VLN 2018: Jung, dynamisch, erfolgreich

Die nächste Generation VLN-Piloten steht in den Startlöchern: Wenn am 24. März mit der 64. ADAC Westfalenfahrt die Saison 2018 in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring beginnt, mischen etliche junge Wilde die populäre Breitensportserie auf. Der Nachwuchs sitzt den etablierten Motorsportlern auf der legendären Nordschleife im Nacken. Fahrer wie Marek Böckmann, Finn Unteroberdörster, Leonard Weiss, Nico Otto oder Lars Peucker wollen aus dem Windschatten von Uwe Alzen, Frank Stippler und Co. treten. Jung, dynamisch, erfolgreich. Die VLN läutet die Zeitenwende ein.

„Früher habe ich mich immer dagegen gesträubt. Aber, dann habe ich überlegt, wie ich als junger Fahrer war. Ich war ein richtiger Wilder. Ich habe aber trotzdem nichts kaputt gemacht. Jetzt bin ich froh, dass ich wirklich mal nur jüngere Piloten habe. Die sollen ihre Chance bekommen“, begründet Urgestein Johannes Scheid seine Fahrerauswahl in diesem Jahr. Für den Kult-Teamchef starten neben Tobias Müller (20 Jahre) die Neulinge Nico Otto (18) und Lars Peucker (22) im Eifelblitz. In die Fußstapfen seines Vaters tritt Finn Unteroberdörster. Auch der 19-Jährige geht zum ersten Mal in der VLN an den Start. Zusammen mit Janis Waldow wechselt er sich am Steuer des Renault Mégane RS des Teams Waldow Performance in der Klasse VT- ab2. Papa Uwe (40 Klassensiege) war zusammen mit Jens Lührsen im Jahr 2000 Meister in der VLN mit einem Suzuki Swift.

Die Herausforderung „Königsklasse“ nehmen Leonard Weiss und Marek Böckmann an. Leonard, der Sohn von Georg Weiss, pilotiert für das Wochenspiegel Team Monschau einen Ferrari 488 GT3 in der Klasse SP9. Betreut wird das zweite Cavallino rampante von Rinaldi Racing. Mit Christian Menzel bekommt der 19-Jährige einen echten Nordschleifen-Kenner an die Seite gestellt. Marek Böckmann steigt ebenfalls in Europas bekanntester Langstreckenmeisterschaft in die GT3-Klasse auf. Der 21-Jährige bestreitet die Saison mit Steve Jans auf einem Porsche 911 GT3 R von GetSpeed Performance.

Wie in jedem Jahr werden sich die ambitionierten Amateure wieder mit den professionellen Assen auf dem Eifelkurs messen. Und Stars wie DTM-Meister René Rast geben sich in der Boxengasse publikumsnah. Dieser Mix macht die Faszination Motorsport in der VLN aus. Die VLN bietet aber nicht nur ein breites Spektrum an Fahrern, sondern räumt auch allen Fahrzeugklassen den gebührenden Raum ein, egal ob kleiner Flitzer oder großes Flaggschiff. Die Palette reicht vom Ford Fiesta über Opel Astra und Seat Cupra bis hin zum Porsche 911 GT3 R, Lamborghini Huracán oder einem Ferrari 488 GT3.

Mittendrin statt nur dabei ist bei der VLN nicht nur eine Floskel. Rund um die Nordschleife ist der Eintritt sogar frei. Für die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und den Besuch des Fahrerlagers sind Tickets schon ab 15 Euro zu haben. Diese bieten den Zugang zum Fahrerlager. Beim Pitwalk kann man den Teams bei der Arbeit über die Schulter schauen. Kinder bis 14 Jahre haben auch hier freien Eintritt. Tickets zu den VLN-Rennen sind über die kostenlose Tickethotline 0800 20 83 200, den Nürburgring Online-Shop (www.nuerburgring.de) sowie vor Ort im info°center und an den Zugängen zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und zum Fahrerlager erhältlich.

VLN-Termine 2018
24.03. – 64. ADAC Westfalenfahrt
07.04. – 43. DMV 4-Stunden-Rennen
23.06. – 60. ADAC ACAS H&R-Cup
07.07. – 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
18.08. – ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
01.09. – 41. RCM DMV Grenzlandrennen
22.09. – 58. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
06.10. – 50. ADAC Barbarossapreis
20.10. – 43. DMV Münsterlandpokal

Musterzeitplan
08:30-10:00 Uhr, Zeittraining
10:30-11:30 Uhr, Pitwalk
11:10 Uhr, Startaufstellung
11:40 Uhr, Start Einführungsrunde
12:00 Uhr, Start Rennen
16:00 / 18:00 Uhr, Ziel Rennen*
16:15 Uhr / 18:15 Uhr, Siegerehrung*
17:30 Uhr / 19:30 Uhr, Ehrung der Klassensieger*

*abhängig von der Renndistanz

Manthey zum zweiten: Porsche siegt vor Mercedes-AMG und Audi

Spannung bis zum Schluss beim zweiten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring: Eine Runde vor dem Ende des vierstündigen Rennens trennten die drei führenden Autos – ein Porsche, ein Audi und ein Mercedes-AMG – gerade einmal 4,517 Sekunden. Am Ende holte sich Manthey-Racing den zweiten Sieg der Saison. Im Porsche 911 GT3 R wurden Richard Lietz und Fred Makowiecki nach 28 Runden mit einem Vorsprung von 4,535 Sekunden vor dem zweitplatzierten Mercedes-AMG GT3 von Haribo-Racing abgewunken. Platz drei ging an das Audi Sport Team WRT.

Dramatisch endete das Rennen für das Audi Sport Team Land. In Führung liegend bog der Audi R8 LMS von Connor De Phillippi und Christopher Mies nach 27 gefahrenen Runden auf die Nordschleife ein. Einen möglichen Sieg vor Augen wurde der Land-Audi auf den letzten Metern jedoch wegen Spritmangels langsamer. „Um am Ende mit dem Porsche um den Sieg kämpfen zu können, mussten wir bei unserem letzten Boxenstopp in Runde 24 möglichst kurz nachtanken“, erklärte Teamchef Wolfgang Land. „Am Ende hat es ganz knapp nicht gereicht. Das ist ärgerlich.“

Der Weg war frei für Makowiecki und Lietz, die den zweiten Sieg in Folge im Manthey-Porsche 911 GT3 R einfuhren. „Zugegeben, wir hatten heute Glück. Aus eigener Kraft wäre der Sieg nicht drin gewesen“, gestand Makowiecki, der mit seinem zweiten Saisonsieg die Tabellenführung in der VLN Langstreckenmeisterschaft verteidigte. „Unser Rennen war erneut stark. Wir hatten eine gute Strategie und haben keine Fehler gemacht.“ Lietz ergänzte: „Der Plan bei meinem ersten Einsatz auf der Nordschleife in diesem Jahr war es, mich für die bevorstehenden Rennen einzuschwingen. Dabei direkt auf dem Podium zu landen, ist fantastisch.“

Seinen allerersten Renneinsatz 2017 absolvierte DTM-Pilot Nico Müller. Und der Schweizer, der sich das Cockpit im WRT-Audi R8 LMS mit Marcel Fässler und Robin Frijns teilte, war mit Platz drei ebenfalls sehr zufrieden: „So kann das in diesem Jahr von mir aus gerne weitergehen. Ich hatte im Rennen jede Menge Spaß – endlich wieder Nordschleife.“

Für das Bentley Team Abt fuhren Christian Mamerow, Nico Verdonck und Jordan Petter auf Platz vier. Hinter den Pechvögeln De Philippi und Mies belegten Dennis Busch, Nicolay Møller Madsen, Mike Rockenfeller und Frank Stippler im Phoenix-Audi Rang sechs.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2017, 42. DMV 4-Stunden-Rennen (2017-04-08): Richard Lietz, Fred Makowiecki (Porsche 911 GT3 R). Foto: Jan Brucke/VLN

Zweiter Pro-Am-Sieg für Otto Klohs

Der Sieg in der Pro-Am-Wertung der GT3 ging zum zweiten Mal an Otto Klohs im Manthey-Porsche 911 GT3 R. Den Privatier aus Ludwigshafen unterstützten beim zweiten Lauf Lars Kern und Mathieu Jaminet. Jaminet fuhr bei seinem ersten Einsatz im GT3-Boliden auf der Nordschleife auf die Pole-Position, der 22-jährige Franzose ließ mit einer Bestzeit von 8:00,619 Minuten die versammelte GT3-Konkurrenz hinter sich. Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Andreas Ziegler belegten im Frikadelli-Porsche 911 GT3 Platz zwei in der Pro-Am-Wertung, Dritte wurden Markus und Stefan Schmickler im Mercedes-AMG GT3 von Landgraf-Motorsport.

Enger Zweikampf um den Sieg in der Cup 4

Den knappsten Zieleinlauf beim 42. DMV 4-Stunden-Rennen gab es in der Klasse Cup 4 (TMG GT86 Cup): Das Ring-Racing-Duo Nils Jung und Florian Wolf setzten sich mit nur 0,984 Sekunden Vorsprung gegen Manuel Amweg und Frédéric Yerly vom Toyota Swiss Racing Team durch.

Wiederholungstäter in der Cup 5- und TCR-Klasse

Im BMW M235i Racing Cup feierten Thomas Jäger und Rudi Adams den zweiten Sieg in Folge. Das Duo des Team Scheid – Honert Motorsport ließ 17 Konkurrenten in der Klasse Cup 5 hinter sich und belegt aktuell in der Fahrerwertung hinter Makowiecki Rang zwei.

Andreas Gülden und Benjamin Leuchter gewannen ebenfalls zum zweiten Mal in Folge ihre Klasse. Im Volkswagen Golf GTI von mathilda racing gewannen sie die in diesem Jahr neu eingeführte TCR-Klasse. Platz zwei ging an Bradley Philpot, Jürgen und Joachim Nett, die nach einem Ausfall im Auftaktrennen mit ihrem Peugeot 308 Racing Cup einen Podestrang einfuhren.

Der dritte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 24. Juni statt. Der 59. ADAC ACAS H&R-Cup führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

Mitsubishi: Mit dem Mut eines Samurai

Hätten Sie’s gewusst? Ausgerechnet Mitsubishi, dieser dezent auftretende japanische Spezialist für Kleinwagen, klassische Offroader und preiswerte Crossover zählt seit einem Jahrhundert zu den größten automobilen Avantgardisten. Ohne den Pioniergeist von Mitsubishi wären viele technische Erfindungen wesentlich später in Serie gegangen. Seit dem ersten, im Frühjahr 1917 vorgestellten Motorwagen wagen sich die Mitsubishi-Ingenieure auf technisches Neuland, obwohl damit nicht immer kommerzieller Erfolg verbunden ist.

So ging das Mitsubishi Modell A als erste asiatische Repräsentationslimousine in Serie – ungeachtet der Tatsache, dass es im Kaiserreich statt Straßen nur Pfade in katastrophalem Zustand gab. Entsprechend gering war die Nachfrage nach Pkw, was auch Mitsubishi merkte, sich davon aber nicht entmutigen ließ. Der zweite Pkw, der 1934 präsentierte Mitsubishi PX-33, nahm vielmehr all das vorweg, was heute angesagt ist: Crossover-Charakteristik mit Allrad und effizientem Diesel. Trotzdem verdiente Mitsubishi zunächst wenig Geld durch die 4×4-Vorreiterrolle und wurde international unterschätzt. Zumal die Japaner erst 1970 in einem Joint-Venture mit Chrysler auf alle wichtigen Weltmärkte expandierten. Seit 1977 ist Mitsubishi auch in Deutschland präsent und überrascht seitdem mit vielfältigen Vorreitern wie den ersten Vans, Benzindirekteinspritzern, Großserien-Stromern und Plug-in-Hybriden.

Wie kommt es bei Mitsubishi zu diesem Mix aus mutigem Vorpreschen, dem Ertragen von Niederlagen und einer zurückhaltenden Selbstdarstellung, die nur dann aufgegeben wird, wenn etwa ein weiterer Rallyesieg in Dakar oder bei der WRC nach einer Champagnerdusche ruft? Begründet wurde diese Unternehmenspolitik 1870, als der Kaufmann Yataro Iwasaki ein Schifffahrtsunternehmen zur Keimzelle des wenig später weit verzweigten Mitsubishi-Imperiums machte. Iwasaki war Nachkomme eines Samurai und fühlte sich den Tugenden der Samurai entsprechend verbunden. Allen voran Yu, dem Geist des Wagens und Ertragens. Tatsächlich wurde Mitsubishi durch wagemutige Entscheidungen in Asien bis 1918 führend in Schiffbau und Schwerindustrie, eine Position, die Yataros Neffe und Nachfolger Koyata Iwasaki mit dem Modell A auch in der Pkw-Produktion einnehmen wollte. Ein ambitioniertes Vorhaben, das der Familie Iwasaki trotz aller technischen Geniestreiche nicht gelang.

Statt Pkws waren es Pickups und andere Nutzfahrzeuge, mit denen Mitsubishi schon ab den 1920er Jahren auf der Straße des Erfolges unterwegs war. Zwei Mal gab es sogar Regierungsaufträge, die Geld in die Kassen spülten, das dann – typisch Mitsubishi – in die Entwicklung neuer Technologien investiert wurde. So trieben 1923 Mitsubishi Lastwagen den staatlichen Wiederaufbau des von einem Erdbeben zerstörten Landes voran und nur acht Jahre später präsentierte die Marke den ersten japanischen Dieselmotor als Direkteinspritzer. Anfang der 1950er Jahre erhielt Mitsubishi den öffentlichen Auftrag zur Ausstattung der nationalen Behörden mit Allradfahrzeugen. Es war der Startschuss für die Lizenzproduktion von Jeep-Modellen und der Auslöser für die Entwicklung der eigenständigen Offroad-Baureihe Pajero, die ab 1983 mit zwölf Dakar-Siegen wie kein anderer Geländewagen Rallyegeschichte schrieb und bis heute zu den Offroad-Urgesteinen zählt.

Überhaupt die 4×4-Modelle. Mit Allradlern eroberte die Marke mit dem Logo der drei Diamanten immer wieder neue Ufer. Nachdem Mitsubishi im Nachkriegs-Japan zu einem der erfolgreichsten Hersteller von Mini-Pickups aufgestiegen war, führte die 1970 gestartete Kooperation mit Chrysler zu Mittelklasse-Pickups im SUV-Stil, die sich als globale Bestseller Respekt verschafften. Seit 1993 zählt der Mitsubishi L200 auch in Deutschland zu den Pionieren unter den Pickups mit Allradantrieb und effizientem Dieselmotor. Weltweit konnte Mitsubishi vom L200 inzwischen über 4,5 Millionen Einheiten verkaufen, auch im Umfeld anderer Ikonen wie Toyota Hilux und Nissan Navara eine Ansage. Dagegen fand Mitsubishi 1999 mit dem kompakten Pajero Pinin keine passende Antwort auf frühe Lifestyle-SUV wie den Toyota RAV4. Dabei trug der Pinin sogar feine Kleider der namensgebenden italienischen Carrozzeria Pininfarina und der weltweit erste Großserien-Benzindirekteinspritzer sicherte eine Effizienz fast wie bei einem Diesel. Es nützte nichts, eine Erfahrung die der wenig gefragte Pajero Pinin mit dem fast zeitgleich lancierten Pajero Sport teilte, der die Hardcore-Technik des L200 mit besonders schickem Design kaschierte. Den Nerv des Zeitgeistes traf Mitsubishi erst wieder mit dem Outlander, ein SUV, der in 2007 vorgestellter, zweiter Generation auch den Schwestermodellen Peugeot 4007 und Citroen C-Crosser seine aufwendige Allradtechnik zugutekommen ließ. Der Outlander stand auch für Aufbruchstimmung im Unternehmen, die nach einer gescheiterten Allianz von Mitsubishi Motors mit DaimlerChrysler (2002 bis 2005) frische Motivation vermittelte.

Eine Motivation, die Mitsubishi animierte, sich einmal mehr neu zu erfinden. Den von Toyota gesetzten Hybrid-Trend hatte Mitsubishi zwar nicht mitgemacht, stattdessen setzte die Marke ab 2010 auf E-Mobilität in Stromern, wie sie die Konkurrenz so noch nicht gesehen hatte. Die Speerspitze bildete der i-MiEV – später schlicht Electric Vehicle genannt – der als erster winziger Kleinstwagen-Viertürer in Massenproduktion ging und sogar mit Citroen- und Peugeot-Logos ins Portfolio der PSA-Marken übernommen wurde. Dabei basiert das Electric Vehicle auf einem konventionellen Kei-Car-Mini, dem 2006 eingeführten Mitsubishi i. Schließlich verstand sich Mitsubishi über Jahrzehnte auch in Europa als Vollsortimenter, der klassische Pkw vom kleinen Colt über die mittelgroßen Galant und Lancer bis hin zu Sportcoupés wie Eclipse und 3000 GT im Programm hatte.

Modelle, die der europäischen Konkurrenz technisch oft eine Haubenlänge voraus waren. Sei es durch die heute angesagte Vierradlenkung, die schon 1988 im Galant GTi 16V Dynamic 4 debütierte, die Turbo-Technologie, die Mitsubishi ab 1981 als erstes Unternehmen überhaupt in der kompletten Pkw-Palette anbot oder die 1977 realisierte Silent-Shaft-Prinzip mit zwei Ausgleichswellen für laufruhige Vierzylinder, die als Lizenz an Porsche, Volvo, Saab und Lancia weitergegeben wurde. Nicht zu vergessen die Idee des Vans. Viele wollen hier Vorreiter gewesen sein, Mitsubishi nimmt dies nicht für sich in Anspruch, schuf stattdessen Realitäten. Noch vor dem Renault Espace eroberte der Mitsubishi Space Wagon 1983 Europas Straßen und mit den ergänzenden Typen Space Runner, Space Gear und Space Star schufen die Japaner die erste komplette Raumflotte. Vor Abstürzen schützten aber auch diese Trendsetter nicht.

