Das Auto für den Frühling fit machen

Eben noch bitterkalt, jetzt schon frühlingshaft warm: Der Temperaturverlauf des diesjährigen Winterwetters lässt keine Zeit für Übergangsjacken. Autobesitzer können sich schon einmal der Pflege ihres Fahrzeugs widmen. Einen Punkt sollte man aber noch hintenanstellen.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen erfreuen die Menschen, machen aber auch schnell deutlich, wo im Winter nicht geputzt wurde. So wie im Haus die Fensterscheiben im Sonnenlicht gnadenlos Schmutz und Schlieren zeigen, sieht man auch am Fahrzeug jetzt Dreck und Salz an der Karosserie sowie Staub im Innenraum besonders gut. Ein wenig Putzen und Aufräumen schadet also nicht und bringt in Corona-Zeiten vielleicht auch ein wenig Abwechslung in den Alltag. 

Bevor die eigentliche Reinigung des Fahrzeugs angegangen werden kann, gilt es das Fahrzeug auszumisten. Man entfernt den Müll, der sich im Fahrzeuginneren – Ablagen und Fächer nicht vergessen – und im Kofferraum angesammelt hat. Dieser wird ordnungsgemäß in einem Mülleimer entsorgt. Raucher entleeren noch den Aschenbecher, natürlich ebenfalls in einen Abfalleimer und nicht einfach auf der Straße. Die typischen Winteraccessoires wie Handschuhe, Eiskratzer oder Scheibenenteiser lässt man besser noch so lange im Fahrzeug wie Nachtfröste oder Schneefall nicht ausgeschlossen werden können. Bis dahin wartet man auch mit dem Wechseln auf Sommerreifen. Die Gelegenheit ist aber günstig die Sommerpneus zu überprüfen. Sind sie in Ordnung und verfügen sie noch über ausreichend Profiltiefe? Falls nicht, kann man rechtzeitig Neue bestellen. 

Schnee und Glatteis haben in diesem Wetter dafür gesorgt, dass die Straßenmeistereien viel Salz auf die Straßen streuen mussten. Das Salz setzt sich unter anderem an der Karosserie fest. Wer der Rostbildung durch langanhaltende Streusalzeinwirkung an der Karosserie entgegenwirken möchte, muss es entfernen. Das gelingt am besten in einer Waschanlage. Diese haben nach der starken Frostphase wieder auf. Spezielle Waschprogramme nehmen sich der Problemstellen wie Fahrzeugunterboden an. Idealerweise bietet der Waschstraßenbetreiber noch ein Voreinigung durch Mitarbeiter an. Diese entfernen nicht nur den gröbsten Schmutz vorab, sie achten auch darauf, dass Antennen demontiert sind und so nicht von den Bürsten oder Waschtüchern abgerissen werden können. 

Ist das Wasch-Trocknungsprogramm beendet, parkt man auf einem der vorgesehenen Parkplätze der Anlage und öffnet die Türen und die Motorhaube, damit alles richtig trocknen kann. Währenddessen kann man mit Wasser und Auto-Shampoo die Stellen wie etwa die Türinnenschweller reinigen, die die Waschanlage nicht erreicht.

Das Auto für den Frühling fit machen 6

Die Staubsaugerstationen an Waschanlagen sind meistens kraftvolle Geräte, die auch mit stark verschmutzen Fußmatten und Teppichen keine Probleme haben. Anschließend saugt man die Polster, dabei empfiehlt es sich, Sitze auch mal zu verrücken und Lehnen umzuklappen, um auch an versteckte Stellen zu kommen.

Danach stehen das Abstauben und Säubern der Kunststoffteile auf dem Frühjahrsputzprogramm. Armaturenbrett, Ablagen und andere Kunststoffteile im Innenraum wischt man am besten mit einem feuchten Lappen ab. Die Lüftungsschlitze der Klimaanlage lassen sich gut mit Staubwedel reinigen. 

Für den richtigen Durchblick sind zudem saubere Scheiben wichtig. Windschutzscheibe und andere Glasflächen werden nicht nur von außen schmutzig, sondern auch von innen. Am besten und günstigsten lassen sie sich mit aus dem Haushalt bekannten Mitteln säubern – etwa mit Glasreiniger oder Spülmittel. Bei den Seitenscheiben sollten zudem die Abschlusskanten nicht vergessen werden, die normalerweise unter den Gummidichtungen der Karosserie liegen. 

Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, sollten jetzt den Innenraumfilter des Fahrzeugs überprüfen lassen. Dieser siebt unter anderem Pollen, Staub und Schmutz aus der Luft, bevor sie in die Fahrgastzelle gelangen. Am besten wechselt man den Innenraumfilter jährlich aus, spätestens alle 15.000 bis 30.000 Kilometer. Wenn der Filter nicht mehr reinigt, kann das zum Nährboden für Schimmel und Bakterien werden – ein Problem, das auch nicht heuschnupfengeplagte Insassen belastet.

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