Premium-Chinese Arcfox – BAICs Edeltochter startet 2020

Der Premiummarkt ist für Autohersteller besonders lukrativ. Auch chinesische Autokonzerne wollen hier in naher Zukunft ein Wörtchen mitreden.

Noch 2020 will die Premium-Marke Arcfox das SUV ECF in den Markt bringen

In der jüngeren Vergangenheit konnte man häufiger lesen, dass chinesische Autohersteller ihre Fahrzeuge auch in Europa verkaufen wollen. Nimmt man es genau, sind einige bereits da und verfolgen parallel ambitionierte Expansionspläne, wie sich beim Blick in Autobörsen und auf dem diesjährigen Genfer Autosalon zeigt.

Der ECF dürfte mit seinem Radstand von 2,90 Meter viel Platz im Innenraum bieten

Neben Dong Feng und Borgward ist es vor allem die Marke BAIC, die bereits eine Handvoll Modelle über deutsche Autohändler vertreibt. Eine offizielle BAIC-Importgesellschaft gibt es zwar nicht, dennoch finden sich auf den einschlägigen Online-Autobörsen Angebote in beachtlicher Zahl. Die Chinesen, die für den Daimler-Konzern ein wichtiger Joint-Venture-Partner in China sind, haben jüngst wichtige Allianzen geschmiedet, um sich künftig außerdem einen Teil von Premium-Kuchen zu sichern. Für diese Mission hat BAIC unter anderem die elektrische Sub-Marke Arcfox in Stellung gebracht, die sich Anfang März auf dem Genfer Autosalon mit gleich zwei angeblich schon seriennahen Konzepten präsentierte.

Das Design des Arcfox ECF stammt aus der Feder von Walter da Silva

Eher die Funktion eines Leuchtturmprojekts hat das elektrisch angetriebene Hypercar Arcfox-GT, das in den Versionen Raceedition und Street gezeigt wurde. Während bei der Rennwagen-Variante insgesamt sechs Motoren 750 kW/1.000 PS zur Verfügung stellen, mobilisieren die vier Motoren der Straßenversion 1.200 kW/1.600 PS. Deutlich höher fällt indes das Drehmoment der Raceedition aus: Hier sind es 1.320 gegenüber den 800 Newtonmetern des GT. In beiden Fällen sollen die jeweils 1.840 Kilogramm schweren Flügeltürer aus dem Stand in 2,6 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 255 km/h erreichen. Für die GT-Version verspricht Arcfox zudem eine Reichweite pro Batterieladung von mehr als 400 Kilometer.

Zusätzlich hat Arcfox eine Rennversion des GT vorgestellt, die über 1.300 Newtonmeter Drehmoment bietet

Ebenfalls in Genf wurde das noch konzepthaft wirkende, aus der Feder von Walter da Silva stammende SUV ECF gezeigt, welches Ausblick auf das erste Serienmodell von Arcfox bieten soll. Es handelt sich um ein Komfortmobil mit 2,90 Meter Radstand und über 600 Kilometer elektrischer Reichweite. Schon Mitte April will der BAIC-Ableger auf der Auto Shanghai mehr vom ECF zeigen.

1.600 PS soll die Straßenversion des Arcfox-GT leisten

Wie die Zeitschrift Automobilproduktion berichtet, ist die vom Joint-Venture-Partner Magna entwickelte elektrische Plattform für Arcfox bereits nahezu serienreif. Derzeit rüstet der BAIC-Konzern in China ein Arcfox-Werk für die Produktion von Fahrzeugen auf der neuen Magna-Plattform ein. Die Jahreskapazität soll bei 180.000 Fahrzeugen liegen. Bereits 2020 wird der BAIC-Konzern mit Arcfox den chinesischen Markt bedienen. Gut möglich, dass BAIC in nicht allzu ferner Zukunft seine elektrischen Premium-Modelle ebenfalls in Deutschland anbietet.

Starker Ausblick: Mit dem GT zeigt die BAIC-Tochter Arcfox ein Hypercar der Superlative

Puritalia Berlinetta – Schön verpacktes Kraftpaket

Bereits 2012 hat Puritalia den Roadster 427 vorgestellt, der allerdings nie in Serie ging. Jetzt nehmen die Italiener mit einem deutlich schickeren und technisch moderneren Coupé einen zweiten Anlauf.

Die junge italienische Sportwagenmarke Puritalia wagt einen neuen Versuch: Die Berlinetta soll mit modernerer Technik, reizvoller Außenhaut und extremer Leistung locken. Bereits vor einigen Jahren wollten sich die Neapolitaner mit dem Roadster 427 einen Namen machen. Doch wie häufig bei solchen Projekten, hinkte der erhoffte Zeitpunkt der Markteinführung solange den Plänen hinterher, bis das einstige Konzept veraltet war. 

Analoginstrumente haben im Puritalia Berlinetta ausgedient. Schalter und Knöpfe sind zudem Mangelware

Statt auf eine offene Konstruktion setzt Puritalia dieses Mal auf ein klassisches Sportcoupé, das optisch irgendwo zwischen Nissan 370Z und AMG GT anzusiedeln ist. Trotz gewisser Ähnlichkeiten mit vorhandenen Modellen bietet die viereinhalb Meter lange Berlinetta ein insgesamt durchaus eigenständiges Erscheinungsbild. 

Der Puritalia Berlinetta ist 4,50 Meter lang

Auch mit dem 710 kW/965 PS starken Hybrid-Antrieb kann sich der neue Puritalia-Entwurf, der erstmals auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, von anderen Sportwagen abheben. Anders als noch beim 427 auf einen reinen Verbrenner, setzen die Italiener dieses Mal auf einen Mix aus Otto- und Elektromotor. Herzstück ist ein als Front-Mittelmotor verbauter Fünfliter-Kompressor-V8, der 552 kW/750 PS und 878 Newtonmeter Drehmoment über ein automatisiertes Siebengang-Transaxle-Getriebe an die Hinterachse leitet. Dort befindet sich außerdem eine 158 kW/215 PS und 370 Newtonmeter starke E-Maschine.  Dank des aus Carbon und Aluminium gefertigten Chassis soll die Berlinetta nur 1,4 Tonnen wiegen, weshalb der Doppelherzantrieb leichtes Spiel hat: Der Standardsprint dauert 2,7 Sekunden, während die 200er-Marke nach 7,2 Sekunden fällt. Maximal sind 335 km/h möglich. Der Bremsweg aus Tempo 100 in den Stand beträgt laut Hersteller 31 Meter. 

Elegant und mit eigenständiger Note: Das Heck des Puritalia Berlinetta

Den nur 25 Kilogramm schweren E-Motor haben die Ingenieure am Hinterachsdifferenzial integriert, was es ermöglicht, das gesamte Drehmoment der Elektromaschine am Getriebe vorbei in eigentlich jeder Fahrsituation – auch während eines Gangwechsels – dem Vortrieb zuzuführen. Zugkraftunterbrechungen beim Hochschalten kann die E-Maschine somit egalisieren. Außerdem gibt es einen sogenannten eMozione-Schalter, über den der Fahrer für 45 Sekunden den zusätzlichen Schub der 370 Newtonmeter aktivieren kann. Im Heck befindet sich eine 5,2-kWh-Batterie, die künftig auch bis zu 20 Kilometer weite, rein elektrische Fahrten erlauben soll.