Mit E-Mobilen will Mitsubishi zum 100. Geburtstag neue Größe gewinnen. Gelingen soll dies in Allianz mit Renault-Nissan und mit technischen Avantgardisten wie dem Plug-in-Hybrid Outlander. (Wolfram Nickel/SP-X)
Modellhistorie Mitsubishi

Chronik:
1870: Mit dem Schifffahrtsunternehmen Tsukumo Shokai legt der japanische Geschäftsmann Yataro Iwasaki den Grundstein für den Mitsubishi Konzern
1873: Das aufstrebende Unternehmen erhält den neuen Namen Mitsubishi (= drei Diamanten)
1911: Mitsubishi baut den ersten Eisenbahnwagen Japans
1917: Der Mitsubishi Modell A wird bei den Mitsubishi Kobe Dockyard Works als erstes japanische Serien-Automobil vorgestellt
1918: Debüt des Modells T-1, des ersten Mitsubishi Lastwagens
1931: Vorstellung des ersten japanischen Dieselmotors, eines Direkteinspritzers mit 7,0-Liter-Hubraum
1934: Serienstart des Mitsubishi PX-33 als weltweit erstem Allrad-Pkw mit Dieselmotor. Debüt eines Mitsubishi-Nutzfahrzeuges mit hinterer Zwillingsachse
1935: Der Mitsubishi BD-46 geht als erster japanischer Bus mit Diesel in Produktion
1945: Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügen die Siegermächte die Entflechtung des Mitsubishi-Konzerns. In Nagoya beginnt schon im November die Herstellung der Nachkriegsmodelle von Mitsubishi. Am 2. Dezember stirbt Koyata Iwasaki, der Neffe des Firmengründers. Damit endet die Familienführung des Konzerns
1946: Der dreirädrige Pickup Mizushima und der Roller Silver Pigeon werden zu ersten Erfolgsmodellen im Nachkriegs-Japan
1951: Mit einer Nutzlast von acht Tonnen ist der Mitsubishi T31 der größte Lkw asiatischer Produktion
1956: Verkaufsstart von Mitsubishi-Fahrzeugen in Europa (Spanien)
1959: Mitsubishi präsentiert eine neue Pkw-Baureihe, den Kleinwagen 500 (Baureihe A 10). Die Zweizylinder-Limousine überrascht mit einem luftgekühlten Heckmotor von 0,5 bzw. später 0,6-Liter-Hubraum, der nicht ins populäre Kei-Car-Segment passt. Auch in den Abmessungen ist der mutig proportionierte Stufenheck-Mitsubishi größer als ein Kei Car
1962: Serienanlauf des Colt 600. Der Mitsubishi 500 belegt die ersten vier Plätze bei der Rallye Macao
1963: Die Nutzfahrzeugreihe Canter läuft an und der kompakte Colt 1000
1964: Vorstellung der Repräsentationslimousine Debonair
1965: Der Colt 800 ist die erste japanische Fließhecklimousine, der Colt 1500 zählt zu den erfolgreichsten asiatischen Mittelklassemodellen
1967: Die Pkw-Jahresproduktion übersteigt 100.000 Einheiten
1968: Mit 140 km/h Vmax ist der Mitsubishi B906R der weltweit schnellste in Serie gebaute große Reisebus
1969: Die erste Galant-Generation geht in Produktion
1970: Gründung der Mitsubishi Motors Corporation (MMC) als Joint-Venture zwischen Mitsubishi Heavy Industries Co. und der Chrysler Corporation. Die Colt-Galant-Baureihe wird in Nordamerika eingeführt
1974: Chrysler gibt die Zustimmung, dass MMC auch Pkw unter eigenem Namen in Europa vertreibt. Offizielles Publikumsdebüt ist im Oktober auf der Earls Court London Motor Show. Bei der 21. East African Safari Rallye erzielt ein Galant L16 den Gesamtsieg
1975: Debüt des Sportcoupés Celeste mit Silent-Shaft-Technologie, bei der zwei gegenläufig rotierende Ausgleichswellen die Motorvibrationen absorbieren. Der Kleinbus L300 wird lanciert. Erneuter Sieg bei der Safari-Rallye.
1976: Die Jahresproduktion erreicht mit 402.844 Pkw einen neuen Bestwert. Die dritte Generation des Galant wird eingeführt
1977: In Rüsselsheim gründet der Importeur Hanns Trapp-Dries die MMC Auto Deutschland GmbH, die als erste Modelle Lancer, Celeste und Galant Sigma importiert. Zur Jahreswende 1977/78 folgt der Sapporo
1978: Der Colt mit Heckklappe und Frontantrieb debütiert im Golf-Segment
1981: In Deutschland wird der 100.000ste Mitsubishi zugelassen
1982: Mitsubishi bietet die weltweit größte Modellpalette mit Turbomotoren. Tredia, Cordia, Starion und L300 Allrad werden eingeführt. Ende der Vertriebskooperation mit Chrysler
1983: Der Geländewagen Pajero wird eingeführt
1989: Im hessischen Trebur öffnet ein deutsches Forschungs- und Entwicklungszentrum von Mitsubishi
1991: Vorstoß in die Oberklasse mit der Limousine Sigma, ein Jahr später ergänzt um den Supersportwagen 3000 GT. Weltpremiere des Space Runner als erster kompakter Raumlimousine. Mit 93.648 verkauften Autos in Deutschland für Mitsubishi ein Rekordjahr
1995: Vorstellung des Mitsubishi Carisma, der ersten Mitsubishi-Europaentwicklung, die im niederländischen Werk Nedcar gebaut wird und die sich die Plattform mit dem Volvo S40 teilt
1997: Markteinführung des Carisma GDI mit dem ersten Benzindirekteinspritzer
1998: Der Offroader Pajero Sport wird eingeführt, ein Jahr später ergänzt der kleine Pajero Pinin das Offroadprogramm
2000: DaimlerChrysler übernimmt eine 34-prozentige Beteiligung an Mitsubishi Motors
2004: Premiere für eine neue Generation des Colt, der die Plattform mit DaimlerChrysler teilt und bei Nedcar gebaut wird
2005: Erste Kooperation mit PSA in Frankreich, die zweite Generation des Outlander liefert die Basis für Peugeot 4007 und Citroen C-Crosser. Daimler-Chrysler steigt nach fünf Jahren Engagement vollständig bei Mitsubishi Motors aus
2006: Mitsubishi präsentiert die Studie Concept EZ-MIEV (Mitsubishi In-Wheel-Motor-Electric-Vehicle) als Vorboten künftiger Serienmodelle mit Elektroantrieb
2010: Eröffnung des Werks Kaluga/Russland. Europäische Markteinführung des elektrischen Mitsubishi i-MiEV, dessen Produktion im Vorjahr anlief
2012: Verkauf von Nedcar an die VDL Groep B.V zum symbolischen Preis von einem Euro. Peugeot und Citroen präsentieren Schwestermodelle des elektrischen i-MiEV
2013: Vorstellung des Outlander PHEV Plug-in-Hybrid
2014: Rückkehr in die Gewinnzone in Europa
2016: Nissan erwirbt 34 Prozent der Anteile an Mitsubishi Motors und wird größter Einzelaktionär
2017: Mitsubishi feiert das Doppeljubiläum 100 Jahre Autobau und 40 Jahre Deutschlandpräsenz

Mitsubishi-Modellchronik (Pkw in Deutschland):
Mitsubishi Lancer (1977-1980, Generation 1)
Mitsubishi Celeste (1977-1981)
Mitsubishi Galant Sigma (1977-1980, Generation 1)
Mitsubishi Sapporo (1978-1980, Generation 1)
Mitsubishi Colt (1978-1984, Generation 1)
Mitsubishi Lancer (1979-1983, Generation 2)
Mitsubishi L300 (1980-1987, Generation 1)
Mitsubishi Galant (1980-1984, Generation 2)
Mitsubishi Sapporo (1980-1985, Generation 2)
Mitsubishi Tredia (1982-1986)
Mitsubishi Cordia (1982-1987)
Mitsubishi Starion (1982-1990)
Mitsubishi Lancer F (1983-1984)
Mitsubishi Space Wagon (1983-1991, Generation 1)
Mitsubishi Pajero (1983-1991, Generation 1)
Mitsubishi Colt (1984-1988, Generation 2)
Mitsubishi Lancer (1984-1988, Generation 3)
Mitsubishi Galant (1984-1988, Generation 3)
Mitsubishi Sapporo (1987-1990, Generation 3, nun als Limousine)
Mitsubishi L300 (1987-1998, Generation 2)
Mitsubishi Colt (1988-1992, Generation 3)
Mitsubishi Lancer (1988-1993, Generation 4)
Mitsubishi Galant (1988-1993, Generation 4)
Mitsubishi Sigma (1991-1996)
Mitsubishi Space Runner (1991-1999, Generation1)
Mitsubishi Space Wagon (1991-1998, Generation 2)
Mitsubishi Pajero (1991-2005, Generation 2, ab 2002 als Pajero Classic)
Mitsubishi Colt (1992-1996, Generation 4)
Mitsubishi Lancer (1992-1996/2001, Generation 5)
Mitsubishi Eclipse (1992-1996, Generation 1)
Mitsubishi 3000 GT (1992-2001)
Mitsubishi Galant (1993-1997, Generation 5)
Mitsubishi L200 (1993-1996, Generation 1)
Mitsubishi Carisma (1995-2004)
Mitsubishi Eclipse (1995-2000, Generation 2)
Mitsubishi Space Gear (1995-2003)
Mitsubishi Colt (1996-2004, Generation 5)
Mitsubishi Lancer (1996-2001, Generation 6)
Mitsubishi L200 (1996-2006, Generation 2)
Mitsubishi Galant (1997-2003, Generation 6)
Mitsubishi Galloper/Santamo (1998-2000)
Mitsubishi Space Wagon (1998-2004, Generation 3)
Mitsubishi Pajero Sport (1998-2005)
Mitsubishi Space Star (1999-2004, Generation 1)
Mitsubishi Space Runner (1999-2001, Generation 2)
Mitsubishi Pajero Pinin (1999-2005)
Mitsubishi Pajero (2000-2006, Generation 3)
Mitsubishi Lancer (2003-2007, Generation 7)
Mitsubishi Outlander (2003-2007, Generation 1)
Mitsubishi Colt (2004-2012, Generation 6)
Mitsubishi Grandis (2004-2010)
Mitsubishi L200 (2006-2015, Generation 3)
Mitsubishi Outlander (2007-2012, Generation 2)
Mitsubishi Pajero (seit 2007, Generation 4)
Mitsubishi Lancer (seit 2007, Generation 8)
Mitsubishi i-MiEV bzw. Electric Vehicle (seit 2010)
Mitsubishi ASX (seit 2010)
Mitsubishi Outlander (seit 2012, Generation 3)
Mitsubishi Space Star (seit 2013, Generation 2)
Mitsubishi L200 (seit 2015, Generation 4)
Mitsubishi Eclipse Cross (seit 2017)

Die Mitsubishi Motors Corporation ist der älteste Automobil-Serienhersteller Japans. Bereits 1917 fertigte das Unternehmen das serienfähige Modell A in Kobe, es wurde von einem 2,8-Liter-Vierzylinder mit 35 PS angetrieben. 1921 begann die Produktion von Leichtlastwagen, 1934 entstand der erste Personenwagen mit Allradantrieb und Dieselmotor, der PX 33. Mit dem Geländewagen Pajero, dessen Wettbewerbsversion zwölf Mal die Rallye Paris Dakar gewann, hat Mitsubishi Geschichte geschrieben. Auch im On-Road-Rallyesport konnte die Marke punkten und gehört mit fünf Titeln als Rallye-Weltmeister zu den erfolgreichsten Autoherstellern dieses Wettbewerbs. Heute ist das Ziel nachhaltiger Mobilität in die Unternehmensstatuten eingebettet. Mit dem Elektrofahrzeug Mitsubishi Electric Vehicle gelang der Schritt in die E-Mobility, der Plug-in Hybrid Outlander ist das erste SUV Plug-in Hybrid mit Allradantrieb.

Die Deutschlandzentrale der MMD Automobile GmbH (MMDA), dem deutschen Importeur von Mitsubishi Fahrzeugen ist in Rüsselsheim angesiedelt. Das Unternehmen befindet sich in unmittelbarer Nähe des Finanzierungspartners, der MCE-Bank mit den Kfz-Werkstatträumen im nur wenige Kilometer entfernten Flörsheim. Ebenfalls in unmittelbarer Nähe, in Trebur, ist das europäische Entwicklungs- und Designzentrum von MMC.

Nicht weit vom jetzigen Standort begann im Jahre 1977 in Rüsselsheim die Auslieferung der ersten Fahrzeuge mit den drei Diamanten im Kühlergrill. In der mittlerweile 40-jährigen Firmengeschichte von Mitsubishi Motors in Deutschland wurden insgesamt mehr als 1,7 Millionen Fahrzeuge verkauft. Heute sind rund 500.000 zugelassene Mitsubishi Modelle auf deutschen Straßen unterwegs. Die Mitsubishi Modelle werden in Deutschland von Händlern an mehr als 600 Vertriebs- und Servicestandorten vertrieben.

Seit Anfang 2014 gehört die MMD Automobile GmbH mehrheitlich zur Emil Frey Gruppe Deutschland.

VLN Lauf 1/17: Drei Franzosen siegen im Manthey-Porsche

Großer Jubel beim VLN-Traditionsrennstall Manthey-Racing: Romain Dumas, Fred Makowiecki und Patrick Pilet sicherten sich den Sieg beim Auftaktrennen der VLN-Saison 2017. Zum ersten Mal in der Geschichte der Langstreckenmeisterschaft standen drei Franzosen auf der obersten Stufe des Siegerpodests. Im Porsche 911 GT3 R setzten sich die Porsche-Werksfahrer in einem spannenden Vier-Stunden-Rennen gegen Christer Jöns, Chris Brück und Jordan Pepper im Bentley Continental GT3 durch. Die Bentley-Boys feierten den ersten Podiumserfolg für die britische Traditionsmarke in der VLN. Platz drei ging an das Audi Sport Team Land mit den Piloten Christopher Mies, Connor De Phillippi und Markus Winkelhock im Audi R8 LMS.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2017, 63. ADAC Westfalenfahrt (2017-03-25): Siegerehrung. Foto: VLN

Bei strahlendem Sonnenschein pilgerten die Fans in Massen an den Nürburgring. Und sie erlebten schon im Zeittraining eine Demonstration dessen, wie eng es an der Spitze der weltweit größten Breitensport-Rennserie zugeht. Angeführt von den späteren Siegern – Pilet markierte in 8:01,661 Minuten die Bestzeit – blieben die ersten 28 Fahrzeuge innerhalb von nur zehn Sekunden auf dem 24,358 Kilometer langen Eifelkurs.

Auch im Rennen bestimmten die GT3-Porsche über weite Strecken das Geschehen. In der vorletzten Runde führte der Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports das Rennen an. Dann unterlief Laurens Vanthoor ein folgenschwerer Fehler. Der Belgier geriet beim Überrunden eines langsameren Fahrzeugs aufs Gras, verlor beim Anbremsen der Hohenrain-Schikane die Kontrolle über sein Auto und schlug seitlich in die Streckenbegrenzung ein. Zwar konnte er den Porsche noch an die Box fahren, dort stellte das Team aber eine gebrochene Spurstange fest. „Ich wollte Falken den ersten Sieg bescheren“, kommentierte der enttäuschte Vanthoor per Twitter, während die Sieger auf dem Podium feierten. „Ich habe in einigen Code 60-Phasen Zeit verloren und musste deshalb volles Risiko gehen, um die wieder aufzuholen. Das war ein Fehler.“

So erbte Patrick Pilet, der zu diesem Zeitpunkt nur rund zwei Sekunden Rückstand auf Vanthoor hatte, den Sieg kampflos. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Bentley betrug im Ziel 1:08,751 Minuten. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich es geschafft hätte, Laurens auf der Strecke noch zu überholen “, gab Pilet zu. „Wir haben uns ein spannendes Duell um die Spitze geliefert und waren dabei auf Augenhöhe. Je nach Verkehr war teils er auf eine Runde betrachtet etwas schneller, teils ich. Es wäre auf jeden Fall am Schluss sehr, sehr eng geworden.“

Groß war die Freude über den ersten Bentley-Podestrang bei Chris Brück: „Ich bin so aufgeregt, als hätte ich gerade eine Meisterschaft gewonnen“, gestand der Kölner. „Das war lange fällig, heute hat es endlich geklappt. Klar haben wir von dem Ausfall des Falken-Porsche profitiert, aber wir wären auch ohne diesen Zwischenfall auf dem Podium gelandet.“

Den selbst gestellten Ansprüchen wurde das Audi Sport Team Land mit Platz drei nicht ganz gerecht. „Das hätte besser laufen können“, bekannte Christopher Mies. „Platz zwei wäre unter Umständen drin gewesen heute, gegen die Porsche war aber heute kein Kraut gewachsen.“ Das Team handelte sich im Rennen eine Durchfahrtsstrafe ein, weil bei einem Boxenstopp die Mindeststandzeit nicht eingehalten wurde.

Hinter dem Spitzentrio fuhren die beiden Audi R8 LMS des Audi Sport Team WRT auf die Plätze vier und fünf. Das Schwesterfahrzeug von Phoenix Racing belegte Rang sechs vor dem schnellsten Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon mit den Fahrern Hubert Haupt, Abdulaziz Al Faisal, Daniel Juncadella und Luca Stolz.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2017, 63. ADAC Westfalenfahrt (2017-03-25): Start zum Rennen. Foto: Jan Brucke/VLN

Enge Entscheidungen in den kleinen Klassen
Nur wenige Zentimeter entschieden über Sieg und Niederlage im heiß umkämpften BMW M235i Racing Cup. Mit dem hauchdünnen Vorsprung von sieben Tausendstelsekunden setzten sich Thomas Jäger und Rudi Adams vom Team Scheid-Honert Motorsport gegen Solist Yannik Mettler im Cup-Auto unter der Bewerbung des ADAC Team Weser-Ems durch.

Ähnlich umkämpft war der Zieleinlauf in der Klasse V4 (VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum). Hier setzten sich die Lokalmatadore vom MSC Adenau, Marcel Mannheller und Hajo Müller, mit 0,818 Sekunden gegen Oskar Sandberg und Thorsten Kratz aus dem Team Securtal Sorg Rennsport durch. Die seriennahe Klasse war mit 18 Fahrzeugen sehr gut besetzt, beide Siegerteams pilotierten einen BMW 325i.

Der erste Sieg in der TCR-Klasse geht an mathilda racing
Die ersten Sieger in der neuen TCR-Klasse der VLN heißen Andreas Gülden und Benjamin Leuchter. Im Volkswagen Golf GTI TCR von mathilda racing setzten sich die beiden gegen sechs Konkurrenten durch. Gülden war bereits im vergangenen Jahr am ersten Sieg eines TCR-Autos in der VLN beteiligt, damals allerdings noch in der Klasse SP3T.

Die Gesamtsieger sind die ersten Tabellenführer
Die GT3-Klasse war beim Auftaktrennen mit 33 Fahrzeugen am stärksten besetzt. Dementsprechend sind Dumas, Makowiecki und Pilet auch die ersten Tabellenführer der Saison 2017. Auf Platz zwei folgen Adams und Jäger als Sieger der Cup 5-Klasse (22 Fahrzeuge), Manheller und Müller sind Dritte. Die Tabelle nach dem ersten Lauf spiegelt die enorme Bandbreite der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wider.

Insgesamt nahmen 188 Fahrzeuge von 24 unterschiedlichen Automobilherstellern die 63. ADAC Westfalenfahrt in Angriff. 466 Fahrern aus 27 Nationen waren im Einsatz. Insgesamt gingen 33 GT3-Autos an den Start; mit 77 Fahrzeugen waren die VLN-Specials am stärksten vertreten. Mit von der Partie waren aber auch 58 Cup-Fahrzeuge und 44 seriennahe Produktionswagen. Neun Gruppe H-Fahrzeuge komplettierten das Teilnehmerfeld.

