BMW 2er Gran Coupé – Stufenhecklimousine für Hipster

Mit dem neue 2er Gran Coupé nimmt BMW nun einen Konkurrenten für den Mercedes CLA ins Programm. Die schnittige Stufenhecklimousine soll vor allem junge Kunden ansprechen – allerdings nicht in erster Linie in Deutschland.

BMW fächert die neue Kompakt-Familie weit auf. Erstmals wird es in der Einstiegs-Baureihe der Münchner auch ein viertüriges 2er Gran Coupé geben, wie Vorstandschef Harald Krüger nun im Rahmen der Bilanzpressekonferenz angekündigt hat. Premiere feiert die wohl explizit schnittig gestaltete Stufenhecklimousine im November auf der Auto Show in Los Angeles, auf den Markt kommt sie im Frühjahr 2020.

Das BMW 2er Gran Coupé dürfte vor allem mit Blick auf die Märkte in China und den USA entstanden sein, wo der vergleichbare Mercedes CLA zuletzt bei jungen Käufern Erfolge gefeiert hat. Der Trend zu formschönen Stufenhecklimousinen ist aber auch für BMW nichts neues, so gibt es unter anderem ein 4er Gran Coupé in der Mittelklasse.

Technisch basiert der viertürige 2er auf der neuen Frontantriebsplattform, die auch die kommende Generation des BMW 1er trägt. Letzterer feiert im Herbst Premiere und wird in den darauffolgenden Monaten von den höher positionierten 2er-Modellen ergänzt. Neben der Limousine dürfte es auch ein Coupé und möglicherweise ein Cabrio geben.

Suzuki-Pläne für Europa – Zwei Kompaktmodelle auf Toyota-Basis

Oberhalb des aktuellen Suzuki-Flaggschiffs SX4 S-Cross ist noch viel Platz. Unter anderem für ein klassisches Kompakt-SUV.

Suzuki erweitert sein Neuwagen-Angebot in Europa künftig mit Toyota-Modellen. Eine nun zwischen den beiden Unternehmen vereinbarte Partnerschaft sieht vor, dass Suzuki ein Kompakt-SUV auf Basis des Toyota RAV4 auf den Markt bringt. Geplant ist zudem ein Kompakt-Kombi mit Technik des Toyota Corolla Kombi. Beide werden über Hybridantrieb verfügen.

Suzuki würde mit den beiden Modellen sein Produktportfolio nach oben ausbauen; aktuell bieten die Japaner hierzulande nur Kleinwagen und kleine SUV an. Einen konkreten Zeitplan für die Einführung der Neuen nennen die Autohersteller nicht, beide Modelle könnten aber schon Ende 2020 starten.

Im Gegenzug wird Toyota in Europa neue Suzuki-Motoren für kleine und kompakte Autos übernehmen und selbst produzieren. Darüber hinaus umfasst die nun getroffene Vereinbarung zahlreiche Regelungen für andere Weltmärkte. Unter anderem wird Toyota Suzuki mit Hybridtechnik beliefern.

BMW 3er GT – Aus für die Fließhecklimousine

Nach nur einer Generation ist Schluss: Für den BMW 3er GT wird es keinen Nachfolger geben.

Der BMW 3er Gran Turismo erhält keinen Nachfolger. Das hat der Münchner Hersteller nun im Rahmen der Bilanzpressekonferenz erklärt. Die gestreckte Fließheckvariante der Mittelklasse-Reihe zählt damit zu den ersten Opfern einer neuen Strategie zur Reduktion von Komplexität in der Produktion. Darüber hinaus will BMW ab 2021 bis zu 50 Prozent der heutigen Antriebsvarianten entfallen lassen und sich auf die gefragtesten Varianten beschränken.

Der 3er GT kam 2013 auf den Markt und sollte die Vorteile von Limousine und Kombi vereinen. Vorbild war der eine Klasse größere 5er GT, mit dem er sich neben der fließenden Dachlinie Details wie die große elektrische Heckklappe und rahmenlose Seitenfenster teilte. Technisch entspricht der GT weitestgehend den anderen 3er-Varianten der bis 2019 gebauten Generation E90. Auf eine Version auf G20-Basis muss man nach der aktuellen Ankündigung nun nicht mehr warten.

Geisterfahrer-Warner kommt ins Auto – Bald in Serie

Bosch will seinen Geisterfahrer-Warner zur Serienausstattung neuer Autos machen. Bislang läuft der Dienst nur auf dem Handy.

Der Geisterfahrer-Warner von Bosch soll künftig in die Infotainment-Systeme von Neuwagen einziehen. Der Zulieferer ist nach eigenen Angaben mit zahlreichen Autoherstellern im Gespräch, die die Technik serienmäßig anbieten wollen. Einen Zeitpunkt für die Einführung nennen die Stuttgarter allerdings nicht.

Bislang existiert das System nur in Form einer Warn-App für das Smartphone. Der cloudbasierte Dienst gleicht die aktuelle Fahrtrichtung mit einer Datenbank ab, um Geisterfahrten zu erkennen und den Fahrer zu warnen. Nach Unternehmensangaben ist die Funktion aktuell in 13 europäischen Ländern nutzbar.

Keyless-Systeme im Test – Eine Einladung für Diebe

Schlüssellose Zugangssysteme beim Auto sind komfortabel, aber nicht immer sicher. Selbst bei teuren Premiumfahrzeugen kann man sich nicht auf die Technik verlassen.

Schlüssellose Zugangssysteme bieten auch bei neuesten Pkw-Modellen einen Angriffspunkt für Kriminelle. Bei einigen Fahrzeugen lässt sich das Signal des Funkschlüssels besonders leicht abfangen und für einen Diebstahl missbrauchen, wie das britische Fahrzeugsicherheitszentrum Thatcham Research ermittelt hat.

Von elf getesteten Neuwagen des Modelljahres 2019 erhielten sechs hinsichtlich der Diebstahlsicherung die Bewertung „schwach“, darunter ein teures Premium-SUV wie der Porsche Macan und ein Hightech-Mobil wie das Wasserstoffauto Hyundai Nexo. Bei allen Modellen könnten Kriminelle durch das Abfangen von Funksignalen auch ohne Schlüssel Zugang zum Fahrzeug erhalten, so die Experten. Bemerkenswert ist der Umstand auch, weil die übrige Sicherungs-Technik an Bord durchaus als gut und zeitgemäß bewertet wurde.

Dass die sogenannten Keyless-Entry-Systeme nicht per se unsicher sein müssen, zeigen Modelle wie Audi E-Tron, Jaguar XE, Range Rover Evoque und Mercedes B-Klasse, die einen besseren Funkstandard verwenden oder die Schlüssel auf anderem Weg gegen Abhören sichern. Ein Verzicht auf Keyless-Technik ist sowieso keine Lösung, wie der Suzuki Jimny zeigt, der zwar keine Hackerangriffe überstehen muss, aber bereits vor altmodischem Kriminellen-Handwerk kapituliert. Er erhielt die Bewertung „inakzeptabel“. Das Thatcham-Institut will in der Zukunft regelmäßig neue Fahrzeugmodelle einem Test zur Diebstahlsicherheit unterziehen und die Ergebnisse veröffentlichen.

In Deutschland kritisiert unter anderem der ADAC seit Jahren den fehlenden Schutz der Keyless-Systeme. Der Automobilclub hatte Anfang 2017 systematische Sicherheitslücken der Technik aufgedeckt. Bei vielen Autos lassen sich demnach die Funksignale der Autoschlüssel aus der Ferne abgreifen und anschließend zum Aufschließen und Starten des Fahrzeugs missbrauchen. Die dazu erforderlichen Geräte lassen sich dem Automobilclub zufolge für rund 100 Euro aus handelsüblichen Elektronikbauteilen von Laien selbst herstellen.

Mitsubishi-Sondermodelle – Vom Kleinstwagen bis zum Mittelklasse-SUV

Mitsubishi legt gleich acht neue Sondermodelle auf. Die Auswahl reicht von klein bis groß, viel Ausstattung ist immer an Bord.

Mit umfangreicher Ausstattung warten zwei neue Sondermodell-Familien bei Mitsubishi auf. In der „Active“- und der „Active+“-Edition sind sowohl die SUVs ASX, Eclipse Cross und Outlander als auch der Kleinstwagen Space Star zu haben – jeweils mit modellspezifischen Ausstattungs-Umfängen. Günstigste Variante ist der Space Star Active für 11.300 Euro, der unter anderem mit Klimaanlage, Zentralverriegelung und Audiosystem aufwartet. Als Antrieb dient ein 52 kW/71 PS starker 1,0-Liter-Dreizylinder. Am oberen Ende des Portfolios rangiert der Outlander Active Plus mit 110 kW/150 PS starkem 2,0-Liter-Benziner und Allradantrieb, bei dem unter anderem LED-Scheinwerfer, Kunstleder-Sitze und Klavierlack-Deko zum Lieferumfang zählen. Der Preis beträgt 31.800 Euro.

Kraftstoffverbrauch weltweit – SUV-Boom und Diesel-Krise sorgen für anhaltenden Spritdurst

Autos werden weltweit immer sparsamer. Allerdings nur sehr langsam. Das hat nicht zuletzt mit den aktuellen Pkw- und Motoren-Trends zu tun.

Weltweit sinkt der Kraftstoffverbrauch von Neuwagen – doch die Entwicklung verlangsamt sich. Vor allem in den hochentwickelten Ländern ist die Reduzierung fast zum Stillstand gekommen, wie aus einer Studie der Umweltschutzorganisation Global Fuel Economy Initiative (GFEI) hervor geht.