Ein Auto, das Emotionen weckt: Puritalia Berlinetta

Im sportlich gestalteten Innenraum kommen viel poliertes Aluminium, Leder und Sichtcarbon zum Einsatz. Das Cockpit des Zweisitzers verzichtet weitgehend auf Schalter und Knöpfe. Stattdessen gibt es zwei große Displays. Das hinter dem Lenkrad liefert vor allem fahrrelevante Informationen, während der Touchscreen in der Mittelkonsole als Anzeige- und Bedieneinheit für Infotainmentsystem und diverse Fahrzeugfunktionen fungiert.

Der Innenraum des Puritalia Berlinetta bietet Nappaleder, politiertes Aluminium und viel Sichtcarbon

Puritalia will von der Berlinetta 150 Exemplare bauen, der Stückpreis wird mit 465.000 Euro angegeben, wobei sich im Fall von Deutschland inklusive Mehrwertsteuer ein Preis von rund 553.000 Euro ergibt.

50 Jahre Porsche 917 – Jetzt sieht 001 wieder richtig alt aus

Beim Gedanken an die Rennwagen-Ikone Porsche 917 haben die meisten ein bestimmtes Bild vor Augen. Dieses entspricht allerdings nicht dem Original, welches jetzt wiederhergestellt wurde.

Die späten 60er- und frühen 70er-Jahre gelten als eine der aufregendsten Perioden des Rennsports. Wie wohl kein anderes Fahrzeug steht der Porsche 917 als einer der stärksten und verwegensten Siegertypen für diese Zeit. Die diversen Entwicklungsstufen des Zwölfzylinder-Boliden brachten es in seiner nur sechs Jahre währenden Karriere auf über 1.000 PS, viele legendäre Rennsiege und sogar eine Hollywood-Hauptrolle im Steve-McQueen-Streifen „Le Mans“. Gänzlich unbeteiligt an dieser glorreichen Phase war das vor exakt 50 Jahren vorgestellte Exemplar 001, das nach seiner Enthüllung auf dem Genfer Autosalon 1969 vor allem als Repräsentationsfahrzeug diente. In dieser Rolle musste es sich allerdings an die sich ändernden Moden der Baureihe anpassen. Jetzt hat Porsche diesen ersten 917er wieder in seinen Originalzustand zurückversetzt.

Vom ersten 917 hat Porsche eine Homologationsserie von 25 Fahrzeugen gebaut

Die wohl auffälligste Änderung betrifft die Lackierung, denn ursprünglich war das einst von Ferdinand Piech enthüllte Rennauto, dem eine Homologationsserie von 25 Exemplaren folgte, weiß lackiert. Lediglich an Bug und Heck wies es auffällige „Grünflächen“ auf. Zwischenzeitlich folgten ein Weiß-Orange und ab 1970 ein Hellbau und Orange – die Markenfarben des US-Mineralölkonzerns Gulf, die auch heute noch das kollektive Bild des 917 prägen. Ebenfalls noch 1970 erfolgte ein Umbau der Karosserie des 001 auf die Kurzheck-Version. Hier setzte Porsche im Rennsport zunächst zwei aerodynamisch unterschiedliche Varianten mit kurzem oder langem Hinterteil ein. Letzteres erwies sich allerdings als zu instabil bei hohen Geschwindigkeiten. Diese Änderungen wurden vorgenommen, obwohl 001, anders als viele andere 917er, nie wirklich im Rennsport zum Einsatz kam.

Mittlerweile hat Porsche den 917-001 wieder sein ursprüngliches Erscheinungsbild verpasst

Für die Rückführung in den Ursprungszustand musste Porsche tief in die Trick- und Schatzkiste greifen. Unter anderem wurden unter Einbeziehung der original Konstruktionsskizzen und mit Hilfe neuester 3D-Technologie einige der ursprünglichen Karosserieteile nachgebaut. Auch der Alurahmen wurde auf das Maß des Originals hin gestutzt. Am Ende ist der 917-001 zu seiner ursprünglichsten Evolutionsstufe zurückgekehrt und damit ab dem 14. Mai auch rechtmäßiger Mittelpunkt der Sonderausstellung „50 Jahre 917 – Colours of Speed“ im Porsche Museum, die weitere 13 Exponate umfassen wird. Dazu gehört auch eine erstmals öffentlich ausgestellte 917-Designstudie in moderner 918-Optik in rotweißer Lackierung, die an den ersten Le-Mans-Sieger 1970 erinnert.

Einige Karosserieteile des Ur-917 hat Porsche auf Grundlage von Originalskizzen nachgebaut

Subaru Levorg Modelljahr 2020 – Mehr Hubraum für weniger Geld

Wenn eine Modellpflege einen größeren Motor mit sich bringt, steigen meist auch die Preise. Im Fall des Subaru Levorg ist allerdings das Gegenteil der Fall.

Im Sommer 2019 geht das Subaru-Modell Levorg in Deutschland in einer in mehreren Details überarbeiteten Version an den Start. Wichtigste Neuerung im Modelljahr 2020 ist ein neuer Zweiliter-Boxermotor mit 110 kW/150 PS, der den bisherigen 1,6-Liter-Turboboxer (125 kW/170 PS) ersetzt. Dank des neuen Vierzylindersaugmotors, der die Abgasnorm Euro 6d-Temp-EVAP erfüllen wird, kann der Mittelklasse-Kombi auf die optisch bislang so prägende Lufteinlass-Hutze in der Motorhaube verzichten.

Wie bisher kombiniert Subaru den Boxermotor mit permanentem Allradantrieb und einer sieben Gänge simulierenden stufenlosen Automatik. Die Sprintzeit liegt laut Hersteller bei 11,7 Sekunden, maximal sind 195 km/h möglich.

Der Levorg wird künftig in den drei Ausstattungen Trend, Active und Exclusive angeboten. Die rund 27.000 Euro und damit gut 3.000 Euro im Preis gesenkte Basis bietet unter anderem einen Notbremsassistenten, der neben Radfahrer künftig auch Fußgänger während der Dunkelheit erkennt. Außerdem sind Zweizonen-Klimaautomatik, das Infotainmentsystem „Gen 3.1“, Tempomat sowie Licht- und Regensensor an Bord.

Gebrauchtwagen-Check: Toyota RAV4 (2013-18) Supersolide

Optisch mag die vierte Auflage des Toyota RAV4 eher ein Durchschnittstyp sein, im Hinblick auf die Langzeitqualität bietet das Kompakt-SUV hingegen Top-Niveau.

Mit der Baureihe RAV4 bietet Toyota bereits seit einem Vierteljahrhundert besonders solide Kompakt-SUV an. Wie die Vorgänger steht auch die von 2013 bis 2018 produzierte, vierte Auflage in dieser löblichen Tradition. Mittlerweile finden sich auf dem Gebrauchtmarkt erste Exemplare mit gehobener Laufleistung für vierstellige Summen. Selbst hohe Kilometerstände müssen nicht abschrecken, denn angesichts seines Abschneidens bei ADAC-Pannenstatistik und TÜV-Report darf man maximale Zuverlässigkeit erwarten.

Auf beiden Sitzreihen bietet der Toyota RAV4 viel Platz

Karosserie: Statt wie einst die erste Generation nur rund 3,70 Meter kurz, misst der vierte RAV4 rund 4,60 Meter. Entsprechend üppig ist das Platzangebot im gut verarbeiteten Innenraum des Fünftürers, der selbst größeren Erwachsenen auf der Rückbank viel Beinfreiheit gönnt. Und dank eines flach bauenden Kardantunnels ist auch der Fußraum luftig. Das Gepäckabteil variiert von 547 bis 1.746 Liter. Beim Hybrid sind es 501 Liter. Zusätzlich befindet sich unter dem ebenen Kofferraum ein 100-Liter-Staufach. Anders als bei den Vorgängern bietet die vierte Generation ein nach oben statt seitlich öffnendes Heckportal. Ebenfalls praktisch: Seine Anhängelast beträgt immerhin zwei Tonnen.

