Japans Sportschau

Lexus nimmt den BMW M5 ins Visier. Auf der Detroit Auto Show (15. bis 25. Januar) zeigen die Japaner mit dem GS F die Sportversion ihrer gehobenen Mittelklasselimousine, die wohl im Laufe des Jahres auch in Deutschland auf den Markt kommt. Der Viertürer mit Hinterradantrieb setzt auf einen klassischen Saugmotor mit fünf Litern Hubraum und 348 kW/473 PS (vorläufiger Wert).

Der bereits aus dem kürzlich vorgestellten Mittelklasse-Sportler RC F bekannte Achtzylinder liefert ein Drehmoment von 527 Nm und ist an ein Achtganggetriebe mit manuellem Schaltmodus gekoppelt, das die Kraft an die Hinterräder überträgt. Daten zu Fahrleistungen und Effizienz gibt es noch nicht. Damit sich der Verbrauch im Rahmen hält, kann das Triebwerk bei geringem Leistungsbedarf aber auch im sparsameren, weniger leistungsstarken sogenannten Atkinson-Zyklus betrieben werden. Beim Beschleunigen und während schneller Etappen schaltet es automatisch in den gewohnten Otto-Zyklus zurück. Für dynamisches Fahrverhalten soll ein Torque-Vectoring-Differenzial sorgen, das die Kraft variabel zwischen den Hinterrädern verteilt. Der Fahrer kann dabei neben der Standardeinstellung einen Sport- und einen Rennstrecken-Modus wählen.

Optisch nimmt der stärkste GS bereits das für den Jahresverlauf angekündigte Facelift des Standardmodells vorweg und ergänzt das allgemein geschärfte Design mit den typischen Insignien eines leistungsstarken Top-Modells: Große Lufteinlässe, Spoilerlippen und in Signalfarben lackierte Bremssättel zählen zu den Erkennungszeichen.

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Hatte Lexus mit dem Mittelklasse-Coupé RC F bereits einen Konkurrenten für BMW M4 und Co. ins Programm genommen, greifen die Japaner nun eine Klasse höher an. Allerdings mit verhaltener Motorkraft. Die 348 kW/473 PS des GS F muten im Vergleich mit den 412 kW/560 PS eines BMW M5, den bis zu 430 kW/585 PS des Mercedes E 63 AMG und gar den 477 kW/649 PS eines Cadillac CTS-V fast ein bisschen wenig an. Anders als die Konkurrenz, die ihre Motoren mittlerweile sämtlich aufladen, setzt Lexus allerdings noch auf einen klassischen großvolumigen Saugmotor mit linearer Kraftentfaltung – und könnte so die nicht wenigen Liebhaber dieser Bauweise ansprechen.

Autor: Holger Holzer/SP-X

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