Fast eine Million Tonnen Salz und Sole

Der vergangene Winter war für den Autoverkehr härter als die vorangegangenen. Aber lange nicht so hart wie der fünf Jahre zuvor.

Rund 980.000 Tonnen Streusalz und Sole sind im Winter 2017/2018 auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen eingesetzt worden. Dazu kamen rund 36 Tonnen abstumpfende Mittel wie Sand oder Split, wie die Bundesregierung auf eine Anfrage des Parlaments mitteilt. Die Kosten für den Winterdienst beliefen sich auf rund 197 Millionen Euro.

Im Vergleich mit den vorangegangenen Wintern war die Streusalzmenge 2017/2018 vergleichsweise hoch: 2015/2016 wurden rund 580.000 Tonnen gestreut, 2014/2015 waren es 650.000 Tonnen. Die höchste Menge diesem Jahrzehnt musste 2012/2013 ausgebracht werden, als rund 2,3 Millionen Tonnen gestreut wurde.

Skoda Octavia Neuer Benziner und neue Getriebe

Kurz vor dem Modellwechsel wird noch einmal aufgeräumt: Skoda ordnet die Antriebspalette beim Octavia neu.

Skoda streicht beim Octavia den 1,8-Liter-Benziner mit 132 kW/180 PS Leistung. Stattdessen kommt ab sofort ein 140 kW/190 PS starker 2,0-Liter-Motor zum Einsatz, der mit Front- und Allradantrieb kombinierbar ist. Die Kraftübertragung leistet in allen Fällen ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Preise starten bei 30.140 Euro für die Limousine, den Kombi gibt es für 700 Euro mehr.

Darüber hinaus ersetzt nun beim 135 kW/184 PS starken Top-Diesel in der Sportvariante RS ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe die bisher angebotene Sechsgang-Version – sowohl in der Frontantriebs- als auch in der Allradausführung. Die Preisliste beginnt bei 35.490 Euro für die Limousine.

Die nächste Generation von Skodas Kompaktmodell wird noch in diesem Jahr erwartet. Limousine und Kombi basieren dann auf dem MQB-Konzernbaukasten und sollen mit prägnanterem Design Selbstbewusstsein demonstrieren.

Toyota RAV4 Hybrid Diesel-Alternative ab 33.000 Euro

Toyota verzichtet beim Kompakt-SUV RAV4 auf einen Dieselmotor. Stattdessen gibt es einen Hybrid – für 3.000 Euro Aufpreis gegenüber dem Benziner.

Zu Preisen ab 33.000 Euro kommt Ende Januar die Hybrid-Variante des Toyota RAV4 auf den Markt. Die Basisvariante verfügt über eine 160 kW/218 PS starke Kombination aus 2,5-Liter-Benziner und Elektromotor, die die Vorderräder des Kompakt-SUV antreibt. Zur Ausstattung zählen unter anderem LED-Scheinwerfer, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Alternativ ist ab 38.000 Euro eine 163 kW/222 PS starke Allrad-Ausführung zu haben, die zudem mit besserer Ausstattung aufwartet. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 4,5 beziehungsweise 4,8 Litern je 100 Kilometer an.

Neben den Hybridmodellen bietet Toyota den frisch erneuerten RAV4 ausschließlich als Benziner an (ab 30.000 Euro). Ein Diesel ist nicht mehr zu haben, stattdessen soll der Hybrid für Kraftstoffeffizienz sorgen. Gegenüber der Vorgängergeneration ist der Preis für den Doppelmotor-Ausführung laut Hersteller um 800 Euro gesunken.

Test: Mazda CX-3 2019

Ein kleines SUV muss kein aufgebockter Kleinwagen sein. Wenn man es richtig macht, werden technische Gene mit schickem Design vereint. Mazda macht beim CX-3 viel richtig.

Mazda startete mit dem CX-3 spät ins das Boom-Segment der kleinen SUV. Vielleicht haben die Japaner aus diesem Grund den Fehler vermeiden könne, einfach einen Kleinwagen ein paar Zentimeter höher zu legen und ein paar Plastikplanken zu verpassen. Der 4,28 Meter lange Crossover wirkt stattdessen stimmig und wie aus einem Guss.

Das Cockpit des CX-3 – aufgeräumt.

Auch beim CX-3 stammt die Technik von einem Kleinwagenmodell, dem Mazda2. Weil dieser die Vier-Meter-Grenze nur knapp überragt, bietet sein Crossover-Ableger auch deutlichen Mehrwert. Wo es im Zweier vor allem hinten kneift, mag man den Fond des CX-3 durchaus auch Erwachsenen zumuten. In Reihe eins geht es für ein Modell dieser Klasse sogar ausgesprochen luftig zu. Weil Mazda beim Lifting im Sommer 2018 auch konzentriert an der Materialqualität im Innenraum gefeilt hat und die Formgebung sowie die Ergonomie auf dem schon vorher hohen Niveau geblieben sind, fühlt man sich hier fast wie in einem großen SUV. Dazu tragen auch die guten, straffen Sitze bei, die auch auf langen Strecken bequem bleiben.

Der Kofferraum ist mit 350 Litern nur durchschnittlich groß. Weil es aber ein praktisches Unterbodenfach gibt und das Ladevolumen durch Umklappen der Rücksitze auf bis zu 1.260 Liter wächst, dürfte der CX-3 die meisten alltäglichen Transportsituationen meistern.  Dass Mini-SUV besonders praktische Autos seien, ist in den meisten Fällen sowieso ein Missverständnis; normale Kompaktautos bieten häufig mehr Platz, Kombis sowieso. Zu den Vorteilen der hochgebockten Karosserien zählen jedoch auch beim CX.3 die erhabene Sitzposition, der damit verbundene rückenfreundliche Ein- und Ausstieg sowie die gute Sicht über das Verkehrsgeschehen (insofern diese nicht sofort wieder dadurch eingeschränkt wird, dass mittlerweile alle anderen auch SUV fahren).

Wo der Mazda aber wirklich seine Stärken herausstellen kann, ist bei der Dynamik. Zum einen die optische, die nicht zuletzt aus der vergleichsweise langen Schnauze, dem prägnanten Kühlergrill und den zusammengekniffenen Scheinwerfern resultiert. Dazu kommen hohe Schultern, ein abfallendes Dach und die schräge Heckklappe, die den kleinen Crossover schnell aussehen lassen, ohne dabei Aggressivität auszustrahlen. Besonders schick wirkt das Auto zudem im typischen Mazda-Rot, das allerdings nichts für Individualisten ist, da gefühlt 99 Prozent der Kunden diesen Ton wählen.

Die optische Dynamik findet sich auch im Fahrverhalten wieder. Die präzise und leichtgängige Lenkung, das agile Fahrwerk und nicht zuletzt die knackige Sechsgang-Handschaltung lassen den Crossover fast so agil wirken wie seinen kleinen Bruder Mazda2. Dass man den gut 14 Zentimeter höheren Aufbau beim Kurvenfahren merkt, können aber auch die Abstimmungs-Ingenieure nicht vermeiden. Höchstens auf Kosten des Fahrkomforts, der trotz grundsätzlich straffer Federung durchaus noch ordentlich ausfällt. Kaufinteressenten mit empfindlichem Rücken sollten aber vor der Vertragsunterzeichnung durchaus eine Weile Probe fahren. Passt das Ergebnis, muss nur noch der richtige Motor gewählt werden. Im Testwagen tut der stärkere der beiden 2,0-Liter-Saugbenziner sein Werk, der auf 110 kW/150 PS und 207 Nm kommt. Auch ohne Turbo wirkt der Vierzylinder alles andere als Durchzugsschwach, die vergleichsweise großzügige Leistung, die der zügig hochdrehende Motor zudem schnell abgibt, gleicht die kleinere Schwäche bei niedrigen Touren aus. Auch der Verbrauch überzeugt, bleibt tendenziell sogar unter den 7,0 Litern aus dem technischen Datenblatt. Allerdings ist das Triebwerk mit einem Allradantrieb zwangsverheiratet, der den Basispreis auf 25.290 Euro hochtreibt. Abseits verschneiter Gebiete kann man jedoch getrost auf die Traktion fördernde Technik verzichten. Auch als Zugfahrzeug ist der CX-3 mit seiner Anhängelast von maximal 1,2 Tonnen nur eingeschränkt talentiert.

