Audi setzt auf Wasserstoff – Brennstoffzelle als Alternative zur Batterie

Die Brennstoffzelle stand beim E-Auto zuletzt im Schatten der Batterien. Bei Audi soll sie nun wieder ins Licht treten.

Audi holt die Brennstoffzelle wieder aus der Schublade. Die Ingolstädter wollen die Entwicklung der Wasserstofftechnologie beschleunigen, wie das britische Magazin „Autocar“ unter Bezug auf Firmenchef Bram Schot berichtet. In diesem Zusammenhang will Audi innerhalb des VW-Konzerns zum Kompetenzzentrum für Brennstoffzellen werden. Noch im laufenden Jahr wollen die Ingolstädter die Studie eines entsprechenden E-Autos vorstellen, 2021 könnte ein fertiges Modell im Leasing angeboten werden. Zuletzt hatte Audi 2016 die Brennstoffzellentechnik mit einer Fahrzeugstudie öffentlich in den Fokus gestellt.

Mit der Brennstoffzelle würde Audi eine Alternative zur Batterie in der Hinterhand haben. Eventuelle Lieferengpässe oder die Abhängigkeit von asiatischen Zellproduzenten könnte so verringert werden. Die Wasserstofftechnik bietet vor allem im Güterverkehr und für Langstrecken-Pkw gegenüber vergleichbaren Batterien Reichweitenvorteile, auch die Betankung ist schneller erledigt als das Aufladen. Die lange Zeit eher stiefmütterlich behandelte Brennstoffzelle könnte daher in Zukunft neuen Schwung erhalten; kürzlich hatte bereits der Stuttgarter Zulieferer Bosch angekündigt, in die Produktion einzusteigen.

Deutsche Elektroautoflotte – Hamburg hat die meisten

Bei der E-Auto-Verteilung in Deutschland gibt es ein Ost-West-Gefälle. Stark vertreten sind die Stromer vor allem in Bayern und Baden-Württemberg. Der wahre E-Mobilitätsprimus unter den Bundesländern ist aber ein anderer.

Hamburg ist das Bundesland mit der höchsten Elektroautodichte. Auf 1.000 Einwohner der Hansestadt kommen nach Daten der Agentur für Erneuerbare Energie (AEE) 2,81 batteriegetriebene Pkw. Damit liegt die norddeutsche Metropole vor dem Automobilstandort Bayern mit einer Quote von 2,52 E-Autos pro 1.000 Einwohner. Bei den absoluten Zulassungszahlen liegt die Heimat von Audi und BMW mit 20.063 Einheiten bundesweit an der Spitze.

E-Mobilitäts-Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt, wo auf 1.000 Einwohner nur 0,71 E-Mobile kommen. Wenig besser ist die Bilanz in Mecklenburg-Vorpommern (0,73) und Thüringen (1,0). In absoluten Zahlen liegt der Stadtstaat Bremen mit 446 zugelassenen Stromern auf dem hintersten Platz. Insgesamt sind in Deutschland 83.175 reine E-Autos zugelassen, der Anteil pro 1.000 Einwohner liegt bei 1,77.

Pkw-Markt – Nachfrage bei Privatkunden im April konstant

Der deutsch Pkw-Markt ist im April geschrumpft. Allerdings kaum bei den Privatkunden.

Die Privatkundennachfrage nach Neuwagen stagniert. Im April wurden in Deutschland rund 120.000 neue Pkw auf Privatpersonen zugelassen. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem leichten Minus von 0,6 Prozent, wie der Kfz-Importeursverband VDIK mitteilt. Dessen Mitglieder steigerten ihren Anteil am Privatkundenmarkt gegenüber dem April 2018 von 44,8 auf 46 Prozent. Insgesamt wurden im April 310.715 Pkw neu zugelassen, 1,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Europäischer Pkw-Markt – Neuer Tiefstand beim Diesel

Der Diesel bleibt in Europa in der Krise. Profitieren können unter anderem Autos mit alternativen Antrieben.

Der Dieselanteil bei Europas Neuwagen ist im März auf den tiefsten Monatsstand in diesem Jahrtausend gesunken. Laut Daten der Beratungsagentur Jato hatten 31 Prozent aller in der EU-23 zugelassenen neuen Pkw einen Selbstzünder an Bord, im Vorjahresmonat waren es noch 36 Prozent. Im Gegenzug hat der Anteil der Benziner von 57 Prozent auf 60 Prozent zugelegt, die Quote alternativer Antriebe stieg von 5,3 auf 7,1 Prozent. Erfolgreichstes Modell  dieser Sparte war das Elektroauto Tesla Model 3 mit knapp 16.000 Neuzulassungen, gefolgt vom Hybrid-Kleinwagen Toyota Yaris mit knapp 13.000 Neuzulassungen und dem rund 12.000 Mal verkauften Hybrid-SUV Toyota C-HR.