Weltweit lag der durchschnittliche Verbrauch neuer Pkw 2017 bei 7,2 Litern pro 100 Kilometern. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Minus von 1,4 Prozent – das ist die niedrigste Minderungsrate seit dem Start der Erhebungen im Jahr 2005. Neben den globalen Werten weist die GFEI auch Daten für bestimmte Ländergruppen aus. Demnach sinkt der Verbrauch besonders langsam in Staaten mit hoch entwickelter Wirtschaft und hohen Spritpreisen, zu denen auch die EU-Länder gezählt werden. Dort lag der Durchschnittskonsum neuer Autos 2017 bei 5,8 Liter, die Minderung gegenüber dem Vorjahr bei 0,1 Prozent.

Zu den wichtigsten Gründen für die nur schleichende Verbesserung vor allem in den Industrienationen zählt der Studie zufolge der sinkende Anteil des relativ sparsamen Dieselmotors an den Neuzulassungen, der durch den langsam wachsenden E-Auto-Anteil nicht ausgeglichen werden kann. Hinzu kommt der immer stärkere Trend zu durstigen SUVs und Pick-ups.

Ziel der GFEI, in der unter anderem die Internationale Energieagentur IEA, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), die OECD, der Automobilverband FIA und die Umweltschutzorganisation ICCT organisiert sind, ist ein weltweiter Durchschnittsverbrauch von 4,4 Litern im Jahr 2030. Dafür wäre eine jährliche Minderungsrate von 3,7 Prozent nötig.

Alternativer Kraftstoff – Wasserstoff aus Salzwasser

Zur Wasserstoffgewinnung per Elektrolyse nutzt man bisher idealerweise destilliertes Wasser. Nun geht es aber auch mit Meereswasser.

Der alternative Kraftstoff Wasserstoff kann nun auch aus Salzwasser gewonnen werden. Forschern der Stanford-Universität ist es nach eigenen Angaben gelungen, das Korrosions-Problem an der Anode zu lösen, das bislang die Nutzung von Meereswasser für die Elektrolyse verhindert hat. Die neue Methode könnte die Wasserstoff-Herstellung in vielen Weltregionen künftig deutlich vereinfachen. Etwa in Wüstengebieten, wo viel elektrische Energie aus Photovoltaik gewonnen wird. Der Strom kann zur Gewinnung von Wasserstoff genutzt und so für die spätere Verwendung gespeichert werden, ohne dass Trinkwasser vorhanden sein muss.

Range Rover Sentinel – Die Festung rollt jetzt schneller

Wer im Auto von Bewaffneten angegriffen wird, freut sich über die Möglichkeit zur schnellen Flucht. Im Range Rover Sentinel hilft dabei nun ein stärkerer Motor.

Das gepanzerte Luxus-SUV Range Rover Sentinel erhält einen neuen Motor. An Stelle des bisherigen V6-Kompressorbenziners sorgt nun ein V8-Benziner, ebenfalls mit Kompressor, für die flotte Flucht aus kritischen Situationen. Mit dem Zylinderzuwachs erhöht sich der Hubraum von drei auf fünf Liter, die Leistung legt um 40 PS auf 280 kW/380 PS zu. So gerüstet stürmt der über 3 Tonnen schwere Allrader in 10,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, maximal sind 193 km/h möglich.

Der für die zivileren Range-Rover-Modelle nicht angebotene Motor muss rund 1.000 Extra-Kilogramm an Panzerung bewegen. Der Schutz wurde gegenüber dem Vorgängermodell noch einmal verstärkt und soll nun auch Angriffen durch selbstgebaute Sprengkörper widerstehen. Dazu kommen weitere Besonderheiten wie eine um exakt 1,5 Millimeter herunterfahrbare Seitenscheibe, die den gefahrlosen Austausch von Dokumenten ermöglichen soll. Zudem gibt es eine Lautsprecheranlage zum Kommunikation mit Umstehenden, Sirenen und Notfallleuchten.

Bestellungen für den durch die Veredelungs-Tochter „Special Vehicles Operations“ modifizierten Range Rover nimmt Land Rover ab sofort entgegen. Preise gibt es nur auf Anfrage.

Tesla Model Y – Model 3 mit mehr Platz

Die Tesla-E-Autofamilie ist endlich sexy. Zumindest, was die Modellbezeichnungen angeht: Nach S, 3 und X kommt nun das Y dazu.

Tesla bockt das Model 3 zum SUV auf. Unter dem Namen Model Y soll der Crossover die kalifornische Marke ab Herbst 2020 endgültig zum Volumenhersteller machen. Die günstigsten Varianten kosten dann in den USA umgerechnet rund 40.000 Euro.

Optisch orientiert sich der Neue am Model 3, fällt aber deutlich höher aus, was das Platzangebot im Inneren wachsen lässt. Vor allem der Heck-Kofferraum legt zu und bietet auch Platz für eine optionale dritte Sitzreihe, die das Mittelklasse-SUV zum Siebensitzer werden lässt. Beim Antrieb stehen wie üblich unterschiedliche Varianten zur Verfügung, die möglichen Reichweiten betragen bis zu 540 Kilometer. Bei der Beschleunigung erreicht das schnellste Modell Tempo 100 nach 3,4 Sekunden.

In Deutschland wird es zunächst drei Varianten geben, zwei davon mit zwei Motoren und dem daraus entstehenden Allradantrieb: Eine Langstreckenausführung mit 505 Kilometern Reichweite (WLTP) für 59.000 Euro; das Hochleistungsmodell „Performance“ mit dem besten Sprintwert und einer Höchstgeschwindigkeit von 241 km/h gibt es ab 67.000 Euro. Das vorläufige Einstiegsmodell verfügt über einen Motor und Hinterradantrieb, hat aber mit 540 Kilometern die größte Reichweite. Die Preisliste startet bei 55.000 Euro. Günstigere Basismodelle mit kleinerer Batterie werden ab 2022 nachgereicht.

Mit dem Model Y will Tesla das E-Auto endgültig in die Mitte der Gesellschaft bringen. Gemeinsam mit der Limousine Model 3 soll das SUV der Verkaufsschlager der Marke werden und ihre Position als Branchenführer weiter ausbauen. Im vergangenen Jahr hat Tesla weltweit 230.000 Autos verkauft, davon knapp 140.000 Model 3. Insgesamt haben die Kalifornier seit Gründung mehr als eine halbe Million E-Pkw an den Kunden gebracht, im kommenden Jahr sollen es eine Million sein.

5x Cabrios für die warme Jahreszeit – Von billig bis öko

Mit dem Frühling beginnt für viele Autofans die schönste Fahrzeit des Jahres. Besonders gut lässt sie sich im Cabrio genießen. Fünf Vorschläge.

Das große Cabrio-Sterben der vergangenen Jahre haben nur die besten Modelle überlebt. Unsere Auswahl für den Sommer.

Das Spaßmobil: Mit dem Mazda MX-5 startete Anfang der 90er-Jahre die Renaissance der Roadster. Was damals schon begeisterte, bietet der Stoffverdeck-Zweisitzer noch heute: Geringes Gewicht, drehfreudigen Motor und extrem agiles Fahrverhalten. Komfort und Alltagstauglichkeit sind auf ein Mindestmaß zurückgefahren, fehlen aber nicht völlig. Auch die Sicherheitsausstattung ist zeitgemäß. Die aktuelle Generation leistet in der Basis 96 kW/131 PS und kostet ab 23.000 Euro.

Der Mazda MX-5 zählt zu den Klassikern auf dem Cabriomarkt

Der Preisgünstigste: Billig ist Cabrio-Fahren nie. Für einen offenen Neuwagen muss man aktuell mindestens 14.425 Euro auf den Tisch legen – und erhält das Smart Fortwo Cabrio. Das elektrische Verdeck öffnet spontan auf Knopfdruck, für das volle Open-Air-Erlebnis müssen jedoch die Dachholme abmontiert werden, was sich nur bei stabilem Sommerwetter lohnt. Eher ungewöhnlich: Beim Gepäckraumangebot ist das Cabrio gegenüber dem Coupé nicht im Nachteil. Viel Platz ist natürlich trotzdem nicht. Die Preise starten bei 14.425 Euro für das Modell mit dem 0,9-Liter-Dreizylinderbenziner und 52 kW/71 PS.

Den offenen Smart gibt es auch elektrisch

Der Wetterfeste: Bei Puristen hat das Stahl-Klappdach einen schweren Stand. Dass das klobige Metallverdeck den Cabrio-Gedanken nicht komplett verrät, zeigt jedoch der Mercedes SLC. Der lange Zeit als SLK bekannte Komfort-Roadster macht offen gefahren Spaß und ist geschlossen robust gegen Wind und Wetter. Nach der aktuell dritten Generation ist 2020 trotzdem Schluss, wer das aktuelle Modell (ab 115 kW/156 PS, ab 40.882 Euro) als Neuwagen kaufen will, sollte sich also beeilen.  

Der Mercedes SLC ist ein Auslaufmodell – aktuell gibt es eine Sonderedition

Das Ökomobil: Cabrios sind Spaßautos mit einer Prise Unvernunft. Alternative Antriebe stehen daher nicht besonders hoch im Kurs. Eine der wenigen Ausnahmen ist der BMW i8 Roadster, der mit einem 275 kW/374 PS starken Plug-in-Hybridantrieb und einem Normverbrauch von zwei Litern aufwartet. Als Sportwagen taugt der Münchner zwar nur bedingt (vor allem, wenn er bei knappem Stromvorrat allein auf den Dreizylinderbenziner angewiesen ist), als Aufsehen erregender Öko-Cruiser für sommerliche Landstraßen funktioniert er aber umso besser. Mit einem Preis von 156.750 Euro ist die Sparsamkeit allerdings teuer erkauft.

