Aston Martin Vantage AMR – Knusperleicht und hangeschaltet

Zu den höheren Weihen rennsportlicher Fahrweise gehört die Spitze-Hacke-Technik. Im neuen Vantage AMR kann man diese auch als Ungeübter anwenden.

Aston Martin bietet ab sofort das Coupé Vantage in einer auf 200 Exemplare limitierten AMR-Version an. Der für einen sportlichen Fahrstil besonders gerüstete Brite wird in zwei Versionen angeboten. Neben 141 Standard-Exemplaren zum Preis von rund 185.000 Euro ist noch die Sonderedition „Vantage 59“ vorgesehen, die sich zum Preis von 210.000 Euro durch eine spezielle Außenlackierung sowie einen Mix aus Leder und Alcantara mit besonderen Farbakzenten im Innenraum auszeichnet. Die Auslieferungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen.

Der Aston Martin AMR ist auf 200 Exemplare limitiert. 59 von ihnen erhalten zudem ein Sonderstyling

Herzstück des Vantage AMR ist ein Vierliter-V8-Twin-Turbo, der 375 kW/510 PS und 625 Newtonmeter Drehmoment mobilisiert. Gekoppelt ist dieser an ein manuelles Handschaltgetriebe mit sieben Gängen. Dank eines speziellen Systems soll es ein Zurückschalten mit Spitze-Hacke-Technik simulieren, indem beim gleichzeitigen Bremsen und Schalten der Fahrer mit einem Gasstoß unterstützt wird, was wiederum ein besseres Kurvenhandling erlaubt. Der Verzicht auf das Automatikgetriebe sowie der Ersatz der normalen Bremsanlage durch eine aus Keramik sorgen für eine deutliche Gewichtsreduzierung um fast 100 Kilogramm auf 1,5 Tonnen. Im Zusammenspiel mit einem begrenzten Schlupfdifferenzial (LSD) soll die Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 glatt vier Sekunden dauern, maximal sind 315 km/h möglich.

Die noch exklusievere Variante Vantage 59 bietet unter anderem Lime-Akzente im Innenraum

Zur weiteren Ausstattung des Vantage AMR gehören LED-Scheinwerfer, geschmiedete 20-Zoll-AMR-Räder mit Pirelli P Zero und das adaptive Skyhook-Fahrwerk, mit dem der sportlich ambitionierte Fahrer etwa zwischen den Einstellungen Sport, Sport+ und Track wählen kann.

Ford S-Max: Neues Styling-Paket für ST-Line – Mehr Dynamik fürs Auge

Wer einen Ford S-Max in der Ausstattung ST-Line kauft, bevorzugt eine sportliche Optik. Die lässt sich jetzt weiter verschärfen

Käufer eines Ford S-Max können speziell für die Ausstattung ST-Line ab sofort zusätzlich ein neues Styling-Paket namens Slate-Grau bestellen. Dieses bietet als Besonderheiten eine Außenlackierung in Grau, spezielle 18-Zoll-Leichtmetallräder im Zehn-Speichen-Design, rot lackierte Bremssättel und Außenspiegelkappen in Schwarz.

Innen gibt es Sitze in Wildlederoptik

Das Paket umfasst zudem ein Styling-Kit, das einen Kühlergrill im Wabengitterdesign, eine spezielle Optik für Front- und Heckschürze sowie Heckdiffusor und Seitenschweller in Wagenfarbe umfasst. Im Innenraum bietet die Slate-Grau-Ausstattung eine Leder-Stoff-Polsterung in Wildlederoptik mit roten Ziernähten, die sich auch auf den Fußmatten wiederfinden. Die Preise für den Ford S-Max ST-Line starten bei 38.000 Euro; das Styling-Paket Slate-Grau kostet 800 Euro Aufpreis. Zur Wahl stehen neben dem 121 kW/165 PS starken Basisbenziner noch drei Diesel mit 110 kW150 PS, 140 kW/190 PS sowie 177 kW/240 PS.

Mitsubishi Eclipse Cross 1.5 T 4WD – Schick verpacktes All-inclusive-Paket

Viel Ausstattung zum günstigen Preis, dazu ein ansehnliches Äußeres – der Eclipse Cross kann im Test durchaus punkten, zeigt aber auch kleine Schwächen.

Um sich von der Masse der Kompakt-SUV abzuheben, muss man schon ein paar Design-Register ziehen. Im Fall des Eclipse Cross ist Mitsubishi das mit reichlich Chromschmuck im Gesicht, Charakterlinien in den Flanken und einem auffällig abgeschrägten Heck gelungen. Jenseits der gleichermaßen auf- wie gefälligen Optik bietet er auch andere erfreuliche Talente, manchem fehlt allerdings ein gewisser Feinschliff.

Der Mitsubishi Ecplipse Cross kann sich optisch von der Masse abheben

Angesichts der coupéhaften Optik erwartet man einen stellenweise engen Innenraum, doch zwischen den 2,67 Meter voneinander entfernten Achsen bleibt ordentlich Raum für Beine und Häupter. Lediglich der Kofferraum fällt angesichts der 4,40 Meter langen Karosserie mit 359 bis 466 Liter etwas bescheidener aus. Der Von-bis-Wert ist den in Längsrichtung verstellbaren Fondsitzen geschuldet, die sich auch komplett umlegen lassen, was für maximal 1.140 Liter Stauvolumen sorgt.

Mit 4,41 Meter Länge gehört der Mitsubishi Eclipse Cross zu den Kompakt-SUV

Vorne hat man ein modern eingerichtetes Cockpit, dem auch ein gewisser Schick innewohnt. Es gibt Soft- und Hochglanz-Oberflächen, Ledersitze und Applikationen in Metalloptik oder einen großen Touchscreen für das Multimedia-System. Bei letzterem würde man eigentlich eine Navigation erwarten, welche allerdings nicht die Bordtechnik, sondern in unserem Testexemplar von einem per Android Auto oder Apple Carplay angeschlossenen Smartphone beigesteuert wird. Das funktioniert erfreulich gut, alternativ kann man aber weiterhin auch klassische Navi-Hardware im Fahrzeug montiert bekommen, sofern man dafür 400 Euro Aufpreis investiert. Bei der von uns getesteten Top-Ausstattung ist dafür ein akustisch beeindruckendes Premium-Soundsystem von Rockford Fosgate grundsätzlich immer an Bord. Trotz einiger Highlights kann das Infotainmentsystem mit seiner nicht in allen Aspekten intuitiven Bedienlogik auch schon mal nerven, wie auch der Abstandstempomat, der zwar den Fahrer auf langen Strecken enorm entlastet, gelegentlich aber etwas unsensibel regelt. So wird in mancher Verkehrssituation unerwartet und unnötiger Weise gebremst, obwohl man als Fahrer das Tempo halten will.

