Bentley Bentayga – Mulliner macht‘s möglich

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) zeigt Bentley den Bentayga in einer vom hauseigenen Veredler Mulliner überarbeiteten Highend-Version. Das ab Frühjahr 2017 bestellbare Edel-SUV ist limitiert. Einen Preis nennen die Briten nicht.

Besondere Merkmale des Mulliner-Bentayga sind eine Zweifarblackierung und spezielle 22-Zoll-Räder

Ein besonderes Merkmal der Mulliner-Edition ist eine Zweifarblackierung, bei der sich Motorhaube und Dachpartie in heller Farbe von der dunklen Karosserie abheben. Leicht abgehoben ist der Bentayga auch dank spezieller 22-Zoll-Räder im Siebenspeichen-Design.

Vorne bietet der Bentley Bentayga von Mulliner dunkle Ledersitzbezüge

Spektakulärer ist indes die Aufwertung der Fahrgastzelle. Das kontrastreiche Farbschema der Außenhaut spiegelt auch die Bestuhlung wieder, denn die Vordersitze sind mit dunklem, die hinteren mit cremefarbenem Leder bezogen. Für ein besonderes Ambiente sorgen unter anderem Rautensteppungen in den Sitzbezügen, Applikationen aus Walnussholz sowie eine farblich variable LED-Ambientebeleuchtung. An Ausstattungsdetails bietet der Innenraum darüber hinaus ein Kühlfach mit Sektkelchen in der hinteren Mittelkonsole, Fondscheiben mit elektrischer Abdunkelfunktion, eine Standheizung sowie eine Audioanlage, die mit fast 2.000 Watt Leistung 21 Lautsprecher in Schwingungen versetzt. Im Armaturenbrett glänzt zentral eine Golduhr von Breitling.

Im oppulent aufgewerteten Fond sind die Sitzbezüge cremefarben

Beim Antrieb sah man bei Mulliner indes keinen Handlungsbedarf. Der W12-Motor darf mit unverändert 447 kW/608 PS und 900 Newtonmeter Drehmoment die 2,4-Tonner in knapp vier Sekunden auf Tempo 100 schieben und auf über 300 km/h beschleunigen. (Mario Hommen/SP-X)

Bentley Continental Supersports – Die Wuchtbrumme

Bei Bentley ist man sich für Superlative nie zu schade. Jüngster Streich ist der Continental Supersports, bei dem es sich nach Aussage der Briten um den bislang sprintstärksten Bentley überhaupt handeln soll. Im Frühjahr 2017 ist die neue Topversion verfügbar. In Deutschland dürfte das Kraftpaket mindestens 250.000 Euro kosten.

Das neue Topmodell leistet 522 kW/710 PS und über 1.000 Newtonmeter Drehmoment

Verantwortlich für die bessere Performance ist ein in der Leistung deutlich gesteigerter Sechsliter-W12-Motor. Im Vergleich zur aktuellen Topversion GT Speed wächst die Power um 55 kW/75 PS auf 522 kW/710 PS und um fast 200 auf 1.017 Newtonmeter Drehmoment. Damit soll der gut 2,3 Tonnen schwere Zweitürer im Zusammenspiel mit einer Achtgang-Automatik in 3,5 Sekunden den Sprint auf Tempo 100 abhaken. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 336 km/h angegeben. Nicht ganz so flott ist die Convertible genannte Cabriolet-Version, die angesichts ihrer fast 2,5 Tonnen für den Sprint vier Zehntelsekunden mehr benötigt und zudem „nur“ 330 km/h erreicht.

Auch im Innenraum bietet der Supersports ein Sonderstyling

Die zusätzliche Leistung verdankt der Continental neuen Turboladern und einer überarbeiteten Ladeluftkühlung. Zudem wurden Kurbelwelle und Pleuellager des W12-Motors auf das höhere Leistungsniveau angepasst. Außerdem soll eine neue Auspuffanlage freieres Atmen ermöglichen und gleich noch für einen markanteren Sound sorgen.

Der Supersports wurde auf gummibedampfte 21-Zoll-Räder gestellt und zudem mit Keramik-Carbon-Bremsen ausgestattet. Die vorderen Bremsscheiben haben 42 und hinten 35,6 Zentimeter Durchmesser. Bentley verspricht zudem ein agileres Handling, zugleich soll der Viersitzer aber weiterhin hohen Langstreckenkomfort bieten.

Unter anderem sind im Supersports die Sitze dreifarbig mit Leder und Alcantara bezogen

Auch optisch hat Bentley das kommende Topmodell der Continental-Baureihe auf Dynamik getrimmt. Die Front zeichnet sich durch aggressiver gezeichnete Luftöffnungen, schwarz lackierte Lüftungsgitter sowie einen Carbon-Splitter aus. Darüber hinaus sind die Leuchten vorne und hinten abgedunkelt. Am Heck sorgt außerdem ein großer Heckflügel für mehr Abtrieb. Optional lässt sich der Auftritt des Boliden noch mit Carbon-Applikationen und einer Auspuffanlage aus Titanium aufwerten. (Mario Hommen/SP-X)

Bentley Bentayga Diesel – Acht statt zwölf

Als Alternative zum Zwölfzylinderbenziner gibt es für das Luxus-SUV Bentley Bentayga nun einen V8-Diesel. Der erste jemals von der britischen Marke angebotene Selbstzünder schöpft aus vier Litern Hubraum 320 kW/435 PS Leistung, den Verbrauch gibt der Hersteller mit 7,9 Litern auf 100 Kilometern an.

Der Bentayga Diesel ist aber nicht nur der wohl sparsamste Bentley aller Zeiten, sondern auch der aktuell günstigste. Mit einem Basispreis von 174.335 Euro liegt er rund 34.000 Euro unter der W12-Ausführung und einige hundert Euro unter dem bisherigen Einstiegs-Coupé GT V8.

Den V8-Diesel übernimmt die britische VW-Tochter aus dem technisch verwandten Audi SQ7, aus dem auch die ungewöhnliche Konfiguration mit zwei Abgasturboladern und einem elektrisch angetriebenen Verdichter stammt, der über ein zusätzliches 48-Volt-Bordnetz mit Strom versorgt wird. Das maximale Drehmoment von 900 Nm liegt dadurch bereits bei 1.000 Umdrehungen an. Den Spurt auf Tempo 100 absolviert der Allrader mit Achtgangautomatik in 4,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h.