Der BWM i8 ist seit kurzem auch als Roadster zu haben

Der Geländegänger: Boulevards sind die natürlichen Biotope von Cabrios. Auch das Range Rover Evoque Cabrio wird man wohl häufiger auf Kö und Leopoldstraße sehen als in Matsch und Schlamm. Immerhin wäre es dort im Gegensatz zu den meisten anderen offenen Pkw nicht komplett überfordert. Wer für die Aufmerksamkeit der Passanten und das theoretische Offroad-Potenzial bereit ist, viel Geld (ab 56.580 Euro) für ein SUV mit wenig (Koffer-)Raum auszugeben, sollte sich beeilen. Denn, dass das Cabrio den anstehenden Modellwechsel beim Evoque überlebt, scheint unwahrscheinlich. Und ein vergleichbares Auto wird es wohl vorerst auch sonst nirgends geben.

Der Range Rover Evoque ist offen ein seltener Anblick

Mondauto von Toyota – Langstrecken-Stromer für Astronauten

Das Brennstoffzellenauto Toyota Mirai sieht schon heute ein wenig aus wie ein Raumschiff. Ein neuer Konzernbruder könnte künftig tatsächlich in den Weltraum fliegen.

Autohersteller Toyota entwickelt ein Brennstoffzellenauto für das japanische Mondprogramm. Der im Auftrag der nationalen Raumfahrtagentur Jaxa gebaute Rover könnte in rund einem Jahrzehnt auf den Erdtrabanten geflogen und dort als Transportmittel für bis zu vier Astronauten genutzt werden.

Toyota plant ein Brennstoffzellenauto für den Mond

Das Fahrzeug soll rund 6 Meter lang und 5,20 Meter breit sein und rund 13.000 Liter Innenraumvolumen bieten. Sein Elektromotor wird von einer Brennstoffzelle mit Strom versorgt, zusätzliche Energie stellen Solarzellen zur Verfügung. Das Mondauto soll vor allem für längere Touren bis 10.000 Kilometer genutzt werden, während denen die Astronauten auch im Fahrzeug wohnen können.

Bislang beschränken sich Toyotas Erfahrungen mit der Brennstoffzelle auf die Erde. Seit 2014 bieten die Japaner die Wasserstofflimousine Mirai an, für Ende des Jahres wird die Vorstellung eines Nachfolgers erwartet.

Seat Leon Cupra R ST – Kombi für die Kurvenhatz

Kraft hat der Seat Leon Cupra ST auch in der Standardvariante genug. Nun gibt es ein Sondermodell mit verbessertem Fahrwerk und optischer Aufwertung.

Seat legt ein sportliches Sondermodell des Kompakt-Kombis Leon ST auf. Die „Cupra R“-Ausführung des spanische Golf-Variant-Ablegers basiert auf dem bisherigen Topmodell mit dem 221 kW/300 PS starken 2,0-Liter-Turbobenziner, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb. Als Alleinstellungsmerkmal verfügt er unter anderem über ein speziell abgestimmtes Fahrwerk, Brembo-Bremsen und zahlreichen Carbon- und Kupfer-Elementen an der Karosserie und im Innenraum. Zur weiteren Ausstattung zählen 19-Zoll-Felgen, Navigationssystem und Rückfahrkamera. Der Verkauf des limitierten Sondermodells startet im April zu Preisen ab 49.250 Euro.

Der Kombi ist nicht das erste Cupra-Sondermodell in der Leon-Familie. 2007 gab es für kurze Zeit auch die fünftürige Limousine in einer Spezialauflage.

Mazda CX-5 Kangei – Sondermodell mit üppiger Ausstattung

Mazda bietet den CX-5 als umfangreich ausgestattetes Sondermodell an. Dazu gibt es ein breites Antriebsangebot.

Zum Modelljahreswechsel legt Mazda das Kompakt-SUV CX-5 als Sondermodell „Kangei“ auf. Zu Preisen ab 32.890 Euro bietet es unter anderem 19-Zoll-Felgen, Head-up-Display, City-Notbremssystem und elektrisch betätigte Heckklappe. In der Basisvariante treibt ein 121 kW/165 PS starker 2,0-Liter-Benziner die Vorderräder an, alternativ sind weitere Ausführungen mit bis zu 143 kW/194 PS und Allradantrieb zu haben.

Anlässlich des Modelljahreswechsels gibt es auch bei den Standardvarianten des CX-5 Änderungen: unter anderem mehr serienmäßige Sicherheitsausstattung und neue Posten auf der Optionsliste, darunter Nappaledersitze.

SUV-Hochburgen – In Bayern fährt man hochbeinig

SUV haben längst auch die Städte erobert. Besonders beliebt sind die soften Geländewagen-Nachkommen aber auf dem Land. Und zwar vor allem im Süden.

Im ländlichen Bayern ist die SUV-Dichte besonders hoch. Unter den zehn Landkreisen mit dem höchsten Crossover-Anteil am Pkw-Bestand sind gleich fünf aus dem Freistaat, wie das Vergleichsportal „Check24“ bei einer Auswertung der Kfz-Versicherungsverträge seiner Nutzer ermittelt hat. Deutschlandweite Nummer eins ist demnach der Landkreis Miesbach mit einer SUV-Quote von 14,3 Prozent, gefolgt von Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (13,5 Prozent) und dem bayerischen Starnberg (13,5 Prozent). Außerdem finden sich die bayerischen Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz und Lindau in den Top Ten. Unter den Städten mit den höchsten SUV-Quoten liegt München mit 9,8 Prozent auf Rang zwei hinter Düsseldorf (9,9 Prozent). Auf dem dritten Rang ist Mühlheim an der Ruhr (9,6 Prozent). Der deutschlandweite Durchschnittswert liegt bei 9 Prozent.

New Mobility: Autonomes Fahren – Senioren als Zielgruppe

Die Roboterautos werden wohl nicht in den Metropolen der Welt debütieren. Sondern an der Peripherie.

Hip, modern und jugendlich? Autonome Autos werden gern als Mobilitätsprojekt für die Generation Internet beworben. Ihre naheliegendste Zielgruppe ist aber eine ganz andere, nämlich Senioren. Und das aus mehreren Gründen.

Der Verkehr in The Villages ist übersichtlich

Während aktuell die meisten Robotertaxis auf Universitäts-Campussen oder in den Citys der Tech-Zentren an der amerikanischen Westküste unterwegs sind, hat sich US-Mobilitätsdienstleister Voyage ein ganz spezielles Testfeld gesucht: die Rentnerstadt „The Villages“ in Florida. 125.000 Menschen verbringen dort ihren Lebensabend in einer Ansammlung malerischer Kleinstadt-Nachbauten mit rund 1.200 Kilometern Straßen. The Villages ist eine sogenannte Retirement Community – eine Gemeinde mit homogener Bevölkerung, gegen die Außenwelt abgeschirmt. Ein Mikrokosmos für sich.

Der Mobilitätsdienstleister Voyage hat Senioren als Zielgruppe entdecke

„Rentner-Kommunen sind der perfekte Startplatz für das echte fahrerlose Auto“; erläutert Voyage-Gründer Oliver Cameron in seinem Blog. Er glaube sogar, sie seien auf absehbare Zeit die einzigen Orte, wo das autonome Fahren funktioniere. Vor allem zwei Gründe sprechen nicht nur in seinen Augen für die Rentner-Siedlungen. Zunächst sind sie – mehr noch als ältere US-Städte – auf dem Reißbrett konzipiert und entsprechend leicht für die Roboterautos zu lesen. Die Tempolimits sind niedrig, die Straßenführung ist auf die Sicherheit der Bewohner ausgelegt und die Verkehrsdichte gering. Spielende Kinder auf der Straße gibt es faktisch nicht – alle unter 19 brauchen einen Besucherpass und dürfen höchstens 30 Tage bleiben.

Die autonomen Taxis haben es im Senioren-Ort leicht

Neben den ruhigen Verkehrsbedingungen sind die Bewohner das größte Plus. Die älteren Menschen wollen mobil sein, möchten sich häufig aber nicht mehr mit einem eigenen Auto belasten. Viele fühlen sich auch gar nicht mehr fit genug, selbst zu fahren. In den Villages ist also nahezu jeder Einwohner ein potenzieller Voyage-Kunde. Die Feindschaft, die den Roboterautos aktuell in anderen US-Städten entgegenschlägt, gibt es nach Unternehmensangaben bei den Florida-Senioren nicht. Im Gegenteil: Die Roboter sind keine potenzielle Gefahr, sondern herzlich willkommen. Eine perfekte Umgebung trifft auf die perfekten Kunden – für Mobilitätsdienstleister ein Paradies. Und ein Wachstumsmarkt: Senioren-Residenzen liegen in den USA schwer im Trend.

Die Voyage-Mobile sind Alternative zum eigenen Auto oder zu den allgegenwärtigen Golf-Carts

In Deutschland gibt es keine derartig homogenen Siedlungen. Hier kommt stattdessen zunehmend der ländliche Raum in der Fokus der Mobilitätsdienstleister. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Roland Berger etwa bewirbt dünner besiedelte Regionen mit ihren einfacheren Verkehrssituationen als ideale Gelegenheit für Autohersteller, kommunale Betriebe und die Politik, zukunftsträchtige Mobilitätsmodelle auszuprobieren. Zum einen seien Roboterbus-Dienste als Ergänzung zum dünnen ÖPNV-Netz denkbar, zum anderen individuellere Transportdienstleistungen für die „letzte Meile“ zum Supermarkt oder zum Restaurant. Orte, die älteren Menschen die Teilnahme am sozialen Leben ermöglichen. Für diese Dienstleistungen mit deutlichem Komfortgewinn für die Kunden könnte der Betreiber höhere Preise verlangen, prognostizieren die Berater. Daraus ergebe sich ein profitables Geschäftsmodell mit rund 16 Prozent Gewinn. Das Geld und die Erfahrung könnten anschließend helfen, die Technik in die Großstädte zu bringen – wo der Verkehr komplizierter und der Markt schwieriger ist.