Preislich ist der Crossover-Mazda sowieso kein echtes Schnäppchen. Die Liste startet zwar bereits bei den klassentypischen 18.000 Euro, gilt aber nur für das Modell mit der nötigsten Ausstattung. Mit 2.300 Euro Aufpreis für die höhere Trim-Linie sollte man daher rechnen. Wer den Diesel mit 85 kW/115 PS wählt, bezahlt mindestens 22.290 Euro, hat dann aber schon die vernünftige Ausstattung an Bord. Wer seine Wunschvarianten weiter aufrüsten will, muss allerdings Geld oder Flexibilität mitbringen, fast alle Extras gibt es nur in relativ teuren Paketen, die in der Regel auch Nicht-Benötigtes enthalten.

Mazda CX-3 – Technische Daten:
Fünftüriges, fünfsitziges Mini-SUV mit Front- oder Allradantrieb, Länge: 4,28 Meter, Breite: 1,77 Meter, Höhe: 1,54 Meter, Radstand: 2,57 Meter, Kofferraumvolumen: 350 bis 1.260 Liter

SkyActive-G 150: 2,0-Liter-Turbobenziner, 110 kW/150 PS, maximales Drehmoment: 207 Nm bei 2.800 U/min, 0-100 km/h: 8,8 s, Vmax: 200 km/h, Durchschnittsverbrauch WLTP: 7,4 l/100 km, CO2-Ausstoß: 166 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-temp, Effizienzklasse E, Preis: ab 25.290 Euro

Kurzcharakteristik – Mazda CX-3:
Warum: weil er gut aussieht und ebenso fährt
Warum nicht: weil die Wunschausstattung ordentlich ins Geld geht
Was sonst: Opel Mokka X, VW T-Roc, Mitsubishi Eclipse Cross

Die Top 10 der Auto-Neuheiten 2019

Dutzende neue Automodelle werden im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Hier sind die zehn wichtigsten und interessantesten.

VW Golf:
Bei manchen Auto-Neuheiten dauert es Wochen und Monate, bis sie nach der Premiere auf der Straße zu sehen sind. Beim VW Golf dürfte das innerhalb von Tagen der Fall sein. Ob dieser Umstand einem durchschnittlich autointeressierten Betrachter auffällt, ist eine andere Frage. Der Golf bleibt auch in der Neuauflage ein Golf. Wer sich in den optisch nur leicht modernisierten Fünftürer hinein setzt, dürfte den Generationensprung jedoch direkt bemerken. Ins Cockpit zieht das digitale Zeitalter ein, inklusive stark vernetztem Infotainment, digitalen Instrumenten und wohl erstmals einem Head-up-Display. Dazu kommen neue Assistenten und autonome Fahrfunktionen, die dem Menschen vor allem auf der Autobahn Arbeit abnehmen sollen. Beim Antrieb dominieren Dreizylinder mit Turboaufladung und Vierzylinder mit serienmäßiger Mildhybridtechnik.

Tesla Model 3
Die US-Elektrolimousine will so etwas wie der Golf für E-Autofahrer sein: das Modell, mit dem die Kalifornier nach dem Luxus- auch den Massenmarkt erobern. Für den deutschen Durchschnitt dürfte das 4,70-Meter-Mittelklassemodell wohl etwas zu groß sein – und etwas zu teuer. Zumindest zum Start gibt es nur die Varianten mit großer Batterie, starken Motoren und Allradantrieb, die mit mindestens 58.000 Euro zu Buche schlagen. Für diesen Kurs gäbe es fast zwei E-Golfs. Für eine breitere Masse wird der Viertürer erst attraktiv, wenn die Basisvarianten in der 35.000-Euro-Klasse nachgereicht werden.

BMW 3er
Trotz aller Münchner SUV-Erfolge: Meistverkauftes BMW-Modell ist immer noch der 3er, rund 400.000 Einheiten fanden im vergangenen Jahr weltweit einen Kunden. Bei der Neuauflage hält sich der Hersteller daher mit Experimenten zurück. Optisch wurden Ecken und Kanten leicht nachgeschärft, die Länge legt um eine Handbreit zu. Das Motorenangebot besteht künftig fast durchweg aus Vierzylindern – eine Entwicklung, die sich bereits beim Vorgänger andeutete. Immerhin bleibt beim 340i der klassische Reihensechser an Bord. Darüber hinaus wird es ein neues Plug-in-Hybridmodell mit bis zu 60 Kilometern Elektro-Reichweite geben. Abgesehen davon bestehen die wichtigsten Neuerungen aus den modernen Assistenten und Infotainment-Funktionen. Unter anderem soll eine leistungsfähiger Sprachsteuerung ins Cockpit einziehen. Start für die Limousine ist im März, kurze Zeit später folgt der „Touring“ genannte Kombi.

Renault Clio
Zuletzt lag der Clio im europäischen Kleinwagen-Dreikampf bei den Neuzulassungen deutlich vor VW Polo und Ford Fiesta – und dass, obwohl er mit gut sechs Jahren der älteste im Trio ist. Der Erfolg dürfte auch mit dem im Vergleich schwungvollen Design des Franzosen zu tun haben, das in der neuen Generation noch einmal deutlich nachgeschärft wird. Die Neuauflage wirkt äußerlich erwachsener und wird bei gleicher Länge etwas geräumiger, dazu gibt es teilautonome Fahrfunktionen und neue kleine Vierzylinderbenziner, die man bereits aus der neuen A-Klasse von Kooperationspartner Mercedes kennt. Auch eine schnelle RS-Variante ist geplant, allerdings nicht vor 2020.

Opel Corsa/Peugeot 208/Citroen C3
Bislang hat die Übernahme durch PSA noch nicht viel am Opel-Modellangebot geändert, die gemeinsam gebauten Kompakt-SUV wurden schon vor dem Kauf eingestielt. Mit dem Corsa erhält im kommenden Jahr erstmals ein Kernmodell der Marke mit dem Blitz französisches Erbgut. Der Kleinwagen rollt gemeinsam mit Peugeot 208 und Citroen C3 vom Band. Wie üblich werden die drei Modelle identische Technik nutzen, sich äußerlich aber klar differenzieren. Erstmals gibt es neben kleinen Benzinern auch einen Elektromotor, allerdings wohl erst im Jahr nach der Markteinführung.

Toyota Corolla:
Erfolgreiche Namen sollte man nicht aufgeben. Das hat auch Toyota lernen müssen, als sie den legendär zuverlässigen Corolla 2006 in Auris umbenannten. Trotz einer teuren und aufwändigen Werbekampagne wurde die neue Bezeichnung hierzulande nie wirklich angenommen. Rund 13 Jahre später korrigiert Toyota nun diesen Fehlgriff: das Kompaktmodell der Japaner heißt nun auch in Europa so wie überall sonst auch auf der Welt, nämlich „Corolla“. Neben dem großen Namen soll auch der markentypische Hybridantrieb in seiner neuesten Generation helfen, den Abstand auf den Marktführer aus Wolfsburg wieder zu verringern. Dass der Fünftürer mittlerweile deutlich schicker und flotter aussieht als seine Urahnen, dürfte ebenfalls nicht schaden.

Range Rover Evoque
Der erste Range Rover Evoque hat 2011 das kompakte SUV-Segment endgültig in der Premiumliga satisfaktionsfähig gemacht. Die Neuauflage modernisiert das für den Erfolg des Vorgängers maßgebende Karosseriedesign daher nur vorsichtig, möbelt aber innen dafür umso mehr auf. Orientierungspunkt ist dabei der große Bruder Velar, bei dem die Bedienung fast ausschließlich über große Touchpads im Armaturenbrett läuft. Die Antriebspalette wird mit Mildhybriden und erstmals einem Dreizylinder gefüllt. Dazu kommt 2020 ein Plug-in-Hybridantrieb. An neuer Technik bringt der Evoque eine „durchsichtige“ Motorhaube mit. Dank eines ausgeklügelten Kamerasystems sieht der Fahrer auf seinem Display den Bereich unter dem Vorderwagen, was bei schwierigen Geländepassagen genauso hilfreich sein soll wie beim Einparken in engen Lücken. Letzteres dürfte das gängigere Einsatzszenario für das Boulevard-SUV werden.

