Citroen Typ H – Kastiges Comeback

Eine der markantesten französischen Auto-Ikonen ist der Lieferwagen Citroen Typ H. Immerhin 33 Jahre, von 1948 bis 1981, wurde der mit gewelltem Blech beplankte Kasten produziert und prägte lange Zeit das Straßenbild Frankreichs. Jetzt beleben der Italiener Fabrizio Caselani und der ungarische Designer David Obendorfer den Mythos wieder.

Mit den neuen Anbauteilen bietet der Citroen Jumper den markanten Wellblech-Look des Typ H

In der Autowelt hat sich Obendorfer bereits mit einigen spektakulären Retro-Entwürfen einen Namen gemacht. Auch wenn seine sehenswerten Designideen sehr lebensecht wirkende Fahrzeuge zeigten, handelte es sich bislang nur um Computerbilder. Der neuzeitlich interpretierte Typ H ist hingegen Wirklichkeit geworden.

Zwar bestehen zwischen dem alten und dem neuen Typ H eindeutige Ähnlichkeiten, doch handelt es sich bei der Neuauflage um eine recht moderne Interpretation

Zwar zitiert die Neuzeit-Version klar erkennbar das historische Vorbild, doch handelt es sich zugleich um eine recht moderne Interpretation. Die Technik unterm Wellblech entspricht heutigem Serienstandard, denn im Kern handelt es sich um einen Citroen Jumper. Dieser wurde allerdings neu eingekleidet mit Karosserieteilen aus Fiberglas, die von der italienischen Firma FC Automobili produziert werden. Insgesamt sollen dort 70 Umbau-Kits für den italienischen Markt entstehen, die den Jumper zum Typ H wandeln. Preise wurden noch nicht genannt.

David Obendorfer hat sich auch viele Styling-Ideen für den Typ H ausgedacht

(Mario Hommen/SP-X)

Peugeot Expert und Citroen Jumpy – Nun auch mit Doppelkabine

Die Nutzfahrzeugmodelle Citroen Jumpy und Peugeot Experte sind ab sofort auch als Kastenwagen mit Doppelkabine bestellbar. An Bord ist Platz für bis zu sechs Personen, das Laderaumvolumen beträgt bei der 4,95 Meter langen Variante 3,2 Kubikmeter, bei der Ausführung mit 5,30 Metern Fahrzeuglänge sind es 4 Kubikmeter. Für den Antrieb stehen vier Dieselmotoren mit Leistungswerten von 70 kW/95 PS bis 130 kW/177 PS zur Wahl. Die Nettopreise starten bei 25.750 Euro (brutto: 30.643 Euro).

Auch den Citroen Jumpy gibt es in einer neuen Variante

Citroen Jumpy und Peugeot Expert sind baugleich und werden gemeinsam mit dem ebenfalls weitgehend identischen Toyota ProAce im französischen Valenciennes gebaut. Die Nutzfahrzeuge gibt es in drei Länge und zwei Höhen, als Fahrgestell, Kastenwagen oder Kombi. Zudem haben alle drei Marken spezielle Pkw-Varianten mit besserer Ausstattung und aufgewerteter Optik im Programm. (Holger Holzer/SP-X)

Citroen E-Berlingo Multispace – Viel Platz, null Emissionen

Bereits seit 2014 bietet Citroen die Nutzwert-Variante des Berlingo auch mit Elektroantrieb an. In Zukunft wird außerdem der Multispace, also die familientaugliche Pkw-Version des Berlingo, in einer batterieelektrischen Antriebsvariante zu haben sein.

Wie schon andere Citroen-Stromer wird der neue E-Berlingo von einem 49 kW/67 PS und 200 Newtonmeter starken Motor angetrieben, der seinen Strom aus einer 22,5-kWh-Batterie bezieht. Fahrleistungen nennen die Franzosen nicht, doch dürften diese auf Niveau des Nutzwert-Pendants liegen, der in knapp unter 20 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprintet und bis zu 110 km/h schnell wird.

Die theoretische Reichweite liegt bei 170 Kilometer. An einer 230-Volt-Steckdose dauert das Laden der Akkus 12 bis 15 Stunden, per Chademo-Stecker ist auch ein Schnelladevorgang möglich, bei der die Batterien in 30 Minuten zu 80 % befüllt werden.

Der in zwei Paketen im Heck untergebrachte Stromspeicher soll den Nutzwert des Berlingo Multispace nicht beeinträchtigen. Der Kofferraum des Fünfsitzers lässt sich wie bei den konventionell angetriebenen Varianten von 1.350 auf 3.000 Liter erweitern.

Die Markteinführung des familienfreundlichen Stromers erfolgt in wenigen Monaten. Preise werden noch nicht genannt, doch dürfte der E-Berlingo wohl etwas mehr als das Nutzfahrzeug-Pendant kosten. Dieses bietet Citroen derzeit für knapp über 25.000 Euro an. (Mario Hommen/SP-X)

DS-Pläne – Das Premium-Projekt

Als PSA 2010 mit dem DS3 einen Kleinwagen unter der neuen Marke DS herausbrachte, erntete dies vor allem außerhalb Frankreichs überwiegend Kopfschütteln. So sollte das neue französische Premium aussehen? Ein Fahrzeug, das wie auch die nachfolgenden Modelle DS4 und DS5 letztlich nur auf entsprechenden Citroen-Fahrzeugen basiert und seine Verwandtschaft zum Kleinwagen C3 kaum kaschieren konnte? Gemach, hieß es dazu stets aus dem Konzern, das wird sich ändern. Und tatsächlich macht PSA ab nächstem Jahr nun endlich ernst. Mit dem DS7 Crossback kommt Anfang 2018 das erste wirklich eigenständige Modell der Marke zu den künftig bis zu 70 deutschen DS-Händlern. Das mit 4,75 Metern ähnlich lang wie ein Mercedes GLC geratene SUV soll will alle künftigen DS-Modelle vor allem mit französischem Chic ein Gegengewicht zu den eher kühl-technischen deutschen Premium-Anbietern à la Audi, BMW und Mercedes sein, aber wohl vor allem bei Lexus oder Jaguar wildern.

Zum Marktstart gibt es fünf grundsätzlich bekannte Konzern-Antriebe, drei Benziner und zwei Diesel mit bis zu 230 PS Leistung

Nun ist es keine Kleinigkeit, eine neue Premium-Marke zu installieren und ob der knapp achtjährige Vorlauf mit gepimpten Citroen-Modellen eher ein Vor- oder Nachteil war, lässt sich heute sich noch nicht abschließend beurteilen. Das Tempo zumindest wird ab nächstem Jahr deutlich erhöht. Die Franzosen wollen beginnend mit 2018 in jedem Jahr ein neues Modell auf den Markt bringen, insgesamt sechs Fahrzeuge bis 2023. So munkelt man für Anfang 2019 von einem Nachfolger für den DS3, der aber wohl eher ebenfalls als SUV ausgelegt sein könnte und somit gegen den Audi Q2 antreten würde. Und Ende 2019/Anfang 2020 steht wohl die erste Limousine auf dem Programm, die zum Beispiel als DS8 vor allem in China Käufer finden würde. Überhaupt spielt China in den Überlegungen der DS-Strategen eine wichtige Rolle, schon der DS7 Crossback wird nicht nur im französische Mühlhausen, sondern auch im chinesischen Werk Shenzen produziert.

Der interessanteste Antrieb folgt erst 2019, eine Plug-in-Hybrid-Variante bestehend aus einem Benziner mit 147 kW/200 PS Leistung und zwei Elektroantrieben mit jeweils 80 kW/109 PS

Aufgebaut wird das derzeit noch unter dem Projektnamen X74 laufende große SUV auf der EMP2-Plattform des PSA-Konzerns. 80.000 Einheiten jährlich sind vorgesehen, davon soll rund die Hälfte in Europa und knapp 40 Prozent in Asien abgesetzt werden. Der DS7 Crossback wirkt optisch ausgesprochen hochwertig. Wie heute üblich, verwenden die Franzosen einen großen, in diesem Fall sechseckigen Kühlergrill im Diamant-Design. Auf einen besonderen Effekt setzen die Designer beim Licht. Die LED-Scheinwerfer erstrahlen beim Öffnen des Fahrzeugs zunächst in Purpur-Rot und lassen sich zudem um 180 Grad drehen. Auch die Lichtsignatur am Heck wurde sehr aufwendig gestaltet und soll einen hohen Wiedererkennungswert garantieren. Der Innenraum überzeugt mit erstklassigen Materialien und ist sauber verarbeitet, ohne es jedoch mit einem Marktführer wie Audi aufnehmen zu wollen.

Der Innenraum der DS7 Crossback überzeugt mit erstklassigen Materialien

Dass der DS7 Crossback über alle gängigen Assistenzsysteme verfügt, darf beim Anspruch der Marke vorausgesetzt werden. Besonders herauszuheben ist die sogenannte Active Scan Suspension, mit der die Marke auch an die damals sensationelle hydropneumatische Federung der ursprünglichen DS von 1955 anknüpfen will. Ähnlich wie bisher nur bei der Mercedes S-KIasse beobachtet bei Active Scan eine Kamera die Straßenbeschaffenheit und leitet die Daten an einen Rechner weiter, der jedes einzelne Rad über die Stoßdämpfer an den Straßenzustand anpasst.

Bei den Motoren geht es zunächst konventioneller zu. Zum Marktstart gibt es fünf grundsätzlich bekannte Konzern-Antriebe, drei Benziner und zwei Diesel mit bis zu 230 PS Leistung. Bis auf den Basis-Benziner und den Basis-Diesel mit je rund 130 PS, die über ein manuelles Sechsgang-Getriebe geschaltete werden, sind alle Motoren serienmäßig einem Achtgang-Automatikgetriebe von Aisin verbunden.

Der DS7 Crossback wirkt optisch ausgesprochen hochwertig

Der interessanteste Antrieb folgt erst 2019, eine Plug-in-Hybrid-Variante bestehend aus einem Benziner mit 147 kW/200 PS Leistung und zwei Elektroantrieben mit jeweils 80 kW/109 PS. Da einer der Motoren die Hinterachse antreibt, wird so Allradantrieb realisiert. Auch hier kommt das Achtgang-Automatikgetriebe zum Einsatz. Aus der Kombination der drei Motoren ergibt sich eine Systemleistung von 220 kW/300 PS. Die Batterie mit 12 bis 13 kWh soll rein elektrische Reichweiten von theoretisch bis zu 60 Kilometern ermöglichen. Die Ladezeit beträgt 4,5 Stunden an einer Haushaltssteckdose und 2,5 Stunden im Schnelllademodus.

