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Rad-ab? Im Can-Am durch den Staub.

Mit drei Rädern im Staub: Der Can-Am Ryker Rally Edition

Meine Name ist nicht Bjoern Habegger, meine Freunde nennen mich daher auch nicht Habby, doch wenn Ihr den Artikel lest, dürft Ihr mich Griese nennen. Darum herzlich Willkommen zu einem ungewöhnlichen Fahrbericht auf Autohub, denn am Testgerät fehlt ein Rad. Ein Dreirad also und mal unter uns: vereinen solch…

BMW 2er Gran Coupé – Stufenhecklimousine für Hipster

Mit dem neue 2er Gran Coupé nimmt BMW nun einen Konkurrenten für den Mercedes CLA ins Programm. Die schnittige Stufenhecklimousine soll vor allem junge Kunden ansprechen – allerdings nicht in erster Linie in Deutschland.

BMW fächert die neue Kompakt-Familie weit auf. Erstmals wird es in der Einstiegs-Baureihe der Münchner auch ein viertüriges 2er Gran Coupé geben, wie Vorstandschef Harald Krüger nun im Rahmen der Bilanzpressekonferenz angekündigt hat. Premiere feiert die wohl explizit schnittig gestaltete Stufenhecklimousine im November auf der Auto Show in Los Angeles, auf den Markt kommt sie im Frühjahr 2020.

Das BMW 2er Gran Coupé dürfte vor allem mit Blick auf die Märkte in China und den USA entstanden sein, wo der vergleichbare Mercedes CLA zuletzt bei jungen Käufern Erfolge gefeiert hat. Der Trend zu formschönen Stufenhecklimousinen ist aber auch für BMW nichts neues, so gibt es unter anderem ein 4er Gran Coupé in der Mittelklasse.

Technisch basiert der viertürige 2er auf der neuen Frontantriebsplattform, die auch die kommende Generation des BMW 1er trägt. Letzterer feiert im Herbst Premiere und wird in den darauffolgenden Monaten von den höher positionierten 2er-Modellen ergänzt. Neben der Limousine dürfte es auch ein Coupé und möglicherweise ein Cabrio geben.

Suzuki-Pläne für Europa – Zwei Kompaktmodelle auf Toyota-Basis

Oberhalb des aktuellen Suzuki-Flaggschiffs SX4 S-Cross ist noch viel Platz. Unter anderem für ein klassisches Kompakt-SUV.

Suzuki erweitert sein Neuwagen-Angebot in Europa künftig mit Toyota-Modellen. Eine nun zwischen den beiden Unternehmen vereinbarte Partnerschaft sieht vor, dass Suzuki ein Kompakt-SUV auf Basis des Toyota RAV4 auf den Markt bringt. Geplant ist zudem ein Kompakt-Kombi mit Technik des Toyota Corolla Kombi. Beide werden über Hybridantrieb verfügen.

Suzuki würde mit den beiden Modellen sein Produktportfolio nach oben ausbauen; aktuell bieten die Japaner hierzulande nur Kleinwagen und kleine SUV an. Einen konkreten Zeitplan für die Einführung der Neuen nennen die Autohersteller nicht, beide Modelle könnten aber schon Ende 2020 starten.

Im Gegenzug wird Toyota in Europa neue Suzuki-Motoren für kleine und kompakte Autos übernehmen und selbst produzieren. Darüber hinaus umfasst die nun getroffene Vereinbarung zahlreiche Regelungen für andere Weltmärkte. Unter anderem wird Toyota Suzuki mit Hybridtechnik beliefern.

Hyundai Tucson N-Line – Tucson im Trainingsanzug

Sport-Ausstattungen liegen im Trend und sind längst auch in der naturgemäß eher schwerfälligen SUV-Liga angekommen. Ab Mai bietet auch Hyundai den Tucson im Trainingsanzug an.

VW macht es, Opel macht es, Audi macht es, Toyota macht es – fast alle Hersteller haben in der letzten Zeit ihr Angebot an sportlich angehauchten Ausstattungen deutlich ausgeweitet. Egal ob R-, OPC-, S- oder GR-Line, ein bisschen mehr optische Dynamik tut den meisten Modellen gut. Mit dem Hyundai Tucscon (ab 34.550 Euro) schmückt sich nun ab Mai das erste SUV der koreanischen Marke mit den Sportabzeichen, nach dem Kompakten i30 ist er der zwei N-Line-Hyundai überhaupt. Die Produktplaner gehen davon aus, dass rund 15 Prozent der Tucson-Käufer ihr Kreuzchen bei der N-Line machen.

Mit dem Hyundai Tucscon (ab 34.550 Euro) schmückt sich nun ab Mai das erste SUV der koreanischen Marke mit den Sportabzeichen

Der Trainingsanzug ist so simpel wie wirkungsvoll und steht dem 1,66-Meter-Hochbeiner richtig gut: Ein neuer Kühlergrill, geänderte Front- und Heckschürzen, wuchtige 19-Zöller, neue Tagfahrlichter, weniger Chrom, dafür mehr dunkle Dekor-Elemente und natürlich das prominente Doppel-Endrohr machen den Tucson N-Line markanter. Dass die Performance-Ausstattung in der Regel nicht mit einem Leistungsplus einhergeht, sei zweitrangig, betont Hyundai-Designer Thomas Bürkle. „Den Kunden geht es mehr um Individualität als um reinrassige Sportlichkeit.“.

Innen gibt es ebenfalls ein paar abgedunkelte Ziereinlagen, am auffälligsten sind aber die roten Ziernähte an den schwarzen Leder-Stoff-Sitzen. Letztere sind allerdings genauso weich gepolstert wie das Standard-Gestühl. Das N-Line-Modell fährt serienmäßig mit Edelstahl-Pedalerie vor, ansonsten aber bleibt es bei der übersichtlichen, unaufgeregten Inneneinrichtung des Standard-Tucsons.

Ein neuer Kühlergrill, geänderte Front- und Heckschürzen, wuchtige 19-Zöller, neue Tagfahrlichter, weniger Chrom, dafür mehr dunkle Dekor-Elemente und natürlich das prominente Doppel-Endrohr machen den Tucson N-Line markanter

Auf ein Sportfahrwerk, das den Tucson näher an die Erde rückt, verzichten die Koreaner. Dafür gibt es zumindest eine überarbeitete Abstimmung: Die Dämpfer sollen etwas straffer sein, die Lenkung ein bisschen direkter – das allerdings nur,  wenn man sich für eine der beiden stärkeren Antriebsvarianten entscheidet: Für den 1,6-Liter-Turbo-Benziner mit 130 kW/177 PS oder den 136 kW/185 PS starken 2,0-Liter-Diesel; letzterer kommt immer mit Allradantrieb, beim Benziner haben die Kunden die Wahl. Serienmäßig fahren beide mit 6-Gang-Schaltgetriebe vor, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe für den Benziner oder Achtgang-Wandler beim Diesel können extra bestellt werden. Die Preise beginnen bei 34.550 Euro für den 1.6 T-GDI als 2WD-Handschalter, der Selbstzünder mit Automatik kostet 43.000 Euro. Basis für die N-Line-Version ist die Style-Ausstattung.

Innen gibt es ebenfalls ein paar abgedunkelte Ziereinlagen, am auffälligsten sind aber die roten Ziernähte an den schwarzen Leder-Stoff-Sitzen

Als dritte Antriebsoption steht ab Sommer – ohne die gestrafften Dämpfer – ein neuer 1,6-Liter-Diesel bereit, der dann auch in den anderen Ausstattungen bestellt werden kann. Wie der große Selbstzünder setzt auch der 1.6er auf 48-Volt-Unterstützung und Riemenstartergenerator, der beim Gasgeben ein wenig Elektro-Schub beisteuert und beim Rollen und Bremsen Energie zurückgewinnt. Verbrauchswerte liefert Hyundai noch keine, dass das System effektiv arbeitet, sieht man jedoch bei Kia: Dort ist der 48-Volt-Diesel im Kia Sportage bereits im Einsatz. Was der 1.6er-Diesel im Tucson kostet, sagt Hyundai noch nicht.

BMW 3er GT – Aus für die Fließhecklimousine

Nach nur einer Generation ist Schluss: Für den BMW 3er GT wird es keinen Nachfolger geben.

Der BMW 3er Gran Turismo erhält keinen Nachfolger. Das hat der Münchner Hersteller nun im Rahmen der Bilanzpressekonferenz erklärt. Die gestreckte Fließheckvariante der Mittelklasse-Reihe zählt damit zu den ersten Opfern einer neuen Strategie zur Reduktion von Komplexität in der Produktion. Darüber hinaus will BMW ab 2021 bis zu 50 Prozent der heutigen Antriebsvarianten entfallen lassen und sich auf die gefragtesten Varianten beschränken.

Der 3er GT kam 2013 auf den Markt und sollte die Vorteile von Limousine und Kombi vereinen. Vorbild war der eine Klasse größere 5er GT, mit dem er sich neben der fließenden Dachlinie Details wie die große elektrische Heckklappe und rahmenlose Seitenfenster teilte. Technisch entspricht der GT weitestgehend den anderen 3er-Varianten der bis 2019 gebauten Generation E90. Auf eine Version auf G20-Basis muss man nach der aktuellen Ankündigung nun nicht mehr warten.

Geisterfahrer-Warner kommt ins Auto – Bald in Serie

Bosch will seinen Geisterfahrer-Warner zur Serienausstattung neuer Autos machen. Bislang läuft der Dienst nur auf dem Handy.

Der Geisterfahrer-Warner von Bosch soll künftig in die Infotainment-Systeme von Neuwagen einziehen. Der Zulieferer ist nach eigenen Angaben mit zahlreichen Autoherstellern im Gespräch, die die Technik serienmäßig anbieten wollen. Einen Zeitpunkt für die Einführung nennen die Stuttgarter allerdings nicht.

Bislang existiert das System nur in Form einer Warn-App für das Smartphone. Der cloudbasierte Dienst gleicht die aktuelle Fahrtrichtung mit einer Datenbank ab, um Geisterfahrten zu erkennen und den Fahrer zu warnen. Nach Unternehmensangaben ist die Funktion aktuell in 13 europäischen Ländern nutzbar.

Keyless-Systeme im Test – Eine Einladung für Diebe

Schlüssellose Zugangssysteme beim Auto sind komfortabel, aber nicht immer sicher. Selbst bei teuren Premiumfahrzeugen kann man sich nicht auf die Technik verlassen.

Schlüssellose Zugangssysteme bieten auch bei neuesten Pkw-Modellen einen Angriffspunkt für Kriminelle. Bei einigen Fahrzeugen lässt sich das Signal des Funkschlüssels besonders leicht abfangen und für einen Diebstahl missbrauchen, wie das britische Fahrzeugsicherheitszentrum Thatcham Research ermittelt hat.

Von elf getesteten Neuwagen des Modelljahres 2019 erhielten sechs hinsichtlich der Diebstahlsicherung die Bewertung „schwach“, darunter ein teures Premium-SUV wie der Porsche Macan und ein Hightech-Mobil wie das Wasserstoffauto Hyundai Nexo. Bei allen Modellen könnten Kriminelle durch das Abfangen von Funksignalen auch ohne Schlüssel Zugang zum Fahrzeug erhalten, so die Experten. Bemerkenswert ist der Umstand auch, weil die übrige Sicherungs-Technik an Bord durchaus als gut und zeitgemäß bewertet wurde.