Die Konzentration auf eine ältere Kundschaft ist in jedem Fall naheliegend. Durch anhaltend niedrige Geburtenziffern und eine steigende Lebenserwartung liegt der Anteil der Über-65-Jährigen an der EU-Bevölkerung mittlerweile bei 19 Prozent. In Deutschland sogar bei 21 Prozent. Und mit zunehmendem Alter fällt das Selbst-Fahren immer schwerer. Wenn Senioren über 75 Jahren in Unfälle verwickelt sind, haben sie diese zu 75 Prozent selbst verursacht, wie die Allianz-Versicherung ermittelt hat. Gerade für solche Menschen wären autonome Autos eine Möglichkeit, lange mobil zu bleiben. Dieser Vorteil könnte auch die tendenziell größere Hemmschwelle ausgleichen, die ältere Menschen eher als junge an der Nutzung von Autos ohne Lenkrad und Pedalerie hindern könnte.

Infiniti verlässt Europa – Konkurrenz zu stark

Knapp ein Jahrzehnt hat Infiniti in Europa versucht, den Fuß in die Tür zum Luxusautomarkt zu bekommen. Nun geben die Japaner auf.

Die japanische Premiummarke Infiniti zieht sich Anfang 2020 aus Westeuropa zurück. Der edle Nissan-Ableger will sich stattdessen nach eigenen Angaben auf Nordamerika und China konzentrieren. Auch in Osteuropa und im Nahe Osten sollen die Fahrzeuge der Marke weiterhin verkauft werden.

Infiniti wurde 1989 gegründet und verkaufte seine Modelle zunächst in den USA und Kanada. Dort traten Ende der 80er mit dem Toyota-Ableger Lexus und Acura von Honda zwei weitere japanische Marken an, den schwächelnden US-Premiummarken Marktanteile abzujagen. Von Herbst 2008 an erfolgte die Einführung in Europa, wo man es mit den Premium-Platzhirschen Audi, BMW, Mercedes, Jaguar und Co. aufnehmen wollte, die hierzulande jedoch deutlich stärker sind als in den USA. Für mehr als eine Nischenrolle reichte es bei Infiniti nicht: In Deutschland wurden im Gesamtjahr 2018 gerade einmal 762 Neuwagen verkauft.

Erfolgreichstes Modell hierzulande war im vergangenen Jahr das Kompaktmodell Q30, das auf der Mercedes A-Klasse basiert. Gemeinsam mit dem Mercedes-GLA-Derivat QX30 wird er zurzeit im britischen Sunderland für den Weltmarkt gebaut – eine Fortsetzung der Produktion über 2019 hinaus wird es nicht geben. Das übrige Modellangebot deckt die klassischen Business- und Luxussegmente ab, ein besonderer Schwerpunkt liegt auf SUVs. Bekanntheit erlangte die Marke in Deutschland darüber hinaus durch ihr Formel-1-Engagement bei Sebastian Vettels Red-Bull-Team.

Für die Infiniti-Halter in Europa soll der Kundenservice aufrechterhalten werden. Ein Übergangsplan werde überarbeitet, teilt das Unternehmen mit. Weitere Informationen geben die Händler der Marke.

IAA in Frankfurt – Neue Oldtimer-Show mit Grand Basel

Die IAA in Frankfurt will im Herbst auch abseits der Neuwagenpremieren ein buntes Programm für Autobegeisterte bieten. Dazu zählt auch eine neue Klassiker-Schau.

Mit der Sonderschau „IAA Masterpieces by Grand Basel“ stärkt die Frankfurter IAA bei der diesjährigen Ausgabe (12. bis 22. September) das Thema Oldtimer. In der zentral gelegenen Halle 3.1 präsentiert der Verband der Automobilindustrie (VDA) gemeinsam mit der Messe Grand Basel automobile Meisterstücke, darunter Legenden des Rennsports, kulturprägende Klassiker, futuristische automobile Visionen und Raritäten. Die Auswahl berücksichtigt kulturelle Bedeutung, konzeptionelle Innovation, Zustand, Herkunft, Seltenheit und Wert.

Alfa Romeo Giulietta Speciale – Ein Streifen Gelb

Als Topmodell der Kompaktbaureihe legt Alfa Romeo nun die „Speciale“-Edition der Giulietta auf. Interessenten müssen sich beeilen.

Alfa Romeo legt die kompakte Giulietta als Sondermodell „Speciale“ auf. Zur Ausstattung des Fünftürers zählen Xenonlicht, Navigationssystem und Alcantara-Stoff-Polster. Von außen gibt sich die auf 30 Einheiten limitierte Edition durch Stoßfänger mit gelben Zierlinien, 18-Zoll-Räder mit gelb lackierten Bremssätteln und Sportabgasanlage zu erkennen. Den Antrieb übernimmt ein 125 kW/170 PS starker 2,0-Liter-Diesel, die Preise starten bei 38.500 Euro.

Audi A3 Sportack G-Tron – Mehr Erdgas an Bord

Der Audi A3 G-Tron verzichtet auf seinen Benzintank und füllt den freiwerdenden Platz mit Erdgas. Davon profitiert die Reichweite.

Die Erdgasvariante des Audi A3 Sportback bekommt eine größere Reichweite. Dank eines Zusatztanks wächst der mögliche Kraftstoffvorrat von 14 auf 18 Kilogramm, was ein Reichweitenplus von knapp 30 Prozent auf 400 Kilometer (WLTP) ermöglicht. Im Gegenzug verkleinert sich der Benzintank deutlich, wodurch technisch gesehen aus dem bivalenten ein monovalenter Gasantrieb wird. Darüber hinaus ersetzt im A3 G-Tron ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 96 kW/131 PS den bislang verwendeten 1,4-Liter-Turbo mit 81 kW/110 PS, für die Kraftübertragung kommt serienmäßig ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zum Einsatz. Die Preise für den immer fünftürigen Erdgas-Audi starten bei 30.600 Euro.

New Mobility: Brennstoffzellenautos – Im Schatten der Batteriemobile

Die Brennstoffzelle hat den Wettkampf mit der Batterie vorerst verloren. Das aktuelle Kräfteverhältnis muss aber nicht für die Ewigkeit so bleiben.

Die Brennstoffzelle ist der Batterie in vielerlei Hinsicht überlegen. Trotzdem spielt sie beim aktuellen Siegeszug des E-Autos kaum eine Rolle. Langfristig könnte sich das jedoch ändern. 

Die Wasserstoff-Offensiven der Auto-Industrie sind zahllos. Nachhaltig erfolgreich war bislang keine: Der VW Touran Hy-motion ist genauso Geschichte wie Peugeot Quark, Ford Focus FCV Hybrid, Fiat Panda Hydrogen oder Daimlers Necar-Reihe. Frei verkauft wurden derartige Modelle eh nicht, maximal gingen sie in Kleinserie ins Leasing. Ihre wichtigste Aufgabe war vor allem das Sammeln von Erfahrungen für die Entwicklungsabteilungen der Autohersteller. Zumindest teilweise hatte das Erfolg: Von all den Herstellern, Ansätzen und Modellen haben es mittlerweile immerhin drei auf den deutschen Endkundenmarkt für Pkw geschafft: die Limousine Toyota Mirai, das Kompakt-SUV Hyundai Nexo und der Mercedes GLC Fuel Cell, eine Mischung aus Batterie- und Brennstoffzellenauto. Alle drei gibt es allerdings nur in kleiner Stückzahl und zu eher ambitionierten Preisen. Ihnen gegenüber stehen dutzende Batterieelektroautos, die schon jetzt oder in Kürze zu haben sind – und die im direkten Vergleich deutlich billiger sind. 

Abgesehen vom Fahrzeugpreis hat das Brennstoffzellenauto aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Batterieantrieb: das schnelle Tanken. Nach wenigen Minuten an der Zapfsäule ist der Energievorrat wieder voll genug für mehrere hundert Kilometer Fahrt. Der Batterieauto-Fahrer hat da gerade mal ausreichend Saft, die Sitzheizung anzustellen. Der Brennstoffzellenauto-Fahrer braucht so etwas nicht: Die Zelle liefert genug Abwärme, um das Auto im Winter nahezu umgehend und ohne Reichweitenverlust auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Wie sauber beide Energiespeicherkonzepte sind, hängt jeweils vom verwendeten Strom ab. Beim Batterieauto ist das Verhältnis direkt, beim Brennstoffzellenauto indirekt – wird Wasserstoff doch in der Regel mit Hilfe von Elektrizität aus Wasser gewonnen. Wirklich grün sind beide Konzepte nur, wenn auch die Energiegewinnung grün ist. 