Im Innenraum ist der DS7 Crossback sauber verarbeitet, ohne es jedoch mit einem Marktführer wie Audi aufnehmen zu wollen

Mit dem Aufbau von DS als Premium-Marke muss auch deren Positionierung im Wettbewerb festgelegt werden. Fest steht: DS wird teurer und leistungsstärker, bis zu 500 PS soll eine elektrifizierte Variante künftig leisten. Unter dem Markenslogan „The Spirit of Avantgarde“ („Der Geist der Avantgarde“) wird auf die Kernwerte Herkunft, Qualität, Service und Einzigartigkeit verwiesen. Ob man den Anspruch „Nr. 1 in Qualität und Service“ einlösen kann, bleibt hingegen abzuwarten. Die deutschen Premiumhersteller werden hier schwer zu schlagen sein und DS positioniert sich lediglich in den Segmenten B bis D, also vom Kleinwagen bis zur Mittelklasse, es wird also keine echten Wettbewerber zu einem BMW 7er oder einem Audi A8 aus Frankreich geben. Auch preislich orientiert man sich eher am gehobenen Volumenwettbewerb á la VW – der DS 7 Crossback wird mit 130-Benziner-PS wohl bei rund 30.000 Euro starten. Zum Vergleich: Bei Mercedes gibt es den zwei Zentimeter kürzeren GLC erst mit mindestens 170-Diesel-Pferden ab rund 45.000 Euro. (Peter Eck/SP-X)

DS 4 Crossback Moondust – Frühjahrstrendfarbe: Grau

Mit neuer Außenfarbe schickt DS nun die Sonderedition des DS 4 Crossback ins Frühjahr. Trug die Sonderauflage des kompakten Crossovers im Winter noch roten Mattlack, ist er für die neue Saison mattgrau. Entsprechend ändert sich auch der Name: Von „Terre Rouge“ zu „Moondust“. Die Ausstattung des Citroen-C4-Ablegers umfasst unter anderem LED-Licht, Ledersitze und Rückfahrkamera. Als Antrieb kommt ein 2,0-Liter-Diesel mit 133 kW180 PS zum Einsatz. Der Preis für das auf 15 Einheiten limitierte Sondermodell beträgt 39.500 Euro.

Mit der Trennung in eine Winter- und eine Frühlings-Kollektion will die junge Marke DS ihren Lifestyle-Anspruch unterstreichen. Die ehemalige Citroen-Submarke bietet seit 2015 ihre Produkte unter eigenem Logo an. Der DS 4 Crossback ist die im SUV-Stil gehaltene Version des DS 4, der wiederum eine optisch aufgewertete Variante des Kompaktmodells Citroen C4 ist. (Holger Holzer/SP-X)

Citroen C3 – Probier‘s mal mit Gemütlichkeit

Fahrkomfort war jahrzehntelang ein Wesensmerkmal französischer Autos. Zuletzt konnten aber auch sie sich dem Trend zu dynamischeren Gangarten nicht mehr komplett verschließen. Nun jedoch legt der Citroen C3 den Fokus wieder ganz klar auf Bequemlichkeit. Und kombiniert das kommode Fahrwerk mit einem urgemütlichen Innenraum. Im heiß umkämpften Kleinwagensegment kann dieser eigenständige Charakter ein echtes Kaufargument sein.

Der im Testwagen montierte 1,2-Liter-Dreizylindermotor mit 81 kW/110 PS bringt den Kleinwagen beim Ampelstart schnell in Schwung und schlägt sich auch beim flotteren Mitschwimmen im City-Verkehr gut

Das Design ist fraglos der Glanzpunkt des kleinen Citroen. Schon die Front mit den bauräumlich getrennten Leuchten und die Seite mit den rustikalen Plastikplanken sorgt für hohen Wiedererkennungswert. Endgültig zum potenziellen Hingucker wird der Fünftürer aber durch das umfangreiche Individualisierungsprogramm. Sowohl als flippiger Stadtflitzer mit Zweifarblackierung und bunten Applikationen als auch monochromatisch-elegant in gedeckten Farben und mit unaufdringlichen Zierstreifen kann er sich sehen lassen. Besonders gelungen ist der mit Liebe zum Detail gestaltete Innenraum, der trotz hohem Hartplastikanteil besonders wohnlich wirkt. Vor allem das mit Stoff bezogene Cockpit vertreibt die sonst in modernen Autos häufig anzutreffende technoide Kälte. Dazu kommt ein Touchscreen-basiertes Armaturenbrett, das die Knöpfchenzahl im Innenraum auf nahezu null reduziert und aus dem klassischen Fahrer-Arbeitsplatz fast ein kleines Wohnzimmer macht. Dass das Konzept im Detail Bedienschwächen zeigt – etwa wenn zum Regulieren der Klimaanlage der Navibildschirm weggeklickt werden muss – lässt sich da locker verkraften.

Endgültig zum potenziellen Hingucker wird der Fünftürer durch das umfangreiche Individualisierungsprogramm

Als Schnittstelle zwischen Wohnkomfort und Fahrkomfort fungieren die sofaartigen Sitze. Die nahezu flachen Auflagen für Gesäß und Rücken sind straff genug gepolstert und engen selbst beleibtere Insassen nicht ein. Natürlich bieten sie im Gegenzug null Seitenhalt – doch Kurvenfahrten zählen eh nicht zu den Stärken des C3. Dafür ist das Fahrwerk einfach zu weich und komfortabel abgestimmt. Im Stadtverkehr ist das sehr angenehm, schwingt der Kleinwagen doch trotz kurzen Radstands groben Asphalt und Schlaglöcher ganz nonchalant weg. Dank der solide wirkenden Verarbeitung dringt dabei auch kein Knarzen oder Knirschen an die Ohren der Insassen.

Passend zum Stadtverkehrs-Schwerpunkt ist der C3 auffällig leicht zu fahren. Die Pedalerie ist so leichtgängig, dass auch stundenlanger Stop-and-go-Verkehr mit ständigem Ein- und Auskuppeln nicht für Krämpfe im Oberschenkel sorgt. Der Servolenkung fehlt es zwar etwas an Gefühl, dafür entlastet auch sie den Fahrer mit kräftiger Unterstützung beim Rangieren. Und dank der guten Sicht nach hinten und den klar abgezirkelten Dimensionen des Hecks ist auch das Einparken des Vier-Meter-Mobils ein Kinderspiel.

Der Innenraum ist besonders gelungen

Der im Testwagen montierte 1,2-Liter-Dreizylindermotor mit 81 kW/110 PS bringt den Kleinwagen beim Ampelstart schnell in Schwung und schlägt sich auch beim flotteren Mitschwimmen im City-Verkehr gut. Schon bei niedriger Drehzahl steht ausreichend Kraft zur Verfügung, so dass der Griff zum etwas hakeligen Schalthebel des Fünfganggetriebes vergleichsweise selten nötig ist.

Der Touchscreen sieht gut aus, hat aber Bedienschwächen

An Grenzen gelangt das C3-Konzept allerdings spätestens auf der Autobahn. Dort lässt das sanfte Fahrwerk den Citroen unruhig wirken, wenn kurze Wellen und Fugen die Karosserie zum permanenten Nachschwingen anregen. Der Motor lässt bei höheren Drehzahlen zudem erkennen, dass es mittlerweile durchaus kultiviertere und besser gedämmte Dreizylinder auf dem Neuwagenmarkt gibt. Zumindest hält er sich beim Durst zurück – rund 7,0 Liter gehen bei Autobahntempo in Ordnung. Im Stadtverkehr kann man mit anderthalb Litern weniger auskommen.

„Mandelgrün“ ist die aufpreisfreie Farbe in den höheren Ausstattungslinien

Und selbst unabhängig von der eher mäßigen Langstreckentauglichkeit ist der C3 nicht ohne Fehl. Auch in der Stadt etwa nerven die kleinen Türausschnitte, die den Ein- und Ausstieg in die erste Reihe erschweren. Nicht optimal dimensioniert ist auch der Kofferraum mit seiner hohen und breiten Ladekante. Spätestens dort registriert man die funktionalen Nachteile der hübschen Form. Trotzdem bleibt der Citroen C3 unterm Strich einer der derzeit interessantesten Kleinwagen. Seine praktischen Schwächen macht er mit seinem speziellen Charme locker wett. Ganz billig ist das aber nicht. Zwar ist das Basismodell mit 11.990 Euro recht zivil eingepreist, wer allerdings die Styling-Möglichkeiten voll ausschöpfen will und ein paar nette Extras ordert, zahlt schnell mal 5.000 Euro mehr. In Verbindung mit dem getesteten Benziner startet die Preisliste bei 18.400 Euro – für das Modell in der ziemlich speziellen Farbe „Mandelgrün“. Wer schön sein will, muss also beim C3 immer draufzahlen, in diesem Fall mindestens noch einmal 500 Euro für einen gescheiten Lack. (Holger Holzer/SP-X)

Citroen C-Aircross Concept – Designer-Konkurrent für Nissan Leaf und Co.

Mit der Studie C-Aircross Concept gibt Citroen auf dem Genfer Salon (9. bis 19. März) einen Ausblick auf sein erstes Mini-SUV. Die Serienversion der expressiv gestalteten Studie könnte bereits Ende des Jahres auf den Markt kommen und den Mini-Van Citroen C3 Picasso ersetzen.

Die Serienversion düfte bereits Ende des Jahres starten

Das Design des Messe-Schaustücks dürfte bereits nah am fertigen Modell sein. Der kleine Crossover trägt das typische Markengesicht mit Doppelwinkel und getrennten Tagfahrlicht- und Scheinwerfergehäusen. Die Flanken sind mit Airbumps genannten Kunststoffplanken versehen. An der blaugrauen Karosserie und dem weißen Dach finden sich rote Farbakzente. Wohl eher nicht in die Serie schaffen dürften es die gegenläufig öffnenden Fondtüren. Noch etwas mehr Realismus dürfte auch im sehr klar und reduziert gezeichneten Cockpit einziehen.

Der C-Aircross tritt gegen Nissan Juke und Co. an

Mit 4,15 Metern Länge sortiert sich der C-Aircross im Umfeld von Nissan Juke, Renault Captur und dem Konzernbruder Peugeot 2008 ein, die auch zu seinen Hauptkonkurrenten zählen dürften. Für den Antrieb kommen unter anderem die Dreizylinderbenziner aus dem Kleinwagen C3 und dem Crossover C4 Cactus in Frage. Allradantrieb wird es nicht geben, stattdessen soll eine spezielle Traktionskontrolle das Fahren auf losem Untergrund erleichtern. Die Preise dürften deutlich unterhalb von 20.000 Euro starten. (Holger Holzer/SP-X)

Der Innenraum dürfte noch ein wenig geändert werden
Die gegenläufigen Türen dürften am Serienmodell nicht mehr zu finden sein

DS4 Crossback Terre Rouge – Mattes Sondermodell in Mini-Auflage

Mit orangenem Mattlack und schwarzen 18-Zoll-Felgen wirbt der DS4 Crossback als Sondermodell „Terre Rouge“ um Aufmerksamkeit. Zur weiteren Ausstattung des kompakten Crossover im Offroad-Kleid zählen Ledersitze, LED-Scheinwerfer und Navigationssystem. Einzige Antriebsoption ist ein 133 kW/180 PS starker Diesel mit 2,0 Liter Hubraum, der ausschließlich die Vorderräder antreibt. Der Preis für die auf 15 Exemplare limitierte Spezialauflage beträgt 39.500 Euro.

