Amazon.de Widgets

Ford S-Max: Neues Styling-Paket für ST-Line – Mehr Dynamik fürs Auge

Wer einen Ford S-Max in der Ausstattung ST-Line kauft, bevorzugt eine sportliche Optik. Die lässt sich jetzt weiter verschärfen

Käufer eines Ford S-Max können speziell für die Ausstattung ST-Line ab sofort zusätzlich ein neues Styling-Paket namens Slate-Grau bestellen. Dieses bietet als Besonderheiten eine Außenlackierung in Grau, spezielle 18-Zoll-Leichtmetallräder im Zehn-Speichen-Design, rot lackierte Bremssättel und Außenspiegelkappen in Schwarz.

Innen gibt es Sitze in Wildlederoptik

Das Paket umfasst zudem ein Styling-Kit, das einen Kühlergrill im Wabengitterdesign, eine spezielle Optik für Front- und Heckschürze sowie Heckdiffusor und Seitenschweller in Wagenfarbe umfasst. Im Innenraum bietet die Slate-Grau-Ausstattung eine Leder-Stoff-Polsterung in Wildlederoptik mit roten Ziernähten, die sich auch auf den Fußmatten wiederfinden. Die Preise für den Ford S-Max ST-Line starten bei 38.000 Euro; das Styling-Paket Slate-Grau kostet 800 Euro Aufpreis. Zur Wahl stehen neben dem 121 kW/165 PS starken Basisbenziner noch drei Diesel mit 110 kW150 PS, 140 kW/190 PS sowie 177 kW/240 PS.

Ford Transit – Sparsamer und leichter

Weniger Verbrauch, dafür mehr Zuladung: Der aufgefrischte Ford Transit will mit größerem Kundennutzen punkten.

Ford bringt im Sommer die überarbeiten Modelle seines Transporters Transit auf den Markt. Eine weitere Ausbaustufe des Zweiliter-Diesels ergänzt die Motorenpalette. Diese wird mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid zur Verbrauchssenkung gekoppelt. Außerdem konnte durch Gewichtseinsparungen bei der Karosserie und anderen Bauteilen das Gewicht so gesenkt werden, dass die Zuladung um bis zu 80 Kilogramm steigt. Zu Preisen macht der Hersteller noch keine Angaben. Zurzeit kostet der Transit (Pkw) ab 31.550 Euro netto (37.545 Euro brutto).

Als vierte Motorvariante neben den Ausbaustufen mit 77 kW/105 PS, 95 kW/130 PS und 125 kW/170 PS kommt der 2,0-Liter mit 136 kW/185 PS auf den Markt. Das maximale Drehmoment beträgt hier 415 Nm. Als Besonderheit wird dieses Triebwerk mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System zur Verbesserung der Treibstoffeffizienz angeboten. So soll das System ein Einsparpotenzial von bis zu acht Prozent ermöglichen.

Eine Motorhaube aus Aluminium statt aus Stahl reduziert das Gewicht um 5,4 Kilogramm. Die Neugestaltung der Hinterachse bei Fahrzeugen mit Heckantrieb bringt fast 15 Kilogramm Gewichtsersparnis. Neue Felgen sparen 5,5 Kilogramm Gewicht. Insgesamt summiert sich die Reduktion auf 80 Kilogramm. So darf der Transit 350 mit Heckantrieb, langem Radstand und mittelhohem Dach nun 80 Kilogramm mehr zuladen als zuvor, mit derselben Spezifikation und Frontantrieb sind es 48 Kilogramm.

Mitsubishi Eclipse Cross 1.5 T 4WD – Schick verpacktes All-inclusive-Paket

Viel Ausstattung zum günstigen Preis, dazu ein ansehnliches Äußeres – der Eclipse Cross kann im Test durchaus punkten, zeigt aber auch kleine Schwächen.

Um sich von der Masse der Kompakt-SUV abzuheben, muss man schon ein paar Design-Register ziehen. Im Fall des Eclipse Cross ist Mitsubishi das mit reichlich Chromschmuck im Gesicht, Charakterlinien in den Flanken und einem auffällig abgeschrägten Heck gelungen. Jenseits der gleichermaßen auf- wie gefälligen Optik bietet er auch andere erfreuliche Talente, manchem fehlt allerdings ein gewisser Feinschliff.

