Hyundai I30N – Keine Alternative zum Golf GTI

Test Hyundai I30N mit 275 PS

Performance-Blue nennt sich der Lack. Es könnte auch „Klein-Buben-Blau“ sein, aber ein Performance-Irgendwas als Name in der Lackfarbe eingeflochten, lässt gleich zu Beginn keine Missverständnisse aufkommen. Mit dem I30N ist Hyundai im Kompaktwagen-Segment plötzlich ein GTI-Gegner. Oder eher ein RS, M, oder AMG-Spielkamerad?

Der Geschäftsführer von Hyundai in Deutschland ist ein Petrolhead und aktiver Motorsportler. Und das Europäische Entwicklungs-Zentrum von Hyundai liegt in Sichtweite zur Nürburg, nur wenige Meter entfernt von der traditionellen Rennstrecke Nürburgring. Das alles hing wohl damit zusammen, dass  man irgendwann die Entscheidung traf, ein „N-Modell“ muss her. N könnte für „Namyang“ stehen, dem koreanischen Geburtsort des I30, oder für eine Rennstrecken-Schikane, oder einfach nur für „N“ürburgring. Ganz egal, wie man in ein paar Jahren die Legende stricken wird, wichtig ist doch nur, was der 275 PS starke Kompakte (Performance-Modell) auf der Strecke leistet.

Albert Biermann zeigte sich ab 2015 für die End-Entwicklung des I30N verantwortlich. Und dieser Albert Biermann war zuvor bei der M GmbH der Münchner Premium-Marke für die Entwicklung der M-Modelle mitverantwortlich. Über 480 Runden auf der Nordschleife und mehr als 10.000 km „Grüne Hölle“ alleine für die Fahrwerksabstimmung listet Hyundai für den I30N auf, bevor er seine Serienreife erhielt. Die Vierzylinder-Turbobenziner mussten bis zur Serienreife zwei 24h-Rennen überstehen, 2016 und 2017 trat Hyundai jeweils mit einem seriennahen I30 beim legendären Rennstrecken-Klassiker an. Am Steuer unter anderem eben auch der Geschäftsführer von Hyundai Deutschland.

State of the Art

Hyundai hat kein Allradmodell präferiert, sondern bewusst einen Frontantriebs-Sportler nach klassischer Manier entwickelt. Eine steife Karosse – selbst im Kofferraum befindet sich eine sperrige Domstrebe zwischen den Domen der Hinterachsdämpfer – ist die Basis. Ein adaptives Fahrwerk und eine elektronisch geregelte Differentialsperre erfüllt die Grundlagen des sportives Setups. Motorsound und Ansprechverhalten lassen sich ebenso den persönlichen Wünschen anpassen wie die Dämpfung und Lenkung. Von „gerade noch zart, aber deutlich“ bis hin zu „ernst gemeint und ernst gemacht“ reicht die Spannweite. Selbst ein „Rev-Matching“ hat man sich gegönnt, ein automatisches Zwischengas-System mit Anpassung der Motordrehzahl an den eingelegten Gang.

Und das Ergebnis der Bemühungen? Bereits beim Einsteigen wird klar, hier kommt ein ganz großer seines Faches. Selten waren Überraschungsmomente so Baby-Blau lackiert. Sonorer Sound ab Start, eng anschmiegende Sportsitze, eine ergonomisch ausgereifte Sitzposition. Hyundai hat die richtigen Stellschrauben festgezogen und präsentiert ein Auto für Fahrernaturen.

Der Vierzylinder gibt sich mit seiner doppelflutigen Auspuffanlage alle Mühen und kaschiert die Standardwerte von vier Zylindern und knapp zwei Litern unter dem Mantel eines erwachsenen Klangteppichs. Dass die maximal 378 Nm nur im Overboost-Modus anliegen und selbst das Performance-Modell mit „nur“ 275 PS zufrieden sein muss, mag man der bürgerlichen Herkunft des Gesamtpaketes zutragen. Doch PS sind nur das eine und auch die 6.1 Sekunden des Performance-Modells auf 100 sind nur eine Zahl von vielen – viel wichtiger ist das Gefühl.

Das wurstig dicke Sportlenkrad lässt sich wundervoll kräftig anpacken, das Sechsganggetriebe fühlt sich ein wenig knochig an, und auch die Schaltwege könnten einen Ticken kürzer sein. Damit endet jede Kritik an der Hardware, was dann bei der Hatz über heimische Landstraßen folgt, ist ein eleganter Tanz der emotionalen Art.

Der I30N drückt quicklebendig aus dem Drehzahlkeller, verführt mit passenden Ganganschlüssen zum Rühren im Räderwerk und brummt dabei ein herzhaftes Lied. Viel besser als der Durchschnitt ist jedoch das Fahrwerk des Koreaners. Ausgewogen mit viel Grip auf der stabilisierenden Hinterachse, sobald die P Zero warm geworden sind, lässt sich der I30N in die Kurven werfen. Seine variable Differentialsperre zupft am Kurvenausgang unter voller Last lebendig am Lenkrad, verhindert aber ein Verdampfen der Motorleistung in blauen Reifenqualm.

So geht Performance im Kompakt-Segment, ganz ohne neue PS-Rekorde!

Keine Alternative zum Golf GTI

Viel zu harmlos, viel zu zahnlos ist der normale GTI geworden. Mit dem I30N als Performance-Variante quetscht sich der koreanische Automobil-Gigant mit seinem ersten Aufschlag vorbei an den arrivierten Größen der Kompaktwagenklasse und setzt die Latte hoch. Das muss man erst einmal nachmachen!

Warum der Kia Stinger GT keine 50.000 € wert ist

Üblicherweise trägt Peter Schreyer schwarz. Das haben viele Automobil-Designer und Künstler drauf, warum auch immer. Aber wenn man Peter Schreyer trifft, dann im schwarzen Anzug oder in einer schwarzen Stoffhose und mit einem schwarzen Rollkragen-Pullover. Peter Schreyer war jahrelang als Designer im VW-Konzern erfolgreich. Er ist der Mann, der die ikonische erste Audi TT Generation entwarf, er gab dem Golf 4 seine Form und gehört zu den wichtigsten und, wichtiger, zu den Designern in der Branche mit dem größten Renommee. Seit ein paar Jahren ist Peter Schreyer für Hyundai/KIA tätig und hat nun auch dort ein Meisterwerk abgeliefert. Den Kia Stinger GT.

Test des KIA STINGER GT mit V6 Turbo-Benziner

Korea-Knaller im Review

Die Historie an sportlichen Kia-Modellen ist überschaubar. Es gab keine. Und dann zeigt Kia auf der IAA 2011 den GT Concept und Auto-Liebhaber knien nieder. Die Fachpresse ist verliebt. Doch würden die Koreaner wirklich den Mut haben, ein Grand Coupé in einem Segment zu bauen, das von Kia so weit weg ist wie Seoul von Stuttgart?

Auf der NAIAS 2017 debütierte die Serien-Version des KIA Stinger. 2018 konnten wir den Stinger GT als 3.3 Liter V6 Turbo mit 276 kW zum Test auf dem Hof von AUTOHUB begrüßen.

370 PS und der Charme eines GT aus der oberen Mittelklasse umwehen den Auftritt des koreanischen Stachels. Doch würde er auch zustechen? Bulls-Eye? Mitten in das Herz des Auto-Nerds?

Kia bietet den Stinger in Deutschland mit drei unterschiedlichen Motoren an. Einen kleinen Vierzylinder Turbobenziner mit 255 PS, einen 2.2 Liter Diesel mit 200 PS und den Platzhirsch des Programms, den 3.3 Liter V6 mit zwei Turboladern und saftigen 510 Nm. Der Achtstufen-Automat wurde von KIA selbst entwickelt und gibt seine Kraft an alle vier Räder weiter.

Bevor es in 4.9 Sekunden auf Tempo 100 geht, muss der Innenraum befühlt werden. Bereits beim Platz nehmen im „GT“ spürt man die Andersartigkeit. Dieser KIA ist so völlig anders. Unweigerlich muss man an Audi A7 oder A5 Sportback denken, an BMW 4er GT und auch 6er. Der KIA GT ist mit seinen etwas über 4.80 Meter Gesamtlänge größer als ein A5 Sportback und kaum kürzer als der Audi A7. Dennoch sieht sich KIA eher in der oberen Mittelklasse und eben nicht nur preislich gerade nicht in der Oberklasse. Doch die Vergleiche drängen sich geradezu auf. Kollegen wollen, weil es sich so schön kontrovers anfühlt, gar den Vergleich zum Panamera von Porsche bemühen. Es ist aber auch zu schön. Der große GT aus Korea passt, schaut man nur auf die Leistung,  zwischen den Basis-Panamera mit seinen 330 PS und den 4s mit 450 PS. Und dann diese Ähnlichkeiten in der Formgebung. Lange Motorhaube, massiger Po und schnuckeliges Raumangebot für vier Personen.

Und in der Tat, bei den Fahrleistungen schenkt der Koreaner dem Stuttgarter einfach mal ein. Sowohl im Top-Speed, als auch bei dem wichtigen Stammtisch-Wert von Null auf 100 ist der Budget-GT aus Korea plötzlich vor dem Premium-Sportler aus Zuffenhausen. Und dann der Preis. Warum da nur mit 440i GT und Audi A5 vergleichen? Der Kia GT will die automobile Wertewelt auf den Kopf stellen.

Der in High-Chroma-Red gehaltene Lack scheint mit der frechen Kühlerschnauze des Stinger um die Wette zu grinsen und zu glänzen. Zudem gibt sich der Kia Stinger GT, wie erwartet, keine Blöße bei der Ausstattung. Es gibt ihn mit allem, was heute schön, wichtig und aktuell ist. Mit seinen 54.900 € ist er bereits nahezu vollständig ausgestattet. Leder und Navi sind ebenso normal wie LED-Licht. Dass sich das Navi nicht von dem System unterscheidet, was man in den Preisklassen 25.000 € darunter auch von KIA erhält, geschenkt. Geht es doch hier um eine ganz andere Disziplin. Es geht um eine Fahrzeugklasse, die durch reine Präsenz und Potenz um Attraktivität buhlt. 

Und auch sonst stimmt technisch alles. Der Motor längs eingebaut, der Allradantrieb variabel, die Achtstufenautomatik im Umgang verträglich bis zackig. Beim Sound allerdings vermissen wir ein wenig Kultur und Leidenschaft, aber hey, es ist der erste Aufschlag der Koreaner in diesem Segment. Dass der Kia mit seinen 270 m/h auf der Autobahn gut 99% der üblichen Verdächtigen davon fährt, ist nicht entscheidend für das Gesamtbild. Eher die Tatsache, dass sich der nicht gerade leicht geratene GT mit seinen knapp 1.9 Tonnen auch auf der Landstraße vehement und überzeugend bewegen lässt.

Fast wäre auch Habby auf den KIA Stinger GT hereingefallen. Hätte das hohe Loblied auf grandioses Design und begeisternde Fahrfreude mitgesungen, wäre da nicht der Preis gewesen.

Der Stinger GT ist keine 50.000 € wert.

Was? Wie? Der Panamera kostet das doppelte und auch BMW 440i und Audi A5 lassen sich nicht in dieser Ausstattung und Leistungsklasse kaufen, wenn man nicht 20.000 € aufzahlt. Was also stimmt mit Habby und seiner Wahrnehmung nicht?

Nun. Der Kia Stinger GT ist, schaut man sich die Listenpreise an, das bessere Angebot. Vom hohen Verbrauch mal abgesehen, leistet er sich keine groben Schnitzer. Und bietet vom Allrad bis zur Achtgangautomatik, was auch die Premium-Mitbewerber bieten. Nur eben keine Hausbank. Ganz unter uns : Niemand bezahlt ein 50.000 € Auto in bar. Wir sind hier in der Leasing-Fahrzeugklasse und da wird schnell klar, der Stinger GT kann noch so fein geworden sein, wenn die Leasingrate eines 440i GT bei gleicher Ausstattung und gleichen Rahmenbedingungen rund 50 € unter denen des KIA liegen, dann wird man immer zum BMW greifen. Dessen fulminanter Reihensechszylinder-Turbo ist nicht nur akustisch geiler, auch beim Verbrauch unterbietet dieser den Koreaner locker um 2-8 Liter, je nach Gangart!

Schade um das geile Design von Peter Schreyer.

It’s Hammer-Time! Der M5 Competition

Was wurde lamentiert, als das Ende der E-Baureihe kam. Die F-Baureihen seien keine richtigen BMW mehr und so weiter – übliches Foren-Gezeter. Der aktuelle BMW 5er trägt nun G90 als interne Bezeichnung und findet seinen Gipfel im BMW M5 Competition. Mit 625 PS, Allradantrieb und einer dynamisch-eleganten Optik kommt er damit zu einem ungeahnten Höhepunkt.

Unter der Haube? Die Kraft des doppelten Turbos!

Das Herzstück des neue BMW M5 Competition bildet ein 4.4 Liter V8 mit TwinPower Turbo – soweit, so gut und nicht wirklich neu. Beim Competition legen die Münchner auf das bekannte Aggregat aber noch eine dezente Schippe drauf und kredenzen 460 kW/625 PS bei exakt 6.000 U/min. Das entspricht 25 PS Bonus im Vergleich zum „harmlosen M5“. Ebenfalls auf der Habenseite beim Superstar der Münchner Business-Class: Das satte Drehmoment von 750 Nm, das bereits bei 1.800 U/min anliegt und erst bei über 5.800 U/min wieder abebbt. Dank dieser pfundigen Reserven kann der BMW M5 Competition in gerade einmal 3,3 Sekunden auf 100 km/h spurten. Für den Spurt auf 200km/h vergehen 10,8 Sekunden – in dieser Zeit sind viele erschwingliche Autos nicht einmal bei 100 Stundenkilometern angelangt. Das Interessante am BMW M5 Competition ist dabei, dass man diese Fabelwerte nahezu lässig und reproduzierbar aus dem Ärmel schütteln kann: Allradantrieb sei Dank!

Für die entsprechend dramatische Klangkulisse sorgt die M Sportauspuffanlage mit Endrohren in Schwarzchrom und Klappensteuerung. So kann man es im Firmen-Parkhaus ruhig angehen lassen und erst in ein paar Kilometern Entfernung auf Krawall stellen. Das Drama des M5 der E60 Baureihe mit seinem irrsinnig schreienden Hochdrehzahl-V10 wird man aber nicht ernten. Wohl aber ein dickes, Yacht-artiges V8-Geblubber, das nur diese Motorenart so unvergleichlich erzeugen kann. Trotz aller Sportlichkeit legte man in München besonderen Wert auf ein optimiertes Emissionsverhalten: „Partikelfilter“ lautet hier das Stichwort.

Schwer und behäbig? Der BMW M5 Competition lehnt dankend ab

„The Dude abides“, heißt es in einem Filmklassiker. Und genau wie der etwas verkommene Jeff Bridges in „The Big Lebowski“, lehnt auch der BMW M5 Competition dankend ab. Gar nicht in die Tüte kommen Behäbig- und Schwerfälligkeit. Sein zackiges Ansprech- und Einlenkverhalten resultiert aus neuen Motorlagern mit veränderbaren Kennlinien sowie einer erhöhten Federrate. Die straffe Stellung führt zur unmittelbaren Kraftübertragung, wovon auch das Kurvenverhalten profitiert. Den Kraftschluss übernimmt währenddessen die 8-Gang M Steptronic. Sie hält drei Modi für effizientes, sportliches oder besonders dynamisches Fahren bereit und sortiert die Kraft via M xDrive an alle Viere. Das führt zu verbesserten und leichter zu erreichenden Beschleunigungswerten sowie zu einer nahezu verlustfreien Übertragung der Motorleistung auf die Straße. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der Agilität hat auch das M Differenzial mit seiner hinterradbetonten Auslegung. Wer dennoch dem klassischen Heckantrieb den Vorzug gibt, der kann einfach per Knopfdruck auf den Button „2WD“ die Vorderräder abschalten und die „Frage der Quere“ klären.

Beim BMW M5 Competition kommt – gegenüber dem Standard-M5 – ein noch präziseres, speziell auf das Fahrzeug abgestimmtes Fahrwerk zum Tragen. Es bietet eine Tieferlegung um wenige Millimeter gegenüber dem M5 ohne Namenszusatz. Außerdem zeigt es Optimierungen bei der Radaufhängung, der Federung und Dämpfung. Die Erhöhung des Radsturzes ermöglicht dabei eine gesteigerte Aufnahme von Seitenkräften. Hinzu kommen neue Lager und Stabis sowie eine insgesamt zehn Prozent steifere Auslegung und machen aus dem Competition den wohl bösesten M5 aller Zeiten. Na ja, zumindest, bis ihn einer der vielen Tuner „optimiert“.

Der BMW M5 Competition mimt den Tarnkappenbomber

Die optischen Änderungen zum weniger kompetitiven M5 sind recht dezent. So erhält der Competition exklusive M Leichtmetallräder in Bicolor. Das Format liegt bei 20 Zoll mit 275er Walzen vorn und 285er Gummis hinten. Ansonsten würde der BMW M5 Competition auch bestens als Dienstwagen für Darth Vader durchgehen: Die toughe Business-Limousine fährt ausschließlich mit der Shadowline in Hochglanz vor, die unter anderem die Nieren und die Spiegelkappen umfasst. Besonderheit: Die M5-Embleme auf der Kofferraumklappe und der Schriftzug „Competition“ sind ebenfalls in Schwarz gehalten. Innen geht es kaum farbenfroher zu: Das dezente Streifendesign mit den klassischen M-Farben ziert die Sicherheitsgurte, Fußmatten kommen mit einem speziellen Keder. Aber sonst bleibt es bei der klassisch-dunklen Sport-Höhle.

Neverending Story – Abgasärger beim Audi A6

Audi hat „Auffälligkeiten“ bei Abgasreinigung im Business-Modell A6 eingestanden. Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet, in der auslaufenden Generation werde eine bislang nicht bekannte Betrugssoftware eingesetzt. Rund 60.000 Autos in Kundenhand sind europaweit betroffen. Die weitere Auslieferung der Modelle hat der Hersteller nun gestoppt.

Genaue Angaben zur Art der „Auffälligkeiten“ macht Audi nicht. Neben bereits bekannten Abschalteinrichtungen soll dem „Spiegel“-Bericht zufolge im auslaufenden A6 und im Schwestermodell A7 eine Software eingebaut sein, die die Einspritzung des zur Abgasreinigung benötigten Harnstoffs in den SCR-Katalysator verhindert, wenn der Vorrat zuneige geht. Damit soll vermieden werden, dass der Kunde die Flüssigkeit selbst nachfüllen muss, stattdessen kann das dann bei der nächsten Wartung erledigt werden. In der Zwischenzeit verlassen die Abgase ohne wirksame NOx-Reinigung den Auspuff. (Holger Holzer/SP-X)

Fahrbericht: Ford Fiesta Active 1.0 l Ecoboost (140 PS)

Fiesta im Kraxel-Kleidchen

Über Sinn und Unsinn der unvermindert anhaltenden SUV-Mode wird gerne und viel diskutiert. Wirklich vernünftig erscheint es nicht, viel Geld in einen Allrad-Hochsitzer zu investieren, der dann im Stadtverkehr den Spritverbrauch unnötig in die Höhe treibt. Modelle wie der neue, mindestens rund 18.0000 Euro teure Ford Fiesta Active bieten da eine interessante Alternative.

