Finger weg von der „Pure PHEV“ Box von V-TECH!

Natürlich wollen wir alle gerne rein elektrisch fahren. Und Mitsubishi hat das verstanden und wird das Modelljahr 2017 des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlanders mit einer „pure EV“ Funktion ausrüsten. Vorab haben wir mit unserem Dauertestfahrzeug die „V-tech Pure PHEV“ Box ausprobiert.

Der polnische Vertrieb hat uns die Box kostenfrei zur Verfügung gestellt – hierfür ein Dankeschön nach Polen. Dennoch, wir können die Box nicht empfehlen.

Punkt 1:) Es gibt keine Einbauanleitung

Ein simpler Karton dient als Verpackung. Darin eine schwarze Kunststoffbox in der Größe einer Zigaretten-Packung. Wohin damit? Damit lässt einen die Box erst einmal im unklaren. Also: Motorhaube auf. Es wird sich doch ein Stecker finden, an den die Box passt.

Nein. Es findet sich nichts. Nach 10 Minuten aufgegeben und das Internet bemüht. Wo passt diese Box denn nun ran?


Die Google-Suche findet dieses Youtube-Video. Und zeigt bereits am Schreibtisch, der Einbau ist Fummelarbeit. Und es wird zur Fummelarbeit. Vor dem Fußraum kniend müht man sich ab, bricht sich fast die Finger, verknotet sich die Hände und fixiert die Box am Ende per Kabelbinder.

Punkt 2:) Die Box tut was man erwartet, aber

Ja, die Box tut, was sie verspricht. Man fährt rein elektrisch. Wer den grünen Button in der Mittelkonsole drückt (ECO-Mode), der aktiviert das Software-Programm der V-TECH Box. Und? Es funktioniert. Der Plug-in Hybrid Outlander fährt, auch bei Temperaturen unter 7°, rein elektrisch los. Bleibt auch bei Vollgas im rein elektrischen Mode und erst ab rund 130 km/h schaltet sich der Benziner direkt auf die Vorderachse zu. Kurz im Seriel-Mode, dann sofort im Parallel-Mode.

Nun das,  aber: Was also macht die Box?

Die Box spielt dem Motorsteuergerät des Plug-in Hybrid Outlanders falsche Parameter vor, so das die Steuerung des Antriebsstranges verändert wird. Ob das gut oder schlecht ist? Darüber bleibt immer eine unangenehme Gewissheit offen.

Mitsubishi hat den Plug-in Hybrid Outlander als ersten Plug-in Hybrid SUV der Welt konzipiert und auf die Straße gebracht. Das Layout mit den beiden E-Motoren und dem kleinen Benziner ist bewusst gewählt, ebenso die Funktonsprinzipien und Methodik des Plug-in Hybrid Antriebsstrang. Wer haftet für Schäden die aus der Benutzung der Box entstehen? Was, wenn die Box Sicherheits-Hürden des Betriebssystems überspielt?

Bei aller Einhaltung der versprochenen Funktion, es bleibt ein Gefühl der Unsicherheit. Daher werden wir 2017 den neuen Plug-in Hybrid Outlander mit der erweiterten EV-Strategie testen und dann noch einmal über den Einsatz und die Wirkung der „Pure PHEV V-Tech Box“ nachdenken.

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Plug-in Hybrid: Antriebsstrang mit Zukunft

Nach zwei Jahren im Dauertest ist für uns klar: Der Alltag im Plug-in Hybrid Outlander gewinnt durch seine effiziente und fokussiere Ausrichtung auf den elektrischen Antrieb. Frei von Reichweiten-Ängsten hat der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander den Alltag auf maximale elektrische Effizienz getrimmt. Ganz egal, ob es die Tour zum Einkaufen ist, die Fahrt mit dem Hund zum Tierarzt oder die mit der Kleinen in den Kindergarten. Mit der Reichweite von bis zu 52 km rein elektrisch ist der Alltag abgedeckt. Für weitere Strecken braucht es kein anderes Auto, denn auch auf der Langstrecke überzeugt der Plug-in Hybrid Outlander. Ja, der Verbrauch steigt gerne mal auf 8-9 Liter, wenn man viele Strecken ohne Batterie-Ladung überbrücken muss – aber unter uns – ein 2 Tonnen SUV mit Benzinantrieb und nur 8-9 Litern auf 100 km? Genial.

Beteiligung der Renault-Nissan Allianz

Die Zukunft des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

In dieser Woche haben Mitsubishi und Renault-Nissan Vollzug der Mehrheitsbeteiligung angekündigt. Mitsubishi wird zu einem Teil der Renault-Nissan Allianz und der erfolgreiche Sanierer von Renault und Nissan, Carlos Ghosn, wird einen Vorsitz im Vorstand von Mitsubishi übernehmen. Natürlich sprechen die Vorstände bei diesen Übernahmen immer von den massiven Synergie-Effekten. Von gemeinsamen Entwicklungen für die Zukunft und und und. Ganz nebenbei wird Renault-Nissan, gemeinsam mit Mitsubishi, in eine Liga der ganz großen aufsteigen. Auf Augenhöhe mit Volkswagen und Toyota. Bemerkenswert an der Presse-Konferenz in dieser Woche war jedoch die explizite Ankündigung, dass der Antriebsstrang des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlanders zum Plug-in Hybrid-Maßstab im Renault-Nissan Konzern erhoben wird. Denn nur mit der effizienten Hybridisierung wird man die Transformation zur Elektromobilität und die Einhaltung zukünftiger CO2-Grenzwerte erreichen. Und zugleich den Kundenwunsch nach einem SUV erfüllen können.

Detaillierter Blick auf den Antriebsstrang des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

Dass die Renault-Nissan Allianz mit der Mehrheitsbeteiligung an Mitsubishi nun auch den Antriebsstrang des Plug-in Hybrid SUV übernimmt, sagt viel über die Fortschrittlichkeit der Mitsubishi-Technik aus. Uns ist aus dem lange währenden Test bereits klar, wie genial die Technik ist. Wollen die Technik jetzt jedoch noch einmal im Detail vorstellen:

Mit Cleverness weiter fahren!

Es ist eine geniale Lösung unter dem Blech des Diamanten-SUV geworden. Alle Vorteile der SUV-Technik, ein permanenter Allradantrieb, eine lokal emissionsfreie Fahrt und dennoch, keinerlei Reichweitenängste.

Der Antriebsstrang des Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Detail:

Antriebsstrang Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid

Drei Motoren sorgen sich um den Antrieb des Plug-In Hybrid. Zwei davon sind Elektromotoren mit einer Leistung von jeweils 82 PS. Der vordere Elektromotor bringt dabei 137 Nm Kraft mit und der hintere Elektromotor 195 Nm. Wie bei Elektromotoren üblich, steht diese Kraft quasi ab der ersten Umdrehung zur Verfügung.

Zu den beiden Elektromotoren gesellt sich ein Benzinmotor, der im Atkinson-Zyklus arbeitet und damit primär auf die Funktion als „Strom-Generator“ abgestimmt wurde. Hier ist das Augenmerk auf die Effizienz des Zweiliter-Benziners (MIVEC) gelegt worden. Der Benzinmotor leistet 121 PS und wuchtet maximal 190 Nm Kraft auf die Kurbelwelle.

Der Benzinmotor wurde an eine Art Getriebeglocke montiert, in der sich eine Kupplung befindet. Allerdings besitzt der Outlander Plug-In Hybrid kein Getriebe im üblichen Sinne. Dennoch kann der Benzinmotor ab einer Geschwindigkeit von etwa 64 km/h direkt an die Vorderachse gekoppelt werden und treibt diese dann an.

Unter der Motorhaube und direkt am Benzinmotor befindet sich noch ein dritter Generator. Dieser dient ausschließlich der Energiegewinnung. Während die Elektromotoren an der Vorder- und Hinterachse sowohl Kraft auf die Achsen schicken als auch beim Rollen und Bremsen Energie aus der Bewegung zurück gewinnen, ist der Generator in der Nähe des Benzinmotors nur als Strom-Generator tätig.

Der Vorteil des Antriebsstranges ist die konsequente Konzentration auf maximale Effizienz, ohne deswegen die Nachteile eines Elektrofahrzeuges in Kauf zu nehmen. Mit den 12 kWh aus dem tief unter dem Fahrzeugboden integrierten Batteriepaket (senkt den Schwerpunkt, gut für das Fahrverhalten), schafft der Outlander nach EU-Norm eine Reichweite von bis zu 52 Kilometern, rein elektrisch. Für die meisten Pendler reicht diese Strecke völlig aus, um rein Batterie-Elektrisch zum Arbeitsplatz zu kommen.

Mitsubishi hat den Outlander Plug-In Hybrid ganz klar für das moderne urbane (Kunstwort für „die Stadt“) Leben konstruiert. Die maximale Effizienz erhält man bei ebenso konsequenter Nutzung der 12 kWh großen Batterie. Das ist im Alltag eine Umgewöhnung, weil man auf der Suche nach Strom nicht immer erfolgreich ist, lässt sich aber auf die Reihe bringen.

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Rein elektrischer Betrieb

Der Outlander Plug-In Hybrid verfügt im Multimedia-System über eine umfangreiche Erweiterung in den Menüs, mit denen man unter anderem die Fahrmodi darstellen kann. In diesem Fall sagt die Anzeige: „Wir fahren elektrisch!“ Die beiden E-Motoren werden aus der Batterie mit Strom versorgt (bis 60 kW Lastanforderung) und treiben den Outlander an.

Ab etwa 64 km/h kann sich die Anzeige verändern und ein neues Schema anzeigen:

Paralleler Hybrid-Betrieb

Ab 64 km/h kann sich der Benzinmotor über die Nasskupplung an der Vorderachse direkt zum Vortrieb einkuppeln. In den Unterlagen zum Outlander Plug-In Hybrid wird immer von 120 km/h gesprochen, bei denen sich der Benziner zuschaltet – das ist richtig, fällt der Batteriestand, fordert man mehr Kraft oder will man die Batterien laden, kann sich der Benziner jedoch bereits ab rund 64 km/h zuschalten und treibt dann direkt die Vorderachse an. Wer jetzt mit ein wenig Gefühl am Gaspedal arbeitet, lässt den Benzinmotor direkt zugeschaltet und schiebt den Outlander mit den 190 Nm des Benziners, wenn gewünscht, bis auf die abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h. Wer es mit dem Kraftabruf übertreibt, oder ganz einfach die maximale Leistung einfordert, der sieht eine andere Grafik im Display:

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Serieller Hybrid-Betrieb

Bis 120 km/h sieht man oft diesen Kraftfluss im Display. Der Benzinmotor produziert, angekuppelt an den Generator, die Energie für das Batteriepaket, von dort wird diese an die beiden Elektromotoren verteilt. Der Outlander Plugin-Hybrid ist ein echter SUV mit einem „echten“ Allradantrieb. Die Mitsubishi-Steuerungslogik für intelligente Allradantriebe (S-AWC) wurde auch in den Plug-In Hybriden übernommen. Bis Tempo 64 produziert der Zwei-Liter Atkinson-Benziner so, über den Generator, den Strom für den Vortrieb des Plug-In Hybrid.

Lade-Logik und Allrad-Cleverness

Von den ganzen Vorgängen spürt der Fahrer im Alltag so gut wie gar nichts. Der ganze Antriebsstrang, die Logik und Rechenleistung, die hinter dem ständigen Wechsel aus serieller- und paralleler Hybridtechnik, zwischen Rekuperation und dynamischer Verteilung der Antriebsleistungen steckt, ist derart ausgebufft, dass man nur voller Bewunderung hinter dem Lenkrad sitzt.

Der Reichweiten-Vorteil des Outlander Plug-In Hybrid

Das Ergebnis des aufwendigen Antriebsstranges, der cleveren Verknüpfung von Benzinmotor und Elektromotoren? Zusammen mit den 12 kWh großen Batterien und dem 45 Liter großen Benzintank? Der Plugin-Hybrid Fahrer muss keine Angst haben, liegen zu bleiben. Am Wochenende auf große Tour? Kein Ding. In den Urlaub? Kein Ding. Wer den Stromspeicher und die Möglichkeit zum elektrischen Laden konsequent nutzt, der schafft mit einer Tankfüllung fast 3.000 Kilometer! Glauben Sie nicht? 

Plug-in Hybrid Technik mit Zukunft!

Das Bekenntnis der Renault-Nissan Allianz zu Mitsubishi und ganz explizit zur Plug-in Hybrid-Technik der Japaner verleiht ein gutes Gefühl. Es bestätigt uns in unserer Meinung über die angewandte Technik bei Mitsubishi. Ein Alltag, rein elektrisch, ohne Reichweiten-Angst. Made by Mitsubishi. Made for the future!

 

 

Was unser Dauertest PHEV Outlander mit einer LED gemeinsam hat

Seit zwei Jahren fahren wir nun einen Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander im Dauertest. Zwei Jahre, die unsere Sichtweise auf die Plug-in Hybrid Technik massiv verändert haben. Zwei Jahre mit unzähligen Diskussionen und Gesprächen. Mit einem Beleuchten der Vor- und Nachteile. Zwei Jahren, in denen wir rund 30.000 Kilometer mit dem Plug-in Hybriden gefahren sind und dabei locker 900 Liter Benzin und damit rund 2.133 Tonnen CO2 eingespart. Über 2 Tonnen CO2 in zwei Jahren eingespart. Über zwei Tonnen! Und trotzdem muss man sich als Standard-Argument anhören: „Ja, aber – so ein Plug-in Hybrid ist ja auch viel aufwendiger in der Herstellung“. „Der verbraucht viel mehr Ressourcen und Energie – wegen der großen Batterie“.

Es ist schon merkwürdig – diese Argumente kommen vor allem von den typischen Diesel-Leasingfahrzeugkäufern, die sich überhaupt keine Gedanken darüber machen, welcher Effekt der stete Neukauf auf die eigene Energiebilanz hat. Es ist ein so schön einfaches Argument: Weil etwas neu ist, ist es kompliziert. Und weil man sich mit dieser „komischen“ Batterie-Technik und der ganzen Chemie da drumherum nicht auskennt, ist das komplizierter und aufwendiger. Und weil man Benzin und Diesel doch so einfach zapfen kann. Wer muss da schon diese teuren Akkus kaufen? Ja – die Argumente sind immer wieder die gleichen „dämlichen“ Argumente. Oft wird eine Diskussion dann emotional. Man will sich das Tanken schon gleich einmal nicht verbieten lassen. Auto fahren, diese Freiheit auf vier Rädern. Elektromobilität und Plug-in Hybriden werden dann mit dem Verzicht auf individuelle Mobilität gleichgesetzt – aber das Gegenteil ist der Fall.

Plug-in Hybride – die LEDs der Mobilität

Ich ziehe dann gerne den Vergleich zur LED heran. In unserem Haus haben wir nur noch LED-Technik. Zusammen mit dem Umzug stand eine ganzheitliche Umsetzung der Energiespar-Technik auf dem Plan. Nicht eine klassische Glühbirne vernichtet in unserem Haus Strom und produziert dabei vor allem Abwärme. Seitdem wir LEDs verwenden, sank die Stromrechnung um gut 30%!! Wir haben alleine mit der Verwendung von LED-Technik die Stromkosten um 30% gesenkt. Nun – gut, das vertanken wir nun jedoch in unseren Plug-in Hybride, aber das ist eine andere Geschichte. Es geht hierbei um die Effizienz.