Der Mitsubishi Ecplipse Cross kann sich optisch von der Masse abheben

Angesichts der coupéhaften Optik erwartet man einen stellenweise engen Innenraum, doch zwischen den 2,67 Meter voneinander entfernten Achsen bleibt ordentlich Raum für Beine und Häupter. Lediglich der Kofferraum fällt angesichts der 4,40 Meter langen Karosserie mit 359 bis 466 Liter etwas bescheidener aus. Der Von-bis-Wert ist den in Längsrichtung verstellbaren Fondsitzen geschuldet, die sich auch komplett umlegen lassen, was für maximal 1.140 Liter Stauvolumen sorgt.

Mit 4,41 Meter Länge gehört der Mitsubishi Eclipse Cross zu den Kompakt-SUV

Vorne hat man ein modern eingerichtetes Cockpit, dem auch ein gewisser Schick innewohnt. Es gibt Soft- und Hochglanz-Oberflächen, Ledersitze und Applikationen in Metalloptik oder einen großen Touchscreen für das Multimedia-System. Bei letzterem würde man eigentlich eine Navigation erwarten, welche allerdings nicht die Bordtechnik, sondern in unserem Testexemplar von einem per Android Auto oder Apple Carplay angeschlossenen Smartphone beigesteuert wird. Das funktioniert erfreulich gut, alternativ kann man aber weiterhin auch klassische Navi-Hardware im Fahrzeug montiert bekommen, sofern man dafür 400 Euro Aufpreis investiert. Bei der von uns getesteten Top-Ausstattung ist dafür ein akustisch beeindruckendes Premium-Soundsystem von Rockford Fosgate grundsätzlich immer an Bord. Trotz einiger Highlights kann das Infotainmentsystem mit seiner nicht in allen Aspekten intuitiven Bedienlogik auch schon mal nerven, wie auch der Abstandstempomat, der zwar den Fahrer auf langen Strecken enorm entlastet, gelegentlich aber etwas unsensibel regelt. So wird in mancher Verkehrssituation unerwartet und unnötiger Weise gebremst, obwohl man als Fahrer das Tempo halten will.

Dank der angeschrägten Heckklappe handelt es sich beim Eclipse Coupé um ein SUV-Coupé

Alternativ zu einem im SUV-Segment einst obligatorischen Diesel bietet Mitsubishi für den Ellipse Cross einen 1,5-Liter-Turbobenziner. Letzterer versorgte unser Testexemplar mit 120 kW/163 PS, die via stufenloser CVT-Automatik an alle vier Räder verteilt werden. Neben optimaler Traktion erfreut der Antrieb mit einer Automatik, die acht feste Übersetzungsstufen recht überzeugend simuliert und nur gelegentlich den etwas störenden Gummibandeffekt spüren lässt. Längsdynamisch geht der 1,7-Tonner auf Wunsch einigermaßen stramm in knapp über 10 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind 200 km/h möglich. Den leise und kultiviert arbeitenden Vierzylinder kann mit rund acht Litern auf 100 Kilometer in der Praxis fahren, wer allerdings häufiger aus dem Vollen schöpft, wird einen Expresszuschlag von ein bis zwei Litern hinnehmen müssen.

Das Coupéheck hat seinen Reiz, allerdings schränkt es neben dem Stauraum auch die Sicht nach hinten leicht ein

Gehobenes Tempo verleidetet ein wenig das parallel steigende Niveau der Windgeräusche, die zumindest jenseits der 130 km/h spürbar anschwellen. Ebenfalls dem Komfort abträglich sind ein bei groben Unebenheiten recht polteriges Fahrwerk, welches im Gegenzug allerdings nicht mit besonders dynamischen Talenten überzeugen mag. Zumindest in einigen Situationen, auch einer synthetischen Lenkung geschuldet, manövriert der Cross etwas tapsig durch Biegungen. Doch unterm Strich bleibt er stets gutmütig und sicher, zumal neben den verpflichtenden Regelsystemen auch Kollisionsverhinderer, Spurhalte-, Totwinkel- oder Ausparkassistent an Bord sind.