Dass die sogenannten Keyless-Entry-Systeme nicht per se unsicher sein müssen, zeigen Modelle wie Audi E-Tron, Jaguar XE, Range Rover Evoque und Mercedes B-Klasse, die einen besseren Funkstandard verwenden oder die Schlüssel auf anderem Weg gegen Abhören sichern. Ein Verzicht auf Keyless-Technik ist sowieso keine Lösung, wie der Suzuki Jimny zeigt, der zwar keine Hackerangriffe überstehen muss, aber bereits vor altmodischem Kriminellen-Handwerk kapituliert. Er erhielt die Bewertung „inakzeptabel“. Das Thatcham-Institut will in der Zukunft regelmäßig neue Fahrzeugmodelle einem Test zur Diebstahlsicherheit unterziehen und die Ergebnisse veröffentlichen.

In Deutschland kritisiert unter anderem der ADAC seit Jahren den fehlenden Schutz der Keyless-Systeme. Der Automobilclub hatte Anfang 2017 systematische Sicherheitslücken der Technik aufgedeckt. Bei vielen Autos lassen sich demnach die Funksignale der Autoschlüssel aus der Ferne abgreifen und anschließend zum Aufschließen und Starten des Fahrzeugs missbrauchen. Die dazu erforderlichen Geräte lassen sich dem Automobilclub zufolge für rund 100 Euro aus handelsüblichen Elektronikbauteilen von Laien selbst herstellen.

Test: BMW X5 xDrive30d – Für die lange Tour

Der BMW X5 ist ein Klassiker unter den SUV und liefert in seiner vierten Auflage erneut viele Argumente für diese Gattung. Schwächen fanden wir im Detail. 

Als der BMW X5 im Jahr 1999 auf den Markt kam, war das SUV-Angebot noch übersichtlich. Zwanzig Jahre später muss er sich vielen Mitbewerbern stellen. Wir wollten wissen, wie sich das seit Ende letzten Jahres mittlerweile in der vierten Generation erhältliche Urgestein jetzt macht. Zum Test trat er mit der Basismotorisierung an.

Als Einstiegsaggregat fungiert beim X5 als xDrive30d ein Reihensechszylinder mit 195 kW/265 PS

Wobei der Begriff Basis etwas irritierend sein könnte. Als Einstiegsaggregat fungiert beim X5 als xDrive30d ein Reihensechszylinder mit 195 kW/265 PS, der ab 69.200 Euro zu haben ist. Wem die 265 PS nicht reichen, muss zum M50d mit 294 kW/400 PS (ab 92.200 Euro) und – als einziger Benziner zurzeit im Angebot – zum xDrive40i mit 250 kW/340 PS (ab 70.700 Euro) greifen.

Der 30d hat dynamisch unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Wer das Gaspedal durchtritt, schafft den Standardspurt in 6,5 Sekunden; bis zu Tempo 230 km/h geht es auf einer freien Autobahn vorwärts, ohne dass der Fahrer irgendeine Anstrengung des Motors bemerken würde. Die Stärke des 30d liegt jedoch diesseits der Höchstgeschwindigkeit. Im Bereich zwischen 130 und 180 km/h vermittelt der Diesel einfach kraftvolle Souveränität. Bauartbedingt überzeugt der Sechszylinder durch Laufruhe; die Kraftausbeute von 620 Nm, die zwischen 2.000 und 2.500 Umdrehungen zum Tragen kommt, trägt ihren Teil zum Reisekomfort bei. Dass man mit einem 2,2 Tonnen schweren Fahrzeug unterwegs ist, fällt nicht weiter auf. Der entspannt-kraftvolle Auftritt ist auch der Achtgangautomatik zu verdanken, die für jede Fahrsituation den passenden Gang auswählt und dies alles schnell und unauffällig erledigt. Mit gelassenem Gasfuß kamen wir auf einen Durchschnittsverbrauch von 7,8 Litern, einen guten Liter mehr als der Normwert vorgibt. Nutzt man das Beschleunigungspotential jedoch aus, geht es, nicht ganz überraschend, in Richtung zweistelligen Verbrauch. Das Fahrwerk filtert Unebenheiten meist weg; wer es aber halbwegs kommod mag, sollte auf die sportliche Abstimmung verzichten und gleich auf „comfort“ stellen.

Die Stärke des 30d liegt jedoch diesseits der Höchstgeschwindigkeit

Beim Thema Komfort kommen auch die Sitze des X5 ins Spiel. Diese sind vielfach elektrisch verstellbar und bieten eigentlich für jede Körperlänge und jede Rücken- und Nackenanatomie die passende Einstellung. Leider haben die Sitzentwickler nicht an die weniger durchtrainierten Nutzer gedacht. Mit anderen Worten: Wer ein wenig mehr Fleisch auf den Rippen hat, fühlt sich von den Sitzauflagen und Seitenwulsten unangenehm bedrängt. Dabei fällt uns immer wieder auf, dass die seitlichen Wangen der Sitzfläche pseudosportlich hochgezogen werden, was bei längeren Fahrerbeinen immer zu Verdruss führt, weil die Kanten dann unter dem Oberschenkel drücken. BMW ist hier keine Ausnahme, kann das aber, zum Beispiel beim 7er deutlich besser.

Der BMW X5 ist ein Klassiker unter den SUV

Der aktuelle X5 kommt im Vergleich zu den Vorgängermodellen etwas dezenter vorgefahren. Den Designer ist es gelungen, die tatsächlichen Abmessungen geschickt zu kaschieren. Erst ein Blick ins technische Datenblatt zeigt, dass das SUV sich auf 4,92 Meter Länge streckt. Mit ausgeklappten Außenspiegeln kommt er in der Breite auf stolze 2,22 Meter. Er ist also nicht unbedingt dafür prädestiniert, sich in engen Parkhäusern und eng bemessenen Parkbuchten heimisch zu fühlen. Sein Revier ist doch eher der Alltag als Reise-„Limousine“. Viel Platz für die Passagiere ist gegeben; an Luxus spart BMW auch nicht. Für knapp 70.000 Euro darf die Kundschaft auch Einiges erwarten, und erhält auch unter anderem Features wie Dreizonen-Klimaanlage, LED-Scheinwerfer, Leder, Sitzheizung inklusive der Erwärmung von Türarm- und Mittelarmlehme und ein umfangreiches Assistentenpaket. Darunter befindet sich ein Rückfahrhelfer, der die letzten 50 gefahrenen Meter in Vorwärtsrichtung auf Wunsch wieder rückwärts selbständig zurücksetzt. Optionen wie Laser-Matrixlicht, Head-up-Display, schicke Lackierung, auffallende Alus, eine bessere Musikanlage sowie weitere Assistenten lassen den Preis des X5 gerne um die Anschaffungskosten für einen gut ausgestatteten Kleinwagen steigen.

Als der BMW X5 im Jahr 1999 auf den Markt kam, war das SUV-Angebot noch übersichtlich

Wobei nicht alle Assistenten dem nicht mehr ganz jungen Fahrer als sinnvoll erscheinen mögen. Warum soll man die Lautstärke der Musikanlage mittels Gesten verändern, zumal man gerne die Hände beim Reden nutzt? Nachdem man so die Lautstärke mehrfach ungewollt „manipuliert“ hat, ging es in den tiefen der Menüeinstellung auf die Suche zur Deaktivierungsoption der Gestensteuerung. Schließlich fand man das entsprechende Häkchen, um diese Einstellung auszuschalten.

Dass man mit einem 2,2 Tonnen schweren Fahrzeug unterwegs ist, fällt nicht weiter auf

Apropos Bedienung. Natürlich ist jetzt auch beim X5 vieles moderner und schicker geworden. Die Sprachsteuerung funktioniert ziemlich gut, wo es Verständnisprobleme bei der Suche bei der Eingabe einer Navigationsadresse gab, bot sich ein Conciergedienst an, zu helfen. Das Navi arbeitete tadellos und schnell. Audio-, Klima- und Konnektivitätseinstellungen werden wie gehabt über einen zentralen Dreh-Drückknopf sowie Tasten für das Schnellfinden von Media, Navigation und Hauptmenü angewählt. Wobei für die Klimatisierung ein extra Tastenfeld unter dem Bildschirm platziert ist, das sich vor allem im Dunkeln, weil beleuchtet, gut bedienen lässt. Im hellen sind die mittleren Taster, weil in Alu gefräst, kaum zu identifizieren.

Natürlich ist jetzt auch beim X5 vieles moderner und schicker geworden

Die Nutzung des großen Gepäckabteils von 650 Litern gestaltet sich nicht ganz einfach. Klappt man die zweitgeteilte Heckklappe aus, entsteht eine ebene Ladekante. Die untere Heckklappe wird traditionell gerne als Outdoorsitz in britischer Campingtradition genutzt, hat im Alltag aber den Nachteil, dass Gegenstände, die sich im Kofferraum an den hinteren Sitzlehnen befinden, für kleine Personen nicht zu erreichen sind. Selbst langgewachsene Menschen müssen sich strecken, um an sie heranzukommen.

Die Nutzung des großen Gepäckabteils von 650 Litern gestaltet sich nicht ganz einfach

Letztlich sind die kritisierten Punkte allerdings Kleinigkeiten, die der Qualität des großen Reise-SUV keinen Abbruch tun, aber eben Raum für Verbesserungen zeigen.

Mitsubishi-Sondermodelle – Vom Kleinstwagen bis zum Mittelklasse-SUV

Mitsubishi legt gleich acht neue Sondermodelle auf. Die Auswahl reicht von klein bis groß, viel Ausstattung ist immer an Bord.

Mit umfangreicher Ausstattung warten zwei neue Sondermodell-Familien bei Mitsubishi auf. In der „Active“- und der „Active+“-Edition sind sowohl die SUVs ASX, Eclipse Cross und Outlander als auch der Kleinstwagen Space Star zu haben – jeweils mit modellspezifischen Ausstattungs-Umfängen. Günstigste Variante ist der Space Star Active für 11.300 Euro, der unter anderem mit Klimaanlage, Zentralverriegelung und Audiosystem aufwartet. Als Antrieb dient ein 52 kW/71 PS starker 1,0-Liter-Dreizylinder. Am oberen Ende des Portfolios rangiert der Outlander Active Plus mit 110 kW/150 PS starkem 2,0-Liter-Benziner und Allradantrieb, bei dem unter anderem LED-Scheinwerfer, Kunstleder-Sitze und Klavierlack-Deko zum Lieferumfang zählen. Der Preis beträgt 31.800 Euro.

Volvo S60 – Los geht es ab 43.200 Euro

Nach Kombi folgt die Limousine. Volvo stellt den S60 in die Schauräume der Händler. Zunächst gibt es nur gehobene Ausstattungslinien, dafür keinen Diesel mehr.

Nachdem der Volvo V60 (Kombi) bereits im Sommer 2018 auf den Markt kam, schieben die Schweden jetzt die Stufenhecklimousine nach. Der S60 ist zu Preisen ab 43.200 Euro bestellbar, beim Händler stehen die Modelle Mitte des Jahres.

Der Volvo S60 ist zu Preisen ab 43.200 Euro bestellbar

Zunächst sind zwei Turbo-Benziner (T4 mit 140 kW/190 PS und T5 mit 184 kW/250 PS) sowie als T8 eine Plug-in-Hybrid-Version mit einer Systemleistung von 288 kW/390 PS vorgesehen. Die Kraftübertragung erfolgt jeweils über eine Achtgang-Automatik, der T8 verfügt zudem noch über Allradantrieb. Eine Dieselvariante wird es für den S60 nicht geben.

Der T5 kostet 4.000 Euro mehr als der T4 und kommt auf 46.200 Euro. Damit ist der S60 T5 rund 3.500 Euro günstiger als ein vergleichbar ausgestatteter V60 T5. Der T8 startet im S60 ab 59.150 Euro. Zur Markteinführung steht zunächst nur die gehobene „R-Design“-Ausstattung zur Verfügung, der Plug-In-Hybrid lässt sich zudem mit der Komfortlinie Inscription bestellen.