Optisch macht der Bentayga aus seinem markenuntypischen Motor keine große Sache. Die Kennschilder an der Karosserie nennen lediglich die Zylinderzahl, nicht jedoch die Arbeitsweise. Eingeweihte erkennen den Diesel am schwarzen Kühlergrillgitter. Die Markteinführung startet Anfang 2017 in Europa, später sollen unter anderem Russland, Südafrika und Australien folgen. Eine Einführung in den USA ist nicht vorgesehen.

(Holger Holzer/SP-X)

Mansory Bentayga – Im Carbon-Rausch

Anfang November stellt Mansory auf der Tuningmesse SEMA in Las Vegas seine Interpretation des neuen Bentley-SUVs Bentayga vor. Ganz nach Art des Hauses kommt dieser alles andere als dezent daher.

Dank der Mansory-Überarbeitung wirkt der Bentley Bentayga muskulöser als im Serienornat
Dank der Mansory-Überarbeitung wirkt der Bentley Bentayga muskulöser als im Serienornat

Die Außenoptik des hochbeinigen Edelbriten wurde mit diversen Teilen aus Sichtcarbon deutlich auffälliger in Szene gesetzt. So hat der bayerische Tuner die Frontschürze durch eine martialischere Carbon-Variante mit zusätzlichen LED-Tagfahrlichtern ersetzt. Frontgrill und Motorhaube bestehen ebenfalls aus Sichtcarbon und prägen so das modifizierte Gesicht. Verbreiterungen in den Flanken, ein großer Heckspoiler, eine Heckschürze mit Diffusoroptik sowie zwei Doppelendrohre verleihen dem Bentayga optisch mehr Muskeln. Zudem hat Mansory das tiefergelegte Fahrzeug auf einteilige Gussräder mit 23 Zoll Durchmesser und breite 295er-Reifen gestellt.

Viel Aufwand hat Mansory bei der Aufwertung des Innenraums betrieben
Viel Aufwand hat Mansory bei der Aufwertung des Innenraums betrieben

Auch Antriebseitig wurde aufgerüstet. Der Zwölfzylinder leistet dank der Sportendschalldämpfer und neuem Motormanagement 515 kW/701 PS und 1.050 Newtonmeter Drehmoment. Parallel zur Leistungssteigerung um 93 PS erhöht sich auch die Höchstgeschwindigkeit das 2,5-Tonners von 301 auf 311 km/h.

Zudem gibt es mehr Leistung: Eine neue Motorsteuerung soll für eine Steigerung 608 auf 701 PS sorgen
Zudem gibt es mehr Leistung: Eine neue Motorsteuerung soll für eine Steigerung 608 auf 701 PS sorgen

Selbstredend hat Mansory auch dem Innenraum seine Note verpasst. So gibt es eine neue Lederausstattung, ein neues Sportlenkrad und ein Aluminium-Pedalset. (Mario Hommen/SP-X)

BMW Concept X2 – Nischenbesetzung

Die Bayern zeigen mal wieder etwas Neues: Diesmal – oh Wunder – ein Kompakt-SUV. Klar, schließlich boomt das Segment, wie kein zweites. Und da diese Nische scheinbar noch nicht gut genug besetzt ist, zeigt BMW auf dem Pariser Autosalon das BMW Concept X2. Es will mit eigenständigem Design gefallen und soll sich von den anderen X-Modellen differenzieren. Das Mittel: Anleihen an die Coupé Historie von BMW, womit  im Ergebnis ein sportliches, urbanes und kompaktes Konzept entstand. Hier kommen die Details. Read more

Bentley Bentayga mit Diesel – Nagelnde Noblesse

Alternativ zum Zwölfzylinderbenziner gibt es für den Bentley Bentayga nun einen V8-Diesel. Das bereits aus dem Audi SQ7 bekannte Vierliter-Triebwerk mit 320 kW/435 PS verfügt neben zwei Abgasturboladern auch über einen elektrisch angetriebenen Verdichter, der vor allem bei niedrigen Touren eingreift. Das maximale Drehmoment von 900 Nm liegt dadurch bereits bei 1.000 Umdrehungen an. Den Spurt auf Tempo 100 absolviert der Allrader mit Achtgangautomatik in 4,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 7,9 Litern (210 Gramm CO2/km) an. Der Preis für das erste Diesel-Modell der Markengeschichte beträgt 175.335 Euro.

Bislang gab es das erste SUV der VW-Konzernmarke ausschließlich mit einem 447 kW/608 PS starken Zwölfzylinderbenziner. Der sechs Liter große Motor verbraucht laut Norm 13,1 Liter und stößt 296 Gramm CO2 aus. Die Preisliste startet bei 208.488 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Bentley Flying Spur W12 S – Jenseits magischer Grenzen

Er ist zwar nicht der schnellste aller Bentley, aber immerhin der bis dato schnellste Viertürer der britischen Nobelmarke: Der Flying Spur W12 kriegt ein S angehängt, welches auf eine auf 467 kW/635 PS aufgemotzte Variante des Zwölfzylindermotors verweist, die dem Viertürer erstmalig einen Sprung über die 200 Meilen pro Stunde (mph) erlaubt.

Jenseits der 200: Der Bentley Flying Spur W12 S kann 202 Meilen beziehungsweise 325 Kilometer pro Stunde schnell fahren
Jenseits der 200: Der Bentley Flying Spur W12 S kann 202 Meilen beziehungsweise 325 Kilometer pro Stunde schnell fahren

Bisher waren beim Flying Spur 460 kW/625 PS das höchste der Gefühle. Das reicht allerdings nicht ganz, um die 200-mph-Marke zu knacken, denn der normale W12 macht bei 320 km/h beziehungsweise 199 mph Schluss. Beim S mobilisiert der Biturbo neben 10 zusätzlichen PS außerdem 820 statt 800 Newtonmeter Drehmoment. Damit soll sich die Sprintzeit des 2,5-Tonners von 4,6 auf 4,5 Sekunden verkürzen und zudem die Höchstgeschwindigkeit auf 325 km/h beziehungsweise 202 Meilen pro Stunde steigen.