Wie schon etliche angecrosste Modelle vor ihm trägt auch der Fiesta Active Highheels für Holperstrecken und ein schickes Kraxel-Kleidchen: Zu den auffälligen Merkmalen des stets fünftürigen Active gehören neben der Fahrwerkshöherlegung um gut zwei Zentimeter Robustbeplankung, Seitenschweller, Chromeinsätze und 17-Zoll-Räder. Das sieht adrett aus, wirkliche Vorteile beim Fahren bringt es allerdings nicht. Aber: Anders als ein SUV schleppt diese Variante kaum unnötigen Ballast mit sich herum.

Dafür umfasst das Ausstattungspaket eine Reihe von Nettigkeiten wie Sportsitze vorn, Lederlenkrad, Klimaanlage oder das Multimedia-System Sync 3. Letzteres ermöglicht über einen 6,5-Zoll-Touchscreen auch die Einbindung von Smartphone-Apps und die Steuerung einiger Funktionen per Sprachbefehl.

Obwohl nur 4,07 Meter kurz, wirkt der Fiesta Active optisch dem Kleinwagensegment fast schon entwachsen. Doch statt des Traums von Raum bietet das Innere ein lediglich bodenständiges Platzangebot. Vier Erwachsene lassen sich unterbringen, allerdings sitzt man vorn deutlich kommoder als hinten. Mit rund 290 Litern fällt das Gepäckabteil eher knapp aus, kann dank der geteilt umklappbaren Rückbank um 800 Liter wachsen.

Wirklich Eindruck schindet der Fiesta mit dem Qualitätssprung, den der Innenraum im Vergleich zum Vorgänger gemacht hat. Alles ist klarer gegliedert, die Verarbeitung und die Materialien wirken zudem höherwertiger als zuvor. Diesen Eindruck vermittelt zumindest die von uns getestete Topausstattung Active Plus, die unter anderem mit dem schick inszenierten 8-Zoll-Touchscreen imponiert, der im Tablet-Stil mittig im Armaturenbrett thront.

Mit einem Basispreis von fast 18.000 Euro macht Ford im Fall des Fiesta Active eine selbstbewusste Ansage

Groß ist auch das Angebot an Motoren, die übrigens allesamt die Abgasnorm Euro 6d temp erfüllen. Dem Dieselsterben im Kleinwagensegment erteilt der Fiesta weiterhin eine Absage, denn immerhin zwei Leistungsstufen des 1,5-Liter-Vierzylinders mit 63 kW/85 PS sowie 88 KW/120 PS stehen für den Active zur Wahl. Alternativ gibt es ein breiteres Spektrum an Benzinern, die allesamt der gleichen Einliter-Dreizylinder-Hardwarebasis entstammen, sich aber bei der Leistungsausbeute der Turboaufladung unterscheiden: 63 kW/85 PS, 74 kW/100 PS, 92 kW/125 PS oder 103 kW/140 PS stehen den Kunden zur Wahl.

Die stärkste Version sorgt für einen angenehm temperamentvollen Vortrieb. Wer das Potenzial beim flotten Ritt auf kurviger Landstraße ausschöpfen will, wird häufiger die Gänge wechseln, denn erst oberhalb von 2.500 Touren gibt es Durchzug satt. In mittleren Drehzahlen noch angenehm leise, entwickelt das Aggregat nach oben raus einen kernigen Klang mit leicht unfeiner Dreizylinder-Note. Immerhin: In 9,7 Sekunden schafft der 1,2-Tonner den 100-km/h-Sprint – maximal sind 200 km/h möglich. Zum Vergleich: Der normale Fiesta erreicht in der gleichen Antriebsvariante die 100 km/h nach 9,2 Sekunden und maximal 202 km/h. Zudem verbraucht der Active ein paar Zehntelliter mehr. Wie bei kleinen Turbomotoren üblich, lassen sich mit Zurückhaltung Verbrauchswerte um fünf Liter erreichen, praktisch, wie in unseren Fall, können daraus 6,8 Liter werden.

Einen erhöhten Spritkonsum provoziert man gerne, denn wie der normale Fiesta bereitet auch der Active viel Freude in schnellen Links-Rechts-Kombinationen. Die Lenkung gibt eine angenehm präzise Rückmeldung, das Kurvenwanken bleibt verhalten und trotz der Gute-Laune-Abstimmung kommt der Komfort keineswegs zu kurz. Wie seit Generationen setzt auch der neue Fiesta mit seinem Fahrwerk einen Glanzpunkt.

Wirklich Eindruck schindet der Fiesta mit dem Qualitätssprung, den der Innenraum im Vergleich zum Vorgänger gemacht hat

Dem Active helfen zusätzliche Anpassungen am Fahrwerk, holpriges Geläuf eine Spur gelassener als ein Standard-Fiesta zu verdauen. Auf Allradantrieb oder anderes Technikarsenal für Schlechtwege-Touren verzichtet die neue Variante hingegen. Allerdings gibt es drei wählbare Fahrmodi. Neben normal und ökonomisch steht dem Fahrer noch eine spezielle Abstimmung der Regelsysteme für Fahrten auf rutschigem Untergrund zur Verfügung. Zum Offroader wird die neue Fiesta-Variante damit aber nicht.

Mit einem Basispreis von fast 18.000 Euro macht Ford im Fall des Fiesta Active eine selbstbewusste Ansage. Dafür bekommt der Kunde allerdings nur die Basismotorisierung mit 63 kW/85 PS sowie eine noch ausbaufähige Ausstattung. Auf mehr als 23.000 Euro steigt der Preis für den Topbenziner in der höchsten Ausstattung Active Plus. Gegenüber der Basisversion des Fiesta ist das ein Aufpreis von mehr als 10.000 Euro. Bei anderen Herstellern gibt es für 23.000 Euro auch schon echte SUV-Modelle. (Mario Hommen/SP-X)

Ford Fiesta Active – Technische Daten:

Fünftüriger, fünfsitziger Kleinwagen; Länge: 4,07 Meter, Breite: 1,746 Meter (mit Außenspiegeln: 1,94), Höhe: 1,50 Meter, Radstand: 2,49 Meter, Kofferraumvolumen: 292 – 1.093 Liter (mit Reifen-Reparatur-Set).

Es bringt zwar kaum Vorteil im Gelände, aber anders als ein SUV schleppt diese Variante kaum unnötigen Ballast mit sich herum

1.0 l (85 PS)
1,0-Liter-Dreizylinder-Benzinmotor, 6-Gang-Schaltgetriebe, 63 kW/85 PS, maximales Drehmoment: 170 Nm bei 1.500 – 3.500 U/min, 0-100 km/h: 12,7 s, Vmax: 170 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,6 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 105 g/km, Abgasnorm: Euro 6d Temp, Effizienzklasse: B, Preis: ab 17.950 Euro

1.0 l (100 PS)
1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo-Benzinmotor, 6-Gang-Schaltgetriebe (6-Gang-Automatik), 74 kW/100 PS, maximales Drehmoment: 170 Nm bei 1.500–4.000 U/min, 0-100 km/h: 11,2 (12,9) s, Vmax: 181 (177) km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,6 (5,7) Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 105 (129) g/km, Abgasnorm: Euro 6d Temp, Effizienzklasse: B (D), Preis: ab 19.150 (20.450) Euro

1.0 l (125 PS)
1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo-Benzinmotor, 6-Gang-Schaltgetriebe, 92 kW/125 PS, maximales Drehmoment: 170 Nm bei 1.400–4.500 U/min, 0-100 km/h: 10,4 s, Vmax: 190 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,8 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 108 g/km, Abgasnorm: Euro 6d Temp, Effizienzklasse: B, Preis: ab 20.400 Euro

1.0 l (140 PS)
1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo-Benzinmotor, 6-Gang-Schaltgetriebe, 103 kW/140 PS, maximales Drehmoment: 180 Nm bei 1.500–5.000 U/min, 0-100 km/h: 9,7 s, Vmax: 200 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,8 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 110 g/km, Abgasnorm: Euro 6d Temp, Effizienzklasse: B, Preis: ab 21.150 Euro

1.5 TDCi (85 PS)
1,5-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor, 6-Gang-Schaltgetriebe, 63 kW/85 PS, maximales Drehmoment: 215 Nm bei 1.750–2.500 U/min, 0-100 km/h: 12,7 s, Vmax: 170 km/h, Durchschnittsverbrauch: 3,6 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 94 g/km, Abgasnorm: Euro 6d Temp, Effizienzklasse: A, Preis: ab 20.050 Euro

1.5 TDCi (120 PS)
1,5-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor, 6-Gang-Schaltgetriebe, 88 kW/120 PS, maximales Drehmoment: 270 Nm bei 1.750–2.500 U/min, 0-100 km/h: 9,5 s, Vmax: 190 km/h, Durchschnittsverbrauch: 3,6 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 96 g/km, Abgasnorm: Euro 6d Temp, Effizienzklasse: B, Preis: ab 21.800 Euro

Ford Fiesta Active – Kurzcharakteristik:
Warum: Weil auch ein Kleinwagen etwas SUV-Flair bieten soll
Warum nicht: Weil ein Standard-Fiesta schneller fährt, weniger kostet und weniger verbraucht
Was sonst: Seat Arona, Renault Captur, Hyundai i20 Active

Aquaplaning-Warner von Continental

Der Autozulieferer Continental arbeitet an einem Aquaplaning-Warnsystem für Pkw. Kern ist eine Bordkamera, die die typischen Spritz- und Sprühmuster erkennt. Zusätzlich werden Daten eines Reifenüberwachungssystems genutzt. Die Technik könnte in einigen Jahren serienreif sein und den Fahrer bei drohendem Aufschwimmen der Reifen warnen.

Das derzeit noch in der Erprobung befindliche System greift auf Kamera- sowie Reifensensordaten zurück. Zum einen können Bordkameras auf der Fahrbahnoberfläche die für Aquaplaning typischen Spritz- und Sprühmuster erkennen. Zum anderen werden Daten einer im Reifen befindlichen Sensortechnik namens eTIS ausgewertet. Neben Beschleunigungssensoren, die für Aquaplaning spezifische Signalmuster detektieren, kann eTIS auch die Profiltiefe von Reifen ans Bordsystem übermitteln. Die verschiedenen Daten erlauben dem Bordrechner, vor einer Aquaplaning-Gefahr zu warnen und eine Geschwindigkeitsempfehlung auszugeben. Mit Hilfe von Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation sowie cloudbasierten Datenaustauschsystemen zwischen den Verkehrsteilnehmern ist es darüber hinaus künftig möglich, auch andere Verkehrsteilnehmer, die sich der Gefahrenstelle nähern, deutlich früher zu warnen.

Review: BMW 740 Le xDrive iPerformance

Doppelherz oder Feigenblatt?

Das Ziel bei BMW ist klar, der ehemalige E-Pionier will seine i-Flotte emanzipieren und neben dem BEV i3 und dem Hybridsportler i8, auch die restlichen Modelle elektrifizieren. Der BMW 740e spielt dabei die Rolle des flüsternden Saubermann in der BMW-Luxusklasse. Darunter rangieren 530e und 330e. Mittlerweile gibt es fast in jeder Baureihe mindestens einen elektrifizierten BMW. Ob das nun nur ein Feigenblatt für den Flottenverbrauch ist, oder wie im Falle des 740e (mit dem langen Nachnamen), nun eine ernsthafte Business-Alternative mit Doppelherz, entscheidet nicht zuletzt der Kunde.

AUTOHUB hat dem BMW 740 Le xDrive iPerformance den doppelten Herzschlag gemessen.

Optisch? Vor allem eine große Limousine. Kaum zu unterscheiden vom Verbrenner oder Selbstzünder-Pendant. Einzig die kleinen i-Embleme, die blauen Schattierungen in der Niere, in den Augen und das e-drive Emblem an der C-Säule sind Hinweise auf das, was da Besonderes unter der Haube steckt. Denn dort teilt sich der stärkste Vierzylinder den BMW je in Serie gebracht hat, den opulenten Raum unter der langen Haube mit einem 83 kW starken Elektromotor. Der zwei Liter Turbobenziner leitet 258 PS und gemeinsam werfen die beiden eine Systemleistung von 326 PS in die Wagschale um die Gunst des Stammtisches.

Der permanenterregte Synchronmotor ist im Siebener kein Alibi, um mit der Luxuslimousine guten Gewissens vor dem Bio-Supermarkt parken zu dürfen. Er ist Sinnbild der Veränderung und tragende Säule im täglichen Betrieb. Dank seiner 250 Nm, die ab Stillstand auf das 8-Stufen Automatikgetriebe einwirken und einer 9.2 kWh (brutto) großen Traktionsbatterie, sind realistische 30 Kilometer im rein elektrischen Betrieb möglich. Die nutzbare Kapazität des Akku beträgt 7.4 kWh, der elektrische Normverbrauchswert wird mit 12.5 bis 13.3 kWh auf 100 Kilometern angegeben. Für die Zertifizierung hat BMW einen Normwert von „bis zu 48km“ (je nach Modell) erfahren und im noch gültigen NEFZ-Normverbrauch gibt BMW zudem einen Benzinverbrauch von 2 bis 2.5 Liter an. Je nach Ausstattung, Reifen und Radstand.

Die Ladebuchse des 740 Le iPerformance befindet sich im vorderen linken Kotflügel, geladen wird per Mennekes-Stecker, mit maximal 3.7 kWh.

Einsteigen, los fahren. Und das lautlos. Es spielt ein wenig Faszination von Teslas Model S mit in die ersten Testkilometer, nur das dieser Siebener in einer völlig anderen Liga spielt, was Qualität, Material und Verarbeitung angeht. Aber auch beim Antritt und bei der elektrischen Reichweite. Doch ein Vergleich verbietet sich an dieser Stelle eh. Der BMW 740  Le xDrive iPerformance (ja, das ist wirklich sein vollständiger Name) ist als Plug-in Hybrid ein Brückenbauer. Eine Chef-Limousine für Menschen die gerne selbst fahren, aber nie viel. Zumindest nicht am Stück.

Der 286 PS starke Benziner wuchtet den auf Leichtbau bedachten 7er zwar behände und mühlos nach vorne, doch sobald der Verbrenner seine Arbeit aufnimmt, schwindet der starke Komforteindruck massiv. Er rumort, er verbrennt deutlich vernehmbar, mit hohen Einspritzdruck und massiv auf Effizienz bedacht seinen fossilen Treibstoffvorrat und macht daraus keinen Hehl. Sicher – zusammen mit dem E-Motor sind die Fahrwerte beeindruckend. 5.3 Sekunden bis Tempo 100 – das ist ordentlich.

Nicht nur Nerds fahren elektrisch

BMW ruft 105.400 € für das Hybride-Topmodell auf. Das liegt, kaum zufällig auf dem Niveau von 740 Ld XDrive (104.300) und 740 Li xDrive (101.900), und dennoch leicht darüber. Das mag klassisch denkende Autofahrer verwirren. Nur Vierzylinder und dennoch mehr als 100.000 €.

Der Siebener bleibt, auch als PHEV, was er immer war. Ein fahraktives Auto für Menschen die es geschafft haben. Nur mit der Option zum lautlosen, rein elektrischen gleiten. Wer Zuhause und im Büro laden kann, sinnvollerweise ökologisch nachhaltig, der könnte mit dem 740 Le xDrive den ersten Schritt in Richtung „Mobil ohne fossil“ machen. Die Zielgruppe dafür ist, zugegeben, sehr spitz definiert. Der Fahrspaß und die technologische Faszination dafür umso größer.

Technische Daten

Typ

Plug-in Hybrid

Motor 1

Vierzylinder Turbobenziner, 1998 ccm, 258 PS, 400 Nm

Motor 2

Synchron E-Motor, 113 PS, 250 Nm,

20 kW Rekuperationsleistung

Hochvoltspeicher

Li Io, 351 V, 9.2 kWh brutto

16 Ampere 3.7 KW Ladung Typ II

unter Fondsitzbank

Systemleistung

326 PS / 500 Nm

elektrische Reichweite (Norm)

bis zu 41 km

Antriebskonzept

8-Stufen Automatik, E-Motor im Automatikgetriebe, anstelle Wandler, Rekuperation, Antrieb über alle vier Räder

Ladezeit minimal

2.7 Stunden (3.7 kW) Typ II

Normverbrauch EU-Zyklus

2,1l auf 100 km 56g CO2/km

Emissionen EU-Zyklus

56g CO2/km

0 – 100 km/h

5,3 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit

250 km/h

Höchstgeschwindigkeit elektrisch

140 km/h

Kaufpreis

ab 105.400 €

Abmessungen

Leergewicht

Alle Fotos entstammen meinem #BMWRT18 Roadtrip

Gewinne 2 Karten zum 24h-Rennen 2018

GEWINNSPIEL

Es ist der Motorsport-Highlight des Jahres.

24-Stunden-Rennen 2018 am Nürburgring

Das Programm in Stichworten

  • Mittwoch (9. Mai 2018)
    • Adenauer Racing Day (Hauptstraße, Adenau)
  • Donnerstag (10. Mai 2018)
    • Offizielle Autogrammstunde an der ADAC Bühne im ring°boulevard
    • Motorsport-Highlights: Nachtqualifying ADAC Zurich 24h-Rennens (Gesamtstrecke), Leistungsprüfung RCN (Nordschleife)
  • Freitag (11. Mai 2018)
    • Auslosung Startreihenfolge für das Top-30-Qualifying (ADAC Bühne im ring°boulevard)
    • Falken-Driftshow und Red Bull-FMX-Show (Müllenbachschleife)
    • Stihl-Timbersports-Show und -Wettkampf in der Fan-Arena (Historisches Fahrerlager)
    • Pitwalk (Boxengasse)
    • Motorsport-Highlights: 2. Qualifying und Top-30-Qualifying ADAC Zurich 24h-Rennen (Gesamtstrecke), Qualifying FIA WTCR*, Rennen ADAC 24h-Classic, 1. Rennen Audi Sport R8 LMS Cup (GP-Kurs)
  • Samstag (12. Mai 2018)
    • Red Bull-Driftrun (Nordschleife), Red Bull-FMX-Show (vor Mercedes-Tribüne)
    • Fahrzeug-Corsos (Nordschleife)
    • Motorsport-Highlights: 1. und 2. Lauf FIA WTCR, 2. Rennen Audi R8 Sport LMS Cup, Start ADAC Zurich 24h-Rennen
  • Donnerstag bis Sonntag (10. – 13. Mai 2018)
    • Fan-Arena (historisches Fahrerlager): Stihl-Timbersports-Show, Falken-Driftaction sowie Motorrad-Stunt- und Trial-Shows von Red Bull.
    • ring°boulevard (hinter der Haupttribüne): Info-, Merchandising- und Action-Angebote der 24h-Partner und vieler weiterer Anbieter. ADAC Bühne.
    • Highlights im Grand-Prix-Fahrerlager: Mercedes-AMG-Fanbase (Eventfläche an der Jaguar-Kurve); Ravenol-Riesenrad; Audi-Campus mit Paddock des Audi Sport R8 LMS Cup und Hospitality.

