Hyundai Smart Air Purification System — Saubere Luft im Auto und in der Umgebung

Brennstoffzellenautos renigen die Luft, was Hyundai in London mit Testergebnissen zeigt. Außerdem stellt der Konzern ein neues System für bessere Luft im Fahrzeuginnenraum vor.

In einer Brennstoffzelle reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff. Diese chemische Reaktion hinterlässt neben Wasserdampf auch elektrischen Strom als positiven Effekt. Der wird in einem Brennstoffzellenfahrzeug für den Antrieb des Elektromotors genutzt. Aktuell sind Brennstoffzellenautos von Hyundai, Mercedes und Toyota bei uns auf dem Markt, außerdem baut Honda mit dem Clarity ebenfalls ein entsprechendes Modell.

Brennstoffzellenauto reinigt die Außenluft

Eine Brennstoffzelle arbeitet umso langlebiger, je sauberer die, von außen zugeführte, Luft ist. Hyundai gibt an, dass für den ordentlichen Betrieb der Brennstoffzelle im Nexo bis zu 99,9 Prozent der Feintaubpartikel aus der Luft gefiltert werden, bevor diese durch die Brennstoffzelle geleitet wird und im Anschluss wieder entweicht. Wenn man so will fungiert der Kühlergrill des Hyundai Nexo also als Teil eines rollenden Feinstaubsaugers.

Das Filtersystem des Hyundai Nexo arbeitet in drei Stufen. Schon mit dem ersten Filter werden 97 Prozent der Feinstaubpartikel und giftiger Gase aus der Luft geholt, zwei weitere Stufen arbeiten an den genannten 99,9 Prozent.

Für Marketingzwecke wurde ein Hyundai Nexo vor dem Marktstart der Baureihe in Großbritannien 31 Tage lang und dabei über eine Distanz von 350 Meilen (ungefähr 563 Kilometer) im Londoner Stadtverkehr bewegt. Dabei wurden laut Hyundai genau 918,75 Kilogramm Luft gereinigt.

Neues Luftfiltersystem für den Innenraum

Der koreanische Automobilkonzern will aber nicht nur mit dem in geringen Mengen gebauten Nexo die Außenluft reinigen, sondern auch den Feinstaubgehalt im Autoinnenraum reduzieren, und zwar unabhängig vom Antriebskonzept.

Das neu entwickelte „Smart Air Purification System“ überwacht die Luftqualität außerhalb und innerhalb des Autos. Die für Klimaanlage und Lüftung des Innenraums angesaugte Umgebungsluft soll laut Hyundai mit speziellen Filtern von 99 Prozent aller ultrafeinen Partikel befreit werden. Andere Systeme schaffen mit 94 Prozent etwas weniger.

Das System schließt im Bedarf offene Fenster

Die neue Software von Hyundai soll die Luftqualität im Fahrzeug kontinuierlich überwachen und die Reinigungsfunktion im Bedarfsfall eigenständig starten. Selbst bei der Fahrt mit offenen Fenstern ist das System im Einsatz. Wir schlechte Luft erkannt, schließt das Auto die Fenster und ein Filtersystem auf Holzkohlebasis beginnt mit der Entfernung unerwünschter Partikel.

Auf dem Infotainmentbildschirm des Autos wird der Reinigungsprozess für die Insassen sichtbar. Hyundai zufolge hat das „Smart Air Purification System“ in Tests über 10.000 Stunden im Temperaturbereich zwischen minus 40 und plus 85 Grad fehlerfrei gearbeitet.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/hyundai-smart-air-purification-system-luft-nexo-brennstoffzelle/

Hommage an Nürburgring — Limitierte Sportsitz-Edition von Recaro

Sportsitze-Hersteller Recaro Automotive Seating bringt mal wieder passend zum diesjährigen ADAC Total 24h-Rennen eine limitierte Sonderedition seines Sportster CS heraus. Nur 999 Exemplare stehen zum Kauf bereit. Preis: 2.195 Euro.

Die Grüne Hölle bietet in diesem Jahr zum 47. Mal Motorsport rund um die Uhr. Das legendäre 24 Stundenrennen findet vom 20. bis 23. Juni statt. Für Recaro seit über einem Jahrzehnt Grund genug, zu jedem Rennen eine auf 999 Stück limitierte Sonderedition ihres Sportsitzes Sportster CS für je 2.195 Euro herauszubringen.

Seine körpernah geformte Kontur, bestehend aus eine Metallstruktur mit verstärkter Poymer-Rückenlehne, sorgt dank ihrer ausgeprägten Seitenwangen an Lehne und Sitzfläche für Seitenhalt auch bei sehr hohen Querkräften. Für den Sitzbezug wurde Leder in Schwarz und Rot mit ultraleichten Composite-Materialien sowie Schaumstoffe für Sitzschale und – polster verwendet. Auf der integrierten Kopfstütze finden sich das gestickte Logo von Recaro und der Nürburgring wieder. Die Ziernähte sich in Rot gehalten. Eine nummerierte Editionsplakette am Sitz weist das Einzelstück als solches aus. Manuelle Längs- und Lehneneinsteller sowie eine Sitzheizung ist serienmäßig am Start. Ein Seitenairbag kann optional für 300 Euro zusätzlich hinzugeordert werden. Die limitierte Sonderedition ist als Fahrer- und Beifahrersitz über das weltweite Recaro Servicepartner-Netz verfügbar.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/recaro-limitierte-sportsitz-sonderedition/

Verlassene Ferraris in Texas — Ferrari-Friedhof im Grünen

Elf achtlos auf einem Feld abgestellte Ferraris boten dem Betrachter einen traurigen Anblick. Die Geschichte dahinter ist tragisch, doch sie nahm für die Autos inzwischen eine gute Wendung.

Der anfängliche Reflex beim Betrachten dieser Bilder ist wohl bei den meisten Auto-Enthusiasten derselbe: „Wie kann man nur!?“ Nämlich Autos dieser Güteklasse, hochdekorierte Sportwagen aus dem Hause Ferrari, derart verrotten lassen? Das ist doch Blasphemie, zumindest ein Frevel! Wer für so etwas verantwortlich ist, den sollte man… Aber Moment. Manchmal ist die Geschichte hinter dem Offensichtlichen nicht so, wie sie im ersten Moment scheint. In diesem Fall ist sie ziemlich tragisch, wie unsere Kollegen vom Online-Motormagazin Silodrome herausgefunden haben.

Von der Lagerhalle auf den Autofriedhof im Grünen

Aufgebaut wurde die Sammlung, die mehrere Jahre vor sich hin moderte, von einem anscheinend ziemlich erfolgreichen Anwalt. Irgendwann besaß er 13 Ferraris aus den Achtzigern und Neunzigern: diverse Mondials, einen 400i, einen 308 Quattrovalvole, einen 456, mindestens zwei 328 und drei 348er und als Highlight einen Testarossa. Doch dann, in den Jahren 2011 und 2012, erkrankte der Anwalt schwer. Er musste sich einer intensiven medizinischen Behandlung unterziehen. Natürlich erst, nachdem der Texaner sichergestellt hatte, dass seine Autos sicher in einer Lagerhalle untergestellt werden.

Doch der Gesundheitszustand des Ferrari-Sammlers verschlechterte sich, und irgendwann blieben einige Zahlungen für die Lagerhalle aus. Dort scheinen recht herzlose Menschen in der Verantwortung zu stehen, denn letztlich fiel die Entscheidung, die Autos aus der Halle herauszuholen und auf jenem Feld abzustellen, auf dem sie bis vor Kurzem standen. Und das, obwohl die Zahlungen zwischenzeitlich wieder geleistet wurden. Eine fatale Entscheidung hinsichtlich des Zustandes der Ferraris.

Vier Autos verschwanden in der Zwischenzeit

Der Anwalt verstarb in der Zwischenzeit, seine Familie erbte die Autos. Es dauerte lange, bis endlich alles Rechtliche geklärt war und die Hinterbliebenen Zugriff auf die mittlerweile ziemlich verwilderten Sportwagen bekamen. Doch bei der Bestandsaufnahme der nächste Schock: Bei der Recherche wurden 13 Eigentumsnachweise oder Rechnungen für Ferraris gefunden und zwei für Rolls-Royce-Modelle. Doch auf dem Feld standen letztlich nur elf Ferraris und kein einziger Rolls-Royce. Vier Autos sind also verschwunden, ihr Verbleib ist völlig unklar.

Doch selbst tragische Geschichten nehmen manchmal eine glückliche Wendung. Hier ist das zumindest für die verbliebenen Autos der Fall. Als sich die Familie des Anwalts an Paul Cox wendete, hatten die Autos plötzlich eine Perspektive. Cox ist ein ebenso bekannter wie geachteter Mann innerhalb der amerikanischen Ferrari-Szene und organisiert jährlich ein großes Ferrari-Festival in Houston. Er ließ seine Kontakte spielen und fand dem Anschein nach für alle Autos, für die Eigentumsnachweise existieren, neue Besitzer. Es sieht ganz danach aus, als legen diese aktuell alles daran, dass die Ferraris bald wieder fahrbereit sind und damit ihrer wahren Bestimmung frönen können.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/oldtimer/verlassene-ferraris-texas/

Ferrari 488 GTB von RaceTools — Bis zu 800 PS per Chip-Tuning

Chip-Tuner RaceTools bietet für den Ferrari 488 GTB drei Tuning-Leistungsstufen an. Maximal gibt die Blackbox 800 PS und satte 880 Nm an Drehmoment frei.

