Jaguar Land Rover – Mit Schirm, Charme und viel PS

Wenn die Queen ruft, dann leistet man augenblicklich folge. In diesem Fall rief „her Majesty herself“ nicht persönlich, sondern Jaguar Land Rover aber das Ergebnis ist das selbe: man folgt und zwar pronto. Leider ging es nicht in die schillernde Metropole an der Themse, sondern „nur“ nach Mendig in Rheinland-Pfalz, aber die royale Begrüßung war nicht minder beeindruckend. In einem Hangar am Flughafen Mendig, der als Teststrecke dient, erwarteten uns neben den aktuellen Jaguar XJ Modellen auch altehrwürdige Fahrzeuge wie zum Beispiel die Limousine von Queen Mum. Mit dem königlich ausgestatteten XJ 12 S1 Vanden Plas Saloon erfüllt sie ihre repräsentative Pflichten und wollten zeitlebens kein anderes Auto mehr fahren. Verständlich. Die Langversion war mit einem 4,2-Liter-Sechszylinder ausgerüstet. Der vom Londoner Spezialisten Vanden Plas ausgestattete XJ der Serie 1 ersetzte 1973 den in die Jahre gekommenen Jaguar Mk VII von 1955 der Queen Mum, die dem Auto bis ins hohe Alter von 101 Jahren und bis zu ihrem Tod treu blieb. 

Very british

„Very british“ zeigten sich auch die bereitgestellten Oldtimer für die Rennstrecke. Mit entsprechendem Respekt und der nötigen Vorsicht kutschierten wir die Fahrzeuge über den Asphalt. Ein denkwürdiger Moment. Ganz anders war da die Fahrt mit dem Jaguar XE SV Project 8. Mit stolzen 600 PS ausgestattet wollte man damit nicht minder vorsichtig über die Rennstrecke, aber um weiten schneller schon. Mit einem fähigen Instruktor an der Seite, ging es möglichst über die Ideallinie ins Ziel. Natürlich wollte ich noch wissen, wie es ist, mit einem Profi in dem Fahrzeug zu fahren. Also schwang ich mich auf den Beifahrersitz und erntete erstmal einen mitleidigen Blick. „Are you sure?“ lautete die Frage. Na logo! Scheinbar hat er eher selten eine Frau neben dran. Bei der Fahrt haute es mir auch fast meine Kamera aus der Hand, aber man, hat das Spaß gemacht. Er wollte es erst nicht glauben, dass ich am liebsten noch eine Runde gedreht hätte. Wer so viel fährt wie ich, hat (eigentlich) einen festen Magen. Ich liebe die Geschwindigkeit, doch kombiniert man sie mit Serpentinen, kann das auch schnell nach hinten los gehen.

 

Mit dem Adrenalinspiegel im Anschlag ging es dann endlich zur eigentlichen Probefahrt mit dem Jaguar XJ 30d LWB. Nach dem gänsehautverursachenden Fauchen des Jaguar XE war hier nur sehr wenig mit „Grrr“. Entspannend und sehr luxuriös ausgestattet doch wer in aller Welt hat sich die verchromte Mittelkonsole ausgedacht? Schonmal was von Sonnenblendung gehört? Ach ne, die Briten haben ja immer nur Regenwetter. Ich vergaß. In Mendig und Umgebung aber schien bei knapp 28 Grad die Sonne und sorgte durch das verchromte Mittelteil ständig dafür, dass ich nichts sehen konnte. Handtasche drauf und weiter ging es. Frau weiß eben wie es geht. Das restliche Interieur konnte das Gemüt aber schnell wieder beruhigen: Softgrain-Ledersitze mit Diamanten- oder Rautenmusterung in Ebony oder Ivory sowie Kopfstützen mit eingeprägtem Jaguar Springer sorgen für hohen Sitzkomfort. Optische Akzente setzen neben XJ50-Einlagen in den beleuchteten Einstiegsleisten und an den Türinnenseiten eine XJ50-Prägung auf der Mittelarmlehne, ein Drive Selector mit silberfarbigen Applikationen, Schaltwippen in Silber, eine Pedalerie aus Edelstahl und Dekorelemente in Gloss Shadow Walnut. 

Hallo Wroom Wroom, wo bist du?

Dank Spaßtaste konnte auch die Diesel-Variante auf der Strasse zeigen, wo die Katze hängt. Bei 99.000 Euro Kosten darf man neben luxuriösem Interieur auch ein bisschen was unter der Haube erwarten, immerhin handelt es sich dabei um das Jubiläums-Modell. Das vom bewährten 3,0-Liter-V6-Turbodiesel mit 221 kW (300 PS) angetriebene Modell basiert auf der Ausstattungslinie Premium Luxury, die jedoch auf einmalige Weise um Elemente des XJ Portfolio und die diamantgedrehten schwarzen 20-Zoll-Felgen mit fünf Doppelspeichen des XJ R-Sport ergänzt wird. Neben XJ50-Emblemen am Heck und auf den seitlichen Luftauslässen verraten ein schwarzer Frontgrill und die vom Portfolio entlehnten Stoßfänger die Jubiläums-Edition. 

Schickes Ding, keine Frage, aber mir fehlte das aggressive Fauchen, welches man oftmals bei einem Jaguar wahrnimmt. Beim Tausch der Fahrzeuge schnappte ich mir dann den laut Hersteller „mächtigsten XJ aller Zeiten“: den XJR 575. Als ich da den Motor anließ wusste ich genau, wo das Fauchen hingekommen war: Genau unter diese Haube. Mein lieber Scholli. 575 PS wollen eben gezügelt werden. Von 0 auf 100 km/h in 4,4 Sekunden und bis zu 300 km/h, DAS musste ich ausprobieren, wenn schon allein der Sound des angelassenen Motors für Gänsehaut sorgte. Wie musste da erst das Fahrgefühl werden? 

Der sowohl mit normalen wie langem Radstand erhältliche XJR575 kommt sogar als Renntaxi auf der Nürburgring-Nordschleife zum Einsatz. Zu den für ihn maßgeschneiderten Exterieur-Teilen zählten eine Heckspoilerlippe, breitere und ausgestellte Türschweller, Luftauslassöffnungen auf der Motorhaube und größere Einlassöffnungen in der Frontschürze. Exklusive 20’’ Felgen mit fünf Doppelspeichen in Farallon glänzend Schwarz und rot lackierte Bremssättel setzen den XJR575 von den übrigen XJ-Modellen ab. Allein die Farbe sagte alles: „Velocity Blue“. Da ist das „Wroom Wroom“ gerade zu mit eingearbeitet. Eine weitere nette Spielerei, die allen neuen XJ innewohnt, ist die Tatsache, dass der Schaltknauf automatisch beim Anlassen des Fahrzeugs hochfährt. Wirklich cool. 

AvD-Oldtimer-Grand-Prix

Bei der Fahrt in den Kurven Strassen rund um Mendig war ich sehr froh, alleine im Fahrzeug zu sein. Bei den Quietsch-Geräuschen die meinen Mund verließen, wäre jeder Beifahrer taub geworden. Das Ding macht einfach Spaß und man kriegt einfach nicht genug. Einzig der Land Rover SVR, den ich noch kurz ausprobieren durfte, konnte dem XJR den Rang ablaufen. Aber hey, bleibt ja in der Familie. Der nächste Tag war eher zum entspannten gedacht. Auf dem Nürburgring ließen sich die Rennfahrer in ihren Oldtimern nicht lumpen und ließen so manchen Motor beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix aufheulen. Sehr zu meinem Vergnügen, war ich doch das erste Mal an der Rennstrecke und dann gleich passend zu meinem Lieblingsthema: Oldtimer. Zum Glück hatte ich einen Bloggerkollegen an meiner Seite, der mir zu fast jedem Fahrzeug Insights vermitteln konnte, nur zum ältesten Fahrzeug von 1910 nicht. Aber das wäre auch zu viel verlangt. Das einer Kutsche ähnliche Gefährt konnte sogar käuflich erworben werden, doch mal eben eine knappe Million hat nicht jeder mal eben in der Portokasse. 

Fazit: Zwei wunderbare Tage mit noch besseren Autos. Neben den Jubiläums Modellen trumpfte Jaguar mit altehrwürdigen Fahrzeugen aus der Geschichte und natürlich ihren Sportskanonen, dem XJR und dem Projekt 8, auf. Autos, die echt Spaß machen, wahnsinnig luxuriös sind und einfach das typisch englische Gefühl vermitteln. Die wahren Gentlemen eben. So fühlt sich „Frau“ wohl und auch dem einen oder anderen Herren dürfte vor lauter Verzückung zumindest das Grinsen ins Gesicht geschrieben gewesen sein. Wiederholung hoffentlich garantiert. 

Fotos / Text: Jaguar und Simone Amores

Infiniti QX30 und Simone Amores

Fahrbericht Infiniti QX30 – GLA auf Japanisch

Infiniti QX30 und Simone Amores

Bis zur Unendlichkeit und zurück? Mit Infiniti, einer Premium-Tochter von Nissan, vorstellbar, allerdings mit ein paar kleinen Abstrichen. Basierend auf dem Mercedes GLA begann die Nobelmarke des japanischen Herstellers Ende 2015 in England mit der Produktion des kompakten Q30 und des QX30. Dass sich viele Mercedes Gene unter dem Infiniti QX30 verstecken, erkennen allerdings wirklich nur die Kenner. Diese zeigen sich besonders auf Basis der Technik und an einigen Knöpfen und Reglern. Von außen lässt sich die grazile japanische Hand erkennen. Die markante Infiniti Linie ist deutlich wahrnehmbar. Von vorn zeigt sich ein aggressiver Grill mit bösem Blick und dem in Deutschland noch nicht so bekannten Infiniti-Logo: eine Straße, die ins Unendliche geht. Scharfe Kanten umrahmen die große Motorhaube, setzen sich über die Seiten fort und enden in schmalen Heckleuchten. Ein Rücken, der zu entzücken weiß, wie beim GLA auch, den ich ebenfalls schon testen durfte.

Zu viel Sicherheit?

Auf der knapp fünfstündigen Fahrt nach Hessen schaute ich mir die japanische Luxus-Karosse mal genauer an. Mit ausreichend Fahrsicherheits-Assistenten ausgestattet, hatte man das Gefühl, nichts mehr machen zu müssen. Einfach entspannt zurücklehnen und hin und wieder mal lenken. Wenn es nur so einfach wäre. Manche der Sicherheitssysteme waren aber ein wenig zu eifrig bei der Sache. Da piepte und blinkte es schon, noch ehe eine wirkliche Gefahr bestand. Das hält zur frühen Morgenstunde, in der ich unterwegs war, natürlich hervorragend wach, doch es erschreckt auch immer mal wieder und führt zu Verunsicherungen. Nett ist das Toter-Winkel-Warnsystem, das sich an der Innenseite des Fahrzeugs befindet, angekuschelt an die kleine Bose-Box, aus der hervorragender Sound kommt. Normalerweise befindet sich diese Anzeige immer am Aussenspiegel. Wer auf solche High-Tech Assistenten steht, dürfte sich über die 360°-Rückfahrkamera freuen, die einem das Auto auch aus der Vogelperspektive zeigt und bei sich bewegenden Objekten sofort anspringt. Wenn man steht, natürlich. Was auf längeren Fahrten neben dem Spurhalteassistenten den Fahrer noch bei Laune hält, sind die Sitze. Der Fahrersitz ist auf Dauer sehr hart, auf dem Beifahrersitz dagegen deutlich bequemer. Ob das eine gewollte „Funktion“ ist oder mein Popo-Meter einfach keine längeren Fahrten in sonst sehr anschmiegsamen Sitzen aus Nappaleder mehr gewöhnt ist, werden wir wohl so schnell nicht erfahren.

Infiniti QX30 Interieur

Im Interieur zeigt sich trotzdem all das, was man sich im Premiumsegment einer Automarke vorstellt. Die verwendeten Materialien sind optisch und auch gefühlt sehr ansprechend. Zweifarbiges Leder und kontrastierende Ziernähte und genügend Platz sorgen für Premiumwohngefühl. Alles im Stylepaket enthalten, natürlich. Wenn schon, denn schon. Das Lenkrad fasst sich gut an und liegt perfekt in der (Damen-) Hand. Einzig der Blinker ist zu kurz geraten. Aber das Beste: Holzapplikationen sorgen für weitere Wohlfühlatmosphäre. Das Cockpit kennt man bereits aus dem GLA und ist klar strukturiert. Die Grafik des Navigationsgerätes ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und auch die Bedienung nicht ganz intuitiv. Leider findet es auch die Zieladresse nicht, so dass ich auf das gute alte Google Maps auf meinem Smartphone ausweichen muss. Screensharing ist nämlich auch nicht vorhanden. Schade. Das DAB-Radio macht es aber wieder gut und zum Glück gibt es in fast jedem Fahrzeug einen USB-Anschluss, so dass das Smartphone recht schnell wieder auf 100% schnellt.Infiniti QX30

Aussen sportlich, innen entspannt

Die Fahrt mit dem Infiniti QX30 gestaltet sich sehr entspannt. Der Sportmodus verschafft zwar ein kurzes Gefühl von „Wow“ , aber das reicht nicht, um die Sinne zu beflügeln. Dafür fühlt sich der SUV einfach zu schwerfällig an. Dabei sollte das mit einem Gewicht von 1.651 Kilogram eigentlich nicht so sein. Das Ansprechverhalten des Motors ist im Eco-Modus recht langsam, was sich noch durch die langsame Reaktion des Start-Stopp-Systems verstärkt. Im S-Modus reagiert er danke seiner 170 PS (125 kW ) schaltfreudiger, doch es reicht einfach nicht aus, will man ein bisschen sparsamer fahren. In 8,5 Sekunden schafft er die 100 km/h und bei 215 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Dabei soll sich der Verbrauch laut Infiniti im Schnitt bei 5,4 Liter Diesel belaufen (kombiniert, innerorts). Bei mir pendelte sich der Infiniti QX30 bei 6,4 Liter ein.

Ab 44.360 Euro gibt es den Japaner zu kaufen. Die Topausstattung „Premium Tech“ ist nur in Verbindung mit dem Dieselmotor erhältlich und kostet dann um die 47.308 Euro. Dafür hat er sicherheitstechnisch und komfortmäßig alles, was in der Premiumliga gewünscht ist. Das zu genießen fällt natürlich nicht schwer. Auch der Kofferraumvolumen von 430 Litern macht eine längere Reise angenehmer.

Infiniti QX30

Fazit: Der Infiniti QX30 ist ein SUV für Individualisten, die ein charakteristisches Fahrzeug fahren, aber nicht auf Großserientechnik und das „Mercedes-Feeling“ verzichten möchten, ohne Mercedes Preise auch bezahlen zu müssen. Mit dem Infiniti QX30 sind sie absolut gut beraten, doch wer auch den Fahrspaß eines Mercedes erwartet, muss seine Erwartungen ein wenig nach unten korrigieren. Der Japaner hat zwar die Gene, aber nicht die Sportlichkeit. Dennoch ein elegantes, solides Auto im Premiumsegment mit dem gewissen Etwas.

Fahrbericht & Fotos: Simone Amores

Unu: So sexy kann E-Mobilität aussehen

Unsere Städte wachsen immer weiter. Lebens- und Arbeitsformen wandeln sich und inzwischen wollen die Menschen nicht nur gut vernetzt sein, sondern auch noch mobiler. Dadurch ist die urbane Bevölkerung ständig in Bewegung. Gleichzeitig verändert sich das Verkehrsangebot: Fahrrad- und Rollerverleih sowie Carsharing-Systeme entstehen. Die Angebote der öffentlichen Verkehrsanbieter werden dabei zunehmend integriert. All dies macht es den Menschen in Städten leichter, die unterschiedlichen Verkehrsmittel flexibler zu nutzen, um von A nach B zu kommen. Natürlich wollen Unternehmen in Sachen urbane Mobilität mitspielen und entwickeln dafür immer auch saubere Möglichkeiten durch den urbanen Großstadtdschungel zu kommen.

Sexy E-Mobilität mit unu

unu Motors ist ebenfalls so ein Unternehmen, welches sich auf Elektroroller spezialisiert hat und diese seit ein paar Jahren vertreibt. Schon vor ein paar Jahren testete ich einen E-Roller von emco und seitdem hatte mich das E-Roller-Fieber gepackt. Doch bislang waren die Straßenflitzer stets zu teuer gewesen. Das möchte unu Motors nun ändern und hat nicht nur an der Preisschraube gedreht, besonders im Hinblick auf den Akku, sondern bringt auch den Retro-Style zurück auf die Straße. Bereits vor vier Jahren warf das ursprünglich aus München stammende Unternehmen die ersten Elektroroller zum Spottpreis von 1700 Euro auf den Markt. Über 70 verschiedene Farbmöglichkeiten und drei Motorvarianten standen für den knapp 60 Kilo leichten unu zur Wahl. Doch schon bald war man sich einig: Weniger ist mehr und das erste Facelift für den kleinen Flitzer stand an. Mitte letzten Jahres gab es ca. 56 Veränderungen, die den kleinen Elektroflitzer noch weiter dem europäischen Geschmack anpassten. Ein zuverlässiger Bosch-Motor wurde verbaut sowie neue Reifen Made in Heidenau, Germany. Auch die Farben wurden reduziert, die sich heute in sieben stylishen Farben präsentieren unter anderem auch in Matt. Unser Testroller erfüllte alle Mädchen-Träume. In Matt-Rosé ging es auf leisen Sohlen und nur 58 Kilogram Kampfgewicht quer durch Hamburg. Der Akku mit 3000 Watt und in 12 Sekunden von 0 auf 45 km/h hielt, was er verspricht: knapp 50 Kilometer Reichweite und eine Ladezeit von 4 Stunden.