Über 100 Fahrzeuge – rund drei Dutzend von ihnen alleine in der Top-Klasse GT3 sind für den Start zugelassen. Unter ihnen tummelt sich ausnahmslos alles, was auf der Nordschleife Rang und Namen hat.

Die gesamte Elite der Nordschleifen-Experten ist versammelt, viele ehemalige 24h- und VLN-Sieger, alte Hasen und Newcomer stürzen sich ins Geschehen. Und auch bei den Rennfahrzeugen wird es viel Auswahl geben!

BEENDET!! // Gewinnt jetzt zwei Tickets für das 24h-Rennen 2018!

Wir sagen danke, den über 21.000 Mitspielern. Die Gewinner wurden benachrichtigt. Die Karten sind auf dem Postweg. 

 

Alle Infos rund um das ADAC Zurich 24h-Rennen und das 24h-Qualirennen gibt es unter www.24h-rennen.de.

 
Gewinnspiel-Regeln auf AUTOHUB.de:
Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahre. Das Gewinnspiel startet mit der Veröffentlichung des Artikels auf autohub.de und endet am 29.04.2018 um 23:59 Uhr. Die Gewinner werden am 30.04.2018 ausgelost, es gilt das Zufallsprinzip der Verlosung. Je 2 Eintrittskarten werden den 3 Gewinnern auf dem Postweg zugeschickt. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel wird der autohub.de Newsletter abonniert. Lesen Sie bitte auch die Datenschutzhinweise zur Nutzung des Web-Angebotes von autohub.de
Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf und Guido ten Brink

24h-Qualirennen: Livestream und Fan-Action

Besucher und Fans verpassen beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen vom 14. bis 15. April keinen Moment der Action: Am Sonntag gibt es den Livestream unter anderem über den 24h-Youtubekanal, auf der offiziellen Homepage (www.24h-rennen.de) wird dieser ergänzt durch einen Rennticker sowie die aktuellen Ergebnisse. Auch andere Seiten übernehmen den Stream, der die Action hautnah erlebbar macht. Die Fans an der Strecke genießen ebenfalls einen hervorragenden Infoservice. Ob über Internet, Radio (87,7 MHz) oder DVB-T – alle Informationen sind komfortabel und schnell zu erhalten. Im Fahrerlager lockt außerdem die Show des Falken Drift Teams, auf dessen Co-Piloten-Plätzen einige glückliche Fans sogar Platz nehmen können.

Für das 24h-Qualirennen stellt der veranstaltende ADAC Nordrhein erneut eine sehenswerte Berichterstattung sicher: Schon am Samstag gibt es für Fans am Ring und daheim das Timing und den Ticker ab dem ersten Qualifying (ab 18:45 Uhr) über die offizielle Homepage www.24h-rennen.de. Sonntags kommen dann die Livebilder von der Strecke hinzu. Der Livestream wird außer auf der Liveseite der Homepage auch auf dem 24h-Youtubekanal, der Facebookseite des Nürburgrings sowie von www.motorsport-total.com übernommen. Auch zahlreiche Medienpartner im In- und Ausland übernehmen den Stream – auf internationaler Ebene etwa die Seite www.motorsport.com. Vor Ort kommen die Fans natürlich in den Genuss des Livekommentars der Streckensprecher Oliver Martini und Eddi Mielke, die Lars Gutsche als Kommentator in der Boxengasse unterstützt. Während des gesamten Wochenendes sind sie über die UKW-Frequenz von Radio Nürburgring (87,7 MHz) im Radio zu empfangen. Parallel wird das Videosignal am Sonntag über den vorhandenen DVB-T-Sender ausgestrahlt. Die bei vielen Zuschauern vorhandenen DVB-T-Empfänger können auch 2018 genutzt werden, es erfolgt keine Umstellung auf DVB-T2.

Falken-Drifter zeigen ihre Show im Fahrerlager
Während des Wochenendes gibt es für Vollgas-Fans überdies noch einen besonderen Leckerbissen: Im Fahrerlager ist ein Drift-Areal abgesteckt, in dem das Falken-Drift-Team mit qualmenden Reifen seine Kunststücke zeigt. Da lohnt das Zusehen, und einige Plätze auf dem Beifahrersitz werden am Wochenende sogar verlost: Das entsprechende Gewinnspiel ist im Programmheft der Veranstaltung zu finden.

Manthey-Racing sichert sich Auftaktsieg in der VLN

Strahlende Gesichter auf der obersten Stufe des Siegerehrungspodests bei strahlendem Sonnenschein am Nürburgring: Kévin Estre, Earl Bamber und Laurens Vanthoor fuhren im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing beim VLN-Saisonauftakt zum Sieg. Nach 28 Runden (4:07:04,241 Stunden) betrug der Vorsprung des Trios auf die zweitplatzierten Markus Winkelhock und Nico Müller, die für das Audi Sport Team BWT einen Audi R8 LMS pilotierten, 51,838 Sekunden. Als dritte komplettierten Klaus Bachler und Sven Müller im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsport das Podium.

„Großartig, endlich mein erster Sieg auf der Nordschleife“, freute sich der Neuseeländer Bamber über den Erfolg. Auch für Vanthoor, der im Zeittraining mit einer Zeit von 8:03,070 Minuten die Bestzeit fuhr, war es ein Premiere. Der Belgier feierte den ersten Porsche-Sieg seiner Karriere: „Endlich, darauf habe ich mehr als ein Jahr warten müssen. Und dann noch mit ‚Grello‘ in der Grünen Hölle – grandios.“ Das Manthey-Trio dominierte das Geschehen an der Spitze über die komplette Distanz. „Ein Spaziergang war es dennoch nicht“, sagte Estre. „Die Nordschleife ist immer eine Herausforderung und es wird garantiert nie langweilig.“

Für Audi-Werksfahrer Müller, der für die Ingolstädter in der DTM an den Start geht, war der erste Renneinsatz 2018 ein guter Einstand. „Ich bin zum ersten Mal im Mücke-Team an den Start gegangen und bin begeistert“, sagte er. „Das Auto war perfekt vorbereitet und wir hatten wirklich ein gutes Rennen. Das Zeittraining war hingegen eher schwierig, denn wir hatten Probleme, reibungslos durch den Verkehr zu kommen.“ Das Training zum VLN-Auftakt war am Morgen mit rund 40-minütiger Verspätung aufgrund von Nebel mit 180 Fahrzeugen gestartet.

Platz drei von Bachler und Müller im Falken-Porsche war vor allem auf die brillante Strategie des Teams zurückzuführen. „Wir haben einen frühen Boxenstopp eingelegt“, erklärte Bachler. „Dadurch sind wir auf Platz zwölf zurückgefallen, konnten und dann aber mit schnellen Rundenzeiten wieder nach vorne kämpfen.“

Hinter dem Spitzentrio belegte das Audi Sport Team Land Rang vier. Den besten Mercedes-AMG GT3 fuhr das Mercedes-AMG Team HTP auf Platz fünf. Schnellster BMW M6 GT3 war die Startnummer 98 von ROWE-Racing. Damit beendeten alle vier deutschen Automobilhersteller in der GT3-Klasse das Rennen in den Top 10.

In dieser Saison ist die GT3-Klasse SP9 erstmals in drei Unterkategorien unterteilt, die einzeln gewertet werden. Die Gesamtsieger des Laufs gewannen die Professional-Wertung. Erste Gewinner der neuen SP9-Premium-Wertung sind Steve Jans und Marek Böckmann im Porsche 911 GT3 R des GIGASPEED Team GetSpeed Performance. „Super, dass es auf Anhieb geklappt hat“, freute sich Böckmann. „Das macht Lust auf mehr und lässt uns für die nächsten Rennen hoffen.“ Lobende Worte fand Jans für seinen neuen, permanenten Teamkollegen. „Unser Speed war gut und wir waren konkurrenzfähig. Marek hat einen tollen Job gemacht. Wir harmonieren sehr gut, sowohl auf als auch neben der Rennstrecke.“ Die SP9-Masters-Wertung entschieden Henry Walkenhorst, Rudi Adams und Andreas Ziegler im BMW M6 GT3 für sich.

Den schnellsten Cup-Porsche pilotierten Marcel Hoppe, Moritz Kranz und Tim Scheerbarth für Mühlner-Motorsport. Als Sieger der Gruppe H wurden Olaf Beckmann, Peter Hass und Volker Strycek mit dem kultigen Opel Manta geehrt. Beste Piloten der VLN-Produktionswagen-Klassen waren Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils mit dem Porsche Cayman des Pixum Team Adrenalin Motorsport.

Erste Tabellenführer der Saison 2018 sind Bamber / Estre / Vanthoor. Als Sieger der Klasse SP9, mit 19 Gegnern, sicherten sie sich 9,75 Punkte für die Fahrerwertung. Zweite sind Yannick Fübrich und David Griessner als Sieger der BMW M235i Racing Cup-Klasse (9,74 Punkte) vor Carsten Knechtges und Marcel Manheller (9,71 Punkte), die im Manheller-Racing-BMW die Klasse V4 für sich entschieden.
Der zweite Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring startet am 7. April 2018. Das 43. DMV 4-Stunden-Rennen der RG Düren führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

Vollständiges Ergebnis: https://www.vln.de/wp-content/uploads/ergebnisse/2018-03-24r.html

 Bildnachweis, alle Fotos: S. Baldauf / SB-Medien

Dunlop stattet Top-Teams auf der Nordschleife aus

  • Dunlop kommt als Titelverteidiger zur VLN und zum 24h-Rennen
  • Top-Teams mit Audi R8 LMS und Porsche 911 GT3 R am Start
  • Dunlop unterstützt erneut das Team „Care for Climate“ um Rapper Smudo
  • Auftakt zur VLN-Langstreckenmeisterschaft am 24. März

Mit dem Auftaktrennen zur VLN-Langstreckenmeisterschaft endet am Samstag, 24. März, die Winterpause auf der legendären Nürburgring-Nordschleife. Für Dunlop beginnt damit ein Jahr der Titelverteidigung, denn im vergangenen Jahr schaffte die Marke in der Grünen Hölle ein grandioses Double. Nun gehen die Rennreifen mit dem gelb-schwarzen Label auf der Flanke als Vorjahressieger in der VLN-Langstreckenmeisterschaft als auch beim 24h-Rennen Nürburgring (10. bis 13. Mai 2018) an den Start. Beim Motorsport-Marathon setzte sich 2017 der Dunlop-bereifte Land-Audi R8 LMS mit der #29 nach unerwarteten Wetterkapriolen in einem dramatischen Finale durch. Nach packenden 158 Runden (4.009,724 km) auf der längsten und härtesten Rennstrecke der Welt holte das Audi Sport Team Land den Sieg. Auch in der Vorbereitung auf den Langstreckenklassiker 2018 begleitet Dunlop Top-Teams von Audi. Die werksunterstützten Audi R8 LMS von Phoenix Racing und WRT werden bei den kommenden VLN-Läufen ausgerüstet. Aber auch die beiden privat eingesetzten Audi R8 von Car Collection starten in der VLN und beim 24h-Rennen auf Dunlop.

Porsche 911 auf Dunlop
Darüber hinaus rüstet Dunlop zum ersten Mal auch Porsche 911 GT3 R auf der Nordschleife aus. Nach intensiven Reifentests in der zweiten Hälfte der vergangenen VLN-Saison rollen 2018 die beiden 911er von Frikadelli Racing mit GT3-Rennreifen von Dunlop. Des Weiteren arbeiten die Reifenexperten aus Hanau auf der legendären Nordschleife eng mit dem Porsche-Team GetSpeed in der GT3-Klasse zusammen. Und der nagelneue Porsche 911 GT3 Cup MR (991) von Uwe Alzen Automotive kämpft auf Dunlop in der SP7-Klasse um den Sieg. Wie in den vergangenen Jahren ist Dunlop der Reifenpartner der Scuderia Cameron Glickenhaus. Der US-Amerikaner James Glickenhaus vertraut bei seinem Individual-Sportwagen SCG003C, der im vergangenen Jahr beim 24h-Rennen die Bestzeit im Top-30-Qualifying fuhr und die Pole Position holte, traditionell auf Dunlop. Erstmals wurde damit der von Glickenhaus einige Jahre zuvor gestiftete Wanderpokal für den schnellsten Nordschleifenpiloten der Saison auf Dunlop-Reifen geholt – auch in dieser besonderen Wertung um die prestigeträchtige „Glickenhaus Trophy“ sind die Hanauer also Titelverteidiger.

Dunlop ist Titelverteidiger in der VLN
Auf der längsten und härtesten Rennstrecke der Welt ist Dunlop stets eine feste Größe bei zahlreichen Privatteams, die um den Klassensieg auf der Nürburgring-Nordschleife kämpfen. So hat zum Beispiel der Dunlop-bereifte Ferrari 458 von racing one eine große Fan-Gemeinde am Ring. Weiterhin ist die sportliche Reifenmarke der Technical Partner von BMW Motorsport und damit exklusiver Reifenpartner des BMW M235i Racing Cup. Die teilnehmerstärkste Klasse der VLN geht geschlossen auf Dunlop an den Start. Mit einem BMW M235i Racing gewannen Dunlop und Bonk Motorsport Im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge den Titel in Europas populärster Langstreckenserie.

Des Weiteren unterstützt Dunlop erneut das Team um Rapper Smudo und Ex-DTM-Fahrer Thomas von Löwis of Menar. Der Musikstar wird dabei 2018 nicht nur auf der Bühne mit den „Fantastischen Vier“ antreten. Denn er und seine Teamkollegen bekommen 2018 Zuwachs im Fuhrpark und setzen drei Fahrzeuge ein. Neben dem bekannten Porsche Cayman der Klasse Alternative Treibstoffe (AT) setzt das Team „Care for Climate“ auch einen Cayman GT4 Clubsport sowie einen Porsche 911 GT3 Cup der neuesten Generation ein.

Wasser statt Diesel? Erste Fahrt im Brennstoffzellen-SUV

Es soll da mal jemanden gegeben haben, der machte aus Wasser Wein und alle flippten aus. Sein Geschäftsmodell hielt sich dann auch über eine längere Zeit. Heute ist die Anforderung eine andere, irgendjemand müsste aus dem „pöhsen“ Diesel mal Wein machen – oder wenigstens Wasser?

Mercedes-Benz EQ GLC F-Cell – Mitfahrt

Wenn Wasser den Diesel ersetzt

Der Traum vom Automobil, bei dem nur Wasser aus dem Auspuff tropft, ist schon älter. Und fast alle Hersteller haben ihn bereits geträumt. Toyota, Honda und auch Mercedes-Benz. Bei den Stuttgartern reichte es sogar mal für eine „Welt-Tournee“ mit B-Klassen. Rein vom PR-Effekt eine große Nummer und auch heute zehrt man noch davon. Doch in Serie ging die Brennstoffzelle dann doch nie. Bis jetzt. Jetzt soll alles anders werden.

Skepsis ist angeraten

Der gesamte Prozess der Wasserstoff-Herstellung ist relativ simpel. Aber Energie Intensiv und auch nicht gerade billig, wenn es um die Hardware geht. Der im Herbst in einer kleinen Serie auf den Markt kommende Mercedes-Benz GLC F-Cell soll dann erstmal eine Kombination aus den zwei Welten der Zukunftsmobilität bieten. Batterie-Technik per Plug-in geladen und als Energiebündel zur Nachversorgung, eine Brennstoffzelle von überschaubarer Größe an Bord.

Die Kombination von Plug-in Hybrid Technik und Brennstoffzelle mutet im ersten Moment wie die scheinbar dümmste und vor allem teuerste Lösung an. Kein Wunder, dass man die Kleinserie in einen hippen SUV packt, da geht naturgemäß mehr als bei schnöden Limousinen.

TecDay F-CELL Stuttgart 2018

Das Produkt an sich kann überzeugen

Mit dem Mercedes-EQ GLC F-Cell, so sein komplexer Name, erhält der zukünftige, solvente Mieter einen SUV, der bereits bei Fahrten im Vor-Serienfahrzeug überzeugen kann. Hier kommt keine Bastel-Lösung auf die Straße, alles mutet an, wie man es erwartet, wenn ein Fahrzeug aus einem Mercedes-Werk rollt. Der GLC wird in Bremen gefertigt, sein Antriebsstrang kommt aus Untertürkheim. Und weil man in der Brennstoffzellen-Technik – dank Diesel-Hysterie – mittlerweile eine echte Alternative sieht, hat man die Technik so konstruiert, dass der Antrieb des GLC nicht aufwendig in einer speziellen Fertigung zusammengelötet werden muss. Nein, die modulare Technik der Brennstoffzellen-Technik wurde genau so geplant, dass sie zur ebenso modularen Architektur der MRA-Plattform bei Mercedes-Benz (Hinterachs-Antrieb) passt. Der GLC hätte also auch eine C-Klasse, eine E-Klasse oder eine S-Klasse sein können. Nur der SUV-Charakter erlaubt für den Start eine möglicherweise größere Akzeptanz. Dabei stört im Detail nur die Frage nach dem Allrad-Antrieb. Denn in der aktuellen Konstruktion ist dies nicht möglich.

Die Technik ist genial

Der Brennstoffzellen-Stack wird an der gleichen Stelle untergebracht, an der ansonsten der Motor in Längseinbau steckt. Die bis zu 4,4 Kilogramm fassenden Wasserstoff-Tanks sind solide verpackt im Unterboden und nutzen zum einen den Platz im Tunnel, der durch die fehlende Kardanwelle und das fehlende Getriebe frei wird – und auch der Auspuff entfällt. Zum anderen sitzt ein Tank unter der Rücksitzbank und teilt sich dort den Platz mit dem nun als klassisch zu bezeichnenden Plug-In Antrieb. Die Batterie des EQ F-Cell GLC umfasst 13.6 kWh brutto, 9.3 kWh sind davon effektiv nutzbar. Im WLTP-Zyklus soll so eine realistische Reichweite von bis zu 50 Kilometern möglich sein, rein per Steckdosen-Ladung.

Die Brennstoffzelle unter der vorderen Haube wandelt derweil auf Knopfdruck oder von der Steuerungs-Logik angehalten, aus Wasserstoff in einem chemischen Prozess Energie. Was davon übrig bleibt ist, anders als bei allen anderen Antriebstechniken, ein wenig Wasserdampf.

Im EQ GLC F-Cell leisten Batterie und Brennstoffzelle zusammen bis zu 147 kW, also 200 PS. Aufgrund des Aufbaus wird die Leistung einzig an der Hinterachse in Vortrieb gewandelt. Und der ist, dank des Drehmoments aus dem Stand heraus, durchaus beeindruckend. Wenngleich man Einschränkungen hinnehmen muss. Maximal Tempo 160 wird angekündigt und ein SUV mit Heckantrieb könnte im Winter für amüsierte Gesichter sorgen.

Mercedes-Benz GLC F-CELL: Die Entwicklung und Erprobung des GLC F-CELL: Der Weg in die Serie führt über intensive Funktions- und Dauerbelastungstests einzelner Komponenten und später auch der kompletten Versuchsfahrzeuge.