VLN 6-Stunden: Langer Samstag beim Saisonhöhepunkt

Es ist das Highlight des Rennkalenders, die Königsetappe der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Statt vier werden die Teilnehmer diesen Samstag über sechs Stunden auf der Nürburgring-Nordschleife gegeneinander fahren. So wird den Fans beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen von 12 bis 18 Uhr bewährte VLN-Rennaction im XL-Format geboten.

Nach vier Audi-, einem BMW- und einem Mercedes-AMG-Erfolg in der bisherigen Saison stellt sich die Frage, wer nach sechs Stunden die Nase vorn haben wird? Black Falcon, Phoenix Racing, Manthey-Racing, Land-Motorsport, Walkenhorst-Motorsport, ROWE-Racing und Haribo Racing schicken wohl die Autos ins Rennen, die die größten Aussichten auf den Gesamtsieg haben.

Die Uhren ticken an diesem Samstag jedoch nicht nur länger, sondern für einige Teams im Feld auch anders.

Letzteres gilt in erster Linie für Piloten wie Heiko Eichenberg. Der 42-Jährige bestritt alle Rennen der Saison 2016 bislang im Alleingang, erzielte im BMW M235i Racing Cup vom Team Securtal Sorg Rennsport mit einem dritten und zwei vierten Cup5-Plätzen respektable Ergebnisse und liegt als bester Solist in der Gesamtwertung auf dem 15. Rang.

Aufgrund der längeren Renndauer sind Einzelstarter beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen jedoch nicht zugelassen. So wird Eichenberg sich seinen Platz hinter dem Steuer teilen müssen. Für Team und Fahrer keine unerhebliche Umstellung – eingespielte, bewährte Strategien müssen angepasst werden.

Eine Tatsache, die jedoch nicht nur auf die Solisten im Feld zutrifft. Viele Teams holen sich für das sechsstündige Rennen Verstärkung ins Cockpit und sind gegebenenfalls auch zu taktischen Änderungen gezwungen.

Die wohl größte Umstellung erwartet jedoch Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Patrick Huismann und Norbert Siedler. Das Team Frikadelli Racing geht zwar mit dem bewährten Fahrerquartett an den Start. Das aber nimmt in einem völlig neuen Arbeitsgerät Platz. Die schnellste Frikadelle der Welt für den siebten VLN-Lauf wurde nicht in Zuffenhausen, sondern in München produziert: Statt eines Porsche 911 GT3-R schickt der Kultrennstall aus Barweiler einen BMW M6 GT3 ins Rennen. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 ist es für das Team der erste Hersteller-Wechsel.

„Nach dem Motorschaden beim vergangenen Lauf wissen wir nicht, ob die Revision rechtzeitig fertig wird. Aus diesem Grund haben wir uns kurzfristig entschieden, einen BMW auszuprobieren“, begründet Abbelen den Umstieg. „Bei den Testfahrten am Freitag müssen wir uns alle auf dieses Fahrzeug einschießen. Dennoch bin ich mir sicher, dass wir mit dem M6 auf Anhieb gut zurechtkommen und um vordere Plätze mitfahren können – auch wenn wir sein Potenzial nicht ganz so ausreizen können wie bei unserem Porsche.“

Absolutes Neuland betreten derweil zwei gestandene Rennfahrer, die beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen erstmals Fahrstunden für ihren „Führerschein“ nehmen, zum Erwerb der DMSB-Permit A. Die beiden DTM-Piloten Daniel Juncadella und António Félix da Costa geben ihre VLN-Premiere auf der Nordschleife. Juncadella tauscht dabei seinen Mercedes-AMG C63 DTM gegen einen Porsche Cayman, den er gemeinsam mit Suad Al Faisal, Ronny Lethmate und Carsten Palluth für Black Falcon in der Klasse V5 pilotieren wird. Félix da Costa, normalerweise im BMW M4 DTM aktiv, wechselt sich in einem BMW M235i Racing Cup (SP8T) mit Ricky Collard ab.

Um die Permit A zu erlangen, müssen beide mindestens zwei VLN-Rennen und 18 Runden auf der Nordschleife bestreiten. Erst dann haben sie die Möglichkeit, in den GT3-Flaggschiffen ihrer Hersteller auf der Nordschleife zu fahren.

Und noch eine weitere Premiere hat die Königsetappe zu bieten. Erstmals in dieser Saison treten die beiden Doppelsieger des Jahres im direkten Duell gegeneinander an. Frank Stippler und Anders Fjordbach hatten im Phoenix-Audi R8 LMS die beiden ersten Rennen gewonnen und werden über die sechsstündige Distanz von Markus Winkelhock unterstützt. Das Trio trifft am Samstag auf Christopher Mies und Connor De Phillippi, die im Audi R8 LMS von Land-Motorsport die Läufe vier und fünf dominierten. „Unsere Unterstützung ist, dass sie keine Unterstützung durch einen zusätzlichen Fahrer erhalten“, sagt Teamchef Wolfgang Land. „Die beiden sind ein traumhaftes Duo, das hervorragend miteinander harmoniert. Das wollen wir nicht auseinanderreißen.“

Die beiden Audi werden es jedoch auch mit den weiteren Gesamtsiegern aus den bisherigen sechs Rennen zu tun bekommen. So nehmen auch die Sieger des vorangegangenen Laufs – Uwe Alzen, Lance David Arnold und Jan Seyffarth – im Haribo-Mercedes-AMG GT3 erneut die vorderen Positionen ins Visier. Und Jörg Müller und Jesse Krohn sind am Samstag ebenfalls mit von der Partie. Sie gewannen gemeinsam mit Marco Wittmann im Schubert-BMW M6 GT3 den dritten VLN-Lauf und werden diesmal mit Victor Bouveng und Felipe Fernández Laser im M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport um den Sieg kämpfen.

VLN Saison 2016, 39. RCM DMV Grenzlandrennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 20.08.2016 Copyright Guido ten Brink / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com
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VLN 4 2016 014 Stefan Baldauf Fotos

Ein Lexus RC F GT3 beim 6h-Rennen auf dem Nürburgring am Start

Dominik und Mario Farnbacher startet gemeinsam mit dem Japaner Akira Iida kommenden Samstag beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, dem Saisonhöhepunkt der diesjährigen VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Das Schwesterauto von Emil Frey Lexus muss nach einem Unfall beim letzten Rennen pausieren.

Farnbacher Racing aus Lichtenau hat sich für die längste VLN-Distanz des Jahres, der siebte Wertungslauf führt über sechs statt vier Stunden, mit dem Japaner Akira Iida verstärkt. „Akira fährt derzeit den Lexus RC F GT3 in der Japanischen SuperGT Meisterschaft und hat uns bereits vergangenes Jahr unterstützt. Er hat enorm viel Erfahrung und wir sind sehr gespannt, was er zum Unterschied der beiden Autos in Deutschland und Japan zu sagen hat“, sagt Dominik Farnbacher.

Ein erfolgreiches Warm-up absolvierte das Gespann bereits vergangenes Wochenende. Dominik Farnbacher fuhr gemeinsam mit Akira Iida und Hiroki Yoshimoto beim 1000 Kilometer-Rennen in Suzuka mit einem baugleichen Lexus RC F GT3 problemlos ins Ziel und sicherte dem japanischen Einsatzteam LM Corsa wichtige Meisterschaftspunkte.

Das Schwesterauto von Emil Frey Racing muss dagegen leider pausieren: „Nach dem Unfall beim letzten Rennen war es in der Kürze der Zeit unmöglich, das Fahrzeug rechtzeitig fertigzustellen. Wir befinden uns nach wie vor in der Entwicklung des Lexus RC F GT3 und haben daher kein großes Ersatzteillager“, schildert Lorenz Frey, Fahrer und Teamchef des Emil Frey Racing Lexus. „Somit haben wir uns dazu entschieden, beim 6h-Rennen nicht anzutreten und das Auto für VLN8 vorzubereiten.

Los geht’s am Samstag, den 3. September 2016 von 08:30 bis 10:00 Uhr mit dem Zeittraining. Das Rennen startet um 12:00 Uhr. Weitere Informationen von Emil Frey Racing gibt es auf www.lexus.emilfreyracing.com und auf www.facebook.com/EmilFreyLexusRacing.

 

 

Foto: SB-Medien, Stefan Baldauf - Guido ten Brink

Die VLN feiert das Ende der Sommerpause

Mit dem 39. RCM DMV Grenzlandrennen findet die rund einmonatige Sommerpause in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ihr Ende; das sechste von zehn Rennen der Saison 2016 steht an. Wie in den vergangenen drei Läufen werden im BMW M235i Racing Cup wieder die meisten Autos um den Klassensieg kämpfen. Alexander Mies und Michael Schrey wollen ihre Serie mit dem sechsten Erfolg im sechsten Rennen ausbauen. Sie sind die Gejagten in der VLN-Wertung und können sich, trotz des frühen Zeitpunkts in der Saison, auf dem Weg zum Titel eigentlich nur noch selber schlagen. Seit dem dritten Lauf führen die beiden die Meisterschaft an und haben sich inzwischen einen beachtlichen Vorsprung erarbeitet.

Jede Menge Respekt verdienten sich in den ersten beiden Rennen des Jahres Frank Stippler und Anders Fjordbach. Im Audi R8 LMS von Phoenix Racing sicherten sich der routinierte Deutsche und der junge Däne in beiden Läufen den Gesamtsieg. Zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte kehren Stippler und Fjordbach auf die Nordschleife zurück und haben nichts anderes als den dritten Sieg bei ihrem dritten VLN-Start im Sinn.

In einigen Klassen zeichnet sich eine ungewöhnliche Dominanz ab. Der Kampf um die Gesamtsiege zum Beispiel wird nach fünf Läufen von einem Auto, dem Audi R8 LMS, und zwei Fahrerpaarungen beherrscht: Stippler und Fjordbach sowie Christopher Mies und Connor De Phillippi. Beide Fahrerteams gewannen bislang jeweils zwei Rennen. Während Stippler/Fjordbach ihre Siegesquote im sechsten VLN-Rennen bei 100 Prozent halten wollen, sind Mies und De Phillipi nicht am Start.

Dafür machen sich die Fahrer der konkurrierenden Marken Hoffnungen auf den ersten Sieg des Jahres. Dicht dran war im vergangenen Rennen schon der Porsche 911 GT3 R vom Team Manthey-Racing mit Jörg Bergmeis-ter und Michael Ammermüller, die sich nur hauchdünn im Kampf um Platz eins geschlagen geben mussten. Beide sind diesmal nicht mit am Start. Dafür setzt Manthey-Racing die beiden bewährten Porsche 911 GT3 R für Otto Klohs und Jens Richter sowie für Georg Weiss, Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Mike Stursberg ein. In einem weiteren Porsche 911 GT3 R setzen die Lokalmatadore Klaus Abbelen und Sabine Schmitz mit Norbert Siedler und Patrick Huismann vom Frikadelli Racing Team alles daran, ihr erstes Top-Resultat der Saison zu erzielen.

Aufs Podium, aber noch zu keinem Sieg hat es der Mercedes-AMG GT3 in diesem Jahr in der VLN geschafft. Die Teams von Black Falcon mit Abdulaziz Al Faisal, Adam Christodoulou und Yelmer Buurmann, Haribo Racing mit Uwe Alzen, Lance David Arnold und Jan Seyffarth sowie Car Collection Motorsport mit Peter Schmidt, Klaus Koch und Johannes Siegler starten am Samstag erneut einen Angriff auf die Spitze.

Die hat 2016 BMW zumindest schon einmal in der VLN erobert, und beim dritten Lauf fuhren gleich drei M6 GT3 auf die ersten drei Plätze. Beim sechsten Lauf wird Walkenhorst Motorsport die Fahne der Münchener hochhalten und bringt drei Autos an den Start: zwei M6 GT3 für Christian Krognes, Victor Bouveng und Jörg Müller sowie für Matias Henkola, Michele Di Martino und Jordan Tresson und einen Z4 GT3 mit Teamchef Henry Walkenhorst, Peter Posavac und Daniela Schmid.

Mindestens einen Rang höher als im vergangenen Rennen wollen die Brüder Dominik und Mario Farnbacher klettern; sie belegten in ihrem Lexus RC-F GT3 (Klasse SPX) zuletzt den vierten Rang und sind am Samstag neben Lorenz Frey und Stéphane Ortelli eines von zwei Lexus-Duos.

Spannung steht den VLN-Fans in der Eifel auch in den zahlreichen Klassen bevor. Neben den Meisterschaftsführenden in der Cup5-Klasse Schrey/Mies sind erneut alle Klassen-Favoriten mit am Start: So werden sich in der SP7 Tim Scheerbarth und Alexander Toril Boquoi (drei Siege/Black Falcon) erneut ein Duell mit Frank Kräling, Marc Gindorf und Christopher Brück im Frikadelli-Porsche 991 GT3 Cup (zwei Siege) liefern. Auch in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing ist die Gesamtwertung hart umkämpft. Marc Hennerici und Moritz Oberheim (race-union Teichmann Racing) werden alles geben, um ihre Führung gegen Hamza Owega und Moritz Kranz sowie „Max“ und „Jens“ (beide Team GetSpeed) zu verteidigen. Kai Riemer und Arnd Meier (Arkenau Motorsport) sind ebenfalls in der Cup3-Klasse noch aussichtsreich im Rennen.

Drei weitere Teams wollen in ihren Klassen ihre Chancen auf den Gewinn des VLN-Titels wahren. In der V6 visieren die Meisterschaftszweiten Ivan Jacoma und Claudius Karch im Porsche Cayman (Mathol Racing) ihren sechsten Klassensieg im sechsten Rennen an. In der V5 hoffen Dominik Thiemann, Hajo Müller und Jens Riemer im BMW E36 auf den fünften Saisonsieg. Und Christopher Rink, Danny Brink und Gabriele Piana – die dreifachen Sieger der V4 – wollen sich im BMW E90 325i (Pixum Team Adrenalin Motorsport) gegen ihre Dauerrivalen Rolf Derscheid, Michael Flehmer und Zoran Radulovic (zwei Siege/Hofor Racing) behaupten.

Mazda präsentiert lebendige Geschichte

  • Projekt von Mazda Händler Auto Frey und Mazda Motors Deutschland GmbH
  • Historisches Straßenbahndepot in Augsburg wird zum Auto-Museum inklusive Eventbereich umgebaut
  • 60 bis 70 historische Mazda Modelle erzählen die eindrucksvolle Mazda Geschichte – Eröffnung im Frühjahr/Sommer 2016

Eine der größten privaten Sammlungen historischer Mazda Fahrzeuge wird ab diesem Jahr zum ersten Mal öffentlich zu bestaunen sein: Der Augsburger Mazda Händler Auto Frey eröffnet mit Unterstützung der Mazda Motors Deutschland GmbH im Frühjahr/Sommer 2016 unter dem Namen „Mazda Classic – Automobil Museum Frey“ ein Automobilmuseum mit angeschlossenem Eventbereich in der Augsburger Innenstadt. Damit wird die eindrucksvolle Geschichte des unkonventionellen Automobilherstellers aus Hiroshima zum ersten Mal außerhalb Japans, wo Mazda ein eigenes Museum betreibt, in vollem Umfang für jedermann sichtbar und erlebbar. Die offizielle Eröffnung ist für Frühjahr/Sommer 2016 geplant.

Bei einem Besuch von Mazda Classic wird der eine oder andere Besucher vielleicht überrascht sein, dass die japanische Marke nicht erst seit kurzem mit ihren SKYACTIV-Modellen im KODO Style durch attraktives Design, innovative Technologie und Fahrspaß überzeugt. Schaut man sich zum Beispiel den Mazda Luce sowie das Mazda Familia 1000 Coupé von 1966 oder den Mazda Cosmo Sport von 1967 an, wird schnell deutlich, dass Mazda auch schon damals für exzellentes Design stand. Technologisch ist die Entwicklung und Produktion der RX-7 Baureihe ab 1978 über drei Generationen mit ihren verschiedenen Ausbaustufen des Zweischeiben-Kreiskolbenmotors nur ein zeitgenössisches Beispiel für außergewöhnliche Mazda Technologie. Und der Mazda MX-5 belebte 1990 nicht nur das Roadster-Segment neu, sondern war schon damals Sinnbild für puren Fahrspaß.

Mazda Museum 002 Frey Augsburg

Das in einem historischen Straßenbahndepot in Entstehung befindliche Projekt Mazda Classic wird auf einer Fläche von mehr als 1.500 m² Platz für 60 bis 70 Fahrzeuge aus der über 140 Mazda Fahrzeuge zählenden Sammlung von Auto Frey bieten. Einen Schwerpunkt werden nahezu alle jemals produzierten Mazda Modelle mit Kreiskolben- bzw. Wankelmotor bilden – angefangen beim legendären Mazda Cosmo Sport über verschiedenste Mazda RX-Modelle aus den 70er, 80er und 90er Jahren bis hin zum einmaligen Mazda Rotary Pick Up Abschleppwagen oder dem Mazda Parkway Bus mit Kreiskolbenmotor. Die Geschichte des Kreiskolbenmotors und dessen erfolgreicher Massenproduktion durch Mazda wird den Besuchern natürlich auch nicht vorenthalten.

Weitere Highlights der Fahrzeugausstellung, die in regelmäßigen Abständen verändert werden wird, sind verschiedene Mazda Modelle, die offiziell nie in Deutschland verkauft worden sind, unter anderem der Mazda K360, ein dreirädriger Leicht-LKW sowie der erste Mazda PKW R360 Coupé von 1960, das Mazda Familia 1000 Coupé von 1966, den Mazda Luce RX87 von 1969 oder der Mazda AZ-1 von 1992. Natürlich werden auch hierzulande bekanntere historische Mazda Modelle, angefangen vom ersten ab 1972 offiziell verkauften Mazda 616 über die Erfolgs-Baureihen Mazda 323 und Mazda 626 bis hin zum Mazda MX-5 der ersten Generation von 1990 oder die Xedos-Modelle aus den 90er Jahren gezeigt.

Neben den Ausstellungsfahrzeugen werden zahlreiche interessante, bemerkenswerte und unterhaltsame Geschichten – auch in Form von großformatigen Displays – über Mazda erzählt, die den Besuchern den Pioniergeist, die unkonventionelle Denkweise und Mazdas Leidenschaft für außergewöhnliche Technik näher bringen.

Direkt angrenzend an das Museum wird sich innerhalb der historischen Bausubstanz ein etwa 650 m² großer, attraktiv gestalteter Eventbereich anschließen, der für Veranstaltungen zur Verfügung stehen wird und das Projekt über den reinen Museumsbetrieb hinaus langfristig erfolgreich gestalten soll. Darüber hinaus wird ein rund 270 m² großer neuer Anbau in passendem historischen Stil errichtet, der unter anderem eine Gastronomie sowie einen Mazda Classic-Shop beherbergen wird.