Dank der angeschrägten Heckklappe handelt es sich beim Eclipse Coupé um ein SUV-Coupé

Alternativ zu einem im SUV-Segment einst obligatorischen Diesel bietet Mitsubishi für den Ellipse Cross einen 1,5-Liter-Turbobenziner. Letzterer versorgte unser Testexemplar mit 120 kW/163 PS, die via stufenloser CVT-Automatik an alle vier Räder verteilt werden. Neben optimaler Traktion erfreut der Antrieb mit einer Automatik, die acht feste Übersetzungsstufen recht überzeugend simuliert und nur gelegentlich den etwas störenden Gummibandeffekt spüren lässt. Längsdynamisch geht der 1,7-Tonner auf Wunsch einigermaßen stramm in knapp über 10 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind 200 km/h möglich. Den leise und kultiviert arbeitenden Vierzylinder kann mit rund acht Litern auf 100 Kilometer in der Praxis fahren, wer allerdings häufiger aus dem Vollen schöpft, wird einen Expresszuschlag von ein bis zwei Litern hinnehmen müssen.

Das Coupéheck hat seinen Reiz, allerdings schränkt es neben dem Stauraum auch die Sicht nach hinten leicht ein

Gehobenes Tempo verleidetet ein wenig das parallel steigende Niveau der Windgeräusche, die zumindest jenseits der 130 km/h spürbar anschwellen. Ebenfalls dem Komfort abträglich sind ein bei groben Unebenheiten recht polteriges Fahrwerk, welches im Gegenzug allerdings nicht mit besonders dynamischen Talenten überzeugen mag. Zumindest in einigen Situationen, auch einer synthetischen Lenkung geschuldet, manövriert der Cross etwas tapsig durch Biegungen. Doch unterm Strich bleibt er stets gutmütig und sicher, zumal neben den verpflichtenden Regelsystemen auch Kollisionsverhinderer, Spurhalte-, Totwinkel- oder Ausparkassistent an Bord sind.

Mitsubishi hat dem Eclipse Cross reichlich Chromschmuck ins Blechkleid eingezogen

Ohnehin, die Ausstattung: Wie bei Mitsubishi üblich, ist sie beim höchsten Niveau sehr umfangreich. Der Kunde kann lediglich noch zwei Metallic-Lacke, ein Panorama-Glasschiebedach und besagtes Navi ordern, doch ansonsten bleiben kaum Wünsche offen. Hier nur ein paar Highlights: Ledersitzbezüge, elektrische Parkbremse, Rückfahrkamera, 18-Zoll-Räder, Bi-LED-Scheinwerfer, beheizbares Lenkrad und Frontscheibe, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Zwei-Zonen-Klimaautomatik oder ein Head-up-Display sind serienmäßig an Bord. Der Preis von 35.090 Euro scheint angesichts des Gebotenen verführerisch klein.

Kann sich sehen lassen: Die Kommandozentrale des Mitsubishi Eclipse Cross

Seat Alhambra II – Ein Raumriese, aber kein Mängelzwerg

Der Seat Alhambra ist ein großer Freund der Familie – vor allem als „günstiger Gebrauchter“. Doch die Suche nach dem Schnäppchen könnte schwierig werden, auch weil er es da ein paar Problemzonen gibt.

Praktische Schiebetüren und große Fensterflächen, die für Helligkeit im Innenraum sorgen – das sind nur zwei Vorteile des Alhambra

Ein Seat Alhambra kann richtig was wegstecken. Zumindest wenn es um die Anzahl der Passagiere oder Gepäck geht. Einige andere Nehmerqualitäten geben hingegen leichten Anlass zur Kritik. Gebrauchtwagen-Interessenten sollten jedenfalls ein paar Problemzonen des spanischen Riesen kritisch beäugen, damit das vermeintliche Schnäppchen später nicht teuer wird.

Karosserie: Was Platzangebot und Stauraum betrifft, ist der Alhambra eine Macht. Standardmäßig ist der Spanier ein vollwertiger Fünfsitzer, da seine Rückbank aus drei Einzelsitzen besteht. Die sind zudem umleg- und verschiebbar, anders als beim ersten Alhambra lassen sie sich aber nicht ausbauen. Dennoch bleibt Platz für 809 bis 2.430 Liter Gepäck. Optional gibt es außerdem eine umklappbare Beifahrersitzlehne, was den Transport langer Gegenstände erleichtert. Wer häufiger mit mehr als fünf Personen unterwegs ist, kann auch nach Versionen mit dritter Sitzreihe suchen, deren Kofferraum mit 267 bis 2.297 Liter allerdings etwas kleiner ausfällt. Dafür finden auf den Sitzen der dritten Reihe selbst erwachsene Passagiere ausreichend viel Platz. Ein weiterer Vorzug des Vans sind seine praktischen Schiebetüren, was ein Aussteigen in engen Parklücken erleichtert. Auf Wunsch lassen sie sich auch vom Fahrersitz aus elektrisch betätigen.

Mit Kindern gibt es kaum ein praktischeres Auto als einen großen Van vom Schlage Seat Alhambra

Motoren: Rund 70 Prozent der gebraucht angebotenen Alhambra sind mit einem Dieselmotor ausgerüstet, der angesichts des 1,8 Tonnen schweren Fahrzeugs längsdynamisch und verbrauchstechnisch als eindeutig bessere Wahl erscheint. Im Lauf der fast neunjährigen Modellgeschichte wurden stets Zweiliter-Vieryzlinder-Aggregate in unterschiedlichen und gelegentlich sich ändernden Leistungsstufen angeboten. Heute können Gebrauchtkunden deshalb zwischen 85 kW/115 PS, 103 kW/140 PS, 110 kW/150 PS, 125 kW/170 PS, 130 kW/177 PS und 135 kW/184 PS wählen. Mit der Überarbeitung zum Modelljahr 2016 bekamen die zuvor stets noch nach Euro 5 zertifizierten Selbstzünder das Euro-6-Label. Wer einen Gebrauchten mit Euro-5-Triebwerk kaufen will, sollte den Händler oder Vorbesitzer fragen, ob die im Rahmen des Abgas-Skandals vorgesehenen Software-Updates oder andere Maßnahmen durchgeführt wurden. Wer möglichen Fahrverboten sicher aus dem Weg gehen will, kann auch zu einem der Turbo-Benziner greifen, die es mit 1,4 und 2,0 Litern Hubraum und 110 kW/150 PS, 147 kW/200 PS oder 162 kW/220 PS gibt. Für die Kraftübertragung steht neben einem manuellen Sechsganggetriebe für alle Motoren bis auf den Basisdiesel auch ein Doppelkupplungsgetriebe zur Wahl. Allradantrieb gibt es für die Diesel mit 140, 150, 170 und 184 PS.