Mit der Power wurde so manches Auto an der Ampel stehen gelassen, bis er seine Geschwindigkeit erreicht hatte und wieder überholt wurde. Dennoch für die Stadt ist er schnell genug, besonders wenn er sich an Staus herum schlängeln kann. Dies tut er mit einer Eleganz, die jeden Autofahrer sehnsüchtig hinterherschauen lässt. So war eine Strecke von 13,6 Kilometern, für die ich normalerweise mit dem Auto oder Bahn 45 Minuten brauche, locker in 30 Minuten zurückgelegt. Lässiges Sommerfeeling inklusive. Bergab brachte es der unu sogar auf 48 km/h pro Stunde, da hörte es dann auch auf. Bergauf musste man schon ein wenig Geduld mitbringen, auch wenn er laut Hersteller eine maximale Steigung von 24 % locker packen sollte. Was er gar nicht mag, sind Pflastersteine und davon gibt es in Hamburg reichlich. Da sowohl die Federung als auch der Stecker zwischen Roller und Akku hart auf die Probe gestellt. Ganz vom Fahrer abgesehen. Einmal wurde dabei die Stromzufuhr gekappt und der Roller rollte ohne Saft die Straße entlang. Möglicherweise war aber auch der Stecker zu locker von mir verkabelt, denn eigentlich steckt der Akku fest drin. Nach einem erneuten kurzen Aufstecken ging es auch schon flott weiter. Mit nur neun Kilo kann man den Akku nach seiner Fahrt entspannt aus dem unu E-Roller ausnehmen und an die heimische Steckdose anschließen. Zwei Stunden braucht er um bis zu 70 % geladen zu sein und nur vier um seine vollständige Kapazität auszuschöpfen. Zudem ermöglicht das “Kinetic Energy Recovery System (KERS)” beim Bremsen, Energie wieder in den Akku zurückzuführen. Es können bis zu 10 % sein. Das sind ca. 5 km, die man dann zusätzlich wieder in seinen Akku speisen kann. Doch das Bremsen will gelernt sein. Wer zu hart zugreift hüpft auf seinem Sitz schon mal nach vorn. Mit Gefühl heißt hier die Devise. Wer will kann sich auch zwei Akkus leisten und so den unu bis zu 100 Kilometer Reichweite aufstocken. Ein kleiner Nachteil: der Akku muss manuell ausgetauscht werden. Bei der Konkurrenz sind arbeiten die beiden Akkus gleichzeitig. Aber sollte jemals ein Ersatzakku benötigt werden, hat man bei unu Motors einen entscheidenden Vorteil im Vergleich zu allen anderen Herstellern: der Akku ist bezahlbar. Mit nur 690 Euro ist man dabei. Außerdem haben die Münchener mit Sitz in Berlin auch das ganze Thema Recycling zu Ende gedacht.

 

Bis zu Ende gedacht: Akku Recycling

Gebrauchte unu Elektroroller Akkus werden in Zusammenarbeit mit GRS Batterien recycelt oder als Energiespeicher für regenerative Energie-Anlagen verwendet. So profitieren die Städte auch nachhaltig davon. Doch erst mal profitierte ich vom Fahrspaß und von den neidischen Blicken aller anderen Straßenteilnehmer. Tja, so sexy kann E-Mobilität aussehen, meine Damen und Herren. Wer noch einen Beifahrer mitnehmen will, kann das gern tun: Zwei Helme lassen sich außen anhängen und mit dem Sitz abschließen. Dies haben wir leider nicht ausprobieren können, aber auch da sollten die neidischen Blicke sicher sein. Wer will besorgt sich noch eine Box, die es nicht ab Werk zu kaufen gibt, um Weiteres auf seiner Tour mitnehmen zu können.

Fazit: Der Sommer kann kommen! Mit einem unu E-Roller ist man nicht nur sehr stylisch unterwegs, sondern mit sehr viel guter Laune. Die tollen matten Lackierungen bringen frischen Wind auf den Markt der E-Mobilität und zeigen, dass E-Roller richtig schick aussehen können. Auch preislich kann sich ein unu Elektroroller sehen lassen: Ab 1.799 Euro gibt es den tollen Stadtflitzer mit 1000 Watt. Wer mehr will muss, natürlich entsprechend tiefer in die Tasche greifen, aber es gibt eine monatliche Finanzierung, die den kleinen E-Roller auch für den kleinen Geldbeutel bezahlbar machen. Ebenfalls ein Vorteil den unu Motors anbietet. Dazu kommen dann nur noch 80 Cent auf 100 Kilometer laufende Kosten. In nur wenigen Wochen wird der kleine Flitzer mit DHL in einer Box direkt vor die Haustür geliefert und passt mit seinen Maßen von 170 cm Länge, 103 cm Höhe und 130 cm Breite (mit abnehmbaren Spiegeln) locker in eine Fahrradbox. Das Herz war schwer, als ich den Flitzer wieder abgeben musste, doch sicherlich dürfte sich schon bald ein neuer unu E-Roller in unserer Straße auffinden lassen, bei dem Gefühl von „Haben will“, das der unu bei allen ausgelöst hat absolut kein Wunder.

Fotos & Text: Simone Amores

Fahrbericht: Fiat 124 Spider eröffnet Cabrio-Saison 2018

Like ice in the sunshine – Kaum ist der Frühling erwacht, eröffnet Fiat die Cabrio-Saison und packt dafür seine neuen 124 Spider Cabriolets aus. Ziel des fröhlichen Testens: der Starnberger See. Doch die erste Tour des Tages ging in einem limitierten Fiat 500 Abart 695 los. Der Traum aller Kleinwagen-Liebhaberinnen mit dem Hang zum Bleifuß. Das Herz lachte und der Mitfahrer bremste beherzt vom Beifahrersitz mit. Während das Adrenalin noch fröhlich in den Adern pochte, tauchten am Starnberger See auch schon die ersten schnittigen Fiat 124 Spider Cabriolets auf. Noch vom letzten Jahr waren mir die schicken Flitzer gut in Erinnerung geblieben. Doch nun hat der italienische Autohersteller die Baureihen um zwei neue Modelle erweitert, da der erwartete Absatz „noch“ nicht zufriedenstellend war. Mutig, wo doch jeder eigentlich auf die neuesten SUVs aus sind.

Scharf und schärfer – Fiat 124 Spider S-Design und Abarth 124 GT

Mit zwei unterschiedlichen Ausprägungen desselben Fahrzeugkonzeptes versucht Fiat nun das Ruder herumzureissen und die Liebe zu „Oben ohne“ zu bestärken. Dank Hinterradantrieb und leistungsstarken Motoren präsentieren sich beide Cabriolets nun mit interessanten Unterschieden: Der eine mit elegant-sportlicher Note als stilistische Hommage an den 1966 präsentierten historischen Fiat 124 Sport Spider. Der andere tritt betont dynamisch auf mit Fahrleistungen, die im Segment Maßstäbe setzen – so wie es stets die Strategie der Marke Abarth war. Pünktlich zum Start der Cabrio-Saison 2018 schickt Fiat nun also den neuen Fiat 124 Spider S-Design und seinen grimmigen Bruder, den Fiat 124 Spider Abarth 124 GT, ins Rennen.

Basierend auf der Ausstattungsvariante Lusso, zeichnet sich der neue Fiat 124 Spider S-Design durch eine erweiterte Serienausstattung sowie zahlreiche exklusive Exterieurdetails aus. Zur erweiterten Serienausstattung gehören unter anderem LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht-Technologie, Infotainmentsystem Fiat Connect mit 7,0 Zoll Bildschirmdiagonale (17,8 Zentimeter), Soundanlage von Bose®, Lederlenkrad sowie Sportsitze, die mit einer Kombination aus Leder und hochwertiger Ledernachbildung bezogen sind. Was den Motor betrifft, so pocht unter der Motorhaube ein starker 1,4-Liter-Turbo-Benziner, der 103 kW (140 PS) leistet. Ob Vierzylinder-Triebwerk mit Sechsgang-Handschaltung oder Automatikgetriebe: Der italienische Roadster beschleunigt aus dem Stand auf Tempo 100 in 7,5 Sekunden (7,6). 

Aussen Hui, unter der Motorhaube noch mehr Hui

Der Fiat 124 Spider Abarth GT kommt mit etwas mehr Dampf daher. Der Vierzylinder-Turbomotor produziert aus 1,4 Litern Hubraum starke 125 kW (170 PS). Das Triebwerk kann kombiniert werden mit Sechsgang-Handschaltung oder Sechsstufen-Sportautomatik, die auch manuelle Gangwechsel zulässt. Der Abarth 124 GT beschleunigt mit Handschaltung in nur 6,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h. Wer ein noch ein bisschen mehr in die Sitze gedrückt werden will, darf sich gern die leistungsstärkere Variante im Programm – den Abarth 124 R-GT – zu Gemüte führen. Das von einem 1,8-Liter-Turbomotor mit rund 220 kW (300 PS) Leistung angetriebene Coupé ist nach den internationalen Regeln der Kategorie FIA R-GT aufgebaut und damit bei allen Rallyes bis zur Weltmeisterschaft startberechtigt. Ebenfalls mit einem Hardtop ausgerüstet wird das Fahrzeug rennfertig ausgeliefert, inklusive Sicherheitszelle, Schalensitzen, Hosenträgergurten und weiteren Komponenten, die im Rallyesport unverzichtbar sind.

Die besondere Lackierung „Alpi Orientali Grau“, die 17-Zoll-Leichtmetallräder von OZ, die Dual-Mode-Abgasanlage „Record Monza“ sowie Frontspoiler und Außenspiegelkappen in Grau sorgen für ein markantes Auftreten. Auf Wunsch ist die Motorhaube mattschwarz lackiert – genau wie bei der Rallyesportikone Fiat 124 Abarth. Für das entspannte Cabrio-Wetter um den Starnberger See genehmigten wir uns einen Fiat 124 Spider S-Design in „Italia Blau“. La dolce Vita in Bayern. So lässt sich leben. Die kurze Tour „oben ohne“ verschaffte mir auch einen sonnengeküssten Teint. Teilweise fiel der Kuss aber etwas kräftiger aus, was sich erst am nächsten Tag bemerkbar machte. So kurz nach den winterlichen Ostertagen packt man nicht unbedingt die Sonnencreme LSF 30 aus. Ein kleiner Fehler, wie sich herausstellte.

Fazit: Der verschönerte Fiat 124 Spider als auch der leistungsstärkere Fiat 124 Spider Abarth versprechen Sportlichkeit und gepflegten Fahrspaß kombiniert mit klassisch-schönem Retro-Design und Funktionalität. Hier bekommt man jede Menge Roadster-Fun für wenig Geld. DasFahrverhalten hat sich zu letztem Jahr nicht verändert: sowohl bei einem flotteren Fahrstil als auch beim entspannten cruisen zeigt sich der Fiat 124 Spider souverän und komfortabel. Einzig die Pedale sind eher was für den schmalen Fuß.

Mercedes-Benz E220d Coupé im Test // Fahrbericht

„Zwei Türen weniger, dafür mehr Auto“ – so stellt Blogger Björn Habegger, genannt „Habby“ den neuen Mercedes-Benz E220d Coupé im aktuellen Test auf dem YouTube-Channel von Autohub vor. Länger, breiter und höher – Ganz dem Motto „mehr ist mehr“ trumpft das E-Coupé mit neuen Maßen auf. Und ganz besonders in Rot, Pardon, Hyazinth-rot macht der flotte Flitzer was her. Moderator „Habby“ ist ganz verliebt und passt sich farblich an. Für die Teststrecke in Barcelona natürlich die perfekte Farbe, zeugt sie von Energie und zieht das Auge auf sich.

Der Mercedes-Benz E220D Coupé ist der perfekte Begleiter für die große Reise. Dank seiner ganzen Assistenzsysteme kann der Fahrer sich entspannen, der im Grunde fast nichts mehr machen muss ausser lenken. Wer viel fährt und besonders viel im Stau steht, weiß das sehr zu schätzen. Unbezahlbar! Zumindest hier gibt es für Björn also vorerst nichts zu meckern. Doch dann kommt er zur Design-Kritik, eine Premiere bei Autohub, und die fällt überraschenderweise positiver aus als erwartet. Einzig das hintere Dreiecksfenster zwingt dem gebürtigen Franken ein müdes Lächeln ab. Wenn es weiter nichts ist, kann Gorden Wagener, der Chef-Designer bei Mercedes, aufatmen. Gott sei Dank. Fließende Linien, klassische Formen, aber dennoch diese durch Testosteron geprägte Härte, lässt das Coupé für den Blogger überzeugend wirken.

Weiter geht die Tour durch die katalanische Hauptstadt und auch wenn die Sonne auf sich warten lässt, lässt sich Björn nicht beirren in seiner „kleinen Wohlfühl-Oase“. Dass man mit der Generation E-Klasse „2016“ bereits ganz vorzüglich reisen kann, hat „Habby“ bereits selbst festgestellt. Dass man dabei aber auch noch eine gute Figur machen kann, zeigt beweist die Coupé-Version. Wie genau das aussieht, seht ihr in der aktuellen Folge auf Autohub.

Der neue Range Rover Velar – Frisch aufgeschifft

Normalerweise trifft man Fahrzeuge im Allgemeinen ja auf Straßen oder Parkplätzen an. Ok, vielleicht manchmal noch auf Fähren aber im Schiffsbauch als Installation auf einem Frachtschiff doch eher selten. Land Rover dachte sich beim Range Rover Velar „Pfeif drauf, was alle sonst so machen. Wir nehmen ein Schiff und basta“. Gesagt, getan. Es stand nämlich außer Frage, dass ein simpler Messeauftritt für die Deutschlandpremiere des Range Rover Velar keine adäquate Bühne darstellt. In einem Gemeinschaftsprojekt der Frankfurter Agenturen makerelations, Voss+Fischer und Spark44 entstand das Projekt #PUREVELAR zur Aktivierung des deutschen Marktes vor der Verkaufspremiere.

Dafür fanden sich recht spannende Locations. Zum Beispiel die Technische Universität München mit ihrem reflexionsarmen Raum. Normalerweise nutzt man diesen akustischen Raum für technische Tests und wissenschaftliche Untersuchungen. Für den neuen Range Rover Velar eine ungewöhnliche, aber bestens passende, weil absolut reduzierte Umgebung. Auch die Premierenfeier war etwas Besonderes und wurde im kleinen Kreis gefeiert. Das Konzept der folgenden Deutschlandreise ist ebenso spektakulär wie der Auftakt. Denn mehr als zwei Monate lang dauert die #PUREVELAR-Tour mit einer eindrucksvollen statischen Präsentation – an Bord eben dieses Frachtschiffes.

Frisch aufgetischt – Pardon – aufgeschifft

In 18 Städten macht das Land Rover-Schiff in citynahen Lagen fest. Start war am 10. Mai in Potsdam. Über Berlin, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Köln, Mainz, Frankfurt am Main, Nürnberg, Mannheim und weitere Ziele geht es bis zum 16. Juli nach Esslingen. Dabei wurde für den Bauch des Schiffs eine besondere Installation entwickelt. Im Mittelpunkt hier natürlich ebenfalls das modern, minimalistische Design des Velar. Gedämpfte Akustik und ein wandelbarer Innenraum sorgen für eine spezielle Atmosphäre, Sound leitet die Besucher zum Auto, das Spiel mit Licht und Dunkelheit lenkt die volle Aufmerksamkeit auf das besondere Design. Die Installation verzichtet auf unnötige Showeffekte und schafft einen echten Spannungsbogen: ganz im Stil des von Reduktion geprägten Velar-Charakters.

Der Name „Velar“ (lat. „Enthüllen“) geht zurück auf den Prototypen von 1969. Damals konstruierten die Land Rover-Entwickler den ersten geheimen Prototypen, dem sie den Codenamen Velar gaben. Heute, nicht mehr ganz so geheim, feiert Land Rover mit seinen Fahrzeugen große Erfolge. Mit dem Velar wollen die Briten nun einen neuen hochkarätigen Vertreter ihrer Zunft auf die Straße schicken. „Mit seinem modernen Design verschafft sich der neue Velar eine herausragende Stellung in seiner Klasse. Er zeigt perfekt austarierte Proportionen, kraftvoll straffe Flächen und eine unverwechselbare Silhouette.“ sagt Gerry McGovern, Land Rover Chief Design Officer. Avantgardistisch und doch unverwechselbar Range Rover, so präsentiert er sich uns nach seiner Enthüllung im Schiffsbauch.