Ein Ferrari 488 GTB ist wahrlich kein schwächlicher Sportwagen, sorgen doch serienmäßig immerhin 670 PS und 760 Nm Drehmoment aus einem 3,9 Liter großen Biturbo-V8 für reichlich Dynamik. Der Achtender scheint aber noch mehr Potenzial zu haben.

Chip-Tuner RaceTools aus Mössingen bietet gleich drei Evolutionsstufen für den Ferrari 488 GTB an. In Stufe eins klettert die Leistung des Achtzylinders per neuer Software auf 778 PS und 840 Nm. Damit soll der Sportwagen 343 km/h schnell sein. Die Kosten für das Steckmodul liegen bei 3.299 Euro.

Version zwei entlockt dem V8 dann schon 790 PS und lässt das maximale Drehmoment auf 870 Nm klettern. Als Höchstgeschwindigkeit werden 346 km/h genannt. Kostenpunkt für Stufe zwei: 3.449 Euro.

Wer 3.599 Euro in das Modul drei investiert, wird mit 800 PS und einem maximalen Drehmoment von 880 Nm belohnt. Die Vmax liegt in Stufe drei erst bei 348 km/h an.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tuning/racetools-ferrari-488-gtb-chiptuning/

Audi Q5 55 TFSI e quattro — Sport-SUV mit Plug-in-Hybridantrieb

Audi bietet den SUV Q5 jetzt auch in einer sportlichen Plug-in-Hybrid-Variante an. Die leistet 367 PS und fährt rein elektrisch gut 40 Kilometer weit.

Der neue Audi Q5 55 TFSI e quattro setzt beim Antrieb auf einen Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 252 PS und 370 Nm Drehmoment, der mit einem 105 kW und 350 Nm starken Elektromotor im Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert wird. Als Systemleistung nennt Audi 367 PS und 500 Nm, die bereits ab 1.250/min anliegen sollen. Verteilt wird das Antriebsmoment über einen Quattro-Antriebsstrang, der im Standardbetrieb nur die Vorderräder antreibt. Die 14,1 kWh große Lithium-Ionen-Batterie sitzt unter dem Gepäckraumboden.

Elektrisch 40 Kilometer weit und bis zu 135 km/h schnell

Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h beträgt 5,3 Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit 239 km/h. Nach der Norm für Plug-in-Hybridfahrzeuge liegt der Verbrauch bei 2,1 bis 2,4 Liter je 100 Kilometer. Die rein elektrische Reichweite im WLTP-Zyklus beträgt mehr als 40 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit im elektrischen Betrieb liegt bei 135 km/h.

Dem Fahrer stehen drei Betriebsmodi zur Verfügung. Im Hybridmodus wird die Batterieladung optimal auf die Wegstrecke verteilt, um den Kraftverbrauch zu reduzieren, wobei innerstädtisch und im Stop-and-go-Verkehr überwiegend elektrisch gefahren wird. Darüber hinaus kann der Fahrer noch zwischen den Modi EV und Battery-Hold wählen. Im EV-Modus wird das Auto ausschließlich elektrisch angetrieben, solange der Fahrer nicht einen variablen spürbaren Druckpunkt im Fahrpedal überschreitet. Der EV-Modus ist die Grundeinstellung bei jedem Fahrzeugstart. Im Battery-Hold Modus wird die Batteriekapazität auf dem aktuellen Stand gehalten.

Preise ab 60.450 Euro

Zur Serienausstattung des Audi Q5 55 TFSI e quattro gehört das Ladesystem compact sowie ein Mode 3-Kabel mit Typ 2-Stecker zur Verwendung an öffentlichen Ladesäulen. Das Ladesystem compact umfasst Kabel für Haushalts- und Industriesteckdosen sowie eine Bedieneinheit. An einem CEE-Industrieanschluss mit 400 V / 16 A dauert eine Vollladung zweieinhalb Stunden. Dabei lädt das integrierte Ladegerät die Li-Ion-Batterie mit maximal 7,4 kW Leistung. An einer 220 V Haushaltssteckdose kann eine leere Batterie in etwa sechs Stunden geladen werden.

Der Audi Q5 55 TFSI e quattro ist zu einem Grundpreis von 60.450 Euro in Deutschland ab sofort bestellbar. Die Markteinführung beginnt im dritten Quartal 2019.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/audi-q5-55-tfsi-e-quattro-sport-suv-plugin-hybridantrieb/

Ferrari Hybrid Supercar — 1.000-PS-Renner debütiert Ende Mai

Der italienische Sportwagenbauer Ferrari bringt ein neues Topmodell mit Hybrid-Antriebstechnik und 1.000 PS. Dazu kombinieren die Italiener einen Biturbo-V8 mit drei Elektromotoren.

Schon lange geistern Gerüchte durch die Sportwagenwelt, dass Ferrari an einem neuen Topmodell mit Hybridantrieb arbeitet. Immer wieder wurden Prototypen gesichtet, die diese Gerüchte weiter befeuerten. Dann erwähnte Ferrari-Boss Louis Camilleri beiläufig in seinem Quartalsbericht ein neues Hypercar. Jetzt ist im Internet die Einladung zu einem Launch-Event am 31. Mai 2019 in Maranello aufgetaucht. Und die Einladung verspricht deutlich ein neues, 1.000 PS starkes Ferrari-Modell.

In 2 Sekunden auf 100 km/h für 600.000 Euro

Camilleri positionierte das neue Mittelmotor-Modell in seiner Ankündigung über dem 812 Superfast. Beim Antriebskonzept setzt das neue Hypercar auf den aus dem F8 Tributo bekannten 3,9-Liter-V8-Biturbo, der mit drei Elektromotoren kombiniert wird. Zwei davon dürften an den Vorderrädern platziert sein, der dritte im Getriebe stecken. Damit wird das neue Hypercar ein Allradler mit intelligentem Torque Vectoring, das sogar den LaFerrari fahrdynamisch ausbooten soll. Beim Preis wird von Insidern eine Summe von rund 600.000 Euro genannt. Die Spurtzeit soll sagenhafte 2,0 Sekunden betragen.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/ferrari-hybrid-supercar/

Global Vehicle Trust OX — Kleintransporter für die Dritte Welt

Mit dem Global Vehicle Trust OX wurde in London ein kleines, leichtes Nutzfahrzeug vorgestellt, das die Mobilität in Drittwelt-Ländern voranbringen soll.

Initiiert wurde das Projekt von Sir Torquil Norman und dem von ihm gegründeten Global Vehicle Trust (GVT). Als Entwickler konnte Ex-Formel 1-Designer Gordon Murray gewonnen werden. Die Vorgaben sahen Geländegängigkeit, einfacher Aufbau, niedrigste Unterhalts- und Wartungskosten, eine variable Nutzung, eine Kabine für 3 Passagiere sowie hohe Zuverlässigkeit vor. Entstanden ist der Kleinlaster OX.

Fast 2 Tonnen Nutzlast

Dieser kommt auf eine Länge von 4,23 Meter, eine Breite von 2,07 Meter und eine Höhe von 2,30 Meter. Der Radstand liegt bei 2,56 Meter. Die 16-Zoll-Räder des OX werden an Einzelradaufhängungen geführt und mit Scheibenbremsen verzögert. Den Antrieb übernimmt ein 2,2-Liter-Vierzylinder-Saugdiesel mit 100 PS und 310 Nm Drehmoment. Der wird mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe gekoppelt. Angetrieben werden nur die Hinterräder.

Bei einem Eigengewicht von 1.600 kg soll der OX eine Nutzlast von 1.900 kg bewältigen können. Alternativ stehen bis zu 7.000 Liter Stauraum. Platz für 3 Europaletten oder 13 Personen zur Verfügung.

Zum Transport flach zusammengefaltet

In der dreisitzigen Kabine sitzt der Fahrer mittig – wie schon im legendären McLaren F1, den ebenfalls Gordon Murray entwickelt hat -, damit umgeht Murray spezielle Anforderungen für Rechts- und Linksverkehr. Zu den weiteren Features des OX zählen auch eine hintere Ladebordwand, die auch als Auffahrrampe verwendet werden kann. Die Einzelteile der Rückbankbank können als Sandbleche verwendet werden.

Pfiffig auch die Produktionslogistik. Der OX könnte in England vorgefertigt werden. Murray veranschlagt dafür 18-Mann-Stunden. Dann wird er flach zusammengelegt, so dass 6 davon in einen Standard-40-Fuß-Container passen. Am Bestimmungsort benötigen dann 3 erfahrene Werker maximal 12 Stunden um den OX fahrfertig zu machen. So der Plan.

Jetzt wartet der Global Vehicle Trust auf Investoren, die bereit sind die Umsetzung des OX zu finanzieren.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/global-vehicle-trust-ox-kleintransporter-fuer-die-dritte-welt/

Nissan Frontier / Titan — Cooles Pickup-Tuning ab Werk

Nissan USA hat zwei Umbauten der Pickups Titan und Frontier vorgestellt. Die beiden Modelle sind für Outdoor und Reisen optimiert.

