Bei Neuwagen wird DAB+ Pflicht

Der 21. Dezember 2020 ist Stichtag und mit dem Beschluss des Bundesrats wird EU-Recht durchgesetzt, danach haben alle Neuwagen die Pflicht zum Digitalradio. Mit der Einführung des „Digital Audio Broadcast“ oder kurz nur DAB+ für alle Neuwagen, setzt der Bundesrat das in die Tat um, was Anfang November 2019 als neues EU-Recht beschlossen wurde.

Für alle das gleiche Signal

Der Beschluss der EU verpflichtet die Autohersteller aller Mitgliedsstaaten, dass alle Radios in Neuwagen ab dem 21. Dezember 2020 mit einem digitalen Radioempfang ausgestattet sein müssen. Mit der Einführung dieses einheitlichen Standards will die EU sicherstellen, dass alle Autofahrer in ganz Europa Zugang zu DAB+ haben. Die Verpflichtung zum digitalen Radio soll zugleich sicherstellen, dass die modernen Streaming-Dienste dem herkömmlichen Rundfunk nicht den Rang ablaufen. Im Vergleich zum klassischen UKW-Empfang zeichnet sich DAB+ durch eine bessere überregionale Empfangsqualität und deutlich mehr Sender aus. Der Genuss, Radio zu hören, wird also neu definiert. 

Viele haben DAB+ bereits

Neuwagen, die in den kommenden Wochen und Monaten auf den Markt kommen, haben DAB+ bereits. Die Hersteller verlangen allerdings einen Aufpreis, der nicht selten im dreistelligen Bereich liegt. Zahlreiche neue Wagen haben aber ohnehin schon einen DAB+-Chip. Bereits Anfang 2018 drohte dem altmodischen analogen Autoradio schon einmal das Aus, da sich die Antennenbetreiber und die Sender nicht einigen konnten. Rund zehn Millionen Radiohörer wären von diesem „Blackout“ betroffen gewesen. Heute ist davon auszugehen, dass das analoge Autoradio und der analoge Rundfunk eher früher als später komplett verschwinden. Diejenigen, die sich jetzt einen neuen Wagen kaufen, dürfte dies nicht mehr interessieren, denn sie haben ja bereits DAB+.

Der Zwang stört

Viele Autofahrer hätten nichts gegen einen besseren digitalen Empfang in ihrem Wagen, viele stört jedoch der Zwang, der dahinter steht. Die einsamen Entscheidungen der EU kommen nicht so gut an, zumal es keine Möglichkeit für eine Alternative gibt. Hier heißt es: Entweder digital oder gar nicht.

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