda Karoq als „Scout“ entscheidet, hat den 4×4-Antrieb immerhin stets an Bord. Ansonsten geben die Tschechen ihrem kompakten SUV in dieser Variante – es gibt noch die „bürgerlichen“ Linien „Active“, „Ambition“ und „Style“ – die üblichen Offroad-Look-Insignien in Form von Radhausverkleidungen, Unterbodenschutz und 18-Zoll-Rädern mit auf die dann gerne auch mal holprigere Strecke. Ein 2,0-Liter-Diesel und ein 1,5-Liter-Otto (je 110 kW/150 PS) können mit der „Scout“-Ausstattung kombiniert werden. Die Preise starten bei 33.090 Euro (Benziner).

Wer sich für einen Skoda Karoq als „Scout“ entscheidet, hat den 4×4-Antrieb immerhin stets an Bord

Seit knapp anderthalb Jahren bietet Skoda den Karoq als Nachfolger des kultig-kantigen Yeti an. Für die „Scout“-Version hat die VW-Tochter noch etwas länger gebraucht, diese Variante wird erst seit letztem Sommer offeriert. Allradantrieb gab es allerdings in Verbindung mit bestimmten Motoren auch vorher schon, so dass sich der im Vergleich knapp 3.000 Euro teurere Scout letztlich vor allem durch den optisch etwa rustikaleren Auftritt und mehr Ausstattung von einem Normalo-Karoq unterscheidet.

Auch sonst ist diese Version durch und durch ein typischer Skoda. Es gibt dank des schnörkellosen Designs viel Platz für den Fahrer und drei Passagiere. Hinzu kommt ein angemessen großer Kofferraum mit Platz für deutlich über 500 Liter Gepäck. Wer das SUV auch mal für einen Umzug nutzen möchte, kann den Raum durch Ausbau der Sitze auf bis zu 1.800 Liter erweitern, wenn er für 400 Euro das sogenannte Varioflex-Sitzsystem ordert. Zusätzliche Staufächer, Taschenhaken, die große Laderaumöffnung und große Türausschnitte sorgen für die Skoda-typische Alltagstauglichkeit. Zum vernünftigen Auftritt passt das übersichtliche Cockpit mit einem schönen 9,2-Zoll-Display und aufgeräumter Mittelkonsole.

Zum vernünftigen Auftritt passt das übersichtliche Cockpit mit einem schönen 9,2-Zoll-Display und aufgeräumter Mittelkonsole

Von den zwei angebotenen Motoren ist der Diesel die zu diesem Auto passendste Wahl, auch, wenn sich etwa drei von vier Käufern derzeit für den Benziner entscheiden. Der ab 34.850 Euro erhältliche Selbstzünder ist ausreichend durchzugsstark und liefert ein Drehmoment von bis zu 340 Newtonmetern, das fast über den gesamten in Alltag relevanten Bereich anliegt. Der Normverbrauch von 5,2 Litern ist in der Praxis bei vorsichtiger Fahrweise nicht völlig illusorisch, wer mit 6,5 Litern kalkuliert geht auf Nummer sicher und sollte nicht enttäuscht werden.

Das Aggregat ist nicht gerade leise, sein knurriges Grundgehabe ist aber auch nicht unsympathisch. Was eher nervt ist das Doppelkupplungsgetriebe (DSG), falls man sich für dieses entscheidet. Es ruckelt gerne und ist im Vergleich zu einem modernen Wandler deutlich weniger komfortabel. Dafür federt der Karoq komfortabel und das Fahrwerk kann man kaum vor ernsthafte Probleme stellen.

Wer das SUV für einen Umzug nutzen möchte, kann den Kofferrum durch Ausbau der Sitze auf bis zu 1.800 Liter erweitern

Aber man darf sich natürlich schon die Frage stellen, ob es einer Ausstattungsvariante „Scout“ wirklich bedarf. Motor, Getriebe, Allrad und Ausstattung kann man sich schließlich auch so zusammenstellen. Das etwas robustere Outfit wird für die wenigsten Nutzer wirklich nötig sein; wer wirklich regelmäßig selbst nur in leichtes Gelände will, wird sich wahrscheinlich andere Fahrzeuge anschauen. Aber wie heißt es so schön in einem Lied von André Heller: Die wahren Abenteuer sind im Kopf. Wer seinen Traum von der automobilen Freiheit im Karoq Scout träumt, hat zumindest beim Autokauf nicht viel falsch gemacht.  

Die die üblichen Offroad-Look-Insignien in Form von Radhausverkleidungen, Unterbodenschutz und 18-Zoll-Rädern gehören dazu

Gegen Müdigkeit am Steuer – Ein besonderer „Schlafanzug“ von Ford

Müde Autofahren ist keine gute Idee. Die Konzentration lässt nach und schlimmstenfalls kommt es zu einem Unfall. Um auf die Gefahren durch Müdigkeit aufmerksam zu machen, nutzt Ford einen Schlafanzug. Der ist aber nicht fürs Bett gedacht.

Übermüdete Fahrer gefährden sich und andere. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) geht von jährlich rund 2.000 Verkehrsunfällen mit Personenschäden aus, die auf Übermüdung zurückzuführen sind. Die Dunkelziffer müdigkeitsbedingter Verkehrsunfälle dürfte aber höher liegen. Nach Schätzungen der Europäische Kommission ist der Faktor Müdigkeit bei bis zu 20 Prozent der Verkehrsunfälle im Spiel.

Zwar erkennen moderne Assistenzsysteme im Fahrzeug erste Müdigkeitsanzeichen und warnen den Fahrer, sie sind aber noch nicht flächendeckend verbreitetet. Gerade junge Leute sind oftmals in Fahrzeugen ohne solche elektronischen Helfer unterwegs und unterschätzen zudem ihren Schlafbedarf. Um Fahranfänger auf die Gefahren von mangelndem Schlaf hinterm Steuer aufmerksam zu machen, hat Ford daher einen besonderen „Schlafanzug“ entwickelt.

Um Fahranfänger auf die Gefahren von mangelndem Schlaf hinterm Steuer aufmerksam zu machen, hat Ford einen besonderen „Schlafanzug“ entwickelt

Zum Anzug gehört eine spezielle Brille. In Verbindung mit einer Smartphone-App kann sie so eingestellt werden, dass der Fahrer bis zu zehn Sekunden nichts sieht. Schon ein Fahrer, der bei Tempo 100 nur drei Sekunden die Augen geschlossen hat, legt eine Strecke von über 80 Meter zurück. Außerdem vermittelt der Anzug mit schweren Manschetten an Armen und Beinen sowie mit einer schweren Kappe für den Kopf typische Beeinträchtigungen durch Schlafmangel.

Interessierte Jugendliche im Alter von 17 bis 24 Jahren können den besonderen Schlafanzug während eines kostenlosen Fahrsicherheitstrainings im Rahmen der Initiative „Vorfahrt für Deine Zukunft“ ausprobieren. Weitere Informationen und Termine zu den Fahrsicherheitstraining gibt es unter www.vorfahrt-fuer-deine-zukunft.de.

Crossover-SUV Tesla Model Y im Konfigurator — So teuer kann das Elektroauto werden

Die vergrößerte Version des Tesla Model 3 kann jetzt bestellt werden. Wir prüfen im Konfigurator, wie das maximale Model Y aussieht und was es kostet..

Erstmal kostet es ein wenig Überwindung, auf der Website von Tesla in den Konfigurator zu springen. Denn dazu muss man auf den Button „Order now“ klicken und hat dabei irgendwie das ungute Gefühl gleich mindestens 55.000 Euro leichter zu sein. So viel kostet das Model Y nämlich mindestens. Nicht weniger als der erfolgreichste Tesla aller Zeiten soll er werden, der kompakte Elektro-SUV auf Basis des Model 3. Ab 2020 werden laut Plan die ersten Serienmodelle ausgeliefert. Gut so, denn dann haben Sie noch ein wenig Zeit, um Geld auf die Seite zu legen. Wir schauen uns im Konfigurator nämlich mal an, wie teuer so ein Model Y maximal werden kann.

Eingeführt wird die Baureihe Top-Down – das heißt, dass größte Modell (Performance) kommt als erstes auf den Markt. Die Produktion der Standard-Ausführung beginnt gar erst 2022. Schauen wir uns also zunächst an, was die Basispreis-Differenz von 12.000 Euro rechtfertigt. Von außen erstmal nicht viel. Das 67.000 Euro teure Topmodell erhält im Vergleich zu den günstigeren Ausführungen einen Karbon-Spoiler und 20-Zoll-Räder. Interessanter ist für den Käufer, dass hier zwei E-Motoren verbaut sind. Damit schießt die Allrad-Ausführung in 3,7 Sekunden auf Landstraßentempo und fährt bis zu 241 km/h schnell. Reizt der Fahrer diese Performance nicht ständig aus, so soll das große Model Y auf eine WLTP-Reichweite von bis zu 480 Kilometern kommen. Reizt der Fahrer diese Performance bis zum Anschlag aus, dann kann er dafür den Track-Mode nutzen, den es neben größeren Bremsen, Tieferlegung und Aluminium-Pedalerie ebenfalls nur im Topmodell gibt.

