Tipps für das Autofahren im Sommer

Kein Schnee, kein Eis und selten Regen: Der Sommer macht es Autofahrern in vielerlei Hinsicht einfach. Hat aber auch Tücken.  

Seit sich die Klimaanlage im Auto durchgesetzt hat, ist das Autofahren im Sommer keine schweißtreibende Angelegenheit mehr. Trotzdem stellt große und andauernde Hitze besondere Anforderungen. Fünf Tipps, um gut durch die heiße Jahreszeit zu kommen.  

Richtige Sonnenbrille wählen: 

Nicht alles, was auf der Nase gut aussieht, ist für das Autofahren geeignet. Am besten sind braune, graue und graugrüne Gläser, blaue Gläser hingegen verwässern die Wahrnehmung der Farben Rot und Gelb. Wichtig ist zudem der Tönungsgrad. Autofahrer müssen auf die sogenannten Blendschutz-Stufen achten: Die Stufen 0 bis drei sind am Steuer ok – sie absorbieren bis zu 92 Prozent des Lichts. Noch dunklere Gläser – wie sie etwa Bergsteigerbrillen haben – sind für den Straßenverkehr nicht geeignet. Für die Passform gilt: Die Brille sollte möglichst eng an Stirn und Nase anliegen und über breite Bügel verfügen, um Streulicht abzuhalten. 

Sonnenschutz beim Parken verwenden: 

Wer sein Auto in der prallen Sonne parkt, muss nicht nur mit heißer Luft und glühenden Anschnallgurten rechnen, sondern im Extremfall auch mit Elektronikschäden. Die Bauteile sind für Temperaturen zwischen minus 40 und plus 85 Grad ausgelegt – ein Wert, der im Hochsommer durchaus erreicht werden kann. Durch die Wärmeausdehnung und spätere Abkühlung im Fahrtwind können sich in den Platinen Haarrisse bilden. Dann droht der Ausfall von Steuergeräten und ein Liegenbleiben des Fahrzeugs. Wer keinen Parkplatz im Schatten findet, sollte daher zumindest einen Sonnenschutz hinter die Windschutzscheibe klemmen, der die Sonnenstrahlen reflektiert und Armaturen und Lenkrad kühl hält. Wer Kinder im Auto mitnimmt, sollte auch die hinteren Scheiben abdecken, damit die Kindersitze nicht zu heiß werden. 

Klimaanlage korrekt einstellen: 

Jenseits der Oldtimer-Klasse hat heute fast jedes Auto eine Klimaanlage. Die will aber auch richtig bedient werden: Vor Fahrtantritt wird bei geöffneten Türen und Fenstern zunächst gut durchlüften, damit die aufgestaute Hitze entweicht. Erst dann wird die Anlage angeschaltet, zunächst auf Umluft. So kühlt das Auto schneller ab, da keine heiße Luft von außen zugeführt wird. Die Luftaustrittsdüsen sollten nur auf bekleidete Körperpartien gerichtet werden. Trifft die bis zu vier Grad kalte Luft direkt auf nackte Haut, drohen Erkältungen und Muskelzerrungen. Generell sollte der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur nicht zu groß sein. Sonst kann es beim Aussteigen zu einem Hitzeschock kommen. Experten raten zu maximal sechs Grad Differenz. 

Ausreichend trinken: 

Auch wer im klimatisierten Auto sitzt und nicht schwitzt, sollte im Sommer viel trinken. Denn die Anlage entzieht der Luft Feuchtigkeit, so dass Schleimhäute in Nase und Augen austrocknen. Flüssigkeitsmangel führt zu Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, wodurch das Unfallrisiko steigt. Experten empfehlen für Autofahrer magnesiumreiches Mineralwasser, das neben der Flüssigkeit auch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente liefert. Abgeraten wird von süßen Limonaden. Der Zucker sorgt zwar kurzfristig für Energie, lässt Körper und Geist aber danach in ein Leistungsloch fallen. 

Richtige Kleidung wählen: 

Leichte Kleidung lässt die Sommerhitze während der Autofahrt besser ertragen. Wer will, darf auch im Bikini oder in der Badehose im Auto sitzen, wer ganz nackt oder als Frau oben ohne fährt, riskiert allerdings eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. Darüber hinaus ist das weitgehend unbekleidete Fahren vor allem bei Autos mit Ledersitzen nicht angenehm: Die Polster heizen sich in der Sonne extrem auf, so dass der Hautkontakt schmerzhaft ist. Beim Sitzen bildet sich zudem ein unangenehmer Schweißfilm zwischen Leder und Haut. Auch bei der Fußbekleidung gilt: Nicht alles was erlaubt ist, ist auch sinnvoll. Flipflops oder nackte Füße sind zwar nicht verboten, aber trotzdem nicht verkehrssicher – etwa bei plötzlichen Bremsmanövern. Kommt es zu einem Unfall, droht daher unter Umständen ein Bußgeld, zudem kann die Versicherung Ärger machen.

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