Hyundai Ioniq Hybrid und Ioniq Plug-in-Hybrid – Mehr Ausstattung und höhere Preise

Drei Jahre nach Marktstart hat Hyundai sein Hybridmodell Ioniq aufgefrischt. Kunden erhalten mehr Ausstattung, müssen aber auch mehr bezahlen.

Hyundai hebt die Preise für die überarbeiteten und ab Sommer erhältlichen Hybridmodelle des Ioniq an. Die reine Hybrid-Variante kostet ab 25.800 Euro, die Plug-in-Version mindestens 32.000 Euro. Das sind 1.000 beziehungsweise 2.100 Euro mehr als zuvor.

Eine Verbesserung der Konnektivität wird durch die Integration von Android Auto oder Apple CarPlay erreicht

Äußerlich fallen die aufgefrischten Modelle durch einen Kühlergrill in Waben-Optik, neue Grafiken für Front-, Heck und Tagfahrleuchten sowie neue Felgendesigns und Farben auf. Im Innenraum gehört ein 8-Zoll-Touch-Display zum Serienumfang. Eine Verbesserung der Konnektivität wird durch die Integration von Android Auto oder Apple CarPlay erreicht. Außerdem verfügt das Assistenzpaket SmartSense über weitere Funktionen. Der Notbremsassistent reagiert nun auch auf Fußgänger und Radfahrer und die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage erlaubt Stop-And-Go-Fahren im Stau. Im Paket sind nun auch Verkehrsschildererkennung und ein aktiver Spurhalteassistent enthalten. Beim Plug-in-Modell kann jetzt wie beim reinbatterieelektrischen Ioniq die Stärke der Rekuperationsbremse mit Schaltpeddels am Lenkrad eingestellt werden.

Unverändert bleibt der Antrieb. In beiden Modellen kommt der aus einem 1,6-Liter-Benzin-Direkteinspritzer und einem Elektromotor bestehende Hybridantrieb auf eine Systemleistung von 104 kW/141 PS. Die Plug-in-Version kann wie bisher bis zu 63 Kilometer weit rein elektrisch fahren.

Hyundai gibt auf den Ioniq neben der üblichen 5-Jahres-Garantie für Neuwagen eine 8-Jahres-Garantie oder bis 200.000 Kilometer Laufleistung auf die Hochvolt-Batterie.

Ford Transit – Sparsamer und leichter

Weniger Verbrauch, dafür mehr Zuladung: Der aufgefrischte Ford Transit will mit größerem Kundennutzen punkten.

Ford bringt im Sommer die überarbeiten Modelle seines Transporters Transit auf den Markt. Eine weitere Ausbaustufe des Zweiliter-Diesels ergänzt die Motorenpalette. Diese wird mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid zur Verbrauchssenkung gekoppelt. Außerdem konnte durch Gewichtseinsparungen bei der Karosserie und anderen Bauteilen das Gewicht so gesenkt werden, dass die Zuladung um bis zu 80 Kilogramm steigt. Zu Preisen macht der Hersteller noch keine Angaben. Zurzeit kostet der Transit (Pkw) ab 31.550 Euro netto (37.545 Euro brutto).

Als vierte Motorvariante neben den Ausbaustufen mit 77 kW/105 PS, 95 kW/130 PS und 125 kW/170 PS kommt der 2,0-Liter mit 136 kW/185 PS auf den Markt. Das maximale Drehmoment beträgt hier 415 Nm. Als Besonderheit wird dieses Triebwerk mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System zur Verbesserung der Treibstoffeffizienz angeboten. So soll das System ein Einsparpotenzial von bis zu acht Prozent ermöglichen.

Eine Motorhaube aus Aluminium statt aus Stahl reduziert das Gewicht um 5,4 Kilogramm. Die Neugestaltung der Hinterachse bei Fahrzeugen mit Heckantrieb bringt fast 15 Kilogramm Gewichtsersparnis. Neue Felgen sparen 5,5 Kilogramm Gewicht. Insgesamt summiert sich die Reduktion auf 80 Kilogramm. So darf der Transit 350 mit Heckantrieb, langem Radstand und mittelhohem Dach nun 80 Kilogramm mehr zuladen als zuvor, mit derselben Spezifikation und Frontantrieb sind es 48 Kilogramm.

Test: BMW X5 xDrive30d – Für die lange Tour

Der BMW X5 ist ein Klassiker unter den SUV und liefert in seiner vierten Auflage erneut viele Argumente für diese Gattung. Schwächen fanden wir im Detail. 

Als der BMW X5 im Jahr 1999 auf den Markt kam, war das SUV-Angebot noch übersichtlich. Zwanzig Jahre später muss er sich vielen Mitbewerbern stellen. Wir wollten wissen, wie sich das seit Ende letzten Jahres mittlerweile in der vierten Generation erhältliche Urgestein jetzt macht. Zum Test trat er mit der Basismotorisierung an.