Die Reihe zwei mit drei Einzelsitzen bietet viel Platz

Ausstattung und Sicherheit: Bereits die Basis „Reference“ ist ordentlich bestückt. Neben den Einzelsitzen im Fond und den zwei Schiebetüren sind noch Klimaanlage, Fensterheber, Zentralverriegelung und CD-Radio an Bord. Wer Zusatzextras wie Klapptische an den Sitzlehnen, Dachreling, elektrische Heckklappe oder Laderaum-Fixiersets und Gepäcknetze will, sollte nach Ausstattungsversionen wie „Style“ oder Sondermodellen wie „4You“, „4Kids“ oder „Sun“ schauen. ESP und sieben Airbags sind übrigens bei jedem Alhambra an Bord, was unter anderem zum Fünf-Sterne-Ergebnis beim Euro-NCAP-Crashtest beigetragen hat.

Den Alhambra gibt es mit zwei oder drei Sitzreihen

Qualität: Vor allem die erste Alhambra-Generation, damals gemeinsam mit Ford entwickelt, ist als Mängelriese berüchtigt. Auflage zwei ist besser, zeigt aber ebenfalls einige Mängelschwerpunkte. Vor allem das vom VW Passat übernommene Fahrwerk ächzt unter dem Gewicht des großen Familienautos. Bei den Hauptuntersuchungen sind Federbrüche, defekte Achsaufhängungen und verschlissene Bremsscheiben relativ oft ein Thema. Das sind zwar übliche Van-Probleme, auch bei anderen Herstellern, aber dadurch nicht minder ärgerlich – und vor allem teuer. Die Mängelquote des Alhambra liegt bei den ersten Untersuchungen jedenfalls deutlich über dem Segmentdurchschnitt, was sich in Teilen auch durch eine durchschnittlich höhere Laufleistung dieses Typs erklären lässt. Besonderes Augenmerk bei Fahrzeugen aus zweiter Hand muss deshalb dem Zustand von Achsen und Bremsen gelten. Neben defekten Klimaanlagenkompressoren werden zudem gelegentlich auch Roststellen moniert.

Das Cockpit ist nach bester VW-Konzern-Manier gebaut – also übersichtlich geordnet, gut verarbeitet und in Sachen Material angenehm bestückt

Fazit: Das Angebot an gebrauchten Alhambra ist in Deutschland üppig, das Preisniveau allerdings auch. Für Exemplare mit weniger als 100.000 Kilometer Laufleistung werden meist noch über 20.000 Euro aufgerufen. Damit das Familienkonto nicht weiter strapaziert wird, sollten vor dem Gebrauchtkauf seine Problemzonen im Fahrwerksbereich besonders genau untersucht werden. Im Zweifel bewahrt ein Check in der Werkstatt vor bösen und kostspieligen Überraschungen. In Sachen Alltagsnutzen und Ambiente ist der große Seat hingegen über alle Zweifel erhaben.

Seat: Erdgasfahrzeuge zum Benzinerpreis – Sparmodelle zum Spartarif

Mit Erdgasautos lassen sich Spritkosten sparen. Doch dauert es meist, bis sich der Mehrpreis für seine Anschaffung amortisiert. Bei Seat spart man jetzt bereits ab dem ersten Kilometer.

VW-Tochter Seat bietet für mittlerweile drei Baureihen Erdgasmotorisierungen mit dem Kürzel TGI an. Diese können helfen, die Treibstoffkosten deutlich zu senken, allerdings sind sie in der Anschaffung teurer als ein gleichstarker Benziner. Auf diesen Aufpreis verzichten die Spanier nun vorläufig: Noch bis Ende des zweiten Quartals werden für Arona TGI, Leon TGI und Ibiza TGI die gleichen Preise wie für ein entsprechend motorisiertes TSI-Pendant aufgerufen. Den Leon TGI, der normalerweise mit 24.850 Euro in der Liste steht, bekommt man jetzt zum Beispiel 1.500 Euro günstiger. Bei Ibiza und Arona lassen sich 1.000 Euro sparen.

Weltpremiere: Porsche Cayenne Coupé – Scharfer Schnitt

Bei BMW, Mercedes und Audi gehören große SUV-Coupés längst zum guten Ton. Jetzt reagiert auch Porsche und bietet den Cayenne ebenfalls in schöner Lifestyle-Verpackung an.  

Auch in seiner dritten Generation ist der Porsche Cayenne seinem athletischen Anspruch ohne besonders athletischen Körper treu geblieben. Vor allem der Turbo mit einer Sprintzeit in unter vier Sekunden und gehobener Links-Rechts-Kompetenz ist eigentlich ein Sportwagen ohne optische Entsprechung. Jetzt haben die Designer mit dem Cayenne Coupé, das auf der Auto Shanghai (16. bis 25. April) Premiere feiert, eine Variante entwickelt, die nicht nur schnell fährt, sondern gleich noch so aussieht.

Topmodell Turbo mit 4,0-Liter-V8, der dank 404 kW/550 PS die 100er-Marke nach 3,9 Sekunden knackt und maximal 286 km/h erreicht

Der Blick auf die Front verblüfft jedenfalls. Vermittelte sie bislang eher die Wuchtigkeit einer Schrankwand, fällt sie beim Coupé deutlich flacher aus. Ein Eindruck, den die weniger steile Frontscheibe und das um gut zwei Zentimeter abgesenkte Dach zusätzlich betonen. Ein weiteres wichtiges Designelement ist die sich nach hinten deutlich verjüngende seitliche Fenstergrafik, die nach der Fondtür in der C-Säule in einen kecken Bogen endet, der ein wenig Elfer-Aura verleiht. Eine verbreiterte Hinterachse, das durchgehende Heckleuchtenband, die muskulöseren Kotflügelschultern und die beiden Heckspoiler – der obere feststehend, der untere aktiv – sorgen für die nötige Würze, die den coupierten Cayenne nach Worten von Porsche-Chef Oliver Blume „progressiv, athletisch und emotional“ wirken lassen.

Vermittelte die Front bislang eher die Wuchtigkeit einer Schrankwand, fällt sie beim Coupé deutlich flacher aus, hier die beiden Motorvarianten V8 (links) und V6 in einem Bild

Design für die Seele ist meist Design gegen Alltagsnutzen. Doch im Fall des Cayenne Coupé bleibt von letzterem mehr als genug übrig. Im Fond, der serienmäßig eine Sitzbank mit Einzelsitzen bietet, kann man trotz des großen Panoramaglasdachs als Erwachsener mittlerer Statur gut unterkommen, wenngleich die Kopffreiheit nicht üppig ausfällt. Statt des serienmäßigen Glasdachs, das Fondgästen eine besonders schöne Aussicht beschert, kann der Kunde auch ein 20 Kilogramm einsparendes Carbondach ordern, das für ein wenig mehr Kopffreiheit innen sorgt. Vorn bietet das Cayenne Coupé serienmäßig stark konturierte Sportledersitze mit festintegrierter Kopfstütze. Nicht ganz so schön: Dank der flacher bauenden Frontscheibe möchte man als Fahrer für bessere Sicht den Dachhimmel etwas nach oben schieben. Der Kofferraum fällt kleiner aus als beim Standard-Cayenne, bleibt aber mit 625 bis 1.540 Litern weiterhin geräumig. Eine in der Länge verschiebbare Rückbank gibt es beim Coupé aber nicht.