Der DS4 Crossback ist die im Offroad-Stil gehaltene Variante des viertürigen Crossover-Coupés DS4, das wiederum eine veredelte Ausführung des Citroen C4 ist. Die Preise für den DS4 Crossback in der Standardversion starten bei 24.000 Euro, die 180-PS-Dieselversion gibt es ab 32.800 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Citroen Spacetourer und Peugeot Traveller – Französische Familienfreunde

Wenn ein großer Van nicht reicht, muss es ein Kleinbus sein. Auch Peugeot und Citroen haben mit Spacetourer beziehungsweise Traveller wieder ein entsprechendes Modell im Programm. Die französischen Schwestern werden zu Preisen ab 34.380 Euro angeboten.

Der Citroen Spacetourer kommt ab rund 34.000 Euro auf den Markt
Der Citroen Spacetourer kommt ab rund 34.000 Euro auf den Markt
Die weit aufschwingende Hecktür muss manuell hochgewuchtet werden. Hier kann aber das Fenster separat geöffnet werden
Die weit aufschwingende Hecktür muss manuell hochgewuchtet werden. Hier kann aber das Fenster separat geöffnet werden

Die beiden Pkw-Varianten der Nutzfahrzeuge Citroen Jumpy und Peugeot Expert gibt es in drei Längen: Als Neunsitzer mit 4,61 Metern Länge sowie als Fünf- bis Achtsitzer mit wahlweise 4,96 Meter oder 5,30 Meter. Die mittlere Länge (ab 35.650 Euro) wird das Rennen um die Gunst von Familien und gehobenen Shuttle-Diensten machen. Fahrer und Beifahrer thronen hier auf Einzelsitzen, je nach Ausstattung ist es Ledergestühl, das sich noch elektrisch verstellen lässt. Eine Massagefunktion kann man optional ordern. Hinten kommt bei der fünfsitzigen Konfiguration standardmäßig eine im Verhältnis 60:40 geteilte Dreiersitzbank zum Einsatz. Hier können die Lehnen umgeklappt werden, die Bank lässt sich in Längsrichtung verschieben und ausbauen. Für die Passagiere sechs, sieben und acht bieten die Franzosen verschiedene Sitzkonfigurationen an. Darunter gibt es auch drehbare Einzelsitze für die zweite Reihe. Im Frühjahr 2017 ergänzen Versionen mit vier Einzelsitzen im Fond samt versenkbarem Tisch das Angebot.

Für den Vortrieb stehen die aus dem Nutzfahrzeugprogramm bekannten Dieselaggregate zur Wahl. Die zwei 1,6-Liter-Selbstzünder leisten 70 kW/95 PS oder 85 kW/116 PS, die zwei 2,0-Liter-Triebwerke 110 kW/150 PS oder 130 kW/177 PS.

Der Zugang zum Fond erfolgt über große Schiebetüren, ab der zweiten Ausstattungslinie funktionieren diese elektrisch
Der Zugang zum Fond erfolgt über große Schiebetüren, ab der zweiten Ausstattungslinie funktionieren diese elektrisch
Die zwei französischen Schwestern dürften eine gute Alternative für die Kunden sein, die auf den Preis achten wollen oder müssen
Die zwei französischen Schwestern dürften eine gute Alternative für die Kunden sein, die auf den Preis achten wollen oder müssen

Citroen und Peugeot sparen nicht mit Extras. Neben vielen Komfortfeatures wie zum Beispiel Headup-Display, stehen auch moderne Assistenten wie Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage oder Spurhaltehelfer zur Wahl. Keine Frage, der Preis geht so schnell nach oben, bleibt aber unter dem Niveau der deutschen Platzhirsche. Die zwei französischen Schwestern dürften daher eine gute Alternative für die Kunden sein, die auf den Preis achten wollen oder müssen. Und dafür bereit sind, kleine Abstriche beim Komfort und Wertigkeit hinzunehmen. (Elfriede Munsch/SP-X)

Citroen C4 Cactus W – Sondermodell mit Schneetarnung

Citroen bietet ab sofort den C4 Cactus als Sondermodell W an, der neben einer auffälligen Optik außerdem noch eine üppige Ausstattung bietet.

Beim Außenstyling setzt Citroen auf eine weiß-graue Farbgebung. Neben der Karosserielackierung Perlmutt-Metallic sind auch Dachreling und Spiegelkappen in Weiß gehalten. Die Airbumbs in den Flanken in Hellgrau heben sich nur dezent von der Außenfarbe ab. Gleiches gilt für die 17-Zoll-Alus mit weißen Farbakzenten.

Die Ausstattung der Sonderversion basiert auf dem gehobenen Ausstattungsniveau Shine. Zusätzlich hat der C4 Cactus W noch eine Rückfahrkamera in Kombination mit Parkpiepsern vorne und hinten an Bord. Bei den Antrieben stehen ein Benziner mit 81 kW/110 PS sowie ein Diesel mit 73 kW/99 PS zur Wahl. Preise starten bei rund 21.500 Euro. In der Standardversion verlangt Citroen für den C4 Cactus Shine rund 20.800 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Citroen C3 – Anders als die anderen

Beim unkonventionellen C4 Cactus war es schon Programm: Luftpolster (Airbumps) an den Türen, dicke Sessel im Innenraum und ein optischer Auftritt, der sich bewusst vom Rest der Klasse abhebt. Das passt ja auch irgendwie zur Tradition von Citroen, die beinahe schon zur langweiligen Volumenmarke verkommen wäre, hätte nicht jemand rechtzeitig den Hebel umgelegt.

Nun wollen die Franzosen zeigen, dass die Andersartigkeit auch im Segment darunter funktionieren kann, also in der Viermeter-Kleinwagenklasse. Biedere Optik überlässt man getrost Wettbewerbern. Der neue C3 zeigt Profil, wirkt sogar ein wenig wie ein Crossover mit Tendenz zum SUV. In der höchsten Ausstattungslinie „Shine“ trägt er ähnliche Schutzplanken wie der Cactus. Die schwarzen Kotflügelumrandungen (ab Ausstattung „Feel“) und die größten Räder im Segment sollen ein bisschen Outdoor- und Abenteuer-Feeling rüberbringen. Und mit der Zweifarbigkeit (Serie „Shine“) zwischen Dach und restlicher Karosserie will man den C3 in die Lifestyle-Ecke rücken. Angesprochen sind die hippen Städter, die Spaß daran haben, ihr Auto weiter zu individualisieren. 36 Varianten sollen möglich sein. Und dies alles zu einem halbwegs erschwinglichen Preis, der bei 13.690 Euro startet. Für das Basismodell (ab 11.990 Euro) ist die Farbgestaltung nicht erhältlich.

Gegenüber dem Vorgänger hat der neue C3 nicht nur äußerlich einen gewaltigen Sprung gemacht. Die Entwickler legten auch im Innenraum andere Maßstäbe an, angefangen bei den guten Platzverhältnissen (vorne wie hinten) über das anders gestaltete Mobiliar (breite, weiche Sitze) bis hin zu einer neuen Art von Konnektivität. Letztere soll zeigen, wie stark der C3 junge und modern denkende Käufer im Fokus hat. Weltpremiere feiert ein Feature, das sich ConnectedCAM nennt, eine Weitwinkelkamera, die hinter dem Innenspiegel sitzt und mit der während der Fahrt Fotos und Videos gemacht werden können. Diese lassen sich dann über soziale Netzwerke versenden. wofür das Auto allerdings stehen muss. Die Inboard-Kamera hat aber noch einen zweiten Nutzen. Im Falle eines Aufpralls wird die Aufnahmefunktion automatisch aktiviert. Sie speichert dann ein Video von 90 Sekunden (30 Sekunden vorher/ eine Minute nachher). In wie weit so etwas später einmal vor Gericht anerkannt wird, bleibt abzuwarten.

Benziner gibt es in den Leistungsstufen 68, 82 und 110 PS. Alle sind Dreizylinder. Auf den Diesel wollte Citroen noch nicht verzichten
Benziner gibt es in den Leistungsstufen 68, 82 und 110 PS. Alle sind Dreizylinder. Auf den Diesel wollte Citroen noch nicht verzichten

Zu haben ist für den neuen C3 auch eine ganze Reihe von Infotainment-Extras. Die Navigation bietet vernetzte Dienste in Echtzeit wie die Suche nach Tankstellen, Spritpreisen, Parkhäusern und zeigt den Wetterbericht an. Die Sprachsteuerung funktioniert für Navi, Telefon und Multimedia. Und das Smartphone lässt sich mit Apple CarPlay, Android Auto (Anfang 2017) und Mirrorlink koppeln.

Die Entwickler legten auch im Innenraum andere Maßstäbe an, angefangen bei den guten Platzverhältnissen (vorne wie hinten) über das anders gestaltete Mobiliar (breite, weiche Sitze) bis hin zu einer neuen Art von Konnektivität
Die Entwickler legten auch im Innenraum andere Maßstäbe an, angefangen bei den guten Platzverhältnissen (vorne wie hinten) über das anders gestaltete Mobiliar (breite, weiche Sitze) bis hin zu einer neuen Art von Konnektivität

Bei so viel digitaler Technik spielt der analoge Maschinenbau fast nur noch eine untergeordnete Rolle. Zumindest aber treibt er den C3 an, und dies sogar recht flott und komfortabel. Benziner gibt es in den Leistungsstufen 68, 82 und 110 PS. Alle sind Dreizylinder. Auf den Diesel wollte Citroen noch nicht verzichten, schließlich braucht man dessen niedrigen CO2-Werte, um den Flottenausstoß zu verringern. Der BlueHDi hat 1,6 Liter Hubraum und entweder 75 oder 99 PS. Der Normverbrauch liegt bei nur 3,2 und 3,7 l/100 km. Vergessen werden sollte dennoch nicht, dass der Selbstzünder über 2.500 Euro Aufpreis kostet und es sehr lange dauert, bis man die teurere Anschaffung über den Verbrauchsvorteil wieder eingefahren hat. Der C3 ist ein Stadt-, kein Langstreckenfahrzeug.