Geplant ist außerdem, dass sich Mazda Classic auch als Anlaufstelle für Oldtimer-Clubtreffen mit Mazda Fahrzeugen oder für markenübergreifende Oldtimer-Veranstaltungen etabliert und damit zu einer festen Größe in der Oldtimerszene wird.

SUBARU: Rückblick auf 50-Jahre Boxer-Karriere

Mit dem Modell 1000 präsentierte Subaru am 14. Mai 1966 die erste kompakte Limousine mit wassergekühltem Boxermotor und Frontantrieb – und läutete damit eine Ära ein, die bis heute den Stil der Marke prägt. Seit 50 Jahren sieht SUBARU daher den Boxermotor stellvertretend für das, was die Marke Subaru ausmachen soll: Technikorientierung und Innovationskraft, klare technische Überzeugungen und das Streben nach vollkommener Harmonie.  

50 Jahre SUBARU 003 Boxermotoren

Subaru hat den Boxermotor zwar nicht erfunden, aber als Shinroku Momose, Entwicklungschef bei Subaru, Mitte der 1960er Jahre dem Motoreningenieur Yoshio Akiyama den Auftrag erteilte, für den Subaru 1000 einen vibrationsarm laufenden, leichtgewichtigen und möglichst flach bauenden Motor zu konstruieren, fiel die Wahl bald auf den Boxermotor. Dessen perfekte Balance und seine laufruhige Leistungsentfaltung gaben im direkten Vergleich zu den parallel entwickelten Reihen- und V-Motoren den Ausschlag.

Die grundsätzlichen Vorteile des Bauartprinzips Boxer gegenüber konventionellen Reihenmotoren gelten damals wie heute. Die horizontalen Bewegungen der flach zu beiden Seiten der Kurbelwelle liegenden Zylinder für einen idealen Massenausgleich, das geringe Gewicht und die reduzierte Baugröße verleihen dem Boxer eine hervorragende Laufruhe, höchste Zuverlässigkeit und einen niedrigen Schwerpunkt mit entsprechenden Vorteilen im Handling und in der Leistung gegenüber Fahrzeugen mit Reihen- oder V-Motor. Kurzum: Der Boxermotor verkörpert die wohl harmonischste Form aller Verbrennungsmaschinen.

Zwar sind Boxermotoren in der Produktion teurer als Reihenmotoren, da für jede Zylinderreihe ein eigener Zylinderkopf gefertigt werden muss. Pluspunkte sammeln sie dafür auf einem weiteren wichtigen Feld: Sie sind ungleich langlebiger und weniger reparaturanfällig als alle anderen vergleichbaren Verbrennungsmotoren – und leisten damit beständig einen wichtigen Beitrag zur hohen Zufriedenheit der Subaru-Kunden.

Seine in vielen Bereichen überlegenen Eigenschaften machen den Boxermotor seit einem halben Jahrhundert zum Herzstück unter der Motorhaube der Subaru-Modelle. Zugleich bildet er die Voraussetzung für eine weitere technische Kernkompetenz von Subaru: den 1972 mit dem Leone Station Wagon erstmals eingeführten symmetrischen Allradantrieb. Vom Boxermotor über das Getriebe, die Kardan-Antriebswelle bis zum Hinterachsdifferential verläuft der gesamte Antriebsstrang dabei in einer geraden Linie mit einer horizontal symmetrischen Auslegung zugunsten neutraler Fahrzeugbalance und höchster Fahrstabilität.

Der auch dank des leichten Boxermotors nur 855 Kilogramm wiegende Leone Station Wagon ist die Keimzelle der Subaru-Allradtechnologie, die in der Folge auch in Limousinen, Coupés, Sportwagen, Pickups, SUV und Crossover-Modellen Einzug hielt. Bis heute hat Subaru weltweit bereits rund 15 Millionen Allrad-Pkw gebaut und ist damit globaler Marktführer in diesem Segment. Keine Überraschung, dass sich Allradantrieb und Boxermotoren rasch als Kerntechnologie und Charakteristikum der Marke Subaru etablierten. Diese Antriebskombination prädestinierte die schnellsten Speerspitzen der Marke auch für den Rallyesport, wo sich Subaru mit insgesamt sechs WM-Titeln in die Geschichtsbücher eintrug.

In der vor 50 Jahren begonnenen Erfolgsstory der Boxermotoren setzt Subaru bis heute immer wieder neue Meilensteine. Etwa mit dem „International Engine of the Year Award“, den die Marke 2006 mit dem 2,5-Liter-Boxermotor mit Turbolader in der Klasse der 2,0- bis 2,5-Liter-Motoren gewann. Es war das erste Mal, dass ein Boxermotor mit diesem „Oscar“ des Motorenbaus ausgezeichnet wurde. Spezielle Anerkennung erfuhren dabei die trotz der hohen Leistung außergewöhnliche Umweltverträglichkeit des Turbo-Boxers und sein problemloser Betrieb im Alltag. Das Gesamtpackage des Motors war so überzeugend, dass der Motor zwei Jahre später noch einmal prämiert wurde.

50 Jahre SUBARU 002 Boxermotoren

2008 folgte mit dem weltweit ersten und bis heute einzigen Boxer-Diesel in Großserie eine weitere technische Besonderheit: Ein Triebwerk, das die typische Laufruhe eines Boxers mit der Effizienz des Selbstzünders verbinden will. Ebenso einzigartig ist die Kombination des Boxer-Diesels mit dem stufenlosen Automatikgetriebe Lineartronic, die 2013 im Subaru Outback debütierte. Eine neue Generation noch effizienterer Vierzylinder-Boxermotoren führte Subaru ab 2011 ein. Die neuen Benziner zeichnen sich durch homogene Kraftentfaltung, spontaneres Ansprechen und geringen Treibstoffverbrauch bei unvermindertem Temperament aus. Damit erfüllt der Boxer die Wünsche ökologisch orientierter und dennoch leistungsbewusster Autokäufer, bewahrt aber gleichzeitig die traditionellen Vorzüge des Boxerprinzips.

Eine noch ausgewogenere Leistungsentfaltung und weitere Verbrauchsreduktion sind das Ergebnis anderer Maßnahmen. So ist der Benziner-Boxer nun als Langhuber ausgelegt, was sich positiv auf den Drehmomentverlauf im unteren bis mittleren Drehzahlbereich sowie auf die Qualität der Verbrennung auswirkt. Trotzdem nahm die Einbaubreite nicht zu – dafür sorgen Veränderungen am Motorblock und kompaktere Zylinderköpfe.

Das jüngste Kapitel in der Boxer-Geschichte hat Subaru mit dem neuen Levorg aufgeschlagen. In dem bewusst dynamisch ausgelegten Sportstourer, der 2015 eingeführt wurde, arbeitet ein 1,6-Liter-Benziner mit Turboaufladung und Direkteinspritzung. Dieser sucht die Balance zwischen Effizienz, kraftvoller Leistungsentfaltung und niedrigen Emissionswerten. Zugleich ist das moderne Downsizing-Aggregat Ausdruck des Zukunftspotenzials, welches auch 50 Jahre nach dem Start des ersten Subaru-Boxers noch immer in dieser einzigartigen Antriebstechnik steckt.

Mercedes-Doppelsieg beim 24h-Prolog

  • HTP Motorsport und Haribo Racing – AMG auf den ersten beiden Plätzen
  • Erster Podiumserfolg für den BMW M6 GT3 auf der Nordschleife: Rowe Racing holt Platz 3
  • Heiße Phase der 24h-Vorbereitung (26. – 29. Mai) eingeläutet

Zwei Mercedes-AMG GT3 eroberten beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen die ersten beiden Plätze. Für das Team HTP Motorsport gingen Maximilian Buhk (Schwarzenbeck), Christian Vietoris (Gönnersdorf), Thomas Jäger (Putzbrunn), Dominik Baumann (AUT) bei der Generalprobe für das ADAC Zurich 24h-Rennen (26. – 29. Mai 2016) als Sieger durchs Ziel.

Nach sechs Stunden auf der 25,378 km langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife lagen sie 54.109 Sekunden vor den Markenkollegen des Haribo Racing Teams – AMG mit Uwe Alzen (Betzdorf), Lance David Arnold (Duisburg), Maximilian Götz (Uffenheim), Jan Seyffarth (Querfurt). Die Polesitter von Rowe Racing eroberten den dritten Platz: Alexander Sims (Großbritannien), Philipp Eng (Düsseldorf), Maxime Martin (Belgien) holten damit in einem turbulenten Rennen die erste Podiumsplatzierung für den BMW M6 GT3 bei einem Rennen in der „Grünen Hölle“.

Alle Informationen zum 24h-Qualirennen und zum 24h-Rennen gibt es auf der offiziellen Homepage unter www.24h-rennen.de.

 

 

 

Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

 

Lexus setzt Entwicklungsprogramm in der VLN fort

Der japanische Automobilhersteller Lexus setzt sein 2015 begonnenes Entwicklungsprogramm mit dem Lexus RC F GT3 auf der Nürburgring-Nordschleife fort. Die Teams von Farnbacher Racing und Emil Frey Racing / Ring Racing setzen auch 2016 je einen Lexus RC F GT3 in der VLN-Langstreckenmeisterschaft ein. 

„Wir freuen uns sehr, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren beiden Teams Farnbacher Racing und Emil Frey Racing / Ring Racing auf der härtesten Rennstrecke der Welt, der Nürburgring-Nordschleife, auch 2016 fortzuführen“, sagt Hannes Gautschi von Lexus Schweiz. „Unser Ziel ist möglichst viele Testkilometer zurückzulegen und die unterschiedlichen Modifikationen, welche in der Winterpause in die Autos eingeflossen sind, zu testen und die Resultate vom vergangenen Jahr zu bestätigen oder gar zu verbessern.“

Dazu setzt Lexus auf Kontinuität. Die Schweizer Mannschaft von Emil Frey setzt weiterhin in enger Kooperation mit dem nahe des Nürburgrings ansässigen Teams von Ring Racing ein Fahrzeug ein. Ins Steuer greifen der Zürcher Lorenz Frey und Neuzugang Stephane Ortelli (MC), seines Zeichens ehemalige Le Mans Gewinner (1998) und dreifache FIA GT Weltmeister.

Das Emil Frey Racing / Ring Racing Team wird beim VLN1 Wochenende ausschließlich den Freitag als Testtag nutzen, wobei das Farnbacher Racing Team bereits am Samstag ins erste Rennen der Saison steigt.

Alle Teams haben auch diese Saison den Auftrag neue Fahrzeugkomponenten zu testen und direktes Feedback an TTC/TRD, dem Hersteller der Fahrzeuge, zu liefern. Die Zielsetzung von TTC/TRD ist nach Abschluss des Entwicklungsprogramms ein leistungsstarkes und zuverlässiges Rennauto an interessierte Motorsportteams zum Kauf anzubieten.

Die Termine der VLN 2016

02.04.2016 – ADAC-Westfalen e.V.
30.04.2016 – Renngemeinschaft Düren e.V. DMV
14.05.2016 – AC Altkreis Schwelm e.V. im ADAC
25.06.2016 – MSC Adenau e.V. im ADAC
16.07.2016 – Dortmunder MC e.V. im ADAC
20.08.2016 – Rheydter Club für Motorsport e.V. DMV
03.09.2016 – MSC Ruhr-Blitz Bochum e.V. im ADAC
24.09.2016 – MSC Sinzig e.V. im ADAC
08.10.2016 – AC Monheim e.V. DMV
22.10.2016 – MSC Münster e.V. DMV

VLN 2016: Ausblick auf Lauf 1

Fünf Monate lang mussten sich die Fans der VLN Langstreckenmeisterschaft gedulden – nun hat das Warten endgültig ein Ende. Am 2. April springt erstmals die Startampel am Nürburgring von rot auf grün, zum ersten von zehn VLN-Saisonläufen 2016 – der 62. ADAC Westfalenfahrt. Der veranstaltende ADAC Westfalen rechnet mit rund 180 Fahrzeugen, die Cockpits sind teils hochklassig besetzt. Wenn das vierstündige Rennen um 12 Uhr gestartet wird, treffen in der Eifel wieder junge Talente auf erfahrene Hasen, prominente Profis auf ambitionierte Amateure, finanzkräftige Werks- auf entschlossene Privatteams und ausgewachsene GT3-Boliden auf echte Klassiker. Diese enorme Vielfalt und die legendäre Nordschleife verleihen der VLN eine Aura, die weltweit einzigartig ist.

Die Teilnehmerliste des ersten Kräftemessens ist lang. Ob Fahrzeug oder Pilot – nahezu alles, was im GT- und Tourenwagensport Rang und Namen hat, ist vertreten. Besonders in den PS-strotzenden GT3-Klassen gibt sich die Prominenz die Klinke in die Hand. So wird beispielsweise der erfolgreichste DTM-Pilot der Geschichte, Bernd Schneider, mit von der Partie sein. Wie zu DTM-Zeiten wird der 51-Jährige in einem Fabrikat aus Stuttgart Platz nehmen – dem Mercedes-AMG GT3.

Schneider ist Teil eines starken Quartetts. Im Wagen des Teams Black Falcon wird er sich ein Cockpit mit Manuel Metzger, der die beiden letzten VLN-Läufe des vergangenen Jahres gewann, Adam Christodoulou, ebenfalls zweifacher VLN-Gesamtsieger 2015, und Maro Engel, der einen VLN-Lauf im vergangenen Jahr gewann und von 2008 bis 2011 als DTM-Pilot sein Geld verdiente, teilen.

VLN Saison 2016, Test- und Einstellfahrten. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 19.03.2016 Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com

Neben Schneider und Engel werden noch weitere ehemalige, aber auch aktuelle DTM-Fahrer beim VLN-Auftakt an den Start gehen. Im Mercedes-AMG GT3 des Teams Haribo Racing wird DTM-Pilot Maximilian Götz mit Lance David Arnold, Jan Seyffarth und dem ehemaligen DTM-Fahrer Uwe Alzen hinter dem Lenkrad sitzen.

Auch das Quartett vom VLN-Comeback-Team Land-Motorsport hat es in sich: Die beiden DTM-Piloten aus dem Hause Audi, Mike Rockenfeller und Timo Scheider, gehen im Audi R8 LMS gemeinsam mit Marc Basseng, dem 26-fachen VLN-Gesamtsieger, und Connor de Phillippi an den Start. BMW entsendet seine beiden DTM-Piloten Maxime Martin und Tom Blomqvist auf die Nordschleife. Martin wird zusammen mit dem ehemaligen DTM-Piloten Dirk Werner und dem amtierenden Champion des Porsche Carrera-Cup Deutschland, Philipp Eng, den BMW M6 GT3 von Rowe Racing pilotieren. Blomqvist hingegen geht für Walkenhorst Motorsport in einem BMW M235iR in der Klasse SP8T ins Rennen. Mit Frank Stippler (Audi R8 LMS von Phoenix Racing), Thomas Jäger (Mercedes-AMG GT3 vom AMG-Team HTP) und Stefan Mücke (Mercedes-AMG GT3 vom AMG-Team HTP) ergänzen drei weitere ehemalige DTM-Piloten die Teilnehmerliste in der SP9.

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In dieser wollen sich auch die beiden amtierenden GT-Masters-Champions Luca Ludwig und Sebastian Asch beweisen. Beide gehen zusammen mit Kenneth Heyer im Mercedes-AMG GT3 vom Team Zakspeed ins Rennen. Einen Lauf, den auch der Le Mans-Sieger von 2015, Earl Bamber, nicht verpassen möchte. Er startet mit Patrick Pilet im Porsche 911 GT3 R vom Team Manthey-Racing. Im selben Fabrikat machen sich auch die Lokal-Matadoren von Frikadelli Racing, Klaus Abbelen, Patrick Huismann und Norbert Siedler, Hoffnungen auf den Gesamtsieg. Gleiches gilt für Georg Weiss, Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Mike Stursberg, die für das Wochenspiegel Team Manthey beim VLN-Auftakt dabei sind. Ein gutes Ergebnis rechnen sich zudem die VLN-Dauerstarter des Privat-Teams Twin Busch Motorsport mit Christian Mamerow sowie dem Brüderpaar Marc und Dennis Busch im Audi R8 LMS aus.

Zwischen den zahlreichen schillernden Namen finden sich aber unter anderem auch zwei junge GT3-Newcomer: Der 24-jährige Moritz Oestreich und der 22-jährige Michele Di Martino. Für Oestreich, der im vergangenen Jahr noch im Opel Astra OPC Cup seine Runden drehte, wird die Fahrt im Mercedes SLS GT3 von HTP Motorsport eine echte GT3-Premiere. Di Martino ist amtierender Meister im BMW M235i Racing Cup und durfte beim neunten VLN-Lauf der Vorsaison bereits in einem BMW Z4 GT3-Luft schnuppern. Nun wird er gemeinsam mit Matias Henkola das Folgemodell, den BMW M6 GT3, für das Team Walkenhorst Motorsport über die Nordschleife pilotieren.

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Für dasselbe Team absolvierte Felipe Fernández Laser eine erfolgreiche Saison 2015. Nun aber wird Laser in den Exoten der Scuderia Cameron Glickenhaus in der Klasse SPX auf Zeitenjagd gehen. Gemeinsam mit Manuel Lauck und Franck Mailleux steuert er einen der zwei Eigenkreationen des Teams. Exotisch könnte auch der Ford GT im Feld der schnellen Autos anmuten, ist der Wagen des Teams H&R Spezialfedern dort doch der einzige Vertreter des Herstellers. Im Cockpit werden Philipp Wlazik und Jürgen Alzen, mit 29 Gesamtsiegen erfolgreichster VLN-Starter der Geschichte, versuchen, den Rennsieg beim fünften VLN-Lauf des Vorjahres zu wiederholen. Gespannt dürfen auch die Auftritte der beiden Lexus RC F GT3, die 2015 mit Podestplatzierung auf sich aufmerksam machten, erwartet werden. Für das Team Farnbacher Racing sitzen die Brüder Mario und Dominik Farnbacher hinter dem Steuer. Im Schwesterauto des Teams Lexus Racing werden sich Lorenz Frey und Stéphane Ortelli das Cockpit teilen.

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CES 2016: Bosch macht das vernetzte Auto zum persönlichen Begleiter

  • CES-Veranstalter zeichnet haptischen Touchscreen von Bosch aus
  • Bosch präsentiert neue Lösungen für das automatisierte Fahren und Parken
  • Messestand bietet Innovationen zum Anfassen
  • Im Showcar wird das ganze Dashboard zum Display

Das Internet im Auto ist mehr als eine komfortable Zugabe für den Autofahrer. Es macht das Fahren noch effizienter und sicherer. Das zeigt Bosch auf derCES 2016 in Las Vegas mit einer Reihe vernetzter Funktionen und Assistenzsysteme. Wie sich diese leicht bedienen lassen, um die Ablenkung des Fahrers zu minimieren, ist ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts. Neuestes Beispiel von Bosch ist ein vom CES-Veranstalter preisgekrönter Touchscreen, der mit haptischen Rückmeldungen das Gefühl einer Knopf-Tastatur erzeugt. Live zum Anfassen präsentiert Bosch in Las Vegas zudem eine Vorschau auf das automatisierte Fahren und die smarte Fahrzeugvernetzung.