Porsche verspricht für das Coupé ein sportlicheres Fahrerlaubnis. Dafür verantwortlich sind unter anderem der niedrigere Schwerpunkt, die breitere Hinterachse und das serienmäßige Sport-Chrono-Paket

Die beiden verfügbaren Turbobenziner sind vom normalen Cayenne bekannt. Einstiegsmodell ist der 250 kW/340 PS starke 3,0-Liter-V6, der einen Sprint aus dem Stand in sechs Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 243 km/h erlaubt. Nochmals deutlich schneller ist der Turbo mit 4,0-Liter-V8, der dank 404 kW/550 PS die 100er-Marke nach 3,9 Sekunden knackt und maximal 286 km/h erreicht. Die Fahrleistungen sind mit denen des normalen Cayenne identisch, doch verspricht Porsche für das Coupé ein sportlicheres Fahrerlaubnis. Dafür verantwortlich sind unter anderem der niedrigere Schwerpunkt, die breitere Hinterachse und das serienmäßige Sport-Chrono-Paket, das die Servolenkung Plus beinhaltet und zudem Fahrmodus-Einstellungen erlaubt. Zudem soll der aktive Heckspoiler, der ab 90 km/h automatisch ausfährt, für mehr Abtrieb an der Hinterachse sorgen.

Vorn bietet das Cayenne Coupé serienmäßig stark konturierte Sportledersitze mit festintegrierter Kopfstütze, hinten Einzelsitze

Im Vergleich zum normalen Cayenne wird ein Mehrpreis auf hohem vierstelligen Niveau fällig. Das bereits bestell- und ab Ende Mai verfügbare Cayenne Coupé kostet rund 84.000 Euro. Die Variante mit V8, die serienmäßig unter anderem über eine Sportauspuffanlage verfügt, kostet gegenüber dem V6 Coupé stolze 63.000 Euro mehr, ist ab 147.000 Euro bestellbar.

Jaguar F-Pace 300 Sport und Chequered Flag – Dynamisches Doppel

Für das seit 2016 erhältliches SUV F-Pace bietet Jaguar zum Modelljahr 2020 zwei neue, sportlich akzentuierte Ausstattungsvarianten.

Jaguar erweitert ab Juli das Angebot für das SUV-Modell F-Pace um zwei sportliche Sondermodelle namens 300 Sport und Chequered Flag. Der mindestens 72.000 Euro teure 300 Sport ist ausschließlich in Kombination mit dem 221 kW/300 PS starken Zweiliter-Benziner 30t beziehungsweise dem Dreiliter-Diesel 30d mit identischer Leistung erhältlich. Äußerlich unterstreichen dunkelgraue Applikationen und 20-Zoll-Leichtmetallräder den sportlichen Anspruch. Innen sorgen Sportledersitze, gelbe Kontrastnähte und ein Sportlederlenkrad mit gefrästen Aluschaltwippen für entsprechendes Ambiente. Die Innenausstattung umfasst zudem ein 12,3-Zoll-Instrumentendisplay, ein Audiosystem von Meridian und das Infotainmentsystem Touch Pro mit Navifunktion.

Der Jaguar F-Type 300 Sport ist 300 PS stark und mindestens 72.000 Euro teuer

Letztgenannte Extras finden sich auch beim ebenfalls mit sportlichen Außendetails garnierten F-Pace Chequered Flag, der zudem elektrisch verstellbare Sportledersitze und Aluminium-Dekorelemente bietet. Die Ausstattungsvariante lässt sich mit drei Antrieben kombinieren: Neben dem 184 kW/250 PS starken Benziner gibt es zwei Diesel mit 132 kW/180 PS und 177 kW/240 PS. Hier starten die Preise bei rund 64.000 Euro.

Ab Juli bietet Jaguar auch den F-Type als Chequered Flag an

Bentley Continental GT V8 – Klein ist relativ

Bentley bietet künftig seinen Continental GT auch mit „kleinem“ V8 an. Der ist allerdings alles andere als bescheiden.

Bentley erweitert Anfang 2020 das Motorenangebot für die Baureihe Continental GT um eine neue V8-Version. Sowohl Coupé als auch das Cabrio sind fortan alternativ mit einem 404 kW/542 PS und 770 Newtonmeter starken Vierliter-Twinturbo zu haben. Damit knackt der Edel-Brite den 100-km/h-Sprint als Coupé in 4,0 und als Cabriolet in 4,1 Sekunden. In beiden Fällen liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 318 km/h.

Die neue Motorisierung ist nur wenige Zehntelsekunden langsamer als die bereits seit gut einem Jahr erhältliche W12-Version. Optisch unterscheidet sich der Continental GT V8 gegenüber dem Zwölfzylinder durch eckige statt ovale Auspuffendrohre. Außerdem gibt es ein V8-Signet an der Frontschürze. Mit der neuen Motorisierung dürfte der Einstiegspreis für den Luxussportler fallen, der im Fall der W12-Coupéversion bei knapp über 200.000 Euro liegt.

Cadillac CT5 – Lang lebe die Limo

Wie viele andere Hersteller wandelt sich auch Cadillac zunehmend zur SUV-Marke. Doch der Limousine leisten die Amerikaner vorerst noch den Treueschwur.

Der amerikanische Autobauer Cadillac stellt auf der New York Auto Show (19. bis 29. April) die neue Limousine CT5 vor. Der vermutlich 2020 startende Viertürer wird die bisherigen Baureihen ATS und CTS beerben, die in Deutschland derzeit ausschließlich in besonders leistungsstarken V-Versionen angeboten werden.

Während sich Cadillac-Neuerscheinungen noch vor wenigen Jahren durch recht avantgardistische Designs auszeichneten, kommt der neue CT5 eher wie ein braver Durchschnittstyp daher. Charakter verleihen der Front unter andere lange, vertikale LED-Tagfahrleuchten und eine sickenreiche Motorhaube.

Den Kernwerten der Marke treu bleiben will der neue Cadillac innen mit gehobenem Komfort. Dafür sollen unter anderem Akustikoptimierung und ein Noise-Cancellation-System sorgen, die jeweils für eine Minimierung von Störgeräusche sorgen. Zudem soll der CT5 eine Reihe von Assistenzsystemen bieten, die auf Autobahnfahrten einen gehobenes Niveau beim teilautomatisierten Fahren erlauben. Außerdem kommt ein neues Infotainmentsystem namens CUE zum Einsatz, in dessen Zentrum ein riesiger Touchscreen im Tablet-Stil in der Armaturenbrettmitte steht.