Auf dem Gebrauchtmarkt wird der Toyota RAV4 vor allem mit Hybridantrieb angeboten

Motoren: Das Motorenangebot für den RAV4 ist überschaubar. Über die gesamte Bauzeit wurden zwei Benziner mit 2,0 und 2,5 Litern Hubraum angeboten, die mit 112 kW/152 PS beziehungsweise 132 kW/180 PS ausreichend gute Fahrleistungen mit moderaten Verbrauchswerten kombinieren. Recht dynamisch und zugleich besonders sparsam ist der RAV4 mit einem 105 kW/143 PS leistenden BMW-Diesel, der allerdings erst ab 2016 und ausschließlich in Kombination mit Frontantrieb angeboten wurde. Ausschließlich als Allrader gab es den zwischen 2013 und 2016 angebotenen Toyota-Diesel 2.2 D-4D mit 110 kW/150 PS, den man auch in einer recht durstigen Version mit sechsstufiger Wandlerautomatik bekommt.

Der vierte Toyota RAV4 gilt trotz seiner 4,57 Meter langen Karosserie als Kompakt-SUV

Auf dem Gebrauchtmarkt sind nur gut ein Drittel der angebotenen RAV4 Benziner oder Diesel. Den weitaus größten Anteil am Motorenmix hat der Hybridantrieb, der mit einer Kombination aus Verbrenner und zwei Elektromotoren eine Systemleistung von 145 kW/197 PS zur Verfügung stellt. Damit soll eine Sprintzeit von 8,3 Sekunden möglich sein, während der Verbrauch bei rund fünf Litern liegt. Die Hybridtechnik gilt als ausgereift und zuverlässig, hat allerdings auch ihren Preis: Für Gebrauchte muss man bislang noch mehr als 20.000 Euro investieren.

Von 2013 bis 2018 hat Toyota die vierte RAV4-Generation angeboten

Ausstattung und Sicherheit: Bereits die namenlose Basisversion des RAV4 ist mit Klimaanlage, Audiosystem und elektrischen Fensterhebern ordentlich ausgestattet. Die nächsthöhere Version Comfort wird mit Alurädern, Klimaautomatik, Tempomat und dem Infotainmentsystem Touch bereits gehobenen Ansprüchen gerecht. Richtig gediegen wird es mit den Edition-Ausstattungen oder dem Topniveau Executive.

In der vierten RAV4-Generation hat Toyota einige neue Assistenzsysteme wie Spurwechsel- und Totwinkel-Warner sowie Fernlichtassistent eingeführt, was zusammen mit sieben Airbags und einer Sicherheitsfahrgastzelle für ein tadelloses Fünf-Sterne-Ergebnis beim Crashtest von Euro-NCAP sorgte. Der Hochbeiner ist eine echte Trutzburg.

Beim konventionell angetriebenen Toyota RAV4 ist der Kofferraum 547 Liter groß. Beim hier abgebildeten Gepäckabteil der Hybridversion sind es indes 501 Liter

Qualität: Das gilt auch in Hinblick auf seine Langzeitqualitäten. Wie schon die Vorgänger hebt sich das Kompakt-SUV in seiner vierten Auflage beim TÜV-Report trotz durchschnittlicher Laufleistungen mit einer deutlich unter dem Durchschnitt liegenden Mängelquote ab. Mit zunehmendem Alter weitet sich die Schere zwischen dem RAV4 und dem Segmentdurchschnitt noch weiter. Eine Schwachstelle ist ein erhöhter Bremsenverschleiß. Bei Exemplaren mit Anhängerkupplung empfiehlt sich ein kritischer Blick auf den Zustand der Kupplung.

Fazit: Als gemütliches und geräumiges Familienfahrzeug ist der Toyota RAV4 eine echte Empfehlung. Angesichts seiner hohen Langzeitqualitäten kann man zudem beim Kauf aus zweiter Hand wenig falsch machen. Interessanter Motor ist neben dem 143-PS-Diesel vor allem der Hybridantrieb. Allerdings verlangt der als Teilzeitelektriker dynamische und zugleich sparsame RAV4 weiterhin nach gehobener Investitionsbereitschaft.

Der Arbeitsplatz bietet modernes Ambiente und gute Verarbeitung

Harley-Davidson Livewire – Preis für Deutschland

Noch in diesem Jahr will Harley-Davidson sein Elektromodell Livewire auch in Deutschland auf den Markt bringen. Ihr Preis ist selbst für eine Harley stattlich.

Anfang des Jahres hat Harley-Davidson das kommende Elektro-Modell Livewire auf der CES präsentiert und dabei Fahrwerte sowie den Preis für den US-Markt verraten. Auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) folgen mit der Europapremiere auch Details zum Marktstart in Deutschland. 

Auf dem Genfer Autosalon ist bereits ein Probesitzen möglich

Demnach werden ab April 2019 Bestellungen europäischer Kunden entgegengenommen. Für das vierte Quartal sind dann die ersten Auslieferungen geplant. Der Preis beträgt hierzulande rund 33.000 Euro. In den USA kostet das E-Bike umgerechnet rund 26.000 Euro. 

Das erste elektrisch angetriebene Motorrad der Kultmarke bietet einige eindrucksvolle Eckdaten. Demnach soll der Sprint aus dem Stand auf 96 km/h gut drei Sekunden dauern. Maximal sind 177 km/h drin. Die Reichweite im City-Modus geben die Amerikaner mit 225 Kilometer an. Im Highway-Modus schrumpft sie auf 142 Kilometer.

Ende 2019 kommt die neue Harley-Davidson Livewire auch nach Deutschland

Piëch Automotive Mark Zero Concept – Schönling auf Allzweck-Plattform

Piëch Automotive will bald groß ins Autobusiness einsteigen. Auf einer modularen Plattform sollen neben eigenen Autos auch Fahrzeuge anderer Hersteller entstehen.

Zu den Highlights des diesjährigen Genfer Autosalons (7. bis 17. März) zählt der Elektrosportwagen Mark Zero der neuen Automarke Piëch Automotive. Den Namen Piëch dürften viele mit dem langjährigen VW-Chef Ferdinand Piëch verbinden. In diesem Fall hat allerdings sein Sohn Anton das neue Unternehmen gänzlich unabhängig von Volkswagen 2016 ins Leben gerufen. Der Mark Zero ist das Erstlingswerk, dem in wenigen Jahren weitere Modelle mit rein elektrischen Antrieben folgen sollen.

Mit dem Mark Zero Concept zeigt das junge Unternehmen Piëch Automotive sein Erstlingswerk vor

Technisch wie optisch ist der Mark Zero ein imposantes Statement. Angesichts der klassischen GT-Silhouette könnte man den Stromer auf den ersten Blick für einen typischen Aston Martin halten. Auch die Fahrleistungen des 4,43 Meter langen Zweisitzers wären eines Vertreters der britischen Traditionsmarke durchaus würdig. Dank drei jeweils 150 kW/204 PS starken E-Motoren soll der 1,8-Tonner in 3,2 Sekunden Tempo 100 erreichen. Maximal sind 250 km/h drin. Dank neuartiger Batteriezellen der Firma Desten kann der luftgekühlte Energiespeicher 500 Kilometer Reichweite sowie eine 80-Prozent-Ladung in unter fünf Minuten ermöglichen. 