Eingelassene Türgriffe, reduziertes puristisches Design, kantisch und kraftvoll. In Zusammenarbeit mit Designer Sebastian Scherer konnte auch im Interieur mit reduziertem Design für Emotionalität gesorgt werden. Die Herausforderung dabei war, die Einfachheit mit Luxus zu kombinieren und ihn so zu einer Einzigartigkeit zu machen. Ein großes Thema dabei war: Nachhaltigkeit. Die Produktion fand sowohl unter Nutzung von Solar- und Wasserenergie als auch mit bis zu 60% recycelbaren Materialien statt. Als erstes Modell seiner Klasse bietet der neue Velar für die Sitzbezüge ein betont nachhaltiges Angebot in Gestalt von besonders umweltverträglichen Premium-Textilien als Alternative zu Leder. Der Premium-Stoff in Dapple Grey wurde in Kooperation mit Kvadrat entwickelt, dem europäischen Spezialisten für hochwertige Textilien in anspruchsvollem Design.

Puristisch Futuristisch

Ein großzügiges Platzangebot ergänzt durch hochwertige Materialien zeigt die hohe Verarbeitungsqualität, für die Land Rover bekannt ist. Besonders ins Auge fällt auch die Tatsache, dass die Zahl der Schalter und Bedieneinheiten im Velar auf ein absolutes Minimum beschränkt wurde. Gleich zwei hochauflösende 10,2-Zoll-HD-Touchscreens sind gekonnt in die Innenraumarchitektur integriert und gewährleisten beste Unterhaltung sowie volle Kontrolle über das Wohlbefinden. Dabei arbeiten die intuitiv bedienbaren Bildschirme perfekt zusammen und fügen sich harmonisch in die puristische Innenraumgestaltung ein. Ein mit 673 Liter Volumen angelegter Kofferraum sorgt für weitere Staumöglichkeiten.

Ab dem 3. Quartal diesen Jahres wird der Range Rover Velar ab 56.400 Euro zu haben sein. Wer ihn sich vorher noch mal live ansehen will: Interessenten können sich bei Land Rover unter www.velar-circle.de anmelden und ihren Platz gratis auf der #PUREVELAR-Tour. An den jeweiligen Veranstaltungstagen ist das Schiff in der Regel zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Und auch wer nicht teilnehmen kann, darf sich dem Velar nähern: Mitglieder des Velar-Circle können von zu Hause eine Kamera steuern und sich dem Velar damit aus jedem Blickwinkel nähern.

 

Bericht: Simone Amores

Fotos: Simone Amores / Land Rover

Fahrbericht: Oben ohne mit dem neuen Fiat 124 Spider

Also als erstes muss ich mal eine Warnung aussprechen. Cabrio fahren ist nicht ungefährlich. Ohne den nötigen Sonnenschutz sieht man schnell aus wie ein gekochter Hummer und unschuldige Kollegen werden einfach mal origamiartig zusammengefaltet. Doch natürlich tut das dem Spaß keinen Abbruch. Die Tour mit dem neuen Fiat 124 Spider sollte in der Stadt der Liebe beginnen. Und auch wenn in letzter Zeit in Paris davon nicht viel zu spüren war, wollten die Italiener wenigstens mit ihrem Temperament und der Liebe für ihre Autos ein Licht in die derzeit dunklen Zeiten vor Ort bringen. Petrus meinte es ebenfalls gut, denn er bescherte uns einen herrlich sonnigen Frühlingstag. Nach einem sehr französischen Lunch, bei dem die Mägen nicht besänftigt werden konnten, stellten wir uns der neuen Schöpfung Fiats. Hier lässt der italienische Autohersteller die guten alten Zeiten wieder aufleben. Das Design von 1966 ist zurück, doch nur äußerlich erinnert der Roadster an vergangene Epochen, denn unter der Haube zeigt er sich von seiner modernsten Seite.

Schwulstes Auto des Jahres 2017?

Seit 2005 wird diese Auszeichung von Ledorga vergeben, einer französischen Organisation homosexueller Autofreunde. Für den European Gay Car Award fragt Ledorga seine Mitglieder nach ihrer Meinung und siehe da: Der neue Fiat 124 Spider ist wohl das schwulste Auto des Jahres 2017. Doch das ist absolut nicht als negativ zu betrachten. Ganz im Gegenteil. Zeugt das Fahrzeug offensichtlich von gutem Stil, Style und Sexyness. Seine sportliche Ausdrucksstärke hat wohl einen starken visuellen Eindruck hinterlassen. Klar. Hier geht es ja auch um sehen und gesehen werden. Und das kann der Fiat 124 Spider. Er ist wirklich eine Augenweide. Die klassische Front erinnert an seine Anfänge im Jahre 1966. Eine schlanke Linienführung zaubert eine schöne Silhouette und die langgezogene Motorhaube prägt den sportlichen Charakter. Wahrlich verführerisch, auch beim Interieur geht es direkt weiter. Schöne Details um das teils digitalisierte, teils analoge Armaturenbrett, ergeben eine Mischung aus Klassik und Moderne.

Hochwertiges Leder schmiegt sich sowohl ans Lenkrad als auch an den Schaltknauf. Exklusive Ledersitze mit Kontrastnähten mit niedriger Sitzposition und stabilem Seitenhalt füllen das Fahrzeuginnere. Schön sind sie, doch leider nichts für längere Autofahrten. Der Popo-Meter schlägt hier schnell Alarm. Doch wer es ein wenig härter mag, ist gut aufgehoben. Der Kofferraum ist ebenfalls nichts für längere Touren. Mit einem Volumen von nur 140 Liter war er mit zwei Handkoffern und einem Rucksack kaum noch zu schließen. Ebenfalls gibt es im Innenraum so gut wie keine Ablagen. Flaschen- oder Becherhalter? Fehlanzeige. Einzig ein Mini-Handschufach in der hinteren Mittelkonsole bietet ein wenig Stauraum. Ansonsten steht, pardon, sitzt man da mit seiner Flasche, seinem Handy oder was man sonst so verstauen möchte, allein. Eine Reduktion auf das Wesentliche ist hier erforderlich. Oder man nimmt sich einen Lieferdienst, der einem alles stets hinterher fährt.

Ein 7“-Touchscreen-Display mit integriertem DAB-Radio, die obligatorische Bose-Soundanlage mit in den Kopfstützen integrierten Lautsprechern, W-LAN- und Bluetooth®-Verbindung inklusive USB-Anschlüssen und AUX-IN sorgen neben der Straßenführung für die musikalische Unterstützung bei unserer Tour von Paris nach Deauville. Entlang der Seine. Oben ohne, versteht sich. Mein Mitfahrer hat hier allerdings das Nachsehen. Mit seinen 1,93 Meter ist er für den neuen Fiat 124 Spider leider nicht geschaffen. Ein Origami-Meister hätte ihn nicht besser zusammenfalten können und so kamen neben den Schmerzen im Allerwertesten auch noch welche in den Knien dazu. Besonders hinterm Steuer und noch mehr bei geschlossenem Verdeck. Zum Glück war es auf dem Beifahrersitz für ihn ein wenig bequemer. Ich mit meinen 1,72 Metern passte allerdings hervorragend in das Gefährt. Ein Wagen, wie für mich gemacht, wenn man von der Sonnenbrand-Gefahr mal absieht. Denn das typische Verdeck aus Stoff, das aus dem Fiat 124 Spider nicht wegzudenken ist, war natürlich stets offen. Inklusive klassischer manueller Handhabung. Wer nach dem Knöpfchen sucht, um ihn zu öffnen: Fehlanzeige. Selbst ist der Fahrer. Ein Zug am Hebel und Zack: das Verdeck fällt nach hinten zusammen. Und das schneller als bei einem elektrischen Dach, der nur bei einer bestimmten Maximal-Geschwindigkeit zu schließen oder öffnen ist und dann gefühlt mehrere Stunden braucht. Mit ein wenig Kraftaufwand muss das Dach dann noch eingerastet werden, damit es hält. Wer genug Kraft hat, kann dies auch während der Fahrt machen, anzuraten ist das aber nicht, besonders, wenn man allein unterwegs ist.

Faszinierendes Aufbrausen?

Sobald alle Auto-Schreiberlinge ihren Sitzplatz gefunden hatten, ging unser sonniger Roadtrip auch endlich los. Eine knackige Schaltung lässt den Fiat 124 Spider schnell auf Touren kommen. Er wird von seinem bereits bekannten, wie beim Vorbild längs eingebauten, 1.4 MultiAir Turbobenziner mit 140 PS angetrieben. Geprägt von seinem schlanken Leergewicht von nur 1.125 Kilo schafft er die 0 auf 100 km/h locker in 7,5 Sekunden. Seine Power spüren wir durch die kurzen Schaltwege recht schnell. Doch plötzlich eine Stimme aus dem Off: „You are over the speedlimit“. Diese bekommen wir tatsächlich recht oft zu hören. Hey, der Fiat 124 Spider will spielen, der muss gescheucht werden. Sein 6-Gang-Getriebe und die 140 PS schreien: Fahrspaß, wohohoho! Dass der Fuß da manchmal ein wenig schwerer auf dem Gaspedal liegt, ist quasi programmiert. Das muss man uns einfach mal nachsehen und auch wenn meine Frisur mal eben umstrukturiert wurde, war langsameres Fahren einfach keine Option. Basta! Schuld war das fehlende Windschott, ohne das es im kleinen Flitzer ganz schönen Durchzug gibt. Wer sich also nicht in 50er-Jahre-Manier das Kopftuch aufs Haupt legen möchte, sollte sich schnellstmöglich eins besorgen. Wir „klauten“ uns nach der ersten Etappe kurzerhand eins aus einem der anderen Fahrzeuge und fortan herrschte wohlige Ruhe. Erstaunlich, wenn man sich die Größe des Schotts betrachtet. Aber, hey, es kommt ja bekanntlich nicht auf die Größe an.

Entlang der Seine in einem Cabrio. Klingt das nicht großartig? Das könnte der Anfang einer wunderbaren Freundschaft sein. Oder eines Kitschromanes. Verliebt bin ich allemal. Die romantischen Kurven der Normandie nimmt der Roadster dank der elektrischen Dual Drive Servolenkung und der gleichmäßigen Gewichtsverteilung souverän. Das sanfte Fahrwerk kuschelt sich förmlich auf die Strasse, was der Dynamik nur förderlich ist. Einen Verbrauch von 6,4 Litern gibt der Hersteller an. Wer aber ein bisschen mehr Spaß auf der Strasse haben möchte, ist hier natürlich schnell drüber. Ein wenig verwirrend mutet das Armaturenbrett an, wenn man die Information zum Verbrauch sucht. Die analoge Geschwindigkeitsanzeige ist ganz rechts zu finden und nicht wie gewohnt in der Mitte. Da ist nämlich der analoge Drehzahlmesser positioniert. Ganz links dann die digitale Anzeige, die sowohl Verbrauch wie auch alle anderen wichtigen Infos liefert, die der geneigte Fahrer so braucht.

Die Navigation wird natürlich auf dem großzügigen Display dargestellt. Hier muss man hin und wieder genauer hinschauen, denn nicht immer ist klar, an welcher Abzweigung man nun runter muss. Auch wenn die Dame aus dem Off dabei eigentlich recht hilfreich ist, wenn sie uns mal nicht auf die zu hohe Geschwindigkeit hinweist. Nach ein paar Verirrungen erreichten wir Deauville sogar vor allen anderen, die sich der schönen Umgebung rund um die Normandie ergeben hatten. Teilweise ein wenig zu sehr, wie man uns später berichtete. Mit einem seligen Lächeln gaben wir unseren Kleinen am Hoteleingang ab, in freudiger Erwartung, ihn am nächsten Tag erneut fahren zu dürfen. Denn nach einer erholsamen Nacht dürften auch der Rücken beziehungsweise die Knie wieder gnädiger gestimmt sein.

Fazit: Hallo, Cabrio-Gemeinschaft, ihr bekommt hier einen würdigen Vertreter eurer Zunft. Der neue Fiat 124 Spider verspricht Sportlichkeit und gepflegten Fahrspaß kombiniert mit klassisch-schönem Retro-Design und Funktionalität. Und das Versprechen hält er auch. Eine echte moderne Schönheit, die an die Eleganz vergangener Zeiten erinnert. Schon ab 23.990 Euro ist der Roadster zu haben. Wer das nötige Kleingeld noch nicht aufbringen kann, sollte sich zumindest eine Probefahrt sichern. Jetzt nämlich, zu Beginn des Frühlings/Sommers, ist die perfekte Jahreszeit für die Tour oben ohne. Meint ihr nicht auch?

Fahrbericht: Simone Amores
Fotos: Simone Amores & Fiat

Fahrbericht: Der neue Nissan Micra N-Connecta – Alles andere als mickrig

Die Kleinen werden ja so schnell groß. Die Erfolgsgeschichte dieses kleinen Flitzers begann vor genau 34 Jahren. Die erste Modellgeneration des Nissan Micra rollte vom Band und beeindruckte mit nüchternem geradlinigem Design. Typisch Japaner eben. Praktisch und mit gutem Preis-Leistungsverhältnis gewann er die Herzen der damaligen Autokäufer. Auch die späteren Modelle, allesamt eher rund und süß, erfreuten sich großer Beliebtheit. Doch hat es über 30 Jahre gedauert, ihn endlich erwachsen werden zu lassen. Nicht zuletzt musste er aus seinen Kinderschuhen wachsen, denn auch die Erwartungen der Kunden wurden anspruchsvoller. Klein und knutschig war gestern, heute ist modern und sportlich die Devise.

Alles neu macht 2017

Aus von vorbei mit niedlich. An dem neuen Nissan Micra ist nichts mickrig. Ganz im Gegenteil: Mit seinem neuen Outfit kommt er sportlich, markant und sehr modern rüber. Schon wie beim großen Bruder, dem Nissan Juke, verstecken sich die Türgriffe der hinteren Türen des ausschließlich als Fünftürer angebotenen Micra an der äußeren Ecke der Fenster. Die Linien sind eckiger, kantiger, maskuliner. Soviel steht fest, im Kleinwagen-Segment muss man sich ein bisschen was einfallen lassen, will man mithalten. Die Positionierung zielt auf das europäische B-Segment – den großen Markt „erwachsener“ Kleinwagen. Mit der fünften Generation des Micra präsentiert Nissan eine radikal neue Definition dieses Segmentes. Der neue Micra ist flacher, breiter und länger als jedes Modell zuvor. Nicht nur mit seinem neuen Design, auch mit neuen Technologien, agileren Motoren und souveränem Handling fordert der Micra die Platzhirsche des Segments heraus.

Steife Brise – Sicheres Handling

Mal sehen, ob er das Zeug dazu hat. Bei typischem Hamburger Wetter, stürmisch, frisch und grau, ging es durch die Innenstadt. Energy Orange heißt die Farbe der Wahl. Und energiegeladen ist der kleine Flitzer auch. Er ist durch und durch ein Kleinwagen für die Stadt. Flott und wendig. Die 90 PS zeigen sich besonders in den höheren Gängen und er macht sich im doch manchmal nervigen Stadtverkehr sehr gut. Dynamischere Fahrmanöver sind auch drin. Dank der Sicherheitsfeatures, die zuvor höheren Fahrzeugklassen vorbehalten waren, fühlt man sich stets gut aufgehoben. Zum Beispiel mit dem Intelligenten Spurhalte-Assistenten, der den Wagen, falls es nötig sein sollte, sanft zurück in die Spur führt.

Auch der aus den Modellen Qashqai und Juke bekannte Around View Monitor für 360-Grad-Rundumsicht ist verfügbar und einmalig im Kleinwagen-Segment. Eine Seitenkamera versteckt sich unter dem Außenspiegel des Beifahrers und zeigt den vorderen Reifen. Ganz praktisch, wenn man in Hamburg am Hafenbecken Halt machen will. Die bequemen Sitze geben guten Seitenhalt und der Fahrersitz lässt sich zusätzlich in der Höhe verstellen. Das sportliche Lenkrad wirkt allerdings neben den schönen Akzenten aus Leder ein wenig deplatziert. Es will sich nicht so recht in die eher hochwertige Innenausstattung einfügen, liegt jedoch angenehm in der Hand und erlaubt die Bedienung der wichtigsten Elemente. Die Steuerung vieler Fahrzeugfunktionen erfolgt zusätzlich über das Infotainment-System. Die neueste Generation des NissanConnect Navigationssystem ist Serie bei den Ausstattungslinien Tekna und N-Connecta und optional für die Version Acenta erhältlich. Bereits bei der Version Acenta ist ein Radio-Infotainment-System mit einem Sieben-Zoll-Bildschirm und Touchscreen-Funktion serienmäßig. Dieses wirkt allerdings sehr eindimensional und langweilig. Besonders im Radio-Modus. Ein bisschen Schrift auf blauem Hintergrund. Minimalismus ist hier wohl die Devise. Doch das System ist leicht zu bedienen und verständlich. Zudem wird selbstverständlich auch das Smartphone integriert und es bietet darüber hinaus zahlreiche Funktionen wie Apple CarPlay®, das via der Sprachsteuerung „Siri“ angewählt werden kann.

Klangvolles Raumwunder

Was immer wieder bei so kleinen Fahrzeugen bemängelt wird, ist der fehlende Stauraum. Beim Nissan Micra kann man sagen was man will, Stauraum gibt es genug. Das Kofferraum-Volumen beträgt 300 Liter, ohne dabei den Freiraum für die hinten sitzenden Passagiere einzuschränken. Auch größere Gepäckstücke lassen sich gut verladen. Bei umgelegter Rückbank lässt sich das Volumen auf 1.004 Liter mehr als verdreifachen. Zudem bietet der Nissan Micra auch im Fahrgastraum jede Menge Ablagen. Für größere Gegenstände gibt es ein Extrafach vor dem Schaltknüppel, das je nach Ausstattungsvariante über eine Ambientebeleuchtung sowie einen USB- und Stromanschluss verfügt. In das Handschuhfach würden sogar zwei 2-Liter-Flaschen problemlos passen. Bis zu 1,5-Liter-Flaschen passen in die Türablagen. Außerdem bieten Cupholder (zwei vorn, einer im Fond) Getränkebechern guten Halt, auch bei flotterer Fahrweise.