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Das Auto: der ganz persönliche Begleiter des Fahrers
Einen Ausblick in die automobile Zukunft zeigt Bosch in der North Hall. Hier erleben die Besucher im Bosch-Showcar eine neue Art der Kommunikation zwischen Mensch und Technik. „Die richtige Information zur richtigen Zeit minimiert die Ablenkung des Fahrers“, sagte Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner auf der Pressekonferenz des Unternehmens bei der CES 2016 in Las Vegas. Armaturenbrett und Mittelkonsole sind im Showcar in einem rein elektronischen Display vereint. Dessen Inhalte passen sich beispielsweise an die aktuelle Umgebung des Fahrzeugs an. Kommt ein Fußgänger von rechts, so warnt eine entsprechende Lichtgestaltung. Aber auch der Terminkalender und die persönlichen Vorlieben des Fahrers werden berücksichtigt. Fällt beispielsweise ein Termin aus, zeigt das Auto künftig automatisch die Route zum nächsten Ziel im Kalender an. Ist der Autopilot aktiviert, gewinnt der Fahrer noch mehr freie Zeit und kommt entspannter ans Ziel.

Das vernetzte Auto der Zukunft kann aber noch mehr. Es ist mit dem Smart Home verbunden, so dass sich Funktionen im Haus wie die Heizung oder die Sicherheitstechnik jederzeit steuern lassen. Steht beispielsweise ein Paketbote vor der Tür, genügt ein Fingertipp am automobilen Display, um den Boten kurz einzulassen und den Empfang eines Paketes zu quittieren. So komfortabel, vielseitig und sicher kann die Interaktion mit der Technik sein. Das vernetzte Infotainment navigiert den Fahrer nicht nur durch den Verkehr, vielmehr auch durch den Alltag. Es ermöglicht den Zugriff auf Online-Dienste und Smartphone-Apps – und nicht zuletzt lässt es sich mittels Gesten und Sprache steuern, wie in einer Unterhaltung mit dem Beifahrer. Das Auto wird zum ganz persönlichen Begleiter des Fahrers.

Ein Touchscreen, der so tut, als hätte er mechanische Knöpfe
Bereits im Vorfeld der Messe ist Bosch für einen neuen Touchscreen mit dem CES 2016 Innovation Award in der Kategorie „In-Vehicle Audio/Video“ ausgezeichnet worden. Das Gerät kann unterschiedliche Oberflächenstrukturen erzeugen, so dass sich auf dem Display Elemente erfühlen lassen. Dank dieser haptischen Rückmeldung lassen sich Infotainment-Anwendungen wie Navigation, Radio oder Smartphone-Funktionen einfacher bedienen. So können Fahrer die Bildschirminhalte oftmals steuern, ohne hinzusehen. Ihr Blick bleibt auf der Straße. Auf dem Display stehen raue, glatte oder gemusterte Oberflächen für unterschiedliche Knöpfe und Funktionen, erst bei festerem Druck wird tatsächlich ein Befehl ausgelöst. Das Besondere: Äußerlich unterscheidet sich der Touchscreen nicht von einem normalen Display, doch vermittelt er dem Nutzer das Gefühl, mechanische Knöpfe zu drücken.

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Keine Angst vor Geisterfahrern, der Schutzengel kommt aus der Cloud
Dank Vernetzung werden die Fahrerinformationen aktueller denn je. Besonders wichtig ist dies beispielsweise bei Geisterfahrern. In der Regel gehen die Warnungen der Radiostationen erst nach mehreren Minuten über den Äther, während jede dritte Geisterfahrt schon nach 500 Metern endet. Bosch entwickelt derzeit eine neue cloudbasierte Falschfahrerwarnung, die Autofahrer künftig bereits nach gut zehn Sekunden auf die Gefahr aufmerksam machen soll. Als reines Software-Modul kann sie günstig in Smartphone-Apps wie myDriveAssist von Bosch oder bestehende Infotainment-Systeme integriert werden. Um das Fahren in falscher Richtung zu erkennen, vergleicht die cloudbasierte Funktion die tatsächliche, anonymisierte Fahrzeugbewegung auf Autobahnauffahrten mit erlaubten Bewegungsrichtungen. Bei Abweichungen erhält der Fahrer in Sekundenschnelle einen Hinweis auf seinen Fehler. Zugleich werden entgegenkommende Autos im nahen Umkreis gewarnt. Von 2016 an wird die neue Funktion als Cloud-Dienst verfügbar sein.

Der Autobahnpilot kommt ab 2020 und macht die Straßen sicherer
Noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr bringt das hochautomatisierte Fahren. Auf Autobahnen wird dies ab 2020 möglich. Nach einer Prognose der Bosch-Unfallforschung kann die zunehmende Automatisierung die Unfallzahlen deutlich senken – allein in Deutschland um bis zu ein Drittel. Welche Systeme und Sensoren für automatisierte Fahrten nötig sind, zeigt Bosch auf der CES 2016 anhand eines weiteren Fahrzeugmodells in der Sands Expo. Zudem erfahren die Besucher, wie etwa der Autobahnpilot arbeitet – ein hoch automatisiertes System, das auf Highways komplett die Aufgaben und die Verantwortung des Fahrers übernimmt. Praxistests dieser Technik im öffentlichen Straßenverkehr laufen bereits. Bosch erprobt das automatisierte Fahren auf Autobahnen nicht nur in Deutschland und den USA, sondern seit Kurzem auch in Japan.

sourceimage (3)Damit das Auto künftig auch um die Kurve sehen und mögliche Gefahrenstellen erkennen kann, liefern Daten aus dem Internet eine aktuelle Vorausschau auf Stauenden, Bau- und Unfallstellen. Daraus entsteht ein vernetzter elektronischer Fahrzeughorizont – der „Connected Horizon“. Das Auto ist dadurch noch vorausschauender unterwegs – Sicherheit und Effizienz steigen weiter.

Nicht der Fahrer, sondern das Auto sucht den Parkplatz
Nach jeder Fahrt folgt das Parken. Dazu entwickelt Bosch eine neue Funktion, das Automated Valet Parking. Eine Lösung, die Autofahrern im Parkhaus nicht nur die Suche nach einem Parkplatz abnimmt, vielmehr das Auto gleich selbstständig parken lässt. Es genügt, das Fahrzeug vor der Einfahrt eines Parkhauses abzustellen. Per Smartphone-App gibt der Fahrer ihm dann den Befehl, sich selber einen Stellplatz zu suchen. Genauso kommt das Auto auf Wunsch auch wieder vorgefahren. Möglich wird das vollautomatisierte Parken mit einer intelligenten Parkhaus-Infrastruktur und der Bord-Sensorik des Fahrzeugs – sowie der Vernetzung von beidem. Belegungssensoren melden zum Beispiel genau und aktuell, wo welche Stellplätze frei sind, damit sich das Auto dorthin bewegt. Auch für das vollautomatische Parken entwickelt Bosch neben der Funktion alle nötigen Komponenten im eigenen Haus.

Schöner Genuss: Alena Gerber im Mitsubishi Outlander PHEV

Für Moderatorin und Model Alena Gerber ist Nachhaltigkeit kein Modewort, sondern eine Selbstverständlichkeit. Deswegen bereitete der Wahlmünchnerin ihre Begeisterung für große SUV bisher ernsthafte Gewissenskonflikte. Doch jetzt hat die 26-Jährige den passenden Begleiter für alle Lebenslagen gefunden: Sie stieg in einen Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander des Penzberger Autohauses Schwerdtner um, der sie bei ihren Fahrten bis zu 52 Kilometer am Stück emissionsfrei von A nach B bringt. „Das ist Nachhaltigkeit ohne Abstriche an die Alltagstauglichkeit und die Größe“, strahlt das It-Girl, das neben seinen Mode-Engagements und Schauspiel-Aktivitäten („Rosenheim Cops“, „Verbotene Liebe“, „Böse Mädchen“) aktuell ein Champions League-Format für einen britischen Sender moderiert.

Autofahren ist eine der großen Leidenschaften der dunkelblonden Schönheit: „Das hat etwas Ausgleichendes, etwas Therapeutisches“, so Alena Gerber. Im Plug-in-Hybrid Outlander, dem Marktführer in Deutschland und Europa, hat die überzeugte Tierschützerin für die nächsten Wochen neben innerstädtischen Fahrten mit E-Antrieb auch Touren nach Düsseldorf und Österreich geplant, bei denen sich jahreszeitlich bedingt auch der Allradantrieb positiv bemerkbar machen könnte .

Der Plug-in Hybrid Outlander hat im elektrischen Betrieb eine Reichweite von bis zu 52 Kilometer (Messungen gemäß EU-Verfahren NEFZ), seine Lithium-Ionen-Batterie lässt sich an einer Schnellladestation in 30 Minuten zu 80 Prozent befüllen. Der kombinierte Benzinverbrauch liegt bei nur 1,9 Liter je 100 Kilometer, das entspricht einer CO2-Emission von 44 g/km. Für den Vortrieb sorgen insgesamt drei Motoren, ein 2.0-Liter MIVEC-Benziner mit vier Zylindern und 89 kW (121 PS), ein Elektromotor vorne mit 60 kW (82 PS) und eine gleichstarke E-Maschine an der Hinterachse. Zusätzlich steht ein Generator mit 70 kW (95 PS) Leistung zum Laden der Antriebsbatterie während der Fahrt bereit.

Die Mitsubishi Motors Corporation ist der älteste Automobil-Serienhersteller Japans. Bereits 1917 fertigte das Unternehmen das serienfähige Modell A in Kobe, es wurde von einem 2,8-Liter-Vierzylinder mit 35 PS angetrieben. 1921 begann die Produktion von Leichtlastwagen, 1934 entstand der erste Personenwagen mit Allradantrieb und Dieselmotor, der PX 33. Mit dem Geländewagen Pajero, dessen Wettbewerbsversion zwölf Mal die Rallye Paris Dakar gewann, hat Mitsubishi Geschichte geschrieben. Auch im On-Road-Rallyesport konnte die Marke punkten und gehört mit fünf Titeln als Rallye-Weltmeister zu den erfolgreichsten Autoherstellern dieses Wettbewerbs. Heute ist das Ziel nachhaltiger Mobilität in die Unternehmensstatuten eingebettet. Mit dem Elektrofahrzeug Mitsubishi Electric Vehicle gelang der Schritt in die E-Mobility, der Plug-in Hybrid Outlander ist das erste SUV Plug-in Hybrid mit Allradantrieb.

VLN: Spannendes Finale 2015!

Am 31. Oktober steigt der letzte von zehn Akten der VLN Langstreckenmeisterschaft 2015. Der Nürburgring öffnet seine Pforten zum großen Finale. Auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Kurzanbindung geht es noch einmal um die Wurst – vielmehr um den Schinken. So ist es bereits Tradition, dass der Veranstalter des 40. DMV Münsterlandpokals für die Klassen- und Gesamtsieger neben den sonst üblichen Pokalen auch einen herzhaften Schinken als Trophäe überreicht. Für einige ein besonderer Anreiz, für diejenigen, die noch ein konkretes Ziel vor Augen haben, eine nette Zugabe. Von der letzteren Kategorie gibt es beim VLN-Finale noch eine ganze Reihe. Schließlich ist weder der BMW M235i Racing Cup, noch der Opel Astra GTC OPC Cup, noch die VLN-Meisterschaft entschieden. Spannende Duelle und rasante Renn-Action sind garantiert, wenn die Ringkämpfer ihren Arbeitsgeräten in der ‚Grünen Hölle’ alles abverlangen werden. Mit von der Partie sind dann auch Christian Menzel und Jeroen Bleekemolen, die die Scuderia Cameron Glickenhaus unterstützen.

Beim Finale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring steht eine Premiere ins Haus. So wird beim 40. DMV Münsterlandpokal erstmals ein TCR-Auto an den Start gehen. Das TCR-Reglement entstand aus dem Seat-Cup und befindet sich mit der TCR International Series 2015 in seiner ersten, weltweit ausgetragenen Saison. Dem TCR-Reglement wird ein ähnlicher Erfolg wie dem GT3-Reglement vorausgesagt und verspricht spektakulären und bezahlbaren Motorsport. VLN-Generalbevollmächtigter Karl Mauer: „Ich bin sehr erfreut, dass wir das erste TCR-Fahrzeug auf dem Nürburgring begrüßen dürfen. Diese Fahrzeugklasse wird in Zukunft für die VLN wichtig werden.“ Die Premierenfahrt des Seat Leon Cup Racers durch die ‚Grüne Hölle’ wird ein doppeltes Vater-Sohn-Gespann bestreiten: Michael und Sandro Marsani sowie Axel und Max Friedhoff. Besonders die Väter, Axel und Michael, verfügen über jede Mange Nordschleifen-Erfahrung und zählen zu den VLN-Routiniers.

211/ VLN Saison 2015, Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 05.09.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien

Und auch im Kampf um den Gesamtsieg wird es mächtig zur Sache gehen. Für die Farnbacher-Brüder, Dominik und Mario, wäre es der erste im Lexus RC-F GT3. Ein Rennen pausierten sie in der VLN, nachdem sie zuvor bereits einige Achtungserfolge mit der Neuentwicklung der Japaner erzielen konnte – eine Pole-Position und einen zweiten Rang. Für Lexus und Farnbacher-Racing somit eine unerwartet erfolgreiche Saison, der ein Sieg beim Finale die Krone aufgesetzt würde. Diese würde  auch nur zu gerne James Glickenhaus endlich einmal in Empfang nehmen. Er schickt wieder einmal seine beiden Eigenkonstruktionen, die SCG003C, auf den Nürburgring. Die beiden extravaganten Geschosse sollen diesmal nicht nur durch ihr Design bestechen, weshalb die Scuderia Cameron Glickenhaus namhafte Piloten für ihre Cockpits verpflichtet hat. So wird GT-Spezialist Jeroen Bleekemolen seine Premiere im SCG003C geben und gemeinsam mit Manuel Lauck und Frank Mailleux auf Zeitenjagd gehen. Im Schwesterauto nehmen die alten Nordschleifen-Hasen Thomas Mutsch und Christian Menzel zusammen mit Jeff Westphal Platz. Menzel war bereits 2011 für das Glickenhaus-Team im Einsatz. Beim Saisonfinale 2011 pilotierte er den N.Technology P4/5 Competizione.

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Während der niederländische Ex-DTM-Pilot Renger van der Zande im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Car Collection Motorsport gemeinsam mit Kenneth Heyer und Indy Dontje ebenfalls ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden möchte, hat ein weiterer Racer aus den Benelux-Ländern im BMW 325i ein ganz anderes Ziel vor Augen. Der Belgier Stefan van Campenhoudt möchte seine Führung im Meisterschaftsklassement verteidigen und sich zum ersten internationalen VLN-Champion krönen. Die ärgsten Verfolger, Dirk und Tim Groneck im Renault Clio, haben nur 0,07 Punkte Rückstand und werden ihrerseits alles unternehmen, nach 2013 erneut die Meisterschaft zu ergattern.

Wenn nach dem Zeittraining (8:30 Uhr bis 10 Uhr) um 12 Uhr das große Finale gestartet wird, ist auch im Opel Astra OPC Cup jeder Meter Asphalt hart umkämpft. Neben den Tabellenführern Jari Nuoramo / Juha Hannonen / Daniel Bohr haben noch drei weitere Teams Aussichten auf den Cup-Sieg. Im BMW M235i Racing Cup liegen Michele Di Martino / Moritz Oberheim und Ralf Schall / Mario Merten in der Cup-Wertung mit der gleichen Punktzahl an der Spitze.

Das VLN-Finale 2015 trägt seinen Namen somit völlig zu Recht. Viele ausstehende, enge Entscheidungen geben den Zuschauern am 31. Oktober reichlich Möglichkeit, mit den Piloten auf der Strecke mitzufiebern.

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf

Winter-Check für Toyota-Fahrer ab 9,90 €

Winterzeit ist Pannenzeit: Die kalte Jahreszeit beansprucht Batterien, Beleuchtung und Betriebsflüssigkeiten in besonderem Maße. Um bösen Überraschungen vorzubeugen, bieten die deutschen Toyota Händler jetzt einen Winter-Check für nur 9,90 Euro an. So sind Auto und Fahrer bereit für die kommenden Monate.

Der Toyota Winter-Check umfasst insgesamt 16 Punkte: Alle sicherheitsrelevanten Bauteile nimmt der Serviceberater unter die Lupe. Neben Beleuchtung, Bereifung und Bremsen werden unter anderem auch Motor und Antriebsstrang sowie Fahrwerk und Karosserie einer eingehenden Prüfung unterzogen. Denn ein beschädigter Unterboden oder Risse im Lack bilden gerade im Winter die Brutstätte für Rost und Korrosion. Auch Flüssigkeitsstände, Lenkung, Stoßdämpfer und die Elektronik werden kontrolliert. Bei Mängeln bespricht der Serviceberater erforderliche Arbeiten zunächst mit dem Kunden.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Starterbatterie. Niedrige Temperaturen und elektrische Verbraucher wie Heizung, Licht und Klimaanlage zehren an ihren Kräften, weshalb der Akku im Winter gern schlapp macht und die häufigste Pannenursache ist. Der Toyota Partner testet die Batterie unabhängig vom Winter-Check sogar kostenlos – und tauscht sie bei Bedarf gegen eine langlebige Toyota Original Batterie aus. Im Rahmen des Aktionszeitraums bis zum 13. Dezember 2015 können Kunden bei Batterien für ausgewählte Toyota Modelle 15 Prozent gegenüber der bisherigen Preisempfehlung sparen. So kostet eine neue Batterie für den Toyota Yaris (Baujahr 1/2001 bis 2/2003) momentan 76 Euro, das Mittelklasse-Flaggschiff Avensis (1/2003 bis 4/2006) und der kleine AYGO (ab 2/2005) bekommen für 87,49 Euro ein neues, leistungsfähiges Herz.

Damit das Auto auch im Winter eine gute Figur macht, offeriert Toyota wieder passgenaue Winterkompletträder für alle Modelle – wahlweise auf Stahl- oder Leichtmetallfelgen. Sie werten nicht nur die Optik auf, sondern erhöhen auch die Sicherheit: Denn gerade bei winterlichen Straßenbedingungen ist die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von 1,6 Millimetern unabdingbar, besser sind mindestens vier Millimeter Profil. Ausgestattet mit neuen Markenreifen, bieten die Toyota Original Winterkompletträder optimalen Grip auf Schnee und Eis. Die Preise für ein 14-Zoll-Rad auf Stahlfelge für den Toyota AYGO starten bei 112,90 Euro pro Stück.