Teures Technologie-Spektakel

Der Unterschied zwischen Schwarz und Rot liegt bei Tesla nicht nur in der Anzahl der Farbpigmente, sondern bei 2.600 Euro für die kostspieligste Lackierung „Red Multi-Coat“. Im Innenraum geht es weniger farbenfroh zu, hier haben Sie lediglich die Wahl zwischen Schwarz und Weiß. Letzteres empfiehlt Ihnen übrigens der Hersteller – ob das an der Optik liegt, oder daran, dass Sie dafür 1.050 Euro extra löhnen müssen, überlassen wir jetzt mal Ihrer eigenen Wahrnehmung. Wollen Sie das weiße Leder über sieben statt über fünf Sitze spannen, legen Sie sich weitere 3.100 Euro auf’s Sparbuch.

Schlagzeilen macht Tesla ja häufig mit dem Autopiloten. Diese Schlagzeilen sind nicht immer schmeichelhaft, aber sicher sind auch Sie jemand der mitreden möchte. Um das Technologie-Spektakel am eigenen Leib zu erfahren, verlangt der Hersteller weitere 3.100 Euro. Ein Schnäppchen, gemessen daran, dass die Option im Falle einer Nachrüstung mit 4.200 Euro zu Buche schlägt. Zum Vergleich: In einem VW Tiguan kostet der adaptive Abstandstempomat inklusive Umgebungsbeobachtungssystem und City-Notbremsfunktion 320 Euro Aufpreis. Um das auszustechen kann Tesla seine Autos noch mehr selbst erledigen lassen (Einparken, Spurwechsel, Herbeirufen, Ampelschaltungen erkennen). Dafür sind dann aber weitere 5.200 Euro nötig.

Macht in Summe 83.030 Euro. Tesla rechnet uns aber ein Sprit-Einsparungspotential von 10.000 Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre vor. Sofern der Tesla allerdings Ihr erstes Auto ist, sparen Sie zumindest im Verhältnis keinen Kraftstoff ein – zumal der Elektro-SUV ja auch nicht mit Luft und Liebe läuft. Aber gut. So hoch die Summen hier auch sind – konkret wären erstmal lediglich 2.000 Euro fällig, um die Order ordnungsgemäß zu platzieren.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/tesla-model-y-konfigurator/

Power-Golf on Ice – Mit Allrad und 310 PS im kanadischen Winter

Im Herbst erscheint der völlig neue VW Golf. Das derzeitige Top-Modell mit dem 228 kW/310 PS-Turbobenziner und Allradantrieb wird erst später einen Nachfolger bekommen. Nach einer Verkaufspause wegen der Umstellung der Verbrauchsnorm ist der aktuelle Golf R jetzt wieder zu haben. Und ließ sich gleich mal aufs Glatteis führen.

Mit dem Golf R geht es aufs Eis

Nicht auszudenken, wenn wir kanadische Freiheiten auf das kleine Deutschland übertragen dürften. Man stelle sich den Essener Baldeney-See, die Hamburger Außenalster oder den Maschsee in Hannover im Winter vor, bei minus 20 Grad unter einer dicken Eisschicht verborgen. Und obendrauf toben sich PS-starke Sportwagen aus, donnern über das blanke Eis, folgen einer von Radladern vom Schnee befreiten Piste. Die Proteste dick vermummter Demonstranten am Ufer würden es in die „Tagesschau“ schaffen.

Der Lac Sacacomie liegt gut 160 Kilometer nordöstlich von Montreal entfernt. im französisch sprechenden Teil von Kanada, Das gefrorene Wasser des buchtenreichen Sees ist 1,30 Meter dick, tief unten halten Lachse oder Regenbogen-Forellen Winterschlaf. Zu tief, um vom Gepolter dicker Reifen dort oben aus der Ruhe gerissen zu werden. Verspricht jedenfalls ein Profi-Angler aus dem nahen Ort Saint-Alexis-des-Monts. Die freigeräumte Strecke ist 1,5 Kilometer lang, frostgehärtete Schneewälle dienen als Leitplanken. Ein Terrain wie gemacht für einen kompakten Krawallbruder wie den deutschen Golf R. Frei nach dem Motto „wenn´s dem Esel zu wohl wird, geht es aufs Eis“.

So richtig schnell um die Ecken und Spitzkehren schaffen es nur Rallyeprofis

Der Über-Golf mit seinen 228 kW/310 PS (zehn mehr als bisher), seinem „4motion“-Allradantrieb und den dicken 18-Zoll-Rädern vertritt im Verkaufsprogramm des Bestsellers die Sportabteilung. Ein braves Allerweltsauto, das auf protzige Attribute wie ausufernde Spoiler verzichten und im Alltag auch als Papamobil auf dem Weg zur Kita dienen kann. Hier vor Ort soll er beweisen, dass dank seiner elektronischen Helferlein die Kraft auch dann auf den Boden bringt, wenn der Untergrund so glatt ist, dass sich sein Fahrer ohne Schuhe mit untergeschnallten Spikes nur horizontal fortbewegen könnte.

Zugegeben – bei fast minus 20 Grad ist das kanadische Eis recht griffig, rauer als man es aus dem Eisstadion kennt. Also findet der VW trotz Kavalierstart immer etwas Haftung unter einem der Räder. Denn das Allradsystem in Verbindung mit dem ESP sucht sich die Gummiwalze, die gerade die Vorwärtsbewegung ermöglicht. Der Tanz zur Grip-Suche läuft in Bruchteilen von Sekunden automatisch ohne Zutun des Fahrers ab. Ganz flott also in Richtung erster Kurve. Manuelles Runterschalten der Doppelkupplungsautomatik ist besser als Bremsen. Sanftes Einlenken bringt den „R“ aus der Spur, lässt ihn über alle vier Räder seitwärts abbremsen. Die Gegenbewegung am Steuer mit gleichzeitigem Tritt aufs rechte Pedal beendet das drohende Straucheln. Ein Mekka für die Drifter, ein Dank an die spezielle Direktlenkung des Fünftürers.

Der Tanz zur Grip-Suche läuft in Bruchteilen von Sekunden automatisch ohne Zutun des Fahrers ab

So richtig schnell um die Ecken und Spitzkehren schaffen es nur Rallyeprofis, bei denen am Ende der Runde die Seitenpartie des VW dick mit Schneeablagerungen überzuckert ist. Der Normalfahrer am Volant ist schon froh, wenn er schadlos an den Hügeln auf beiden Seiten vorbeihuscht, ohne die blaue Metalliclackierung mit Eiskratzern auf dem Blech zu verunstalten. Das alles hat wenig mit der Praxis des Autofahrens im wirklichen Leben zu tun. Wenn auf unseren Straßen Blitzeis droht, wird wohl niemand Bestzeiten brechen wollen. Dennoch eine gute Übung, um die Reaktionen seines fast 44.000 Euro teuren Schmuckstücks besser kennenzulernen. Oft nämlich gibt es noch einen Weg aus einer unbeabsichtigten Karussellfahrt, wenn die Motorhaube ebenso wie der Blick in die Richtung zeigen, aus der man gerade gekommen ist.

Zu beweisen war, dass auch die aktuelle Variante des stärksten Golf bei entsprechender Geschicklichkeit richtig schnell auf dickem Eis sein kann. Daran hatten vor allem die Künstler des Querfahrens ohnehin keinen Zweifel. Aber die Souveränität und Leichtigkeit, mit der der „R“ sein Können unter Beweis stellte, überzeugte durchaus. Ein bärenstarkes Auto im Land der Bären, auch wenn die Vernunft der Lust am Rumtoben zeitweise weichen muss.

Der Golf R mit seinen 228 kW/310 PS, seinem „4motion“-Allradantrieb und den dicken 18-Zoll-Rädern vertritt im Verkaufsprogramm des Bestsellers die Sportabteilung

Das auch im Nirgendwo der endlosen kanadischen Weite aufkommende schlechte Gewissen beruhigte sich ein wenig am Ende der Eis-Kurbelei. Denn als die deutschen Volkswagen aus Eis räumten, gehörte das Terrain auf dem Lac Sacacomie einer Horde von Schneemobil-Knatterern, die lange weiße Fahnen hinter sich herzogen. Und dann auch noch eine Gruppe von Schlittenhunden, die mit lautem Gebell frostharte Touristen zogen. So kann Winterurlaub in Kanada sein. Ein Golf R ist da eigentlich nicht vorgesehen.

Bentley Continental GT V8 (2019) — Neue Einstiegsmotorisierung für den Gran Turismo

Ende 2017 präsentierte Bentley den neuen Continental GT mit W12-Triebwerk. Ein Jahr später folgte das Cabrio. Nun stellt der Edel-Hersteller ein V8-Modell für beide Karosserie-Varianten vor.

