Der neue: Mercedes CLA Shooting Brake

Mercedes erneuert nach dem CLA auch den zugehörigen Kombiableger. Der ist gewachsen und mit ihm das Portfolio digitaler Möglichkeiten.

Ein knappes halbes Jahr vor der Markteinführung zeigt Mercedes auf dem Genfer Salon (7. – 17.März) die Kombiversion des viertürigen A-Klasse-Coupés. Der CLA Shooting Brake ist gegenüber der seit 2015 gebauten ersten Version um knapp fünf Zentimeter auf 4,68 Meter gewachsen. Auch in der Breite legt er um gut fünf Zentimeter zu und misst nun 1,83 Meter ohne Außenspiegel. Der leichte Längenzuwachs geht einher mit einer um zwei Zentimeter niedrigen Gesamthöhe, wodurch insgesamt eine etwas dynamischere Linienführung erreicht wird. Auch Radstand (2,72 m, + 3 cm) und Spur legen zu. Im Alltagseinsatz auffälliger dürfte allerdings die deutlich breitere Laderaumöffnung sein. Sie misst nun 87 statt bislang 64 Zentimeter und dürfte das Beladen mit etwas sperrigerem Gepäck deutlich erleichtern.

Ein knappes halbes Jahr vor der Markteinführung zeigt Mercedes auf dem Genfer Salon (7. – 17.März) die Kombiversion des viertürigen A-Klasse-Coupés

Abseits der Designänderungen unterscheidet sich der neue Shooting Brake von seinem Vorgänger vor allem durch die Möglichkeiten der Vernetzung. Wie schon in der A-Klasse ist MBUX (Mercedes Benz User Experience) an Bord und „bestimmt das Erlebnis im Innenraum“ so die Mercedes-Beschreibung. Tatsächlich wurde das Konnektivitäts- und Bediensystem seit seinem Debüt in der A-Klasse vor Jahresfrist sukzessive weiterentwickelt und kommt in allen neuen Daimler-Modellen zum Einsatz. Und weil die Entwicklung im digitalen Bereich viel schneller geht, als im klassischen Automobilbau, wartet jede neue Generation von MBUX mit neuen Fähigkeiten auf. So ist sie im CLA schon in der Lage, zwischen den gesprochenen Befehlen von Fahrer und Beifahrer zu unterscheiden und reagiert gegebenenfalls auch auf Handzeichen. Eine neue Komfortsteuerung lässt sich mit den Daten einer Smartwatch verbinden und berücksichtigt die Befindlichkeit des Fahrers an Hand seines Stresslevels.

Im Alltagseinsatz auffälliger dürfte allerdings die deutlich breitere Laderaumöffnung sein

Stärkster Motor für den Shooting Brake ist ein Zweiliter-Turbobenziner mit 165 kW/225 PS, der die Vorderräder mittels eines Siebengang-DSG-Getriebes antreibt und im Schnitt 6,5 Liter verbraucht. Bis zur Markteinführung im September dürften aber auch weitere Motoren aus dem Portfolio der A-Klasse lieferbar sein. Preise nennt Daimler erwartungsgemäß noch nicht. Den Shooting Brake auf Basis der alten A-Klasse gibt es aktuell ab 31.178 Euro, den neuen CLA kann man ab 32.500 Euro ordern. Der Shooting Brake dürfte etwas teurer ausfallen.

Konzept in Genf: Skoda Vision iV

Skoda wird elektrisch, bleibt aber praktisch. Das zeigt sich vor allem im Interieur der aktuellen Crossover-Studie, die wohl schon viel vom Serienmodell der gar nicht so fernen Zukunft in sich trägt.

Der Skoda Vision iV gibt einen Ausblick auf die künftigen E-Autos der Marke

Mit der elektrisch angetriebenen Studie Vision iV zeigt Skoda, wie sich die VW-Tochter ihre automobile Zukunft vorstellt. Das im SUV-Coupé-Stil gezeichnete Konzeptfahrzeug basiert auf dem elektrischen Baukasten des Volkswagen-Konzerns und wird von zwei E-Motoren mit zusammen 225 kW/306 PS über alle vier Räder angetrieben. Als Stromspeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 83 kWh, die im Unterboden vor der Hinterachse untergebracht ist. Sie lässt sich in 30 Minuten an einer entsprechend starken Ladesäule zu 80 Prozent füllen und ermöglicht eine Reichweite von 500 Kilometern im WLTP-Zyklus. Die beiden E-Motoren beschleunigen die Studie in 5,9 Sekunden auf Tempo 100 und in weniger als vier Sekunden von 80 auf 120 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt.

Mit einer Länge von 4,67 Metern ist der Vision iV fast so groß wie der Skoda Kodiaq, wirkt aber durch die coupéhafte Form deutlich dynamischer. Durch ihr innovatives Innenraumkonzept soll die Studie trotzdem großzügige Platzverhältnisse bieten. Zu den Interieur-Ideen zählen beispielsweise drehbare Sitze, der Verzicht auf eine Mittelkonsole, jede Menge Stauraum, ein scheinbar freischwebender Bildschirm als zentrales Informationselement und ein zierliches Zweispeichenlenkrad.

Wie es sich für eine Vision gehört, packt Skoda alles an derzeit möglichen Assistenten, Sensoren und Konnektivitätsoptionen ins Fahrzeug. Außenspiegel werden hier zum Beispiel durch Kameras ersetzt. Natürlich kann Vison iV alleine einparken, auf der Autobahn autonom fahren oder sich mit anderen Fahrzeugen oder der Infrastruktur über Gefahrenstellen austauschen.

Bevor die Studie Wirklichkeit wird, bringt Skoda im Laufe des Jahres mit dem elektrischen Citigo das erste strombetriebene Modell auf den Markt. Vision iV dürfte dann Anfang 2020 Realität werden und nach dem VW ID als erstes Skoda-Modell des neuen Konzernbaukastens zu den Kunden fahren – dann sicherlich auch in Versionen mit weniger Leistung.