Optisch weisen beim Flying Spur W12 S einige schwarze Akzente auf seine Sonderstellung hin. Ob Kühlergrill, Scheinwerferhintergrund, 21-Zoll-Räder oder die Außenspiegelgehäuse – vielerorts ist tiefgründige Dunkelheit angesagt. Das trifft noch stärker auf den Innenraum zu, in dem ebenfalls die Farbe Schwarz dominiert. Ein Sportlenkrad und W12S-Schriftzüge in den Kopfstützen runden die dynamische Akzentuierung des Luxusinnenraums ab.

Der Innenraum des Bentley Flying Spur W12 S ist weitgehend in Schwarz gehalten
Der Innenraum des Bentley Flying Spur W12 S ist weitgehend in Schwarz gehalten

Ende 2016 ist offizieller Marktstart für den Bentley Flying Spur W12 S. Einen Preis haben die Briten noch nicht genannt, doch dürfte die neue Topversion des Bentley-Viertürers die ebenfalls magische 200.000-Euro-Grenze locker überschreiten.
(Mario Hommen/SP-X)

Mansory gibt Ausblick auf Bentayga-Tuning – Noch aufgemotzter

Für die meisten ist der Bentley Bentayga ein Auto der absoluten Superlative. Einigen wenigen könnte er hingegen noch als zu profan erscheinen. Deshalb arbeitet man beim Luxus-Tuner Mansory bereits fieberhaft daran, ein Veredelungsprogramm für den Über-Bentleys aufzulegen.

Was der in der Oberpfalz ansässige Tuner abfackeln wird, ist noch geheim. Doch ein erstes Bild deutet – ganz nach Art des Hauses – eine Motorhaube aus Karbon an. Das spart ein paar Kilo und verleiht dem Fahrzeug eine dynamische Hightech-Aura. Hinzu kommen selbstredend gummibedampfte, filigrane Leichtmetallräder, die wohl in Richtung 22 oder 23 Zoll tendieren dürften.

Mansory wird gewiss noch mit ein weiteren Superlativen protzen. Der deutsche Tuner ist jedenfalls erfahren darin, dem W12-Motor einige PS mehr aus dem Kreuz zu leiern. Gut möglich, dass das gepimpte Allrad-Monster die 700-PS-Marke knackt und dann sogar noch ein paar mehr als die werksseitig angegebenen 301 km/h drin sind. Ebenso dürfte auch der Preis in noch höhere Sphären abdriften. Schon die First Edition des Bentayga gab es für 330.000 Euro, das Basismodell soll 209.000 Euro kosten, zumindest letzteres benötigt man, damit der Tuner anfangen kann. (Mario Hommen/SP-X)

Pop Art für den guten Zweck – ein Bentley wird bunt

Dieses Cabrio ist eine Art poppiger Bentley Continental – wobei Art absolut ins Schwarze trifft. Die britischen Fahrzeughersteller haben keinen anderen als den Papst der Pop Art – Sir Peter Blake – gebeten einen Bentley Continental V8 S nach allen Regeln seiner Kunst zu gestalten. Was es damit auf sich hat? Sir Peter gehört zu den wichtigsten Künstlern des Genres und gestaltete seinerzeit das Albumcovers der Beatles-Platte „Sgt. Pepper´s Lonely Hearts Club“. Am offenen Bentley konnte er sich nun ebenfalls austoben. Read more

News: Bentley Flying Spur V8 S – Erstarkter Brite

Bentley bringt nicht nur die überarbeitete Version seiner Luxuslimousine Mulsanne mit zum Autosalon nach Genf (3.-13.März). Die Briten zeigen auch den neuesten Zuwachs in der Flying-Spur-Familie: Der 388 kW/528 PS starke Flying Spur V8 S ordnet sich leistungstechnisch zwischen der Einstiegsvariante V8 und dem W12-Flaggschiff ein.

Der 4,0-Liter-Achtzylinder erstarkt im V8 S um 21 PS. Das maximale Drehmoment von 680 Newtonmetern liegt ab 1.700 Touren an. So beschleunigt die Allrad-Limousine in 4,6 Sekunden auf 100 km/h, das sind 0,3 Sekunden weniger als der Flying Spur V8. Maximal 306 km/h schnell wird der Brite. Fahrwerksveränderungen sollen für besseres Handling, schwarze Akzente innen und außen für den richtigen Auftritt sorgen. Zu den Preisen ist noch nichts bekannt, der Flying Spur V8 ist ab knapp 180.000 Euro zu haben.

News: Bentley Mulsanne wird geliftet – Für gewachsene Ansprüche

Sanft geliftet und auf Wunsch gewachsen präsentiert sich der Bentley Mulsanne auf dem Genfer Salon (3. bis 13. März). Neben der Standardausführung der Luxuslimousine bieten die Briten erstmals eine Langversion ihres Flaggschiffs an. Mit rund 5,83 Metern Länge überragt sie das kurze Modell um 25 Zentimeter, die komplett dem Fond-Fußraum zugutekommen. So ist unter anderem Platz für einen neuen Liegesitz mit ausfahrbaren Beinauflagen. Beide Längenvarianten verfügen darüber hinaus über ein neues Entertainmentsystem mit herausnehmbaren Tablets für die Passagiere auf der Rückbank.

Innen geht es weiterhin edel zu
Innen geht es weiterhin edel zu

Umfassend im Detail überarbeitet zeigt sich das Design. Unter anderem gibt es einen breiteren Kühler, neue seitliche Lufteinlässe und einen geänderten Heckstoßfänger. Außerdem wurden die beiden äußeren Exemplare der Vier-Scheinwerfer-Front leicht angehoben. Auch unter dem Blech gibt es Feinschliff: So soll eine aktive Motoraufhängung den Fahrkomfort erhöhen, spezielle Reifen sollen den Geräuschpegel im Innenraum senken. Unverändert bleibt der V8-Motor der großen Limousine; das 6,8 Liter große Triebwerk gibt es weiterhin wahlweise mit 377 kW/512 PS und 395 kW/537 PS. Preise nennt die VW-Tochter noch nicht. Das aktuelle Modell kostet rund 300.000 Euro.