Zunächst sind zwei Turbo-Benziner (T4 mit 140 kW/190 PS und T5 mit 184 kW/250 PS) sowie als T8 eine Plug-in-Hybrid-Version mit einer Systemleistung von 288 kW/390 PS vorgesehen

Die in Deutschland gefragtere Kombivariante ist in Verbindung mit einem 110 kW/150 PS starken Diesel ab 37.500 Euro zu haben.

Fahrbericht: Rolls Royce Cullinan – Königlich auf Abwegen

Seit Anfang des Jahres wird das derzeit teuerste und größte SUV der Welt auch in Deutschland angeboten. Der Rolls Royce Cullinan ist nicht unter 315.000 Euro zu haben, hat Allradantrieb, einen 12 Zylinder-Motor und den größten Kofferraum aller SUV.

Dieses Auto fährt in seiner eigenen Welt. In einer Art von abgeschirmtem Reservat, in dem sich seine Besitzer auf weichen Sesseln vor prasselndem Kaminfeuer in ihrem exklusiven Klub über die Themen der Zeit austauschen und dabei an ihrer 100-Euro-Zigarre ziehen. In diesem Klischee-Bild aus dem Reich der Mächtigen, Gekrönten und Superreichen kommt all das, was da draußen im realen Leben vor sich geht, nicht vor. Themen wie etwa der Klimawandel, Umstieg auf Elektromobilität, Abgas-Ärger oder gar Fahrverbote gehen dieser winzig kleinen Gruppe an dem Teil des Rolls Royce Cullinan vorbei, auf den dessen Designer so richtig stolz sind, dem Heck mit seinen beiden chromumrandeten Endrohren.

Das basisspendende Untergeschoß teilt sich der 5,34-Meter-Gigant mit der Luxuslimousine Phantom

Natürlich läuft ein über 300.000 Euro teures Gefährt wie das erste SUV der britischsten aller Edelmarken, alleine schon durch seine Präsenz und Größe immer in Gefahr, in solche Klischees gepackt zu werden. Schließlich ist dieses Auto mit seinem 12-Zyinder-Motor, seiner 571-PS-Potenz, seinem Prunk im Innenraum und seinen 2,66 Tonnen Gewicht für einen verschwindend kleinen Teil der Menschheit überhaupt erreichbar. Also ringt nüchterne Betrachtung stets mit Faszination, Vernunft mit Verlockung. Der Cullinan will nun mal anders sein. „Er ist einzigartig und definiert luxuriöses Reisen völlig neu“, sagt Torsten Müller-Ötvös, der Chef der noblen BMW-Tochter und berichtet von dem Wunsch seiner Kunden, mit ihrem Rolls asphaltierte Wege auch mal zu verlassen. Das englisch-deutsche Management rechnet sogar damit, dass das SUV der meistverkaufte Rolls Royce werden könnte.

Auf Knopfdruck bewegen sich zwei schmale Campingstühle samt Tisch aus einem Fach im Kofferraum und kommen auf der Oberseite des unteren Teils der Heckklappe zur Ruhe

Das basisspendende Untergeschoß teilt sich der 5,34-Meter-Gigant mit der Luxuslimousine Phantom. Der Aluminium-Rahmen wurde an die Herausforderungen eines Allradautos für unwegsames Terrain angepasst. Die Burg auf Rädern wurde höher, aber etwas kürzer als ihre verschwisterte Limousine. Dabei feierten die Engländer gleich mehrere Premieren. Erstmals gibt es einen Rolls mit Allradantrieb, entsprechend erstmals auch Antrieb an der Vorderachse. Noch kein Modell vorher hatte eine Heckklappe, keines umklappbare Rücksitze und keines einen so großen Raum fürs Gepäck oder sonstiges.

Trotz seiner exorbitanten Außenmaße und dem üppigen Gewicht ist der Rolls in Fahrt erstaunlich fromm und unkompliziert

Dennoch gibt es nicht nur unter der Motorhaube Gemeinsamkeiten mit dem Phantom. Die Seitentüren öffnen gegenläufig nach Kleiderschrank-Art, das Gepäckabteil ist anders als in üblichen SUV durch eine Glaswand vom Lebensraum der Passagiere getrennt. Der bleibt dadurch auch dann kuschelig und mollig, wenn Butler James bei Frost und offener Heckklappe das Gepäck verstaut. Ein besonderes Extra: Auf Knopfdruck bewegen sich zwei schmale Campingstühle samt Tisch aus einem Fach im Kofferraum und kommen auf der Oberseite des unteren Teils der Heckklappe zur Ruhe. So dient der Cullinan als Privatloge bei Open-Air-Events wie zum Beispiel einem Polo-Turnier.

Ein Rolls Royce Cullinan fährt in seiner eigenen Welt

Der Cullinan bietet darüber hinaus eine scheinbar endlos lange Liste an Feinheiten, die den Insassen das Leben weiter versüßen. Sei es ein Knopf, der die weit geöffnete Tür zum Schließen in Griffnähe bewegt, beheizte Armauflagen, Monitore in HD-Qualität für die Fondpassagiere oder First-Class-Massagesitze. Rundum edelste Materialien, die sich der Besitzer selbst zusammenstellen kann. Holz, Leder, spezielle Metalle sind im Angebot. Kein Problem, in den Cullinan nochmal den Gegenwert einer Mercedes E-Klasse zu investieren. Dann ist die 400.000-Euro-Schwelle flugs überschritten.

Wie Souveränität buchstabiert wird, beweist der Tritt aufs rechte Pedal

Trotz seiner exorbitanten Außenmaße und dem üppigen Gewicht ist der Rolls in Fahrt erstaunlich fromm und unkompliziert. Dank Allradlenkung umrundet er selbst enge Biegungen, auch wenn das richtige Ausholen vor dem Einlenken etwas Gewöhnung erfordert. Bei Testfahrten in Südfrankreich auf schmalen Straßen entdeckt ein Cullinan-Fahrer dennoch seine defensive Seite mit Blick auf entgegenkommende Einheimische. Zurückhaltung und Zurückstecken, wenn es zwischen beider Blech eng zu werden droht. Wer will schon die Reinheit des Lacks seines Schmuckstücks aufs Spiel setzen. Der Eigner eines Renault-Transporter aus den Neunzigern kann eine Berührung riskieren, einem Rolls Royce droht ein langer Aufenthalt in der Spezialwerkstatt.

Wie Souveränität buchstabiert wird, beweist der Tritt aufs rechte Pedal. Die zwölf Zylinder kennen keine Schrecksekunde, das noble Trumm schöpft aus gefühlt grenzenloser Durchzugskraft. Nun dann auch meldet sich der ansonsten flüsterleise Motor, nicht aufdringlich oder betont sportlich. Nach dem Hochschalten der Acht-Gang-Automatik kehrt mit absinkender Drehzahl umgehend die erwünschte Stille ein, wenn der Doppel-Turbo nicht mehr gefordert ist. Die Folge ist ein Höchstmaß an Komfort auch bei Autobahn-Tempo, was bei Bedarf auch bis 250 km/h möglich ist. Keiner fragt, mit wieviel Kraftfutter die 6,75 Liter Hubraum dann versorgt werden wollen. Aber der Tankwart freut sich.

Bei diesem Testlauf war das Abbiegen abseits fester Straßen nicht vorgesehen. Auch wenn so ein Cullinan bestens dafür gerüstet ist. Kein Luxus-SUV kann durch ein über einen halben Meter tiefes Wasser waten, keines sich so durch den Wüstensand wühlen oder über schlammige Hügel krabbeln. Elektronisch geregelter Allradantrieb, Höhenverstellung dank Luftfederung oder diverse Bergauf- und abfahrhilfen sind an Bord. Ein Rundum-Kamerasystem hält den Abenteurer immer gut über das Drumherum draußen im Gelände informiert.

Die Bedienung all der nützlichen Helfer ist in dem ansonsten gewohnt klassischen Armaturenbrett untergebracht

Auf der Höhe der Zeit auch die Fülle an Assistenzsystem, die sich der englische Verwandte mit seinen Genspendern von BMW teilt. Abstandsradar, Nachtsicht, Spurhaltewarner oder Einparkhilfe haben sich mit der Tradition des Klassikers verheiratet. Dazu gehört dann auch ein Wlan-Hotspot für die Mitreisenden. Die Bedienung all der nützlichen Helfer ist in dem ansonsten gewohnt klassischen Armaturenbrett untergebracht. Deshalb geriet der Monitor für die Navigation schmächtiger als anderswo üblich. Auch die Vernetzung mit der digitalen Umwelt ist noch nicht auf dem Stand, den sich die Käufer solcher teuren Autos wünschen könnten. Das Bordnetz arbeitet noch mit 24 Volt und von einer Elektrifizierung ist der Cullinan noch weit entfernt.

Dabei würde sich gerade so ein Rolls Royce ideal eignen. Das lautlose, souveräne Gleiten gehört zu seinen Kernkompetenzen, Platz für eine starke Batterie würde sich problemlos finden lassen und um das Aufladen kümmert sich der schon erwähnte Butler. Auch das Geld spielt bekanntlich in diesen Kreisen keine nennenswerte Rolle. Noch springt die zu den teuersten Automarken zählende Marke nicht über ihren Schatten. Die Lust der Kunden auf 12 Zylinder ist noch ungebrochen.

Kraftstoffverbrauch weltweit – SUV-Boom und Diesel-Krise sorgen für anhaltenden Spritdurst

Autos werden weltweit immer sparsamer. Allerdings nur sehr langsam. Das hat nicht zuletzt mit den aktuellen Pkw- und Motoren-Trends zu tun.

Weltweit sinkt der Kraftstoffverbrauch von Neuwagen – doch die Entwicklung verlangsamt sich. Vor allem in den hochentwickelten Ländern ist die Reduzierung fast zum Stillstand gekommen, wie aus einer Studie der Umweltschutzorganisation Global Fuel Economy Initiative (GFEI) hervor geht.

Weltweit lag der durchschnittliche Verbrauch neuer Pkw 2017 bei 7,2 Litern pro 100 Kilometern. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Minus von 1,4 Prozent – das ist die niedrigste Minderungsrate seit dem Start der Erhebungen im Jahr 2005. Neben den globalen Werten weist die GFEI auch Daten für bestimmte Ländergruppen aus. Demnach sinkt der Verbrauch besonders langsam in Staaten mit hoch entwickelter Wirtschaft und hohen Spritpreisen, zu denen auch die EU-Länder gezählt werden. Dort lag der Durchschnittskonsum neuer Autos 2017 bei 5,8 Liter, die Minderung gegenüber dem Vorjahr bei 0,1 Prozent.

Zu den wichtigsten Gründen für die nur schleichende Verbesserung vor allem in den Industrienationen zählt der Studie zufolge der sinkende Anteil des relativ sparsamen Dieselmotors an den Neuzulassungen, der durch den langsam wachsenden E-Auto-Anteil nicht ausgeglichen werden kann. Hinzu kommt der immer stärkere Trend zu durstigen SUVs und Pick-ups.

Ziel der GFEI, in der unter anderem die Internationale Energieagentur IEA, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), die OECD, der Automobilverband FIA und die Umweltschutzorganisation ICCT organisiert sind, ist ein weltweiter Durchschnittsverbrauch von 4,4 Litern im Jahr 2030. Dafür wäre eine jährliche Minderungsrate von 3,7 Prozent nötig.

