Stromladen bei Elektroautos — Eine Softwarelösung für einfaches Aufladen

Das Reisen mit dem Elektroauto soll und muss einfacher werden. Die Berliner Firma Hubject hat mit ihrem Plug&Charge-System einen vielverversprechenden Ansatz in den Ring geworfen.

Eine schneller voranschreitende Verbreitung von Elektroautos hat nicht nur in den teilweise langen Lieferzeiten der entsprechenden Modelle oder der Anzahl von Ladepunkten seine Gründe. Potenzielle Kunden sind oftmals auch vom immer noch vorherrschenden Flickenteppich in Deutschland abgeschreckt.

Um ein Elektroauto aufladen zu können, benötigt man oftmals einen Vertrag mit einem Energieanbieter oder eine entsprechende Karte, um an einer Ladesäule Strom zu zapfen. Eine Reise mit dem Elektroauto von Hamburg nach Berlin könnte schon daran scheitern.

Roaming für Elektroautos

Das Berliner Unternehmen Hubject setzt mit seinem eRoaming genannten Produkt genau hier an. Der Begriff Roaming ist aus dem Mobilfunk entnommen, wo er für die Nutzung anderer Netze im Ausland verwendet wird.

Unternehmensangaben zufolge sind über 61.000 Ladepunkte auf drei Kontinenten an die offene Hubject-Plattform angeschlossen. 300 Partner arbeiten mit Hubject, dazu zählen unter anderem Energieversorger und Anbieter von Car Sharing. Bestandteil ist ein digitales Zertifikat im Fahrzeug. Damit kann ein gesicherter Datenaustausch zwischen dem Elektroauto und der Ladesäule stattfinden. Das Auto wird also erkannt und kann aufgeladen werden. Auch der Bezahlvorgang erfolgt vollautomatisch. Der Fahrer muss also nicht vor Ort bezahlen, sondern bekommt eine Gesamtabrechnung.

Daimler, BMW und VW sind Anteilseigner

„Plug & Charge“, auf Deutsch; „Hineinstecken und Laden“, nennt sich dieses einfache System, das den Besitzern und Fahrern von Elektroautos das mobile Leben stark erleichtern soll.

Daimler baut das Hubject-System bereits in die elektrisch angetriebenen Varianten von Smart Fortwo und Forfour ein. Nicht ohne Grund: Bereits seit dem Jahr 2012 ist der Daimler-Konzern als Gesellschafter bei Hubject an Bord. Neben den Stuttgartern zählen auch BMW und Volkswagen, der Zulieferer Bosch und die Energieunternehmen Innogy und EnBW zu den Anteilseignern von Hubject.

Der Pilotversuch ist abgeschlossen, jetzt bereiten die Unternehmen den Roll-Out des Systems vor. Auch andere Autohersteller sollen dafür gewonnen werden, Plug&Charge in ihre Elektroautos einzubauen. Einen Zeitplan für den weltweiten Marktstart geben aber weder Daimler noch Hubject bekannt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/daimler-elektroautos-ladeloesung/

Byton zeigt sich erstmals in Europa — Das Handelskonzept der Elektroauto-Marke

Nicht etwa eine Automesse wie den Genfer Salon im März, sondern die Milan Design Week hat sich Byton für die Europapremiere der Marke und des ersten Modells ausgesucht. Auch das Handelskonzept wird präsentiert.

Auf der Milan Design Week zeigt Byton nicht nur erstmals das Konzeptauto des kommenden Elektro-SUV erstmals in Europa, sondern präsentiert auch das Gestaltungskonzept künftiger Niederlassungen der Marke. Die Byton Brand Stores, die das Unternehmen in Innenstadtlagen gemeinsam mit Handelspartnern eröffnen will, sollen dem eigenen Anspruch nach „mit einem konventionellen Autohaus so viel gemeinsam haben wie ein modernes Elektroauto mit einer Dampfmaschine.“

Dampfen dürfte es in den Byton-Läden aber durchaus. Man möchte dort nämlich nicht nur eine reine Beratungs- und Verkaufsplattform bieten, sondern die Kunden zum Verweilen einladen. Da gehört mindestens eine gute Kaffeemaschine dazu. Einen ähnlichen Weg gehen heute schon Premiummarken wie Maserati, Mercedes-Benz und Jaguar, aber auch Opel mit einem Pilotprojekt in einem Kaufhaus.

Byton will Kunden eine gute Zeit geben

Auch Byton möchte Besuchern der Brand Stores nicht einfach nur ein Auto zeigen. Henrik Wenders, Marketingchef bei Byton, erklärt: „Der Kunde soll eine “enjoyable time„ erleben und in Themenwelten eintauchen, in denen Byton zuhause ist – zum Beispiel die Vorstellung von neuartigen Produkten und Services in einer immer digitaler werdenden Welt.“

Zwischen 500 und 1.000 Quadratmeter sollen die künftigen Erlebnistempel für die Elektroautomarke werden. Ende 2018 soll in der chinesischen Metropole Shanghai die erste Niederlassung ihre Pforten öffnen. Immerhin ein Jahr vor dem Verkaufsstart auf dem dortigen Heimatmarkt. 2020 will Byton auch in den USA und in Europa die ersten Autos verkaufen. Schon vorher dürften dann die ersten Brand Stores potenzielle Kunden einladen, um Auto und Marke zu erklären.

Das Elektroauto als Smart Device

Gesprächsbedarf wird es geben. Byton sieht das Auto nämlich vor allem als „Smart Device“, also als mobiles Endgerät. Der Kunde soll sich auf das digitale Ökosystem der Marke namens „Byton Life“ einlassen. Dann können die elektronischen Helferlein am Auto die Türen öffnen, wenn sie den berechtigten Fahrer anhand von Kameras erkennen, Infotainment und Sitzposition auf ihn einstellen, aber auch aktuell laufende Musik nach der Ankunft im vernetzten Smart Home weiterlaufen lassen. Das funktioniert natürlich auch anders herum, wenn das Kind beispielsweise einen Film, den es gerade auf dem Tablet schaut, einfach im Auto weitersehen kann.

Auf der CES Asia (Consumer Electronics Show), die im Juni 2018 in Shanghai stattfindet, wird Byton übrigens die Studie für ein weiteres Modell der Marke präsentieren. Dann dürfte auch der Modellname des bislang schlicht als Byton Concept bezeichneten Elektro-SUV bekanntgegeben werden.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/byton-europapremiere-brand-stores/

Neues BMW-Cockpit „Operating System 7.0” — Digital-Anzeige für X5, 3er, 8er und Co.

BMW bietet in Zukunft mit dem Anzeige- und Bedien-System „Operating System 7.0“ ein digitales Cockpit an. Was schon Volkswagen (Digital Cockpit) und Mercedes (MBUX) bis hinunter zur Kompaktklasse in Serie bringt, bringt BMW zunächst im neuen BMW X5.

Es folgen BMW Z4, BMW 3er, dem neuen BMW 8er sowie im BMW 7er-Facelift und X7. Einen ersten Ausblick auf das neue Cockpit zeigte schon die Studie Concept X7.

BMW-Cockpit mit diversen Anzeige-Optionen

Auf den ersten Darstellungen zeigt uns BMW, wie die neue Cockpitgestaltung aussieht. In einem rechteckigen Display bilden die Tacho- und Drehzahlbänder mit Skalierung die virtuelle Klammer im Cockpit. Daneben sind klein Kühlertemperatur und Tankanzeige untergebracht. Navigationsinhalte können dazwischen dargestellt, weitere Detailelemente zudem vergrößert angezeigt werden.