Wird Wasserstoff zum Diesel-Ersatz

Bislang hat Mercedes-Benz in Nabern, einem Standort des Werkes Untertürkheim, auf einem Test-Produktionsband rund 200 Brennstoffzellen-Antriebe in Handarbeit hergestellt. Made in Germany und nach AMG-Manufaktur-Charakter, one-man-one-engine. Das ist sicherlich nicht die Zukunft, denn auch ohne wertvolle Handarbeit ist die Technik im ersten Schritt einfach nur unsachlich teuer. Aber bei Mercedes-Benz scheint der Groschen gefallen zu sein. Was Wasserstoff-Lobbyisten seit Jahrzehnten beschreien und Physiker als sinnvollste Lösung bezeichnen, könnte gleich zwei Probleme der Zukunft mit einer Technik lösen.

Die Brennstoffzelle bietet die Möglichkeit einer schnellen Betankung, so nimmt man den Menschen die Reichweitenangst. Aktuell stehen 1 Kilogramm Wasserstoff für rund 100 Kilometer. Der Nachtankprozess ist kinderleicht und erledigt sich schnell. Die große Plug-in Hybrid Batterie gesellt sich hinzu als Partner für ausgiebige Rekuperationserfolge auf der Langstrecke und für den Kurz-Streckenbetrieb. Wird die Brennstoffzelle damit zum Ersatz des Dieselmotors?

Der – unnötig und unsinnig – in Verruf geratene Dieselmotor stellt sich aktuell als schwer kommunizierbar und immer schwerer zu verkaufend dar. Gleichzeitig muss die Frage erlaubt sein, wie groß darf eine Batterie sein, wie schwer, wie komplex, wie teuer in der Herstellung, um den Menschen die Reichweiten-Angst zu nehmen und das rein elektrische Auto nach vorne zubringen? Und natürlich wäre es für Mercedes-Benz eine überschaubare Aufgabe, die bislang eher als Experiment aufgebaute Fertigungslinie in die Serienfertigung zu übernehmen. Überhaupt, plötzlich sieht man bei Mercedes eine ungeahnte Energie, die Veränderungen voranzutreiben. Wer sagt denn, dass ein Motorenbauer immer vier, sechs, oder acht Kolben in Zylinderblöcke schrauben muss? Es könnten auch knapp 500 Membranzellen in einem Alugehäuse sein.

TecDay F-CELL Stuttgart 2018

Wir haben doch gar keinen Strom für alle und überhaupt

Ein gern genommenes Argument von Menschen, die sich vor der Veränderung fürchten : die Frage nach dem „Wo soll der ganze Strom denn herkommen?“. Und bei Wasserstoff schreien E-Autos (Batterie-elektrisch) gerne nach well-2-wheel Effizienz. Und irgendwie haben alle Seiten ein wenig Recht, oder?

2016 wurden mehr als 50 TWh-Strom aus Deutschland in das EU-Ausland exportiert, dafür wurden 3.7 cent je kWh von den ausländischen Käufern bezahlt. (Was zahlen Sie für die kWh?). Hätte man diesen Strom-Überschuss, der großteilig aus den schwer kontrollierbaren Quellen für erneuerbare Energie stammte, in Wasserstoff gewandelt, man hätte genug Wasserstoff gehabt, um 7 Millionen Brennstoffzellen-Fahrzeuge damit für ein Jahr zu betreiben! Fragen? Auch hier würde man zwei Fliegen mit einer Klatsche erledigen, man würde Strom aus Sonnen- und Windenergie speichern und dann abrufen, wenn man diesen benötigt und man wäre CO2-neutral. Trotz des schlechteren Wirkungsgrades der Brennstoffzelle gegenüber der Batterie ergeben sich also weitere Vorteile. Ganz abseits der Frage nach der Batterie-Produktion und deren Rohstoffen.

So geht es nun weiter

Ob nun gleich alle ausflippen? Wie damals? Vermutlich nicht – denn die neue Technik ist teuer und Mercedes-Benz wird erst einmal nur eine kleine Serie an Brennstoffzellen-SUV auf die Straße bringen (können). Keines der Fahrzeuge kann man kaufen, alle werden vermietet. Zu den Preisen ist noch nichts bekannt. Doch mittlerweile ist absehbar, Mercedes-Benz will die Brennstoffzellen-Technik zu einer Kernkompetenz im eigenen Haus machen.  Und da auch der Brennstoffzellen-Stack modular aufgebaut ist, sind 100 kW -Leistung nur ein Zwischenschritt. 200 kW? 6 kg Speicher für 600 Kilometer Reichweite und das ganze in der kommenden S-Klasse? Ja, warum denn eigentlich nicht? Und noch ein Tipp für die Skeptiker am Schluss: Deutschland ist nicht der Nabel der Welt. Wer wissen will, wie die Zukunft aussieht, der sollte einen Blick nach China, Kalifornien oder Norwegen werfen …

 

 

 

Test: Kia Niro Plug-in Hybrid

Ist das noch ein SUV? Bei KIA ist man sich nicht ganz einig, auf der Presseseite spricht man von SUV-Genen, auf der Endkunden-Webseite ist davon kein Wort mehr zu lesen. Und auch unsere Kollegen auf der Seite der Motorpresse sind sich uneinig. Ist es ein SUV? Oder ist das einfach nur ein Modewort, ohne das man nicht mehr zu Rande kommt? Für Habby ist es ganz klar, das hier ist kein SUV – weder von der Form her – es fehlt schlicht an Bodenfreiheit – noch vom Antrieb her, da er nur mit Frontantrieb erhältlich ist. Selbst wenn wir jedem das Modewort-Synonym gönnen und dem KIA selbst wohl gesonnen sind, nein, ein SUV ist er nicht. Punkt um.

Beim Design hat sich KIA Mühe gegeben, Gegensätze im gut 4.30 Meter langen Steilheck-Modell unterzubekommen. Ein wenig klassischer Kompakter, ein wenig Maskulinität durch hohe Schultern, ein wenig Coolness mit trendigen Anbauteilen wie dem völlig witzlosen Diffusor an der Heckstoßstange.  Doch über Design reden wir hier nur zur Einstimmung. Viel wichtiger sind die Technik und das Fahrgefühl.

Nie rein elektrisch

Das wichtigste vorab: Man kann den Niro PHEV nicht per Tastendruck dazu zwingen, rein elektrisch zu fahren. Sein Motormanagement überstimmt den Fahrer zu jeder Zeit und steuert, von Algorithmen bestimmt, die Funktion des Antriebs. Unter seiner vorderen Haube steckt im übrigen der gleiche Aufbau wie man ihn vom Hyundai Ioniq kennt. Es ist daher kein Wunder, dass man sowohl bei KIA als auch bei Hyundai alle drei Stufen der Elektrifizierung eines Automobils umsetzt.

Im Plug-in Hybrid ist es ebenso wie im Hybriden ein 1.6 Liter Benzin-Direkteinspritzer, der im Atkinson-Zyklus arbeitet und mit einem 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe kombiniert wurde. Der Plug-in Hybrid hat die gleiche Systemleistung von 141 PS, dank der höheren Batterie-Spannung des 8.9 kWh großen Batteriepaketes sind die Fahrleistungen des PHEV allerdings ein wenig besser als die des reinen Hybriden, trotz der 100 Kilogramm zusätzlichen Gewichtes des größeren Akkus.

Während der Aufbau des Plug-in Hybrid Niro eigentlich auf einen Parallel-Hybrid hinweist, gibt es eine technologische Besonderheit. Kia nutzt einen wassergekühlten Riemen-Startergenerator als Generator und so kann der E-Motor den Vortrieb sichern, während der Benzinmotor abgekoppelt als Strom- und Heizungsgenerator dient. Eine Abstimmung, die man so aktuell nur bei Hyundai/KIA findet. Der 8.9 kWh großen Akku lässt sich per 230 Volt oder Type 2-Kabel an der Wallbox laden. Dabei jedoch mit maximal 3.6 kW.

Nie stürmisch

Mit bis zu 172 km/h ist der Niro PHEV garantiert keine Performance-Granate, auch seine 10.8 Sekunden von 0 bis 100 km/h sind eher als gemütlich zu verstehen. Zu diesem Ansatz passt auch die restliche Abstimmung des Kia Niro. Eher komfortabel und gemütlich. Ein Kompakter, mit dem man ohne Hektik auf die Reise geht.

Nie zu durstig

Seine elektrische Reichweite von bis zu 58 Kilometern ist das eine, hier ist man im NEFZ-Norm-Zyklus natürlich im Vorteil und kann eine vorbildliche Effizienz von 1,3 Litern auf 100 Kilometer punkten. Doch der Alltag sieht anders aus. Zum einen ist der „pure EV“ Antrieb nicht per Zwang zu steuern, zum anderen fährt man im Alltag eben nie einfach nur einen NEFZ-Zyklus. Doch der Niro punktet auch im Alltag mit einer vorbildlichen Effizienz. Der nach Euro 6 (nicht 6d temp) zertifizierte Direkteinspritzer muss ohne Benzinpartikelfilter auskommen, klingt langweilig und vermittelt nicht wirklich Fahrfreude – aber er ist effizient und spart im Alltag bereitwillig Kraftstoff.

Billig geht anders

Sicher – fast 40.000 € sind im Segment des Niro – es ist eben kein SUV, sondern ein Kompakter in der Größe eines Volkswagen Golf – eine echte Ansage, doch wie man es von den Koreanern gewohnt ist, der KIA Niro punktet dann auch mit einer mehr als vollständigen Ausstattung. Inklusive einer Sitzheizung für die Sitzreihe Nummer 2, Sitzlüftung vorne, beheiztem Lenkrad und einer vollständigen Sicherheitsausstattung. Doch Ausstattung ist das eine, die Verarbeitung das andere. Doch auch da punktet der Kia Niro mit fachlicher Kompetenz. Die Koreaner haben sich nichts mehr vorwerfen zu lassen. Sowohl Gestaltung als auch Verarbeitung des Innenraums sind hochwertig – nein, nicht Premium-like verspielt, aber gut. Ernsthaft gut!

Fazit

Es war noch nie so kompliziert wie heute. Auf dem Markt buhlen zig Konzepte um Kunden und die Autohersteller leisten sich keine groben Schnitzer mehr. Der Kia Niro ist, wie sein Zwilling von Hyundai, ein extrem cleveres Auto und ein noch viel spannenderes Angebot geworden. Dass die Koreaner gleich einmal die gesamte Spannbreite in eine Baureihe packen, vom Hybriden über den PHEV bis zum BEV, ist eine Leistung, die Respekt abverlangt. Der Niro PHEV ein handwerklich gut gemachter Kompakter.

Der Test im Video

Termin mit einem Filmhelden von Ford

Seine Weltpremiere hatte Bullitt vor 50 Jahren, oder im Januar in Detroit auf der NAIAS 2018. Je nachdem welchen Bullitt man meint. Das Original ist natürlich der Film mit Steve McQueen, der seinen Mustang durch die Straßen von San Francisco treibt. Als Hommage an das Original ist das FORD MUSTANG Sondermodell gedacht, dessen Europa-Premiere auf dem Automobil-Salon in Genf anstand.

Die limitierte Sonderedition zu Ehren des 50. Jubiläums des gleichnamigen Filmklassikers feiert auf dem Genfer Automobilsalon ihre Europa-Premiere, Foto: Ford

Ford Mustang Bullitt Sondermodell

Wobei das Bullitt-Sondermodell auch keine völlig neue Erfindung ist, sondern eher eine Art „Erfolgsgeschichte mit Fortsetzung“. Der neue Mustang ist Nummer 3 in der Reihe der Sondermodelle, aber vermutlich der spektakulärste. 464 PS leistet der 5.0 Liter V8, der modifizierte Einlasskrümmer, Drosselklappen und weitere Gimmicks des Shelby 350 bekam.

262 km/h – da wäre Steve McQueen in San Francisco weiter gesprungen als es ihm lieb gewesen wäre. Der neue Bullitt kommt mit 19-Zoll Felgen im klassischen Design. Selbst die Bereifung wirkt als wäre die Zeit von Niederquerschnittsreifen nie gekommen. 1.000 Watt Soundanlage von B&O, eine Auspuff mit klangstarker Klappensteuerung und griffige Recaro-Sitze sind inklusive. Ordern kann man das Sondermodell in „Dark Highland Green“ oder in Shadow Black“.

Das Sondermodell mit der Fahrgestellnummer 001 wurde im übrigen im Anschluss an die NAIAS 2018 für 300.000 US-Dollar versteigert.

 

Die saubere Kiste – Test Fiat Panda NaturalPower

Die saubere Kiste

Erdgas als Lösung – Testfahrt im neuen Fiat Panda mit bi-valenten Antrieb.

Klein und sauber, das ideale Stadtmobil? Der Panda wurde früher von FIAT als „tolle Kiste“ vermarktet. Mehr Auto brauchte niemand, so die Werbung. Das stimmt eigentlich auch heute noch, doch irgendwie geht beim ganzen SUV-Wahn das Thema, nur so viel Auto wie notwendig, unter. Mit dem „Natural Power“ Antrieb des Panda kommt dem Thema Stadtmobil nun noch eine völlig neue Komponente hinzu. Feinstaub, NOx und Co wollen uns derzeit die individuelle Mobilität in der Stadt vermiesen. Doch der Schwenk auf Erdgasantriebe könnte für Entwarnung sorgen. Erdgas, zumindest das wertige H-Gas, verbrennt deutlich saubere als andere Kraftstoffe und hat dank hoher Energiedichte auch noch sehr effizient. Weder Feinstaub noch Emissionen sind beim CNG-Antrieb wirklich ein Problem. Kombiniert man nun die „tolle Kiste“ mit dem sauberen CNG-Antrieb, hat man eine „saubere Kiste“. Ideal für die Stadt.

Sauber bleiben

Der kleine Fiat Panda bekommt als „Natural Power“ Antrieb den TwinAir getauften Turbo-Zweizylinder. Das man bei Fiat bereits seit 20 Jahren auf Alternative Antriebe wie den CNG-Antrieb setzt, mag erst einmal nicht bewusst sein. Dabei hat Fiat bereits mehr als 740.000 Fahrzeuge mit Erdgas-Antrieb verkauft. Es ist also kein Experiment, wenn der Turbo-Zweizylinder ab Werk mit einer Erdgas-Variante antritt. Im Falle des Panda ist es eine bi-valente Lösung. Der Benzin-Tank bleibt zum größten Teil erhalten, die Erdgastanks werden sicher unter dem Fahrzeugboden verstaut. Da es den Panda auch als 4×4 gibt, hat sogar der kleine Panda genug Platz um zwei Stahltanks mit gesamt 12 Kilogramm Fassungsvermögen unterzubringen. Beim Kofferraum muss der CNG-Panda keine Abstriche machen. Nur bei den Emissionen.

Die Technik

Aus den 85 PS des Benzinmotors werden 80 PS im Erdgas-Betrieb. Obwohl Erdgas eine deutlich höhere Klopffestigkeit besitzt, vergleichbar mit 130 Oktan-Kraftstoff, muss man, aufgrund der sauberen Verbrennung und den höheren Temperaturen die Zündung ein wenig zurücknehmen, daher die leicht gesunkene Maximal-Leistung. Das rustikale Geräusch des Zweizylinders ist im Gasbetrieb noch einmal knurrig, aber es hat einen sympathischen Unterton. Knurrend lässt sich der Panda durch das Drehzahlband bewegen. Das der Motor im Kaltlauf auf Benzin startet und dann selbsttätig auf Erdgas-Betrieb umstellt, davon spürt man nichts großartiges.

Die saubere Erdgas-Verbrennung führt zu einer massiven Reduzierung von CO2-Emissionen. NOx wie auch Feinstaub sind ebenso kein Problem für den CNG-Antrieb. Auf 100 Kilometer genehmigt sich der Panda laut Norm 3.1 Kilogramm.

Preisvorteil

Vor dem sparen hat der liebe Gott die Investition in den Aufpreis gesetzt. Beim TwinAir Natural Power Panda sind es rund 2.500 € die fällig werden. Rechnet man die täglichen Einsparungen gegenüber, so sind nach rund 15.000 Kilometern die Mehrkosten eingefahren. Denn ein Kilogramm CNG (H) kostet zwischen 99 cent und 1.10€. Das sind für 100 Kilometer nicht einmal 4€.

Die Fiat-Offensive

Doch Fiat hat nicht nur dem Panda das saubere Herz eingepflanzt, auch die Nutzfahrzeug-Sparte von FIAT kann mit CNG-Alternativen aufwarten. Vom Fiorino über den Doblo bis hin zum Ducato stehen die Alternativen zum Dieselmotor zur Verfügung. Im Falle des Ducato ist es sogar ein vollständig auf CNG optimierter Motor, dem ein 43 kg-Erdgastank zur Verfügung steht.

Go green – Goodyear zeigt sich von seiner grünen Seite

Dass es Zeit ist umzudenken, wissen wir nicht erst seit Al Gores spektakulärer Rede 2006. Heute gibt es bereits viele Unternehmen, die sich das Thema „Umwelt“ zu Herzen nehmen und kontinuierlich der Optimierung ihrer Produktionsabläufe oder Produkte arbeiten, um ihren Beitrag zur Ressourcenschonung beizutragen. Dass auch die Autoindustrie eine Verantwortung trägt, zeigte sich jüngst auf dem Genfer Autosalon. Der internationale Reifenhersteller Goodyear stellte dort seine jüngste Mobilitätsvision für die Städte von morgen vor: den neuen Konzeptreifen „Oxygene“, der dazu beiträgt, dass urbane Mobilität in Zukunft sauberer, komfortabler, sicherer und nachhaltiger wird. Das Besondere: In der Seitenwand des Reifens wächst echtes Moos.

Doch wozu soll das gut sein? Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind mehr als 80 Prozent der Menschen, die in Städten mit gemessener Luftverschmutzung leben, einer Luftqualität ausgesetzt, welche die von der WHO gesetzten Grenzwerte überschreitet. Mit seinem Konzeptreifen will amerikanische Konzern Materialabfall, Emissionen und Energieverluste reduzieren. Dabei machen sich die Amerikaner die offene Struktur des Reifens zunutze. Mithilfe seines intelligenten Laufflächendesigns kann der „Oxygene“ Wasser von der Fahrbahnoberfläche absorbieren und zirkulieren lassen. So wird der Prozess der Fotosynthese in Gang gesetzt, der Sauerstoff freisetzt.

„Bis 2050 werden voraussichtlich mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung in urbanen Zentren leben. Der Bedarf nach Mobilitätslösungen für die Städte von morgen wird damit enorm ansteigen“, sagt Jürgen Titz, Vorsitzender der Geschäftsführung D-A-CH bei Goodyear. „Um die größten Herausforderungen im Bereich urbane Mobilität und Entwicklung zu meistern, werden Lösungen für eine intelligente und grüne Infrastruktur inklusive öffentlichem Nahverkehr eine Schlüsselrolle spielen.“ Solch eine Lösung stellt der Konzeptreifen alle mal dar. Als Beispiel wird eine Großstadt wie Paris mit 2,5 Millionen Autos angeführt. Sollten diese alle auf dem „Oxygene“ fahren, würden auf diese Weise jährlich fast 3000 Tonnen Sauerstoff produziert und mehr als 4000 Tonnen Kohlendioxid absorbiert werden. Eine ehrende Vision.