Porsche Cayenne Coupé – Diva dank Dachumbau

Die 2017 eingeführte dritte Generation des Cayenne bekommt Nachwuchs: Künftig bietet auch Porsche einen Coupéableger seines großen SUV-Modells an.

Ende Mai erweitert Porsche das Angebot der Baureihe Cayenne um eine Coupéversion. Die neue Karosserievariante, die zu Preisen ab rund 84.000 Euro startet, soll optisch und fahrtechnisch die dynamischen Talente des SUV-Modells zusätzlich betonen. Optisch vermittelt die zum Heck hin deutlich früher abfallende Dachlinie einen coupéhafteren Eindruck, was ein feststehender Dachspoiler und eine um zwei Zentimeter abgesenkte Dachkante verstärken. Neu gestaltete Fondtüren und Kotflügel lassen den um fast zwei Zentimeter breiteren Cayenne-Ableger zudem stämmiger wirken. Eine weitere Besonderheit der Karosserie ist ein adaptiver Heckspoiler, der ab Tempo 90 automatisch ausfährt, um den Anpressdruck an der Hinterachse zu erhöhen. Außerdem gehört zum Serienumfang ein über zwei Quadratmeter großes Panorama-Glasdach, welches optional auch gegen eines aus Carbon getauscht werden kann.

Im Innenraum bietet das Coupé eine Rückbank mit Einzelsitzcharakteristik, auf denen trotz des abgesenkten Dachs Gäste gute Kopffreiheit genießen sollen. Der Kofferraum fällt mit 625 bis 1.540 Liter üppig aus. Im Fall der Turboversion gehen 25 respektive 30 Liter verloren. Das mindestens 147.000 Euro teure Turbo Coupé mit 404 kW/550 PS starkem V8 ist die Topversion, die eine Sprintzeit von 3,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 286 km/h erreicht. Alternativ gibt es das Cayenne Coupé mit einem Turbo-V6, der 250 kW//340 PS mobilisiert und eine Sprintzeit um sechs Sekunden sowie 243 km/h Höchstgeschwindigkeit ermöglicht.

Marktausblick China – Großer Bildschirm statt PS

Lange galt China als Heilsbringer für die Autoindustrie. Doch der Aufwärtstrend ist gebremst, und vor allem die traditionellen Hersteller stehen vor neuen Herausforderungen.

Fast vier Jahrzehnte kannte die chinesische Wirtschaft nur eine Richtung: nach oben. Doch langsam ziehen Wolken im Paradies auf, der Aufschwung droht zwar noch nicht zu kippen, verlangsamt sich aber merklich. Das Wirtschaftswachstum liegt in den kommenden Jahren voraussichtlich bei nur noch rund sechs Prozent, bislang verzeichnete das Reich der Mitte zweistellige Zuwächse. Die Gründe sind vielfach, zum Beispiel werden viele Nachbarländer wie Bangladesh immer wettbewerbsfähiger, gleichzeitig steigen auch die in China bislang sehr günstigen Produktionskosten. Dazu kommt, dass viele Provinzen in China inzwischen hochverschuldet sind, die Zeit kostspieliger Wirtschaftsförderungsprogramme ist also zunächst vorbei.

Das merkt auch die Autoindustrie, die 2018 erstmals seit den 90ern weniger Fahrzeuge verkauft hat als im Vorjahr: Den größten Rückgang verzeichnete Ford mit minus 38 Prozent, ähnlich starke Verluste musste die französische PSA-Gruppe hinnehmen und selbst Marktführer Volkswagen vermeldete ein Minus von 2 Prozent. Allerdings macht den etablierten Autobauern nicht nur die etwas getrübte Stimmung in der Wirtschaft zu schaffen, es sind auch die neuen chinesischen Hersteller die den Granden aus der alten Welt in die Parade fahren. Zwar müssen mit BAIC, Chang’an oder Haval auch in China einheimische Hersteller derzeit Rückgänge hinnehmen. GAC, Geely oder Roewe beweisen mit bis zu 24 Prozent Plus, dass es auch anders geht.

Das Problem: Autos aus dem Westen sind längst kein Selbstläufer mehr, die chinesischen Hersteller haben in Sachen Qualität in den vergangenen Jahren deutlich aufgeholt und die etablierten Autobauer in den Bereichen Elektro-Mobilität und Infotainment längst überholt.

Vielen chinesische Kunden ist inzwischen jedes Zoll mehr Touchscreen-Breite deutlich mehr wert, als die ein oder andere Pferdestärke und auf dem E-Auto-Markt spielen vor allem die Deutschen in China keine Rolle. Gerade dieses Segment boomt aber, denn die chinesische Regierung fährt eine strenge Elektrifizierungs-Politik: In den Ballungszentren bekommen fast nur noch E-Autos eine Zulassung, es werden Ladesäulen en masse aus dem Boden gestampft und die eigene Wallbox wird den Kunden förmlich nachgeworfen. Die Verbreitung der Elektromobilität ist generalstabsmäßig geplant, und das gleiche gilt für den Ausbau des 5G-Netzes, der als Treiber des autonomen Fahrens gilt. Dass die Chinesen Meister in stringenter Planung sind, zeigt ein anderes Beispiel: Seit dem Baubeginn des deutschen Hauptstadtflughafens BER sind in China 27 Airports entstanden und in Betrieb gegangen.

Doch zurück zum Auto: Ein weiteres Problem für die etablierten Hersteller ist, dass viele Kunden zum ersten Mal ein Auto kaufen. Markenbindung ist ihnen also fremd.
Immerhin: Von ihrer Firmenhistorie profitieren nach wie vor die Premium-Hersteller wie BMW, Mercedes oder Porsche, deren Image die wohlhabenden Chinesen derzeit noch in Scharen in die Schauräume lockt. Wenn diese Marken es schaffen, neue Kunden langfristig an sich zu binden, steht ihnen weiterhin eine rosige Zukunft bevor. Die meisten Premium-Neukunden sind im Reich der Mitte schließlich erst zwischen 20 und 30 Jahre alt und werden in ihrem Autokäuferleben noch zahlreiche weitere Fahrzeuge erstehen.

Allein auf den Glanz ihres Namens sollten sich die großen Alten aber nicht verlassen. Das merkt gerade Jaguar Land Rover schmerzhaft, die im vergangenen 21 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft haben. Ohne eine attraktive Modellpalette nützt das Premium-Siegel nicht viel, doch die Briten haben außer dem in die Jahre gekommenen Range Rover wenig Spannendes zu bieten. Und ob der gerade in Europa gestartete, neue Evoque den Abwärtstrend stoppen kann, ist fraglich: Der kleine Lifestyle-Hochbeiner kommt in einer Zeit, in der die SUV-Nachfrage in China – anders als im Rest der Welt – rückläufig ist, und ähnelt optisch recht stark dem Vorgänger. Zu zeigen, dass sie ein neues Auto fahren, ist den chinesischen Kunden aber extrem wichtig: Nicht umsonst reißt der neue 7er BMW sein Kühlergrill-Maul richtig weit auf. Während die neueste BMW-Mode bei uns viel Kopfschütteln erntet, kommt das Design im fernen Osten gut an. Doch das wir uns dem chinesischen Geschmack beugen müssen, ist längst Fakt: Auch die Mercedes S-Klasse ist beispielsweise auf den chinesischen Markt zugeschnitten, für Europa hätten die Ingenieure in Stuttgart sicher nicht ein Ambientelicht mit 256 verschiedenen Farben entwickelt. Daran wird auch die kleine Durchschnaufpause, die der chinesische Markt gerade macht, nichts mehr ändern: Mit mehr als 28 Millionen verkauften Fahrzeuge pro Jahr gibt er lautstark den Ton an.    

Weltpremiere: Porsche Cayenne Coupé – Scharfer Schnitt

Bei BMW, Mercedes und Audi gehören große SUV-Coupés längst zum guten Ton. Jetzt reagiert auch Porsche und bietet den Cayenne ebenfalls in schöner Lifestyle-Verpackung an.  

Auch in seiner dritten Generation ist der Porsche Cayenne seinem athletischen Anspruch ohne besonders athletischen Körper treu geblieben. Vor allem der Turbo mit einer Sprintzeit in unter vier Sekunden und gehobener Links-Rechts-Kompetenz ist eigentlich ein Sportwagen ohne optische Entsprechung. Jetzt haben die Designer mit dem Cayenne Coupé, das auf der Auto Shanghai (16. bis 25. April) Premiere feiert, eine Variante entwickelt, die nicht nur schnell fährt, sondern gleich noch so aussieht.

Topmodell Turbo mit 4,0-Liter-V8, der dank 404 kW/550 PS die 100er-Marke nach 3,9 Sekunden knackt und maximal 286 km/h erreicht

Der Blick auf die Front verblüfft jedenfalls. Vermittelte sie bislang eher die Wuchtigkeit einer Schrankwand, fällt sie beim Coupé deutlich flacher aus. Ein Eindruck, den die weniger steile Frontscheibe und das um gut zwei Zentimeter abgesenkte Dach zusätzlich betonen. Ein weiteres wichtiges Designelement ist die sich nach hinten deutlich verjüngende seitliche Fenstergrafik, die nach der Fondtür in der C-Säule in einen kecken Bogen endet, der ein wenig Elfer-Aura verleiht. Eine verbreiterte Hinterachse, das durchgehende Heckleuchtenband, die muskulöseren Kotflügelschultern und die beiden Heckspoiler – der obere feststehend, der untere aktiv – sorgen für die nötige Würze, die den coupierten Cayenne nach Worten von Porsche-Chef Oliver Blume „progressiv, athletisch und emotional“ wirken lassen.

Vermittelte die Front bislang eher die Wuchtigkeit einer Schrankwand, fällt sie beim Coupé deutlich flacher aus, hier die beiden Motorvarianten V8 (links) und V6 in einem Bild

Design für die Seele ist meist Design gegen Alltagsnutzen. Doch im Fall des Cayenne Coupé bleibt von letzterem mehr als genug übrig. Im Fond, der serienmäßig eine Sitzbank mit Einzelsitzen bietet, kann man trotz des großen Panoramaglasdachs als Erwachsener mittlerer Statur gut unterkommen, wenngleich die Kopffreiheit nicht üppig ausfällt. Statt des serienmäßigen Glasdachs, das Fondgästen eine besonders schöne Aussicht beschert, kann der Kunde auch ein 20 Kilogramm einsparendes Carbondach ordern, das für ein wenig mehr Kopffreiheit innen sorgt. Vorn bietet das Cayenne Coupé serienmäßig stark konturierte Sportledersitze mit festintegrierter Kopfstütze. Nicht ganz so schön: Dank der flacher bauenden Frontscheibe möchte man als Fahrer für bessere Sicht den Dachhimmel etwas nach oben schieben. Der Kofferraum fällt kleiner aus als beim Standard-Cayenne, bleibt aber mit 625 bis 1.540 Litern weiterhin geräumig. Eine in der Länge verschiebbare Rückbank gibt es beim Coupé aber nicht.

Porsche verspricht für das Coupé ein sportlicheres Fahrerlaubnis. Dafür verantwortlich sind unter anderem der niedrigere Schwerpunkt, die breitere Hinterachse und das serienmäßige Sport-Chrono-Paket

Die beiden verfügbaren Turbobenziner sind vom normalen Cayenne bekannt. Einstiegsmodell ist der 250 kW/340 PS starke 3,0-Liter-V6, der einen Sprint aus dem Stand in sechs Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 243 km/h erlaubt. Nochmals deutlich schneller ist der Turbo mit 4,0-Liter-V8, der dank 404 kW/550 PS die 100er-Marke nach 3,9 Sekunden knackt und maximal 286 km/h erreicht. Die Fahrleistungen sind mit denen des normalen Cayenne identisch, doch verspricht Porsche für das Coupé ein sportlicheres Fahrerlaubnis. Dafür verantwortlich sind unter anderem der niedrigere Schwerpunkt, die breitere Hinterachse und das serienmäßige Sport-Chrono-Paket, das die Servolenkung Plus beinhaltet und zudem Fahrmodus-Einstellungen erlaubt. Zudem soll der aktive Heckspoiler, der ab 90 km/h automatisch ausfährt, für mehr Abtrieb an der Hinterachse sorgen.