Honda Urban EV
Ginge es rein nach der Optik, würde der Honda Urban EV mit Sicherheit zum Bestseller. Zumindest, wenn man der auf der IAA 2017 präsentierten Studie trauen kann, die mit ihrem eleganten Retro-Stil an den ersten VW Golf erinnert und bei vielen Messebesuchern Sympathien weckt. Die Bestelllisten öffnen Anfang des Jahres, dann dürften auch technische Daten bekannt werden, die verraten, ob der kleine Japaner mehr bietet als gutes Aussehen. Bis die ersten Autos beim deutschen Kunden sind, wird es wohl aber Herbst werden.

Porsche 911
Wichtigste Neuheit für Fahrdynamiker ist im kommenden Jahr der Porsche 911. Optisch unterscheidet sich der neue Elfer besonders durch das Heck mit breitem Spoiler und höherem Abschluss vom alten Modell. Außerdem tragen nun alle Varianten, unabhängig davon, ob sie Heck- oder Allradantrieb haben, die breite Karosserie. Im Heck des 992 sitzt ein gegenüber dem 991 leicht weiterentwickelter Sechszylinder-Boxer mit 3,8 Liter Hubraum und Turboaufladung. Der Carrera S, den Porsche vor dem normalen Carrera auf den Markt bringen wird, leistet nun 331 kW/450 PS – ein Zuwachs von 22 kW/30 PS. Übertragen wird die Kraft über ein neues Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe, das nur noch über die Wippen am Lenkrad geschaltet werden kann. Die Preise starten bei rund 120.000 Euro, das nachgereichte Einstiegsmodell dürfte knapp sechsstellig ausfallen. Neben dem Coupé wird es 2019 zudem ein Cabrio und einen kompromisslosen Speedster geben.

Mercedes EQC:
Abgesehen von den City-Stromern der Schwestermarke Smart sind die elektromobilen Erfolge von Daimler bislang überschaubar. Das soll im Frühjahr der Mercedes EQC ändern, ein 300 kW/408 PS starkes Allrad-SUV mit Batteriepower für 450 Kilometer. Gemeinsam mit dem Audi E-Tron will der E-Crossover die Vormachtstellung des Tesla Model X im Segment brechen und gleichzeitig dem bereits 2018 gestarteten Jaguar I-Pace Konkurrenz machen. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten: Während die Konkurrenz aus USA und UK für ihre Modelle bereits eine speziell entwickelte E-Auto-Plattform nutzt, ist der EQC im Kern ein GLC mit Batterie. Auch bei den sonstigen technischen Eigenschaften kann sich der Schwabe nicht von den beiden Hauptkonkurrenten abheben. So bleiben der relativ günstige Preis (73.000 Euro) und das gute Markenimage wohl die wichtigsten Verkaufsargumente. Dem E-Tron (rund 80.000 Euro) geht es dabei übrigens nicht anders.

Holger Holzer/SP-X

WLTP erhöht die Steuerlast um 22 Prozent

Strengere Emissionsmessungen bedeuten eine höhere Kfz-Steuer. Nun gibt es genaue Zahlen.

Durch die realistischere Verbrauchsmessung bei Pkw ist die Kfz-Steuer im Schnitt um 21,7 Prozent gestiegen. Lag der durchschnittlich zu zahlende Betrag im August 2018 bei 161 Euro, stieg er nach der Einführung des WLTP-Testverfahrens zum September auf 196 Euro, wie die Bundesregierung auf eine Anfrage des Parlaments mitteilt.

Der WLTP-Test zur Emissionsermittlung gilt als realitätsnäher als der zuvor angewandte NEFZ-Test. Entsprechend steigen bei den meisten Fahrzeugen die auf dem Prüfstand gemessenen CO2-Emissionen und somit der Normverbrauch an Benzin beziehungsweise Diesel. Der CO2-Ausstoß ist die Hauptbemessungskomponente bei der Kfz-Steuer. Die Umstellung des Messverfahrens und die Neuberechnung der Steuer betrifft nur Fahrzeuge, die ab dem 1. September neu zugelassen wurden. Für ältere Autos ändert sich nichts.

Besonders stark war der Kostensprung zum September bei den Benzinern, wo die durchschnittliche Steuerbelastung von 104 Euro auf 137 Euro zugelegt hat – eine Steigerung um 31,7 Prozent. Bei den Dieseln erhöhte sich der Betrag um 20,1 Prozent beziehungsweise von 293 auf 352 Euro. Die von der Regierung gelieferten Zahlen sind nur Annäherungswerte, da sie davon ausgehen, dass die Zusammenstellung der neu zugelassenen Pkw-Flotte in beiden betrachteten Monaten ungefähr gleich war. Ähnliche Werte ergeben sich jedoch auch, wenn man die Steuerbelastung einzelner Modelle betrachtet. So ist die Kfz-Steuer beim Kleinstwagen Up GTI mit Ottomotor um 32 Prozent auf mindestens 66 Euro gestiegen, beim Luxus-Geländewagen VW Touareg betrug das Plus knapp 25 Prozent auf 537 Euro.

Ratgeber: Autopflege im Herbst

Fallendes Laub macht im Herbst die Straßen rutschig. Die Blätter können aber auch den Lack angreifen und für feuchten Muff im Innenraum sorgen. Im Herbst sollte man nicht nur Garten und Gehwege regelmäßig von Laub befreien, sondern auch das Auto. Denn die gefallenen Blätter können dem Auto auf Dauer schaden.

Dringt das Laub in Karosserieritzen ein, kann es dort die Wasserabläufe verstopfen. Nasse Fußmatten, beschlagene Scheiben und ein insgesamt feuchter Innenraum sind oftmals die Folge. Beliebte Verstecke sind beispielsweise die Rinnen unter der Motorhaube und die Ritzen zwischen Kofferraumklappe und Seitenblech. Aber auch in Lüftungsgitter oder den Ecken und Kanten von Scharnieren sowie den Ablauflöchern in den Türen bleiben Blätter gerne haften. Eine kritische Stelle für Herbstlaub sind auch Schiebedächer. Sind deren Ablaufkanäle verstopft, rinnt das Regenwasser über den Rahmen und dann hinter die Seitenverkleidung in den Fußraum.

Auch auf der Karosserie richten Blätter auf Dauer Schaden an. Sie speichern Feuchtigkeit und geben zudem Gerbsäure ab – beides greift Lack und Metall an. Ratsam ist es deshalb, regelmäßig das Blattwerk von der Karosserie zu entfernen. Meist gelingt das schnell und ohne großen Aufwand per Hand. Der manchmal darunter liegende Schlamm wird mit einem feuchten Lappen oder Schwamm entfernt. Bei tiefen Stellen hilft auch ein Griff zum Staubsauger. Mit ein wenig Politur können die Stellen anschließend nicht nur glänzender, sondern vor allem glatter aufbereitet werden – damit sich das Laub nicht wieder so schnell festsetzen kann.

BMW M340i xDrive – Topmodell kommt im Juli

Seit jeher gehört zum BMW 3er auch ein sportliches Topmodell unterhalb des M3. Im Falle der neuen 3er-Generation kommt das Flaggschiff im nächsten Sommer zu uns.

Zwar steht die Markteinführung der neuen Baureihe des BMW 3er noch bevor, trotzdem kündigen die Münchner nun bereits das stärkste Modell unterhalb eines künftigen M3 an. Der M340i xDrive wird auf der Los Angeles Auto Show (30. November bis 9. Dezember) Weltpremiere feiern und im Juli nach Europa kommen.

Unter der Haube des M340i steckt ein Reihensechszylinder-Benziner mit Turboaufladung, der es auf 275 kW/374 PS bringt und der gegenüber dem Vorgänger um 35 kW/48 PS zulegt. Das Drehmoment wächst um 50 auf 500 Newtonmeter. Übertragen wird die Kraft an alle vier Räder, aus dem Stand geht es in 4,4 Sekunden auf Tempo 100.

Zu den weiteren technischen Finessen des M340i zählen M-Sportfahrwerk, direktere Sportlenkung, Differenzialsperre, größere Bremse, Sportabgasanlage sowie spezielle 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Im Innenraum runden Sportsitze und Alcantara-Akzente das Bild ab. Preise für den neuen M340i xDrive nennt BMW bisher noch nicht, das alte Modell startete zuletzt bei rund 54.000 Euro.

