SUVchen mit Sportsgeist – Der Honda HR-V Sport

Ab dem 6.April steht der Honda HR-V Sport mit Performance-Stoßdämpfer und adaptiver Lenkung bei den deutschen Händlern.

Es läuft gut, das Geschäft mit den SUVs (Sports Utility Vehicles). Zunehmend rollen die beliebten Hochsitzer auch in geschrumpften Versionen auf dem Asphalt, wobei sich Form und Ausstattung nicht grundsätzlich von den großen Brüdern unterscheidet, jedenfalls nicht so deutlich wie der Preis. Honda mischt hier mit dem kleinen Crossover HR-V seit 2015 weltweit erfolgreich im Wettstreit um Marktanteile mit. In Deutschland bleibt allerdings noch reichlich Luft nach oben. Zum Facelift im vergangenen Jahr spendierte der japanische Autohersteller seinem Mini-SUV den neuen markanteren Familienkühlergrill und eine insgesamt überarbeitete Front.

Der erst im vergangenen Herbst nachgeschärfte Honda HR-V legt jetzt als „Sport“ einen dynamischen Auftritt hin.

Filmreifer Auftritt mit schwarzen Accessoires

Um optischen Abstand zu den weniger sportlichen Brüdern zu gewinnen, kommt der HR-V Sport mit seiner schwarzen glänzenden Chromstange daher wie „Darth Vader“. Schmaler Frontspoiler, Radlaufleisten und ein markanterer hinterer Stoßfänger – alles komplett in Schwarz – runden das Bild zusammen mit ebenfalls schwarzen Außenspiegelkappen, schwarzen Doppelendrohren und schwarzen 18-Zöllern ab. Weil es auch in einem kleinen SUV mal etwas sportlicher zugehen darf, klopft ab sofort unter der Motorhaube als Herz des HR-V in der Ausstattungslinie „Sport“  ein Vierzylinder Turbobenziner mit 182 PS. Erfreulich, denn mit dem bislang angebotenen 1,5 Liter-Vierzylinder Sauger mit 130 PS wirkte der HR-V doch zeitweise etwas überfordert. Auf einen Selbstzünder verzichten die Japaner seit der Überarbeitung bekanntlich.

Herzstück der neuen Modellvariante ist ein 1,5 Liter-VTEC-Turbo Benzinmotor.

Schicker Materialmix sorgt innen für eine hochwertige Note

Schicker Innenraum, aber dem verbauten Navi mangelt es an Präzision.

An das sportlich coupéhafte Outfit lehnt sich das Innere des HR-V Sport an. Unter dem schwarzen Dachhimmel findet man sich auf zweifarbigen Sitzen wieder. Ein schicker Materialmix von Stoff und Leder in Rot und Schwarz. Schwarz glänzende und dunkelrote Dekoroberflächen an der Mittelkonsole und im unteren Bereich der Armaturentafel passen dazu und sorgen für eine hochwertig Note. Der druckvolle Vierzylindermotor bringt seine Höchstleistung von 182 PS (134 kW) bei 5.500 Umdrehungen an die Vorderräder. Auf einen Allradantrieb verzichtet Honda beim HR-V  – vorgeblich mangels hinreichender Nachfrage. Das maximale Drehmoment von 240 Nm steht in der Variante mit der knackigen Sechsgangschaltung zwischen 1.900 und 5.000 Umdrehungen an.

Als Alternative zum Sechsgangschaltung steht ein stufenloses CVT-Getriebe zur Verfügung.

Mit guter Straßenlage gesegneter Crossover

Ein Beschleunigungswert von 7,8 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 lässt auch auf den kurvenreichen Abschnitten der Teststrecke rund um Lissabon  Überholvorgänge ohne langes Zögern zu. Mit seiner präzisen Lenkung zirkelt der gerade mal 1266 Kilogramm schwere und mit guter Straßenlage gesegnete Crossover sicher selbst durch enge Serpentinen. Unebenheiten in der Straße und derbe Schlaglöcher bügelt das Fahrwerk dank eins ausgeklügelten Karosseriedämpfersystem weitgehend weg.

Stimmig: schwarze Außenspiegelklappen und schicke 18-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Im schallisolierten Innenraum bleiben Gespräche ungestört

Beim Beschleunigen generiert das „Active Sound Control“ System zusätzlich eine sonore akustische Unterstützung des sportlichen Fahrgefühls, wobei es Honda gelungen ist, durch den Einsatz von reichlich schallisolierenden Materialien und Dämmung den störenden Geräuschpegel im Inneren weiter abzusenken. Dabei überwachen zwei Mikrofone die niederfrequenten Geräusche im Innenraum und neutralisieren sie durch präzise abgestimmte Gegensignale. Inwieweit das bei der Spitzengeschwindigkeiten bis zu 215 km/h funktioniert, bleibt hier und heute offen. Mit dem optionalen CVT- Getriebe, dessen Software sieben Gänge simuliert, liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 200  km/h.

Vor die heraufgeklappten Rücksitze passt auch mal ein Fahrrad

Verbrauchswerte von um die 7,5 Liter im Durchschnitt machen den HR-V zum angenehmen und spritzigen Reisebegleiter. Gedanklich findet im flexiblen und gut konzeptionierten Innenraum schon das Fahrrad seinen Platz vor den heraufgeklappten hinteren „Magic Seats“, sind die Koffer über die bequem niedrige Ladekante im 470 Liter großen Kofferraum verschwunden. Das Handy am besten schon jetzt aufgeladen, sonst gibt es Ärger mit dem Beifahrer, denn vorne findet sich nur ein USB-Anschluss, den Honda unter der Mittelkonsole wenig gut erreichbar versteckt hat. QI-unterstütze Smartphones können dagegen bequem kabellos in der Lademulde am vorderen Ende der Mittelarmlehne aufgeladen werden. Bleibt die Sorge um das Reiseziel. Es nicht ohne lästige Umwege oder Wendemanöver zu erreichen, ist Glückssache. Das bei Honda verbaute Navi hat im Hinblick auf Präzision und grafische Darstellung den Anschluss an die Standards der Konkurrenz auf jeden Fall verloren.