Eigentlich sieht der Mark Zero wie ein klassischer Sportwagen aus, doch unter der elegant geschnittenen Hülle steckt ein Elektroantrieb

Der Mark Zero, in Genf als Konzept deklariert, soll Teil einer ab 2022 verfügbaren Modellfamilie werden, die Piëch noch um einen Viersitzer und ein SUV erweitern will. Preislich soll der Sportwagen zwischen 150.000 bis 170.000 Euro liegen. Auch weitere Konzepte auf der grundsätzlich modular ausgelegten Plattform sind denkbar. Theoretisch sind bis zu sechzig Varianten möglich. Zudem eignet sich die Plattform für verschiedene Antriebe. Neben E- sind auch Verbrennungsmotoren, verschiedene Hybride oder eine Brennstoffzelle denkbar. 

Möglicherweise 2022 könnte der Mark Zero in Serie gehen

Eine weitere Besonderheit des modularen Konzepts ist es, Fahrzeuge über längere Zeiträume technisch aktuell zu halten. Neben Software sollen auch Hardware-Komponenten wie etwa die Batterie austauschbar sein. Die modulare Struktur will Piëch im B2B-Geschäft in einem nächsten Schritt auch anderen Herstellern anbieten. Doch zunächst muss die neue Automarke noch einen Partner finden, der die Piëch-Stromer bauen wird.

Der Preis für den elektrisch getriebenen GT könnte zwischen 150.000 und 170.000 Euro liegen

GFG Style Kangaroo – Der Sportwagen fürs Grobe

SUV mit supersportlichen Fahreigenschaften gibt es bereits einige auf dem Markt. Doch ein echter Supersportler mit SUV-Kompetenz ist neu.

Die 2015 von Giorgio und Fabrizio Giugiaro gegründete Designfirma GFG Style präsentiert auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) mit der Studie Kangaroo ein sogenanntes Hyper-SUV. Im Kern handelt es sich um einen knackig proportionierten Elektro-Sportwagen, der unter anderem dank Allradantrieb auch Ausflüge in unwegsames Gelände nicht scheuen muss. Chancen auf eine Serienfertigung dürfte das Designerauto kaum haben.

Eindeutig ein Sportwagen, aber kein SUV: der GFG Style Kangaroo

Von der neuen Kategorisierung sollte man sich nicht täuschen lassen: Sieht man von der leicht erhöhten Bodenfreiheit und den großzügig geschnittenen Radhäusern einmal ab, weist der Kangaroo keine Ähnlichkeit zu einem SUV auf. Vielmehr handelt es sich um einen keilförmigen Flachbau, der optisch wie ein Mittelmotor-Sportwagen wirkt. Die maximal 1,29 Meter hohe Karosserie schmiegt sich eng über die 22 Zoll großen Sporträder. Zwischen den Achsen befindet sich eine gläserne Kanzel, die Platz für zwei Passagiere hat. Eine Besonderheit sind die zweiteiligen Türen: Während ein Glasteil nach oben wegklappt, öffnet sich der untere Teil der Tür nach vorne und oben. 

Der Kangaroo ist nur 1,29 Meter flach

Der Innenraum des Kangaroo ist mit viel rotem Leder ausgekleidet. Durch das nach oben offene Lenkrad blickt der Fahrer auf ein mittelgroßes Display für fahrrelevante Informationen. Darüber befindet sich ein schmales und sehr breites Display, das Bilder der virtuellen Außenspiegel zeigt. Zudem gibt es ein vertikal angeordnetes Riesendisplay in der Mittelkonsole, das als Anzeige- und Bedienelement für diverse Fahrzeugfunktionen und das Infotainmentsystem dient. 

Eigentlich sieht der Kangaroo wie eine typischer Mittelmotor-Sportwagen aus

Angetrieben wird der Kangaroo von einem Elektromotor-Duo, das zusammen 360 kW/490 PS und 680 Newtonmeter Drehmoment leistet. Der Allradantrieb erlaubt eine Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 in unter vier Sekunden, maximal sind 250 km/h möglich. Eine 90-kWh-Batterie soll für mehr als 450 Kilometer Reichweite sorgen. Der allradgelenkte Kangaroo bietet drei Fahrmodi, bei denen sich die Parameter für Bodenfreiheit und Radsturz ändern. So erhöht sich im Offroad-Modus die Bodenfreiheit auf 26 Zentimeter, während sie im Race-Modus auf 14 Zentimeter sinkt.

Elektro-Konzepten Genf: Seat El-Born Spanischer Stromschlag

Auch Seat wird zur Elektroautomarke. Auf dem Genfer Autosalon zeigen die Spanier schon recht konkret, wohin die Reise demnächst geht.

Der VW-Konzern wird sich sehr bald als Anbieter von Elektroautos aufstellen. Auch die Marke Seat soll dabei mitmischen. Wie ein erstes vollelektrisches Modell der Spanier aussehen wird, zeigt auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) die Studie El-Born. Das Kompaktfahrzeug mit vanartiger Silhouette soll gute Fahrleistungen und üppige Reichweite bieten.

Schicker Stromer: Das Seat-Konzept El-Born

Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handle sich um eine Neuauflage des Altea, doch anders als das einstige Golf-Derivat setzt der El-Born auf den neuen Modularen Elektrobaukasten MEB auf. Dieser soll VW als Basis für eine große Zahl alltagstauglicher E-Fahrzeuge dienen. Im Fall des El-Born, übrigens der Name eines hippen Stadtteils in Barcelona, sollen 420 Kilometer im WLTP-Testzyklus möglich sein. Dank eines 150 kW/204 PS starken E-Antriebs wird eine Sprintzeit aus dem Stand auf 100 in 7,5 Sekunden proklamiert. Ebenfalls schnell soll sich die Batterie aufladen lassen. Da die Ladeleistung auf bis zu 100 kW ausgelegt wurde, lässt sich das 62-kWh-Batteriepack theoretisch in einer Dreiviertelstunde bis zu 80 Prozent befüllen. Eine Besonderheit des El-Born ist eine Wärmepumpe, die helfen kann, den Energiebedarf der Elektroheizung zu senken. Diese im späteren Serienmodell voraussichtlich optional erhältliche Technik kann damit die Reichweite um bis zu 60 Kilometer erhöhen.

Das Design des El-Born ist von einigen aerodynamischen Optimierungen geprägt, was sich positiv auf die Reichweite auswirken wird

Das Design des El-Born zeichnet sich unter anderem durch etliche aerodynamische Optimierungen aus, was sich ebenfalls positiv aufs Reichweitenpotenzial auswirken soll. Der Vorbau fällt vergleichsweise kurz aus, was dem Platzangebot innen zu Gute kommt. Der Innenraum präsentiert sich sehr aufgeräumt. Die wenigen Schalter und Knöpfe befinden sich am Lenkrad und auf der linken Seite des Armaturenbretts. Ansonsten gibt es zwei große Displays hinterm Lenkrad und in der Mittelkonsole, die wiederum viel Stauraum für Kleinkram bietet. 

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Zwar handelt es sich beim Seat El-Born offiziell um eine Studie, doch nimmt diese ziemlich konkret vorweg, was bereits kommendes Jahr auf den Markt kommt. Das kompakte E-Auto der Spanier wird wie der ebenfalls für 2020 angekündigte VW ID in Zwickau produziert.

Tesla Model 3: Billig-Basis in den USA nun verfügbar

Eigentlich sollte das Model 3 von Tesla nur 35.000 Dollar kosten. Praktisch war das Einstiegsmodell allerdings nicht verfügbar. Bis jetzt.