Die Anschaffung der LED-Technik war teuer. Und ja, LED sind auch in der Herstellung aufwendiger, deswegen sind sie ja teurer. Aber, über den gesamten Lebenszyklus gesehen, sind LEDs die intelligentere Wahl. LEDs sparen über den gesamten Lebenszyklus deutlich mehr Energie ein, als man aufgebracht hat und damit helfen sie nicht nur der Umwelt, sondern auch dem eigenen Geldbeutel. Über den gesamten „Life-Cycle“ betrachtet, reduzieren LED den Energieeinsatz um den Faktor 10!

Und was ist mit den „seltenen Erden“?

Noch so ein Standard-Satz von „scheinbar aufgeklärten“ E-Auto-Gegnern. Selbst in einem TESLA Model S, der eine 6-8 große Batterie besitzt, sind keine 4 Kilo „Lithium“ enthalten. Auch hier spielt man gerne mit dem Halbwissen herum – hat aber im Prinzip überhaupt kein Argument gegen die Effizienz eines Plug-in Hybriden. Denn gerade dort, wo diese Fahrzeuge ihre Vorteile ausspielen, bewegen sich 90% der Autokäufer. In der Kurzstrecke. Selten mehr als 40 Kilometer am Stück oder gar am Tag. Unser Plug-in Hybrid Outlander hat in den letzten zwei Jahren über zwei Tonnen CO2 eingespart! Und er hat 900 Liter Benzin eingespart, die man sonst verbrannt hätte. Und im Gegensatz zur modernen Technik des Plug-in Hybriden lässt sich dieser Treibstoff nicht mehr recyclen. Die Batterie des Outlanders ist auch nach 8 Jahren noch voller Saft! Das garantiert Mitsubishi.

Haben Sie Fragen? Argumente gegen den Plug-in Hybriden? Schreiben Sie mir! 

 

AutoBild testet den Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

In der Ausgabe 38 vom 23.9.2016 war es wieder einmal so weit. Ein anerkanntes Fachmedium testet unseren Dauertester. Also nicht denselben, sondern nur den gleichen. Einen Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander aus dem Modelljahr 2016. Und bei solchen Tests sind wir immer sehr gespannt. Nach zwei Jahren traue ich uns ja durchaus zu, ein Auto differenzierter zu beurteilen als „die Fachmedien“.

Vergleichstest in der AutoBild: Kia vs. Mitsubishi vs. Toyota

Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander gegen Kia Niro und Toyota RAV4 Hybrid

Während wir den Toyota RAV4 Hybrid auch kennen, ist der neue Kia Niro für uns unbekannt. Umso besser kennen wir den Outlander. Ob der Kia am Ende verdient gewinnt, wir können es nicht sagen, aber da der Niro vollkommen neu ist und erst in diesem Jahr seine Premiere feierte, kann das so sein. Was aber klar sein muss: Wieder einmal hat die AutoBild einen Plug-in Hybriden gegen „normale“ Hybriden getestet. Ob das sinnvoll ist. Nun, wer sich fragt, ob Bananen besser sind als Orangen, der kann auch Hybride mit Plug-in Hybriden vergleichen.

Schummeln bei der Verbrauchsangabe?

Die Halsschlagader schwillt an, wenn die AutoBild investigativ sein will. Bei den Testwerten wird nun die Abweichung zum „Normverbrauch“ ermittelt. Häh? Sinnlos wie ein Kropf. Der Normverbrauch wurde erfunden, um Autos normiert miteinander vergleichen zu können. Jetzt eine Normrunde zu haben und die Fahrzeuge darauf zu vergleichen, mag unterhaltsam und informativ sein, ein Anprangern des „Mehrverbrauchs“ aber schlicht albern. Denn gerade bei Plug-in Hybriden entscheidet das persönliche Bewegungsprofil und nicht der Normverbrauch. Wir fahren unseren PHEV im Alltag gerne mal mit 0.0 Litern. Ist das deswegen der Maßstab für alle Käufer? Nein. Es ist eine Momentaufnahme. Bei der Autobild hat der Plug-in Hybrid Outlander 7.4 Liter im Test und 6.9 Liter im Sparverbrauch benötigt. Das sind 311% mehr als die Normangabe. Klingt dramatisch, ist aber nur Effekthascherei und hat NULL Informationsgehalt für den Leser. Spannender ist der Vergleich zwischen den Fahrzeugen. Und da ergibt sich für den PHEV Outlander sowohl im Alltag- als auch bei der Sportrunde jeweils ein Verbrauchsvorteil gegenüber dem klassischen Hybriden von Toyota. Der Kia Niro ist noch sparsamer, aber auch ohne Allradantrieb unterwegs und eigentlich ist der Niro auch kein richtiger SUV, sondern mehr ein hochgebockter Kombi.

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Der Plug-in Hybrid Outlander wankt?

Spannend ist auch immer wieder zu lesen, wie die Kollegen den Fahrkomfort des Mitsubishi beschreiben. Sind wir uns bei der Geräuschdämmung noch einig, so muss ich bei einem wankenden Fahrverhalten doch massiv widersprechen. Der knapp 2-Tonnen schwere PHEV-Outlander fährt sich extrem sicher und komfortabel. Sein Abrollkomfort ist gut und die Dämpfung verbindlich.

Dass die Autobild den Kia als Sieger wählt, liegt sicher auch am Preis. Aber sowohl beim Platzangebot als auch bei der Antriebstechnik muss man hier deutliche Abstriche machen. Und während der Outlander auch bei der Autobild bis zu 40 Kilometer rein elektrisch fährt, müssen die Gegner auf dieses Talent vollkommen verzichten. Lange Rede, kurzer Sinn: Mal wieder ein Test mit zweifelhafter Argumentation und merkwürdigem Sinn.

 

Differenz Bordcomputer und Real-Reichweite beim Plug-in Hybrid Outlander

Folgende eMail kam die Tage herein:

Hallo, besitze seit 2 Monaten einen Mitsubishi Hybrid. Tolles Auto! Aber!!
Ich lade die Batterien nachts am hauseigenen Strom. Wenn ich dann losfahre, zeigt mir die Anzeige, dass ich mit Strom ca 32 km fahren kann!
Das ist enttäuschend, denn mein Händler sagte, dass man mit voller Batterie ca 50km fahren kann!!!
Haben Sie hierzu schon Erfahrungen gemacht???
Freue mich auf Ihre Antwort!
Schöne Grüße
– Name bekannt –

Reale Reichweite, rein elektrisch?

Wichtig ist zuerst einmal die Aussage: „Bis zu 52 km rein elektrisch“. Aber das sagt nur aus, was unter optimalen Bedingungen möglich ist. Ähnlich den „Laborwerten“ von Verbrauchsangaben. Die reale Reichweite muss sich vielen Faktoren unterwerfen. Zudem berechnet der Plug-in Hybrid die elektrische Reichweite auf Basis der letzten Verbrauchswerte. Bei uns – wir wohnen am Berg – unterscheiden sich die angezeigte Reichweite und die machbare Reichweite sehr häufig. Oft werden 36 km angezeigt, aber 45 km elektrisch gefahren. Hier agiert der Bordcomputer des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander ein wenig pessimistisch. Die Antwort für die Leserfrage kann daher nur sein: Prüfen Sie die reale Reichweite und lassen Sie sich nicht vom „Schätzeisen“ im Cockpit verwirren!

 

Wir wünschen eine gute Fahrt. Und bei Fragen, schreiben Sie uns an: info@autohub.de

 

Dauertest-Notizen: Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander 2016

Notizen aus dem Dauertest-Alltag mit dem Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

Wie sehr nervt der Stecker?

Null. Gar nicht. Es ist im Prinzip erstaunlich, wie schnell man sich daran gewöhnt. Wobei die Hauptnutzung des Fahrzeuges als „Familien-SUV“ auch dafür sorgt, dass man prinzipiell zu Hause in der eigenen Garage lädt. Wir haben hierfür eine 22 kW-fähige mobile Wallbox angeschafft. Die ist für den Plug-in Hybrid Outlander massiv überdimensioniert, verleiht aber Freiheiten, die man sonst nicht hätte. Die von „CAR-GO-ELECTRIC“ stammende Multicharger-Ladebox mit 22 kW und Typ-2 Dose hat sich als extrem praktisch herausgestellt. Bei uns hängt die mobile Wallbox in der Garage und der Stecker für den Outlander PHEV ist dort eingesteckt. Das Garagentor zumachen und zuvor das Auto an den Strom stecken? Mittlerweile ein Handgriff. Unser Outlander-Testwagen wird primär über die 3.7 kW-Option geladen, der ChaDeMo kommt kaum zum Einsatz. Das Fahrzeug an den Strom zu stöpseln ist so normal geworden, wie Türen zu verriegeln oder ähnliches.

Fazit: Nein, ein Auto per Stecker „tanken“ nervt nicht. Im Gegenteil, unsere 2-Jährige wunderte sich zuletzt, als ein anderes Testfahrzeug zum „Tanken“ an die Tankstelle musste. Die Zeiten ändern sich eben.

Was macht der aktuelle Verbrauch?

Aktuell liegen wir wieder deutlich unter der NEFZ-Angabe. Mit 1.44 Litern auf 100 km (ausgerechnet auf 2.600 km) können wir die Vorteile des Plug-in Hybriden im Alltag vollständig nutzen. Viele Fahrten laufen unterhalb der 40 km Grenze ab und sind rein elektrisch.

Was ist bislang kaputt gegangen?

Nichts. Es ist fast ein wenig frustrierend. Wir sind bald über 30.000 km mit unseren PHEVs gefahren und nichts ist kaputt gegangen. Gar nichts.

Was würden wir anders machen?

Wir würden dem Plug-in Hybrid Outlander einen „pure EV“ Mode verpassen. Es gibt Tage, da möchte man nicht auf das Gaspedal aufpassen und dennoch rein elektrisch fahren. Ein „Pure EV-Mode“ könnte da Abhilfe schaffen. Und wir würden dem Outlander 2x 230 Volt-Steckdosen im Innenraum gönnen. Da das Projekt mit der Bi-Direktionalen Powerbox bislang nicht richtig zum Laufen kommt, wären klassische Schuko-Steckerbuchsen ein Anfang. Denn mit der Power eines Akkus könnte sich ein Outlander Plug-in Hybrid auf dem Campingplatz als „mobiler“ Stromgenerator ganz gut machen. Apropos Camping: Wir sind den Test mit dem Anhänger noch schuldig. Der wird nachgeholt und kommt! Versprochen ist versprochen!

 

 

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Der Alltag im Outlander Plug-In Hybrid

Ich freue mich darauf, auch in der Zukunft weitere Fragen beantworten zu dürfen. Wenn Sie ein Thema haben, dass noch nicht bearbeitet wurde, Sie aber interessiert, schreiben Sie mir!
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Der Outlander Plug-in Hybrid als Dienstwagen für Kommunen?

Gemeinden und Städte besitzen zum teil besonders große Fuhrparks. Allerlei Autos um die Mitarbeiter mobil zu halten um Aufgaben in der Verwaltung erledigen zu können. Und dabei geht es nicht einmal um die vielen Fahrzeuge mit Sonderfunktionen, nein, nur die Autos mit denen die öffentliche Verwaltung das tägliche Business am laufen hält.

Lokal Emissionsfrei – elektrisch unterwegs dank Plug-in Hybrid Outlander

Wenn es um Gemeinden und Städte geht, dann sind die Touren die man mit einem Auto unternimmt üblicherweise rein lokal. Man fährt selten eine Langstrecke, man bewegt sich in einem fest definierten Radius. Der Umstieg auf eine neue Technik sollte da besonders leicht gelingen.

Es gibt neben der lokal Emissionsfreien Fahrt noch weitere Vorteile: Wenn Städte und Gemeinden anfangen und selbst Elektrofahrzeuge nutzen, oder wenigstens Plug-in Hybriden wie den Outlander von Mitsubishi, dann sorgen sie auch für eine Infrastruktur. In vielen Fällen sind die Gemeinden zugleich Energieversorger – was liegt also näher, auch die Verantwortung für die Schaffung einer Infrastruktur zu übernehmen?

Für mich, der täglich mit dem Plug-in Hybrid Outlander in Kontakt steht, stellt sich die Frage nicht mehr? Es wäre schön, wenn die Gemeinden und Städte der eigenen Verantwortung bewusst werden würden. Ladesäulen sind mittlerweile keine teuren Anschaffungen mehr. Ladesäulen gehören zur Grundausrüstung des öffentlichen Raums. In der Theorie. Denn in der Praxis ist es leider nur allzuoft nicht so.

Umso erfreuter war ich, als ich die Tage von dem Projekt „eKommunal“ gehört habe.

Das unter der Federführung des Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium stehende Projekt dient dazu, Elektromobilität in Städten, Gemeinden, Landkreisen und Kommunalbetrieben erlebbar zu machen, um sie anschließend dort einzusetzen.  Insgesamt gab es 171 Bewerbungen, von denen 52 Teilnehmer ausgewählt wurden. Und besonders erfreulich? Mitsubishi beteiligt sich an diesem Projekt und stellt jetzt drei Mitsubishi Outlander PHEV zur Verfügung. Die drei Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander werden für zwei Wochen von den Magistraten in Lampertheim und Flörsheim sowie bei den Stadtwerken in Rüsselsheim eingesetzt.

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Bei der Übergabe der Fahrzeuge an Reinhard Blüm von den Stadtwerken Rüsselsheim und an Thomas Ammon von der Stadtverwaltung Flörsheim betonte der Geschäftsführer der MMD Automobile GmbH, Werner H. Frey, dass den Kommunen und deren Betrieben bei der raschen Implementierung der Elektromobilität eine ganz besondere Aufgabe zufalle: „Dort müssen die Weichen gestellt werden, sei es durch den Einsatz der Fahrzeuge im öffentlichen Bereich, aber auch bei der Bereitstellung von ausreichenden Lademöglichkeiten. Hierbei kann sicherlich auch das ab 2017 greifende 300-Millionen Förderpaket der Bundesregierung zur Verbesserung der Infrastruktur hilfreich sein“, so Frey.

Liebe Gemeinde-Vertreter – habt ihr Fragen? (klick)

Nach über 1.5 Jahren mit dem Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander kann ich mir kaum vorstellen, welche Gründe es geben sollte, in der Zukunft eine andere Dienstwagen-Antwort zu finden. Liebe Gemeinde-Vertreter und Kommunal-Verantwortlichen, wenn ihr Fragen zu Eurem neuen „Plug-in Hybrid“ SUV habt, schreibt mir doch einfach. Gemeinsam können wir die richtigen Antworten finden und verändern damit ein Stückchen die Welt. Nachhaltiger! Und lokal Emissionsfrei … klingt nach einem guten Plan, oder?

V-tech „Pure PHEV“ Power-Box im Test

Chip-Tuning ist eine schnelle Sache. Und üblicherweise setzt man das Chiptuning ein, um an ein paar Extra-PS zu kommen. Wir haben das Chip-Tuning von RACECHIP bereits eindrucksvoll erleben können. Wie aber ist das bei einem Plug-in Hybriden? Wer sich für einen solchen Hybriden entscheidet, der wird vermutlich keine Mehr-Leistung suchen. Nein, es geht um die Maximierung des elektrischen Betriebes. Das dies unter Plug-in Hybrid Outlander-Fahrern ein Thema ist, haben wir bereits thematisiert.