Mitsubishi hat dem Eclipse Cross reichlich Chromschmuck ins Blechkleid eingezogen

Ohnehin, die Ausstattung: Wie bei Mitsubishi üblich, ist sie beim höchsten Niveau sehr umfangreich. Der Kunde kann lediglich noch zwei Metallic-Lacke, ein Panorama-Glasschiebedach und besagtes Navi ordern, doch ansonsten bleiben kaum Wünsche offen. Hier nur ein paar Highlights: Ledersitzbezüge, elektrische Parkbremse, Rückfahrkamera, 18-Zoll-Räder, Bi-LED-Scheinwerfer, beheizbares Lenkrad und Frontscheibe, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Zwei-Zonen-Klimaautomatik oder ein Head-up-Display sind serienmäßig an Bord. Der Preis von 35.090 Euro scheint angesichts des Gebotenen verführerisch klein.

Kann sich sehen lassen: Die Kommandozentrale des Mitsubishi Eclipse Cross

Kia Stinger – Behutsame Erneuerung

Nach gut 18 Monaten hat Kia sein Flaggschiff behutsam aufgerüstet. Der schmucke Stinger kann jetzt auch driften.

Dieses Auto gehört wohl zu den bekanntesten Unbekannten auf deutschen Straßen. Dem Kia Stinger in freier Wildbahn zu begegnen, erfordert Geduld. Denn die koreanische Schwester von Hyundai hat von ihrer feinen Sportlimousine in den letzten 18 Monaten gerademal knapp 2.000 Exemplare verkauft. Dabei räumt der Fünftürer reihenweise Preise ab und gilt als das Vorzeigeobjekt von Kia schlechthin, sorgte er doch für ein völlig neues Image der ansonsten für eher gediegene Alltagsmodelle bekannten Firma.

Der Stinger kann jetzt „driften“

Die Geschichte des Stinger begann bereits 2011 auf der Frankfurter IAA. Damals überraschte Kia mit der Studie einer sportlichen Limousine im Stil eines klassischen Grand Turismo (GT). Dieses Kürzel steht seit jeher für recht geräumige Limousinen für die „große Fahrt“, die allerdings mit hoher Leistung versehen auch auf Rennstrecken eine gute Figur machen konnten. Der damalige Designchef Peter Schreyer erinnert sich: „Dieses Auto war für mich und meine Kollegen ein Traumprojekt, weil wir die Chance bekamen, einen echten GT zu entwerfen, ein Auto, in dem man stilvoll reisen kann.“ Als der Serien-Stinger dann sechs Jahre später tatsächlich auf den Markt kam. wollten die Koreaner vor allem beweisen: „Kia kann`s“. Wirklich zugetraut hatte es der noch jungen Firma (erster PKW 1975) wohl keiner.

Für rund 56.000 Euro bekommt man bärenstarke Leistung inklusive Allradantrieb

Die Zahlen auf dem Papier jedenfalls belegen das „Kia kann´s“. 3,3-Liter-Benziner mit Doppelturbo, 269 kW/366 PS, Spitze 270 km/h, 5,5 Sekunden auf Tempo 100 und Allradantrieb. Und genau letzterer ist der Grund, sich den koreanischen Überflieger nochmals genauer anzusehen: An der Hinterachse greift jetzt ein mechanisches Sperrdifferential ein, wenn in flotten Kurven mehr Haftung von Nöten ist. Eine völlig neue Steuerelektronik macht es zudem möglich, die Motorkraft automatisch noch feinfühliger auf die beiden Achsen zu verteilen.

Nappaleder, ein allerdings etwas betagtes Navigationssystem, Head-Up-Display, LED-Scheinwerfer, Abstandsradar und eine nahezu komplette weitere Palette an Assistenzsystemen sind Serie

Die Folge: Im jetzt neuen Extrem-Modus Sport+ werden die Vorderräder von jeglichem Vortrieb befreit und das sonst so hilfreiche ESP abgeschaltet. Das kennen wir von Kraftmeiern wie den AMG-Modellen von Mercedes oder auch von Porsche. Diese „Konkurrenten“ kosten aber fast das Doppelte. Das Stinger-Update verleiht dem Schnäppchen aus Korea eine Fähigkeit, die ihm bislang weitgehend verwehrt war. Der Stinger kann jetzt „driften“, also auf glattem Untergrund mit entgegen der Fahrrichtung eingeschlagener Lenkung und gleichzeitigen Gasgeben quer um Biegungen schlittern.