Das Heck wurde sanft modifiziert
Das Heck wurde sanft modifiziert

News: Bentley Flying Spur V8S – Die sportliche Seite des Luxus

Es ist nicht so, als hätte ein Bentley Flying Spur zu wenig Leistung. Allein die „kleinste“ Motorvariante liefert 507 PS an alle vier Räder. Etwas mehr leistet der neue Bentley Flying Spur V8 S und reiht sich damit zwischen der Einstiegsversion – wenn man das so sagen darf – und der Topmotorisierung, dem W12, ein. Dabei hat der V8 S den Charakter des Sportlers inne, wenn man bei einer Luxus-Limousine dieses Formats überhaupt davon sprechen kann. Aber dieser Flying Spur will von den drei Varianten am meisten das Fahrerauto sein, das von seinem Eigner auch gern mal selbst pilotiert wird, wenn er keine Lust hat hinten rechts zu sitzen. Read more

News: Bentley Bentayga – Das schnelle Schlachtschiff

Nicht weniger als das schnellste Serien-SUV der Welt hat der zum VW-Konzern gehörende britische Luxus-Autobauer Bentley mit dem Bentayga aufgelegt. Der 447 kW/608 PS starke W12-Motor beschleunigt den gut 2,4 Tonnen schweren Geländewagen in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und maximal bis 301 km/h. Das – und der überfließende Luxus im Innenraum – hat seinen Preis: mindestens 208.500 Euro kostet das Luxus-SUV, die erste Jahresproduktion ist allerdings schon ausverkauft.

Mit dem Audi Q7 teilt sich der 5,14 Meter lange Koloss die Technik, unter anderem haben sich die Entwickler im Regal für Assistenzsysteme bedient. Ansehen kann man dem Bentayga die Nähe zum Ingolstädter Verwandten trotz ähnlichen Formats der Alu-Karosserie nicht. Ist doch schon die Form eine ganz eigene, mit riesigen runden Scheinwerfern, einem mächtigen Kühler und vor allem stark betonten Kotflügeln wirkt das Briten-SUV sehr präsent.

So nobel wie im Bentayga geht es in keinem anderen Geländewagen zu. Die Hölzer sind feiner, die Leder weicher und die Nähte aufwendiger. Die Heckklappe schwingt per Gestensteuerung automatisch auf. Mit einem Fassungsvermögen von 590 Litern ist der Bentayga sicher auch der praktischste Bentley aller Zeiten.

Beim von Bentley entwickelten Fahrwerk wird die serienmäßige Luftfederung durch eine elektrische Wankstabilisierung mit 48-Volt-Technik ergänzt. Den Verbrauch des 6,0-Liter großen W12-Aggregats haben die Briten nach eigenen Angaben um zehn Prozent gedrosselt, in der Norm soll er nun 12,8 Liter/100 km verbrauchen. Doch weil auch die nobelste VW-Tochter ihren Beitrag zu den CO2-Zielen des Konzerns leisten muss und es mittlerweile doch auch ein paar sensiblere Märkte gibt, wird es erstmals einen Bentley mit Dieselmotor und als Plug-in-Hybrid geben. Und auch eine siebensitzige Version ist in Planung.

News: Bentley – Bugatti – Lamborghini – Die Drei für die Tankstelle

Die VW-Edelmarken Bentley, Bugatti und Lamborghini beflügeln die Phantasien und bereichern die Träume des gemeinen Volkes, auch wenn sie natürlich letztlich nur einer Handvoll wirklich gut situierter Menschen vorbehalten sind, die nun wirklich keine Zeit für Benzinpreisvergleiche hat. Auch auf der 66. IAA in Frankfurt vermitteln sie Leistung und Luxus der gehobenen Art.

Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht.
Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht.

Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht. Der Name ist Programm, erinnert an das Lied der verstorbenen Sängerin Alexandra, das von der Sehnsucht in der Taiga berichtet. Die sollen eine edelste Inneneinrichtung und satte 447 kW/608 PS wecken, die eine W12-Maschine aus 6 Liter Hubraum generiert. Je nach Betriebssituation arbeitet der TSI-Motor mit direkter oder indirekter Benzineinspritzung, auch eine Zylinderabschaltung soll den Konsum zügeln. 900 Nm Drehmoment stemmt das Triebwerk, es beschleunigt den gut zwei Tonnen schweren Bentayga in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und letztlich auf mehr als 300 km/h, macht ihn damit zum derzeit schnellsten Serien-SUV des Marktes. 292 g/km CO2 soll er emittieren, das entspräche einem Normverbrauch von fast 13 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Edelste Inneneinrichtung im Luxus-SUV Bentayga
Edelste Inneneinrichtung im Luxus-SUV Bentayga

Innen gibt es Leder, Holz und Edelstahl, normalerweise vier Sitze. Auf Wunsch wird der Innenraum für den Transport von Fahrer plus vier Passagiere konfiguriert, zusätzlich findet sich als Extraausstattung ein Klappsitz im Laderaum. Der Chauffeur kann die Motorkennlinie über den Charisma-Schalter verändern, sanftes Säuseln und geschmeidige Kraftentfaltung oder wuchtiges Wummern und brachialen Antritt werden geboten. Ob Prinz Harry den Bentyaga irgendwann für seinen Jagdausflug wählen wird? Vermutlich lässt er lieber die Flinte im Schrank und nimmt den Helikopter.

In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke.
In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke.

Ein dicke Schaufel mehr wirft der Veyron-Nachfolger von Bugatti unter den Kessel, noch reist er als Vision Gran Tourismo nach Frankfurt, wird aber Ende des Jahres als Bugatti Chiron in Kleinserie bei der französischen Marke entstehen. 1.102 kW/1.500 PS soll der modifizierte 16-Zylinder-Benziner liefern, er wurde im Vergleich zum aktuellen Triebwerk mit 883 kW/1.200 PS deutlich modifiziert. Vier Zylinderbänke werden von jeweils zwei Turboladern beatmet, vier von ihnen sollen elektrisch betrieben werden, um das Ansprechverhalten um unteren Drehzahlbereich zu verbessern und obendrein den Treibstoffverbrauch zu verringern. Und ähnlich wie beim Porsche 918 unterstützt ein Elektromotor den Vortrieb und er soll auch beim Spritsparen helfen. Denn mit dem, was der Chiron auf der Standarddistanz verbrauchen wird, dürfte ein VW Polo gut 400 Kilometer weit kommen.

In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke. Besonders auffällig ist neben der geduckten Front und den Windleitschaufeln auf den hinteren Kotflügeln die vom Dach bis zum mächtigen Heckflügel ziehende Finne. Sie soll bei hohen Geschwindigkeiten für mehr Stabilität sorgen. Dass der Chiron den Geschwindigkeitsrekord der Straßenserienfahrzeuge für Bugatti in naher Zukunft erneut schnappen wird, ist mehr als sicher.

Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder.
Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder.

Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder. Nachdem Gallardo Spyder, der das bestverkaufte offene Modell der Marke war, soll er nun zum Grundpreis von 221.875 Euro diesen Erfolg deutlich übertreffen. Der 5,2 Liter-V10-Motor leistet 449 kW/610 PS und beschleunigt den allradgetriebenen, 1.542 Kilogramm schweren Huracán Spyder in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Er erreicht 324 km/h Höchstgeschwindigkeit, und verbraucht dank Zylinderabschaltung nach Norm 12,3 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop. Die Stoffmütze liegt sehr flach auf der Aluminium-Karbon-Karosserie, nur 1,18 Meter reckt sich der Lambo in die Höhe. Ein automatischer Überrollschutz verbirgt sich hinter den beiden Sitzen und soll Fahrer und Beifahrer bei einem Unfall behüten.

Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop.
Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop.

Das Luxus-Trio von den Edelmarken des VW-Konzerns ist zwar ebenso wie die Volumenmodelle der anderen Hersteller mit umfassenden Assistenzsystemen ausgestattet, geht aber nicht mit dem allgegenwärtigen Zukunftsziel des autonomen Fahrens an den Start. Das hat bereits stellvertretend Porsche-Chef Matthias Müller unlängst als „Hype“ abgetan. Wäre ja noch schöner, wenn Vollblut-Autos am Zügel geführt werden sollen. Hier gibt der Chauffeur am liebsten selber Gas. Und das nicht zu knapp.

Das Cockpit des Lamborghini Huracán LP 610-4 Spyder
Das Cockpit des Lamborghini Huracán LP 610-4 Spyder

Autor: Michael Kirchberger/SP-X

News: Bentley Bentayga – Der knackt die magische Marke

Bentleys Luxus-SUV Bentayga feiert auf der Internationalen Automobilausstellung IAA (17. bis 27. September) sein Debüt. Bis dahin hüllen sich die Briten in Schweigen und geben nur wenige Informationen zu ihrem neuesten Familienmitglied bekannt. Nun haben sie mittgeteilt, dass ihr erstes SUV eine Höchstgeschwindigkeit von 301 km/h haben wird. Unter der Haube arbeitet ein bekannter W12-Motor mit 12 Zylindern. Laut Hersteller soll er die beste Kombination von Leistung, Drehmoment und Effizienz in seinem Segment haben. Im Bentayga wird später der erste Dieselmotor der Marke um Einsatz kommen.

Das erstes SUV von Bentley hat eine Höchstgeschwindigkeit von 301 km/h
Das erstes SUV von Bentley hat eine Höchstgeschwindigkeit von 301 km/h

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Bentley Mulsanne Speed – Wenn’s die Queen mal eilig hat

Als die Queen kürzlich Berlin besuchte, hatte sie neben einer umfangreichen Entourage und zahlreichen Kostümen, Hütchen und Handschuhen natürlich auch ihren Dienstwagen mit von der Themse an die Spree gebracht; einen eigens für das gekrönte Oberhaupt umgebauten Bentley Arnage, mit höherem Dach – wegen des Kopfschmucks – und Rund-um-Verglasung, damit Madame gut rauswinken kann. Wir wollten wissen, wie es sich als Königin reist, und haben uns den Arnage-Nachfolger Bentley Mulsanne geschnappt – zwar nicht mit royalem Umbau, dafür aber in der extraschnellen Speed-Ausführung.

Verglichen mit den elf Millionen Euro, die die britische Staatslimousine Wert ist, erscheinen die knapp 324.00 Euro Listenpreis für den Mulsanne Speed fast wie ein Schnäppchen; schließlich bekommt man dafür mehr als 5,58 Meter Auto, die übrigens – auch ohne Chauffeur – erstaunlich handlich sind. Selbst die engen Einbahnstraßen in der Münchner Innenstadt stellten kein großes Hindernis dar und auch das Einparken geht, eine entsprechend große Lücke vorausgesetzt, leicht von der Hand. Aber mal ehrlich: Kaum jemand dürfte einen Mulsanne kaufen, um dann selbst hinter dem Steuer zu sitzen.

Für die Lederausstattung eines einzelnen Mulsanne braucht es gut 14 Rinder
Für die Lederausstattung eines einzelnen Mulsanne braucht es gut 14 Rinder

Deshalb verlassen wir den linken Vordersitz schnell wieder und öffnen die schweren Fondtüren, die Einlass gewähren in eine mit dem Leder von nicht weniger als 14 Rindern ausgekleidete Sofalandschaft. Getrennt von einer breiten Mittelkonsole können es sich zwei Passagiere auf vollverstellbaren Plätzen bequem machen; eine kleine Fußstütze, Massagefunktion und ein Kuschel-Kissen sorgen für royalen Komfort-Feinschliff. Wer will, klappt per Knopfdruck das kleine Tischchen vor sich aus, das gleichzeitig eine elektrisch ausfahrende iPad-Halterung beinhaltet, und arbeitet ein wenig; W-Lan ist natürlich an Bord und in den Kopfstützen der Vordersitze können zusätzliche Bildschirme eingebaut werden.

Angenehmer ist es aber, in den Kühlschrank zu greifen, der in der Rückenlehne montiert ist – da, wo Otto-Normalverbraucher maximal einen Ski-Sack hat – und sich ein Gläschen Champagner (zwei Flaschen passen rein) einzuschenken. Drei handgeschliffene Kristall-Sektflöten sind im Preis dabei, was man bei über 9.500 Euro extra aber auch erwarten kann. Und damit einem niemand beim Trinkvergnügen zuschaut, kann man Seitenfenster und Heckscheibe mit einer schweren, schwarzen Samt-Gardine komplett verdunkeln; allerdings kosten die Vorhänge auch noch einmal über 6.000 Euro Aufpreis. Dafür stecken aber auch einige hundert Stunden Handarbeit in einem Mulsanne. Mit welcher Liebe zum Detail die Limousine am Stammsitz in Crewe gefertigt wird, zeigen nicht nur die filigranen Luftmengenregler, die an Orgel-Registerzüge erinnern, oder die immer wieder auftauchende, geriffelte Metalloberfläche – beispielsweise am Gang-Wahlhebel, auf der Innenseite (!) der äußeren Türgriffe oder am Funkschlüssel. Wohin das Auge reicht, entdeckt es kleine, feine Details, die einen Bentley erst zu einem wirklich royalen Automobil werden lassen.