Als Einstiegsaggregat fungiert beim X5 als xDrive30d ein Reihensechszylinder mit 195 kW/265 PS

Wobei der Begriff Basis etwas irritierend sein könnte. Als Einstiegsaggregat fungiert beim X5 als xDrive30d ein Reihensechszylinder mit 195 kW/265 PS, der ab 69.200 Euro zu haben ist. Wem die 265 PS nicht reichen, muss zum M50d mit 294 kW/400 PS (ab 92.200 Euro) und – als einziger Benziner zurzeit im Angebot – zum xDrive40i mit 250 kW/340 PS (ab 70.700 Euro) greifen.

Der 30d hat dynamisch unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Wer das Gaspedal durchtritt, schafft den Standardspurt in 6,5 Sekunden; bis zu Tempo 230 km/h geht es auf einer freien Autobahn vorwärts, ohne dass der Fahrer irgendeine Anstrengung des Motors bemerken würde. Die Stärke des 30d liegt jedoch diesseits der Höchstgeschwindigkeit. Im Bereich zwischen 130 und 180 km/h vermittelt der Diesel einfach kraftvolle Souveränität. Bauartbedingt überzeugt der Sechszylinder durch Laufruhe; die Kraftausbeute von 620 Nm, die zwischen 2.000 und 2.500 Umdrehungen zum Tragen kommt, trägt ihren Teil zum Reisekomfort bei. Dass man mit einem 2,2 Tonnen schweren Fahrzeug unterwegs ist, fällt nicht weiter auf. Der entspannt-kraftvolle Auftritt ist auch der Achtgangautomatik zu verdanken, die für jede Fahrsituation den passenden Gang auswählt und dies alles schnell und unauffällig erledigt. Mit gelassenem Gasfuß kamen wir auf einen Durchschnittsverbrauch von 7,8 Litern, einen guten Liter mehr als der Normwert vorgibt. Nutzt man das Beschleunigungspotential jedoch aus, geht es, nicht ganz überraschend, in Richtung zweistelligen Verbrauch. Das Fahrwerk filtert Unebenheiten meist weg; wer es aber halbwegs kommod mag, sollte auf die sportliche Abstimmung verzichten und gleich auf „comfort“ stellen.

Die Stärke des 30d liegt jedoch diesseits der Höchstgeschwindigkeit

Beim Thema Komfort kommen auch die Sitze des X5 ins Spiel. Diese sind vielfach elektrisch verstellbar und bieten eigentlich für jede Körperlänge und jede Rücken- und Nackenanatomie die passende Einstellung. Leider haben die Sitzentwickler nicht an die weniger durchtrainierten Nutzer gedacht. Mit anderen Worten: Wer ein wenig mehr Fleisch auf den Rippen hat, fühlt sich von den Sitzauflagen und Seitenwulsten unangenehm bedrängt. Dabei fällt uns immer wieder auf, dass die seitlichen Wangen der Sitzfläche pseudosportlich hochgezogen werden, was bei längeren Fahrerbeinen immer zu Verdruss führt, weil die Kanten dann unter dem Oberschenkel drücken. BMW ist hier keine Ausnahme, kann das aber, zum Beispiel beim 7er deutlich besser.

Der BMW X5 ist ein Klassiker unter den SUV

Der aktuelle X5 kommt im Vergleich zu den Vorgängermodellen etwas dezenter vorgefahren. Den Designer ist es gelungen, die tatsächlichen Abmessungen geschickt zu kaschieren. Erst ein Blick ins technische Datenblatt zeigt, dass das SUV sich auf 4,92 Meter Länge streckt. Mit ausgeklappten Außenspiegeln kommt er in der Breite auf stolze 2,22 Meter. Er ist also nicht unbedingt dafür prädestiniert, sich in engen Parkhäusern und eng bemessenen Parkbuchten heimisch zu fühlen. Sein Revier ist doch eher der Alltag als Reise-„Limousine“. Viel Platz für die Passagiere ist gegeben; an Luxus spart BMW auch nicht. Für knapp 70.000 Euro darf die Kundschaft auch Einiges erwarten, und erhält auch unter anderem Features wie Dreizonen-Klimaanlage, LED-Scheinwerfer, Leder, Sitzheizung inklusive der Erwärmung von Türarm- und Mittelarmlehme und ein umfangreiches Assistentenpaket. Darunter befindet sich ein Rückfahrhelfer, der die letzten 50 gefahrenen Meter in Vorwärtsrichtung auf Wunsch wieder rückwärts selbständig zurücksetzt. Optionen wie Laser-Matrixlicht, Head-up-Display, schicke Lackierung, auffallende Alus, eine bessere Musikanlage sowie weitere Assistenten lassen den Preis des X5 gerne um die Anschaffungskosten für einen gut ausgestatteten Kleinwagen steigen.

