Goodwood Festival of Speed 2017 — Die Neuheiten und die Klassiker des Speed-Festivals

Goodwood Festival of Speed 2017 — Die Neuheiten und die Klassiker des Speed-Festivals

Der Earl of March lädt auch 2017 wieder zum Festival of Speed in Goodwood. Wir zeigen die coolsten Neuheiten und wichtigsten Klassiker des kultigen Festivals, was zum einen eine Art Neuheitenmesse, zum anderen aber auch ein mächtiges Klassik-Event ist.

Porsche 911 GT2 RS

Porsche bringt gleich zwei Weltpremieren mit zum 115 Kilometer südwestlich von London gelegenen Goodwood: Den Porsche 911 GT2 RS und den 911 Turbo S Exclusive. Der 911 GT2 RS ist der von Fans heiß ersehnte Sporthammer: 700 PS an der mitlenkenden Hinterachse und ein Rennsportfahrwerk zeigen, wofür der GT2 RS gemacht ist. Der 3,8-Liter-Biturbo-Boxermotor im Heck beschleunigt den GT2 RS in 2,8 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind 340 km/h drin. Mit vollem Tank wiegt der Zweisitzer 1.470 Kilogramm. Mit dem optionalen Weissach-Paket geht das Gewicht um 30 Kilogramm runter. Ausgeliefert wird der Supersportler ab Dezember 2017, die Preise beginnen bei 285.220 Euro, das Weissach-Paket wird mit zusätzlich 29.750 Euro berechnet.

Porsche 911 Turbo S Exclusive Series

Mit dem 911 Turbo S Exclusive Series stellt Porsche einen 607 PS starken Turbo S vor, womit der Wagen 27 PS mehr leistet als ein herkömmlicher Turbo S. Das 750 Newtonmeter generierende Boxer-Triebwerk beschleunigt den 911 Turbo S Exclusive Series in 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und in 9,6 Sekunden von null auf 200 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit des Renners beträgt 330 km/h. Innen und außen wird der 911 Turbo S Exclusive mit viel Handarbeit individualisiert. Der auf 500 Exemplare limitierte Wagen ist ab dem 8. Juni 2017 für einen Einstiegspreis von 259.992 Euro zu haben. Als Zubehör gibt es unter anderem ein fünfteiliges Gepäckset für 5.474 Euro.

Aston Martin DB11 V8

Aston Martin bringt den DB11 jetzt mit V8-Biturbo aus dem Mercedes-AMG GT nach Goodwood. Bisher war der britische Sportler nur mit einem V12-Triebwerk zu haben. Der V8 leistet 510 PS und generiert ein maximales Drehmoment von 675 Newtonmetern (V12: 608 PS und 700 Newtonmeter). In 4,0 Sekunden huscht der V8 auf Tempo 100, maximal sind 301 km/h drin. Das Fahrzeuggewicht sinkt mit dem V8 auf 1.760 Kilogramm und der Verbrauch soll ebenfalls runtergehen. Der DB11 V8 wird ab dem vierten Quartal 2017 ausgeliefert, die Preise beginnen bei 208.900 Euro.

Nissan BladeGlider

Nissan bringt seinen elektrischen Sportwagen namens BladeGlider mit nach Goodwood. Damit wird der Wagen erstmals live europäischem Publikum gezeigt – und zwar in einer weiterentwickelten Variante: Jetzt ist der BladGlider mit schmalerer Vorderachse und breiterer Hinterachse unterwegs. In fünf Sekunden surrt der Elektrosportler von null auf 100 km/h, rauf geht es bis zu 190 km/h. Jeweils ein 130 Kilowatt (177 PS) leistender Elektromotor leitet seine Momente an ein Hinterrad weiter. Die Systemleistung gibt Nissan mit 200 Kilowatt (268 PS) an. Das Systemdrehmoment beträgt 707 Newtonmeter. Die Lithiumionen-Batterie des BladeGlider kann eine Leistung von 220 Kilowatt abgeben. Ein Leichtgewicht ist der BladeGlider nicht: Er bringt 1.700 Kilogramm auf die Waage.