Ein ziemlich komplettes Angebot für 29 990 Euro

Für den HR-V Sport ruft Honda mindestens 29 990 Euro auf. Immer mit an Bord sind dann unter anderen schon die Teillederpolsterung, Zweizonen-Klimaautomatik, Navigationssystem und Radio. Zum Thema Sicherheit bietet Honda ab Werk einen City-Notbremsassistenten, einen Spurhalteassistenten, Einparkhilfen vorne und hinten, eine Rückfahrkamera und Verkehrszeichenerkennung mit intelligentem Geschwindigkeitsregler, der die Geschwindigkeit an die vorgegebenen Limits anpasst. Ein ziemlich komplettes Angebot. 

Text und Fotos: Solveig Grewe

Test: Honda Civic

Vom Traum getrieben, „alle Elemente der Erde anzutreiben“, gründete Soichiro Honda 1946 mit seinem damaligen Geschäftspartner und Freund Takeo Fujisawa die Firma, deren Nachname noch immer mit dem Welt größten Motorenhersteller verbunden ist. Zunächst waren es nur Zweiräder und Sportwagen. 1972 kam der Civic in Japan auf die Straße und mehr als 40 Jahre später führt nun die 10. Generatio…

Markenausblick: Honda – Geschrumpft und neu sortiert

Die Marke Honda stand einst für Innovation. Vorsprung durch Technik hätten sich die Japaner eigentlich früh als Marken-Claim sichern können. 1990 bauten sie den Sportwagen NSX komplett aus Aluminium – lange vor Audi. 1999 schickte Honda das Hybridmodell Insight auf die Straße, das erste 3-Liter-Benzin-Serienauto. Zeitgleich begann man, mit der Brennstoffzelle zu experimentieren. Man leistete sich Besonderheiten wie den Va…

Test: Honda HR-V Diesel

Seit September 2015 ist der japanische Automobilhersteller auch in der Welt der Crossover angekommen, meint man. Trugschluss ! Denn Honda bot mit dem HR-V der ersten Generation bereits 1999 einen Mini SUV an, der als legitimer Vorgänger des ab Dezember 2013 in Japan angebotenen VEZEL gilt. Damals noch als High Rider Vehivle (HR-V). Basierend auf der gleichen Plattform des Hond…

Honda Civic – All-Inklusive-Angebot ohne Kombi

911er oder Defender, Golf oder Corolla, Käfer oder G-Modell – es gibt diese Dauerbrenner, die im Prinzip jedermann ein Begriff sind – und auch ohne Markennennung eindeutig zugeordnet werden können. Der Civic gehört ebenfalls zu dieser Spezies. Im Gegensatz zu seinen Kollegen in diesem elitären Club blickt der Honda im Kompaktformat allerdings auf eine noch bewegtere Historie zurück. Denn mi…

Test: HONDA HR-V

Praktische Alternative

Honda HR-V - Ein gewitzter Freund!

Test des HONDA HR-V 1.5 i-VTEC

Hält man einen Moment stille inne, hört man die Ruhe. Die Ruhe, die sich um den größten Motorenbauer der Welt breit gemacht hat. HONDA hatte die letzten Jahre nicht den ganz großen erfolgreichen Lauf. Aber, seit Mitte 2015 weht ein frischer Wind bei den Japanern. Nicht nur der Hond…

Honda NeuV – Stromer mit Redebedürfnis

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Honda CR-V – Mehr Platz und technisch auf den neuesten Stand gebracht

In den USA steht bei Hondas Baureihe CR-V der Modellwechsel kurz bevor. Dort haben die Japaner jüngst die Ende 2016 startende Neuauflage vorgestellt, die zugleich einen Ausblick auf die neue Europa-Variante des SUV-Modells erlaubt. Die Neuauflage des CR-V scheint auf dem ersten Blick dem aktuellen Modell recht ähnlich, tatsächlich handelt es sich jedoch um eine tiefgreifend erneuerte Version. Erkennbar is…

Honda Civic Tourer 1.6 i-DTEC – Schluckfreudiger Sparfuchs

Dieser Abschied ist in mehrfacher Hinsicht ein endgültiger: Mit dem Honda Civic Tourer ist nach über sechs Monaten nicht nur ein gefragter Dauertestwagen von uns gegangen, sondern es steht zudem auch sein Abschied vom deutschen Markt bevor. Bereits Anfang 2017 kommt der neue Civic – vorläufig ohne Kombiheck und definitiv nicht mehr mit den so lobenswerten Magic Seats. Neben de…

Honda Civic Type R – Der Hitzkopf im Test

Spätestens, wenn andere an der Eisdiele das Smartphone zücken und ein Foto von deinem Testwagen machen und es kein McLaren ist, merkst du, du bist zu alt für dieses Auto. Ein Kompaktwagen. Golf-Klasse. Nur mit viel mehr Flügeln. Und du fragst dich: Finden die das so geil oder machen sie sich gleich über dieses Phallus-Ausgleichs-Flügelwerk des neuen Civic Type-R lustig…

Honda Civic Type R – Verkürzte Halbwertszeit

Auf dem aktuellen Auto Salon in Paris, den man noch bis zum 16. Oktober besuchen kann, haben wir in diesem Jahr vieles sehen können, das vor allem unter dem Stern der Elektromobilität steht. Zukunftsmusik – zumindest bei vielen Herstellern. Honda zeigt indes den neuen Honda Civic und den dazugehörigen Type R. „Schon wieder?“, werden sich viele fragen. Ja, es stimmt: Das aktuelle Modell wurde erst im letzten Jahr als Prototyp auf dem Genfer Automobilsalon gezeigt und nun steht schon der Nachfolger in den Startlöchern. Die Wachablösung folgt in der zweiten Jahreshälfte 2017.