Viel Platz für die Passagiere

Zugegeben: Wirklich gebraucht wird diese neue Eigenschaft nicht. Die bisherigen Kunden des stärksten Kia, darunter viele Freiberufler mit Hang zum bezahlbaren Besonderen, werden wohl selten ihre Freizeit auf wassergetränkte Flächen mit gleitfähigem Untergrund verbringen. Aber beim PS-Geflüster im Golf-Club oder einer Party ist die Lizenz zum Driften sicher ein willkommenes Gesprächsthema. Sei´s drum, Kia denkt zumindest darüber nach, für die Kunden organisierte Sport- und Drift-Events anzubieten. Ganz nach dem Motto: „Wir sind die Stingers“, was übrigens im Englischen für „Stachel“ steht.

Reichlich Platz fürs Gepäck

Ein Stachel im Pelz der etablierten Hochpreiser vor allem aus Deutschland? Einen Stich macht vor allem die Preisgestaltung des Kia. Für rund 56.000 Euro bekommt man bärenstarke Leistung inklusive Allradantrieb. Viele anderswo teure Leckerbissen sind im Preis mit drin. Beispiele sind Nappaleder, ein allerdings etwas betagtes Navigationssystem, Head-Up-Display, LED-Scheinwerfer, Abstandsradar und eine nahezu komplette weitere Palette an Assistenzsystemen. In der Aufpreisliste stehen nur ein Glasschiebedach und zwei weitere Lederarten.

Nach gut 18 Monaten hat Kia sein Flaggschiff behutsam aufgerüstet

Die oft gelobten überraschend souveränen Fahreigenschaften des Stinger sind in der jetzt an den Start gehenden Aktualisierung erhalten geblieben. Ein Spaßauto, das auch gemächlich kann, in dem fünf Erwachsene auf Reisen gehen können und es auch mal krachen lassen können. Alles verpackt in einem erfrischenden Äußeren aus der Feder von Design-Ikone Peter Schreyer. Eigentlich steht dem Erfolg des Stinger nichts entgegen, wenn genau diese Art von Autos auf dem Wunschzettel steht.

An der Hinterachse greift jetzt ein mechanisches Sperrdifferential ein, wenn in flotten Kurven mehr Haftung von Nöten ist

Aber: Fahrer in dieser Klasse nutzen ihr von der Firma bezahltes Fortbewegungsmittel meist beruflich, die Modelle werden in der Regel von der Firmenpolitik bestimmt. Und da ist ein Kia hierzulande nun mal nicht die erste Wahl.

Europäischer Pkw-Markt – Neuer Tiefstand beim Diesel

Der Diesel bleibt in Europa in der Krise. Profitieren können unter anderem Autos mit alternativen Antrieben.

Der Dieselanteil bei Europas Neuwagen ist im März auf den tiefsten Monatsstand in diesem Jahrtausend gesunken. Laut Daten der Beratungsagentur Jato hatten 31 Prozent aller in der EU-23 zugelassenen neuen Pkw einen Selbstzünder an Bord, im Vorjahresmonat waren es noch 36 Prozent. Im Gegenzug hat der Anteil der Benziner von 57 Prozent auf 60 Prozent zugelegt, die Quote alternativer Antriebe stieg von 5,3 auf 7,1 Prozent. Erfolgreichstes Modell  dieser Sparte war das Elektroauto Tesla Model 3 mit knapp 16.000 Neuzulassungen, gefolgt vom Hybrid-Kleinwagen Toyota Yaris mit knapp 13.000 Neuzulassungen und dem rund 12.000 Mal verkauften Hybrid-SUV Toyota C-HR.

Smart-Rückzug aus Nordamerika – Kein Platz für kleine Autos

Smart hat den Sprung vom Kuriosum zum ernsthaften Öko-Stadtflitzer in den USA nicht geschafft. Nun gibt die Marke den nordamerikanischen Markt auf.

Die Daimler-Kleinstwagentochter Smart zieht sich aus Nordamerika zurück. Zum Ende des laufenden Modelljahres wird der Verkauf des Stadtautos in den USA und Kanada aufgrund zu geringer Nachfrage eingestellt. Die Kundschaft vor Ort will lieber große Autos.

Im März hatte Smart lediglich noch 90 Fahrzeuge in den USA verkauft, wirklich viele Kunden fand das für Nordamerika ungewöhnlich kleine Auto trotz seiner öffentlich und medial viel beachteten Einführung nie. Die Bestmarke von knapp 25.000 Neuzulassungen im Startjahr 2008 konnte später nicht mehr ansatzweise erreicht werden, schon im Folgejahr interessierten sich nur noch knapp 15.000 Amerikaner für den Zweisitzer, zuletzt waren die Zahlen nur noch vierstellig. Auch der 2017 eingeleitete Wandel zur reinen Elektromarke – die Verbrennervarianten wurden vom Markt genommen – konnte die Marke offenbar nicht retten.