Das neue Cadillac-Modell setzt auf GMs Alpha-Architektur auf, die sich wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb kombinieren lässt. Zur Wahl werden zwei aufgeladene Benzinmotoren mit zwei beziehungsweise drei Litern Hubraum stehen. Standardgetriebe ist eine Zehngang-Automatik. Weitere Details gibt Cadillac zur Messepremiere bekannt.

Nissan Navara N-Guard AT32 – Der steht über den Dingen

Nissan setzt seine 2018 begonnene Zusammenarbeit mit Artic Truck fort. Wieder entsteht ein exklusives Sondermodell mit zusätzlicher Offroad-Kompetenz.

Nissan hat seinen Pick-up Navara auf Basis der Ausstattungsversion N-Guard in einer Stückzahl von 50 Exemplaren wieder als Sondermodell AT32 aufgelegt. Wie schon beim AT32 aus 2018 handelt es sich um eine besonders robuste Variante dank gezielter Umbauten von Artic Trucks. Der Umbauspezialist stammt ursprünglich aus Island, er erweitert die Offroadfähigkeiten von Geländefahrzeugen mit gezielten Modifikationen.

Angetrieben wird der Sonder-Navara von einem 140 kW/190 PS starken 2,3-Liter-Diesel in Kombination mit Siebengang-Automatik. Dank der Ausstattung N-Guard prägen die Außenoptik des AT32 diverse Akzente in Schwarz. Zum Ausstattungsumfang gehören Teilledersitze, Notbremsassistent und ein Kamerasystem mit 360-Grad-Rundumsicht. Zusätzlich sind Anhängerkupplung und Differenzialsperre hinten an Bord. Artic Trucks steuert Unterfahrschutz, breite 32-Zoll-Reifen auf schwarzen 17-Zoll-Felgen sowie ein Bilstein-Fahrwerk bei. Letzteres erhöht die Bodenfreiheit auf mehr als 24 Zentimeter. Wer einen Navara N-Guard AT32 haben will, muss rund 46.095 Euro an Nissan sowie weitere 6.890 Euro an Artic Trucks überweisen.

Toyota bei Gran Turismo – Nachwuchsarbeit

Die Playstation 4 nutzt Toyotas Rennsportableger Gazoo Racing für die Austragung einer neuen, virtuellen Rennserie.

Toyotas sportlicher Ableger Gazoo Racing will künftig mit der Austragung des GR Supra GT Cups auch die Herzen virtueller Rennsportfreunde erobern. Es handelt sich dabei um eine exklusive Rennserie für die Playstation 4, die im Rahmen von Gran Turismo Sports ausgetragen wird – einer im April startenden ersten Marken-WM.

Zwischen April und August sind im Rahmen des Supra GT Cups 13 Vorrunden-Läufe geplant. Das finale Rennen wird im Rahmen der Tokyo Motor Show im Oktober abgehalten. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Mindestalter von sechs Jahren.

Premium-Chinese Arcfox – BAICs Edeltochter startet 2020

Der Premiummarkt ist für Autohersteller besonders lukrativ. Auch chinesische Autokonzerne wollen hier in naher Zukunft ein Wörtchen mitreden.

Noch 2020 will die Premium-Marke Arcfox das SUV ECF in den Markt bringen

In der jüngeren Vergangenheit konnte man häufiger lesen, dass chinesische Autohersteller ihre Fahrzeuge auch in Europa verkaufen wollen. Nimmt man es genau, sind einige bereits da und verfolgen parallel ambitionierte Expansionspläne, wie sich beim Blick in Autobörsen und auf dem diesjährigen Genfer Autosalon zeigt.

Der ECF dürfte mit seinem Radstand von 2,90 Meter viel Platz im Innenraum bieten

Neben Dong Feng und Borgward ist es vor allem die Marke BAIC, die bereits eine Handvoll Modelle über deutsche Autohändler vertreibt. Eine offizielle BAIC-Importgesellschaft gibt es zwar nicht, dennoch finden sich auf den einschlägigen Online-Autobörsen Angebote in beachtlicher Zahl. Die Chinesen, die für den Daimler-Konzern ein wichtiger Joint-Venture-Partner in China sind, haben jüngst wichtige Allianzen geschmiedet, um sich künftig außerdem einen Teil von Premium-Kuchen zu sichern. Für diese Mission hat BAIC unter anderem die elektrische Sub-Marke Arcfox in Stellung gebracht, die sich Anfang März auf dem Genfer Autosalon mit gleich zwei angeblich schon seriennahen Konzepten präsentierte.

Das Design des Arcfox ECF stammt aus der Feder von Walter da Silva

Eher die Funktion eines Leuchtturmprojekts hat das elektrisch angetriebene Hypercar Arcfox-GT, das in den Versionen Raceedition und Street gezeigt wurde. Während bei der Rennwagen-Variante insgesamt sechs Motoren 750 kW/1.000 PS zur Verfügung stellen, mobilisieren die vier Motoren der Straßenversion 1.200 kW/1.600 PS. Deutlich höher fällt indes das Drehmoment der Raceedition aus: Hier sind es 1.320 gegenüber den 800 Newtonmetern des GT. In beiden Fällen sollen die jeweils 1.840 Kilogramm schweren Flügeltürer aus dem Stand in 2,6 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 255 km/h erreichen. Für die GT-Version verspricht Arcfox zudem eine Reichweite pro Batterieladung von mehr als 400 Kilometer.

Zusätzlich hat Arcfox eine Rennversion des GT vorgestellt, die über 1.300 Newtonmeter Drehmoment bietet

Ebenfalls in Genf wurde das noch konzepthaft wirkende, aus der Feder von Walter da Silva stammende SUV ECF gezeigt, welches Ausblick auf das erste Serienmodell von Arcfox bieten soll. Es handelt sich um ein Komfortmobil mit 2,90 Meter Radstand und über 600 Kilometer elektrischer Reichweite. Schon Mitte April will der BAIC-Ableger auf der Auto Shanghai mehr vom ECF zeigen.

1.600 PS soll die Straßenversion des Arcfox-GT leisten

Wie die Zeitschrift Automobilproduktion berichtet, ist die vom Joint-Venture-Partner Magna entwickelte elektrische Plattform für Arcfox bereits nahezu serienreif. Derzeit rüstet der BAIC-Konzern in China ein Arcfox-Werk für die Produktion von Fahrzeugen auf der neuen Magna-Plattform ein. Die Jahreskapazität soll bei 180.000 Fahrzeugen liegen. Bereits 2020 wird der BAIC-Konzern mit Arcfox den chinesischen Markt bedienen. Gut möglich, dass BAIC in nicht allzu ferner Zukunft seine elektrischen Premium-Modelle ebenfalls in Deutschland anbietet.