Edles Aluminium und hochglänzender Klavierlack dominieren das Cockpit
Edles Aluminium und hochglänzender Klavierlack dominieren das Cockpit

Das einzige allerdings, was dem Beinamen Speed in dem neben Leder mit reichlich hochglänzendem Klavierlack dekorierten Innenraum gerecht werden könnte, sind die Karbon-Zierleisten in den Türen, die, natürlich, auch nicht ohne Extra-Geld zu haben sind. Abgesehen davon beschleunigt die Speed-Ausführung wohl eher das Stammtisch-, pardon, Golfcub-Getuschel. Denn den Unterschied von nun 395 kW/537 Pferdestärken zu den standardmäßigen 377 kW/512 PS des 6,75 Liter großen V8 wird kein Fahrer und erst recht kein Fond-Passagier merken, und auch das Plus von 80 Newtonmeter ist in Anbetracht von nun 1.100 Newtonmeter Drehmoment eher zu vernachlässigen. Was diese enorme Zahlen allerdings bedeutet, merkt man durchaus, wenn der Fahrer Vollgas gibt: Kurzweilige 4,9 Sekunden vergehen, dann zeigt der Tacho 100 km/h an. Das ist in etwas so schnell wie ein Porsche 911, mit dem Unterschied, dass der 1,4 Tonnen wiegt – und der Bentley satte 2.685 Kilogramm auf die Waage bringt. Leichtbau ist den Briten nämliche ein Fremdwort. Das merkt man spätestens wenn man den aus den Vollen gefrästen, kühlen Metall-Tankdeckel abschraubt. Oder wenn man einen der drei jeweils über ein Pfund schweren Aschenbecher in die Hand nimmt, die in einem Miss-Marple-Krimi jederzeit als Mordwaffe taugten.
So brachial der Brite aus dem Stand losspurtet, so zackig meistert er auch den Zwischensprint. In Windeseile hat die Achtgang-Automatik den richtigen Gang gefunden um aus dem reichlich vorhandenen Drehmoments schöpfen zu können. Wer es noch schneller will, kann den Sportmodus aktivieren, dann hält das Getriebe die Drehzahl konstant bei über 2.000 Touren, damit die beiden Turbolader noch schneller ansprechen. Auf übertriebenen Krawallklang hat Bentley zum Glück verzichtet, der Achtender arbeitet jederzeit ausgesprochen zurückhaltend. Und auch den Windgeräuschen haben die Ingenieure eine Abfuhr erteilt; selbst bei 200 km/h säuselt es nur ganz leicht an den großen Außenspiegeln.

Die 21-Zoll-Räder gehören zur Standard-Ausrüstung
Die 21-Zoll-Räder gehören zur Standard-Ausrüstung

Dann hat man das Potential allerdings noch nicht einmal zu zwei Drittel ausgeschöpft: Erst bei Tempo 305 (mit aufpreispflichtiger Hochgeschwindigkeits-Option) ist Schluss – der Mulsanne Speed ist damit die schnellste Serienlimousine der Welt. Um das auszuprobieren, braucht es allerdings viel freie Straße; nicht unbedingt zum Beschleunigen, wohl aber zum Abbremsen. Denn gut drei Tonnen Lebendgewicht lassen sich auch mit 40-Zentimeter-Stoppern nicht ohne weiteres zum Stillstand bringen. Außerdem sollte man sich dem Geschwindigkeitsrausch möglichst auf einer Strecke ohne Kurven hingeben, denn die Masse zollt bei jeder Biegung der Physik ihren Tribut.

Für ein gekröntes Haupt ziemen sich solche Spritztouren sicher nicht. Also mahnen wir den Fahrer zur gemütlichen Gangart und genießen die himmlische Ruhe im Fond und das sanfte Schaukeln, wenn wieder einmal grobe Unebenheiten im Asphalt ausgebügelt werden müssen. Wer so unterwegs ist, braucht nicht zwingend die Kraft der acht Zylinder, deshalb legt der Mulsanne Speed bei moderater Leistungsabfrage kurzerhand vier Brennkammern still – natürlich ohne dass der Fahrer irgendwas davon mitbekommt. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 14,6 Liter – nach EU-Norm gemessen – ist das aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Doch für den Verbrauch interessieren sich in dieser Liga wenn überhaupt sowieso nur die Behörden und sicher nicht die Kunden. Erst recht nicht, wenn sie ein Krönchen auf dem Haupt tragen.

Autor: Michael Gebhardt/SP-X

News: Bentley Continental – Feinschliff für die Kronjuwelen

Investitionen von vielen hundert Millionen, Heerscharen von neuen Mitarbeitern und das halbe Werk umgekrempelt – seit vier Jahren gibt es für Bentley nichts Wichtigeres als die bevorstehende Premiere des Bentayga. Doch bis der Geländewagen mal das meistverkaufte Modell der vornehmen VW-Tochter wird, gebührt diese Ehre noch dem Continental, dem die Entwickler deshalb auch noch einmal etwas Aufmerksamkeit widmen. Zwar ist die zweite Generation des sportlichen Luxusliners gerade erst vier Jahre alt und so ein profanes Wort wie „Facelift“ kommt den Briten ohnehin nicht über die Lippen. Aber weil auch Kronjuwelen mal ein bisschen Feinschliff brauchen, wird der Besteller in diesem Sommer dezent aufgewertet.

Zwar ist die zweite Generation des sportlichen Luxusliners gerade erst vier Jahre alt und so ein profanes Wort wie „Facelift“ kommt den Briten ohnehin nicht über die Lippen.
Zwar ist die zweite Generation des sportlichen Luxusliners gerade erst vier Jahre alt und so ein profanes Wort wie „Facelift“ kommt den Briten ohnehin nicht über die Lippen.