New Civic Type R Prototype breaks cover in Paris
Die 20-Zoll-Alufelgen füllen die Radhäuser gut aus.

Die ersten Testberichte sind gerade durch, da befindet sich schon wieder ein neues Modell in der Pipeline. Die Rede ist vom Honda Civic Type R. Erst im März 2015 in Genf gezeigt, geben die Japaner aktuell in Paris einen Ausblick auf das neue Modell. Viel verrät Honda noch nicht, gibt aber einen detaillierten Ausblick auf das Design. Und wenn wir etwas von der in Genf gezeigten Studie mitnehmen, dann dass sie schon sehr nahe am Ausgangsprodukt dran ist.

Unauffällig ist auch der neue Honda Civic Type R nicht

New Civic Type R Prototype breaks cover in Paris
Die Außenhaut trägt eine Art Alu-Finish und gibt der dunklen Oberfläche Pfiff.

Das könnte auch beim neuen Honda Civic Type R der Fall sein. Grundsätzlich basiert der neue Kompaktsportler auf der fünftürigen Limousine und zeigt damit niedrige und breite Proportionen. Der äußere Auftritt zeigt sich damit nicht nur kraftvoll: Die sportlichen Anbauteile kommen auch die Aerodynamik zugute. Dafür sorgt etwa die Front mit ihrem markanten Stoßfänger, der um einen flügelförmigen Frontsplitter ergänzt wird. Zusätzliche Lufteinlässe sorgen nicht nur für die Kühlung der entsprechenden Aggregate, sondern auch für eine verbesserte Windschlüpfrigkeit.

New Civic Type R Prototype breaks cover in Paris
Der Heckspoiler macht klar: Understatement ist nicht die Sache des Honda Civic Type R.

Wie es sich mittlerweile für einen Honda Civic Type R gehört, fällt das Exterieur auf und polarisiert. Ausladende Flügel und die nicht eben gewöhnliche Karosserieform gefallen – oder eben nicht. Zum auffälligen Erscheinungsbild passt die Außenhaut in einer Art Aluminium-Finish deshalb bestens. Klassischerweise trägt der Kompakt-Sportler ein rotes H als Markenlogo, wie man es von allen Type R gewohnt ist. An der Front finden sich zudem rauchgraue Voll-LED-Scheinwerfer, Blinker und Seitenblinker. Damit wirkt der sportlichste aller Civic verrucht.

New Civic Type R Prototype breaks cover in Paris
Kanonenrohr: Das mittige Auspuffrohr bekam einen roten Anstrich.

Seitlich fallen die Seitenschweller in Carbon, trotz ihres roten Zierstreifens, weniger auf als das Räderwerk. Die Japaner installierten 20-Zoll-Felgen, bei denen sich die Frage stellt, wo der Größenwahn bei der Räderwahl noch hingehen soll. Nicht eben klein fällt auch der Heckspoiler aus: Er nimmt die nach hinten auslaufenden Dachbögen auf und thront auf dem Heckdeckel. Zwei Etagen tiefer findet sich schließlich ein Heckdiffusor aus Carbon wieder, der die Struktur der Seitenschweller aufnimmt. In seiner Mitte untergebracht: Drei voll funktionsfähige Auspuffrohre. Eines davon ist rot ausgeführt und nimmt den roten Nadelstreifen, den man an Front und Seite erblicken kann, gekonnt auf. Die Optik dürfte also geklärt sein. Fragt sich nur, was unter dem Blech schlummert.

 

Honda Civic – Auf Nummer sicher

Was war er doch für eine niedliche Knutschkugel, der erste Honda Civic. Kleiner als ein damaliger VW Polo, zudem mit nur 40 kW/54 PS recht schwachbrüstig, aber von Anfang an ein Frauenheld, der 1974 schon für 7.700 Mark zu haben war. Seit gut 40 Jahren gilt der Civic als der Honda schlechthin, war zumindest in Europa über Generationen hinweg da…

Test: Honda Jazz 1.3 i-VTEC

Zauberei ist etwas für Schüler der Zauberschule in Hogwarts, dachten sich die Entwickler der fünf weltweit verteilten Zentren des japanischen Herstellers. Mit der einen oder anderen technischen „Spitzfindigkeit“ konnte man dem kleinen Honda viel Raumvolumen verpassen. So entstand bereits Anfang des neuen Jahrtausends die Neuauflage des in den 80iger Jahren vertriebenen Honda Jazz, bekannt auch unter dem Namen „City“. I…

Honda NSX – Ein neuer Versuch

Er ist – neben dem Nissan GT-R – der japanische Kult-Sportler überhaupt. Die Rede ist von keinem geringeren als dem Honda NSX. 1990 startete der Mittelmotor-Sportler und wurde bis 2005 gebaut. Doch in unseren Gefilden gilt die japanische Flunder als absolute Rarität, trotz einiger Film-Auftritte, wie etwa einem Teil der „Fast&Furious“-Reihe. „Fast“ und „Furious“ will auch die zweite Generation des Sportwagens sein und setzt auf einen Hybrid-Antrieb. Und zwar auf einen, der sich gewaschen hat. Read more

Fahrbericht: Honda HR-V

Chic, modern und mit einer bequemen Ausstattung geht der HR-V an den Start. Der bereits im Dezember 2013 in Japan unter dem Namen VEZEL eingeführte Crossover teilt sich eine Fahrzeug -Plattform mit dem Honda Jazz. Der Neue aus Japan soll der zuletzt weniger präsenten Marke wieder zu mehr Öffentlichkeit verhelfen. Was er mit seinem chicen Äußeren auch verspricht, denn gerad…

Honda CR-V – Onroad-SUV mit wenig Schwächen

Mit Offroad-Fahrten hat der Honda CR-V nichts am Hut. Das japanische SUV ist ein Langstreckengleiter, kein Schlammwühler. Das zeigt schon die üppige Sicherheitsausstattung, mit der der Allrader in der dritten Modellgeneration (2006 bis 2012) die meisten seiner Zeitgenossen in den Schatten stellt.

Viel Platz und viel Fahrkomfort zeichnen den Allrader aus
Viel Platz und viel Fahrkomfort zeichnen den Allrader aus

Karosserie und Innenraum: Mit 4,57 Metern Länge zählt der Honda zu den eher wuchtigen Kompakt-SUV. Gemildert wird der massige Auftritt durch das betont dynamisch-elegante Design – der CR-V zeigt schon äußerlich, dass er kein Geländegänger sein will. Der Übersichtlichkeit der Karosserie tut die Gestaltung allerdings nicht gut. Dafür bietet der Honda jede Menge Platz für Gepäck (524 – 1.532 Liter) und Insassen (5). Eine verschiebbare Rückbank erlaubt es, den optimalen Kompromiss zwischen Beinfreiheit und Ladevolumen zu finden. Das Cockpit ist im Vergleich zu anderen Honda-Modellen recht konventionell gestaltet und entsprechend leicht durchschaubar. Besonderheit ist der nahezu in Lenkradhöhe angebrachte Schaltknauf, der gut zur Hand liegt. Dazu kommen gute Sitze und eine insgesamt sorgfältige Verarbeitung.

Fürs Gelände ist der Honda nicht gemacht
Fürs Gelände ist der Honda nicht gemacht

Motoren: Zwei Benziner und zwei Diesel gab es über die gesamte Bauzeit für den deutschen Markt. Vom Start 2006 weg war ein Vierzylinder-Ottomotor mit 110 kW/150 PS zu haben, der wahlweise mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer wenig effizienten Fünfgangautomatik zu haben war. Der alternativ angebotene Vierzylinder-Diesel kam zunächst auf 103 kW/140 PS, wurde 2009 durch eine modifizierte Version mit 110 kW/150 PS ersetzt, die auf Wunsch mit Fünfgang-Automatik zu haben war. Eher ein Exot ist der ab 2009 angebotene 2,4-Liter-Benziner (122 kW/166 PS) mit seinem hohen Verbrauch. Sportliche Fahrleistungen bietet keines der Triebwerke, die kultivierten Diesel passen mit ihrem wuchtigen Drehmoment aber deutlich besser zum CR-V als die Benziner und schlucken zudem weniger Sprit. Allen Modellvarianten gemein ist der automatisch zuschaltende Allradantrieb, der nicht für das Gelände, sondern eher für den Hängerbetrieb und rutschige Untergründe gedacht ist. Die Anhängelast liegt mit 1.600 bis 2.000 Kilogramm im Durchschnitt.

Vier Motoren sind zu haben
Vier Motoren sind zu haben

Ausstattung und Sicherheit: Sechs Airbags, Klimaanlage, CD-Radio, Leichtmetallräder, Dachreling … der CR-V bot Neuwagenkäufern schon in der Basisausstattung viel fürs Geld. Gegen Aufpreis war auch Luxus zu haben, etwa eine Zweizonen-Klimaautomatik, Lederposter, Rückfahrkamera, Xenonlicht und ein Panoramadach. Wirklich weit voraus war Honda der Konkurrenz aber mit seinem Notbremsassistenten CMBS. Heute ist die Technik weit verbreitet, damals musste man für vergleichbares schon Luxusmodelle wie eine Mercedes S-Klasse kaufen. On die Technik aber heute in vielen Gebrauchten zu finden ist, ist fraglich, war sich doch nur im Paket mit weiteren Sicherheitsassistenten für üppige 3.000 Euro zu haben.

Das Cockpit wirkt aufgeräumt
Das Cockpit wirkt aufgeräumt

Qualität: „Rundum-sorglos-SUV“ nennt der aktuelle TÜV-Report den Honda CR-V. Selbst SUV-typische Schwächen wie etwa erhöhter Fahrwerks- und Bremsverschleiß treten bei der Hauptuntersuchung nur vereinzelt auf. Relativ häufige Defekte an der Lenkung verbuchen die Prüfer unter mangelnder Wartung statt fehlender Qualität. Darüber hinaus sind Probleme mit verstopften Rußfiltern und gelegentliche Klagen über Getriebeschäden bekannt. Alles in allem winkt der TÜV aber auch ältere Fahrzeuge überdurchschnittlich häufig durch.

Hinter der großen Klappe ist viel Platz
Hinter der großen Klappe ist viel Platz

Fazit: Wer ein geräumiges SUV sucht und nicht ins Gelände will, ist beim Honda CR-V an einer guten Adresse. Wer zudem mehr Wert auf Zuverlässigkeit als auf Fahrleistungen und Prestige legt, kommt an dem großen Japaner kaum vorbei. Knapp 7.000 Euro sollten mindestens angelegt werden.

News: Honda Clarity Fuel Cell – Der macht nun auch Dampf

Toyotas Mirai bekommt Konkurrenz: Auch Honda hat mit dem Clarity Fuel Cell eine serienreife neue Limousine mit Brennstoffzellenantrieb im Programm. Der Verkauf des Mittelklassemodells hat auf dem heimischen Markt in Japan bereits begonnen. Nach Europa kommt der Clarity ab September. Vorerst jedoch nur nach Großbritannien und Dänemark, Deutschland soll folgen.

Die Brennstoffzellenlimousine bietet Platz für fünf Personen. Das Antriebssystem fällt laut Hersteller klein aus und benötigt ungefähr so viel Platz wie ein V6-Antrieb. Die Reichweite des 177-PS-Gefährtes beträgt bis zu 700 Kilometer. Binnen drei Minuten soll der Clarity voll aufgetankt sein.