Vor gut drei Jahren gab Tesla-Chef Elon Musk das Versprechen, das E-Auto Model 3 zu einem Preis von 35.000 Dollar (ca. 31.000 Euro) anzubieten. Bislang lagen die Preise tatsächlich verkaufter Fahrzeuge allerdings deutlich über diesem Kurs. Doch seit gestern ist nun auch die günstigste Variante offiziell bestellbar. 

Um diesen Preis zu erreichen, muss man als Kunde ein paar Einschränkungen hinnehmen. So wird die Reichweite auf 220 Meilen (350 Kilometer) beschränkt, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 Mph, was knapp über 200 km/h entspricht. Die reduzierte Ausstattung umfasst ein Audiosystem, elektrisch verstell- und beheizbare Vordersitze und ein Navigationssystem. Tesla bietet für sein Model 3 ein optionales Ausstattungspaket sowie verschiedene Reichweitenstufen und verschiedene Antriebsvarianten. Alternativ zum Heck- gibt es auch Allradantrieb sowie eine Performance-Variante. 

Für etwa 31.000 Euro wird die Basisversion in Europa, wo sie voraussichtlich ab Sommer verfügbar ist, nicht zu haben sein. Wenn Zoll und Steuern hinzugekommen sind, dürfte das Einstiegsmodell hierzulande mit rund 40.000 Euro ausgeschildert sein. Eine Bezuschussung durch die Bafa von 4.000 Euro ist nicht mehr möglich, denn die Elektroautoprämie soll im Juni auslaufen. Derzeit kann man das Model 3 in Deutschland mit Langestreckenbatterie (560 Kilometer Reichweite) ab 52.300 Euro bekommen, die Performance-Variante kostet sogar 63.000 Euro.

Um die niedrigeren Preise zu ermöglichen, auch Model S und X sollen günstiger werden, will Tesla Kosten sparen. Deshalb plant das Unternehmen unter anderem eine Ausdünnung seines Händlernetzes. Tesla-Stores, in Deutschland gibt es 22, sollen dafür geschlossen werden. Stattdessen will sich der Konzern auf den Online-Vertrieb konzentrieren. Kunden sollen künftig in wenigen Minuten mit dem Smartphone ihren neuen Tesla bestellen, den sie nach einer ausgiebigen Probefahrt bei Nichtgefallen innerhalb einer Woche und nach maximal 1.600 Kilometern auch wieder zurückgeben können.

VW ID Buggy Concept

Nein, einen Elektro-Buggy will VW nicht bauen. Doch die Wolfsburger wollen zeigen, dass die Basis des ID Buggy, also der Elektrobaukasten MEB, sich auch für freizeitorientierte E-Mobile eignet.

Mit dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) will VW schon bald die Massen elektrisieren. Doch zugleich könnte die E-Antriebs-Plattform auch als Basis für freizeitorientierte Autos herhalten, die in Kleinserie entstehen. Wie so was aussehen könnte, demonstrieren die Wolfsburger auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) mit der Studie ID Buggy. Dabei handelt es sich um eine dach- und türlose Neuinterpretation der 60er-Jahre Buggys, die im Gegensatz zu den historischen Vorbildern ganz ohne Benzin fährt. 

Mit dem ID Buggy will VW Lust auf Elektromobiltät machen

Wie schon andere MEB-Derivate steckt auch unter der knapp geschnitten Blechhaut des ID Buggy ein 150 kW/204 PS und 310 Newtonmeter starker E-Motor in Kombination mit Ein-Gang-Getriebe und 62 kWh großer Lithium-Ionen-Batterie. Anders als künftige Alltagsautos auf MEB-Basis mit über 400 Kilometer Reichweite soll der Buggy einen „fahraktiven“ Radius von nur 250 Kilometer erlauben. Die Sprintzeit des nur etwas über vier Meter langen Zweisitzers gibt VW mit 7,2 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 160 km/h begrenzt. Die Studie wurde als Hecktriebler ausgelegt, doch grundsätzlich erlaubt der MEB-Baukasten die Integration eines zweiten Motors an der Vorderachse und damit auch Allradantriebe. 

Optische Besonderheiten des ID Buggy sind seine freistehenden, weit in die Ecken gerückten 18-Zoll-Räder mit grobstolligen All-Terrain-Reifen. Die Karosserieüberhänge fallen extrem kurz aus. Auf ein Dach wird verzichtet, doch zwischen Frontscheibe und einem als Überollschutz dienendem Heckbügel lässt sich eine Persenning als Notverdeck spannen. An Heck und Front gibt es rundliche LED-Leuchten, die dem Fahrzeug ein freundliches Antlitz verleihen. Ebenfalls dank LED-Technik leuchtet das VW-Logo auf der Fronthaube. 

Der Innenraum des ID Buggy ist wasserfest

Der wetterfeste Innenraum ist sehr spartanisch eingerichtet. Lediglich hinterm Lenkrad gibt es eine kleine Digitalanzeige, die fahrrelvante Informationen sowie den Akkufüllstand anzeigt. Hinter den beiden Schalensitzen befindet sich noch eine große Ablagefläche, die auch die Mitnahme größerer Gegenstände erlaubt. 

Auf den 18-Zoll-Rädern sind grobstollige All-Terrain-Reifen von Goodrich aufgezogen

Den Bau eines möglichen Serien-Buggys deutet VW nicht an. Vielmehr soll das Showcar auf die Vielseitigkeit und die Möglichkeiten der MEB-Plattform verweisen, die in Zukunft vielleicht auch kleine Hersteller dazu animiert, Elektro-Freizeitmobile wie einen Buggy zu bauen, ganz so wie einst es die Erfinder des Ur-Buggys mit dem VW Käfer als Basis taten.

Polestar 2 – Der zweite Strom-Schlag

Polestar will neben Luxus-Performance-Autos auch Elektrofahrzeuge für ein größeres Publikum anbieten. Den Anfang macht 2020 der „2“, der dem Model 3 von Tesla Konkurrenz machen dürfte

Im Frühjahr 2020 bringt Polestar den 2 auf den Markt

Mit dem „1“ hat Volvos Submarke Polestar ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Allerdings wird das noch seinen Marktstart harrende Hybrid-Coupé nur wenigen und betuchten Kunden vorbehalten bleiben. Doch schon bald will Volvos junger Ableger auch E-Autos für ein größeres Publikum anbieten. Den Anfang macht die jetzt vorgestellte Viertürer-Limousine „2“, die eindrucksvolle Fahrleistungen und gehobenes Reichweitenpotenzial mit moderateren Preisen in Einklang bringen soll. 

Obwohl es sich bei dem gut 4,60 Meter langen Fahrzeug um ein rein elektrisches Auto handelt, hinterlässt das Blechkleid einen zunächst ziemlich konventionellen Eindruck. Optische Raffinesse findet sich dafür im Detail. So gibt es ein aus 280 LEDs zusammengesetztes Rücklicht, welches sich über die gesamte Breite der Heckpartie erstreckt. Dank der vielen einzelnen Lichtpunkte erlaubt die Leuchteinheit zum Beispiel eine animierte Willkommens-Sequenz. Auch für die Frontleuchten sind LED-Varianten verfügbar, die zudem ihren Lichtkegel passgenau an die jeweilige Fahrsituation anpassen können. Ein weiteres Detail sind die aerodynamischen Außenspiegel, bei denen die Kappen und das Glas eine Einheit bilden, was im Vergleich zu konventionellen Spiegeln 30 Prozent weniger Luftwiderstand erzeugen soll. 