Im Sportmodus, rot unterlegt, sind Drehzahlbereiche und Gangwahl herausgezoomt. Die Eco-Darstellung in Blau zeigt zum Beispiel, wie spritsparend der Fahrer auf seine Fahr-Route unterwegs ist. Das Ziel der BMW-Entwickler war, die Bedienung intuitiv und die Anzeigen personalisiert auszuführen.

Direkt neben dem Cockpitbildschirm schließt sich übergangslos ein weiteres Control Display für die Steuerung von Infotainment- und Komfortanzeigen an. Die Einstellungen auf den zehn frei konfigurierbaren Hauptseiten mit bis zu vier Kacheln ändert der Fahrer zukünftig per iDrive-Controller oder per Sprach-, Gesten und Touch-Steuerung. Eine flache Menüstruktur soll dabei zusätzlich die Bedienung vereinfachen. Die Anzeigen sollen in Echtzeit erfolgen.

Neue Warnhinweise an 2018

Des Weiteren verbessert BMW noch 2018 seine Gefahrenwarnungen im Fahrzeug. Bereits seit zwei Jahren sind optional BMW-Fahrzeuge vernetzt und erhalten Hinweise zur Witterung oder zu Pannenfahrzeugen. Jetzt sollen Echtzeit-Staumeldungen anhand von Gefahrenbremsungen oder Aufforderungen der Polizei zum Bilden einer Rettungsgasse möglich sein.

Sobald der Mobilfunkstandard G5 kommerziell verfügbar ist, bietet BMW diesen dann auch in seinen Fahrzeuge an, um bessere Datentransfers und Fahrzeugvernetzung möglich zu machen. Außerdem setzen die Bayern auf Künstliche Intelligenz für die Systeme, die das autonome Fahren möglich machen und die besonders komplexe Situationen des innerstädtischen Verkehrs sicher meistern können.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/bmw-cockpit-operating-system-7-0-infos-bilder-funktionen/

Cadillac-Chef Johan de Nysschen tritt zurück — Differenzen bei Neuausrichtung der Traditionsmarke

Seit August 2014 leitete Johan de Nysschen GMs Nobeltochter Cadillac, jetzt schmeißt der gebürtige Südafrikaner hin. Als Grund stehen „strategische Differenzen“ mit anderen Managern im Raum. De Nysschen hatte bereits viele Veränderungen angestoßen.

Er sammelte Erfahrungen bei BMW, als Chef von Audi-Amerika und als Infiniti-Boss: Jetzt verlässt Cadillac-Chef Johan de Nysschen GM. Der 58-Jährige war vor vier Jahren angetreten, frischen Wind in die Premiummarke zu bringen und sie weltweit erfolgreicher zu machen. Aktuell stellt sich Cadillacs Mutter GM neu auf – de Nysschen kommentiert dies gegenüber der Finanznachrichtenagentur Bloomberg mit „Wir sind uns einig, dass wir uns uneinig sind.“ Der Manager führt „philosophische Gegensätze“ ins Feld.

GM-Präsident Dan Ammann sagte zu de Nysschens Weggang: „Wir schätzen die Bemühungen Johans während der letzten vier Jahre, Cadillac auf ein stärkeres Fundament zu stellen.“ Auf dem chinesischen Markt konnte Cadillac ein enormes Wachstum hinlegen, auf dem heimischen US-Markt verlor die Marke aber Boden gegenüber der deutschen Premium-Konkurrenz aus Mercedes, BMW und Audi. Auf dem deutschen Markt ist Cadillac zwar ein Nischenanbieter, aber immerhin die einzige GM-Marke, die eine größere Modellpalette im Programm hat. General Motors ist hierzulande noch mit drei Ausführungen der Corvette (Stingray, Grand Sport und Z06) sowie dem Chevrolet Camaro als Coupé und Cabrio vertreten.

Viele Veränderungen angestoßen

Johan de Nysschen tat viel, um Cadillac wieder in die Spur zu bringen. So verlegte er den Cadillac-Hauptsitz von dem als Stadt seit Jahrzehnten schwer angeschlagenen Detroit ins pulsierende New York, um der Cadillac-Kundschaft näher zu sein. Außerdem erhöhte er die Preise, um den Premiumanspruch der Marke zu unterstreichen. Dies führte allerdings zum einem Rückgang bei den US-Verkaufszahlen. Beim Thema SUV ist Cadillac spät dran: sehr lange hielten die Amerikaner am rasant wegbrechenden Limousinen-Markt fest. Aktuell haben sie mit dem XT5 und dem Escalade nur zwei SUV im Programm – im Herbst diesen Jahres kommt der XT4 als Kompakt-SUV in den USA auf den Markt, außerdem ist ein weiteren großen SUV mit drei Sitzreihen geplant. Die Limousinen-Baureihen ATS und CTS verschmelzen zu einer einzigen Baureihe.

Die Konkurrenz aus Deutschland ist mit ihrem SUV-Angebot in den USA wesentlich besser aufgestellt: Audi hat mit dem A4 allroad einen Crossover und mit Q3, Q5 und Q7 drei SUV im Angebot, der Q8 gesellt sich Mitte diesen Jahres dazu. BMW punktet mit sechs SUV (X1 bis X6) und bringt 2019 den X7. Mercedes hat mit GLA, GLC, GLC Coupé, GLE, GLE Coupé und GLS ebenfalls sechs SUV im US-Programm, hinzu kommt die auch in Amerika beliebte und jetzt in einer neuer Generation antretende G-Klasse.

Neuer V8-Downsizing-Motor entwickelt

De Nysschen setzte auch auf sportlichere Modelle mit modernen Motoren. Die V-Varianten haben aktuell einen kompressorgeladenen 6,2-Liter-V8 mit 649 PS unter der Haube. Damit übertrumpfen Cadillacs V-Versionen leistungsmäßig ihre deutschen Konkurrenten – verfangen hat dies anscheinend nur bei der chinesischen Kundschaft. Als Nachfolger des 6,2-Liter-Motors steht ein Downsizing-V8 mit 4,2 Litern Hubraum kurz vor der Markteinführung. Gekoppelt ist dieses Aggregat an eine Zehngang-Automatik.

Möglicherweise hielt de Nysschen aus GM-Sicht zu lange an Cadillacs Limousinen-Tradition fest. Der bisherige GM-Kanada-Chef Steve Carlisle tritt die Nachfolger von de Nysschen an. Der 56-jährige Kanadier fing 1982 als Student bei General Motors an.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/cadillac-chef-johan-de-nysschen-ruecktritt-2018/

Porsche 917-037 — Werks-Rennwagen für den Straßenverkehr

Claudio Roddaro, ein Rennfahrer aus Monaco, fährt seinen Porsche 917-037 im Straßenverkehr. Bis der Werks-Rennwagen eine Straßenzulassung erhielt, waren einige Hürden zu überwinden. Der Auftritt des Sportwagens ist auch 50 Jahre nach seiner Präsentation spektakulär, der Antritt brachial.

Claudio Roddaro, ein junger monegassischer Amateur-Rennfahrer und Sammler klassischer Porsche, besitzt und fährt vermutlich den einzigen für die Straße zugelassenen Porsche 917. Der Rennwagen ist laut Porsche zu 95 Prozent original und entspricht jenem Auto, das der italienische Adlige Graf Rossi besessen hat. Rossi hatte mit der Vermittlung von Martini als Porsche-Sponsor und der Straßenzulassung für seinen silbernen 917 zwei ungewöhnliche Dinge geschafft.