Honda hatte bereits 2007 mit dem FCX Clarity eine Brennstoffzellenlimousine in Kleinserie auf den Markt gebracht. Die Limousine war ausschließlich für einen kleinen Kreis von Leasingkunden verfügbar. Ob das neue Modell in einem größeren Maßstab starten soll, ist unklar. Konkurrent Toyota hat mit dem ähnlich zugeschnittenen Mirai bereits seit einigen Monaten ein Serienmodell auf der Straße. Der Einstiegspreis beträgt 78.540 Euro, allerdings bietet Toyota den Mirai tatsächlich nur im Leasing an – für 1.219 Euro pro Monat.

News: Honda NSX – Supersportler kostet 180.000 Euro

Der ab Herbst in Europa verfügbare Honda NSX wird ab rund 180.000 Euro verkauft werden. Bestellt werden kann der Hybrid-Supersportler bereits ab April. Ausgeliefert wird der mit einem neuen 3,5-Liter-V6-Motor mit Doppelturbolader sowie drei Elektromotoren versehene Zweisitzer nur über wenige ausgewählte Händler. Eine weitere Besonderheit des in den USA produzierten Japaners: Erstmals kommt ein Doppelkupplungsgetriebe mit neun Gängen zum Einsatz. Durch den Einsatz der Elektromotoren soll der durchschnittliche Verbrauch bei für ein Fahrzeug dieser Klasse relativ niedrigen 10,4 Liter (CO2-Ausstoß: 246 g/km) liegen.

Autor: Peter Eck/SP-X

News: Honda Civic-Prototyp – Ausblick auf die Nummer 10

Mit einem seriennahen Prototyp gibt Honda auf dem Genfer Salon (3. bis 13. März) einen Ausblick auf den neuen Civic. Die Markteinführung des in England gebauten Serienmodells ist für Anfang 2017 geplant.

Die zehnte Generation des Fünftürers soll zwar der sportlichste Civic aller Zeiten sein, die futuristische und ausgefallene Optik hat Honda allerdings im Vergleich zum letzten Modell sanft geglättet.
Die zehnte Generation des Fünftürers soll zwar der sportlichste Civic aller Zeiten sein, die futuristische und ausgefallene Optik hat Honda allerdings im Vergleich zum letzten Modell sanft geglättet.

Die zehnte Generation des Fünftürers soll zwar der sportlichste Civic aller Zeiten sein, die futuristische und ausgefallene Optik hat Honda allerdings im Vergleich zum letzten Modell sanft geglättet. Nicht zuletzt, da der aktuelle Kompakte die Absatzerwartungen auf dem Kontinent nicht erfüllen konnte. Der Prototyp ist etwas breiter (3 Zentimeter), niedriger (2 Zentimeter) und länger (1,30 Zentimeter) als die neunte Generation. Orientiert an der europäischen Konkurrenz sind die Überhänge des Prototyps trotz des gewachsenen Radstandes kurz. Lufteinlasse und Heck wurden sehr sportlich modelliert.

Für den Antrieb des neuen Civic hat Honda zwei neue Benziner mit 1,0 bzw. 1,5 Liter Hubraum entwickelt. Über die technischen Daten schweigt man sich noch aus. Der Einliter-Motor dürfte aber ein Dreizylinder sein, der etwa 100 PS leisten wird. Zudem wird ein überabeiteter 1,6-Liter-Diesel zur Wahl stehen.

Lufteinlasse und Heck des Prototyps wurden sehr sportlich modelliert.
Lufteinlasse und Heck des Prototyps wurden sehr sportlich modelliert.

Der neue Civic wird für Europa und Nordamerika in Großbritannien produziert. Obwohl der europäische Markt von den Absatzzahlen her für Honda eher unwichtig ist – aktuell werden in ganz Europa kaum 140.000 Honda-Modelle im Jahr neu zugelassen – legt man Wert auf den hiesigen Wettbewerb und hat sich bei der Entwicklung des neuen Civic am europäischen Geschmack orientiert. Vielleicht auch an der Größe der Kunden in Deutschland oder England. Mit 4,50 Metern Länge reizt der britische Japaner die Komapaktklasse jedenfalls ziemlich weit aus.

News: Honda Civic als Studie – Früher Vorgeschmack

Die zehnte Generation des Honda Civic kündigt sich auf dem Genfer Salon (3. bis 13. März) an. Auf der Frühjahrsmesse debütiert der sehr seriennahe Prototyp des Fünftürers, das Serienmodell dürfte ein weiteres Jahr auf sich warten lassen.

Die zehnte Auflage wird optisch wohl weniger exzentrisch ausfallen als die letzten Modelle mit ihrem futuristischen Styling. Generell wollen sich die Japaner nun stärker an der europäischen Konkurrenz ausrichten. Nicht zuletzt, da das aktuelle Modell die Absatzerwartungen auf dem Kontinent nie erfüllen konnte. Gebaut wird der Fünftürer weiterhin im britischen Swindon.

Die viertürige Civic-Limousine der zehnten Generation wird bereits seit Ende November in den USA verkauft. Auch eine Coupé-Variante soll dort in Kürze auf den Markt kommen. In Europa wird es beide Versionen wohl aber nicht geben.

News: Honda Jazz ist sicherster Kleinstwagen

Der neue Honda Jazz ist verunfallt – und das mit voller Absicht. Die Ingenieure des Euro NCAP Crashtests lassen Fahrzeuge so richtig zerschmettern, damit man ich Erfahrung bringen kann, welche Risiken die Insassen bei üblichen Unfällen auf sich nehmen müssen. Im Honda Jazz sind diese besonders gering. Nicht nur, dass er im vergangenen Jahr bereits die Höchstwertung von fünf Sternen bekam, nun wurde der Kleinstwagen auch zum sichersten Modell in der Kleinstwagenklasse gekürt.

Die unabhängige europäische Organisation zur Beurteilung von Fahrzeugsicherheit bescheinigt dem Honda Jazz das klassenbeste Fahrzeug in der Kategorie „Kleinstwagen“ zu sein. Im letzten Jahr um fasste diese Gruppe insgesamt neun Fahrzeuge, von denen der kleine Japaner nun an der Sicherheits-Spitze steht. Honda legt seinen Fokus neben den klassischen Ausrichtungen wie dem Insassenschutz, der Kinder- und Fußgängersicherheit auch stark auf die Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen. So fährt der Jazz serienmäßig mit einem City-Notbremsassistent mit der Abkürzung CTBA vor – sogar in der kleinsten Ausstattungsvariante. Die Laser-Radar-Technologie überwacht die Fahrbahn nach vorne und kann automatisch eine Bremsung einleiten, sollte ein Crash drohen. In der mittleren und oberen Ausstattungsvariante halten sogar weitere aufwendige Assistenten, die man sonst nur von gehobenen Fahrzeugen kennt, in den Kleinstwagen Einzug.
2015 Honda Jazz

Wir sind derselben Meinung wie Hondas, dass fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme die aktive Sicherheit steigern und einfach in jede Fahrzeugklasse gehören. Dazu zählen im kleinen Japaner ein Kollisionswarnsystem namens „Forward Collision Warning“, die Verkehrszeichenerkennung „Traffic Sign Recognition“, die intelligente Geschwindigkeitsregelung „Intelligent Speed Limiter“, sowie der Spurhalteassistent „Lane Departure Warning“ oder der Fernlichtassistent mit dem etwas sperrigen Namen „High-Beam Support System“.
Das spiegelt Hondas Ziel, qualitativ hochwertige Produkte zu bieten und die die strengsten Sicherheitsstandards in Europa erfüllen gut wider. Aber nicht nur der Jazz bietet hohen Schutz, sondern auch seine größeren Brüder. Der Honda Civic, der CR-V sowie der HR-V machen es dem kleinen Jazz nach: Sie alle bieten fünf Sterne im Euro NCAP Crashtest.

Sondermodell des Honda Civic -Spezialität zum langsamen Abschied

Mit einem Sondermodell läutet Honda die Abschiedstour der aktuellen Civic-Generation ein. Die nun erhältliche „X Edition“ des kompakten Fünftürers ist komplett einfarbig lackiert, auch Heckschürze, Stoßfänger und Radläufe sind in Wagenfarbe gehalten. Zur Ausstattung zählen unter anderem ein Notbremsassistent für die Stadt, LED-Tagfahrlichter und hochklappbare Sitze im Fond. Für den Antrieb stehen zwei Benziner mit 73 kW/100 PS und 104 kW/142 PS sowie ein 88 kW/120 PS starker Diesel zur Wahl. Die Preise starten bei 22.010 Euro, der Aufpreis gegenüber dem vergleichbar ausgestatteten Standardmodell beträgt 1.820 Euro.

Die aktuelle Generation des Honda Civic ist in Deutschland seit Anfang 2012 auf dem Markt. Der Nachfolger dürfte im Herbst Premiere feiern und 2017 auf den Markt kommen

Test: Honda CR-V – Der erste im Segment legt immer eine Schippe drauf

Mit dem CR-V ist Honda bereits in der vierten Generation angelangt. Das SUV der ersten Stunde verbindet seit 1996 hohen Nutzwert mit angenehmem Komfort. Seit 2013 läuft der CR-V mit dem 1.6 i-DTEC Diesel und nun legen die Ingenieure aus Nippon mit der Verbindung der Neun-Stufen-Automatik und dem Multimedia System Connect eine Schippe drauf. Die Kombination aus Motor und Getrieb…

IAA 2015 – Die Honda Studie: Project 2×4

Ein Konzeptfahrzeug kaum größer als ein Kart. Mit rund 400 Kilogramm gehört der von HONDA präsentierte „Project 2×4“ zu den extremen Konzeptfahrzeugen der IAA 2015. Um den Namen zu vervollständigen muss man nach dem Project 2×4 noch ein „powered by RC213V“ anfügen und dann versteht der Kenner auch sofort, worum es bei dem Konzept geht! Zweirad-Spaß auf vier Rädern. 

IAA2015: Project 2×4 powered by RC213V

Kein SUV, kein Allrad, kein Komfort. Nur Fahrspaß. Wer sich den martialischen Einsitzer anschaut, der findet einen V4-Motor aus dem MotoGP-Renner von Dani Pedrosa. Mit 215 PS bei 13.000 Umdrehungen erinnert das Triebwerk auch an die glorreichen V12-Triebwerke der Formel-Zeit. Ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe soll die Kraft an die Hinterachse portionieren.

Das dieses Konzeptfahrzeug jemals Serienreife erlangt, darf – so betrüblich das ist – als unwahrscheinlich eingestuft werden. Die MotoGP-Motoren halten kaum mehr als 2.000 Kilometer, der Fahrspaß auf der Landstraße wäre zwar ein riesengroßer, aber auch ein Kostenintensiver.

Wer in den kommenden Tagen die IAA in Frankfurt besucht, sollte sich dennoch den HONDA-Stand auf den Merkzettel notieren. Bei dem ganzen Drang zu Downsizing, Euro-NCAP-Ergebnissen und NEFZ-Normverbräuchen, lässt uns dieses Konzept vom Fahrspaß träumen.

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf!

News: Honda Civic Tourer Active Life Concept – Vier Räder plus zwei Räder

Eine Studie, die besonders Radfahrer ansprechen soll zeigt Honda auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt (17. bis 27. September). Das Active Life Concept basiert auf dem Civic Tourer und kann nicht nur zwei Fahrräder im Innenraum des Kombis transportieren, sondern verfügt auch über einen speziellen Gelenkarm, der die Wartung und Reparatur der Bikes erleichtert.