Der Innenraum, bei dem Polestar vornehmlich „vegane“ Materialien verwendet, präsentiert sich sehr aufgeräumt. Knöpfe und Schalter sind Mangelware. Zentral in der Mittelkonsole befindet sich dafür ein 11-Zoll-Touchscreen, über das sich die meisten Fahrzeugfunktionen steuern lassen. Fahrrelevante Informationen zeigt ein weiteres Display hinterm Lenkrad an. 
Als Betriebssystem für die Infotainment-Plattform setzt Polestar auf Android. Dieses erlaubt die Integration und Nutzung von Google-Diensten wie Maps und Assistent. Außerdem stehen dem Nutzer die Apps aus dem Google Play Store zur Verfügung. Neben Android-Smartphones lassen sich auch Apple-Telefone verbinden. 

Das Handy übernimmt im Polestar 2 unter anderem die Funktion des Autoschlüssels. Dank vier im Fahrzeug integrierten Bluetooth-Modulen kann der Stromer exakt die Position des Nutzers ausmachen. Sollte dieser sich bis auf 1,5 Meter dem Fahrzeug nähern, wird automatisch entriegelt. Ein Startvorgang erübrigt sich, denn sobald der Fahrer Platz nimmt, ist das Fahrzeug fahrbereit. 

Polestar will sich als Performance-Marke etablieren, was sich selbst in Produkten wie dem „2“ widerspiegeln soll. Optisch vermitteln unter anderem gelb lackierte Bremszangen von Brembo oder die goldenen Sicherheitsgurte diesen Anspruch. Zudem verspricht Volvo ein steifes und agiles Fahrzeug mit besonders tiefem Schwerpunkt. Dafür verantwortlich ist unter anderem die im Fahrzeugboden integrierte Batterie. Diese setzt sich aus 324 Pouch-Zellen zusammen, die wiederum auf 27 Module aufgeteilt werden. Das abgekapselte Batteriepaket bietet 78 Kilowattstunden Speicherkapazität, was laut Hersteller bis zu 500 Kilometer WLTP-Reichweite ermöglichen soll. 

Sollte der Fahrer allerdings das längsdynamische Potenzial des Antriebs ausschöpfen, dürfte die Reichweite stark sinken. Gleich zwei E-Motoren kommen jeweils an Vorder- und Hinterachse zum Einsatz, die eine Systemleistung von 300 kW/408 PS und 660 Newtonmeter bereitstellen. Damit soll der 100-km/h-Sprint weniger als fünf Sekunden dauern. Eine Höchstgeschwindigkeit nennt Polestar nicht. 

Seine Publikumspremiere feiert der „2“ übrigens auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März). Auf der Polestar-Internetseite kann das Auto bereits jetzt konfiguriert und vorbestellt werden. Allerdings zunächst nur in der rund 60.000 Euro teuren und umfangreich ausgestatteten „Launch Version“. Es ist auch eine abgespeckte Basisversion für rund 40.000 Euro geplant, die allerdings eine kleinere Batterie und einen wahrscheinlich schwächeren Antrieb bieten wird.

4,60 Meter ist der Viertürer lang
Das Rücklicht besteht aus 280 LED-Leuchtdioden


Wer jetzt bestellt, muss noch etwas Geduld mitbringen, denn die Produktion im chinesischen Chengdu soll erst in gut einem Jahr anlaufen. Bis zu den ersten Auslieferungen werden noch einige weitere Monate vergehen. Anbieten wird Polestar das neue E-Auto zunächst auf nur wenigen Märkten. In Europa sind das Deutschland, Schweden, Holland, Norwegen, Belgien und Großbritannien. Zudem werden USA, China und Kanada bedient. Bis 2020 will Polestar in diesen Länder 60 Showrooms eröffnen.

Test: Ford Focus 1.0 Ecoboost (92 kW/125 PS)

Gut vernetzt und abgesichert

Beim Focus hat Ford einen Neuanfang gewagt. Im Vergleich zum Vorgänger hat das Kompaktmodell damit einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Im Autoalltag sorgt das für viel Freude.

Wer schön sein will, muss leiden. Sagt der Volksmund. Doch der neue Ford Focus zeigt, wie sich ein attraktives Äußeres und ein ausgewogenes Wohlfühl-Innenleben in Harmonie vereinen.

Erstaunlich großzügig ist das Platzangebot des Focus

Optisch steht die Neuauflage des Focus gut da. Die Silhouette des im Herbst gestarteten Steilheck-Fünftürers ist gestreckter und flacher als die des Vorgängers. Schick wirken sein neuartiges und raffiniertes Sickenspiel in den Flanken oder die markanten LED-Leuchten vorne und hinten. Zusammen mit Alurädern und Metallic-Lack dürfte der Kölner die neidischen Blicke der Nachbarn ziemlich sicher auf sich ziehen. 

Gelungen ist auch der aufgeräumte und im Vergleich zum Vorgänger deutlich klarer strukturierte Innenraum

Gelungen ist auch der aufgeräumte und im Vergleich zum Vorgänger deutlich klarer strukturierte Innenraum. Trotz der gewachsenen Funktionsvielfalt hat Ford im Vergleich zum Vorgänger die Zahl der Knöpfe halbiert. Für wohnliches Flair sorgen ein großer Touchscreen, Chromzierrat, Softtouch-Oberflächen und Leder an den haptisch entscheidenden Stellen. Lediglich stellenweise findet sich auch etwas spröde wirkendes Hartplastik, welches den positiven Eindruck aber kaum trübt. Das Angebot an Ablageflächen ist gut. Das große Fach der Mittelkonsole bietet ein USB-Port und eine Induktionsladefläche für Smartphones. Ein großer Gewinn im Winter sind neben beheizbaren Vordersitzen zusätzliche Heizfunktionen für Windschutzscheibe und Lenkrad. 

Neben den analogen Rundinstrumenten und einem Display im Kombiinstrument kann sich der Focus-Pilot zusätzlich über ein optionales Head-up-Display fahrrelevante Informationen anzeigen lassen. Für das vielseitig talentierte Infotainment-System Sync 3 gibt als weitere Anzeige- und Bedieneinheit einen freistehenden Touchscreen zentral im Armaturenbrett. Unter anderem erlaubt das Sync 3 ein schnelles und einfaches Koppeln mit dem Smartphone und damit auch eine unkomplizierte Nutzung der Freisprecheinrichtung. Zudem versteht es Sprachbefehle, was zum Beispiel mündliche Eingaben von Zieladressen fürs Navi erlaubt. Die Routenführung verwertet selbstredend Echtzeit-Verkehrsinformationen. Dank WLAN-Hotspot kann der Beifahrer diese über sein Tablet auch mit Google Maps online abgleichen. Kleiner Kritikpunkt: Die Hometaste auf dem Touchscreen könnte ruhig eine Nummer größer ausfallen. 

Hinter der Rückbank gibt es außerdem ordentlich Platz für Gepäck

Der Focus glänzt außerdem mit etlichen Assistenzsystemen. So gibt es einen Kollisionswarner, der bei drohendem Crash mit anderen Autos, Fußgängern oder Radfahrern automatisch bremst. Ebenfalls bremsen und damit den Wunschabstand wahren kann der über Lenkradtasten leicht justierbare Abstandstempomat, der den Fahrer vor allem auf Autobahnen entlastet. Der Fahrspurpilot hält auch unaufmerksame Fahrer Kurs, während die Verkehrszeichenerkennung über das aktuell geltende Tempolimit aufklärt. Und intelligente LED-Scheinwerfer sorgen für gute Sicht, indem sie ihre Leuchtkegel dank Fernlichtautomatik und kamerabasiertem Kurvenlicht der Fahrsituation automatisch anpassen.