Als der BMW X5 im Jahr 1999 auf den Markt kam, war das SUV-Angebot noch übersichtlich

Wobei nicht alle Assistenten dem nicht mehr ganz jungen Fahrer als sinnvoll erscheinen mögen. Warum soll man die Lautstärke der Musikanlage mittels Gesten verändern, zumal man gerne die Hände beim Reden nutzt? Nachdem man so die Lautstärke mehrfach ungewollt „manipuliert“ hat, ging es in den tiefen der Menüeinstellung auf die Suche zur Deaktivierungsoption der Gestensteuerung. Schließlich fand man das entsprechende Häkchen, um diese Einstellung auszuschalten.

Dass man mit einem 2,2 Tonnen schweren Fahrzeug unterwegs ist, fällt nicht weiter auf

Apropos Bedienung. Natürlich ist jetzt auch beim X5 vieles moderner und schicker geworden. Die Sprachsteuerung funktioniert ziemlich gut, wo es Verständnisprobleme bei der Suche bei der Eingabe einer Navigationsadresse gab, bot sich ein Conciergedienst an, zu helfen. Das Navi arbeitete tadellos und schnell. Audio-, Klima- und Konnektivitätseinstellungen werden wie gehabt über einen zentralen Dreh-Drückknopf sowie Tasten für das Schnellfinden von Media, Navigation und Hauptmenü angewählt. Wobei für die Klimatisierung ein extra Tastenfeld unter dem Bildschirm platziert ist, das sich vor allem im Dunkeln, weil beleuchtet, gut bedienen lässt. Im hellen sind die mittleren Taster, weil in Alu gefräst, kaum zu identifizieren.

Natürlich ist jetzt auch beim X5 vieles moderner und schicker geworden

Die Nutzung des großen Gepäckabteils von 650 Litern gestaltet sich nicht ganz einfach. Klappt man die zweitgeteilte Heckklappe aus, entsteht eine ebene Ladekante. Die untere Heckklappe wird traditionell gerne als Outdoorsitz in britischer Campingtradition genutzt, hat im Alltag aber den Nachteil, dass Gegenstände, die sich im Kofferraum an den hinteren Sitzlehnen befinden, für kleine Personen nicht zu erreichen sind. Selbst langgewachsene Menschen müssen sich strecken, um an sie heranzukommen.

Die Nutzung des großen Gepäckabteils von 650 Litern gestaltet sich nicht ganz einfach

Letztlich sind die kritisierten Punkte allerdings Kleinigkeiten, die der Qualität des großen Reise-SUV keinen Abbruch tun, aber eben Raum für Verbesserungen zeigen.

Volvo S60 – Los geht es ab 43.200 Euro

Nach Kombi folgt die Limousine. Volvo stellt den S60 in die Schauräume der Händler. Zunächst gibt es nur gehobene Ausstattungslinien, dafür keinen Diesel mehr.

Nachdem der Volvo V60 (Kombi) bereits im Sommer 2018 auf den Markt kam, schieben die Schweden jetzt die Stufenhecklimousine nach. Der S60 ist zu Preisen ab 43.200 Euro bestellbar, beim Händler stehen die Modelle Mitte des Jahres.

Der Volvo S60 ist zu Preisen ab 43.200 Euro bestellbar

Zunächst sind zwei Turbo-Benziner (T4 mit 140 kW/190 PS und T5 mit 184 kW/250 PS) sowie als T8 eine Plug-in-Hybrid-Version mit einer Systemleistung von 288 kW/390 PS vorgesehen. Die Kraftübertragung erfolgt jeweils über eine Achtgang-Automatik, der T8 verfügt zudem noch über Allradantrieb. Eine Dieselvariante wird es für den S60 nicht geben.

Der T5 kostet 4.000 Euro mehr als der T4 und kommt auf 46.200 Euro. Damit ist der S60 T5 rund 3.500 Euro günstiger als ein vergleichbar ausgestatteter V60 T5. Der T8 startet im S60 ab 59.150 Euro. Zur Markteinführung steht zunächst nur die gehobene „R-Design“-Ausstattung zur Verfügung, der Plug-In-Hybrid lässt sich zudem mit der Komfortlinie Inscription bestellen.

Zunächst sind zwei Turbo-Benziner (T4 mit 140 kW/190 PS und T5 mit 184 kW/250 PS) sowie als T8 eine Plug-in-Hybrid-Version mit einer Systemleistung von 288 kW/390 PS vorgesehen

Die in Deutschland gefragtere Kombivariante ist in Verbindung mit einem 110 kW/150 PS starken Diesel ab 37.500 Euro zu haben.