Zudem werden für den Konzeptreifen Altreifen recycelt. Dabei wirkt seine Leichtbaustruktur stoßdämpfend, ist pannensicher und besonders langlebig. Zudem speichert er die Energie, die der Fotosyntheseprozess freisetzt, um seine eingebettete Elektronik mit Strom zu versorgen, die nicht nur Verkehrsteilnehmer und Fußgänger auf die nächsten Fahrmanöver hinweisen, sondern auch eine hochleistungsfähige Mobilkonnektivität in Lichtgeschwindigkeit möglich macht. Die sogenannte „LiFi“ vernetzt den Reifen mit dem Internet für eine Kommunikation von Fahrzeug zu Fahrzeug (V2V) sowie von Fahrzeug zu Infrastruktur (V2I).

Jedes Jahr eine neue Vision – Dieses Mal der Goodyear Konzeptreifen Oxygene #GIMS2018

„Wie auch die Konzeptreifen, die wir in den vergangenen Jahren in Genf präsentiert haben, soll der „Oxygene“ unser Denken in gewohnten Bahnen infrage stellen und der Diskussion rund um intelligente, sichere und nachhaltige Mobilität neue Impulse verleihen“, sagt Titz. „Da unser aktueller Konzeptreifen zur Verbesserung der Luftqualität beiträgt, könnte er dabei helfen, die Lebensqualität und Gesundheit von Stadtbewohnern zu verbessern.“ Eine Vision, die wir gern schon bald in die Realität holen möchten.

Einzigartiger-Test des neuen Jaguar I-Pace

Okay. Gleich einmal zu Beginn des Artikels müssen wir zurückrudern. Ein richtiger Test war das nicht. Der Jaguar I-Pace wurde vor dem Start des Automobil-Salons in Genf zwar einigen Journalisten vorgestellt, und irgendwie saßen wir auch alle darin, wer aber unser Video gesehen hat, der versteht, ein Test war es dennoch nicht:

Jaguar I-Pace – Die Elektro-Insel-Lösung?

Rein optisch ist der I-Pace nicht zwingend ein Stromer. Das der große Kühlergrill nicht für die Transformation von Abwärme eines Verbrenners zuständig ist, das sieht man erst, wenn man mit der Nase die Krallen an der Tatze der Katze im Jaguar-Logo stößt. Und auch sonst ist das Design nicht ungewöhnlich, eine hippige Mischung aus Coupé und SUV ist derzeit stark im Trend und der I-Pace erfüllt genau diese Vorgaben. Ein sportliches SUV, so viel soll auf den ersten Blick verstanden werden.

Die beste News am neuen I-Pace? Für E-Auto Fans, dass er bereits verkauft wird, ab 77.850 €, mit viel Luft nach oben. So stehen über 101k Euro in der Liste für die umfangreich ausgestattete „First Edition“. Und die beste News für Jaguar-Fans die bislang mit Elektro nichts am Hut hatten? Nun, der I-Pace gehört vermutlich zum dynamischsten was man im SUV-Segment in dieser Größe aktuell ordern kann. Damit spielen die Briten die Drehmoment-Vorteile des Konzeptes geschickt aus. Und natürlich hat der I-Pace einen Allradantrieb. Zwei E-Motoren sind für eine Systemleistung von 400 PS verantwortlich. Und mit fast 700 Nm System-Drehmoment, ab Drehzahl Null, tut sich der 2.2 Tonnen SUV leicht beim Infight mit den Gesetzen der Physik.

4.8 Sekunden von Null auf 100 sollen vergehen, 200 km/h sind machbar. Das sind Werte die zur Klasse des Fahrzeuges passen und durchaus sinnvoll erscheinen. Das man im WLTP-Zyklus zudem 480 km weit kommt, spricht für eine sinnvolle Reichweite im Alltag, nach alter NEFZ-Norm wären es sogar 545 Kilometer gewesen. Der Akku bekam zum Start weg eine Kapazität mit der es sich leben lässt. 90 kWh sind nicht das Maximum, wenn man in TESLA-Welten denkt, aber für ein Serien-SUV-Crossover mit dem Anspruch den Alltag zu meistern, ausreichend. Nachgeladen kann man den I-Pace zum Beispiel über seinen 100 kW-Schnelllader – damit sind in rund 40 Minuten um die 80% Reichweite aufgetankt. Für Zuhause hat sich Jaguar leider erst einmal auf ein 7kW-Lader beschränkt, wer Dreisatz beherrscht, der erkennt selbst, ein 90 kWh-Akku braucht damit locker 13 Stunden um sich vollständig zu laden.

Die Plattform des I-Pace ist eine völlig neue im Jaguar-LandRover Konzern. Die TATA-Tochter hat bislang keine weiteren Modelle bestätigt, aber im Gespräch mit dem Technik-Chef von JLR, Wolfgang Ziebart, wird klar – das Chassis wird sicher nicht nur für dieses eine Modell gefertigt. Und auch wenn der Bauraum für die Akkus mit aktuell 90 kWh ausgereizt sind, ein noch größerer Akku ist nicht möglich, muss es nicht bei der Kapazität bleiben. Die Entwicklungen der Batterie-Technik sind überwältigend. Ein Land Rover rein elektrisch? Warum nicht? Der I-Pace sogar als Basis für einen neuen E-Defender? Wir werden es sehen.

Und wie fährt er sich?

E-Autos wissen zu gefallen. Auch wenn man eigentlich nur ein Freund von großen und starken Autos ist. Das adhoc-Drehmoment und die daraus entstehende Dynamik, es sind Dinge die einen faszinieren. Vor allem, wenn man sich für nur drei Minuten auf wild blinkende Hütchen konzentriert. Power und Traktion sind ebenso vordergründig gewesen, wie die Agilität des I-Pace. Mehr gibt es erst einmal nicht zu berichten – mehr gibt es, wenn wir den I-Pace ausführlich fahren konnten!

BMW 640i GT “ sophisticated ftw“

Was hat er am Anfang einstecken müssen. Die erste BMW „5er GT“ Serie war aber auch anspruchsvoll. Vor allem für die Menschen, die eigentlich ein besonderes Design verlangen, dabei aber bitte auf der Spur des guten Geschmacks bleiben wollen. Die Idee eines Fließhecks ist nicht neu, Audi tut es mit dem A7, Mercedes tut es mit dem CLS und BMW tat es bereits 1971 mit dem 2002 touring. Wenn gleich dieser damals ein Zweitürer war. Und BMW tut es weiterhin, nun allerdings mit einem neuen Anlauf.

Test und Fahrbericht des BMW 640i GT

Aufgeben war keine Option

Beim Generationenwechsel hat sich der 5er GT gleich einmal aus dem eingeschränkten Business-Umfeld der 5-Serie gelöst und sich in Richtung Oberklasse orientiert. Aus „dem 5-er“ wurde ein „6er“. Der Anspruch bleibt indes ähnlich, eine Alternative bieten zur klassischen Frage: Kombi oder Limousine, und bloß kein SUV. Ein GT bitte, ein „Gran Turismo“.

Design? Sophisticated!

War die erste Variante, ab 2009, noch von einem fetten und unförmigen Hintern geprägt, hat sich der neue, jetzt seiner Oberklassen-Zuordnung endlich bewusst, in das Fitness-Studio begeben und dort an seinem Körperbau gefeilt. Die plumpe Front, das feiste Heck, beides ist verschwunden, nur die lange Dachform mit dem praktischen Heckraum, die blieb. Zudem hat BMW einen eleganten Kunstgriff angewendet, aus dem 5er GT wurde der 6er GT, und damit nun auch für Menschen mit reduzierter kognitiver Fähigkeit, klar als Oberklasse zu akzeptieren. BMW hat mit dem Kunstgriff auch im eigenen Modellprogramm ein wenig neu sortiert. Was Sinn macht. Soweit man „Sinn“ machen kann. Zugleich wuchs er um 10 Zentimeter in der Länge, verlor ein wenig Höhe und gleich noch bis zu 200 Kilogramm Gewicht.

Antrieb! Sophisticated?

Im Rahmen der Debatte um Verbrauch und Emissionen, ist der Achtzylinder aus dem Programm gefallen. Wenig schmeichelhaft für die Wahrnehmung eines echten „Gran Turismo“. Ersetzt wird er primär durch die Sechszylinder-Reihenmotoren, wobei für bescheidene Menschen sogar ein Vierzylinder-Turbobenziner mit 258 PS verfügbar ist. Im Testwagen war der Dreiliter-Reihensechser als 640i verbaut, der sch auf 340 PS und 450 Nm verlassen darf. Für echte Vielfahrer und Drehmoment-Lover gibt es zudem die Diesel-Sechszylinder mit 265 oder 320 PS und 620 oder 680 Nm Kraft.

Sophisticated Sechszylinder

Der Reihenmotor (B58B30) ist eine leidenschaftliche Antriebsquelle. Frei von Massenmomenten der ersten, zweiten und dritten Ordnung, läuft er Turbinenartig über das gesamte Drehzahlband. Der Twin-Scroll-Lader spricht spontan an und verleiht dem Motor diese famose Kombination aus Drehfreude und Drehmoment. Gäbe es einen fantastischeren Begriff für motorischen Exzellenz, hier käme er zum Einsatz. Früh liegen die 450 Nm des Reihensechszylinders an, bleiben bis 5200 Umdrehungen vollständig versammelt und verlaufen sich dann erst darüber, im Timbre seiner akustischen Kraftmalerei.  Kann „Lärm“ schön sein? Ja. Wobei Lärm. Man hört ja eigentlich doch nie etwas vom 640i GT – wer dreht schon im Alltag höher als 2.500? Es ist nicht notwendig.

Sophisticated Getriebe

Das von ZF zugelieferte Achtgang-Automatikgetriebe ist eine Allzweckwaffe im Automobilbau, basierend auf Zahnrädern und klugen Algorithmen. Und auch im 6er zeigt es wieder einmal, es gibt keine Frage, auf die dieses Getriebe keine Antwort hätte. Schaltbar, dank Aufpreis, auch per Lenkradpaddles, lernt man schnell, besser die Finger die vom „herumpfuschen“ in der Getriebelogik zu lassen. Was der Sechszylinder liefet, verwandelt der Automatik in Vortrieb. Dabei spielt er perfekt den stillen Butler. Unaufgeregt, aber immer wach. Schnell und dennoch verschliffen. Die ideale Besetzung für diese Aufgabe. Alternativ würde BMW den 6er auch mit dem xDrive-Allradantrieb und auch mit einem so genannten „Executive-Fahrwerk“ ausliefern. Das bislang nur für die 7-er Reihe erhältliche Luftfahrwerk mit zusätzlicher Wankstabilisierung und der Technik einer vorausschauende Dämpferabstimmung war im Testwagen nicht verbaut und wurde auch nicht vermisst, ebenso wie der Allradantrieb. Die „normale“ Luftfederung ist im Sechser bereits eine Offenbarung. Natürlich adaptiv verstellbar, spielt sie traumwandlerisch sicher den Part des Fahrt-Veredlers. Der Sechser entkoppelt erfolgreich von Bodenflicken und Schlaglöchern und bleibt dabei immer so verbindlich in der Gefühlsregung, wie man es von einem BMW erwartet.

Travel ftw

320 PS Benzinmotor. In einer bis zu zwei Tonnen Limousine. Der frisst einem doch die Haare vom Kopf. Äh – nein. Wir haben den 640i GT für über 2.000 Kilometer Autobahn genossen. Darunter die Dienstreise zum Automobil-Salon nach Genf. Kaum ein Auto zuvor war derart erhaben über jede Distanz. Der Turbo-Benziner spielt dabei die Rolle des souveränen Kostverächters. Zwischen 7.2 und 9.6 Litern zeigte der Bordcomputer für die unterschiedlichen Touren. Und gerade für das erreichte Tempo auf Flughöhe Null, war der 640i GT geradezu sparsam im Umgang mit dem edlen Stöffchen. Dabei gehört seine Stimme und seine Arbeitsleistung zum Besten Argument für einen Verzicht auf Elektrofahrzeuge.

Interieur ftw

Mit connected, touchscreen und der besten Kombination aus Apple CarPlay und Automobil-Nutzung kann der 6er auf der einen Seite beeindrucken. Aber das machen auch 7er und der neue Fünfer, oder auch der X3. Beim 6er kommt noch ein tolles Raumgefühl hinzu. Viel Platz für die Beine in Reihe zwei und mit der großen Fließheckklappe zudem ein praktischer Kofferraum. Und plötzlich kombiniert der 6er alles, was man von einem GT – einem Grand Turismo – erwartet.

Der perfekte Reise-GT

War sich der Autor beim ersten 5er GT noch sicher, niemals zur Zielgruppe des „dicken Dings“ zu gehören, umgarnte der 640i GT mit dem vermutlich besten Benzinmotor am Markt, einer reichhaltigen Ausstattung und den überzeugenden Genen einer Oberklassen-Reiselimousine. So viel BMW, so anders. So gut. So sophisticated! 

Fahrzeugschein
Hersteller: BMW
Typ: 640i GT (G32)
Karosserie: Limousine
Motor: 6 Zyl. / Turbo-DI / B58B30
Getriebe: Achtgang-Automatik / ZF
Antrieb: Hinterradantrieb
Hubraum: 2.998 ccm
Leistung: 340 PS (250 kW)
Drehmoment: 450 Nm
Von 0 auf 100: 5,4 s
Höchstgeschw.: 250 km/h
Verbrauch (NEFZ-Norm): 7,0 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ-Norm): 159 g/km
Kofferraum: 610 Liter
umgebaut: 1.800 Liter
Gewicht: 1.845 kg
Maße: 5091 / 1902 / 1538
Preis: 68.100 EUR

Fotos: Niklas Bischoff

Vision Zero – Damit alle ankommen

Heute ist es unvorstellbar, dass sich Autofahrer vor 50 Jahren gar nicht anzuschnallen brauchten. Männer hatten Angst um ihre Freiheit, Frauen um ihre gebügelten Blusen. Erst ab dem 1. Januar 1976 wurde in Deutschland die Anschnallpflicht im Auto für Fahrer und Beifahrer eingeführt und erst knapp 10 Jahre später wurde diese auch auf die Rückbank ausgeweitet. Das Ziel war es, die Zahl der Unfalltoten deutlich zu reduzieren. Ein Ziel, welches auch heutzutage noch immer von großen Unternehmen wie zum Beispiel Continental vehement verfolgt wird. „Die Zahl der Verkehrstoten liegt weltweit pro Jahr mit mehr als 1,2 Millionen Menschen immer noch auf einem erschreckend hohen und absolut nicht zu akzeptierenden Niveau. Dies möchten wir mit vereinten Kräften ändern.“ Sagt Frank Jourdan, Mitglied im Vorstand der Continental AG und Leiter der Division Chassis & Safety.

Die Vision Zero mit dem Credo: „Keine Verkehrstoten, keine Verletzen, keine Unfälle“ ist das langfristige Ziel, welches sich das hannoversche Unternehmen gesetzt hat. Eine große Verantwortung. Doch mit der außergewöhnlichen Kompetenz auf dem Gebiet von Fahrsicherheitssystemen sieht sich das Unternahmen maßgeblich als Impulsgeber, denn „das Leben ist nicht verhandelbar“. Mit einer neuen Generation von verschiedenen technischen Fahrassistenten will das Unternehmen seine Vision vorantreiben.

ABS3 nennt sich die dritte Generation von ABS, mit der die Bremsung auf unterschiedlichen Fahrbahnen optimiert wird und somit die Verkehrssicherheit deutlich erhöht. Bei  einer Bremsung verhält sich das Auto stabiler, da das Bremsverhalten entsprechend links und rechts verschieden reguliert wird, sodass das Fahrzeug gleichmäßiger auf den unterschiedlichen Untergründen gleichmäßig zum Stehen gebracht wird. Ob Laub oder Schnee spielt dabei keine Rolle. Das neue ABS3 reagiert schneller auf wechselnde Fahrbahnbedingungen und stellt sich dabei selbstständig auf neue Reifen ein.

Sehr komfortabel dürfte auch das automatisierte Parken werden. Ein weiterer Schritt in die moderne Mobilität und autonomes Fahren. Das, was vor Hotels, Flughäfen, Restaurants und Veranstaltung als normal gilt, will Continental mit dem „Valet Parking“ automatisieren. „Mit dem Valet Parking zeigen wir eine fahrerlose Fahrfunktion, die den Fahrer von einem lästigen Vorgang befreit“, erklärte Alfred Eckert, Leiter Zukunftsentwicklung in der Division Chassis & Safety bei Continental. „Das Valet Parking ist ein echter Komfort- und Zeitgewinn für den Fahrer.“ Dabei geht es um ein integriertes und kompaktes Brems-System, das aktuelle und künftige Anforderungen erfüllt wie: vakuumloses Bremsen, Energie Rückgewinnung (Rekuperation) und hohe Performance für Notbremsassistenten. Ein weiterer wichtiger Schritt in Sachen „Vision Zero“ und moderne Mobilität auf Basis des vollautomatisierten Fahrens.

Damit die Fahrdynamik bei all der Sicherheit nicht zur kurz kommt, hat Continental mit dem CAirS System eine Lösung entwickelt, die Kompressor, Ventilblock, Steuergerät, Motoransteuerung/Relais, interne Verrohrung und Verkabelung, Temperatursensor sowie vielfache Steckverbinder in einer einzigen Einheit integriert. Das spart nicht nur Gewicht, sondern erlaubt auch eine sportlichere Fahrweise und sogar eine Reduzierung der CO2 Emissionen um bis zu 5 Prozent (bspw. bei einem SUV).

Das erklärte Ziel – die Aufklärung über Wirkung und Nutzen bestehender Technologien, die Sensibilisierung für die herausgehobene Rolle der Reifen im Fahrsicherheitssystem und die Information über maßgebliche Einflussfaktoren wie Luftdruck und Profiltiefe – ist ein ehernes Ziel im Auftrag, welches wir uns alle auf die Kappe schreiben sollten: keine Unfälle mehr, keine Verkehrstote mehr. Auf in die Zukunft!

Gewinne 2 Karten zum 24h-Qualirennen Rennen am Nürburgring

GEWINNSPIEL

Das Vorspiel zur längsten Nacht des Jahres 2018 mit dem:

24-Stunden-Qualifikationsrennen 2018

Qualifikationsrennen ADAC 24h-Rennen vom 14. April bis 15. April 2018

Über 100 Fahrzeuge – rund drei Dutzend von ihnen alleine in der Top-Klasse GT3 sind für den Start zugelassen. Unter ihnen tummelt sich ausnahmslos alles, was auf der Nordschleife Rang und Namen hat.

Die gesamte Elite der Nordschleifen-Experten ist versammelt, viele ehemalige 24h- und VLN-Sieger, alte Hasen und Newcomer stürzen sich ins Geschehen. Und auch bei den Rennfahrzeugen wird es viel Auswahl geben!

Gewinnt jetzt zwei Tickets für das Qualifikationsrennen!

Wir verlosen zusammen mit dem Veranstalter, 3 x 2 Wochenendtickets.

