Das modulare Innenleben der Cargo-Camper

Auch ohne eigene handwerkliche Fähigkeiten lassen sich Wohnmobile im Kastenwagen-Format ganz individuell gezielt auf die eigenen Bedürfnisse ausrichten. Ein Unternehmen aus Salzburg ermöglicht dies mit seinen Cargo-Clips. 

Wer sich in diesen Tagen auf die Suche nach einem Wohnmobil begibt – und bekanntlich tun das aktuell besonders viele Zeitgenossen –, kann ob der vielfältigen Auswahl an Varianten und Grundrissen bisweilen verzweifeln. Er hat die Qual der Wahl – und findet vielleicht doch nicht so schnell eine Ideallösung. Warum also nicht selbst Hand anlegen? Eine Innenarchitektur nach eigenem Gusto? Am besten ohne Sägen, Hämmern oder ähnliche Aktionen, die jeden ungeübten Handwerker von vorn herein abschrecken?

Das geht tatsächlich. Das österreichische Unternehmen Autocom hat mit „Cargo-Clips“ ein modulares System entwickelt, mit dem sich das Innenleben des Reisemobils individuell auf die Bedürfnisse des Besitzers abstimmen lässt. Egal ob Motorradfahrer, Mountainbiker oder Surfer, Hundebesitzer oder Angler, Jäger oder Geschäftsreisende.

Das modulare Innenleben der Cargo-Camper 7

Das Grundprinzip: Wohnmobile im Kastenwagen-Format werden mit sogenannten „Click Walls“ ausgerüstet, löchrige Wände, in welche die unterschiedlichen Module schnell und einfach eingeklickt und gesichert werden. Im Boden sorgt ein Schienen-System für eine variable Fixierung. 

Die Auswahl ist reichhaltig von diversen Bett- und Küchenmodulen (ab 2.200 Euro) über Sanitär- und Toiletten-Elemente (ca. 1.000 bis 3.000 Euro), Hänge- und Stauschränke in unterschiedlichen Größen bis zur Bed-and-Breakfast-Lösung (4.000 Euro) mit Bett, Tisch und Stühlen oder einer Bike-Garage (1.900 Euro). Und weil die Komponenten genauso flott wieder ausgebaut oder einfach nur weggeklappt werden können, ergibt das ein hohes Maß an Flexibilität, verwandelt sich das Wohnmobil blitzschnell in einem Transporter. So lässt sich beispielsweise der Frühstückstisch samt Stühlen so platzsparend an die Seitenwand zusammenfalten, dass man locker auch ein veritables Motorrad im Innenraum unterbringen und in den Bodenschienen festzurren kann.

Das modulare Innenleben der Cargo-Camper 8

In Salzburg bauen die Österreicher ihr Cargo-Clips-System in angelieferte Kastenwagen ein, bieten neuerdings aber auch Komplett-Fahrzeuge unter der Marke Cargo-Camper an. Sie setzen dabei ausschließlich auf den MAN TGE, den baugleichen Bruder des VW Crafter, oder auf den Mercedes Sprinter. Im Basispreis, der für beide Modelle je nach Radstand und Hochdach-Variante zwischen 43.900 und 51.900 Euro liegt, sind Isolation, Dämmung, Holzboden, Dach- und Wandverkleidung in Buche sowie die Verkabelung mit 12 und 230 Volt enthalten. Den Rest konfiguriert der Kunde selbst anhand der umfangreichen Modulauswahl.

Da Messen aktuell allerorten abgesagt werden, hat sich Geschäftsführer Stefan Ilg entschlossen, auf einer Deutschland-Tour sein System vorzustellen. Genaue Daten liefert die Webseite www.cargoclips.cc, über die sich Interessierte aufgrund der Corona-Lage auch vorher anmelden müssen.

Total
0
Shares
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Related Posts