Problemlos Platz finden die Räder im Laderaum, weil der Kraftstofftank des Civic zentral angeordnet wurde.
Problemlos Platz finden die Räder im Laderaum, weil der Kraftstofftank des Civic zentral angeordnet wurde.

Problemlos Platz finden die Räder im Laderaum, weil der Kraftstofftank des Civic zentral angeordnet wurde. Dadurch passen bis zu 1.668 Liter in den Kompaktwagen. In der aerodynamisch gestalteten Dachbox findet alles Platz, was für Radler notwendig ist. So wie beispielsweise Schuhe oder Helme.

In der aerodynamisch gestalteten Dachbox findet alles Platz, was für Radler notwendig ist.
In der aerodynamisch gestalteten Dachbox findet alles Platz, was für Radler notwendig ist.

An Bord des Civic Tourer Active Life Concept findet sich zudem eine eingebaute Luftpumpe, eine große Leuchte sowie ein ausziehbarer Sonnenschutz an der Heckklappe. An der Kofferraumseite sind zudem noch ein Werkzeugkasten, eine Flaschenhalterung, ein Wassertank sowie eine Vorderradhalterung angebracht.

Angetrieben wird die Studie von dem 1,6 Liter großen Diesel mit 88 kW/120 PS.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Honda NSX – Noch ein bisschen später

Die Neuauflage des Honda NSX kommt später als angekündigt. US-Tochter Acura, in deren Werk der Supersportwagen gebaut wird, hat den Produktionsbeginn nun auf den Frühling 2016 verlegt. Ursprünglich sollte das Modell in den USA bereits vor Jahresende 2015 auf den Markt kommen.

Von dem späteren Marktstart dürfte auch das europäische Modell betroffen sein. Für Deutschland hat Honda bislang allerdings immer – wenig präzise – von einer Auslieferung im Jahr 2016 gesprochen. Mit ein wenig Glück könnte der Termin noch zu halten sein. Unbekannt bleibt weiterhin der Preis des rund 550 PS starken Supersportwagens. Zwischen 150.000 und 200.000 Euro scheinen realistisch.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Erster Test: Neuer HONDA Jazz 1.3 i-VTEC

Erlensee – Erster Test

In den letzten 14 Jahren hat Honda zwei Generationen des praktischen One-Box-Kleinwagens Jazz gefertigt und hiervon 5.5 Millionen Stück verkauft. Ein klares Zeichen für den akzeptierten Pragmatismus des kleinen Japaners. In Japan hat der Jazz so etwas wie „Golf-Status“, dort war er für 33 Jahre das meistverkaufte Modell. Im Herbst bringt HONDA die dritte Generation des Jazz nach Deutschland. Wir haben uns den neuen Jazz näher angeschaut.

Alles bleibt praktisch

Fahrbericht: Honda Jazz 1.3 i-VTEC

Fahrbericht bjoern 04 HONDA JAZZ Generation 3

Nachschlag 2015

Raumnot konnte man dem Jazz auch in der jetzt auslaufenden Modell-Generation II nicht nachsagen. Mit Nummer III legen die Japaner nun noch einmal nach. Getreu dem Honda-Motto: Erst der Mensch, dann die Maschine – nutzt man das Längenwachstum des Jazz konsequent für den Innenraum. Der Jazz bleibt knapp unter der 4-Meter Marke (3.995 mm) und packt die zusätzlichen 95 mm zum einen in den verlängerten Radstand, zum anderen in eine neue effiziente Crash-Struktur an der Front.

Honda verfrachtet den Tank unter den Sitz des Fahrers, damit bleibt in Reihe zwei und im Kofferraum mehr Platz für die schon fast legendäre Variabilität des Honda Jazz. Der Abstand zwischen Rücksitzbank und Reihe eins ist noch einmal angewachsen und liegt nun auf Oberklasse-Niveau. Wer Sperrgut transportieren will, profitiert von der Variabilität und kann unter anderem die „Magic Seats“ wie im Kino nach oben klappen. Wer die Rücksitze umklappt, bekommt eine ebene und tiefe Ladefläche – aus 354 Liter Laderaum werden so 1.314 Liter.

Und dann war da noch der „Refresh-Mode“. Die Lehnen der Vordersitze lassen sich flächenbündig zur Rücksitzbank umklappen. Wer nun auf der Rücksitzbank Platz nimmt, erlebt den „Lounge-Charakter“ eines Sofas. Praktisch für das Auto-Kino, eine längere Pause im Auto – oder, was man halt so in der Jugend im Auto alles anstellte. Zügeln Sie Ihre Phantasie!

Lounge ab 18

Fahrbericht36 HONDA JAZZ Generation 3

Gar nicht so übel, das CVT

Jugendliches, frisches Design außen – zügiger Linienschwung und eine adrette Nase formen zusammen mit dem sportlichen Heck die Designlinie des neuen Jazz. Wichtiger als Design ist jedoch der neue Motor unter der kurzen Haube. Ein neu entwickelter 1.3 Liter Vierzylinder mit 102 PS und 123 Nm treibt den Jazz an. Und das Angebot an Triebwerken ist übersichtlich. Nur dieser VTEC-Vierzylinder mit 1.3 Litern Hubraum und Atkinson-Cycle (bedarfsabhängig) steht in der aktuellen Preisliste. HONDA spricht jedoch davon, dass dieser 1.3 sparsamer ist als der „alte“ 1.2 und „sportlicher“ als der „alte“ 1.4 Liter Vierzylinder.

Erste Ausfahrt mit dem neuen CVT-Getriebe

Das neue CVT-Getriebe wurde für den europäischen Markt speziell abgestimmt und simuliert nun eine 7-Stufen-Automatik. Bei der ersten Fahrt wirkt das Getriebe speziell im ruhigeren Alltagsbetrieb sehr gut abgestimmt. Bei sportlicheren Manövern kann das CVT die Funktionsweise jedoch nicht verleugnen. Kleine Motoren und stufenlose Automatikgetriebe, eine Kombination, bei der man bewusst sensibel mit dem Gasfuß agieren muss.