Die Karten sind Samstag und Sonntag gültig und berechtigen zum Zutritt zu allen geöffneten Tribünen, dem Fahrerlager und der Startaufstellung.

Alle Infos rund um das ADAC Zurich 24h-Rennen und das 24h-Qualirennen gibt es unter www.24h-rennen.de.

 
Gewinnspiel-Regeln auf mein-auto-blog:
Teilnehmen kann jeder ab 13 Jahre. Das Gewinnspiel startet mit der Veröffentlichung des Artikels auf mein-auto-blog und endet am 01.04.2018 um 23:59 Uhr. Die Gewinner werden am 02.04.2016 ausgelost, es gilt das Zufallsprinzip der Verlosung. Je 2 Eintrittskarten werden den 3 Gewinnern auf dem Postweg zugeschickt. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel wird der mein-auto-blog Newsletter abonniert. Lesen Sie bitte auch die Datenschutzhinweise zur Nutzung des Web-Angebotes von autohub.de
Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf und Guido ten Brink

smart wird EQ

Auf dem Automobil-Salon in Genf hat smart ein klares Bekenntnis abgegeben. Ab 2020 wird die Daimler-Tochter ihre Kleinwagen nur noch mit einem reinen E-Antrieb anbieten. Egal ob smart fortwo, forfour oder Cabriolet. Damit wird die gesamte Marke smart zu einem Teil der EQ-Familie von Mercedes-Benz.

EQ und 22-kW-Lader!

Zudem bekommt der smart den von vielen ersehnten 22-kW-Schnelllader. Damit lässt sich der elektrische Stadtflitzer in weniger als 40 Minuten auf mehr als 80% Batterieladestand aufladen. Zudem soll es in diesem Jahr noch die „smart EQ Control APP“ geben, ein weiterer Schritt zur Vernetzung. Die Fahrzeugklimatisierung wird sich damit ebenso steuern lassen, wie auch die jederzeit mögliche Kontrolle des Fahrzeugzustandes. Natürlich soll einen die App auch bei der Suche nach der nächsten Ladestation unterstützen.

Ready to share

Und mit der App „Ready to share“ will smart den eigenen Kunden eine individuelle Car-Sharing App-Lösung anbieten. Im Prinzip wird hier das aus den Car2Go bekannten Hard- und Software-Kit als zusätzliche Option im Fahrzeug ordern und der Besitzer kann dann den nächsten Schritt in der Mobilität der Zukunft machen und auch das eigene Fahrzeug „vermieten“.

 

SquareTrip – das Fahrtenbuch für die Hosentasche

Jeder, der schonmal ein Fahrtenbuch mit Stift und Papier geführt hat, weiß: Das macht keinen Spaß. Vor und nach jeder Fahrt muss ich mein Fahrtenbuch aus dem Handschuhfach kramen und den Kilometerstand meines Autos notieren. Ich muss eintragen, wann, wohin und für welchen Zweck ich gefahren bin und bei Geschäftsfahrten auch noch, mit wem ich mich getroffen habe. Die wenigsten Fahrer führen ein klassisches Fahrtenbuch länger als ein paar Wochen. Es ist einfach nervig und frisst Zeit.

Die Alternative zum Fahrtenbuch ist die 1%-Methode. Hier wird pro Monat ein Prozent des Bruttolistenpreises des KFZs ans Finanzamt gezahlt, um den geldwerten Vorteil der Privatfahrten zu versteuern. Wenn ich aber mit einem Firmenwagen viel geschäftlich fahre, können mir mit der 1%-Methode mehrere Tausend Euro im Jahr entgehen, die ich mit einem Fahrtenbuch sparen würde.

Ein klassisches Fahrtenbuch mit Stift und Papier führen ist also nervig und die meisten geben deshalb schnell auf. Die alternative 1%-Methode kostet mich unnötig Steuern. Was bleibt dann noch übrig?

Die zur Zeit wohl beste Lösung heißt SquareTrip und kommt von einem Münchner Startup. SquareTrip ist eine App fürs Smartphone, die für mich mein Fahrtenbuch führt. SquareTrip erkennt automatisch und lückenlos alle Autofahrten. Das einzige was ich dafür machen muss, ist mein Smartphone mit mir zu führen. Das mühsame Installieren einer zusätzlichen Hardware im Auto oder das umständliche Starten und Stoppen einer Fahrt per Knopfdruck gehören nun der Vergangenheit an. Ich muss also an nichts denken und vergesse nie wieder Fahrten. 

Mindestens einmal pro Woche kategorisiere ich dann – wie vom Finanzamt vorgeschrieben – meine Fahrten in Privat- und Geschäftsfahrten, sowie Arbeitswege. Das geht mit einem einzigen Klick. SquareTrip lernt dann sogar, wie ich Fahrten kategorisiere, und schlägt mit die entsprechende Kategorie das nächste Mal automatisch vor. Am Ende des Jahres kann ich einfach mein Fahrtenbuch als PDF generieren und gemeinsam mit der Steuererklärung einreichen.

Was also klar ist: SquareTrip ist sehr einfach zu bedienen und spart wirklich viel Zeit im Vergleich zu einem klassischen Fahrtenbuch. Aber was macht die App, damit das Finanzamt mein Fahrtenbuch anerkennt?

SquareTrip wurde gemeinsam mit Steuerberatern entwickelt, um sicherzugehen, dass die Anforderungen der Finanzbehörden erfüllt sind. Ein paar Beispiele, wie SquareTrip ein finanzamtkonformes Fahrtenbuch führt:

  • Das Finanzamt fordert ein fortlaufendes, lückenloses Fahrtenbuch. SquareTrip führt ein lückenloses Fahrtenbuch. Wenn Sie Ihr Smartphone dabeihaben, dann wird jede Fahrt mit Start- und Endadresse aufgezeichnet sowie der KM-Stand stets aktuell gehalten.
  • Das Finanzamt verlangt, dass das Fahrtenbuch zeitnah geführt wird. In SquareTrip tauchen Fahrten daher nach dem Fahrtende sehr schnell auf auf. Nach einer Fahrt kann der Nutzer sie sieben Tage lang bearbeiten, danach wird sie gesperrt.
  • Die Finanzbehörden erwarten, dass nachträgliche Änderungen dokumentiert werden. SquareTrip zeichnet jede Änderung an Fahrten auf und zeigt sie auch im PDF-Report an.

SquareTrip steht damit ganz vorne im Fahrtenbuchmarkt: Es zeichnet automatisch Fahrten auf, führt ein finanzamtkonformes Fahrtenbuch und hilft damit, richtig viel Zeit und Steuern zu sparen. SquareTrip kann kostenlos getestet werden. Mit der kostenfreien Free-Version kann bereits ein korrektes Fahrtenbuch geführt werden. Mit der Pro-Version für 39,99 € pro Jahr oder 3,99 € pro Monat erhalte ich dann die Möglichkeit, das Fahrtenbuch finanzamtkonform als PDF zu exportieren. Darüber hinaus bringt die Pro-Version auch viele weitere nützliche Funktionalitäten: Die automatische Vorkategorisierung von Fahrten, das Anzeigen der letzten Parkposition meines Autos und einen Zugang zu meinem SquareTrip Web-Portal, mit dem ich meine Fahrten auch über meinen PC oder Laptop einfach von Zuhause bearbeiten kann.

Melden Sie sich jetzt bei SquareTrip an und testen sie kostenlos unsere Free-Version. So kann man sich komplett ohne Risiko selbst davon überzeugen, wie viel leichter SquareTrip das Leben macht.

Mehr Informationen gibt es unter https://squaretrip.net. Die App gibt es für iOS (https://itunes.apple.com/de/app/squaretrip-fahrtenbuch/id1276166692) und Android (http://play.google.com/store/apps/details?id=com.hipsquare.squaretrip.gps)

Skyactiv-X – Erster Test im Selbstzünder-Benziner von Mazda

Es gibt Dieselmotoren und es gibt Benziner. Da weiß jeder Bescheid. Zwei unterschiedliche Kraftstoffsorten, unterschiedliche Technik, unterschiedliche Vorteile. Selbst wenn man CNG und LPG noch hinzunimmt, so sind diese in der Wirkungsweise nur Untergruppen des „Benziners“, des Ottomotors mit Fremdzündung. Der Diesel dagegen ist ein Selbstzünder. Rein technisch war es immer ein Traum von Ingenieuren, die besten Ergebnisse der beiden Welten zu kombinieren. Doch daran sind bereits viele Hersteller gescheitert. Auch ein Konzern wie Mercedes-Benz hatte sich am „Diesotto“ versucht und die Experimente eingestellt. Doch 2019 ist es soweit – eine kleine japanische Automobilmarke präsentiert den ersten „Benzin-Selbstzünder“ in Serie.

Skyactiv-X – Mazdas Antwort auf brennende Fragen

Testfahrt im Prototypen

Unscheinbar in mattem schwarzen Lack steht der Prototyp unter der Sonne Portugals. Er sieht aus wie ein Mazda 3. Und das Blechkleid ist auch entliehen vom aktuellen Mazda3. Unter dem Blech steckt jedoch bereits eine große Portion des Anfang 2019 auf den Markt kommenden Nachfolgers. Und besonders wichtig, es sind 5 der weltweit 6 existenten Prototypen mit Skyactiv-X Technologie unter der Haube, die hier aufgereiht wurden, um Journalisten einen Eindruck von der neuen Technik zu vermitteln. Einer Technologie, von der Mazda nicht weniger verspricht als 20-30% mehr Effizienz – damit locker auf dem Niveau von Mazdas aktuellen Dieseltriebwerken – dazu Fahrspaß über ein breites Drehzahlband und, in den aktuellen Zeiten besonders wichtig, so sauber wie kaum ein anderer Motor. Die Skyactiv-X Motoren werden die kommenden EU-Grenzwerte um den Faktor 10 unterbieten. Und das nicht nur auf dem Prüfstand, sondern im so genannten RDE-Test, also auf der Straße. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Mazda auf der Motorenseite ein völlig neues Kapitel aufgeschlagen.

Selbstzündung durch Fremdzündung

Der Weg, den die Ingenieure bei Mazda gingen, ist bemerkenswert. Doch zuerst soll ein kurzer Exkurs in die Technik der Kraftstoffverbrennung helfen, den Fortschritt, den Mazda erreichte, einsortieren zu können. Um Benzin verbrennen zu können, müssen die Moleküle des Treibstoffs und der angesaugten Luft miteinander agieren. Das Verhältnis zwischen Benzin und Sauerstoff nennt man Verbrennungsluftverhältnis oder Lambda. Das ideale Verhältnis, damit alle Benzinatome verbrannt werden können, nennt man Lambda 1.0

Lambda 1 entspricht 1 kg Benzin und (1.34 Liter) und 14.7 kg Atemluft. Dieses Verhältnis, Lambda 1, wird auch als stöchiometrisches Verbrennungsgemisch bezeichnet und bedeutet, dass das Kraftstoff/Sauerstoff-Gemisch vollständig verbrannt wird. Das ist der Idealfall. Theoretisch. Moderne Motoren bedienen sich bei der Verbrennung jedoch auch eines fetten Gemisches zur Leistungsanhebung oder Brennraumkühlung – im Idealfall aber wäre ein Luftüberschuss wünschenswert. Wenn mehr Sauerstoff als Kraftstoff zur Verfügung steht, spricht man von einem mageren Gemisch. Wenn man mit einem mageren Gemisch die gleiche Leistung erreicht wie mit einem Lambda 1 Verhältnis, dann bedeutet dies im Umkehrschluss, man benötigt weniger Treibstoff für die gleiche Arbeit. Das Auto ist also sparsamer. Allerdings hat ein mageres Gemisch eigentlich auch den Effekt einer verringerten Motorleistung zur Folge. Dem gegenüber steht bei einer mageren Verbrennung die niedrigere Brennraum-Temperatur, was mit einer höheren Effizienz einhergeht und die Entwicklung von NOx deutlich senkt. Das Geheimnis einer sauberen Verbrennung liegt also im Luftgemisch.

Die magere Verbrennung hat jedoch andere Probleme. Sobald zu viele Sauerstoff-Moleküle vorhanden sind, besteht die Gefahr, dass nicht das gesamte Gemisch zum gewünschten Zeitpunkt entzündet werden kann. Bei einer Selbstzündung durch hohe Kompression könnte man dieses Problem umgehen. Denn dann geht der Impuls der Verbrennung nicht mehr von der zentral gelegenen Zündkerze aus.

Was also liegt näher, als ein mageres Gemisch durch Selbstzündung zu verbrennen?

Und genau daran sind bisher alle anderen gescheitert. Der neue Ansatz der Skyactiv-X Technologie verbindet die Selbstzündung mit der Fremdzündung, ermöglicht ein Luft-Kraftstoffgemisch deutlich oberhalb von Lambda 1 und vermeidet dennoch die unkontrollierte Selbstzündung (Klopfen) von Benzin. Möglich machen diesen Erfolg zwei Faktoren: Zum einen ist erst jetzt die moderne Motoren-Elektronik in der Lage, zeitgenau und live die Verbrennung je Brennraum zu kontrollieren und zum anderen, das ist der Mazda-Kniff, durch die Verwendung einer Zündkerze umgeht man den Effekt eines kaum kontrollierbaren Zündpunktes. Das mag erst einmal verwirren. Ein „Selbstzünder“ mit Zündkerze?

SPCCI – Ein Durchbruch in der Motorentechnik

Das extrem magere Benzin-Luftgemisch wird im Verhältnis 16 zu 1 verdichtet und steht damit kurz vor der Selbstzündung. Mit einem kleinen zusätzlichen Einspritzvorgang direkt vor die Zündkerze und einem Zünden der Kerze wird der Verbrennungsvorgang eingeleitet. Allerdings ist der Effekt nicht ein „Übergreifen“ der Entzündung über die Kraftstoffmoleküle, wie dies üblich wäre. Vielmehr wird durch die Verbrennung der kleinen Portionierung vor der Zündkerze und der dadurch entstehenden Expansion im Brennraum der Kompressionsdruck Zeitpunkt genau erhöht und das restliche Magergemisch im Motorraum entzündet sich selbst. BÄMM. 

Was hier mehrere hundert Worte zur Erklärung benötigt, geschieht im Motor der neuen Skyactiv-X Generation binnen Millisekunden. Vom gesamten Aufwand bekommt der Fahrer nichts mit. Gar nichts. Mazda verspricht damit einen Benzinmotor, der eine völlig neue Effizienz erreicht. Durch die aufwändige Motorsteuerung ist der neue Skayctiv-X-Motor in der Lage, in einem extrem breit nutzbaren Drehzahlband mit einem Lambdagemisch größer 1 zu fahren. Eine magere Verbrennung, sauber, führt zu einer Effizienz auf dem Niveau von modernsten Dieselmotoren. Ohne NOx-Probleme. Ohne CO2-Probleme. Dafür mit der Drehfreude und der Agilität eines modernen Benzinmotors.

Fährt sich agil

Anders als bei aktuellen Motoren mit magerer Schichtladung, Stichwort Atkinson-Cycle (Miller-Cycle), ist der Skyactiv-X Motor nicht an ein enges Drehzahlband gebunden, um maximal effizient zu sein. Das führt zu einer gänzlich neuen Agilität beim Fahren. Der breite Drehzahlbereich, in dem dank SPCCI-Technik mit magerem Gemisch gefahren werden kann, lässt den Mazda3-Prototypen behände und drehfreudig über Landstraßen wedeln. Mit angestrebten 190 PS und 230 Nm ist der Skyactiv-X Motor in der Leistung der aktuellen Skyactiv-G Generation überlegen – aber dennoch nicht beeindruckend massiv motorisiert. Die Kompressor-Aufladung des Skyactiv-X dient auch nicht der Leistungssteigerung, sondern nur dem Ermöglichen eines maximalen Luftüberschusses. Im niedrigen Drehzahlbereich ist der Kompressor daher auch nicht aktiv. Man hätte hier vermutlich auch mit einem E-Turbo agieren können, aber die Lösung fiel im ersten Schritt auf den bewährten Kompressor.

Das breite nutzbare Drehzahlband lässt die immer komplexer werdenden Getriebe überflüssig werden. Ein Motor, der bei 1.900 Umdrehungen ebenso effizient ist wie bei 3.500 Umdrehungen, den kann man getrost mit sechs Gängen auf die Reise schicken – ohne deswegen Nachteile im Verbrauch in Kauf nehmen zu müssen.

Von der „fremdgesteuerten“ Selbstzündung spürt der Fahrer nichts. Einzig ein leises Klingeln aus einer nicht gänzlich kontrollierten Verbrennung bei sehr niedrigen Drehzahlen dringt vereinzelt an das Ohr auf der 1.5 stündigen Testfahrt. Ansonsten überzeugen der Skyactiv-X und seine neue Fahrwerksplattform mit massiv gesteigertem Geräuschkomfort, einer sauber ansprechenden Dämpfung und einer sensiblen Lenkung.

Der neue Mazda3 könnte also, wenn er 2019 auf den Markt kommt, mit Skyactiv-X Technik, Agilität und Fahrfreude noch ein echter Lichtblick für die Anhänger von Verbrennungsmotoren werden.

Bewusst anders

Mazda geht mit der Skyactiv-X Technik ganz bewusst einen anderen Weg als der Rest der Automobil-Industrie. Man mag dies für einen Fehler halten, wenn man sieht, welche Anstrengungen andere Hersteller unternehmen, um die Flotte auf Plug-in Hybrid-Technik umzurüsten. Doch Mazda glaubt noch nicht an das Ende des Verbrennungsmotors und stellt sich mit der neuen Technik sogar an die Spitze der Motoren-Entwicklung. Es gibt viele gute Argumente, weswegen Mazda damit richtig liegen könnte. Ein klassischer Verbrennungsmotor könnte in der Well-to-Wheel Balance die Führung übernehmen, wenn sein Treibstoff CO2-neutral wäre. Klassisches Benzin ist dies nicht. Aber Mazda arbeitet mit Universitäten in Japan auch an einer Algen-Benzin-Technologie. Also künstlichem Benzin. Und natürlich bereitet man für 2019 ein Elektroauto vor, denn ganz ohne geht es einfach nicht. Und sei es nur aus politischen Gründen.

 

 

 

 

 

 

7-days in a 7-series

Von Küste zu Küste im Vierzylinder Luxusliner

In den USA gibt es über 12.000 McDonalds Filialen. Über 10.000 Seven-Eleven Tankstellen und fast an jeder Ecke gibt es Vorurteile, die sich widerlegen lassen möchten. So wie die dumme Idee, in einem Plug-in Hybriden 6.000 Kilometer quer durch die USA zu fahren.

Day 1 – Von wegen „it never rains in southern california“

Dass der verregnete Start in der Traumfabrik, im lebendigen L.A., am prachtvollen Santa Monica Boulevard nur der Beginn eines Winter-Sturms im Frühjahr 2018 war, wurde erst später klar. Natürlich hätte man lieber den 740Le xDrive im warmen, weichen Licht einer langsam im Meer der Westküste untergehenden Sonne fotografiert. Stattdessen ungemütliche Temperaturen im einstelligen Celsius-Bereich und heftiger Regen. Auf der anderen Seite macht so ein frustrierendes Wetter den Abschied aus der bis zum Stillstand auf 12-Spuren vibrierenden Großstadt nur noch leichter. Ostwärts – sieben Tage lang. Alleine im Siebener BMW mit nur vier Zylindern. Warum tut man sich das an?