VLN 2015: 7. Lauf TMG GT86 Cup: Hoffmeister/Wrabetz auf Titelkurs

Von Platz zwei, hinter den Pole-Settern WH-Motorsport, ins Rennen gegangen übernahm Arne Hoffmeister als Startfahrer schon in der ersten Runde das Kommando. „Wir haben uns trotz des Regens entschlossen, auf Trockenreifen ins Rennen zu gehen. Das war auch richtig so. Arne Hoffmeister hatte zwar in den ersten zwei Runden viel Arbeit damit, das Auto auf der Strecke zu halten, aber dann wurde es immer trockener und unser Rennen lief eigentlich planmäßig“, fasst Dörr-Team-Manager Uwe Isert die Ereignisse zusammen. Nur eine Schrecksekunde hatte das Team zu überstehen. „Mitte des Rennens hat bei einem planmäßigen Boxenstopp unsere Zapfsäule aus unerklärlichen Gründen zugemacht und wir haben nicht genug Benzin ins Auto bekommen. Deshalb sind wir aus unserem planmäßigen Boxenstoppfenster gefallen und mussten einen zusätzlichen kurzen Tankstopp einlegen“, so Isert.

Hinter den souveränen Cup-Spitzenreitern entwickelte sich auf dem Nürburgring ein sehenswertes Duell um Platz zwei. Über die gesamte Sechs-Stunden-Distanz rasten die Toyota GT86 CS-V3 mit den Startnummern 538 (WH-Motorsport) und 532 (Pit Lane) in Schlagdistanz um den Eifelkurs, in den letzten Runden sogar im direkten Duell. Mehrfach tauschten beide Autos ihre Positionen. „Ich hatte mit Olivier Muytjens einen tollen und jederzeit fairen Zweikampf. Das hat richtig Spaß gemacht“ berichtete Kevin Hönscheid im Ziel. „In der letzten Runde gelang mir aus dem Windschatten am Ende der Döttinger Höhe das entscheidende Überholmanöver. Ich glaube, im Ziel hatte ich höchstens einen Meter Vorsprung.“ Nach 34 Runden, also mehr als 830 absolvierten Kilometern im Renntempo, trennten beide Autos im Ziel gerade einmal 0,298 Sekunden!

Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Spitzenreiter Hoffmeister/Wrabetz wahrten mit diesem weiteren Erfolg auch ihre Titelchance in der VLN-Gesamtwertung. Dort liegt das Dörr-Duo drei Rennen vor Saisonende nur 1,01 Punkte hinter den Tabellenführern Dirk und Tim Groneck auf Rang drei.

Unmittelbar vor dem siebten Saisonlauf hatte die TOYOTA Motorsport GmbH bekannt gegeben, dass der TMG GT86 Cup im Rahmen der VLN auch 2016 fortgesetzt wird. Der TMG GT86 Cup hat sich seit seinem Debüt 2013 zu einem beliebten Wettbewerb innerhalb der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring etabliert. Zu einem einzigartigen Preis-Leistungsverhältnis bietet der Cup seinen Teilnehmern ein perfekt auf die Bedürfnisse der Nordschleife abgestimmtes Rennauto, das hochklassigen Motorsport zu überschaubaren Kosten möglich macht und den Cup-Startern, wie diese Saison beweist, sogar die Chance gibt, um die Gesamtmeisterschaft der VLN mitzufahren. Weitere Einzelheiten bezüglich Preisgelder, Meldegebühren und mehr werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Nico Ehlert, Principal Engineer Customer Motorsport: „Vor allem auf Betreiben unserer Kunden haben wir frühzeitig beschlossen, unseren attraktiven Markenpokal auch in der kommenden Saison fortzuführen. Damit haben bestehende Teams und Fahrer Planungssicherheit. Das war uns wichtig. Viele unserer Starter haben bereits signalisiert, dass sie auch im kommenden Jahr bei uns an den Start gehen wollen.“

VLN 2015: Black Falcon feiert souveränen Sieg beim Saisonhöhepunkt

Eine perfekte Strategie, eine fehlerfreie Fahrt und nicht zuletzt beherzt schnelle Rundenzeiten – das waren die Komponenten, die am Ende zum Triumph von Black Falcon beim Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen führten. Hubert Haupt, Abdulaziz Bin Turki Al Faisal, Adam Christodoulou und Yelmer Buurman überquerten nach 6:03:37,322 Stunden im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 als Sieger des siebten VLN-Laufs die Ziellinie. Das international besetzte Quartett mit Fahrern aus Deutschland, Saudi-Arabien, Großbritannien und den Niederlanden fuhr 41 Runden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife und verfehlte mit einer zurückgelegten Distanz von 998,678 Kilometern die magische 1000-Kilometer-Marke nur knapp. Mitverantwortlich dafür, dass am Ende der Distanzrekord aus dem Jahr 2010 (42 Runden = 1023,50 Kilometer) nicht fiel: Der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring war von wechselhaften Wetterbedingungen geprägt. Im Ziel betrug der Vorsprung der Sieger auf den zweitplatzierten Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports mit den Piloten Wolf Henzler und Alexandre Imperatori 1:28,870 Minuten. Dritte wurden Marc Basseng, Dennis und Marc Busch im Audi R8 LMS ultra. Eine 30-minütige Zusammenfassung des siebten VLN-Laufs zeigt der Sender Sport 1 am 12. September um 17:15 Uhr.

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Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen – SB-Medien
Vor allem die erste Stunde des Rennens hatte es in sich. Ein kurzer Regenschauer rund 30 Minuten vor dem Start machte die Wahl der richtigen Reifen zum Pokerspiel und die Platzierungen wurden in Anfangsphase ordentlich durcheinander gewürfelt. Das Farnbacher-Team, das mit den Fahrern Hiroki Yoshimoto, Dominik und Mario Farnbacher im Zeittraining die erste Pole-Position für den Lexus RC-F GT3 errungen hatte, setzte auf geschnittene Slickreifen. Damit verwachste das Trio genauso wie weitere Teams, die ein ähnliches Risiko eingingen. Zunächst fiel das Team weit zurück, in Runde 25 folgte dann das vorzeitige Aus.

Zwar trocknete die Strecke schnell ab, der Rückstand, den sich die betroffenen Teams auf den ersten Kilometern einhandelten war selbst über die um 50 Prozent längere Renndistanz nicht zu kompensieren. Die Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE-Racing und Black Falcon setzten sich an die Spitze und wechselten zum richtigen Zeitpunkt nach zwei Umläufen auf Slicks. In Runde fünf wurden beide dann schließlich auf den Positionen eins und zwei geführt und duellierten sich zum Teil im Abstand von weniger als einer Sekunde bis zur Rennmitte. Der zuletzt siegreiche ROWE-SLS von Klaus Graf und Christian Hohenadel blieb nach einem Aufhängungsschaden in Runde 23 auf der Strecke. Kontrolliert fuhr Black Falcon den Sieg nach Hause. „Auch wenn es von außen vielleicht souverän ausgesehen hat, war es ein ganz schön hartes Rennen“, gab Haupt zu. „In meinem Stint habe ich mich rundenlang mit dem ROWE-SLS duelliert. Das war sehr spannend und hat eine Menge Spaß gemacht. Über meinen ersten VLN-Sieg freue ich mich riesig.“

Auch die Falken-Mannschaft zählte zu den Verlierern der ersten Runden, war dann aber mit Platz zwei am Ende alles andere als unzufrieden. „Der SLS ist uns in der Anfangsphase enteilt“, sagte Henzler. „Die ersten Runden waren extrem rutschig. Dann merkte ich, dass die Reifen langsam Temperatur aufnahmen und konnte pushen. Unsere Aufholjagd war erfolgreich und wir freuen uns über Platz zwei.“ Auch die Busch-Zwillinge – die sich das Cockpit ihres privat eingesetzten Audi R8 LMS ultra zusammen mit dem 26-fachen VLN-Sieger Basseng teilten – zeigten sich zufrieden. „Nach Startplatz 16 und dieser verkorksten Anfangsphase ist Platz drei aller Ehren wert“, sagte Dennis Busch. „Ein tolles Gefühl, endlich mal wieder auf dem Podium zu stehen.“

Hinter dem Siegertrio wurden Nico Bastian und Maro Engel im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 als Vierte gewertet. Und auch Platz fünf ging an ein Team, das auf den bulligen Flügeltürer vertraut: Haribo Racing mit den Fahrern Uwe Alzen, Marco Holzer und Mike Stursberg. Auf den Plätzen sechs und sieben kamen Michela Cherruti, Felipe Fernández Laser, David Jahn und Victor Bouveng im BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop und das Porsche-Duo Manuel Metzger und Pseudonymfahrer ‚Gerwin’ unter der Bewerbung Black Falcon Team TDM Friction ins Ziel. Die Porsche-Piloten Marc Hennerici und Christian Menzel für Raceunion Teichmann Racing belegten Rang acht. Platz neun, und damit der Sieg in der Klasse SPX, ging an die Scuderia Cameron Glickenhaus mit dem SCG003C. Pilotiert von Franck Mailleux, Andreas Simonsen, Doppelstarter Felipe Fernández Laser und Thomas Mutsch absolvierte die spektakuläre Eigenkonstruktion des automobilen Enthusiasten James Glickenhaus aus den USA 40 Runden.

Die Veranstaltung des MSC Ruhr-Blitz-Bochum stand ganz im Zeichen von Opel. Dementsprechend motiviert waren die Fahrer des OPC-Cups des Rüsselsheimer Automobilherstellers. Den Klassensieg errangen erneut Hannu Luostarinen, Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche, die mit ihrem vierten Erfolg 2015 die Tabellenführung im Markenpokal weiter ausbauten. Glücklich waren auch Olaf Beckmann, Peter Hass und Volker Strycek, die mit dem betagten Opel Manta einen weiteren Klassensieg feierten. Das Kult-Coupé war beim vorletzten Lauf durch einen unverschuldeten Unfall nachhaltig beschädigt, die Crew rund um Teamchef und Fahrer Beckmann setzte in den vergangenen Wochen alles daran, den Wagen rechtzeitig zum Saisonhighlight wieder an den Start zu bringen. Dieses Engagement wurde belohnt.

Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring läutet am 3. Oktober das letzte Drittel der Saison 2015 ein. Das 55. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

 

 

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VLN 2015: XL-Paket auf dem Nürburgring: Sechs Stunden geballte Renn-Action

Der siebte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist für die Zuschauer ein XL-Motorsporterlebnis. Am 5. September steht das Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen auf dem Programm. Für die Besucher an der Nordschleife stehen 50 Prozent mehr Renn-Action ins Haus. Wenn die bunte Mischung der zahlreichen Teams und unterschiedlichsten Rennboliden um 12 Uhr in das sechsstündige Rennen starten, ist eines nahezu Gewiss: Nach Siegen von Audi, Porsche, BMW, Ford und zuletzt Mercedes-Benz wird es über die lange Distanz einen Wiederholungstäter auf der obersten Stufe des Siegerpodestes geben. Es sei denn, einer der zahlreichen Träume von James Glickenhaus geht in Erfüllung: Der Teameigner der Scuderia Cameron Glickenhaus schickt zum zweiten Mal in dieser Saison seine Eigenkonstruktionen, die SCG003C, ins Rennen. Sollten die außergewöhnlichen Fahrzeuge, die in der Spezialklasse X an den Start gehen werden, tatsächlich die Überraschung schaffen, wäre das im sechsten gewerteten VLN-Lauf, der sechste Hersteller, der sich als Gesamtsieger in der ‚Grünen Hölle’ feiern lassen würde. Glickenhaus möchte zeigen, dass seine Konstruktionen mehr als nur Farbtupfer im Starterfeld sind.

Einer, dem die Ehre zuteil wird einen Glickenhaus-Boliden über den 24,358 Kilometer langen Eifelkurs zu pilotieren, ist Felipe Fernández Laser. Er wird sich bei seinem Debüt im SCG003C ein Cockpit mit Franck Mailleux und Andreas Simonsen teilen. Zugleich hat der 26-Jährige die Möglichkeit als erster Wiederholungstäter in die Statistik der VLN-Saison 2015 einzugehen. Denn Laser ist einer der Doppelstarter im Feld und will auch dafür sorgen, dass der BMW Z4 von Walkenhorst möglichst viele Runden in dem sechsstündigen Rennen dreht; zusammen mit Michela Cerruti, David Jahn und Victor Bouveng. Das Team erklomm bereits beim vierten VLN-Lauf die oberste Stufe des Siegerpodests. Der dritte und sechste Platz in den beiden darauffolgenden Rennen zeigen, dass sich der Walkenhorst BMW zu einem heißen Eisen im Kampf um den Tagessieg gemausert hat. Um diesen werden jedoch unter anderem auch die zahlreichen Audi im Starterfeld, beispielsweise der R8 LMS ultra von Marc und Dennis Busch sowie Marc Basseng, ein Wörtchen mitreden wollen. Gleiches gilt für den Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE RACING mit dem Siegerduo des vergangenen Laufs, Klaus Graf und Christian Hohenadel. Und wie immer wird auch der Porsche 911 GT3 R von Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Patrick Huisman schnell unterwegs sein. Zuletzt pilotierten sie den Frikadelli-Porsche auf den dritten Rang. Einen Rang davor überquerten Hubert Haupt und Adam Christodoulou mit ihrem Mercedes die Ziellinie. Statt Andreas Simonsen – der das Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen im Glickenhaus SCG003C absolvieren wird – erhalten die beiden diesmal Verstärkung durch Abdulaziz Al Faizal und Yelmer Buurmann. Auch sie zählen zum Favoritenkreis auf den Gesamtsieg.

Natürlich steht besonders der siebte VLN-Lauf ganz im Zeichen des Herstellers mit dem Blitz. So wird einmal mehr der Fuchsschwanz am legendären Opel Manta durch die ‚Grüne Hölle’ wehen. Der Manta reiht sich nahtlos in die Riege der legendären Modelle an, die auf dem Eifelkurs für Aufsehen sorgten: der Kadett GSI 16V, der Omega 3000 24V, der Calibra V6, der Vectra STW oder das Siegerauto des 24-Stunden-Rennens 2003, das Astra V8 Coupé. Das Team hat alles in Bewegung gesetzt, um nach dem unverschuldeten Unfall im vorletzten VLN-Lauf beim 6h-Rennen auf ihrer Heimstrecke mit dem Manta an den Start gehen zu können. „Es war ein Haufen Arbeit, um den Manta wieder flott zu bekommen. Bei uns ging in den vergangenen Wochen in der Werkstatt nur selten das Licht aus“, erzählt Teamchef und Fahrer Olaf Beckmann. Beckmann strebt gemeinsam mit Peter Hass und Volker Strycek im Kultauto den Sieg in der Klasse H2 an. Der Manta und Strycek als Opel Direktor Performance Cars & Motorsport gehören zu Opel, wie die Marke auf den Nürburgring. Und natürlich wird dort auch wieder im beliebten Opel OPC Cup eine Menge los sein. Im spannenden Markenpokal haben momentan die alten Haudegen Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche die Nase vorn. Gemeinsam mit Hannu Luostarinen stehen die Zwillingsbrüder in ihrem Cup Astra des Ti-Tarvike racing-Teams nach fünf gewerteten Rennen an der Spitze des Klassements. Nach ihrem Sieg im vergangenen Rennen möchten sie nun als erste Mannschaft in dieser Saison zwei Rennen in Folge für sich entscheiden. Heinz-Otto Fritzsche hat zudem noch eine weitere Motivation: ihm fehlen noch zwei Klassensiege, um in der Statistik der Klassensiege mit Ralf Schall gleichzuziehen.

Bei noch vier ausstehenden VLN-Läufen spitzt sich auch der Kampf um den Gesamtsieg immer weiter zu. Nach fünf gewerteten Rennen stehen dort drei Teams in der Wertung ganz oben, die ihre Klassen bisher absolut dominierten. Allen voran die Gesamtsieger aus dem Jahr 2013: Tim und Dirk Groneck kommen in der Klasse SP3 gar nicht mehr aus dem Feiern heraus. Die Brüder pilotieren den Renault Clio des Ravenol-Teams von Sieg zu Sieg. Kein Mitstreiter konnte die beiden in der Saison 2015 bisher bezwingen – mit 47,07 Punkten sind die Gronecks auf dem besten Wege ihren Erfolg zu wiederholen. Entschieden ist jedoch noch lange nichts. Denn Fabian Wrabetz und Arne Hoffmeister bleiben den beiden auf den Fersen. Auch sie haben jedes gewertete Rennen im gut besetzten TMG GT 86 Cup gewonnen. Am Toyota GT 86 vom Team Dörr Motorsport beißt sich die Konkurrenz die Zähne aus. Mit 46,21 Punkten liegen die beiden auf dem zweiten Rang des Gesamtklassements. Nur 0,02 Zähler dahinter liegt Stefan van Campenhoudt der in der V4-Klasse ebenfalls das Maß der Dinge ist. Als Einzelkämpfer fährt der Belgier im BMW 325i E90 des Teams Schirmer allen anderen Teilnehmern in seiner Klasse davon. Er wird beim Opel ADAC 6h-Rennen alles dafür tun, um im erneut stark besetzten Feld ein weiteres Mal zu obsiegen. Da es für ein sechsstündiges Rennen jedoch zwei Starter pro Cockpit benötigt, erhält van Campenhoudt dieses Mal Unterstützung vom erfahrenen Tourenwagen-Fahrer Michael Funke.

Ob kraftstrotzende GT3-Boliden, faszinierende Eigenkonstruktionen oder legendäre Kultautos, das Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am 5. September bietet den Besuchern ein Motorsportspektakel der Extraklasse. Von 8:30 Uhr bis 10:00 Uhr messen sich die Teilnehmer im Zeittraining, um sich ab 11:20 Uhr in der ausgefahrenen Reihenfolge in die Startaufstellung zu begeben. Für die Zuschauer bietet sich zuvor auch die Gelegenheit, die Fahrzeuge beim Pitwalk in der Boxengasse aus nächster Nähe zu betrachten. Um 12:00 Uhr wird es dann ernst, wenn die Piloten in das sechsstündige Abenteuer auf der Nordschleife starten.

Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid: Bald mit 8 Jahren Garantie auf den Akku!

Der neue Plug-in Hybrid Outlander, weltweit erstes SUV-Modell mit diesem innovativen Antrieb, baut seine Vorreiterrolle weiter aus: Zusätzlich zur bestehenden 5-Jahres-Neuwagen-Garantie (einschließlich kostenloser Mobilitätsgarantie) erweitert Mitsubishi Motors die Herstellergarantie auf die Fahrbatterie des Plug-in Hybrid Outlander ab dem Modelljahr 16 auf 8 Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer Laufleistung*.

Kunden erhalten damit nicht nur ein technologisches Premiumprodukt, sie sind auch im Hinblick auf Wartung, Reparaturen und Wirtschaftlichkeit auf der sicheren Seite. Die leistungsstarke Lithium-Ionen-Fahrbatterie des Plug-in Hybrid Outlander bietet eine Kapazität von 12 Kilowattstunden (kWh) und deckt mit einem Aktionsradius von bis zu 52 Kilometern im elektrischen Fahrmodus viele Anforderungen des Alltags ab.