Allerdings muss man schon sehr genau hinschauen, um die Änderungen zu erkennen. Bei so einem präsenten Design für Coupé und Cabrio kann man die neue Frontschürze mit dem etwas kleineren Grill, die weiter ausgestellten Kotflügel mit dem schnellen „B“ in den Kiemen, den retuschierten Heckdeckel und den geänderten Diffusor schon einmal übersehen. So opulent, wie der Innenraum ausgeschlagen ist, stechen die neuen Steppnähte auf den Sitzen, die sorgsam modifizierten Instrumente und die größeren Schaltpaddel am Lenkrad nun auch nicht ins Auge. Und dass in der Mittelkonsole jetzt eine neue Uhr thront, werden Bentley-Fahrer geflissentlich ignorieren. Dem Glücklichen schlägt schließlich keine Stunde.

Wie glücklich man an Bord eines Bentleys ist, merkt man spätestens beim Druck auf den Startknopf. Denn egal, ob unter der Haube der 4,0 Liter große V8-Motor mit 507 oder 528 PS steckt oder der W12 mit seinen 6,0 Litern Hubraum und jetzt 590 oder 635 PS – viel souveräner kann man sich mit einem Auto kaum fortbewegen.

Bei so einem präsenten Design kann man die neue Frontschürze mit dem etwas kleineren Grill, die weiter ausgestellten Kotflügel mit dem schnellen „B“ in den Kiemen, den retuschierten Heckdeckel und den geänderten Diffusor schon einmal übersehen.
Bei so einem präsenten Design kann man die neue Frontschürze mit dem etwas kleineren Grill, die weiter ausgestellten Kotflügel mit dem schnellen „B“ in den Kiemen, den retuschierten Heckdeckel und den geänderten Diffusor schon einmal übersehen.

Weil Bentley zwar nicht mit der Mode gehen muss, sich aber zumindest an die Gesetze halten sollte, hatten die Briten unter der Haube beim Feinschliff ein bisschen mehr zu tun und mussten alle vier Antriebsvarianten über die Hürden der Euro 6-Norm heben. Bei der Gelegenheit haben sie vor allem an der Grundversion des Zwölfzylinders ordentlich gearbeitet, die Leistung um 15 auf 590 PS gesteigert, das Drehmoment noch einmal um 20 Nm angehoben und zumindest fürs gute Gewissen den Verbrauch um fünf Prozent gesenkt. Dafür schaltet der W12-Motor im Teillastbetrieb wechselweise die rechte oder die linke Zylinderbank ab und fährt nur noch auf sechs Flammen.

Aber warum mit mageren 590 PS zufrieden geben, wenn man auch 635 Pferde traben lassen kann? Eben! Weil genug auch oder gerade in diesen Kreisen nie genug ist und Geld in der Regel keine Rolle spielt, legt traditionell fast jeder zweite Continental-Kunde noch einmal rund 20.000 Euro drauf. Dann kauft er für 216.104 Euro den Continental GT Speed und bekommt dafür zwei Autos in einem: Hier den feudalen Luxusliner, der opulenter ausgeschlagen und komfortabler abgestimmt ist als jedes andere Coupé diesseits des Rolls-Royce Wraith. Und da den wütenden Wadenbeißer, der jeden Lamborghini locker vor sich her scheucht. Und das Beste daran: Für den Wechsel vom einen ins andere Extrem braucht es kaum mehr als ein paar Millimeter Pedalweg und den Griff zum Schaltknauf, den man eine Raste weiter in die Sportstellung schiebt.

Dann fängt der eben noch so vornehme Zwölfzylinder plötzlich lustvoll an zu grölen. Sobald die famose Achtgang-Automatik herunterschaltet oder man den Fuß ein wenig lupft, grollt es in den beiden Endrohren, als würde gleich ein gewaltiges Gewitter aufziehen. Und als wäre die Schwerkraft auf Knopfdruck mal eben außer Dienst gestellt, schwänzelt der 2,3 Tonnen schwere Brite mit seinem Allradantrieb plötzlich so behände durch die Kurven wie ein Elefant im Eiskanal.

So opulent, wie der Innenraum ausgeschlagen ist, stechen die neuen Steppnähte auf den Sitzen auch nicht ins Auge.
So opulent, wie der Innenraum ausgeschlagen ist, stechen die neuen Steppnähte auf den Sitzen auch nicht ins Auge.

Am imposantesten ist aber der Spurt auf einer langen Autobahngerade: Wenn man in 4,2 Sekunden auf Tempo 100 ist, in 9,0 schon 160 und einen gefühlten Augenblick später 330 Sachen auf dem Tacho hat, wähnt man sich in einem Jumbo beim Start. Nur dass sich dieser Tiefflieger immer fester an die Fahrbahn saugt, statt seine breite Schnauze in den Himmel zu heben. Aber weil auch die längste Gerade einmal zu Ende geht und weil man selbst mit Allradantrieb und der strammsten Programmierung für die Luftfederung mit so einem Koloss nicht ganz so ungeniert durch die Kurven stechen kann, haben die Briten nicht minder imposante Bremsen eingebaut: Karbon-Keramik-Scheiben groß wie Pizzateller entwickeln eine derart vehemente Verzögerung, dass einem die Augäpfel gegen die Frontscheibe knallen wollen und aus den Radkästen genug Hitze entweicht, dass man damit für mehrere Stunden ein Einfamilienhaus heizen könnte. Sorge um das körperliche Wohlbefinden ist bei solchen extremen Erlebnissen aber überflüssig. Denn egal wie wild man es treibt, genügt ein Knopfdruck und die klimatisierten Massagesessel kurieren jede temporäre Verspannung.

Luxus und Leistung im Überfluss und eine Liebe zum Detail, die man bei kaum einem anderen Hersteller findet – klar, wird eine Fahrt im überarbeiteten Continental so zum Fest der Sinne und man kann im Rausch des Rasens schon einmal übersehen, dass auch ein Auto für 200.000 Euro aufwärts nicht perfekt ist. Und wahrscheinlich hätte es die Ingenieure auch nicht überfordert, noch schnell ein paar USB-Ports einzubauen, ein flotteres Navigationssystem zu programmieren oder dem elektrischen Heckdeckel Beine zu machen. Doch für solche Lappalien fehlt ihnen in Crewe gerade offenbar Sinn und Zeit – schließlich dauert es nur noch ein paar Monate, bis endlich der Bentayga kommt.

Und dass in der Mittelkonsole jetzt eine neue Uhr thront, werden Bentley-Fahrer geflissentlich ignorieren.
Und dass in der Mittelkonsole jetzt eine neue Uhr thront, werden Bentley-Fahrer geflissentlich ignorieren.