Der Tuner V-tech aus Polen hat eine Box im Angebot, mit der man den „EV-Modus“ erweitern kann. Bis zu 8% mehr elektrische Reichweite wird zudem versprochen. Und ein Benziner, der –wirklich– aus bleibt, bis die Batterie leer ist.  IMG_0835

Wir werden die Box einem Test unterziehen und uns anschauen, ob man damit Sprit sparen kann und was der „pure EV-Mode“ für den Alltag bedeutet. Wir werden aber auch Mitsubishi zu Wort kommen lassen. Was bedeutet der Einsatz einer solchen Box? Erlischt gar die Garantie? Wir werden berichten!

Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander als Polizei-Fahrzeug?

Was muss ein Polizei-Auto eigentlich können? Und was sollte es nicht tun? Die Frage habe ich mir die Tage gestellt, als ich mit unserem Dauertest-Outlander PHEV neben einem Polizei-Fahrzeug an der Ampel stand. Während die Herren Gesetzeshüter in einem dt. Premium-Fabrikats-Kombimodell auf Höhe der Fußgängerampel saßen, blickte ich vom Sitz des erhöhten Outlanders nach unten und hinein in das Polizei-Auto. Was auch schon einen wichtigen Punkt thematisiert: Überblick! Man hat einen sehr guten Überblick von da oben! Punkt 1: Rundumblick.

Man hört ja von den Problemen der Polizei. Da werden Opel-Kombis angeschafft, in denen die Polizisten später nicht mit der angelegten Ausrüstung sitzen können. Wichtig ist also: Platz. Ein SUV besitzt nicht nur ein Fahrwerk mit mehr Bodenfreiheit, nein, auch die Sitze sind üblicherweise so angeordnet, dass man aufrechter sitzt. Der SUV bietet zudem einen großen Kofferraum. Wie ein Kombi ist hier das Platzangebot multfifunktional nutzbar. Das Problem mit dem Platz dürfte also schnell erledigt sein. Punkt 2: Platz.

Eine Automatik wäre vermutlich sehr sinnvoll. Ähnlich wie Taxi-Fahrer sind Polizei-Fahrzeuge ja ständig auf Achse. Viel davon auch im urbanen Umfeld. Wer will da schon schalten? Wer schalten lassen kann, hat zudem die Hände frei. Von der Komfort-Thematik eines langen Arbeitstages will ich da gar nicht reden. Aber eine Automatik ist auf jeden Fall Punkt 3.

Aber wie ist das eigentlich mit dem „Anschleichen“ an die bösen Buben? Okay. Die Frage meine ich nicht ernst. Doch so ein Outlander könnte im elektrischen Modus auf leisen Sohlen unterwegs sein. Wer sich daran erinnert hat, wie man früher Cowboy und Indianer gespielt hat, wer sich leise anschleichen konnte, musste später nicht so viel rennen. Auf der anderen Seite wäre der lautlose Elektro-Modus für innerstädtische Touren doch ideal. Raus mit den Stinkern aus der Stadt. Und die Polizei könnte mit einem guten Vorbild voran gehen. Und dank Benzinmotor bleibt keine Reichweiten-Angst.  Punkt 4 ist also der Geräuschkomfort.

Anders als viele Elektro-Fahrzeuge, die immer mal wieder, pro forma, rein aus PR-Gründen eingeflottet werden, wäre ein Polizei-Outlander wirklich für den Alltag nutzbar.  Punkt 5: Sinnvolle Nutzung des Antriebes, Elektro wo angebracht, Benziner dort, wo notwendig.

Während ich im Kopf die 5 Punkte nochmal durchgegangen bin, ist die Ampel auf grün gesprungen und ich habe, dank flotten Antritts der E-Motoren, das Ampel-Duell gegen die Polizisten gewonnen. Na, wenn die wüssten, wie viel sinnvoller der Outlander Plug-in Hybrid ist, den ich gerade im Dauertest habe – dann hätten die den vermutlich gleich konfisziert.

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Nachtrag: Was zu beweisen war!

ecomento.tv hat eine Meldung aufgegriffen, wonach die Polizei in der Ukraine 651 Plug-in Hybrid SUV bestellt hat.  Ich wusste doch, so falsch liege ich mit meinen Vermutungen nicht.

 

„Pure EV“ – Der Wunsch vieler Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander Piloten?

Liest man sich durch die eMail der Leser und durch die einschlägigen Foren, dann scheint ein Wunsch unter den Outlander PHEV-Piloten besonders groß zu sein. Der „reine EV-Modus“ auf Knopfdruck. Wobei man schnell merkt, hier sind es wirklich die vielen Kurzstrecken-Fahrer, die einfach ein Maximum an elektrischer Fahrt realisieren möchten. Der große Vorteil des Outlander Plug-in ist ja gerade der „voll-automatische“ Betrieb des Fahrzeuges. Im Prinzip muss man nichts tun, als sich in das Fahrzeug zu setzen und zu fahren. Stecker Zuhause rein, Stecker raus und Abfahrt. Gerade diese simple Handhabung hat mich in den letzten 1.5 Jahren im Dauertest mit unserem Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander so überzeugt. Am Anfang haben wir bewusst nach Ladepunkten gesucht, haben uns zwei unterschiedliche Ladekarten angeschafft. Aber mittlerweile nutzen wir den guten PHEV-Outlander als Familien-SUV ohne Einschränkungen. Dass vor allem die Frau des Hauses damit den größten elektrischen Teil fährt, liegt in der Natur der Sache. Die Tochter elektrisch in den Kindergarten, elektrisch zum Einkaufen und zurück. Für mich muss der Outlander PHEV dann den Benziner anwerfen. Selten sind meine Strecken unter 100 Kilometer. Die oft gefahrene Strecke zum Flughafen? Genau 101 Kilometer. Und da der Frankfurter Flughafen zu den rückständigen Entwicklungsgebieten der E-Mobilität gehört, bringt mich der Plug-in Hybrid Outlander elektrisch zur Autobahn, die ersten 40 Kilometer und danach arbeitet er automatisch, mal im seriellen, mal im parallelen Hybrid-Modus.

Pure EV – Wunsch-Nummer 1?

Und dennoch – viele Käufer des Plug-in Hybrid Outlander scheinen auf eine Möglichkeit zu warten, den Elektromodus manuell zu aktivieren und damit, unter Umständen, auch zu verlängern. Nun kann man einwenden, und so denke ich auch, der Hersteller wird sich schon Gedanken darüber gemacht haben, wie es am effizientesten geht. Was gut und richtig für Batterie und Benzinmotor ist. Wird sich überlegt haben, wie man die Komponenten schützt, die Reichweite ideal splittet und immer den sinnvollsten Antriebsmodus wählt. Und dennoch. Viele wollen den „Pure EV-Mode“. Am liebsten per Knopfdruck.

Der Markt bietet hierzu sogar eine „Chip-Tuning Lösung“ an. Wir haben den Anbieter mal kontaktiert und werden die Box testen.

Im rein elektrischen Modus sollen sich die Reichweiten der Batterie vergrößern lassen, was alleine für eine Mehr-Belastung des Batterie-Systems spricht. Denn hier kommt wieder der Gedanke, den ich am Anfang hatte: Man wird sich bei Mitsubishi etwas bei der Auslegung des Systems gedacht haben. Natürlich müssen Automobil-Hersteller immer Kompromisse eingehen. Aber in vielen Fällen machen diese Kompromisse eben auch Sinn. Dass man beim Outlander PHEV bislang an kalten Tagen die Heizung ausschalten konnte  und man damit den Start des Benziners vermieden hat, mag eine Notlösung für viele PHEV-Outlander Fahrer sein, aber ist es wirklich sinnvoll? Ich denke nein. Heizung und Klimaanlage sind kein überflüssiger Luxus. Wer sich zu dick anzieht, um nicht frieren zu müssen, der kann unter Umständen nicht mehr richtig auf Gefahren reagieren. Schal und Handschuhe beim Auto fahren? Sollten nicht sein. Und auch das Beschlagen der Scheiben ist nicht nur unangenehm, es kann auch gefährlich sein. Also sollte der Lufttrockner der Klimaanlage genutzt werden. Und dass der Benziner 60% Abwärme produziert, ist für den Heizungs-Betrieb dann eben sinnvoll.

Ein „Pure EV-Mode“ ohne das Abschalten der Klimaanlage und Heizung? Könnte das sinnvoll sein?

Es kommt auf einen Test an … 

Vorteile des Outlander Plug-in Hybrid 2016

Die Vorteile des Plug-In Hybrid Konzepts anhand des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander, Modelljahr 2016

Outlander Plug-In Hybrid – Der erste echte Öko-SUV?

Mit dem Outlander Plug-In Hybrid war Mitsubishi der erste Hersteller, der einen SUV in Familienauto-Größe in einer Variante mit Hybridantrieb und extern aufladbarer Batterie anbot. Bis zu diesem ersten Plug-In Hybrid SUV war der Markt der praktischen Crossover bei uns in Deutschland vor allem von Dieselversionen dominiert.  Natürlich ist der NEFZ-Verbrauch von 1.9 Litern auf 100 Kilometern und damit auch der verbundene CO2-Ausstoß erst einmal ein rein theoretischer Wert, aber eben auch einer, den man auch unterbieten kann. Und damit wird der Outlander Plug-In Hybrid – nutzt man ihn erst einmal im Alltag – zum ersten echten „Öko-SUV“.

Und die Zielgruppe dafür?  Und da sind vor allem Familien die weniger als 15.000 Kilometer im Jahr fahren. Genau in diesem Bereich lohnt sich der Outlander PHEV so richtig. Und das ist ja eher die Regel, denn die Ausnahme, schaut man sich bei den Familien-Autos um.

Der Benzin-Hybrid SUV ist die richtige Alternative. Denn ein Diesel-SUV mag noch normal sein, aber aös Plug-in Hybrid verbindet so ein Familien-SUV die Vorteile des elektrischen Betriebs mit den normalen Reichweiten eines konventionellen Automobils.

Fahrbericht 77 mitsubishi outlander phev

Die Vorteile des Hybrid-Konzeptes

Die Idee des Hybriden ist die Verbindung von zwei Energiequellen und damit einhergehend jeweils die Wahl einer maximal effizienten Antriebsform. Zudem kann erst ein Elektromotor von bestimmter Größe auch wirklich Energie aus der Bewegung zurückgewinnen. Eigentlich verpulvert man als Autofahrer tagtäglich eine Menge Energie. Völlig unnütz. Was der Motor zuvor an Kraft entwickelte, bremst man an der nächsten Kreuzung wieder zusammen. Aus der Energie, gewonnen aus Benzin oder Diesel, wird Wärme – sonst nichts. Wer nach einer Vollbremsung mal an die Bremsscheiben seines Autos gefasst hat, der weiß, wovon ich rede. Die ganze Kraft wird also sinnlos in den Verschleiß der Bremsanlage gepackt.

Anders beim Hybrid. Hier arbeitet der Elektromotor in der Schub- und Bremsphase als Dynamo. Ähnlich dem Dynamo am Fahrrad nutzt dieser die Bewegungsenergie und wandelt diese in elektrischen Strom um. Und bei einem großen und schweren Auto kommt da einiges an Energie zusammen.

Im Falles des Outlander Plug-in Hybrids haben die Techniker bei Mitsubishi zudem eine clevere Möglichkeit gefunden, diese als “Rekuperation” bekannte Form der Nutzung von Bewegungsenergie zu beeinflussen. Denn nicht immer möchte man die volle “Verzögerung” durch den E-Motor nutzen. Nicht immer ist es ökologisch sinnvoll, die Bewegungsenergie sofort in Strom zu wandeln. Auf Landstraßen und Autobahnen kann es ökologisch sinnvoller sein, wenn der Hybrid die Bewegungsenergie nicht zurückgewinnt, sondern frei rollen kann. Diesen Vorgang nennt man segeln. Und auch das kann der PHEV-Outlander in Perfektion.

Um zwischen maximaler Rekuperation, zum Beispiel in der Stadt beim Heranfahren an eine rote Ampel und null Rekuperation beim Segeln auf der Autobahn schnell umschalten zu können, hat der Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid zwei “Paddel” hinter dem Lenkrad. Was aussieht wie Schalt-Paddel und bei „normalen Autos“ auch so genutzt wird, sind im Falle des Outlanders Plug-In Hybrid die Paddel zur Einstellung der Rekuperationsleistung. Links 5 mal getippt und der Outlander Plug-In Hybrid verzögert mit maximaler Rekuperationsleistung. Das reicht dann im Alltag durchaus aus, um das Bremspedal kaum noch nutzen zu müssen. Ein wenig vorausschauend bewegt, fährt man den Plug-in Hybrid Outlander im Prinzip nur noch mit dem “Kraftpedal”. Mit dem rechten Paddel nimmt man die Rekuperationsleistung in 5 Stufen zurück, bis auf “0”. Das ist die “Segelfunktion”. Diese macht auf Autobahnen Sinn, wenn man nicht weiter beschleunigen will, keine Power mehr braucht, aber auch ein Bremsmanöver keinen Sinn macht. Theoretisch würde man in dieser Situation einfach irgendwann ausrollen. Wobei das so richtig lange dauert. Hier merkt man die enorme Effizienz des Outlander PHEV, denn auch bei den Rollwiderständen und den ganzen Lagern (z.Bsp.: Radlager) wurde massiv optimiert.

Fahrbericht 60 mitsubishi outlander phev

Die Vorteile des Plug-in Konzeptes

Ein Plug-in Hybrid kann alles noch einmal besser als ein Hybrid. Plug-In Hybrid-Fahrzeuge zeichnen sich im allgemeinen durch stärkere Elektromotoren und größere Batterie-Kapazitäten aus. Der E-Motor ist dann nicht nur eine Unterstützung und die Batterie nicht nur ein Puffer um die Bewegungsenergie zu speichern. Ein Plug-In Hybrid ist die clevere Brücke zwischen einem reinen Elektro-Auto und einem klassischen Benziner. Plug-in Hybrids werden uns die nächsten Jahre begleiten und den Umstieg zur reinen Elektromobilität ermöglichen.

Im Falle des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander spricht man von einem seriell- UND parallelen-Hybriden. (Die ausführliche Erklärung ist hier zu finden..)

Im Alltag lässt sich der Plug-in Hybrid oftmals rein elektrisch bewegen. Es gibt Fahrzeuge, die nur gute 30 Kilometer schaffen oder gar weniger, andere, wie der Outlander Plug-in Hybrid, kommen auf über 50 Kilometer Reichweite. Nach NEFZ-Norm. Nutzt man den Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander als Familien-SUV, dann ist der Alltag des SUV in der Tat zum größten Teil von der Kraft der beiden Elektromotoren bestimmt. Der SUV tankt an der Haussteckdose Öko-Strom, fährt damit die Woche über so gut wie immer CO2-neutral und erst,  wenn wir längere Strecken fahren, unterstützt der Benzinmotor und verlängert so den Aktionsradius.