An einem regulären 230 V/10 A-Haushaltsanschluss ist der elektrische Energiespeicher nach rund fünf Stunden vollständig regeneriert, an Schnellladegeräten nimmt der Ladevorgang auf 80 Prozent der Gesamtkapazität lediglich 30 Minuten in Anspruch. Per „Charge“-Modus ist ein Aufladen auch während der Fahrt möglich: Der Benzinmotor fungiert in diesem Fall als Generator und die 80-Prozent-Aufladung am Schnellladegerät ist in 40 Minuten erledigt.

Mit Verkaufsanteilen von rund 40 Prozent weltweit und 70 Prozent in Europa avancierte der neue Plug-in Hybrid Outlander zum Spitzenreiter seines Antriebssegments. Attraktiv ist neben Design, Technologie, Komfort und Qualität auch die Preisgestaltung des frisch erneuerten SUV-Crossovermodells: Der Einstieg liegt bei nur 39.990 EUR (UPE).

* gemäß Bestimmungen des Herstellers

Jan Kopecký holt tschechischen Meistertitel im ŠKODA Fabia R5

ŠKODA Pilot Jan Kopecký (CZ) hat sich zum tschechischen Landesmeister gekrönt und dem Werksteam damit den ersten Titel mit dem neuen Fabia R5 beschert. Gemeinsam mit seinem Copiloten Pavel Dresler (CZ) triumphierte Kopecký bei der 45. Barum Czech Rallye Zlín auf heimischem Boden gegen die versammelte europäische Elite und begeisterte damit Tausende Fans. Nach dem fünften Sieg im fünften Saisonrennen stehen Kopecký/Dresler vorzeitig als Champion in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft (MČR) fest. Damit gelang nach dem Triumph in der Europameisterschaft(2013) und der Asien-Pazifik-Meisterschaft (2014) ein ganz spezieller Titel-Hattrick.

„Gratulation an unsere tschechischen Landesmeister Jan Kopecký und Pavel Dresler! Der erste Titel mit dem neuen ŠKODA Fabia R5 für unser Werksteam ist der Lohn für die Arbeit der gesamten Mannschaft von ŠKODA Motorsport. Und zugleich eine Bestätigung, dass wir bei der Entwicklung unseres neuen Rallye-Boliden einiges richtig gemacht haben“, lobte ŠKODA Motorsport-Direktor Michal Hrabánek.

Der erst im April der Weltöffentlichkeit vorgestellte ŠKODA Fabia R5 erwies sich in der tschechischen Landesmeisterschaft als zuverlässiges und schnelles Siegerauto. Der routinierte Pilot Kopecký blieb mit dem Turbo-Allradler auch im fünften Saisonlauf ungeschlagen und ließ dabei auch der europäischen Elite keine Chance. Der vorletzte MČR-Saisonlauf war gleichzeitig Wertungslauf der FIA Rallye-Europameisterschaft (ERC).

„Wir freuen uns riesig über den Meistertitel! Václav Pech hat uns das Leben im Saisonverlauf nicht leicht gemacht. Aber unser ŠKODA Fabia R5 ist wirklich sehr, sehr stark. Zudem möchte ich dem Team von ŠKODA Motorsport danken, das uns das Siegen leicht macht. Erst unser Triumph bei der Rallye Deutschland in der WM, eine Woche später der EM-Erfolg hier in der Heimat – wir erleben wirklich eine geniale Zeit. Jetzt wird erstmal gefeiert“, kommentierte Kopecký. Der 33 Jahre alte Tscheche holte sich zum dritten Mal nach 2004 (im ŠKODA Fabia WRC) und 2012 (im ŠKODA Fabia Super 2000) den begehrten tschechischen Landesmeistertitel.

Möglich wurde dies durch eine überzeugende Vorstellung auf den anspruchsvollen Asphaltpisten in Mähren mit zahlreichen Richtungswechseln. Mit Siegen in allen acht Wertungsprüfungen am Samstag arbeiteten sich Kopecký/Dresler einen Vorsprung auf den Erzrivalen Václav Pech (CZ) heraus, den sie in den kniffligen sechs Wertungsprüfungen am Sonntag trotz eines Drehers clever verteidigten. So konnten sie ihre Siegesserie im Zwei-Jahres-Abstand fortsetzen: Nach 2009, 2011 und 2013 feierten sie ihren vierten Sieg beim Saisonhöhepunkt der tschechischen Rallye-Szene.

Das ŠKODA Werksteam setzt die Titeljagd nach seinem historischen ersten Meisterschaftsgewinn mit dem Fabia R5 in diesem Jahr fort. In der FIA Asien-Pazifik-Rallye-Meisterschaft (APRC) befindet sich das Werksteam Pontus Tidemand/Emil Axelsson (S/S) auf Titelkurs. Ebenfalls aussichtsreich im Rennen liegt das Werksduo Esapekka Lappi/Janne Ferm (FIN/FIN) in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2). „Der erste Titelgewinn ist für uns der Ansporn, noch härter für weitere Erfolge zu arbeiten“, so ŠKODA Motorsport-Direktor Michal Hrabánek.

Die Zahl zur Barum Czech Rallye Zlín: 9
Der ŠKODA Fabia R5 war auch bei der EM-Rallye in Mähren das überragende Auto. Neun der 15 Wertungsprüfungen gewannen Jan Kopecký/Pavel Dresler. Dabei brachten die neuen tschechischen Landesmeister am Samstag das Kunststück fertig, alle acht Prüfungen für sich zu entscheiden.

Barum Czech Rallye Zlín – Endstand Gesamtwertung
1. Kopecký/Dresler (CZ/CZ), ŠKODA Fabia R5 2:12.17,7 Std
2. Pech/Uhel (CZ/CZ), Mini John Cooper Works S2000 + 0.27,3 Min.
3. Kajetanowicz/Baran (PL/PL), Ford Fiesta R5 + 0.39,9 Min.
4. Lukyanuk/Arnautov (BY/RUS), Ford Fiesta R5 + 1.10,8 Min.
5. Valoušek/Havelková (CZ/CZ), ŠKODA Fabia Super 2000 + 2.30,0 Min.

Tschechische Rallye-Meisterschaft (MČR)

Veranstaltung Datum
Rallye Šumava Klatovy 24.04.–25.04.2015
Rallye Český Krumlov 22.05.–23.05.2015
Rallye Hustopeče 19.06.–20.06.2015
Rallye Bohemia 10.07.–12.07.2015
Barum Czech Rallye Zlín 28.08.–30.08.2015
Rallye Příbram 02.10.–04.10.2015

Traditionsmarke mit starkem Aufwärtstrend: Mitsubishi auf der IAA 2015

In einer Europapremiere präsentiert Mitsubishi im September 2015 auf der 66. Internationalen Automobilausstellung „IAA“ in Frankfurt/Main die neuen SUV-Modelle Outlander und Plug-in Hybrid Outlander. Ein weiterer Debütant ist der neue Pick-up L200, der hier seine Deutschlandpremiere feiert.

Beide Outlander Modelle präsentieren sich mit neuem, sportlichen „Dynamic Shield“-Frontdesign, das die beiden Fahrzeuge jetzt deutlicher differenziert. Großformatige 18-Zoll-Leichtmetallfelgen unterstreichen in beiden Fällen den dynamischen Auftritt. Hochwertige Materialien im Innenraum, neue Sitze, zusätzliche Ausstattungsfeatures und umfassende Maßnahmen zur Geräusch- und Vibrationsreduzierung belegen den hohen Qualitäts- und Komfortanspruch des markanten SUV-Crossovermodells.

Ein neues CVT-Automatikgetriebe und Maßnahmen zur Reibungsverminderung reduzieren darüber hinaus die CO2-Emissionen bei den Outlander Modellen mit 2,0-l-Benzinmotor. Beim Plug-in Hybrid Outlander wurde der CO2-Ausstoß ebenfalls weiter reduziert, er beträgt jetzt nur noch 42 g/km.

Mitsubishi Outlander PHEV 2016

Zu sehen ist auf dem Mitsubishi IAA-Stand (Halle 9) auch die vollständig neu entwickelte Modellreihe L200 in verschiedenen Aufbauvarianten. Die fünfte Modellgeneration des Pick-up-Klassikers schlägt in den Bereichen Allradtechnologie, Motor, Aerodynamik und Gewichtseffizienz ein neues Kapitel im deutschen Eintonner-Pick-up-Segment auf und positioniert sich auch in Design, Komfort, Fahrdynamik, Ausstattung und Qualität in der Spitze seines Segments.
Die Markteinführung von den neuen Outlander und Plug-in Hybrid Outlander sowie vom neuen L200 in Deutschland erfolgt am 26. September 2015.

Mit einem sogenannten V2H-System (Vehicle-to-Home) präsentiert Mitsubishi ein Hightech-Feature, mit dem sich Mitsubishi Elektrofahrzeuge als mobiler Pufferspeicher in intelligente Stromnetze, sogenannte „Smart Grids“, einbinden lassen. Erfolgt dabei die stationäre Hausstromversorgung über Solartechnik oder andere erneuerbare Energien, ergibt sich daraus ein besonders effizientes und umweltschonendes Energiemanagement.

Ebenfalls neu ist das Infotainment-System mit Smartphone-Anbindung „Smartphone Link Display Audio“ (SDA), das die Integration von Smartphones mit den Apps „Android AutoTM“ von Google und „Apple CarPlayTM“ ins Fahrzeug ermöglicht.

Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander als Rallyeversion

Ihre Publikumspremiere gibt auf der diesjährigen IAA auch eine Rallyeversion des Plug-in Hybrid Outlander, den Mitsubishi auf der spektakulären Cross Country-Rallye „Baja Portalegre 500“ in Portugal einsetzt (22. bis 24. Oktober 2015). Pilotiert wird das Fahrzeug von Mitsubishi Werksfahrer Hiroshi Masuoka, der bereits zwei Mal in Folge (2002 und 2003) die legendäre Rallye Dakar gewann.

Neben dem großen Auftritt in Halle 9 ist Mitsubishi noch an drei weiteren Standorten auf der IAA vertreten: Gemeinsam mit Kooperationspartnern auf dem Außengelände vor Halle 9, auf dem Offroad-Parcours mit dem Pajero und dem neuen L200 und in Halle 3.1 bei der interaktiven Ausstellung „New Mobility World“.

HBK 2015: Fünf ŠKODA Klassiker starten bei der Nord-Rallye

Die Zuschauer der 8. Hamburg-Berlin-Klassik können sich in diesem Jahr auf fünf faszinierende ŠKODA Klassiker freuen. Die rollenden Raritäten aus Mladá Boleslav zeigen die Vielfalt der ŠKODA Modellgeschichte und reichen vom eleganten Cabriolet ŠKODA 1101 Tudor aus dem Jahr 1948 bis hin zum Youngtimer ŠKODA Rapid S 135 aus den 1980er-Jahren.

Die 8. Hamburg-Berlin-Klassik führt vom 27. bis 29. August auf traumhaften Routen von Berlin erstmals über Goslar durch den Harz nach Wolfsburg und endet in Hamburg. Die Rundfahrt gilt als die schönste Oldtimer- und Youngtimer-Rallye im Norden. Unter dem Motto ‚Reisen statt Rasen‘ führt die Strecke vor allem über die schönsten Nebenstraßen Norddeutschlands. 180 Youngtimer und Oldtimer gehen an den Start. Nach drei Tagen, sechs Etappen, 730 Kilometern und zahlreichen Wertungsprüfungen wird am 29. August in der Hamburger Fischauktionshalle der Sieger gekürt.

„Wir freuen uns, in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal bei der Hamburg-Berlin-Klassik dabei zu sein“, sagt Michal Velebný, Koordinator der Restaurierungswerkstatt des ŠKODA Museums. „Die Teilnahme an dieser faszinierenden Ausfahrt ist für ŠKODA ein absolutes Muss. In diesem Jahr zeigen wir besondere Highlights aus der Zeit zwischen 1948 und den 1980er-Jahren.“

Das älteste ŠKODA Fahrzeug bei der Hamburg-Berlin-Klassik ist der ŠKODA 1101 aus dem Jahr 1948. Das elegante Cabriolet ist ein wichtiger Repräsentant der automobilen Ära nach dem Zweiten Weltkrieg. Bekannt ist der zweitürige ŠKODA 1101 vor allem unter dem Namen Tudor. Das mit einem 1,1-Liter-Motor mit 32 PS Leistung motorisierte Fahrzeug erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h. Der Tudor ist ein vielgesehener Gast bei Oldtimer-Rallyes und gilt als besonders zuverlässig und robust.

Der originalgetreu restaurierte ŠKODA 440 Spartak aus dem Jahr 1958 dürfte die Zuschauer der Hamburg-Berlin-Klassik ebenfalls in seinen Bann ziehen. Unter der Haube des markanten Klassikers arbeitet ein 40-PS-Motor mit 1.089 Kubikzentimeter Hubraum. Ein motorsportlicher Weltenbummler ist der ŠKODA 1000 MB Rallye aus dem Jahr 1967. Der auf Basis des ŠKODA 1000 MB konstruierte Rennwagen nahm unter anderem an den Fernfahrten London-Mexiko und Panama-Alaska teil. Der 1000 MB Rallye zeigt seinen sportlichen Charakter auf den ersten Blick mit Sportsitzen, einem Schutzrahmen und einem Tripmaster zur genauen Streckenmessung. Der auf 90 PS gesteigerte Motor beschleunigt das Fahrzeug bis auf 170 km/h und besticht mit seinem satten Sound.

Emotion pur bietet die Rennwagen-Legende ŠKODA 130 RS aus dem Jahr 1976. Am Steuer sitzt der siebenfache deutsche Rallye-Meister Matthias Kahle. Mit dem Gewinn der Tourenwagen-Europameisterschaft 1981 und seinem Klassensieg bei der Rallye Monte Carlo in 1977 ist der 130 RS ein herausragender Vertreter der 114-jährigen ŠKODA Motorsportgeschichte und einer der faszinierendsten Rennwagen seiner Zeit. Abgerundet wird der emotionale ŠKODA Auftritt im Norden von einem Youngtimer: dem ŠKODA Rapid S 135. Das in den 1980er-Jahren produzierte Coupé ist mit einem 58 PS starken 1,3-Liter-Motor bestückt. Immer beliebter wird der Rapid S 135 in der Sammlerszene.

Der Startschuss der diesjährigen Hamburg-Berlin-Klassik erfolgt am Berliner Olympiastadion, die Zieleinfahrt ist zwei Tage später vor der spektakulären Kulisse der Fischauktionshalle im Hamburger Hafen. Die Veranstaltung ist als Gleichmäßigkeits- und Zuverlässigkeitsfahrt ausgelegt, es kommt also nicht auf das Erreichen von Höchstgeschwindigkeiten an. Zugelassen sind historisch wertvolle Fahrzeuge bis Baujahr 1995.

VLN 2015: Sechs Rennen, fünf Sieger – ROWE RACING triumphiert

Das war ein fulminanter Start in die zweite Saisonhälfte. Fünf gewertete Rennen – fünf unterschiedliche Sieger: Die Saison 2015 der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist weiterhin von prickelnder Spannung geprägt. Klaus Graf und Christian Hohenadel wurden beim 38. RCM DMV Grenzlandrennen im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE RACING nach 4:03:09,479 Stunden in Führung liegend abgewinkt. Bei den vier vorangegangenen Rennen waren Audi R8 LMS, Porsche 911 GT3 R, BMW Z4 GT4 sowie Ford GT erfolgreich. Für den spektakulären Flügeltürer von Mercedes-Benz war es seit 2010 der elfte VLN-Sieg. Und während Hohenadel seinen vierten Triumph feierte, freute sich Graf über seine Premiere auf der obersten Stufe des VLN-Podiums. Den Doppelsieg der ‚Sternfahrer’ machte bei strahlendem Sonnenschein das Team Black Falcon perfekt. Hubert Haupt, Adam Christodoulou und Andreas Simonsen überquerten mit einem Rückstand von 1:11,682 Minuten als Zweite die Ziellinie. Platz drei eroberten Klaus Abbelen, Sabine Schmitz und Patrick Huisman im Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing. Der Sender Sport 1 zeigt am 29. August um 16:25 Uhr eine 30-minütige Zusammenfassung des sechsten VLN-Laufs.

211/ VLN Saison 2015, 38. RCM DMV Grenzlandrennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 22.08.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien - [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste - Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.
VLN Saison 2015, 38. RCM DMV Grenlandrennen.
„Ich freue mich riesig über meinen ersten VLN-Sieg“, sagte Graf nach dem Rennen. Der erfahrene Langstreckenpilot hatte bereits im morgendlichen Zeittraining für Aufsehen gesorgt: Er fuhr in 8:02,804 Minuten die schnellste Runde und sicherte ROWE RACING die Pole-Position. Mit dieser Zeit war er 93 Hundertstelsekunden schneller als Bernd Schneider, der beim vierten VLN-Lauf und dem ersten Einsatz des SLS-Nachfolgers Mercedes-AMG GT3 die bis dahin schnellste Runde des Jahres absolvierte. „Unser Sieg ist ein Riesenerfolg für das ROWE-Team, das in diesem Jahr – vor allem beim 24h-Rennen in Spa Francorchamps, als der Sieg in greifbarer Nähe war – sehr viel Pech hatte. Jetzt freuen wir uns umso mehr auf das 6h-Rennen in zwei Wochen.“ Die Grundlage für den Erfolg war vor allem die Fahrerpaarung selbst, die mit konstant schnellen Rundenzeiten überzeugte.

Das Black-Falcon-Team führte das Rennen in der Anfangsphase zunächst an, verlor dann aber nach dem ersten Stopp wertvolle Zeit. „Wir haben durch einige Gelbphasen rund eine Minute eingebüßt“, sagte Ex-DTM-Pilot Haupt. „Diese Zeit konnten wir über die Distanz nicht mehr aufholen.“ Eine Schrecksekunde erlebte der Münchner in der letzten Runde: „Unmittelbar vor mir gab es einen Unfall, an dem ich glücklicherweise unbeschadet vorbeikam.“

Auch wenn sie ihren Podestrang nicht aus eigener Kraft erringen konnten – der bis kurz vor Schluss drittplatzierte Falken-Porsche erlitt in der letzten Runde einen Reifenschaden – war die Freude im Frikadelli-Team trotzdem groß. „Ich habe den 911er im Bereich Wippermann passiert“, sagte Schmitz. „Für die Falken-Truppe tut es mir natürlich leid, trotzdem freuen wir uns über unseren eigenen Erfolg. Mehr war heute einfach nicht drin, die Konkurrenz war einfach zu stark.“

Der Falken-Porsche, pilotiert von Martin Ragginger und Alexandre Imperatori, errang am Ende Platz vier vor dem schnellsten Manthey-Porsche mit den Fahrern Christoph Breuer, Richard Lietz und Michael Christensen. Den schnellsten BMW Z4 GT3 pilotierten Michela Cerruti, Felipe Fernández Laser und Jesse Krohn auf Rang sechs. Im bestplatzierten Audi R8 LMS ultra wechselten sich Dennis und Marc Busch mit Marc Basseng ab.