Das überzeugendere Gesamtbild liefert daher der 110-PS-Turbobenziner ab, mit 4,7 l/100 km sogar noch eine Spur sparsamer als seinen Saugmotor-Kollegen mit 68 und 82 PS. Der Grund: sein fast doppelt so hohes Drehmoment, das auch noch bei viel niedrigerer Drehzahl (1.500 gegenüber 2.750/min) anliegt. Beides zusammen macht den C3 zu einem quirligen Kerlchen, der sich zudem leicht, aber etwas indirekt lenken lässt, weich federt und insgesamt sehr ruhig fährt. Hektik ist diesem Auto fremd. Größter Nachteil: Der Motor hängt an der höchsten Ausstattungslinie „Shine“, die den C3 zwar zum kleinen Luxus-Mini werden lässt, aber auch 17.990 Euro kostet, 50 Prozent mehr als das Grundmodell.

Für Citroen ist der neue C3 enorm wichtig. Er macht gut 20 Prozent des gesamten Absatzes aus und ist der Bestseller der Marke
Für Citroen ist der neue C3 enorm wichtig. Er macht gut 20 Prozent des gesamten Absatzes aus und ist der Bestseller der Marke

Weniger Mühe haben sich die Entwickler leider beim Package für die Rücksitze gegeben. Für eine besondere Variabilität war die Marke früher berühmt. Nun lassen sich lediglich die Lehnen umklappen und bilden dabei noch nicht mal eine ebene Ladefläche. Zudem gibt es eine Stufe, aber keinen variablen Ladeboden. Auch das Hieven von Getränkekisten über eine fast 20 Zentimeter hohe Kante dürfte auf wenig Freude stoßen.

Für Citroen ist der neue C3 enorm wichtig. Er macht gut 20 Prozent des gesamten Absatzes aus und ist der Bestseller der Marke. Seit der ersten Generation (2002) liefen über 3,5 Millionen Exemplare von den Bändern. Mit dem neuen C3 soll und muss diese Erfolgsgeschichte fortgesetzt werden. (Michael Specht/SP-X)

Citroen C-Zero Modelljahr 2017 – Haste Töne

Für das Modelljahr 2017 hat Citroen sein von Mitsubishi gebautes Elektroauto C-Zero um einige Funktionen erweitert. Wichtigste Neuerung beim C-Zero ist das neue Remote-System. Mit Hilfe dieser Fernbedienungstechnik lässt sich das Fahrzeug klimatechnisch vorkonditionieren. So erlaubt die Multifunktionsfernbedienung dem Fahrer, 30 Minuten vor dem Start entweder Heizung oder alternativ die stets serienmäßige Klimaanlage zu aktivieren. Sofern das Fahrzeug noch am Ladekabel angeschlossen ist, kann vor Fahrtantritt bereits Wohlfühltemperatur im Innenraum herrschen, ohne dass dafür der Stromvorrat der Antriebsbatterie angezapft wird.

Als weitere Funktion bietet die Fernbedienung die Möglichkeit, Start und Ende von Ladevorgängen zu programmieren. Die Remote-Control kann zudem den Ladestand des Stromspeichers anzeigen.

Auch sicherheitstechnisch wurde aufgerüstet. Künftig hat der Kleinwagen einen Akustikwarner an Bord, der es anderen Verkehrsteilnehmern erlaubt, das Fahrzeug auch über das Gehör wahrzunehmen. Dank seines Elektroantriebs fährt der C-Zero nämlich nahezu geräuschlos. Auch für die Insassen wurde der Stromer akustisch aufgerüstet. Künftig hat der Elektro-Citroen ein neues Bluetooth-CD-Radio von Kenwood an Bord, welches unter anderem über DAB-Empfangstechnik verfügt.

Der kleine Innovationsschub ist auch ein kleiner Preistreiber. Kostete der C-Zero zum Modelljahr 2016 noch rund 18.000 Euro, verlangt Citroen nunmehr rund 20.000 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Citroen C3 – Nicht nur ein neues Gesicht

Wenn ein Volumenhersteller den Mainstream bedient, muss das noch lange nicht langweilig sein, den Beweis dafür tritt Citroen mit der Neuauflage des C3 an. Der Kleinwagen verändert sich deutlich in Richtung Crossover und übernimmt Designmerkmale des ungewöhnlichen C4 Cactus, wie die seitlichen „Airbumps“.

In der Top-Version mit Zweifarb-Lackierung und Plastikbeplankung rundherum wirkt der neue C3 sehr modisch. Aber auch in der Basis, die um die 12.000 Euro starten dürfte, zeigt er, rundlich und dynamisch zugleich, Charakter. So soll der 3,99 Meter lange, weltweite Bestseller das Image der Marke verjüngen.

Auch im Innenraum versuchen die Franzosen ihrem Markenclaim „Be different, feel good“ (Sei anders und fühl Dich gut) gerecht zu werden. Der Kunde kann zwischen vier Versionen des Innenraum-Ambientes wählen, ein großer Touchscreen und Online-Navigation machen den Kleinwagen zum zeitgemäßen Begleiter. Auf Wunsch ist auch ab Werk eine so genannte Dashcam an Bord: eine HD-Kamera hinter dem Innenspiegel, mit der man Videos und Schnappschüsse mit GPS-Koordinaten versehen und in sozialen Medien hochladen kann. Die Kamera filmt aber auch nach einem Unfall 90 Sekunden weiter, was zur besseren Aufklärung von Streitfällen beitragen soll.

Im ausschließlich als Fünftürer angebotenen C3 haben auch die Passagiere der Rückbank ausreichend Platz, der Kofferraumvolumen liegt wie gehabt bei 300 Litern. Ein optionales großes Glasdach ersetzt die bisherige Panorama-Windschutzscheibe. Spurhalteassistent und Totwinkelwarner sind auf Wunsch jetzt auch bestellbar.

Bei den Benzinern kommen ausschließlich Dreizylinder zum Einsatz, in der Basisversion wie gehabt der 1,0-Liter mit 50 kW/68 PS und in den stärkeren Varianten der 1,2-Liter mit 60 kW/82 PS oder 81 kW/110 PS. An der Dieselfront steht der 1,6-Liter-Blue-HDi in den beiden Ausführungen mit 55 kW/75 PS und 73 kW/100 PS zur Wahl.

(An die Redaktionen: Einen ausführlichen Fahrbericht in Kurz- und Langfassung veröffentlichen wir am Dienstag, 11. Oktober.) (Hanne Schweitzer/SP-X)

Citroen C1 Sondermodell – Schöner Shine

Citroens Kleinster fährt ganz dick auf: Das knapp über 15.000 Euro teure Sondermodell Shine Edition bietet einen individuellen Auftritt und zudem noch etliche Komfortextras.

In puncto Komfortausstattung hat der Citroen C1 als Shine Edition einiges zu bieten
In puncto Komfortausstattung hat der Citroen C1 als Shine Edition einiges zu bieten

Höhepunkt der Shine Edition ist eine zweifarbige Metallic-Lackierung. Hier kann der Kunde zwischen drei Farbkombinationen wählen. Außerdem bietet das Sondermodell getönte Heckscheiben. Die Sitze mit dem grauen Wave-Stoff sind mit roten Nähten verziert, zudem gehören Fußmatten zum Ausstattungsumfang.

Der auf der Topversion basierende C1 verfügt zudem über Klimaautomatik, Rückfahrkamera oder Sitzheizungen vorne. Das Sondermodell bietet Citroen in der fünftürigen Karosserie mit 60 kW/82 PS starkem Benzinmotor ab 15.290 Euro an.
(Mario Hommen/SP-X)

Die Zukunft von DS – Mit Größe wachsen

Die vergangenen Jahre waren nicht leicht für den PSA-Konzern, die Automobilkrise hat die Marken Citroën und Peugeot hart getroffen. Doch das Tal der Tränen scheint überwunden: 2015 konnten die Franzosen erstmals wieder einen Gewinn verbuchen, von immerhin 1,2 Milliarden Euro; dieses Jahr steht die gleiche Summe schon nach sechs Monaten auf der Habenseite. Zukünftig soll auch die neu gegründete Marke DS als Aushängeschild des Konzerns ein immer größeres Scherflein zum Erfolg beitragen.

2009 hat PSA den geschichtsträchtigen Namen DS wieder zum Leben erweckt. Ziel war aber nie, die legendäre Oberklasselimousine aus den 50er Jahren zu kopieren, vielmehr sollte der Name für neue, hochwertige Produkte stehen. Mit DS3 und DS4 legte der Autobauer besonders schicke Varianten seiner bekannten Citroën-Modelle auf, der 2012 folgende DS5 betrat erstmals auch optisch Neuland und distanzierte sich stärker von seiner technischen Konzernbasis. Dass der Citroën-Doppelwinkel auf der Motorhaube dem DS-Logo wich, war ein weiterer, logischer Schritt, mit dem PSA im vergangenen Jahr DS als eigene Marke etablierte.

Das sportliche Ausstattungspaket ist für DS3, DS4 (Foto) und DS5 zu Preisen zwischen 1.610 und 4.000 Euro erhältlich
Das sportliche Ausstattungspaket ist für DS3, DS4 (Foto) und DS5 zu Preisen zwischen 1.610 und 4.000 Euro erhältlich

Und die soll nun wachsen: Drei neue Modelle stehen für die kommenden Jahre im Plan. Welche genau, will DS-Chef Yves Bonnefont noch nicht verraten, doch wird sich die Marke erstmal nach oben orientieren. Eine große Limousine und ein SUV gelten als gesetzt. Die neuen Modelle sollen eine Vorreiter-Rolle im Konzern einnehmen: Jeder Baureihe will DS zukünftig mit Plug-in-Hybrid oder reinem Elektroantrieb anbieten und auch sonst sollen die Fahrzeuge zu Technikträgern werden. Das autonome Fahren beispielsweise wird wohl schrittweise zunächst in den DS-Modellen Einzug halten, ehe die Technik dann auch bei Peugeot und Citroën erhältlich sein wird.

Technik ist aber nur ein Aspekt, der DS ausmacht. Von seinen konventionellen Konzerngeschwistern will sich die Marke auch mit eigenem Charakter, extravagantem Design sowie zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten sowie höherer Material- und Verarbeitungsqualität unterscheiden. Ein kleines Stück Luxus also, das zukünftig auch in eigenen Schauräumen präsentiert wird. Dass ein Citroën-Händler gerade noch einen Berlingo verkauft, und sich dann auf dem Absatz umdreht, um einen DS zu präsentieren, das passt nicht zum Konzept. Allein für Deutschland sind deswegen 70 DS-Stützpunkte geplant, als eigener, kleiner Laden oder als abgetrennter Bereich bei größeren Händlern – mit exklusivem Design und eigenem Eingang.