Audi Gruppe S Mittelmotor-Rallye-Prototyp

Audi bringt den Gruppe S Mittelmotor-Rallye-Prototyp mit nach Goodwood. Der Wagen wird von Hannu Mikkola gesteuert, der 1983 auf einem Rallye quattro in der Gruppe B Weltmeister wurde. Der Gruppe S Mittelmotor Prototyp war für die Rallye-Saison 1988 vorgesehen. Da es aber bei der Portugal-Rallye, ohne Beteiligung von Audi, zu einem schweren Unfall kam, schrieb die FIA die Gruppe S aus Sicherheitsgründen nicht mehr aus. 2016 holte Audi Tradition den Gruppe-S-Prototyp aus dem Depot, bereitete ihn auf und zeigte ihn beim Eifel Rallye Festival dem Publikum. In Goodwood kommt der Wagen jetzt wieder zum Einsatz. Zudem bringt Audi den R8 LMP, Le-Mans-Siegerauto des Jahres 2000, sowie die Le-Mans-Gewinner aus den Jahren 2008 (Audi R10) und 2013 (Audi R18) mit nach Goodwood. Den Audi R8 LMP fährt der dänische Rennfahrer Tom Kristensen, der neunmal in Le Mans gewann, siebenmal davon mit Audi. Außerdem hat Audi noch einen RS 5 DTM 2017 sowie den R8 LMS, der dieses Jahr das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring gewonnen hat, dabei.

Maserati GranCabrio und GranTurismo Facelift

Maserati hat in Goodwood die Facelift-Versionen des GranCabrio und des GranTurismo dabei. Während der GranTurismo bereits vor kurzem auf der New York Stock Exchange (NYSE) gezeigt wurde, hat das GranCabrio in Goodwood Weltpremiere. Das leichte Facelift umfasst kleine optische Änderungen, die vor allen Dingen die aerodynamischen Eigenschaften verbessern. Die beiden Faceliftmodelle sollen als Beweis ihrer dynamischen Fähigkeiten auch am Goodwood Hillclimb teilnehmen. Da Maserati dieses Jahr „70 Jahre GT“ feiert, sind am Stand der Italiener auch ein A6 1500 von 1947, ein 3500 GT von 1957, ein Ghibli SS Coupé von 1970 und ein 3200GT von 1998 zu sehen.

Jaguar XE SV Project 8, XJ und ein fahrender Range Rover Velar

Jaguar zeigt in Goodwood unter anderem den XE SV Project 8. Die Sportlimousine wird von einem Kompressor-V8 mit 600 PS befeuert. Das 5,0-Liter-Aggregat generiert ein maximales Drehmoment von 700 Newtonmetern. Von null auf 100 km/h sprintet der Projekt 8 in 3,7 Sekunden, maximal sollen 320 km/h drin sein. Ein optionales Track-Pack macht den XE SV noch rennstreckentauglicher, indem der Wagen um 12,2 Kilogramm abspeckt und einen Überrollbügel anstelle der Rückbank bekommt. Maximal sollen 300 Jaguar XE SV Project 8 gebaut werden – alle als Linkslenker. Bisher ist nur der Preis für den englischen Markt bekannt: Umgerechnet zirka 170.000 Euro soll die Rennstrecken-Limousine kosten. Außerdem bringen die Briten einen Prototyp des XJ mit. Der Wagen ist noch getarnt und Einzelheiten zu dem Fahrzeug will Jaguar erst später mitteilen. Erstmal in freier Wildbahn fahrend wird Land Rovers neuer Range Rover Velar zu sehen sein. Der kompakte SUV ist sowohl außen als innen extrem schick. In einer speziellen Elektro-Ecke zeigt Jaguar auch noch das I-Type Formel E Auto und die Elektro-SUV-Studie I-Pace Concept.

BMW mit vielen erfolgreichen Renn-Klassikern

BMW bringt nach Goodwood eine ganze Reihe von Fahrzeugen mit, die Automobil- und Motorradrennen gewonnen haben. So haben die Bayern das BMW 328 Mille Miglia Touring Coupé dabei, das 1940 die Mille Miglia in Rekordzeit gewann. Und mit dem Brabham BMW BT52 schrieb BMW 1983 Formel-1-Geschichte: Der Wagen gewann als erstes Turbomotor-Fahrzeug die Formel 1. Dann ist noch der BMW M3 Gruppe A DTM mit von der Partie. Auf dem M3 der ersten Generation gewann der Italiener Roberto Ravaglia 1987 die damals erstmals ausgetragene Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Und der BMW V12 LMR erinnert an den Sieg in Le Mans 1999. Mini bringt den Mini All4 Racing mit, der von 2012 bis 2015 viermal hintereinander die Rallye Dakar gewann. BMW Motorrad zeigt die BMW WR 500 Kompressor aus dem Jahr 1929. Troy Corser, zweifache Superbike-Weltmeister, präsentiert seine BMW S 1000 RR Senior TT von 2014. Die Finnen Pekka Päivarinta und Kirsi Kainulainen sind die aktuellen Titelträger in der FIM Seitenwagen-Weltmeisterschaft (SWC). Beim Goodwood Hillclimb treten sie im BMW Sidecar LCR an.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/goodwood-festival-of-speed-2017-sammler-12193892.html

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