Starker Ausblick: Mit dem GT zeigt die BAIC-Tochter Arcfox ein Hypercar der Superlative

Puritalia Berlinetta – Schön verpacktes Kraftpaket

Bereits 2012 hat Puritalia den Roadster 427 vorgestellt, der allerdings nie in Serie ging. Jetzt nehmen die Italiener mit einem deutlich schickeren und technisch moderneren Coupé einen zweiten Anlauf.

Die junge italienische Sportwagenmarke Puritalia wagt einen neuen Versuch: Die Berlinetta soll mit modernerer Technik, reizvoller Außenhaut und extremer Leistung locken. Bereits vor einigen Jahren wollten sich die Neapolitaner mit dem Roadster 427 einen Namen machen. Doch wie häufig bei solchen Projekten, hinkte der erhoffte Zeitpunkt der Markteinführung solange den Plänen hinterher, bis das einstige Konzept veraltet war. 

Analoginstrumente haben im Puritalia Berlinetta ausgedient. Schalter und Knöpfe sind zudem Mangelware

Statt auf eine offene Konstruktion setzt Puritalia dieses Mal auf ein klassisches Sportcoupé, das optisch irgendwo zwischen Nissan 370Z und AMG GT anzusiedeln ist. Trotz gewisser Ähnlichkeiten mit vorhandenen Modellen bietet die viereinhalb Meter lange Berlinetta ein insgesamt durchaus eigenständiges Erscheinungsbild. 

Der Puritalia Berlinetta ist 4,50 Meter lang

Auch mit dem 710 kW/965 PS starken Hybrid-Antrieb kann sich der neue Puritalia-Entwurf, der erstmals auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, von anderen Sportwagen abheben. Anders als noch beim 427 auf einen reinen Verbrenner, setzen die Italiener dieses Mal auf einen Mix aus Otto- und Elektromotor. Herzstück ist ein als Front-Mittelmotor verbauter Fünfliter-Kompressor-V8, der 552 kW/750 PS und 878 Newtonmeter Drehmoment über ein automatisiertes Siebengang-Transaxle-Getriebe an die Hinterachse leitet. Dort befindet sich außerdem eine 158 kW/215 PS und 370 Newtonmeter starke E-Maschine.  Dank des aus Carbon und Aluminium gefertigten Chassis soll die Berlinetta nur 1,4 Tonnen wiegen, weshalb der Doppelherzantrieb leichtes Spiel hat: Der Standardsprint dauert 2,7 Sekunden, während die 200er-Marke nach 7,2 Sekunden fällt. Maximal sind 335 km/h möglich. Der Bremsweg aus Tempo 100 in den Stand beträgt laut Hersteller 31 Meter. 

Elegant und mit eigenständiger Note: Das Heck des Puritalia Berlinetta

Den nur 25 Kilogramm schweren E-Motor haben die Ingenieure am Hinterachsdifferenzial integriert, was es ermöglicht, das gesamte Drehmoment der Elektromaschine am Getriebe vorbei in eigentlich jeder Fahrsituation – auch während eines Gangwechsels – dem Vortrieb zuzuführen. Zugkraftunterbrechungen beim Hochschalten kann die E-Maschine somit egalisieren. Außerdem gibt es einen sogenannten eMozione-Schalter, über den der Fahrer für 45 Sekunden den zusätzlichen Schub der 370 Newtonmeter aktivieren kann. Im Heck befindet sich eine 5,2-kWh-Batterie, die künftig auch bis zu 20 Kilometer weite, rein elektrische Fahrten erlauben soll.

Ein Auto, das Emotionen weckt: Puritalia Berlinetta

Im sportlich gestalteten Innenraum kommen viel poliertes Aluminium, Leder und Sichtcarbon zum Einsatz. Das Cockpit des Zweisitzers verzichtet weitgehend auf Schalter und Knöpfe. Stattdessen gibt es zwei große Displays. Das hinter dem Lenkrad liefert vor allem fahrrelevante Informationen, während der Touchscreen in der Mittelkonsole als Anzeige- und Bedieneinheit für Infotainmentsystem und diverse Fahrzeugfunktionen fungiert.

Der Innenraum des Puritalia Berlinetta bietet Nappaleder, politiertes Aluminium und viel Sichtcarbon

Puritalia will von der Berlinetta 150 Exemplare bauen, der Stückpreis wird mit 465.000 Euro angegeben, wobei sich im Fall von Deutschland inklusive Mehrwertsteuer ein Preis von rund 553.000 Euro ergibt.

50 Jahre Porsche 917 – Jetzt sieht 001 wieder richtig alt aus

Beim Gedanken an die Rennwagen-Ikone Porsche 917 haben die meisten ein bestimmtes Bild vor Augen. Dieses entspricht allerdings nicht dem Original, welches jetzt wiederhergestellt wurde.

Die späten 60er- und frühen 70er-Jahre gelten als eine der aufregendsten Perioden des Rennsports. Wie wohl kein anderes Fahrzeug steht der Porsche 917 als einer der stärksten und verwegensten Siegertypen für diese Zeit. Die diversen Entwicklungsstufen des Zwölfzylinder-Boliden brachten es in seiner nur sechs Jahre währenden Karriere auf über 1.000 PS, viele legendäre Rennsiege und sogar eine Hollywood-Hauptrolle im Steve-McQueen-Streifen „Le Mans“. Gänzlich unbeteiligt an dieser glorreichen Phase war das vor exakt 50 Jahren vorgestellte Exemplar 001, das nach seiner Enthüllung auf dem Genfer Autosalon 1969 vor allem als Repräsentationsfahrzeug diente. In dieser Rolle musste es sich allerdings an die sich ändernden Moden der Baureihe anpassen. Jetzt hat Porsche diesen ersten 917er wieder in seinen Originalzustand zurückversetzt.

Vom ersten 917 hat Porsche eine Homologationsserie von 25 Fahrzeugen gebaut

Die wohl auffälligste Änderung betrifft die Lackierung, denn ursprünglich war das einst von Ferdinand Piech enthüllte Rennauto, dem eine Homologationsserie von 25 Exemplaren folgte, weiß lackiert. Lediglich an Bug und Heck wies es auffällige „Grünflächen“ auf. Zwischenzeitlich folgten ein Weiß-Orange und ab 1970 ein Hellbau und Orange – die Markenfarben des US-Mineralölkonzerns Gulf, die auch heute noch das kollektive Bild des 917 prägen. Ebenfalls noch 1970 erfolgte ein Umbau der Karosserie des 001 auf die Kurzheck-Version. Hier setzte Porsche im Rennsport zunächst zwei aerodynamisch unterschiedliche Varianten mit kurzem oder langem Hinterteil ein. Letzteres erwies sich allerdings als zu instabil bei hohen Geschwindigkeiten. Diese Änderungen wurden vorgenommen, obwohl 001, anders als viele andere 917er, nie wirklich im Rennsport zum Einsatz kam.