Porsche 911 GT3 – Endlich hat man‘s wieder selbst in der Hand

Mit dem Lifting des Topmodells GT3 schließt Porsche nun die Überarbeitung des Sportwagens 911 ab. Der puristische Leichtbaurenner wird nicht nur optisch und in Sachen Leistung überarbeitet, sondern erhält auch wieder die zuletzt fehlende Handschalter-Option. Die Markteinführung erfolgt Mitte Juni zu Preisen ab 152.000 Euro.

Bei seiner Vorstellung 2013 war der Aufschrei groß, als Porsche den GT3 zwar weiterhin mit Saugmotor vorstellte, aber ausschließlich in Kombination mit einem Doppelkupplungsgetriebe anbot. Dieses wird für den GT3 auch weiterhin zu haben sein, doch optional kann man sich künftig wieder für ein manuelles Getriebe entscheiden.

Darüber hinaus bietet der GT3 künftig etwas mehr Leistung. Der nunmehr bis 9.000 Touren drehende Vierliter-Boxer darf unter anderem dank einer neuen Kurbelwelle und eines neuen Ventiltriebs 368 kW/500 PS statt 350 kW/475 PS mobilisieren. Im Zusammenspiel mit der Automatik absolviert das Coupé in 3,4 Sekunden den 100-km/h-Sprint und erreicht maximal 318 km/h. Die Handschalter-Variante hat beim Sprint mit 3,9 Sekunden das Nachsehen, ist in der Spitze mit 320 km/h aber etwas schneller.

Darüber hinaus hat Porsche das Aerodynamik-Design des GT3 überarbeitet. Der Abtrieb soll sich im Vergleich zum Vorgänger um 20 Prozent verbessert haben. Front- und Heckschürze haben die Stuttgarter zudem optisch leicht modifiziert, ebenso die Heckleuchten, die nun dreidimensionaler geformt sind. Zudem trägt der mächtige Carbon-Heckspoiler künftig schwarz lackierte Seitenblätter. Innen profitiert der GT3 von den allgemeinen Modellpflegemaßnahmen der Baureihe. So ist etwa das aufgefrischte Infotainment-System mit Siebenzoll-Touchscreen mit Online-Funktionen serienmäßig an Bord.

(Holger Holzer/SP-X)

Mazda3 – Gegen den Golf-Strom

Die Kompaktklasse ist ein schwieriges Pflaster für Autohersteller. Wer zu viel wagt, verschreckt die Kundschaft – wer zu wenig auffällt, bleibt unbemerkt. Der Mazda3 nimmt einen ziemlich perfekten Mittelweg. Verzichtet dabei aber nicht auf Ecken und Kanten.

Der Mazda3 profitiert hier von dem motortechnischen Sonderweg des Unternehmens

Mit sportlichem Design wollten sich auch schon anderen Autohersteller eine Nische neben dem betont sachlich gezeichneten VW Golf schaffen. So gut gelungen wie Mazda ist das bisher aber noch keinem. Lassen große Schwünge und scharfe Lichtkanten im Blech kleine und kompakte Autos ansonsten schnell wie Karikaturen wirken, geben sie dem Mazda3 stimmige Spannung und Sportlichkeit. Wie stilsicher die Designer der Marke mittlerweile sind, zeigt sich auch im Innenraum, der nicht nur mit schöner Materialauswahl, guter Verarbeitung und einwandfreier Bedienbarkeit punktet, sondern auch Wiedererkennungswert bietet, ohne in gestalterische Schrullen abzugleiten. Kehrseite der schönen Formen ist wie so oft die schlechte Sicht aus dem Fahrzeug. Beim Mazda3 stören vor allem die breiten C-Säulen und die klobigen Kopfstützen im Fond, die den Blick nach hinten einschränken. Das sorgt gemeinsam mit dem recht großen Wendekreis (10,60 Meter) dafür, dass der Kompaktwagen im Stadtverkehr schwerfälliger wirkt als erwartet.

Der Mazda fängt auch oberhalb der Richtgeschwindigkeit nicht plötzlich das rücksichtslose Saufen an

Wohler fühlt sich der Fünftürer auf der Landstraße, wo er seine Dynamik ausspielen kann. Mit seiner straffen Abstimmung setzt sich der Mazda3 von der großenteils betont ausgewogenen Konkurrenz ab. Der Japaner setzt hier bewusst Akzente und verlässt den Weg des sicheren Massengeschmacks. Wer das mag, freut sich über das zackige Kurvenverhalten und eine gute Rückmeldung über den Fahrzustand. Insassen mit erhöhtem Komfortbedürfnis ärgern sich vor allem bei Querfugen und Kopfsteinpflaster. Für Menschen mit Rückenleiden gibt es sicher geeignetere Kompaktautos.

Wer angesichts des Fahrwerks einen Sportwagen erwartet, wird jedoch enttäuscht. Zumindest in der getesteten Benzinerversion mit 88 kW/120 PS fehlt es dem Dreier dafür schlicht an Kraft. Dafür überzeugt der zwei Liter große Sauger durch guten Durchzug, hohe Laufkultur und vergleichsweise geringen Verbrauch. Der Mazda3 profitiert hier von dem motortechnischen Sonderweg des Unternehmens. Statt wie die gesammelte Konkurrenz auf auf Downsizing und Turbolader zu setzen, haben die Japaner den Motor mit Feinschliff im Detail sparsamer gemacht, etwa durch eine extra hohe Verdichtung. So ist der Vierzylinder einer der letzten Zweiliter-Saugmotoren überhaupt auf dem Markt. Nicht nur, wer der Haltbarkeit von Turbomotoren misstraut, kann sich darüber freuen. Auch beim Verbrauch schlägt der Sauger in der Praxis viele seiner aufgeladenen, für den Prüfstand optimierten Konkurrenten.

Wie stilsicher die Designer der Marke mittlerweile sind, zeigt sich auch im Innenraum

Der Mazda fängt auch oberhalb der Richtgeschwindigkeit nicht plötzlich das rücksichtslose Saufen an. Im Mix fallen knapp sechs Liter an – auch wenn der Normwerte (5,1 Liter) um einige Zehntel verpasst wird, ist das sehr ordentlich für die gebotenen Fahrleistungen. Die fallen, wenn schon nicht sportlich doch zumindest angemessen souverän aus. Lediglich bei Autobahntempo im sechsten Gang hat der Vierzylinder beim Überholen nicht mehr viel zuzulegen. Schaltet man halt zurück. Und freut sich über das knackige und präzise Getriebe. Die Schaltwege sind kurz, die Mechanik führt sauber und die Kupplung lässt sich gut dosieren.

In Sachen Preis ist der Mazda3 kein wirkliches Schnäppchen. 21.600 Euro kostet die Benziner-Variante in der Einstiegslinie „Center-Line“, inklusive des empfehlenswerten „Touring-Pakets“ (Einparkhilfe, Sitzheizung, Spurwechselassistent) werden 22.700 Euro fällig. Für das Geld gibt es dann aber ein gutes Auto: Der Mazda3 setzt optisch Akzente, zeigt bei Fahrwerk sowie Antrieb Charakter und leistet sich ansonsten kaum Schwächen. In der hart umkämpften Kompaktklasse dürfte das eine gute Strategie sein, Golf, Astra, Focus und Co. mehr als nur ein paar Kunden abzunehmen. (Holger Holzer/SP-X)

VW Beetle – Kein Coupé mehr in Deutschland

VW hat die Coupé-Variante des kompakten Retromodells Beetle in Deutschland aus dem Programm genommen. Die Neuauflage des legendären Käfer sei bereits nicht mehr bestellbar, bestätigt Volkswagen einen entsprechenden Bericht der „Automobilwoche“. Weiterhin erhältlich ist hingegen das Cabrio, das Ende Mai leicht renoviert in ein neues Modelljahr geht.