Vorn bietet das Cayenne Coupé serienmäßig stark konturierte Sportledersitze mit festintegrierter Kopfstütze, hinten Einzelsitze

Im Vergleich zum normalen Cayenne wird ein Mehrpreis auf hohem vierstelligen Niveau fällig. Das bereits bestell- und ab Ende Mai verfügbare Cayenne Coupé kostet rund 84.000 Euro. Die Variante mit V8, die serienmäßig unter anderem über eine Sportauspuffanlage verfügt, kostet gegenüber dem V6 Coupé stolze 63.000 Euro mehr, ist ab 147.000 Euro bestellbar.

Alternativer Kraftstoff – Wasserstoff aus Salzwasser

Zur Wasserstoffgewinnung per Elektrolyse nutzt man bisher idealerweise destilliertes Wasser. Nun geht es aber auch mit Meereswasser.

Der alternative Kraftstoff Wasserstoff kann nun auch aus Salzwasser gewonnen werden. Forschern der Stanford-Universität ist es nach eigenen Angaben gelungen, das Korrosions-Problem an der Anode zu lösen, das bislang die Nutzung von Meereswasser für die Elektrolyse verhindert hat. Die neue Methode könnte die Wasserstoff-Herstellung in vielen Weltregionen künftig deutlich vereinfachen. Etwa in Wüstengebieten, wo viel elektrische Energie aus Photovoltaik gewonnen wird. Der Strom kann zur Gewinnung von Wasserstoff genutzt und so für die spätere Verwendung gespeichert werden, ohne dass Trinkwasser vorhanden sein muss.

Jaguar F-Pace 300 Sport und Chequered Flag – Dynamisches Doppel

Für das seit 2016 erhältliches SUV F-Pace bietet Jaguar zum Modelljahr 2020 zwei neue, sportlich akzentuierte Ausstattungsvarianten.

Jaguar erweitert ab Juli das Angebot für das SUV-Modell F-Pace um zwei sportliche Sondermodelle namens 300 Sport und Chequered Flag. Der mindestens 72.000 Euro teure 300 Sport ist ausschließlich in Kombination mit dem 221 kW/300 PS starken Zweiliter-Benziner 30t beziehungsweise dem Dreiliter-Diesel 30d mit identischer Leistung erhältlich. Äußerlich unterstreichen dunkelgraue Applikationen und 20-Zoll-Leichtmetallräder den sportlichen Anspruch. Innen sorgen Sportledersitze, gelbe Kontrastnähte und ein Sportlederlenkrad mit gefrästen Aluschaltwippen für entsprechendes Ambiente. Die Innenausstattung umfasst zudem ein 12,3-Zoll-Instrumentendisplay, ein Audiosystem von Meridian und das Infotainmentsystem Touch Pro mit Navifunktion.

Der Jaguar F-Type 300 Sport ist 300 PS stark und mindestens 72.000 Euro teuer

Letztgenannte Extras finden sich auch beim ebenfalls mit sportlichen Außendetails garnierten F-Pace Chequered Flag, der zudem elektrisch verstellbare Sportledersitze und Aluminium-Dekorelemente bietet. Die Ausstattungsvariante lässt sich mit drei Antrieben kombinieren: Neben dem 184 kW/250 PS starken Benziner gibt es zwei Diesel mit 132 kW/180 PS und 177 kW/240 PS. Hier starten die Preise bei rund 64.000 Euro.

Ab Juli bietet Jaguar auch den F-Type als Chequered Flag an

Kia Ceed Crossover – Koreas Antwort auf den T-Roc

Unterhalb des klassischen Kompakt-SUV-Segments ist noch Platz. Kia füllt diesen mit einer höher gelegten Crossover-Variante des Ceed.

Kia ergänzt die kompakte Ceed-Familie um ein SUV. Der Crossover platziert sich zwischen dem kleineren Stonic und dem 4,50-Meter-Modell Sportage und tritt in dieser Nische gegen Wettbewerber wie den VW T-Roc an. Die Markteinführung könnte noch in diesem Jahr erfolgen.

Nach Fünftürer, Kombi und Shooting Brake ist der Crossover die vierte Karosserievariante in der 2018 erneuerten Ceed-Reihe. Zumindest ein Teil der Antriebstechnik dürfte aus den Schwestermodellen übernommen werden, die mit Dieseln und Benzinern im Leistungsband von 73 kW/100 PS bis 103 kW/140 PS zu haben sind. Ob Allradantrieb als Option angeboten wird, ist noch unklar. Die Preise dürften bei rund 20.000 Euro starten.

Range Rover Sentinel – Die Festung rollt jetzt schneller

Wer im Auto von Bewaffneten angegriffen wird, freut sich über die Möglichkeit zur schnellen Flucht. Im Range Rover Sentinel hilft dabei nun ein stärkerer Motor.

Das gepanzerte Luxus-SUV Range Rover Sentinel erhält einen neuen Motor. An Stelle des bisherigen V6-Kompressorbenziners sorgt nun ein V8-Benziner, ebenfalls mit Kompressor, für die flotte Flucht aus kritischen Situationen. Mit dem Zylinderzuwachs erhöht sich der Hubraum von drei auf fünf Liter, die Leistung legt um 40 PS auf 280 kW/380 PS zu. So gerüstet stürmt der über 3 Tonnen schwere Allrader in 10,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, maximal sind 193 km/h möglich.

Der für die zivileren Range-Rover-Modelle nicht angebotene Motor muss rund 1.000 Extra-Kilogramm an Panzerung bewegen. Der Schutz wurde gegenüber dem Vorgängermodell noch einmal verstärkt und soll nun auch Angriffen durch selbstgebaute Sprengkörper widerstehen. Dazu kommen weitere Besonderheiten wie eine um exakt 1,5 Millimeter herunterfahrbare Seitenscheibe, die den gefahrlosen Austausch von Dokumenten ermöglichen soll. Zudem gibt es eine Lautsprecheranlage zum Kommunikation mit Umstehenden, Sirenen und Notfallleuchten.

Bestellungen für den durch die Veredelungs-Tochter „Special Vehicles Operations“ modifizierten Range Rover nimmt Land Rover ab sofort entgegen. Preise gibt es nur auf Anfrage.

Ein Ableger trumpft auf – VW T-Cross

Jeder neue Tag steckt voll großer und kleiner Herausforderungen. Der heutige beginnt mit der Suche nach einer sogenannten Schnittstelle im neuen VW T-Cross. Wie alle Modelle von Volkswagen zeigt sich auch das jüngste und gleichzeitig kleinste SUV aus Wolfsburg betont smart beim Thema Vernetzung.  Damit der Kommunikation zwischen Fahrer und Auto perfekt funktioniert, ist es zunächst erforderlich, kostenfrei die App Volkswagen Connect auf sein Smartphone zu laden und sich mit dem T-Cross über den VW Data Plug (eine Art Blindstecker) zu verbinden. Das geht dann per Bluetooth, sofern Stecker und Schnittstelle physischen Kontakt haben.

Ab 17 975 Euro – zwar ohne Klimaanlage, aber mit vielen Assistenten

Da das leichter gesagt ist als getan, haben die Entwickler in die App gleich eine Taschenlampe für die Suche nach der erwähnten Schnittstelle mit eingebaut. Das erleichtert die letztendlich dann erfolgreiche Suche nach dem Stecker für die Onboard-Analyse irgendwo tief unter dem Armaturenbrett inmitten von düsterem Hartplastik. Dessen weitreichender Einsatz ist dem Preis des hochbeinigen Polo-SUV mit dominanter Motorhaube und breitem Kühlergrill geschuldet: Wie das Auto, so der Preis: Mit 17 975 Euro als Einstiegshausnummer hochattraktiv. Das sind im Schnitt nur etwa 500 Euro mehr, als man für einen vergleichbar motorisierten und ausgestatteten Polo investieren muss.

Zum Wiedererkennen: Quer über dem Heck spannt sich das Reflektorband mit schwarzer Blende.

Flexibler Innenraum bietet bis zu 1.281 Liter Volumen für das Gepäck

Dabei bietet der T-Cross mit 4,11 Metern über fünf Zentimeter mehr an Länge als der ihm zugrunde gelegte Polo. In der Höhe überragt er ihn sogar um fast 14 Zentimeter. Der Einstieg fällt leichter, der serienmäßig höhenverstellbare Fahrersitz bietet aus sechzig Zentimetern Höhe den bei SUVs so geschätzten Überblick über das Geschehen auf dem Asphalt. Mittels der um 14 Zentimeter verschiebbaren Rücksitzbank vergrößert sich entweder der Fußraum für die Passagiere im Fonds oder das Gepäckabteil von 385 auf 455 Liter. Klappt man die Rückbank um, entsteht eine ebene Ladefläche mit bis zu 1281 Liter Stauvolumen. Für ein kleines SUV ein ordentlicher Wert. Zum Vergleich: Der Golf bietet da nur 1270 Liter.

Auf einen Allradantrieb kann und muss man verzichten

Unter der Haube des in Pamplona in Spanien gebauten T-Cross arbeitet zunächst ein aufgeladener 1,0-Liter Dreizylinder; entweder mit 95 PS und manuellem Fünfganggetriebe oder in der stärkeren Version mit 115 PS und wahlweise manueller Sechsgang-Schaltung, alternativ auch mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Später folgt noch ein Diesel, der bekannte 1,6-Liter-TDI mit manueller Fünfgangschaltung. Für Allrad gibt es in dem kleinen SUV weder Platz noch unterstellten Bedarf.

Eine schonende Fahrweise punktet in der App

Der 115-PS-Benziner mit der Sechsgang-Schaltung geht etwas knurrig zu Werke, wenn er drehen muss. Der Durchschnittsverbrauch von etwas über fünf Litern wird in der  VW Connect App als schonende  Fahrweise quasi lobend bewertet.  Der Beschleunigungswert von 10,2 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 193 km/h seien für das ausgewogen abgestimmte Mini-SUV ebenso lobend erwähnt.

Wendig und flink zeigt sich der T-Cross in den engen Straßen von Palma.

Preiswerte Vernetzung von Auto und Fahrer

An dieser Stelle gilt es den Einstiegspreis noch einmal zu würdigen, denn die sehr sinnvollen Helfer wie Spurhalte-Assistent, Totwinkel-Warner, Berganfahr- und Auspark-Assistent sowie den proaktiven Insassenschutz bringt der T-Cross ab Werk mit. Die zusätzliche Investition von knapp 40 Euro in den Data Plug dürfte sich als eine der preiswerteren Lösungen zur Vernetzung von Fahrer und Auto lohnen. Die VW App informiert nicht nur über den Zustand des Fahrzeugs, erklärt Warn- und Kontrollmeldungen und schlägt Reaktionen darauf vor, sie drängelt zum notwendigen Reifenwechsel, erstellt ein Fahrtenbuch und sorgt bei Bedarf auch gleich für den Kontakt zum nächsten Servicepartner. Sie lotst den Nutzer per Handy auch zum letzten Standort des Fahrzeugs, sollte der entfallen sein. Das Fahrverhalten wird konstant beobachtet, bewertet und mit Punkten belohnt.  Abhängig davon, wie viele man sich fahrend sammelt, schaltet der digitale Aufpasser dann zur „Belohnung“ zusätzliche Nutzungen frei.