Neben dem Faktor Umweltschutz (CO2-Emission laut NEFZ: 44g/km) ist es auch ein wirtschaftlicher Faktor. Mit der 12 kWh-Ladung der Batterie kommt man eigentlich immer 40 Kilometer weit (allerdings werden nie mehr als 10 kWh von der Ladung verbraucht, der Rest ist ein Puffer). So lautet die Kostenrechnung beim aktuellen Ökostrom-Preis von 27 ct/kWh = 6.75 € für 100 Kilometer. Da müsste ein 2 Tonnen SUV im klassischen Dieselbetrieb auf der Kurzstrecke auf weniger als 5 Liter je 100 Kilometer kommen. Und dann bleibt noch immer der Vorteil der CO2-Neutralität. Der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander ist also der Familien-SUV mit dem grünen Footprint!

Die Vorteile im Alltagsbetrieb

Im Alltag ist es vor allem die Lautlosigkeit, mit der man sich schnell anfreundet. Der Outlander Plug-in Hybrid ist einfach eine stille Wucht. Nahezu lautlos stromert man von A nach B. Genießt den Platz, den Komfort und ist dennoch ökologisch korrekt unterwegs.

Und wenn die Batterie leer ist? Dann springt der Benzinmotor ein und der Outlander Plug-In Hybrid fährt als “serieller” oder “paralleler” Hybrid-SUV einfach weiter.

Kann man ein e-bike am Plug-in Hybrid Outlander laden?

„Man sollte mal wieder Fahrrad fahren“

Wie oft habe ich diesen Satz schon an einem Sonntag in der Früh ausgesprochen und am Ende saß ich dann doch wieder im Büro am Schreibtisch und habe gearbeitet. Ja, Fahrrad fahren. Wenn wir nicht auf einem Berg wohnen würden. Am Ende einer Radtour muss man dann nämlich noch einmal diesen blöden Berg hoch. Da hat man schon Frust, bevor man abfährt. Also – keine Fahrradtour. Obwohl, da gab es doch mittlerweile auch „Plug-in Hybrid“ Fahrräder. e-Bikes. Stromspeicher und elektrischer Pedalantrieb, der einen dann beim Treten unterstützen kann. Richtig. Eventuell wäre genau das die richtige Lösung, um „mal wieder Fahrrad zu fahren“. Völlig ungeplant kam dazu in dieser Woche eine Leserfrage herein:

„Kann man mit dem Outlander PHEV ein Elektro-Fahrrad laden?“

Die Antwort lautet, frei nach Radio Eriwan: Im Prinzip: Ja. 

Der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander verfügt für die DC-Gleichstromladung über den ChaDeMo-Anschluss und dort kann man nicht nur „Strom einfüllen“, sondern auch wieder entnehmen. Ein Ladevorgang des e-Bikes ist – grundsätzlich – also erst einmal möglich. Wenn, ja wenn das e-Bike denn einen ChaDeMo-Anschluss hätte, was es jedoch nicht hat.

e-Bikes werden per AC-Anschluss und dem allseits bekannten Schuko-Stecker geladen. 

Man benötigt also erst einmal eine Wandler-Box. Und auch wenn wir bereits seit zwei Jahren darauf warten, so richtig frei auf dem Markt erhältlich ist diese Box noch immer nicht. Am Ende des Tunnels scheint sich jedoch Licht erkennen zu lassen. Das Unternehmen Combination hat die DinX-Powerbox vorgestellt und plante den Verkauf ab Juli 2016.

Laut den technischen Daten der Box wird man damit 2.7 kW Dauerleistung an 230 Volt abliefern. 2x 230 Volt Schuko-Stecker sollen die Kompatibilität zur Haushalts-Welt ermöglichen. Wenn man davon ausgeht, dass ein Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander rund 9 kWh an elektrischer Leistung zur Verfügung stellen kann, könnte man einen normalen Haushalt damit für rund 4 Tage mit Strom versorgen. Und ein e-Bike?

Gängige e-Bikes haben rund 14-16 Ah Akkus, einen 250 Watt Motor und laufen mit 36 Volt. Per Ladegeräte-Adapter – der gehört zu den e-Bikes – könnte man also locker mehrere Dutzend Ladungen des e-Bikes am Outlander PHEV vornehmen. Und genau das führt zu dem Beispiel, wofür sich diese Bi-Direktionale-Funktionalität nutzen lässt. Stellen Sie sich den typischen Camping-Urlaub vor: Der Outlander Plug-in Hybrid kann als „Strom-Aggregat“ funktionieren und neben den e-Bikes für den Tagesausflug lädt er am Abend den Camping-Kühlschrank. Im Prinzip setzt man den Ideen keine Grenzen.

Für mich persönlich steht fest: Ich werde mal wieder Fahrrad fahren, aber nur mit einem Plug-in Hybrid Fahrrad, oder wie andere sagen: Mit einem e-Bike!

Warum darf der Plug-in Hybrid Outlander „nur“ 1.5 Tonnen ziehen?

Eigentlich müsste man da die Gegenfrage stellen: Welcher andere Plug-in Hybrid darf denn mehr ziehen? 

Die 1.5 Tonnen Anhängelast sind, da muss man ehrlich sein, natürlich überschaubar. Allerdings findet sie ihre Erklärung in der Systemarchitektur des PHEV Outlanders. Auf dem Markt ist er mit seinen drei Herzen absolut einzigartig. Kein anderer Plug-in Hybrid kann seriell, parallel und rein elektrisch unterwegs sein. Die Konzentration auf die maximale Effizienz führt jedoch zu einer Einschränkung und die kommt bei der Anhängelast zum Tragen.

75 kW – mehr kann der Generator nicht an elektrischer Energie generieren. Sobald der Akku leer ist, muss der Benziner im unteren Geschwindigkeitsbereich den Generator antreiben und ab 64 km/h dann direkt auf die Achse zuschalten.

Verschiedene Leserzuschriften haben sich bereits mit diesem Thema befasst und im Grundsatz ist deren Tenor gleich: „Warum nur 1.5 Tonnen“? Mit Anhänger fährt sich der Outlander Plug-in Hybrid noch immer souverän. Ja. Ja, aber. Denn wenn eine Zulassung für eine Anhängelast erteilt wird, dann muss dies unter allen denkbaren Bedingungen funktionieren.

Und der „worst case“ ist die Bergfahrt ohne Akkuladung und mit häufigen Anfahrmomenten unterhalb der 64 km/h. Das Eigengewicht des Outlander PHEV und der Anhänger führen den 75 kW-Generator dann an die Grenze des Machbaren.

Was helfen die feinfühlig verteilbaren Drehmomente der E-Motoren, wenn die Energieversorgung unter Last zu Neige geht? Mitsubishi hat hier einen Kompromiss finden müssen. Zum einen war eine maximale Reichweite rein elektrisch gewünscht, hier ist der Outlander Plug-in Hybrid, auch 4 Jahre nach Markteintritt noch immer Spitze, zum anderen wollte man den Traktionsvorteil des Allradantriebs auch für den Hängerbetrieb nutzen. Die Beschränkung auf 1.5 Tonnen führt zu einer Einschränkung – auf der anderen Seite ist der stete Hängerbetrieb auch nicht die Welt des Outlanders.

Kompromisse – es geht einfach nicht ohne. Die Frage ist: Welcher Kompromiss ist für mich selbst der richtige? Schaut man sich zur Ferienzeit auf der Autobahn um, dann sieht man viele Outlander PHEV mit Anhänger gen Süden fahren. Es scheint also problemlos zu sein. Und ja, gerade bei geladenen Akkus zieht der Outlander PHEV auch locker mal mehr als die 1.5 Tonnen aus dem Dreck. Wir haben Leserzuschriften erhalten, bei denen PHEV-Besitzer von den Fähigkeiten ihrer Outlander nur so ins Schwärmen geraten sind.

Geht es jedoch um die Zulassung und vor allem auch um die Garantie, dann muss ein Automobil-Hersteller Kompromisse eingehen. Die 1.5 Tonnen Anhängelast, ganz offiziell, sind so ein Kompromiss.

Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander – Der Dauertest

5 wichtige Fakten zu unserem Dauertest-Fahrzeug

Fakt 1: Allrad und Plug-in Hybrid-Technik unter einer Haube!

Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Dank den beiden Elektromotoren werden die Kräfte optimal auf die Vorder- und Hinterachse verteilt, wie auch auf beide Räder links und rechts. Somit werden das Handling und die Fahrstabilität automatisch verbessert. Die Beschleunigung aus dem Stand wird flink erledigt und durch das Mitsubishi „S-AWC“ (Bezeichnung für das Allradkontrollsystem) wird die Stabilität sichergestellt. Die 4WD-Lock Funktion sorgt zudem für eine fixe Kraftverteilung zwischen den Achsen und somit für sicheres Fahren bei Schnee, Nässe und rutschigen Oberflächen.

Fakt 2: Klimatisierung per Handy-App 

Je nach Ausstattung lässt sich der Wagen optimal klimatisieren wie auch beheizen. Dies lässt sich bereits im Vorfeld so einstellen, dass der Hybrid bereits beim Einsteigen die optimale Temperatur aufweist. Egal ob kalt oder warm, die Funktion läuft elektrisch und quasi geräuschlos. Ebenso verfügt der Plug-in Hybrid über eine Warmwasser-Standheizung, die direkt im Wasserkreislauf des Fahrzeuges läuft. Dies wird als Unterstützung für die Elektroheizung angeboten, um Akkuleistung zu sparen. Natürlich lässt sich die Temperatur nach Belieben so einstellen, wie es dem Fahrer genehm ist.

Fakt 3: Kein Verbrenner, kein Lärm

Wie auch der konventionelle Mitsubishi Outlander, so bietet auch die Plug-In Hybrid-Version seinen Fahrern jede Menge Komfort. Der Abrollkomfort des 2016er Modelljahr ist zum Beispiel deutlich verbessert worden. Zudem wurde mit dem Facelift die Innenraumdämmung verbessert. Beim Plug-in Hybrid Outlander kommen aber zum Beispiel die Vorzüge des elektrischen Antriebes und damit die effektive Geräuschreduktion im Alltag hinzu. Der Fahrspaß kommt dabei jedoch nicht zu kurz. Wer sich häufig auf Kurzstrecken bewegt, wird den Verbrenner kaum noch hören.

Fakt 4: Anhänger ziehen mit dem Plug-in Hybrid Outlander

Die Anhängelast darf bis zu 1.500 kg betragen. Wer jedoch jeden Tag mit einem Anhänger fährt oder dies regelmäßig über längere Strecken, für den empfiehlt sich der Mitsubishi Outlander mit Dieselmotor. Aber – zweimal im Jahr den Wohnwagen in den Urlaub ziehen? Es geht problemlos. Auch wenn die Gesamtanhängelast bei 1.500 Kilogramm begrenzt ist, der Vorteil des Allradantriebes ist auch beim Plug-in Hybrid Outlander vorhanden. Mal schnell einen Pferdeanhänger aus der feuchten Wiese ziehen? Natürlich geht das.

Fakt 5: Offroad geht wie Onroad

Da es sich beim Plug-in Hybrid Outlander um einen SUV mit Allradantrieb und erhöhter Bodenfreiheit handelt, lässt sich dieser auch auf unbefestigten Straßen und bei schwierigen Verhältnissen bewegen. Jedoch handelt es sich nicht um einen klassischen Wagen fürs Gelände. Wer dauerhaft auf anspruchsvollem Boden fährt, sollte sich eventuell ein anderes Modell ansehen. Zum Beispiel den Pajero.

6.000 € Förderung für den Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

Unser Mitsubishi Outlander PHEV Dauertest läuft bereits im zweiten Jahr und wir haben die vielen Vorteile des ersten Plug-in Hybrid SUV ausführlich beleuchtet. Wir wissen aber auch: Gute Technik kostet und für viele Interessenten war der Preis die größte Hürde. 

Jetzt oder nie! 6.000 € Förderung für den Outlander Plug-in Hybrid

Nachdem sich die Regierung durchgerungen hat, lange genug hatte es gedauert und am Ende ist die Förderung für Plug-in Hybride mit 1.500 € von Seiten der Regierung auch sehr überschaubar, gibt nun auch Mitsubishi „grünes Licht“ und verkauft den „grünen SUV“ mit einer satten Förderung.

Insgesamt stehen 6.000 € weniger auf der Gesamtrechnung des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander Käufers. 1.500 € bekommt der Käufer eines umweltfreundlichen Plug-in Hybriden von der Regierung zurück. Wobei hier das Prinzip gilt: Wer zuerst kommt, der mahlt zuerst. Denn die Bundesregierung hat die Förderung der Elektromobilität, den Umweltbonus, auf 600 Millionen Euro begrenzt. Rechnet man das auf Plug-in Hybride herunter, so wären das 40.000 Fahrzeuge. Allerdings erhalten reine Elektrofahrzeuge 2.000 € Förderung vom Staat und beide Gattungen teilen sich den Topf.

Überschaubare Förderung von der Regierung, Vollgas von Mitsubishi

Mitsubishi selbst legt jedoch noch einmal nach und erhöht den eigenen Anteil des Elektromobilitätsbonus auf 4.500 €. Im Prinzip sind diese 4.500 € von der Rechnung beim freundlichen Mitsubishi-Händler direkt abzuziehen, während die anderen 1.500 € von Papa Staat kommen. Man sieht an der Verteilung schon sehr deutlich, wer hier mit welchem Elan an der Sache ist.

6.000 € Bonus für die Elektromobilität

Nach bald 60.000 Kilometern im Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander können wir das Fahrzeug für den Familien-Einsatz ohne Einschränkungen empfehlen. Einige Themen aus den vergangenen Monaten im Überblick:

  1. Fahren auf Eis und Schnee, der PHEV im Winter
  2. Den Outlander per WLAN mit dem Handy koppeln
  3. Mit Ökostrom in den Kindergarten
  4. Elektrisch, auch im Winter?
  5. Das Familien-SUV als Urlaubsgefährte
  6. In die Berge? Elektrisch?
  7. Ist der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander lahm?
  8. Pendelverkehr ohne Steckdose?
  9. PHEV für jedermann?
  10. Das Auto für Gutmenschen?

Jede Woche kommt ein neuer Artikel zum Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander hinzu. Jede Woche beleuchten wir die Vor- und Nachteile der Plug-in Hybrid Technik aufs neue. Wir teilen unsere Erfahrungen mit dem Dauertest-Outlander und berichten unverblümt und ungeschönt über den Einsatz des meistverkauften Plug-in Hybrid SUV.

Haben Sie Fragen zum Mitsubishi Outlander PHEV, dem ersten Plug-in Hybrid SUV auf dem Markt? Schreiben Sie uns! 

Wie viel PS hat der Outlander PHEV denn nun?

[notification type=“notification_info“ ]mein-auto-blog testet den Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Alltag. [/notification]

Es ist eine immer wiederkehrende Frage: Wie viel PS hat der Mitsubishi Outlander denn nun? Auf der Webseite des deutschen Importeurs stehen die Leistungsdaten des Benziners ebenso alleine wie die der E-Motoren. Von einer „Systemleistung“ spricht man bei Mitsubishi nicht. Was auf jeden Fall nicht die Antwort ist, wäre ein einfaches Addieren der Antriebsquellen.

Antriebsstrang Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid

Das hat der Mitsubishi Outlander PHEV an Leistung

Was sich die klugen Köpfe bei Mitsubishi in Japan überlegt haben, ist nicht viel weniger als der logischste und konsequenteste Plug-In Hybrid Antriebsstrang, der derzeit für ein Allradantriebs-Fahrzeug verkauft wird. Mitsubishi setzt konsequent auf die effizienten Elektromotoren des Outlanders. An der Vorderachse stehen 82 PS und 137 Nm zur Verfügung und an der Hinterachse noch einmal 82 PS, aber 195 Nm.