Der originalste Porsche 917 der Welt

Rossis 917-030 war die Vorlage und das Vorbild für Roddaros Plan, seinen 917-037 für den Straßenverkehr zuzulassen. Der Beweis, dass sein 037 dem 030 entspricht, war gar nicht so leicht zu führen. Denn seit den 70er-Jahren war der Sportwagen durch mehrere Hände gegangen. Ende der 70er kaufte der Stuttgarter Karosseriehersteller Baur das unfertige Chassis, machte es aber nicht fertig. Ende der 70er ging Nummer 037 zu einem Sammler in die USA. Der gab es zur Fertigstellung Carl Thompson von Gunnar Racing in Long Beach. Das Debüt dauerte allerdings: „Erst im April 2004, mehr als 30 Jahre nach Produktionsbeginn, kam 917-037 bei der Rennsport Reunion in Daytona zu seinem mehr als überfälligen Debüt in der Öffentlichkeit“, erklärt Porsche auf seiner Medien-Website.

Porsche hatte das Auto immer im Blick und konnte den neuen Besitzern eine Chassis-Plakette geben: Der Beweis, dass dieser 917-037 das Original ist! Laut Hersteller ist es außerdem „der originalgetreueste 917 der Welt“. Weil das Auto nie Rennen fuhr und nicht beschädigt wurde, besteht es zu 95 Prozent aus Originalteilen.

Leistungsgewicht: 1 PS pro Kilo

Dass der Wagen original ist und einem 917 entspricht, der eine Straßenzulassung hatte, ist zwar wichtig – wenn nicht gar entscheidend – für Roddaros Plan, seinen 917-037 auf die Straße zu bringen. Einen Behörden-Marathon mit turmhohen Papierstapeln hatte er dennoch zu bewältigen. Die Behörden prüften zwei Monate lang zahlreiche Unterlagen, bis sie zum Schluss alles genehmigten und zwei Nummernschilder ausgaben. Seither schreckt 649X die Monegassen auf.

Der mittig eingebaute und luftgekühlte 4,9-Liter-Zwölfzylinder-Boxer leistet gut 600 PS – nach heutigen Maßstäben gar nicht mal so spektakulär. Doch die 600 PS treffen auf 600 Kilogramm Leergewicht. Das Leistungsgewicht entspricht mit 1.000 PS pro Tonne dem eines sehr schnellen Motorrads. Zusammen mit der Martini-Beklebung des silbernen Rennwagens sorgt das für einen spektakulären Auftritt. Selbst in Monaco.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/porsche-917-037-rennwagen/

China öffnet seinen Automobilmarkt — Überraschendes Signal während US-Handelskrieg

Während zwischen den USA und China Spannungen in Sachen Handel herrschen, kündigt China eine Öffnung seines Automarktes an, wie die Nachrichtenagentur Reuters vermeldet.

Bis zum Jahr 2022 will China die Obergrenze für ausländische Beteiligungen an Automobilunternehmen aufheben, so Reuters. Dies wird auch als Signal zum Abbau der aktuellen Handelsspannungen zwischen China und den USA verstanden. Laut verantwortlichen chinesischen Wirtschaftspolitikern fällt die Beteiligungsbeschränkung bei Herstellern von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen bereits im Jahr 2018, bei Herstellern von Nutzfahrzeugen 2020 und bei den restlichen Automobilherstellern 2022.

Die chinesische Regierung hatte 1994 Beteiligungsbeschränken für ausländische Unternehmen an heimischen Autoherstellern beschlossen: Nicht mehr als 50 Prozent des lokalen Unternehmens durften Firmen aus dem Ausland kaufen. Gleichzeitig wurden ausländische Autohersteller verpflichtet, mit chinesischen Firmen zusammenzuarbeiten, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Die Aufhebung der Beteiligungsgrenzen stellt eine Wende im Handelskrieg zwischen den USA und China da. Noch am Montag (16.4.2018) hatte die US-Regierung amerikanischen Firmen verboten, Beteiligungen an den chinesischen Telefonhersteller ZTE zu verkaufen. Als Reaktion belegte China am Dienstag unter anderen landwirtschaftliche Produkte aus den USA mit Strafzöllen.

Deutsche Autohersteller sind interessiert

Die weltweit als mächtig geltenden deutschen Autohersteller begrüßen den Schritt. Gerade BMW hat als größter US-Autoexporteur ein starkes Interesse an guten Beziehungen zwischen China und den USA. So heißt es aus dem bayerischen Unternehmen: „Wir glauben, dass ein freies und flexibles Geschäftsumfeld sowohl chinesischen als auch ausländischen Unternehmen in China und der chinesischen Wirtschaft zugutekommt. BMW wird weiterhin mit lokalen Partnern an gemeinsamen Vorteilen und Win-Win-Situationen arbeiten.“ BMW fügte hinzu, dass man das Joint Venture mit BBA (BMW Brilliance Automotive Ltd./Shenyang) ausbauen werde, und eine Partnerschaft von Mini mit dem chinesischen Hersteller Great Wall Motors (GWM) in Betracht ziehe. So spielen die Bayern mit dem Gedanken, den elektrischen Mini auch in Partnerschaft mit GWM in China zu bauen.

Von Chinas Lockerungen dürften als erstes die Hersteller von Elektroautos profitieren. Tesla lehnte bisher allerdings eine Stellungnahme ab. Erst kürzlich hatte Tesla-Chef Elon Musk die chinesischen Markt-Regularien kritisiert. Die amerikanischen E-Autobauer planen den Bau eines Werkes in Shanghai.

VW ließ sich zu dem vorsichtigen Statement hinreißen, dass man genau analysieren würde, welche neuen Möglichkeiten sich für den Konzern und seine Marken eröffnen. Auch Daimler bleibt vorsichtig: Man sei mit der aktuellen Zusammenarbeit zufrieden und verfolge die Entwicklung mit Interesse.

Ein nicht näher genannter GM-Mitarbeiter sagte letzte Woche, dass man seine Beteiligung an SAIC Motor (Shanghai Automotive Industry Corporation) nicht reduzieren werde. In einem Statement von Dienstag bekräftigen die Amerikaner, dass sie mit dem vorhandenen Joint Venture wachsen wollen.

Ford lässt verlauten, dass man von der Mitteilung zur Marktöffnung ermutigt sei und die Entwicklung beobachte. Sein Interesse an dieser Entwicklung bekundete auch Nissan. Honda betont, dass man aktuell nicht vorhabe, seine Beteiligungen zu ändern.

China für offene Märkte

Analysten gehen davon aus, dass Chinas Marköffnung den Druck auf heimische Hersteller erhöht. Damit wäre auch der chinesische Hersteller BYD betroffen, an dem der US-Investor Warren Buffett über seine Firma Berkshire Hathaway acht Prozent hält.

Der Asien-Pazifik-Chef der Beratungsfirma IHS Markit sieht ein Problem für die traditionellen ausländischen Hersteller: Möglicherweise sind sie bereits in ihren bestehenden Joint Ventures zu verwurzelt, als dass sie die neuen Chancen von Anfang an voll nutzen können.

