Elektroauto-Prämie – Laufzeit um anderthalb Jahre verlängert

Viele interessante E-Autos kommen erst in den nächsten Monaten auf den Markt. Käufer dürften weiterhin die Chance auf Fördermittel haben.

SP-X/Berlin. Die Umweltprämie für Elektroautos wird bis Ende 2020 verlängert. Die Fördersätze und -bedingungen ändern sich nicht, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt. Demnach beträgt der Zuschuss beim Kauf eines reinen Elektroautos weiterhin 4.000 Euro, bei einem Plug-in-Hybridmodell mit E- und Verbrennungsmotor liegt er bei 3.000 Euro. Der Bund übernimmt jeweils die Hälfte des Betrags, die andere steuert der jeweilige Fahrzeughersteller bei. Das zu fördernde Fahrzeug darf in der Basisausführung nicht mehr als 60.000 Euro netto kosten.

Die Kaufprämie wird bis zum 31. Dezember 2020 gewährt, allerdings nur so lange die vorgesehenen Bundesmittel von 600 Millionen Euro reichen. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften, Kommunale Betriebe und Vereine, auf die Neufahrzeug zugelassen werden. Neu ist die Förderung einer Nachrüstung von akustischen Warnsystemen für blinde und sehbehinderte Fußgänger. Dort schießt der Staat 100 Euro zu.

Die im Sommer 2016 eingeführte Förderung sollte ursprünglich im Juni 2019 auslaufen. Allerdings wurde bislang nur ein Bruchteil der Geldmittel abgerufen: Bis Ende Mai wurden knapp 114.000 Anträge gestellt, möglich gewesen wären 300.000 bis 400.000. Die mangelnde Nachfrage hat ihre Gründe unter anderem in einem nur langsam wachsenden Angebot geeigneter Fahrzeuge sowie den extremen Lieferzeiten bei vielen Modellen.

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