Hintergrund der Entscheidung ist die hierzulande geringe Nachfrage nach dem Coupé. Dessen Anteil an den 14.700 im vergangenen Jahr zugelassenen Beetle-Neuwagen lag bei weniger als einem Drittel. Weltweit gesehen ist das Verhältnis zwischen den beiden Karosserievarianten umgekehrt. Die Produktion des Coupés im mexikanischen Puebla läuft daher für andere Märkte unverändert weiter. (Holger Holzer/SP-X)

Audi E-Tron Sportback Concept – Der zweite Streich

Nach dem Elektro-SUV kommt der Gran-Turismo-Stromer: Audi gibt auf der Automesse in Shanghai (21. Bis 28. April) mit der Studie E-Tron Sportback einen Ausblick auf sein zweites reines Elektroauto. Die Serienversion des viertürigen Coupés mit leicht erhöhter Sitzposition soll 2019 starten.

Am Heck gibt es ein durchgehendes Leuchtenband

Auffallend ist die Frontpartie des 4,90 Meter langen Viersitzers, an der eine schwarze Maske den typischen Audi-Kühlergrill nachempfindet, obwohl der Elektroantrieb deutlich weniger Luftbedarf hat als ein Verbrennungsmotor. Dazu gibt es eine konkave Fronthaube, prägnant ausgestellte Kotflügel und ein schlankes Fließheck mit durchgehendem Leuchtenband. Wiedererkennungswert soll auch die ausgeklügelte Fahrzeugbeleuchtung bieten; 500 LEDs an der Front sollen Grafiken und kommunikative Zeichen erzeugen können. Der Innenraum kommt reduziert daher, die Bedienung läuft vor allem über berührungsempfindliche Bildschirme.

Audi gibt auf der Automesse in Shanghai mit der Studie E-Tron Sportback einen Ausblick auf sein zweites reines Elektroauto

Technisch gleicht das Coupé dem bereits für 2018 angekündigten SUV. Wie schon bei dessen IAA-Studie E-Tron Quattro sorgt auch beim zweiten Konzeptfahrzeug ein elektrisches Motorentrio für bis zu 370 kW/505 PS Leistung, permanenten Allradantrieb und eine Spurtzeit von 4,5 Sekunden. Wer das Beschleunigungspotenzial nicht auslastet, soll mit der 95 kWh großen Batterie mehr als 500 Kilometer weit kommen. Eine ähnliche Antriebskonfiguration soll sich auch in den Serienvarianten der beiden Elektromodelle finden.

Der Innenraum kommt reduziert daher

Den Start macht 2018 das große SUV, der Sportback folgt ein Jahr später und platziert sich innerhalb des Audi-Portfolios in der Nähe des konventionell angetriebenen A7 Sportback. 2020 könnte dann ein Kompaktmodell auf Basis des Volkswagen-Elektrobaukastens das Angebot ergänzen. (Holger Holzer/SP-X)

Innen haben vier Personen Platz

Alternative Antriebe bei Rolls-Royce – Ganz oder gar nicht

Bei Rolls-Royce bleibt der konventionelle Verbrennungsmotor erste Wahl. Auch die im kommenden Sommer präsentierte Neuauflage des Flaggschiffs Phantom wird weiterhin wohl ausschließlich mit Zwölfzylinderbenziner zu haben sein. Dabei hat die BMW-Tochter durchaus Alternativen in der Schublade. „Wir sind auch auf das Thema Elektromobilität vorbereitet. Allerdinge ist die Nachfrage bislang nicht existent“, so Peter Paul Schoppmann, Deutschlandchef von Rolls-Royce. 2011 hatte der Luxushersteller die Studie einer Elektroversion des Phantom vorgestellt, die Reaktionen der potentiellen Kundschaft waren jedoch ernüchternd.

Auch Plug-in-Hybride mit Elektro- und Verbrennungsmotor sind bei Rolls-Royce aktuell nicht geplant. „Wir werden keine Zwischenschritte machen“, so Schoppmann. Wenn die Nachfrage nach E-Autos steigt oder durch Fahrverbote für Autos mit Verbrennungsmotor geschaffen wird, will Rolls-Royce direkt mit vollelektrischen Modellen einsteigen. (Holger Holzer/SP-X)

Seat Ibiza – Spaniens Polo wird teurer

Mit Preisen ab 14.240 Euro ist ab sofort die neue Generation des Seat Ibiza bestellbar. Das Basismodell des Kleinwagens wird von einem 55 kW/75 PS starken 1,0-Liter-Benziner angetrieben, zur Ausstattung zählen im Einstiegsniveau „Reference“ 14-Zoll-Stahlräder, sechs Airbags und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Wer die höhere Linie „Style“ wählt, erhält Klimaanlage, Mediasystem und geteilt umklappbare Rücksitzlehnen. Der Preis beträgt dann mindestens 16.190 Euro. Außerdem ist der Fünftürer in der komfortorientierten „Xcellence“- (ab 17.790 Euro) sowie der sportlich gestalteten „FR“-Variante zu haben. Letztere gibt es ab 18.790 Euro, aber nur in Verbindung mit den beiden stärkeren Versionen des 1,0-Liter-Motors (70 kW/95 PS und 85 kW/115 PS). Die Auslieferung startet im Juni. Ende 2017 komplettiert der 110 kW/150 PS starke 1,5-Liter-Turbobenziner aus dem VW Golf die Palette. Zudem wird es einen 1,6-Liter-Diesel mit 59 kW/80 PS, 70 kW/95 PS und 85 kW/110 PS geben.

Gegenüber dem Vorgänger ist der neue Ibiza größer und geräumiger, aber auch deutlich teurer geworden. Bislang war der Fünftürer für rund 12.700 Euro zu haben. (Holger Holzer/SP-X)

Opel Insignia Country Tourer – Kombi fürs Gelände

Mit einem Kombi im Offroad-Stil ergänzt Opel im Herbst das Modellprogramm des neu aufgelegten Insignia. Die „Country Tourer“-Variante tritt dank höher gelegter und robust beplankter Karosserie sowie Allradantrieb besonders kernig auf. Bestellbar ist das neue Top-Modell ab Juni, die Markteinführung erfolgt nach der IAA im Herbst.

Erkennbar ist der Mittelklassekombi an schwarzen Kunststoffverkleidungen rund um die Karosserie, silberfarbenen Unterfahrschutzelementen, Dachreling und einer um zwei Zentimeter erhöhten Bodenfreiheit. Parallel zur neuen Variante führt Opel zudem ein neues Individualisierungsmodell namens „Exclusive“ auf; gegen Aufpreis stehen unter anderem spezielle Felgen und 15 unterschiedliche Sonderlackierungen zur Wahl. Außerdem kann die Karosseriefarbe auch nach Kundenwunsch extra angemischt werden.

Am Heck gibt es Unterfahrschutz-Elemente

Genaue Angaben zum Antriebsportfolio des Country Tourer macht Opel noch nicht. Vermutlich wird es die gleichen Motoren wie bei den anderen Insignia-Varianten geben – mit Ausnahme der Basistriebwerke. Als Benziner kämen dann der 1,5-Liter-Motor mit 165 PS und der 260 PS starke 2,0-Liter-Motor zum Einsatz, bei den Diesel sind das 2,0-Liter-Aggregate mit 125 kW/170 PS sowie der neue Spitzen-Selbstzünder mit mehr als 200 PS denkbar. Der Allradantrieb mit Torque-Vectoring-Funktion für dynamische und sichere Kurvenfahrt wird zumindest als Option zur Verfügung stehen. Gleiches dürfte für das weiterentwickelte adaptive Fahrwerk gelten.

Bei der Ausstattung darf der SUV-Kombi auf das volle Insignia-Programm zurückgreifen. Zur Verfügung stehen unter anderem Matrix-LED-Licht, ein adaptiver Tempomat mit Notbremsfunktion sowie Ergonomiesitze. Zum Serienumfang dürfte der Online-Butler OnStar zählen, der nun auch bei der Hotelreservierung und der Parkplatzsuche hilft.

Innen wurde Wert auf hochwertige Ausstattung gelegt

Preise nennt Opel noch nicht. In der Vorgängergeneration lag der Aufpreis gegenüber den Standardmodellen zuletzt bei rund 2.000 Euro. Als Benziner mit 122 kW/165 PS und Frontantrieb würde der Country Tourer demnach knapp 33.000 Euro kosten. Zu seinen Konkurrenten zählen unter anderem VW Passat Alltrack, Subaru Outback und Audi A4 Allroad.