Die Ankündigung der Aufhebung der Beteiligungsbeschränkungen kommt, nachdem der chinesische Präsident Xi Jinping letzte Woche diese Aufhebung „so schnell wie möglich“ gefordert hatte. China betont, dass dieser Schritt nicht mit dem aktuellen Handelsstreit mit Amerika zu tun hat – die Chinesen legen vielmehr Wert darauf, als eine Wirtschaft dazustehen, die offen für Handelsgeschäfte ist.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/china-oeffnet-seinen-automobilmarkt/

Pogea Racing FPlus Corsa — Ferrari 488 GTB mit 820 PS

Tuner Pogea Racing hat sich in seinem jüngsten Projekt auf einen Ferrari 488 GTB gestürzt. Gewichts-, aerodynamisch und motorisch optimiert wird aus dem 488 der FPlus Corsa. Premiere feiert der 820-PS-Renner auf der Top Marques in Monaco.

Mit dem FPlus Corsa auf Basis des 488 GTB wendet sich der Tuner aus Friedrichshafen am Bodensee erstmals der Marke Ferrari zu. Um dem italienischen Coupé optisch noch mehr Dynamik abzuringen, setzt Pogea auf Karosserieelemente aus Sichtcarbon. Neu geformt wurden so die Frontschürze, die Heckschürze, der aktive Diffusor, die Sidewings sowie die Seitenschweller und der Heckflügel. Auch verschiedene Lufteinlässe und die Außenspiegel tragen ihre Carbonstruktur sichtbar.

In der Summe sorgen die neuen Anbauteile nicht nur für einen neuen Look, sie reduzieren auch das Gesamtgewicht des Zweisitzers um 48 Kilogramm. Am Leistungsgewicht wurde aber auch an anderer Stelle nachjustiert. Mit einer Kombination aus einer neuen Motorsteuerung, einer modifizierten Ansaugluftführung sowie einer klangstarken Klappenauspuffanlage aus Edelstahl soll sich das 3,9 Liter große V8-Biturbo-Aggregat zu 820 PS und 900 Nm aufschwingen.

Vmax wird auf 345 km/h limitiert

Das Leistungsplus drückt die Spurtzeit von Null auf 100 km/h von 3,0 auf nur noch 2,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit legt zu. Sind serienmäßig 330 km/h möglich, so limitiert Pogea den FPlus Corsa auf 345 km/h. Speziell auf die neuen Fahrdynamikeckwerte angepasst zeigt sich die Bereifung des Italieners. Die Radhäuser füllen 21 Zoll große Schmiedefelgen, die vorne 9 und hinten 11 Zoll in der Breite messen. Darauf aufgezogen werden 245/30er Michelin-Hochleistungspneus vorn und 325/25er Walzen hinten. Kürzere Fahrwerksfedern setzen die neuen Folgen auch optisch noch besser ins Licht.

Auf Wunsch wird auch der Innenraum des Ferrari 488 GTB mit Leder und Sichtcarbon nach Kundenwunsch weiter verfeinert.

Insgesamt will Pogea vom FPlus Corsa nur 20 Exemplare fertigen. 4 davon sind für den europäischen Markt reserviert, 8 für Nordamerika und weitere 8 für Märkte in Asien. Preise wurden allerdings nicht genannt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/tuning/pogea-racing-fplus-corsa-ferrari-488-gtb-mit-820-ps/

Garmin stellt Navigon-Apps ein — Ende für die Handy-Navigation

Der US-Konzern Garmin beendet das Angebot der Navigations-Apps von Navigon. Besonders deutsche Kunden sind von dieser Entscheidung betroffen. Ab Mitte Mai ist Schluss.

„Macht’s gut!“, so der lapidare Gruß auf der Homepage von Navigon. Das 1991 gegründete Unternehmen aus Würzburg, ein Pionier auf dem Gebiet von Navigationsgeräten und -software, beendet das Endkunden-Geschäft. Hiervon sind vor allem Kunden in Deutschland betroffen, wo Navigon traditionell eine starke Verbreitung hat.

Als Begründung für diesen ungewöhnlichen Schritt wird seitens Garmin die Verbreitung kostenloser Navigationsangebote wie Google Maps kolportiert. Garmin ist ein US-Unternehmen mit dem Schwerpunkt GPS-Navigationsgeräte und hatte Navigon im Jahr 2011 übernommen. Die einzige Ausnahme von der Einstellung des Betriebs bei Navigon sind die Anwendungen Navigon Select und Garmin HUD. Alle anderen Angebote werden mit dem Stichtag 14. Mai aus den Marktplätzen der Anbieter gelöscht.

Auch Navigationsgeräte betroffen

Alleine im deutschen App-Store für Apple-Geräte hat Navigon derzeit rund 30 Apps im Angebot, deren Preise teilweise bis zu 100 Euro reichen. Kunden, die ein teures Komplettpaket mit dauerhaften Updates gekauft haben, sind daher besonders von dieser kurzfristigen und überraschenden Entscheidung seitens Garmin betroffen. Besser sieht es für Kunden aus, die ihre Karten- und Programmupdates mit einem Abo-Modell gebucht haben, ihnen entstehen nach dem Stichtag 14. Mai keine weiteren Kosten. Bei Apple läuft das Abo nach Beendigung der Apps automatisch aus, bei Google Play muss das Abo allerdings selbst gekündigt werden.

Allerdings sind nicht nur App-Käufer vom Navigon-Ende betroffen. Auch Besitzer von Navigationsgeräten der Marke werden künftig keine Kartenupdates mehr erhalten. Erst vor kurzem hatte Navigon noch mit dem Launch von „Navigon Cruiser“ eine neuartige Navigationslösung für Motorradfahrer eingeführt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/navigon-navigationssysteme-geschaeft-wird-eingestellt/

Ford Mustang Cobra Jet (2018) — V8 Drag-Racer ab Werk

Ford feiert mit dem Mustang Cobra Jet das 50. Jubiläum des Drag-Racers. Eine auf 68 Exemplare limitierte Rennversion wird ab Sommer bestellbar sein.

Als „turnkey racer“ bezeichnet Ford den kommenden Mustang Cobra Jet. Ins Deutsche übertragen bedeutet das: Eine komplett rennfertige Version ab Werk – kaufen, starten, möglichst gewinnen. Mit dem Ford Mustang Cobra Jet erinnert das Unternehmen an eine 50-Jahr-Geschichte dieser Power-Version. Im Jahr 1968 dominierte der Ford Mustang Cobra Jet die Rennen der National Hot Rod Association in den USA, wo diese klassischen Beschleunigungsrennen mit großem Publikumsandrang ausgetragen werden.

Erinnernd an diese Jahreszahl ist die Neuauflage des Ford Mustang Cobra Jet 2018 auf 68 Exemplare limitiert. Das Auto, ohne Fahrgestellnummer und Straßenzulassung, wird von der Motorsportabteilung Ford Performance aufgebaut. Es soll laut Aussagen des Herstellers die stärkste und schnellste Variante in der Cobra-Jet-Geschichte sein. Bereits 2008 feierte Ford mit einem Cobra Jet-Sondermodell die Gib-Gummi-Historie.

Ford Mustang Cobra Jet

Der neue Ford Mustang Cobra Jet 2018 erhält einen 5,2-Liter Coyote V8 mit Kompressoraufladung. Leistung? Ausreichend, mehr wird noch nicht verraten. Nur die Performancedaten des Rennwagens werden beschrieben: Er soll die Viertelmeile in weniger als neun Sekunden bei einer Topspeed jenseits 240 km/h packen.