Viele Klassensiege beim 38. RCM DMV Grenzlandrennen waren hart umkämpft. So betrug der Vorsprung des Porsche Cayman S von Mathol Racing auf den zweitplatzierten 911er von aesthetic racing in der Klasse V6 gerade einmal 3,326 Sekunden. Ähnlich eng ging es in der Klasse V3 zu, in der der von Bonk-Motorsport eingesetzte Peugeot 306 S16 nur 5,035 Sekunden vor den Verfolgern ins Ziel kam. Und auch die beiden Altmeister Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche konnten sich zusammen mit dem Finnen Hannu Luostarinen nicht auf ihrem Vorsprung ausruhen. Das Trio unter der Bewerbung TI-Tarvike Racing wurde 6,229 Sekunden vor dem Cup-Kollegen von Lubner-Motorsport abgewinkt. Heinz-Otto Fritzsche fuhr so zu seinem 80. Klassensieg. Damit hat er in der Bestenliste seit 1990 VLN-Urgestein Andreas Schall eingeholt. Und dessen Sohn Ralf, der die Statistik anführt, hat seinerseits nur noch zwei Klassensiege Vorsprung.

Dirk und Tim Groneck verteidigten mit ihrem fünften Sieg mit dem Renault Clio in der Klasse SP3 die Führung in der Meisterschaft. Rang zwei haben weiterhin Arne Hoffmeister und Fabian Wrabetz inne, die im TMG GT86 Cup erneut Platz eins feierten. Der Niederländer Stefan van Campenhoudt belegt nach fünf gewerteten Rennen den dritten Rang und führt in der VLN-Produktionswagen-Trophäe.

Mit dem Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen steht am 5. September der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf dem Programm. Das Rennen des veranstaltenden MSC Ruhrblitz Bochum führt als einziges im Kalender der einzigartigen Nordschleifen-Rennserie über die Distanz von sechs Stunden und bietet Fahrern und Fans 50 Prozent mehr packenden Motorsport in der ‚Grünen Hölle’.

Zur Foto-Galerie, VLN Lauf 5

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf / Robert Kah

VLN: Uwe Alzen, das Doppel im Visier

Nordschleifenurgestein Uwe Alzen feierte am 18. August seinen 48. Geburtstag und könnte sich nur vier Tage darauf mit einem Erfolg beim sechsten VLN-Lauf der Saison 2015 ein verspätetes Geburtstagsgeschenk machen. Es wäre der zweite Sieg in Folge, denn bereits vor drei Wochen konnte der Betzdorfer an der Seite von Dominik Schwager die oberste Stufe des Podests besteigen. Anfang August noch im Ford GT seines Bruders Jürgen Alzen unterwegs, nimmt er jetzt allerdings für Haribo Racing im Mercedes AMG SLS GT3 Platz. Damit könnte Alzen der erste Fahrer in der VLN sein, der in zwei aufeinanderfolgenden Läufen einer Saison mit zwei verschiedenen Fabrikaten gewinnt.

Du hast schon auf Porsche und BMW gewonnen – war der Triumph im Ford etwas Besonderes?
Zum einen war es etwas Besonderes, weil ich mich natürlich sehr für das Team meines Bruders Jürgen und für H&R gefreut habe, zum anderen aber auch, weil das Auto sehr schwierig zu fahren war. Man hat gesehen wie anstrengend es war, als mein Teamkollege Dominik Schwager aus dem Auto stieg. Der war völlig fertig und hatte Kreislaufprobleme.

Wie sehr musst du dich fahrerisch vom Ford auf den Mercedes umstellen?
Den SLS kannst du vergleichen mit einem gut sitzenden Schuh: Du gleitest rein, da passt die Pedalerie, da passt das Lenkrad, du kannst alles für den Fahrer individuell verstellen. Die Ergonomie was die Anordnung der Schalter angeht ist super, die Lenkung ist leichtgängig, die Bremse einfach zu betätigen – es ist ein Traum, dieses Auto zu fahren. Dabei hat der Motor ein bombiges Drehmoment, das Getriebe schaltet butterweich – einfach ein perfektes Rennauto. Der Wechsel dürfte also nicht allzu schwer fallen.

Welche Chancen rechnest du dir für das kommende Rennen aus?
Wir haben im SLS einige Renneinsätze für Haribo hinter uns und waren so oft kurz davor, zu gewinnen oder zumindest einen Platz auf dem Podium zu erreichen, haben aber leider ein ums andere Mal mit der Technik gehadert. Jetzt ist es hoffentlich endlich soweit, dass der Knoten platzt, weil das Team um Haribo Racing es wirklich verdient hat. Zudem hätte ich die Möglichkeit, in zwei aufeinanderfolgenden Rennen in zwei unterschiedlichen Fahrzeugen zu gewinnen und das muss die Zielsetzung sein. Das Auto ist gut, die Mannschaft ist gut, wir haben einen tollen Reifenpartner, zusammen also ein super Paket. Jetzt brauchen wir nur noch das nötige Quäntchen Glück und dürfen keine Fehler machen. Dann glaube ich, dass wir ein Wörtchen mitreden können wenn es um den Sieg geht.

Wie fühlt es sich an, jetzt gegen Dominik Schwager zu fahren, mit dem du dich beim vergangenen Lauf noch abgewechselt hast?
Das betrachte ich ganz nüchtern: Für mich heißt Rennfahren das Maximum zu geben. Ich schaue, was ich für ein Paket habe, ob ich mit stumpfen Waffen kämpfe oder die Chance habe, aufs Treppchen zu fahren. Und wenn ich diese Chance sehe, werde ich sie nutzen. Natürlich freue ich mich, wenn ich den Dominik irgendwo auf der Strecke sehe, in dem Auto, in dem ich selbst noch vor einigen Wochen gesessen habe. Aber letztendlich geht es darum, Rennen zu gewinnen.

Werden dich die VLN-Fans in diesem Jahr noch öfter auf der Eifelstrecke sehen?
Ich freue mich, in meinem Stammteam bei Haribo wieder Rennen zu bestreiten. Die VLN-Läufe sechs, sieben und acht sind geplant und da geht es für mich darum, Siege und Podiumsplätze einzufahren, ganz klar.

VLN: Girl-Power bei WS-Racing

Dabei geht es allerdings um mehr als bloße Einzelergebnisse, denn die Truppe aus dem rheinland-pfälzischen Pellingen verfolgt einen ehrgeizigen Plan: Sie wollen die Männerdomäne Motorsport mit geballter Frauenpower aufmischen. Dazu bringt Teamchef Thorsten Willems mit Tina Annemüller, Tatjana Hanser und Sarah Ganser drei schnelle Ladies an den Nürburgring, die genau wissen, wie man ein Rennauto bewegt. Ihr Ziel: Das nächste 24h-Rennen als reine Damenmannschaft bestreiten. Der legendäre Eifelkurs ist aber natürlich keine Rennstrecke wie jede andere, die Racerinnen bereiten sich daher gründlich auf ihre Aufgabe vor.

Schnelle Frauen sind in der ‚Grünen Hölle‘ nichts Neues: Das Eifeler Urgestein Sabine Schmitz belehrt schon seit vielen Jahren all jene Herren, die dem schöneren Geschlecht das Fahrtalent absprechen wollen, eindrucksvoll eines Besseren. Dabei ist sie nicht alleine: In der aktuellen VLN-Saison hat mit Michela Cerruti außer Schmitz noch eine weitere Frau die oberste Stufe des Siegerpodests erklommen. Doch trotz dieser positiven Beispiele ist weiblicher Esprit hinterm Steuer im Motorsport immer noch die Ausnahme.

Willems erklärt: „Wir wollten schon länger mal ein reines Damenteam aufstellen, und jetzt ist es bald soweit. Mit Tina Annemüller, Sarah Ganser und Tatjana Hanser haben wir drei schnelle Mädels, mit denen wir 2016 beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring starten wollen.“ Das Ganze soll aber keine bloße PR-Aktion werden – die Truppe bereitet sich mit vollem Einsatz auf ihre Mission vor: So bestreitet Tina nach einigen Jahren im Rallye-Sport ihre erste RCN-Saison, während Tatjana bereits seit vergangenem Jahr bei einzelnen VLN-Rennen mit von der Partie war. Und auch für Sarah ist die Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring nach ihren RCN-Erfahrungen der logische nächste Schritt in ihrer Rennfahrerkarriere. Daher wird die Stolbergerin beim sechsten VLN-Lauf für WS-Racing ins Lenkrad greifen.

„Ich war schon einmal in einem reinen Ladies-Team unterwegs und es war spannend zu sehen, was wir Mädels ausrichten können“, erzählt Sarah. „Mit Männern gibt es einfach eher Konkurrenzdenken, wenn eine Frau schneller ist als sie. Daher freue ich mich besonders auf dieses Projekt. Das ist das Beste, was passieren kann.“

Die 20-Jährige Nachwuchspilotin träumt dabei schon länger von Einsätzen in der VLN: „Eine komplette Saison zu fahren ist ein großes Ziel von mir. Bis jetzt hatte ich leider immer Pech, wenn ich dort starten wollte, deshalb hoffe ich natürlich, dass es dieses Mal besser läuft.“ Der legendäre Eifelkurs hat es ihr besonders angetan: „Der Nürburgring hat etwas Magisches, was einem keine andere Strecke geben kann.“ Ihre zukünftige Teamkollegin Tatjana teilt diese Begeisterung: „Die Nordschleife ist immer wieder eine Herausforderung. Jede Kurve kommt doch anders als gedacht, wenn man auf den Verkehr reagieren muss – das bedeutet Spannung pur. “

24 Stunden Le Mans: LMP2-Top-Teams setzen auf Dunlop

Noch dauert das 24h-Rennen in Le Mans an, noch ist nicht klar wer gewinnen wird, noch kämpfen die Top-Teams in allen Klassen um den Sieg. autohub.de-Partner Dunlop rüstet insgesamt 18 Fahrzeuge bei dem Klassiker aus. Von den 19 gemeldeten LMP2-Boliden werden 15 mit Dunlop-Reifen bestückt – plus zwei Reservefahrzeuge. Auch in der Klasse GTE Am hat Dunlop mit dem Ferrari 458 Italia von JMW Motorsport eines der Top-Fahrzeuge am Start.

Dunlop gehört in der besonders hart umkämpften LMP2-Klasse seit Jahren zu den erfolgreichsten Reifenlieferanten. So waren etwa 2014 alle Fahrzeuge, die ihren Fahrern einen Platz auf dem Siegerpodest sichern konnten beim 24-stündigen Marathon mit Dunlop-Reifen ausgestattet. Jota Sport mit den Piloten Simon Dolan, Harry Tincknell und Oliver Turvey sorgte damals für den vierten Le-Mans-Erfolg von Dunlop in Folge und wird auch dieses Jahr wieder um den Sieg mitkämpfen.

Nachdem das Jahr 2014 ganz im Zeichen des Umzugs von Dunlop Motorsport von Birmingham nach Hanau gestanden hatte, greift die Marke mit dem Flying D nun auch in der GT-Klasse wieder an und arbeitet dort mit dem langjährigen Partner JMW Motorsport zusammen. Über den Winter hat Dunlop in Europa und den USA bei speziellen Testfahrten die Standfestigkeit und die Performance signifikant verbessern können. Bereits beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring wurden die weiterentwickelten Reifen erfolgreich eingesetzt.

Fünf Reifenmischungen passend für jede Witterungsbedingung
Um die Teilnehmer vor Ort perfekt betreuen zu können, reist Dunlop mit insgesamt 15 Trucks und 4.500 Reifen nach Le Mans. 42 Daten-Ingenieure, Monteure und technisches Servicepersonal sorgen vor Ort für einen reibungslosen Ablauf und die optimale Vorbereitung der insgesamt fünf verschiedenen Reifenmischungen. Drei Slickversionen gibt es: „Soft”, „Medium” und „Medium plus”. Der Soft-Reifen kommt meistens im Qualifying und bei kühleren Bedingungen zum Einsatz. Bei Hitze setzen die Teams auf Medium plus, ansonsten wird der Medium-Reifen montiert. Bei Regen gibt es zwei Optionen: Bei starken Regenfällen und viel Wasser auf der Strecke kommt der Full-Wet-Reifen und bei abtrocknenden Verhältnissen der Intermediate zum Einsatz. In den vergangenen Jahren konnte die Haltbarkeit der Reifen extrem weiterentwickelt werden. Mittlerweile können die Teams vier Stints auf einem einzigen Reifensatz absolvieren. Jean-Felix Bazelin, Motorsport Operations Director, erläutert: „Natürlich muss man in Le Mans mit absoluten Top-Produkten antreten. Darüber hinaus ist es uns aber auch wichtig, unseren Kunden den bestmöglichen Service zu bieten. Wir arbeiten extrem eng mit den Teams zusammen, um für das jeweilige Auto und die Fahrer ein optimales Ergebnis zu erzielen. Um das zu erreichen, brauchen wir eine starke Dunlop-Mannschaft – vom Monteur, der jeden Reifen sorgfältig aufgezogen und intensiv geprüft hat, bis zum Ingenieur, der die gesamte Zeit das Team bei Schlüsselentscheidungen, wie Boxenstopps und Reifenstrategie unterstützt.“

N24h – So lief das Rennen für die Nissan Nismo GT-R

Michael Krumm, Lucas Ordonez, Alex Buncombe und der japanische Super GT-Pilot Kazuki Hoshino haben beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring das beste Nissan Resultat seit elf Jahren erzielt. Nach problemloser Fahrt lief das Quartett im von RJN Motorsport eingesetzten GT-R Nismo GT3 auf Platz neun im Gesamtklassement ein. Damit war Nissan zugleich bester japanischer Hersteller im über 150 Wagen starken Starterfeld. Der vom privaten Team Schulze Motorsport eingesetzte und unter anderem vom Berliner Florian Strauss pilotierte GT-R Nismo GT3 lag nur zwei Plätze hinter dem Werks-Auto, als ihn rund eine Stunde vor Rennende noch ein Getriebeproblem aus dem Rennen warf.

Michael Krumm und seine drei Kollegen nahmen die 43. Auflage des Eifel-Klassikers aus der 31. Startposition aus in Angriff. Zunächst mit Einfach-Stints arbeiteten sich der gebürtige Reutlinger sowie danach Buncombe, Ordonez und Hoshino nach und nach weiter nach vorn. „Wir hatten ein absolut störungsfreies Rennen“, berichtet Krumm. „Vor allem sind wir glücklich, nach Jahren mit viel Pech und technischen Problemen das Rennen diesmal beendet zu haben. Eine Top Ten-Platzierung war das ausgegebene Ziel, und das haben wir durch eine sehr disziplinierte Leistung auch geschafft.“ Bis auf eine Zeitstrafe wegen Überholens unter gelber Flagge – die dreieinhalb Minuten kostete – gab es laut Krumm keine Verzögerungen.

Teamchef Bob Neville: „In der Nacht gingen wir zu Doppel-Stints über, ließen es aber bei zeitweiligem Regen weiterhin vorsichtig angehen. Das zahlte sich am Ende aus. Der Nissan GT-R Nismo GT3 lief wie ein Uhrwerk, die Mechaniker blieben bis auf Reifenwechsel, den Austausch von von Bremsbelägen und -scheiben sowie das Tanken und Reinigen der Scheiben beschäftigungslos.“

Auch die Crew des privaten GT-R Nismo GT3 von Schulze Motorsport musste bis auf den Austausch eines Flachriemens der Lichtmaschine nur Routinearbeiten verrichten. Durch die zehnminütige Reparatur fiel die Truppe aus Sachsen-Anhalt zeitweise bis in die 40er-Ränge zurück, kämpften sich aber schnell wieder in Richtung der Top Ten zurück. „Dann ließen sich wegen eines mechanischen Defekts zunächst die unteren Gänge des Getriebes nicht mehr wechseln“, berichtet Teamchef Wolfram Schulze. „Als dann auch noch Geräusche aus der Box drangen und sich gar nichts mehr schalten ließ, mussten wir das Rennen schweren Herzens neun Runden vor Schluss beenden.“

Tolle Bildergalerie von Stefan Bischoff – Er hat einen Boxenstopp des Nismo ordentlich in Szene gesetzt – Hier geht es zur Galerie.

 

Nissan auch abseits der 24-Stunden-Hatz unterwegs:

Nissan Parade mit 20 Sportwagen-Ikonen und 20 Leaf um die Nordschleife

Auch im Vor- und Umfeld des 24-Stunden-Rennens setzten Nissan und Nismo viele Highlights. Der von Michael Krumm und Lucas Luhr 2011 zur Weltmeisterschaft gefahrene GT1 GT-R führte als Führungsfahrzeug eine Parade von 20 ikonischen Nissan Sportwagen sowie 20 elektrischen Nissan Leaf einmal um die Nordschleife. Am Steuer des WM-Autos saß ein englischer Nissan-Enthusiast, der den seinerzeit von JR Motorsport eingesetzten GT-R frisch erworben hat.

Ein von viel Prominenz, darunter Nismo Präsident Shoichi Miyatani und Kazunori Yamauchi, Erfinder der Gran Turismo Konsolespiele, besuchter Teamabend gab den 400 internationalen Gästen des Nismo Race Camps exklusive Einblicke in die Welt des Nissan Motorsports. Neben einem Meet & Greet mit Teams und Fahrern erhielten sie ein „Sneak preview“ auf den neuen Nissan GT-R LM Nismo, der am 31. Mai beim Testtag für die 24 Stunden von Le Mans das nächste Mal in Aktion treten wird.

218 PS starker Juke Nismo RS stand für Testfahrten bereit

Vom Rennsportfieber erfasste Nissan-Fans konnten darüber hinaus während des gesamten Wochenendes ein kurzes Fahrertraining im 218 PS starken Juke Nismo RS absolvieren. Auf dem Parcours des Fahrsicherheitszentrums erfuhren sie am eigenen Leib, was einen von Nismo veredelten Nissan so besonders macht. Mit den straßenzugelassenen Nismo-Versionen des Juke, des 370Z und des GT-R stellt Nissan seit nunmehr zwei Jahren auch in Deutschland einen erfolgreichen Technik-Transfer zwischen Motorsport und Serie her.

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Nissan Aufwärtstrend spiegelt sich auch im Neuwagenabsatz wider

Die am Nürburgring spürbare Stimmung rund um die Marke schlägt sich für Nissan auch in den Absatzzahlen nieder. Mit einem Absatzplus von 28,0 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat hat das Unternehmen auf dem deutschen Pkw-Markt das beste April-Ergebnis seit elf Jahren eingefahren. Von Januar bis April legte Nissan kumulativ um 10,2 Prozent zu und eroberte mit 2,3 Prozent den höchsten Marktanteil unter allen japanischen Anbietern. Erfolgslokomotive bleibt der Qashqai, der auch in seiner zweiten Modellgeneration nahtlos an die Erfolge des Vorgängers anknüpft.

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