Mercedes GLC Coupé – Die schön schräge Alternative

Coupés sind längst nicht mehr nur Pkw-Modellen vorbehalten. SUV mit stark abfallender Dachlinie sind gefragt. Dazu zählt auch das Mercedes GLC Coupé, das jetzt aufgefrischt wurde.

Neben dem Bediensystem MBUX hat das Coupé jetzt weiterentwickelte Assistenzsysteme an Bord

Nachdem Mercedes auf dem diesjährigen Autosalon in Genf den überarbeiteten GLC vorgestellt hat, zeigen die Stuttgarter auf der New Yorker Motorshow (19. bis 29. April) das aufgefrischte Coupé des Mittelklasse-SUV. Wie beim GLC sind auch hier verbesserte Assistenzsysteme sowie das Bediensystem MBUX verfügbar. Außerdem kommen nun neue Motoren zum Einsatz. Preise nennt der Hersteller für das Coupé noch nicht. Das noch aktuelle Modell startet bei rund 50.500 Euro. GLC und Coupé sind ab April bestellbar und stehen ab Juli bei den Händlern.

Nachdem Mercedes auf dem diesjährigen Autosalon in Genf den überarbeiteten GLC vorgestellt hat, zeigen die Stuttgarter auf der New Yorker Motorshow das aufgefrischte Coupé des Mittelklasse-SUV.

Das Motorenangebot ist identisch mit dem des GLC. So können Kunden zum Marktstart zunächst zwischen zwei Otto- und drei Dieselaggregaten wählen. Die Leistungsspanne reicht von 143 kW/194 PS bis 190 kW/258 PS. Allradantrieb gehört immer zum Serienumfang. Die Motoren gehören der neuen Generation Vierzylinder-Benziner (M 264) und -Diesel (OM 654) an.

Das Motorenangebot ist identisch mit dem des GLC

Die Ottotriebwerke (GLC 200 mit 145 kW/197 PS und GLC 300 mit 190 kW/258 PS) arbeiten nun mit elektrischer Unterstützung durch ein 48-Volt-System mit riemengetriebenem Starter-Generator. Die serienmäßige Elektrifizierung ermöglicht spritsparende Zusatzfunktionen wie Segeln mit ausgeschaltetem Motor oder Rekuperation. Darüber hinaus kann der EQ Boost genannte Generator den Verbrenner beim Beschleunigen mit zusätzlichen 10 kW/14 PS unterstützen und damit das Turboloch überbrücken. Den Kraftstoffverbrauch gibt Mercedes mit 7,1 bis 7,4 Litern an.

Wie beim GLC sind auch beim Coupé verbesserte Assistenzsysteme sowie das Bediensystem MBUX verfügbar

Die neuen Diesel (GLC 200d mit 120 kW/163 PS, GLC 220d mit 143 kW/194 PS und GLC 300d mit 180 kW/245 PS) erfüllen die ab 2020 verbindliche Euro 6d-Norm. Erreicht wird das durch eine aufwändige Abgasnachbehandlung, die unter anderem aus einem Dieseloxidationskatalysator, Partikelfilter mit SCR-Katalysatorfunktion sowie dem SCR-Katalysator mit AdBlue-Einspritzung besteht. Durchschnittlich sollen sich die Aggregate mit Werten zwischen 5,2 und 5,8 Litern begnügen. Ende des Jahres wird die Plug-in-Variante sowohl für GLC als auch Coupé erhältlich sein. Das Motorenangebot des GLC wird sukzessive ausgebaut. Dazu dürften auch die 43- und 63er AMG-Antriebe zählen.

Serienmäßig ist ein Sportfahrwerk mit adaptiver Dämpfung an Bord. Optional gibt es ein Fahrwerk, das die Dämpfung je nach Fahrsituation, Geschwindigkeit und Zustand der Fahrbahn in Zusammenarbeit mit Motor-, Getriebe- und Lenkungseigenschaften anpasst. Zudem hat Mercedes ein Luftfahrwerk im Angebot.

Neben dem Bediensystem MBUX, das Multimedia-Displays mit Touchscreen-Bedienung, Navigation mit Augmented Reality sowie Sprachsteuerung vereint, hat das Coupé jetzt weiterentwickelte Assistenzsysteme an Bord. So hilft zum Bespiel der aktive Lenk-Assistent beim Bilden einer Rettungsgasse. Eine Ausstiegswarnfunktion macht bei Stillstand des Fahrzeugs auf herannahende Autos und Radfahrer aufmerksam. Ganz neu an Bord ist der Anhängerrangier-Assistent, der beim Rückwärtsmanövrieren unterstützten soll.