Mittlerweile hat Porsche den 917-001 wieder sein ursprüngliches Erscheinungsbild verpasst

Für die Rückführung in den Ursprungszustand musste Porsche tief in die Trick- und Schatzkiste greifen. Unter anderem wurden unter Einbeziehung der original Konstruktionsskizzen und mit Hilfe neuester 3D-Technologie einige der ursprünglichen Karosserieteile nachgebaut. Auch der Alurahmen wurde auf das Maß des Originals hin gestutzt. Am Ende ist der 917-001 zu seiner ursprünglichsten Evolutionsstufe zurückgekehrt und damit ab dem 14. Mai auch rechtmäßiger Mittelpunkt der Sonderausstellung „50 Jahre 917 – Colours of Speed“ im Porsche Museum, die weitere 13 Exponate umfassen wird. Dazu gehört auch eine erstmals öffentlich ausgestellte 917-Designstudie in moderner 918-Optik in rotweißer Lackierung, die an den ersten Le-Mans-Sieger 1970 erinnert.

Einige Karosserieteile des Ur-917 hat Porsche auf Grundlage von Originalskizzen nachgebaut

Subaru Levorg Modelljahr 2020 – Mehr Hubraum für weniger Geld

Wenn eine Modellpflege einen größeren Motor mit sich bringt, steigen meist auch die Preise. Im Fall des Subaru Levorg ist allerdings das Gegenteil der Fall.

Im Sommer 2019 geht das Subaru-Modell Levorg in Deutschland in einer in mehreren Details überarbeiteten Version an den Start. Wichtigste Neuerung im Modelljahr 2020 ist ein neuer Zweiliter-Boxermotor mit 110 kW/150 PS, der den bisherigen 1,6-Liter-Turboboxer (125 kW/170 PS) ersetzt. Dank des neuen Vierzylindersaugmotors, der die Abgasnorm Euro 6d-Temp-EVAP erfüllen wird, kann der Mittelklasse-Kombi auf die optisch bislang so prägende Lufteinlass-Hutze in der Motorhaube verzichten.

Wie bisher kombiniert Subaru den Boxermotor mit permanentem Allradantrieb und einer sieben Gänge simulierenden stufenlosen Automatik. Die Sprintzeit liegt laut Hersteller bei 11,7 Sekunden, maximal sind 195 km/h möglich.

Der Levorg wird künftig in den drei Ausstattungen Trend, Active und Exclusive angeboten. Die rund 27.000 Euro und damit gut 3.000 Euro im Preis gesenkte Basis bietet unter anderem einen Notbremsassistenten, der neben Radfahrer künftig auch Fußgänger während der Dunkelheit erkennt. Außerdem sind Zweizonen-Klimaautomatik, das Infotainmentsystem „Gen 3.1“, Tempomat sowie Licht- und Regensensor an Bord.

Gebrauchtwagen-Check: Toyota RAV4 (2013-18) Supersolide

Optisch mag die vierte Auflage des Toyota RAV4 eher ein Durchschnittstyp sein, im Hinblick auf die Langzeitqualität bietet das Kompakt-SUV hingegen Top-Niveau.

Mit der Baureihe RAV4 bietet Toyota bereits seit einem Vierteljahrhundert besonders solide Kompakt-SUV an. Wie die Vorgänger steht auch die von 2013 bis 2018 produzierte, vierte Auflage in dieser löblichen Tradition. Mittlerweile finden sich auf dem Gebrauchtmarkt erste Exemplare mit gehobener Laufleistung für vierstellige Summen. Selbst hohe Kilometerstände müssen nicht abschrecken, denn angesichts seines Abschneidens bei ADAC-Pannenstatistik und TÜV-Report darf man maximale Zuverlässigkeit erwarten.

Auf beiden Sitzreihen bietet der Toyota RAV4 viel Platz

Karosserie: Statt wie einst die erste Generation nur rund 3,70 Meter kurz, misst der vierte RAV4 rund 4,60 Meter. Entsprechend üppig ist das Platzangebot im gut verarbeiteten Innenraum des Fünftürers, der selbst größeren Erwachsenen auf der Rückbank viel Beinfreiheit gönnt. Und dank eines flach bauenden Kardantunnels ist auch der Fußraum luftig. Das Gepäckabteil variiert von 547 bis 1.746 Liter. Beim Hybrid sind es 501 Liter. Zusätzlich befindet sich unter dem ebenen Kofferraum ein 100-Liter-Staufach. Anders als bei den Vorgängern bietet die vierte Generation ein nach oben statt seitlich öffnendes Heckportal. Ebenfalls praktisch: Seine Anhängelast beträgt immerhin zwei Tonnen.

Auf dem Gebrauchtmarkt wird der Toyota RAV4 vor allem mit Hybridantrieb angeboten

Motoren: Das Motorenangebot für den RAV4 ist überschaubar. Über die gesamte Bauzeit wurden zwei Benziner mit 2,0 und 2,5 Litern Hubraum angeboten, die mit 112 kW/152 PS beziehungsweise 132 kW/180 PS ausreichend gute Fahrleistungen mit moderaten Verbrauchswerten kombinieren. Recht dynamisch und zugleich besonders sparsam ist der RAV4 mit einem 105 kW/143 PS leistenden BMW-Diesel, der allerdings erst ab 2016 und ausschließlich in Kombination mit Frontantrieb angeboten wurde. Ausschließlich als Allrader gab es den zwischen 2013 und 2016 angebotenen Toyota-Diesel 2.2 D-4D mit 110 kW/150 PS, den man auch in einer recht durstigen Version mit sechsstufiger Wandlerautomatik bekommt.

Der vierte Toyota RAV4 gilt trotz seiner 4,57 Meter langen Karosserie als Kompakt-SUV

Auf dem Gebrauchtmarkt sind nur gut ein Drittel der angebotenen RAV4 Benziner oder Diesel. Den weitaus größten Anteil am Motorenmix hat der Hybridantrieb, der mit einer Kombination aus Verbrenner und zwei Elektromotoren eine Systemleistung von 145 kW/197 PS zur Verfügung stellt. Damit soll eine Sprintzeit von 8,3 Sekunden möglich sein, während der Verbrauch bei rund fünf Litern liegt. Die Hybridtechnik gilt als ausgereift und zuverlässig, hat allerdings auch ihren Preis: Für Gebrauchte muss man bislang noch mehr als 20.000 Euro investieren.