Die Silhouette des im Herbst gestarteten Steilheck-Fünftürers ist gestreckter und flacher als die des Vorgängers

Erstaunlich großzügig ist das Platzangebot des Focus. Neben der fast 4,40 Meter langen und 1,83 Meter breiten Karosserie ist dafür vor allem der um fünf Zentimeter auf 2,70 Meter gewachsener Radstand verantwortlich. Damit hat der Kompakte das Niveau der zweiten Mondeo-Generation erreicht. Vorne freuen sich Gäste über den großen seitlichen Entfaltungsspielraum und den guten Sitzkomfort des optionalen Ergonomie-Gestühls. Hinten protzt der Ford mit großzügiger Beinfreiheit; die Polsterung der Rückbank wirkt indes etwas weich und windig. Da der Kardantunnel sehr flach baut, bietet die Rückbank auch einer dritten Person eine angemessene Sitzposition. Wer mit kleinen Gästen unterwegs ist, wird sich über eine Besonderheit freuen: Beim Öffnen der Seitentüren umschmiegt ein beweglicher Gummischutz automatisch die am stärksten exponierte Türblechkante, um so Lackschäden bei sich und Parkplatznachbarn zu verhindern.

Hinter der Rückbank gibt es außerdem ordentlich Platz für Gepäck: Der dank zweigeteilter Rücklichter über eine breite Öffnung beladbare Kofferraum kann 375 Liter aufnehmen. Die Rückbanklehne lässt sich zweiteilig nach vorne klappen, wodurch der Laderaum auf 1.354 Liter wächst. Clever-Lösungen wie Taschenhaken, Ösen für Spanngurte und eine kleine Durchladeöffnung mittig in der Rückbanklehne sind willkommene Alltagshilfen. Ebenfalls smart: Das Warndreieck befindet sich unterhalb der Gepäckraumabdeckung und bleibt somit selbst bei vollem Kofferraum stets griffbereit.

Erstaunlich großzügig ist das Platzangebot des Focus

Auf recht wenig Raum, genauer gesagt wenig Hubraum, setzt Ford beim Antrieb. Zumindest bei den kleinen Aggregaten der Ecoboost-Familie müssen sich drei Zylinder einen Liter teilen. Als Kompensation gibt es Turbounterstützung auf den drei Leistungsniveaus 63 kW/85 PS, 74 kW/100 PS oder den von uns getesteten 92 kW/125 PS. Während der laufruhige Motor beim Anfahren und niedrigem Tempo noch etwas knurrig klingt, bleibt er ansonsten akustisch zurückhaltend. Durchzugs- oder Spritspar-Wunder darf man allerdings nicht erwarten: Der Sprint endet nach 10 Sekunden, maximal sind 200 km/h drin. Laut Ford liegt der Treibstoffkonsum in Kombination mit dem angenehm flutschenden Sechsganggetriebe um fünf Liter, praktisch muss man mit 1,5 bis 2 Liter mehr rechnen. 

Einen positiven Eindruck hinterlässt das Fahrwerk, welches – typisch Focus – den Spagat aus Alltagstauglichkeit und Agilität erfreulich gut meistert. Lustvoll flott und geschmeidig lassen sich Kurven durchpfeilen. Unnötige Härten bleiben den Insassen dennoch erspart, denn auch beim Komfort gibt sich der kompakte Ford ausgewogen. 

Leichtes Unbehagen könnte bei potenziellen Focus-Käufer hinsichtlich der Preisfrage aufkommen. Mit der noch ausbaufähigen Ausstattung Trend verlangt Ford die 125-PS-Version bereits um 22.000 Euro. Doch eigentlich sollte es mindestens die empfehlenswerte und dann 24.000 Euro teure Ausstattung Cool & Connect. Angesichts der vielen attraktiven Extras lässt sich der Preis aber problemlos auf über 30.000 Euro treiben. Ein vergleichbarer Golf kostet noch einige Tausender mehr.

Ford Focus Fünftürer – Technische Daten:

Fünftürige, fünfsitzige Kompaktlimousine mit Frontantrieb, Länge: 4,38 Meter, Breite: 1,83 Meter, Höhe: 1,45 Meter, Radstand: 2,70 Meter, Kofferraumvolumen: 375 bis 1.354 Liter.

1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner, 92 kW/125 PS bei 6.000 U/min, maximales Drehmoment: 170 Nm bei 1.400-4.500 U/min, 0-100 km/h: 10,0 s, Vmax: 200 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,8 – 5,0 l/100 km, Testverbrauch: 6,5 l/100 km, CO2-Ausstoß: 10 – 114 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-temp, Effizienzklasse A-B, Preis: ab 21.700 Euro

Kurzcharakteristik:
Warum: Weil der neue Focus in fast allen Aspekten ein wirklich gelungenes Auto ist.
Warum nicht: Weil der Fortschritt auch ins Geld geht.
Was sonst: VW Golf, Kia Ceed, Hyundai i30, Opel Astra, Renault Mégane, Peugeot 308, Toyota Corolla, Fiat Tipo, Honda Civic

VW-Erbe startet in Genf durch

Piëch Automotive Mark Zero

Lange war der Name Piëch untrennbar mit dem Volkswagenkonzern verbunden. Mittlerweile steht Piëch jedoch für eine neue Automarke. Die zeigt jetzt ihr erstes Fahrzeug.

Um den Namen Piëch ist es in der Welt der Mobile lange ruhig geblieben, doch zum Genfer Autosalon (7. bis 17. März) kehrt der Auto-Clan zurück ins Rampenlicht: Piëch Automotive heißt ein noch junges Unternehmen aus der Schweiz, das den Autosalon als Bühne nutzt, um sein erstes rein elektrisch angetriebenes Konzeptauto, den zweitürigen Sportwagen Mark Zero, vorzustellen. 

Namensgeber für Piëch Automotive ist allerdings nicht der ehemalige VW-Patriach Ferndinand, sondern sein Sohn Anton. Dieser hat bereits 2016 zusammen mit Rea Stark Rajcic ein Unternehmen in Zürich gegründet, das mit Unterstützung von 200 externen Mitarbeitern zunächst eine flexible Fahrzeug-Architektur entwickelt hat. Diese Plattform soll sich für batterieelektrische Antrieb, Brennstoffzelle, Hybrid und auch Verbrenner eignen. 

Der Mark Zero verfügt über einen batterieelektrischen Antrieb, der 500 Kilometer Reichweite erlauben soll

Beim ersten Auto, dem klassisch gezeichneten, zweitürigen GT Mark Zero, setzt Piëch Automotive auf einen E-Antrieb mit Batteriespeicher. Der soll dank eines neuen Zelltyps 500 Kilometer Reichweite nach WLTP-Norm erlauben. Zudem verspricht Piëch eine einmalig kurze Ladedauer sowie eine geringe Wärmeentwicklung der Zellen, weshalb für das Thermomanagement der Batterie eine Luftkühlung reicht. Unter anderem dank des Verzichts auf eine bei Performance-Stromern sonst übliche Flüssigkühlung soll das Gesamtgewicht nur 1,8 Tonnen betragen. Fahrleistungen werden noch nicht genannt, doch der Mark Zero soll sich auf Sportwagenniveau bewegen. 

