Energieagentur empfiehlt Verbrenner-Verbot

Die weltweite Energieproduktion kann bis 2050 klimaneutral sein. Dafür sind allerdings einschneidende Maßnahmen nötig, sagt die Internationale Energieagentur.  

Die Internationale Energieagentur (IEA) spricht sich für einen weltweiten Verkaufsstopp für Autos mit Verbrennungsmotor ab 2035 aus. Die Forderung ist Teil der nun veröffentlichten Roadmap 2050, die den Weg in eine emissionsfreie Zukunft aufzeigen soll. Zu den rund 400 vorgeschlagenen Schritten zählt außerdem der sofortige Stopp von Investitionen in die Erschließung neuer Erdöl- und Erdgasfelder und den Bau neuer Kohlekraftwerke. Zudem soll der Energiesektor ab 2040 bei den CO2-Emissionen Netto-Null-Niveau erreichen.  

Die an die OECD angegliederte IEA gilt traditionell als eher den fossilen Energien zugewandt, spricht sich seit längerem aber für einen ambitionierteren Klimaschutz aus. Die nun veröffentlichte Studie spitzt die bisherigen Positionen weiter zu. Sie dient zudem als Vorbereitung auf die UN-Weltklimakonferenz im Herbst in Glasgow. Die Energieexperten sehen den Kampf gegen die globale Erwärmung als bislang vielleicht größte Herausforderung für die Menschheit. Die Möglichkeit eines klimaneutralen Energiesektors bestehe, erfordere aber eine noch nie dagewesene Transformation. Weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz-Innovationen.  

Schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist den Experten zufolge, das Ende des Erdölzeitalters angebrochen. Der globale Verbrauch werde nie wieder das Niveau von 2019 erreichen, bis 2050 sinkt er der Prognose zufolge um rund drei Viertel. Der Erdgasverbrauch erreicht demnach gegen Ende des Jahrzehnts seinen Höhepunkt und sinkt danach ebenfalls. Die Investitionen in die fossilen Energieträger lohnt sich vor diesem Hintergrund den Experten zufolge nicht mehr. Im Ausgleich müssen nach Ansicht der IEA die erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Auch der Atomkraft komme eine kleine Rolle bei der Senkung der Emissionen zu. Darüber hinaus sei die Entwicklung neuer Technologien nötig, etwa besserer Batterien und leistungsfähiger CO2-Speicher. 

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