Der Letzte seiner Art – Der Jeep Wrangler

Autos wie dieses haben ihre Zukunft hinter sich. Schon lange. Der Wrangler von Jeep gab einer ganzen Gattung ihren Namen. Heutige SUVs sind dagegen nichts anderes als domestizierte, wenn nicht sogar degenerierte Nachzüchtungen und Kreuzungen aus dem genetischen Material dieses einstigen Kriegsfahrzeugs mit der Bezeichnung Jeep. Seine robuste Vielseitigkeit rettete das praktische Urgestein der Automobilgeschichte ins zivile Leben und dort bis an die Schwelle der Digitalisierung. Dort wirkt der Jeep heute wie ein Dinosaurier. Genau das macht seinen Charme aus. Und wer wird schon einen Dinosaurier auslöschen. Sicherlich kein Mensch, sondern eher ein Klimawandel.

Das Heck hat nun einen moderneren Stoßfänger und die dreidimensionalen Jeep-Konzernleuchten.

Ein Statement, kein Statussymbol

Zugegeben, zu den Blicken, die bei den alltäglichen Begegnungen im Straßenverkehr Sympathie erkennen lassen, gesellt sich schon der eine oder andere skeptische Gesichtsausdruck. Das war bei seinem schmächtigen Großvater, mit dem die GIs vor mehr als 75 Jahren in Europa ankamen, noch ganz anders. Das Gesicht mit den beiden runden Scheinwerfern und dem Kühlergrill in Gullideckel-Optik hat Jeep über alle Kriege und Kontinente, in denen sein Großvater und er eingesetzt wurden, nie aufgegeben. Anders als bei allen SUVs beträgt der Wiedererkennungswert beim Jeep Wrangler denn auch 100 Prozent – weltweit. Ein Statement, kein Statussymbol ist dieses Auto.

Die charakteristische Optik mit den sieben Kühlergrillstreben und den Kulleraugen bleibt bestehen.

Der Wrangler ignoriert gängige Designtrends seit Jahrzehnten

Auch in seiner „luxuriösesten“ Ausführung als viertüriger Sahara bleibt es bei der Ansage: Dies ist ein Geländewagen, klassisch, mechanisch wie keiner mehr sonst. Selbst Daimlers genetisch noch am ehesten vergleichbare G-Klasse hofiert heute technisch – vor allem aber preislich – die Kaschmir-Träger mit italienischen Designer-Slippern, während der Wrangler das Herz der Flanellhemd- und Boots-Fraktion erwärmt. Windschnittig wie ein alter Banktresor ignoriert dieser Jeep gängige Designtrends seit Jahrzehnten. Dafür verfügt er über einen Stoßfänger vorn, auf den man sich getrost und relativ bequem setzen und in die Landschaft schauen kann.

Jeep gibt sich große Mühe, die Silhouette des Wrangler beizubehalten.

Das genaue Gegenteil von Sportlichkeit

Nie ging es beim Wrangler darum, der Erste zu sein. Dieser Jeep macht lieber den Letzten. Den, der ankommt, wenn alle anderen aufgeben mussten. Der Wrangler bleibt und fährt dennoch durchgehend gelassen. Eine fossil anmutend indifferente Lenkung verlangt nach Über- und Umsicht, zumal mit groben Allterrain-Winterreifen wie auf dem weißen Testwagen. Die Bremse ist da nicht anders, auch sie erzieht zu vorausschauendem Fahren und frühzeitiger Betätigung. Der Wrangler Sahara steht für das genaue Gegenteil von Sportlichkeit, die heute ja für jedes Automobil als unverzichtbar gilt.

Die moderne Achtstufenautomatik ist eine willkommene Fahrhilfe

Man sitzt – gefühlt – turmhoch über dem Grund recht dicht vor einer steilen Frontscheibe, die bis heute nach vorn auf die Motorhaube abgeklappt und dort befestigt werden kann. Ledersitze und -Lenkrad mit Heizung zaubern im wenig frühlingshaften Wetter rasch Behaglichkeit in ein Cockpit, das funktional und sonst nichts sein will. Okay, heute hilft eine Kamera beim Rückwärtsfahren. Das Reserverad auf der Hecktür lässt kaum andere Optionen. Und auch die moderne Automatik mit acht Fahrstufen ist eine willkommene Fahrhilfe, von denen der Wrangler ansonsten wenig hält. Für Ausflüge ins Gelände muss weiterhin ein mechanisches Getriebe in die Hand genommen und auf den Freilauf geachtet werden, bis die Untersetzung zupackt. Old School.

Der Wrangler baut wie gehabt auf einem Leiterrahmen auf.

Ein Haudegen mit zivilen Verbrauchswerten

Was weit mehr überrascht, ist der Antrieb. Unter der Haube, der Größe und Ausrichtung nach einer Tischtennisplatte nicht unähnlich, werkelt kein fetter Sechs- oder Achtzylinder mehr, sondern ein heute handelsüblicher, leider verpönter 2,2 Liter Vierzylinder Diesel mit 200 PS Leistung und 450 Newtonmetern Drehmoment. Und das weit weniger kernig, als man es bei diesem Fahrzeug erwarten würde. Nur unter null Grad grummelt er einen Moment lang und verschwindet dann akustisch weitgehend. Der saubere Diesel macht aus dem 4,88 Meter langen Viertürer erwartungsgemäß kein Rennpferd, aber auch keineswegs den befürchteten Gewohnheitstrinker. Der von Jeep angegebene Wert von 7,9 Liter lässt sich im Alltagsbetrieb zwar nicht ganz realisieren, aber mit weniger als 9 Litern sind die Verbrauchswerte des Haudegens aber inzwischen wirklich zivil. Etwas aus dem zivilen Rahmen fällt der Preis für den Jeep Wrangler Sahara. Ab 56 000 Euro sind schon eine Hausnummer, bei alle Sympathie für das Urgestein.

Text und Fotos : Solveig Grewe

Test: Jeep Wrangler Sahara 2.2 CRD

Auf Asphalt unterfordert

Der Jeep Wrangler ist kein weichgespültes SUV, sondern ein richtiger Geländewagen. Asphaltbeläge mag er nicht so.

Es gibt sie noch: richtige Offroader. Keine mehr oder weniger weichgespülten SUV, sondern Fahrzeuge, die sich am liebsten durch Dreck und Schlamm wühlen und mit denen man weder Angst vor steilen Bergauf und -abfahrten noch vor rutschigen Steinpfaden und wassergefluteten Passagen haben müsste. So einer ist der jetzt in der vierten Generation erhältliche Jeep Wrangler. Den gibt es in einer zweitürigen Kurzversion und in einer 55 Zentimeter längeren Variante. Dieser von Stoßstange zu Stoßstange 4,88 Meter messende Viertürer wird als Wrangler Unlimited vermarktet. In der Ausstattungsvariante „Sahara“ für mindestens 56.000 Euro sollte er zeigen, was er so drauf hat.  

Der Sahara wagt den Spagat, Hardcore-Geländewagen-Fans und komfortorientierten Anhängern der Marke Jeep ein mobiles Zuhause zu geben

Anders als der Bezug auf die größte Wüste der Welt vermuten lässt, ist der Wrangler in der Sahara-Ausgabe nicht das Fahrzeug fürs steinig-sandig-Grobe, sondern im Vergleich zu „Sport“ und „Rubicon“ der etwas komfortablere Begleiter. Der Sahara wagt den Spagat, Hardcore-Geländewagen-Fans und komfortorientierten Anhängern der Marke Jeep ein mobiles Zuhause zu geben.

Eckig und kantig tritt der Neue an, unverkennbar ein Abkömmling der legendären Jeep-Modelle. Der Kühlergrill mit seinen sieben Hochkant-Schlitzen, die runden Scheinwerfer, die auffälligen Türscharniere, die steil stehende Windschutzscheibe sowie das außen an der Hecktür montierte Ersatzrad sind Design-Zitate der Unternehmenshistorie. Sogar eine richte, freischwingende Antenne gehört zum stilechten Auftritt. Dass der Wrangler bei aller Ahnenforschung ein modernes Fahrzeug ist, zeigt sich unter anderem an den LED-Leuchten in den klassisch runden Scheinwerfern. Und auch die Felgen sind unverkennbar modern. Schicke 18-Zöller-Alus sorgen ab Werk für Aufsehen. Für die Puristen: Aufgezogen sind keine Allerweltsreifen, sondern All-Terrain-Pneus, die einen Kompromiss zwischen Straßen- und Geländeeinsatz darstellen.

All-new 2018 Jeep® Wrangler Sahara

Wer sich an den an den Haltegriffen in den Innenraum hinaufgezogen hat, auf das bequeme (aufpreispflichtige) Ledergestühl niederlässt und den Blick auf das Armaturenbrett schweifen lässt, sieht sofort, dass der Wrangler im 21. Jahrhundert angekommen ist. Startknopf statt Zündschloss, ein großes Display und ein digitales Cockpit erwarten den Fahrer. Selbstverständlich mit einem Konnektivitätssystem samt Apple Car und Android Auto und Rückfahrkamera. Außerdem an Bord sind ein Navi für die Straße und natürlich eins fürs Gelände mit Infos zu Neigungs- und Rollwinkel, Luftdruck und Höhe. Das Platzangebot des Viertürers ist mehr als ordentlich. Der Kofferraum (533 bis 1.044 Liter) eignet sich auch für größere Transportaufgaben.

Damit man die Jeep-Wurzeln trotz aller modernen Beigaben nicht vergisst, leuchtet beim Starten des Motors jedes Mal „Jeep since 1941“ in der Instrumentenanzeige auf. Auf dem Kopf des Automatikhebels ist zudem ein stilisierter Ur-Jeep zu sehen. Dabei ist diese Erinnerung gar nicht nötig. Mittels neben dem Schalthebel befindlichen zweiten Schalthebel lassen sich verschiedenen Antriebsmodi von Heck- bis Allradantrieb mit zusätzlicher Geländeuntersetzung wählen. Man könnte also, sofern man zum Beispiel Mitglied eines Offroad-Clubs, Besitzer einer Kiesgrube oder Privatwaldeigner wäre, nach Herzenslust und soweit die Leiterrahmenbauweise und die Starrachsen tragen, die Geländegängigkeit des Wrangler testen.

Da wir bei keinem der oben genannten Optionen ein Häkchen machen können, mussten bei winterlichen Bedingungen verschneite und vereiste Feldwege reichen. Aber schon bei diesen leichten Aufgaben schien der Wrangler aufzublühen. Endlich eine Aufgabe, wenn auch nicht sonderlich schwer. Wie ein hochbegabtes Kind, das in der Regelschule unterfordert wird und oftmals genervt und bockig wirkt, scheint sich der Offroader im Straßenbetrieb zu langweilen und zeigt gerne seinen Unmut über diesen ihn unterfordernden Einsatz. Die steilen Feldwege nahm er als einfache Aufwärmübung spielerisch leicht.

Eckig und kantig tritt der Neue an, unverkennbar ein Abkömmling der legendären Jeep-Modelle

Auf der Straße tut er sich dagegen schwerer, spielerische Leichtigkeit rüberzubringen. So wie die Starrachse im Gelände mit ihrer Robustheit im Vorteil ist, zeigt sie auf der Straße ihre Nachteile. Der Fahrkomfort ist natürlich nicht mit dem eines auf Komfort getrimmten SUV zu vergleichen. Zudem dringen laute Wind-, Motor- und Reifengeräusche ins Fahrzeuginnere. Andererseits: Das gehört sich halt so für einen Wrangler und für Weicheier gibt es andere Fahrzeuge.