„Overlanding“ heißt das neue Zauberwort, bei dem immer mehr Menschen leuchtende Augen bekommen. Dabei beschreibt der Begriff etwas, das Geländewagen- und Pickup-Fahrer seit Jahrzehnten wie selbstverständlich betreiben: Fernab der Zivilisation Neues entdecken und Gegenden erkunden, die Pauschaltouristen niemals zu Gesicht bekommen werden. Der Weg ist das Ziel. Inzwischen ist diese Art zu reisen jedoch mitten im allgemeinen Camping-Boom angekommen und damit auch in den Marketing-Abteilungen der Hersteller gelandet.

Jüngstes Beispiel für diese „mainstreamisierung“ des Themas sind zwei neue Umbauten, die Nissan in den USA vorgestellt hat. Die Einzelstücke basieren auf dem Midsize-Pickup Frontier, bei uns als Nissan Navara bekannt, und auf dem großen Fullsize-Truck Nissan Titan. Ausgerüstet sind sie jeweils für Fern- und Abenteuerreisen, allerdings mit unterschiedlichem Hintergrund.

Expeditionsumbau für Nissan Pickups

Der Nissan Frontier „Destination“ soll unter Beweis stellen, dass man auch mit einem etwas schmaleren Budget ein fernreisetaugliches Abenteuer-Auto aufbauen kann. Ziel war es, unter dem Limit von 40.000 Dollar inklusive Basisauto zu bleiben. Der Frontier wird in den USA mit einem Vier- und einem Sechszylinder-Benziner angeboten, das günstigste Modell startet bei rund 19.000 Dollar. Da bleibt eine Menge Geld für Umbauten übrig, entsprechend viel wurde an und in den Nissan Frontier Destination geschraubt.

Ein Höherlegungsfahrwerk der hauseigenen Abteilung Nisstec liftet den Pickup um sieben Zentimeter und schafft damit Platz für Mud-Terrain-Reifen der Dimension 33×11,5 R 17. Unterfahrschutz, Schwellerschutz und die stabile Frontstoßstange stammen von „Hefty Fabworks“, im vorderen Stoßfänger ist eine Warn-Seilwinde eingebaut. Auf der Ladefläche und dem Kabinendach sind Trägersysteme befestigt, auf dem hinteren Träger ein Dachzelt verbaut. Eine große Kompressorkühlbox lässt sich mit einem Schubladensystem herausziehen.

Ein ähnliches Konzept mit völlig anderem Hintergrund ist der Nissan „Ultimate Parks“-Titan. Der große Truck mit V8-Motor wurde für einen guten Zweck aufgebaut, er wurde der Parkverwaltung des Grand Canyon Nationalparks gespendet. Die Umbauten am „Ultimate Parks“ Titan sind noch einmal etwas umfangreicher, er ist dafür ausgelegt, in den unwegsamen Weiten des Nationalparks mehreren Park-Rangern gleichzeitig Transportmittel und Unterkunft zu sein.

Auch hier kommt eine 3-Zoll-Fahrwerkshöherlegung (sieben Zentimeter) zum Einsatz, die Reifen fallen allerdings etwas größer aus als beim Frontier Destination – 35×12,5 R 17er Gummis sind auf den schwarzen Leichtmetallrädern montiert. Auf dem vorderen Dachträger sind Arbeitsleuchten montiert, die neue verstärkte Frontstoßstange nimmt eine Sechs-Tonnen-Seilwinde von Warn auf. Interessant wird es direkt hinter der Kabine: In einem Seitenfach der Ladefläche befindet sich ein kombinierter Welder-Generator von Miller. Das benzinbetriebene Notstrom-Aggregat kann für Schweißarbeiten eingesetzt werden und hat auch noch einen Druckluft-Kompressor integriert. Instandsetzungsarbeiten an Park-Einrichtungen sind so ganz einfach möglich.

Wenn es mal etwas länger dauert mit den Observierungsfahrten im Nationalpark, bietet der UIltimate Parks Titan bis zu fünf Schlafplätze: Zwei Personen können im Hartschalen-Dachzelt kuscheln, drei weitere Schlafplätze finden sich im Klappzelt-Anhänger, der bei Bedarf mit auf Tour gehen kann.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tuning/nissan-frontier-titan-pickup-tuning-usa/

Internationales Wiener Motorensymposium 2019 — Rettung für den Verbrenner?

Neben Hybridkonzepten und Elektromotoren spielen auf dem Wiener Motorensymposium immer mehr ganzheitlich CO2-arme Antriebsarten eine Rolle – und damit synthetische Kraftstoffe.

2019 kamen rund 1000 Experten der Motor- und Antriebstechnik in der Wiener Hofburg zusammen, um die Perspektiven ihres Fachs zu diskutieren. Das 40. Motorensymposium scheint etwas wie eine Zeitenwende zu markieren. In Zeiten von „Diesel-Skandal“, Stickoxid- und Feinstaub-Werten in den Städten und nicht zuletzt einer intensiveren Diskussion um die Begrenzung der CO2-Emissionen im Zuge des Pariser Klimaabkommens verschiebt sich auch in Wien der Fokus stark auf Emissionen und CO2-Ausstoß insgesamt. Auch wenn der Anteil des Straßenverkehrs in Deutschland nur bei 18 Prozent liegt, so hat sich sein CO2-Ausstoß seit 1990 um 28 % gesteigert, wie Bosch-Chef Volkmar Denner in seinem Eingangsstatement zitiert.

Wie wird der Verkehr CO2 neutral?

Soll das vereinbarte Ziel des Pariser Abkommens erreicht werden, muss der Verkehrssektor bis 2050 klimaneutral werden. Daraus stellt er die kurzfristigere Prognose, dass bereits bis 2030 jedes vierte Neufahrzeug rein elektrisch fahren wird. Gleichzeitig wird es zu einer starken Elektrifizierung des Verbrennungsmotors mit milden und starken Formen der Hybridisierung kommen. Diese Prognose bedeutet aber auch, dass der reine Verbrennungsmotor dann mit einem Anteil von 40 % einen erklecklichen Anteil behalten wird. Dessen großes Verbesserungspotenzial gilt es allerdings konsequent auszuschöpfen. Ein entscheidender Beitrag wird dabei auch von Zulieferern wie Continental, Delphi, Mahle oder eben auch Bosch kommen. Der Stuttgarter Spezialist will bis 2030 sogar seine Produktion durch regenerative Eigenversorgung und grünen Strombezug klimaneutral gestalten.

Auf ähnlichen Pfaden bewegt sich Volvo, wie dessen Entwicklungs-Vorstand Henrik Green in seinem Beitrag darlegte. Bis 2025 erwartet er, dass die Hälfte der ausgelieferten Neuwagen vollständige Elektrisch angetrieben sein wird. Bis dahin sollen schrittweise Hybride und Plug-in-Hybride den Weg bereiten. Die nächste Generation einer skalierbaren Plattform soll zudem mit einer dreiteiligen Computerarchitektur auf Konnektivität und sicheres autonomes Fahren ausgerichtet sein.

Mild-Hybrid mit 48 Volt auf breiter Front

Der Weg zur Hybridisierung – das wurde auch von vielen anderen Herstellern in Wien klar aufgezeigt – wird zunächst über ein 48-Volt-Bordnetz führen. Das darauf basierende System wird in der achten Golf-Generation eingeführt. Ein Riemen-Starter-Generator ersetzt dabei den 12 V-Generator. Das ermöglicht nicht nur die Unterstützung des Verbrennungsmotors in verbrauchsintensiven Phasen, auch in Segelphasen kann so kinetische Energie in die 48 V-Lithium-Ionen-Batterie rekuperiert werden. VW-Entwickler Michael Zillmer, verspricht durch ein solch vergleichsweise kostengünstiges, mildes Hybrid-System einen Verbrauchsvorteil von rund 0,4 l/100 km.

Klar, dass auch der ID.3, das Konzept zur reinen Elektrifizierung von VW-Autos ein teils kontrovers diskutiertes Thema war. Vor allem die Verfechter der traditionellen Verbrennungsmotoren-Technologie wie der frühere Opel und GM-Entwickler Fritz Indra, stellen immer wieder die Frage nach einer gesamtheitlichen Energie- und CO2-Bilanz. Und nein, selbst der jüngst vielgeschmähte Dieselmotor hat durchaus noch Zukunft. Mit der dritten Generation seines 3.0 l V6-TDI setzt Audi auch weiterhin auf den Selbstzünder. Neu ist dabei, dass auf den bisherigen Biturbo nun eine Kombination aus einstufigem Abgasturbolader und einem elektrisch angetriebenen Verdichter folgt. Und auch der setzt jetzt auf ein 48 V-System, freilich eher aus Gründen der Fahrdynamik und eine echte Hybridisierung vorbereitend. Ganz ohne Abgasoptimierung ging das natürlich nicht, so dass immerhin die EU 6d-temp Abgasnorm eingehalten wird.