Zu den Gründen für das Scheitern zählen die anhaltend niedrigen Spritpreise in den USA, die die Käufer weiterhin zu großen und schweren SUV und Pick-up mit konventionellen Motoren greifen lassen. Auch in der Elektro-Nische sind geräumigere Modelle gefragt als der 2,70-Meter-Mini. Als Öko-Modell konnte sich der Smart in den USA davon abgesehen sowieso nie stark positionieren – die offiziellen US-Verbrauchswerte lagen teils über denen von Hybridmodellen oder größeren Kleinstwagenmodellen.

Für Smart liegt die Zukunft sowieso woanders – in China. Kürzlich hatte Daimler angekündigt, die kommende, von Anfang an nur noch als Elektroauto angebotene, Generation gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Geely zu bauen und ab 2022 vor Ort und auf dem Weltmarkt zu vermarkten. Die USA bleiben davon wohl ausgenommen. Dort will Konzernschwester Mercedes stattdessen künftig mit Elektro-SUV wie dem EQC antreten.

Neue Elektro-Transporter: PSA setzt Peugeot Boxer und Co. unter Strom

Elektro-Transporter liegen im Trend: PSA bringt in den kommenden Jahren zahlreiche neue Modelle auf den Markt.

Der französische PSA-Konzern baut seine Flotte von Elektrotransportern aus. Auf der Nutzfahrzeugmesse in Birmingham (bis 2. Mai) feiern zunächst die E-Varianten der großen Lieferwagen Peugeot Boxer und Citroen Jumper Premiere. Auf den Markt kommen dürften sie im Laufe des Jahres. Angeboten werden zwei unterschiedliche Reichweiten-Varianten: eine mit 225 Kilometern und eine mit 270 Kilometern (NEFZ). Produziert werden die Modelle im italienischen Werk Val die Sangro vom Technologiepartner BD Auto.

Für das kommende Jahr sind zudem elektrisierte Versionen der mittelgroßen Modelle Peugeot Expert, Citroen Jumpy und Opel Vivaro geplant – sowohl in Pkw- als auch in Nutzfahrzeugausführungen. Ein Jahr später folgen die neuen Generationen der elektrischen Stadtlieferwagen Peugeot Partner und Citroen Berlingo. Auch der baugleiche Opel Combo wird dann elektrifiziert.

Seat Alhambra II – Ein Raumriese, aber kein Mängelzwerg

Der Seat Alhambra ist ein großer Freund der Familie – vor allem als „günstiger Gebrauchter“. Doch die Suche nach dem Schnäppchen könnte schwierig werden, auch weil er es da ein paar Problemzonen gibt.

Praktische Schiebetüren und große Fensterflächen, die für Helligkeit im Innenraum sorgen – das sind nur zwei Vorteile des Alhambra

Ein Seat Alhambra kann richtig was wegstecken. Zumindest wenn es um die Anzahl der Passagiere oder Gepäck geht. Einige andere Nehmerqualitäten geben hingegen leichten Anlass zur Kritik. Gebrauchtwagen-Interessenten sollten jedenfalls ein paar Problemzonen des spanischen Riesen kritisch beäugen, damit das vermeintliche Schnäppchen später nicht teuer wird.

Karosserie: Was Platzangebot und Stauraum betrifft, ist der Alhambra eine Macht. Standardmäßig ist der Spanier ein vollwertiger Fünfsitzer, da seine Rückbank aus drei Einzelsitzen besteht. Die sind zudem umleg- und verschiebbar, anders als beim ersten Alhambra lassen sie sich aber nicht ausbauen. Dennoch bleibt Platz für 809 bis 2.430 Liter Gepäck. Optional gibt es außerdem eine umklappbare Beifahrersitzlehne, was den Transport langer Gegenstände erleichtert. Wer häufiger mit mehr als fünf Personen unterwegs ist, kann auch nach Versionen mit dritter Sitzreihe suchen, deren Kofferraum mit 267 bis 2.297 Liter allerdings etwas kleiner ausfällt. Dafür finden auf den Sitzen der dritten Reihe selbst erwachsene Passagiere ausreichend viel Platz. Ein weiterer Vorzug des Vans sind seine praktischen Schiebetüren, was ein Aussteigen in engen Parklücken erleichtert. Auf Wunsch lassen sie sich auch vom Fahrersitz aus elektrisch betätigen.