An dem bewährten äußeren Auftritt mit der schrägen Dachlinie haben die Mercedes-Designer wenig geändert

An dem bewährten äußeren Auftritt mit der schrägen Dachlinie haben die Mercedes-Designer wenig geändert. Die gelifteten Coupés fallen durch neue, jetzt serienmäßige LED-Scheinwerfer auf. Die Heckleuchten sind ebenfalls neu.

Gegen Müdigkeit am Steuer – Ein besonderer „Schlafanzug“ von Ford

Müde Autofahren ist keine gute Idee. Die Konzentration lässt nach und schlimmstenfalls kommt es zu einem Unfall. Um auf die Gefahren durch Müdigkeit aufmerksam zu machen, nutzt Ford einen Schlafanzug. Der ist aber nicht fürs Bett gedacht.

Übermüdete Fahrer gefährden sich und andere. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) geht von jährlich rund 2.000 Verkehrsunfällen mit Personenschäden aus, die auf Übermüdung zurückzuführen sind. Die Dunkelziffer müdigkeitsbedingter Verkehrsunfälle dürfte aber höher liegen. Nach Schätzungen der Europäische Kommission ist der Faktor Müdigkeit bei bis zu 20 Prozent der Verkehrsunfälle im Spiel.

Zwar erkennen moderne Assistenzsysteme im Fahrzeug erste Müdigkeitsanzeichen und warnen den Fahrer, sie sind aber noch nicht flächendeckend verbreitetet. Gerade junge Leute sind oftmals in Fahrzeugen ohne solche elektronischen Helfer unterwegs und unterschätzen zudem ihren Schlafbedarf. Um Fahranfänger auf die Gefahren von mangelndem Schlaf hinterm Steuer aufmerksam zu machen, hat Ford daher einen besonderen „Schlafanzug“ entwickelt.

Um Fahranfänger auf die Gefahren von mangelndem Schlaf hinterm Steuer aufmerksam zu machen, hat Ford einen besonderen „Schlafanzug“ entwickelt

Zum Anzug gehört eine spezielle Brille. In Verbindung mit einer Smartphone-App kann sie so eingestellt werden, dass der Fahrer bis zu zehn Sekunden nichts sieht. Schon ein Fahrer, der bei Tempo 100 nur drei Sekunden die Augen geschlossen hat, legt eine Strecke von über 80 Meter zurück. Außerdem vermittelt der Anzug mit schweren Manschetten an Armen und Beinen sowie mit einer schweren Kappe für den Kopf typische Beeinträchtigungen durch Schlafmangel.

Interessierte Jugendliche im Alter von 17 bis 24 Jahren können den besonderen Schlafanzug während eines kostenlosen Fahrsicherheitstrainings im Rahmen der Initiative „Vorfahrt für Deine Zukunft“ ausprobieren. Weitere Informationen und Termine zu den Fahrsicherheitstraining gibt es unter www.vorfahrt-fuer-deine-zukunft.de.

Gebrauchtwagen-Check: Opel Mokka – Mit und ohne X solide

Der Opel Mokka gehört zu den erfolgreichsten Vertretern seiner Klasse. Und er zeigt sich auch sonst von seiner besten Seite.

Der Opel Mokka hat internationale Verbindungen. Ende 2012 kam er noch unter GM auf den Markt. Zunächst lief er ausschließlich in Südkorea von den Bändern, seit 2014 wird er auch in Spanien produziert. Und läuft und läuft und läuft. Das kompakte SUV war jahrelang in der Zulassungsstatistik auf den oberen Tabellenplätzen zu finden. Seit einer umfangreichen Auffrischung 2016 führt der Mokka zusätzlich ein X im Namen.

Allrad ist für die stärksten Aggregate verfügbar

Karosserie und Innenraum: Mit einer Länge von knapp 4,30 Metern gehört der Opel zu den typischen Vertretern seiner Klasse. Dank seiner Höhe (1,66 m) gewährt er seinen Insassen einen guten Überblick übers Verkehrsgeschehen. Das Ein- und Aussteigen gelingen hier ebenfalls ganz klassentypisch ohne besondere Anstrengungen. Ein Vorteil, der gerne von nicht mehr ganz juvenilen Käufern goutiert wird. Optisch wählt der Mokka den Mittelweg zwischen robustem und freundlichem Auftritt. Das Platzangebot geht in Ordnung, nicht allzu lang gewachsene Mitfahrer sitzen auch im Fond zufriedenstellend. Für Fahrer und Beifahrer sind rückenfreundliche AGR-Sitze im Angebot. Das Kofferraumvolumen beträgt je nach Rückenlehnenstellung zwischen 356 und 1.372 Litern. Das Cockpit der Modelle ohne X im Namen wird noch durch viele Knöpfe und Schalter geprägt. Seit 2016 fahren die Mokka-Fahrzeuge aufgeräumter vor. Sie verfügen nun über neue Infotainment- und Assistentengenerationen.