Die großen Radausschnitte betonen die markante Erscheinung des kleinen SUV.

Leider reichte die kurze Testfahrt auf Mallorca noch nicht aus, um beispielsweise den Zugriff auf die hinterlegte Stadtführung durch Barcelona oder Bilbao freizuschalten. Es bleibt also eine Herausforderung für das nächste Mal und etwas, das mit Vernunft fahrende T-Cross-Besitzer sicher ergattern werden….   

Basisversion ist der TSI-Dreizylinder Benziner mit 95 PS und manueller 5-Gang-Schaltung.

Text und Fotos: Solveig Grewe

Innenaufnahme: Hersteller

Mercedes GLC Coupé – Die schön schräge Alternative

Coupés sind längst nicht mehr nur Pkw-Modellen vorbehalten. SUV mit stark abfallender Dachlinie sind gefragt. Dazu zählt auch das Mercedes GLC Coupé, das jetzt aufgefrischt wurde.

Neben dem Bediensystem MBUX hat das Coupé jetzt weiterentwickelte Assistenzsysteme an Bord

Nachdem Mercedes auf dem diesjährigen Autosalon in Genf den überarbeiteten GLC vorgestellt hat, zeigen die Stuttgarter auf der New Yorker Motorshow (19. bis 29. April) das aufgefrischte Coupé des Mittelklasse-SUV. Wie beim GLC sind auch hier verbesserte Assistenzsysteme sowie das Bediensystem MBUX verfügbar. Außerdem kommen nun neue Motoren zum Einsatz. Preise nennt der Hersteller für das Coupé noch nicht. Das noch aktuelle Modell startet bei rund 50.500 Euro. GLC und Coupé sind ab April bestellbar und stehen ab Juli bei den Händlern.

Nachdem Mercedes auf dem diesjährigen Autosalon in Genf den überarbeiteten GLC vorgestellt hat, zeigen die Stuttgarter auf der New Yorker Motorshow das aufgefrischte Coupé des Mittelklasse-SUV.

Das Motorenangebot ist identisch mit dem des GLC. So können Kunden zum Marktstart zunächst zwischen zwei Otto- und drei Dieselaggregaten wählen. Die Leistungsspanne reicht von 143 kW/194 PS bis 190 kW/258 PS. Allradantrieb gehört immer zum Serienumfang. Die Motoren gehören der neuen Generation Vierzylinder-Benziner (M 264) und -Diesel (OM 654) an.

Das Motorenangebot ist identisch mit dem des GLC

Die Ottotriebwerke (GLC 200 mit 145 kW/197 PS und GLC 300 mit 190 kW/258 PS) arbeiten nun mit elektrischer Unterstützung durch ein 48-Volt-System mit riemengetriebenem Starter-Generator. Die serienmäßige Elektrifizierung ermöglicht spritsparende Zusatzfunktionen wie Segeln mit ausgeschaltetem Motor oder Rekuperation. Darüber hinaus kann der EQ Boost genannte Generator den Verbrenner beim Beschleunigen mit zusätzlichen 10 kW/14 PS unterstützen und damit das Turboloch überbrücken. Den Kraftstoffverbrauch gibt Mercedes mit 7,1 bis 7,4 Litern an.

Wie beim GLC sind auch beim Coupé verbesserte Assistenzsysteme sowie das Bediensystem MBUX verfügbar

Die neuen Diesel (GLC 200d mit 120 kW/163 PS, GLC 220d mit 143 kW/194 PS und GLC 300d mit 180 kW/245 PS) erfüllen die ab 2020 verbindliche Euro 6d-Norm. Erreicht wird das durch eine aufwändige Abgasnachbehandlung, die unter anderem aus einem Dieseloxidationskatalysator, Partikelfilter mit SCR-Katalysatorfunktion sowie dem SCR-Katalysator mit AdBlue-Einspritzung besteht. Durchschnittlich sollen sich die Aggregate mit Werten zwischen 5,2 und 5,8 Litern begnügen. Ende des Jahres wird die Plug-in-Variante sowohl für GLC als auch Coupé erhältlich sein. Das Motorenangebot des GLC wird sukzessive ausgebaut. Dazu dürften auch die 43- und 63er AMG-Antriebe zählen.

Serienmäßig ist ein Sportfahrwerk mit adaptiver Dämpfung an Bord. Optional gibt es ein Fahrwerk, das die Dämpfung je nach Fahrsituation, Geschwindigkeit und Zustand der Fahrbahn in Zusammenarbeit mit Motor-, Getriebe- und Lenkungseigenschaften anpasst. Zudem hat Mercedes ein Luftfahrwerk im Angebot.

Neben dem Bediensystem MBUX, das Multimedia-Displays mit Touchscreen-Bedienung, Navigation mit Augmented Reality sowie Sprachsteuerung vereint, hat das Coupé jetzt weiterentwickelte Assistenzsysteme an Bord. So hilft zum Bespiel der aktive Lenk-Assistent beim Bilden einer Rettungsgasse. Eine Ausstiegswarnfunktion macht bei Stillstand des Fahrzeugs auf herannahende Autos und Radfahrer aufmerksam. Ganz neu an Bord ist der Anhängerrangier-Assistent, der beim Rückwärtsmanövrieren unterstützten soll.

An dem bewährten äußeren Auftritt mit der schrägen Dachlinie haben die Mercedes-Designer wenig geändert

An dem bewährten äußeren Auftritt mit der schrägen Dachlinie haben die Mercedes-Designer wenig geändert. Die gelifteten Coupés fallen durch neue, jetzt serienmäßige LED-Scheinwerfer auf. Die Heckleuchten sind ebenfalls neu.

Tesla Model Y – Model 3 mit mehr Platz

Die Tesla-E-Autofamilie ist endlich sexy. Zumindest, was die Modellbezeichnungen angeht: Nach S, 3 und X kommt nun das Y dazu.

Tesla bockt das Model 3 zum SUV auf. Unter dem Namen Model Y soll der Crossover die kalifornische Marke ab Herbst 2020 endgültig zum Volumenhersteller machen. Die günstigsten Varianten kosten dann in den USA umgerechnet rund 40.000 Euro.

Optisch orientiert sich der Neue am Model 3, fällt aber deutlich höher aus, was das Platzangebot im Inneren wachsen lässt. Vor allem der Heck-Kofferraum legt zu und bietet auch Platz für eine optionale dritte Sitzreihe, die das Mittelklasse-SUV zum Siebensitzer werden lässt. Beim Antrieb stehen wie üblich unterschiedliche Varianten zur Verfügung, die möglichen Reichweiten betragen bis zu 540 Kilometer. Bei der Beschleunigung erreicht das schnellste Modell Tempo 100 nach 3,4 Sekunden.

In Deutschland wird es zunächst drei Varianten geben, zwei davon mit zwei Motoren und dem daraus entstehenden Allradantrieb: Eine Langstreckenausführung mit 505 Kilometern Reichweite (WLTP) für 59.000 Euro; das Hochleistungsmodell „Performance“ mit dem besten Sprintwert und einer Höchstgeschwindigkeit von 241 km/h gibt es ab 67.000 Euro. Das vorläufige Einstiegsmodell verfügt über einen Motor und Hinterradantrieb, hat aber mit 540 Kilometern die größte Reichweite. Die Preisliste startet bei 55.000 Euro. Günstigere Basismodelle mit kleinerer Batterie werden ab 2022 nachgereicht.

Mit dem Model Y will Tesla das E-Auto endgültig in die Mitte der Gesellschaft bringen. Gemeinsam mit der Limousine Model 3 soll das SUV der Verkaufsschlager der Marke werden und ihre Position als Branchenführer weiter ausbauen. Im vergangenen Jahr hat Tesla weltweit 230.000 Autos verkauft, davon knapp 140.000 Model 3. Insgesamt haben die Kalifornier seit Gründung mehr als eine halbe Million E-Pkw an den Kunden gebracht, im kommenden Jahr sollen es eine Million sein.

Bentley Continental GT V8 – Klein ist relativ

Bentley bietet künftig seinen Continental GT auch mit „kleinem“ V8 an. Der ist allerdings alles andere als bescheiden.

Bentley erweitert Anfang 2020 das Motorenangebot für die Baureihe Continental GT um eine neue V8-Version. Sowohl Coupé als auch das Cabrio sind fortan alternativ mit einem 404 kW/542 PS und 770 Newtonmeter starken Vierliter-Twinturbo zu haben. Damit knackt der Edel-Brite den 100-km/h-Sprint als Coupé in 4,0 und als Cabriolet in 4,1 Sekunden. In beiden Fällen liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 318 km/h.

Die neue Motorisierung ist nur wenige Zehntelsekunden langsamer als die bereits seit gut einem Jahr erhältliche W12-Version. Optisch unterscheidet sich der Continental GT V8 gegenüber dem Zwölfzylinder durch eckige statt ovale Auspuffendrohre. Außerdem gibt es ein V8-Signet an der Frontschürze. Mit der neuen Motorisierung dürfte der Einstiegspreis für den Luxussportler fallen, der im Fall der W12-Coupéversion bei knapp über 200.000 Euro liegt.

Fahrbericht: DS3 Crossback – Der französische Freund

Fahrbericht: DS3 Crossback

Knuffig, charmant und cool: Mit dem Mini-SUV DS3 Crossback setzt die Marke DS auf Komfort und französische Lebensart. Anfang nächsten Jahres gibt es auch eine vollelektrische Version.

Sein vornehmliches Revier ist die City, erhältlich ist er ab 23.490 Euro, dann mit dem 74 kW/100 PS starken Basisbenziner

Fragt man Passanten nach der Automarke DS, dürfte ein Großteil mit den Schultern zucken. Sie gehört zum französischen PSA Konzern, ihr fällt die Aufgabe der Premium-Tochter zu, neue Technik als erste innerhalb der Markengruppe in Serie zu bringen. Nach dem Mittelklasse-SUV DS7 Crossback folgt im Sommer als kleineres SUV der DS3 Crossback. Er baut auf der neu entwickelten CMP-Architektur auf, als erstes Fahrzeug überhaupt im Konzern. Mit einer Länge von lediglich 4,12 Metern ist der Crossback also kaum länger als ein VW Polo. Sein vornehmliches Revier ist die City, erhältlich ist er ab 23.490 Euro.

Knuffig, charmant und cool: Mit dem neuen Mini-SUV DS3 Crossback setzt die Marke DS auf Komfort und französische Lebensart

Sofort erkennbar ist der DS3 Crossback von der Seite an seiner kleinen Haifischflosse und der tiefen Ausbuchtung in der Tür. Die Frontpartie wirkt recht zerklüftet und unruhig, soll auffallen. Harmonischer zeigt sich das Heck. Einzigartig im Segment dürften die in der Karosserie versenkten Türgriffe sein. Sie klappen automatisch aus, sobald sich der Fahrer dem Wagen nähert.

Trotz der kompakten Größe mit 4,12 Metern Länge hat man hinter dem Lenkrad kein beengendes Gefühl

Trotz der kompakten Größe des Mini-SUV hat man hinter dem Lenkrad kein beengendes Gefühl. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig sind die elektrischen Fensterheber. Sie liegen in der Mittelkonsole neben dem Schalthebel. Auch hinten sitzen Erwachsene noch halbwegs bequem. Im Heck bleiben 350 Liter fürs Gepäck, ein guter Durchschnittswert. Werden die Rücksitzlehnen umgeklappt, schluckt der keine Franzose bis zu 1.050 Liter. Verschiebbar ist die hintere Bank nicht.