Sogar Hyundai setzt noch auf den Diesel

Selbst in Asien sieht man für den Dieselmotor noch eine gute Zukunft. So stellte Hyundai-Entwickler Jerok Chun die Neuentwicklung eines 2.2 Liter-Vierzylinder-Diesel vor, der zur Erreichung der Euro 6d-Emissionsstandards nächstes Jahr die bisherige R-Motorenreihe ersetzen wird. Eckpunkte des neuen Konzepts sind ein auf 2.200 bar gesteigerter Einspritzdruck, ein wassergekühlter Ladeluftkühler und eine in Hoch- und Niederdruck geteilte Abgasrückrührung.

Welche Antriebsart ist insgesamt CO2-arm?

Angesichts der Technikvielfalt und dem Hype um die E-Mobilität stellt sich aber immer wieder die Frage, wie eine ganzheitlich betrachtete Klimabilanz im Anrieb der Zukunft möglich wird. Der Mahle-Forscher Otmar Scharrer sucht Antworten in einem Projekt, das synthetisch erzeugte Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren – und da vor allem für die Bestandsflotte – untersuchte. Vorausgesetzt, eine Synthese mit Hilfe regenerativer Energien wäre großindustriell möglich, sind die Ergebnisse durchaus ermutigend. Bereits eine fünfprozentige Zumischung von Dimethylcarbonat (DMC) wäre aufgrund hoher Klopffestigkeit und eines hohen Gemischheizwerts ein erfolgversprechender erster Schritt. Das CO2-Einsparpotenzial ließe sich zwar mit zunehmendem Mischungsgrad steigern, wäre bei Minusgraden jedoch wegen der Kälteeigenschaften von DMC problematisch. Versuche in einem Porsche-Sechszylinder zeigten die Praxistauglichkeit allerdings sehr überzeugend.

In einem weiteren, dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekt „XME-Diesel“ wurden nachhaltige, synthetische Kraftstoffalternativen für den Selbstzünder systematisch untersucht, die Ford-Forscher Werner Willems vorstellte. Insbesondere Dimethylether (DME) erwies sich als vielversprechender Ersatzkandidat für fossilen Dieselkraftstoff. Nach notwendigen Modifizierungen der Einspritzanlage konnten in einem Demonstrator auf Mondeo-Basis neben einer geringen Kraftstoffeinsparung vor allem eine rußfreie Verbrennung samt 33 % NOx-Minderung konstatiert werden.

Ist der Verbrennungsmotor zukunftsfähig?

Es könnte also gehen, mit alternativen und synthetischen Kraftstoffen die Zukunftsfähigkeit des Verbrennungsmotors sicher zu stellen. Davon ist natürlich auch Herausgeber Wolfang Maus überzeugt, der zum Wiener Motorensymposium sein neues Buch „Zukünftige Kraftstoffe“ vorstellte. In dem fast tausendseitigen Wälzer werden viele weitere Kraftstoffe in eine künftige Energiewende eingebunden. Offen bleiben derzeit nur die Fragen nach ihren Kosten und jene danach, woher wir die CO2-freie Energie bekommen wollen. „Energie ist genug vorhanden“, ist Maus überzeugt, „wir brauchen nur zielführende politische Entscheidungen.“

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/internationales-wiener-motorensymposium-2019/

Skoda Citigo Elektroversion — Das wird der erste Elektro-Skoda

Die VW-Tochter Skoda hat große Elektropläne. Das erste Elektroauto der Tschechen wird aber der betagte Citigo. Jetzt gibt es ein erstes Teaserbild.

Das erste Elektroauto von Skoda wird der Citigo – das war schon lange bekannt. Jetzt haben die Tschechen den elektrischen Kleinwagen mit einer ersten Designzeichnung visualisiert. Wenig überraschend sieht der elektrisch angetriebene Citigo aus wie ein Citigo. Zu erkennen sind eine Ladekklappe an der rechten C-Säule sowie ein geschlossener Kühlergrill und eine neu gezeichnete Frontschürze.

Bei der Antriebstechnik dürfte der Skoda Citigo auf die Komponenten seines Schwestermodells VW E-Up zurückgreifen. Das leistet 60 kW, bietet 18,7 kWh Batteriekapazität und eine Reichweite von 160 Kilometern. Eventuell bekommt der Citigo eine vergrößerte Batterie. Auch von Seat gibt es schon eine E-Version des Mii.

Endgültig enthüllt wird der Skoda Citigo parallel zum neuen Skoda Superb im Rahmen der Eishockey-WM, die aktuell läuft.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/skoda-citigo-elektroversion/

Bengala Bentley Bentayga² — Böser, böser Offroad-Luxus-SUV

Bengala Automotive aus Spanien baut den Bentley Bentayga zu einem Offroad-Monster mit großem Karbonanteil auf. Nur 15 Exemplare sollen entstehen.

Extremer Luxus und ein brutaler Auftritt – beides möchte der Bentley Bentayga von Bengala in sich vereinen. Dazu soll der Bengala Bentley Bentayga auch in schwerem Gelände noch eine echt gute Figur machen. Verantwortlich für diesen Teil der Agenda ist ein nicht namentlich erwähnter spanischer Rallye-Profi mit seinem Team. Gebaut werden sollen vom Bengala Bentley Bentayga² nur 15 Exemplare.

Karbon und Stahlrohr

Noch geben die Spanier nur wenige Detailinfos bekannt. Aber einiges ist bekannt: Der Bentayga bekommt eine deutliche Höherlegung mit längeren Federelementen. Um Platz zu schaffen für üppige Offroad-Reifen, werden die Radläufe mit Karbonanbauteilen deutlich verbreitert. Auch andere Karosseriebauteile werden durch Karbon-Pendants ersetzt. Massive Rohrelemente ersetzen die serienmäßhgen Schürzen an Front und Heck. Die Front wird zudem mit einem mächtigen Kuhfänger bestückt. An den Flanken wachsen aus den Schwellern massive Trittbretter. Auf dem Dach des Bentayga² macht sich ein LED-Lichtbalken breit.

Bei allen anderen Ausstattungsdetails hat der Kunde die Hoheit. Bengala Automotive will hier nach Kundenwunsch verfeinern. Preise wurden noch nicht genannt. Ein Serien-Bentayga will aber je nach Motorisierung schon mit 175.000 bis 210.000 Euro bezahlt werden.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tuning/bengala-bentley-bentayga-suv-offroad/

Ford-Rückruf in Amerika erweitert — 270.000 zusätzliche Autos betroffen

Egal in welcher Position der Schalthebel steht: Einige Ford-Modelle könnten unerwartet losrollen. Ein Rückruf soll das Problem beheben.

Fords Rückruf wegen fehlerhafter Gangschaltungen läuft bereits. Jetzt mussten weitere 270.000 Autos (USA: 259.182, Kanada: 10.282, Mexiko: 3.765) in den Rückruf mit einbezogen werden. Dabei handelt es sich um den von 2013 bis 2016 gebauten Fusion mit 2,5-Liter-Motor. Bis zum Zeitpunkt der Reparatur fordert Ford die Besitzer besagter Fahrzeuge auf, beim Parken immer die Feststellbremse zu nutzen.

Laut Hersteller kann die Buchse verschleißen, die das Schaltkabel mit dem Getriebe verbindet. Im schlimmsten Fall könnte sich dabei das Schaltkabel lösen. Danach lässt sich zwar die Stellung „P“ anwählen, das Getriebe könnte in Wirklichkeit aber in jeder anderen Stufe stehen. Ist zum Beispiel unmerklich der Leerlauf eingelegt, könnte der Fusion auf abschüssiger Strecke einfach losrollen. Dies ist bereits mehrfach passiert – infolgedessen gab es einmal einen Verletzten, dreimal kam es zu einer Sachbeschädigung. Fords Ingenieure arbeiten aktuell noch an einer Lösung des Problems.

2019er Ford Ranger ebenfalls betroffen

Die Befestigungselemente sind zwar anders, aber auch beim Ranger kann sich die Getriebe-Schaltkabel-Halterung lösen und die Stellung „P“ kann wiederum alles bedeuten. Der Fahrer kann den Zündschlüssel trotzdem abziehen, ohne dass es zu einer Warnmeldung kommt. Auch hier ist ein unbeabsichtigtes Wegrollen möglich – Unfälle und Verletzungen sind Ford in diesem Zusammenhang bisher nicht bekannt.

Von diesem Rückruf sind 2.500 Fahrzeuge in den USA und 260 in Kanada betroffen. Auch hier weist Ford darauf hin, dass bis zu einer Reparatur beim Parken immer die Feststellbremse anzuziehen ist. In der Werkstatt prüfen die Mechaniker die Befestigungen und die ordnungsgemäße Funktion der Getriebeschalt-Baugruppe – im Zweifelsfall ziehen sie die Befestigungselemente nach. Dieser Rückruf läuft bei Ford unter der Referenznummer 19S15.

Bereits 2018 Probleme

Sobald die Art der Reparatur festgelegt ist und die entsprechenden Ersatzteile produziert sind, bekommen die Fahrzeughalter eine Benachrichtigung mit der Aufforderung, eine Werkstatt aufzusuchen. Die Ford-Referenznummer für diesen Rückruf lautet 19S16.