Die Mokka X-Fahrzeuge verfügen über neue Infotainment- und Assistentengenerationen.

Motoren und Antrieb:

Die Auswahl an Motoren ist recht groß. Das Angebot reicht bei Benzinern von 85 kW/115 PS bis 103 kW/140 PS. Bei den Diesel-Motoren stehen Triebwerke von 96 kW/130 PS bis zu 100 kW/136 PS zur Wahl. Die Kraftübertragung erfolgt je nach Triebwerk über Fünf- oder Sechsgang-Handschalter oder über Sechsgang-Automatik. Allrad ist für die stärksten Aggregate verfügbar.

Das Cockpit der Modelle ohne X im Namen wird noch durch viele Knöpfe und Schalter geprägt

Der 115 PS-Benziner ist ein 1,6-Liter-Sauger, der bis 2016 im Programm war. Die X-Modelle haben alle Turbomotoren an Bord. Bis 2015 sorgte ein 1.7CDTI von Isuzu mit 130 PS und 300 Newtonmeter Drehmoment für Vortrieb. Der etwas raue Selbstzünder wurde dann von einem laufruhigeren 1.6 CDTI ersetzt. Diesen gibt es auch in einer Ausführung mit 110 PS. Außerdem offeriert Opel für den Mokka auch eine Autogas-Variante.

Ausstattung und Sicherheit:

Die drei Standard-Ausstattungen des Mokka heißen Selection, Edition und Innovation. Das Sicherheitspaket umfasst alle wichtigen Regelsysteme und einen Rund-um-Airbag-Schutz. Entsprechend gab es bei EuroNCAP fünf Sterne. Die meisten Kunden entscheiden sich für die mittlere und höchste Komfortlinie, so dass viele gut ausgestattete Fahrzeuge auf dem Markt vorhanden sind. Die neueren Fahrzeuge verfügen zudem über moderne Assistenzsysteme. Für Fahrradfahrer interessant: das integrierte Trägersystem FlexFix, das wie eine Schublade aus dem hinteren Stoßfänger herausgezogen werden kann.

Optisch wählt der Mokka den Mittelweg zwischen robustem und freundlichem Auftritt

Qualität:

Das kleine Opel-SUV punktet bislang mit einer geringen Mängelanfälligkeit. Weder Rost noch Auffälligkeiten an Bremsen, Lichtanlage oder an Fahrwerksteilen machen ihm zu schaffen. Sowohl die unter Dreijährigen als auch die unter Fünfjährigen überzeugen durch gute Ergebnisse bei den Hauptuntersuchungen. Allerdings sollte man auf einen möglichen Ölverlust achten. Hier gibt es durchaus Exemplare, die damit zu kämpfen haben.

Der Opel Mokka kam Ende 2012 noch unter GM auf den Markt

Fazit:

Es gibt wenig Gründe, den Opel Mokka mit oder ohne X nicht als Gebrauchten in Betracht zu ziehen. Unter anderem spricht die geringe Mängelauffälligkeit für ihn. Zudem gibt es das kleine SUV mit vielen Extras, außerdem ist er auch mit Allradantrieb zu haben. Letzteres ist in dieser Klasse nicht immer selbstverständlich. Einziger Wehrmutstropfen für Interessenten: Er wird recht teuer gehandelt. Selbst sieben Jahre alte Exemplare mit sechsstelliger Laufleistung kosten noch über 10.000 Euro. Für einen drei Jahre alten Mokka X muss man mindestens 15.000 Euro anlegen.

Innogy bringt E-Autos nach Polen – Mehr Ladesäulen in Warschau

Auch die östlichen Mitgliedsstaaten der EU setzten auf E-Mobilität. Allerdings nur ein bisschen. In Polen gibt es jetzt Carsharing mit E-Autos.

Der Energieversorger Innogy startet Anfang April in Warschau ein eCarSharing-Projekt mit 500 BMW i3 Gleichzeitig verdoppelt Innogy in der polnischen Hauptstadt die Anzahl der Ladesäulen auf 60. In den nächsten zwei Jahren plant das Unternehmen, mehrere hundert zusätzliche öffentliche Ladestationen einzurichten.

Polen liegt zurzeit bei der Zulassung von neuen E-Fahrzeugen auf den hinteren Rängen in Europa. Zwar stiegen hier im vergangenen Jahr die Zulassungszahlen um 42,5 Prozent, in absoluten Zahlen wurden aber nur 620 Elektrofahrzeuge zugelassen. Zum Vergleich: In Deutschland waren es 36.216 und beim europäischen E-Mobil-Spitzenreiter Norwegen 46.143. Die Zurückhaltung der Polen beim Thema E-Auto könnte auch durch die Art der Stromerzeugung begründet sein. Lediglich 12 Prozent stammen aus erneuerbaren Quellen, mehr als die Hälfte aus Kohle.