Das DS3 Cabrio als Performance Line
Das DS3 Cabrio als Performance Line

Doch wer soll in die neuen Auto-Boutiquen kommen? Natürlich werden sich die Franzosen freuen, wenn Audi-, Mercedes- oder BMW-Kunden im DS-Salon stehen, doch dürfte das Gros von Marken wie Alfa Romeo oder Volvo kommen – aber beispielsweise auch ehemalige Saab-Fahrer haben die Strategen im Visier, und natürlich all diejenigen, die schon einen DS fahren. Ihnen sollen die neuen Modelle die Möglichkeit zu einem Upgrade geben, ohne die Marke wechseln zu müssen. Kurzum alle, die nicht zwingend ein etabliertes Statussymbol suchen, sondern ein schickes, individuelles und auch ein wenig außergewöhnliches Auto. Im vergangenen Jahr waren das immerhin schon rund 5.000 Kunden in Deutschland, mit den neuen Modellen und dem überarbeiteten Verkaufskonzept soll sich die Zahl in absehbarer Zeit verdoppeln – allerdings nicht um jeden Preis. Mit Rabattschlachten und ähnlichen Hard-Selling-Methoden will DS erstmal nichts zu tun haben.

Bis DS seine – hierzulande – vierte Baureihe in den Schauraum schiebt (in China rollt mit dem DS6 bereits ein ausschließlich für den dortigen Markt entworfenes SUV vom Band), müssen sich die Kunden allerdings noch etwas gedulden. Um die Zeit bis dahin zu verkürzen, legen die Franzosen jetzt erstmal die DS Performance Line auf. Das sportliche Ausstattungspaket ist für DS3, DS4 und DS5 zu Preisen zwischen 1.610 und 4.000 Euro erhältlich und zeichnet sich unter anderem durch eine zweifarbige Karosserie, schwarze Räder und das rot-weiß-goldene Performance-Logo aus. Diese Farbkombination wertet in Form von Ziernähten auch das Cockpit auf. Auf die üblichen Sportabzeichen an der Karosserie, wie zum Beispiel größere Lufteinlässe, verzichtet DS allerdings ebenso, wie auf mehr Leistung.

Test: DS Automobiles DS4

In den 50igern des letzten Jahrhunderts gestartet, reanimiert Citroën DS Automobiles im Rahmen des Pariser Autosalon 2014 neu. Der Erfolg gibt dem französischen Autobauer sehr schnell recht. Denn mit der D-Serie, die bereits die DS3, das DS3 Cabrio, die DS5 und DS5 LS für Europa beinhaltet, stockt man mit der 2. Generation der DS4 und DS4 Crossback seit 2015 sein Portfolio auf. Aus dem großen „Haifischbecken“ der Kompaktklasse will man sich gerade mit seinem „avantgardistischen Design“ abheben, so die Verantwortlichen der Marke DS Automobiles. Das bestätigten zumindest für die erste Generation der DS4 seit 2011 115.000 Kunden weltweit. Dass die DS4 nicht nur in Sachen „Außendarstellung“ etwas kann, beweist sie durch zeitgemäßen Komfort und Technologie. Mit zwei Karosserievarianten und sieben Motor- und Getriebe-Kombinationen präsentiert sich die kompakte Französin in den DS Stores. Das 180-PS-Diesel Aggregat und das Sechs-Gang-Automatikgetriebe konnten wir ausführlich testen. Dabei startet die Kompakte aus Frankreich beim Listenpreis von 29.890 Euro moderat in den deutschen Markt.

DS Automobiles DS 4 BLUEHDI 180

Kompakte Gallierin mit Diesel Power 2.0
Gelungene Location für eine Göttin
Gelungene Location für eine Göttin

Design-Kleid im DS Style

Die DS4 führt die Designlinien ihrer kleineren und größeren Fahrzeugbrüder fort und fügt sich gerade mit ihrer DS-markanten Front in das Portfolio der Franzosen ein. Dabei lassen die weit nach außen angebrachten Scheinwerfer und der Kühlergrill, der beide imaginär verbindet, das Fahrzeug sehr breit und stark auf der Straße stehen. Das prominent angebrachte „DS“-Zeichen erfüllt hier seinen Demonstrationszweck. Die kurzen Überhänge vorn und hinten geben der DS4 einen sportlichen Touch. Die Heckansicht wirkt optisch gestreckt und athletisch.

Mit Komfort reisen

Die ersten Testkilometer, die sowohl über urbane Straßen als auch durch das Stadt-Wirrwarr Frankfurts führen, meistert die DS4 mit gediegener Lässigkeit und steckt dabei Fahrbahnunebenheiten gut weg. Ausweichmanöver und Einparksituationen sind für sie ebenfalls normal, weil die französische Kompakte einfach zu bewegen ist. Einher gehen außerdem eine hohe Stabilität und ein komfortables Fahrverhalten. Die Servolenkung mit drehzahlabhängiger Lenkunterstützung gibt zudem dank guter Angleichung direktes Feedback und verbessert demnach auch die Zuverlässigkeit auf Geraden und in Kurven gleichermaßen. So macht das Fahrzeug auch beim Geradeauslauf eine optimale Figur. Durch ihre dynamische Abstimmung reizt „La Déesse“ (franz. die Göttin) aber auch zu flotter Kurvenfahrt. Diese idealen Fahreigenschaften wurden nicht nur durch das nochmals modifizierte Fahrwerk mit seinen McPherson Federbeinen an der Vorderachse und dem verformbaren Querträger auf der Hinterachse erreicht. Zum Einsatz kommt serienmäßig für beide Karosserievarianten eine intelligente Traktionskontrolle, die gerade bei höherer Geschwindigkeit und erhöhtem Lastwechsel spürbar einsetzt.

Komfort ist Groß geschrieben bei DS
Komfort ist groß geschrieben bei DS

Drehmoment Topwert  

DS Automobiles verspricht einen Normverbrauch von kombinierten 4,3 Litern auf 100 Kilometern, der in der Praxis nicht ganz zu schaffen war. Unser Testwagen verlangt gute 4,8 Liter über die gesamte Testphase von 14 Tagen. Für die kompakte DS4, die als Familienfahrzeug ebenso eine gute Performance an den Tag legt wie als Auto mit hohem Nutzwert, ein beachtlich geringer Wert. Der 2.0 BlueHDi Diesel liefert erstaunliche 400 Newtonmeter Drehmoment bei 2.000 Umdrehungen pro Minute. Die Kraft des 180 PS starken Motors lässt den ca. 1,5 Tonnen schweren Wagen in 9,3 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. In der Spitze sind bis zu 205 km/h drin, die die kompakte Französin mühelos auf Autobahnteilstücken erreicht. Das gut übersetzte automatische Sechs-Gang-Getriebe ermöglicht agiles bis sportliches Fahren ohne großartig spürbare Schaltlöcher.

Luxuriöses Leder Interieur

Der optional erhältliche Lederinnenraum mit filigran verarbeitetem Nappaleder auf den elektrisch verstellbaren Sitzen inklusive Massagefunktion und dem Armaturenbrett passen zum Auftritt der DS4 und unterstreichen den Premiumgedanken. Gut strukturiert, mutet das Cockpit mit seinem Instrumententräger als Blickfang und Schaltzentrale an und sorgt vorne für ein großzügiges Raumgefühl. Die nunmehr für DS Automobiles schon fast charakteristische Kombination der Bedienelemente führt auch ungeübte DS-Fahrer sehr schnell und intuitiv an die Bedienungen von Navigation, Telefonie, Medien und Bordcomputer heran. Das in der Mitte sitzende Sieben-Zoll-Touchscreen Navigationssystem bindet sowohl die genannten Funktionen ein als auch die im Trend liegende Vernetzung der Automobile durch das „Pack SOS & Assistance“ System von Citroën. Wie auch bei seinen Mitbewerbern, setzt es automatisch einen Notruf ab und bietet angemessene Hilfeleistung in Notfällen. Das ebenfalls integrierte Monitoring-Paket enthält das elektronische Wartungsheft, Eco-Diving (individuelle Tipps auf Grundlage des beobachteten Fahrstils) und den Nutzungsbericht (Übersicht über die Nutzung des Fahrzeuges). Die DS4 bietet bei einer Fahrzeuglänge von 4,28 Metern bis zu fünf Personen ausreichend Platz. Ein Geizen beim Kofferraumvolumen bei voller Bestuhlung gibt es bei der Kompakten nicht. 385 Liter maximales Fassungsvermögen zählen zu den besseren Werten ihrer Klasse. Wird die komplette Rückbank umgeklappt, eröffnet das Fahrzeug ein Stauvolumen von akzeptablen 1.021 Litern.

Optionale Pakete ohne Ende

Die serienmäßigen Ausstattungen der Assistenzsysteme umfassen einen Geschwindigkeitsregler (programmierbar) und -begrenzer, eine Berganfahrhilfe, einen Bremsassistenten, Einparkhilfe mit Abstandssensoren vorn und hinten (kombiniert mit der Rückfahrkamera ist das Bild hierzu im Navigationsdisplay abgebildet), sowie einen Toter-Winkel-Assistent. Optional bestellbar ist der für Citroën übliche AFIL-Spurassistent, der die Warnung bei überschrittener  Seitenlinie mittels Rütteln im Fahrersitz absetzt. Das „Sicht-Paket“ enthält das DS LED Vision (mitlenkende Xenon-Scheinwerfer mit 84 LED-Modulen), Nebelscheinwerfer LED mit statischem Abbiegelicht, LED-Blinker mit Lauflicht und eine Scheinwerferwaschanlage. Zu den Komfortfeatures gehören unter anderem das Keyless-System, was den schlüssellosen Zugang zum Fahrzeug gewährleistet und den Wagen per Knopfbedienung starten lässt.

