Die vierte Generation des Premium Hybrid SUV von Lexus

Im neuen Licht – das Premium-SUV Lexus RX  

Seit 30 Jahren setzt die Toyota-Nobelmarke in Sachen Technologie, Komfort und Effizienz Meilensteine

Bei Lexus rotieren jetzt nicht nur Räder und die Kurbelwelle, sondern auch das Licht. Und das mit einer Geschwindigkeit von 100 Umdrehungen pro Sekunde. Das Ganze nennt sich BladeScan-Technologie, ist Teil des Fernlichtassistenten und im RX jetzt weltweit erstmals im Einsatz. Innovationen wie diese, die Komfort und Sicherheit gleichermaßen verbessern, zeichnen Lexus seit nunmehr 30 Jahren aus. Denn in dem Jahr, als in Deutschland die Mauer fiel, stellte Toyota das erste Modell seiner neuen – zunächst auf den US-Markt zielenden – Nobelmarke Lexus auf dem Markt vor. Die Vorgaben für das Vorhaben klangen und waren forsch: Die besten, primär die deutschen Modelle von BMW und Mercedes auf dem Markt, galt es zu übertreffen. Der personelle, finanzielle und technische Aufwand, den Toyota dazu einsetzte, war enorm.

Toyota stellt Benchmark in puncto Laufruhe

Und in der Tat wurde der Achtzylinder, den Lexus mit dem Model LS 400 auf die Straße brachte, lange und auch in Stuttgart zum Referenz-Aggregat in Sachen Laufruhe für Achtzylinder. 

Die  Kombination mit einer achtstufigen Automatik war später (2006 im LS460) schlicht revolutionär. Inzwischen ist Lexus bei zehn Getriebefahrstufen angekommen und nicht nur bei der Getriebetechnologie setzten die Japaner Meilenstein um Meilenstein. Die Einführung von Hybrid-Fahrzeugen auch in der Oberklasse mit Allrad- und Heckantrieb zählt dazu. 

Mit dem 2,5 Liter Benzinmotor des ES300h baut Lexus heute das Triebwerk mit der besten thermischen Effizienz seiner Klasse (41 Prozent). Vorläufer der BladeScan-Technologie sind der im höhenverstellbaren Lenkrad integrierte Airbag (1989 im LS400), der aktive Lenkeingriff bei Gefahr einer Kollision (LS500 ), digitale Außenspiegel (ES bisher nur in Japan), die Einführung der Satellitennavigation für Pkw in Serie (1998 LS460) oder der Zweikammer-Airbag (2005).

Batterie-Fahrzeug mit Radmotoren als Innovation für die Zukunft

Die Tokio-Motorshow Ende des Monats bringt dann den nächsten Innovationsträger, der ähnlich ambitioniert ist, wie es der LS400 vor 30 Jahren auf der Detroit Motor Show war. Das erste Lexus-Batterieauto (BEV, steht für Batterie Electric Vehicle). Das Kompaktfahrzeug wird über vier E-Motoren verfügen, die im Rad untergebracht sind. Diese kühne Lösung habe sich nach langen Versuchen und Abwägungen als die für Komfort, Leistung, Raumnutzung und Fahrverhalten optimale Technik erwiesen, betont Toyota, weil jedes Rad selektiv und völlig unabhängig von den anderen gesteuert werden könne.

Vierte Generation des RX rollt ab dem 19.Oktober auf den deutschen Markt  

Zurück zum neuen RX, dessen vierte Generation ab dem 19. Oktober in Deutschland ausschließlich als Hybrid und in zwei Längen (4,89 und 5 Meter für die Siebensitzer-Version) angeboten wird: In den oberen der vier Ausstattungsstufen (F-Sport und Luxury Line) kommt der adaptive Fernlicht-Assistent mit BladeScan-Technologie in Serie. Dabei wird der Bereich vor dem Fahrzeug mittels einer LED, die auf einen rotierenden Spiegel trifft, gescannt und die einzelnen LED-Leuchtkörper punktgenau gesteuert. Ohne vorausfahrende oder entgegenkommende Fahrzeuge zu blenden, kann der Fahrer speziell Passanten bei Nacht deutlich früher, nämlich auf eine Distanz von 56 Metern, erkennen. Bisher lag die Grenze bei 32 Metern. 

Maximale Leuchtweite – und Breite  

Vereinfacht ausgedrückt, projizieren die LED in den Scheinwerfern ihr Licht auf einen klingenförmigen Spiegel, der mit 6000 Umdrehungen pro Minute rotiert und das Licht durch eine Linse reflektiert. Aufgrund des Restbildeffekts scheint sich das Licht nicht zu bewegen, obwohl es in perfekter zeitlicher Synchronisation mit dem rotierenden Spiegel ein- und ausgeschaltet wird. Ein Steuergerät im linken Scheinwerfer erkennt anhand der Informationen der Frontkamera vorausfahrende Fahrzeuge sowie die Umgebungshelligkeit, die Fahrzeuggeschwindigkeit und die Gierrate. Mit diesen Daten regelt es die LED und stellt deren Helligkeit für eine optimale Lichtverteilung ein. Ein konventionelles System verändert die Lichtverteilung in Schritten von ein bis zwei Grad, was das Licht scheinbar flackern lässt. Das BladeScan-System passt die Lichtverteilung in 0,1-Grad-Schritten an und wirkt damit deutlich natürlicher.  Dies ermöglicht eine Feinsteuerung der Lichtverteilung und eine weitere sowie breitere Ausleuchtung der Straße. Es werden auch Bereiche erfasst, die Lichtsysteme bisher nicht erreichen können. 

Fahrwerkselektronik mit 650 Stellstufen

Bei der jetzt umgesetzten Modellauffrischung bekommt der RX – das meistverkaufte Modell der Marke – einen 12,3 Zoll großen Touchscreen-Multifunktionsmonitor mit integrierter Sprachsteuerung. Am Fahrwerk wurden verwindungssteife Aufhängungselemente entwickelt und der Querstabilisator mit einem größeren Querschnitt eingebaut, um Untersteuerungstendenzen weiter zu minimieren. Das aktive Fahrwerk verfügt über 650 verschiedene Einstellstufen.

Das selbst aufladende Hybrid-System des Lexus RX 450h besteht aus einem 3,5 Liter Sechszylinder Direkteinspritzer mit 262 PS Leistung, der 335 Newtonmeter als maximales Drehmoment stemmt. In der aktuellen Auslegung des Hybridsystems wurde die Wasserpumpe verkleinert und in der Effizienz gesteigert, während die Zellen der Hybridbatterie nochmals kompakter gestaltet und damit ihr Raumbedarf im Fahrzeug reduziert werden konnte.

Beachtliche 30 Prozent der Teststrecke ausschließlich im Batteriebetrieb 

In Kombination mit dem Elektromotor bringt es das Hybridsystem der RX 450h auf eine Systemleistung von 313 PS, wobei der Generator an der Hinterachse, der im Normalfall die kinetische Energie zurückgewinnt und in Strom umwandelt, sich nur im Bedarfsfall als Elektromotor einschaltet und das E-Four-System mit zusätzlicher Traktion versorgt. 

Diese Grundarchitektur des RX-Hybridantriebs ist millionenfach bewährt und seit der  Einführung im RX 350h (2005) in ihrem Raumbedarf beständig verkleinert und im Gegenzug in der Effizienz konstant gesteigert worden. Für die Testfahrten auf Ibiza war die neue RX-Generation mit speziellen Trackern bestückt, die minutiös die Einsatzzeiten des Verbrenner-, des Hybrid- und des reinen Elektrobetriebs protokollierten. Deutlich über 50 Prozent der Strecke entfielen im Durchschnitt auf den Hybridantrieb und beachtliche 30 Prozent der Zeit war ausschließlich der Batteriebetrieb fürs Vorwärtskommen verantwortlich. Nach Darstellung von Toyota/Lexus ist für Effizienz des Hybridantriebs die von der Batteriegröße abhängige rein elekrische Reichweite weniger entscheidend als die Konstanz, mit der elektrisch gewonnene Energie für den Fahrbetrieb genutzt wird. Der Plug-in-Hybrid bringt nach Überzeugung von Toyota hier keine Vorteile. Auch weil es sich in der Praxis immer wieder zeigt, dass die für die Effizienz und Umweltentlastung durch einen Plug-in nötige Aufladung der Batterie den Kunden zu lästig ist und nicht konsequent erfolgt. Den kombinierten Normverbrauch für den RX 450h beziffert Lexus auf 6 Liter pro 100 Kilometer Fahrstrecke, berechnet auf die NEFZ-Werte.

Preise für den RX 450h beginnen bei 61.350 Euro

Die Preise für den RX450 h des Modelljahres 2020 beginnen bei 61.350 Euro für die Basisversion, die allerdings eine Quasi-Nullnummer ist, denn lediglich 1 Prozent der Kunden wählen sie. Die gängige Executive-Version beginnt mit 66.850 Euro. Wer hier auf der Siebensitzer-Variante besteht,  ist mit 70.400 Euro dabei

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