Der Praxis- und Reichweitenvorteil spielt aber aktuell offenbar keine große Rolle. Stattdessen haben sich die Kosten als entscheidende Evolutionsvorteile für das E-Auto herauskristallisiert. Zwar sind Akkus vergleichsweise teuer, doch sie sind weltweit in großer Zahl verfügbar, hergestellt von produktionserfahrenen Großkonzernen, die auch über Zugang zu den nötigen Rohstoffen verfügen. Die Herausforderung war und ist lediglich, das bei Handys und Laptops sauber laufende Geschäft auf den Fahrzeugbau hoch zu skalieren. Brennstoffzellen hingegen sind auch jenseits der Autobranche eine Nische, eine Fertigung in der hohen Stückzahl, die die Pkw-Hersteller bräuchten, gibt es aktuell nicht. Zudem sind die kleinen Wasserstoffkraftwerke technisch wesentlich aufwändiger und komplizierter als die vergleichsweise simplen Akkus – und damit auch teurer. Das dürfte tendenziell so bleiben, auch wenn der Bedarf an wertvollem Platin bei der Brennstoffzellen-Herstellung zuletzt gesunken ist. 

Noch wichtiger sind jedoch die Infrastrukturkosten. Die hohen Investitionen drohen zwar auch die Batterie-Elektromobilität auszubremsen, doch Strom ist im Prinzip schon heute überall zu finden, das Ladesäulennetz kann daher langsam und Schritt für Schritt erweitert werden. Beim Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur hingegen sind schon am Anfang hohe Investitionen nötig, vor allem in die nachhaltige Produktion sowie in die Lagerung des Gases. Sind diese Anlaufprobleme gelöst, ist ein Wasserstoffnetz allerdings vergleichsweise günstig, weil auf herkömmliche, leicht modifizierte Tankstellen zurückgegriffen werden kann. Zum Langstreckentransport würde sich zudem das bestehende Erdgasnetz eignen. 

Ab einer Flotte von zehn Millionen E-Autos in Deutschland wäre die H2-Infrastruktur sogar dauerhaft günstiger als ein Netz von Stromtankstellen, hat eine Studie des Forschungszentrums Jülich ergeben. Vorher allerdings liegt der Kostenvorteil bei den Batterie-Autos – wohl einer der Hauptgründe, warum sich Industrie und Politik für diesen Weg der CO2-Reduzierung im Verkehr entschieden haben. 

Doch Batterie-Autos können nicht immer und überall die Lösung sein. Sollen beispielsweise Lkw mit Strom fahren, müssten sie den größten Teil ihrer Zuglast und des Ladevolumens für gigantische Akkus opfern. Wasserstoff wiegt weniger und muss auch nicht in riesigen Mengen mitgeführt werden, weil das Gaszapfen viel schnell geht als das Stromtanken. Ähnliches gilt für Langstrecken-Pkw oder Linienbusse, die sich an den Wasserstoff-Nachfüllpunkten der Schnellstraßen entlanghangeln könnten. Allerdings gibt es auch andere Optionen: So hat Shell kürzlich eine Studie verfassen lassen, die das CO2-Einsparpotenzial von Flüssigerdgas im Güterverkehr hervorhebt. Als weitere Alternative testen erste Truck-Hersteller wie Scania Oberleitungen für die Stromversorgung von Langstrecken-Lkw auf Schnellstraßen. 

Ob, wann und wo sich Wasserstoff gegen die konkurrierenden Ansätze behaupten kann, ist noch offen. Ein Erfolg hängt nicht zuletzt davon ab, welche Rolle das Gas in der übrigen Energiewirtschaft künftig spielen wird. Prinzipiell eignet sich das Element beispielsweise hervorragend, um überschüssige Energie aus Sonnen- oder Windkraft in Zeiten geringen Bedarfs zu speichern. Dann müsste Wasserstoff von dort aus nur noch den Weg ins Auto schaffen.

Nissan E-Power – Elektroautos mit Auspuff kommen nach Europa

Nissan setzt bei der Elektrifizierung Europas nicht allein auf reine E-Autos wie den Leaf. In drei Jahren wollen die Japaner eine günstige Alternative auf den Markt bringen.

Nissan will seine Hybridtechnik ab 2022 in Europa anbieten. Beim sogenannten E-Power-System werden die Räder von einem Elektromotor angetrieben, der von einem Benzingenerator über eine kleine Pufferbatterie mit Strom versorgt wird. Letzterer läuft mit konstanter Drehzahl und somit besonders effizient, was den Kraftstoffverbrauch gegenüber dem direkten Antrieb der Räder senken soll. Nissan selbst sieht die selbst entwickelte Technik als günstigere Alternative zum Elektroantrieb, die zudem keine Ladeinfrastruktur benötigt. 

In Japan werden bereits seit mehreren Jahren E-Power-Varianten des Mini-Vans Note sowie im etwas größeren Serena angeboten. In welchen Modellen die Technik in Europa auf den  Markt kommt, sagt Nissan nicht. Denkbar wäre ein Start in der nächsten Generation des Kleinwagens Micra.

Honda-Pläne – Ab 2025 nur noch Hybride und E-Autos

Reine Benzin- und Diesel-Modelle soll es bei Honda in sechs Jahren nicht mehr zu kaufen geben. Stattdessen setzen die Japaner auf Elektrifizierung.

Der japanische Automobilhersteller Honda will in Europa ab 2025 nur noch elektrifizierte Neuwagen anbieten. Das hat das Unternehmen nun auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) angekündigt. Bislang lag die vorgesehene E-Quote bei 75 Prozent. Neben einem für 2020 erwarteten reinen E-Kleinwagen, der als Prototyp auf der Messe Premiere feiert, sollen auch Hybridmodelle zur Erfüllung des Ziels beitragen. Aktuell bietet die Marke das Kompakt-SUV CR-V mit einer Antriebskombination aus Benziner und Elektromotor an.

Genf 2019: Alfa Romeo Tonale

Mit seinem ersten SUV hat sich Alfa Romeo Zeit gelassen. Umso schneller steht das zweite am Start.

Alfa Romeo baut sein SUV-Programm aus. Auf dem Genfer Salon (7. bis 17. März) zeigen die Italiener mit der seriennahen Studie Tonale Concept, wie ein kleiner Bruder für den Mittelklasse-Crossover Stelvio aussehen dürfte. Wie letzterer entlehnt das Kompaktmodell seinen Namen einem Alpenpass, auch bei der dynamischen Form mit den schmalen Fenstern und dem schwungvoll abfallenden Heck stand der große Verwandte Pate. 

Während der Stelvio auf der großen Hinterradantriebs-Plattform des FCA-Konzerns basiert, dürfte der Tonale die Technik des Mini-SUV Jeep Renegade nutzen, die neben Front- auch Allradantrieb möglich macht. In der Studie kommt als Antrieb ein nicht näher bezeichnetes Plug-in-Hybrid-System zum Einsatz, das auch für die nahe Neapel gebaute Serienvariante in Frage kommt. Die Markteinführung dürfe 2020 erfolgen.

Fiat Concept Centoventi: Hauptsache grau

Fiat besinnt sich auf alte Tugenden. Auf eigene und auf fremde: Die Studie Centoventi soll so massentauglich und so billig sein wie das Model T von Ford. Auch beim Farbkonzept ließ man sich von dem US-Oldie inspirieren.

„Elektromobilität für alle“, heißt das Motto von Fiats neuer Kleinwagenstudie Concept Centoventi. Der betont erschwinglich gehaltene Stadtwagen kann dank modularer Auslegung dem eigenen Geschmack und dem eigenen Reichweitenbedarf angepasst werden. 

Der Fiat Centoventi will das E-Auto revolutionieren

Dass das recht klassisch gestaltete Steilheckmodell auf den ersten Blick an Fiats erfolgreiche Zeiten mit den Massenmodellen Uno und Panda I erinnert, dürfte kein Zufall sein. Was die beiden Kleinstwagen für das Benzin-Auto waren, soll der Centoventi für das E-Zeitalter darstellen: „demokratische“ Mobilität für alle. Günstig, aber cool. 

Einzige verfügbare Farbe, so die Idee, ist ein etwas freudloses Grau. Die eingeschränkte Farbwahl erinnert an das nur in Schwarz lieferbare Ford Model T, das Anfang des 20. Jahrhunderts das Auto zum Massenphänomen machte. Und bald darauf an seiner Einförmigkeit scheiterte, als mit dem Pkw-Markt auch das Individualisierungsbedürfnis der Kundschaft wuchs. Ein Fehler, den Fiat nicht wiederholen will. Damit Käufer das Auto zum persönlichen Einzelstück machen können, gibt es eine Auswahl an verschiedenen Beklebungen, Stoßfängertypen und Dachmodulen. Auf Wunsch ist sogar ein Stoffverdeck zu haben, das den Kleinwagen zum Cabrio macht. 

Das E-Auto ist streng modular aufgebaut

Auch der Innenraum bietet Platz für Privates. So verfügt das Armaturenbrett über kleine Löcher, die dank eines Lego-artigen Stecksystems den Einbau von zusätzlichen Komponenten beliebiger Form und Funktion ermöglichen. Auf serienmäßige Instrumente verzichtet die Studie, stattdessen kann man das eigene Smartphone hinter dem Lenkrad einklinken. 

Der Antrieb des 3,70 Meter langen Stadtautos erfolgt elektrisch, kann aber ebenfalls den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen angepasst werden. So lässt sich die werksseitige Reichweite von 100 Kilometern durch bis zu vier weitere Batteriemodule jederzeit auf bis zu 500 Kilometer erweitern. Die Upgrade-Akkus sollen nicht nur verkauft, sondern auch gemietet werden. Eine der Batterien lässt sich zudem ausbauen und im eigenen Wohnzimmer an der Steckdose aufladen. 

Auch wenn es sich beim Centoventi um eine Studie handelt, meint Fiat das Konzept offenbar durchaus ernst. Der Hersteller spricht relativ konkret von einer Zukunft und bewirbt das Modell als preiswertestes Batterie-Elektroauto auf dem Markt, das zudem am einfachsten zu reinigen, zu reparieren sowie zu warten sei und mit geringerem Schadensrisiko und noch niedrigeren Gesamtbetriebskosten aufwarte als die Modelle der Konkurrenz.