Binnen 12.0 Sekunden beschleunigt der CVT auf Tempo 100, maximal 183 km/h sollen möglich sein. Da der CVT-Automat im Alltag mit durchweg niedrigeren Drehzahlen zu fahren ist, spart der Jazz als 1.3 i-VTEC CVT noch einmal ein paar Gramm CO2 auf den bereits guten Wert des 6-Gang Handschalters ein. Am Ende sollen nach NEFZ 106 Gramm (15-Zoll Räder) machbar, beim Handschalter 116 Gramm CO2/km.

Motor müht sich

Der neue HONDA Jazz wirkt durchaus agil. Das überarbeitete Fahrwerk verkneift sich jede Form von Kleinwagen-Poltern, die Lenkung fühlt sich direkt genug an. Nur Fahrfreude will dem 1.3 Liter nicht so leicht aufkommen. Auch mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe müht sich der kleine Vierzylinder ab Landstraßen-Tempo fühlbar.

Fahrbericht Test15 HONDA JAZZ Generation 3

Raumriese

Im Innenraum profitiert der Jazz von einer neuen Design-Qualität. Das Touchscreen-Multimedia-System kann nicht nur (theoretisch) mit den aktuellen ANDROID-Smartphones eine nahtlose Verbindung eingehen, es wirkt auch extrem flink und reagiert wunderbar auf die Eingaben am Touchscreen. Die Klimabedienung unterhalb des Touchscreens bekam eine frische Grafik – das gesamte Cockpit wurde leicht dem Fahrer zugeneigt.

Nicht verändert hat Honda die großen Öffnungswinkel der hinteren Jazz-Türen. Fast im 90° Winkel geben sie den Zugang zur Reihe zwei frei – eine echte Erleichterung beim Einstieg. Wie viel Platz in Reihe zwei bleibt, zeigt zudem unser Foto.

Fazit

Praktiker startet ab 15.900 €

Auch der neue Jazz ist so variabel, wie man das bislang gewohnt war. Der Innenraum wurde modern gestaltet und das Design außen wirkt frisch und dynamisch. Da will die Strategie, nur einen Motor anzubieten, nicht so recht einleuchten. Zumal HONDA ausgerechnet die Hybrid-Version auslaufen lässt. Gerade hier hatte HONDA eine besondere Kompetenz bewiesen. Zudem muss der neue 1.3 Liter Motor alle Bedürfnisse abdecken – sowohl die der Stadt-Sparer (1.2) als auch die der Überland-Dynamiker (1.4 Si) – eine Aufgabe, an der er fühlbar zu knabbern hat.

Der neue Jazz startet im September in Deutschland ab 15.900 € für die Einstiegsvariante. Damit ist der HONDA selbstbewusst eingepreist – kennt man von Honda – bekannt ist aber auch die Langzeit-Qualität des kleinen Jazz.

HONDA  

Jazz 1.3 CVT

Bauart Vierzylinder 1.3 i-VTEC
Hubraum 1.318 ccm³
Leistung 102 PS / 6.000 U/min (Benziner)
Kraft 123 Nm / 5.000 U/min
Getriebe Stufenlose Automatik
Antriebsachse Frontantrieb
Länge, Breite, Höhe 3.995, 1.694, 1.550 mm
Radstand 2.530 mm
Leergewicht 1.092 kg
 Wendekreis 10.8 m
Höchstgeschwindigkeit 183 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 12,0 sec
Normverbrauch 4,6 – 4,9 l/100 km
Basispreis 15.900 €
Testwagenpreis
Versicherung
KFZ-Steuer  –
Rabatt-Chancen wenig
Wertverlust gering

KFZ-Versicherungsrechner

 

News: Honda Jazz – Mehr Platz gemacht

Honda schickt den Jazz in die dritte Generation. Während sich optisch wenig ändert, gibt es neue Assistenten, frische Motoren und mehr Platz. Die Preisliste dürfte weiterhin bei rund 13.000 Euro starten.

Äußerlich ist der Jazz nun nicht mehr ganz so van-artig gebaut wie sein Vorgänger, wirkt flacher und gestreckter. Auch weil die Länge um knapp zehn Zentimeter auf fast vier Meter gewachsen ist, drei Zentimeter des davon entfallen auf den Radstand. Das verspricht noch mehr Platz im Fond – schon bei den Vorgängern die Schokoladenseite des Japaners. Weil der Tank beim Jazz traditionell nicht wie üblich unter der Rückbank untergebracht ist, können deren Sitzflächen wie bei einem Kinosessel hochgeklappt werden, um sperriges Gut im Fußraum zu transportieren. Alternativ lassen sich die Lehnen umlegen, was einen flachen Ladeboden im Kofferraum ergibt. Neu in Generation drei ist zusätzlich eine umklappbare Lehne beim Vordersitz, wodurch auch der Transport besonders langer Gegenstände möglich wird. Doch schon bei voller Bestuhlung zählt der kleine Honda mit einem Gepäckraumvolumen von 354 Litern zu den Lademeistern seiner Klasse.

Nachgelegt haben die Japaner auch bei der Technik. Unter anderem gibt es ein neues, internetfähiges Infotainment-System, das auch das Spiegeln des Smartphone-Bildschirms auf dem Touchscreen in der Mittelkonsole erlaubt, ein serienmäßiges City-Notbremssystem, Kollisionswarner, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung und automatisches Fernlicht. Beim Antrieb setzt Honda zunächst auf einen für Europa neuen 1,3-Liter-Benziner mit 75 kW/102 PS. Der Vierzylinder ist serienmäßig an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt, gegen Aufpreis gibt es ein stufenloses Getriebe.

Autor: Holger Holzer/SP-X