FordLiive startet in Europa

Autos mit eingebautem Internet bieten einige Vorteile. Auch und insbesondere in gewerblichen Fuhrparks. Ford hat dazu einiges vor.  

Die fortschreitende Vernetzung von Autos sorgt nicht nur bessere Echtzeit-Stauprognosen oder einen schnelleren Informationsfluss bei Notfällen. In Zukunft soll sie Nutzern gewerblicher Fahrzeuge auch eine optimale Auslastung ihres Fuhrparks sowie die Reduzierung von Ausfallzeiten ermöglichen. Das verspricht zumindest Ford für sein frisch ins Leben gerufenes Dienstleistungspaket FordLiive, welches nun exklusiv für die Vans der Transit-Familie schrittweise in europäische Märkte eingeführt werden soll.

Das kostenlose Dienstleistungspaket wird Nutzfahrzeugen von Ford zur Verfügung gestellt, die über das 2019 eingeführte FordPass Connect-Modem verfügen. Derzeit sind das in Europa rund 500.000 Autos. Mitte kommenden Jahres soll sich ihre Zahl bereits verdoppeln, so Ford. Ist die Technik an Bord und nimmt das Fahrzeug am FordLiive-Programm teil, stehen dem Autohersteller sowie dem zuständigen Händlernetzwerk Echtzeit-Fahrzeugdaten zur Verfügung, mit denen sich proaktiv Ausfälle vermeiden oder Ausfallzeiten verkürzen lassen. Ford sagt einen Rückgang der Ausfallzeiten um bis zu 60 Prozent voraus.

Das Liive-Programm bezeichnet das Unternehmen als 360-Grad-Ansatz, der auf drei Bausteinen fußt. Der erste heißt Smart Maintenance. Hier stehen die Echtzeitdaten der Fahrzeuge und ihre Analyse im Mittelpunkt. Deuten sich Probleme an, die potenziell zu Ausfallzeiten führen, wird der Nutzer alarmiert. Ob beim Füllstand von Adblue, dem Reifenluftdruck oder dem Zustand von Verschleißteilen – deutet sich Handlungsbedarf an, sorgt ein entsprechender Informationsaustausch für Abhilfe. Allein mit dieser voraussehenden Wartungsanalyse sollen sich Ausfallzeiten um 30 Prozent reduzieren. 

Der zweite Baustein heißt Service Pro, der auf Daten des Diagnosesystems der letzten 60 Tage zurückgreift. Mit diesen Informationen kann etwa der zuständige Ford-Händler einen Service vorbereiten, die Teilebestellung straffer organisieren und gegebenenfalls auch Ersatz im Expressmodus ordern. Der Besitzer kann zudem in Echtzeit über seine entsprechende App oder sein Fuhrparkmanagementsystem einsehen, wie die Arbeiten rund ums Fahrzeug voranschreiten. 

Dritter Baustein sind die sogenannten FordLiive-Zentren, von denen es zunächst drei in Köln und Valencia sowie in der Nähe von London geben wird. Die dortigen Teams sollen Händler dabei unterstützen, eine bestmögliche Lösung zu finden, die bei komplizierteren Fällen zu einer schnelleren Reparatur und damit Verfügbarkeit des Firmenfahrzeugs führen soll. 

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