Pressepräsentation Mercedes-Benz CLA 250 Shooting Brake: Schöner Rücken

Jetzt wissen wir, warum die A-Klasse A-Klasse heißt – weil sich um den Buchstaben A mittlerweile eine ganze Klasse von Modellen gruppiert. Jetzt kommt der Shooting Brake als gestreckte Erscheinung des viertürigen Coupés CLA dazu. Um die Klasse zu komplettieren, fehlen nun noch ein Cabrio und ein Kombi. Ob der Kombi kommt, ist sehr fraglich. Der passt so gar nicht in diese Klasse von jungen Spaßautos, bei denen Nützliches Gefahr läuft, alt auszusehen.

Funktion ist eben doch nicht alles beim Autodesign. Manchmal darf es auch nur gut aussehen. Diesem Prinzip folgen die CLS und erst recht die verlängerten Shooting- Brake-Versionen mit dem schönen Rücken. Darunter steckt zwar auch ein großer Laderaum mit immerhin maximal 1354 Litern Inhalt. Ihn deswegen einen Kombi zu nennen, würde vermutlich auch seine Designer als ehrenrührig empfinden. Der Nutzen wird zum willkommenen Nebeneffekt, ebenso wie die vier Zentimeter größere Kopffreiheit im Fond, die der Shooting Brake – glücklicherweise – dem viertürigen CLS-Coupé voraushat.

Wie bei der Silhouette gilt auch bei den Seitenfenster: Wer schön sein will, muss leiden können. Die hohe Schulterlinie und das abfallende Dach lassen wenig Fläche für Fenster. So entsteht eine schnelle, elegante Fenstergraphik, die allerdings die Sicht nach hinten deutlich einschränkt, was den Absatz bei Rückfahrkameras (374,85 Euro) und Aktiven Park-Assistenten (803,25 Euro) fördern dürfte.

Auch der Shooting Brake ist aber eine A-Klasse – ein handliches, eher straff abgestimmtes Fahrzeug der Kompaktklasse, auch wenn er es mit seinem Heckausleger auf klassenuntypische 4,63 Meter Gesamtlänge bringt. Wer vorn sitzt, hat dasselbe gelungene Armaturenarrangement vor Augen wie in dem Ur-Modell: Zwei Tubeninstrumente mit Display dazwischen, ein großer aufgesetzter Bildschirm in der Mitte, vier große runde Ausströmer und die Lüftungsregelung unterhalb des Bildschirms. Das wirkt sportlich-dynamisch. Nur bei den tief in den Tuben liegenden Zeigerinstrumenten verschwinden tagsüber die grauen Zahlen im Schatten. Hinterleuchtung wäre besser.

Beim Schooting Brake beginnt die Motorenauswahl ganz sanft mit dem CLA 180 von 90 kW / 122 PS mit Sechs-Gang-Handschaltung zum Einsteigerpreis von 29 809,50 Euro. Die Benziner-Palette endet beim CLA 250 Sport 4Matic mit 155 kW / 211 PS und dem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe 7G-DCT für 45 577 Euro. Wem das nicht reicht, der kann zum CLA 45 AMG 4Matic mit 265 kW / 360 PS für 57 269 Euro greifen und hätte damit den zurzeit stärksten Serien-Vierzylinder unter der Haube. Bei den Diesel reicht das Spektrum vom CLA 200 GDI mit 100 kW / 136 PS für 34 540 Euro bis zum 220 CDI 4Matic mit 130 kW / 177 PS für 41 275 Euro. Individualisieren lassen sich die Varianten über das Urban-Paket, die Sport-Modelle oder die AMG-Line.

Wir fuhren jetzt den 220 CDI 4Matic mit der Automatic, Wir empfanden ihn mit seinen 177 PS und dem Spurtvermögen von 8,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h als agil, fühlten uns durch den Motor aber immer wieder an sein Brennverfahren erinnert und trösteten uns deswegen mit dem Normverbrauch von rund fünf Litern. Zum Charakter des Shooting Brake passt ein Benzinmotor besser, fanden wir nach unseren Erfahrungen an Bord des CLA 250 Sport 4Matic. Da packt die Kraft so elegant zu, wie es zur schönen Erscheinung passt. Dieses Paket mit 211 PS, Automatik und Sportfahrwerk verschafft dem Shooting Brake genau den Charakter, den sein Äußeres verspricht. Da auch das Innere in Sachen Ambiente, Konnektivität, Komfort- und Sicherheitssystemen gehobenen Ansprüchen genügt, braucht es keine prophetische Gabe, um dem Shooting Brake Erfolg vorherzusagen – vielleicht nicht so sehr in Europa, in jedem Fall aber in China und in den USA, wo der CLA alle Erwartungen übertroffen hat.

 

 

(ampnet/Sm)

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Red.: auto-medienportal
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