Das Heck wirkt harmonisch

Weil DS zum PSA Konzern (mit den Schwestermarken Peugeot, Citroen und Opel) gehört, nutzt man auch die meisten Motorisierungen und Antriebe gemeinsam. Zum Marktstart im Mai gibt es den DS3 Crossback mit drei Benzinern. Die meisten Kunden dürften zur 96 kW/130 PS starken Variante greifen, die mindestens 27.290 Euro kostet. Der nur 1,2 Liter kleine Dreizylinder arbeitet zusammen mit einer 8-Gang-Automatik; ein Novum in dieser Klasse. Wem nach mehr Leistung ist, kann eine Version mit 114 kW/155 PS wählen. Einstiegsmodell ist der DS3 Crossback mit 74 kW/100 PS starkem Benziner (ab 23.490 Euro), er ist mit manuellem Sechsganggetriebe ausgestattet. Ab Juli ist das Mini-SUV auch mit einem 1,6-Vierzylinder-Diesel mit 96 kW/130 PS erhältlich, der rund 25.000 Euro kostet.

Sofort erkennbar ist das Mini-SUV von der Seite an seiner kleinen Haifischflosse und der tiefen Ausbuchtung in der Tür

Der DS3 Crossback fährt sich außergewöhnlich ruhig und komfortabel. Die neue Plattform scheint dabei die Hauptrolle zu spielen. Auch der kleine Dreizylinder gefällt. Er fühlt sich agil an, bleibt akustisch im Hintergrund und harmoniert wunderbar mit der 8-Gang-Automatik. Das gesamte Auto wirkt professionell abgestimmt und sympathisch.

Als erste Marke im PSA Konzern wartet DS zudem mit einem Elektroantrieb auf. Im DS3 Crossback E-Tense stecken ein Motor mit 100 kW/136 PS und eine 50-kWh-Batterie. Die Reichweite ist mit 320 Kilometer angegeben, nach dem neuen und realitätsnäheren WLTP-Zyklus. Bestellen kann man den E-Tense ab Sommer, die Auslieferung beginnt allerdings erst Anfang 2020.

Anfang nächsten Jahres gibt es eine vollelektrische Version

Beim Thema Assistenzsysteme versucht DS alle Register zu ziehen und bietet eine für das Segment ungewöhnlich gute Ausstattung. Mit den optionalen, adaptiven Voll-LED-Scheinwerfern – sie arbeiten mit Matrix-Beam-Technik – kann man konstant mit Fernlicht fahren, ohne andere zu blenden. Der „DS Drive Assist“ hält bis zu einem Tempo von 180 km/h automatisch die Spur und den Abstand zum Vordermann. Zudem erkennt der DS3 Crossback tagsüber wie nachts Fußgänger, Fahrradfahrer und andere Autos und bremst notfalls automatisch ab. Besonders die jüngere Käufergeneration dürfte sich über einen „Smart Access“ freuen. Hier lässt sich das Auto mit dem Smartphone öffnen und starten. Außerdem kann der Besitzer bis zu fünf anderen Personen die Nutzung seines Autos erlauben, ohne ihnen einen Schlüssel aushändigen zu müssen.

Fahrbericht: Range Rover Evoque – Elektrifiziert, edel und mit neuen Technik-Details

Der Range Rover Evoque ist in den vergangenen acht Jahren zum Bestseller beim Land-Rover-Händler geworden. Jetzt rollt Generation zwei an den Start und setzt noch mehr auf Lifestyle.

Ab Anfang April wartet die zweite Generation des Range Rover Evoque (ab 37.350 Euro) beim Land-Rover-Händler auf Kundschaft. Das kompakte Lifestyle-SUV ist der Bestseller der Briten und wurde optisch nur behutsam weiterentwickelt – dafür aber technisch rundum erneuert: Einzig die Türscharniere haben die Ingenieure vom Vorgänger übernommen.

Der Range Rover Evoque ist in den vergangenen acht Jahren zum Bestseller beim Land-Rover-Händler geworden. Jetzt rollt Generation zwei an den Start und setzt noch mehr auf Lifestyle

Topaktuell ist der Unterbau allerdings trotzdem nicht: Obwohl sich der Evoque optisch mit seinen schmalen LED-Scheinwerfern (auf Wunsch mit Matrix-Technik), den in die Karosserie eingelassenen Türgriffen oder dem breiten Kühlergrill stark an seinem großen Bruder Velar orientiert, nutzt der immer noch 4,37 Meter lange Klein-Landy nicht dessen Alu-Unterbau. Stattdessen steckt in der Evoque-Plattform weiterhin reichlich schwerer Stahl, der das Leergewicht auf mindestens 1.787 Kilogramm treibt.

Der Masse von mindestens 1.787 Kilogramm entgegnet Land Rover mit aufgeladenen und meist elektrifizierten Zweiliter-Vierzylinder-Motoren

Der Masse entgegnet Land Rover mit aufgeladenen und meist elektrifizierten Zweiliter-Vierzylinder-Motoren. Bis auf die 37.350 Euro teure, handgeschaltete und frontgetriebenen Einstiegs-Version D150 mit 110 kW/150 PS starkem Selbstzünder – ab Juni verfügbar – setzen alle Evoque-Varianten auf 48-Volt-Unterstützung. Der elektrische Riemen-Startergenerator hilft beim Rekuperieren und boosten und drückt den Normverbrauch der Diesel auf rund sechs, den der Benziner auf etwa acht Liter – in der Praxis sind es allerdings hier wie da doch einige Liter mehr. Dabei koppeln die allradgetriebenen Evoques zum Spritsparen sogar wann immer möglich die Hinterachse ab.

Ab Anfang April wartet die zweite Generation des Range Rover Evoque (ab 37.350 Euro) beim Land-Rover-Händler auf Kundschaft

Jeweils drei Leistungsstufen hält Land Rover bereit: Neben dem Basis-Diesel warten Selbstzünder mit 132 kW/180 PS und 177 kW/240 PS auf, die Ottos sind mit 147 kW/200 PS, 184 kW/250 PS oder 221 kW/300 PS erhältlich; letzterer schlägt schon in der Basis mit 52.400 Euro zu Buche. Bis auf das Einstiegsmodell fahren alle mit Neungang-Automatik und Allradantrieb vor. Beides ist auch für den 150-PS-Diesel erhältlich, der dann ebenfalls von der zusätzlichen Elektro-Power profitiert. Apropos Elektro: Binnen eines Jahres will Land Rover den Evoque auch als Plug-in-Hybrid mit Dreizylinder-Benziner und E-Motor nachreichen.

Das kompakte Lifestyle-SUV wurde optisch nur behutsam weiter entwickelt – dafür aber technisch rundum erneuert

Bei der ersten Ausfahrt konnten wie uns von der mittleren Benzin-Motorisierung und dem stärksten Diesel überzeugen. Der 250-PS-Ottomotor hat eigentlich reichlich Wumms, muss aber mit zwei stattlichen Kerlen besetzt eben auch gut zwei Tonnen schleppen – was man ihm beim Beschleunigen anmerkt. 7,5 Sekunden auf 100 km/h sind ordentlich, man wird aber nicht wirklich nachdrücklich in die etwas klein geratenen Sitze gepresst. Außer unter Volllast, wo der Vierzylinder recht kernig klingt, geht es im Inneren ruhig und behaglich zu. Eher hektisch und etwas unharmonisch arbeitet dagegen die Wandler-Automatik, die die neun Übersetzungen recht spät hochschaltet, gleichzeitig aber beim Beschleunigen manchmal nicht so recht in die Gänge kommt. Das ist beim stärksten Selbstzünder nicht anders, trotzdem ist er insgesamt die geschmeidigere Antriebsvariante. Ob man allerdings den Top-Diesel braucht, ist fraglich. Ein Sprintstar ist er nicht und auch mit den 132 kW/180 PS des mittleren Diesel unter der Haube dürfte der Evoque zum Cruisen ausreichend stark motorisiert sein.   

Dass – außer in der Basis-Version – die neueste Ausgabe des Infotainmentsystems mit zwei Touchscreens zum Einsatz kommt, ist Ehrensache, auch digitale Instrumente und Head-up-Display sind auf Wunsch erhältlich

Der kurze Radstand macht das SUV ziemlich knackig und trotz der schweren Masse lässt sich mit dem straff abgestimmten Evoque recht sportlich ums Eck flitzen – auch ohne das optionale adaptive Fahrwerk. Und natürlich macht der Evoque auch im Gelände die Land-Rover-typisch gute Figur. Um das Manövrieren abseits des Asphalts noch leichter zu machen, feiert im Evoque eine Technik Premiere, die die Briten erstmals 2014 vorgestellt haben: die durchsichtige Motorhaube. Dank Kameras in Kühlergrill und Seitenspiegeln sieht der Fahrer auf dem Infodisplay, was sich unter dem Vorderwagen befindet.  

Der kurze Radstand macht das SUV ziemlich knackig und trotz der schweren Masse lässt sich mit dem straff abgestimmten Evoque recht sportlich ums Eck flitzen

Dass – außer in der Basis-Version – die neueste Ausgabe des Infotainmentsystems mit zwei Touchscreens zum Einsatz kommt, ist Ehrensache, auch digitale Instrumente und Head-up-Display sind auf Wunsch erhältlich. Induktives Smartphone-Laden ist aber noch nicht vorgesehen. Neu ist die Smart-Settings-Funktion, die sich die Vorlieben des Fahrers merkt. Anhand des Schlüssels oder Smartphones erkennt der Evoque, wer hinter dem Lenkrad Platz nimmt und stellt den auf Wunsch nicht nur mit Leder, sondern auch mit hochwertigem Stoff oder einem Eukalyptus-Mischgewebe bezogenen Sitz richtig ein; auch Radio, Klimaanlage und die Massagefunktion werden den Vorlieben entsprechend justiert. Ebenfalls neu: der digitale Rückspiegel (421 Euro). Ist die ob der Schießscharten-artig kleinen Fenster ohnehin nicht prächtige Sicht nach hinten auch noch durch Gepäck oder Passagiere verdeckt, kann per Tastendruck ein Kamerabild im Spiegel angezeigt werden, das freien Blick gewährt.

Der Radstand hat zwar lediglich um zwei Zentimeter zugelegt, doch das Platzangebot im Fond ist deutlich geräumiger

Dass auf der Rückbank Gäste reisen, dürfte bei der vorerst nur noch als Viertürer und nicht mehr als Zweitürer oder gar Cabrio erhältlichen Generation zwei deutlich häufiger vorkommen. Der Radstand hat zwar lediglich um zwei Zentimeter zugelegt, doch das Platzangebot im Fond ist deutlich geräumiger. Auch der Kofferraum ist gewachsen, es gehen rund zehn Prozent mehr rein als bisher: 591 Liter schluckt das Gepäckabteil, klappt man die dreifachgeteilte Rückbank um sind es 1.383 Liter. Praktisch: Die Ladeöffnung ist merklich breiter geworden, jetzt soll auch ein Golfbag oder Kinderwagen problemlos reinpassen. Weniger familientauglich ist dagegen die Aufpreispolitik: 64 Seiten umfasst die Evoque-Preisliste und wer den Versuchungen nicht widerstehen kann, landet jenseits der 60.000-Euro-Marke.

5x Cabrios für die warme Jahreszeit – Von billig bis öko

Mit dem Frühling beginnt für viele Autofans die schönste Fahrzeit des Jahres. Besonders gut lässt sie sich im Cabrio genießen. Fünf Vorschläge.

Das große Cabrio-Sterben der vergangenen Jahre haben nur die besten Modelle überlebt. Unsere Auswahl für den Sommer.