Schon 2018 musste Ford 550.000 Fahrzeuge mit dem gleichen Problem in die Werkstätten zurückrufen – allerdings gab es damals eine andere Ursache. Betroffen waren wiederum der von 2013 bis 2016 gebaute Fusion sowie zusätzlich der von 2013 bis 2014 gebaute Escape. Die 2018 zurückgerufenen Autos sind vom neuen Rückruf nicht betroffen.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/ford-rueckruf-usa-ranger-fusion-05-2019/

Event „Southern Worthersee“ — VW zeigt sieben Tuningautos auf einen Streich

In den USA präsentiert Volkswagen mit sieben Tuning-Sondermodellen gleich eine ganze Flotte automobiler Hingucker. Vom Golf über den Jetta bis hin zum Atlas zeigt fast jede Modellreihe, was in ihr steckt.

Kurz vor Sommeranfang enthüllt Volkswagen of America eine ganze Flotte neuer Fahrzeuge. Allerdings nicht irgendwelche Modellpflege-Maßnahmen, sondern allesamt Tuning-Sondermodelle. Die insgesamt sieben Exoten zeigen optisches Tuning und werden auf verschiedenen Veranstaltungen quer durchs Land ausgestellt. Den Anfang machte das Tuningtreffen „Sothern Worthersee“ am 18./19. Mai in Savannah, Georgia.

Der Golf Alltrack Combi Concept ist ein Verschnitt aus einigen weltweit erhältlichen Golf-Modellen. So stammt der vordere Stoßfänger des Tuningautos auf Basis des 2019 Golf Alltrack SEL von einem Golf GTE, der Heckspoiler vom GTI Rabbit Edition und der kurze Schalthebel vom GTD. Hinzu kommen ein höhenverstellbares Fahrwerk von H&R, eine 90er Jahre-Folierung, getönte Scheiben, eine LED-Leiste auf dem Dach und eine Thule Motion XT L-Dachbox. Für die Entwicklung verantwortlich ist das VW Technical Service Center in Auburn Hills.

Tiefer, dunkler, cooler

Auf einer limitierten GTI Rabbit Edition aus dem Jahr 2019 basiert der Golf GTI Rabbit Confetti Concept. Der blaue GTI kommt mit zahllosen Rabbit Logos im Konfetti-Stil und auf bedeckten 19 Zoll großen Rotiform RSE-Rädern daher. Auch der GTI hat eine Tieferlegung von H&R, getönte Scheiben und einen Thule Canyon XT Cargo Basket verpasst bekommen. Viel tiefer, als der Jetta GLI Super Touring Concept auf der Straße liegt, geht es kaum. In Zusammenarbeit mit Fifteen52 bekam der 2019er Jetta GLI Autobahn neue Räder, einen Sport-Spoiler, ein neues Bremspaket, getönte Scheiben und eine neue Auspuffanlage.

Der Arteon R-Line Sema Concept ist in Zusammenarbeit mit Vossen Wheels entstanden. Er ist in Pure White lackiert und mit einem Xpel Stealth-Film überzogen. Das Fahrwerk weist eine Tieferlegung von rund 7,5 Zentimetern auf, wodurch die 21 Zoll großen Vossen Forged M-X4T-Räder noch besser zur Geltung kommen. Zum Stehen kommt der Tuning-VW dank einer neuen 380 Millimeter großen Bremsanlage von Forge Motorsport.

Offroad-Monster und gelber Flitzer

Auf einem 2019er Model des Tiguan SEL Premium 4Motion baut der Tiguan Adventure Concept auf. Der mit einer topographischen Grafik lackierte SUV steht auf 18 Zoll großen Rotiform WGR-Felgen, auf die All-Terrain-Reifen gezogen sind. Zudem verfügt er über eine Kofferraum-Lade-Schutzplatte auf dem hinteren Stoßfänger (eigentlich nicht mehr erhältlich, da sie in Verdacht steht, krebserregend zu sein) und schicke Fußmatten des Typs Monster Mats. Der Heckspoiler, die seitlichen Aluminium-Stufen und der Thule Hull-a-Port Kajak-Träger samt gelbem Kajak runden das Exterieur-Paket ab.

Der martialisch wirkende Atlas Basecamp Concept wurde vom bekennenden Fahrrad-Fan Alex Earle veranlasst, seines Zeichens Exterieur Design Manager im Volkswagen Design Center California. Der amerikanische Wolfsburger fährt auf 17-Zöllern mit 265/70er All-Terrain-Reifen. Er ist in Platinum Grau und Schwarz mit orangefarbenen Akzenten lackiert und verfügt über ein um fast vier Zentimeter angehobenes Fahrwerk, ein Front Runner Slimline II-Dachrehling-System mit Fahrrad-Halter und eine Offroad LED-Lichtleiste an der Vorder- und Rückseite. Die getunten Sieben rundet der Golf R Spektrum Concept ab. Er basiert auf dem 2019er Golf R und ist in 40 verschiedenen Farben bestellbar. Das Sondermodell ist in Ginster Gelb lackiert und mit einem höhenverstellbaren H&R-Fahrwerk, 20 Zoll großen Vossen Hybrid Forged HF-1 Rädern und getönten Scheiben ausgestattet.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tuning/vw-tuning-usa/

1970 Ford Mustang Mach 1 — Dieser Scheunenfund ist ein Fake

Nichts ist hier so, wie es scheint. Dieser Ford Mustang Mach 1 sieht aus, als hätten Sonneneinstrahlung und Witterung ihn über Jahre hinweg gezeichnet. Doch weit gefehlt!

Wie hat es Helge Schneider einmal gesagt: „Diese Trompete ist aus purem Gold. Ich habe sie versilbern lassen, damit sie mir nicht gestohlen wird.“ So gesehen, könnte dieses Ford Mustang Mach 1-Fundstück eigentlich genau sein Fall sein. Der Musclecar-Klassiker wurde im Internet zum Kauf angeboten. Als Beschreibung stand dort, das Auto sei im Großen und Ganzen in einem guten Zustand und benötige lediglich etwas liebevolle Zuwendung.

Mit Blick auf die zugehörigen Fotos könnte man das für leicht untertrieben halten. Die Karre sieht aus, als habe sie die letzten 30 Jahre in einem Wechselbad aus direkter Sonneneinstrahlung und saurem Regen verbracht. Und da kommt die versilberte Trompete ins Spiel: Der Scheunenfund-Look ist ein kompletter Fake. Es handelt sich dabei lediglich um eine Folierung. Darunter erstahlt das Auto in feinstem Competition Yellow und auch ein Blick ins Cockpit verrät, dass der Zahn der Zeit hier noch nicht mal geknabbert hat.

Früher Handschalter, jetzt Automatik

Interessante Idee, aber für einen Wiederverkauf doch erstmal wenig zielführend. Schließlich passen Preis und Präsentation nicht zusammen, was entweder das falsche Klientel anlockt, oder gar keines. Letzteres im Zweifel auch deshalb, weil niemand erahnen kann, was sich tatsächlich unter der Folie verbirgt, auch wenn der Verkäufer ein Foto davon dazu gestellt hat. Zumal an dem Auto noch mehr gebastelt wurde, als nur rein optisch. Werkseitig war eine manuelle Dreigang-Schaltung an Bord, die durch ein C4-Automatikgetriebe ersetzt wurde. Zudem wurde der Kühlerventilator durch eine Aluminiumversion ersetzt.

Die Originalteile seien alle noch vorhanden, beteuert der Verkäufer. Für den Vortrieb sorgt ein 5,8-Liter-V8 in M-Code-Ausführung. Also der kräftige 351C mit 304 PS. Alles in allem schon eine coole Kiste, aber wir empfehlen dann doch: runter mit der Folie.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/oldtimer/1970-ford-mustang-mach-1-scheunenfund-fake/

Bühne frei – Women’s World Car of The Year verleiht Auszeichnungen auf der London Motor Show 2019

Die London Motor Show ist nicht nur Schauplatz von Enthüllungen, sondern auch Bühne für Auszeichnungen.

Auf der nach wie vor von Männern dominierten London Motor Show stand in diesem Jahr ausnahmsweise mal eine Gruppe von Frauen im Rampenlicht. Die Show zeigt Autos und Technologie – und auf der Live-Bühne in der Haupthalle des über 400 000 qm großen Ausstellungsgeländes an den Royal Docks im Osten von London werden Auszeichnungen vergeben. Für die Automobiljournalistinnen von Women’s Word Car of The Year war die Londoner Show ein Meilenstein. Es war das erste Mal in der 121-jährigen Geschichte von Automobilausstellungen, dass Autofahrerinnen einen eigenen Stand besitzen.

Den Preis für den Volvo XC 40 als „Women’s World Car of The Year 2018“ nahm Beatrice Simonsson, (rechts im Bild), Senior Product Manager bei Volvo Schweden, entgegen.

Women’s World Car of The Year wurde vor neun Jahren von der neuseeländischen Motorjournalistin Sandy Myhre mit nur acht Jurymitgliedern gegründet. Mittlerweile sind 37 Journalisten aus 28 verschiedenen Ländern in der Jury vertreten. Weitere Jurymitglieder werden im Laufe des Jahres hinzukommen. In diesem Jahr versammelten sich zehn Mitglieder der Jury aus neun verschiedenen Ländern, darunter Solveig Grewe, Autorin für AUTOHUB, auf und vor der Bühne, um Beatrice Simonsson, Senior Product Manager von Volvo in Schweden, Trophäe und Zertifikat für den Volvo XC40 zu überreichen.