Wer sich nun mit seinem Kaffee auf große Tour begibt, kann sich auch an dem optionalen Bose® Personal® Sound-System erfreuen. Damit steht der Nissan Micra an vorderster Front der fahrbaren Konzertsäle. Mit sechs Lautsprechern in Kopfstützen, Vordertüren und A-Säulen kann sich das Klangerlebnis hören lassen. Durch den Breitbandlautsprecher in den Vordertüren konnte auf einen Subwoofer im Kofferraum verzichtet werden und damit das Kofferraumvolumen unverändert belassen. Das Bose® Personal® Sound-System ist Standard in der Ausstattungslinie Tekna und als Option für die Versionen Acenta und N-Connecta erhältlich.

Klein, aber oho

Zum Marktstart stehen ein 0,9-Liter-Turbo-Benziner mit drei Zylindern und ein 1,5-Liter-Diesel mit vier Zylindern zur Wahl, die beide 66 kW/90 PS wie unser Testfahrzeug leisten; zeitnah zur Einführung folgt ein 1,0-Liter-Saugbenziner mit 54 kW/73 PS. Die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles Fünfgang-Getriebe. Zwei der drei Motoren sind mit dem Start-Stopp-System (ISS) verfügbar. Weitere Motoren- und Getriebe-Varianten sollen folgen.

Zur Markteinführung stehen die fünf Ausstattungsvarianten Visia, Visia Plus, Acenta, N-Connecta und Tekna zur Verfügung. Los geht es ab 12.990 Euro. Zur Grundausstattung des Visia gehören unter anderem Lichtsensor, LED-Tagfahrlicht, elektrisch einstellbare Außenspiegel, Berganfahrassistent, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ISOFIX und eine asymmetrisch umklappbare Rücksitzbank. Ein Notbremsassistent mit Kollisionswarnsystem sowie eine Spurhaltekontrolle gehören ebenfalls dazu. In unserem Testfahrzeug kommen zusätzlich 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, NissanConnect Navigation, Intelligent-Key, Klimaautomatik und Regensensor dazu. Das Schöne: Kein Micra muss dem anderen gleichen, denn vier Farbtönen machen es ab Werk möglich, dem Exterieur eine individuelle Note zu geben: Power Blue, Energy Orange, Enigma Black and Vibrant Chrome. Weitere Farben sollen noch folgen.

Fazit

Er ist erwachsen geworden. Nissan hat es geschafft, aus dem ehemals knutschigen Frauenauto ein modernes, dynamisches Fahrzeug zu machen, das das Zeug hat, sich nicht nur in die Herzen der Frauen zu stehlen. Es macht nicht nur optisch eine tolle Figur, sondern hat auch unter der Haube und im Fahrgastbereich viel zu bieten. Wer ein bisschen tiefer in die Tasche greift, bekommt praktisch ein maßgeschneiderten Gefährten für die Stadt. Und auch für weitere Fahrten sollte man viel Spaß mit dem kleinen Japaner haben. Besonders erwähnenswert ist der Verbrauch: Die angegebenen 6,5 Liter innerorts kann man bei entspannter Fahrweise gut unterbieten. Wir sind am Ende mit 6,4 Liter/100h ausgestiegen. Wer noch ein bisschen vorausschauender fährt, schafft es diesen Wert mit Sicherheit zu unterbieten, wetten?

Fahrbericht: Simone Amores

Fotos: Simone Amores / Nissan

Opel Insignia – Vom Dickschiff zum Flaggschiff

Opel legt sein Flaggschiff Insignia neu auf. Und lässt das Mittelklassemodell dabei noch größer und edler werden. Die coupéhaft geschnittene Limousine und der geräumig geschnittene Kombi sind bereits zu Preisen ab 25.490 Euro bestellbar, ausgeliefert wird im Sommer.

Sowohl Limousine (4,91 Meter) als auf Kombi (4,99 Meter) sind gegenüber den bereits stattlichen Vorgängern noch einmal gewachsen. Weil auch der Radstand zugelegt hat, ist für die Insassen nun deutlich mehr Platz vorhanden als zuletzt. Der Kombi hat zudem beim Gepäckraumvolumen stark zugelegt und fasst nun bis zu 1.640 Liter. Dank der neuen Abmessungen wirken beide Karosserieversionen stämmiger und präsenter als bisher. Schärfer geschnittene Charakterlinien unterstreichen den gestrafften Auftritt.

Im Cockpit präsentiert sich die neue Insignia-Generation aufgeräumt. Auffällig ist die stark horizontale Betonung des Armaturenbretts. In der Mitte befindet sich der rahmenlose Touchscreen des Infotainment-Systems. Chromzierrat, Klavierlackoberflächen und feines Leder sorgen zudem für Edel-Flair. An neuer Technik bietet der Insignia unter anderem einen Abstandstempomat mit Kollisionsverhinderer, ein Head-up-Display, einen aktiven Spurhalte-Assistenten mit Gegenlenk-Funktion, eine vor Querverkehr warnende Rückwärtsausparkhilfe sowie LED-Matrixlicht.

Basismotor ist ein neuer 1,5-Liter-Turbobenziner, der wahlweise mit 104 kW/140 PS oder 122 kW/165 PS zu haben ist. Vorläufige Topversion ist ein 2,0-Liter-Turbobenziner mit 191 kW/260 PS in Verbindung mit Achtgang-Automatik und Allradantrieb. Bei den Dieselmotoren gibt es ein 1,6-Liter-Aggregat in den Leistungsstufen 81 kW/110 PS sowie 100 kW/136 PS. Außerdem ein Zweiliter-Selbstzünder mit 125 KW/170 PS bestellbar.

(Holger Holzer/SP-X)

Fahrbericht: Lexus IS – 豪華なおもてなし

Keine Sorge. „mein-auto-blog“ ist zwar Kosmopolit unterwegs, wurde aber nicht von den Japanern eingenommen. 豪華なおもてなし heißt ausgesprochen „Gōkana omotenashi“, was übersetzt soviel wie „luxuriöse Gastfreundschaft“ bedeutet. Und das beschreibt den neuen Lexus IS perfekt. Als viertgrößte Luxusautomarke hat Toyota-Tochter Lexus den IS neu aufgelegt und zeigt uns einmal mehr, dass die Japaner von Luxus ein ganz besonderes Verständnis haben.

Erster Test des neuen Lexus IS

„Omotenashi“ – Das Prinzip der Gastfreundschaft, in der man schon vorher weiß, was der Gast für Bedürfnisse hat, stand hier an oberster Stelle. Und der Lexus weiß genau, was sein Fahrer von ihm will. Komfort, Hochwertigkeit und die kleine Prise an Sportlichkeit, die den Fahrspaß ausmacht. Ein echter Sportwagen ist der Lexus IS nämlich nicht, dafür ist er noch zu zurückhaltend, aber die Tendenz ist da. Die zeigt er in erster Linie an seinem Äußeren.

Bei der neuesten Generation der IS Baureihe behält Lexus das bisherige Erscheinungsbild weitestgehend bei, nur eine leicht geänderte Frontpartie mit neuen Scheinwerfern, vergrößerte Einlässe im vorderen Stoßfänger und eine neue Variation des typischen Lexus „Diabolo“ Kühlergrills kennzeichnen den neuen Lexus IS. Das Design der LED-Scheinwerfer verlängert das L-förmige LED-Tagfahrlicht und ermöglicht eine bessere Ausleuchtung. Dynamisch fließende Linien gehen von den Radhäusern in den Stoßfänger über und verleihen der Front so eine noch kraftvollere Präsenz. Der markentypische Diabolo-Kühlergrill wurde überarbeitet, wobei die „Taille“ nach oben versetzt wurde und fließend in die neu geformte Motorhaube übergeht. Damit unterstreichen die neuen Proportionen die Dynamik und lassen den IS kraftvoller erscheinen. Eine Auswahl an neuer Leichtmetallräder, die je nach Ausstattungsvariante in 17- oder 18-Zoll vom Band rollen, unterstreichen das sportlichere Aussehen. Neue LED Heckleuchten verleihen auch dem Heck eine dynamische Note.

Wenn der „Popometer“ ausschlägt

Während der Testfahrt rund um Rom zeigte unser Testfahrzeug, der Lexus IS 300h Luxury Line Vollhybrid, dass er nicht mehr nur die gemütliche Alt-Männer-Kutsche ist. Modern und sportlich kommt er daher. Auf den Straßen zeigt sich allerdings, dass grobe Unebenheiten nichts für ihn sind. Sowohl im Eco als auch im Sport-Modus, bei dem man sowieso eine härtere Federung erwartet, ist diese recht gewöhnungsbedürftig. Laut Markus Burgmer, Head of Marketing bei Lexus Deutschland, ist natürlich das „Popometer“ bei jedem anders und somit auch das Empfinden der Federung. Keine Frage: er fährt sich trotzdem stets sicher, auch in schnellen Kurven. Er neigt sich kaum, die Lenkung ist direkt, die Bremsen überzeugen. Schaltet man die Modi um, übertragt sich das sofort auf die Lenkung. Entsprechend den extrem hohen Lexus Standards bei der Fahrzeugentwicklung unterzog Chefingenieur Naoki Kobayashi und sein Team den neuen IS einem aufwendigen Programm einschließlich ausgiebiger Tests auf Landstraßen und Rennstrecken. Neue, leichte Fahrwerkskomponenten sowie Überarbeitungen an den Schraubenfedern, den Stoßdämpfern und am Stabilisator sollen zu einem noch überzeugenderen Fahrerlebnis – ohne den Komfort einzubüßen – beitragen.

Trotzdem weiß er als Vollhybrid zu überzeugen. Ein 181 PS starker 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner arbeitet mit einem E-Motor mit 105 kW (143 PS) zusammen. Damit schafft er lockere 223 PS. Laut Markus Burgmer entscheiden sich die meisten Kunden für genau diese Motorisierung. Wir finden sie jedenfalls ganz ansprechend. Denn schaltet der Motor in den Elektrobereich, hört man ihn kaum. Springt der Benziner an, schnurrt er ganz angenehm. Dabei bleibt es aber auch. Die Japaner sind ja auch bekannt für ihre Zurückhaltung. Beim Kickdown beschleunigt der IS 300h zwar ausreichend kraftvoll, doch Tempo 100 erreicht er erst nach 8,3 Sekunden. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt in dieser Klasse leider nur 200 km/h. Kein Banzai am Start. Die Japaner mögen es eben gediegen. Es stehen auch nur zwei Motoren zur Auswahl: Vollhybrid oder Turbo-Benziner. Man erfüllt die Erwartungen der Käufer, darüber muss man nicht gehen. Fair enough!

Innen mehr als Hui

Beim Herumkurven in den Vororten Roms zeigt sich am Navigationssystem einige Mängel. Trotz gewachsenem Display, das von sieben auf 10,3 Zoll vergrößert wurde, weiß man nie genau, wann man abbiegen muss. Und das lag nicht nur an der Blendung durch die Sonne. Stark: die integrierte Sitzkühlung. Für den nächsten Sommer sehr brauchbar. Die Systemeinstellungen am Multifunktionslenkrad sind allerdings Übungssache.

Dafür glänzt der Lexus IS mit schönen Details, wie zum Beispiel die beleuchtete analoge Uhr am Armaturenbrett. Sämtliche Bedienelemente für die Audio- und Klimatisierungsanlage wurden zu einer Einheit in der Mittelkonsole zusammengefasst, deren matte Oberflächen für eine besonders hochwertige Anmutung sorgen. Repräsentativ für die Takumi Handwerkskunst, die in jedem Lexus Anwendung findet, steht die neue Ziernaht der Verkleidung des Kombinationsinstruments sowie die überarbeiteten Drehzahl- und Geschwindigkeitsanzeigen, die sich beim Umschalten der Modi auf schicke Weise präsentieren. Neue, geformte Getränkehalter und eine lederbezogene Handauflage für das Remote-Touch runden das hochwertige Anbiete im Interieur ab. Erstmals ist der IS auch mit lasergravierten Holz-Applikationen erhältlich. Hochqualifizierte Spezialisten von Yamaha Fine Technologies haben sie speziell für Lexus gefertigt. Sie entstanden in der gleichen Fertigungstechnik, die auch bei einigen der edlen Pianos angewendet werden. Will man das Interieur im sportlicheren Design, muss man sich die F Sport Variante gönnen.

Mit dunklem Chromfinish und exklusivem „F“ Rautenmuster betont der neue Diabolo Kühlergrill die Sportlichkeit der IS F Sport Modelle. Im unteren Teil des Kühlergrills sind seitliche Lufteinlässe integriert, die den Luftstrom optimieren und zu den Bremsen leiten. Die F Sport Varianten rollen serienmäßig auf 18-Zoll Leichtmetallrädern im Mehrspeichen-Design. Im Innenraum zählen ein dreispeichiges F Sport Lenkrad, Sportsitze, Instrumente im Stil des LFA, spezielle Aluminium-Applikationen im Naguri-Design und eine Aluminium-Pedalerie zu den besonderen Details. Ein adaptiv variables Fahrwerk und eine darauf abgestimmte Lenkung runden das Ganze ab. Alle neuen IS Modelle sind mit einem Multimediasystem mit USB- und Aux-Anschluss sowie Bluetooth ausgestattet. Ein optionales Mark Levinson® Premium Surround System mit 15 Lautsprechern soll für ein Klangerlebnis wie in einem echten Konzertsaal sorgen. Darüber wann genau aber z.B. die mobile Konnektivität kommt, konnte keine Aussage getroffen werden.

Sicher ist sicher

Sicherheit ist bei den Japanern ein großes Thema. Der neue IS verfügt über die moderne Sicherheitstechnik des Lexus Safety System+. Die Notbremsfunktion erkennt Fußgänger, der Spurhalteassistent lenkt selbstständig, Toter-Winkel-Warner, Abstandsradar und Querverkehrwarner sind auch erhältlich. Darüber dass einige der Sicherheitsfeatures, die es in anderen Fahrzeugen im selben Segment bereits serienmäßig gibt, aber erst ab einer höheren Ausstattungsvariante zu haben sind, wird ebenfalls die Schulter gezuckt. Trotzdem: Alle IS Modelle sind serienmäßig mit acht Airbags ausgestattet. Sensoren messen die Wucht eines Aufpralls und regeln den entsprechenden Fülldruck der Airbags.

Fazit

Der Lexus IS Facelift hat es geschafft, sein Image aufzupolieren. Er wirkt sportlicher, reifer, moderner, ohne den herausragenden Komfort zu verlieren, für den Lexus bekannt ist. Agilität und mehr Fahrdynamik lassen sich durchaus spüren, doch wäre ein bisschen mehr „Banzai“ wünschenswert gewesen. Bei seinen Bestandskunden sollte er dennoch Punkten und die schon im letzten Jahr erreichte Marke von einer Million verkauften Einheiten weltweit noch weiter toppen. Wir sind gespannt, wie sich die Marke weiter entwickeln wird. Mit dem Lexus IS geht, pardon, fährt sie definitiv in die richtige Richtung. Bereits ab dem 21.01. ist das gute Stück ab 38.500 Euro zu haben.

Fahrbericht: Simone Amores

Fotos: Simone Amores / Lexus

Der „neue“ Golf – die wichtigsten Fakten in diesem Artikel

Der neue VW Golf – Die wichtigsten Fakten

Golf. Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Dazwischen gibt es nur wenig. Mit dem neuen Facelift des VW Golf 7 versucht Volkswagen die erste Gruppe ein wenig mehr auszuweiten. Auch wenn der Golf schon den Status „Beliebtestes Auto Deutschlands“ inne hat, müssen die Wolfsburger natürlich trotzdem hier und da ein bisschen aufmotzen, um weiterhin an der Spitze der Konkurrenz zu bleiben. Doch was hat sich am neuen Golf 7 Facelift, der im Frühjahr Marktstart feiert, eigentlich geändert?

Auf den ersten Blick: nicht viel. Auf den zweiten: so einiges. Volkswagen geht mit der Neuerung eher behutsam um, um die Fans wohl möglich nicht zu sehr abzuschrecken. Optisch bleibt sich der Golf 7 Facelift treu. Hier gibt es außer neuen Farben und Rädern für den Drei- und Fünftürer noch ein bisschen etwas Neues an der Karosserie. Zum einen wartet sowohl die Front- als auch die Heckpartie mit neuen Stoßfängern auf. Besonders vorn lässt sich das Update an den neu gestalteten Kühlöffnungen erkennen.