Die Energie beziehen die beiden E-Motoren aus einem 12 kWh leistenden Batteriepack, dessen Einbaulage tief und zentral im Boden des Mitsubishi Outlanders verankert wurde. Aber was sind denn nun kWh und was sind kW? Vereinfacht kann man sich das wie einen Stausee vorstellen. Die kWh sind die Menge an Wasser, die darin ist, die kW die Kraft, mit der das Wasser aus dem Stausee fließt.

Das Zellen-Paket im Unterboden des Outlander PHEV ist ein 300 Volt-Paket mit 12 kWh (Stausee). Auf der  -nderen Seite stehen jedoch „nur“ 60 Kilowatt“, die das Batterie-Paket als Leistung an die Motoren schicken kann. Die beiden E-Motoren leisten jedoch alleine 60 kW. Bei maximaler Beschleunigung schaltet sich daher der 121 PS starke Benzinmotor hinzu. Er kann – so lange der PHEV nicht schneller als 65 km/h unterwegs ist –  seine Leistung über einen direkt neben dem Benzinmotor platzierten Generator direkt in Strom wandeln lassen. Dieser Generator kann maximal 70 kW elektrische Leistung produzieren. Rein rechnerisch stehen damit 130 kW elektrische Leistung zur Verfügung – das würde – ebenso rein rechnerisch – beide E-Motoren versorgen. Doch das sind Papierwerte. Die 70 kW-Maximalleistung des Generators (zu vergleichen mit einem Fahrrad-Dynamo) sind nur ein „Hilfsmittel“ und stehen nicht ständig zur Verfügung.

120 kW – maximale Leistung

Will man sich unbedingt auf eine Leistungsangabe versteifen, dann sind es rund 120 kW, oder gut 163 PS. Der Mitsubishi-Importeur in Australien gibt diese Leistung auf einer Webseite an (http://www.mitsubishi-motors.com.au/vehicles/outlander-phev/specifications).

Zu den rund 163 nutzbaren PS kommen 332 Nm an Drehmoment.

Der Outlander PHEV ist jedoch nicht für die Quartermile-Rennen konstruiert, sondern für den effizienten Alltag. Daher schaltet sich der Benzinmotor ab 65 km/h direkt auf die Vorderachse zu. Diese Gangstufe entspricht in etwa einem fünften Gang. Da aber auch dann nicht die gesamte „Kraft“ des Benziners benötigt wird, arbeitet der Strom-Generator immer wieder mit und lädt die Batterie.

Keine Power bei leerer Batterie?

Die Steuerung des Akkus ist deutlich komplexer, als man sich das erst einmal vorstellt. Es ist nicht wie bei einem Spielzeug-Auto: Batterie aufladen, fahren, leer, wieder aufladen. Der PHEV speist immer wieder Strom aus der Rekuperation und über den 70 kW-Generator in die Akkus. Und das ist auch notwendig. Denn da der Benzinmotor erst ab 65 km/h direkt den Antrieb übernehmen kann, bedarf es immer einer „Restladung“ in den Batterien. Anfahren geschieht beim PHEV-Outlander IMMER elektrisch. Und dabei variiert der PHEV immer die Leistung der E-Motoren zwischen der Vorder- und Hinterachse.

Auch wenn der PHEV nicht über eine starre mechanische Verbindung von Vorder- und Hinterachse verfügt, logisch geschaltet, beziehen beide E-Motoren Strom aus der Batterie. Und per Lock-Taste lässt sich die paritätische Verteilung der Antriebsleistung festlegen.

Stammtisch-Fakten

Der Antriebsstrang des Outlander PHEV ist eigentlich zu komplex, um ihn am Stammtisch zu diskutieren. Es geht bei der Systemauslegung des PHEV auch nicht darum, Papierwerte zu produzieren, sondern um Effizienz im Alltag.

Wer partout eine Systemleistung will, der soll sich mal 120 kW bzw. 163 PS merken.

 

 

Mehr zum „seriellen  und parallelen“ Hybrid-Antrieb des Mitsubishi Outlander PHEV! (klick)

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In die Berge mit dem Mitsubishi Outlander PHEV

Während des Dauertests mit dem Mitsubishi Outlander PHEV haben wir natürlich auch die Fahrt in den Familienurlaub mit dem „ersten Plug-in Hybrid SUV“ unternommen. Wer mit kleinem Kind und Hund in den Urlaub fährt, der wählt gerne ein Ziel nahe der Heimat und so war es für uns der „Urlaub in den Bergen“, den wir geplant hatten. Dass der Outlander als SUV genug Platz bietet, um Kind, Hund, Kegel in den Urlaub zu bringen, war schnell klar. Aber wie wirkt der Plug-in Hybrid Antrieb in den Bergen? Reicht der Benziner? Wie verhalten sich die Akkus?

Urlaubsfahrt mit dem Outlander PHEV

In meinem Artikel (oben verlinkt) bin ich auf die Vorteile und Nachteile des PHEV-Systems während der Urlaubsfahrt eingegangen. Aber wie es eben oft so ist: Es bleiben Fragen offen. In diesem Fall hat mich ein Leser darauf hingewiesen, dass meine Erklärung:

„Mit leeren Batterien am nächsten Pass anzukommen, ist jedoch auch sehr unangenehm.“

ein wenig missverständlich ankommt. Im Leserbrief kamen weitere Fragen auf:

  • Hat man dann Mühe, (asphaltierte) Passstraßen hinaufzukommen?
  • Heißt es, dass der 120-PS-Benzinmotor ohne E-Unterstützung durch das hohe Fahrzeuggewicht dann einfach etwas schwerfällig wirkt?
  • Oder muss man dann eine Zwangspause einlegen und den Benzinmotor laufen lassen, bis der Akku wieder etwas geladen ist?
  • Und wie ist es, wenn es ausgerechnet bergauf Stop-and-Go-Verkehr gibt, wie es z.B. regelmäßig beim Rückreiseverkehr von der Schweiz nach Deutschland Sonntag abends vorkommt? (Ich habe da so meine Erlebnisse). Fährt der Outlander PHEV dann immer noch gleichmäßig oder ruckelt und bockt er, wenn wegen leerer Akkus der Benzinmotor auf sich selbst gestellt ist?

Wichtige Fragen vor dem Autokauf, wenn man, wie der Leser, gerne zum Urlaub in die Berge fährt. Im Leserbrief teilt er zudem mit, er stehe im Prinzip vor dem Autokauf und habe sich eigentlich für einen BMW X1 Diesel entschieden, die aktuelle Diesel-Debatte verunsichere ihn jedoch. Und spannenderweise kostet der Outlander PHEV, trotz dem Plus an Platz und des hypermodernen Antriebsstrangs in etwa so viel wie der sehr kompakte BMW SUV.

Fahrzeug per „Charge-Button“ auf die Berge vorbereiten

121 PS Benzinmotor und 60 kW-Batterieleistung. Ideal, wenn beide zusammenarbeiten. Leider gibt es in Österreich Regionen, in denen die E-Mobilität noch sehr stiefmütterlich behandelt wird und so bleibt – will man mit vollen Batterien am Berg ankommen – nur der „CHARGE-Button“ im Outlander. Aber sage ich selbst nicht immer: „CHARGEN per Benzin ist nicht sinnvoll“? Ja. Aber.

Doch zuerst zu den Fragen aus der Leser eMail:

Man hat keine Mühe, den Pass hinauf zu kommen. Weder asphaltiert, noch geschottert 🙂 und auch nicht bei Schnee und Schneematsch. Einzig die technologische Eigenschaft des PHEV, den Benziner ab rund 64 km/h auf die Vorderachse schalten zu können, sorgt für ein „ungewohntes“ Motorgeräusch bei Fahrten unter diesem Tempo. Je nach Abruf der Last dreht der Benziner hoch und erzeugt per Generator den benötigten Strom. Unangenehm ist es deswegen, weil man die Ruhe im PHEV-SUV gewohnt ist.

Wer vor einer Passfahrt die Batterien per Charge-Button lädt, kann diesen Komfortmalus jedoch auf ein Minimum reduzieren. Denn es ist „NUR“ ein Komfortmalus. Es ist kein Problem im technischen Sinne.

Schwerfällig wirkt der Outlander PHEV nie, denn im Prinzip sind immer die Elektromotoren in der Verantwortung. Einzig die akustische Untermalung durch den Benzinmotor wird prägnanter. Das kann man als Fan der „leisen E-Mobilität“ als unangenehm empfinden.

Zwangspausen bedarf es absolut nicht. Oftmals reicht es, während der Pass-Abfahrt den Charge-Button zu drücken und damit den Benzinmotor zum Strom erzeugen zu nutzen. Andernfalls würde er sich in den Stillstand verabschieden.

Stop-and-Go Verkehr ist DIE Domäne des Outlander PHEV. Selbst bei leer gefahrenen Batterien reicht der dann leise vor sich hinlaufende Benziner, um Strom zu erzeugen. Die E-Motoren sorgen für eine völlig ruckfreie Fahrt. Immer. Selbst das „Zuschalten“ des Benziners auf die Achse spürt man nicht – wenn man sich nicht komplett auf diesen Moment konzentriert.

Plug-in Hybrid oder Diesel?

Diese Entscheidung kann man natürlich nicht von der Urlaubsfahrt alleine abhängig machen. Doch, wer am Tag selten mehr als 100 km fährt, wer zuhause laden kann und im Idealfall auch auf der Arbeit, für den ist der PHEV die richtige Antriebslösung. Und wer Wert auf Allradantrieb und Platz legt, der ist beim Outlander PHEV genau richtig!

 

 

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Outlander PHEV gehört zu den „förderfähigen Elektrofahrzeugen“

Wirtschaftsminister Gabriel hat es verkündet, die im Mai vom Kabinett beschlossene Förderung von Elektro- und Plug-In Hybridfahrzeugen tritt in Kraft. Seit dem 2. Juli kann die Förderung beantragt werden.

Es war ein langer Kampf, aber jetzt steht fest: Die Förderung der Elektromobilität in Deutschland ist beschlossene Sache. Wie man an die Prämie kommt. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie lange es die Förderung gibt, die Antworten auf diese Fragen haben wir Ihnen in diesem 10-Punkte Katalog zusammengefasst.

10 FRAGEN zur Elektroauto-Kaufprämie beantwortet

1.) Ab wann kann ich den Umweltbonus beantragen?

Der Umweltbonus beträgt für reine Elektrofahrzeuge 4000 Euro und für Plug-In-Hybride 3000 Euro. Die Prämie gilt für Neufahrzeuge aller Hersteller, die sich am Programm beteiligen wollen. Die Hälfte des Umweltbonus wird unmittelbar auf den Kaufpreis erlassen (Herstelleranteil), den Bundesanteil überweist das BAFA direkt an den Antragssteller oder die Antragsstellerin.

2.) Wo kann ich meinen Antrag auf den Umweltbonus stellen?

Autokäufer können ihre Anträge direkt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ausschließlich online stellen. Aus dem Kaufvertrag muss sich der um den Anteil des Herstellers reduzierte Kaufpreis ergeben.

Weitere Hinweise, welche Angaben Sie bei Antragsstellung machen müssen, finden Sie nach Inkrafttreten der Richtlinie hier und hier (PDF: 54 KB). Die BAFA zahlt den Bundesanteil des Umweltbonus (50%) dann direkt an den Endkunden aus. Übrigens: Den Umweltbonus erhalten auch solche Kunden, die das Fahrzeug leasen. Auch beim Kauf oder Leasen von Dienstfahrzeugen und gewerblichen Fahrzeugen kann man vom Umweltbonus profitieren.

3.) Erhalte ich auch für gebrauchte Elektrofahrzeuge einen Umweltbonus?

Nein, gebrauchte Elektrofahrzeuge sind von der Kaufprämie nicht erfasst. Es werden Neuwagen gefördert, um den Markthochlauf zu stärken.

4.) Welche Elektrofahrzeuge werden gefördert? Erfasst die Richtlinie auch E-Bikes?

Gefördert werden elektrisch betriebene Pkw und leichte Nutzfahrzeuge rein elektrisch oder als Plug-In-Hybrid. Darüberhinaus werden Fahrzeuge gefördert, die – gleich welchen Antriebs – keine lokalen CO2-Emissionen vorweisen, und Fahrzeuge, die – gleich welchen Antriebs – höchstens 50 g CO2-Emissionen pro Kilometer vorweisen. Einspurige Fahrzeuge, d. h. E-Bikes, werden also nicht gefördert. Eine Liste aller förderfähigen Elektrofahrzeuge finden Sie hier (PDF: 334 KB).

5.) Warum werden auch Plug-in-Hybride gefördert? Diese haben doch auch einen Verbrennungsmotor?

Plug-In-Hybride fahren im Unterschied zu sonstigen Hybridfahrzeugen für eine gewisse Strecke rein elektrisch und können extern mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden. Fahrzeuge mit Emissionen bis zu 50 g CO2/km werden mit 3000 Euro gefördert. Plug-in-Hybride erfüllen diese Voraussetzungen.

6.) Werden auch Wasserstofffahrzeuge gefördert?

Ja, Wasserstofffahrzeuge werden mit 4000 Euro gefördert, sofern deren Netto-Listenpreis des Basismodells unter 60.000 Euro liegt.

7.) Wer kann die Förderung erhalten?

Für die Förderung berechtigt sind private, gewerbliche und freiberufliche Antragsteller. Auch Dienstfahrzeuge und andere gewerbliche Fahrzeuge werden also gefördert.

8.) Werden reimportierte Fahrzeuge gefördert?

Nein. Das Fahrzeug muss erstmalig im Inland zugelassen werden. Das trifft auf Reimporte nicht zu.

9.) Wie wird sichergestellt, dass sich die Automobilindustrie beteiligt und keine Preisanpassungen vornimmt?

Die Automobilindustrie muss der BAFA mitteilen, mit welchen Fahrzeugmodellen sie sich beteiligen möchte. Die Beteiligung des Automobilherstellers wird im Kaufvertrag vermerkt. Für die Förderung der Fahrzeugmodelle wird der Netto-Listenpreis des Basismodells zum Stichtag 31.12.2015 festgelegt.

10.) Wie hoch ist der Umweltbonus für Elektrofahrzeuge?

Der Umweltbonus beträgt für reine Elektrofahrzeuge 4000 Euro und für Plug-In-Hybride 3000 Euro. Die Prämie gilt für Neufahrzeuge aller Hersteller, die sich am Programm beteiligen wollen. Die Hälfte des Umweltbonus wird unmittelbar auf den Kaufpreis erlassen (Herstelleranteil), den Bundesanteil überweist das BAFA direkt an den Antragssteller oder die Antragsstellerin.

 

Was macht Mitsubishi? Förderung des Mitsubishi Outlander PHEV?

Ganz ohne die Staatlichen Fördermittel hat Mitsubishi von Anfang an den Kauf eines PHEV Outlander mit 4.000 € Sofortprämie belohnt. Bis jetzt hat sich Mitsubishi nicht dazu geäußert, welcher Preis nun auf dem Outlander Plug-in Hybrid stehen wird. In der offiziellen Liste der förderfähigen Fahrzeuge steht der Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid in allen drei Ausstattungsvarianten.