Um die Urgewalt auf den Dragstrip zu bekommen, erhält der Ford Mustang Cobra Jet 2018 eine Starrachse von Strange Engineering mit Vierlenker-Aufhängung. Ein Überrollkäfig bürgt für die Sicherheit, Rennschalensitze sind Ehrensache, das Fahrwerk wird mit Racing-Federbeinen optimiert. Die genauen Leistungsdaten will Ford im Sommer bekanntgeben, wenn die Bestellbücher geöffnet werden. Zwei Farben stehen dann zur Auswahl: Race Red oder Oxford White.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/ford-mustang-cobra-jet-2018-racer/

Buick Enspire all-electric Concept — 560 PS im Elektro-SUV

Die General Motors-Marke Buick zeigt in China ein neues vollelektrisches SUV. Das Konzeptauto geht mit scharfem Styling und Riesen-Reichweite an den Start.

Auf der Messe Auto China in Peking (25. April bis 4. Mai 2018) zeigt die General-Motors-Tochter Buick mit dem „Enspire all-electric concept SUV“ eine Studie, die vor allem auf Teslas Model X zielt. Das Design mit sportwagen-ähnlicher Front und muskulösem Heck im Zuschnitt eines modernen SUV-Coupé wirkt zwar futuristisch, aber absolut serientauglich. Lediglich die winzigen Kamera-Außenspiegel und die extrem flachen LED-Scheinwerfer dürften bei einem Serienmodell eher etwas konventioneller ausfallen.

Das Buick Enspire Concept SUV setzt auf einen rein elektrischen Antrieb, der es auf 410 kW/557 PS Leistung bringen soll. Über Art und Kapazität der verbauten Batterie gibt Buick keine Auskunft, wohl aber über die bei Elektro-Autos wichtigsten Eckdaten. Das ist vor allem die Reichweite, die mit 370 Meilen/595 Kilometer angegeben wird, eine selbst unter den ausgewiesenen Power-Elektrikern ziemlich vollmundige Ansage.

Buick Enspire Concept SUV

Realistisch scheint dagegen der angegebene Beschleunigungswert: 0-60 Meilen (0-96 km/h) sollen sich in vier Sekunden abhaken lassen. Die Schnellladung auf 80 Prozent soll in 40 Minuten erledigt sein, außerdem kündigt Buick die Möglichkeit zum kabellosen Laden über Induktionsladung an.

Bei der Gestaltung legte Buick Wert auf viel Luftigkeit mit einer weit ins Dach gezogenen Windschutzscheibe und sehr filigranen Säulen. Für die Instrumente kommt ein OLED-Display zum Einsatz, außerdem sollen statt eines Head-Up-Displays Anzeigen im Stil von Augmented Reality in die Windschutzscheibe projiziert werden, wie man sie von modernen Smartphones kennt. Dabei werden elektronisch generierte Inhalte mit Echtzeit-Kameraaufnahmen kombiniert. Passend dazu ist laut Buick ein ultraschnelles 5G-Datennetzwerk beim Enspire Concept SUV integriert.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/buick-enspire-all-electric-concept-suv/

Best Brands 2018 in 24 Kategorien — Das sind die besten Marken in Deutschland

Was wären die Automobilhersteller ohne die Zubehör-, Zulieferer- und Dienstleistungsbranche? Wir haben bei unseren Lesern im Rahmen von „Best Brands 2018“ nachgefragt, welche Marken in Deutschland das höchste Ansehen genießen.

In unserer Bildergalerie finden Sie alle Gewinner der Leserwahl „Best Brands 2018“. In 24 Kategorien haben Sie gewählt und dabei unter anderem Anbieter von Auspuffanlagen, Bremsen, Felgen oder Schmierstoffen bewertet. Großer Abräumer ist Hersteller Bosch, was auch daran liegen dürfte, dass Bosch in vielen Kategorien vertreten ist.

Tankstellen und Tuner

Aber nicht nur Einzelteile für Autos, sondern auch Tankstellen, Pkw-Banken, Online-Versandhandel und Tuner finden bei Best Brands ihren Platz. Damit wird ein weites Spektrum des automobilen Kosmos in Deutschland abgedeckt. Bereits zum 13. Mal haben wir in diesem Jahr unsere Leserwahl zur Zubehör-, Zulieferer- und Dienstleistungsbranche druchgeführt. Neben den Gewinnern der einzelnen Kategorien, haben wir für Sie in der Bildergalerie auch jeweils noch die Platzierungen zwei bis fünf zusammengestellt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/leserwahl-best-brands-2018-marken-deutschland/

EU-Neuzulassungen März 2018 — Einbruch um 5,3 Prozent im März

Der Aufschwung bei den Pkw-Neuzulassungen in Europa hat im März einen spürbaren Dämpfer bekommen. Mit nur 1.792.599 Pkw-Neuzulassungen liegt das Ergebnis um 5,3 Prozent unter dem Vorjahr. Das teilt der europäische Automobil-Herstellerverband ACEA mit.

Zu berücksichtigen gilt dabei, dass der März 2017 mit extrem guten Neuzulassungen in der ACEA-Statistik steht. Dennoch ist das aktuelle März-Ergebnis das erste Negativ-Ergebnis seit dem März 2014. Begründet wird der Rückgang der Pkw-Neuzulassungen durch spürbare Einbrüche auf großen europäischen Märkten. Der deutsche Neuwagenmarkt verliert im März um 3,4 Prozent auf 347.433 Neuzulassungen. Dramatisch ist der Rückgang in Großbritannien, wo mit 474.069 Pkw satte 15,7 Prozent weniger Autos in den Verkehr gebracht wurden, als noch vor einem Jahr. Ebenfalls klar im Minus präsentiert sich der italienische Markt. Hier wurden im März nur 213.731 neue Pkw angemeldet, was einem Minus von 5,8 Prozent entspricht. Weiter wachsen konnten hingegen die Volumenmärkte in Frankreich (231.103 Neuzulassungen/ + 2,2 %) und Spanien (128.175/ 2,1 %).

Quartal noch knapp positiv

Trotz des schwachen März präsentiert sich das Ergebnis nach dem ersten Quartal noch positiv. Insgesamt wurden in der EU nach drei Monaten 4.171.628 Pkw erstmals in den Verkehr gebracht, 0,7 Prozent mehr als im Vorjahresvergleichszeitraum. In der Quartalsbilanz meldet Spanien ein Plus von 10.5 Prozent, Deutschland liegt bei plus 4.0 Prozent und Frankreich um 2,9 Prozent über dem Vorjahr. Lediglich die Märkte in Italien (- 1,5 %) und Großbritannien (- 12,4 %) liegen klar unter dem ersten Quartal 2017.