Beim Mark Zero handelt es sich um einen klassisch gezeichneten GT

Eine weitere Besonderheit der Fahrzeugtechnik von Piëch Automotive ist ein modulares Konzept, welches erlaubt, Fahrzeuge über längere Zeiträume technisch aktuell zu halten. Neben Software sollen auch Hardware-Komponenten wie etwa die Batterie austauschbar sein. Der Mark Zero ist das erste Fahrzeug einer Piëch-Modellfamilie, die noch um einen Viersitzer und ein sportliches SUV wächst. In den kommenden Jahren will das Unternehmen ein erstes Fahrzeug der Produktfamilie auf den Markt bringen.

Der Neue: Range Rover Sport HST

Sondermodell mit Spezialmotor

Mit dem Range Rover Sport HST stellt Land Rover nicht nur ein neues Sondermodell vor, sondern zugleich eine neue Mildhybrid-Variante der Ingenium-Motorenfamilie in den Dienst.

Ein Vorverdichter soll beim Range Rover HST das Turboloch nahezu eliminieren

Land Rover bietet ab sofort zum Preis von rund 99.000 Euro den Range Rover Sport als Sondermodell HST an. Als Besonderheit bietet es einen neuen 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Benziner mit 294 kW/400 PS und dem Mildhybrid-System MHEV.

Kernstück der MHEV-Technik ist der riemengetriebene Startergenerator des Start-Stopp-Systems. Beim Verzögern kann dieser Bremsenergie in elektrischen Strom wandeln und damit eine 48-Volt-Batterie speisen. Beim Anfahren lässt sich diese Energie dazu nutzen, den Verbrenner zu unterstützen. Darüber hinaus bietet der Reihensechser einen elektrisch angetriebenen Verdichter, der das Turboloch nahezu eliminieren und damit das Ansprechverhalten des Motors verbessern soll. Das 550 Newtonmeter starke Aggregat schiebt den Range Rover Sport aus dem Stand auf Tempo 100 in 6,2 Sekunden, maximal sind 225 km/h möglich. Den Verbrauch geben die Briten mit knapp über neun Liter an.

Leder, Alu und Velours sorgen im Range Rover HST für zusätzliche Behaglichkeit

Erkennungsmerkmale des Sondermodells sind HST-Emblem an der Karosserie, Karbonelemente, schwarze 21-Zoll-Räder, Zweifarblackierung mit schwarzem Dach, rote Bremssättel und Panoramaglasdach. Das Interieur prägen elektrisch verstellbare Vordersitze mit Winsorleder, Velours für Sitzwangen und Dachhimmel sowie aus Aluminium gefertigte Schaltwippen und Dekoreinlagen. Zum Ausstattungsumfang gehören zudem Abstandstempomat und Notbremssystem.

Der Neue: Audi RS 5 Sportback

Fahrspaß, der seinen Preis hat

Die Sportversion des Ende 2016 gestarteten A5 Sportback bringt Audi im Sommer auf den Markt. Der RS 5 bietet Sportwagendynamik, kostet allerdings auch mehr als das Doppelte des Basis-A5.

Cockpit

Audi nimmt ab sofort Bestellungen für die rund 83.000 Euro teure Performance-Variante des A5 Sportback namens RS 5 entgegen. Herzstück der ab Mitte 2019 verfügbaren Sportversion ist ein 2,9-Liter großer V6-Biturbo-Benziner mit 331 kW/450 PS und 600 Newtonmetern Drehmoment. In Kombination mit Achtgang-Automatik und Allradantrieb (jeweils Serie) soll der Bolide in 3,9 Sekunden aus dem Stand Tempo 100 erreichen, der Vortrieb endet bei 280 km/h.

Optisch unterstreichen Details wie der breite und flache Kühlergrill sowie zusätzliche Luftöffnungen mit Wabengitterstruktur den dynamischen Anspruch. Diffusoreinsatz, ovale Auspuffendrohre und Spoilerlippe verleihen dem Heck optisch mehr Kraft. Zudem steht das Fahrzeug auf 19-Zoll-Schmiederädern. Optional bietet Audi verschiedene 20-Zöller sowie die exklusive Lackierung Sonomagrün-Metallic an.

Dynamic photo, Colour: Sonoma Green Metallic

Zur Verbesserung der Fahrdynamik verfügt der RS 5 serienmäßig unter anderem über ein selbstsperrendes Mittendifferenzial, das für eine bedarfsgerechte Momentenverteilung zwischen den Achsen sorgt. Optional ist außerdem ein Sportdifferenzial verfügbar, das zusätzlich die Kraftverteilung zwischen den Hinterrädern reguliert. Das serienmäßige Sportfahrwerk setzt an Vorder- und Hinterachse auf eine Fünflenker-Konstruktion. Aufrüsten lässt es sich noch um das Sportfahrwerk Plus mit Dynamic Ride Control, Keramikbremsen und Dynamiklenkung. Wer diese und ein paar weitere Extras ordert, kann den Preis des RS 5 locker auf sechsstelliges Niveau treiben. Zum Vergleich: Die Basisversion des A5 Sportback kostet rund 38.000 Euro.

Der Neue: Audi SQ5 TDI

Mit neuer Technik ganz der Alte

Audis Q5 darf ab Sommer wieder mit überbordender Dieselpower auf Sport-SUV machen. Künftig helfen dabei E-Verdichter und Hybridtechnik.

Der Anfang 2017 eingestellte SQ5 TDI kehrt im Sommer zurück. Audi nimmt bereits Bestellungen für die mindestens gut 68.000 Euro teuren Neuauflage seines Performance-Diesels entgegen. Im Vergleich zur Anfang 2017 eingestellten Plus-Version bietet sie etwas mehr Motorleistung, die Fahrwerte und Verbrauch verharren indes auf unverändert hohem Niveau.

Herz des Diesel-SQ5 ist wie bisher ein 3.0 V6 TDI, dessen Leistung um 5kW/7 PS auf 255 kW/347 PS gestiegen ist. Das Drehmoment beträgt wie zuletzt 700 Newtonmeter. Technisch hat sich beim Motor dennoch einiges getan. Neuerungen für den Selbstzünder sind ein elektrisch angetriebener Verdichter (EAV) und ein 48-Volt-Mildhybrid-System. Während der Verdichter dafür sorgt, das Turboloch zu stopfen, erlaubt das Kernstück des Hybridsystems, der Riemen-Starter-Generator, Energierückgewinnung. Der dabei produzierte Strom wird in einer Lithium-Ionen-Batterie zwischengeparkt, um beim Vortrieb den Verbrenner elektrisch zu unterstützen. In Kombination mit der serienmäßigen Achtgangautomatik kann der Allradler den Standardsprint in 5,1 Sekunden abhaken, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 250 km/h begrenzt. Damit sind die Fahrleistungen mit denen des SQ5 TDI Plus identisch. Den Verbrauch gibt Audi mit 6,6 bis 6,8 Litern auf 100 Kilometer im NEFZ-Zyklus an, beim Vorgänger waren es 6,7.  

Zur Serienausstattung des neuen SQ5 TDI gehören 20-Zoll-Aluräder, LED-Scheinwerfer, Sportfahrwerk mit S-spezifischer Dämpferregelung, Achtstufen-Automatik, Allradantrieb, Sportsitze in Leder/Alcantara sowie ein Dreispeichen-Multifunktions-Lederlenkrad. Optional bietet Audi unter anderem ein Sportdifferenzial für die Hinterachse, 21-Zoll-Räder, Adaptivfahrwerk oder Head-up-Display an.