Da die staatliche Förderung „nur“ 3.000 € beträgt und der Hersteller davon 50% tragen muss – leistet Mitsubishi von Beginn an mehr, als jetzt beschlossen wurde. Denkbar wäre eine Lösung, wonach der Staat den Käufer von Mitsubishi Outlander Plug-in Hybriden mit 1.500 € bezuschusst, der Hersteller bei der Förderung von 4.000 € bleibt und es sich damit zu einem Preisvorteil von 5.500 € addiert. Für unseren Dauertest-Mitsubishi würde das einen Kaufpreis von 46,110 € bedeuten (UVP: 51.610 €).

Sobald uns weitere Informationen zum Vorgehen und der aktuellen Preisgestaltung für den Outlander PHEV vorliegen, werden wir das hier veröffentlichen.

 

Im PHEV auf den Sportplatz

Immer wieder sonntags muss das Runde in das Eckige. Und damit ist nicht mein Bauch gemeint, der sich mit dem Rest von mir am Abend in Richtung Bett verabschieden muss. Es geht um das zweit wichtigste Thema in dieser Woche. Nein, nicht um den Brexit – es geht um Fußball. Bevor „wir“ heute Abend auf den Platz laufen, mache ich mir Gedanken über den PHEV – im Alltag. Mal wieder.

Es geht auch ohne Emissionen – Der Outlander Plug-in Hybrid von Mitsubishi

Unser Dauertestfahrzeug fährt rein elektrisch zum Einkaufen. Wir bringen rein elektrisch die Tochter in den Kindergarten – und wenn ich einen Termin fern ab der Heimat habe, dann fahre ich völlig frei von jeder Reichweiten-Angst mit dem Plug-In Hybriden zum Termin. Wir sparen mit dem Outlander PHEV ordentlich viel Sprit im Alltag. Anstelle der locker 10 Liter, die man im Benziner-SUV auf der Kurzstrecke verblasen würde, liegen wir bei 22.7 kWh auf 100 Kilometer. Strom. Natürlich Öko-Strom. Nach dem Wechsel des Anbieters zahlen wir derzeit 26,75 ct je Kilowattstunde.

Auf 100 Kilometer kommen demnach 6.07 € zusammen. Sie sagen nun, das wäre ein theoretischer Wert? Er fährt ja nur maximal 50 Kilometer rein elektrisch? Stimmt. Üblicherweise schaffen wir rund 42 Kilometer pro Batterieladung, jetzt im Sommer. Wobei, der aktuelle Sommer weicht ja nur marginal vom vergangenen Winter ab. Aber wir fahren aktuell eben selten mehr als 40 Kilometer am Stück. Ergo: Die Benzin-Verbrauchsanzeige des Outlanders fällt. Und fällt. Und fällt. 0.9 Liter auf 100 Kilometer im Jahresmittel. Und jetzt zum Sport.

Fußball ist für mich persönlich so interessant wie Hallen-Halma für Pinguine. Aber – es ist EM-Zeit und so ist mir vor ein paar Tagen der örtliche Sportplatz aufgefallen. Kleines Spiel zwischen Dorf-Mannschaften. Etwa 600 Zuschauer. Und fast 200 Autos direkt am Sportplatz. Die Nummernschilder wiesen auf kurze Entfernungen hin. Da war kaum einer dabei, der weiter zu fahren hatte als 25 Kilometer.

200 Autos. Im Schnitt vermutlich 30 Kilometer Fahrstrecke.

Nun ist Sport gesund. 22 Männer ,die einen Ball jagen.Ein Volkssport bei uns. Und das zieht. Doch 200 Autos, die dafür – geschätzte – 5.000 Kilometer fahren. Nur an einem Sonntag. Nur bei uns im Dorf! 5.000 Kilometer. Das sind – wenn man von 6.0 Liter Diesel im Schnitt ausgeht, locker, 300 Liter Diesel – oder eben 795 Kilogramm CO2. 795 Kilogramm!

Was wäre – wenn jeder Einzelne mit einem PHEV gekommen wäre? 

Nun kann man nicht davon ausgehen, dass jeder Einzelne 25 km Anfahrt, 25 Kilometer Rückfahrt und damit kaum CO2-Emissionen verursacht hätte – aber – betrachtet man unsere Erfahrungen im Dauertest – dann könnte man die Emissionen zumindest auf ein Minimum reduzieren. Damit wäre dann nicht nur der Sport „gesund“ – auch der Verkehr dorthin wäre für uns alle gesünder.

 

In diesem Sinne, auf ein erfolgreiches Spiel unserer Mannschaft heute Abend! 

 

 

Leserfragen zum Outlander PHEV-Dauertest

Der Dauertest mit unserem Outlander Plug-In Hybriden, dem ersten PHEV den es im SUV-Segment zu kaufen gab, ist nun 18 Monate alt und wir haben absolut Null Probleme gehabt, den Spritverbrauch unter die NEFZ-Angabe gedrückt und anstelle von Dauertest-Problemen zu berichten, liest sich das Notizbuch im Outlander PHEV wie eine langweilige Seifen-Oper. Wöchentlich die gleichen Eintragungen: Laden an der Steckdose, per Batterie den Nachwuchs in den Kindergarten gebracht, aufgeladen. Der Komfort im Facelift-Outlander PHEV ist gestiegen, nervige Details wie die piepsende Heckklappe wurden mit dem Facelift abgestellt und es geht einfach nichts kaputt. Das stellt den Auto-Tester vor ein echtes Problem. Worüber soll man meckern? Was soll man kritisieren? Man könnte erneut auf die noch immer mangelhafte Lade-Infrastruktur in Deutschland eingehen. Oder wir beantworten die wichtigsten Fragen von Ihnen. Allerdings drehen sich auch diese um immer wieder ähnliche Themen. Jetzt zur Urlaubszeit kommen wieder vermehrt die Fragen, wie sich der Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid als Urlaubs- und Zugfahrzeug eignet.

Unseren „PHEV-Urlaubsreport“ vom letzten Jahr finden Sie hier – die drei aktuellsten Fragen von Ihnen, beantworten wir jetzt in diesem Artikel:

1.) Mit dem Mitsubishi Outlander PHEV in den Urlaub, als Zugfahrzeug für den Wohnwagen?

Unser Dauertest-Fahrzeug hat keine Anhänger-Kupplung. Aber, Mitsubishi bietet für den Outlander PHEV eine Anhängerkupplung an. Die Anhängelast ist mit 1.500 Kilogramm hoch genug, um auch einen vernünftigen Wohnwagen zu ziehen. Für kurze Strecke ist das kein Problem und auch auf der Langstrecke kann man Sorgenfrei mit dem Caravan in Richtung Urlaub abfahren. Man muss allerdings den Verbrauch deutlich höher ansetzen, dann der Benzinmotor mehr Arbeit zu verrichten hat. Auf der anderen Seite ist der gezogene Caravan auch für eine höhere Rekuperationsleistung verantwortlich. Je mehr Gewicht schiebt, desto mehr kann rekuperiert werden. Für die Urlaubsfahrt empfehlen wir eine sehr vorausschauende Fahrweise. Ein häufiges segeln unterstützt die Effizienz und erst wenn man absehen kann, dass man verzögern muss, sollte man die Rekuperation wirklich nutzen. Wer das im Hinterkopf behält, der kann gut vorbereitet den Outlander PHEV als Urlaubs-Zugfahrzeug einsetzen. Und wie wäre es mit Norwegen als Reiseziel? Dort gibt es wenigstens deutlich mehr Ladesäulen als bei uns!

2.) Soll man während der Fahrt den „Charge-“ Button nutzen?

Eine einfache Frage, eine einfache Antwort: NEIN!

Den Benzinmotor dazu zu verwenden, aus Benzin mit 40% Wirkungsgrad Strom zu erzeugen ist absolut nicht sinnvoll. Aktuell gibt es in Deutschland noch keine Region, in der man nur elektrisch fahren darf – denn nur auf dem Weg dorthin würde diese Funktion im Alltag einen Sinn ergeben. Es ist ein praktischer Nutzen, den Benzinmotor als Stromaggregat zu nutzen, aber kein wirtschaftlich- oder ökologisch sinnvoller. Der Wirkungsgrad der Verbrennungsmotoren ist nicht geeignet, CO2 oder Kostenneutral Strom zu erzeugen. Laden Sie sich lieber eine App zum finden von Ladesäulen auf ihr Handy. Finger weg zum „Charge-Button“ ;).

3.) Was macht die E-Auto Förderung in Deutschland?

Kopfweh. Mir persönlich: Kopfweh. Nachdem vor über einem Monat die Förderung beschlossen wurde, ist noch immer nicht klar, wie die Auszahlung funktionieren soll. Und plötzlich ist es auch eine Angelegenheit der EU. Der Umweltbonus muss von der EU-Kommission abgesegnet werden, aber hier sind die Gespräche zwischen Bundesregierung und EU anscheinend noch nicht beendet. Der „beschlossene“ Umweltbonus von bis zu 4.000 € für Elektroautos und 3.000 für PHEVs also noch in der Schwebe.

Wer sich jetzt im Augenblick mit dem Kauf eines neuen Fahrzeuges, egal ob PHEV oder EV beschäftigt, aber zum einen verunsichert ist und zum anderen die Kaufprämie auf jeden Fall mitnehmen möchte, der kann ich aktuelle beim Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle, der BAFA, informieren. Die Rufnummer der eingerichteten Hotline lautet: 06196 / 908 1009.

 

Der richtige Luftdruck für den Outlander PHEV

Luftdruck, eine ganz banale Geschichte. Und vermutlich genau deswegen kümmert sich vermutlich kaum jemand um seinen Luftdruck. Doch der richtige Luftdruck im Reifen ist eine Grundlage für drei Bereiche: Sicherheit, Komfort, Effizienz. Sich also wenigstens alle 14-Tage um den richtigen Luftdruck zu kümmern ist gar keine dumme Idee! Für unseren Dauertest-SUV habe ich mir die Mühe gemacht, unterschiedliche Luftdrücke zu „erfahren“. Denn je größer und aufwendiger ein Auto, desto spannender sind die Ergebnisse die man mit unterschiedlichen Luftdrücken erreicht. Wobei der Luftdruck innerhalb einer Achse immer gleich sein muss.

Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid – der richtige Luftdruck zählt!

Wer sich fragt, was der Luftdruck für eine Rolle spielt, für den gibt es jetzt erst einmal eine kurze Exkursion. Damit ein Reifen gleichmäßig auf der Straßenoberfläche abrollt, muss der Reifen mit dem richtigen Luftdruck arbeiten. Nur so liegt die vom Reifenhersteller optimierte Lauffläche vollständig auf der Straße auf und kann die notwendige Haftung übertragen. Ein falscher Luftdruck schadet zudem der Abnutzung des Reifens. Das auch die Stoßdämpfer eine Rolle für den Reifen und seine Lebensdauer spielen, wollen wir an dieser Stelle ignorieren und uns nur auf den Luftdruck konzentrieren. Der Reifenhersteller DUNLOP hat diese Grafik erstellt:

reifendruck
Der richtige Luftdruck ist wichtig, für Komfort, Sicherheit und Effizienz.

Was ist der richtige Luftdruck?

IMG_1400Grundsätzlich gibt ein Hersteller für sein Auto eine Luftdruck-Empfehlung. Diese Angaben findet man entweder im Bordbuch, oder in der Tankklappe. Der Mitsubishi Outlander PHEV hat zusätzlich eine Plakette mit den Druckangaben in bar und psi an der B-Säule auf der Fahrerseite, in Richtung Schweller. Man kann diese Plakette im Prinzip nicht übersehen, wenn man die Fahrertür öffnet.

Je nach Gewichtsverteilung des Fahrzeuges und Reifengrößen, werden die entsprechenden Reifen-Luftdrücke festgelegt. Der Outlander PHEV soll mit 2.4 bar rundherum gefahren werden. Im Prinzip entspricht diese Empfehlung dem Schaubild oben, ganz link. Aber bevor der Luftdruck zu gering, oder zu hoch ist, gibt es feine Zwischenschritte die einen Einfluss auf Komfort, oder Verbrauch haben können.

[notification type=“notification_info“ ]Grundsatz: Ein nach unten abweichender Luftdruck fährt sich komfortabler bis schwammig, ein nach oben abweichender Luftdruck senkt den Benzinverbrauch, mindert jedoch den Fahrkomfort. [/notification]

2.4 Bar empfiehlt man bei Mitsubishi für den Outlander PHEV, so lange man nicht schneller als 160 km/h fährt. Über 160 km/h empfiehlt man 2.6 bar. Da man den Outlander PHEV selten als Autobahn-Eilexpress nutzt, sind die 2.4 bar die sinnvolle Empfehlung für den Alltag. Aber es gibt zugleich eine Richtung vor.

[notification type=“notification_info“ ]Wichtig: Reifenluftdruck wird immer am kalten Reifen gemessen! [/notification]

Der Outlander PHEV ab Modelljahr 2016 hat eine spürbar überarbeitete Dämpfung erhalten. Er rollt sensibler ab. Das ist eine gute Grundlage um den Luftdruck ein wenig anzuheben, ohne deswegen gleich ein hölzernes Fahrgefühl zu erhalten.

Eine Absenkung des Luftdruckes unter die 2.4 bar halte ich für wenig sinnvoll. Bei Versuchen mit 2.2 bar konnte kein wirklicher Komfortgewinn ermittelt werden. Dafür eine Lenkung die an Präzision verliert. 2.5 bar brachten keinen Komfortverlust – aber auch keine spürbare Änderung.

Sobald sich der Reifenluftdruck in Richtung „zu hoch“ entwickelt, sinkt der Rollwiderstand des Reifens. Das ist ein schmaler Pfad auf den man sich bewegt, denn gerade bei nicht optimalen Witterungsbedingungen will man die volle Haftung zwischen Reifen und Fahrbahn haben. Bei 2.6 bar haben – also dem Luftdruck den Mitsubishi für die „hohen Geschwindigkeit“ empfiehlt, war das Abrollverhalten der montierten Reifen noch immer gut. Denn auch das spielt beim „finden“ des richtigen Luftdruckes eine wichtige Rolle. Nicht jeder Reifen reagiert auf Veränderungen des Luftdruckes gleich, nicht jeder Reifen dämpft und rollt gleich ab.

Luftdruck-Empfehlung für den Outlander PHEV

Wir fahren den Outlander Plug-In Hybrid im Alltag (Sommerbereifung) mit 2.6 bar, rundherum. Der leicht gestiegene Luftdruck optimiert den Rollwiderstand, zugleich ist das Abrollverhalten und der Fahrkomfort noch nicht beeinträchtigt.

Bitte prüfen Sie alle 2 Wochen den Luftdruck an ihrem Auto und kontrollieren Sie einmal im Monat ihre Reifen auf Beschädigungen.

Fünf Typische PHEV-Vorurteile

Durch unseren Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid Dauertester kommen wir viel in Kontakt mit Menschen, die sich a) entweder für einen Outlander interessieren, oder b) für einen PHEV interessieren. Zudem haben wir durch die wöchentliche Berichterstattung einen treuen Stamm an Lesern gewonnen. Mit einigen Lesern ist man auch mehrmalig im Kontakt. Wie in diesem Fall – allerdings werde ich dieses Mal den Namen außen vor lassen, ich möchte bei den kommenden Punkten nicht, dass man Rückschlüsse auf Beteiligte ziehen kann.