Der 2,1-Liter-Diesel mit 147 kW/200 PS ist ein rauer Geselle, bietet aber reichlich Drehmoment. 450 Nm vermitteln nicht nur auf der Straße Durchzugskraft, sondern sollen auch im Gelände, Garant für souveränes Durchkommen sein. Zudem sind hier bis zu 2,5 Tonnen Anhängelast erlaubt. Auf der Autobahn fühlt man sich dank der etwas ungenauen Lenkung wohler als auf kurvigen Landstraßen. Die Achtgang-Automatik arbeitet aber immer unauffällig im Hintergrund und wechselt die Gänge harmonisch. Bis Tempo 120 gibt der Jeep einen angenehmen Reisebegleiter. Fährt man schneller, wird es nicht nur richtig laut – das Hardtop filtert die Außengeräusche nicht besonders gut weg, sondern der Motor wird auch durstig. 12 Liter rauschen dann durch die Leitungen, gut vier mehr als die Norm vorgibt. Bei entspanntem Cruisen pendelte sich der Verbrauch bei 10,3 Liter ein.

Für Fans der Marke, die sich nicht als eingefleischte Offroader sehen, bietet der Wrangler einen weiteren Kaufgrund. Bei ihm lassen sich nicht nur das Hardtop abnehmen, sondern auch die Windschutzscheibe umklappen und die Türen komplett entfernen. So entsteht eine Art Cabrio mit Frischluftzufuhr von allen Seiten. Das könnte auch dem ein oder anderen Weichei gefallen.

Jeep Wrangler Sahara 2.2 CRD – Technische Daten:

Viertüriges, fünfsitziges SUV, Länge: 4,88 Meter, Breite: 1,89 Meter (Breite mit Außenspiegeln: k.A.), Höhe: 1,84 Meter, Radstand: 3,01 Meter, Kofferraumvolumen: 533 – 1.044 Liter

2,1-Liter-Diesel, 147 kW/200 PS, Allrad, Achtgang-Automatik, maximales Drehmoment: 450 Nm bei 2.000 U/min, Vmax: 180 km/h, 0-100 km/h: 9,6 s, Durchschnittsverbrauch: 7,9 l/100 km, CO2-Ausstoß: 209 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-temp, Effizienzklasse: B, Testverbrauch: 10,3 l/100 km

Preis ab: 56.000 Euro

Kurzcharakteristik:

Warum: weil er ein echter Jeep ist

Warum nicht: weil man keinen Privatwald besitzt und eher ein Weichei ist

Was sonst: Mercedes G-Klasse, Toyota Land Cruiser, ein gebrauchter Land Rover Defender

Test: Jeep Renegade 1.0 l T-GDI


Für Asphalt-Cowboys und -girls

Als Kind durfte man meist noch frei und unkontrolliert draußen spielen. Heute soll die Erinnerung an diese Ungebundenheit und Freiheit mithilfe von SUVs generiert werden, wie zum Beispiel mit dem Jeep Renegade. Je nach Motor-Wahl darf man hier aber nur auf der Straße spielen.

Der Renegade ist das kleinste SUV im deutschen Jeep-Portfolio. Der sei…

Jeep Gladiator – Transportkompetenz im Matsch

Eigentlich leitet sich der Name Gladiator vom römischen Kurzschwert Gladius ab. Jeep dient er jedoch als Bezeichnung für sein mit Abstand längstes Modell.

Die Offroad-Marke Jeep schickt auf der Los Angeles Auto Show mit dem Gladiator eine neue Pick-up-Version auf Basis des Wrangler in die Arena. 2019 kommt der auf 5,54 Meter gestreckte Allradler mit großer, offener Ladefläche zunächst in den USA auf den Markt. Später soll die neue Baureihe auch in Europa antreten.

Mit 5,54 Meter Länge überragt der Gladiator seine viertürige Wrangler-Basis um 79 Zentimeter

Fahrzeugbasis für die Pick-up-Version ist der viertürige Wrangler, dessen Radstand allerdings um fast einen halben Meter verlängert wurde. Dank eines zudem gestreckten Hecks überragt der Gladiator den Standard-Wrangler um 79 Zentimeter. Hinter der Fahrgastkabine bietet er eine 1,5 Meter lange Ladefläche. Auch 725 Kilogramm Nutzlast und 3,47 Tonnen Anhängelast versprechen Transportkompetenz auf gehobenem Niveau.

Die Standardversion des Gladiator ist mit dem Rock-Trac-Allradsystem, Unterfahrschutz, Geländebereifung und 76 Zentimeter Wattiefe für Offroad-Einsätze gerüstet. Wer mit dem Lasten-Wrangler besonders anspruchsvolle Passagen meistern will, kann alternativ eine Rubicon-Variante bekommen, die zusätzlich ein Offroad-Kamera-System, Reduktionsgetriebe und Sperrdifferenziale bietet.

Den Gladiotor wird es auch als Rubicon geben, der sich durch besonders hohe Offroad-Kompetenz auszeichnet

Zunächst wird der Gladiator in den USA mit 3,6-Liter-V6-Benziner (210 kW/285 PS) an den Start gehen, der sich wahlweise mit Achtgang-Automatik oder Sechsgang-Handschaltung kombinieren lässt. 2020 soll ein Dreiliter-V6-Diesel mit Achtgang-Automatik folgen, der 191 kW/260 PS leistet.

Jeep Wrangler JL – Für das Gelände geboren

Der Willys gilt als Urahn aller Jeeps, von denen der Wrangler am authentischsten ist.

Jede neue Herausforderung beginnt mit dem Glauben. Motivierende Worte, mit denen Adidas, neben Fiat-Chrysler einer der Hauptsponsoren von Juventus Turin, vor kurzem den Rekordtorschützen Christiano Ronaldo gebührend als Neuzugang begrüßte. Die Konzernmarke Jeep feierte sich selbst auf dem Event gleich mit sieben Fahrzeugen aus den aktuellen SUV Baureihen. Das Kronjuwel im Fiat Chrysler Konzern braucht sich um die Zukunft weniger Gedanken zu machen als Juve. Gerade die von Mike Manley – dem Nachfolger des so plötzlich verstorbenen Fiat Chefs Marchionne – geleitete Marke Jeep trug wesentlich dazu bei, dass Chrysler die Trennung von Daimler und die spätere Krise im Jahr 2009 meisterte. Seit Jahren ist die Geländewagensparte die mit Abstand profitabelste Marke des weltweit siebtgrößten Automobilherstellers. Doch nicht jedes Auto, auf dem Jeep steht, ist noch ein echter Offroader.

Klar ein Jeep: Der Wrangler mit senkrechtem Kühler, sieben Lüftungsschlitzen und runden Scheinwerfern.

Der wohl noch authentischste Vertreter der italo-amerikanischen Marke ist der Wrangler. Wie der Toyota Land Cruiser, der nicht mehr erhältliche Land Rover Defender und die G-Klasse von Mercedes ist er längst Ikone. Von allen Jeeps trägt er die meisten Gene des legendären Willys in sich. 1941 hatte man das puristische Raubein für das Militär entwickelt. Fast 80 Jahre später präsentiert Jeep in der Steiermark die neue Generation des Wrangler im „Jeep-Camp 2018“. Ein alljährlich stattfindender Event, zu dem Hunderte von Jeep-Enthusiasten der Marke aus ganz Europa zusammen kommen, um sich drei Tage lang voller Lust und Freude mit ihren Autos durch Matsch und Geröll zu quälen, um dann die dickste Schicht der Patina zu feiern. Nicht ohne dabei neugierige Blicke auf die funkelnagelneuen Vertreter des Wrangler zu werfen.

Mühelos schiebt sich der neue Wrangler Rubicon mit dem 2,2 Liter Diesel durch den Wald.

Die Jeep-Fangemeinde im „Jeep-Camp“ liebt Schlammschlachten.

Optisch bleibt beim Wrangler JL fast alles, wie es war

Neben dem Sahara gibt es den Wrangler noch in den Modelllinien Rubicon und Sport.

Auch in seiner vierten Generation mit der neuen Typenbezeichnung JL baut der Wrangler auf einem Leiterrahmen auf. Auch an den runden Hauptscheinwerfern und dem Kühlergrill mit seinen sieben Lüftungsöffnungen hält Jeep fest. Die Radhäuser bleiben trapezförmig, die Scharniere für Türen und Hauben sichtbar. Nur wer sehr genau hinschaut, erkennt, dass die Frontmaske jetzt leicht nach unten zuläuft und die Kühlermaske etwas nach hinten geneigt ist. Das verleiht der Karosserie einen Hauch Dynamik und bessere Aerodynamik. Wer den Wind nicht nur vorbeistreifen lassen will, sondern ihn auch im Inneren spüren will, für den bietet der Wrangler neben dem herausnehmbaren Hard Top und dem Soft Top ein komplett neu entwickeltes elektrisches „Sky One Touch“ Faltdach, das per Knopfdruck fast die gesamte Länge des Innenraums oben herum frei legt und den Jeep in wenigen Minuten zum Open-Air-Fahrzeug verwandelt.

Ins Gesicht geschrieben: Der Rubicon liebt das Gelände.

 

Unter der Haube des neuen Wrangler arbeitet entweder ein Diesel (200 PS) oder ein Benziner (270 PS).

8000 qm Offroad-Spielplatz fordern „Rubicon“ und „Sahara“ heraus

Mit Allrad und Untersetzungsgetriebe kommt der Kraxler überall durch.

Wie von seinen Fans erwartet, verspricht der kantige und hochbeinige Wrangler im Doppelpack der klassischen und der um 55 Zentimeter längeren viertürigen Variante maximale Geländegängigkeit. Auf dem weitgehend naturbelassenen und rund 8000 qm großen Spielplatz für Offroad-Fans in der Nähe des Red-Bull-Rings im österreichischen Spielberg warten mehr als genug Herausforderungen. Die Hinweisschilder an den beiden Trails, die von den insgesamt vier als Teststrecken auserkoren sind, verraten sofort, wofür die beiden mitgebrachten Versionen des Jeep Wrangler stehen. Hardcore für den „Rubicon“, benannt nach einer der anspruchsvollsten Offroad-Strecken der Welt zwischen Kalifornien und Nevada. Leichtere Anforderungen für den „Sahara“, den die Amerikaner für den urbanen Dschungel konzipiert haben. Auf den Asphalthelden Wrangler „Sport“ hat man hier und heute verzichtet.

Die vierte Wrangler-Generation seit dem Erscheinen des „YJ“ im Jahr 1987 mit leicht abgesenkter Gürtellinie und einer vier Zentimeter längeren Windschutzscheibe.

In Deutschland ist der Wrangler nur noch mit vier Zylindern unterwegs

Fett schmatzt der Schlamm, als sich der Wrangler Rubicon mit dem neuen 2,2 Liter Diesel den schmalen Waldweg bergauf schiebt. Für Jeep-Enthusiasten dürfte zwar alles unter dem 3,6 Liter Benziner von einst unangemessen sein. Doch auch mit dem Selbstzünder mit 200 PS und einem Drehmoment von 450 Nm ist der Rubicon in Kombination mit der neuen – in allen Wrangler-Modellen serienmäßigen – Achtgang Wandlerautomatik souverän unterwegs. Im Gegensatz zu dem abgelösten 2,8 Liter Diesel erfüllt der neue Motor mit SCR-Kat und Abgasreinigung nicht nur die ab September geltende Euro 6 d-temp, sondern er soll damit auch die Hürde der erst 2021 geltende Euro-6-Norm nehmen. Für das vierte Quartal 2018 kündigt Jeep einen ebenfalls neuen 2,0 Liter Benzinmotor mit Turboaufladung und Direkteinspritzung (270 PS und 450 Nm) an. Sechszylinder werden in Europa gar nicht mehr angeboten.