Letzter Land Rover Defender Heritage wird versteigert – Schotter statt Gelände

Tue Gutes und sprich darüber: Land Rover versteigert einen Defender und hofft auf großzügige Bieter und reichlich Schotter, schließlich soll ein soziales Projekt mit dem Erlös unterstützt werden.

Das letzte für Deutschland gefertigte Modell einer auf 500 Stück limitierten Sonderedition „Land Rover Defender Heritage 2016“ wird am 5. April in Hamburg für einen guten Zweck versteigert. Der Erlös kommt einer sozialen Einrichtung für Kinder und Jugendliche im kenianischen Mombasa zugute. Bieter-Interessenten müssen sich unter www.landrover-formulare.de/defender-versteigerung anmelden. Wer nicht vor Ort sein kann, darf telefonisch an der Auktion teilnehmen.

Das zu versteigernde Sondermodell weist einige Besonderheiten im Außendesign auf, die eine Hommage an die ab 1948 gebaute Serie I sind. Dazu zählen die Lackierung im klassischen Grasmere Green und das weiße Dach, der Kühlergrill und mehrere „HUE 166“-Logos. Dieses Kennzeichen trug der allererste Vorserien-Land-Rover, der daraufhin den Spitznamen „Huey“ erhielt. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 90 kW/122 PS starken 2,2-Liter-Diesel. Als besondere Auszeichnung erhält das Fahrzeug eine Plakette, die es als letzten für Deutschland produzierten Defender der bisherigen Generation kenntlich macht.

Der Land Rover Defender wurde ab 1948 fast 70 Jahre lang mit nur wenigen technischen Änderungen gebaut. Anfang 2016 wurde die Produktion im britischen Solihull eingestellt, unter anderem weil die neuen EU-Vorgaben zum Fußgängerschutz mit der kantigen Karosserie nicht mehr einzuhalten waren. 2020 tritt die neue Generation der 4×4-Legende an. Ende 2015 erzielte die Versteigerung des Unikats „Defender „2.000.000″ zum zweimillionsten Verkaufsjubiläum der Baureihe einen Erlös von rund 550.000 Euro.

Kleinwagen auf dem Genfer Salon Klein, aber pfiffig

SUV, Elektrofahrzeuge, gerne auch in Kombination, und Supersportwagen: Auf dem Genfer Salon wird geklotzt. Es gibt aber auch ganz normale Fahrzeuge und sogar Kleinwagen sind da – manche auch mit E-Motor.

Größer, schneller, weiter. Auch wenn auf dem diesjährigen Genfer Autosalon (bis 17. März) viele Aussteller wieder nach diesem Motto agieren, heißt es diesmal auch oft einfach: kleiner, flotter und nicht ganz so weit. Neue Kleinwagenmodelle und -studien zeigen, dass diese Gattung trotz aller SUVisierung noch nicht ausstirbt.

Mittlerweile in der fünften Generation tritt der Renault Clio an. Der französische Bestseller, der im Herbst in Deutschland auf den Markt kommt, versucht den Spagat zwischen Tradition und Neuerung

Zwei französische Hersteller nutzen die Aufmerksamkeit der Messe und rücken ihre neuen Kleinwagen ins Rampenlicht. Mittlerweile in der fünften Generation tritt der Renault Clio an. Der französische Bestseller, der im Herbst in Deutschland auf den Markt kommt, versucht den Spagat zwischen Tradition und Neuerung. Das Außendesign wurde nur behutsam weiterentwickelt, Clio-Kunden sollen nicht verschreckt werden. Statt betulichem Kunststoff-Ambiente gibt es jetzt ein schickes Interieur. Viele Fahrerassistenzsysteme, Konnektivität, digitales Cockpit und viel Platz sowie ein großer Kofferraum sollen die Kundschaft von den Vorzügen des 4,05 Meter langen Kleinwagens überzeugen. Abschiednehmen heißt es dagegen von der Kombivariante sowie von Dieselmotoren. Zunächst gibt es daher nur vier Benziner; die Leistungsspanne reicht von 65 bis 130 PS. 2020 folgt eine Hybridversion. Eine batterieelektrische Version wird es nicht geben. Beim Thema Elektroantrieb in dieser Klasse setzen die Franzosen weiterhin auf ihr Modell Zoe. 