Eine Premiere : Die Jurorinnen von Women’s World Car of The Year waren mit einem eigenen Stand auf der London Motor Show 2019 vertreten.

Das SUV wurde von der Jury als Women’s World Car of The Year 2018 ausgezeichnet. Der weltweit einzige Automobil-Award mit einer ausschließlich weiblichen Jury soll der steigenden Bedeutung von Frauen als eigenständige Kundengruppe sowie ihren Einfluss auf die Kaufentscheidung für ein Fahrzeug in der Familie Rechnung tragen.  Entschieden wird nach Kriterien wie Sicherheit, Preis-Leistungsverhältnis, Erscheinungsbild, Stauraum, Kinderfreundlichkeit, Fahrkomfort und Umwelteigenschaften.

Der XC 40 hat von allen Volvos die meisten weiblichen Kunden

Wie richtig die Jury mit ihrer Einschätzung zu dem kompakten SUV der Schweden liegt, zeigt die Anzahl von weiblichen Käufern. Der Volvo XC 40, der im vergangenen Jahr auf den Markt kam, hat den höchsten Anteil an Käuferinnen im Portefeuille von Volvo, betonte Beatrice Simonsson nach der Entgegennahme der Auszeichnung.

Der Award „Woman of Worth“ ging an Fiona Pargeter von Jaguar Land Rover

Fiona Pargeter von Jaguar Land Rover setzt sich aktiv ein für mehr weibliche Mitarbeiterinnen in der Automobilbranche.

Anschließend nahm Fiona Pargeter, Commercial Experience Director von Jaguar Land Rover, Trophäe und Zertifikat für den ersten Preis überhaupt entgegen, den die Jury als „Woman of Worth Award“ im letzten Jahr im Rahmen der Women’s World Car of The Year Auszeichnung vergeben hat. Der Award wurde ins Leben gerufen, um den bedeutenden Beitrag einer Frau aus der Automobilindustrie zu würdigen.

Fiona Pargeter als Vorbild für Frauen in der Automobilbranche

Fiona Pargeter steht bei der britischen Nobelmarke federführend für die aktive Werbung für mehr Frauen in der Automobilbranche. Bei Jaguar Land Rover verdreifachte sich die Anzahl von Frauen in Management-Positionen, die Anzahl der eingestellten auszubildenden Ingenieurinnen übertrifft den nationalen Durchschnitt inzwischen um das Dreifache. „Unsere Kunden stehen bei der Entwicklung unserer Produkte an erster Stelle. Weibliche wie Männliche“. Deshalb sei die Vielfalt der Belegschaft für sie von besonderer Bedeutung und eine Herzensangelegenheit, erläuterte sie nach Übergabe der Auszeichnung.  

Text : Solveig Grewe

Fotos: Matt Richardsen/privat

VW Tharu/Tarek (2019) — Volkswagens China-SUV wird zum Welt-SUV

Der Tharu ist eines von sehr vielen SUVs, die VW in China anbietet. Doch ihm steht eine große Karriere bevor: Bald kommt er auch in Russland und Amerika auf den Markt. Allerdings erhält er in einigen Ländern einen neuen Namen.

Für Volkswagens Modell-Hierarchie in China gilt: Es ist kompliziert. Etwa bei den SUVs der Kompakt- und Mittelklasse. Da gibt es nicht nur den normalen Tiguan, sondern auch das Vorgängermodell (mit dem Namenszusatz Silk Road) noch offiziell als Neuwagen zu kaufen. Dann ist da noch der 20 Zentimeter längere Tiguan L, das China-Pendant zum hiesigen Allspace. Größenmäßig genau dazwischen siedelt sich neuerdings der Tayron an, der gemeinsam mit Joint-Venture-Partner FAW entsteht. Und da Volkswagen in China zwei Joint Ventures unterhält, gibt es noch den Tharu, der nur vier Zentimeter kürzer ist als der Tiguan, aber über denselben Radstand verfügt.

Tharu aka Tarek auf MQB-Basis

Doch damit nicht genug, denn es existiert auch noch der VW Tarek. Dabei handelt es sich um den Tharu, der auch in Nord- und Südamerika auf den Markt kommen wird und dort den neuen Namen erhält. So melden es US-Fachmedien mit Verweis auf eine Präsentation von Volkswagen Argentinien, bei der die Strategie in Bezug auf den Tharu/Tarek vorgestellt wurde. Und die besagt, dass Volkswagen den SUV auch in Argentinien, Brasilien, Mexiko, Kanada, USA und Russland auf den Markt bringen wird.

Technische Basis ist – natürlich – der Modulare Querbaukasten MQB. Das definiert einerseits die Dimensionen: Der Tharu aka Tarek misst in der Länge 4,45 Meter, der Radstand beträgt 2,68 Meter. Andererseits bestimmt die Plattform das Motorenangebot. In China gibt es das Auto mit den bekannten Vierzylinder-Benzinern mit 1,4 und 2,0 Litern Hubraum, die optional mit dem Sieben-Gang-DSG verheiratet werden. Die kleinen Triebwerke werden auf den preissensiblen Märkten wie Südamerika und Russland sicher übernommen. Für Kanada und die USA ist denkbar, dass sich Volkswagen auf die großen Motoren konzentriert.

T-Roc und Tiguan für die USA zu teuer

Dort ist übrigens auch Platz für ein weiteres Kompakt-SUV. In den USA verkauft VW neben dem großen Atlas auch den Tiguan, allerdings bislang nur in der Variante, die hier als Tiguan Allspace bekannt ist. Das Auto misst 4,70 Meter und lässt nach unten demnach genug Platz für ein 4,45-Meter-SUV. In Europa, wo es ja den normalen 4,49-Meter-Tiguan gibt, sieht das anders aus. Hier drängt zusätzlich mit dem T-Roc von unten ein 4,35 Meter langes MQB-SUV.

Und warum bietet VW nicht einfach den normalen Tiguan oder den T-Roc in Nordamerika an? Ganz einfach: Sie wären für die dortigen Märkte zu teuer; schon in der Vergangenheit haben die US-Käufer in der Klasse der Kompakt-SUVs lieber zur asiatischen Konkurrenz gegriffen. Ein günstig in China entwickeltes und gefertigtes Modell ändert die Voraussetzungen. Helfen würde dabei natürlich, dass der Zollstreit zwischen den Großmächten USA und China beigelegt wird. Doch selbst wenn nicht, könnte der Tharu/Tarek zu überschaubaren Kosten auch in einem der südamerikanischen Märkte gebaut werden. Dem Vernehmen nach scheint Volkswagen Letzteres zu favorisieren.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/vw-tharu-tarek-2019-china-suv-wird-zum-welt-suv/

Experimental-Sicherheitsfahrzeug 2019 — Modifizierter Mercedes GLE als Lebensretter

Unter dem sperrigen Begriff „Experimental-Sicherheitsfahrzeug 2019“ präsentiert Mercedes einen modifizierten GLE, dessen Technik in ein paar Jahren die Insassen selbstfahrender Autos schützen sollen. Nicht nur das: Das ESF denkt sogar für andere Verkehrsteilnehmer mit.

Manchmal sind es die kleinen Probleme, an die kaum jemand denkt, die bei der Entwicklung autonomer Autos jedoch schwer zu lösen sind: So schreibt der Gesetzgeber bei Pannen oder Unfällen das Aufstellen eines Warndreiecks vor – unabhängig, ob es sich um Roboter-Taxis oder herkömmliche Autos handelt. Doch wer soll diesen Job in einem Selbstfahr-Auto übernehmen, in dem die Insassen nur Passagiere sind, sich vielleicht gar nicht angesprochen fühlen?

Mercedes hätte da eine Idee: Beim neuen Experimental-Sicherheitsfahrzeug (ESF) macht sich im Falle einer Panne ein im Heck untergebrachtes Roboter-Wägelchen mit ausklappbarem Warndreieck auf den Weg. Das Gefährt in der Größe eines Staubsauger-Roboters bleibt in der vorgeschriebenen Entfernung zum Pannenfahrzeug stehen, zusätzlich werden andere Verkehrsteilnehmer über Einblendungen auf der Heckscheibe informiert – etwa ob schon Hilfe gerufen wurde. Die Einblendungen kommen von einem im Innenraum versteckten Beamer.

Das ESF 2019 genannte Versuchsträger basiert auf der Plug-in-Version des GLE und ist gespickt mit Ideen, die vor allem autonome Autos sicherer machen sollen. Denn selbstfahrende Autos benötigen neue Lebensretter, schon allein, weil die Insassen ganz anders untergebracht sind. Werden Sitze gedreht oder zum Schlafen flach gestellt, muss sich auch ein Airbag darauf einstellen. Daher sind viele Luftsäcke im ESF an Sitzen und nicht mehr an der Karosserie befestigt und drehen sich mit. Der Fahrer-Airbag wiederum wandert vom Lenkrad ins Armaturenbrett, da das Steuer im Selbstfahr-Modus eingezogen wird, um Platz zu schaffen. Egal wie sich die Mitfahrer ausrichten, im Falle eines Crashs landen sie weich.