Hinten zeigen die serienmäßigen Voll-LED-Rückleuchten das neue Outfit und für die ganz harten Golf-Fans gibt es sogar noch animierte Blinker in der Topversion. Neu entwickelte LED-Scheinwerfer lösen im Golf und im Golf Variant alle Xenon-Scheinwerfer ab, allerdings nur als Extra in der Sonderausstattungslinie. Diese waren bislang ausschließlich dem Golf GTE und dem e-Golf vorbehalten. Nun kommen endlich auch alle anderen Golf-Fahrer in den Genuss, wenn sie sich dafür entscheiden. Denn in der Basis-Ausstattung ist der Golf nach wie vor mit Halogenlampen unterwegs. Hier allerdings inklusive LED-Tagfahrlicht.

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So wenig auffällig die äußerlichen Veränderungen im Golf 7 Facelift auch sind, zeigt der Liebling aller Deutschen unter der Haube und im Interieur jede Menge Neuheiten. In Zukunft kann der Kunde zwischen verschiedenen Display-Größen wählen. Zur Auswahl: 5, 6 , 8 oder 9,2 Zoll-Screens in der Mittelkonsole. Hier wird das Infotainmentsystem „Discovery Pro“ mit Gestensteuerung bedient. Premiere in der Kompaktklasse. Zudem wurden die Online-Services erweitert. Für alle Modelle mit Navigationssystem gibt es nun „Guide & Inform“ sowie „Security & Service“, die vor Staus warnen und in Notsituationen unterstützen.

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Noch mehr Digitialisierung bringt das 12,3 Zoll große „Active Info Display“, das auf Wunsch das analoge Tacho ersetzt und individuell konfigurierbar ist. Dazu kommen ein DVD-Laufwerk, zwei USB-Schnittstellen und SD-Kartenleser, AUX-Anschluss, eine SSD-Festplatte mit zehn Gigabyte Speicher sowie die komplette Range der Medienwiedergabe-Möglichkeiten. Frische Akzente im Inneren sowie neue Dekorblenden und Sitzbezüge modernisieren den Kompakten weiter. Unter der Haube geht das Facelift dann erst richtig los. Zwei neue Triebwerke stehen zur Auswahl, die die Wolfsburger überarbeitet haben.

Als erstes geht ein neuentwickelter 1,5-Liter-Turbobenziner mit vier Zylindern, 150 PS und 250 Newtonmetern maximalem Drehmoment an den Start. Dank Direkteinspritzer und variabler Zylinderabschaltung kommt er damit auf einen Kraftstoffverbrauch von 4,9 Liter auf 100 Kilometern (NEFZ). Etwas später im Jahr kommt dann auch das gleiche Triebwerk als Blue-Motion-Version mit 130 PS, das den Verbrauch um weitere 0,3 Liter reduziert. Übertragen wird die Kraft mittels neuentwickeltem 7-Gang-DSG, das im Golf 7 nach und nach alle bisherigen 6-Gang-DSG ablösen wird. Ein Motor-Update bekommt auch das Facelift des Golf GTI, der jetzt mit 230 PS bzw. 245 PS in der Performance-Version aufwartet.

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Zur Präsentation des VW Golf 7 Facelift werden neben dem klassischen Drei- und Fünftürer auch gleich der GTI, GTE und den Variant gezeigt. Zu den Preisen gibt es bislang noch keine Infos. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass sie trotz aller Neuerungen stabil bleiben.

 

BMW eDrive Technologie made in Dingolfing

Zwischen Regensburg, Passau und Freising liegt die kleine, verschlafene Stadt Dingolfing. Neben ihrem Dasein als Kreisstadt des niederbayerischen Landkreises Dingolfing-Landau dient sie auch als Sitz des BMW Group Werks für Elektromotoren und Hochvoltspeicher. Damit stehen die Dingolfinger stets unter Strom und produzieren mit langjähriger Erfahrung und speziell qualifizierten Mitarbeiten Hochvoltspeicher für BMW Active E, BMW 3er ActiveHybrid, BMW 5er ActiveHybrid und BMW 7er ActiveHybrid.

Mit der Markteinführung der ersten Plug-in-Hybrid Modelle der BMW Kernbaureihen erreicht die Fertigung von BMW eDrive Komponenten eine neue Dimension. Die im Heck eingebauten Elektromotoren und alle Hochvoltspeicher für diese Fahrzeuge stammen aus Dingolfing. Insgesamt hat die BMW Group am Standort in den zurückliegenden Jahren mehr als 100 Millionen Euro in den Schwerpunkt Elektromobilität investiert und so dessen Zukunftsfähigkeit und die dortigen Arbeitsplätze gestärkt. Eine gute Investition, finden auch die Dingolfinger, denn hier werden auch hochqualifizierte Mitarbeiter gesucht und gefördert. Die Zahl der Mitarbeiter in der Komponenten-Fertigung für Plug-in Hybrid Fahrzeuge soll mittelfristig von derzeit rund 100 auf mehr als 200 wachsen.

BMWW Batterietechnik 019 Wissen Elektro Batterie Garching

Innovation und Zukunftsfähigkeit sollen in dem Werk das Aushängeschild sein. Ein markenübergreifender Knowhow-Transfer entspricht dem ganzheitlichen Konzept, das die BMW Group bei der Elektromobilität verfolgt. Ganz besonders auf ‚Inhouse‘-Entwicklungen wie die für das Fahrerlebnis entscheidenden Komponenten der elektrifizierten Antriebe sind die Dingolfinger stolz. Neben den Elektromotoren und den Hochvoltspeichern gilt dies auch für die Leistungselektronik und das Bordnetz – als Basis für das intelligente Energiemanagement. Mit der Entscheidung für eine eigenständige Entwicklung und Fertigung von eDrive Technologie hat sich die BMW Group eine im Wettbewerbsvergleich einzigartige Systemkompetenz gesichert. In einer neu errichteten Halle steht eine Fläche von rund 6 000 Quadratmetern für die zentrale Produktion von eDrive Komponenten im Produktionsnetzwerk zur Verfügung. Dabei kennzeichnet auch Flexibilität das Portfolio der eDrive Komponenten in dem Werk. Die Kombination aus Standardisierung und Flexibilität ermöglicht es, die Anforderungen aktueller und künftiger Fahrzeuge mit rein elektrischem beziehungsweise Plug-in-Hybrid Antrieb abzudecken.

Damit steht fest, dass Elektromotoren aus Dingolfing für spezifische Technologien und innovative Fertigung für ein charakteristische Elektrofahrerlebnis stehen.

smart times 2016: Eine Knutschkugel dreht durch

Was ist klein, rund und flitzt gern umher? Richtig: der smart.

Am letzten Wochenende zeigte seine Fan-Gemeinschaft eindrucksvoll, wie viel Vielfalt in ihm steckt. Ob Roadster,Coupé oder Cabrio, ob Benziner, Diesel oder mit E-Antrieb, ob Zwei- oder Viersitzer,Sonder- oder Serienmodell: Vom 26. bis 27. August 2016 feierte die weltweite smart Fangemeinde bereits zum 16. Mal ihre Kultmarke. Dieses Mal fand das Treffen in Hamburg statt und verwandelte das Gelände des Großmarkts dabei in ein Festival des urbanen Lifestyles – mit Musik, Streetfood, smart Flohmarkt, einem Fahrzeug-Parcours und einem Besuch der beiden Beachvolleyball-Goldmädels Laura Ludwig und Kira Walkenhorst.

Dabei zeigte sich besonders wie viele Gesichter der smart in Wirklichkeit hat. Vom smart als „Papa-Mobil“ über den Stadtflitzer in knalligem Pink oder in Holzoptik bis hin zum rassigen Renn- und zum vielseitigen Gelände-smart zeigten 2.053 Fahrzeuge vor Ort eindrucksvoll die schier unendlichen Möglichkeiten zur Individualisierung des Kultautos.

Der Höhepunkt war die traditionelle Schlussparade bei der 1.635 smart Fahrzeuge in einem Korso durch die Straßen der Hansestadt fuhren. Ein neuer Rekord der smart times. Geschlagen wurde damit der bisherige Höchststand von 1.427 Fahrzeugen in Cascais, Portugal vor zwei Jahren. Die Chance auf neue Rekorde hat im nächsten Jahr die spanische Stadt Salou : denn dort wird die smart times 2017 ihre Pforten für die smart Community öffnen.

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Alles Fotos: Martin Baitinger – smartpit.de

BMW iPerformance: Das beste aus zwei Welten

Im 21. Jahrhundert werden an Automobile in einem noch nie dagelegenen Umfang Anforderung an Nachhaltigkeit gestellt. Je früher die Hersteller mit der Umsetzung beginnen, desto besser. Mit einem guten Beispiel voran geht die BMW Group. Schon bereits im Jahr 2000 hat das Unternehmen eine Entwicklungsstrategie ins Leben gerufen, die eine kontinuierliche Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen in den Mittelpunkt stellt. Efficient Dynamics beeinflusst seitdem nahezu jeden Bereich der Fahrzeugentwicklung bei der BMW Group, die daraus resultierenden Innovationen gewinnen beständig an Umfang und Vielfalt. Verbrennungsmotoren mit gesteigertem Wirkungsgrad, BMW eDrive Technologie zur Elektrifizierung des Antriebs, BMW Efficient Lightweight, optimierte Aerodynamik-Eigenschaften und intelligentes Energiemanagement sorgen für niedrigere CO2-Werte und natürlich mehr Fahrfreude denn je.

Test Fahrbericht 073 BMW 740 Le xDrive
Dieser ganzheitliche Ansatz verhilft BMW i Automobilen zu einer herausragend günstigen Ökobilanz über die gesamte Lebensdauer hinweg. Mit speziell für die Elektromobilität konzipierten Services von BMW ConnectedDrive, den Angeboten von 360° ELECTRIC für komfortables Aufladen sowie mit wegweisenden Mobilitätsdienstleistungen wird BMW i zu einem Schrittmacher für nachhaltige individuelle Mobilität. Die BMW Group hat ihr im Automobilbereich führendes Knowhow auch auf dem Gebiet der CFK-Nutzung im Rahmen von BMW i nochmals erweitert und verwendet im neuen BMW 7er erstmals industriell hergestelltes CFK im Verbund mit Stahl und Aluminium. Optional können die Luxuslimousinen außerdem mit dem BMW Laserlicht ausgestattet werden, das zuvor im BMW i8 erstmals für ein Serienautomobil angeboten wurde.

Test Fahrbericht 050 BMW 740 Le xDrive
Besonders deutlich wird der Technologietransfer von BMW i mit der Einführung der ersten Plug-in-Hybrid-Modelle der Marke BMW. Gleich in vier Segmenten stehen von Sommer 2016 an BMW iPerformance Modelle zur Auswahl, bei denen BMW eDrive Technologie nicht nur für signifikant optimierte Effizienz sorgt, sondern auch rein elektrische, lokal emissionsfreie Mobilität und ein intensives, von besonders spontaner Kraftentfaltung gekennzeichnetes Hybrid-Fahrerlebnis ermöglicht. Im Schnittpunkt der Marken BMW und BMW i vereinen sie das Beste aus beiden Welten: Ihr Plugin-Hybrid-Antrieb besteht aus Verbrennungsmotoren mit BMW TwinPower Turbo Technologie, einem 8-Gang Steptronic Getriebe und der im Rahmen von BMW i entwickelten BMW eDrive Technologie. Diese Technologie kommt auch in der BMW 7er Reihe zum Einsatz. Das bedeutet in Zukunft: Luxus, Fahrfreude und Nachhaltigkeit auf höchstem Niveau. Da kommt Freude auf!

Unter Strom – Batterietechnik bei BMW

Elektromobilität ist derzeit das ganz große Thema. Diesem nicht 100% Aufmerksamkeit zu widmen wird sich bald als Kardinalsfehler herausstellen. Auch die BMW Group setzt sich hier gänzlich neue Ziele, will neue Kernkompetenzen erarbeiten.

Dabei sind Reichweite im elektrischen Fahrbetrieb, Ladezeit, Fahrleistung, Zuverlässigkeit und Lebensdauer, Sicherheit und Kosten nur einige Eigenschaften, die im wesentlichen die kundenrelevanten Kriterien bestimmen. Die Elektromotoren und das intelligente Energiemanagement sind neben den Hochvoltbatterien Bestandteil der BMW eDrive Technologie für BMW i und BMW iPerformance Modelle, die für den Markenerfolg im Bereich der Elektromobilität sorgen.

BMWW Batterietechnik 008 Wissen Elektro Batterie Garching

Hier wird neben dem Potenzial für eine besonders umfassende Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen natürlich auch an das charakteristische Fahrerlebnis und den sportlichen Fahrspaß gedacht. Die Hochvoltbatterien der BMW Group orientieren sich an den hohen Anforderungen beim Einsatz und weisen auch auf längeren Fahrstrecken eine sehr gute Zuverlässigkeit und Performance auf. Nur bei niedrigen Temperaturen gerät diese ein wenig an ihre Grenzen, trotzdem ist die Temperaturabhängigkeit der Batterieleistung erheblich geringer ausgeprägt als im Wettbewerbsvergleich. So die selbstsicheren Aussagen der Münchnern, die in Garching im Süden Bayerns, ein Kompetenzzentrum errichten.

BMWW Batterietechnik 031 Wissen Elektro Batterie Garching

Die von der BMW Group eingesetzten Hochvoltspeicher werden auf eine besonders lange Lebensdauer hin entwickelt und von BMW mit acht Jahren Garantie bedacht. Für die aktuellen BMW i Modelle sowie die Plug-in-Hybrid Fahrzeuge stellt BMW sicher, dass diesen zu jeder Zeit die bestmögliche Zelltechnologie – zu betriebswirtschaftlich sinnvollen Konditionen – zur Verfügung steht. Dafür führt die BMW Group in einem internationalen Netzwerk umfangreiche Forschungsarbeiten auf allen Gebieten der Batterietechnologie durch. Diese läuft entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zur Materialentwicklung. Nur so wird ermöglicht, dass BMW besonders gezielt an Innovationen arbeiten kann und sicher stellt, dass in den BMW i und BMW i Performance Automobilen entsprechend dem Premium Anspruch der BMW Group auch in Zukunft die bestmögliche Batterietechnologie eingesetzt wird.

Mehr ist mehr: der neue BMW 3er Gran Turismo

Es ist ein Coupé. Nein, es ist eine Oberklassenlimousine. Nein, es ist ein Kombi. Ja, was denn nun? Es ist der BMW 3er Gran Turismo. Dieses Fahrzeug vereint das Beste aus allen. Innerhalb von drei Jahren hat er sich zu einer festen Größe in der Mittelklasse entwickelt und das zeigt sich auch in den verschiedenen Verkaufsmärkten. Nun zeigt sich BMW mit dem neuen Modell deutlich sportlicher und die Motorenpalette aus drei Benzinern und fünf Dieselaggregaten bietet spürbar  mehr Leistung. Alle werden per Turbo aufgeladen und sind dabei bis zu 14 Prozent verbrauchsgünstiger. Im Inneren überzeugt der neue BMW 3er Gran Turismo durch höherwertige Materialien, die aus der Oberklasse stammende neue Benutzeroberfläche des Navigationssystems Professional oder eine noch bessere Anbindung von Smartphones.
Mit dem Plus von 200 mm an Länge, gegenüber der Limousine, streckt sich der GT beinah in die Riege der Oberklassen-Limousinen. Dieser Eindruck wird auch durch das neue Design an Front und Heck verstärkt. Deutlich dynamischer zeigen sich auch die neuen serienmäßigen LED-Scheinwerfer für Abblend- und Fernlicht sowie die LED-Nebelscheinwerfer. Das Fahrzeug steht optisch breiter auf der Straße. Auch die Heckansicht präsentiert sich mit veränderten LED-Rückleuchten und schwungvoller definierter Linienführung kraftvoller. Auch im Interieur zeigen sich deutliche Veränderungen: Mehr Chrom rund um die Bedienelemente im Innenraum, neue Dekorhölzer, Farben und Lederausstattungen steigern die Wertigkeit; Haptik und Ergonomie wurden nochmals verbessert. Sportlichkeit gepaart mit der Eleganz eines Coupés, Bequemlichkeit dank vier Türen, eine um 59 Millimeter erhöhte Sitzposition mit hervorragendem Rundumblick und ein grosszügiger Raumeindruck wissen zu überzeugen. Hinzu kommt unter der großen Heckklappe ein Kofferraum, der 520 bis 1.600 Liter Volumen bietet und sehr variabel ist.

Erste Fahrt 034 BMW 340i GT Gran Turismo
Sportlichkeit, Agilität und hohe Wirtschaftlichkeit: das macht die neue Motorengeneration im BMW 3er Gran Turismo aus. Drei komplett neue Benzintriebwerke von 135 kW/184 PS bis 240 kW/326 PS und fünf Dieselaggregate von 110 kW/150 PS bis 230 kW/313 PS stehen zur Verfügung, mit

klassischem Heck- oder Allradantrieb BMW xDrive, mit Handschalt- oder Automatikgetriebe Steptronic. Alle Vier- und Sechszylinder-Benziner sowie die Vierzylinder-Diesel stammen aus der neu entwickelten, modular aufgebauten BMW EfficientDynamics Motorenfamilie. Trotz gesteigerter Leistungswerte können beachtliche Effizienzgewinne erzielt werden: Sie reichen von 4,5 Prozent weniger Verbrauch und CO2-Emissionen beim BMW 318d Gran Turismo bis zu 13,8 Prozent beim BMW 320d Gran Turismo.
Der geneigte Käufer hat drei Ausstattungslinien zur Wahl: Sport Line, Luxury Line oder M Sport. Wie die Namen schon sagen, steht die Sportlichkeit an erster Stelle und das sieht man auf den ersten Blick.