Schöner Anblick in jeder Perspektive
Schöner Anblick in jeder Perspektive

Fazit:

Die DS4 sieht nicht nur sehr attraktiv aus und offeriert mit ihrem außergewöhnlichen Design dynamische Linien, sie fährt sich mit ihrem 180-PS-BlueHDi Motor sehr dynamisch und sportlich. Dabei kommen Effizienz und Sicherheit nicht zu kurz. All` diese Eigenschaften lassen sie nicht im Einheitsbrei der Kompaktklasse versinken.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

DS Automobiles

DS4

Motor R4, Diesel, Turbo
Hubraum 1.997 ccm³
Leistung 180 PS @ 3.750 U/min
Kraft 400  Nm @ 2.000 U/min
Getriebe 6-Gang-Automatikgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.284, 1.810, 1.502   mm
Radstand 2.612 mm
Leergewicht 1.495 kg
Wendekreis 10,70 m
Höchstgeschwindigkeit 205 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 9,3 sec
Normverbrauch 4.3 l/100 km

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[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 4.8 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 4.1 l / 100 km
Außendienst-Modus 5.7 l / 100km
Gutes Komplettpaket - Citroën DS4 BlueHDI 180
Gutes Komplettpaket – Citroën DS4 BlueHDI 180

Text und Fotos: Stefan Beckmann

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Citroen C3 – Adieu Tristesse

Der Citroen C3 war bislang zwar kein Ladenhüter, besonders häufig hat man den französischen Kleinwagen hierzulande aber auch nicht zu Gesicht bekommen. Vielleicht lag das an seinem wenig prägnanten Design. Davon hat der neue C3 allerdings genug zu bieten, lehnt er sich doch stark an den C4 Cactus an. Read more

Citroen C4 Picasso und C4 Grand Picasso – Frischzellenkur für Van-Doppel

Seit drei Jahren ist das Van-Duo Citroen C4 Picasso und C4 Grand Picasso auf dem Markt. Für den Sommer 2016 steht nun die turnusgemäße Modellpflege an, die dem Familien-Van-Doppel ein paar optische Verfeinerungen, einige neue Assistenzsysteme sowie eine Automatikversion des Basisbenziners beschert.

Wer den Unterschied erkennen will, muss beim neuen C4 genau hinsehen: Etwas mehr Chromschmuck in der leicht modifizierten Front, neue Rückleuchten mit 3D-Effekt, ein zweifarbiges Dach für die kürzere Version C4 Picasso sowie silberfarbene Dachbögen für den Grand sorgen für etwas mehr Attraktivität. Außerdem haben die Franzosen drei neue Außenfarben und neue 17-Zoll-Alus ins Programm genommen.

Der Innenraum präsentiert sich wie gehabt: aufgeräumt, schick und funktional. Je nach Karosserievariante bietet er für bis zu 7 Personen Sitzplätze oder Platz für 1.790 Liter Gepäck. Öffnen lässt sich die Heckklappe künftig auf Wunsch auch per Fußbewegung. Wer also mit vollen Händen unter der Heckschürze mit dem Fuß wedelt, dem öffnet sich die Heckklappe automatisch.

Bei den Assistenzsystemen hat Citroen aufgerüstet. Für alle Ausstattungsniveaus serienmäßig gibt es zum Beispiel einen neuen Müdigkeitswarner. Eine Verkehrsschilderkennung kann, falls vom Fahrer gewünscht, automatisch die Geschwindigkeit des Tempomaten auf das jeweils geltende Limit justieren. Der Tot-Winkel-Assistent weist künftig optisch im Außenspiegel auf Fahrzeuge, die sich aktuell im Toten Winkel befinden. Ignoriert der Fahrer diese Warnung und setzt ohne Blinkersignal zum Spurwechsel an, wird zudem die Lenkung schwergängig. Gänzlich neu ist das Notbrems-System Active Safety Brake, welches vor drohenden Kollisionen warnt, bei Gefahr eine Notbremsung einleitet und damit die Kollisionsschwere verringern oder bei geringen Geschwindigkeiten einen Unfall gänzlich verhindern kann. Die Active Safety Brake wird Citroen allerdings erst ab November 2016 anbieten.

Neben optischen Modifikationen gibt es auch neue Technik
Neben optischen Modifikationen gibt es auch neue Technik

Modernisiert hat Citroen auch sein Infotainment-System. Hier kommt eine neue vernetzte 3D-Navigation namens Connect Nav zum Einsatz. Zusammen mit einem neuen 7-Zoll-Touchscreen verspricht Citroen eine schnellere Reaktionszeit und neue vernetzte Dienste. Es bietet zum Beispiel die Einbindung von Echtzeit-Verkehrsinformationen in die Routenführung. Außerdem besteht künftig die Möglichkeit, über den Touchscreen Apps zu nutzen, die auf dem Smartphone installiert wurden. Hier kommen die Connect-Systeme Apple CarPlay, Android Auto sowie ab Ende 2016 MirrorLink zum Einsatz.

Wie bisher wird Citroen die beiden Picassos mit zwei Benzinern mit 130 oder 165 PS sowie drei Dieselmotoren mit einem Leistungsspektrum von 99 bis 150 PS offerieren. Bislang haben die Franzosen den 96 kW/130 PS starken Basisbenziner allein in Kombination mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe angeboten, alternativ wird es künftig auch eine Automatikversion geben. Mit der soll der C4 Picasso bis zu 201 km/h schnell werden; den Normverbrauch des 130 Pure Tech gibt der Hersteller mit 5,1 Litern an.

In Deutschland wird das aufgefrischte Van-Duo im Sommer 2016 auf den Markt kommen. Preise nennt Citroen noch keine. Vermutlich werden diese geringfügig steigen. Damit dürfte die Basisversion künftig um 22.000 Euro kosten. (Mario Hommen/SP-X)

Sondermodell DS 4 Opéra Blue – Da soll man hingucken

Die seit einiger Zeit als eigenständige, dritte PSA-Marke positionierten DS-Fahrzeuge sollen gerade in Deutschland stärker ins Bewusstsein potentieller Kunden gerückt werden. Da spielen Sondermodelle, wie der ab sofort erhältliche DS4 Opéra Blue eine wichtige Rolle. Denn mit seiner Zweifarblackierung – blaue Karosserie und weißes Dach – sowie weißen Außenspiegelgehäusen und Radabdeckungen wird das Kompaktklasse-Fahrzeug klar als Hingucker positioniert. Zumal, wenn die optionalen schwarzen und glanzgedrehten 18-Zoll-Leichtmetallfelgen mitbestellt werden.

Mit seiner Zweifarblackierung wird das Sondermodell Opéra Blue des DS4 als Hingucker positioniert
Mit seiner Zweifarblackierung wird das Sondermodell Opéra Blue des DS4 als Hingucker positioniert

Innen gibt es unter anderem einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz mit Memory-Funktion sowie eine Heizung für beide vorderen Sitze, die wie die Rücksitze beide mit genarbtem schwarzen Leder überzogen sind. Gegen Aufpreis gibt es auch hier eine Zweifarb-Lederkombination in Schwarz/Blau.

Das Sondermodell wird laut DS bis Ende des Sommers angeboten und ist in zwei Motorisierungen erhältlich; als 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner (96 kW/130 PS) und als 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel (88 kW/120 PS). Im Vergleich zu den Basismodellen beträgt der Aufpreis für den DS4 Opéra Blue glatte 3.000 Euro, allerdings ist die Mehrausstattung dann noch nicht gegengerechnet.

(Dirk Schwarz/SP-X)

DS3 Performance BRM – Goldstück mit Seltenheitswert

Gemeinsam mit dem Uhrenhersteller BRM legt DS ein streng limitiertes Sondermodell seines Kleinwagens DS3 auf. Die „Performance BRM“-Edition fällt durch goldfarbene Karosserie und schwarzes Dach auf und wird vom stärksten Motor im Angebot, einem 153 kW/208 PS starken Turbobenziner angetrieben.

Zum Lieferumfang zählt eine Uhr
Zum Lieferumfang zählt eine Uhr

Zum Lieferumfang zählt darüber hinaus eine BRM-Uhr. Weltweit sollen 39 Exemplare auf den Markt kommen, für Deutschland ist eins vorgesehen. Der Preis beträgt 33.890 Euro. Zum Vergleich: Das Standardmodell mit gleicher Motorisierung gibt es für 27.280 Euro.

DS3 Cabrio PureTech110 und DS3 PureTech130 – Gesichtskontrolle

PSA macht den Citroën- oder eben auch DS-Fans bereits seit Monaten die Münder wässerig: Schon oft wurde eine Modelloffensive proklamiert, es sollte eigentlich dieses Jahr losgehen. Dann die enttäuschende Antwort von DS-Markendirektor Nicolas Perrin: Spätestens 2018 sehe man neue Modelle.
Vielleicht auch schon früher. Vielleicht. Dann eben noch einmal den aufgefrischten DS3 kaufen, dessen Neuerung vor allem darin besteht, dass er kein offizieller Citroën mehr ist. Statt Doppelwinkel prangt nun das nobel aussehende DS-Signet auf dem Kühlergrill. Bereits ab 15.890 Euro wird der Kunde fündig, dann gibt es 60 kW/82 PS sowie 4,6 Liter Verbrauch/100 km im gemittelten NEFZ. Knauseriger und obendrein sparsamer sind die 1,2 Liter großen Dreizylinder, wenn ihnen ein Turbolader Druck macht: Dann sollen lediglich 4,3 Liter pro 100 km durch die Leitungen fließen. Alleine in Verbindung mit dem Getriebeautomaten sollen wieder 4,6 Liter auf der Uhr stehen. Ab 18.990 Euro geht es los. Dieselfahrer werden ab 20.740 Euro fündig, während Cabrio-Interessenten mindestens 19.840 Euro auf den Tisch legen müssen.

Der neu gestaltete Kühlergrill des DS3 ist das auffälligste Merkmal des gelifteten Kleinwagens
Der neu gestaltete Kühlergrill des DS3 ist das auffälligste Merkmal des gelifteten Kleinwagens

Cabrio ist ein gutes Stichwort. Die erste Ausfahrt führt uns mit einem offenen, 81 kW/110 PS starken Turbo durch einen lauen Frühlingstag. Das Faltdach weit geöffnet, die Dachholme schützend neben dem Haupt: Zu einer Jahreszeit, da der Wind noch frisch pustet, ist man froh, kein echtes Cabriolet zu fahren, ohne auf Frischluft verzichten zu müssen. Eine richtige Alternative für Cabrioliebhaber ist der französische Kleinwagen also nicht – das Freiheitsgefühl ist einfach zu wenig ausgeprägt. Aber der schicke, auf Wunsch zweifarbige Cityflitzer sieht hübsch aus, die elektrische Kapuze verleiht ihm einen edlen Touch. Dazu passt der Umstand, dass DS3-Kunden jetzt mit einer richtigen Wandlerautomatik (1.800 Euro Aufpreis) fahren dürfen, um einen Hauch Oberklassekomfort zu erleben. Der aufgeladene Dreizylinder schiebt den 1,2-Tonner hinreichend kräftig voran, und die Schaltvorgänge erfolgen konzeptbedingt geschmeidig. Dass PSA hier noch keine acht Gänge anbietet, kann man verschmerzen. Die Sturmstärke bleibt übrigens auch bei schneller Autobahnrunde eher moderat, was man von der Lautstärke im Innenraum naturgemäß nicht sagen kann. Blöd nur, dass der variable Himmel oberhalb von 120 km/h nicht mehr geschlossen werden kann.

Man kann den DS3 durchaus lieben, denn er ist einfach ein liebenswürdiges Auto und im Vergleich zum Segment-Wettbewerb nicht einfach ein schnöder Kleinwagen
Man kann den DS3 durchaus lieben, denn er ist einfach ein liebenswürdiges Auto und im Vergleich zum Segment-Wettbewerb nicht einfach ein schnöder Kleinwagen

Man kann den sirrenden Turbo-Dreizylinder auch noch stärker genießen: Mit 96 kW/130 PS übertrumpft der Kleinwagen schon manchen Kompakten und sorgt durchaus für Fahrspaß. Es geht bei entsprechendem Gasfuß nachdrücklich voran, während die Übersetzungen des manuellen Sechsganggetriebes sportlich-klackend und mit einer wohligen Präzision einrasten. Der Wunsch nach einem Automaten wird beim starken PureTech leider nicht erfüllt. Aber sonst stimmt alles in dem Franzosen – das wertig anmutende Lenkrad mit dem dicken Kranz liegt gut in der Hand. Die üppigen Rindshaut-Fauteuils im „Uhrenarmband-Finish“ sind über jeden Zweifel erhaben und der Kleinwagen-Klasse längst entwachsen. Man muss für sie aber auch 3.700 Euro extra zahlen – das ist eine Stange Geld trotz mitgelieferter Sitzheizung.

Das beginnt mit dem ausgefallenen Design, geht über die prägnanten 3D-Rückleuchten und endet noch lange nicht beim schicken Interieur
Das beginnt mit dem ausgefallenen Design, geht über die prägnanten 3D-Rückleuchten und endet noch lange nicht beim schicken Interieur

Man kann den DS3 durchaus lieben, denn er ist einfach ein liebenswürdiges Auto und im Vergleich zum Segment-Wettbewerb nicht einfach ein schnöder Kleinwagen. Das beginnt mit dem ausgefallenen Design, geht über die prägnanten 3D-Rückleuchten und endet noch lange nicht beim schicken Interieur, das Schöngeister nach entsprechendem Kreuzchen bei den Optionen mit hochglänzendem Klavierlack lockt. PSA verspricht dem Kunden über drei Millionen Konfigurationsmöglichkeiten mit Außen- und Polsterfarbe. Auch für Technik-Fans lohnt sich ein Blick in die Preisliste durchaus. Dort stehen neben Dingen wie Bluetooth-Freisprechanlage, Digitalradio und Navi (zusammen 1.690 Euro) auch sicherheitsrelevante Extras wie das autonome Bremssystem. Leider bleibt der 400 Euro teure Freund in der Not der höchsten Ausstattungslinie vorbehalten. Wer übrigens enttäuscht ist, dass der inzwischen sechs Jahre alte Kleinwagen nicht mit echten Innovationen punkten kann, möge sich wenigstens an seiner ansehnlichen Verarbeitungsqualität erfreuen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ausgereifter Autos und mitunter mehr Wert als mancher zweifelhafte Fortschritt.

Citroen C4 Cactus Rip Curl – Schick gemacht für den Strand

Gemeinsam mit dem Surfausstatter Rip Curl hat Citroen nun ein Sondermodell des C4 Cactus aufgelegt. Zu erkennen ist der kompakte Crossover unter anderem an weißen Außenspiegeln und einer Dachreling in gleicher Farbe. Dazu kommen orangene Sicherheitsgurte im Innenraum. Technische Besonderheit des frontgetriebenen Franzosen ist eine elektronische Traktionskontrolle, die spezielle Programme für Sand, Schnee und Gelände bietet. Für den Antrieb stehen der Top-Benziner mit 81 kW/110 PS sowie ein 73 kW/99 PS starker Diesel zur Wahl. Die Preise des C4 Cactus Rip Curl starten bei 22.890 Euro, rund 4.400 Euro oberhalb des günstigsten Standardmodell mit vergleichbarer Motorisierung.

Markenausblick Citroen – Zurück zur französischen Fahrkultur

Derzeit läuft’s recht rund für Citroën. Die französische Marke hatte 2015 in Europa das beste Verkaufsjahr seit 2012. Weltweit betrug das Absatzvolumen 1,2 Millionen Fahrzeuge. Alles bestens also? Nein. Gedanken macht man sich in der Pariser Konzernzentrale um die Positionierung der Marke, besonders im Hinblick auf die Abspaltung von DS. Die auf Lifestyle und Premium getrimmte Sub-Marke wurde im Sommer 2014 gegründet. Voriges Jahr hatte DS dann seinen ersten eigenständigen Messeauftritt. Und mit dem Kompaktwagen Citroën DS 3 verliert jetzt das letzte „Mischmodell“ den Namen der Mutter, heißt fortan nur noch DS 3. Bis 2020 will DS ein Portfolio von sechs Modellen anbieten, darunter werden möglicherweise zwei SUV und eine größere Limousine sein.

Citroën feilt derweil an seiner neuen Identität, weiß dabei natürlich, dass man mit biederen Brot-und Butter-Autos nicht hinter DS bestehen kann. Das Credo heißt: Komfort und Wellness statt Sportlichkeit, Platz und Charisma rangieren weit oben im Lastenheft. Beim Design liebt man den charmant-frechen, bisweilen unkonventionellen Auftritt, verpönt ist Aggressivität.

Wie so etwas aussieht, zeigt der C4 Cactus, der die neue Markenbotschaft „Be different, feel good“ unter anderem über sein spezielles Styling (außen jugendlich und cool, innen reduziert und funktional) vermitteln soll. „Wir haben das Potenzial, anders zu sein“, sagt die Vorstandsvorsitzende Linda Jackson. Die zukünftigen Modelle sollen Kreativität, Purismus und Optimismus ausstrahlen.

Eine enorm hohe Wichtigkeit räumt Citroën daher dem nächsten C3 ein, bislang der Bestseller im Programm. Das Modell fährt in der Polo/Corsa-Klasse, will aber auch hier anders auftreten. Zu hören ist, dass der neue C3 in Richtung C4 Cactus getrimmt werden und im Herbst auf der Messe in Paris debütieren soll.

Diese Strategie könnte wohlmöglich auch auf den derzeitigen C3 Picasso angewendet werden. Hier stellt sich aber die Frage, ob man weiter den Van-Kurs beibehält oder dem Modetrend Crossover/SUV folgt. Letzteres gilt als wahrscheinlicher. Opel, Fiat, Renault und selbst die Konzernschwester Peugeot haben Mini-SUV bereits im Programm. 2017 könnte Citroëns Antwort beim Händler stehen. Schon bald danach dürfte auch die Erneuerung des C4 Aircross (das jetzige Modell ist ein Derivat des Mitsubishi ASX) anstehen. Schließlich braucht Citroën weiterhin etwas im Segment von Tiguan, Nissan Qashqai und Mazda CX-5. Optisch haben die Franzosen ja bereits einen Wink mit dem Zaunpfahl gegeben. Voriges Jahr stand eine SUV-Studie namens Aircross in Shanghai.

Apropos Studie, man darf gespannt sein, was Citroën in Paris als nächstes Concept Car präsentieren wird. Immerhin gibt es Nachholbedarf im oberen Segment, wo derzeit der C5 überlang unterwegs ist. Käme er 2019, entspräche dies einem Modellzyklus von mehr als zehn Jahren – äußerst ungewöhnlich in diesem Segment.

Aus China, dem größten Einzelmarkt von Citroën, ist zu hören, dass schon auf der Autoshow in Peking eine Serienlimousine stehen soll. Wahrscheinlicher Name: C6. Sie ist jedoch ausschließlich für den lokalen Markt gedacht und wird dort auch gebaut. Der Joint Venture Partner ist Dongfeng.

Bleibt noch ein Blick auf die Zukunft der Bestseller. Die Konzern-Plattform EMP2 bietet sich auch für einen Nachfolger des Berlingo an, der aber erst 2019 zu erwarten ist. Die Fahnen für die Familie hält Citroën 2018 mit den Vans C4 Picasso (über Jahre der Klassen-Bestseller in Europa) und den Grand C4 Picasso hoch.

Weiterhin niedrig sollen die Flottenverbräuche bleiben. Obwohl der PSA Konzern mit nur 104 Gramm CO2 pro Kilometer in Europa bereits auf der Pole Position fährt, sieht die Strategie von Citroën trotzdem vermehrt den Einsatz von Plug-in-Hybriden vor – nicht zuletzt im Hinblick auf das zu erwartende Verkaufsvolumen bei den SUV. Ebenso im Fokus steht ein Elektroauto. Vermutlich handelt es sich um einen kompakten Viersitzer, als Nachfolger des C-Zero, ein Derivat des Mitsubishi i-MiEV. Die Kooperation mit den Japanern endet. Das E-Auto auf EMP1-Plattform wird auch einen Ableger als DS bekommen. Debüt: voraussichtlich in drei Jahren.

Bei so viel Öko-Engagement darf man auch mal wieder beruhigt auf Gaspedal treten, nicht zuletzt, um die Marke emotional zu stärken. Schon nächstes Jahr wird Citroën wieder bei der World Rallye Championship mitmischen, und hofft, an alte Zeiten anknüpfen zu können. Acht Mal war man Weltmeister. Mut machen da sicher auch die Erfolge auf der Rundstrecke. Citroën fährt seit zwei Jahren bei der WTC (World Touring Championship) mit, auf einer C-Elysee-Limousine – und stand zum Saisonende jeweils ganz oben auf dem Treppchen.

(Michael Specht/SP-X)

Peugeot Boxer und Citroen Jumper – Ab sofort Euro 6

Peugeot und Citroen stellen bei ihren großen Transportermodellen auf Euro 6 um. Die Kasten-, Pritsche- und Fahrgestellvarianten von Boxer und Jumpy erhalten zu diesem Zweck einen neuen 2,0-Liter-Dieselmotor, der in den Leistungsstufen 81 kW/110 PS, 96 kW/130 PS und 118 kW/160 PS zur Wahl steht. Für die Minderung des Stickoxid-Ausstoßes soll ein SCR-Katalysator mit Harnstoffeinspritzung sorgen. Zudem sollen die neuen Motoren sparsamer sein als die alten Triebwerke mit 2,2 Litern Hubraum, der Boxer Kastenwagen kommt in der Einstiegsversion demnach mit sechs Litern Kraftstoff aus. Preise nennen die Hersteller nicht.

Die beiden PSA-Marken bereiten sich mit der Umstellung auf den Herbst vor. Ab September nämlich gilt die für Pkw bereits verpflichtende neue Euro-6-Norm auch für Autos mit Nutzfahrzeugzulassung.

Citroen C1 Selection – Kleiner Frühlingsbote

Nach der Faltdach-Version bringt Citroen jetzt auch den geschlossenen C1 als Sondermodell „Selection“ auf den Markt. Zusätzlich zur Ausstattungsstufe „Feel“ sind ein Audiosystem mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung und USB-Anschluss sowie die Klimaanlage serienmäßig. Der Stoff „Zebra-Rot“ wertet die Inneneinrichtung auf, zudem ist der C1 Selection in fünf Farben erhältlich.

Das Kleinstwagen-Sondermodell ist als Dreitürer ab 11.790 Euro bestellbar – statt regulär 10.800 Euro-, dann mit dem 51 kW/68 PSPS starken Benziner. Die fünftürige Version mit dieser Motorisierung kostet 12.240 Euro, den größeren Motor (60 kW/81 PS) gibt es ab 12.660 Euro.

Citroen E-Méhari – Elektro-Cabrio kommt nach Deutschland

Citroen wird sein Elektro-Cabrio E-Méhari auch in Deutschland anbieten. Das hat die Fachzeitschrift „kfz-betrieb“ von Deutschland-Geschäftsführer Holger Böhme erfahren. Demnach soll die elektrisierte Neuauflage des legendären 70er-Jahre-Strandbuggys bereits in der zweiten Jahreshälfte hierzulande zu haben sein. In Frankreich erfolgt die Markteinführung bereits innerhalb der ersten sechs Monate 2016. Wie viele der geplanten 1.000 Fahrzeuge nach Deutschland kommen, ist noch nicht bekannt. Ebenfalls noch offen ist der Preis.

Der Citroen E-Méhari orientiert sich locker an seinem Vorgänger. Zu den Gemeinsamkeiten zählen die offene Kunststoffkarosserie, das Stoffverdeck und das leicht skurrile Aussehen. Die Neuauflage wird jedoch nicht mehr vom Zweizylinder-Boxerbenziner aus der „Ente“ angetrieben, sondern von einem 50 kW/68 PS starken Elektromotor. Die Reichweite soll innerorts bei rund 200 Kilometern liegen, über Land und mit höherem Tempo sind 100 Kilometer drin. Die Höchstgeschwindigkeit des frontgetriebenen E-Méhari liegt bei 110 km/h. Optisch nimmt der 3,81 Meter lange Viersitzer mit seiner Doppelscheinwerferfront Anleihen beim Citroen C4 Cactus, kann aber nicht verhehlen dass große Teile der Karosserie vom französischen Elektro-Cabrio Bolloré Bluesummer stammen. Auch die Technik unter der Kunststoffhaut stammt von dem offenen Kleinwagen des französischen Mischkonzerns. Der Bluesummer wird seit kurzem im Rahmen einer Kooperation von Bolloré und PSA Peugeot Citroen im Werk Rennes gebaut, der jährliche Ausstoß liegt bei rund 3.500 Autos.

News: DS 3 – Französische Evolution

Was BMW mit Mini oder Audi mit dem A1 kann, können wir auch, sagte sich Citroen schon vor sechs Jahren, und rief seine Premium-Sparte „DS“ ins Leben. Gewissermaßen als Hommage an die legendären Zeiten, als man die avantgardistische Limousine DS, genannt die „Göttin“, mit Hydropneumatik über die Straßen schweben ließ.

Das erste DS-Modell neueren Datums war 2010 der DS 3, jener mit der markanten Haifischflosse an der Flanke. Den Kompaktwagen zeichnete zudem das schwebende Dach und die zweifarbige Karosserie aus, ganz ähnlich dem Mini. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Fast 400.000 DS 3 inklusive der Cabrio-Version, die 2013 die Linie ergänzte, hat Citroen verkauft. Mittlerweile gibt es auch einen DS 4 und DS 5, in China sogar einen DS 6 als SUV. Voriges Jahr trat DS erstmals als eigene Marke auf. Daher heißt der Citroen DS 3 zukünftig nur noch DS 3.

Es wundert dennoch, dass man das Facelift erst nach so langer Zeit in Angriff nahm. Gewöhnlich sind drei bis vier Jahre. Und nach sieben steht ein neues Modell an. „Der DS 3 hatte bereits mehrere kleine Modellpflegen“, sagt Eric Apode, der Direktor Produkt und Entwicklung DS. Äußerlich änderten die Designer vor allem die Front. Die Chromeinfassungen des Grills laufen nun flügelartig bis unter die Scheinwerfer weiter. Zudem trägt der Kühler des DS 3 nicht mehr den traditionellen Doppelwinkel, sondern erstmals das neue Emblem der Marke, ein stilisiertes DS.

Nach wie vor kann der Kunde aus einer fast unendlichen Anzahl von Individualisierungsmöglichkeiten schöpfen. Erreichbar durch 78 Farbkombinationen für Karosserie, Dach, Außenspiegeln, Felgen, Armaturenbrett, Schaltknauf und Bezüge. „Die Chance, dass einem ein völlig identischer DS 3 entgegenkommt, ist praktisch ausgeschlossen“, sagt Apode.

Neben neuen Farben, einer neuen Front und geänderten Ausstattungen steht im Zentrum der Modellpflege ein 130 PS starker Dreizylinder.
Neben neuen Farben, einer neuen Front und geänderten Ausstattungen steht im Zentrum der Modellpflege ein 130 PS starker Dreizylinder.

Mit dem Facelift hat Citroen seinem Lifestyle-Gefährt auch zwei neue Motoren spendiert. Der wichtigere ist hier klar der kleine Dreizylinder, genannt PureTech 130. Es gibt ihn bereits im Konzern im Citroen C4, im Peugeot 308 und 2008. Der Turbobenziner mit 96 kW/130 PS löst den alten 1,6-Liter-Sauger mit 120 PS ab, dreht schnurrig und mit leicht rauem Unterton hoch und hängt gut am Gas. Den eigentlichen Spaß liefert jedoch das relativ hohe und frühe Drehmoment. Der Maximalwert von 230 Nm liegt schon bei 1.750 Umdrehungen pro Minute an (laut DS Bestwert in der Klasse), exakt der Bereich, den man ständig im Stadt- und Feierabendverkehr erreicht.

Diese Souveränität schlägt sich auch im Verbrauch nieder. Der Normwert von 4,5 Litern ist zwar eher theoretischer Natur, doch mit sechs Litern sollte der Alltag locker zu schaffen sein, so lange man nicht mit Vollgas auf der Autobahn unterwegs ist, um zu schauen, ob die angegebenen 204 km/h Spitze auch wirklich stimmen.

Richtig schnell (230 km/h) geht es im neuen Topmodell DS 3 Performance, dem THP 208 zu. Dessen 1,6-Liter-Vierzylinder schickt 208 PS und 300 Newtonmeter ins Sechsganggetriebe und spielt damit in der Liga der sogenannten „Hot Hatches“ mit, wie hochmotorisierte Knallkisten in der Szene gern genannt werden. Man benötigt keinen Nobelpreis in Physik, um zu erahnen, dass so viel Power mit so wenig Auto eine Menge Adrenalin freisetzt. Der THP 208 ist ein Spaßgerät und Kurvenräuber par excellence. Und will dies natürlich auch äußerlich mitteilen. Die Karosserie liegt 1,5 Zentimeter tiefer, die Spur ist breiter, die Bremsen üppiger, die Leichtmetallfelgen größer und das Auspuffrohr dicker. Hinzu kommen spezielle Farbkombinationen für Karosserie und Dach sowie im Innenraum andere Instrumente und Lederschalensitze.

Gut zehn Prozent der DS 3 Modelle verkauft Citroen als Cabrio, besser gesagt als Rolldach-Cabrio, weil die Türrahmen und die seitlichen Dachholme stehen bleiben. Das Frischluftvergnügen wird durch diesen Kompromiss ein wenig getrübt, zumal das gefaltete Verdeck die Sicht nach hinten komplett versperrt. Ärgerlich ist auch der im Alltag schlecht zu gebrauchende Kofferraum (245 Liter). Die kleine Heckklappe gibt nämlich nur eine knapp 30 Zentimeter hohe Öffnung frei. Getränkekisten müssen somit draußen bleiben.

Allen DS 3 Versionen gemein ist die neueste Technik an Konnektivität.
Allen DS 3 Versionen gemein ist die neueste Technik an Konnektivität.

Allen DS 3 Versionen gemein ist die neueste Technik an Konnektivität. Mit Mirror Screen lassen sich iPhones über Apple CarPlay oder Android-Handys über Mirror Link ans Auto koppeln und dann über den 7-Zoll-Touchscreen steuern. Mit Apple CarPlay funktioniert zudem die Sprachsteuerung Siri.

Zum Markstart im März startet der neue DS 3 als Basisbenziner mit 82 PS bei 15.890 Euro. Die neue Motorisierung Pure Tech 130 kostet bereits 20.490 Euro. Auf gleichem Niveau liegt der 120 PS starke Diesel. Das Modell Performance mit 208 PS schickt DS im April an den Start, nennt aber noch keinen genauen Preis. Orientieren will man sich am Mini Cooper und knapp unter 29.000 Euro bleiben.

Autor: Michael Specht/SP-X

News: DS-Showcar in Genf – Von der Göttin zur Lichtgestalt

Mit einem außergewöhnlichen Showcar will die Citroen-Schwestermarke DS auf dem Genfer Automobilsalon (3.-13. März) Aufsehen erregen. Bei dem in strahlendem Metallic-Grün lackierten E-Tense handelt es sich um ein Sportcoupé mit elektrischem Antrieb, der 296 kW/402 PS leistet.

Die Design-Studie ist breit und flach gezeichnet und sowohl an Front und Heck als auch in der Seitenansicht stark zerklüftet modelliert
Die Design-Studie ist breit und flach gezeichnet und sowohl an Front und Heck als auch in der Seitenansicht stark zerklüftet modelliert

Die Design-Studie ist breit und flach gezeichnet und sowohl an Front und Heck als auch in der Seitenansicht stark zerklüftet modelliert. Auffällig ist das Fehlen der Heckscheibe, der Blick nach hinten wird durch einen digitalen Rückspiegel mit Hilfe einer Kamera realisiert.

Die am Heck im oberen Teil der Karosserie eingelassenen Blinker sind eine Hommage an die historische DS aus dem Jahr 1955. Die LED-Rücklichter sind schuppenartig gestaltet und sollten den Standard für zukünftige Modelle setzen
Die am Heck im oberen Teil der Karosserie eingelassenen Blinker sind eine Hommage an die historische DS aus dem Jahr 1955. Die LED-Rücklichter sind schuppenartig gestaltet und sollten den Standard für zukünftige Modelle setzen

Als ein „Markenzeichen“ bezeichnet DS die Lichtsignatur: Die horizontalen LED-Schweinwerfer sind sehr schmal, zwei Lichtbänder ziehen sich vertikal über die Höhe der Front. Die am Heck im oberen Teil der Karosserie eingelassenen Blinker sind eine Hommage an die historische DS aus dem Jahr 1955. Die LED-Rücklichter sind schuppenartig gestaltet und sollten den Standard für zukünftige Modelle setzen.