(Holger Holzer/SP-X)

ADAC-Taxi-Test – Da kann man bedenkenlos einsteigen

Taxis in Deutschland sind zuverlässig, schnell und komfortabel. Bei einem Test des ADAC wurden 105 von 160 Fahrten mit „sehr gut“ bewertet. Lediglich 14 Mal gab es mangelhafte Touren. Berücksichtigt wurden neben der Wahl der passenden Route die Freundlichkeit und Kompetenz des Fahrers sowie der Zustand des Fahrzeugs.

Ärger gab es im Test eher selten. Allerdings kannte jeder Vierte Fahrer das Ziel nicht auf Anhieb, insgesamt 17 Chauffeure wählten eine falsche Route. Die größten Umwege leisteten sich zwei Fahrer in Düsseldorf und einer in München. In Leipzig verweigerte ein Fahrer die Beförderung auf der Kurzstrecke. Als negativ bewerteten die Tester auch, dass bei 12 Prozent der Fahrten keine Kartenzahlung möglich gewesen ist. (Holger Holzer/SP-X)

Pkw-Markt – Starkes Wachstum im Frühjahr

Der deutsche Pkw-Markt ist im März stark gewachsen. Die Zahl der Neuzulassungen stieg laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 359.700 Fahrzeuge. Allerdings standen im März 2017 zwei Arbeitstage mehr im Kalender als 2016. Im ersten Vierteljahr wurden damit in Deutschland 844.700 Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Zu den großen Gewinnern der ersten drei Monate zählen vor allem die Premium-Importmarken. Alfa Romeo legte dank der neuen Giulia um 78 Prozent auf 1.328 Einheiten zu, Lexus konnte seinen Absatz um 75 Prozent auf 869 Fahrzeuge steigern und Jaguar um 72 Prozent auf 2.804 Einheiten zulegen. Zu den Verlierern des Jahresstarts gehört Volkswagen. Die Marke verlor 4 Prozent, blieb mit 155.476 Einheiten aber weiterhin klarer Marktführer. Ins Minus rutschten zudem Honda (minus 25 Prozent), DS (minus 23 Prozent), Subaru (minus 3 Prozent) und Smart (minus 2 Prozent). (Holger Holzer/SP-X)

Jeep Compass Opening Edition – Das Beste zum Start

Jeep bietet sein neues Kompakt-SUV Compass in Deutschland zur Markteinführung im Juli als Sondermodell „Opening Edition“ an. Zur Ausstattung zählen unter anderem 18-Zoll-Räder, LED-Rückleuchten und Chrom-Zierteile an den Seitenfenstern. Für den Antrieb stehen ein 2,0-Liter-Diesel mit 103 kW/140 PS sowie ein 125 kW/175 PS starker Benziner zur Wahl. Beide Motoren sind an eine Neunstufenautomatik und Allradantrieb gekoppelt. Die Preise starten bei 35.900 Euro.

Im Verlauf des Jahres kommen weitere Varianten des 4,40 Meter langen Compass auf den Markt, darunter auch Ausführungen mit Handschaltung und Frontantrieb. Zudem dürfte es auch kleinere Motoren geben, so dass der Einstiegspreis für die Baureihe auf rund 25.000 Euro sinken dürfte. (Holger Holzer/SP-X)

20 Jahre Mercedes A-Klasse – Endlich angekommen

Wenn die Edelmarke Mercedes ihre Modellpalette nach unten ausbaut, sorgt das immer für Aufsehen und ein wenig Misstrauen. Das war 1982 beim Baby-Benz so. Und auch vor 20 Jahren bei der A-Klasse. Während sich der 190er aber schnell zum Volltreffer entwickelte, holperte es bei dem vanartigen Kompaktmodell zunächst ganz schön.

Mercedes wollte durchaus etwas wagen mit dem 1997 auf dem Genfer Salon vorgestellten neuen Einsteiger. Hatte die Marke bis dahin vor allem prestigeträchtige Limousinen und Sportwagen im Programm, strahlte die kurze und hohe A-Klasse mit ihrer Stupsnasenfront und dem bis dato verpönten Frontantrieb so gar kein Premium-Flair aus. Mercedes jedoch wollte weniger mit Äußerlichkeiten als mit inneren Werten überzeugen: Trotz ihrer geringen Abmessungen war erste A-Klasse innen großzügig wie eine Mittelklasselimousine. Und im doppelten Boden war sogar Platz für die Zukunft; die sogenannte Sandwich-Bauweise sollte perspektivisch den Einbau von Brennstoffzelle oder Batterien erlauben und den kleinen Mercedes so zum Elektromobil machen.

Die Mercedes A-Klasse feiert ihren 20. Geburtstag

Ein derart radikaler Schritt schien Anfang der 90er-Jahre nicht nur aus Mercedes-Perspektive nötig. Der US-Bundesstaat Kalifornien hatte beinharte Umweltschutzregeln aufgestellt, um die Industrie schrittweise zum Bau emissionsfreier Fahrzeuge zu zwingen. Die kompakte A-Klasse sollte die Verbrauchsbilanz der dicken Mercedes-Flotte dank gewichtsbeding geringeren Verbrauchs zunächst leicht aufpolieren und später als E-Auto noch weiter verbessern. Als Kalifornien die harschen Regeln abmilderte, verschwanden die Elektrifizierungspläne genauso schnell wieder wie das zeitgleich bei General Motors entwickelte E-Auto EV1.

Kurz und hoch – richtig schick sah die erste A-Klasse nicht aus

Da stand man jetzt also in Stuttgart mit dem eher unförmigen Mini-Mercedes, dessen Zukunftsfähigkeit vom Bonus zum Malus geworden war. Und die Doppelboden-Bauweise sollte sich nicht nur optisch, sondern auch technisch als Problem erweisen. Denn der bauartbedingt hohe Schwerpunkt machte die Fahrt zu einer wackeligen Angelegenheit. Ohne die schweren Akkus war die kurios hochbauende A-Klasse nämlich alles andere als kippsicher, was sich bei dem in Schweden obligatorischen Elchtest offenbarte. Der kleine Sternträger landete beim Ausweichen mit hoher Geschwindigkeit nicht nur auf dem Außenspiegel, sondern auch riesengroß in den Schlagzeilen. Ein Mercedes als Lachnummer. Letztlich ging die Sache für die Stuttgarter aber glücklich aus, denn der kurzerhand fertig entwickelte Schleuderschutz ESP brachte die A-Klasse nach drei Monaten Produktionsstopp wieder auf Kurs und hat durch seine massenhafte Verbreitung seither vielen tausend Autofahrern das Leben gerettet.

Auch die A-Klasse etablierte sich langsam als feste Größe im Mercedes-Portfolio. Allerdings bei den falschen Kunden. Eigentlich sollte das kompakte Stadtauto die Verjüngung der überalterten Mercedes-Kundschaft einläuten. Bei der Markteinführung legte man in Stuttgart daher Wert auf bunte Cockpit-Designs, knallige Lackfarben und ein frisches Image. Der Plan ging nicht auf: Im Gegenteil, wurde die A-Klasse doch zum prototypischen Rentner-Auto. Denn vor allem Ältere schätzten die hohe Sitzposition, die knappen Abmessungen und die gute Rundumsicht. Bei der Modellpflege 2001 änderte Mercedes daher die Positionierung des Autos und führte wieder das gewohnte Wurzelholz für den Innenraum, gediegene Lackfarben und beigere Sitze ein. Auch der Preis wurde nach oben angepasst.

Trotz aller Widrigkeiten wurde die A-Klasse zum Erfolg, rund 1,1 Millionen Fahrzeuge fanden weltweit einen Käufer. Beim 2004 präsentierten Nachfolger gab es also keinen Grund für große Änderungen. Selbst der zunächst mehr oder weniger obsolet gewordene Sandwichboden blieb erhalten und feierte eine zweite Karriere als Sicherheitsfeature. Bei einem Frontalaufprall bot er dank neuer Konstruktionstricks Platz für den verrutschenden Motorblock. Ähnlich positive Effekte gab es bei einer seitlichen Kollision. So schaffte es auch Generation zwei zum Millionenseller – allerdings wiederum vor allem bei Senioren.