Erste Fahrt 006 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 011 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 021 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 026 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 030 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 025 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 033 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 035 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 036 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 037 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 042 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 046 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 049 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 055 BMW 340i GT Gran Turismo Erste Fahrt 053 BMW 340i GT Gran Turismo

BMW: Neue Generation der „Efficient Dynamics Motorenfamilie“

Niedrige Verbrauchs- und Emissionswerte wollen alle erreichen. Mit der Einführung der aktuellen Efficient Dynamics Motorenfamilie hat BMW es nun geschafft über alle Fahrzeugsegmente hinweg eine außergewöhnlich günstige Relation zwischen diesen Werten und der Fahrleistung eines Fahrzeugs zu erreichen. Die überarbeiteten Benzin- und Dieselmotoren mit drei und vier Zylindern sollen nun beweisen, dass man durch konsequente Weiterentwicklung auch Maßstäbe setzen kann.

BMW Innovationen 016 efficient dynamics motoren

Erstmals wurde die BMW TwinPower Turbo Technologie zum gemeinsamen Merkmal aller Benzin- und Dieselmotoren. So entstanden sowohl in der Entwicklung als auch in der Fertigung der Motoren maßgebliche Synergieeffekte, die neben der ökologischen auch der ökonomischen Nachhaltigkeit dienen. Neben der Weiterentwicklung der Efficient Dynamics Motorenfamilie und die erneute Reduzierung der Verbrauchs- und Emissionswerte steht die gleichzeitige Optimierung der Leistungscharakteristik. Laufkultur und Akustikkomfort stehen dabei neben der Reduzierung des Gewichtes an erste Stelle. Bei den Benzinern setzt sich die BMW TwinPower Turbo Technologie  aus einem Aufladesystem, einer Benzin-Direkteinspritzung, der variablen Steuerung des Hubs der Einlassventile und der stufenlosen Verstellung der Öffnungszeiten für Auslass- und Einlassventile zusammen. So werden Verbrauch und Emissionen werden nochmals um bis zu 5 Prozent reduziert, die Leistung und das maximale Drehmoment der Antriebseinheiten steigen um jeweils 5 kW/7 PS beziehungsweise 20 Newtonmeter an.

Die BMW TwinPower Turbo Technologie für Dieselmotoren besteht aus einem Aufladesystem mit einem oder mehreren Turboladern und der Common-Rail-Direkteinspritzung. Diese beiden zentralen Komponenten werden für die überarbeiteten Antriebe maßgeblich weiterentwickelt. Durchschnittlich verbrauchen diese um bis zu 5 Prozent weniger Kraftstoff und emittieren daher auch um bis zu 5 Prozent weniger CO2. Um noch spontanere Reaktionen auf Gaspedalbewegungen zu gewährleisten und zugleich den Wirkungsgrad der Antriebseinheiten zu steigern, werden die Turbosysteme aller Vierzylinder-Dieselmotoren künftig als Stufenaufladung ausgeführt. Ein weiterentwickelter Ölkreislauf mit schaltbarer und damit bedarfsgerecht arbeitender Kolbenkühlung und ein modifizierter Riementrieb für die Nebenaggregate sind weitere Neuerungen, die zur Steigerung des Wirkungsgrads beitragen. Die Akustikeigenschaften der Vierzylinder-Dieselmotoren werden außerdem mithilfe einer neuen Verspanntechnik für die Ausgleichswellen weiter optimiert.

Gemeinsam mit dem optimierten Verbrennungsverhalten und allen weiteren Maßnahmen zur Abgasreinigung wird garantiert, dass auch in der kommenden Generation der Efficient Dynamics Motorenfamilie alle Antriebsvarianten weltweit sowohl aktuelle als auch künftige gesetzliche Bestimmungen zur Emissionsminderung erfüllen.

BMW i: Mobilität der Zukunft schon heute?

Die BMW Group gestaltet die Mobilität der Zukunft und entwickelt dafür Fahrzeuge, Mobilitätsdienstleistungen und Produktionsverfahren, bei denen zahlreiche Innovationen die Fahrfreude ins 21. Jahrhundert übertragen und zugleich Nachhaltigkeit zum prägenden Faktor eines neuen Verständnisses von Premium-Charakteristik machen. Sie weisen den Weg in eine neue Ära der individuellen Mobilität, indem sie lokal emissionsfreie Fortbewegung mit einem hochwertigen und emotionalen Fahrerlebnis kombinieren.

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i3 und i8

Mit dem für rein elektrische Mobilität im urbanen Umfeld konzipierten BMW i3 und dem Plug-in- Hybrid-Sportwagen BMW i8 werden weltweit Maßstäbe für nachhaltige Fahrfreude im Premium-Segment gesetzt. Beide Modelle faszinieren mit progressivem Design, fortschrittlicher Antriebstechnik, intelligentem Leichtbau, innovativer Vernetzung sowie mit Ressourcen schonender Materialauswahl und Fertigungsweise. Gleich zwei Gründe, BMW i zu der am häufigsten ausgezeichneten Marke werden zu lassen. Seit seiner Markteinführung im Jahr 2013 ist der BMW i3 weltweit das erfolgreichste Elektrofahrzeug im Premium-Kompaktsegment. Auch der BMW i8 wurde seit seiner Markteinführung häufiger verkauft als alle weiteren auf dem Markt angebotenen Plug-in-Hybrid-Sportwagen zusammen. Eine Gemeinsamkeit der beiden BMW i Modelle ist ihre hohe Eroberungsrate. Weltweit sind rund 80 Prozent aller Käufer, die sich für einen BMW i3 entscheiden, Neukunden für die BMW Group.

BMW i3 (94 AH) 100

ParkNow, ChargeNow, DriveNow

Mit speziell auf die Elektromobilität zugeschnittenen Services von BMW ConnectedDrive sowie mit modernen Mobilitätsdienstleistungen wie ParkNow und ChargeNow demonstriert BMW i, wie sich mit Hilfe von intelligenter Vernetzung der Komfort und die Alltagstauglichkeit einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten individuellen Mobilität optimieren lassen. Sowohl im Bereich der BMW eDrive Technologie mit Elektromotoren, Hochvoltbatterien und intelligentem Energiemanagement als auch auf dem Gebiet der CFK-Nutzung verfügt die BMW Group über eine weltweit einzigartige Entwicklungs- und Fertigungskompetenz. Sie schafft die Voraussetzung für eine schnelle und effiziente Übertragung der Innovationen von BMW i auf weitere Modelle und Marken der BMW Group. Damit erweitert BMW nicht nur die Modellpalette des weltweit meistverkauften Premium-Elektrofahrzeugs, dem BMW i3, in seinem Segment auf vier Versionen, sie treiben auch die Weiterentwicklung von intelligenten Mischbaukonzepten voran. Als Vorreiter für weitere Mobilitätsdienstleistungen in den Bereichen Laden, Parken und autonomes Fahren ein starkes Stück mit Vorreiter-Potenzial und eine Grundsteinlegung für die Mobilität der Zukunft.

BMW Connected: Individuell auf die Strasse gebracht

Digitale Vernetzung ist im Bereich der Mobilität ein ganz großes Thema. Schon seit Jahren vernetzt BMW mit ConnectedDrive Fahrer und Fahrzeuge miteinander und bringt nun im August diesen Jahres den nächsten Schritt auf den Markt. Mit dem Launch von BMW Connected stellt BMW nun ein ganzheitliches digitales Konzept vor, das die individuelle Mobilität unterstützt und zwar nahtlos. Auf Basis einer flexiblen Plattform, der Open Mobility Cloud, wird so das Fahrzeug über mehrere Touchpoints wie iPhone und Apple Watch nahtlos in das digitale Leben des Nutzers eingebunden. Das beinhaltet im ersten Schritt beispielsweise digitale Angebote und Dienste, welche die tägliche Planung von Fahrten und Terminen vereinfachen soll. Stressfreies und pünktliches Ankommen soll hier das Ziel sein.

„In den nächsten Jahren wird die Digitalisierung die Nutzung des Fahrzeugs maßgeblich verändern: wir werden digitale Dienste erleben, die uns und unsere Welt vollständig miteinander vernetzen, unterwegs wie zu Hause. Das Fahrzeug wird zum Smart Device; intelligent vernetzt, nahtlos eingebunden und perfekt abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse jedes Nutzers. Diesen Anspruch zeigen wir mit der ersten Version von BMW Connected.“, erklärt Dieter May, Senior Vice President Digital Services und Business Models bei der BMW Group.

Vorerst wird der Dienst für Apple iPhone-Nutzer verfügbar gemacht. Diese können dann nach Registrierung direkt loslegen. Hier werden dann mobilitätsrelevante Informationen wie z.B. Adressen und Ankunftszeiten aus Kalendereinträgen und, basierend auf Echtzeit-Verkehrsinformationen, optimale Abfahrtszeiten angezeigt. Dabei können selbst interessante ‚Point of Interest‘ gespeichert und später in das BWM Navigationssystem integriert und abgerufen werden. Bei BMW Elektro- oder Hybrid-Fahrzeugen werden zudem relevante Daten wie Reichweite oder Akkuladestand in die Reiseplanung miteinbezogen. BMW Connected und die darin enthaltenen Funktionen werden stetig weiter entwickelt und an die Bedürfnisse der Kunden angepasst. Gleichzeitig werden die Funktionen bereits bestehender Apps von BMW ConnectedDrive, wie z.B. BMW Remote oder BMW Connected Classic, in der digitalen Erlebniswelt von BMW Connected zusammengeführt. Nach der Markteinführung ist BMW Connected im Apple App Store kostenlos zum Download verfügbar und kann in BMW Fahrzeugen mit der aktiven Sonderausstattung „ConnectedDrive Services“ genutzt werden.

BMW Connected 008 2016

Das Glück dieser Erde – Mitsubishi engagiert sich im Reitsport

Pferdestärken kann man auf vielfältige Weise genießen. Bei Mitsubishi befinden sich diese zumeist unter der Haube. Doch der japanische Hersteller schaut über den Tellerrand und engagiert sich auch dieses Jahr wieder aktiv im Reitsport. Der Start einer wunderbaren Partnerschaft fand bereits zu Anfang des Jahres auf dem CSI Schwerin und dem Signal Iduna Cup in Dortmund statt. Nun geht es zu Pfingsten in die nächste Runde und das Event wird von einem besonderen Anlass gekrönt. Das „Internationale Pfingstturnier“feiert vom 13. bis 16. Mai den 80. Geburtstag und ist damit genau so traditionsreich wie die SUV-Geschichte von Mitsubishi. Seit über 80 Jahren sind zuverlässige SUVs und Geländewagen fester Bestandteil der Mitsubishi DNA.

„Wiesbaden gehört zu den wichtigsten Turnieren in Deutschland, hat eine sehr hohe Zuschauerresonanz und eine einzigartige Arena’“, betont Jochen Kettner vom Vorstand des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs (WRFC). „Zudem sind wir mit unserer Tradition und dem immer festen Termin ein sehr verlässlicher Partner. Diese Werte passen zu Mitsubishi und wir freuen uns, Mitsubishi als Partner begrüßen zu können. Die Marke hat mit ihren Allrad- und Zugfahrzeugen eine breite Angebotspalette für Reiterfahrzeuge“.

Als einer der Höhepunkte winken dem Sieger des „Großen Preises der Landeshauptstadt Wiesbaden“ und der „Qatar Equestrian Federation“ ein Mitsubishi Outlander im Wert von über 30.000 Euro. Doch damit nicht genug. Bereits ein Wochenende darauf findet das Hardenberg Burgturnier am Fuße der historischen Burgruine statt. Unter dem Motto „Sehen, Hören, Staunen“ gibt es für den Sieger des Championates von Nörten-Hardenberg und für den Sieger des Großen Preises um die Goldene Peitsche gleich zwei ASX gewinnen.

Weitere Termine in denen Mitsubishi als offizieller Sponsor auftritt folgen dann im September und November auf dem Chiemsee Pferdefestival auf Gut Ising (1.– 4. und 6.–11. September) sowie der AGRAVIS-Cup in Oldenburg (24.–27. November). Neben einem VIP-Shuttleservice an allen Tagen, ist Mitsubishi ebenfalls mit einem großen Stand vor Ort und freut sich auf rege Besucher, die eventuell Interesse an der „Mitsubishi Reitsportförderung“ haben.


Titelfoto: Sportfotos-Lafrentz.de / Stefan Lafrentz

Sport: Oben ohne! Weltpremiere Mercedes-AMG C43 AMG

Lust auf ganzjähriges Frischluft-Feeling auf der Straße? Dann solltet ihr euch den neuesten Coup von Mercedes-AMG mal ganz genau anschauen. Mit dem C 43 4MATIC Cabriolet zaubern die Affalterbacher maximales Fahrvergnügen auf die Straßen und das oben ohne. Das Ganzjahres-Cabriolet kombiniert einen 367 PS starken 3,0-Liter-V6-Biturbomotor, ein schnell schaltendendes Automatikgetriebe 9G-TRONIC und ein serienmäßigen Allradantrieb AMG Performance 4MATIC unter einer formschönen Haube. Hoher Fahrspaß der sogar sparsam erfolgt. Nach NEFZ hält sich der Durst des Sportlers in Grenzen. Nur 8.3 Liter auf 100 km.

Oben-Ohne-Sportler – Der Mercedes-AMG C43 als Cabriolet

„Das AMG Produktportfolio wird auch in diesem Jahr weiter rasant wachsen. Die Welt der Driving Performance ist dabei vielfältiger denn je. Wir bleiben bei der Ausweitung unserer neuen Produktlinie weiter auf dem Gas und bieten mit dem C 43 4MATIC Cabriolet die nächste Alternative, um einer jüngeren Zielgruppe den Einstieg in die faszinierende AMG Welt zu ermöglichen“, so Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH. Eine Welt, die sich lohnt. In nur 4,8 Sekunden ist das gute Stück von Null auf 100 km/h. Wem da das Grinsen nicht sofort ins Gesicht springt, ist klinisch tot. Die heckbetonte Momentverteilung und die neu entwickelte Vorderachse sorgen zusammen mit der straffen Elastokinematik und der hochpräzisen Lenkung, dass sich das Grinsen dauerhaft einstellt.

Aber nicht nur unter der Haube kann sich das Mercedes-AMG C 43 4MATIC Cabriolet sehen lassen. Auch äußerlich ist er ein wahrer Augenschmaus. Man erkennt gleich die Familienzugehörigkeit und so manch neidischer Blick dürfte dem Besitzer sicher sein. Prägende Elemente sind natürlich das typische AMG Design sowie die spezifischen Leichtmetallräder. Sie unterstreichen die Progressivität und die Performance der Marke. Die Motorabdeckung mit rotem Aluminium-Einleger rücken die Stärken des neuen Biturbo-Sechszylinders ins rechte Licht. Sportlich markante Lufteinlässe, Rautengitter, Zierelemente in Silberchrom sowie eine Heckschürze mit Diffusoreinsatz in Iridiumsilber matt. Der Diamantgrill ist mit verchromten Pins, einer Lamelle in Hochglanzschwarz und dem AMG Schriftzug gestaltet. Darunter sorgt der Frontsplitter in Silberchrom für optimale Anströmung.

Viele optionale Extras wie beispielsweise das Night-Paket mit hochglanzschwarzen Highlights sorgen für gewünschte Individualität. Preise für das Wunderding sind noch nicht bekannt, sollten aber spätestens auf dem Genfer Autosalon enthüllt werden. Wir sind gespannt

C 43 4MATIC Cabriolet; Exterieur: Obsidianschwarz; Interieur: Leder schwarz, Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts/außerorts/kombiniert: 11,0/6,7/8,3 CO2-Emissionen kombiniert: 190 g/km Exterior: obsidian black; interior: leather black, Fuel consumption (l/100 km) urban/ex urban/combined: 11.0/6.7/8.3 combined CO2 emissions: 190 g/km
C 43 4MATIC Cabriolet
C 43 4MATIC Cabriolet; Exterieur: Obsidianschwarz; Interieur: Leder schwarz, Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts/außerorts/kombiniert: 11,0/6,7/8,3 CO2-Emissionen kombiniert: 190 g/km Exterior: obsidian black; interior: leather black, Fuel consumption (l/100 km) urban/ex urban/combined: 11.0/6.7/8.3 combined CO2 emissions: 190 g/km
C 43 4MATIC Cabriolet
C 43 4MATIC Cabriolet; Exterieur: Obsidianschwarz; Interieur: Leder schwarz, Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts/außerorts/kombiniert: 11,0/6,7/8,3 CO2-Emissionen kombiniert: 190 g/km Exterior: obsidian black; interior: leather black, Fuel consumption (l/100 km) urban/ex urban/combined: 11.0/6.7/8.3 combined CO2 emissions: 190 g/km
C 43 4MATIC Cabriolet
C 43 4MATIC Cabriolet; Exterieur: Obsidianschwarz; Interieur: Leder schwarz, Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts/außerorts/kombiniert: 11,0/6,7/8,3 CO2-Emissionen kombiniert: 190 g/km Exterior: obsidian black; interior: leather black, Fuel consumption (l/100 km) urban/ex urban/combined: 11.0/6.7/8.3 combined CO2 emissions: 190 g/km
C 43 4MATIC Cabriolet
C 43 4MATIC Cabriolet; Exterieur: Obsidianschwarz; Interieur: Leder schwarz, Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts/außerorts/kombiniert: 11,0/6,7/8,3 CO2-Emissionen kombiniert: 190 g/km Exterior: obsidian black; interior: leather black, Fuel consumption (l/100 km) urban/ex urban/combined: 11.0/6.7/8.3 combined CO2 emissions: 190 g/km
C 43 4MATIC Cabriolet

Weltpremiere: Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet

Unbegrenzte Öffnungszeiten – Das C-Klasse Cabriolet

Mit unbegrenzten Öffnungszeiten startet Mercedes-Benz die Cabrio-Saison 2016 bereits auf dem Genfer Autosalon im März. Bei der Erweiterung der Cabriolet-Palette auf Basis der C-Klasse, kombinieren die Stuttgarter modernen Luxus mit vielen hochwertigen Details ohne ihren jugendlichen Touch zu verlieren. Mit einigen optionalen Möglichkeiten bieten sie den interessierten Kunden eine breite Palette an Individualisierunglösungen an. Auf Wunsch kann das Cabrio mit dem automatischen Windschottsystem AIRCAP und der Kopfraumheizung AIRSCARF ausgerüstet werden. Das sorgt für außergewöhnlichen Komfort und erlaubt das Offenfahren an 365 Tagen im Jahr.