Der nur 3,85 Meter lange, rein batterieelektrische Honda soll nächstes Jahr auf den Markt kommen und setzt optisch auf die Niedlichkeitskarte

Bei Peugeot geht man einen anderen Weg. Die kommende Generation des 208 baut auf einer neuen Plattform auf, diese kann mit Benzinern, Dieseln und Elektromotoren kombiniert werden. Für den konventionellen Antrieb stehen Dreizylinder-Benziner von 55 kW/75 PS bis zu 96 kW/130 PS zur Wahl. Das Toptriebwerk ist serienmäßig an eine Achtgang-Automatik gekoppelt. Peugeot offeriert noch einen Diesel, der 74 kW/100 PS leistet. Die E-Version, die kurz nach dem 208-Debüt im Herbst folgen wird, kommt auf 100 kW/136 PS und verfügt über eine Batterie mit 50 kWh Kapazität. Als Reichweite für den e-208 gibt Peugeot 340 Kilometer an. Da die Batterie im Fahrzeugboden platziert ist, gibt es keine Einschränkung beim Kofferraumvolumen. Es beträgt bei allen Varianten 270 Liter. Natürlich kommt der kleine Löwe mit vielen Assistenten vorgefahren. Für Konnektiviät ist ebenfalls gesorgt. Optisch passt sich der 208 mit klaren Linien außen wie innen den Design-Vorgaben des größeren 508 an. 

Mit der Studie Centoventi gibt Fiat einen Ausblick auf einen Nachfolger des Panda

Gar nicht auf groß macht der noch namenlose Honda-Winzling. Der nur 3,85 Meter lange rein batterieelektrische Mini soll nächstes Jahr auf den Markt kommen und setzt optisch auf die Niedlichkeitskarte. Die runden Scheinwerfer und die eckige Grundform machen den Viersitzer auf Anhieb sympathisch. Im Innenraum geht es bunt und fröhlich zu. Vier Türen erleichtern den Ein- und Ausstieg. Der als Stadtauto konzipierte Japaner mit Hinterradantrieb soll eine Reichweite von 200 Kilometern haben. Zu teuer für die Serienproduktion dürften die bei der Studie noch vorhandenen seitlichen Kameras sein, die statt Außenspiegel montiert sind. Der Verzicht auf eine höhere Batteriekapazität, die längere Strecken ermöglichen, sollte einen vergleichsweisen günstigen Einstiegspreis für den elektrischen Zwerg gestatten. Süß und preislich attraktiv: Das könnte die Verkaufszahlen ankurbeln.

Vor keinen großen Umsetzungsproblemen dürfte das ID. Junior Concept stehen

Süß war lange die passende Beschreibung des Fiat 500. Bevor der Knuddel 2020 in Genf auf einer modifizierten Plattform als batterieelektrische Version seine Premiere feiert, zeigt das italienische Traditionsunternehmen, dass noch Lebenswillen in ihm steckt. Statt der x-ten Spielart des Cinquecento geben die Italiener mit der Studie Centoventi einen Ausblick auf einen Nachfolger des Panda. Dieser zählt zu den Urgesteinen im Portfolio und bedarf wie der 500 dringend eines Nachfolgers. Und wie der Panda bei seinem Debüt 1980 durch seine unkonventionelle Art begeisterte, will die Centoventi an diese alten Fiat-Tugenden anknüpfen. Die Fiat-Kreativen dürfen zumindest am Anfang daher noch ein wenig verrückt sein. Das modular aufgebaute Konzeptauto soll preiswert, witzig und voller Ideen sein. So können die Besitzer ihr Fahrzeug ganz individuell mittels Beklebungen, Stoßfängertypen und Dachmodulen gestalten. Auf Wunsch ist sogar ein Stoffverdeck zu haben, das den Kleinwagen zum Cabrio macht. Der Antrieb des 3,70 Meter langen Stadtautos erfolgt elektrisch. Die Reichweite lässt sich von 100 Kilometern durch bis zu vier weitere Batteriemodule jederzeit auf bis zu 500 Kilometer erweitern. Man kann nur hoffen, dass Fiat sich wieder auf sein Kernkompetenz besinnt und klassische „Volkswagen“ mit pfiffigen Ideen baut. 

Die kommende Generation des Peugeot 208 baut auf einer neuen Plattform auf, diese kann mit Benzinern, Dieseln und Elektromotoren kombiniert werden

Vor keinen großen Umsetzungsproblemen dürfte das ID. Junior Concept stehen. Schick sieht es aus, greift Designelemente der großen ID.-Studien auf und bringt Licht ins Rutscheauto für die Kleinsten. Elektroantrieb ist aber eher nicht vorgesehen, es bleibt beim bewährten Zweifußantrieb mit der umweltfreundlichen Abstoßernergieumwandlung. Vielleicht gibt es für die Umwelt noch Flüsterreifen.