Von 2013 bis 2018 hat Toyota die vierte RAV4-Generation angeboten

Ausstattung und Sicherheit: Bereits die namenlose Basisversion des RAV4 ist mit Klimaanlage, Audiosystem und elektrischen Fensterhebern ordentlich ausgestattet. Die nächsthöhere Version Comfort wird mit Alurädern, Klimaautomatik, Tempomat und dem Infotainmentsystem Touch bereits gehobenen Ansprüchen gerecht. Richtig gediegen wird es mit den Edition-Ausstattungen oder dem Topniveau Executive.

In der vierten RAV4-Generation hat Toyota einige neue Assistenzsysteme wie Spurwechsel- und Totwinkel-Warner sowie Fernlichtassistent eingeführt, was zusammen mit sieben Airbags und einer Sicherheitsfahrgastzelle für ein tadelloses Fünf-Sterne-Ergebnis beim Crashtest von Euro-NCAP sorgte. Der Hochbeiner ist eine echte Trutzburg.

Beim konventionell angetriebenen Toyota RAV4 ist der Kofferraum 547 Liter groß. Beim hier abgebildeten Gepäckabteil der Hybridversion sind es indes 501 Liter

Qualität: Das gilt auch in Hinblick auf seine Langzeitqualitäten. Wie schon die Vorgänger hebt sich das Kompakt-SUV in seiner vierten Auflage beim TÜV-Report trotz durchschnittlicher Laufleistungen mit einer deutlich unter dem Durchschnitt liegenden Mängelquote ab. Mit zunehmendem Alter weitet sich die Schere zwischen dem RAV4 und dem Segmentdurchschnitt noch weiter. Eine Schwachstelle ist ein erhöhter Bremsenverschleiß. Bei Exemplaren mit Anhängerkupplung empfiehlt sich ein kritischer Blick auf den Zustand der Kupplung.

Fazit: Als gemütliches und geräumiges Familienfahrzeug ist der Toyota RAV4 eine echte Empfehlung. Angesichts seiner hohen Langzeitqualitäten kann man zudem beim Kauf aus zweiter Hand wenig falsch machen. Interessanter Motor ist neben dem 143-PS-Diesel vor allem der Hybridantrieb. Allerdings verlangt der als Teilzeitelektriker dynamische und zugleich sparsame RAV4 weiterhin nach gehobener Investitionsbereitschaft.

Der Arbeitsplatz bietet modernes Ambiente und gute Verarbeitung

Harley-Davidson Livewire – Preis für Deutschland

Noch in diesem Jahr will Harley-Davidson sein Elektromodell Livewire auch in Deutschland auf den Markt bringen. Ihr Preis ist selbst für eine Harley stattlich.

Anfang des Jahres hat Harley-Davidson das kommende Elektro-Modell Livewire auf der CES präsentiert und dabei Fahrwerte sowie den Preis für den US-Markt verraten. Auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) folgen mit der Europapremiere auch Details zum Marktstart in Deutschland. 

Auf dem Genfer Autosalon ist bereits ein Probesitzen möglich

Demnach werden ab April 2019 Bestellungen europäischer Kunden entgegengenommen. Für das vierte Quartal sind dann die ersten Auslieferungen geplant. Der Preis beträgt hierzulande rund 33.000 Euro. In den USA kostet das E-Bike umgerechnet rund 26.000 Euro. 

Das erste elektrisch angetriebene Motorrad der Kultmarke bietet einige eindrucksvolle Eckdaten. Demnach soll der Sprint aus dem Stand auf 96 km/h gut drei Sekunden dauern. Maximal sind 177 km/h drin. Die Reichweite im City-Modus geben die Amerikaner mit 225 Kilometer an. Im Highway-Modus schrumpft sie auf 142 Kilometer.

Ende 2019 kommt die neue Harley-Davidson Livewire auch nach Deutschland

Piëch Automotive Mark Zero Concept – Schönling auf Allzweck-Plattform

Piëch Automotive will bald groß ins Autobusiness einsteigen. Auf einer modularen Plattform sollen neben eigenen Autos auch Fahrzeuge anderer Hersteller entstehen.

Zu den Highlights des diesjährigen Genfer Autosalons (7. bis 17. März) zählt der Elektrosportwagen Mark Zero der neuen Automarke Piëch Automotive. Den Namen Piëch dürften viele mit dem langjährigen VW-Chef Ferdinand Piëch verbinden. In diesem Fall hat allerdings sein Sohn Anton das neue Unternehmen gänzlich unabhängig von Volkswagen 2016 ins Leben gerufen. Der Mark Zero ist das Erstlingswerk, dem in wenigen Jahren weitere Modelle mit rein elektrischen Antrieben folgen sollen.

Mit dem Mark Zero Concept zeigt das junge Unternehmen Piëch Automotive sein Erstlingswerk vor

Technisch wie optisch ist der Mark Zero ein imposantes Statement. Angesichts der klassischen GT-Silhouette könnte man den Stromer auf den ersten Blick für einen typischen Aston Martin halten. Auch die Fahrleistungen des 4,43 Meter langen Zweisitzers wären eines Vertreters der britischen Traditionsmarke durchaus würdig. Dank drei jeweils 150 kW/204 PS starken E-Motoren soll der 1,8-Tonner in 3,2 Sekunden Tempo 100 erreichen. Maximal sind 250 km/h drin. Dank neuartiger Batteriezellen der Firma Desten kann der luftgekühlte Energiespeicher 500 Kilometer Reichweite sowie eine 80-Prozent-Ladung in unter fünf Minuten ermöglichen. 

Eigentlich sieht der Mark Zero wie ein klassischer Sportwagen aus, doch unter der elegant geschnittenen Hülle steckt ein Elektroantrieb

Der Mark Zero, in Genf als Konzept deklariert, soll Teil einer ab 2022 verfügbaren Modellfamilie werden, die Piëch noch um einen Viersitzer und ein SUV erweitern will. Preislich soll der Sportwagen zwischen 150.000 bis 170.000 Euro liegen. Auch weitere Konzepte auf der grundsätzlich modular ausgelegten Plattform sind denkbar. Theoretisch sind bis zu sechzig Varianten möglich. Zudem eignet sich die Plattform für verschiedene Antriebe. Neben E- sind auch Verbrennungsmotoren, verschiedene Hybride oder eine Brennstoffzelle denkbar. 

Möglicherweise 2022 könnte der Mark Zero in Serie gehen

Eine weitere Besonderheit des modularen Konzepts ist es, Fahrzeuge über längere Zeiträume technisch aktuell zu halten. Neben Software sollen auch Hardware-Komponenten wie etwa die Batterie austauschbar sein. Die modulare Struktur will Piëch im B2B-Geschäft in einem nächsten Schritt auch anderen Herstellern anbieten. Doch zunächst muss die neue Automarke noch einen Partner finden, der die Piëch-Stromer bauen wird.

Der Preis für den elektrisch getriebenen GT könnte zwischen 150.000 und 170.000 Euro liegen