Mit Kindern gibt es kaum ein praktischeres Auto als einen großen Van vom Schlage Seat Alhambra

Motoren: Rund 70 Prozent der gebraucht angebotenen Alhambra sind mit einem Dieselmotor ausgerüstet, der angesichts des 1,8 Tonnen schweren Fahrzeugs längsdynamisch und verbrauchstechnisch als eindeutig bessere Wahl erscheint. Im Lauf der fast neunjährigen Modellgeschichte wurden stets Zweiliter-Vieryzlinder-Aggregate in unterschiedlichen und gelegentlich sich ändernden Leistungsstufen angeboten. Heute können Gebrauchtkunden deshalb zwischen 85 kW/115 PS, 103 kW/140 PS, 110 kW/150 PS, 125 kW/170 PS, 130 kW/177 PS und 135 kW/184 PS wählen. Mit der Überarbeitung zum Modelljahr 2016 bekamen die zuvor stets noch nach Euro 5 zertifizierten Selbstzünder das Euro-6-Label. Wer einen Gebrauchten mit Euro-5-Triebwerk kaufen will, sollte den Händler oder Vorbesitzer fragen, ob die im Rahmen des Abgas-Skandals vorgesehenen Software-Updates oder andere Maßnahmen durchgeführt wurden. Wer möglichen Fahrverboten sicher aus dem Weg gehen will, kann auch zu einem der Turbo-Benziner greifen, die es mit 1,4 und 2,0 Litern Hubraum und 110 kW/150 PS, 147 kW/200 PS oder 162 kW/220 PS gibt. Für die Kraftübertragung steht neben einem manuellen Sechsganggetriebe für alle Motoren bis auf den Basisdiesel auch ein Doppelkupplungsgetriebe zur Wahl. Allradantrieb gibt es für die Diesel mit 140, 150, 170 und 184 PS.

Die Reihe zwei mit drei Einzelsitzen bietet viel Platz

Ausstattung und Sicherheit: Bereits die Basis „Reference“ ist ordentlich bestückt. Neben den Einzelsitzen im Fond und den zwei Schiebetüren sind noch Klimaanlage, Fensterheber, Zentralverriegelung und CD-Radio an Bord. Wer Zusatzextras wie Klapptische an den Sitzlehnen, Dachreling, elektrische Heckklappe oder Laderaum-Fixiersets und Gepäcknetze will, sollte nach Ausstattungsversionen wie „Style“ oder Sondermodellen wie „4You“, „4Kids“ oder „Sun“ schauen. ESP und sieben Airbags sind übrigens bei jedem Alhambra an Bord, was unter anderem zum Fünf-Sterne-Ergebnis beim Euro-NCAP-Crashtest beigetragen hat.

Den Alhambra gibt es mit zwei oder drei Sitzreihen

Qualität: Vor allem die erste Alhambra-Generation, damals gemeinsam mit Ford entwickelt, ist als Mängelriese berüchtigt. Auflage zwei ist besser, zeigt aber ebenfalls einige Mängelschwerpunkte. Vor allem das vom VW Passat übernommene Fahrwerk ächzt unter dem Gewicht des großen Familienautos. Bei den Hauptuntersuchungen sind Federbrüche, defekte Achsaufhängungen und verschlissene Bremsscheiben relativ oft ein Thema. Das sind zwar übliche Van-Probleme, auch bei anderen Herstellern, aber dadurch nicht minder ärgerlich – und vor allem teuer. Die Mängelquote des Alhambra liegt bei den ersten Untersuchungen jedenfalls deutlich über dem Segmentdurchschnitt, was sich in Teilen auch durch eine durchschnittlich höhere Laufleistung dieses Typs erklären lässt. Besonderes Augenmerk bei Fahrzeugen aus zweiter Hand muss deshalb dem Zustand von Achsen und Bremsen gelten. Neben defekten Klimaanlagenkompressoren werden zudem gelegentlich auch Roststellen moniert.