Typische Plug-In Hybrid Vorurteile und der Unwillen der Verkäufer, den Kunden sinnvoll zu beraten

Der Leser berichtet in seiner eMail von den Erfahrungen, die er bei unterschiedlichen Autohäusern zum Thema PHEV gemacht hat. So wollte zum Bsp. der befragte Mitsubishi-Händler dem Kunden lieber einen „bewährten“ Diesel oder Benziner verkaufen und auch der VW-Händler riet ihm von der Anschaffung eines PHEV (in diesem Fall: VW Golf GTE) ab. Mit dem Leser hatte ich jedoch bereits über die Vor- und Nachteile des PHEV-Systems gesprochen. Wir haben gemeinsam über sein Fahrprofil gesprochen und festgestellt, ein Plug-In Hybrid würde ideal zu seinem Anforderungen passen. Zudem wünscht er sich ein Allradfahrzeug, weil er durchaus mit Schnee im Winter zu rechnen hat. Ernsthaft: Für den Leser passt der Outlander PHEV ideal. Aber nein – viele Händler scheuen die Beratung, wollen ihr angestammtes Terrain nicht verlassen. Und im Falle des VW-Händlers geht es vermutlich um Diesel-Lagerfahrzeuge. Wie dem auch sei – die Vorurteile sind doch immer wieder die gleichen. Auch von diesen Vorurteilen erzählt der Leser.

5 typische Vorurteile gegenüber dem PHEV

1.) Die Batterie hält nicht lange

Quatsch. Es gibt keine Anhaltspunkte, die diese Behauptung untermauern. Mitsubishi gibt beim Outlander PHEV zum Beispiel 8 Jahre Garantie auf die Batterie. Kennen Sie ein anderes Bauteil, auf das Autohersteller so lange Garantie geben? Natürlich unterliegen Akkuzellen einer Alterung, aber das wissen auch die, die einen solchen Akku herstellen und ergreifen Gegenmaßnahmen. So arbeitet in einem Akku nie die gesamte Zelltiefe. Defekte Zellen können gegen nicht genutzte Bereiche ausgetauscht werden. Der Alterungsprozess wird so lange verzögert.

2.) Niedriger Wiederverkaufswert nach „einigen“ Jahren

Wichtig ist die Frage nach den „einigen“ Jahren. Wer sich privat ein Fahrzeug kauft, sollte dies in den ersten 3 Jahren eh nicht verkaufen. Der Wertverlust ist überproportional. Zum Rest reicht ein einfacher Blick in die üblichen Online-Autobörsen. Schauen Sie doch mal ,was ein Outlander PHEV nach 3 Jahren kostet und vergleichen Sie den Wertverlust mit einem „klassischen“ Antrieb. Hier von „überproportional“ zu sprechen, ist nicht richtig.

Richtig ist: Wenn sich die Technik nicht durchsetzt, werden die Fahrzeuge schwerer zu verkaufen sein. Aber – im Augenblick sieht es ja so aus, als hätten reine EV und PHEV-Fahrzeuge endlich einen ordentlichen Start und eine steigende Akzeptanz.

3.) Folgekosten?

Das dümmste Argument. Welche Folgekosten? Gesunkene Inspektionskosten? Geringerer Verschleiß? Weniger Tankstellenbesuche? Haken Sie das sofort ab! Vergessen Sie es! #bullshit

4.) Viel zu teuer

Das Gegenteil von zu teuer ist billig und wie mein Sozialkunde-Professor schon immer sagte: Wer billig kauft, der kauft zweimal. Auto fängt mit Au an und wer sich etwas vernünftiges kaufen will, der sollte nicht die „Preis-Einschätzungen“ anderer anlegen, sondern sich selbst das Auto suchen, das zu ihm und seinem Geldbeutel passt. Ein Allrad-SUV mit „state of the art“ – Antriebsstrang ist nicht billig. Aber das ist auch gut so!

5.) Zuviel Technik

Schon wieder ein Argument von einem, der sich scheinbar noch nie mit einem Outlander PHEV beschäftigt hat. Elektromotoren sind wartungsfrei. Der Antriebsstrang des Mitsubishi Outlander PHEV besitzt einen soliden Saugmotor im Atkinson-Cycle. Ein 2.0 Liter Vierzylinder mit 121 PS. Wenn man mich von der mechanischen Seite fragt: Da ist nichts dran, was wirklich kaputt gehen kann. Die Batterie? Wartungsfrei. Hinzu kommt: Eine Lichtmaschine fehlt, ebenso wie eine Menge Keilrippenriemen zum Antrieb der Nebenaggregate. Der Outlander PHEV ist somit wartungsfreier als ein „klassischer“ Verbrenner. Dass ein modernes Auto ein gehobenes Maß an Technik on Board hat, ist normal. Niemand will mehr auf Navi, Tempomat, ABS, ESP und im Falle des Outlanders, auf Allradantrieb verzichten.

Angst vor der Veränderung

Was die Erfahrungen des Lesers zeigen, ist ein gehobenes Maß an Angst vor der Veränderung. Sowohl am Stammtisch als auch bei den Automobil-Verkäufern. Allerdings sollten sich gerade letztere jetzt angesprochen fühlen, sich kurz schämen und dann überlegen, was ihr Job ist. Den Kunden beraten und wenn ein Hersteller einen PHEV im Programm hat, dann wurde der zuvor genauso auf Herz und Nieren erprobt, wie die anderen Produkte aus dem eigenen Haus. Und wenn das Fahrprofil und der Alltagsanspruch des Kunden auf den PHEV passt – sollte man das auch bestätigen und nicht krampfhaft versuchen, die Restposten vom Hof verkaufen zu wollen!

 

 

Ist der Mitsubishi Outlander PHEV lahm?

Wie schnell geht der denn auf Hundert? Eine wirklich oft gestellte Frage auf den Parkplätzen der Republik und vor allem bei Gesprächen am Stammtisch. Irgendwie wollen immer alle die Performance, die Power und den Fahrspaß an den nackten Meßwerten der traditionellen Beschleunigungsmessung festmachen. Dabei ist der Fahrspaß eines PHEV ein gänzlich anderer.

Die Kraft der drei Herzen

Um den Sinn des Outlander PHEV zu verstehen, muss man die Wirkweise des Antriebs verstehen. Grundsätzlich wird der Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid über E-Motoren angetrieben. Erst ab einer Geschwindigkeit von 64 km/h kann sich der Benziner über eine nasse Mehrscheiben-Kupplung direkt am Vortrieb beteiligen. Generell findet der Vortrieb jedoch jederzeit über die E-Motoren statt. Gerade für den Stop & Go Betrieb und bei langsamen Fahrten profitiert man im Outlander PHEV von der Spontanität des Antriebsstranges. Ein Elektromotor besitzt sofort Drehmoment, müssen nicht erst auf Drehzahlen gebracht werden und benötigen keine Gangwechsel. Ein E-Antrieb spielt vor allem im unteren Geschwindigkeitsbereich alle Vorteile aus.

Der 121 PS Benzinmotor ist Energie-Lieferant für die E-Motoren und erst ab höheren Geschwindigkeit effizient einzusetzen. Das sich der Benzinmotor ab rund 64 km/h auf die Vorderachse schaltet, entspricht dem Betrieb im fünften Gang. Dabei gilt der Grundsatz: Je höher der Gang, desto effizienter. Die Mitsubishi-Techniker haben sich also eines genialen Tricks bedient und verbinden die Stärken der jeweiligen Techniken. Benzinmotor sobald man die Drehzahl sinnvoll senken kann und E-Motoren für den kraftvollen Betrieb. Aber ist es kraftvoll? Das ist ja die Stammtischfrage.

Lautlos und Emissionsfrei

Erst einmal muss man festhalten: Die clevere Idee des kombinierten Antriebsstranges, die Verbindung von zwei Stärken von höchst unterschiedlichen Techniken, sorgt – vor allem dann, wenn man sich auf den Batterie-Betrieb und die stete Ladung der Batterie, zu jeder Möglichkeit konzentriert – für einen lokal Emissionsfreien Betrieb. Je mehr Strom, desto sinnvoller. So der einfache Grundsatz. Wobei man sich bei aller Kostenproblematik immer auf Öko-Strom konzentrieren sollte, oder die eigene PV-Anlage auf dem Dach besitzen sollte. Wer das tut, der fährt ökologisch wirkungsvoller. Aber kraftvoller?

Butter bei die Fische

Renommierte Autotest-Zeitschriften haben den Outlander PHEV mit einer Zeit von 11.0 Sekunden von 0 auf 100 gestoppt. Den noch wichtigeren Wert für den Durchzug von 60 auf 100 km/h werden mit 5.6 Sekunden angegeben. 60-100 ist für mich persönlich der wichtigere Wert, er stellt die typische Landstraßen-Überholsituation hinter einem LKW dar. Zudem ist der Durchzug im Alltag, also von kurz über Stadt-Tempo auf Landstraßen-Tempo, viel eher das was man als „Kraft“ verspürt. Null auf Hundert ist im Alltag ja doch eher selten.

Aber 11.0 auf 100 Hundert? Das ist doch langsam. Oder? Oder!

Es ist auf jeden Fall schneller als der Diesel-Bruder mit 2.2 Liter Motor, 150 PS, Allradantrieb und Automatik. Beeindruckender ist jedoch der Durchzug von 60 auf 100 km/h. Hier wurde der PHEV mit einer Zeit von 5.9 Sekunden gemessen. Zum Vergleich, ein Kia Sportage oder ein Volkswagen Tiguan mit 140 PS Dieselmotor brauchen 7.7 bis 11.9 Sekunden, je nachdem in welchem Gang man beschleunigt.

Um es also ganz kurz zu machen: Das nächste Mal wenn Ihnen jemand sagen will: So ein Outlander PHEV sei zu langsam, lächeln sie – denn ihr Gesprächspartner hat keine Ahnung. Hätte er Ahnung, dann würde er sich a) nicht auf diese Stammtisch-Themen fokussieren und b) er wüsste was es bedeutet die Kraft von E-Motoren im Alltag nutzen zu können!

 

Verkaufserfolge des Mitsubishi Outlander PHEV

Mit dem Mitsubishi Outlander PHEV Dauertestfahrzeug stehen wir nicht alleine da. Auch wenn auf dem Fahrzeug der Schriftzug „Der Erste .. „ klebt, mittlerweile sind in Deutschland über 3.700 Outlander Plug-In Hybride verkauft worden. Der Allrad-SUV mit dem cleveren Antrieb ist damit der erfolgreichste PHEV-SUV auf dem Deutschen Markt.

Erfolgreicher Dauertester: Mitsubishi Outlander PHEV

Wir fahren nun seit über einem Jahr den Dauertester und haben bislang nur positive Erfahrungen gesammelt. Da fragt man sich natürlich: Warum sieht man eigentlich so wenige Mitsubishi Outlander PHEV auf der Straße?

Die Pressemeldung von Mitsubishi kommt da genau zum richtigen Zeitpunkt. Laut der Meldung vom 18.05.2016 wurden bislang über 101.000 Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid verkauft. Weltweit. Die Meldung bezieht sich hierbei auf den Zeitraum von 2012 bis 2015 – ist also, Stand heute, bereits ein wenig überholt.

Interessant aber die anderen Zahlen aus der Meldung. 66.000 Outlander PHEV fanden einen Absatzmarkt in Europa, danach folgt Japan mit 34.000 Fahrzeugen und Australien.

In Deutschland wurden bislang über 3.700 (bis Ende 2015!!) verkauft – die Zahl dürfte mittlerweile weiter gestiegen sein.

Mitsubishi Outlander PHEV – Förderprämie der Bundesregierung?

Auch unser Dauertestfahrzeuge wäre, als Neukauf, berechtigt die Förderung der Bundesregierung in Anspruch zu nehmen. Mit 3.000 € will die Bundesregierung den Kauf von PHEV-Fahrzeugen bis zu einem Kaufpreis von 60.000 € unterstützen. Jetzt gibt es aber derzeit bei fast allen Mitsubishi-Händlern bereits einen Elektroauto-Bonus in Höhe von 4.000 € für die Käufer eines Outlander PHEV. Da von der Förderung 1.500 € vom Hersteller getragen werden müssen, könnte es sein, dass man sich bei Mitsubishi demnächst dazu entscheidet, die Förderung der Regierung, 1.500 €, auf den bisherigen Bonus zu packen. Ein Mitsubishi Outlander PHEV in der TOP-Ausstattung wäre dann bereits ab 45,490 € erhältlich.

Noch hat sich Mitsubishi nicht zur Gestaltung der Prämie geäußert.

Sobald diese Förderung umgesetzt wird, steht dem weiteren Verkaufserfolg des PHEV Outlanders in Deutschland nichts im Weg. Ist der Outlander PHEV doch der einzige allrad-SUV mit PHEV-Technik in diesem Segment.

Der Nervenschoner: Adaptiver Tempomat

Aus dem Dauertest-Tagebuch:

Unser Dauertestfahrzeug begeistert derzeit mit einem unfassbar guten Durchschnittsverbrauch. Die letzte Tankfüllung haben wir über gut 1.400 Kilometer verbraucht. Das ergab einen Schnitt von 2.71 Liter auf 100 Kilometer, obwohl dabei zwei längere Etappen dabei waren, die über mehrere Kilometer führten.

Auffällig war die deutlich gestiegene Effizienz, als es anfing, deutliche Plus-Grade zu haben. Sobald die Temperaturen die 10°-Marke überschreiten, steigt die Effizienz des Dauertestwagens noch einmal massiv an. Nun nutzen wir unseren Mitsubishi Outlander PHEV ja primär für die täglichen Aufgaben als Familien-SUV. Die Kleine in den Kindergarten bringen, einkaufen, etc. – aber in den letzten Wochen bin ich das Fahrzeug auch wieder mehrmals über die längere Distanz gefahren. Allerdings habe ich ganz bewusst das Tempo auf der Autobahn heruntergeschraubt und zusätzlich den adaptiven Tempomaten genutzt.

Zum Thema: Komfortgewinn durch den adaptiven Tempomaten

Wenn die Autobahn nicht frei ist, dann lohnt sich die Hektik nicht. Dann sind Tempo 120 mein Ziel. Damit man nicht ständig die Nadel im Blick behalten muss und vor allem, um den Fuß zu entspannen, nutze ich zu gerne den adaptiven Tempomaten des Mitsubishi Outlander PHEV. Die variable Regelung der Geschwindigkeit erlaubt ein stressfreies und damit auch eher effizientes Fahren.

Drei Entfernungen sind über den Taster im Lenkrad einstellbar. Wobei die dt. Autobahnen im Prinzip nur eine Einstellung auf die „kürzeste“ Distanz erlauben. Stellt man den Abstandsradar auf die maximal mögliche Regeldistanz ein, dann fährt eigentlich immer irgendeiner direkt vor einem in die Lücke. Und wer mit einem aktivierten Tempomaten unterwegs ist, der merkt sehr schnell, wie hektisch und ungleichmäßig viele Autofahrer fahren. Eben 120, dann 140, dann wieder 100, dann 160. Ein ständiges Beschleunigen und Abbremsen.