Das Spaßmobil: Mit dem Mazda MX-5 startete Anfang der 90er-Jahre die Renaissance der Roadster. Was damals schon begeisterte, bietet der Stoffverdeck-Zweisitzer noch heute: Geringes Gewicht, drehfreudigen Motor und extrem agiles Fahrverhalten. Komfort und Alltagstauglichkeit sind auf ein Mindestmaß zurückgefahren, fehlen aber nicht völlig. Auch die Sicherheitsausstattung ist zeitgemäß. Die aktuelle Generation leistet in der Basis 96 kW/131 PS und kostet ab 23.000 Euro.

Der Mazda MX-5 zählt zu den Klassikern auf dem Cabriomarkt

Der Preisgünstigste: Billig ist Cabrio-Fahren nie. Für einen offenen Neuwagen muss man aktuell mindestens 14.425 Euro auf den Tisch legen – und erhält das Smart Fortwo Cabrio. Das elektrische Verdeck öffnet spontan auf Knopfdruck, für das volle Open-Air-Erlebnis müssen jedoch die Dachholme abmontiert werden, was sich nur bei stabilem Sommerwetter lohnt. Eher ungewöhnlich: Beim Gepäckraumangebot ist das Cabrio gegenüber dem Coupé nicht im Nachteil. Viel Platz ist natürlich trotzdem nicht. Die Preise starten bei 14.425 Euro für das Modell mit dem 0,9-Liter-Dreizylinderbenziner und 52 kW/71 PS.

Den offenen Smart gibt es auch elektrisch

Der Wetterfeste: Bei Puristen hat das Stahl-Klappdach einen schweren Stand. Dass das klobige Metallverdeck den Cabrio-Gedanken nicht komplett verrät, zeigt jedoch der Mercedes SLC. Der lange Zeit als SLK bekannte Komfort-Roadster macht offen gefahren Spaß und ist geschlossen robust gegen Wind und Wetter. Nach der aktuell dritten Generation ist 2020 trotzdem Schluss, wer das aktuelle Modell (ab 115 kW/156 PS, ab 40.882 Euro) als Neuwagen kaufen will, sollte sich also beeilen.  

Der Mercedes SLC ist ein Auslaufmodell – aktuell gibt es eine Sonderedition

Das Ökomobil: Cabrios sind Spaßautos mit einer Prise Unvernunft. Alternative Antriebe stehen daher nicht besonders hoch im Kurs. Eine der wenigen Ausnahmen ist der BMW i8 Roadster, der mit einem 275 kW/374 PS starken Plug-in-Hybridantrieb und einem Normverbrauch von zwei Litern aufwartet. Als Sportwagen taugt der Münchner zwar nur bedingt (vor allem, wenn er bei knappem Stromvorrat allein auf den Dreizylinderbenziner angewiesen ist), als Aufsehen erregender Öko-Cruiser für sommerliche Landstraßen funktioniert er aber umso besser. Mit einem Preis von 156.750 Euro ist die Sparsamkeit allerdings teuer erkauft.

Der BWM i8 ist seit kurzem auch als Roadster zu haben

Der Geländegänger: Boulevards sind die natürlichen Biotope von Cabrios. Auch das Range Rover Evoque Cabrio wird man wohl häufiger auf Kö und Leopoldstraße sehen als in Matsch und Schlamm. Immerhin wäre es dort im Gegensatz zu den meisten anderen offenen Pkw nicht komplett überfordert. Wer für die Aufmerksamkeit der Passanten und das theoretische Offroad-Potenzial bereit ist, viel Geld (ab 56.580 Euro) für ein SUV mit wenig (Koffer-)Raum auszugeben, sollte sich beeilen. Denn, dass das Cabrio den anstehenden Modellwechsel beim Evoque überlebt, scheint unwahrscheinlich. Und ein vergleichbares Auto wird es wohl vorerst auch sonst nirgends geben.

Der Range Rover Evoque ist offen ein seltener Anblick

Fahrbericht: Skoda Karoq Scout – Die wahren Abenteuer sind im Kopf

Nachdem der Geländewagen überwiegend zum SUV mutiert ist, peppen die Hersteller vor allem ihre kleineren SUV gegen Mehrpreis gerne in Richtung Geländegängigkeit auf. Zumindest optisch. Bei Skoda heißen diese Modelle „Scout“ und eine solche Version gibt es seit einiger Zeit auch für das Kompakt-SUV Karoq.

Früher war ein Allradantrieb für ein sportliches Freizeitfahrzeug (Sport Utility Vehicle) obligatorisch. Mittlerweile ist er zumindest von der Kompaktklasse abwärts fast schon einer besonderen Erwähnung wert. Denn in diesen Segmenten begnügen sich die Käufer heute doch überwiegend mit Frontantrieb. Wer sich für einen Skoda Karoq als „Scout“ entscheidet, hat den 4×4-Antrieb immerhin stets an Bord. Ansonsten geben die Tschechen ihrem kompakten SUV in dieser Variante – es gibt noch die „bürgerlichen“ Linien „Active“, „Ambition“ und „Style“ – die üblichen Offroad-Look-Insignien in Form von Radhausverkleidungen, Unterbodenschutz und 18-Zoll-Rädern mit auf die dann gerne auch mal holprigere Strecke. Ein 2,0-Liter-Diesel und ein 1,5-Liter-Otto (je 110 kW/150 PS) können mit der „Scout“-Ausstattung kombiniert werden. Die Preise starten bei 33.090 Euro (Benziner).

Wer sich für einen Skoda Karoq als „Scout“ entscheidet, hat den 4×4-Antrieb immerhin stets an Bord

Seit knapp anderthalb Jahren bietet Skoda den Karoq als Nachfolger des kultig-kantigen Yeti an. Für die „Scout“-Version hat die VW-Tochter noch etwas länger gebraucht, diese Variante wird erst seit letztem Sommer offeriert. Allradantrieb gab es allerdings in Verbindung mit bestimmten Motoren auch vorher schon, so dass sich der im Vergleich knapp 3.000 Euro teurere Scout letztlich vor allem durch den optisch etwa rustikaleren Auftritt und mehr Ausstattung von einem Normalo-Karoq unterscheidet.

Auch sonst ist diese Version durch und durch ein typischer Skoda. Es gibt dank des schnörkellosen Designs viel Platz für den Fahrer und drei Passagiere. Hinzu kommt ein angemessen großer Kofferraum mit Platz für deutlich über 500 Liter Gepäck. Wer das SUV auch mal für einen Umzug nutzen möchte, kann den Raum durch Ausbau der Sitze auf bis zu 1.800 Liter erweitern, wenn er für 400 Euro das sogenannte Varioflex-Sitzsystem ordert. Zusätzliche Staufächer, Taschenhaken, die große Laderaumöffnung und große Türausschnitte sorgen für die Skoda-typische Alltagstauglichkeit. Zum vernünftigen Auftritt passt das übersichtliche Cockpit mit einem schönen 9,2-Zoll-Display und aufgeräumter Mittelkonsole.

Zum vernünftigen Auftritt passt das übersichtliche Cockpit mit einem schönen 9,2-Zoll-Display und aufgeräumter Mittelkonsole

Von den zwei angebotenen Motoren ist der Diesel die zu diesem Auto passendste Wahl, auch, wenn sich etwa drei von vier Käufern derzeit für den Benziner entscheiden. Der ab 34.850 Euro erhältliche Selbstzünder ist ausreichend durchzugsstark und liefert ein Drehmoment von bis zu 340 Newtonmetern, das fast über den gesamten in Alltag relevanten Bereich anliegt. Der Normverbrauch von 5,2 Litern ist in der Praxis bei vorsichtiger Fahrweise nicht völlig illusorisch, wer mit 6,5 Litern kalkuliert geht auf Nummer sicher und sollte nicht enttäuscht werden.

Das Aggregat ist nicht gerade leise, sein knurriges Grundgehabe ist aber auch nicht unsympathisch. Was eher nervt ist das Doppelkupplungsgetriebe (DSG), falls man sich für dieses entscheidet. Es ruckelt gerne und ist im Vergleich zu einem modernen Wandler deutlich weniger komfortabel. Dafür federt der Karoq komfortabel und das Fahrwerk kann man kaum vor ernsthafte Probleme stellen.

Wer das SUV für einen Umzug nutzen möchte, kann den Kofferrum durch Ausbau der Sitze auf bis zu 1.800 Liter erweitern

Aber man darf sich natürlich schon die Frage stellen, ob es einer Ausstattungsvariante „Scout“ wirklich bedarf. Motor, Getriebe, Allrad und Ausstattung kann man sich schließlich auch so zusammenstellen. Das etwas robustere Outfit wird für die wenigsten Nutzer wirklich nötig sein; wer wirklich regelmäßig selbst nur in leichtes Gelände will, wird sich wahrscheinlich andere Fahrzeuge anschauen. Aber wie heißt es so schön in einem Lied von André Heller: Die wahren Abenteuer sind im Kopf. Wer seinen Traum von der automobilen Freiheit im Karoq Scout träumt, hat zumindest beim Autokauf nicht viel falsch gemacht.  

Die die üblichen Offroad-Look-Insignien in Form von Radhausverkleidungen, Unterbodenschutz und 18-Zoll-Rädern gehören dazu

Gegen Müdigkeit am Steuer – Ein besonderer „Schlafanzug“ von Ford

Müde Autofahren ist keine gute Idee. Die Konzentration lässt nach und schlimmstenfalls kommt es zu einem Unfall. Um auf die Gefahren durch Müdigkeit aufmerksam zu machen, nutzt Ford einen Schlafanzug. Der ist aber nicht fürs Bett gedacht.

Übermüdete Fahrer gefährden sich und andere. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) geht von jährlich rund 2.000 Verkehrsunfällen mit Personenschäden aus, die auf Übermüdung zurückzuführen sind. Die Dunkelziffer müdigkeitsbedingter Verkehrsunfälle dürfte aber höher liegen. Nach Schätzungen der Europäische Kommission ist der Faktor Müdigkeit bei bis zu 20 Prozent der Verkehrsunfälle im Spiel.

Zwar erkennen moderne Assistenzsysteme im Fahrzeug erste Müdigkeitsanzeichen und warnen den Fahrer, sie sind aber noch nicht flächendeckend verbreitetet. Gerade junge Leute sind oftmals in Fahrzeugen ohne solche elektronischen Helfer unterwegs und unterschätzen zudem ihren Schlafbedarf. Um Fahranfänger auf die Gefahren von mangelndem Schlaf hinterm Steuer aufmerksam zu machen, hat Ford daher einen besonderen „Schlafanzug“ entwickelt.

Um Fahranfänger auf die Gefahren von mangelndem Schlaf hinterm Steuer aufmerksam zu machen, hat Ford einen besonderen „Schlafanzug“ entwickelt

Zum Anzug gehört eine spezielle Brille. In Verbindung mit einer Smartphone-App kann sie so eingestellt werden, dass der Fahrer bis zu zehn Sekunden nichts sieht. Schon ein Fahrer, der bei Tempo 100 nur drei Sekunden die Augen geschlossen hat, legt eine Strecke von über 80 Meter zurück. Außerdem vermittelt der Anzug mit schweren Manschetten an Armen und Beinen sowie mit einer schweren Kappe für den Kopf typische Beeinträchtigungen durch Schlafmangel.

Interessierte Jugendliche im Alter von 17 bis 24 Jahren können den besonderen Schlafanzug während eines kostenlosen Fahrsicherheitstrainings im Rahmen der Initiative „Vorfahrt für Deine Zukunft“ ausprobieren. Weitere Informationen und Termine zu den Fahrsicherheitstraining gibt es unter www.vorfahrt-fuer-deine-zukunft.de.