Genf: Audi Q4 E-Tron Concept

Neben elektrischen Luxus-SUV und Sportwagen will Audi künftig auch Massenautos mit E-Antrieb bauen. Ein erstes Modell gibt es als Studie in Genf zu sehen – wenn auch noch nur in einer teuren Hochleistungsvariante.

Audi setzt bei seiner Elektro-Offensive auch auf Konzerntechnik. Wie das erste Modell der Ingolstädter auf Basis des VW-Elektrobaukastens aussehen könnte, zeigt auf dem Genfer Salon (7. bis 17. März) die Studie Q4 E-Tron. Das Serienauto soll Ende 2020 als dann bereits fünftes E-Auto der Marke starten – und das erste E-Tron-Modell sein, das den europäischen Normalfahrer im Auge hat

Wie das erste Modell der Ingolstädter auf Basis des VW-Elektrobaukastens aussehen könnte, zeigt auf dem Genfer Salon die Studie Q4 E-Tron

Optisch wird sich das kompakte E-SUV am bereits gestarteten Audi E-Tron orientieren, der noch nicht auf dem Elektrobaukasten basiert, sondern im Kern ein auf Elektroantrieb umgebauter Q5 ist. Anders als dieser dürfte der Q4 die Platzvorteile der neuen Antriebstechnik voll ausnutzen und aus einer Grundfläche von 4,59 x 1,90 Metern ein überdurchschnittliches Raumangebot schöpfen. Dem Sitzkomfort für die Passagiere soll dabei auch zugute kommen, dass anders als bei Modellen mit Verbrennungsmotor auf den Kardantunnel verzichtet werden kann.

Dem Sitzkomfort für die Passagiere soll dabei auch zugute kommen, dass anders als bei Modellen mit Verbrennungsmotor auf den Kardantunnel verzichtet werden kann

Als Antrieb kommen in der Studie zwei E-Motoren zum Einsatz, einer an der Vorder-, der andere an der Hinterachse. Zusammen bilden sie einen Allradantrieb und stellen 225 kW/306 PS Leistung zur Verfügung. Strom erhalten sie aus einem 82 kWh großen Akku, der eine Reichweite von mehr als 450 Kilometern ermöglichen soll. Geladen wird der Energiespeicher mit bis zu 125 kW Leistung. In der Serienvariante könnte eine derartige Technik-Kombination die Spitze des Angebots bilden, dank modularer Bauweise wird es mit Sicherheit aber auch zivilere Varianten mit kleinerem Akku und nur einem Motor geben.

Das Serienauto soll Ende 2020 als dann bereits fünftes E-Auto der Marke starten – und das erste E-Tron-Modell sein, das den europäischen Normalfahrer im Auge hat

Der Q4 E-Tron zählt zu den wichtigsten Bausteinen der E-Auto-Strategie der VW-Tochter. Mit dem E-Tron auf Q5-Basis haben die Ingolstädter seit kurzem ihr erstes Modell am Start, das in Kürze von dem Crossover-Coupé E-Tron Sportback flankiert wird. Dann folgt das nur für China vorgesehenen Mini-SUV Q2L E-Tron, bevor 2020 der gemeinsam mit Porsche entwickelte E-Tron GT startet. Kurz darauf folgt dann der Q4 E-tron, der von allen Modellen das absatzträchtigste sein dürfte. Weitere Autos auf Basis des VW-Elektrobaukastens sowie der Audi-Porsche-Architektur sollen bald darauf folgen. Bis 2025 will Audi zwölf reine Elektromobile auf der Straße haben.

Genfer Salon 2019

Renault Clio, Peugeot 208 und Skoda Kamiq – kleine und günstige Autos zählen dieses Jahr zu den Stars des Genfer Salons. Doch es gibt auch wieder klassischen Luxus.

Mit dem Genfer Salon startet das Autojahr 2019. In diesem Jahr gibt es neue Kleinwagen mit Bestseller-Potenzial, zahlreiche Modell-Liftings und aufregende Studien zu sehen. Ein Überblick von A bis Z.

Aston Martin
Aston Martins Tochtermarke Lagonda gibt mit dem All-Terrain Concept einen Ausblick auf ein kommendes Elektro-SUV. Das neue Showcar ähnelt einer 2018 ebenfalls von Lagonda in Genf vorgestellten futuristischen Limousine mit Elektroantrieb. Bereits damals hatten die Briten die Fortführung der Traditionsmarke als Elektroauto-Hersteller angekündigt.

Audi
Auch Audi nutzt den Elektroauto-Baukasten von Konzernmutter VW. Einen ersten Ausblick auf einen kompakten SUV-Stromer gibt die Studie Q4 E-Tron, die wohl auch ein Zeichen in Richtung des Wettbewerbers Tesla senden soll, der Mitte März sein Konkurrenzmodell Model Y präsentieren will. Auf die Straße dürfte das kompakte Audi-SUV aber frühestens 2020 rollen.

Bentley
Die britische VW-Tochter feiert ihren 100. Geburtstag und stellt aus diesem Anlass ein Sondermodell mit Bezug zu seiner Rennsportgeschichte vor.

BMW
Die Münchner setzen zur CO2-Minderung konsequent auf die Elektrifizierung der Modellpalette. In Genf gibt es unter anderem neue Plug-in-Hybridvarianten von 3er, X5 und 7er zu sehen. Letzterer zeigt zudem erstmals auf einer Messe seine geliftete Schnauze mit dem nun noch einmal vergrößerten Kühlergrill.

Citroen
Zwei Türen, zwei Sitze, 2,50 Meter lang, dabei nur 1,50 Meter breit und exakt genauso hoch – die Citroen-Studie Ami One sieht aus wie ein Würfel auf Rädern. Das zweisitzige Elektroauto soll eine Antwort auf die Umwelt- und Verkehrsprobleme von Metropolen sein. Daneben gibt es die Studie einer möglichen weitere Camper-Variante der Großraumlimousine Spacetourer, die sich speziell an Fahrradurlauber wendet.

Cupra
Die 2018 neu gegründete Marke betont mit der Studie ihres ersten eigenständigen Modells die Unabhängigkeit von Muttermarke Seat. Das Formentor genannte SUV-Coupé orientiert sich optisch am Mittelklasse-Crossover Seat Tarraco, kommt aber im Detail deutlich aggressiver daher und soll mit seiner abfallenden Dachlinie mehr Dynamik ausstrahlen. Für den Antrieb sorgt ein Plug-in-Hybrid mit 180 kW/245 PS, der 50 Kilometer rein elektrische Fahrt ermöglichen soll.

Dacia
Die rumänische Renault-Tochter konzentriert sich auf seine neue Sondermodellreihe „Ultimate“, in der Duster, Sandero und Logan erscheinen werden.

e.Go
Die Aachener E-Autospezialisten der e.Go Mobile und des Schwesterunternehmens e.Go Moove zeigen zwei neue Fahrzeugkonzepte: Neben einer Sportversion des Elektrokleinstwagens e.Go Life ist auch eine Luxusvariante des elektrisch angetriebenen Minibus‘ e.Go Mover zu sehen.

Ferrari
Die Italiener schicken ihren Mittelmotor-Sportwagen in die nächst Runde: Als Nachfolger des 488 GTB feiert der F8 Tributo Premiere, der in Kürze zu Preisen deutlich oberhalb von 200.000 Euro das Werk in Maranello verlässt. Angetrieben wird der innen wie außen stark modifizierte Zweisitzer vom aktuell stärksten Motor der Italiener, einem 3,9-Liter-V8-Turbo mit 530 kW/720 PS und einem Drehmoment von 770 Nm. Im Vorgängermodell war diese Version des Achtzylinders der Spitzenausführung „Pista“ vorbehalten. Darüber hinaus soll der F8 von einem gegenüber dem 488 um rund 40 Kilogramm verringerten Gewicht sowie einer um 10 Prozent besseren Aerodynamik profitieren.

Ford
Ford verzichtet in diesem Jahr auf den Genfer Salon.

GFG Style Kangaroo
Die von Giorgetto and Fabrizio Giugiaro 2015 gegründete Designschmiede GFG Style führt mit dem Kangaroo eine neue Fahrzeugkategorie namens Hyper-SUV ein. Das rein elektrisch angetriebene Konzeptauto kombiniert Sportwagen- mit SUV-Elementen. Ob es sich um eine reine Designübung handelt oder der Kangaroo Ausblick auf ein mögliches Serienmodell bietet, sagen die Italiener noch nicht.

Honda
Die Japaner haben mit ihrem bereits 2017 angekündigten Elektro-Kleinwagen einen potenziellen Sympathieträger für die E-Mobilität im Köcher. Während das Serienauto wohl noch bis mindestens 2020 auf sich warten lässt, soll in Genf ein Prototyp das Interesse frisch halten. Äußerlich fällt er etwas rundlicher aus als das Konzeptfahrzeug, im Cockpit gibt es viele senkrechte Linien, klare Formen und generell leichtes Retro-Flair. Für moderne Elemente sorgt ein großer Bildschirm im Armaturenbrett. Für Europa sind zunächst nur 5.000 Exemplare vorgesehen.

Hyundai
Die Koreaner verzichten dieses Jahr auf Genf.

Italdesign
Die Designer von VW-Tochter Italdesign zeigen ihre Vision eines elektrischen Gran Turismo. Bei der noch namenlosen Studie handelt es sich um einen knapp fünf Meter langen 2+2-Sitzer mit klassischen Proportionen, der unter der langen Haube aber einen E-Motor statt eines großvolumigen Benziners trägt.