Mit dieser Plakette darf der Wrangler auch auf dem legendären „Rubicon-Trail“ unterwegs sein.

Die „Trail Rated“ – Plakette bürgt für ganz besondere Geländegängigkeit

Der Weg scheint jetzt kaum breiter als das Fahrzeug. Bloß nicht nach links in den Abgrund schauen. Doch die von Adrenalinschüben begleitete Sorge, dass die mehr als zwei Tonnen ausgleiten und den Hang hinunter rutschen könnten, bleibt unbegründet. Stoisch folgt der Rubicon mit eingelegter Geländeuntersetzung der Spur des voranfahrenden Fahrzeuges, tastet sich dann vorsichtig Geröllstrecken hinab und lässt auch tiefe Pfützen nicht links liegen. Immerhin bürgt die von Jeep aufgepappte „Trail Rated“ Plakette für bestandene Disziplinen wie Traktion, Wasserdurchfahrt, Manövrierbarkeit, Achsverschränkung und Bodenfreiheit und damit für die Fähigkeit, auch mal den „echten“ Rubicon-Trail zu fahren.

Auch im Jeep Wrangler ist Konnektivität jetzt angesagt. (Foto: Jeep)

Auch ein Jeep Wrangler braucht Konnektivität

Damit der Wrangler dann den Weg zum nächsten Italiener oder zu einer der amerikanischen Fast-Food-Ketten findet, kann man im sauber aufgeräumten Cockpit über Apple CarPlay oder Android Auto den Inhalt des eigenen Smartphones auf das  8,4 Zoll große Zentraldisplay spiegeln. Funktionen wie Navigation, Sprachführung, Musik, Siri, Telefonanrufe und das Senden von Textnachrichten lassen sich ansteuern, ohne das Telefon in die Hand nehmen zu müssen. Das Thema Assistenzsysteme weckt zwar bei den meisten Jeep-Fans eher ein müdes Lächeln, ebenso wie der Austausch des Zündschlosses gegen einen modernen Startknopf.

Mit der optionalen Einparkhilfe vorne und hinten, dem Totwinkel-Assistenten und der hintere Querbewegungserkennung verliert man nicht den Überblick.Ackern im Gelände liegt dem Wrangler mehr als kurvige Landstraßen  

Das Fahrwerk des Rubicon ist für den Asphalt-Cowboy, der auf Wunsch auf bequemen Ledersitzen mit markanten Nähten, eine Lehne mit justierbarer Polsterhärte und einer Lendenwirbelstütze Platz nehmen darf, etwas weniger ruppig und in Richtung Komfort ausgelegt. Auf kurvigen Landstraßen machte er mit seiner etwas schwammigen Lenkung und der Neigung zum Schwanken allerdings keinen Hehl daraus, dass ihm das Ackern im Gelände mehr liegt.

Der neue Jeep Wrangler kommt im September auf den Markt und kostet zwischen 46.500 Euro für den Zweitürer „Sport“ und 56.000 Euro für den Viertürer „Rubicon“.

Text und Fotos : Solveig Grewe

Test: Jeep Grand Cherokee

Seine Offroad-Tradition pflegt der amerikanische Autobauer, der als globale Marke des FCA Konzerns daherkommt, seit mehr als 77 Jahren. Mit seiner 4x4-Kompetenz verkaufte Jeep bislang über 1 Million Fahrzeuge weltweit. Kultstatus für eingefleischte Offroad-Fans erlangte sicherlich der für das amerikanische Militär gebaute BRC (Bantam Reconnaissance Car). Dass geländefähige Autos auch etwas mit Luxus zu tun haben, beweist uns Jeep spätestens mi…

Jeep Grand Cherokee Trackhawk – SUV-Superlative

Braucht die Welt ein Performance-SUV mit mehr Leistung als jedes aktuelle Porsche-Modell? Anscheinend lautet die Antwort „ja“. Denn Jeep packt nun den Motor der „Hellcat“-Versionen von Dodge Charger und Challenger in den Grand Cherokee und tauft das Endergebnis auf den Namen „Trackhawk“.

Das Drehmoment liegt bei gewaltigen 875 Newtonmeter

Unter der Haube sorgt ein Kompressor-V8 mit 6,2 Liter Hubraum für gewaltige 520 kW/717 PS und beeindruckende 875 Newtonmeter Drehmoment. Den 0-100-Sprint absolviert der Trackhawk in nur 3,5 Sekunden – Schluss ist erst bei 290 km/h. Ein Allradantrieb mit Hinterachs-Differenzial bringt die Kraft auf die Straße. Die passende Fahrstufe stellt stets eine robustere und schnellere Achtgang-Automatik bereit. Ebenfalls überarbeitet wurden Kühl- und Kraftstoffsystem.

Eine neue Abgasanlage entlässt das V8-Grollen ins Freie

Für eine angemessene Straßenlage montiert Jeep im Trackhawk adaptive Dämpfer der Firma Bilstein. Eine Brembo-Bremsanlage mit gewaltigen 400-Millimeter-Bremsscheiben soll das schnelle Ungetüm adäquat verzögern. 20-Zöller sind serienmäßig montiert, optional gibt es leichtere Schmiederäder in der gleichen Größe. Optisch hebt sich der Trackhawk vor allem durch eine neue Frontmaske und eine neue Abgasanlage mit vier Endrohren ab. Die Nebelscheinwerfer mussten außerdem Luftkanälen weichen, die dem Temperaturhaushalt des Trackhawk zuträglich sein sollen. Außerdem gibt es LED-Scheinwerfer serienmäßig.

Der Motor hat einen Hubraum von 6,2 Liter

Der Grand Cherokee Trackhawk kommt mit fünf verschiedenen Fahrmodi („Auto“, „Sport“, „Track“, „Tow“ und „Snow“) sowie einer Zugkraft von rund 3,2 Tonnen. Der Marktstart ist für das vierte Quartal 2017 geplant. (Max Friedhoff/SP-X)

Alfa Romeo und Jeep – Mit Doppelspitze in die Offensive

Wer vom Straßenrand aus einen Alfa Romeo entdecken will, braucht Geduld und langen Atem. Jahrelang darbte die einstige Kultmarke vor sich hin, kaum neue Modelle, wenig Händler, Probleme mit der Qualität. Bis der Mutterkonzern Fiat seine Ikone neu entdeckte und nun nach einer gefühlten Ewigkeit wieder Gas gibt. Mit der Sportlimousine Giulia und dem schmucken SUV Stelvio ist Alfa Romeo heute wieder kaufbar geworden. „Das ist das Spannende an unserem Beruf“, sagt Deutschlands Alfa-Chef Stefan Moldaner. „Eine traditionsreiche Marke mit neuen Modellen wieder im Bewusstsein der verwöhnten Kunden zu verankern, endlich wieder konkurrenzfähig zu sein und mit neuen Ideen in die Offensive zu gehen“.

Der gelernte Diplomingenieur hat bei der Reanimation von Alfa ein Ass im Ärmel, für das ihn Kollegen anderer Hersteller beneiden. Denn der 48jährige ist in der Zentrale von Fiat Deutschland auch für eine andere berühmte Marke zuständig. Seit der amerikanische Chrysler-Konzern zum italienischen Megakonzern gehört, sind die Modelle mit dem Jeep-Logo gefragt wie nie zuvor in der 76jährigen Geschichte des amerikanischen Offroad-Spezialisten. Auch in Deutschland boomt Jeep, im letzten Jahr wurden fast 15.000 Fahrzeuge verkauft. „Jeep und Alfa Romeo sind unsere Premiummarken, die sich perfekt ergänzen“, sagt Moldaner. Mit Hilfe der US-Marke will er jetzt eine Alfa-Schwäche beheben und die Zahl der Händler für die italienischen Modelle bis Ende des Jahres auf 180 fast verdoppeln. In vielen der neuen Autohäuser stehen heute bereits Jeeps im Schaufenster.

Drohen da nicht Kollisionen der beiden Marken? Schließlich will Alfa bald zwei weitere SUV bringen, die direkt mit Jeep-Modellen konkurrieren. Das geplante Kompakt-SUV, deutlich kleiner als der Stelvio, könnte auch Kunden des Jeep Compass interessieren, dessen Deutschland-Start jetzt auf den Sommer auch nach Deutschland vorgezogen wurde. Das künftige große Alfa-SUV dagegen tritt auch gegen den Luxus-Offroader Jeep Grand Cherokee an. Stefan Moldaner sieht das anders: „Die Charaktere der beiden Marken sind völlig unterschiedlich. Alfa bedient eher die Kunden sportlicher Allradler, die nur selten ins Gelände abbiegen“. Dagegen würden Jeep-Kunden auch die Fähigkeiten ihres Autos abseits fester Straßen schätzen.

Problemlos sind dagegen andere Alfa-Neuerscheinungen bis zum Jahr 2020. Da steht eine große Limousine im Format der Mercedes E-Klasse ebenso auf dem Mailänder Speisezettel wie ein Sportwagen oder ein Nachfolger des Golf-Konkurrenten Giulietta. Recht bald wird schon die Edel-Version des Stelvio zu haben sein: Der Allradler mit Beinamen Quadrifoglio Verde (vierblättriges Kleeblatt) wird wie sein Schwestermodell Giulia QV mit 375 kW/510 PS unter der Haube protzen. Jeep dagegen hat weiterhin die Abenteurer im Visier. Neben dem Compass wird es unter anderem einen völlig neuen Wrangler geben. Neu erscheinen soll auch der Jeep Grand Wagoneer, ein SUV der Fünf-Meter-Klasse.

Doch neue Produkte allein, seien sie auch noch so attraktiv, reichen nach Moldaners Überzeugung nicht aus, um die Marke Alfa zu neuen Höhen zu führen. „Wir haben eine Fülle von Ideen“, sagt der Manager jetzt zum Marktstart des neuen Stelvio in Innsbruck. Er nennt als Beispiel eine Vier-Jahres-Garantie oder den Versuch, auch Flottenkunden in ein Alfa-Modell zu locken. Und dann sind da ja noch die Familien, die Moldaner im Blick hat. Geplant ist ein sogenanntes Mix-Leasing, bei dem neben dem geräumigen Stelvio ein kleiner Alfa Mito zu besonders günstigen Konditionen dazu bestellt werden kann, über den sich dann ein weiteres Familienmitglied freuen darf. (Peter Maahn/SP-X)

Jeep Compass Opening Edition – Das Beste zum Start

Jeep bietet sein neues Kompakt-SUV Compass in Deutschland zur Markteinführung im Juli als Sondermodell „Opening Edition“ an. Zur Ausstattung zählen unter anderem 18-Zoll-Räder, LED-Rückleuchten und Chrom-Zierteile an den Seitenfenstern. Für den Antrieb stehen ein 2,0-Liter-Diesel mit 103 kW/140 PS sowie ein 125 kW/175 PS starker Benziner zur Wahl. Beide Motoren sind an eine Neunstufenautomatik und Allradantrieb gekoppelt. Die Preise starten bei 35.900 Euro.

Im Verlauf des Jahres kommen weitere Varianten des 4,40 Meter langen Compass auf den Markt, darunter auch Ausführungen mit Handschaltung und Frontantrieb. Zudem dürfte es auch kleinere Motoren geben, so dass der Einstiegspreis für die Baureihe auf rund 25.000 Euro sinken dürfte. (Holger Holzer/SP-X)

Jeep Renegade Nitro – Mit Snowboard und Sitzheizung

Als Sondermodell „Nitro“ will der Jeep Renegade nun Wintersportler locken. Zum Lieferumfang des Mini-SUV zählt neben einem Ski-Dachträger und unempfindlichen Gummi-Fußmatten ein Snowboard der Marke Nitro im Wert von rund 600 Euro. Die Ausstattung beinhaltet unter anderem Zweizonen-Klimaautomatik, Sitz- und Lenkradheizung sowie ein schlüsselloses Startsystem.