Autor: Benjamin Bessinger/SP-X

News: Markenausblick Bentley – Für Boulevard und Botanik

Dass man im Hause Bentley eine neue Baureihe aufgrund der relativ kleinen Stückzahlen mehr als sorgfältig durchrechnet, versteht sich von selbst. Mitentscheidend, die 2012 in Genf vorgestellte Studie eines Luxus-SUV auch in Serie zu bauen war jedoch ein kleiner Aluminiumkoffer mit 2.000 Visitenkarten, säuberlich geordnet nach Regionen, Ländern und Märkten. Motto: Jede Karte ein potenzieller Kunde. Gesammelt hatte sie Bentley-Chef Wolfgang Dürheimer. Ende 2012 übergab er den Koffer an Martin Winterkorn. Der VW-Konzernchef soll von dieser coolen Aktion sichtlich beeindruckt gewesen sein – und gab sein Ja-Wort.

Für den 27. November hat Bentley nun den sogenannten SOP (start of production) angesetzt. Der Bentayga, so der Name des SUV, basiert auf der Plattform PL73 und wird anfangs ausschließlich mit dem bekannten W12-Motor (über 600 PS) ausgeliefert. Das macht ihn zum derzeit stärksten SUV überhaupt.

Die Rohkarosse des Bentayga entsteht bei VW im Werk Brastislava (hier werden auch der VW Touareg und der Porsche Cayenne zusammengeschweißt) und wird im englischen Crewe vervollständigt. Im Interieur soll das SUV das Niveau eines Mulsanne erreichen, mit höchster Material- und Verarbeitungsqualität. Bentley will noch 2016 rund 3.600 Bentayga verkaufen. „Allein in den USA haben wir 17.000 registrierte Bentley-Besitzer, und bei den meisten von ihnen steht heute noch ein anderes SUV in der Garage“, weiß Bentley-Chef Dürheimer. Den Bentayga wird es als Vier- und Fünfsitzer geben. Im Jahr darauf soll angeblich eine siebensitzige Variante folgen. Bestätigt hat Crewe das noch nicht. Neben dem Zwölfzylinder wird Bentley vermutlich etwas später einen von Porsche entwickelten V8-Benziner und einen Achtzylinder-Selbstzünder (Konzernmotor) einsetzen. Der Bentayga würde damit das erste Dieselfahrzeug von Bentley sein. Angedacht ist auch eine Plug-in-Hybrid-Version, abhängig von gesetzlichen Bestimmungen.

Mit der Studie EXP 10 Speed 6, einem zweisitzigen Coupé, ließ Bentley im März in Genf die Herzen der klassischen GT-Fans höher schlagen
Mit der Studie EXP 10 Speed 6, einem zweisitzigen Coupé, ließ Bentley im März in Genf die Herzen der klassischen GT-Fans höher schlagen

Mit der Studie EXP 10 Speed 6, einem zweisitzigen Coupé, ließ Bentley im März in Genf die Herzen der klassischen GT-Fans höher schlagen. Selbst wenn es derzeit keine offizielle Bestätigung gibt, es deutet viel darauf hin, dass dieses Modell als fünfte Baureihe ab 2018 in Serie geht. Aus der Entwicklungsabteilung ist zu hören, dass man aus der Studie sogar deren rautenförmige Kirschholz-Panele in den Türen in die Serie übernehmen will. So etwas ist bislang einzigartig im Automobilbau. Inwieweit der Speed 6 den modularen Standardbaukasten MSB von Porsche nutzt, hängt davon ab, ob und wie viel Karbon verbaut wird.

Dürheimer favorisiert eine eigene Leichtbau-Architektur. Unter der Haube dürfte ebenfalls das V8-Herz von Porsche schlagen. Die enge Verflechtung zu dem Zuffenhausener Unternehmen hat seinen Grund. Wolfgang Dürheimer und sein 2012 hinzugekommener Entwicklungschef Rolf Frech waren früher für Porsche tätig.

Als gesetzt gilt das MSB-Chassis für den nächsten Flying Spur. Bentley vollzieht damit einen Wandel vom Längs- zum Standardbaukasten. Der MSB verfügt über eine bessere Achslastverteilung und geringes Gewicht, bietet hohe Fahrdynamik und eine moderne Elektronik. Noch Zeit lässt man sich im Hause mit der Erneuerung des Flaggschiffes Mulsanne. Es ist das einzige Modell im Portfolio, das noch eine eigene Plattform und einen urbritischen Motor besitzt, den 6 ¾ V8. Die Chancen stehen gut, dass dies auch bei der nächsten Generation (ab 2020) so bleiben wird. Zusätzlich wird es innerhalb der Mulsanne-Baureihe wieder ein Cabriolet und – neu – eine im Radstand verlängerte Version geben. Sie zielt damit unmittelbar auf Kunden, die normalerweise mit dem Phantom bei Rolls-Royce liebäugeln. Eine oft zitierte Coupé-Version des Mulsanne wird es allerdings nicht geben.

Autor: Michael Specht/SP-X

News: Bentley EXP 10 Speed 6 – Neues British Racing Green

Mit einem luxuriösen Sportwagen gibt Bentley einen Hinweis auf eine neue Baureihe: Das Konzeptauto EXP 10 Speed 6 könnte sich als künftiges Serienmodell neben dem Continental GT einordnen, würde aber als zweisitziger Sportwagen deutlich leichter und wohl auch leistungsstärker sein. Angetrieben werden soll der Brite von einem noch nicht näher beschriebenen Hybrid-System.

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Mit seiner flachen Statur, kurzen Überhängen und langer Motorhaube gibt sich der „Speed 6“ als typischer Sportler zu erkennen. Kraftvoll modellierte Proportionen, der ikonisch-breite Kühlergrill, durch den eine großflächige „6“ durchschimmert, die runden Scheinwerfer – typische Bentley-Gene haben die Designer dem Showcar natürlich auch mit auf den Weg gegeben. Das Interieur lässt mit viel cognacfarbenem Leder, edlem Holz und sowohl analogen als auch digitalen Instrumenten Liebhaberherzen höher schlagen.

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Der Namenszusatz „Speed 6“ weist übrigens darauf hin, in welche Tradition sich das neue Bentley-Showcar einreihen soll: So hießen um 1930 bereits die Hochleistungs-Wagen der britischen Traditionsschmiede.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

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