Jeep
Nach Wrangler und Gladiator herrscht bei Jeep erst einmal Neuheiten-Pause. In Genf überbrückt die Marke das mit zahlreichen Sondermodellen, unter anderem dem Kompakt-SUV Compass Night Eagle, das in Kürze ab 29.700 Euro zu haben ist und unter anderem mit schwarzen Karosserieelementen und erweiterter Ausstattung aufwartet

Kia
Die Koreaner spendieren den Hybridvarianten des Niro ein optisches und technisches Upgrade. Unter anderem gibt es neues Infotainment, am Antrieb ändert sich nichts. Flankiert wird das kleine SUV von einer Elektroauto-Studie, die statt klassischer Scheinwerfer ein umlaufendes Leuchtenband trägt.

Koenigsegg
Der schwedische Supersportwagenbauer stellt einen Nachfolger für den Agera RS vor, der auf den Namen Ragnarok hört.

Lamborghini
Die Italiener haben ihr Einstiegsmodell Huracan überarbeitet. Wichtigste Änderung an dem 470 kW/640 PS starken Sportwagen: die komplett neue Fahrwerksabstimmung inklusive Torque-Vectoring-Allradantrieb und Allradlenkung. Die Preise für das geliftete Coupé mit dem neuen Beinamen „Evo“ starten bei 219.000 Euro, die Cabriovariante Spyder kostet rund 240.000 Euro.

Mazda
Die IAA haben die Japaner bereits abgesagt, die Premiere des Jahres feiern sie daher auf dem Genfer Salon mit dem Kompakt-SUV CX-4 – ein kleiner Bruder für den Tiguan-Konkurrenten CX-5. Die Technik stammt vom neu aufgelegten Mazda3, der in der Schweiz seine europäische Messepremiere hat.

Mercedes
Spätestens seit der kantige GLK zum sportlichen GLC geworden ist, ist das Mittelklasse-SUV zum Erfolgsmodell geworden. Dank eines vorsichtigen Liftings soll es das weiterhin bleiben. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen neben dem aufgefrischten Motorenprogramm mit elektrischer Unterstützung die weiterentwickelten Assistenten und das Bediensystem MBUX, zu dem neben dem großen Touchscreen im überholten Cockpit auch die Sprachsteuerung nach dem Prinzip „Hey Mercedes“ gehört. Das wohl aktuell fortschrittlichste Infotainmentsystem auf dem Markt hat auch der CLA Shooting Brake an Bord, die schnittige Kombivariante des eleganten A-Klasse-Ablegers, die mit Technik und Design vor allem jüngere Kundengruppen ansprechen soll. Als Studie ist darüber hinaus die Elektrovariante der frisch gelifteten V-Klasse zu sehen.

Mitsubishi
Mit einem weiteren Lifting halten die Japaner ihr Kompakt-SUV ASX für die kommenden Jahre up to date. Die augenfälligste Änderung betrifft die Front mit einem nun prägnanter gezeichneten Kühlergrill, neuem Stoßfänger mit Unterfahrschutz-Elementen und auffälligen Tagfahrleuchten im Glasbaustein-Stil. Dazu kommt ein neuer 2,0-Liter-Benziner, der künftig der einzige Motor im Programm ist.

Nissan
Der Qashqai ist Nissans Erfolgsmodell in Europa. Auf der Frühjahrsmesse zeigen die Japaner in Form der Studie IMQ, wie es mit dem Crossover künftig weitergehen könnte.

Opel
Die Rüsselsheimer sind nicht in Genf vertreten.

Peugeot
Nach den SUV und dem Mittelklassemodell 508 trägt nun auch Peugeots Kleinwagenbaureihe den neuen kantigen Stil der Marke. Der 208 legt in der neuen Generation seine rundliche Niedlichkeit ab und tritt deutlich erwachsener auf als zuletzt. Neben konventionellen Motoren wird es erstmals auch einen E-Antrieb geben, mit dem das Stadtauto in 8,1 Sekunden auf Tempo 100 flitzen und im Idealfall 340 Kilometer (nach WLTP) zurücklegt. Der Franzose erlaubt zudem erste Spekulationen zu seinem kommenden Technikbruder Opel Corsa, der mangels Messepräsenz der Rüsselsheimer aber erst später im Jahr Premiere feiert. Als Studie hat Peugeot eine Sportvariante des 508 mitgebracht, angetrieben von einem 400 PS starken Plug-in-Hybridsystem.

Piëch Automotive
Um den Namen Piëch ist es in der Welt der Mobile lange ruhig geblieben, doch zum Genfer Autosalon kehrt der Auto-Clan mit der von Ferdinand Piëchs Sohn Anton gegründeten Marke Piëch Automotive zurück ins Rampenlicht. Präsentiert wird das rein elektrisch angetriebenes Konzeptauto Mark Zero, der Vorbote einer ganzen Modellfamilie von exklusiven E-Modellen sein soll.

Pininfarina
Als erstes komplett selbst entwickeltes Auto der traditionsreichen Designschmiede Pininfarina feiert der Supersportwagen Battista Premiere. Das nach dem 1966 verstorbenen Firmengründer benannte Elektro-Coupé soll das leistungsstärkste und schnellste italienische Auto aller Zeiten sein. Die Motorleistung gibt das Unternehmen mit 1.416 kW/1.926 PS an, die Höchstgeschwindigkeit soll jenseits von 400 km/h liegen. Das rund zwei Millionen Euro teure Modell soll außerdem den Start des Designstudios als E-Autohersteller markieren.

Polestar
War das erste Modell des elektrischen Volvo-Ablegers noch ein exorbitant teurer Luxus-Sportler in Kleinserie, ist Nummer 2 deutlich nahbarer. Der bis zu 300 kW/408 PS starke Polstar 2, der nach der modischen Online-Premiere Ende Februar in Genf sein Messedebüt gibt, nimmt mit dem Tesla Model 3 ein Massenmodell ins Visier. Mit ähnlichem Preismodell: Zunächst gibt es eine Start-Edition für 60.000 Euro, später kommt die Volumenvariante für 40.000 Euro. Die Reichweite soll bis zu 500 Kilometer betragen.

Porsche
Bis zum Debüt des Taycan später im Jahr begnügt sich Porsche mit Derivaten und Varianten bekannter Modelle. In Genf gibt es das 911 Cabrio zu sehen, das in den Versionen Carrera S und 4S zu haben ist. Die Preise starten bei 134.400 beziehungsweise 142.300 Euro. Zunächst einziger Motor ist ein 331 kW/450 PS starker 3,0-Liter-Turbobenziner. Eine Preis- und Leistungsklasse tiefer werben neue Leichtbauvarianten des Einstiegssportlers 718 um fahrspaßorientierte Kundschaft. Die Preise der T-Modelle von Cayman und Boxster (220 kW/300 PS) starten bei 63.000 Euro.

Renault
Trotz seines relativ hohen Alters war der Renault Clio im vergangenen Jahr hinter dem VW Golf das meistverkaufte Auto Europas. Im Sommer kommt nun die neue Generation, äußerlich eher aufpoliert als wirklich verändert, unter dem Blech aber komplett neu. Das wirtschaftlich wichtigste Modell der Marke steht auf einer neuen Kleinwagenplattform, die künftig auch die Konzerngeschwister Nissan Juke und Dacia Sandero tragen wird und die bessere Platzverhältnisse ermöglichen soll. Außerdem ziehen ein modernes Infotainment-System und neue Motoren ein. Flankiert wird der Clio von seinem frisch geliftete, kleinen Bruder Twingo, der unter anderem mit einem neuen Einstiegsmotor aufwartet.

Seat
Wenn in der zweiten Jahreshälfte der achte VW Golf debütiert, folgen ihm in kurzen Abständen auch seine Konzernbrüder. Wie das neue Kompaktmodell von Seat aussieht, zeigen die Spanier in Genf in Form einer Studie.

Skoda
Mit dem Mini-SUV Kamiq schicken die Tschechen ihre Variante von VW T-Cross und Seat Arona ins Rennen. Der Crossover ordnet sich unterhalb der Modelle Karoq und Kodiaq ein und orientiert sich optisch an der Studie Vision, die 2018 in Genf gezeigt wurde. Unter der Haube arbeiten Diesel- und Ottotriebwerke zwischen 70 kW/95 PS und 110 kW/150 PS, die Preise dürften bei rund 18.000 Euro starten. Neben dem Serienmodell ist auf dem Stand der VW-Tochter die Studie Vision iV zu sehen, die einen Ausblick auf einen kommenden Elektro-Crossover der Marke gibt.

Smart
Vergangenes Jahr im Herbst präsentierte Smart auf dem Pariser Autosalon das Konzeptfahrzeug Forease. Mit knackiger Speedster-Optik sollte der Zweisitzer Lust auf urbane Mobilität wecken. Der Verzicht auf ein Dach verlieh der Studie zudem ein gewisses Maß an Radikalität.In Genf präsentiert die Daimler-Tochter mit der Studie Forease+ nun eine entschärfte und alltagstauglicher Variante mit Notdach. Ein Serienmodell wird es wohl trotzdem nicht geben.

Ssangyong
Der koreanische Autohersteller legt sein Kompakt-SUV Korando neu auf. Bei den Antrieben kündigen die Koreaner einen komplett neuen 1,5-Liter-Turbobenziner sowie einen überarbeiteten 1,6-Liter-Diesel an, auch eine E-Variante ist geplant. Mit weiteren Details ist der Hersteller noch zurückhaltend, verspricht aber eine besonders hohe Kopffreiheit sowie einen im Klassenvergleich geräumigen Fond. Allradantrieb dürfte zumindest optional zu haben sein. Preislich wird sich der Koreaner wohl wieder am unteren Ende des Segments ansiedeln und bei rund 20.000 Euro starten.