Das Motorenprogramm umfasst drei Benziner mit Leistungswerten zwischen 81 kW/110 PS und 103 kW/140 PS sowie zwei Diesel mit 88 kW/120 PS und 103 kW/140 PS. Letzterer ist als einziges Triebwerk mit Allradtechnik kombiniert. Die Preise starten bei 21.800 Euro für die Variante mit dem kleinsten Benziner, der Allrad-Diesel kostet 27.200 Euro. Den Kundenvorteil gegenüber dem Einzelpreis von Extras und Zubehör gibt der Hersteller mit 2.580 Euro an. (Holger Holzer/SP-X)

Erste Fahrt: Modelljahr 2017 Jeep Grand Cherokee

Bereits seit 1993 bietet die Marke Jeep® den Grand Cherokee bzw Grand Wagoneer als Geländewagen in der oberen Mittelklasse im Luxussegment an. 25 Jahre auf dem Markt, startet FCA Anfang diesen Jahres nochmals durch mit der überarbeiteten 4. Generation des Grand Cherokee. Ein neues Design im Frontbereich, ein neues Modell (Trailhawk) mit optimierter Geländeausstattung und neue Fahrerassistenzsysteme sollen mehr Kunden in die Autohäuser locken. Seit Oktober 2014 ist die Traditionsmarke nunmehr in jedem Segment vertreten: vom neuen kleinen Renegade über den kompakten Compass, den Cherokee, den Grand Cherokee bis hin zum Wrangler. Damit baut Jeep® sein Image als wachstumsstärkste Automarke in Deutschland kontinuierlich und konsequent aus. Ab sofort bestellbar ist der Grand Cherokee zum Basispreis von 49.900 Euro. 

Der Jeep® Grand Cherokee im ersten Off-Road Fahrbericht

Offroad-Experte im Pelzmantel

Seit seiner Markteinführung überzeugt der Geländewagen mit seiner äußeren recht massiven  Erscheinung. Seine Designer gaben ihm dafür nach seiner Markteinführung 2013 für das Modelljahr 2017 eine aufgefrischte Vorderansicht an die Hand. Dazu gehören die typischen sieben Kühlerluftschlitze über dem nach oben gezogenen Stoßfänger. Die daran folgenden LED-Scheinwerfer wirken aggressiv und unterstreichen damit den breiten Stand des Fahrzeuges. Das selbstbewußte Auftreten zieht sich über die Flanken bis ans Heck, wo nun alle Fahrzeuge des Modelljahres 2017 mit einer Auspuff-Doppel-Endrohr-Anlage ausgestattet sind. Zur heutigen Vorstellung möchte FCA JEEP® sowohl auf die Fahreigenschaften mit seinen unterschiedlichen Fahrprofilen als auch seine komfortable Performance auf öffentlichen Straßen aufmerksam machen. Wer nicht unbedingt permanent ins Gelände muss, ist mit dem Vierradantrieb „Quadra-Drive® II“ bestens bedient. In der von uns getesteten Modellvariante „Summit“ arbeitete ein elektronisch geregeltes Hinterachs-Sperrdifferenzial (ELSD), das allen vier Rädern die bestmögliche Traktion zur Verfügung stellt. Sein zentrales Verteilergetriebe mit dem elektronisch gesteuerten Kupplungspaket sorgt für eine aktive Steuerung der Kraftverteilung. Diese sieht im Optimalfall eine Drehmomentverteilung mit einem Verhältnis von 48:52 zwischen Vorder- und Hinterachse vor. Bei unseren Fahrten steuerte deshalb unser Testfahrzeug mit einer souveränen Ruhe durch die kurvige Landschaft des Vordertaunus. Zurück von den Fahrten auf öffentlichen Straßen wartete der Grand Cherokee 3.6 Liter V6 Pentastar „Trailhawk“ auf uns, um uns seine Eigenschaften im schweren Gelände zu demonstrieren. Angetrieben vom Vierradantrieb „Quadra Trac® II“ durchquerten wir einen von FCA abgesteckten Parcours, der uns und dem Fahrzeug einiges abverlangte. Das elektronisch geregelte, permanente Vierradantriebssystem sorgt mit zweistufigem Verteilergetriebe und Traktionskontrolle mit Bremseneingriff (Brake Traction Control System) für ideale Off-Road Performance. Das System nutzt hierfür einige Sensoren, um Radschlupf so früh wie möglich zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Vereiste und verschneite Hügel und Mulden sowie das Durchfahren von verschneitem Dickicht waren zumindest für das Fahrzeug keine Herausforderung.

Schweres Terrain ist sein Zuhause.

Absolut familientauglich

Beim Testen auf öffentlichen Straßen fuhren wir ausgiebig den Grand Cherokee 3.0 V6 MultiJet II. Der Geländewagen ist serienmäßig und ausschließlich mit einem Acht-Stufen-Automatikgetriebe kombiniert. Das optional erhältliche CommandView® Panorama-Glasdach, ab den Ausstattungslinien „Limited“ und „Trailhawk“ für 1.690 Euro erhältlich (ab der Variante „Overland“ serienmäßig), lässt den Grand Cherokee nochmals größer erscheinen und bringt ein gewisses Wohlgefühl. Es bietet nicht nur dem Fahrer- und Beifahrer, sondern auch den Passagieren im Fond einen freien Blick. Beim Kofferraumvolumen hat FCA Jeep® nicht gespart und offeriert gleich die „Best-in-Class“-Werte von  782 Liter, bei umgeklappter Bestuhlung sogar 1.554 Liter.

Innenraum mit Luxusambiente.

Souveräne Großraum-Aggregate

Das Angebot bei den Motorisierungen ist recht übersichtlich. So bietet Jeep® seinen Kunden außer einem Diesel drei Benziner mit jeweils einer Leistungsstufe. Es performen im Benzinbereich ein 3.6 V6 Pentastar mit 213 kW (290 PS), ein 5.7 V8 HEMI mit 259 kW (352 PS) und ein 6.4 V8 HEMI mit 344 kW (468 PS). Der größte Benziner ist als „SRT“ ausschließlich sportlich unterwegs. Alle Benziner sind durchweg mit einem Acht-Stufen-Automatikgetriebe ausgestattet. Der Dieselmotor ist ein 3.0 Liter V6 MultiJet II in den Leistungsstufen 140 kW (190 PS) und 184 kW (250 PS), der, beim stärkeren von beiden, ein Drehmoment von 570 Newtonmeter bei 2.000 Umdrehungen liefert. Auch hier unterstützt ausschließlich ein Acht-Stufen-Automatikgetriebe den Antrieb des Fahrzeuges.

Leistung trifft Drehmoment.

Ausstattungsvarianten bieten ordentlich Serienausstattung

Mit den sechs Ausstattungslinien „Laredo“, „Limited“, „Trailhawk“, „Overland“, „Summit“ und „SRT“ gibt uns der Autobauer aus Italien ausreichend Optionen für jeden Geschmack. Bereits die Basisausstattung „Laredo“ umfasst eine 2 Zonen-Klimaautomatik, Berganfahr- und Bergabfahrassistenten, LED-Tagfahrlicht (im Scheinwerfer integriert), uconnect® Mediacenter mit 5-Zoll-Touchscreen mit digitalem Radio und Bluetooth® Freisprecheinrichtung, Regensensor sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage und 18-Zoll Leichtmetallräder. Die nachstehenden Sicherheitssysteme sind sowohl optional als auch serienmäßig erhältlich: Anhängerstabilitätsprogramm, Auffahrwarnsystem (Forward Collision Warning & Crash Mitigation), Notbremsbereitschaft, Smart Beam Fernlichtassistent, Spurhalteassistent (LaneSense) und Totwinkel-Assistent.

Geländewagen mit langer Ausstattungsliste.

Fazit: Mit dem Grand Cherokee führt der FCA Konzern eine lange Tradition der Luxus Geländewagen als Technologieträger fort. Dabei besticht das Fahrzeug mit einer Kombination eines komfortablen SUV mit großzügigem Raumangebot und hoher Fahrdynamik in allen Lagen.

Massiv und selbstbewußt.

Der Grand Cherokee besitzt Kult-Charakter seit nunmehr 25 Jahren und wird ihn auch so schnell nicht abgeben. Er ist und bleibt für Liebhaber der Geländefahrten, die auf Luxus nicht verzichten möchten, die erste Wahl beim Neukauf.

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Titelbild Hersteller

Jeep Grand Cherokee Trailhawk – Ab in die Pampa

Wer einen Jeep will, will meist auch offroad fahren. Im Fall des Grand Cherokee geht das mit der neuen Trailhawk-Version besonders gut. Das für Geländefahrten hochgerüstete SUV ist ab Februar wahlweise mit 213 kW/290 PS starkem 3,6-Liter-V6-Benziner oder einem 3,0-Liter-V6-Diesel mit 184 kW/250 PS ab 62.400 Euro zu haben.

Mittlerweile hat Jeep damit eine echte Trailhawk-Familie im Programm, denn der kleine Renegade und der kompakte Cherokee werden bereits in diesen Versionen angeboten. Alle drei tragen Plaketten, die die Fahrzeuge als „trail rated“ auszeichnen. Das heißt, mit dem Grand Cherokee Trailhawk könnte man ohne weitere Zusatzausrüstung den Rubicon Trail bezwingen.

Für anspruchsvolle Geländetouren wurde der Grand Cherokee Trailhawk gezielt aufgerüstet. Unter anderem bietet er einen Unterbodenschutz sowie 18-Zoll-Pneus mit kevlarverstärkten Seitenwänden. Zudem gibt es eine Geländeuntersetzung sowie eine Luftfederung, die eine Anhebung der Bodenfreiheit auf 27 Zentimeter erlaubt. Darüber hinaus bietet der Jeep einen Bergab- und Bergauf-Fahrassistenten. Die Elektronik sorgt für eine konstante Geschwindigkeit, so dass das Fahrzeug langsam bergan oder bergab kriecht. Der Fahrer braucht sich nur noch aufs Lenken zu konzentrieren. Und die Elektronik kann noch mehr: Mit dem Drehknopf des Quadra-Drive-II genannten Allradsystems lassen sich spezielle Fahrprogramme für Schnee, Matsch, Sand und Felsen einstellen.

Auch optisch gibt sich der Trailhawk rustikaler als die Standardversionen des Grand Cherokee. Erkennungszeichen sind unter anderem eine schwarze Blendschutzfolie auf der Motorhaube sowie mattgraue Akzente für Dachreling, Frontgrill, Frontschürze und Außenspiegelgehäuse.

Das Interieur gibt sich ebenfalls nicht zu edel. Dreckverschmierte Fußstapfen – sie müssen ja nicht von einem matschigen Offroad-Gelände stammen – lassen sich einfach wegputzen und die Leder-Velours gepolsterten Sitze verzeihen auch den ein oder anderen Fleck. Der vorherrschende Farbton Schwarz im Interieur wird durch rote Ziernähte unter anderem am Lenkrad und an den Türverkleidungen aufgelockert. (Elfriede Munsch/SP-X)

Jeep Grand Cherokee Trailhawk – Der will nur klettern

Der Name Jeep steht als Synonym für richtige Geländewagen, also nicht nur für modische SUV, die oftmals nur über Frontantrieb verfügen und normalerweise außer Asphalt und ein wenig Schotter nichts unter die Räder bekommen. Auch wenn die Kultmarke – dem Flottenverbrauch geschuldet – beim Renegade und Cherokee auch Vorderradantrieb offeriert, die meisten Jeep-Kunden greifen zu den 4×4-Versionen. Beim gerade aufgefrischten Grand Cherokee gibt es keine Wahl, hier ist Allrad Standard. Ganz im Gegenteil: Neu im Portfolio ist ab Ende Februar nun die auf Offroad-Fahrten spezialisierte Ausstattungslinie Trailhawk. Sie kostet in Verbindung mit dem 3,0-Liter-V6-Diesel mit 184 kW/250 PS mindestens 64.400 Euro. 2.000 Euro weniger werden für den alternativ angebotenen 3,6-Liter-V6-Benziner mit 213 kW/290 PS in dieser Offroad-Variante fällig.