VW bleibt Marktführer

Marktführer in Europa bleibt im März klar der Volkswagenkonzern mit einem Marktanteil von 22,6 Prozent. Stärkste Einzelmarke ist weiter VW mit einem Anteil von 10,5 Prozent. Die zweite Kraft im europäischen Markt ist Ford mit einem Marktanteil von 7,4 Prozent. Auf Rang drei folgt Renault mit 7,1 Prozent. Opel hält sich mit einem Marktanteil von 6,0 Prozent knapp vor Peugeot mit 5,9 Prozent. Es folgen Mercedes (5,5 %), BMW (5,2 %) und Audi (4,9 %). Die Ingolstädter liegen damit gleichauf mit Fiat. Toyota kommt auf 4,3 Prozent, Nissan auf 4,2 Prozent, Skoda auf 4,1 Prozent, Citroën auf 3,7 Prozent. Auf den weiteren Rängen folgen Hyundai (3,4 %), Kia (3,2 %) sowie Seat und Dacia (jeweils 2,7 %),

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/eu-neuzulassungen-maerz-2018/

Erlkönig Audi TT RS (2019) — Hier fährt der Top-Roadster mit Plus-400-PS

Audi wird 2021 die neue vierte Generation des Audi TT auf den Markt bringen. Vorher lassen die Ingolstädter dem Sportwagen noch ein Facelift angedeihen.

Mitte 2018 wird die Faceliftversion an den Start gehen, 2019 folgt dann die Top-Version, der Audi TT RS. Auf dem Nürburgring testet Audi derzeit den Sportwagen, bei dem die Tarnung bereits die überarbeiteten Elemente anzeigt.

So wird das Modell an der Front und am Heck sowie im Bereich der Seitenschweller überarbeitet. Die Scheinwerfer und die Heckleuchten erhalten eine neue Grafik, Eingriffe ins Blech wird es indes nicht geben.

Audi TT RS mit mehr PS

Auch unter der Haube wird wenig Neues passieren. Gesetzt ist der 2,5-Liter-Reihenfünfzylinder, der per Turbo aufgeladen ist. Aktuell leistet das Aggregat 400 PS und stellt 480 Nm Drehmoment zur Verfügung. Gekoppelt ist der Allradsportler an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

Zum Facelift wird der Motor des Audi TT RS sicher um ein paar PS zulegen, gleichzeitig dürfte der Verbrauch geringer ausfallen. In Sachen Ausstattung gibt es neue Polsterstoffdesigns und -farben. Dazu verpasst Audi den TT RS ein modifiziertes Infotainmentsystem und Fahrerassistenzsysteme der neuesten Generation. Natürlich wird Audi den TT RS auch als Roadster zu den Händlern bringen.

Aktuell kostet der die Coupé-Version ab 67.000 Euro, der offene TT RS steht ab 69.800 Euro in der Preisliste. Wir schätzen, dass die Faceliftversionen um rund 1.000 bis 2.000 Euro zulegen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/erlkoenig/audi-tt-rs-2019-bilder-motordaten-facelift/

Land Rover Designchef Gerry McGovern im Interview — „Ich habe gar kein Auto“

Land Rover Designchef Gerry McGovern schafft es, große SUVs schick zu machen. Wir haben ihn nach seinem Autogeschmack, seinen ersten Autos und seinen Designtricks gefragt. Gut gelaunt gibt McGovern, der auch Mitglied des Land-Rover-Geschäftsführung ist, teils überraschende Antworten.


Welche Autos haben Sie?

McGovern: Ich fahre gerade einen Range Rover SV Autobiography, der extra für mich gemacht wurde. Er hat eine Satin-Oberfläche und ist in byron blue lackiert – einer Art Air-Force-Blau. Außerdem habe ich einen Velar. Aber das sind Firmenautos – ich habe privat kein einziges Auto und ich sammle auch keine Autos.

Was sammeln Sie?

McGovern: Ich sammle moderne und dekorative Kunst, klassisch-moderne Möbel, Lampen, Spiegel und vieles andere mit Bezug zu Design. Und im Garten eines meiner Häuser auf dem Land habe ich drei Draht-Rahmen-Modelle des Range Rover Evoque im Maßstab eins zu eins. Außerdem liebe ich Schweizer Luxusuhren von Patek Philippe, Audemars Piguet und Rolex – die kaufe und verkaufe ich ständig. Zudem mag ich maßgeschneiderte Kleidung.

Was bedeuten Ihnen Autos?

McGovern: Wenn Sie Ihr Leben lang in einer Schokoladenfabrik gearbeitet haben, können Sie doch auch keine Schokolade mehr sehen, oder? Ich bin Autos noch nicht überdrüssig, aber ich designe sie jetzt sein zirka 40 Jahren. Ich kann nach Hause kommen und nicht mehr an Autos denken.

Was war Ihr erstes Auto?

McGovern: Ein safrangelber Triumph TR6 von 1972 den ich gebraucht gekauft habe, als ich Anfang der 1980er-Jahre aufs Royal College of Art gegangen bin. Mit Reihen-Sechszylinder, mit elektrischer Benzinpumpe, die oft ihren Dienst versagte. Aber das war ein großartiges Macho-Auto, dessen Sound ich sehr mochte. Den Wagen habe ich dreimal pro Woche auf Hochglanz poliert. Die Farbe war furchtbar: In der Sonne sah der TR6 wirklich übel aus, im Schatten hingegen wunderbar.

Welche Autos folgten dem ersten?

McGovern: Zum TR6 habe ich mir dann einen TR7 dazugekauft – der war ein schlimmes Auto.

Was waren Ihre Lieblingsautos?

McGovern: Ein Rover SD1, designt von David Bache. Optisch war der war ein bisschen vom Ferrari Daytona geklaut. Ich hatte den SD1 als extrem kräftige Vitesse-Version. Außerdem hatte ich mehrere Lincoln Navigator – ich habe ja auch mal für Lincoln gearbeitet.

Was sind Ihre Traumautos?

McGovern: Ich liebe immer noch den Porsche 911, der ist klassisch und wunderschön. Ich mag außerdem den 1961er Lincoln Continental – besonders die Seiten mit den Selbstmörder-Türen. Bei den italienischen Autos gefällt mir am meisten der 1967er Lamborghini Miura, aber den Urraco mag ich auch. Der Citroën DS von 1955 ist auch ein Klassiker, der mir gefällt. Von den amerikanischen Autos gefällt mit der Oldsmobile Torronado.

Was war das schlimmste Auto, das Sie je hatten?

McGovern: Mit großem Abstand ein Triumph Herald, eine tödliche Kiste – den habe ich gehasst.

Fahren Sie gerne Auto?

McGovern: Ich werde viel gefahren, fahre aber auch gerne selber.

Was ist das Wichtigste, das man beim Design eines SUV beachten muss?

McGovern: Das es gut aussieht (lacht). Das Design muss beim Kunden auf einem emotionalen Level Resonanz erzeugen. Die Menschen müssen durch das Design glücklich werden und das Gefühl haben, dass das Auto ihr Leben deutlich bereichert. Wir kreieren nicht einfach Waren, sondern Objekte der Begierde.

Was halten Sie von Elektroautos und beeinflussen elektrische Antriebe das Design?

McGovern: Ein elektrischer Antrieb ermöglicht es, die Proportionen des Fahrzeugs zu verändern. Dann musst Du Dich entscheiden: Darf der elektrische Antrieb die Design-DNA des Autos diktieren? Oder passt Du den elektrischen Antrieb an die vorhandene Design-DNA des Wagens an? Sie werden unsere Antwort auf diese Frage sehen – wir entwickeln ja gerade rein elektrische Fahrzeuge. Ich glaube, dass es einfacher ist, die Vorteile der Elektrifizierung bei kleineren Autos zu nutzen – beispielsweise durch Cap foreward oder One-box Design. Der Einfluss von Elektrifizierung auf die Proportionen wird es also bei größeren Autos geringer ausfallen als bei kleinen Wagen.