Subaru
In guter Tradition stellt der Allradspezialist eine Studie aus seiner Viziv-Familie vor. Der kompakte Crossover kündigt ein entsprechendes Serienmodell an. Wahrscheinlich wird es dann auch einen der elektrifizierten Antriebsstränge erhalten, die die Japaner auf der Messe unter dem Schlagwort E-Boxer präsentieren. Europapremiere feiert zudem der neue Subaru Forester.

Toyota
Ohne Ausstattungslinien mit speziellem Design geht in der Kompaktklasse heute nichts mehr. Toyota zeigt den neuen Corolla daher in der Schweiz als „Trek“-Kombi im Offroad-Stil sowie als „GR Sport“ in dynamischer Optik. Auf den Markt kommen die beiden Varianten allerdings erst in einem Jahr.

Volvo
Die Schweden verzichten auf einen Auftritt in Genf, schicken aber ihre Tochter Polestar.

VW
Kraft sparen für die zweite Jahreshälfte könnte das Motto in Wolfsburg heißen. Dann stehen die Premieren des Golf VIII und der ID-Elektroautofamilie an. In Genf gibt es mit dem ID Buggy Concept ein mögliches künftiges Mitglied zu sehen, das die spaßige Seite der E-Mobilität betonen und Sympathien für den neuen VW-Kurs gewinnen soll. Dass man in Wolfsburg auch das klassische Geschäftsmodell nicht vergisst, zeigt der T-Roc R, eine 221 kW/300 PS starke Sportvariante des kleinen Tiguan-Ablegers. Und mit der Facelift-Variante des Passat präsentiert sich ein klassischer Umsatzbringer in modernisiertem Gewand.

Test: Ford Fiesta ST

Erwachsenwerden kann ja durchaus mit Spaßverlust einhergehen. Muss es aber nicht, wie der Ford Fiesta ST zeigt.

Gleichzeitig mit dem Ford Fiesta ist auch dessen sportlicher Ableger ST beim Modellwechsel deutlich erwachsener geworden. Wirkt sich das auf den unverstellten Charme des kleinen Kraftpakets aus? Wir werden sehen.

Mit seiner Kurvenperformance kann der neue Fiesta ST Eindruck schinden

In der seit Sommer 2017 angebotenen achten Generation ist der Kölner Kleinwagen Fiesta schon fast zum Focus-Konkurrenten gereift. Nicht nur, dass er erstmals die Vier-Meter-Grenze überragt und fast 300 Liter Gepäckraum bietet –  sein ganzer Auftritt ist erwachsener geworden, die Ausstattungs- und Variantenliste länger, die Technik aufwendiger. Was den Durchschnittskäufer auch angesichts eher verhalten erhöhter Preise gefreut hat, hat so manchem Puristen Sorgenfalten auf die Stirn gebügelt: Würde dadurch auch das beliebte Sportmodell Fiesta ST seinen jugendlich-temperamentvollen Charakter verlieren?

Das Sportstyling des Fiesta ST fällt dezent aus

Die Hautfurchen dürften sich mittlerweile geglättet haben. Denn der ST hat zwar ebenfalls eine Modernisierungs-Kur hinter sich, bleibt aber im Wesen ganz der Alte. Beispiel Motor: Hochaufgeladene Dreizylinder gelten ja nicht nur in Sportfahrer-Kreisen als bestenfalls für  Rasenmäher geeignet. Im Fiesta entwickelt das Zylinder-Trio mit seinen 1,5 Litern Hubraum jedoch einen Druck, der auch einem ausgewachsenen Mähdrescher gut zu Gesicht stehen würde. Schon bei halb durchgetretenem Pedal zerren die 147 kW/200 PS und 290 Nm den kleinen Ford vehement nach vorne, bei Bodenkontakt wird er gar zum Geschoss. Dass der Normverbrauch von 6,0 Litern sich dann sofort in Rauch auflöst, verwundert nicht. Eher schon, dass man mit Ruhe und Gelassenheit durchaus in die Nähe der herstellerseitigen Verbrauchsversprechens kommen kann.

Starker Stürmer: Der neue Ford Fiesta ST

Auch akustisch überzeugt das Downsizing-Triebwerk – wenn auch nur dank elektronischer Modulation der mechanischen Geräusche. Immerhin herrscht so im Innenraum ein kerniger, sonorer Klang, der mit steigender Drehzahl einen metallischen Einschlag erhält. Der Motor ist zwar permanent zu hören, nervt verblüffender weise aber auch im ruhigeren Pendler- oder Stadtstau-Alltag klanglich nicht. Generell sind Stop-and-go-Passagen oder zähflüssiger Verkehr keine Quälerei im Fiesta ST. Lenkung und Pedalerie sind zwar straffer als in normalen Kleinwagen, verlangen aber keinen besonderen Kraftaufwand und lassen sich ermüdungsfrei bedienen. Die Sechsgang-Handschaltung könnte hingegen ein wenig knackiger, mit kürzeren Schaltwegen, ausfallen. Sie wirkt stattdessen wie die (durchaus ordentliche) im Standardmodell.

Die aufgeräumte Kommandozentrale des Fiesta ST mit dem optionalen Acht-Zoll-Touchscreen

Unterm Strich sind die ST-spezifischen Modifikationen sowieso einigermaßen zurückhaltend ausgeführt. Außen gibt es spezielle Felgen, rote Bremssättel, geänderte Stoßfänger und einen Dachkantenspoiler. Innen finden sich serienmäßig hervorragende Recaro-Sportsitze, Alu-Pedale und ein unten abgeflachtes Lenkrad. Für zusätzliches Sport-Flair sorgt eine beim Motorstart abgespielte ST-Animation im Bildschirm der Mittelkonsole. Wer einen dezenten Auftritt mag, kann sich mit dem Sport-Fiesta also auch vor der Oper sehen lassen. Wer es brachialer will, findet im Ford-Zubehörkatalog oder im Teilehandel sicherlich genügend Material zur optischen Optimierung.

Bereits in der Basisversion gehören Recaro-Sitze zur Serienausstattung

Für den Prachtboulevard oder das abendliche Autofan-Treffen an der Tankstelle ist der Fiesta ST aber nicht gemacht. Er will auf die Straße, und zwar am besten auf eine kurvige. Dort nimmt er dank mechanischer Sperre auch enge Kehren mit Tempo, wirft sich mit seiner sehr direkten Lenkung um jede Ecke und wuselt ganz allgemein mit seinem kurzen Radstand flink umher. Das Fahrverhalten bleibt dabei immer vorherseh- und beherrschbar. Wer es auf abgesperrter Strecke etwas extremer mag, wählt über einen Schalter in der Mittelkonsole das „Track“-Fahrprogramm an, das die elektronischen Fahrhilfen zurückpfeift. Etwas ziviler sind die elektronischen Anpassungen im „ST“-Modus, der über die gleiche Taste wählbar ist. Das bockharte Fahrwerk bleibt davon zwar unbeeindruckt, ist gleichzeitig aber nicht so brutal ausgelegt, dass der Kleinwagen zum sprichwörtlichen Brötchenholen nicht nutzbar wäre.

Drei Zylinder reichen, um viel Spaß zu haben

Der Fiesta ST ist also mehr als ein verlässlicher Fahrspaß-Lieferant. Und dass zu einem durchaus fairen Preis: 22.600 Euro kostet der ST als Dreitürer (Fünftürer ab 23.400 Euro), Extras wie die erwähnten Karosserie- und Cockpit-Extras, 17-Zoll-Felgen und ein Spurhalteassistent sind dann schon dabei. Wer 500 Euro für das „Styling Paket“ drauflegt erhält ein bisschen Glitter wie getönte Scheiben und Ziernähte an den Sitzen. Beliebt und kaum verzichtbar bei der geneigten Kundschaft dürfte zudem das „Performance-Paket“ mit mechanischem Sperrdifferenzial und Launch-Control-Funktion sein (1.100 Euro).

Für deutlich unter 30.000 Euro gibt es damit ein sehr schnelles und dynamisches Auto, das aber im Vergleich mit dem Vorgängermodell mehr Komfort und Alltagsnutzen bietet. Erwachsenwerden ist also auch für einen kleinen Sportwagen nicht automatisch ein Nachteil.

Ford Fiesta ST – Technische Daten:

Drei- oder fünftüriger, fünfsitziger Kleinwagen; Länge: 4,07 Meter, Breite: 1,78 Meter (mit Außenspiegeln: 1,94), Höhe: 1,47 Meter, Radstand: 2,49 Meter, Kofferraumvolumen: 292 – 1.093 Liter (mit Reifen-Reparatur-Set)

1,5-Liter-Dreizylinder-Benzinmotor, 6-Gang-Schaltgetriebe, 147 kW/200 PS, maximales Drehmoment: 290 Nm bei 1.600 – 4.000 U/min, 0-100 km/h: 6,5 s, Vmax: 232 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,0 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 136 g/km, Abgasnorm: Euro 6d Temp, Effizienzklasse: D, Testverbrauch: 7,6 l/100 km; Preis: ab 21.100 Euro

Kurzcharakteristik – Ford Fiesta ST:

Warum: weil er Spaß macht

Warum nicht: weil Spaß im Stau und im zähflüssigen Stadtverkehr wenig zählt

Was sonst: VW Polo GTI, Renault Clio RS, Peugeot 208 GTi