Eine Steckdose für 17 Autos

Die Ladeinfrastruktur wächst – aber nicht schnell genug, findet der VDA. Vom Idealverhältnis von Steckdose zu Auto ist Deutschland noch weit entfernt.  

In Salzgitter lassen sich E-Autos am leichtesten öffentliche laden. In der niedersächsischen Stadt teilen sich 3,3 Elektromobile eine Säule, wie aus dem aktuellen Ladenetz-Ranking des Branchenverbands VDA hervorgeht. Insgesamt stehen den 349 im Kreis gemeldeten Fahrzeugen 110 Ladepunkte zur Verfügung. Auf Platz zwei der deutschlandweiten Rangliste liegt der Landkreis Freyung-Grafenau mit 3,5 Steckdosen pro Auto, gefolgt von Emden mit 3,9.  

Im Bundesdurchschnitt müssen sich 17 E-Autos einen Ladepunkt teilen. Der VDA hält diesen Wert für zu hoch und spricht sich für die von der EU vorgeschlagene Quote von 10 zu 1 aus. Dafür müsste sich die Ausbaugeschwindigkeit der Infrastruktur verdoppeln: Statt der aktuell 1.000 neuen Ladepunkte pro Woche wären 2.000 nötig.  

Neben dem Verhältnis von Ladepunkten und E-Auto-Bestand ermittelt der VDA auch die Zahl der Steckdosen in Relation zur gesamten Pkw-Flotte. Der Wert soll angeben, wie attraktiv in der jeweiligen Region perspektivisch der Umstieg auf ein E-Mobil ist. In diesem Ranking liegt Wolfsburg mit 187 Pkw pro Ladepunkt in Front, gefolgt von Passau mit 311 und Regensburg mit 376. Der bundesweite Mittelwert beträgt 1.486. 

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