Von zwei Twin-Scroll-Turboladern zwangsbeatmet, bringt es der neu entwickelte Vierliter-V8 auf eine Leistung von 550 PS und ein maximales Drehmoment von 770 Nm. Gekoppelt an ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe soll das Triebwerk das Coupé in 3,9 Sekunden, das Cabrio in exakt vier Sekunden von Null auf Tempo 100 beschleunigen. Für die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller jeweils 318 km/h an.

Trotz der fehlenden vier Zylindern ist der Bentley Continental GT V8 also nur unwesentlich langsamer unterwegs als das W12-Modell. Die Rechnung liest sich so: 84 PS weniger und ein um 96 Nm geringeres Drehmoment (W12: 635 PS und 900 Nm Drehmoment) entsprechen einem Zehntel Rückstand beim Standardsprint und einer um 15 km/h niedrigeren Spitzengeschwindigkeit. Nennenswerte Abstriche bei den Fahrleistungen müssen Käufer des V8-Modells also nicht befürchten.

Dank Zylinderabschaltung mit bis zu 800 km Reichweite

Verzichten will der V8 stattdessen beim Verbrauch: Wie bei den Zwölfzylindermodellen kann auch der Achtzylinder die Hälfte seiner Zylinder während er Fahrt abschalten. Die Kombination aus Vierzylindermodus und Start-Stopp-System soll dem GT V8 eine Gesamtreichweite von über 800 km mit einer Tankfüllung ermöglichen – ganz im Sinne eine langstreckentauglichen Gran Turismo also.

Äußerlich zu erkennen geben sich die beiden V8-Varianten mit entsprechenden Schriftzügen hinter den vorderen Kotflügeln und vier runden Auspuffendrohren – beim W12 sind es zwei große in ovaler Form. Weitere Alleinstellungsmerkmale gibt es nicht. Wie beim W12 stehen gegen Aufpreis mehrere Leichtmetallräder bis zu einer Größe von 22 Zoll (Serie sind 20 Zoll) sowie eine große Auswahl an Metallic-Lackierungen zur Wahl.

Continental GT V8 kommt erst 2020 nach Europa

Sowohl das Coupé, als auch das Cabrio sind in den USA ab sofort bestellbar. Die ersten Modelle sollen im dritten Quartal an ihre Käufer ausgeliefert werden. Die Markteinführung in Europa und weiteren Ländern hat Bentley für das erste Quartal 2020 angekündigt. Preise hat der Hersteller bisher zwar noch nicht verraten, als V8 dürfte der Continental GT aber günstiger sein als das in Deutschland aktuell für knapp über 200.000 Euro gelistete W12-Modell.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/bentley-continental-gt-v8-coupe-cabrio/

Cadillac CT5 – Lang lebe die Limo

Wie viele andere Hersteller wandelt sich auch Cadillac zunehmend zur SUV-Marke. Doch der Limousine leisten die Amerikaner vorerst noch den Treueschwur.

Der amerikanische Autobauer Cadillac stellt auf der New York Auto Show (19. bis 29. April) die neue Limousine CT5 vor. Der vermutlich 2020 startende Viertürer wird die bisherigen Baureihen ATS und CTS beerben, die in Deutschland derzeit ausschließlich in besonders leistungsstarken V-Versionen angeboten werden.

Während sich Cadillac-Neuerscheinungen noch vor wenigen Jahren durch recht avantgardistische Designs auszeichneten, kommt der neue CT5 eher wie ein braver Durchschnittstyp daher. Charakter verleihen der Front unter andere lange, vertikale LED-Tagfahrleuchten und eine sickenreiche Motorhaube.

Den Kernwerten der Marke treu bleiben will der neue Cadillac innen mit gehobenem Komfort. Dafür sollen unter anderem Akustikoptimierung und ein Noise-Cancellation-System sorgen, die jeweils für eine Minimierung von Störgeräusche sorgen. Zudem soll der CT5 eine Reihe von Assistenzsystemen bieten, die auf Autobahnfahrten einen gehobenes Niveau beim teilautomatisierten Fahren erlauben. Außerdem kommt ein neues Infotainmentsystem namens CUE zum Einsatz, in dessen Zentrum ein riesiger Touchscreen im Tablet-Stil in der Armaturenbrettmitte steht.

Das neue Cadillac-Modell setzt auf GMs Alpha-Architektur auf, die sich wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb kombinieren lässt. Zur Wahl werden zwei aufgeladene Benzinmotoren mit zwei beziehungsweise drei Litern Hubraum stehen. Standardgetriebe ist eine Zehngang-Automatik. Weitere Details gibt Cadillac zur Messepremiere bekannt.

Nissan Navara N-Guard AT32 – Der steht über den Dingen

Nissan setzt seine 2018 begonnene Zusammenarbeit mit Artic Truck fort. Wieder entsteht ein exklusives Sondermodell mit zusätzlicher Offroad-Kompetenz.

Nissan hat seinen Pick-up Navara auf Basis der Ausstattungsversion N-Guard in einer Stückzahl von 50 Exemplaren wieder als Sondermodell AT32 aufgelegt. Wie schon beim AT32 aus 2018 handelt es sich um eine besonders robuste Variante dank gezielter Umbauten von Artic Trucks. Der Umbauspezialist stammt ursprünglich aus Island, er erweitert die Offroadfähigkeiten von Geländefahrzeugen mit gezielten Modifikationen.

Angetrieben wird der Sonder-Navara von einem 140 kW/190 PS starken 2,3-Liter-Diesel in Kombination mit Siebengang-Automatik. Dank der Ausstattung N-Guard prägen die Außenoptik des AT32 diverse Akzente in Schwarz. Zum Ausstattungsumfang gehören Teilledersitze, Notbremsassistent und ein Kamerasystem mit 360-Grad-Rundumsicht. Zusätzlich sind Anhängerkupplung und Differenzialsperre hinten an Bord. Artic Trucks steuert Unterfahrschutz, breite 32-Zoll-Reifen auf schwarzen 17-Zoll-Felgen sowie ein Bilstein-Fahrwerk bei. Letzteres erhöht die Bodenfreiheit auf mehr als 24 Zentimeter. Wer einen Navara N-Guard AT32 haben will, muss rund 46.095 Euro an Nissan sowie weitere 6.890 Euro an Artic Trucks überweisen.

Vernetzter Verkehr — Europa setzt auf WLAN statt 5G

Die EU-Kommission entscheidet sich nun offiziell für den C-ITS-Standard für vernetzte Verkehrssysteme. Damit nähert sich Europa den Amerikanern an, geht aber auf Distanz zu China. Vielen einheimischen Autobauern dürfte das nicht gefallen.

Am Dienstag (19. März 2019) startet in Deutschland das Wettbieten um die fünfte Mobilfunkgeneration, kurz 5G. Bis das neue, ultraschnelle mobile Internet in Deutschland flächendeckend verfügbar ist, wird es aber noch eine Weile dauern. Frühestens 2020, wenn nicht gar 2021 startet der Ausbau, und bisher ist es unklar, wann 5G hierzulande flächendeckend verbreitet ist.

C-ITS ist ausgereift, getestet und bereits verfügbar

Das hat Auswirkungen auf den vernetzten, hochautomatisierten Verkehr. Für den werden kooperative intelligente Verkehrssysteme benötigt, in denen Fahrzeuge mit anderen Verkehrsteilnehmern und der Straßeninfrastruktur kommunizieren. Das können sie entweder direkt untereinander tun, und zwar über den Standard Cooperative Intelligent Transport Systems (C-ITS). Oder über den Mobilfunk per 5G, auch bekannt als C-V2X. Nun hat sich die Europäische Kommission in einer Vorschrift entschieden, vorerst auf C-ITS zu setzen.

C-ITS nutzt den WLAN-Standard 802.11p, der auch als pWLAN oder ITS-G5 bekannt ist. Dieser sei genau für diesen Zweck entwickelt worden sowie ausgereift, getestet und bereits verfügbar. Dadurch soll die Verbreitung kooperativer und intelligenter Verkehrssysteme beschleunigt werden. Das soll den Verkehr schnellstmöglich sauberer, sicherer und effizienter gestalten sowie den europäischen Autoherstellern einen Zeitvorteil verschaffen. Zum 1. Januar 2020 soll die Regelung in Kraft treten. In den kommenden zwei Monaten können aber das EU-Parlament und die Mitgliedsländer Einwände erheben.

C-ITS soll mit anderen Standards kommunizieren können

Der C-ITS-Standard soll für zeitkritische Dienste genutzt werden, beispielsweise wenn hinter der nächsten Kurve ein Stauende liegt oder bei Warnungen vor schlechtem Wetter. Weniger dringende Anwendungen sollen mit den aktuellen Standards 3G und 4G arbeiten. Das Ziel ist aber ein hybrider Kommunikationsmix mit verschiedenen Mobilfunkstandards. Heißt: Sobald 5G verfügbar ist, dürfte es die bestehende C-ITS-Struktur ergänzen. Die C-ITS-Stationen sollen dann in einem offenen Netz auch Nachrichten mit Stationen oder Fahrzeugen austauschen, die eigentlich 5G nutzen.

