Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet – Ein Fond von Format

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) stellt Mercedes offiziell das neue E-Klasse Cabriolet vor. Damit die Oben-ohne-Schönheit im Messerummel nicht untergeht, gibt es vorab schon erste Bilder. Sehenswerte Bilder, denn in puncto Eleganz stellt die Neuauflage ihre beiden Vorgänger eindeutig in den Schatten.

Im Vergleich zum Vorgänger ist das neue E-Klasse Cabriolet um 12 Zentimeter auf 4,83 Meter gewachsen

Auch bei der Größe hat die offene E-Klasse zugelegt. So ist die Karosserie um 12 Zentimeter auf 4,83 Meter in der Länge gewachsen, parallel legte der Radstand um 11 Zentimeter zu. Das Größenplus soll vor allem den Insassen im Fond zu Gute kommen. So hat dort der Beinraum um stolze zehn Zentimeter zugelegt, auch bei Schulterraum und Kopffreiheit verspricht Mercedes mehr Freiheiten. Damit soll das Cabriolet sich als vollwertiger Viersitzer eignen. Lediglich der Kofferraum ist mit 385 Litern leicht geschrumpft. Bei geöffnetem Dach bleiben noch 310 Liter übrig. Praktisch: Die Fondsitze lassen sich im Verhältnis 50 : 50 umlegen.

Vom Größenzuwachs sollen vor allem die Fondpassagiere profitieren. Mercedes verspricht einen vollwertigen Viersitzer

Serienmäßig ist das E-Klasse Cabriolet mit einem elektrischen Verdeck ausgestattet, das im geschlossenen Zustand gehobenen Akustikkomfort garantieren soll. Auf Kopfdruck faltet sich die Textilpelle auch während der Fahrt bis zu 50 km/h in den Kofferraum. Dort trennt ein Rollo Verdeck und Gepäck. Wer das Rollo nicht umständlich manuell in Position bringen will, muss das Cabrio-Komfort-Paket mit Automatik-Rollo ordern. Damit die Insassen die Offen-Freuden selbst bei frostigen Temperaturen entspannt genießen können, sind Extras wie das ausfahrbare Windschott hinter den Rücksitzen, ein Aircap-Spoiler über der Frontschiebe oder die Nackenheizung Airscarf bestellbar. Außerdem gibt es Sitzheizungen auf allen vier Sitzplätzen.

Geschlossen sieht das E-Klasse Cabriolet wie ein Coupé aus

Vorne bietet das Cabriolet viel E-Klasse-Chic, wie etwa das optionale Riesendisplay-Cockpit (12,3 Zoll) oder eine farbenreiche LED-Ambientebeleuchtung. Gegen Aufpreis ist das vielseitig nutzbare, aber auch teure Infotainment-System Comand Online bestellbar, das unter anderem eine Integration von Smartphones erlaubt und viele onlinebasierte Dienstleistungen wie etwa ein Echtzeit-Verkehrsinformationen bietet. Serienmäßig ist die offene E-Klasse mit einem Kollisionsverhinderer ausgestattet, optional kann ein Abstandstempomat bestellt werden, der sogar das Lenken übernehmen und damit dem Vordermann auch in Kurven folgen kann.

Unter anderem kann man für das E-Klasse Cabriolet eine LED-Ambientebeleuchtung mit 64 Farben bestellen

Über das Motorprogramm macht Mercedes noch keine Angaben. Vermutlich wird das E-Klasse Cabriolet mit dem gleichen Aggregaten wie das E-Klasse Coupé starten. Die dann fünf zum Marktstart im Sommer 2017 verfügbaren Motoren werden allesamt über eine Neungang-Automatik verfügen. Vier Antriebe sind zudem mit Allrad kombinierbar. Die 135 kW/184 PS starke Basisversion E 200 dürfte in gut 8 Sekunden den 100-km/h-Sprint abhaken, bis zu 240 km/h schnell werden und rund sechs Litern verbrauchen. Vorläufige Topversion ist der E 400 4Matic, dessen 245 kW/333 PS starker Dreiliter-V6-Benziner eine Sprintzeit von nur etwas über fünf Sekunden und elektronisch begrenzte 250 km/h erlaubt. Alternativ wird der Kunde noch die Wahl zwischen dem Zweiliter-Vierzylinder E 300 mit 180 kW/245 PS sowie dem Zweiliter-Vierzylinder-Dieselmotor E 220 d mit 143 kW/194 PS und dem V6-Diesel E 350 d mit 190 kW/258 PS haben.

Schick sind unter anderem die turbinenartigen Belüftungsdüsen im Cockpit der Mercedes E-Klasse

Preise nennen die Stuttgarter noch keine. Derzeit kostet die Basisversion des offenen E 200 gut 48.500 Euro. Für die Neuauflage wird vermutlich ein Aufschlag fällig werden. (Mario Hommen/SP-X)

Previous ArticleNext Article
SP-X Redaktion
Die Nachrichtenagentur SP-X liefert Ihnen aktuelle Berichte und Informationen aus den Themenbereichen Auto und Mobilität. Die jeweiligen Autoren der Artikel sind in der Fußzeile des Artikels benannt.