KIAs 250€ Scheck – Ohne mich.

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Wer publiziert und von anderen Menschen gelesen wird – der ist automatisch interessant. Nicht nur für seine Leser – sondern ab einer kritischen Masse auch für Werbeagenturen und im Internet natürlich für allerhand SEO- und Sonstwas-Agenturen.

Es vergeht kein Tag an dem nicht ein knappes Dutzend an Anfragen in das elektronische Postfach trudelt. Zu einem großen Teil geht es um simple Linkbuilding-Anfragen und oftmals um das merkwürdige Angebot, wertigen Text-Content geliefert zu bekommen – wenn man diesen dann nur mit dem eingebundenen Backlink veröffentlicht ist die anfragende Seite schon zufrieden. Ja ne – ist klar.

Werbeagenturen

Werbe-Agenturen haben  oft einen zweifelhaften Ruf, das ist nichts was eine besondere Bemerkung verdient hätte. Doch manchmal zweifel ich wirklich an diesen so genannten Agenturen. Über die merkwürdigen Sitten von reinen social media Agenturen habe ich ja bereits geschrieben (klick hier) und dieses Mal durfte ich meine Erfahrung mit einer Agentur im Auftrag von KIA Motors Deutschland machen.

Aufgabe war: „Facebook-Seite, Aktion, irgendwas mit Fußball“ bekannt machen. So etwas subsummiert man unter dem Begriff des Advertorials – sprich man schreibt darüber, weil auf der anderen Seite jemand mit dem Scheck wedelt. Das ist nicht verwerflich – im Gegenteil, für 90% der Blogs ist es das tägliche Brot. Denn nur so kann man seinem Blog-Thema ungetrübt nachgehen. Für Freizeit-Blogger und Hobby-Texter ist das Advertorial ein nettes Zubrot, für Menschen die von der Online-Tätigkeit leben ist es einfach eine notwendige Einnahme-Quelle.

250€ gehen mir nun durch die Lappen – weil ich eben nicht über dieses Kia-Facebook Dingens schreibe und keinen Link auf die zu bewerbende Aktion setze. Und warum tue ich das nicht? Ganz simpel: 

Nach 17 eMails im Online-Spiel „Mail PingPong“ ist mir der Geduldsfaden mit dem schlechten Kampagnen-Briefing gerissen. Alles musste ich meinem Gegenüber aus der virtuellen Nase ziehen – um danach zu erfahren: Bezahlt wird erst – wenn die Kampagne von allen ausgeführt wurde. Was so viel bedeutet wie: Zahlungsziel unbekannt.

Ernsthaft? Ich habe keine Ahnung welcher Selbstständige so arbeitet – laut der Agentur die für die KIA dieses hippe „Content-Marketing“  durchführen sollte – wäre das in der Branche normal. Nun denn. Entweder bin ich in einer anderen Branche – oder ich habe noch nie mein Geld damit verdient, denn bei mir läuft das so:

  1. Anfrage
  2. Übereinkunft
  3. Leistung
  4. Rechnung
  5. Geldeingang
  6. Beitrag online
  7. Ende

Und nicht anders. Wäre ja noch schöner – Awareness herstellen und dann abwarten und irgendwann wird die Leistung entlohnt – zumal wenn kein Zahlungsziel genannt werden kann.  Das muss ich morgen früh mal in meiner Bäckerei versuchen. Hallo, ich hätte gerne 10 Brötchen nach „meinem Rezept“ und ich hole die Morgen ab – aber ich habe keine Ahnung wann ich die bezahlen kann … 

 

Lustigerweise ist das im Zusammenspiel mit KIA gleich der zweite Reinfall.

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

11 Comments

  1. Altes Denken aus der Print-Zeit. Man schaltet eine Anzeige und bekommt dafür einen redaktionellen Platz. Der Preis ist eine Unverschämtheit. Würde KIA empfehlen, sich mal eine Social Media Agentur zuzulegen.

  2. Ohkay…. aber jetzt machst Du doch Werbung für KIAs FB Seite… ich jedenfalls will jetzt wissen, was dieses Fußball-Dingens ist 😉