Mit effizienten Motoren zwischen 156 bis 367 PS sowie ein dynamisches Fahrwerk dürften auch sportlichere Fahrer auf ihre Kosten kommen. Eine Spur breiter und flacher sorgt das neue C-Klasse Cabrio von Mercedes-Benz auch für die nötige sportliche Nuance in der Erscheinung. Ein toller Hingucker.

„Unser neues C-Klasse Cabriolet ist der Einstieg in die Welt der Premium-Cabriolets bei Mercedes-Benz. In Charakter und Design sportlich und jugendlich geprägt, bietet es puren Open-Air-Fahrspaß rund ums Jahr“, sagt Prof. Dr. Thomas Weber, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung.

Eine markante Frontpartie mit Diamantgrill, LED High Performance-Scheinwerfer, eine lange Motorhaube und die hohe Bordkante unterstreichen das sportlich dynamische Erscheinungsbild. Ein straff gespanntes Stoffverdeck mit Glasscheibe geht harmonisch in das individuell gestaltete Heck über, das durch seine Breite und elegant-anmutige LED-Rückleuchten sportlich wirkt. Der Kofferraum mit einem Volumen von bis 360 Liter reicht für den Alltag aus. Selbst im geöffneten Zustand des Daches schafft der Sportler immer noch 285 Liter und bietet damit beste Voraussetzungen für die große Reise zu Zweit, oder eine ausgedehnte Shoppingtour.

Die Preise für das Mercedes C-Klasse Cabrio werden bei ca. 40.000 Euro beginnen.

Mercedes-Benz C 220d 4MATIC Cabriolet, Edition 1, Exterieur: designo selenitgrau magno, AMG Line; Interior: schwarz/nussbraun, Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts/außerorts/kombiniert: 5,4/3,9/4,5 CO2-Emissionen kombiniert: 116 g/km Exterior: designo selenite grey, AMG Line; interior: black/nut brown Fuel consumption (l/100 km) urban/ex urban/combined: 5.4/3.9/4.5 combined CO2 emissions: 116 g/km
Mercedes-Benz C 220d 4MATIC Cabriolet, Edition 1,

Mercedes-Benz C 220d 4MATIC Cabriolet, Edition 1, Exterieur: designo selenitgrau magno, AMG Line; Interior: schwarz/nussbraun, Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts/außerorts/kombiniert: 5,4/3,9/4,5 CO2-Emissionen kombiniert: 116 g/km Exterior: designo selenite grey, AMG Line; interior: black/nut brown Fuel consumption (l/100 km) urban/ex urban/combined: 5.4/3.9/4.5 combined CO2 emissions: 116 g/km
Mercedes-Benz C 220d 4MATIC Cabriolet, Edition 1,

Mercedes-Benz C 220d 4MATIC Cabriolet, Edition 1, Exterieur: designo selenitgrau magno, AMG Line; Interior: schwarz/nussbraun, Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts/außerorts/kombiniert: 5,4/3,9/4,5 CO2-Emissionen kombiniert: 116 g/km Exterior: designo selenite grey, AMG Line; interior: black/nut brown Fuel consumption (l/100 km) urban/ex urban/combined: 5.4/3.9/4.5 combined CO2 emissions: 116 g/km
Mercedes-Benz C 220d 4MATIC Cabriolet, Edition 1,

Fahrbericht: Peugeot 308 GTi Sport – Gut gebrüllt, Mieze!

Was zeichnet eigentlich einen Löwen aus? Dass er der König des Dschungels ist? Dass er gut brüllen kann und manchmal aber auch schnurren, wie ein Kätzchen? Oder dass er immer Herr der Lage ist? All diese Eigenschaften wollten sich die Franzosen bei ihrem neuen Spielzeug zu eigen machen. Der neue Peugeot 308 GTi Sport weiß zu überzeugen. Aber was für ein Tier in ihm steckt: Löwe oder doch nur Miezekätzchen, sollte sich bald zeigen. Auf Tour im leider verregneten Porto in Portugal, ging es bereits am Flughafen los. Keine gute Voraussetzungen bei Sturm und Regen, den neuesten Hot Hatchback von Peugeot zu testen. Das nimmt einem ja den ganzen Spaß, wenn man auf den Straßen acht geben muss, nicht ins Aquaplaning zu geraten. Doch es nützte ja nix, der kleine Kompakte wartete mit seinen 272 PS schon darauf, getestet zu werden.

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Achtung: Technische Raffinessen

Schon beim Einstiegen zeigt sich: Hier ist sportlicher Fahrspaß an der Tagesordnung. Die Power von 272 PS verteilt sich auf 1.205 Kilogramm. Diese Kraft wird von einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe und einem Torsen-Differential auf die Straße gebracht. 235/35 R19 Michelin Pilot Super Sport Reifen unterstützen dabei und vermitteln ein sicheres Gefühl, auch bei der regennassen Fahrbahn. Ein 1,6-Liter-Motor wurde direkt aus dem RCZ R in den GTi Sport verfrachtet und schlägt sogar den aktuell stärksten Golf GTI um 42 PS. Die exklusiven Sportsitze gibt es direkt ab Werk. Weiches Alcantara schmiegt sich an glattem Leder und rote Ziernähte vervollständigen den sportlichen Look, der sich auch im restlichen Fond wiederfindet. Auch LED-Scheinwerfer, Navi und Klimaanlage finden sich in der Serienausstattung wieder. Rot ist allgegenwärtig. Das sportliche Lederlenkrad ziert eine rote Markierung, die noch präziseres Fahren erlauben soll. Drückt man auf die „Spaßtaste“, wird es noch sportlicher. Die Armaturen leuchten, wie soll es anders sein, Rot auf und kündigen eine neue Fahrdimension an.

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Das Fahrwerk tut dabei sein übriges. Die Komponenten bestehen teilweise aus Aluminium, wie die Querlenker an der nach dem McPherson-Prinzip gebauten Vorderachse. Diese sorgen mit 1,67 Grad negativem Radsturz für besseres Einlenkverhalten und mehr Grip in Kurven. Na, das kann ja heiter werden, sprichwörtlich. Das erste Grinsen schleicht sich ins Gesicht. Ja, so kann es weiter gehen. Regen hin oder her. Ein sicheres Gefühl macht sich in der Magengegend breit, trotz Spaßtaste, die die Armaturen in einem gefährlichem Rot erstrahlen lässt. Die Gasannahme wird direkter und der sonst eher dezente Motorsound wird im Innenraum satter – verstärkt durch einen Soundgenerator. Oh? Also doch ein Miezekätzchen? Wenn dann aber ein gepimptes. Auch wenn der Sound nicht 100 prozentig echt ist und das kleine Fauchen mein Grinsen ein wenig schief werden lässt, macht der kleine Kompakte trotzdem viel Freude.

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Das volle Drehmoment von 330 Newtonmetern erreicht der Kleine bei ca. 2000 Umdrehungen. Fahrwerk und Aufhängung sind zwar rennsporttauglich modifiziert, doch auch auf holpriger Fahrbahn erweisen sie sich als gut austariert und nicht zu hart. Ein straßentauglicher Rennflitzer also. Die Fahrt geht als nächstes auf die Rennbahn. Ein paar Runden so richtig auf das Gaspedal drücken? Aber ja doch! Die regennasse Strecke flößt Respekt ein. Nach einer kurzen Einweisung geht es ans Steuer der eigens dafür abgestellten Fahrzeuge. Etwaige Kollateralschäden werden wohl mit eingeplant. Von Runde zu Runde steigert sich das Gefühl der Sicherheit. Ja, der Kleine kann was. Auch auf der Rennstrecke. Und auch wenn das Heck hier und da mal ein bisschen ausbricht, zu keinem Moment perlt der Angstschweiß auf der Stirn. Sicherheit wird bei den Franzosen eben groß geschrieben. Doch auch jedes Fahrzeug muss sich irgendwann dem Wetter ergeben, oder ist es der Fahrer? Der Regen fällt gnadenlos stärker und nach den ersten Runden wächst mein Respekt noch mehr. Vorsichtshalber lasse ich nochmal den Profi ran und fahre ein paar Runden mit einem Rennfahrer mit, der mir die wichtigsten Fakten und Tipps beim Fahren auf einer Rennstrecke mitgab. Und was soll ich sagen? Es hat viel Spaß gemacht und ich bin sicherlich um ein paar Tipps schlauer, doch paar Runden mehr und mein Magen hätte einen Rückwärtssalto gemacht. Nicht ganz ohne, so eine Rundfahrt mit einem, der weiß, wo es lang geht. Besonders in so einem kleinen Flitzer wie dem Peugeot 308 GTi Sport. Hut ab!

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Fazit:

Der Peugeot 308 GTi Sport lässt sich bequem durch (fast) alle Straßen manövrieren. Wer es wissen will, kann ihn auch mal über die Rennstrecke jagen, doch auf den Straßen dieser Welt fühlt er sich wohler. Da muss er sich auch mit seinem kleinen „Brüllen“ als gepimpte Miezekatze nicht unter Beweis stellen. Die komfortable Sitzgarnitur ist auch für längere Fahrten ausgelegt, was sowohl den Rücken als auch den Bobbes erfreuen dürfte. Im direkten Vergleich dürfte es der Hot Hatch aber schwer haben. Denn gerade Renault und SEAT haben hier ein paar Modelle am Start, die eine echte Konkurrenz darstellen dürften. Allein beim Preis dürfte Peugeot aber noch punkten. Ab 34.950 Euro soll er kosten und bietet sowohl als Alltagsbegleiter und als Gelegenheitssportler alles, was das Herz begehrt.

Text / Bilder: Simone Amores

Weitere Impressionen:

Nissan Juke-R: Geburtstagsgeschenk der Superlative

Der Nissan Juke feiert Geburtstag und warum sollte man sich dann nicht auch selbst beschenken? Gesagt, getan. Nissan präsentierte auf dem Goodwood Festival of Speed den Nissan Juke-R 2.0. Das PS-geladene Geburtstagsgeschenk ist in einem auffallenden Design verpackt und garantiert neben der Verschmelzung von kompaktem Crossover und Supersportwagen natürlich jede Menge Leistung und Fahrspaß.

Ein leistungsstarker Sechszylinder macht mächtig Dampf unter der Motorhaube des Nissan GT-R Nismo und schießt aus 3,8 Litern Hubraum brachiale 600 PS (441 kW) aus allen Rohren. Bei der ganzen Leistungssteigerung sind natürlich bestimmte Anpassungen von Nöten. Beispielsweise sind die Lufteinlässe im überarbeiteten Frontstoßfänger nun doppelt so groß als beim ersten Juke-R, um dem Triebwerk ausreichend Kühlung zu ermöglichen.

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Ein großer Heck-Diffusor aus Karbon und ein optisch an das widerstandsfähige Material angelehnter Dachheckspoiler, der durch speziell gestylte Auspuffschächte noch verstärkt wird, verleihen ihm einen noch sportlicheren Charakter. Dem Supersportler im Crossover-Format erinnert sich aber auch an seine Wurzeln und nicht alles wurde aufgemotzt. Die neuen Scheinwerfer mit Xenon-Licht und LED-Tagfahrleuchten sowie der modifizierten V-Kühlergrill sind noch immer die des Serien-Juke.

Nur noch heute kann man das Konzeptcar am dem Nissan Stand auf dem Goodwood Festival bewundern. Jann Mardenborough, Gewinner der Nissan GT Academy 2011 und Teilnehmer des diesjährigen 24-Stunden-Rennen von Le Mans, startete an allen drei Tagen beim legendären Bergrennen und zeigte, was der Nissan Juke-R 2.0 auch auf der Strecke drauf hat.

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„Der Juke-R hat sich zu dem Crossover-Supersportwagen schlechthin entwickelt. Ein Upgrade mit mehr Leistung und ansprechenderem Design war nach der Einführung der neuesten Juke Version im letzten Jahr nur logisch. Der Juke-R 2.0 ist ein Crossover im wahrsten Sinne des Wortes, er verbindet das Beste von Nissan: die Innovation der Crossover-Familie und die Kraft des Supersportwagens GT-R“, erläutert Gareth Dunsmore, General Manager Marketingkommunikation bei Nissan Europe.

In der Zukunft schaut Ford um die Ecke

Jeder kennt die Situation: Man möchte abbiegen und irgendein „Idiot“ hat einem die Sicht zugeparkt. Hier wird es dann nicht ganz ungefährlich, wenn man nicht einsehen kann, ob ein Fahrzeug naht und man gefahrlos in die Spur abbiegen kann. Genau aus diesem Grund hat Ford nun eine Frontkamera mit „Split View“-Technologie entwickelt.

Dieses kleine Hilfsgerät versteckt sich im Kühlergrill des Fahrzeugs und erfasst einen Bereich von 180 Grad vor der Fahrzeugfront – und das, noch bevor man die eigentliche Abbiegung einsehen kann. Die Kamera lässt sich ganz einfach per Knopfdruck einschalten und sie verfügt über eine Auflösung von einem Megapixel, sodass ein gutes Bild in Echtzeit übertragen wird. Dieses erscheint auf dem 8-Zoll-Farb-Touchscreen-Display im Armaturenträger. Durch diese innovative Technologie schafft es Ford, den Fahrern den Stress zu nehmen und die potenzielle Gefahrensituation zu entschärfen. Dabei können eventuelle Kollisionen sogar abgewendet werden. Die Kamera ist nur 33 Millimeter groß und wird von einer versenkbaren Waschdüse automatisch beim Einschalten der Scheibenwischer gereinigt.

Als erster Hersteller, der dieses Kamerasystem einführt, bietet Ford im neuen S-MAX und im neuen Ford Galaxy das Extra an Sicherheit ab Herbst diesen Jahres an. Der Preis wird ca. 900 Euro betragen, dann inklusive Rückfahrkamera und Park-Pilot-System vorn und hinten. Geplant ist die Einführung auch im Ford Edge, der ebenfalls im Verlauf diesen Jahres in Deutschland und Europa eingeführt wird.

„Wir haben alle schon Erfahrungen mit schlecht einsehbaren Kreuzungen gemacht. Für einige Autofahrer stellt sogar die Ausfahrt vom eigenen Grundstück oder aus der Garage eine echte Herausforderung dar“, so Ronny Hause, Engineer, Driver Assistance Electronic Systems, Ford of Europe, der gemeinsam mit seinen US-Kollegen an der Entwicklung dieses innovativen Kamerasystems gearbeitet hat. „Ähnlich wie bei den bewährten Rückfahrkameras werden sich die Menschen bald fragen, warum es diese Frontkamera nicht schon viel früher gegeben hat“.

„Eine schlecht einsehbare Abbiegung kann für Anfänger wie für erfahrene Fahrer ein heikles Manöver darstellen. Der bislang beste Lösungsansatz war, sich hinter dem Steuer so weit wie möglich nach vorne zu beugen, um sich nähernde Fahrzeuge früher zu erkennen oder zumindest akustisch wahrzunehmen“, sagte Keith Freeman, Verkehrsexperte aus Großbritannien und Trainer beim „Vorfahrt für Deine Zukunft“-Fahrsicherheitstraining von Ford. „Die Video-Technologie mit 180-Grad-Frontkamera schließt nun diese Sicherheitslücke und reduziert den Stress für Autofahrer spürbar“.

„Wir haben die 180-Grad-Frontkamera auf allen Arten von Straßen getestet, auch speziell im Hinblick auf Radfahrer und Fußgänger“, sagte Hause. „Das System meistert schwierige Lichtverhältnisse in Tunneln, engen Gassen, Garagen und kommt selbst mit direktem Sonnenlicht klar“.

Erhebungen des britischen Verkehrssicherheits-Instituts „SafetyNet“ haben gezeigt, dass sich rund 19 Prozent der Unfälle tatsächlich an Kreuzungen oder an eingeschränkt einsehbaren Stellen betragen. Das könnte mit der neuen Technologie von Ford nun endgültig der Vergangenheit angehören.