Die EU-Entscheidung pro C-ITS ist vor allem aus geopolitischer Sicht bemerkenswert. Der Standard ähnelt dem amerikanischen System DSRC (Dedicated Short Range Communication), das ebenfalls mit WLAN arbeitet. China dagegen setzt voll auf die Karte 5G. Genau wie die Autohersteller Audi, BMW und Daimler, die mit vielen anderen Tech- und IT-Firmen in der „5G Automotive Association“ zusammengeschlossen sind. Dennoch dürfte die europäische Richtlinie dazu führen, dass sie und ihre Zulieferer vernetzte Systeme doppelt entwickeln müssen: einmal nach dem C-ITS- beziehungsweise DSRC-Standard und einmal nach 5G-Vorgaben.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/mobilitaetsservices/vernetzter-verkehr-europa-setzt-auf-wlan-statt-5g/

Fisker SUV (2021) — Elektro-SUV für unter 35.000 Euro

Henrik Fisker hat mit einem ersten Teaser-Bild einen Ausblick auf ein weiteres Elektro-Modell gegeben. Der noch namenlose SUV soll als Großserien-Modell in der zweiten Jahreshälfte 2021 auf den Markt kommen.

Als Einstiegspreis sind etwa 40.000 Dollar (weniger als 35.000 Euro) im Gespräch. Mit dem E-SUV zielt Fisker klar auf den Konkurrenten Tesla mit seinem neuen Model Y.

Fisker-SUV mit knapp 500 Kilometer Reichweite

Die Informationen zu dem Fisker-SUV sind noch recht spärlich. Das Modell soll mit einem Lithium-Ionen-Akku mit mindestens 80 kWh auf den Markt kommen. Die Reichweite liegt bei rund 300 Meilen, umgerechnet etwa 480 Kilometer. Zwei Elektromotoren treiben vorne und hinten die Achse des SUV an und bilden so den Allradantrieb.

Für den Innenraum verspricht Fisker auf Knopfdruck ein Open-Air-Feeling für die Passagiere, ohne die Struktur und die Sicherheit der Karosserie zu gefährden. Der E-SUV soll den Passagieren viel Platz bieten. Der Fahrer erhält ein Head-Up-Display sowie eine intuitive Benutzeroberfläche zur Steuerung der Infotainment- und Komfort-Systeme. Zudem entwickelt das Unternehmen ein Concierge-Service-System für den persönlichen Service und die Wartung des Fahrzeugs.

Direktvertrieb in den USA

Optisch gibt das Teaser-Bild noch nicht viel Aufschluss über Proportionen und Gesamt-Styling. Zu erkennen ist eine massive Front mit großem Grill und schmalen Scheinwerfereinheiten sowie ein konturierte Motorhaube. Ein kleines, recht hoch verbautes Radar-System hinter Glas ist in der Front untergebracht. Kräftig ausgestellte Radhäuser verleihen dem Elektro-SUV einen muskulösen Auftritt. Gegen Aufpreis bietet Fisker sogar 22 Zoll große Leichtmetallfelgen an. Der Vertrieb des Modells erfolgt ausschließlich direkt in den USA. Später könnte der Verkauf auch global möglich sein.

Mit dem Launch des Elektro-SUV 2021 verschiebt sich auch die Premiere des Fisker Sportwagens E-Motion. Hier will Fisker erstmals eine Feststoffbatterie, die in Zusammenarbeit mit einem Kooperationspartner entsteht, verbauen. Sie soll in fünf bis zehn Minuten geladen sein. Der E-SUV kommt indes noch mit einer Lithium-Ionen-Batterie daher und kommt noch vor dem E-Motion auf den Markt.

Fisker gibt nicht auf

Henrik Fisker ist ein dänischer Automobildesigner und wurde bekannt durch das Design des BMW Z8 und Aston Martin DB9. Auch Auftragsarbeiten unter anderem für Tesla nahm Fisker an. Allerdings endete die Zusammenarbeit in einem Rechtsstreit über Geschäftsgeheimnisse, den Fisker vor Gericht gewann. Als Fisker Automotive legte der Däne den Plug-in-Sportwagen Fisker Karma auf, der rund 2.000 mal ab 2010 verkauft wurde. Geschäftlich ging es nach der Insolvenz seines Batteriezulieferers A123 bergab, bis zur eigenen Pleite. Der chinesische Autokonzern Wanxiang erwarb beide Insolvenzmassen und legt eine überarbeitete Version des Karma als „Karma Revero“ auf. Fisker selbst konnte seinen Marken-Namen retten und gründete die Fisker Inc., die nun reine Elektroautos auf den Markt bringen will.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/fisker-suv-2021-elektro-suv-fuer-unter-35-000-euro/

Devinci DB 718 – Das Elektro-Schnauferl

Viele Autofahrer mit Benzin im Blut stehen auf Kriegsfuß mit der E-Mobilität. Doch selbst für den Fahrer ganz alter Schule kann sie reizvolle Facetten bieten.

Neben einigen großen haben auch viele kleine Autohersteller das E-Auto für sich entdeckt. Wie etwa die noch junge französische Manufaktur Devinci, die seit kurzem mit dem Roadster DB 718 eine Lifestyle-Kuriosität anbietet, bei der Oldtimer-Flair und zukunftsweisende Antriebstechnik aufeinandertreffen.

Optisch erinnert der DB 718 an Sportwagen der späten 1920er- und frühen 30er-Jahre, was unter anderem schmale, freistehende Speichenräder oder ein riesiges Holzlenkrad betonen. Eigentlich sollte man unter der langen Motorhaube des weniger als vier Meter kurzen Zweisitzers einen Qualm und Lärm erzeugenden Verbrenner erwarten. Tatsächlich aber kommt ein leiser und sauberer E-Antrieb mit 15 kW/20 PS zum Einsatz, der wahlweise mit einer 15- oder 23-kWh-Batterie kombinierbar ist. Die Reichweite variiert damit zwischen 150 und 230 Kilometer. Trotz sportlicher Optik handelt es sich um einen entspannten Cruiser, der, ohne besondere Hast zu entwickeln, maximal 100 km/h erreicht. Fürs sonnige Dahingleiten im südfranzösischen Hinterland reicht das allemal.

Devinci bietet den DB 718 in den drei Ausstattungen Brigitte, Lucie und Adele zu Preisen von rund 50.000, 68.000 beziehungsweise 100.000 Euro an. Die Produktion von 2019 wird auf insgesamt 200 Exemplare limitiert. Ein großer Teil ist bereits reserviert, aber noch kann man sich einen 718 bestellen. Es gibt einige wenige Händler in Frankreich aber auch der Schweiz und Italien, die Devinci bereits vertreiben.

Opel BVB-Sondermodelle – Schwarz und handsigniert

Opels Partner-Fußballclub Borussia Dortmund wird 110. Grund genug für ein Sondermodelle-Doppelpack.

Speziell an Freunde des Fußball-Erstligisten Borussia Dortmund richten sich die neuen Opel-Sondermodelle „Edition 1909“ auf Basis des Kleinwagens Adam und des Kompakten Astra. Zu Preisen ab 17.360 beziehungsweise 24.125 Euro bieten beide als besondere Ausstattungsmerkmale das Infotainmentsystem Radio R 4.0 Intellilink mit Sieben-Zoll-Touchscreen, Klimaanlage und Heizungen für Lenkrad sowie Vordersitze. Der Astra hat darüber hinaus einen ergonomischen Fahrersitz, Parkpiepser und Tempomat an Bord.

Den Adam Edition 1909 gibt es ausschließlich mit 64 kW/87 PS starkem Einliter-Benziner, während das Astra-Pendant mit einem 92 kW/125 PS starken 1,4-Liter-Turbobenziner kombiniert wird. Optisch zeichnen sich beide Modelle durch schwarzen Außenlack, schwarze Leichtmetallräder und die Handsignatur eines BVB-Spielers aus. Wer eines der Sondermodelle least, erhält darüber hinaus Dortmund-Trikot, eine Stadionführung und Tickets für ein Vorbereitungsspiel zum Start der nächsten Bundesliga-Saison.

Mansory Centuria — Bugatti Chiron neu eingekleidet

Tuner Mansory hat sich den rund drei Millionen Euro teuren Bugatti Chiron vorgenommen. Das Ergebnis ist der Centuria, dem eine Menge Karbon-Anbauteile verpasst wurden.

So erhielt die Front ein großes „Facelift“. Entsprechend wurden zahlreiche Karbon-Elemente verbaut, die größere Lufteinlässe ermöglichen und den Chiron noch aggressiver machen. Auch die Seitenansicht wurde überarbeitet. Ein großes Schwellerelement verbindet nun deutlich expressiver die beiden Achsen.

Selbstbewusster Heckspoiler

Dem Heck wurde besondere Aufmerksamkeit zuteil. Neben Karbon-Flaps hat Mansory den Diffusor sichtbar markanter gestaltet. Drei vertikale Rippen flankieren nun die vier Endrohre der Auspuffanlage. Unterhalb der LED-Heckleuchten bringt der Tuner aus der Oberpfalz riesige Luftöffnungen unter. Gekrönt wird der Centuria von einem selbstbewussten Heckspoiler, der ebenfalls in Karbon gefertigt und zweigeteilt ausgeführt ist.

Der Karbon-Schnorchel auf dem Dach für eine verbesserte Luftführung zum W16-Motor rundet das polarisierende Design ab. Neben den weiteren Karbon-Teilen auf der Motorhaube, den Kotflügeln und den Spiegelkappen hausen noch Leichtmetallfelgen im Turbinendesign in den Radhäusern. Die sind an der vorderen Achse als 285/35 R20 ausgeführt, auf der Hinterhand sind es 355/30R 21.

Karbon, Karbon und nochmals Karbon

Nun zum Innenraum, der sich laut Mansory als „unübertrefflich luxuriös und funktional“ präsentiert. Man habe es auch hier verstanden, so der Tuner, „eine harmonische Kombination aus individuellem Geschmack und modernster Technik zu schaffen. Traditionelle Handwerkskunst, handverlesene Materialien und ein selbstbewusstes Design vereinen sich zu einem Fahrzeug-Interieur der Extraklasse.“ Will heißen: Auch im schwarz-petrol gehaltenen Innenraum verbaut Mansory Karbon und schlägt das Interieur in Alcantara-Leder aus. Das Lederlenkrad mit 12-Uhr-Markierung ist in der Tuning-Ausführung auch oben abgeflacht. Den 1.500 PS starken W16-Motor mit acht Litern Hubraum ließ Mansory indes unangetastet. Der Centuria ist nicht das erste Modell aus dem Hause Bugatti, um das sich Mansory intensiv gekümmert hat. Bereits der Vorgänger Veyron wurde als „Vincero“ sowie als „Vivere“ und „D´Oro“ getunt.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tuning/mansory-centuria-bugatti-chiron-neu-eingekleidet/

Toyota bei Gran Turismo – Nachwuchsarbeit

Die Playstation 4 nutzt Toyotas Rennsportableger Gazoo Racing für die Austragung einer neuen, virtuellen Rennserie.

Toyotas sportlicher Ableger Gazoo Racing will künftig mit der Austragung des GR Supra GT Cups auch die Herzen virtueller Rennsportfreunde erobern. Es handelt sich dabei um eine exklusive Rennserie für die Playstation 4, die im Rahmen von Gran Turismo Sports ausgetragen wird – einer im April startenden ersten Marken-WM.

Zwischen April und August sind im Rahmen des Supra GT Cups 13 Vorrunden-Läufe geplant. Das finale Rennen wird im Rahmen der Tokyo Motor Show im Oktober abgehalten. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Mindestalter von sechs Jahren.

Porsche-Rückruf in China — Sicherheitsprobleme bei 50.000 Autos

Der Rückruf betrifft mehr als 50.000 Autos. Beim 718 Boxster und Cayman kann bei einem Unfall mehr kaputtgehen als gewünscht. Panamera und Cayenne benötigen ein Software-Update.

Wegen möglicher Sicherheitsprobleme muss Porsche in China insgesamt mehr als 50.000 Fahrzeuge zurückrufen. Die Aktion betrifft unter anderem fast 16.000 Exemplare des 718 Boxster und Cayman, die zwischen dem 2. März 2016 und dem 24. Februar 2019 produziert wurden. Bei einem Frontal-Crash könnte das untere längliche Seitenaufprallschutz-Element bei den betroffenen Autos die Schottwand durchbrechen. Dadurch könnte der Kraftstofftank beschädigt werden, was zu einer erhöhten Feuergefahr führen würde.

Software-Update bei Panamera und Cayenne

Außerdem ruft Porsche in China mehr als 34.000 Exemplare des Panamera und Cayenne in die Werkstätten. Bei den zwischen 8. September 2016 und 27. Juni 2018 produzierten Autos erhält die Software für das Kombi-Instrument ein Update.

Chinas staatlicher Behörde für Marktregulierung SAMR zufolge starten beide Rückrufe am 25. März 2019. Ob die Probleme auch in Europa verkaufte Autos betreffen, ist derzeit unklar.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/porsche-rueckruf-in-china-sicherheitsprobleme-bei-50000-autos/

Robotaxis von Daimler und Bosch — Produktionsstart im Jahr 2021

Daimler entwickelt gemeinsam mit BMW Technologien für das autonome Fahren. Parallel wird mit Bosch die Produktion von Robotaxis für das Jahr 2021 vorbereitet.

Jensen Huang, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Computerchipherstellers Nvidia, sieht im vollständig automatisierten Verkehr die Zukunft: „Alles, was sich bewegt, wird irgendwann autonom sein.“ Einem Bericht der Automobilwoche zufolge wollen Daimler und Zulieferer Bosch auf dem Gebiet der selbstfahrenden Autos schon bald erste Ergebnisse präsentieren. Michael Hafner, Leiter automatisiertes Fahren bei Mercedes-Benz wird wie folgt zitiert: „Wir bereiten uns darauf vor, ab 2021 eine große Zahl an Robotaxis bereitzustellen.“ Ob hier Nvidia-Bauteile Verwendung finden, ist nicht bekannt.

Dabei könnte es sich um mehr als 10.000 Fahrzeuge handeln, sofern die Behörden in den jeweiligen Zielmärkten die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen schaffen. China soll dabei erst an dritter Stelle stehen, zuvor sollen die USA und Europa an der Reihe sein.

Ob die für den ersten Einsatz in zwei Jahren geplanten Autos autonom nach Level 4 (Pedale und Lenkrad sind weiterhin an Bord, ein Fahrer kann und muss in bestimmten Situationen eingreifen) oder vollständig automatisiert nach Level 5 (ohne Lenkrad und Pedale) fahren werden, wurde nicht näher spezifiziert.

Audi A8 auf Level 3

Neben der Kooperation mit Bosch arbeitet Daimler auch mit dem Konkurrenten BMW zusammen, um gemeinsam Technologien für das selbstfahrende Auto zu entwickeln und marktreif zu machen. Volkswagens Premiumtochter Audi bremst einem anderen Bericht nach dagegen die Entwicklungsarbeit für Level 4 und Level 5 deutlich ab, man möchte sich stattdessen auf das teilautomatisierte Fahren nach Level 3 (z.B. Autobahnassistenten) konzentrieren.

Hier galt der aktuelle Audi A8 bei seiner Premiere im Jahr 2017 als Vorreiter. Fehlende gesetzliche Rahmenbedingungen, die der Software die Steuerung des Autos auf längeren Strecken erlauben, führen aber bis heute dazu, dass die entsprechende Technik im Audi A8 nicht angeboten werden kann.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/daimler-bosch-autonom-taxi-2021/

Fahrbericht Italdesign Zerouno — Handlingwunder aus Karbon mit 600 PS

Italdesign, seit 2010 VW-Tochter, wollte auch mal ein eigenes Auto mit eigenem Logo bauen. Der Wunsch gipfelte in einer spektakulär gestalteten Karbon-Flunder namens Zerouno. 5 offene und 5 geschlossene Zweisitzer verkauft Italdesign, einen durften wir fahren.

Diese Schnauze ist der Knaller: Ihre Haube endet vorn zwischen den schmalen LED-Scheinwerfern aus einem größeren Sechseck und fünf kleineren in einer Art Schnorchel. Er sieht aus wie die Front eines Formel-1-Monoposto der 60er-Jahre – nur platt gedrückt. Auch der Rest der Karosse zeigt zumindest beeindruckende Details – wie etwa der komplett abnehmbare Heckdeckel, der wahlweise aussieht wie der Rücken eines Reptils oder wie Darth Vaders überfahrene Gesichtsmaske. Beeindruckend sind zudem die Proportionen: Mit 4,85 Meter so lang wie ein VW Arteon, aber mit nur 1,20 Meter Höhe 25 Zentimeter flacher, 1,97 Meter breit – da bleiben viele Münder offen und wenn der Zerouno unter Leute kommt, ist es meist vorbei mit der Geschwindigkeit: Menschentrauben, in denen jeder zum Beweis seiner Schaulustigkeit ein Smartphone hochhält, bremsen den karbonierten R8.

Indivdualisierbares Sportwageninterieur

Zur Innenraumgestaltung lässt sich wenig sagen. Erstens, weil Italdesign jedes der fünf Exemplare der Ultra-Mini-Kleinstserie individuell für jeden Kunden gestaltet – vielleicht hat sich einer deshalb gleich zwei Zerouno (italienisch für Nulleins) gekauft. Das sind 40 Prozent der Stückzahl für Coupé bzw. Cabrio. Zweitens ist der Innenraum des Testautos noch für keinen Kunden gestaltet, sprich eher pragmatisch gestückelt und nicht fertig. Aber vieles, was man sieht ist aus Karbon.

Das Passagierabteil insgesamt gibt keinen Anlass zur Kritik: Der Einstieg funktioniert problemlos, für eine Fahrzeughöhe von nur 1,20 Meter geradezu überraschend einfach. Innen sitzt man natürlich flach, aber auch bei 1,84 Meter Körpergröße ergonomisch korrekt und vergleichsweise entspannt. Die Übersicht nach vorne ist gut, nach hinten ist sie nicht schlecht – sie ist schlicht nicht vorhanden. Dafür schaltet sich beim Einlegen des Rückwärtsgangs eine Rückfahrkamera auf den zentralen Touchscreen. Nach vorne fällt der Blick auf die digitalen Instrumente von Audi – das ist kein Fehler: Ihre hochauflösende Grafik ist prima ablesbar und das animierte Auto im linken Bereich ist erkennbar ein Zerouno und nicht einfach ein R8. Außerdem erinnert die Optik auch an den Lamborghini Huracán. Klar, über den Audi R8 ist der Zerouno auch mit dem italienischen Mittelmotorsportwagen verwandt.

Hochdrehzahl-V10 und Doppelkupplungsgetriebe

Das hört man beim Motorstart: Der V10 bellt einem heißer ins Genick und hechelt selbst im anschließenden Leerlauf schon drehzahlgierig vor sich hin. Das Doppelkupplungsgetriebe setzt die spontane Gasannahme des V10 in einen geschmeidigen und völlig problemlosen Anfahrvorgang um. Losfahren mit dem Zerouno ist genauso einfach wie mit einem Automatik-Allerweltsauto. Nur die Drehmomentüberhöhung des Wandlers fehlt, behutsames Anfahren ist eher einfacher, die Software regelt die Lastanforderung für den Motor. Trotzdem ist die Karbonflunder sofort nach dem Verlassen des Werksgeländes bereit loszupreschen, wenn das Gaspedal kräftiger bewegt wird. Die feinnervige Reaktion des Hochdrehzahlantriebsstrangs begeistert. Der Sound ist im Testwagen auch in der Sporteinstellung laut den Italdesign-Leuten etwas dumpfer, weil hier statt der Titan-Auspuffanlage eine aus Stahl installiert ist. Das Geräuschniveau im Inneren ist südländisch fröhlich, aber nicht lästig, nach außen italienisch extrovertiert – in den Schaltpausen ist der eine oder andere „Handkorb“, diese typische Geste, die wir nur von unseren Nachbarn jenseits der Alpen zu kennen glauben, lautmalerisch eingearbeitet: Der V10 sprotzelt spektakulär aus dem Abgasstrang. Die Schaltvorgänge gehen zackiger als ein Sizilianer „precipitevolissimevolmente“ (italienisch für „Hals über Kopf“) sagen kann. Hier hat Italdesign nachgeschärft. Mit dem Effekt, dass der Fahrer sich ein ums andere Mal dabei ertappt, wie er einen Schaltvorgang zu viel einbaut, nur um sich an der rasanten Reaktion auf den Zug an der Lenkradwippe zu erfreuen – und am blitzartigen und wohltönenden Zwischengasstoß beim nächsten Runterschalten.

Reduziertes Gewicht, geschmeidiges Fahrwerk

Das Beste aber kommt beim Fahren auf kurvigen Landstraßen: Der Zerouno verzahnt sich mit dem Asphalt ohne dabei unkomfortabel zu sein – die Federung scheint vor allem akribisch auf innigsten Kontakt zwischen Reifen und Straße zu achten.

Dass der Zerouno etwa 260 kg leichter ist als der R8 (1655 kg) äußert sich in einem sehr agilen Handling – das fühlt sich eher nach Lotus als nach pfeilschnellem Superportwagen mit megastabilem Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten an – die (Höchstgeschwindigkeit: 330 km/h) ließ sich bei der Testfahrt nicht ausprobieren; trotzdem gab die sehr flotte Landstraßenrunde keinen Anlass, zu glauben, der Zerouno würde unruhig geradeaus fahren, egal bei welcher Geschwindigkeit. Im Gegenteil. Aber das spontane Einlenkverhalten im Kontrast dazu überrascht positiv, vor allem wenn man das Kaliber des Autos im Kopf hat.

Was sich auf der Probefahrt ernsthaft nicht mal provozieren ließ, ist Untersteuern. Allerdings schien die Elektronik im Testauto selbst im Sportmodus eher vorsichtig eingestellt. Regeleingriffe waren zwar keine zu beobachten, nicht mal bei voller Beschleunigung auf weniger griffigen Landstraßen mit Herbstlaub. Vielmehr wirkte der V10 ein wenig gehemmt, als wären noch nicht alle der 600 PS versammelt. Angesichts des Preises könnte man eine zurückhaltende Kennlinie schon verstehen.

Wer es dennoch schafft zu übertreiben, kann sich auf die Karbonbremsanlage verlassen, die einem bei Bedarf das Muster des Gurts auf die Brust prägt. Auch sie profitiert vom reduzierten Gewicht. Wenn die Bremsen einen dann nicht in der totalen Einsamkeit zum Stehen gebracht haben, bleibt man nicht lang allein – der Zerouno (Nulleins) ist ein Sportwagen für mehr als zwei.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/fahrbericht/fahrbericht-italdesign-zerouno-supersportwagen-karbon/

Bentley Continental GT V8 – Klein ist relativ

Bentley bietet künftig seinen Continental GT auch mit „kleinem“ V8 an. Der ist allerdings alles andere als bescheiden.

Bentley erweitert Anfang 2020 das Motorenangebot für die Baureihe Continental GT um eine neue V8-Version. Sowohl Coupé als auch das Cabrio sind fortan alternativ mit einem 404 kW/542 PS und 770 Newtonmeter starken Vierliter-Twinturbo zu haben. Damit knackt der Edel-Brite den 100-km/h-Sprint als Coupé in 4,0 und als Cabriolet in 4,1 Sekunden. In beiden Fällen liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 318 km/h.

Die neue Motorisierung ist nur wenige Zehntelsekunden langsamer als die bereits seit gut einem Jahr erhältliche W12-Version. Optisch unterscheidet sich der Continental GT V8 gegenüber dem Zwölfzylinder durch eckige statt ovale Auspuffendrohre. Außerdem gibt es ein V8-Signet an der Frontschürze. Mit der neuen Motorisierung dürfte der Einstiegspreis für den Luxussportler fallen, der im Fall der W12-Coupéversion bei knapp über 200.000 Euro liegt.

Neue Hymer-Marke Crosscamp – Kompakter Campingbus auf Toyota-Basis

Die Erwin-Hymer-Gruppe weitet ihr Engagement jetzt auch auf kompakte Campingbusse im California-Format aus und gründet dazu mit Crosscamp eine neue, eigenständige Marke. Damit steigt auch Toyota hierzulande verstärkt ins Camper-Geschäft ein.

Mit einer Höhe von nur 1,99 Metern stehen dem Crosscamp auch Parkhäuser und Tiefgaragen offen

Dethleffs, Bürstner, Carado, Sunlight, Niesmann und noch eine Handvoll weiterer Reisemobil-Hersteller machen die Erwin-Hymer-Gruppe inklusive der hauseigenen Marke zum größten Caravaning-Konzern in Europa. Dennoch war das Unternehmen in der Klasse der kompakten Campingbusse, die vom VW California dominiert wird, bisher nicht vertreten. Das soll sich ändern. Denn ab Anfang April schicken die Schwaben aus Bad Waldsee mit Crosscamp eine neue Marke ins Rennen, die den stetig wachsenden Markt für multifunktionale Campervans bedient. Der knapp fünf Meter lange Crosscamp basiert auf dem Toyota Proace Verso Family und wird zu Preisen ab 42.990 Euro natürlich deutlich günstiger angeboten als der VW-Bestseller.

Der knapp fünf Meter lange Crosscamp basiert auf dem Toyota Proace Verso Family und wird zu Preisen ab 42.990 Euro angeboten

Die Hymer-Gruppe, die im vergangenen Jahr ein Joint-Venture in China abgeschlossen hat und durch die Fusion mit dem US-Hersteller Thor Industries zum weltweit größten Hersteller von Freizeitfahrzeugen aufgestiegen ist, setzt ihre Expansions-Aktivitäten damit auch auf heimischem Terrain fort. Sie schließt eine Lücke in ihrem Vielmarken-Konzern, ging das Geschäft mit den beliebten Allzweckmobilen unterhalb der ausgebauten Kastenwagen bisher doch weitgehend an dem Unternehmen vorbei.

Die Erwin-Hymer-Gruppe weitet ihr Engagement jetzt auch auf kompakte Campingbusse im California-Format aus und gründet dazu mit Crosscamp eine neue, eigenständige Marke

Der 4,95 Meter lange Crosscamp soll als vollwertig eingerichteter Camper mit vier Schlafplätzen einerseits die Bedürfnisse der Outdoor-Abenteurer befriedigen, die auf Flexibilität und Mulitfunktionalität weit mehr Wert legen als auf den Wohnkomfort sperriger Reisemobile. Andererseits soll er aber ebenso als verlässlicher Begleiter im urbanen Alltag eingesetzt werden können, egal ob bei Großeinkauf oder Umzug. Besonders wichtig deshalb: Mit einer Höhe von nur 1,99 Metern stehen dem Crosscamp auch Parkhäuser und Tiefgaragen offen.

Für zwei weitere Mitfahrer lässt sich die mittlere Sitzbank in ein weiteres, allerdings engeres Doppelbett umbauen

Mag das Angebot innerhalb des Konzern-Portfolios auch noch so neu sein, die Schwaben nutzen letztlich nur clever die Synergien in der eigenen Gruppe. Als Heimat von Crosscamp gibt die Hymer-Gruppe nämlich das „Kompetenz-Center für Camper-Vans“ in Isny im Allgäu an. Dahinter verbirgt sich im Grunde nichts anderes als der Traditionshersteller Dethleffs, der bereits das Modell Campster auf Basis eines Citroen Spacetourer produziert. Allerdings im Fremdauftrag für die Firma Pössl, die damit einen echten Verkaufsschlager landete. Crosscamp nutzt als Basis den baugleichen Toyota Proace, der Innenausbau stimmt in den wesentlichen Punkten mit der Pössl-Architektur überein.

Der komplette Küchenblock mit Zwei-Flammen-Kocher und Spülbecken lässt sich über die serienmäßige zweite Schiebetür auf der linke Seite komplett herausnehmen

So ist die Aufteilung mit den beiden drehbaren Vordersitzen, die sich mit der verschiebbaren Mittelsitzbank zu einer Vierer-Sitzgruppe arrangieren lassen, und der seitlichen Küche zwar weitgehend klassisch. Der Clou ist hier allerdings: Der komplette Küchenblock mit Zwei-Flammen-Kocher und Spülbecken lässt sich wie beim Campster über die serienmäßige zweite Schiebetür auf der linke Seite komplett herausnehmen und als Outdoor-Küche verwenden. Dazu müssen lediglich zwei Rändelschrauben gelöst und die elektrischen Steckverbindungen getrennt werden. Das Herauswuchten ist allerdings nur ein Fall für zwei. Eine 2,8-Kilo-Propangasflasche liefert das Gas zum Kochen. Tanks für jeweils 10 Liter Frisch- und Abwasser befinden sich ebenfalls im Küchenblock.

Praktisch ist die Ausbau-Variante auch, wenn der Crosscamp als Transporter für umfängliche Einkäufe etwa in schwedische Möbelhäuser genutzt werden soll. Mit der Mittelsitzbank (inklusive Isofix-Befestigungen), einem weiteren serienmäßigen und einem optionalen Einzelsitz in der dritten Reihe lassen sich verschiedene Konfigurationen bis hin zum Siebensitzer realisieren.

Zur Nachtruhe erklettern zwei Crosscamp-Insassen das 1,20 Meter breite und zwei Meter lange Doppelbett unter dem manuell zu betätigenden Aufstelldach. Für zwei weitere Mitfahrer lässt sich die mittlere Sitzbank in ein weiteres, allerdings engeres Doppelbett umbauen. Unterm Dachjuchhe können Sternengucker zudem ein echtes Open-Air-Feeling unter freiem Himmel genießen, da sich die gesamte Frontpartie per Reißverschluss öffnen lässt.

Die Aufteilung mit den beiden drehbaren Vordersitzen, die sich mit der verschiebbaren Mittelsitzbank zu einer Vierer-Sitzgruppe arrangieren lassen, und der seitlichen Küche ist weitgehend klassisch

In der Basisversion für 42.990 Euro wird der zum Crosscamp ausgebaute Toyota Proace Verso Family mit dem 88 kW/120 PS starken 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel und einem manuellen Sechsganggetriebe ausgeliefert. Optional ist aber auch der größere 2,0-Liter-Selbstzünder in zwei Leistungsstufen mit 110 kW/150 PS (2.249 Euro Aufpreis) oder 130 kW/180 PS erhältlich (6.499 Euro). Letzterer ist serienmäßig mit 8-Stufen-Wandlerautomatik kombiniert. Alle Motoren sind mit Start-Stopp-Automatik ausgerüstet, erfüllen mit der SCR-Abgasreinigung die Schadstoffnorm Euro 6d-temp und sind daher vor möglichen Fahrverboten gefeit.

Die Erwin-Hymer-Gruppe führt mit Crosscamp aber nicht nur eine neue Marke ein, sondern erschließt damit auch neue Vertriebswege. Denn der Allzweck-Camper wird ab 6. April nicht nur bei ausgewählten Partnern der Gruppe erhältlich sein, sondern auch bei vielen Toyota-Vertragshändlern im Showroom stehen und bestellt werden können. Auf diese Weise mischt nun auch der japanische Hersteller hierzulande verstärkt bei den Basisfahrzeugen mit, was in fernen, Reisemobil-starken Exportmärkten wie Australien oder Neuseeland längst der Fall ist.

Neuer Bus für die Deutsche Fußballnationalmannschaft — Mit 500 PS zum fünften Stern

Mercedes war einmal. MAN ist jetzt. Der neue Bus der Deutschen Fußballnationalmannschaft ist mehr als nur ein 773.500 Euro teures Shuttlefahrzeug. auto motor und sport durfte ihn sich exklusiv vor der Premiere anschauen.

Mit dem Sponsorenwechsel des Deutschen Fußball Bundes, kurz DFB, folgt nun auch der Fahrzeugwechsel: Der Stern von Mercedes ist dem Löwen aus dem Hause MAN gewichen (seit 2012 Teil des Volkswagen Konzerns). Unbekannt ist die Marke im Profifußball nicht. Zahlreiche europäische Spitzenclubs wie der FC Bayern München, Borussia Dortmund oder Paris Saint-Germain fahren mit Bussen von MAN. auto motor und sport hatte wenige Tage vor der Weltpremiere die einmalige Möglichkeit, sich den MAN Lion‘s Coach C von Jogi Löw und seinen Männern mal etwas genauer anzuschauen.

Von außen wirkt der 13,36 Meter lange, ohne Seitenspiegel 2,55 Meter breite und 3,87 Meter hohe Mannschaftsbus, wie ein typischer Reisebus. Lediglich der übergroße Schriftzug „Die Mannschaft“ und das klein gehaltene „Deutschland fährt MAN“ sind zu lesen. In puncto Design ist er äußerst schlicht gehalten. So ist das Heck schwarz und den Übergang zur weißen Front bilden die Farben der Deutschlandflagge. Die Flagge auf der linken Flanke des Busses wirkt auf den ersten Blick falschherum, da in Leserichtung von links nach rechts die Farben in der Reihenfolge Gold, Rot und Schwarz zu sehen sind. MAN hat den DFB mehrmals darauf aufmerksam gemacht. Das finale Resultat einjähriger Planung trägt nun den Stempel des DFB-Marketing.

Knapp 0,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer pro Spieler

Im schwarz gehaltenen Heck verbirgt sich ein 12,5 Liter große Sechszylinder mit 500 PS und 2.500 Newtonmetern maximalem Drehmoment. Das von MAN gefertigte Dieselaggregat beschleunigt den knapp 21 Tonnen schweren Bus samt seiner bis zu 38 Insassen bis Tempo 100. Dabei verbraucht er 20 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Für die Euro 6d-Abgasreinigung ist ein 25.000 Euro teures System verantwortlich, das aus einem SCR-Katalysator, einem Partikelfilter und einem 60 Liter fassenden AdBlue-Tank besteht.

Den Einstieg zum 773.500 Euro teuren Mannschaftsbus geben zwei 88 Zentimeter breite Türen vorn und in der Mitte frei. Wie bei vielen aktuellen Neuwagen wird auch beim DFB ein Logo oder Spruchband auf den Boden im Einstiegsbereich projiziert – in diesem Falle „Die Mannschaft“. Das Cockpit unterscheidet sich nicht von dem eines modernen Reisebusses. Der Fahrer sitzt auf einem luftgefederten, komfortablen Sitz, das Lenkrad hat Jumbo-Pizza-Format und die Gangwechsel übernimmt das automatisierte 12-Gang-Getriebe selbst.

36 edle Ledersitze, Karbonoptik und Feng-Shui

Ein Blick auf den Kilometerzähler verrät, dass der neue Bus bereits vor der Auslieferung 1.492,8 Kilometer auf seinen eigenen drei Achsen zurückgelegt hat. Er wurde innerhalb von drei Wochen im türkischen Ankara gefertigt, nach Istanbul gefahren, von dort bis Triest verschifft und abschließend ins MAN Bus Modification Center in Plauen gefahren. Für eine Rundumsicht namens Birdview sorgen sechs Kameras und für die Sicherheit kommen Notbremsassistent, Spurüberwachungssystem, Elektronisches Stabilitätsprogramm, Regen-Licht-Sensor, Aufmerksamkeitsassistent MAN AttentionGuard und ein abstandsgeregelter Tempomat zum Einsatz. Ein ausklappbarer Beifahrersitz ist auch an Bord.

Die anderen 36 Sitzplätze sind zwar nicht besser gefedert, wirken aber edler verarbeitet. Die Mittelbahnen besteht aus Leder, die Seitenflanken aus Kunstleder und in die Rückenlehne ist das Logo des DFB inklusive der aktuell vier Weltmeistersterne eingestickt. Hinzu kommen Armlehnen und Griffe in Karbonoptik. Unter den Sitzen befindet sich je eine 230 Volt-Steckdose inklusive USB-Buchse. Die kommunizierte Nähe zum Feng-Shui lässt sich aufgrund des dunklen Bodens und der nach oben hin immer heller werdenden Materialien durchaus nachvollziehen. Auch dann noch, wenn ganz oben vier 19 Zoll große LCD-Bildschirme aus dem Dachhimmel herausklappen. Auf den beiden Lichtbändern vor den oberen Ablagefächern lassen sich kleine Deutschlandflaggen darstellen, die von vorn nach hinten durchlaufen.

Der Bundestrainer hat die größte Beinfreiheit

Interessanter Weise variieren die Sitzabstände im DFB-Bus. Der Abstand vom Ende der Beinauflage hin zum Beinauflagenende des nächsten Sitzes kann zwischen 84 und 96 Zentimeter betragen. Den meisten Platz hat der Trainerstab in der ersten Reihe. Er kann außerdem in der ersten Reihe die kleinen Tische elektrisch zur gepolsterten Fußablage umklappen. Ähnlich komfortabel geht es in den hinteren beiden der insgesamt vier Vis a Vis-4er-Sitzgruppen zu. Hier können die großen Tische ebenfalls elektrisch abgesenkt und mithilfe einer Polsterauflage zur Liegewiese umfunktioniert werden. Nachteil der letzten Reihe: Die Rückenlehne lässt sich nur minimal nach hinten verstellen. Nach dem Trainerstab haben die Spieler in der Mitte des Busses auf der linken Seite die größte Beinfreiheit.

Wenn es mal nicht ganz so schnell zum Stadion geht und dennoch die Blase drückt, steht eine Komforttoilette unterhalb der Küchenzeile bereit. Bis ca. 1,85 Meter Körpergröße lässt es sich hier aufrecht stehen. Ein Luftgebläse zum Händetrocknen und ein Duftspender für die etwas härteren Fälle stehen ebenfalls zur Verfügung.

Mit 5.000 Watt zum nächsten Spiel

Die Küche, eine Etage weiter oben, besteht aus einer 1,34 Meter breiten Arbeitsfläche mit einem abnehmbaren 32er-Becherhalter, einer Eistonne für isotonische Getränke und zwei Steckdosen sowie einem Becherentsorgungsloch, das in einem Auffangbehälter auf Höhe der Toilette endet. Ein WLAN LTE-Signal und auch die acht Boxen sowie vier Subwoofer der 5.000 Watt starken Musikanlage dürfen natürlich nicht fehlen. Dass der nächste Bus in drei Jahren, sprich nach der nächsten Weltmeisterschaft folgen soll, ist bestimmt kein Zufall.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/dfb-mannschaftsbus-2019/

Neues VW-Logo (2019) — Moderner, digitaler, weniger deutsch

Volkswagen bringt noch in diesem Jahr ein neues Logo an seine Autos. Das modernisierte VW-Zeichen prangt bereits an dem erst kürzlich erwischten Erlkönig vom neuen Golf 8.

Dabei präsentiert sich das Logo deutlich zurückgenommen. Auf schwarzem Grund stehen feiner ausgearbeitete Buchstaben, das „W“ berührt mit seinen Spitzen nicht mehr den unteren Rand. Auch bei der Werbe-Kampagne des Deutschen Fußballbunds (DFB) tritt die Nationalmannschaft auf ihren Jacken schon mit dem neuen Logo auf. Übrigens: Dreht man das neue VW-Logo um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn, ähnelt es frappierend dem DFB-Logo.

Nahezu zeitgleich kommt das neue Logo dann auch beim ersten Elektromodell „ID. Neo“ zum Einsatz, der auf der IAA Premiere feiert. Es soll jugendlicher, moderner wirken und nach Meinung von VW auch besser in die digitale Welt passen. Im Spätsommer 2019 soll die offizielle Präsentation stattfinden.

Das neue VW-Logo ist die 12. Version der berühmten Buchstaben. Zuletzt hatte Volkswagen 2012 das Signet mit einer 3D-Anmutung erneuert.

Bereits im April 2018 hatte VW-Marketing-Chef Jochen Sengpiehl angekündigt, dass das Logo „sowohl auf Autos als auch auf Smartphones eine starke Symbolkraft haben muss“. Die Marke sei, verglichen mit den vergangenen Jahren, in keinem guten Zustand. VW habe versucht, „zu deutsch“ zu sein und habe an Emotionalität verloren. Ziel sei es, VW weniger spießig zu machen und die Innovationskraft des Herstellers deutlicher herauszustellen, zitiert Bloomberg den Marketingchef.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/neues-vw-logo-2019-moderner-frischer-digitaler/

Erlkönig Rolls-Royce Ghost (2021) — Neue Generation auf neuer Plattform

Rolls-Royce bringt den Ghost 2021 in der zweiten Generation an den Start. Aktuell testen die Briten ihren kleinen Luxusliner bei eisigen Temperaturen im hohen Norden – und unser Erlkönigjäger hat sie dabei erwischt.

Der neue Ghost baut auf der gleichen skalierbaren Plattform auf, die bereits den Phantom und den SUV Cullinan trägt. Entsprechend gestaltet sich auch die Technik des Ghost, denn er verfügt über den 6,75-Liter großen Twin-Turbo-V12-Motor, der ebenfalls in den beiden anderen Modellen zum Einsatz kommt.

Keine Hybridisierung im Ghost

Einer Hybridisierung seiner Rolls-Royce-Modelle hatte CEO Torsten Müller-Ötvos bereits eine Abfuhr erteilt. Wr wolle direkt zu reinen Elektrofahrzeugen übergehen, da diese insbesondere für den chinesischen Markt wichtig sind. Ein weiteres Technik-Highlight dürfte die Allradlenkung sein.

Optisch zeigt sich der Ghost mit großen Ähnlichkeiten zum Rolls-Royce Phantom. So haben die Briten die Scheinwerfer schmaler gestaltet und den rechteckigen Grill quadratischer gezeichnet. Die C-Säule erscheint in einer veränderten Neigung, was zu einer rundlicheren Dachform führt.

Am Heck sieht Rolls-Royce noch andere Schürzen und überarbeitete Leuchten vor. Sicher möchte der britische Luxus-Autobauer seinen potenten Kunden auch einen komplett überarbeiteten Innenraum liefern. Neben dem typischen Individualisierungsprogramm gibt es die aus dem Phantom und dem Cullinan bekannten Fahrerassistenz- und Infotainmentsysteme.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/neuer-rolls-royce-ghost-2021-fotos-daten-ausstattung/

Studie zur Elektromobilität — Elektroautos gefährden Jobs

Nach einer Studie der „Landesagentur E-Mobil BW“ sind bis 2030 die Hälfte aller Arbeitsplätze bei Herstellern von Antriebstechnik in Baden-Württemberg bedroht.

Die „Strukturstudie BWe mobil“ sieht bis zu 31.200 Stellen von insgesamt 69.600 Jobs bei der Produzenten von Motoren oder Antriebskomponenten für Verbrennermotoren bedroht. Dazu gehören auch Unternehmen, die Getriebe oder Abgasanlagen fertigen. In der Studie ist schon gegengerechnet, dass etwa 7.900 Jobs durch die Produktion von Elektromotoren und Komponenten entstehen könnten.

Zweites Szenario sieht weniger Job-Verluste

Die Studien-Machen skizzierten zwei Szenarien, die davon abhängen, wie stark sich die baden-württembergischen Unternehmen in ihrer Produktion umstellen können und wie stark das Netz der Ladesäulen wächst. Dazu gehen sie von einer Neuzulassungsquote von 15 bzw. 51 Prozent aus. Zu dem progressiven Szenario, bei dem fast die Hälfte der Jobs wegfallen und E-Autos rund 1.000 Euro billiger als Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb sind, geht die moderate Entwicklung lediglich von 13.700 wegfallenden Arbeitsplätzen aus – das wären dann jeder fünfte Job in Baden-Württemberg, der mit Antriebstechnik in Verbindung steht.

Deutlich weniger brisant ist die Entwicklung der Automobilbranche in der Summe. Neben der Schlüsselindustrie in dem Bundesland zieht die Studie auch Zulieferer sowie das Kraftfahrzeuggewerbe und Unternehmen, die Anlagen und Maschinen zur Autoproduktion herstellen, hinzu. So gehen bei einer progressiven Entwicklung rund 30.800 (sieben Prozent) von insgesamt 468.500 Arbeitsplätzen bis 2030 verloren. Im moderaten Szenario sind es zwei Prozent – 8.900 Stellen weniger. „Die Ergebnisse zeigen, dass ein gelungener Transformationsprozess zur Elektromobilität die weltweit besondere Bedeutung des baden-württembergischen Automobilclusters nicht gefährden wird“, so die Studienmacher in ihrem Fazit. Bei einer aktiven industrie- und arbeitsmarktpolitischen Begleitung könne die wirtschaftliche Stärke des Südwestens erhalten oder sogar ausgebaut werden.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/elektromobilitaets-studie-sieht-jobverluste-bis-2030/