Im Sandwichboden sollte Platz für alternative Antriebstechnik sein. Hier ein Versuchsträger

Ältere Autokäufer haben zwar viel Geld und sind in Deutschland zahlreich vorhanden, weltweit aber klar in der Unterzahl. Vor allem in Asien sind es die Jungen, die neue, teure Autos haben wollen. Für Generation drei wagte Mercedes 2012 daher den kompletten Umschwung. Aus dem geräumigen Van mit Sandwichboden wurde ein architektonisch konventioneller fünftüriger Kompaktwagen, den man optisch und bei der Fahrwerksabstimmung jedoch dezidiert auf juvenile Dynamik trimmte. Dabei hat Mercedes vielleicht eine Spur überdreht: Die angestammte Kundschaft verschreckte der harte Kompaktsportler offenbar sehr. Und zwar nicht nur die alten A-Klasse-Rentner (für die gibt es ja die B-Klasse), sondern auch die downsizing-willigen Umsteiger aus C- und E-Klasse, die einen Großteil der Zielgruppe stellten. Bei der Modellpflege 2015 wurde die Sport-Schraube daher wieder etwas zurückgedreht. Seitdem fährt der kleinste Mercedes fast so sanft wie seine größeren Geschwister.

Fast 20 Jahre nach ihrer Erfindung scheint die A-Klasse endlich am Ziel angekommen. (Holger Holzer/SP-X)

SUV-Boom – Europa baut Crossover

Fast jedes zweite neu eingeführte Pkw-Modell aus europäischer Produktion wird 2017 ein SUV sein. Insgesamt starten im laufenden Jahr 32 neue Baureihen in den europäischen Werken der Autoindustrie, 14 davon sind laut einer Statistik des Informationsdienstleisters Inovev SUV oder Geländewagen. Dazu zählen unter anderem die komplett neuen Typen BMW X2, Citroen C3 Aircross, Opel Crossland und Range Rover Velar. Außerdem laufen die Bänder für Neuauflagen bekannter Modelle wie Dacia Duster, Porsche Cayenne, Volvo XC60 und VW Touareg an.

Den zweiten Rang teilen sich Kleinwagen mit den Modellen der oberen Mittelklasse/Oberklasse. Dazu kommen zwei neue Kompakt-Baureihen sowie jeweils ein Mittelklassemodell, ein Coupé und ein Cabrio.

Die SUV-Dominanz in der Produktion spiegelt den Markt. Aktuell liegt der Anteil von SUV-Modellen bei den Neuzulassungen in Europa schon bei rund 20 Prozent, Tendenz steigend. Schon nächstes Jahr könnte nach Expertenmeinung die 25-Prozent-Hürde fallen. (Holger Holzer/SP-X)

Abarth 695 XSR Yamaha – Ein bisschen Motorrad auf vier Rädern

Fiat-Werkstuner Abart legt gemeinsam mit dem Motorradhersteller Yamaha ein Sondermodell seines sportlichsten Kleinstwagens auf. Als Abarth 695 XSR Yamaha verfügt der Fiat-500-Ableger über die 121 kW/165 PS starke Ausführung des 1,4-Liter-Turbomotors der Baureihe, eine Sportabgasanlage, 17-Zoll-Leichtmetallräder und Teilleder-Sportsitze. Erkennbar ist die auf 695 Einheiten limitierte Auflage des Viersitzers zudem an Alu-Applikationen und roten Zierteilen auf der grauen Karosserie, die an das Design von Moto-GP-Bikes erinnern sollen. Die Preise starten bei 25.000 Euro für die Limousine, das Cabriolet kostet mindestens 27.500 Euro.

Bislang war der Zahlencode 695 bei Abarth dem zweisitzigen Spitzenmodell 695 Biposto mit 139 kW/190 PS vorbehalten. Der Mini-Bolide ist mit knapp 40.000 Euro deutlich teurer als das Sondermodell, das sich eher auf dem Niveau der drei zwischen 107 kW/145 PS und 132 kW/180 PS starken Abarth-595-Modelle einordnet. Abarth zählt zu den Sponsoren des Moto-GP-Teams von Yahama; beide Unternehmen haben bereits mehrfach bei Sondermodellen zusammengearbeitet. (Holger Holzer/SP-X)

Peugeot Expert und Citroen Jumpy – Nun auch mit Doppelkabine

Die Nutzfahrzeugmodelle Citroen Jumpy und Peugeot Experte sind ab sofort auch als Kastenwagen mit Doppelkabine bestellbar. An Bord ist Platz für bis zu sechs Personen, das Laderaumvolumen beträgt bei der 4,95 Meter langen Variante 3,2 Kubikmeter, bei der Ausführung mit 5,30 Metern Fahrzeuglänge sind es 4 Kubikmeter. Für den Antrieb stehen vier Dieselmotoren mit Leistungswerten von 70 kW/95 PS bis 130 kW/177 PS zur Wahl. Die Nettopreise starten bei 25.750 Euro (brutto: 30.643 Euro).

Auch den Citroen Jumpy gibt es in einer neuen Variante

Citroen Jumpy und Peugeot Expert sind baugleich und werden gemeinsam mit dem ebenfalls weitgehend identischen Toyota ProAce im französischen Valenciennes gebaut. Die Nutzfahrzeuge gibt es in drei Länge und zwei Höhen, als Fahrgestell, Kastenwagen oder Kombi. Zudem haben alle drei Marken spezielle Pkw-Varianten mit besserer Ausstattung und aufgewerteter Optik im Programm. (Holger Holzer/SP-X)

Meistgebaute Autos 2016 – Ford-Pick-up ist Produktionsweltmeister

Die Ford F-Reihe war 2016 das meistgebaute Auto der Welt. Insgesamt verließen 1,012 Millionen Einheiten die Fließbänder im amerikanischen Dearborn, wie der Informationsdienstleister Inovev meldet. Der Pick-up ist seit 1978 das meistverkaufte Auto der USA, seit 1983 trägt er auch den Titel des meistverkauften Autos weltweit. Von den im vergangenen Jahr gebauten Fahrzeugen wurden bislang 990.000 verkauft.

Auf Rang zwei der weltweit meistgebauten Autos landet mit dem Toyota Corolla der erste klassische Pkw. Mit 985.000 Einheiten lässt die Limousine die Kompaktklassen-Wettbewerber VW Golf (970.000 Einheiten) und Hyundai Elantra (875.000 Einheiten) hinter sich. Platz fünf geht an den achtsizigen Kompakt-Van Wuling Hongguang, der mit 847.000 produzierten Fahrzeugen auch das meistgebaute Auto Asiens war. Meistgebautes Auto in Europa war der Golf. In Wolfsburg liefen 2016 rund 650.000 Modelle vom Band. Die restlichen 320.000 Einheiten der Jahresproduktion wurden vor allem in China und Mexiko gefertigt. (Holger Holzer/SP-X)

Kia Sportage – Bis zu 4.400 Euro Nachlass

Mit einem Preisnachlass von bis zu 4.400 Euro ist der Kia Sportage bis Ende Juni zu haben. Die maximale „Bestseller-Prämie“ gilt beim Kauf des Top-Modells GT Line mit dem 136 kW/185 PS starken Diesel, Allradantrieb und Automatik, der mit Rabatt für 35.090 Euro zu haben ist. Bei anderen Varianten des Kompakt-SUV fällt der Preisvorteil geringer aus. So beträgt er beim Sondermodell „Dream Team Edition“ mit dem 97 kW/132 PS starken Einstiegsbenziner 2.600 Euro. Der Endpreis beläuft sich dann auf 23.790 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Autofarben-Trends – Unbunt… oder blau

Weiß bleibt die beliebteste Autofarbe in Europa. Jeder dritte Neuwagen ist in diesem Ton lackiert, wie aus dem „European Color Report“ des Lackherstellers BASF Coatings hervor geht. Auf Rang zwei folgt mit 19 Prozent Schwarz, Grau kommt auf 18 Prozent. Insgesamt sind 80 Prozent aller Autos in einer „unbunten“ Farbe lackiert. Unter den Buntfarben liegt Blau mit zehn Prozent an der Spitze der Beliebtheitsskala. In Rot sind sechs Prozent aller Neuwagen lackiert, Braun kommt auf vier Prozent.