Wegfahren, um sich zu finden

Es soll Menschen geben, die fahren von A nach B, nur weil sie nach B müssen. Für mich ist Auto fahren immer auch ein Weg zur inneren Ruhe. Und kein anderes Land eignet sich besser für einen Roadtrip als die USA. Keine andere Nation ist derart ausgerichtet auf die individuelle Mobilität per Automobil. Kein anderes Land vereint einen größeren Widerspruch als diese derzeit so gespaltene Nation. Dies soll aber kein Artikel über die Spaltung dieser United States in Zeiten von Trump werden. Es soll auch kein Artikel werden, der die Küstenregionen besser darstellt als die „Mitte“ der USA.

Bevor ich los fuhr, wusste ich überhaupt nicht, was für eine Geschichte es werden sollte.

Startpunkt Santa Moncia Pier – eigentlich ein Ziel
Tag 1 – Der Tacho zeigt 3132 Meilen

Santa Monica Pier ist ganz offiziell das Ziel der Route 66. Das hölzerne Pier zieht Touristen geradezu magisch an. Und als Endpunkt der legendären Route quer durch die USA besitzt der Steg in den Pazifik eine gewisse Magie. An diesem Tag, dem 8. Januar 2018, ist es ungewöhnlich nass, es regnet fies nach Nordsee-Manier und anstelle von malerischer Sonnenuntergangs-Stimmung geizt der Himmel nicht mit trübem Grau. Zeit, sich auf den Weg zu machen. Frisch angekommen aus Deutschland, sollte am ersten Tag der Reise eine überschaubare Distanz von 230 Kilometern ausreichen. Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Von Los Angeles führt mich die Route in Richtung Las Vegas. Allerdings werde ich die sündige Metropole dieses Mal auslassen. Barstow ist das Ziel, auf halben Weg nach Las Vegas.

Mit einem Plug-in Hybriden durch die USA?

Sieben Tage in einem Siebener BMW. Klingt verlockend. Sieben Tage in einem Vierzylinder mit Elektro-Hilfsantrieb? Klingt gänzlich anders. Und dennoch, gerade dieser Verzicht auf die motorische Völlerei stellt sich als spannende Herausforderung heraus. In Kalifornien können sie E-Autos –  und den Akku des 740Le xDrive iPerformance aufladen, stellt in L.A. keine Herausforderung dar. Was aber wird der Rest der USA auf meine Frage nach einer Steckdose antworten? Ich vermute, ich kenne die Antwort, noch bevor ich diese Frage zum ersten Mal stelle. Es wird daher auch ein Effizienz-Trip mit Hindernissen werden. Ist doch ein Plug-in Hybrid ohne Steckdosen nur halb so sinnvoll.

Am Abend des ersten Tages stehen 135 gefahrene Meilen, 10 Dollar für den ersten Burger bei Five Guys und eine Übernachtung im Ramada Inn in Barstow auf dem Merkzettel. Eine Steckdose für den Siebener? Die freundliche Blondine hinter dem Rezeptions-Counter lächelt merkwürdig. „This germans – always different“.

Von Barstow nach Flagstaff in Arizona

Tag 2 – Hildeguard bekommt einen Namen

Der zweite Tage auf der Straße wird von den allgegenwärtigen Insignien der touristischen Route 66 geprägt. Route 66 – mal ehrlich, wer schnalzt da nicht mit der Zunge und wer hat da nicht sofort die Country-Musik Playlist ausgegraben? Der Siebener wird indes von mir seines sperrigen Namens BMW 740 Le xDrive iPerformance entledigt und auf Hildeguard getauft. Denn Hildegard passt zum klassischen Look der großen Limousine. Helles beiges Leder im Innenraum und dazu die Technik-Armada zur Sicherheit des Fahrers. Daher Hildeguard. Bereits an Tag 1 hatte mich der Brems-Assistent gerettet, als ein alter Ford Pick-up am 4-Way Stop nach alternativen Fakten suchte. Danke Hildeguard.

Dass ausgerechnet in einem Plug-in Hybriden die Tankstellen zu den besten Freunden der Reise werden, mag man nicht sofort verstehen. Doch maximal 46 Liter Tankinhalt lassen Fahrer von Fullsize-Pick Up Trucks in den USA nur mitleidig lächeln. Und dass man elektrisch bis zu 50 km weiter gleiten kann, wem hilft es, wenn der Akku zu Fahrtantritt nicht geladen werden kann. Hildeguard erweckt gerade als es einsam wird, zwischen Amboy und Oatmen, den Eindruck, die völlig falsche Wahl für diesen Trip zu sein.

Wer sich entlang der Interstates durch die USA hangelt, mag das Gefühl haben, alle 30 Meilen ein Deja-vu zu haben. Die immer wieder gleiche Ansammlung von Tankstellen, Fast-Food-Restaurants und Truck-Stops gibt einem das Gefühl, in einer Endlosschleife langweiliger Roadtrip B-Movies gefangen zu sein. Doch wer sich abseits der großen Routen bewegt, der kann sogar an so einer heiligen Kultstätte des Roadtrip-Tourismus wie der Route 66 das Gefühl bekommen, alleine durch den wilden Westen zu reisen. Und da sind 50 Meilen zur nächsten Tankstelle ein Problem, wenn man nur noch 30 Meilen Restreichweite hat.

Tankstopp 1 bei 291 Meilen, Tankstopp 2 bei Tachostand 508 Meilen. Dass man nur 10 Gallonen in dieses große Auto tankt, mag viele irritieren – aber nachdem Tag 2 mit einem Umweg „zurück“ zu einer Tankstelle Eindruck hinterließ, wird ab dem zweiten Tankstopp mit dem Tanken nicht mehr gewartet, bis Hildeguard „Hunger schreit“. Dann lieber ein wenig früher einen weiteren 1$-Kaffee gezogen, 10 Gallonen nachgebunkert und sich kurz die Füße vertreten. Wobei, bequemer als im Schoß von Hildeguard kann man seine Zeit eigentlich nicht absitzen.

Von Flagstaff nach Amarillo
Tag 3 – Der Wintersturm hat mich eingeholt.

An diesem dritten Tag geht es endlich, nachdem am Vortag die Touri-Orte entlang der Route 66 abgehakt wurden, auf eine richtige Roadtrip-Distanz. 615 Meilen bis nach Amarillo oder 984 Kilometer bis zum ersten richtigen Steak.

Dass es auch im La Quinta Inn in Flagstaff keine Steckdose für Hildeguard gab, lässt die elektrische Standheizung leider auch außen vor. Dafür muss der Siebener am Morgen von Tag 3 von 15 Zentimeter Neuschnee befreit werden. Danke, lieber „Winterstorm Inga“.

Östlich von Gallup zeigt sich ein beeindruckendes Wetterschauspiel. Die fast endlose Weiten der Prärie zeigen dir, welches Wetter du morgen erwarten kannst. Du siehst es am Horizont.  Nach 20 Stunden reiner Fahrzeit im Auto, überkommt dich irgendwo zwischen New Mexico und Texas die übermächtige Einsamkeit. Fast surreal erscheint die Weite, die man überblicken kann. Nach den beeindruckenden Canyons in Arizona erschlägt dich New Mexico mit unendlicher Weite.

Windräder als Zeichen des Wandels

Ausgerechnet kurz vor Texas pflastern plötzlich mehrere hundert Windräder die Prärie. Ein Zeichen für den Wandel. Während du in einem Plug-in Hybriden sitzt und immer wieder verzweifelt nach einer Steckdose suchst. Da ist das andere Ende der Steckdose, ein Windrad, ein tolles Symbolbild. Es tut sich was. Auch in den USA.

Überhaupt: „Die USA“. Mit nur zwei Wörtern, nur sechs Buchstaben, tut man einem ganzen Land unrecht. Es mag „die USA“ auf dem Papier geben. Aber eigentlich muss man von einem Land der Unterschiede, der kulturellen Gegensätze, der Widersprüche reden. Wobei eines die Menschen eint. Kein anderes Land auf dieser Welt teilt meine Liebe zum Auto so sehr. Wie diese USA. Völlig frei von Neid bekommst du anerkennende Blicke für dein Auto. Lassen sich Menschen auf einen „small talk“ ein, ohne dich zuvor prüfen zu wollen. Auch auf einer 7-Tage langen Reise, alleine im Siebener, bist du nicht alleine. Öffne die Tür, suche einen Platz, an dem es Kaffee oder Burger oder beides gibt und du bist Teil dieser Nation. Grenzenlos denken, es kann so einfach sein. Und dennoch, es ist so schwer.

Drury Inn and Suites in Amarillo, natürlich hat man auch dort keine Steckdosen. Und wer in Amarillo ein Steak essen gehen will, der wählt lieber etwas anderes als das Hoffbrau Steak & Grill House. Nein. Ich wollte nicht jammern und meckern. Wenn einem aber nach 14 Stunden auf der Straße, nach 1.000 km, eine 100 Gramm Fleisch-Probierpackung als Hauptgericht verkauft wird, dann darf man sich ruhig mit zwei Dosen Miller Lite auf das Hotelzimmer verkriechen und weinen.

Von Amarillo nach Little Rock
Tag 4 – Fleisch, Geschichte und wieder 1.000 km auf der Straße

War der Wintersturm am Abend des dritten Tages über der Prärie von New Mexico nicht in der Lage, die Pace von Hildeguard mitzugehen, begrüsst er mich am Morgen von Tag 4 mit saukalten 2° und heftigen Windböen. Ein Wetter, bei dem man keinen Hund vor die Tür schicken würde. Das Steak-Erlebnis des Vorabends wird indes verarbeitet, indem man „The Big Texan“ in Amarillo besucht und sich ein 250 Gramm Frühstücks-Steak mit zwei Spiegeleiern bringen lässt. So geht Texas. So geht Steak. So geht Roadtrip. So geht USA.

An diesem Tag warten 10 Stunden Fahrt durch die Kornkammer der USA. Oklahoma haben so wenige von uns auf dem Schirm, wenn es um Urlaub geht, weil es dort eben auch nichts gibt. Nichts außer Land. Viel Land. Flaches Land. Land mit Äckern. Land ohne Äcker. Dazwischen einzelne Farmen und riesige Getreide-Silos. Der richtige Zeitpunkt, um zum ersten Mal die eigene „BMWRT-Playliste“ gegen ein Hörbuch zu tauschen.

Wer sich an der Original-Route 66 orientiert, dem begegnen immer wieder die stillen Zeitzeugen einer großen Wanderung. Gebäude, die bis zum Fundament in Historie stecken. Manchmal ist die Patina nicht besonders alt, doch wer sich nicht ablenken lässt, der findet Hinweise auf eine Zeit, die anders war. Geprägt von Hoffnungen.

Von Little Rock nach St. Louis
Tag 5 – Kein Platz für Rassismus

Nach 1917 Meilen auf der Straße, nach über 30 Stunden zusammen mit Hildeguard, startet Tag 5 in Little Rock in Arkansas. Bevor ich die Stadt verlasse, wieder einmal ohne Hildeguard laden zu können, erlebe ich den Spirit einer Stadt, die wie keine andere für Veränderung steht. An der Little Rock Highschool gingen 1957 erstmalig afroamerikanische Jugendliche auf die gleiche Schule wie weiße Jugendliche. Drei Jahre nach der Aufhebung der Rassentrennung in den USA war das dennoch nichts, was selbstverständlich war. Der damalige Governeur von Arkansas lies damals die Nationalgarde aufmarschieren, um dies zu verhindern. Präsident Eisenhower musste schlussendlich die 101. Luftlandedivision in die Stadt entsenden, um die Unruhe zu beenden und den neun Schülern den sicheren Zugang zur Little Rock Highschool zu ermöglichen.

Den Rest des Tages gleiten Hildeguard und ich, versunken in Gedanken, durch den Mark Twain National Forest. Eine wunderschöne Gegend. Enge Straßen. Wundervolle Strecken, wie gemacht für den fahraktiven 740 Le mit Allradlenkung. Wie ein so großes Auto so handlich sein kann. Es bleibt wohl das Geheimnis der BMW-Ingenieure.

Von St. Louis nach Chicago
Tag 6 – Das Ende der Route 66 ist der Anfang

Am sechsten Tag des Roadtrips standen nur 298 Meilen oder 477 km auf dem Programm. Zeit, sich mal Gedanken über Kritik an dem BMW zu machen. Über 40 Stunden, mehr als 2.300 Meilen, binnen 5 Tage abgesessen. Das kann man durchaus auch als Hardcore-Test verstehen. Doch Hildeguard gibt sich, ganz dem Luxus-Segment verschrieben, keine Blößen. Oder kaum. Sicher, wer am Morgen im Dunklen los fährt, dann Tageslicht nutzt und spät nach Dämmerung erst am Ziel ankommt, der fragt sich schon, warum die BMW-Techniker die Helligkeit des Head-Up Displays nicht automatisiert haben. So verstellt man zwei mal per Tag über den iDrive Controller die Helligkeit des Head-Up Displays. Am Tag auf maximale Helligkeit, im Dunklen komplett gedimmt. Ausschalten ist keine Alternative, zu perfekt ist das Head-Up Display geworden. Alle notwendigen Informationen, direkt vor der Nase, auf der Straße. Perfekt.

Und auch diese eine Ledernaht an der Sitzwange. Nach mehr als sieben Stunden pro Tag hat man das Gefühl, entweder ist diese Ledernaht an der falschen Stelle oder der eigene Hintern ist schlicht nicht kompatibel zum ansonsten bequemen Gestühl von Hildeguard.

Nach 2.572 Meilen und 6 Tagen findet die Route 66 für mich und Hildeguard in Chicago ihr Ende. Dabei ist es eigentlich der Anfang. Die eigentlich 2.451 Meilen lange Straße führte seit 1921 von Chicago in den Westen der USA. Sie war eine der ersten Straßen, die komplett befestigt, quer durch die USA führten.  „Die Route 66 als einfache, oft kurvenreiche und einspurige Landstraße konnte als wichtige Transkontinentalverbindung dem wachsenden Verkehr über die Jahrzehnte  immer weniger gerecht werden. Der Verlauf wurde ständig geändert, es wurden Ortsumgehungen gebaut, Umwege abgekürzt oder der komplette Verlauf verändert. Gemäß dem Vorbild der Autobahnen, die der Ex-General und spätere US-Präsident Eisenhower (Präsidentschaft 1953–1961) in Deutschland 1945 kennengelernt hatte, wurde auch die Route 66 allmählich durch moderne mehrspurige, kurvenarme Fernstraßen ersetzt. Am 29. Juni 1956 unterzeichnete Eisenhower den Interstate Highway Act, der ein Interstate Highway System zum Inhalt hatte„ (Wiki)

7 Tage sollst du fahren – bis nach Detroit
Tag 7 – Die NAIAS in Detroit

Von Chicago nach Detroit sind es lächerliche 456 Kilometer. Ein Urlaubstag für Hildeguard. In Detroit wartet die NAIAS 2018 auf uns. Doch ehrlich: Nach dieser Strecke, nach dieser Zeit, nach diesen Erlebnissen ist die größte und wichtigste Automesse der USA in diesem Jahr nur ein müder Zeitvertreib. Die Neuheiten halten sich in Grenzen. Und eigentlich treibt es mich am ersten Morgen in Detroit in die Hotelgarage. Zurück zu Hildeguard. Denn auch wenn die sieben Tage vorrüber sind, natürlich wird es weitergehen. Es muss. Denn was ist ein Roadtrip quer durch die USA, wenn man nicht bis direkt an die Ostküste fährt? Richtig. Unvollendet. Und halbe Dinge machen Hildeguard und ich nicht. Tag 7+ wartet.

7+1 – Der Wintersturm und die Alljahres-Reifen von Hildeguard

Winterreifen sind in Kalifornien eher unwichtig. In Pennsylvania im Januar jedoch eine gute Idee. Der Wintersturm hat mich, dank der zwei Übernachtungen in Detroit, eiskalt eingefangen. Die 987 Kilometer von Detroit nach New York werden zur härtesten Prüfung der ganzen Reise. Und erstmalig entsteht eine Art Zeitdruck auf dieser Reise.

Der Rückflug von New York ist fest gebucht. Eine Verzögerung nicht geplant. Und doch, Hildeguard kann zwar auf den Allradantrieb xDrive vertrauen, auf den langen Radstand der L-Variante und gehört ganz sicher zu den sichersten Vertretern ihrer Klasse. Doch bei Tempo 100 auf frisch verschneiten Interstates geben die Alljahres-Reifen aus Kalifornien auf.

Erstmalig kommen Hildeguard und ich ins Schwitzen. Trucks werfen riesige Schneematsch-Mengen vor die Nieren von Hildeguard. Wir rudern durch Fahrspur-Rillen, lassen auf vereisten Brücken die Regelsysteme des ESP aus dem Computerhirn die Spur suchen und fragen uns, wie das wohl so ist, in Pennsylvania. Im Januar. Wenn man Winterreifen hätte. New York verschwindet mit Anbruch der Dämmerung, 400 Kilometer entfernt, aus unserem Tagesziel.

Bates-Motel (angeblich ein Quality-Inn), wird zur Hütte für die Nacht auserkoren. Wir ruhen. Hildeguard muss verschnaufen. Die All-Jahres-Reifen sind schuld.

Tag 7+2 – New York, New York
Ich war noch niemals …

Um 6:34 geht es weiter. Bates-Motel lockt mit einem Frühstück, doch Hildeguard hat einen Auftrag. Sie muss mich pünktlich nach New York bringen. Noch eine Verzögerung können wir uns nicht erlauben.

Es hat aufgehört zu schneien. Die Interstate ist geräumt. Hildeguard lässt es fliegen. Tempomat 100. Nicht km/h, Meilen. Die Kriegskasse für Speed-Tickets ist noch prall gefüllt. Wir sind auf einer Mission.  Nach gut 4 Stunden erreichen wir New Jersey und die westlichen Zipfel von New York. Es ist Zeit, den Tatsachen ins Auge zu schauen.

Nach 66:55 gemeinsamen Stunden. Nach 3.514 Meilen gemeinsamer Strecke, einmal quer durch die USA. Alleine mit Hildeguard, rückt der Boarding-Zeitpunkt für den Rückflug unaufhörlich näher. Hildeguard überspielt die Trauer mit einer Erfolgsmeldung. 8.1 Liter betrug der Durchschnittverbrauch seit dem verregneten Start in Santa Monica. 8.1 Liter auf 100 Kilometer. Ich bin stolz auf Hildeguard – ich verstecke meine Traurigkeit. Meinen Trennungsschmerz überspiele ich mit einem saloppen Winken, als ich Hildeguard am Valet-Parking abgebe.