Kommunizieren über LED

Auch die Verständigung mit anderen Verkehrsteilnehmern folgt im Zeitalter von Selbstfahr-Autos neuen Regeln: Heute suchen Fußgänger meist den Blickkontakt zum Autofahrer, bevor sie auf einen Zebrastreifen treten. Bei Robo-Taxis geht das nicht mehr, weshalb das ESF mit Lichtsignalen kommuniziert. An den Umfeld-Sensoren auf dem Dach befinden sich LED-Bänder, die beispielsweise bei aktiviertem Autopiloten türkis leuchten. Hat der Wagen einen Fußgänger erkannt und gewährt ihm Vorrang, werden Einzel-LED so ausgerichtet, als würden sie den Fußgänger ansehen. Jetzt weiß dieser, dass er den Zebrastreifen benutzen kann. Derzeit arbeiten die Hersteller an einer Markenübergreifenden Farb-Codierung.

Das ESF passt sogar beim Parken auf: Registrieren seine Sensoren, dass ein Fußgänger vor ihm auf die Straße tritt, während sich von hinten ein Auto mit unveränderter Geschwindigkeit nähert, blinkt der Versuchsträger mit seinen LED, um die Aufmerksamkeit auf die Situation zu lenken. Einblendungen auf der Heckscheibe informieren zugleich über den Grund der Warnung.

Zu den mehr als ein Dutzend Neuerungen gehört auch ein beheizter Sicherheitsgurt. Was nach einem entbehrlichen Komfort-Gimmick klingt, hat einen überraschend ernsthaften Hintergrund: So hat Mercedes herausgefunden, dass Gurtmuffel eher zum Lebensretter greifen, wenn dieser kuschelig warm ist. Im Bereich des Brustbeins befinden sich nämlich besonders viele Wärme-Rezeptoren. Zudem fördert das auf 42 Grad beheitzte Band, dass Mitfahrer ihre Jacken in Erwartung des Wärmespenders schon beim Einsteigen ablegen. Dicke Jacken verhindern, dass der Gurt so eng anliegt, wie er müsste, um optimal zu schützen.

Der Aufbau von Technologie-Trägern mit Sicherheitsfunktionen hat bei Mercedes eine fast 50-jährige Tradition. Der neue Aufpasser-GLE wird der Öffentlichkeit auf der IAA im September vorgestellt.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/mercedes-experimental-sicherheitsfahrzeug-2019/

Artega Karolino Elektroauto — Plötzlich hat der Microlino einen Zwillingsbruder

Im Mai 2019 sollte es mit dem Schweizer Elektroauto Microlino nach einer Übernahme „made by Artega“ losgehen. Das verzögert sich nun. Stattdessen kündigt Artega den eigenen Karolino an, der dem Microlino gleicht wie ein Ei dem anderen.

Das Schweizer Unternehmen Micro Mobility AG, das mit kleinen Tretrollern große Erfolge feiert, hatte mit dem Microlino genannten Elektro-Kleinstwagen große Pläne. Und hat sie weiterhin, auch wenn man den für 2019 geplanten Produktionsstart auf unbestimmte Zeit verschiebt.

Der Grund liegt im Verkauf des italienischen Auftragsproduzenten TMI, wo der Microlino gefertigt werden sollte, an das deutsche Unternehmen Artega. Dort wollte man 2012 mit dem Sportwagen GT eine neue Marke aufbauen, nach ein paar gebauten Autos ging aber erst das Geld aus und dann dem neuen Eigentümer wohl die Motivation verloren.

Artega selbst hat – wohl mit Geld, dass die weiteren Firmen des Gründers Klaus Frers wie der Automobilzulieferer Paragon verdienen – TMI gekauft und die Produktion des Microlino nach Delbrück umgezogen.

Karolino und Microlino sind Zwillinge

Plötzlich stellt Artega den eigenen Elektro-Kleinwagen Karolino in Aussicht, der dem Microlino gleicht wie ein Ei dem anderen. Die Rechte am Produkt oder an den Werkzeugen sind wohl im Rahmen des Auftragsfertigungs-Vertrags nicht bei der Micro Mobility AG verblieben.

Der Artega Karolino soll auf der IAA im September 2019 seine Weltpremiere feiern. Schon vorher will Artega eigenen Angaben zufolge regionale Vertriebszentren in Deutschland eröffnen, in denen potenzielle Kunden den Karolino zur Probe fahren können.

Deutlich überarbeiteter Karolino

Das Leichtfahrzeug selbst will Artega „in mehr als 150 technischen Punkten verbessert“ haben. Fahrwerk und Chassis wurden neu konstruiert. Das Schwesterunternehmen Paragon liefert einen Sprachassistenten, eine Smartphoneintegration und ein Soundsystem zu. Außerdem sollen neue Batterien für den Elektroantrieb und ein neues Bordnetz auch Schnellladungen erlauben. Anfang soll der Karolino in zwei Stunden zu 80 Prozent aufgeladen sein, später in einer Stunde.

Während man den Karolino im Vergleich zum Microlino also deutlich überabreitet hat, betont Artega auch, dass man weiterhin „exklusiver Hersteller des Microlino in Europa“ bleiben wird. Ob man das in der Schweiz auch so sieht? Mit einer Social-Media-Kampagne wendet sich die Mico Mobility AG mit einer Entschuldigung an ihre Interessenten und teilt mit, dass man den Start des Microlino verschiebt.

Verzögerung beim Microlino

Angeblich ist man mit Klaus Frers und Artega uneins, was die Qualität des Serienautos betrifft. Von der Übernahme des Produzenten TMI durch Artega hat man erst im Nachhinein erfahren. „Wir hatten keine andere Möglichkeit, als zu versuchen, diesen Verkauf in den Medien positiv darzustellen“, teilt Micro Mobility mit.

Die geplante Möglichkeit für Vorbesteller, ab Mai 2019 Anzahlungen für den nach Planungen 12.000 Euro teuren Microlino leisten zu können, wird verschoben. Das gilt als Zeichen dafür, dass sich der Marktstart nicht nur um ein paar Wochen oder Monate verzögert. Noch in diesem Monat will Micro Mobility aber einen Konfigurator freischalten, um die potenziellen Käufer bei Laune zu halten.

„Rückschläge sind Teil des Unternehmertuns“, erklärt man. „Wir arbeiten hart daran, den Mircolino so bald wie möglich auf die Straße zu bringen.“

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/artega-karolino-microlino-elektroauto/

Chinesische Tourenwagen-Meisterschaft CTCC — Safety-Car verursacht Unfall

Bei einem Rennen in der chinesischen Tourenwagen-Meisterschaft CTCC ging ein Safety-Car-Einsatz schief: Das Sicherheitsfahrzeug räumte den Zweitplatzierten ab.

Als das Elektro-SUV Nio ES8, das in der chinesischen Tourenwagen-Meisterschaft CTCC als Safety Car im Einsatz ist, auf die Rennstrecke im chinesischen Guangdong einbiegt, steht schnell fest: Das geht schief. Genau das dachte sich auch der die Warm-up-Phase anführende David Zhu und zog mit seinem Senova D50 nach links.

Das Problem: Sein Bruder und Teamkollege Juan Carlo Zhu wurde von diesem Ausweichmanöver dermaßen überrascht, dass er ebenfalls ausweichen musste. So ganz funktionierte das aber nicht und er touchierte das Heck seines Bruders. Anschließend ging ihm die Strecke aus, soll heißen er kam auf den Grünstreifen, verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und schlug in die Leitplanke ein. Weder er noch sein Bruder konnten am folgenden Rennen teilnehmen.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/news/ctcc-china-safety-car-crash-china/

Alexander Bloch erklärt Technik — Missverständnisse über die neue Mercedes G-Klasse

Eine Ikone wie die G-Klasse ändert man nicht. Schon gar nicht, wenn eine Heerschar von Fans gerade ihre rustikale Technik so liebt. Und wenn man es doch tut, können eine Menge Missverständnisse entstehen. Wir klären sie auf.

1. Das G-Modell war 1979 der erste echte Geländewagen von Daimler. Nein, denn das erste „Personenfahrzeug mit Allradantrieb für den Alltagsbetrieb“ war im Jahr 1907 der sogenannte Dernburg-Wagen der Daimler Motoren-Gesellschaft – damals sogar schon mit einer Schraubspindel-Allradlenkung. 1926 folgten dann der G1 und von 1934 bis 1939 der für die Wehrmacht entwickelte Dreiachser G4, von dem jedoch nur 57 Stück gebaut wurden. Immerhin war das G-Modell der erste Serien-Geländewagen von Mercedes.

2. Die G-Klasse war noch nie ein Sportler, also braucht sie auch kein AMG-Modell. Doch, sie gewann 1983 mit Jacky Ickx am Steuer sogar die Rallye Paris – Dakar. Dabei war der 280 GE der Vorläufer der AMG-G-Klassen von heute, denn sein Reihensechszylinder wurde bei AMG in Affalterbach auf 230 PS getunt. Dafür wurden Kolben und Luftansaugrohre aus der S-Klasse mit Sportnockenwellen und einem bearbeiteten Zylinderkopf kombiniert. Die Pressevorstellung für das erste G-Modell fand übrigens nicht irgendwo tief im Dschungel, Gebirge oder in der Wüste statt, sondern auf der Rennstrecke Paul Ricard. Heute gibt es die G-Klasse als G 63 mit 585 PS. Damit schiebt sie mit hoch aufgereckter Front in 4,5 Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde. Dank des talentierten Fahrwerks und der irritierend standfesten Bremsen erschreckt sie auf einer Rundstrecke so manchen älteren Porsche.