Das Cockpit ist nach bester VW-Konzern-Manier gebaut – also übersichtlich geordnet, gut verarbeitet und in Sachen Material angenehm bestückt

Fazit: Das Angebot an gebrauchten Alhambra ist in Deutschland üppig, das Preisniveau allerdings auch. Für Exemplare mit weniger als 100.000 Kilometer Laufleistung werden meist noch über 20.000 Euro aufgerufen. Damit das Familienkonto nicht weiter strapaziert wird, sollten vor dem Gebrauchtkauf seine Problemzonen im Fahrwerksbereich besonders genau untersucht werden. Im Zweifel bewahrt ein Check in der Werkstatt vor bösen und kostspieligen Überraschungen. In Sachen Alltagsnutzen und Ambiente ist der große Seat hingegen über alle Zweifel erhaben.

Seat: Erdgasfahrzeuge zum Benzinerpreis – Sparmodelle zum Spartarif

Mit Erdgasautos lassen sich Spritkosten sparen. Doch dauert es meist, bis sich der Mehrpreis für seine Anschaffung amortisiert. Bei Seat spart man jetzt bereits ab dem ersten Kilometer.

VW-Tochter Seat bietet für mittlerweile drei Baureihen Erdgasmotorisierungen mit dem Kürzel TGI an. Diese können helfen, die Treibstoffkosten deutlich zu senken, allerdings sind sie in der Anschaffung teurer als ein gleichstarker Benziner. Auf diesen Aufpreis verzichten die Spanier nun vorläufig: Noch bis Ende des zweiten Quartals werden für Arona TGI, Leon TGI und Ibiza TGI die gleichen Preise wie für ein entsprechend motorisiertes TSI-Pendant aufgerufen. Den Leon TGI, der normalerweise mit 24.850 Euro in der Liste steht, bekommt man jetzt zum Beispiel 1.500 Euro günstiger. Bei Ibiza und Arona lassen sich 1.000 Euro sparen.

E-Autos jenseits der Vernunft – Die Amis können Strom

Alle reden vom vernünftigen, praktischen, günstigen Elektroauto – diese beiden Hersteller nicht. Zwei kommende Extreme in der Stromer-Modellpalette zeigen, was aus dem Antrieb alles herauszuholen ist.

Reichweite? “Reicht schon”, sagt David Michery nur kurz und lacht, dass der Frager jeden seiner strahlend weißen Zähne zählen könnte. Wieder so ein Thema, das seine Kunden garantiert wenig interessiert. Wie Kofferraum, Ladezeiten, Infotainment … Wer dem früheren Plattenmanager aus Los Angeles ein 150.000-Dollar-Elektroauto abkaufen will, der ist vor allem auf eines aus: Showtime.

Micherys Angebot heißt Qiantu K50. Auf der New York Auto Show hat der gedrungene Mittfünfziger gerade mit donnerndem Rap und reichlich Lichtshow seinen Supersportwagen präsentiert – und sich selbst. Michery ist nämlich ein typisch amerikanischer Autobauer neuen Typs: Genau wie Elon Musk hatte auch er im Großteil seines Lebens außer hinter dem Steuer wenig mit Fahrzeugen zu tun. Und will jetzt die Welt erobern. “Das Unmögliche möglich machen”, sagt er. Was auch sonst?

Rivian-Gründer R.J. Scaringe ist im Reichweiten-Rausch. Sein Pick-up soll über 600 Kilometer weit kommen

Gänzlich vom anderen Stern ist der flache Zweisitzer bei näherem Herangehen allerdings denn doch nicht: Zwei Elektromotoren liefern kombiniert 375 PS und 580 Newtonmeter Drehmoment. Das bietet Chancen gegen Teslas Model S beim Ampelsprint – und auf den allein kommt es in den meisten Ländern der Welt ja an. Bis Tempo 100 dauert es dann aber doch fast fünf Sekunden. Da ist selbst ein SUV-Trumm wie der Tesla X der 1,25 Meter flachen Flunder enteilt. Und auch bei den knapp 200 Stundenkilometern elektronisch abgeregelter Höchstgeschwindigkeit siegt die Vernunft über den Speed.

Der in China produzierte Qiantu sieht allerdings nach mehr aus, das muss man Michery lassen. Und unter dem knappen Karbonkleid sitzt ein ebenfalls gewichtsparender Alurahmen. So bleibt der 4,63 Meter lange und 2,06 breite Wagen unter zwei Tonnen. Der eher bescheiden dimensionierte 41-Kilowattstunden-Akku in T-Form mit großer Hecklast und hohem Schwerpunkt trägt auch zur Diät bei – und soll dennoch 380 Kilometer reichen. Wenn der Sportwagenfahrer ihn halt nicht wie einen Sportwagen fährt. 

Zwei Elektromotoren liefern kombiniert 375 PS und 580 Newtonmeter Drehmoment

Könnte er aber trotz der problematischen Platzierung der schweren Batterie wohl, wenn das Fahrzeug übernächstes Jahr auch nach Deutschland kommt. Denn mit einem Fahrwerk vom britischen Spezialisten Mira, Brembo-Bremsen mit Vierkolben-Bremssätteln, mit Allradantrieb und Pirellis P Zero dürfte der K50 für Kurvenkünste gewappnet sein. Nicht allzu viele eben, bevor es wieder an die Ladesäule geht.

Genau die will ein anderer US-Pionier am liebsten ganz vergessen machen: R.J. Scaringe ist im Reichweiten-Rausch. Der 35-jährige Ingenieur ist ein leidenschaftlicher Autobastler und hat schon als Jugendlicher Porsches gepimpt – allerdings nie für eine Autofirma gearbeitet. Derzeit steckt er vorzugsweise tief im Dreck. Scaringes Firma Rivian zeigt nämlich gleich zwei vollelektrische Fahrzeuge, die diesen Antrieb dorthin bringen sollen, wo bisher auch die SUV von Jaguar, Audi oder Tesla abwinken müssen: Das Pickup-Gebirge R1T und das Range-Rover-artige SUV R1S liefern hohe Waattiefen und schaffen steilste Böschungswinkel – dank insgesamt bis zu 764 PS starker E-Motoren an allen vier Rädern.

Rund 150.000 Euro soll der in China produzierte Flachmann kosten

“Die ideale Plattform, um rauszufahren und die Natur zu genießen”, verspricht der sonst eher zurückhaltende Doktor der Elite-Uni MIT.  Und die darf auch gern weit weg sein: Denn der größte derzeit verwendete Akku von 180 Kilowattstunden wird selbst den fünfeinhalb Meter langen und 2,7 Tonnen schweren Pickup rund 600 Kilometer weit bringen. Beim, einen halben Meter kürzeren SUV könnten es sogar noch mehr werden.

Platz bieten beide reichlich, wenn sie ab kommendem Jahr für Preise von rund 65.000 bis deutlich über 100.000 Dollar auf den Markt kommen: Im Pickup sind es 800 Kilogramm, die auf der Ladefläche transportiert werden können, weitere 350 Liter in einem abschließbaren und durchgängigen Laderaum vorn unter der Pritsche und 330 Liter unter der Fronthaube. Das SUV bietet sieben komfortable Sitze. 

Anders als kernige Jeeps oder Fords Pickup-Ikone F150 sind die Rivian-Angebote aber eher kühl und elegant gehalten. Vor allem das SUV hat schon von außen viel vom Stil eines Volvo – und die Inspiration setzt sich auch im Inneren fort. Natürlich geht es in den USA auch in diesem Segment nicht ohne Riesen-TFT: Ein 15,6-Zoll-Bildschirm ist die zentrale Bedienungseinheit, 12,3 Zoll stehen für die Instrumente vor dem Fahrer, und im SUV können sich auch die Mitreisenden hinten serienmäßig auf einem 6,8 Zoll großen Touchscreen die Fahrtzeit nach Yosemite oder in den Grand Canyon verkürzen.

Anders als der Sportwagen-Solitär K50 stehen die Rivian-Autos bereits auf einer kostensparenden flachen Einheit, in der Akkus, Antrieb, Bremsen, Thermosystem und Fahrwerk montiert sind. Und dank der vier Radnabenmotoren und dem Riesen-Akku ist von 0 auf 100 km/h auch die Drei-Sekunden-Marke im Blick, bei 201 Stundenkilometer wird abgeregelt.

Was die Pickup-Kunden in den USA auch noch begeistern soll: Die Rivians sind “Made in USA”. Die Fabrik im Bundesstaat Washington baut Scaringe gerade auf. Zwei Fans hat der Start-up-Unternehmer da schon mal überzeugt: Bill Ford hat gerade eine halb Milliarde Dollar in Rivian investiert – und Jeff Bezos´ Handelsriese Amazon gar 700 Millionen.

Solche Summen sind Investment-Dimensionen, von denen mancher Traditionshersteller derzeit nur träumen kann. Schnell aufwachen ist angesagt: Denn Scaringe will seine Autos in ein paar Jahren auch in Europa verkaufen. Wetten, die gibt es dann bei Amazon?