7 Tage im Siebener BMW, quer durch die USA. Danke Hildeguard.

Typisch Deutsch? Shell Drives You sagt: Ja, und das ist gut so! (Shell Advertorial)

Überpünktlich, diszipliniert und gewissenhaft – so bodenständig werden Deutsche gesehen und auch wenn das bei einigen so sexy rüber kommt, wie Socken in Sandalen, sagen wir: Hey, wir sind super und dazu noch total effizient, wie eine neue internationale Studie von Shell verdeutlicht, die das Fahrverhalten hinterm Steuer untersucht hat. Vorbei sind die Zeiten, in denen man den typischen BMW- oder Mercedes fahrenden Proll mit Lichthupe vor Augen hat, denn laut Studie von Goldsmiths, University of London im Auftrag von Shell, sind Rüpel unter den deutschen Autofahrern eher die Ausnahme als die Regel. Autofahren ist eben ein sehr emotionales Thema, da kann einem schon mal die Hutschnur platzen, wenn der Vordermann gemächlich auf der linken Spur fährt und gar nicht daran denkt, diese frei zu machen. Die Stimmung drückt auf das eigene Fahrverhalten. Logisch!

„Was viele von uns aus dem Alltag kennen, hat die ‚Shell Drives You‘-Studie nun auch wissenschaftlich untermauert. Darüber hinaus haben wir erstmals nachgewiesen, welchen Einfluss persönliche Stimmungen auf die Leistungsfähigkeit am Steuer haben können“, sagt Studienleiter Dr. Chris Brauer von Goldsmiths, University of London. Die erhobenen Daten deuten darauf hin, dass negative Gemütszustände wie Wut, Angst, Sorge oder Trauer sowie fehlende emotionale Stabilität unter Autofahrern in Deutschland zu mehr Stress am Steuer beitragen. Ein glückliches und entspanntes Gemüt führt hingegen dazu, dass Autofahrer hierzulande weniger gestresst, abgelenkt und laut eigener Wahrnehmung auch sicherer unterwegs sind. Auch Schlafmangel, Zeitdruck oder zu wenig Benzin stören die Effizienz beim Fahren. Doch trotzdem schlagen sich die Deutsch im internationalen Vergleich sehr gut. So schneiden die deutschen Autofahrer mit einem Effizienzwert1 von 69 aus 100 möglichen Punkten klar besser ab als Türken (66), Malaysier (61), Niederländer (52) und Südafrikaner (51). Lediglich philippinische Autofahrer (72) fahren noch vorausschauender und damit insgesamt effizienter als die Deutschen. Muss wohl am Wetter liegen!

Bei der „Shell Drives You“-Studie wurden allein in Deutschland binnen zwei Wochen fast 300.000 Einzeldaten von 267 teilnehmenden Autofahrern erfasst und ausgewertet. Die zugrundeliegenden Daten wurden aus verschiedensten Quellen gewonnen, u.a. über Tracking-Armbänder, die Shell App, über einen Chat-Bot oder ganz Oldschool über Online-Fragebögen, die den Großteil der Forschungshypothesen bestätigten. „Die Studienergebnisse legen Autofahrern zum einen nahe, möglichst gesund zu leben und sowohl vor als auch während der Fahrt genug Zeit einzuplanen, um sicher und entspannt anzukommen“, sagt Patrick Carré, Chef des Shell Tankstellengeschäftes in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Zum anderen zeigt die Studie, dass es sich lohnt, auf die eigenen Stimmungen beim Autofahren zu achten. Wer sie kennt und weiß, wie er sie aktiv beeinflusst, kann damit auch positiv auf die eigene Leistungsfähigkeit am Steuer einwirken. So hat am Ende jeder die Qualität seiner Autofahrten auch selbst in der Hand.“ Der Weg ist also das Ziel. Dann legt mal einen Gang zurück und kommt entspannt und heil an.

What A Car – Die neue A-Klasse – Ein Kommentar von Habby

Was hat man sich nicht schon über den kleinen Mercedes amüsiert? Hat sich gewundert, hat gelacht, sich geärgert. Hat Mercedes-Fans vertrieben, weil mit Frontantrieb alles anders wurde. Sie war in ihrer ersten Generation das Sinnbild einer seniorengerechten Gehhilfe. Hat sich vom Elch umwerfen lassen und schämte sich später mit einem früh regelnden ESP jeder Fahrfreude und mangels Federweg auch dem Fahrkomfort. Generation zwei musste dann alles anders machen. Alles. Auch das brachte die Fans wieder auf die Barrikaden. Dieses Mal, die von Generation 1. Anstatt seniorengerecht musste es nun hip, jugendlich und cool sein. Sportlich natürlich. Und so wechselte der Charakter der A-Klasse.

Weltpremiere Mercedes-Benz A-Klasse in Amsterdam

Ein Kommentar von Habby

„Nichts mehr gesucht, sich selbst gefunden.“

Dass Dieter sich in Hugo Boss Sneakers, Sport-Sakko und krawattenfrei zeigt, selbst bei der Weltpremiere von einem der wichtigsten Mercedes-Modelle, man hat sich daran gewöhnt. Dass Weltpremieren in der Automobil-Industrie mit immer mehr PR-Tamtam gefeiert werden, auch daran gewöhnt man sich. Zumindest gab es eine Grenze, aus Amsterdam wurde nicht „A-msterdam“ – zugetraut hätte man es der Marketing-Truppe aus Schwaben. Wenn es um Werbung geht, sind die nämlich gar nicht mehr so schwäbisch. Aber der Erfolg gibt ihnen recht. Und eines muss man den Schwaben mit dem Stern im Kühlergrill und Herzen auch lassen: Sie können sich selbst reflektieren und neu erfinden. Ohne deswegen die Historie über Bord zu werfen. Nur bei der A-Klasse, da haben sie alles, was die erste Generation ausmachte, nun endgültig abgeschüttelt. Und schaut man in das Fahrzeug, dann überholen sie mit dem Kleinsten sogar den Größten.

Die S-Klasse von Renault

Respekt muss man den Schwaben auch zollen für den Gang auf der Rasierklinge. Während Automobil-Journalisten am Verstand zweifeln, wenn Motoren und Getriebe für „Made in Germany“ aus der Kooperation mit den Franzosen kommen, erzählen Umsatz und steigende Absatzzahlen eine gänzlich andere Geschichte. Den Kunden interessiert es scheinbar nicht. Und bei Mercedes-Benz fährt man fort mit der Kooperationsstrategie. Die neue A-Klasse wird nur noch bei den Top-Motoren mit Triebwerken aus eigener Produktion ausgerüstet. Das Basis-Modell musste nicht nur die aufwendige Hinterachse gegen eine billige Verbundlenkerachse tauschen, auch beim Hubraum hat man sich geziert. Den WLTP-Ansprüchen zum Trotze muss ein 1.33 Liter Vierzylinder-Turbobenziner die Basis in Schwung bringen. Mercedes bezeichnet ihn als 1.4 Liter, auch das wird am Ende wohl niemanden interessieren. Und auch das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe kommt von den Franzosen. Und dennoch ist alles Mercedes. Klingt nach einem Widerspruch und müsste zu einer Rebellion unter den Mercedes-Käufern führen. Eigentlich. Von Rebellion indes keine Spur. Mit der A-Klasse ist Mercedes erfolgreicher beim Wildern in fremden Gefilden als mit allen anderen Modellen. Die A-Klasse ist für viele Autokäufer der erste Mercedes im eigenen Leben. Und die A-Klasse kommt bei Frauen gut an. Also, alles richtig gemacht? Obwohl so viel Kooperationsgeist unter der Hülle steckt?

Der klingt schwäbisch

Doch die Mercedes-Ingenieure versprechen, ohne die Hände hinter dem Rücken zu verstecken, hoch und heilig, auch die neue A-Klasse ist ein Mercedes. Die Ausführungen dazu klingen logisch. Stellen sie sich folgendes vor: Ein Atom-Physiker und ein Schimpanse bekommen einen Taschenrechner und eine komplexe Gleichung mit X-Unbekannten. Beide haben die gleiche Wurzeln, die DNA gleicht sich zu 99,4%, beide nutzen das gleiche Werkzeug und beide werden – nach dem Theorem der endlos tippenden Affen zu einem Ergebnis kommen. Nur der eine früher. Okay. Das ist eventuell zu harsch. Aber es soll zeigen, was den Unterschied ausmacht. Wobei es bei der Entwicklung von Automobilen nicht auf das Wissen an sich ankommt, sondern auf die Ziele, die man sich setzt. Und so sollen, trotz gleicher Hardware, die Gene des Mercedes herauskommen. Techniker sprechen von der Adaption. Vom Schubsen von Bits und Bytes in den Steuergeräten. Von unzähligen Kilometern, die man fährt, bevor man zufrieden ist. Aber eventuell ist der Kunde auch so abgelenkt von den technischen Neuheiten, dass ihm die Strategie der gemeinsamen Hardware gar nicht erst auffällt.

Ablenkung ist garantiert

Die neue A-Klasse lenkt mehr als andere neue Modelle auf dem Markt den Blick von den „hard skills“ zu den „soft skills“. Gar ein Smartphone auf Rädern will die A-Klasse sein. Nicht einfach mehr ein Auto. Nein, ein Habitat für den jungen, urbanen, vernetzten Menschen. Um das auch jedem zu zeigen, darf sich die A-Klasse mit einem reduzierten, aufgeräumten Cockpit präsentieren. Im Mittelpunkt zwei riesige Display (natürlich gegen Aufpreis, doch auch die Basis kennt keine analogen Zeiger mehr) und eine Armada an neuen Funktionen. Die neue A-Klasse bekommt als erster Mercedes überhaupt auch einen Touchscreen – doch der wird zur Nebensächlichkeit, denn bei Mercedes will man verstanden haben. Und so soll auch die A-Klasse verstehen. Verstehen, was der Fahrer sagt. Mit MBUX zieht eine Benutzerschnittstelle in den kleinsten Mercedes, die vollends Schluss macht mit der analogen Welt. Knöpfchen suchen, um die Sitzheizung einzustellen. Unnötig, einfach nur „Hey Mercedes, schalte die Sitzheizung ein“ sagen und der Hintern wird gewärmt. Das ist nur eines von vielen Kommandos, die von Beginn an integriert wurden. Und „Hey Mercedes“ lernt. Vom Fahrer. Vom Nutzer.

What „A Class“

Man mag im Design der neuen A-Klasse vieles wiederfinden, davon wenig „klassische Mercedes-Elemente“. Doch das schreckt nur die ab, die ewig im gestern verharren wollen. Für alle anderen hat die Truppe um Gordon Wagener das Design progressiv weiter entwickelt. Veränderungen sind wichtig, ob es alberne Auspuff-Fake-Endrohre auch sind? Egal. Beeindruckend sind die inneren Werte der neuen A-Klasse und da darf man dann auch nicht auf die Hardware schauen, sondern auf die Software. Mercedes-Benz geht damit, konsequenter als alle anderen Hersteller, den Weg der Digitalisierung. Hardware ist austauschbar, es ist der Geist der Software, der den Charakter formt. Nicht erst in 20 Jahren. Bereits im Mai 2018, wenn die A-Klasse auf den Markt kommt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Alle Fotos vom Event: Mercedes-Benz

 

 

 

 

 

 

 

 

Winterreifen-Test 2018: Goodyear UltraGrip Performance

Was nutzen 300 PS, wenn man kein einziges PS davon auf die Straße bekommt? Und wer sagt, es käme nicht auf ein paar Zentimeter mehr oder weniger an? Bei einer Notbremsung können wenige Zentimeter den Unterschied zwischen „alles gut“ und „alles doof“ ausmachen. Was im Sommer vor allem bei Kurvenfahrten auffällt, das Grip-Niveau eines Reifens, ist im Winter noch einmal deutlich wichtiger. Deshalb hat der Gesetzgeber auch die Pflicht zur angemessenen Reifen in die StVo eingebracht:

Seit 2010 hält die StVO präzisere Informationen zur Winterreifenpflicht in Deutschland bereit. Das Gesetz schreibt vor: Winterreifen, oder auch Reifen die der Richtlinie 92/23/EWG entsprechen, müssen genutzt werden, wenn „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ vorherrscht (§ 2 Absatz 3a StVO).

Der richtige Winterreifen – auch 2018 ein Thema

Wir von autohub.de fahren rund 160.000 km per Jahr auf eigener Achse. Das wir im Winter auf Winterreifen wechseln ist für uns völlig normal. Es gehört nicht einfach nur zum guten Ton, wir erfahren auch gerne die Vor- und Nachteile von unterschiedlichen Reifen. Sommer, wie Winters. Üblicherweise haben unsere Testwagen die richtige Bereifung bereits von Seiten des Herstellers montiert bekommen. Hierbei ist es spannend zu erfahren, welche Vorlieben die Hersteller pflegen. Für unseren eigenen Fuhrpark rüsten wir üblicherweise in Kooperation mit den Reifen-Herstellern die Fahrzeuge mit Testreifen aus. In diesem Jahr fiel die Wahl auf den neuen:

GOODYEAR UltraGrip Performance GEN-1 in der Größe 205/55-17

montiert wurde dieser auf einem SUBARU Outback 3.0. Einem Mittelklasse-Kombi mit permanenten Allradantrieb und 245 PS starken Sechszylindermotor. Besonderes Augenmerk legen wir in dieser Konstellation auf die Faktoren Komfort, vor allem Abrollkomfort und Geräusche, Bremswege im Schnee und das Aquaplaningverhalten. Grip ist bei einem SUBARU mit permanten Allradantrieb eh vorhanden – wichtiger sind daher die „weichen Faktoren“, die Punkte, die man nicht sofort beim ersten „los fahren“ spürt.

TEST:  Goodyear UltraGrip Performance GEN-1 205/55 R17 95V XL

 Komfort und Sicherheit – Die ersten 5.000 Kilometer

Reifen muss man einfahren. Wenigstens 500 Kilometer, erst dann erfolgt eine erste Beurteilung. Was von Anfang an auffiel, war der Fahrkomfort des Goodyear UltraGrip, sowohl bei den Geräuschen als auch beim Eigenfederungskomfort des Reifens, spürt man die massiven Fortschritte in der Reifen-Entwicklung die es, obwohl doch noch immer alle Reifen schwarz und rund sind, von Jahr zu Jahr gibt. Der Goodyear UltraGrip rauscht nicht, er besitzt ein sonores Laufgeräusch, deutlich leiser als die Vorgänger-Reifen.

Besonderheiten bei einem Allrad-Fahrzeug

Winterreifen auf einem Allradfahrzeug erfordern eine veränderte Sichtweise auf den Reifen. Da Grip immer vorhanden ist, muss man vor allem beim Test im Schnee, auf die Seitenführungskräfte und die Verzahnung beim Bremsvorgang achten. Der Goodyear UltraGrip Performance Gen-1 konnte beim ersten Schnee des Jahres mit einem gefühlten Sicherheitsgewinn überzeugen. Bei der Seitenführung im Schnee spielt der Reifen die Vorteile der von Goodyear, als „SnowProtect Technology“ bezeichnete Technik, voll aus. Hierbei wurden die Lamellen mit einem Verriegelungssteg im oberen Bereich versehen. So konnte eine hohe Lamellendichte mit flexiblen Profilblöcken geschaffen werden, die dennoch eine deutlich definierte Haftgrenze vermitteln. Der Reifen fährt sich direkt und verzahnt sich beim Bremsvorgang mit dem Schnee. Die Bremswege sind überzeugend!

Das Laufrichtungsgebundene Profil überzeugt zudem in einer weiteren Disziplin. Bei starken Regen und nassen Straßen, kann der Goodyear UltraGrip mit einem sehr guten Aquaplaningverhalten punkten. Eine effektive Wasserableitung aus den Laufflächen vermittelt Sicherheit und ein kontrollierbares Lenkgefühl.

Um die Widersprüche an den Reifen zwischen kalter und trockener Straße und Schnee oder Nässe bestmöglich zu lösen, setzen die Goodyear-Reifenentwickler auf eine Silica-Mischung. Ob die hohe Laufleistung erreicht werden kann, die Goodyear verspricht, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt werden.

Ist der Goodyear UltraGrip Performance Gen-1 eine gute Wahl?

Definitiv. Wenn gleich natürlich ein Premium-Reifen immer auch mehr kostet als ein „Billig-Reifen“. Die Vorteile überwiegen jedoch aus unserer Sicht und der Goodyear UltraGrip ist im freien Online-Reifenhandel in unserer Dimension bereits ab 133,00€ erhältlich gewesen. Und das sind uns Komfort und Sicherheit auf jeden Fall wert!

Mercedes-Benz CLS nach WLTP zertifiziert

Die Einführung des WLTP ist für die kundenrelevanten CO2- und Verbrauchswerte mit einer Währungsreform vergleichbar: Die Fahrzeuge ändern sich technisch ja nicht, sie werden lediglich nach neuen Anforderungen vermessen. Källenius: „Und schon bisher hatten wir nicht nur den Zyklus-Verbrauch im Blick, sondern auch den realen Verbrauch im Kundenbetrieb.“ Ein Beispiel: Quer durch das Modellprogramm stehen die Fahrzeuge von Mercedes-Benz mit an der Spitze bei der Aerodynamik. Das wirkt sich im Realbetrieb aus, beim bisherigen NEFZ aber nur minimal.

Als erster Mercedes-Benz ist der neue CLS nach WLTP in der Emissionsstufe Euro 6d-TEMP zertifiziert. Dazu musste auch die Einhaltung der Grenzwerte im so genannten RDE-Straßentest (Real Driving Emissions) nachgewiesen werden. Der Aufwand für eine Zertifizierung nach WLTP ist etwa doppelt so hoch wie nach NEFZ. Die sehr umfangreiche Verordnung dazu (über 700 Seiten) enthält viele verschiedene Einzeltests und ganz neue Vorgehensweisen. Die Anforderungen an die Testdurchführung, die Ergebnisauswertung und ihre Dokumentation sind deutlich höher. Ebenso ist der Aufwand für jede einzelne Prüfung stark gestiegen.

Im Gegensatz zum NEFZ dauert der WLTP-Fahrzyklus zehn Minuten länger und kommt nur noch auf 13 Prozent Standzeit (NEFZ: 23,7 %). Die gesamte Zykluslänge beträgt ca. 23 Kilometer – ist also mehr als doppelt so lang wie der NEFZ mit 11 Kilometern. WLTP beinhaltet höhere Geschwindigkeiten bis 131 km/h (NEFZ: 120 km/h), das Durchschnittstempo steigt auf 46 km/h (NEFZ: 34 km/h), und er setzt die Fahrzeuge stärkeren Temposchwankungen aus.

Die Prüfvorgaben sind also deutlich strenger. Darüber hinaus wird nicht mehr wie bislang nur die Basisvariante eines Modells getestet, sondern es werden Sonderausstattungen berücksichtigt. Zusätzlich wird im Rahmen eines Straßentests, dem so genannten RDE (Real-Driving-Emissions-Test), geprüft, dass die Euro‑6-Grenzwerte für Stickoxide und Partikelanzahl unter Berücksichtigung von Konformitätsfaktoren nicht überschritten werden.

Voraussichtlich ab September 2018 werden in Deutschland die neuen WLTP-Werte in Prospekten und allen weiteren Publikationen angegeben. Die wichtigsten Fragen rund um den WLTP beantwortet Mercedes-Benz auf https://www.mercedes-benz.com/ de/mercedes-benz/fahrzeuge/ wltp/.

 

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen