Fiat 500 X „Mirror“ – Mehr als ein Smartphone auf Rädern

 

 

Rote Ampeln oder ein Stillstand im Stau sind besonders beliebte Gelegenheiten, um sich mal in aller Ruhe die Lippen nachzuziehen oder die Wimpern zu tuschen. Oder die Barthaare zu zupfen, da Eitelkeit sich doch gleichmäßig auf die Geschlechter verteilt. Doch wer meint, im Sondermodell des Fiat 500 X mit dem klangvollen Namen „Mirror“ könne man der Untugend, sich auch im Auto ständig anzuschauen, besonders gut frönen, der irrt. Mirror steht für nichts anderes als für die Spiegelung des Smartphone-Inhalts auf das Display im Auto. Familienfreundlich wie die Italiener nun mal sind, hat man in Turin gleich eine kleine Sippe von „Mirror“ Sondermodellen des 500er mit der gar nicht mal so neuen Technik gegründet, die dort zum Preisvorteil mit an Bord ist, als Extra aber auch für die Normalversionen geordert werde kann. Gemeinsames äußeres Erkennungszeichen des Fiat 500er Mirror, des 500 X Mirror und des 500 L Mirror sind verchromte Abdeckplatten des Außenspiegels, Chromakzente am Stoßfänger und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Das alles ist nun nicht wirklich auffällig, deshalb ziert zusätzlich und unübersehbar auf einem runden Emblem der Schriftzug „Mirror“ die B-Säule.

Über ein USB-Kabel lässt sich das eigene Smartphone – sowohl über Android Auto als auch über Apple CarPlay – am knapp 18 Zentimeter großen Monitor des in der Mirrorversion serienmäßig eingebauten Multimediasystems „Uconnect“ andocken. Unser Testwagen, ein 500X in „Blue Jeans Metallic“ fährt mit Radio, aber ohne fest eingebautem Navi vor. Dafür mit Bluetooth. Eine kostensparende Lösung, sich den vertrauten Inhalt des eigenen Smartphones auch ohne Verkabelung auf das Display spiegeln zu lassen. Viele der darauf gespeicherten Apps können in gewohnter Weise per Finger Tipp über den gut ablesbaren Touchscreen aufgerufen und per Wischvorgang bedient werden. So dirigiert uns Google Maps dann auch schnell und zuverlässig durch den Westerwald. Wenn nötig, kann man per Sprachsteuerung Telefonate führen, Nachrichten senden und empfangen oder die eigene Musik über das Soundsystem des Fahrzeugs streamen. Auch die Community bei Twitter und Facebook lässt sich natürlich bei Laune halten.

Foto: Hersteller

Investiert man darüber hinaus in „Mopar Connect“ – der Name Mopar steht für die Verbindung von „Motor“ und „Parts“ und den Service Partner für alle Marken von Fiat Chrysler – profitiert man von zusätzliche Diensten. Im Falle eines als Unfall erkannten starken Zusammenpralls sendet das Fahrzeug seine GPS-Position an die Einsatzzentralen. Ein Mitarbeiter der Mopar-Kundenbetreuung nimmt telefonisch Kontakt auf und schickt gegebenenfalls Unterstützung direkt an den Unfallort, auch wenn sich keiner der Passagiere meldet. Der rund und die Uhr und täglich erreichbare Pannendienst hilft im Falle eines Falles schnell und ohne Umschweife. Bei Diebstahl oder im gar nicht so seltenen Fall, dass man sich an den Standort des Fahrzeugs im Straßendschungel oder im überfüllten Parkhaus nicht mehr erinnern kann oder unklar ist, ob es ordnungsgemäß verriegelt wurde, lassen sich Standort und Zustand über die „Mopar Connect“App ermitteln und gegebenenfalls korrigieren. Auch Kilometerstand, Batterieladung, Reifendruck und Tankfüllstand sind über die App ablesbar. Überschreitet das Fahrzeug eine voreingestellte Geschwindigkeit oder verlässt es einen vorher definierten Bewegungsradius, kann man sich alarmieren lassen. Wenn man will.

Am Ende der Fahrt belohnt die von Fiat eigens entwickelte, kostenlosen Software eco:Drive besonders Kraftstoff sparenden Fahrstil mit maximal vielen kleinen grünen Blättern an einem Baumsymbol im Display. Unter der Haube unseres Testwagens arbeitet der laufruhige, 1,6 MultiJet Turbodiesel mit 88 kW (120 PS) Leistung in Kombination mit dem bei Fiat DCT genannten Doppelkupplungsgetriebe, dessen sechs Gänge sich schnell und ohne große Zugkraftunterbrechung abwechseln. 4,3 Liter auf 100 km verspricht Fiat als Verbrauch. Das lässt sich bei gemäßigtem Gasfuß einrichten, wir lagen nach flotterer Autobahnfahrt im Mix bei etwas über 5 Litern. Besser weniger sollte man mit dem 500 X bei nicht ebener Fahrbahn unterwegs sein. Auf dem Kopfsteinpflaster rund um das Landesgestüt Dillenburg zeigte sich das Turiner Crossover recht ruppig. Also Hände weg von der Coladose.

 

Der Einstiegspreis für den Fiat 500X Mirror beträgt 19.490 Euro. Mopar ist im ersten Jahr kostenlos an Bord, anschließend wird der Dienst mit 79 Euro im Jahr berechnet.

Text und Fotos: Solveig Grewe

Die saubere Kiste – Test Fiat Panda NaturalPower

Die saubere Kiste

Erdgas als Lösung - Testfahrt im neuen Fiat Panda mit bi-valenten Antrieb.

Klein und sauber, das ideale Stadtmobil? Der Panda wurde früher von FIAT als „tolle Kiste“ vermarktet. Mehr Auto brauchte niemand, so die Werbung. Das stimmt eigentlich auch heute noch, doch irgendwie geht beim ganzen SUV-Wahn das Thema, nur so viel Auto wie notwendig, unter. Mi…

Test: Fiat 500 RIVA

„Leinen los,“ würde der Skipper einer Jacht an sein Oberdeck weiter geben. Der kleine Fiat 500 Riva Italiener fährt als Cabrio in der Sonderedition Riva vor und der Name ist Programm. Der italienische Motorboot-Hersteller und Designer steht für Luxus und ausschweifende Lebensfreude. Mit einer großen Portion „Dolce Vita“ an Bord fährt der Fiat500C selbstbewußt und verkörpert einmal mehr das süße Leben beide…

Erste Fahrten: 60 Jahre Fiat 500

Die Fiat 500 Familie im Fahrbericht

Alter schützt vor Lifestyle nicht

Will man die Charakteristik eines A-Segment-Fahrzeugs oder neudeutsch „City-Car“ beschreiben, gibt es hierfür nur ein Wort und eine Zahl: FIAT 500. Der bereits seit 1957 in den Bestellbüchern des Turiner Autobauers gelistete Kleinwagen beging am 04. Juli diesen Jahres sein historisches 60-jähriges Jubiläum. Immer wieder mit unterschiedlichen Antrieben und Konzepten modifiziert, machte Fiat 2007 einen Schnitt und vermarktet den Kleinen aus Italien als neuen Fiat 500. Als eines der „Weltfahrzeuge“ verkauft sich der 500er in über 100 Ländern dieser Erde und markierte bereits die 2.000.000 Marke der Verkaufszahlen. Nimmt man die verkauften Einheiten seiner älteren Modelle, kommt die Marke Fiat auf etwas mehr als 6 Million Fahrzeuge, die die unterschiedlichen Produktionsstätten verlassen haben. Hauptabnehmer in Europa ist der deutsche Markt. Hier verkaufte sich der neue Fiat Cinquecento seit 2007 inklusive seiner „Brüder“ 500X und 500L rund 200.000 mal. Mit einigen Sondermodellen, unter anderem beim großen 500L mit den Linien „Urban“, „Cross“ und „Wagon“, will Fiat diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben.

Kleiner Lifestyler aus Italien mit und ohne Verdeck.

Generell stehen italienische Marken für Lifestyle und Dolce Vita. Der Italiener gilt als sehr modebewußt und detailverliebt. Demnach konzipierten und produzierten die Turiner Autobauer 1957 als Nachfolger eines ihrer von 1936 – 1955 verkauften Fahrzeuge, dem Fiat 500 „Topolino“, den Fiat 500 „Nuova“. Die viersitzige „Knutschkugel“ begeistert heute wie damals mit ihrem Charme der „Sixties“. So richtet sich auch die diesjährige Kampagne des Konzerns aus und verpackt dies in einen Werbefilm mit Adrian Brody, wie schon zum Sondermodell des 500 Riva. Der Oscar-Preisträger fühlt sich in die Zeit der 60iger Jahre zurückversetzt. An Details aus Chrom in Kombination mit Komfort Features der heutigen Zeit wird dort nicht gespart. So definiert sich der kleine Italiener seit seinem Produktionsstart. Aufgepeppt mit immer wieder neuen Accessoires und Farben für das Interieur und Exterieur. Nach dem „Reset“ im Jahr 2007 findet der Fiat 500 immer wieder neue Kooperationspartner aus der Mode oder anderer branchenfremder Industrie. Das waren in den vergangen Jahren unter anderem die Modelabel „Gucci“ und „Diesel“. Seit letztem Jahr bedient man sich der Designelemente aus dem Bootsbau. Mit dem „RIVA“ verbinden beide Firmen die Eleganz und die Sportlichkeit ihrer Unternehmen. Für einen kleinen Rückblick auf die Feierlichkeiten und natürlich einen Ausblick in die Zukunft sowie kurze Testfahrten lud der FCA Konzern in die bayrische Landeshauptstadt München ein.

Dolce Vita mit dem Fiat 500.

Fahrzeug mit Anpassungspotential

Wirken Exterieur und Interieur permanent erneuert, so passt man die Komfortpunkte wie Fahrerassiatenzsysteme oder Konnektivität über Apple CarPlay oder Android Auto dem Mainstream an. Für den Kunden ist optional das Fiat bekannte System UnconnectTM Link wählbar, das mittels eines Touchscreen mit sieben Zoll Bildschirmdiagonale gesteuert wird. Dort sind die Smartphone Anbindungen für Apple und Android Gerät integriert. Das Navigationssystem kann dann weiter eingebunden werden. Die Sicherheitsfeatures beschränken sich auf das City-Notbremssystem, den Spurhalteassistenten mit aktiver Lenkunterstützung sowie den Totwinkel-Assistenten. Bei der Motorenpalette wird die Qual der Wahl nicht allzu groß, denn mit insgesamt drei Aggregaten stellt sich der kleine 500er puristisch auf. Zwei Benziner mit 1.2 Liter und 51 kW (68 PS) und 0,9 Liter mit 63 kW (84 PS) und 77 kW (105 PS) sowie der 1,3 Liter Diesel mit 70 kW (95 PS) stehen dem Jubilar sowohl in Verbindung mit einem Start&Stopp-System und Fünf-Gang-Schaltgetriebe als auch mit einem Automatikgetriebe zur Verfügung. Bei so viel italienischem Lifestyle ist mehr Motor auch nicht nötig.

Großer Bruder 500L.

Fiat 500 mit bis zu sieben Sitzen

Anders als der kleine Bruder kommt der große 500L daher. Fünf Jahren nach seiner Premiere wird er nun runderneuert auf den Markt geschickt. Gestreckt und gezogen bietet der 500L eine optimale Raumnutzung mit zweckmäßiger Funktionalität für kleine und große Familien. Im Vergleich zum Vorgänger wollen Fiats Ingenieure 40 Prozent aller Bauteile erneuert haben. Rein optisch reicht uns dies leider nur zu einem Facelift. Dennoch selektieren die Italiener ihren „Großen“ nun in drei Charakteristika mit den Zusätzen „Urban“, „Cross“ und „Wagon“. Der „Urban“ soll Kunden bedienen, die das Fahrzeug ausschließlich für den Verkehr in der Stadt nutzen wollen. Für Kunden, die auch mal abseits der Straße unterwegs sein wollen, kann der „Cross“ genutzt werden. Ausgestattet mit einem Unterfahrschutz vorne und hinten und Flankenschutz bei 25 Millimeter erhöhter Bodenfreiheit ist er auch für die Schotterpiste bestens geeignet. Die Großfamilie mit bis zu sieben Mitgliedern würde dann gerade richtig passen für die letzte Variante des 500L, dem „Wagon“. Das eindeutige Plus aller drei Varianten liegt zweifelsohne in der Kapazität ihres Kofferraumes. Während „Urban“ und „Cross“ als ausschließliche Fünfsitzer bei voller Bestuhlung noch 455 Liter fassen, nimmt der „Wagon“ bis zur zweiten Sitzreihe sogar noch 638 Liter auf. Mit der dritten Sitzreihe sind es dennoch 415 Liter. Fallen die Rücksitze, laden die Fünftürer 1.480 Liter zu und der Siebensitzer satte 1.784 Liter. Wie seine Brüder der 500er Familie ist auch der 500L mit zeitgemäßen Konnektivitäts Systemen sowie den Fahrerassistenzsystemen ausgestattet.

Aus eins mach`drei – 500L Urban, Cross und Wagon.

Von Benzin bis Erdgas

Seine Motorenpalette spannt der 500L unter der Emissionsnorm Euro 6. Sie umfasst zwei Benziner mit drei Leistungsstufen sowie zwei Turbo Diesel mit je einer Leistungsstufe. Die Benziner stehen in der Liste mit einem 1.4 Liter Aggregat, das als Sauger 70 kW (95 PS) und als T-Jet 88 kW (120 PS) auf die Kurbelwelle bringt. Der 0,9 Liter TwinAir Turbo produziert hingegen ganze 77 kW (105 PS). Das Dieselangebot rundet das Motorenportfolio mit dem 1,3 Liter MultiJet bei 70 kW (95 PS) und dem 1,6 Liter MultiJet bei 88 kW (120 PS) im vollen Maße ab. Optional kann der 1,3 Liter MultiJet mit einem automatisierten Dualogic-Getriebe ausgestattet werden. Darüber hinaus ist ein bivalentes Triebwerk verfügbar. Der TwinAir-Zweizylinderturbo kann wahlweise mit Benzin und dem effizienten Erdgas (CNG) ausgerüstet werden. Im CNG-Betrieb beträgt die Gesamt-Leistung 59 kW (80 PS).

Der 500L kann auch abseits der Straße.

Start unter 13.000 Euro

Die Preisgestaltung aus Turin gestaltet sich generell sehr moderat. Startet der kleine 500 mit der Ausstattung „POP“ bei 12.590 Euro, bekommt man den sehr bullig wirkenden 500X mit der Variante „POP“ bereits bei 16.290 Euro. Den Start beim 500L macht die Variante „POPSTAR“ mit einem Einstieg bei 16.490 Euro. Die Basisversionen aller drei Varianten des 500er sind bereits ohne Kompromisse ausgerüstet. Über die mittlere Ausstattungslinie „POP STAR“, dessen Preise bei 13.490 Euro, 18.590 Euro (beim 500X) und 17.990 Euro (beim 500L) einige Features mehr auflistet, enden die Topvarianten mit einem Rund-um-Sorglos-Paket. Das resultiert beim 500 in der Linie „LOUNGE“ bei 15.100 Euro und 20.890 Euro beim 500X, sowie 18.490 Euro beim 500L.

Sieht gar nicht aus wie 60 Jahre.

Fazit: Die 500er Familie scheint mit ihren verschiedenen Derivaten jeden Kunden bedienen zu können. Dabei kommen sowohl Raumvolumen, Nutzwert und vor allen Dingen der italienische Lifestyle nicht zu kurz. Nach gut 60 Jahren wird die Erfolgsgeschichte des kleinen großen Italieners bei gleichem Design in jedem Fall weitergehen.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Abarth 124 Spider – Kleines Herz, große Töne!

Ein klassischer Roadster: Lange Haube, kurzes Heck, spartanische Ausstattung, ein knochentrockenes Fahrwerk und vor allem eines Heckantrieb! Dazu eine knackige Handschaltung und ein Sound, der sofort klarmacht, dass es sich hierbei um ein richtiges Spaßmobil handelt. Nun, der Abart 124 Spider erfüllt nahezu alle dieser Attribute. Nur mit der knackigen Handschaltung ist es nicht weit her: Zwar kommt der kleine Italienische Roadster in Kriegsbemalung serienmäßig mit einer tollen Handschaltbox, doch der Testwagen verfügte über eine Automatik. „FAIL!“, werden viele schreien. Aber ist dem in Zeiten des beliebten DSG und nahezu perfekt arbeitender Automaten wirklich so? Read more

Weltpremiere in Sárnico / Italien: Fiat 695 Rivale

Motorsport trifft auf Designer Werft
Kleiner Italiener mit ganzen 180 Pferdestärken.

Bereits im letzten Jahr hatte Fiat die Kooperation mit der Riva Bootswerft verkündet und so die langjährige Tradition mit kleinsten und italienischen Stil Ikonen gepflegt. Nach den Mode-Labeln DIESEL und GUCCI fanden die Italiener diesmal eine Verbindung mit dem Bootsbauer aus Sarnico in der Lombardai / Italien. Ein Jahr später folgt nun die Symbiose beider sportlichen Linien mit dem 695 Abarth Rivale und der zum 175 jährigen Jubiläum aufgelegten Yacht  56’ Rivale. Sowohl Carlo Abart als auch Carlo Riva stehen hier für ihren Leitspruch: „an ordinary into something extraordinary“. Das Unternehmen Abarth, das 1949 gegründet wurde und seit 1971 als Tuner für Fiat viele Erfolge aufzuweisen hat, veredelt zusammen mit Riva den Cinquecento, um die Anhänger des Motorsports zu bedienen. Für Carlo Riva verkörpert dies das gewisse „Dolce Vita“ Italiens. Der kleine italienische Sportler soll zunächst in einer limitierten Auflage von je 175 Stück (geschlossen und als Cabrio) mit echtem Mahagoni am Armaturenbrett, zweifarbigem Leder (Schwarz / Blau) im Interieur, zweifarbigem Chassis und vielen kleinen Details aus dem Bootsbau loyalen Kunden angeboten werden. Unterstützung findet er dabei im Werbe Clip mit seinem Pendant zu Wasser. Erste Auslieferungen werden in Deutschland für den kommenden Herbst erwartet. Abhängig von der Nachfrage wird dann über die Weitervermarktung einer „normalen“ Linie nachgedacht, die bereits in den Startlöchern steht.

Die Liebe im Detail, Fiat !
Motorsport pur im Innenraum.

Fiat 695 Rivale – Bolide mit Eleganz

Rund 90 Kilometer vor den Toren Mailands liegt am Largo d’ Iseo die Bootswerft RIVA. Fiat präsentiert seine Kooperation zwischen seinem getunten Bestseller, dem Fiat 695 Rivale, und dem Traditions-Bootsbauer einigen ausgesuchten Medienvertretern aus Europa. Noch ist sowohl der Eingang zur Präsentationshalle der Autos als auch zu der Wasserbühne geschlossen. Dies passiert alles auf dem Firmengelände der für ihre mit Mahagoni gefertigten Rennboote bekannten Werft. Wie schon im letzten Jahr angesprochen, war die Aufgabenstellung an die Ingenieure des Autotuners und des Designers der Werft nicht leicht. Das aus dem Schiffsbau bekannte Mahagoni Holz sollte mit gleicher Eleganz und Sportlichkeit auch das Armaturenbrett des kleinen 695 Boliden zieren.

Exklusive Bootswerft am See in Sarnico – RIVA.
Neuentwicklung aus dem Hause Riva – 56′ Rivale.

Skorpion mit der Lizenz zu begeistern

Was genau versteckt sich nun unter der Haube und im Interieur des Skorpions aus Italien ? Die neue Yacht der Werft diente dabei zumindest beim Chassis schon mal Pate. Die „56’ Riva“ Yacht trägt ein spezielles Silber und Blau mit der  mind grünen Farbnuance, die sich im 695er wiederfindet. Die spezielle Kombination der schwarz/blauen Ledersitze und das Mahagoni Holz nahm man auch hier als Anleihe der neuesten Yacht von Riva. Die Zusammenstellung der Technik unter der Haube der Rennsemmel lag einzig in der Verantwortung der Abarth Ingenieure. Das Resultat kann sich zwar im Moment „nur“ sehen lassen, aber es klingt zumindest schon mal nach Motorsport. Den 695 Rivale wird ein 1.4 Liter T-Jet Benziner mit 180 Pferdestärken antreiben. Das macht ein Gewicht von 5,9 Kilogramm pro PS aus, das den kleinen Italiener in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h bringt. Serienmäßige ausgestattet wird der Rivale mit einem „Active Dual Mode“ Akrapovič Auspuff, Brembo Bremsen und Koni Stoßdämpfern. Optional erhältlich sind unter anderem Parksensoren hinten, Xenon Frontscheinwerfer und das von Abarth entwickelte D.A.M (mechanical limited slip) Differential. Die finalen Preise liegen ab einem Listenpreis von ca. € 28.000 bei der geschlossenen Version und  30.000 Euro beim Cabrio. Der konkrete Verkaufsstart beider Karosserievarianten inklusive der Sonder Edition 175 Anniversary ist noch für dieses Jahr terminiert.

Rennsemmel mit eleganten Ambitionen.

Fazit: Mit der Kombination des Rivale aus dem Abarth Stall und den Designern der traditionellen Bootswerft setzt Fiat einmal mehr auf Emotion und Fahrspaß. Dies darf gerade in der heutigen Zeit bei all`den Skandalen rund um die Autobauer dieser Welt nicht vergessen werden.

Text und Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (FCA Germany AG), Titelbild: Hersteller (FCA Germany AG)

Test: Fiat Spider 124

Mit dem 124 Spider bietet Fiat seit Mitte 2016 seine offen zu fahrende Ikone nach mehr als drei Jahrzehnten Pause wieder zum Kauf an. Allerdings sparen sich die Autobauer aus Italien die Hälfte der Entwicklungs- und Produktionskosten und lassen ihren Roadster zusammen mit dem neuen Mazda MX5 in Hiroshima (Japan) bauen. Mit kleinen, aber feinen kosmetischen Korrekturen repräsentiert der offen…

Fahrbericht: Oben ohne mit dem neuen Fiat 124 Spider

Also als erstes muss ich mal eine Warnung aussprechen. Cabrio fahren ist nicht ungefährlich. Ohne den nötigen Sonnenschutz sieht man schnell aus wie ein gekochter Hummer und unschuldige Kollegen werden einfach mal origamiartig zusammengefaltet. Doch natürlich tut das dem Spaß keinen Abbruch. Die Tour mit dem neuen Fiat 124 Spider sollte in der Stadt der Liebe beginnen. Und auch wen…

Alfa Romeo und Jeep – Mit Doppelspitze in die Offensive

Wer vom Straßenrand aus einen Alfa Romeo entdecken will, braucht Geduld und langen Atem. Jahrelang darbte die einstige Kultmarke vor sich hin, kaum neue Modelle, wenig Händler, Probleme mit der Qualität. Bis der Mutterkonzern Fiat seine Ikone neu entdeckte und nun nach einer gefühlten Ewigkeit wieder Gas gibt. Mit der Sportlimousine Giulia und dem schmucken SUV Stelvio ist Alfa Rome…

Fiat 500 Mirror – Kleiner Konnektivitätskönig

Ab sofort bietet Fiat den 500 als neues Sondermodell Mirror an. Zum Preis von rund 14.000 Euro verfügt der Kleinwagen neben einigen Komfortextras auch über eine Spiegelfunktion für Smartphone-Inhalte. Zu den speziellen Ausstattungsdetails des 500 Mirror gehören Klimaanlage, Lederlenkrad und beheizbare Außenspiegel. Außerdem ist das Infotainment-System Uconnect an Bord, das über Apple Car Play oder Android Auto die Möglichkeit bietet…

Abarth 695 XSR Yamaha – Ein bisschen Motorrad auf vier Rädern

Fiat-Werkstuner Abart legt gemeinsam mit dem Motorradhersteller Yamaha ein Sondermodell seines sportlichsten Kleinstwagens auf. Als Abarth 695 XSR Yamaha verfügt der Fiat-500-Ableger über die 121 kW/165 PS starke Ausführung des 1,4-Liter-Turbomotors der Baureihe, eine Sportabgasanlage, 17-Zoll-Leichtmetallräder und Teilleder-Sportsitze. Erkennbar ist die auf 695 Einheiten limitierte Auflage des Viersitzers zudem an Alu-Applikationen und roten Zierteilen auf der grauen Karosserie, die a…

Fiat 500C 60th Anniversary – Das Baby wird 60

Der Cinquecento feiert im Juli 2017 seinen 60sten Geburtstag. Das nimmt Fiat zum Anlass, vom 500C eine für die Märkte in Europa, Mittlerer Osten und Afrika auf 560 Exemplare limitierte Sonderserie namens 60th Anniversary aufzulegen. Online kann man sich bereits ein Exemplar sichern, Preise gibt es allerdings noch nicht. Die Auslieferung soll bereits am 4. Juli erfolgen. Wie einst de…

Fiat Fullback Cross – Vom Nutztier zum Lifestyler

Fiat nimmt eine spezielle Pkw-Variante seines Pick-ups Fullback ins Programm. Erkennbar an dem Namenszusatz „Cross“, wartet sie unter anderem mit veredeltem Außendesign, verbesserter Ausstattung und aufgemöbeltem Innenraum auf. Zur Serienausstattung zählen unter anderem Xenonlicht, beheizbare Ledersitze und Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Einzige Karosserievariante ist die fünfsitzige Doppelkabine, die kleinere Extended-Cab mit Notsitzen in Reihe zwei bleibt den Nutzfahrzeugmodellen vorbehalten. Für den Antrieb sorg…

Fiat Tipo mit Doppelkupplung – Spät geschaltet

Jetzt wächst auch bei Fiat zusammen, was anderswo längst zusammengehört. In der umkämpften Golf-Klasse musste der Fiat Tipo bislang passen, wenn potenzielle Kunden nach einem modernen Doppelkupplungsgetriebe fragten, wie es zum Beispiel VW für die meisten Versionen des Wolfsburger Bestsellers anbietet. Das Warten hat ein Ende, ab sofort gibt es diese Art des Gangwechsels auch in der Tipo-Familie. Leider jedoc…

Fiat-Markenstrategie – Eine wachsende Familie

Eine Autofamilie war Fiat schon immer. Als mächtigster Konzern in Italien adoptierte der Gigant fast alle Firmen, die im Süden Europas Fahrzeuge bauen. Natürlich Ferrari, aber auch Maserati, Alfa Romeo, Lancia, Abarth oder Autobianchi. Als die große Krise kam, geriet der Riese ins Wanken, vertraute Marken wie eben Lancia wurden beerdigt. „Jetzt sind wir wieder eine Familie“, sagt Deutschland-Chef Giorgi…

Fiat Fullback – Für alle Fälle

Pickups bestimmen – anders als zum Beispiel in den ländlichen Gegenden der USA - zwar hierzulande nicht das Straßenbild, sie werden aber immer beliebter. Im vergangenen Jahr sind immerhin rund 20.000 Kaufverträge über diese robusten Arbeitstiere getätigt worden. Seit Herbst 2016 hat auch Fiat mit dem Fullback sein Nutzfahrzeugportfolio um ein solches Fahrzeug erweitert. Der auf dem Mitsubishi L200 basierend…

Fiat Tipo – Sonderpreis bis zum Monatsende

Zu Aktionspreisen ab 12.000 Euro ist bis Ende Januar die Fiat Tipo Limousine zu haben. Für den Fünftürer werden 1.000 Euro mehr fällig, den Kombi gibt es ab 14.000 Euro. Der Kundenvorteil gegenüber dem Listenpreis beträgt 2.260 Euro. Wer den Kauf der Kompaktmodelle über die Hersteller-Bank finanziert, erhält noch einmal 1.000 Euro Nachlass. Alle Tipo-Varianten sind unter anderem mit Klimaanlage…

Fiat 500X – In der Basis günstiger

Fiat bringt im Februar 2017 sein Mini-SUV 500X mit einigen neuen Details auf den Markt. Wichtiger als die kleinen Änderungen bei der Außenoptik dürfte aber die Preissenkung um 1.000 Euro für das Basismodell sein. Bei der nunmehr rund 16.000 Euro teuren Einstiegsversion handelt es sich wie bisher um den 500X in der Ausstattung Pop in Kombination mit einem 81 kW/11…

Abarth 124 Spider – Im Winter kaufen, im Sommer zahlen

Mit speziellen Finanzierungskonditionen will Fiat im Winter den Verkauf des Roadster Abarth 124 ankurbeln. Bis Ende Januar gibt es den Zweisitzer mit Stoffverdeck ohne Anzahlung und mit sechs Monaten Ratenfreiheit. Der effektive Jahreszins beträgt knapp fünf Prozent, die erste Rate liegt bei 630 Euro, anschließend werden 40 Mal 600 Euro fällig. Wer sein Altauto in Zahlung gibt, erhält außerdem eine…

Fiat Tipo – Preiswerte Pakete

Fiat gewährt für alle Karosserievarianten des Tipo Kunden bis zum Jahresende auf sogenannte Tech-Pakete einen 50-prozentigen Nachlass. Dieser Rabatt geht für den Kunden mit einem Preisvorteil in Höhe von 375 bis 495 Euro einher. Der Umfang der Tech-Pakete ist abhängig von der Ausstattungsvariante. Wer einen Tipo in der Basisversion Pop bestellt, kann diese für 375 Euro um Parkpiepser hinten, Bluetooth-Anbindun…

Fiat 500 – Preisvorteil im Advent

Mit einem Rabatt bis zu 2.500 Euro wird bis Ende des Jahres der Fiat 500 angeboten. Günstigstes Modell ist die Einstiegsvariante „Pop“ für 10.990 Euro, die unter anderem über Klimaanlage, Radio und Multifunktionslenkrad verfügt. Dazu gibt es eine zweijährige Anschlussgarantie zusätzlich zur üblichen Herstellergarantie gleicher Dauer. Das Angebot gilt bis Ende Dezember für sofort lieferbare Lagerfahrzeuge. (Holger Holzer/SP-X)

Fiat Panda – Günstig wird günstiger

Der Fiat Panda ist bis Ende Dezember bereits ab 8.000 Euro zu haben. Der Preis gilt für alle sofort verfügbaren Fahrzeuge in der Variante „Easy“ bei gleichzeitiger Inzahlungnahme eines Altfahrzeugs. Die Ausstattung des fünftürigen Kleinwagens umfasst unter anderem Klimaanlage, Radio und Servolenkung. Alternativ bietet Fiat für 1.000 Euro zusätzlich die Top-Variante „Lounge“ mit Leichtmetallfelgen, Multifunktionslederlenkrad und Zentralverriegelung an. Den Antrie…

Test: Fiat Tipo 5-Türer

Knapp zehn Jahre hat es gedauert, bis der italienische Autobauer aus Turin die große Bühne des C-Segments neu betreten hat. Ende 2015 war Marktstart für die viertürige Stufenheck Variante des kompakten Tipo. Mehr als 35.000 Einheiten setzte Fiat bereits im Vermarktungsgebiet Europa, Mittlerer Osten und Asien ab. Mit der von uns getesteten Fünf-Türer Variante wollen die Italiener ein Stück vo…

Fiat 124 Spider – Ein Italiener zum Verlieben

Der kleine, schon etwas in die Jahre gekommene Fiat 500 muss jetzt ganz stark sein: Seine Stellung als das Frauenauto der italienischen Marke ist in Gefahr. Die Bedrohung kommt nicht von außerhalb, sondern aus den eigenen Reihen. Der seit Anfang Juli und zu Preisen ab 23.990 Euro erhältliche Fiat 124 Spider schickt sich an, die Frauen-Versteher-Position einzunehmen. Anders als de…

Abarth 595 Edizione Turini – Scharfes Sondermodell

Fiats sportliche Tochtermarke Abarth bietet ab sofort den 595 als Sondermodell an. Der 595 Edizione Turini steht in lediglich zwei Außenfarben mit einem kurios anmutenden Preisunterschied zur Wahl: Für die weiß lackierte Variante werden 26.085 Euro fällig, die Version in Blau kostet 40 Euro mehr. In beiden Fällen beziffert Fiat den Preisvorteil auf 1.800 Euro.

Der neue Sonder-Abarth basiert auf der Turismo genannten 595-Variante. Diese wird von einem 121 kW/165 PS starken 1,4-Liter-Turbobenziner angetrieben. Knapp über 7 Sekunden dauert der Standardsprint, maximal schafft die kleine 500-Granate 218 km/h.

Die Ausstattung umfasst Bi-Xenon-Leuchten, Parkpiepser hinten, Sportsitze mit Sitzheizung, Klimaautomatik, das Infotainment-System Uconnect mit Sieben-Zoll-Touchscreen und DAB-Radio, Sportfahrwerk, Koni-Stoßdämpfer sowie 17-Zoll-Leichtmetallräder mit Sommerbereifung. Zusätzlich gibt es zudem Winterräder auf ebenfalls 17 Zoll großen Alufelgen. (Mario Hommen/SP-X)

Autoverkauf über Amazon – Fiat-Neuwagen zum Klicken

Fiat will auf seinem Heimatmarkt Autos auch über Amazon verkaufen. Zunächst stehen in Italien die Kleinwagen Panda, 500 und 500L online zur Wahl, wie das Magazin „Auto Motor und Sport“ berichtet. Die Autos sollen bis zu 33 Prozent günstiger sein als vergleichbare Modelle beim Händler. Für den Fiat 500 Lounge etwa werden knapp 11.500 Euro aufgerufen, der Listenpreis beträgt 16.00…

Fahrbericht: Herzensbrecher – Fiat 500S 0.9 Twinair

„Mattlack, das ist ja sowas von 2012…“ – bis plötzlich der Fiat 500S in Alpi Verde vor dir steht.

Nachdem jetzt auch der letzte Premium-Hersteller auf den Zug der matten Lackierungen aufgesprungen ist, hat sich dessen Fahrt mächtig verlangsamt. In allen shades of grey haben wir es nun gesehen, ob günstig foliert oder aufwändig gespritzt – irgendwie ist der Trend keiner mehr.

Und dann kommt ganz normal der kleine Fiat und trägt Nato-oliv. Sie nennen es natürlich wunderbar anders, aber die Präsenz wird dadurch nicht zaghafter. Das gelbe (!) Lederinterieur macht es nicht weniger auffällig.

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Der 500S ist also ein Knaller. Mit den großen Lufteinlässen, Spoilerleitwerken an Front und Heck, wie den dunklen Scheiben und abgefinsterten Chromakzente macht er zudem auf böse. Rote Bremssättel und Akzente auf den mattschwarzen Sechzehnzöllern besorgen den Rest.

Die vor einem Jahr modellgepflegten LED-Lampen an Front und Heck kommen in diesem Umfeld nun noch besser zur Geltung, besonders wenn man die grimmigen Xenon-Linsen in der Aufpreisliste anhakt. Überhaupt ist es der Preis, den man gleich zu Beginn verdauen muss: knapp 22.000 Euro notiert unser Testwagen stumm und ein wenig verschämt auf dem Beipackzettel. Wahrlich viel Geld für so wenig Auto. Doch der 500S mit seinem 105 PS-Twinair-Motor sorgt bereits im Stand dafür, dass der Schmerz über den mächtigen Preis schnell vergessen wird.

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Im Innenraum empfängt er dich in einer dunklen Höhle dank des schwarzen Dachhimmels, die Sportsitze tragen die gleichen gelben Lederakzente wie die Türtafeln, dazu ist das Lenkrad sportlich ausgeformt und der Schalthebel des Sechsgang-Getriebes liegt wie gewohnt hoch zur Hand. Wunderbar frisch kommt das neue Uconnect Live HD-Navi daher – kein Vergleich zum ähnlichen System in den großen Geschwistern – die Konnektivität per Kabel und Bluetooth klappt wunderbar und die 440 Watt des Beats-Soundsystems mit fettem Subwoofer schieben im Stand mindestens so gut wie der 0.9 Liter Zweizylinder.

Denn: er hinkt noch immer etwas über der Leerlaufgrenze. Einmal in Fahrt, ist er dann aber jener Quell der Freude, der er immer gewesen ist. Vielleicht sogar der fröhlichste Motor, der derzeit für Geld zu kaufen ist? Sein Tremolo – dieses wunderbare Prötteln, der entfernte Sound eines Ducati-V2 oder einfach die Kindheits-Erinnerung, als wir noch den Lutscherstiel in die Fahrradspeichen gesteckt haben, herrlich. Dabei bist du immer erstaunlich hochtourig unterwegs, weil das abgestumpfte Vierzylinder-Ohr einfach zu wenige Zündvorgänge hört und die stets auf halber Drehzahl wähnt. Das ist aber kein Problem, denn erst oben auf der Leiter der Umdrehungen feuert der Twinair seine ganze Kraft ab. Hier oben blüht er auf, reißt fast schon gierig an und wirft den kleinen 500 locker aus den Ecken und wuchtet ihn bei Bedarf mit knappen 200km/h über die Autobahn.

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Dass das nicht sein bevorzugtes Terrain ist, dafür kann der 500S natürlich nichts. Sein kurzer Radstand und der hohe Aufbau fühlen sich mehr der Stadt verpflichtet als der Langstrecken-Brennerei. Ein abruptes Bremsmanöver aus vollem Lauf, weil ein Ausscherender den kleinen Matten übersehen hat, endet gerne mit schweißnassen Handflächen und wagenradgroßen Augen. Er wird dann schon sehr leicht auf der Hinterachse, beginnt ein Tänzchen, gerne auch zwei. Mit der Lenkung ist das Ganze nicht wirklich einzufangen, zu wenig Rückmeldung gibt sie dir, weil alles Gefühl in der massiven Servounterstützung erstickt wird.

Doch er ist eben ein Kleinwagen, ein Herzensbrecher und keiner für den Rundenrekord. In der Stadt rückt er die Welt dann auch wieder gerade: schnell an der Ampel, treffsicher in allen Lücken und locker mit einem Finger einzuparken. Dazu der passende Beat aus dem Auspuff und die Welt ist wirklich sehr in Ordnung.

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