Was ist der Unterschied zwischen Styling und Design

McGovern: Styling ist, festzulegen, wo die Räder und der Antriebsstrang sind, wie groß der Kofferraum ist, wie der Innenraum aufgeteilt ist, wie breit der Wagen ist, wie groß die Überhänge sind und so weiter. Design bedeutet für mich, von Grund auf ein Fahrzeug-Konzept zu entwickeln, bei dem die einzelnen Komponenten in Beziehung zueinander stehen. Das ist die Grundlage für gute Proportionen, die fundamental wichtig sind für gutes Design. Dann folgt die Detailentwicklung.

Welche Autohersteller machen aktuell das beste Design – nach Land Rover?

McGovern: Natürlich nach Land Rover. Ich kritisiere andere Marken nicht. Und verstehen Sie das bitte nicht falsch, aber ich interessiere mich nicht so sehr für das Design anderer Automarken – ich möchte mich in meiner Arbeit einfach nicht beeinflussen lassen. Was ich mir bei den anderen anschaue, sind deren Qualitäts-Standards und welche Materialien sie auswählen. Generell kann man sagen, dass es ein paar Marken gibt, die gerade einen guten Job machen. Wenn es um Qualität und Präzision geht, ist Audi weit vorne. In Sachen Design sehe ich viel Konfusion, wenn es um den Markenauftritt geht. Oft ist das Design viel zu kompliziert. Volvo macht aktuell ein gutes sensibles Design. Bei Land Rover haben wir den Vorteil, dass wir eine klare Design-DNA haben, die viele Menschen mögen. Deshalb können wir modernes Design entwickeln – und Design muss modern sein. Am besten ist das an unserem neuen Range Rover Velar zu sehen.

Welches Auto ist Ihrer Meinung nach richtig hässlich?

McGovern: Die hässlichsten Autos aller Zeiten sind die Modell von Fords Tochter Edsel – und dort insbesondere die Front. Ich habe ein interessantes Buch über die Wagen gelesen. Für Edsel wurde eine so intensive Marktforschung betrieben wurde wie selten in der Geschichte des Automobils. Das Ergebnis dieser Forschung war, dass der Edsel ein Erfolg werden wird – 600.000 Exemplare sollten pro Jahr verkauft werden. Im ersten Jahr wurden dann gerade mal 120.000 Edsel verkauft – ein absoluter Flop. Damals waren die Fronten amerikanischer Fahrzeuge horizontal ausgerichtet. Ford sagte: „Lasst uns das vergessen, wir machen diese auffällige senkrecht ausgerichtete Grafik.“ Die Kunden mochten das nicht. Was ich damit sagen will: Es ist halt schwer vorauszusagen, was die Kunden in Zukunft möchten. Du findest nur heraus, was sie jetzt gerade haben wollen.

Gibt es einen Trick, dass ein Auto nach einiger Zeit nicht alt aussieht?

McGovern: Es gibt einen Trick: Nicht irgendwelchen Trends folgen. Allerdings entwickeln sich Technologien ständig weiter – das sieht man dann auch, beispielsweise an den Frontscheinwerfern. Das ist wie mit den ersten Funktelefonen und heutigen Handys – die klare Form war erst durch eine weiterentwickelte Technologie möglich.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/land-rover-designchef-gerry-mcgovern-interview-2018/

Endgültiges Aus für Mitsubishi Pajero — Zwei Sondermodelle zum Produktionsende

Mitsubishi stellt den Geländewagen Pajero ein. Zum Produktionsende gibt es für Deutschland noch einmal zwei finale Sondermodelle. Wir blicken in einer Modellhistorie zurück auf einen der letzten echten Geländewagen.

Nun also auch der Mitsubishi Pajero. In der Szene war das Ende der Offroad-Ikone aus Japan bereits länger ein Thema, jetzt ist es tatsächlich auch in Deutschland soweit. Die Produktion des Pajero wird eingestellt und eine auf insgesamt 1.000 Einheiten limitierte Abschiedsversion namens „Final Edition“ spielt ihm das Lied vom Tod. Ein weiterer „echter“ Geländewagen und Klassiker verlässt die Bühne.

Im knallharten Auto-Business war noch nie Platz für Melancholie. Das beste Beispiel dafür ist der Land Rover Defender, den die Verantwortlichen ohne echten Nachfolger aus dem Programm kegelten, Kult hin, Gründungsmythos her. So wird es nun auch dem Pajero ergehen, dessen Ahnengalerie bis ins Jahr 1934 auf das damalige Geländewagen-Konzept PX33 zurückgeht.

Der Mitsubishi Pajero kam 1982 zur Welt

Der Pajero als solcher betrat 1982 die Weltbühne und wurde aus dem Stand ein durchschlagender Erfolg. Sein für damalige Verhältnisse komfortables Fahrwerk mit vorderer Einzelradaufhängung, das moderne Design und die beinahe luxuriöse Ausstattung sorgten für Furore in der Offroadszene. Bereits damals begann die Motorsport-Karriere des Pajero, die schließlich in mehreren Gesamtsiegen auf der Rallye Paris-Dakar gipfelte. Unter anderem auch mit Jutta Kleinschmidt. Sie schaffte 2001 am Steuer eines Rallye-Pajero als erste und bis heute einzige Frau, das legendäre Wüstenrennen für sich zu entscheiden.

Von Beginn an bis heute produzierte Mitsubishi den Pajero mit kurzem und langem Radstand als Drei- und Fünftürer. Eine bei Leiterrahmen-Geländewagen der damaligen Zeit weit verbreitete Variante, die erst mit den Baukasten-SUV der Neuzeit immer mehr in Vergessenheit geriet. Neben den geschlossenen Varianten gab es den kurzen Pajero auch in einer Cabrio-Version mit Stoffdach.

Dies wurde auch bei der zweiten Generation, dem Pajero V20, beibehalten, der 1990 debütierte. Mit seiner aerodynamischeren und moderneren Optik, die in den Grundzügen bis heute Bestand hat, war er abermals ein Trendsetter, die Verkaufszahlen stiegen nochmals deutlich an. Die grundsätzliche Geländetechnik blieb bis auf den Wechsel von Blatt- auf Schraubenfedern an der Hinterachse unberührt, auch eine Differentialsperre für die Hinterachse gehört bis heute zur Optionsausstattung.

Als Rallye-Auto eine ganz große Nummer

Der Pajero V20 war auch gleichzeitig das Modell, mit dem endgültig der Durchbruch in der Offroad-Rallyeszene geschafft wurde. Das grundsätzliche Fahrwerkslayout und die zahlreichen verfügbaren Tuningteile von Drittanbietern sorgten dafür, dass sich diese Pajero-Generation jahrzehntelang in der Amateur-Rallye-Szene als bezahlbares und dennoch sehr effektives Basisfahrzeug durchsetzte. Kurz nach der neuen Pajero-Generation debütierte übrigens ein anderes Modell, der Hyundai Galloper. Das Rustikal-Modell war eine Lizenzfertigung auf Basis des Ur-Pajero, für Deutschland sicherte sich Ende der 1990er Jahre der hiesige Importeur die Vermarktungsrechte. Das führte zu der etwas kuriosen Situation, dass man beim Mitsubishi-Händler gleich zwei Pajero-Generationen von unterschiedlichen Herstellern erstehen konnte.