Am stärksten ist die unbunte Dominanz in der Oberklasse, wo Schwarz mit einem Anteil von 34 Prozent der häufigste Ton ist. Überraschend stark ist mit einem Anteil von drei Prozent allerdings Grün. Vor allem dunklere Schattierungen verleihen großen Autos laut BASF eine besondere, elegante Ausstrahlung. Ganz besonders bunt geht es im Kleinwagensegment zu, unter anderem liegt in dieser Klasse der Rot-Anteil mit neuen Prozent am höchsten. Auch Weiß, häufig die einzige aufpreisfreie Farbe, kommt mit 33 Prozent auf den höchsten Anteil in allen Klassen. (Holger Holzer/SP-X)

Skoda-Pläne – Elektroauto kommt 2020

Skoda will 2020 sein erstes Elektroauto auf den Markt bringen. Das hat die VW-Tochter nun im Rahmen der Bekanntgabe seiner Geschäftsergebnisse erklärt. Eine Studie wird im April auf der Auto Shanghai gezeigt. Das Modell wird den Modularen Elektrobaukasten (MEB) des VW-Konzerns nutzen, der auch für die zeitgleich geplanten Elektroautos der Marken VW und Seat zum Einsatz kommt.

Darüber hinaus haben die Tschechen in Form eines Teaser-Bildes einen Ausblick auf ihre künftige Designlinie gegeben. Das Foto zeigt eine langgestreckte Silhouette mit einem nach nach hinten abfallenden Dach und könnte auf das bereits bestätigte Kodiaq Coupé hindeuten. (Holger Holzer/SP-X)

Mazda CX-5 – Kompakt-SUV ab 25.000 Euro

Zu Preisen ab 24.990 Euro ist ab sofort die neue Generation des Mazda CX-5 bestellbar. Das Basismodell wird über die Vorderräder von einem 121 kW/165 PS starken 2,0-Liter-Saugbenziner angetrieben, zur Ausstattung zählen in der Einstiegsvariante „Prime-Line“ unter anderem Klimaanlage, Radio und Berganfahrassistent.

Insgesamt umfasst das Angebotsprogramm für das Kompakt-SUV neben der Allradausführung des kleinen Benziners zwei Diesel mit 110 kW/150 PS und 129 kW/175 PS. Letzterer ist ausschließlich mit Allradantrieb zu haben. Außer dem manuellen Sechsganggetriebe steht für alle Varianten eine Sechsgang-Automatik zur Wahl. Neben der Basis-Ausstattung gibt es drei weitere Linien bis hin zum nahezu voll ausgestatteten „Sports-Line“-Modell, das als Allrad-Benziner bei 34.890 Euro startet.

Gegenüber dem Vorgänger ist der neue CX-5 um 200 Euro teurer geworden. Zu den Neuerungen der zweiten Generation zählen unter anderem ein aufgewerteter Innenraum und die serienmäßig vorhandene Fahrdynamikreglung „G-Vectoring-Control“. Zudem will Mazda das Fahrwerk und die Geräuschdämmung verbessert haben. (Holger Holzer/SP-X)

Kleinwagen-Neuheiten für Frühjahr und Sommer – Richtig groß geworden!

Ein Kleinwagen ist längst keine rollende Verzichtserklärung mehr. Die neuen Modelle sind schick, gut ausgestattet und erstaunlich groß. Eine Übersicht der Neuheiten des kommenden halben Jahres.

Wie geräumig es mittlerweile selbst im kleinsten Segment zugeht, zeigt der Kia Picanto, der auf kleinster Grundfläche das maximale Platzangebot generiert. So bietet Kleinstwagen bei unverändert 3,60 Metern Länge dank gestrecktem Radstand innen deutlich mehr Platz als zuletzt. Auch der Kofferraum wächst auf maximal rund 1.000 Liter. Den bereits aus dem Vorgänger vertrauten Sauger-Aggregaten, einem Dreizylinder mit 49 kW/67 PS und einem 1,2-Liter-Vierzylinder mit 62 kW/84 PS, stellen die Koreaner ab Herbst einen Turbo-Dreizylinder mit 74 kW/100 PS zur Seite. Die Preise für die neue Picanto-Generation starten bei 9.990 Euro inklusive Audioanlage und Lichtautomatik.

Mit dem Ford Fiesta geht ein kleiner Klassiker in die nächste Runde. Der Kleinwagen-Bestseller der Kölner positioniert sich in der achten Generation gefühlt eine halbe Klasse höher, wird bei nahezu unveränderten Abmessungen vor allem innen edler. Im Vergleich mit dem sehr verspielten Cockpit im Vorgänger wirkt die neue Version angenehm klar, aufgeräumt und modern. Erweitert wird das Angebot an Modellvarianten: Neben einer besonders luxuriösen Vignale-Ausgabe gibt es erstmals auch eine Crossover-Linie namens „Active“. Kern des Motorenangebots bleibt Fords Dreizylinder-Benziner. Den 1,0 Liter großen Turbomotor gibt es wieder mit 74 kW/100 PS, 92 kW/125 PS und 103 kW/140 PS. Als Basistriebwerk fungiert eine neue Variante ohne Turbo, aber mit einem auf 1,1 Liter vergrößerten Hubraum, die 52 kW/70 PS oder 63 kW/85 PS leistet. Auch einen Diesel wird es wieder geben, wenn der Rheinländer Mitte des Jahres auf den Markt kommt. Die Preise starten bei 13.000 Euro.

Obwohl der Kleinwagen Ibiza erst vor knapp anderthalb Jahren ein Lifting erhalten hat, kündigt sich im Sommer bereits die neue Generation des Spanien-Polos an. Neben einem stark veränderten Außendesign, das große Ähnlichkeiten mit dem großen Bruder Leon aufweist, bietet Generation vier dank neuer Plattform deutlich veränderte Proportionen. Vor allem in der Breite hat der Spanier zugelegt. Der Ibiza ist der erste Konzern-Kleinwagen, der die neueste MQB-Plattform nutzt. Damit lässt er sogar den VW Polo hinter sich, dessen neue Generation erst gegen Ende des Jahres startet. Auch ausstattungstechnisch will der Ibiza künftig mit Optionen aufwarten, die man sonst von größeren Fahrzeugen kennt – etwa Voll-LED-Scheinwerfern oder Abstandstempomat. Bei den Benzinern bietet Seat zum Marktstart im Juni zunächst nur Dreizylindermotoren mit 1,0 Liter Hubraum an. Neben dem Basisbenziner 1.0 MPI mit wahlweise 48 kW/65 PS oder 55 kW/75 PS ist noch der aufgeladene 1.0 TSI mit 70 KW/95 PS und 85 KW/115 PS beziehungsweise einer 66 kW/90 PS starken Erdgas-Version zu haben.

Nachdem der Suzuki Swift in den letzten beiden Generationen zumindest äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden war, tritt die neueste Auflage des Kleinwagens im Mai wieder optisch eigenständiger auf. Vor allem die rundlicher gezeichnete Front unterscheidet ihn von seinen Vorgängern. Innen sitzt es sich nun etwas komfortabler, vor allem die Kopffreiheit hinten hat zugelegt. Der Charakter des Fünftürers hat sich weniger stark geändert: Er bleibt klein, leicht und agil. Für den Antrieb stehen ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 66 kW/90 PS, den es mit Front- und auch Allradantrieb gibt, und ein 82 kW/112 PS starker 1,0-Liter-Dreizylinder mit Turboaufladung zur Wahl. Weil das Gewicht des Kleinwagens um 120 Kilogramm gesunken ist, haben beide Triebwerke leichte Wahl. Die Preise für den Fünftürer starten bei rund 14.500 Euro.

Statt bereits die neue Generation aufzulegen, spendiert Toyota dem Kleinwagen Yaris nach der umfangreichen Modellüberarbeitung im Jahr 2014 im Frühjahr 2017 ein zweites Facelift. Dieses beschert dem Japaner im Sommer eine aufgefrischten Optik mit prägnanterer Schnauze und erweiterter Ausstattung, zu der das Safety-Sense-Paket gehört, das einen Kollisionsverhinderer sowie Spurhalte- und Fernlichtassistent bietet. Einstiegsmotor ist weiterhin ein 51 kW/69 PS starker 1,0-Liter-Benziner, darüber rangiert ein neuer 1,5-Liter-Benziner mit 82 kW/111 PS. Später soll es sogar eine Sportversion mit 154 KW/210 PS geben. Die Preise starten bei 12.540 Euro. (Holger Holzer/SP-X)