Eigentlich logisch: Nach den Trailhawk-Versionen für den kleinen Renegade und den kompakten Cherokee darf sich jetzt auch das 4,83 Meter lange SUV Grand Cherokee mit dieser Bezeichnung schmücken. Diese Variante trägt jetzt auch die Plakette, die das Fahrzeug als „trail rated“ auszeichnet. Das heißt, mit dem Grand Cherokee Trailhawk könnte man ohne weitere Zusatzausrüstung den sehr anspruchsvollen kalifornischen Rubicon Trail bezwingen. Nun gut, das muss nicht unbedingt sein, eine (genehmigte) Ausfahrt durch hiesiges Waldgebiet und über eine präparierte Offroad-Piste muss genügen.

Wer mit dem Trailhawk auf Schnee fahren will, kann den Drehknopf des Quadra-Drive-II genannten Allradsystems auf „Snow“ stellen

Bei minus 10 Grad geht es auf verschneiten Waldwege los. Der Drehknopf des Quadra-Drive-II genannte Allradsystems mit elektronisch gesteuertem Sperrdifferenzial wird daher zuvor auf „Snow“ eingestellt (Matsch-, Sand-, Felsen- und Automatik sind die anderen Untergrundvarianten), die Geländeuntersetzung aktiviert und die Traktionskontrolle deaktiviert. Außerdem wird die serienmäßige Luftfederung hochgefahren, so dass die Bodenfreiheit nun 27 Zentimeter beträgt.

Der Testparcours beginnt harmlos. Noch muss sich das SUV nicht sonderlich anstrengen. Kleine Anstiege und Abfahrten bereiten keinerlei Probleme, noch fühlt man sich eher als Sparzierfahrer als ein Offroader. Doch der Weg führt tiefer in den Wald. Die Försterwege liegen bald abseits, jetzt kann der Trailhawk schon eher zeigen, was er kann. Und er „kann“ eine Menge. Dank eines Bergab- und eines Bergauf-Fahrassistenten braucht der Fahrer sich im schwierigen Geläuf nur aufs Lenken zu konzentrieren, schließlich will ein ausgewachsenes und auch breites SUV durch enge und unübersichtliche Passagen gezirkelt werden. Derweil sorgt die Elektronik für konstante Geschwindigkeit, so dass das Fahrzeug langsam bergan oder bergab kriecht. Falls es gar zu langsam erscheint, kann man die Geschwindigkeit über Schaltpaddel ein wenig erhöhen, Hauptsache der Fuß bleibt vom Gas- und Bremspedal fern. Hier gilt, der Weg ist das Ziel und zwar langsam; konstant mit Bedacht geht es am besten und sichersten vorwärts.

Wer in anspruchsvolles Gelände will, kann die serienmäßige Luftfederung aktivieren, dank derer sich die Bodenfreiheit auf 27 Zentimeter erhöht

Der Sechszylinder-Diesel überzeugt mit seinem üppigen Drehmoment von 570 Nm. Das Maximum liegt zwar erst bei 2.000 Umdrehungen an, aber schon in den unteren Bereichen kommt ausreichend Drehmoment zum Tragen. Die Achtgang-Automatik sorgt mit ihren weichen Schaltvorgängen für entspanntes Fahren. Entspannung ist auch nötig, wenn der Grand Cherokee Trailhawk seine weiteren Offroad-Talente unter Beweis stellt. Die Teststrecke geht über Steigungen mit 80 Prozent und Neigungen von 30 Grad. Das heißt, man sieht beim Berganfahren nur die Motorhaube und den Horizont. Geht es in die Seitenlage ist man froh, dass man nur lenken muss. Extreme Verschränkungen sind ebenfalls fürs Fahrzeug kein Problem, für den Fahrer aber eher unkommod. Damit größere Steine oder Äste nicht den Tank oder die Vorderachsaufhängung beschädigen, ist das Fahrzeug natürlich ab Werk mit einem Unterbodenschutz ausgestattet.

Der Trailhawk trägt 18-Zoll-Pneus mit kevlarverstärkten Seitenwänden

Die meisten Fahrer werden ihren Trailhawk-Grand Cherokee aber wohl selten im Gelände klettern lassen. Daher kommt er auch nicht mit grobstolligen Geländereifen vorgefahren, sondern mit 18-Zoll-Pneus samt kevlarverstärkten Seitenwänden. Die genügen für gelegentliche Ausflüge abseits der befestigten Wege.

Damit größere Steine oder Äste nicht den Tank oder die Vorderachsaufhängung beschädigen, ist das Fahrzeug natürlich ab Werk mit einem Unterbodenschutz ausgestattet

Neben dem Wissen, dass das Fahrzeug mehr kann als man vermutlich je erfahren wird, spricht es die Offroad-Fans auch mit seiner rustikalen Optik an. Chrom, nein danke, heißt es beim Außendesign. Stattdessen gibt es eine schwarze Blendschutzfolie auf der Motorhaube sowie mattgraue Akzente für Dachreling, Frontgrill, Frontschürze und Außenspiegelgehäuse. Das Interieur gibt sich ebenfalls nicht zu edel. Dreckverschmierte Fußstapfen – sie müssen ja nicht von einem matschigen Offroad-Gelände stammen – lassen sich einfach wegputzen und die Leder-Velours gepolsterten Sitze verzeihen auch den ein oder anderen Fleck. Der vorherrschende Farbton Schwarz im Interieur wird durch rote Ziernähte unter anderem am Lenkrad und an den Türverkleidungen aufgelockert. (Elfriede Munsch/SP-X)

Jeep Grand Cherokee – Von Matsch bis Metropole

Vor 25 Jahren debütierte der Jeep Grand Cherokee. Die aktuelle Generation ist seit 2011 am Start und erhält – bevor Ende 2018 die fünfte auf den Markt kommt – ein Facelift. Neben den üblichen Designkorrekturen gibt es nun ein aufgefrischtes Infotainmentsystem, moderne Fahrerassistenzsysteme sowie die auf Offroad-Fahrten spezialisierte Ausstattungslinie Trailhawk. Ende Februar stehen die überarbeiten Modelle beim Händler. In Verbindung mit dem 140 kW/190 PS starken V6-Einstiegsdiesel kostet das große SUV mindestens 49.900 Euro. Die neue Offroad-Variante gibt es in Kombination dem 3,0-Liter-V6-Selbstzünder in der Ausbaustufe mit 184 kW/250 PS ab 64.400 Euro.

Neu ist die Ausstattung Trailhawk, die sich durch eine schwarze Blendschutzfolie auf der Motorhaube und mattgraue Akzente auszeichnet

Bei der optischen Auffrischung greifen die Jeep-Designer auf bewährte Maßnahmen zurück. So wurde die Front leicht modifiziert. Die markentypischen sieben Kühlluftschlitze sind nun etwas niedriger ausgeführt. Ebenfalls verändert wurde der untere Teil des vorderen Stoßfängers. Alle Modelle fahren zudem mit einem Auspuff-Doppelendrohr vor. Außerdem gibt es nun neue Leichtmetallräder. Die Topversion SRT, die mit einem 344 kW/468 PS starken V8 auftrumpft und mindestens 87.900 Euro kostet, unterscheidet sich von den anderen Varianten durch ihre schwarzen, extrem niedrigen Kühlluftschlitze und den auffälligen Lufteinlass im unteren Bereich des Stoßfängers. Die zwei Top-Niveaus Summit und SRT verfügen nun über Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion.

Die Topversion SRT, die mit einem 344 kW/468 PS starken V8 auftrumpft und mindestens 87.900 Euro kostet, unterscheidet sich von den anderen Varianten durch ihre schwarzen, extrem niedrigen Kühlluftschlitze und den auffälligen Lufteinlass im unteren Bereich des Stoßfängers

Neben den Äußerlichkeiten wurde auch bei den Fahrerassistenzsystemen nachgerüstet. Da die überarbeiten Modellen nun mit einer neuen, vollelektrischen Servolenkung ausgestattet wurden, ist jetzt ein automatischer Park- und ein aktiver Spurthalteassistent mit Lenkeingriff erhältlich. Die Rückfahrkamera lässt sich jetzt am Touchscreen aktivieren, ohne dass der Rückwärtsgang eingelegt wurde, um das Geschehen am Heck einfacher kontrollieren zu können.

Alle Modelle fahren zudem mit einem Auspuff-Doppelendrohr vor. Außerdem gibt es nun neue Leichtmetallräder

Die Ausstattungslinie Trailhawk ergänzt nur die Niveaus Laredo, Limited, Overland, Summit und SRT. Sie unterscheidet sich von den anderen Varianten durch eine schwarze Blendschutzfolie auf der Motorhaube, mattgraue Akzente für Dachreling, Frontgrill, Frontschürze und Außenspiegelgehäuse sowie den charakteristischen Trailhawk-Schriftzug am Heck. Zur Serienausstattung gehören 18-Zoll-Reifen mit Kevlar-verstärkten Seitenwänden, ein Unterfahrschutz, Luftfederung mit fünf Einstellstufen und bis 28 Zentimeter Bodenfreiheit sowie ein Bergauf- und Bergab-Fahrassistent. Neben dem 250 PS-Diesel steht ein 3,6-Liter V6-Benziner mit 213 kW/290 PS (ab 62.400Euro) zur Wahl. Beide Triebwerke sind an ein Achtstufen-Automatikgetriebe mit Geländereduktion gekoppelt.

Jeep hat die markentypischen sieben Kühlluftschlitze etwas niedriger ausgeführt als bisher

Beim Thema Infotainment legt Jeep ebenfalls etwas nach. Fahrer können nun ihr eigenes Smartphone samt Internetanbindung unter anderem für Internetradio, Twitter, Navigation oder SMS-Vorlesefunktion nutzen sowie auf Apps zurückgreifen. (Elfriede Munsch/SP-X)

Jeep-Sondermodell zum Sonderpreis – Rabatt auf Superhelden-SUV

Jeep senkt den Preis für das Renegade-Sondermodell „Dawn of Justice Special Edition“. Das anlässlich des Superheldenfilms „Batman vs. Superman“ aufgelegte Mini-SUV kostet bis Ende November 17.900 Euro statt der ursprünglichen 21.900 Euro. Zur Ausstattung des komplett in Schwarz gehaltenen Modells zählen unter anderem 18-Zoll-Räder, Lederlenkrad und Parksensoren am Heck. Für den Antrieb sorgt ein 81 kW/110 PS starker 1,6-Liter-Benziner. Das Angebot gilt ausschließlich für sofort lieferbare Neuwagen. (Holger Holzer/SP-X)

Jeep stellt sein Kompakt-SUV Compass vor – Ab ins Gelände

Mit dem neuen Compass will die Traditionsmarke Jeep in der Klasse der kompakten SUV eine wichtigere Rolle spielen als bisher. Der optisch dem größeren Grand Cherokee nachempfundene Fünftürer ist nur 4,39 Meter lang und überrascht mit seinem gefälligen Design. Im Gegensatz zu den Konkurrenten aus Korea, Japan oder auch Frankreich ermöglicht die ausgefeilte Allradtechnik der teureren Versionen auch Ausflüge ins unwegsame Gelände. Nach Deutschland kommt der Compass im Herbst 2017.

Mit dem neuen Je Compass bringt die inzwischen zum Fiat-Konzern gehörende Traditionsmarke den Wind von Abenteuerlust in die Klasse der kleineren SUV. Er ersetzt sowohl den etwas eckigen Vorgänger als auch den pummeligen Patriot und bringt Würze in den Einheitsbrei der zahllosen Möchtegern-Geländewagen aus nahezu aller Herren Länder.

Der optisch dem größeren Grand Cherokee nachempfundene Fünftürer ist nur 4,39 Meter lang und überrascht mit seinem gefälligen Design
Der optisch dem größeren Grand Cherokee nachempfundene Fünftürer ist nur 4,39 Meter lang und überrascht mit seinem gefälligen Design

Dabei weist Blechkleid nicht unbedingt auf eine Alleinstellung des italienischen Amerikaners hin. Die Frontpartie zeichnet zwar das Gesicht des großen Grand Cherokee nach, der Rest der Karosse unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen Kompakt-SUV. Wie heutzutage so in Mode, fällt das Dach leicht nach hinten ab, Ausbuchtungen oberhalb der Radhäuser sind wie anderswo dem Anspruch auf eine Prise robuster Urigkeit geschuldet. Am Heck mit der in einer Art Spoiler endenden Dachlinie könnte man den Compass ebenfalls nicht als solchen erkennen.

Die Preise dürften zwischen 30.000 und 40.000 Euro liegen
Die Preise dürften zwischen 30.000 und 40.000 Euro liegen

Wenn da nicht soviel Luft zwischen der Oberseite der Räder und der Umrandung der Kotflügel wäre. Die nämlich weist auf eine Eigenschaft hin, die den Compass von den meisten seiner Mitstreiter abhebt. Mit entsprechendem Stolz betont Markenchef Mike Manley die großzügige Bodenfreiheit von gut 20 Zentimetern, die einen echten Geländewagen nun mal ausmacht. „Mit seiner Fähigkeit auch in schwierigem Gelände klarzukommen, setzt der Compass neue Maßstäbe in seinem Segment.“ Damit übertreibt Manley keineswegs. Denn der kleine Jeep verfügt je nach Modell über echte Offroad-Technik wie Getriebeuntersetzung, Einstellmöglichkeiten für verschiedene Untergründe wie Schnee, Sand oder Matsch oder auch für das Krabbeln über kleinere Felsbrocken. Zudem kann er durch 48 Zentimeter tiefes Wasser waten.

Wobei auch der Jeep-Chef weiß, dass vor allem in Europa kaum einer seiner Kunden im täglichen Autoleben vom festen Pfad abweicht und stets versuchen wird, feste Straßen unter den Rädern zu haben. Wozu dann also die teure Technik, die nur in Ausnahmefällen wie Schneechaos, überfluteten Straßen oder Umleitungen über matschige Naturstraßen ihre Stärken zur Geltung bringt. Fraglos ein mehr an Sicherheit. Für eine Marke wie Jeep aber ist das Können im Gelände ähnlich wichtig wie für Porsche die Rundenzeiten bei Testfahrten auf dem Nürburgring, die auch kein späterer Kunde jemals toppen wird. Zumindest will Jeep seinen Kunden das Angebot unterbreiten, einen echten Geländewagen zu erwerben.

Nach Deutschland kommt der Compass im Herbst 2017
Nach Deutschland kommt der Compass im Herbst 2017

Nur logisch also, dass ein der Allradantrieb beim Compass kein Pflichtprogramm ist. Jede Motorisierung kann auch mit Frontantrieb bestellt werden. Wobei das Motorprogramm für Deutschland ebenso wenig feststeht wie die Preise. Da der Compass auf der gleichen Plattform steht wie der um 14 Zentimeter kürzere, auch bei uns recht erfolgreiche Jeep Renegade, dürfte sich das Angebot an Triebwerken ähneln. Zur Wahl werden wohl zwei Benziner und zwei Diesel stehen, deren Leistungsspanne von 103 W/140 PS bis 125 kW/170 PS reicht. Dass auch der in den USA bevorzugte 2,4 Liter-Benziner 134 PS/180 PS seinen Weg in deutsche Compass-Modelle findet, ist eher unwahrscheinlich. Die Preise werden sich vermutlich je nach gewählter Motorisierung, Antrieb und Ausstattung zwischen knapp unter 30.000 bis gut 40.000 Euro bewegen. Da der Compass erst im September auch hierzulande verkauft wird, bleibt den deutschen Statthaltern noch genügend Zeit zur Preisfindung.

Dann wird die Preisliste einige Feinheiten bieten, die das Bankkonto weiter belasten. Es stehen diverse Assistenzsysteme zur Wahl, darunter auch ein Abstandsradar, Notbremsfunktion oder Spurhalteassistent. Gewählt werden kann unter drei Größen des Navigationsmonitors, wobei der 21,3 Zentimeter große Bildschirm natürlich am meisten hermacht und sich auch mit Smartphones der beiden großen Systeme gut versteht. Immer an Bord ist das farbige Info-System für den Fahrer, dass sich gut 17 Zentimeter direkt hinter dem Lenkrad breitmacht. Die kleineren Modelle werden mit 6-Gang-Handschalter geliefert, die stärkeren mit einer Neun-Gang-Automatik. Für einzelne Versionen ist auch eine 6-Gang-Doppelkupplung bestellbar.

Da der Compass zudem ein recht ansehnliches Innenleben vorweisen kann, dass trotz des freizügigen Einsatzes von Kunststoff für Behaglichkeit sorgt, ist er durchaus fit für lange Touren. Der Kofferraum ist mit bis zu rund 1.700 Litern (bei umgeklappten Rücksitze) ebenfalls alltagstauglich. Sicher wird sich der Neuling zum Verkaufsprimus der Jeep-Klasse entwickeln, da der Renegade vielen zu klein ist und der größere Cherokee eine Preis- und Größenklasse höher antritt. Vom teuren Edel-SUV Grand Cherokee ganz zu schweigen. Die Jeep-Manager müssen nur hoffen, dass das jetzt geweckte Interessen am Compass die nächsten 10 Monate bis zum Start in Deutschland überdauert. (Peter Maahn/SP-X)

Sondermodell Renegade 75th Anniversary – Der Jubiläums-Jeep

Jeep feiert dieses Jahr seinen 75sten Geburtstag. Das Jubiläum nimmt die Allradschmiede zum Anlass, deutschen Kunden ab sofort ein Sondermodell auf Basis des Kompakt-SUVs Renegade anzubieten. Vor allem farblich setzt sich die Editionsauflage 75th Anniversary von anderen Renegade-Varianten ab.

Mit einer Plakette weist der Jubiläums-Jeep auf das Jahr 1941 hin - dem Geburtsjahr der Allradmarke
Mit einer Plakette weist der Jubiläums-Jeep auf das Jahr 1941 hin – dem Geburtsjahr der Allradmarke

Zu den auffälligen Details der Außenhaut zählen einige Bronze-Akzente. Dazu gehören Einfassungen am Kühlergrill und den Nebelscheinwerfern, ein Einsatz am Heckstoßfänger sowie in einem mattierten Bronzeton lackierte 18-Zoll-Leichtmetallräder. Zusätzlich deutet das Emblem „Since 1941“ auf das Geburtsjahr der Marke hin. Als Außenlackierung wird neben sechs weiteren Farbtönen speziell die Farbe Jungle Green angeboten. Dieser Farbton soll einen schicken Kontrast zu den Textil-Sitzbezügen in Schwarz oder Sand/Schwarz mit orangefarbenen Ziernähten bilden. Zusätzlich sorgen auch innen Bronze-Akzente für eine besondere Optik.

Darüber hinaus ist der Jubiläums-Jeep üppig ausgestattet. Das Sondermodell basiert auf der gehobenen Ausstattung Limited, die serienmäßig ein Multimedia-Navisystem mit großem Touchscreen, eine Zweizonen-Klimaautomatik, einen Tempomaten, einen Spurhalteassistenten, Parkpiepser und einiges mehr bietet.

Das Sondermodell Jeep Renegade 75th Anniversary bietet eine gehobene Ausstattung
Das Sondermodell Jeep Renegade 75th Anniversary bietet eine gehobene Ausstattung

Antriebsseitig stehen zwei Motoren zur Wahl: Ein 1,4-Liter-Benziner mit 125 kW/170 PS sowie zwei Zweiliter-Diesel mit 103 kW/140 PS. Während der Benziner mit einer Neunstufen-Automatik zwangsgekoppelt ist, haben Dieselkunden die Wahl zwischen dem Selbstschalt-Getriebe und einer manuellen Sechsgangschaltung. Letztere Variante markiert auch den Einstiegspreis für das grundsätzlich mit Allrad ausgestattete Sondermodell, das mindestens 33.075 Euro kostet.

(Mario Hommen/SP-X)

News: Jeep mit extrovertierten Konzepten im Markenstil

Die Easter Jeep Safari jährt sich zum 50. Mal und das will man beim amerikanischen Geländewagenhersteller mit sieben neuen Concept-Cars sowie eine Vielzahl von Mopar- und Jeep-Performanceteilen feiern. Dabei betont jedes dieser Modelle, wie robust und anachronistisch die Marke sein möchte, obwohl die Verbindung mit Fiat diese Identität teilweise etwas weichspült. Ein kurzer Überblick über die Konzepte, die uns erwarten. Read more

Jeep Renegade – Willy hätte ihn gemocht

Zum 75. Geburtstag des historischen „Willys“ Jeep bietet die amerikanische Geländewagen-Marke ihren jüngsten und kleinsten Zuwachs nun günstiger an: Im ersten Quartal 2016 kostet das Einstiegsmodell (81 kW/110 PS) des Jeep Renegade 17.900 Euro, 2.000 Euro weniger als bisher.

Im Zweiten Weltkrieg nutzten amerikanische Truppen den Geländewagen Willys-Overland MB. Er trug dazu bei, dass „Jeep“ heute auch ein Synonym für Geländewagen ist. Der kantige, kompakte Geländewagen Renegade sieht seinem historischen Vorbild ähnlich.

Anders als beim 4×4-Willys wird beim genannten Renegade-Einstiegsmodell die Antriebskraft des 1,6 Liter großen Vierzylinder-Benzinmotors über ein Fünfgang-Schaltgetriebe nur an die Vorderräder geleitet. Zur Serienausstattung des Renegade Sport 1.6 E-torQ gehören unter anderem Klimaanlage, Infotainment-System, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber und Multifunktionslenkrad.

Jeep Renegade Night Eagle – Matt wie die Nacht

Durch Verzicht auf Chrom- und Silberteile will das Sondermodell „Night Eagle“ des Jeep Renegade auffallen. Bei dem kleinen SUV sind alle ansonsten glänzenden Zierteile an Kühlergrill, Fensterrahmen und Dachreling durch matte Akzente ersetzt. Dazu gibt es schwarz lackierte 17-Zoll-Räder, Klimaanlage und Parksensoren für das Heck. Optional ist eine Mattlackierung in Anthrazit zu haben. Der Preis startet bei 24.700 Euro für die 88 kW/120 PS starke Variante mit 1,6-Liter-Diesel und Frontantrieb. Alternativ gibt es eine Allradversion mit zwei Litern Hubraum und 103 kW/140 PS für 27.600 Euro. Gegen 1.850 Euro Aufpreis ist ein Ausstattungspaket mit Navigationssystem, Sitz- und Lenkradheizung sowie weiteren Extras im Programm.

Der Renegade Night Eagle ist nach dem Cherokee Night Eagle das zweite Jeep-Modell im matten Trim. Darüber hinaus legt die Marke regelmäßig Sondermodelle ohne Chromzierrat auf. Das Standardmodell des gemeinsam mit dem Fiat 500X entwickelten Renegade kostet 17.900 Euro.

Test: Jeep Renegade 2.0 Limited

Der Renegade ist so ein Auto, bei dem sich der Auto-Blogger in mir mal mächtig getäuscht hat. Als der kleine Renegade 2014 in Genf der Welt-Öffentlichkeit auf dem Automobil-Salon präsentiert wurde, da war ein klar ablehnendes Kopfschütteln das Ergebnis. Ein Jeep auf einer Plattform, die ursprünglich bereits dem Opel Corsa und dem Opel Karl diente. Angepasst für 4x4-Antriebe, zurechtgezimmert fü…

Test: Jeep Cherokee 2.2 MultiJet Limited

Eigentlich ist Jeep ja gar kein Hersteller von SUVs. Jeep? Das waren doch die, in deren DNA der Offroad-Einsatz als "Pflicht" und nicht als "Kür" verankert war. Über die Jahre hat sich das ein wenig verwässert und dann kam auch noch die Übernahme durch FIAT hinzu. Mit dem aktuellen Cherokee demonstriert man derweil, wie gut man sich an die Ide…

Fahrbericht: Jeep Cherokee 3.2l V6 Trailhawk

[=“ “ ]Warum:  Weil sechs Zylinder leise laufen
Warum nicht: Weil sie nur im teuren Paket zu haben sind
Was sonst? Doch lieber den Diesel

Wer sechs braucht, muss zahlen

Fahrbericht zum Jeep Renegade 3.2l V6 Trailhawk

SUV und Diesel scheinen in Deutschland fast schon eine Zwangsehe eingehen zu müssen. Am deutschen Gesamt-Pkw-Markt liegt der Selbstzünderanteil mit 48 Prozent knapp unter der Hälfte, bei den Hochbeinern dagegen werden rund acht von zehn Fahrzeugen mit einem Diesel ausgeliefert. Beim Geländewagen-Klassiker Jeep Cherokee entscheiden sich hierzulande sogar über 90 Prozent der Käufer für einen der drei Diesel: Von bislang 1.917 in diesem Jahr zugelassenen Fahrzeugen fahren nur 120 mit Otto-Kraftstoff. Wer allerdings einen Vierzylinder in dem 4,60-Meter-SUV nicht für standesgemäß hält, muss zum Benziner – und tief in die Tasche – greifen: Nur der Ottomotor verfügt über sechs Zylinder, doch ist der Cherokee 3.2l V6 mit 48.000 Euro auch das mit Abstand teuerste Modell.

Der Benziner kostet über 16.000 Euro mehr als der günstigste Diesel. Dafür erhält man, neben etwas mehr Serien-Ausstattung, auch das stärkste Triebwerk: Einen 200 kW/272 PS starken 3,2-Liter-Leichtmetall-Motor, der mit ausgesprochen ruhigem Lauf punkten kann. Zwar arbeiten selbst die angebotenen Selbstzünder recht geräuscharm, doch das Benzin-Aggregat flüstert nach dem Anwerfen so leise vor sich hin, dass nur der Blick auf der Drehzahlmesser bestätigt, dass es wirklich läuft. Und auch unter Last bleibt der Benziner ausgesprochen ruhig und schnurrt V6-typisch vor sich hin – vorausgesetzt, man fragt nicht zu viel Leistung ab.

Jenseits der 4.000 Touren wird der Motor deutlich hörbar. Schade, denn sein Drehmomentmaximum von 315 Newtonmeter erreicht er erst jenseits dieser Marke. Abgesehen vom kurzen ersten Gang, der eindrucksvolle Ampelstarts und einen Standardsprint in 8,4 Sekunden ermöglicht, ist die serienmäßige Neungang-Automatik bemüht, die Nadel des Drehzahlmessers in der Regel bei rund 2.000 Touren zu halten. Die längere Übersetzung der höheren Fahrstufen macht’s möglich, und zum entspannten Cruisen ist so immer noch ausreichend Kraft vorhanden. Wer allerdings mehr Wumms wünscht, muss beherzt aufs Gas treten.

Dann sortiert das von ZF beigesteuerte Getriebe die Gänge neu und nach einer kurzen Gedenksekunde steht die volle Schubkraft bereit. So zackig wie das Anfahren fallen Zwischensprints allerdings nicht aus und auch die Höchstgeschwindigkeit ist mit bei bescheidenen 180 km/h nicht sonderlich souverän. Auf der Autobahn fahren ihm die schwächeren Diesel problemlos davon, was unter anderem an seinen serienmäßigen Geländereifen liegt. Einen Pluspunkt gibt’s dagegen für den Verbrauch: Bei normaler Fahrweise übersteigt der Benzin-Durst die versprochenen 9,6 Liter je 100 Kilometer nur geringfügig; die Diesel lassen sich trotz deutlich niedriger Normwerte auch kaum unter zehn Liter fahren.

Das Technologie-Paket bringt zwar alle gängigen Assistenten mit, vom Spurhalter über den Kollisionswarner bis zur Tot-Winkel-Überwachung, kostet aber 2.500 Euro zusätzlich
Das Technologie-Paket bringt zwar alle gängigen Assistenten mit, vom Spurhalter über den Kollisionswarner bis zur Tot-Winkel-Überwachung, kostet aber 2.500 Euro zusätzlich

Überzeugen kann der Cherokee mit seinem fein austarierten Fahrwerk, das zwar straff, aber nicht übertrieben hart ist und dem Vorurteil einer schaukeligen SUV-Sänfte vehement entgegen wirkt. Die Lenkung ist ebenfalls tadellos: Das System arbeitet elektromechanisch und reagiert auf Befehle direkt und präzise, so dass sich Kurven problemlos flott durcheilen lassen. Traktionsprobleme kennt der stets allradgetriebene Benziner ohnehin nicht. Mehr noch: Er kommt von allen Cherokees wohl am weitesten. Nur er fährt nämlich in der Trailhawk-Ausstattung vor, und so mit mehr Böschungswinkel und als einziger mit elektronisch geregelter Differenzialsperre an der Hinterachse. Hinzu kommen ein exklusiver Unterfahrschutz, ein zusätzliches Fahr-Programm zum Felsenklettern und ein gut zweieinhalb Zentimeter höheres Fahrwerk.

Während er seine Geländetauglichkeit standardmäßig an Bord hat, muss er für größtmögliche Sicherheit auf der Straße extra ausgestattet werden. Das Technologie-Paket bringt zwar alle gängigen Assistenten mit, vom Spurhalter über den Kollisionswarner bis zur Tot-Winkel-Überwachung, kostet aber 2.500 Euro zusätzlich. Und auch Bi-Xenon-Scheinwerfer, Sitzheizung und die Rückfahrkamera lässt sich Jeep noch extra bezahlen. Aber: wer sich für den teuren V6 entscheidet, sollte auch dafür noch das nötige Kleingeld übrig haben.

Kleiner Jeep Renegade, ganz tapfer!

Go anywhere, do anything!

Tapfer kämpft sich der kleine Renegade durch das Unterholz. Immer wieder setzt Staub die Frontscheibe des kleinsten der Jeep Famile zu. Kein Wunder, vor ihm zeigt der stämmige Bruder Wrangler gerade, was es heißt, mal richtig im Gelände unterwegs zu sein. Immerhin stammt er in direkter Linie von dem legendären Willis MB ab. „Go anywhere, do anything“, lautet die Devise von Jeep, die seit fast 75 Jahren ausschließlich Geländewagen und SUV bauen. Nun sind wir nicht am Rubicon in Montana, jenem mörderischen TestTrail, den jeder Jeep, der etwas auf sich hält, gemeistert haben muss. Doch auch das Testgelände hier im Maintal ist mit seinen Geröllstrecken und unübersichtlichen Schlammlöchern durchaus anspruchsvoll.

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In der Offroad-Variante Trailhawk mit Allradantrieb und diversen Fahrprogrammen hat der Renegade, der als erster Jeep nach der Liason von Chrysler mit Fiat nicht in Amerika, sondern in Italien gebaut wird, nicht viel Mühe mit der Strecke. Wie es sich für einen Jeep gehört. Auch für einen, der sich zwar jetzt mit einem Fiat 500 X eine Plattform teilt, dessen kantiges Äußeres aber mehr von seinen amerikanischen Genen zeugt. Im Innenraum sorgen trotz viel Jeep typischem Plastik farblich abgesetzte Umrandungen, das große Farbdisplay in der Mitte und die geschäumte Oberfläche der Armaturentafel für eine eher italienisch anmutende erfreulich freundliche  Atmosphäre. Vorne wie hinten gibt es für ein Auto dieser Klasse ordentlich Platz.

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Auf der Strecke fordern spitze Steinkanten jetzt einen äußerst gefühlvollen Umgang mit Lenkung, Gas und Bremse. Doch vor dem Schlimmsten bewahren spezielle Unterfahrschutz-Planken, die Jeep dem jüngsten Sprössling mit auf den Weg gegeben hat. Zwar unterstützt den Renegade Trailhawk mit dem 170 PS starken Vierzylinder Diesel keine Geländeuntersetzung, dafür eine im Vergleich zu den anderen Modellen kürzere Achsübersetzung, was gemeinsam mit dem kurzen ersten Gang der Neunstufen-Automatik zu überraschenden Offroadtalenten führt. Jetzt eröffnet sich vor uns ein Bild, das den Atem stocken lässt. Der Wrangler streckt ein Hinterrad in die Höhe und droht, den Hang hinunterzupurzeln. Unbeirrbar senkt sich das Urgestein von Jeep langsam ab und setzt seinen Weg fort. Die Sorge, dass der kleine Renegade hier nun doch noch scheitern könnte, lässt uns an Umkehr denken. Doch leider schiebt sich gerade der für alle Jeep typische siebenstrebige Kühlergrill eines uns folgenden Cherokee in den Rückspiegel. Wir lassen es langsam angehen. Die Traktionskontrolle kümmert sich um den Vortrieb und in Zentimeterarbeit kippen wir ab. Am Ende zeigt sich, dass die Technik eines Jeep Renegade Trailhawk mehr kann als jeder noch so geübte Offroad-Artist.

 

Erste Fahrt: Jeep Cherokee 2.2 Multijet Diesel – nochmal aufgedieselt

FCA präsentiert sein Erfolgs-SUV mit neuem Multijet II Diesel und Neun-Stufen-Automatik

Erste Fahrt im neuen 2.2 Liter Turbodiesel

Cherokee in der 5. Generation als „Platzhirschen“ im SUV Segment
Cherokee in der 5. Generation als „Platzhirsch“ im SUV Segment.

Die Marke Jeep – weltweit bekannt – steht für den Begriff SUV und Geländewagen. Seit mehr als 75 Jahren baut der amerikanische Hersteller seine Kompetenz in diesem Segment stetig aus. 2014 wurde nun die Eine-Million-Marke überschritten. Mit dem Cherokee produziert Jeep schon in der 5. Generation den „Platzhirschen“ im SUV Segment. Die neue Generation der Multijet Motoren sollen ihn noch effizienter und dynamischer für seine Kunden machen. Kombiniert mit einem Neun-Stufen-Automatikgetriebe und Start&Stopp Technologie werden Spitzenverbrauchswerte erwartet. Mit neuer Motorisierung unter der Haube startet der Cherokee bei einem Grundpreis von 32.900 Euro.

Jeep Cherokee mit neuem 2.2 Diesel
Jeep Cherokee mit dem neuen 2.2 Liter Diesel.

Mit der Einführung des ersten Cherokee im Jahr 1984 stellte Jeep vor drei Jahrzehnten das Segment der Mittelklasse-SUVs vor, dem bald eine ganze Reihe von Mitbewerbern folgten. Ein wesentliches Merkmal des Cherokee von 1984 war seine vollkommen neue und selbsttragende Karosserie, die dem Fahrzeug ein für Geländewagen besonders niedriges Gewicht und damit reduzierten Verbrauch ermöglichte. Die aktuelle fünfte Generation des Cherokee setzt erneut Maßstäbe in dem Segment. Diese sind ein athletisches Design, das erste Neungang-Automatikgetriebe im Segment, verbesserte Straßendynamik, die bekannten 4×4-Eigenschaften, hochwertiges Interieur, innovative Technologien und Komfort sowie „Fünf Sterne“-Sicherheit- und Schutzeinrichtungen, mit denen das Fahrzeug die Höchstwertung der Euro NCAP im Segment der mittleren Geländewagen erzielte.

Wurden bislang für den Cherokee jeweils zwei Benzin- und Dieselmotoren angeboten, sind mit der neuen Multijet II Generation ein neuer 2.2 Turbodiesel-Reihenvierzylindermotor mit zwei Leistungsstufen und Antrieben sowie ein 2.0 Turbodiesel mit einer Leistungsstufe und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe abrufbar. Auf einen Benzinmotor muss der Cherokee Kunde nicht verzichten und kann, wie schon seit 2013, einen 3.2 Liter V6 Pentastar mit Neun-Stufen-Automatik wählen. Mit seinen 200 kW (272 PS) verschafft er bei 315 Newtonmeter ein richtiges Cruiser-Gefühl. Der „kleine“ Diesel mit zwei Litern Hubraum leistet ganze 103 kW (140 PS) und bringt diese mit 350 Newtonmeter bei 1500 Umdrehungen sehr gut auf die Straße. Beim größeren 2.2 Liter Diesel mit 136 kW (185 PS) und 147 kW (200 PS) sind es 440 Newtonmeter bei 2500 Umdrehungen, die das Fahrzeug sehr beeindruckend nach vorn schieben. Ausnahmslos alle Aggregate erfüllen die geforderte Abgasnorm Euro6.

Jeep Cherokee 2.2 Diesel im Rheingau
Jeep Cherokee 2.2 Diesel im Rheingau.

Bei Testfahrten im beschaulichen Rheingau erleben wir das SUV sehr agil und spritzig, dank der neuen Diesel Power und des entkoppelten Hinterachsantriebs. Unebenheiten und Schlaglöcher federt das Fahrzeug souverän ab. Aber auch im Gelände zeigt der Cherokee wenig Mühe mit seinen Vierradantriebs-Systemen. Hier lassen sich je nach Bedarf drei unterschiedliche Modi einstellen, die das Fahren auch außerhalb von befestigten Straßen nicht erschweren. Die vom amerikanischen Autobauer vorgegeben Verbrauchswerte erreichen wir zwar nicht ganz, aber wir liegen immer im Toleranzbereich von 0,5 bis 0,8 Liter darüber.

Der neue 2.2 Diesel im Jeep Cherokee
Der neue 2.2 Diesel im Jeep Cherokee.

Beim Cherokee steigen wir in einen hellen und sehr freundlichen Innenraum. Die große Frontscheibe bringt viel Licht ins Fahrzeug und Fahrer, Beifahrer und auch die Passagiere im Fond haben mehr als ausreichend Platz. Mit breiten Kopfstützen ausgestattet, ist der Fahrersitz in der Topausstattung 8-fach verstellbar, davon vier Stufen elektrisch mit Memory-Funktion für die Lendenwirbelstütze. In der zweiten Reihe finden sich drei komfortable Einzelsitze. Das Gepäckraumvolumen beträgt bis zu 591 Liter bei Beladung bis zur Fensterkante bei voller Bestuhlung. Werden die Rücksitze umgeklappt, so steigt die Ladekapazität auf 1.267 Liter bei Beladung bis zum Dach.

Armaturenbrett mit TFT-Farbbildschirm
Armaturenbrett mit TFT-Farbbildschirm.

Für die zentrale Anzeige im Armaturenbrett dient bei allen Versionen ein TFT-Farbbildschirm. Direkt vor dem Fahrer stellt er ihm alle Basisinformationen zur Verfügung. Optional erhältlich ist das bei FCA bekannte Unconnect, ein Navigations- und Entertainmentsystem. Die meisten Fahr- und Komfort-Informationen sowie Bedien-Elemente wie zum Beispiel Audiofunktionen, Klimasteuerung oder Sitzheizung und -lüftung werden hier übersichtlich dargestellt.

Zum Thema Sicherheit bietet der Autobauer aus Amerika außer den üblichen Features wie sieben mehrstufig auslösbaren Airbags, einer Electric Stability Control (ESC), einem Überschlagsvermeidungssystem sowie ABS mit Geländekalibrierung noch weit mehr. Auf Wunsch sorgen ein Kollisionswarner mit Aufprallvermeidung, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandsregelung und Stopp&Go, ein Spurhalteassistent, ein Totewinkelwarner, die hintere Querbewegungs-Erkennung und der automatische Einpark-Assistent „ParkSense“ für weitreichende Unterstützung und Entlastung des Fahrers.

Den Einstieg beim Cherokee bildet die Ausstattungslinie „Sport“ mit einem Grundpreis von € 32.900. Dem Kunden erwartet bereits hier eine üppige Grundausstattung, die so schnell keine Wünsche offen lässt. Über den Ausstattungslinien „Longitude“ und „Limited“ kann die Topausstattung „Trailhawk“ alle Kundenwünsche erfüllen, so dass nur wenig Platz für Zusatzausstattung bleibt. Den Schlusspunkt setzt der Benziner 3.2 Liter V6 Pentastar 200 kW (272 PS) in der Ausstattung „Trailhawk“ mit € 48.000.

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Jeep Cherokee 2.2 MultiJet, Active Drive II Limited.

Jeep Cherokee 2.2 MultiJet, Active Drive II Limited:

Verkaufsstart:  September 2015
Basispreis:  32.900 €
Motorleistung:  147 kW (200 PS)
Antrieb und Getriebe: Neun-Stufen-Automatikgetriebe
Beschleunigung:  8.7  Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.1 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  203 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.624, 1.859, 1.697, 2.716 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann

Sicherheitsrisiko in zahlreichen Fiat-Chrysler-Modellen!

Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf der Autobahn und plötzlich stellt sich die Lüftung auf maximale Stärke ein, die Musik brüllt Ihnen ebenso mit maximaler Lautstärke entgegen, die Wischer starten und die Wisch-Wasch-Anlage läuft Amok. Und plötzlich wird das Fahrzeug langsamer. Science-Fiction aus einem Hollywood-Movie? Nein – ein ganz aktuelles Sicherheits-Risiko bei zahlreichen Fahrzeugen aus dem Fiat-Chrysler-Konzern!

UConnect – Uhacked!

Es ist ein Alptraum für den Autofahrer – denn neben den eher kleineren Problemen mit einer ferngesteuerten Funktion von Radio oder Klima – haben es die beiden Hacker aus den USA auch geschafft, einen Jeep Cherokee (unser Fahrbericht) per Laptop fernzusteuern. Der wired-Senior-Redakteur Andy Greenberg konnte sich auf einem abgesperrten Gelände persönlich davon überzeugen. Der Jeep Cherokee mit dem aktuellen UConnect-Multimedia-System entzog sich seiner Kontrolle und wurde von den beiden Hackern in den Graben gefahren.

Multimedia, Wireless, Remote, nahtlose Schnittstellen und die Verbindung der „Hardware“ Auto mit der „Software“ des Webs – eine wundervolle neue Welt, auch für uns von autohub.de. Wir sind überzeugt von den Chancen und Möglichkeiten, die uns das Internet und die Vernetzung von Auto und Web offenbart. Allerdings zeigt das aktuelle Beispiel aus den USA, wie weit entfernt Automobil-Hersteller von den notwendigen Sicherheitsansprüchen sind.

Das Hacker das eigene Fahrzeug „fremd“ steuern, war schon immer ein Totschlag-Argument gegen moderne Multimedia-Systeme im Auto. Wobei es hier nicht um eine Grundsatz-Diskussion geht, sondern um ein Versagen der Entwickler im FCA-Konzern.

Das UConnect-System wird im gesamten FIAT-Chrysler-Konzern genutzt und der gezeigte Jeep Cherokee steht nur exemplarisch für die Möglichkeit des „Remote-Angriffs“

Die gleichen Probleme in Deutschland?

Nach Informationen des „Vogel-Verlages“ sind die Fahrzeuge in Deutschland von dieser „Sicherheitslücke“ nicht betroffen. Zudem wurde der FCA-Konzern von der Hack-Aktion frühzeitig informiert und hat auf die Sicherheitslücke mit einem Update reagiert. Nun wurden in den USA die Besitzer eines Cherokee aufgefordert, das Update in einer JEEP-Werkstatt aufspielen zu lassen.

ANGST vor dem „Hacking“ des eigenen Autos?

Wie steht es bei Ihnen? Haben Sie ein ungutes Gefühl bei der neuen Technik? Schreiben Sie uns eine eMail oder kommentieren Sie diesen Artikel. Sagen Sie uns Ihre Meinung! Was erwarten Sie in der Zukunft für Probleme zwischen der Verbindung von „Web“ und „Auto“?

UPDATE:

Chrysler ruft nach dieser Sicherheitslücke nun 1.4 Millionen Autos zurück! 

 

 

 

Quellen: Danke an WIRED für den Artikel! | Danke an den Vogel-Verlag für die Rücksprache mit JEEP Deutschland und das Statement von JEEP Deutschland.

News: Jeep Grand Cherokee SRT – Viel PS für wenig Aufpreis

Die Münchner US-Autospezialisten von Geiger Cars haben sich den mit 344 kW/468 PS ohnehin schon nicht schwächlichen Grand Cherokee SRT vorgenommen. Das Tuning bringt den 6,4-Liter-Hemi-V8 auf eine brachiale Leistung von 525 kW/718 PS (776 Nm Drehmoment). In Sportwagen würdigen 3,9 Sekunden schnellt der Geländewagen so aus dem Stand auf 100 km/h, rennt maximal 295 km/h schnell.

In Sportwagen würdigen 3,9 Sekunden schnellt der Geländewagen so aus dem Stand auf 100 km/h, rennt maximal 295 km/h schnell
In Sportwagen würdigen 3,9 Sekunden schnellt der Geländewagen so aus dem Stand auf 100 km/h, rennt maximal 295 km/h schnell

Die Münchner installieren einen 2,9-Liter-Kompressor auf den V8, er sorgt in Kombination mit einem Ladeluftkühler und einer Motorbearbeitung inklusive Kolbenaustausch sowie einer Softwareabstimmung für die gesteigerte Leistung. Für den so verbesserten Grand Cherokee verlangt der Importeur 90.800 Euro, das sind 6.900 Euro mehr als der Geländewagen in der Standard-Ausführung laut Jeep-Preisliste kostet – obwohl das Tuning eigentlich mit knapp 24.000 Euro zu Buche schlägt. Weil Geiger Cars besonders große Stückzahlen des 468-PS-Topmodells bestellt hat, bietet der Importeur laut eigener Aussage den Grand Cherokee SRT (Europa-Modell) ohne Tuning für 66.900 Euro an.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

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Bildergalerie: FCA Jeep Modellpalette 2015 – On-und Offroad

Fotos im Artikel: Stefan Beckmann/Copyright: HundeReisenMehr Titelbild: Stefan Beckmann