Dass unser Dauertestwagen den adaptiven Tempomaten an Bord hat, ist eine echte Bereicherung in der Ausstattung. Wer sich einmal an die „wie von Geisterhand“ gesteuerte Geschwindigkeit gewöhnt hat, wird diese Funktion nicht mehr missen wollen.

Adaptiver Abstand

Während ein normaler Tempomat einfach nur stupide das Tempo hält und einem damit ein wenig die Chance gibt, gleichmäßig unterwegs zu sein und auch mal den rechten Fuß zu lockern, steigert der adaptive Tempomat das ganze Wohlbefinden. Deutlich weniger Stress an Bord. Das Radar an der Front arbeitet mit einer Leistung im Milliwattbereich, es muss also keiner Angst vor diesem System haben. Die Radarsysteme arbeiten im 24 Ghz-Bereich und erfassen den Bereich vor dem Fahrzeug. Dabei muss man sich den Bereich wie eine „Ausleuchtung durch eine Taschenlampe“ vorstellen. Ein recht spitzer Öffnungswinkel sorgt dafür, dass das Radar sich auf die Fahrzeuge auf der eigenen Fahrspur konzentriert.

Mitsubishi als Technologie-Vorreiter

1992 war Mitsubishi im übrigen der erste Automobilhersteller, der ein Lidar (optisches System) zur Warnung vor zu geringen Abstand eingeführt hatte. Die „Distance Warning“ wurde damals im Mitsubishi Debonair eingeführt. Seit 2012 gibt es das Mitsubishi ACC-System, den „Adaptive Cruise Control“. Mitsubishi vereint darin den adaptiven Tempomaten und einen Auffahrwarner.

Und wie man sieht, und wie wir täglich erfahren – mit dem System lässt sich nicht nur die Autobahn entspannt in Angriff nehmen, auch der Verbrauch sinkt durch das Fahren mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit.

Outlander PHEV: Pendeln ohne Steckdose?

„Er ist doch auch ein Hybrid“

Das ist ein oft gelesener Satz in eMails von Lesern. Es geht dabei dann vornehmlich um die Verbrauchswerte des Outlander Plug-In Hybrid im Pendelbetrieb oder auf langen Strecken. Und um das Erstaunen bei den Alltagsverbrauchswerten, sobald der Outlander PHEV nicht vor Fahrtantritt an der Steckdose aufgeladen wird. 1.8 Liter auf 100 Kilometer. So steht es im Prospekt. Und daneben der Hinweis auf die NEFZ-Norm. Es sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben, die NEFZ-Werte sind „Vergleichswerte“ und selten für jedermann passend. Es sind aber auch nicht mindestens 1.8 Liter, denn wie unser Alltag zeigt: Als Familien-SUV kommt der Outlander PHEV bei uns locker unter die 1.0 Liter Marke je 100 Kilometern.

PHEV = Der MUSS an die Steckdose

Den großen Systemvorteil bietet der Outlander PHEV, wenn man seine Batterie wirklich ausnutzt. Das haben wir nun oft betont und immer wieder bekräftigt. Doch was passiert eigentlich, wenn man mit dem Outlander PHEV pendelt und nicht an die Steckdose kann? Wie effizient ist der Antriebsstrang des Outlanders PHEV ohne die Voll-Ladung der Batterie? Wir haben es herausfinden wollen und sind exemplarisch die für uns üblichen Pendlerstrecken gefahren. Aber auch hier gilt: Wir wohnen eventuell in einem völlig anderen Umfeld als Sie. Und jede Veränderung nimmt Einfluss auf die Verbrauchswerte.

Pendeln aus dem Spessart in die Region Frankfurt

Wir haben uns eine Pendlerstrecke vorgenommen, die einige bei uns in der Region tatsächlich täglich fahren. Diese Strecke sind wir drei Mal gefahren, für dieses Beispiel soll die Variante mit dem schlimmsten Stau, dem größten Anteil an Stop & Go, als Beispiel dienen.

Teststrecke: 94.7 km lang und fast zu gleichen Teilen bestehend aus Landstraße, Ortschaften, Autobahn und Stadt. Zudem sind wir in der Frühe so losgefahren, dass wir auch den Overkill-Stau auf der Autobahn mitnehmen. Die Rückfahrt war so geplant, das wir die gleiche Strecke mit weniger Stau – aber nicht frei – fahren können. Die Batterie war nicht vorgeladen. Der Tank zur Hälfte gefüllt. Abfahrt 6:47, Ankunft um 8:37 – wir haben also die wirklich unangenehme Stau-Variante genommen. Über Land besteht die Fahrt aus einer hügeligen Strecken-Topologie. Ein sehr gemischter Anteil der Strecken. Umso erstaunlicher das Ergebnis.

Fahrstrecke PHEV Pendler-Alltag

Um die Effizienz des reinen Hybrid-Konzeptes zu beurteilen, eignet sich die Fahrt mit dem größten Stau-Anteil sehr gut. Denn gerade Stop & Go (typischer Stadtverkehr) ist besonders fordernd im Hinblick auf die Verbrauchswerte. Das stete Beschleunigen kostet Treibstoff, beim Bremsen muss eine maximale Energie-Rückführung stattfinden. Nur so lässt sich der Verbrauch senken. Beim Outlander PHEV kommt die integrierte Strategie aus Serieller-Hybrid und Parallel-Hybrid zum Tragen. Der Benzin-Motor kann sowohl als Generator dienen, als auch direkt die Vorderachse antreiben. Bei Mitsubishi hat man sich jedoch dafür entschieden, den Benzinmotor erst ab 64 km/h direkt auf die Vorderachse zu koppeln. Damit wird eine Übersetzung erreicht, die einem 5. oder 6. Gang ähnelt. Den Benzinmotor nur im höchsten Gang zu nutzen, ist ein cleverer Trick, um den Motor nur im maximalen Effizienz-Bereich zu betreiben.

geschwindigkeit

Und das Ergebnis für den Alltag?

3x 94.7km einfache Strecke. 3x ohne geladene Batterie gestartet. 2x mit einem zur Hälfte gefüllten Tank und 1x mit vollem Tank gestartet. 

Mit 7.7 Litern im Schnitt absolviert der Outlander Plug-In Hybrid den Pendelverkehr. Ein mehr als beeindruckender Wert. Behalten wir im Hinterkopf: Allradantrieb, SUV-Größe und Komfort für 5. Zudem ist bei einem schwarzen Fahrzeug, wie bei unserem Dauertester, die Klimaanlage die gesamte Zeit stark gefordert.

Nun sind auch diese 7.7 Liter nicht der Maßstab. Wer mit Dauervollgas unterwegs ist, der wird den Verbrauch noch einmal locker in die Höhe treiben. Und wer keine Chance hat, seinen PHEV immer wieder an der Steckdose zu laden, der kann dies zwar unterlassen – aber er versäumt den Spaß des reinen elektrischen Fahrens – und das bis zu 50 km im Alltag!

 

E-Auto Förderung für den Mitsubishi Outlander PHEV?

In dieser Woche hat die Bundesregierung nun endlich die Förderung der Elektromobilität in Deutschland beschlossen. Am Ende liest sich das gesamte Förderprogramm dann jedoch irgendwie, wie eine Verkaufsveranstaltung für dt. Automobil-Hersteller. Die auf der einen Seite sinnvollen Beschränkungen lassen allerdings am Ende das Angebot von VW, BMW und Mercedes besonders attraktiv erscheinen. Zudem hat sich die Bundesregierung zuerst einmal mit den dt. Herstellern verständigt. Die beschlossene Teilung der Fördergelder, so gibt es nur Fördergeld für Fahrzeuge, bei denen der Hersteller 50% der Fördersumme mitträgt. Da sind Importeure generell im Nachteil, denn Deutschland ist – anders als man das oftmals fühlt – nicht der Nabel der Welt.

Die Förderung kommt gerade für Volkswagen zur rechten Zeit (Derzeit geben VW-Händler bis zu 30% Rabatt auf den neuen Golf). Sind der e-UP, der e-Golf, der Passat GTE und der Golf GTE doch ansonsten eher „hochpreisige“ Premiumprodukte.  Auch die elektrische B-Klasse, wird gefördert und ist ansonsten eher kaum auf dem Markt vertreten. Bei smart hat man die ED-Version des smart zurückgestellt, eine Entscheidung die man jetzt bereuen wird. Bei Ford gibt es derzeit nur ein E-Auto, bei KIA und Toyota gibt es auch nur einen PHEV, bzw. ein Elektroauto. Toyota hat allerdings noch ein Brennstoffzellenfahrzeug im Programm. BMW hat den i3 und zwei Plug-In Hybriden im Programm.

Doch während die dt. Hersteller direkt mit einbezogen wurden, musste man bei den Importeuren jetzt erst einmal den Taschenrechner bemühen. Lohnt sich die E-Auto Förderung der Bundesregierung? Nissan und Renault haben bereits zugesagt, bei Mitsubishi rechnet man derweil noch. Eine Entscheidung über die Förderung beim Mitsubishi Outlander PHEV und dem EV erwarte ich persönlich in der kommenden Woche.

Bis wir also den Kaufpreis des Mitsubishi Outlander PHEV (nach Abzug der Fördermittel) kennen, beschäftigen wir uns heute mal mit den Fakten zur beschlossenen E-Auto Prämie:

Bundesregierung fördert Elektroautos und Plug-In Hybride

  • Starttermin ist der Mai 2016 (genauer Termin nicht bekannt!!)
  • Prämienberechtigt sind nur Elektrofahrzeuge und Plug-In Hybride. Hybride ohne externe Lademöglichkeit sind ausgenommen. Zudem muss sich der Hersteller an der Förderung beteiligen.
  • Förderung für Elektrofahrzeuge: 4.000 € (davon müssen 50% vom Hersteller übernommen werden!)
  • Förderung für Plug-In Hybride: 3.000 € (davon müssen 50% vom Hersteller übernommen werden!)
  • Förderung für Brennstoffzellen-Fahrzeuge: 3.000 € (davon müssen 50% vom Hersteller übernommen werden!)
  • Die Förderung im Ganzen beträgt 1.2 Mrd. Euro (davon müssen die Automobil-Hersteller: 600.000 Millionen übernehmen!)
  • Die Förderung läuft maximal bis 2019, bzw. bis der Topf leer ist.
  • Gefördert werden nur Fahrzeuge bis zu einem Neupreis von 60.000 €.

Bislang hat Mitsubishi den Outlander PHEV mit einem gänzlich eigenen „E-Auto Bonus von 4.000 €“ gefördert, man darf also davon ausgehen, dass man dort die Förderung mitgehen wird. Addiert man die 50% der 3.000 € Förderung der Bundesregierung auf die bislang angebotene Förderung, so könnten es schon bald 5.500 € sein, die Mitsubishi-Händler vom Listenpreis des Outlander PHEV abziehen.

Der Outlander PHEV würde damit bei 34.490 € starten! Und wir reden hier über einen SUV mit Allradantrieb, Platz für 5 und großen Kofferraum. Und bis zu 52 km elektrische Reichweite! Da warten wir dann gerne noch ein paar „Stunden“ auf die Bestätigung der „drei Diamanten-Marke“.

Elektrisch durch den Alltag, der erste Plug-in Hybrid SUV

[notification type=“notification_info“ ]Update: Die Bundesregierung hat nun die Förderung der E-Mobilität beschlossen. Wir aktualisieren daher noch einmal die E-Auto Artikel, Tests und Fahrberichte. Dieser Original-Artikel stammt vom 20. Juni 2015 [/notification]

Ein echtes Dauertest-Fahrzeug muss alles mitmachen, in unserem Fall auch einen Umzug. Für den Outlander von Mitsubishi ist so ein Umzug ja keine große Sache, für uns war es das jedoch schon. Aber dank „großer Klappe“ und reichlich Stauraum hat der Outlander, trotz Plug-In Hybrid-Technik die Rolle des „Lasten-Muli“ prima erledigt. 

Der elektrische Alltag – Umzug und neue Reichweiten-Tests

Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Dauertest auf mein-auto-blog

8 Monate begleitet uns der Dauertestwagen nun, 8 Monate in denen wir von heute auf morgen die Umstellung von rein Benzin/Diesel auf Plug-In Hybrid Technik gewagt haben. Und in den 8 Monaten haben wir das bislang nicht einmal bereut. Im Gegenteil, der PHEV Outlander hat sich als das Testfahrzeug mit der höchsten Akzeptanz herausgestellt. Egal ob es die Nachbarn sind, Freunde oder Arbeitskollegen. Das Interesse ist ständig riesengroß und ständig müssen wir über die „realen“ Verbrauchswerte Auskunft erteilen.

Vor einer Woche sind wir nun in unser neues Heim gezogen und der Outlander musste seinen Teil beim Umzug der Büroräume und des sonstigen Hab & Gut übernehmen. Also – per Fingerzug die Rücksitzbank umgelegt und aus den 463 Litern Laderaumvolumen werden 1.472 Liter. Dabei wird aus dem Raum hinter den Vordersitzen eine Laderaum-Höhle, ordentlich lang um zerlegte Regale aufzunehmen, ordentlich hoch um in mehreren Schichten beladen zu werden. In unserem Fall musste der PHEV jedoch nur „Kleinigkeiten“ aufnehmen, Sie wissen schon, diese vielen Kleinigkeiten die übrig bleiben, wenn man eigentlich alles in Kisten verstaut hat. Für den „eigentlichen“ Umzug hatten wir uns natürlich einen LKW gemietet – der PHEV war in seiner Funktion als Dauertester „nur wieder“ der Familien-Freund, das Familien-SUV mit den nützlichen Talenten.

Und er dürfte in dieser Funktion auch der erste Umzugshelfer gewesen sein, der die Strecke elektrisch zurückgelegt hat. Im Gegensatz zu vielen reinen E-Mobilen, steckt der Outlander eben richtig was weg. Platz ist vorhanden. Da unterscheidet sich der PHEV Outlander ganz klar von „Verzichtsmobilen“ die viele im Kopf haben, wenn sie an E-Mobilität denken.

Da wir „nur“ 30 Kilometer weiter gezogen sind, es bleibt die Heimat im Spaß verortet, sind wir die gesamte Strecke rein elektrisch gefahren. Für Plug-In Hybrid-SUVs von anderen Herstellern wäre das eine unlösbare Aufgabe geworden.

Wir haben die vom Hersteller angegebene Reichweite, rein elektrisch, von bis zu 52 km immer kritisch gesehen, der Alltag zeigt jedoch – unrealistisch ist es nicht. Gut 40 km sind eigentlich immer machbar und damit deutlich mehr als die Mitbewerber bieten.

Mit 1.9 Litern über 100 km?

Wir haben es bereits nachgefahren, wer sich konsequent um die Nachladung an der Steckdose bemüht, der fährt locker mit weniger als 2 Litern Benzin über 100 km – im Schnitt. Wir haben 2.085 km mit nur einer Tankfüllung zurückgelegt, das sind dann 1.92 Liter auf 100 km!  Nach unserem Umzug werden die täglichen Fahrstrecken für den PHEV noch kürzer. Wir haben jetzt wieder einen Bäcker im Ort, einen Metzger und sogar einen Baumarkt. Wenn wir jetzt mit dem PHEV die Familienkutsche für die „Besorgungsfahrten“ anwerfen, dann sparen wir uns den Benzinbetrieb vollständig – es bleibt also spannend die restlichen Monate:

Werden wir den Verbrauch unter 1.9 Liter auf 100 km drücken können?

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