Mit dem Pajero V60 läutete Mitsubishi im Jahr 2000 die Neuzeit ein. Wichtigstes Merkmal der dritten Generation war die Umstellung auf eine selbsttragende Monocoque-Bauweise mit Einzelradaufhängung rundum und der nun serienmäßige Super-Select-Allradantrieb. Dieses Antriebssystem, mit dem sowohl reiner Heckantrieb als auch permanenter Allrad sowie Straßen- und Geländeübersetzung mit und ohne Zentraldifferentialsperre eingesetzt werden können, hatte im Vorgänger als Aufpreisextra Premiere gefeiert. Bis heute ist der sehr effektive Super-Select-Allrad ein Unikat in der Offroad-Branche, im Pickup L200 wird er auch nach der Produktionseinstellung des Pajero weiterleben.

Gleichzeitig mit dem Pajero V60 führte Mitsubishi auch die Baureihe Pajero Classic ein. Dabei handelte es sich zunächst um den weiterhin gebauten Vorgänger, welcher wiederum die Nachfolge des letztlich eingestellten Hyundai Galloper antrat und mit einem Basispreis von rund 25.000 Euro vor allem die Nutztanwender ansprechen sollte. An die früheren Verkaufserfolge konnte jedoch bereits der V60 nicht mehr anknüpfen. Die SUV-Welle nahm Fahrt auf, die Europäer hatten das Segment entdeckt und lieferten mit den ersten Groß-Geräten wie Mercedes ML und BMW X5 Alternativen für Käufer mit Status-Bedarf.

Zum Schluss kaum noch Modellpflege

Der 2007 eingeführte und bis heute aktuelle Pajero V80 war schließlich eine technisch nur im Detail abgeänderte Version des Vorgängers, die vor allem optisch Unterschiede aufwies. Modellpflegemaßnahmen am Pajero V80 waren immer seltener zu erleben, außen und innen fährt der Pajero praktisch seit zehn Jahren nahezu unverändert vor. Die wahrhaftige Änderung steht allerdings nun bevor. Mit der Produktionseinstellung endet eine mehr als 35-Jahr-Geschichte, aus dem Vorreiter und Trendsetter ist ein betagter älterer Herr geworden. Abgas- und Verbrauchsvorschriften sind es im Wesentlichen, die für Mitsubishi eine Weiterentwicklung unrentabel machen. Denn natürlich ist auch dort die neue SUV-Ära mit Modellen wie dem Outlander viel erfolgreicher. Märkte, die wirkliche Geländetauglichkeit in einem geschlossenen Offroader benötigen, beliefern die Japaner auch weiterhin mit dem Pajero Sport/Challenger, der auf dem Pickup L200 basiert.

Die Final-Edition-Sondermodelle können ab sofort bestellt werden. Der kurze Pajero Final Edition wird für 40.990 Euro angeboten, die lange Variante ist ab 52.990 Euro zu haben. Noch ist aber auch Zeit, sich einen der letzten regulären Pajeros zu sichern. Hier starten die Preise bei 35.990 Euro.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mitsubishi-pajero-final-edition-modellhistorie/

Oldtimer-Auktion — So bieten Sie richtig

Oldtimer-Auktionen sind im Ausland beliebt. In Deutschland kommen sie nur langsam in Fahrt. Damit Sie künftig mitbieten können, sagen wir hier, wie es geht.

Den Kauf eines klassischen Fahrzeugs bei einer Auktion empfinden viele hierzulande ähnlich exotisch wie das Futtern von Pancakes mit Ahornsirup oder das Kricketspielen. Doch wer sich einmal näher mit dem Thema befasst, erkennt bald die Vorteile dieser Art des Autokaufs: Man muss sich nicht mit unsympathischen Verkäufern abgeben, statt lästigem Verhandeln entscheidet das Höchstgebot, und es besteht immer die Chance auf ein Schnäppchen. Denn oft vertrauen Erben das Auto aus dem Nachlass eines Verwandten oder gar ganze Sammlungen den Auktionshäusern an, weil sie sich unkompliziert davon trennen wollen – wenn es sein muss unter dem Marktwert. Oder es kommt das Fahrzeug eines in Geldnot geratenen Besitzers unter den Hammer, der sein Schmuckstück anonym und gern auch günstiger loswerden möchte.

Schnäppchen ohne Limit

Auf jeden Fall sollten Schnäppchenjäger auf Fahrzeuge ohne Limit oder Reservepreis achten, denn die werden an den Höchstbietenden abgegeben, selbst wenn dieser nur eine Handvoll Euro bietet.

Zunächst mal steht die Entscheidung an, was ersteigert werden soll. Zu haben ist nämlich alles, vom Restaurierungsobjekt bis zum Concours-Fahrzeug, vom Vorkriegsauto bis zum Youngtimer. Wo die Auktionen stattfinden und was jeweils im Angebot ist, lässt sich den Internetseiten der Auktionshäuser entnehmen. Dort stehen in der Regel die Auktionskataloge online bereit.

Ohne Gewähr

Die Fahrzeuge werden in den Auktionskatalogen mit einem oder mehreren Fotos und einer oft sehr detaillierten Beschreibung vorgestellt. Wichtig zu wissen: Diese Beschreibungen sind unverbindlich, Ansprüche auf eine Gewährleistung lassen sich daraus nicht ableiten. Als weitere Angabe findet sich ein Schätzpreis bei dem Fahrzeug, auch Estimate genannt. Genauer gesagt handelt es sich um einen Preisbereich, in dem sich das Höchstgebot voraussichtlich bewegen wird, und der sich am Marktwert des entsprechenden Autos orientiert.

Was der Besitzer für sein Modell mindestens haben will, erscheint nirgends. Dieser sogenannte Reserve Price liegt üblicherweise leicht unter dem Estimate und bleibt geheim. Wird also in einer Auktion nicht das Estimate erreicht, aber das Angebot liegt oberhalb des Reserve-Preises, ertönt dennoch das „sold“ des Auktionators. Steht bei dem Estimate die Bemerkung „No Reserve“ oder ohne Limit, tritt der bereits erwähnte Fall ein: Der Oldtimer wird verkauft, ganz gleich, wie hoch die Gebote klettern.

Vor der Versteigerung: Informieren und registrieren

Doch bevor man kauflustig zur Versteigerung eilt, sind noch einige Hausaufgaben angesagt. Die bestehen darin, sich in Fachzeitschriften und Fachbüchern oder anderen Quellen wie Clubs, Händlern oder Werkstätten über den Marktwert und vor allem über die typischen Schwachstellen des ins Auge gefassten Fahrzeugtyps zu informieren. Denn letzten Endes gilt – gekauft wie gesehen. Einzige Ausnahme: Der Vorbesitzer hat ihm bekannte Mängel arglistig dem Auktionshaus verschwiegen.

Ein Auktionskatalog, der zwischen 10 und über 100 Euro kostet, kann spätestens am Ort der Auktion gekauft oder vorher per Post geordert werden. Aber ohne ihn geht es nicht, denn er gilt als Eintrittskarte für maximal zwei Personen für die Versteigerung. Als Begleitung empfiehlt sich jemand, der sich mit dem Fahrzeugtyp auskennt, den man ersteigern will. Denn einen Tag vor der Auktion oder auch noch kurz zuvor besteht die Möglichkeit, das betreffende Auto in Augenschein zu nehmen, das sogenannte Viewing.

Informationen sind Geld wert

Leider sind keine Probefahrten möglich, und um diesen Unsicherheitsfaktor abzufangen, bleibt nur übrig, die Mitarbeiter des Auktionshause