Die Nachrüstung für den Diesel ist gescheitert

Viele Experten waren dagegen, aber als der Druck aus der Politik immer größer wurde, sollten die Autos, die mit Diesel fahren, mit neuen Katalysatoren ausgestattet werden. Aber diese Umrüstung erfolgte so gut wie gar nicht, was für die Deutsche Umwelthilfe schwerwiegende Folgen hat.

Auf breiter Front fehlgeschlagen

Es waren die Grünen, der ADAC und vor allem die Deutsche Umwelthilfe, die nach einer Hardware-Nachrüstung von älteren Euro-5-Dieselfahrzeugen gerufen haben. Aber dieser Ruf ist ungehört verhallt und die Aktion auf breiter Front gescheitert. Es gab kaum Dieselbesitzer, die die von den Autoherstellern bereitgestellten Zuschüsse haben wollten. Allein Daimler musste nicht einmal 900 Systeme zum Nachrüsten mit 3000 Euro bezuschussen, bei Volkswagen waren es sogar nur 195. Dabei fahren auf Deutschlands Straßen mehrere Millionen von Euro-5-Dieseln.

Effektiv nur bei Fahrverboten

Die tatsächliche Zahl der nachgerüsteten Dieselfahrzeuge könnte etwas höher liegen. Fakt ist jedoch: Eine breite Nachrüstung, so wie es eigentlich gedacht war, wurde nicht einmal im Ansatz erreicht. Die überwiegende Zahl der nachgerüsteten Diesel kommt sehr wahrscheinlich aus dem Großraum von Stuttgart, denn dort gab es das erste und bislang auch einzige Fahrverbot für Diesel mit Euro-5-Norm. 

Millionen investiert

Die Hersteller haben Millionen in die Systeme zum Nachrüsten der Diesel investiert. Es galt, die sehr komplexe Technik an bestimmte Fahrzeugmodelle anzupassen. Vorzugsweise waren es die sogenannten Volumenmodelle, wie der VW Passat oder die E-Klasse von Mercedes. Kits zum Nachrüsten gab es auch für einige Modelle von Volvo und BMW, aber es gab keine Nachfrage. Das ganze Konzept der Hardware-Nachrüstung ist ganz offensichtlich gescheitert, die Kunden fragen diese Lösung überhaupt nicht mehr nach. Verloren hat, wie so oft, die Glaubwürdigkeit der Politik, auf deren Druck die Verfahren für die Genehmigungen und die Zuschüsse erst auf den Weg gebracht wurden. Autoexperten hatten die Politiker gewarnt, was bleibt, ist der vielleicht größte Abgasskandal der deutschen Automobilgeschichte, der Millionen gekostet und nichts gebracht hat.

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