Sitzprobe: Toyota Yaris Cross

Beim Modellnamen Yaris erwartet man eigentlich die Enge und Einfachheit der Kleinwagen-Klasse. Doch das im September startende SUV-Derivat Cross bietet deutlich mehr.

Im reifen Alter von 23 Jahren wird Toyotas Kleinwagenklassiker Yaris endlich erwachsen. Das Mitte September startende SUV-Derivat Cross kommt nämlich größentechnisch der Kompaktklasse schon ziemlich nah. Neben dem schicken Styling mit europäischem Touch bietet der Fünftürer außerdem moderne Technik und einen effizienten Hybridantrieb. Allerdings hat das einen Preis, der sich ebenfalls vom klassischen Kleinwagenniveau ein Stück weit entfernt hat.

Komfortabler Kofferraum

Mit 4,18 Meter Länge sowie 2,56 Meter Radstand ist der Yaris Cross ähnlich groß wie etwa ein Renault Captur, der ebenfalls auf einer Kleinwagen-Plattform (Clio) aufsetzt, allerdings größer als ein Kleinwagen und kleiner als ein Kompakter ist. Um einen solchen Sub-Kompakte handelt es sich auch beim Yaris Cross, der entsprechend mehr Platz und Nutzwert als sein Kleinwagen-Bruder bietet. Hinter der optional elektrisch und per Fußbewegung aufklappenden Hecktür eröffnet sich ein 390 Liter großer Kofferraum. Unser Vorserienmodell mit höchstem Ausstattungsniveau verfügt zudem über eine im Verhältnis 40:20:40 umlegbare Rückbanklehne. Außerdem gibt es einen zweiteilig herausnehm- und in Höhe verstellbaren Zwischenboden sowie außerdem ein Unterfach für Kleinkram und Reifenpannenset. 

Im Fond bietet der Cross durchschnittlich großen Personen ausreichend Kopf- und Kniefreiheit. Positiv fällt hier zudem die Abwesenheit eines Kardantunnels im Fußraum auf. Theoretisch könnten hier drei Personen sitzen, doch fehlt es dafür seitlich an Entfaltungsspielraum. Die Kleinwagenherkunft lässt grüßen. Vorne stört die seitliche Enge nicht, selbst größere Personen werden dank weit verstellbarer Sitze und anpassbarem Lenkrad eine annehmbare Position finden. Auch sonst bietet der Cross mit einer schmucken Einrichtung Wohlfühlpotenzial. Ein sich wiederholendes Rechteckthema mit abgerundeter Ecke fällt häufiger ins Auge. Die spezielle Form findet sich etwa auf den Schaltern des Multifunktionslenkrads oder in den Türeninnenverkleidungen wieder. Dort fällt auch eine für Behaglichkeit sorgende Textiloberfläche auf. Es handelt sich um das Recycling-Filz „Felt“, welches verschiedenfarbig in den Ausstattungen oberhalb der Basis die Türinnenverkleidungen schmückt. Neben Hochglanz- und Softtouchoberflächen bietet der Cross stellenweise allerdings auch Hartplastik von eher trister Machart wie etwa beim nicht verschließbaren Getränkehalter in der Mittelkonsole.

Immer online

Fahrrelevante Informationen werden im Yaris Cross optional über Head-up-Display sowie im Kombiinstrument über ein von Analoganzeigen flankiertes Farbdisplay ausgegeben. In den höherwertigen Ausstattungen gibt es ein vielseitig talentiertes Infotainmentsystem mit 9-Zoll-Touchscreen. Der Yaris Cross ist „always on“ und somit auch in der Lage, viele Konnektivitätsdienste wie Echtzeit-Verkehrsinformationen oder cloudbasierte Karten-Updates zu ermöglichen. Hat der Nutzer die App MyT auf seinem Smartphone, kann er zudem aus der Ferne das Fahrzeug ver- und entriegeln oder den Innenraum per Klimaanlage vor Fahrtantritt vorkonditionieren. Außerdem lassen sich per App Terminanfragen für Services beim Toyota-Händler rausschicken.

Sitzprobe: Toyota Yaris Cross 6

Der 85 kW/116 PS starke Mix aus E-Maschine und 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner sorgt für niedrige Verbräuche. Noch gibt es keine finalen Werte, doch dürfte die 2WD-Version des Yaris Cross Hybrid nach alter NEFZ-Methode um 3,8 Liter verbrauchen. Die Allradversion des Yaris Cross mit zusätzlich elektrisch angetriebener Hinterachse wird vermutlich einen halben Liter mehr verbrauchen. Alternativ zum Hybridantrieb wird Toyota noch eine 1,5-Liter-Dreizylinderbenziner mit voraussichtlich 88 kW/120 PS anbieten. Der Basispreis wird vermutlich bei 23.000 Euro liegen. Für die höchste Ausstattung mit Hybridantrieb werden wohl rund 33.000 Euro fällig. 34.400 Euro kostet der Yaris Cross Hybrid in der bereits jetzt bestellbaren „Premiere Edition“, die Infotainmentsystem, Ledersitze, Head-up-Display und Allradantrieb bietet.

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