Kia holt den Sommer in die Städte – Kia on Tour

Auch wenn der Sommer auf sich warten lässt, so trotz Kia den frischen Temperaturen und nutz die Zeit, um seine aktuelle Modellpalette dort zu präsentieren, wo das Leben pulsiert – mitten in der Stadt. Die bundesweite Roadshow „Kia on Tour“ tourt vom 19. Juni bis zum 22. August durch ganz Deutschland und gastiert in elf Städten bei Marathonveranstaltungen, Open-Air-Festivals, Stadtfesten oder dort, wo sich viele Menschen aufhalten, wie bei der Shoppingtour.

Dabei stellt Kia nicht einfach nur Fahrzeuge hin. Von den zehn Autos am Kia-Stand dienen nur zwei als Ausstellungsstücke. Mit dem Rest darf der wohlgesonnene Interessent auch gern mal eine Runde drehen. Besonders Interessant dürften dabei die drei Neulinge dieses Jahres sein: die dritte Generation des SUV Kia Sorento sowie die überarbeiteten Versionen des B-Segment-Modells Kia Rio und des Kompakt-MPV Kia Venga. Der kompakte Kia-Bestseller cee’d und dessen 150 kW (204 PS) starke Sportversion cee’d GT, das kultig-kantige Crossover-Modell Kia Soul, der dynamische Kompakt-Van Kia Carens und der äußerst beliebte Kompakt-SUV Kia Sportage dienen als weitere Testfahrzeuge vor Ort.

„Diese Roadshow bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich quasi im Vorbeigehen einen Eindruck unserer aktuellen Modelle zu verschaffen“, so Axel Blazejak, Leiter Marketing von Kia Motors Deutschland. „Ein eindrucksvolles Beispiel für den klaren Qualitätskurs unserer Marke ist die dritte Modellgeneration des Kia Sorento, die in vieler Hinsicht Premium-Ansprüche erfüllt. Aber auch zwischen den Generationswechseln entwickeln wir unsere Modelle ständig weiter, beste Beispiele dafür sind der Kia Venga und der Kia Rio, die durch die Überarbeitung Anfang dieses Jahres erneut an Attraktivität gewonnen haben. Und zum Modelljahr 2016 gab es auch bei fast allen anderen Modellen wichtige Neuerungen, darunter die weitere Optimierung der Motoren und deren Umstellung auf die Abgasnorm Euro 6. Manche Vorzüge unserer Modelle – wie das herausragende, vielfach preisgekrönte Design – sieht man zwar schon auf den ersten Blick. Aber deren volle Qualität spürt man erst, wenn man am Steuer sitzt – und diese Chance möchten wir mit dieser Tour vielen Menschen geben.“

Gegen Vorlage des Führerscheins direkt am Roadshow-Stand darf man auf Probefahrt gehen. Wohin, ist jedem selbst überlassen. Maximal 30 Minuten dauert die Testfahrt, die von Kia-kompetenten Beifahrern begleitet werden, die während der Fahrt ausgefragt werden dürfen. Natürlich wird auch hier das branchenweit einzigartige 7-Jahre-Kia-Qualitätsversprechen nahe gebracht. Das beinhaltet standardmäßig die 7-Jahre-Kia-Herstel-lergarantie, die 7-Jahre-Kia-Mobilitätsgarantie und das 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update (bei werksseitig fest installierter Kartennavigation). Optional ist zudem bei teilnehmenden Händlern die 7-Jahre-Kia-Wartung erhältlich.

Wer keine Lust hat eine große Runde zu drehen, darf sich auch auf kleiner Spur beweisen. Auf einem RC Auto-Parcours ist Geschicklichkeit bei der Fernsteuerung von Modellautos gefragt. Wer daran teilnimmt, nimmt auch gleichzeitig an einem Gewinnspiel teil, bei dem neben Tagespreisen am Ende der Roadshow ein Hauptgewinn verlost wird: ein Wochenende mit dem neuen Kia Sorento inklusive 1.000 Freikilometern und einer Übernachtung für zwei Personen in einem Vier-Sterne-Hotel.

Die Stationen von „Kia on Tour“
Der Kia-Stand ist jeweils ab 11 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.

Fr-So 19.-21.06. Hamburg – hella Halbmarathon, am Tennisstadion (Hallerstraße)
Sa-So 27.-28.06. Düsseldorf T3 – Triathlon, am Rheinturm
Mi-Sa 01.-04.07. Oberhausen – Luise-Albertz-Platz (CentrO)
Fr-So 10.-12.07. Fürth – Fürth Festival, Kleine Freiheit
Do-Sa 16.-18.07. Osnabrück – Schlossgarten Open Air, Schlossgarten
Do-Sa 23.-25.07. Potsdam – Potsdamer Erlebnisnacht, Vorplatz Brandenburger Tor
Do-Sa 30.07.-01.08. Augsburg – Willy-Brandt-Platz
So 02.08. Regensburg – Regensburg Triathlon, Dultplatz
Do-Fr 06.-07.08. Magdeburg – Willy-Brandt-Platz
Do-Sa 13.-15.08. Mannheim – Kapuzinerplanken O6
Do-Sa 20.-22.08. Leipzig – Burgplatz

Fahrbericht Opel Karl 1.0 Ecotec

Ooooh Karl

Erste Fahrt im neuen Opel Karl

Karl Lagerfeld ist nicht gerade der Mann, den ich mir bei einem Tête à Tête wünschen würde. Es sei denn, es geht um die neueste Sommerkollektion, die er mir selbstverständlich gratis zur Verfügung stellen würde. Beim Opel Karl sieht das allerdings ganz anders aus. Hier kann man sich eigentlich ein tägliches Stelldichein gönnen. Denn der kleine Flitzer hat alles, was Frau (und auch gern Mann) braucht. Zumindest, wenn es Stadtmenschen sind. Angefangen hat alles anno dazumal, als Adam Opel seinen Sohn auf den Namen Georg Adolph Karl taufen ließ. Und wenn die Rüsselsheimer schon den alten Herren mit einem Auto ehren, wieso nicht auch gleich den Sprössling?

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Der kleine Karl ist ein ganz Großer und das trotz seiner Länge von gerade mal 3,68 Meter. Seiner Positionierung als geräumiger, vollwertiger Kleinstwagen mit Charakter und überzeugend günstiger Preisgestaltung für den Einstieg in die Opel-Welt wird er beim ersten Antesten definitiv gerecht. Wenn es auch hier und da ein wenig hakt. Beim Ladevolumen zum Beispiel. Da bietet der Karl nur 1.013 Liter. Überschaubar und doch ausreichend für den kleinen Einkauf am Wochenende. Dafür passen fünf Personen bequem rein, ohne sich die Knie zu quetschen. Bei Sitzriesen wird es natürlich wieder etwas schwieriger, aber diese würden dann wohl eher nicht zum kleinen Karlchen greifen.

Eine Ode an die Einfachheit

Alles ist an seinem Platz. Nichts wirkt überflüssig oder aufgesetzt. Der Opel Karl bietet in seinem Interieur eine überschaubare Anzahl an Funktionalität, die absolut ausreicht. Kein Knopf-Wirrwarr wie in manch anderem Opel. Simpel und Clean heißt die Devise. Dank Intelli-Link, das das Display des eigenen Handys widerspiegelt, wird auch die Navigation bedeutend einfacher. Auch wenn es hier immer noch einer guten Mobilfunk-Leitung bedarf. Für den Auslandseinsatz wohl eher unpraktisch, aber mit dem kleinen Karlchen möchte man auch eher in der heimischen Stadt herumfahren. Hier wiederum ist er ganz weit vorn, besonders, wenn man sich plötzlich in einer vollen Einkaufspassage wiederfindet. Zum Glück sind die Holländer entspannt und bestaunen den kleinen Flitzer eingehend, ehe sie ihn durchwinken. Das Navigationsgerät hat es zumindest gut gemeint. Die Aussicht konnte sich sehen lassen. Dank geschwindigkeitsabhängiger Servolenkung mit City-Modus war diese Herausforderung schnell gemeistert. Nur der Wendekreis lässt ein wenig zu wünschen übrig.

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Sollte aber doch mal ein Passant vor die kleine Stupsnase des Karl geraten, hilft der Opel Onstar Service, der 24/7 an jedem Tag im Jahr Bereitschaftsdienst hat, gern aus. Zum Glück war das bei der Testfahrt der etwas anderen Art nicht notwendig. Der gern bestaunte Opel Karl 1.0 Ecotec zeigt sich ganz im Opel Design. Eine kurze, knackige Gestaltung mit klarer Linienführung, einem freundlichen Gesicht und Klarglas-Scheinwerfern im Adleraugen-Look verleihen ihm das typische Aussehen. Eine dynamische Seitenführung mittels horizontal verlaufender Linien und eine stimmige Heckgestaltung mit optisch verbundenen Rückleuchten runden das Äußere ab. Sein komplett neu konstruierter Vollaluminium-Dreizylinder mit 75 PS bieten für die Stadt einen tüchtigen Motor, der zwar ein wenig braucht, bevor er auf Touren kommt, aber sich dann im Stadtverkehr von seiner zügigen Seite zeigt.

Oooh Karl, oooh Mio

Schon ab einem Basispreis von 9.500 Euro ist der Opel Karl zu bekommen. Allerdings kriegt man hier wirklich nur einen Motor samt Auto drum herum. Ganz einfach und simpel. Wer ein wenig „mehr“ möchte, kann sich aus 10 verschiedenen Lackierungen, drei Ausstattungsvarianten und vielen kleinen Extras sein eigenes Karlchen zusammen stellen. Hier schnellt der Preis aber gern ganz flott nach oben und plötzlich wird man schnittige 15.000 Euro los. Doch in dem Segment immer noch ein annehmbarer Preis, bekommt man hier schon fast alles, sogar ein Panorama-Glasschiebedach.

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Wer noch ein bisschen warten kann, darf sich ab Herbst 2015 zusätzlich über das neue Intelli-Link-Infotainment-System, das mit Apple CarPlay und Android Auto kompatibel ist und Apps vom Smartphone auf den Bildschirm spiegelt, freuen. Zusätzlich ist dann auch der Telematikdienst OnStar erhältlich, unter anderem mit LTE-Internetzugang über eingebaute SIM-Karte, WLAN-Hotspot, Notruf und persönlichem Assistenten.

Fazit:

Der kleine Karl ist ganz groß, wenn man es einfach und simpel mag. Der bequeme Cityflitzer bietet alles, was man von einem Stadtauto erwarten kann. Mehr darf man aber auch nicht erwarten. Er ist praktisch, funktional und sympathisch. Mehr braucht man auch nicht. Bleibt nur abzuwarten, ob es irgendwann auch einen Opel Adolph oder einen Opel Georg geben wird. Die Opel Erben bieten dafür ja genug Inspiration.

 

Weitere Impressionen:

 

Fahrbericht: Simone Amores
Fotos: Simone Amores / Robert Basic

Erste Ausfahrt im neuen Mazda CX-3

Klein aber Oho

Erste Ausfahrt im neuen Mazda CX-3

Mini-SUVs sind auf dem Vormarsch. Auf dieser Erfolgswelle möchte jeder mitsurfen, so auch Mazda, die nun den neuen CX-3 in Barcelona vorstellten. Nach dem Erfolg des großen Bruders, dem Mazda CX-5, sind die Erwartungen da natürlich hoch. Am Flughafen wartete schon eine ganze Armada an Fahrzeugen auf die Journalisten und interessanterweise nicht nur die Top-Ausstattung. Mazda ist so überzeugt von seinem Neuling, dass sie gleich alle Ausstattungslinien zum Testen zur Verfügung stellten. Und der Kleine kann sich nicht nur sehen lassen, er hat es auch in sich. Der erste Eindruck: dynamisch und kompakt. Der neue Mazda CX-3 ist geprägt von zahlreichen typischen Eigenschaften der Mazda Formensprache KODO. Mit den herausgearbeiteten fließenden Linien, der weit nach hinten versetzten Fahrerkabine und vielen weiteren Designmerkmalen wird klar, dass er zur neuen Mazda Fahrzeuggeneration gehört, wie seine Brüder, der Mazda3, der Mazda6 und der Mazda CX-5.

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Niedlich flott

In neun Außenlackierungen ist der Kleine erhältlich. Neu ist darunter der Farbton Ceramic Metallic, der sich je nach Lichteinfall verändert. Auch eine schöne Seitenansicht hat er und selbst der Rücken entzückt. Sein eigenständiger SUV-Charakter bringt er mit großen Rädern, den Seitenschutzleisten und der hohen Gürtellinie zum Ausdruck. Die Front ist natürlich typisch Mazda, ein wenig zu „stupsnäsig“. Doch den Niedlichkeitsfaktor legt er schnell ab, sobald man seine 150 PS ein bisschen mehr herauskitzelt. Allerdings dauert das ein wenig, denn er kommt nur schwerfällig auf Touren. Doch ist er erstmal dabei, gibt es kein Halten mehr. Die wunderschöne Landschaft Kataloniens bietet einige Strecken um den kleinen Crossover so richtig zu fordern. Die Serpentinen nimmt er mit freudigem „Gebrüll“. Die zunächsr sehr weiche Gangschaltung des „Soul Red“ CX-3 ist hier allerdings genau richtig und lässt es zu, die manchmal doch sehr engen Kurven zackig zu umfahren. Wenn man es als Fahrer kann. Der Vordermann will ebenfalls zeigen, dass er es kann und nimmt die Kurven teilweise etwas zu waghalsig. Nicht ganz ungefährlich, wenn diese oft nur schwer einsehbar sind. Aber der Mazda CX-3 vermittelt dank zahlreicher Assistenzsysteme einen Sicheren Eindruck.

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Intelligente Sicherheit

Eine zentrale Rolle spielt dabei das in der höchsten Ausstattungslinie enthaltene, ausfahrbare Head-up-Display, eines der ersten in dieser Klasse. Es zeigt wichtige Fahrinformationen wie die aktuelle Fahrgeschwindigkeit, die Richtungshinweise des Navigationssystems und Warnungen der i-Activesense Sicherheitssysteme direkt im Blickfeld des Fahrers auf der Windschutzscheibe an. Als Infotainment-Zentrale fungiert das 7-Zoll-Farb-Touchdisplay, das mittig auf der Armaturentafel platziert ist, den Zugang zu den Konnektivitäts-Services des MZD Connect Systems gewährt oder das Bild der optionalen Rückfahrkamera anzeigt. Als erstes Mazda Modell im B-Segment erhält der Mazda CX-3 die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit radargestützter Distanzregelung MRCC (Mazda Radar Cruise Control). Sicherheit, Nutzerfreundlichkeit, Komfort und Konnektivität sind im neuen Mazda CX-3 nämlich das wichtigste. Und dabei wird auch der Fahrspaß nicht zurückgestellt.

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„Fahrspaß ohne Einschränkungen“ heißt es über die Motoren und Getriebe des neuen Mazda CX-3. Zur Wahl stehen ein 2.0 l Skyactiv-G Benzindirekteinspritzer in zwei Leistungsstufen und der neue 1.5 l Skyactiv-D Dieselmotor, der nach seinem Einstand im neuen Mazda2 nun auch im CX-3 zum Einsatz kommt. Die Antriebskraft wird je nach Motorisierung über ein Sechsgang-Schaltgetriebe mit sechs Gängen oder die Sechsstufen-Automatik Skyactiv-Drive an die Vorderräder oder alle vier Räder verteilt. Unser kleiner Benziner mit 2,0 Litern Hubraum sowie 110 kW/150 PS und Allradantrieb erreicht ein maximales Drehmoment von 204 Nm. In der leistungsstärkeren Version ist der Skyactiv-G zudem ab Werk mit dem kondensator-basierten Bremsenergie-Rückgewinnungssystem i-Eloop ausgerüstet. Ein kleines Wunderwerk dieser Mazda CX-3. Trotzdem scheint er sich in der Stadt wohler zu fühlen als in den luftigen Höhen der katalonischen Gebirgsketten. Hier kommt er ein wenig ins schnaufen, trotz gutem Fahrwerk und dem Allradantrieb, das in den Serpentinen gut mitarbeitet. Sportliche Manöver sind dennoch nur sehr begrenzt möglich. Doch in der Stadt ist er der Held der Strasse und zeigt sich sogar von seiner sparsamen Seite. Ein überschaubarer Verbrauch von ca. sechs bis sieben Litern grooved sich beim kleinen Mini-SUV ein, bei vorausschauender Fahrweise.

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Fazit

Die Tendenz beim neuen Mazda CX-3 geht ganz klar zur Sportsline. Hier hat der geneigte Fahrer nicht nur ein schnittiges Fahrzeug für die Stadt, der mit seinen 4,27 Metern Länge aich im Interieur genug Platz bietet. Er bekommt eine gute Portion Fahrspaß oben drauf und das zu einem besonders günstigen Preis. Der Basispreis von 17.990 Euro für die 120 PS-Motorisierung dürfte einen Verkaufserfolg bringen. Angeblich sind bereits schon 20% der Käufer von Premium-Marken auf den CX-3 Geschmack gekommen. Kein Wunder, bekommen Sie mit dem neuen Mazda CX-3 auch ein hochwertig ausgestattetes Fahrzeug, das dank seines überschaubaren Preises eine gute Alternative zu den üblichen Premium-Fahrzeugen bietet.

Fahrbericht / Fotos: Simone Amores

Weitere Impressionen: