Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid: Winter, Eis und die Heizung

Winter, Eis und Schnee stellen den Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid vor eine neue Herausforderung. Und immer wieder erreichen uns eMails von Outlander-Fahrern oder Interessenten, die wissen wollen, welche Erfahrungen wir mit dem Outlander Plug-In Hybrid gemacht haben, jetzt, wo es so kalt ist.

Warm durch den Winter im Outlander Plug-In Hybrid

Ich bin kein Freund von Handschuhen und Schal im Auto. Eine dicke Jacke, festes oder gar grobes Schuhwerk dazu und man fühlt sich wie ein Schneemann hinter dem Lenkrad. Ich persönlich bevorzuge sportliche Schuhe und fahre am liebsten ohne Jacke Auto. Da ist die Bewegungsfreiheit weniger eingeschränkt. Im Winter braucht ein Familien-Auto bei uns auf jeden Fall eine Sitzheizung, besser noch, zusätzlich eine Standheizung. Der Outlander Plug-In Hybrid besitzt eine solche elektrische Standheizung (und die Sitzheizung!). Seitdem es kalt geworden ist, haben wir diese programmiert, täglich zur gleichen Zeit wärmt sich der Outlander vor, taut dabei die Scheiben ab und nimmt der bevorstehenden Autofahrt so den frostigen Schrecken.

Allerdings – und hier gab es eine Leser eMail mit einer ganz ähnlichen Frage – scheint die Vorwärmezeit des Outlander Plug-In Hybrid nicht besonders lang zu sein. Wenn viel Schnee fiel, dann kann es trotz Standheizung mal notwendig sein, eine zweite Heizphase zu aktivieren.

Heizleistung der Standheizung

Die Standheizung zieht 2.2 kW an Leistung aus der Steckdose und das für zehn Minuten. Danach schaltet sie sich von alleine aus.  Auch Leser Hiersemann fragte vor kurzem, ob es wirklich nur 10 Minuten sind, die man per Standheizung vorwärmen kann.

Ja. Nach zehn Minuten schaltet sich die elektrische Heizung aus. Ein erneutes Einschalten ist dann nicht sofort möglich. Erst nach weiteren 10 Minuten lässt sie sich erneut aktivieren. Das wäre alles nicht so dramatisch, wäre die App zur Fernsteuerung des Outlander Plug-In Hybrid nicht so langsam und umständlich zu bedienen. Dazu kommt die bekannte Problematik mit der Verbindung via WLAN. Sprich, einfach mal vom Badezimmer aus oder besser noch aus dem Schlafzimmer heraus mit dem Outlander in Verbindung zu treten, klappt eher nicht. Hier wäre ein weiterer Ausbau der Konnektivität des Outlander Plug-In Hybrid wünschenswert. Entweder er verbindet sich direkt mit dem WLAN von uns zu Hause, das würde ausreichen, oder Mitsubishi würde eine Konnektivität per Mobilfunk anbieten. Dann würde man die Verbindung zum eigenen Plug-In Outlander auch aus der Ferne vornehmen können. Aber zurück zum Winter, zurück zur Standheizung.

outlander phev winter

Unter 7° benötigt die Heizung (Klimaautomatik) einen Heizofen, der ihr die Wärme zuliefert, die von den Insassen gefordert wird. Beim Outlander Plug-In Hybrid arbeitet zwar eine elektrische Heizung für den Wasserkreislauf für die Standheizung, sobald man in Fahrt ist, muss die Abwärme jedoch vom Motor geleistet werden. Nun fragte Leser Hiersemann nach meiner ganz persönlichen Einstellung für die Heizung, wie ich möglichst wenig per Benzinmotor fahre und was ich mache, damit ich mit dem Outlander PHEV sowohl mit warmen Füßen als auch maximal effizient unterwegs bin.

Nun – das ist ganz einfach:

Bevor ich friere, die Scheiben anlaufen oder die Luft im Auto stickig wird, lasse ich den Benziner des Outlander Plug-In Hybrid also lieber mitlaufen! 

Mir sind warme Füße wichtiger als der letzte Tropfen Benzin-Effizienz. Frei nach dem Motto: Die Technik soll dem Menschen dienen, nicht andersherum. Vermutlich wäre es toll, wenn der Outlander Plug-In Hybrid mit einem 20kW-Akku anstelle eines 12 kW-Akku ausgerüstet wäre. Es wäre auch toll, würde der Outlander Plug-In Hybrid dann wie ein E-Auto über eine Wärmpepumpe arbeiten. Für die Klimaanlage und für die Heizung und dann noch einen wirksamen Luftentfeuchter verwenden. Ja, super wäre das. Und anstelle eines 2.0 Liter Benziners ohne Aufladung würde ich mir dann einen 1.5 Liter Dreizylinder Turbo-Benziner mit Gas-Antrieb wünschen (CNG).

Aber so funktioniert das leider nicht. Der Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid wird auf der ganzen Welt angeboten. Deutschland wiederum gehört zu den Ländern, in denen auf der Autobahn freie Fahrt gilt, Diesel aber billiger als Benzin ist. Zudem wird bei uns weniger gependelt, und wenn, dann eine längere Strecke. Es ist nicht einfach, den richtigen Kompromiss für alle Autofahrer zu finden. Genau deswegen differenziert sich das Angebot an Antriebsmöglichkeiten ja weiterhin. Benzinmotor, Dieselmotor, Elektromotor, Gas-Antriebe, Hybride, Seriell, Parallel, Plug-In und Plug-In mit Diesel, mal mit Benzin. Einen Königsweg gibt es derzeit einfach nicht.  Erst recht nicht für so kleine Märkte wie Deutschland, in denen Plug-In Techniken derzeit noch zu wenig nachgefragt werden.

Mit der steigenden Auswahl wird die Beratung und die Analyse der eigenen Fahrgewohnheiten immer wichtiger, denn nur so findet man die sinnvollste Lösung für die eigenen Bedürfnisse. Und genau das muss beim Autokauf zuvor stattfinden. 

Der Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid bietet in meinen Augen eine extrem intelligente Brücken-Technik aus vernünftig dimensionierter Batterie (größer wäre schwerer und teurer) und lässt sich dennoch über die Langstrecke fahren, ohne Ladesäulen-Ängste haben zu müssen. Dass man dann dennoch Kompromisse eingehen muss, das akzeptieren wir.

Als Familienauto hängt der Outlander Plug-In Hybrid den größten Teil des Tages vor dem Haus an der Steckdose und ist aufgeladen, wann immer wir ihn nutzen möchten. Dennoch muss ich mir keine Gedanken über die Reichweite machen, sobald wir den Akku-Betrieb verlassen. Der Benzinmotor arbeitet dank der Rekuperation der Bewegungsenergie und dem ständigen Gleichgewicht aus Batterieleistung und Schwungkraft  ausreichend effizient.

Deswegen mache ich mir auch keine Gedanken um die Maximierung des Akku-Betriebes. Mir ist es wichtiger, mit einem gut klimatisierten Auto zu fahren. Daher verzichte ich vollständig auf die ECO-Taste, schalte die Klima auf 19.5°, nutze die Standheizung so viel es geht und freue mich über das clevere Zusammenspiel der drei E-Motoren und des Benziners.

5.42 Liter im Schnitt auf 100 Kilometer

Unseren Strom beziehen wir zu 100 % aus regenerativen Energiequellen. Da bin ich dann großzügig, was die Vorheizung des Outlanders Plug-In Hybrid angeht. Und bei den 5.42 Litern im realen Verbrauch – der Outlander Plug-In Hybrid spielt hier die Rolle eines Familien-SUV – spare ich mir auch jede Kritik! Der Plug-In Hybrid ist derzeit der einzige Plug-In Hybrid SUV, der sich in einem vernünftigen finanziellen Rahmen bewegt.  Und Mitsubishi hat sich da weit nach vorne gewagt. Dass sich am Outlander Plug-In Hybrid noch einiges ändern, will ich nicht ausschließen. Vermutlich wird auch einiges per Software machbar sein.

Software-Update für die Remote Control

Kaum tippt man diesen Blog-Artikel, schon erinnert einen das Handy an ein fälliges Update für die “Remote Control App”. Mit Software-Stand 1.3.7 lässt sich die Vorheizdauer der Standheizung einstellen. 10 Minuten, 20 Minuten oder 30 Minuten.  Um das Update zu übernehmen, muss man die App die Verbindung zum Auto aufbauen lassen. Dann das Auto in den Update-Modus bringen (Zündung an, ohne die Bremse zu treten, dann 5x per Fernbedienung Auf / Zu im Wechsel drücken (insgesamt also 10 mal!) und dann das Update der App durchführen.

Gerade ausprobiert: Jetzt läuft die Standheizung für 20 Minuten. Das sollte derzeit ausreichen, um die Scheiben zu entfrosten und den Innenraum vorzuwärmen 😉 

 

 

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