3. Jede neue G-Generation bekommt eine neue Entwicklungsnummer. Einleuchtende Logik, aber nicht zwingend für Mercedes: Obwohl beim Modellwechsel im letzten Jahr zum ersten Mal seit 1979 das komplette Auto neu entwickelt wurde, trägt es wie der Vorgänger seit 1989 den gleichen Entwicklungscode W 463. Dagegen zählten die weniger bedeutsamen Evolutionsstufen des rustikalen, eher nutzwertigen Urmodells 460 fleißig nach oben. Das ist schwäbische Entwickler-Ironie.

4. ESP ist im normalen Fahrbetrieb komplett abschaltbar, ABS dagegen nicht. Tatsächlich hat der neue G keine ABS/ASR-off-Taste wie einige frühere Modelle, dafür aber eine Anzeige, die nach längerem Knopfdruck „ESP off“ meldet. Doch schon bei der ersten zügiger genommenen Kurve bremst sich die Fuhre auch in „off“ vehement automatisch ein. Bei aktivierten Differenzialsperren und damit niedrigem Tempo sind ESP und ABS dagegen wirklich ausgeschaltet, um die Regelung nicht zu verwirren.

5. Nur noch zwei der drei Differenziale sind jetzt zu 100 Prozent sperrbar. Nein, die neue G-Klasse besitzt zwar nur noch an Vorder- und Hinterachse klassische Klauensperren, und die Sperrwirkung des Mitteldifferenzials wird nun über eine elektromechanische Lamellenkupplung gesteuert. Allerdings verriegelt eine zusätzliche Mechanik das Mitteldifferenzial ebenfalls zu 100 Prozent, wenn auf der Mittelkonsole die Mitteldifferenzialsperre manuell aktiviert wird, damit das Lamellen-Diff unter keinen Umständen schlappmacht.

6. Echte Geländewagen und damit auch die G-Klasse verteilen ihre Kraft immer paritätisch auf Vorder- und Hinterachse. Das war bei früheren Modellen tatsächlich mal so. Bei der neuen Generation wagt sich Mercedes jedoch an eine eher sportlich hecklastige Verteilung von 60 Prozent auf der Hinterachse und 40 Prozent auf der Vorderachse. Damit schwingt der G auf losem Untergrund überraschend breit mit seinem stattlichen Heck.

7. Die neue Vorderachse mit Einzelradaufhängung bringt Fahrkomfort, kostet aber Geländefähigkeit. Die neue G-Klasse liegt zwar erheblich ruhiger auf der Straße als ihr Vorgänger, doch die Einzelradaufhängung schränkt die mögliche Verschränkung ein. Obwohl die Bodenfreiheit um sechs Millimeter wuchs, hängt sie bei einer Einzelradaufhängung auch davon ab, wie stark die Räder eingefedert sind. Bei einer Starrachse bleibt sie – ähnlich wie der Sturz der Räder – unabhängig vom Einfederungsniveau konstant. Erste Geländefahrten lassen darauf schließen, dass die neue G-Klasse offroad mindestens auf dem legendären Niveau der alten liegt.

8. Die alte G-Klasse-Karosserie war schon so steif, dass die neue kaum noch was drauflegen kann. Stimmt nicht, denn nach Mercedes-Messungen ist der Vorgänger im Vergleich fast schon als labil einzustufen. Über 50 Prozent bessere Karosseriesteifigkeit entstehen laut Mercedes aus einer optimierten Leiterrahmen- und Karosseriestruktur, festeren Stählen und verklebten Scheiben. Im Gegensatz zu fast allen modernen Autos waren die Scheiben bisher in eine Gummidichtung geklemmt und dienten kaum der Versteifung. Bei der neuen Generation sind dagegen alle fest stehenden Scheiben mit der Karosserie verklebt.

9. Das Untersetzungsgetriebe ist jetzt mit 2,9:1 besonders stark untersetzt. Nein, es ist in seinem Untersetzungsfaktor nun näher dran an Ikonen wie dem Jeep Wrangler Rubicon mit vierfacher Untersetzung. Im Gelände zählt jedoch nicht der Einzelwert für das Untersetzungsgetriebe, sondern die Gesamtübersetzung und damit die effektive Kraft pro Radumdrehung.

10. Eine echte G-Klasse lenkt aus der Kurve nicht von selbst zurück. So war es zumindest bei den Vorgängern, die sich beharrlich weigerten, ein nennenswertes Rückstellmoment aufzubauen. Das lag neben der prinzipiellen Radaufhängungsgeometrie auch am robusten, aber recht verwinkelten Lenkgestänge. Die neue elektromechanische Zahnstangenlenkung läuft dagegen nach einer Kurvenfahrt fast schon spielerisch wieder in die Geradeausstellung zurück.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/suv/alexander-bloch-g-klasse-10-missverstaendnisse/

Langstreckentauglichkeit von Elektroautos — Kann ein E-Auto auch Langstrecke?

Unser Redakteur Luca Leicht kennt die Reichweitenangst, ist sich aber sicher, dass Elektroautos und Langstrecke sich nicht ausschließen müssen. Deshalb hat er es im Selbstversuch ausprobiert.

Es ist eine Angst, die wohl jeder Autofahrer kennt: Der letzte Tropfen Sprit ist verbrannt, und der Motor quittiert den Dienst. In meiner Kindheit in den 1990ern gab es von Aral einen Werbespot, den ich damals nicht verstanden habe und bis heute fragwürdig finde. Darin blieb ein Mann mit seinem BMW liegen, weil ihm der Sprit ausgegangen war. Als er feststellte, dass auch der Reservekanister leer war, zuckte er mit den Schultern, lächelte und streifte – akustisch untermalt von Fats Dominos Rock-’n’-Roll-Hymne „I’m Walking“ – vergnügt durch schöne Landschaften, um eine Tankstelle zu suchen und den Kanister aufzufüllen.

Wie man in solch einer Situation ruhig bleiben soll, ist mir ein Rätsel. Und wenn ich mir vorstelle, wie es ist, mit einem Elektroauto in einer solchen Situation zu stecken – oder besser: zu stehen –, wird mir ganz anders. Denn da hilft weder ein Benzinkanister noch die Powerbank, mit der ich sonst den Akku-Engpass meines Smartphones überbrücke. Aber haben Sie schon mal versucht, den Stromer zur nächsten Ladesäule zu schieben? Schließlich wiegt Audis brandneuer Elektro-SUV E-tron wegen der schweren Batterien kolossale 2,6 Tonnen, und selbst der unten gezeigte BMW i3s kommt trotz Karbon-Karosse auf 1.320 Kilo. Die ließen sich beim Selbstversuch fürs Foto im „Schiebebetrieb“ nur sehr gemächlich in Bewegung setzen. Das ist also keine Option.

Ob ich deshalb weniger gern Elektroauto fahre? Keineswegs, das Reisen ist einfach nur anders als mit einem Verbrenner. Und das sage ich, obwohl ich mit unterschiedlichen Stromern schon mehrfach sehr nah an die magische Marke von null Kilometern Restreichweite kam.

Die Restreichweiten-Lüge

Erst kürzlich war ich mit besagtem i3s aus unserem Dauertest-Fuhrpark unterwegs. Zunächst in der Stuttgarter City, dann 55 Kilometer zu den Schwiegereltern nach Pforzheim und von dort über die Schwäbische Alb ins 135 Kilometer entfernte Ulm, um Freunde aus Studienzeiten zu besuchen. Dort sollte der i3s mit 22 kWh am Ladekabel nuckeln und damit den Heimweg nach Stuttgart sichern. So der Plan für das Wochenende und eigentlich kein Problem.

Bei unserer Reichweitenmessung kam der i3s auf maximal 235 Kilometer, BMW selbst gibt bis zu 285 Kilometer an. Als ich aber nach etwa 140 defensiv gefahrenen Kilometern versuchte, den Drackensteiner Hang mit dem Karbon-Stromer zu erklimmen, sank die prophezeite Restreichweite von 45 auf 11 Kilometer.

Das Ergebnis: feuchte Hände. Der Wechsel von Fahrmodus Eco auf Eco Pro (ohne Heizung und mit reduzierter Leistung) und die Tempomat-Justierung auf 92 km/h brachten was – am Ende standen wir mit 65 km Restreichweite an einer Ladesäule, die ein Toyota Prius blockierte. So ändern sich plötzlich Prioritäten und Nöte: Es war nicht mehr die Frage, ob ich die Ladesäule erreiche, sondern ob das Ladekabel auch lang genug ist.

Es geht aber auch anders. Damit es gar nicht so weit kommen würde, dass nachgeladen werden musste, versuchte ich, mit dem VW e-Golf möglichst stromsparend zu meiner Cousine zu kommen, die mich um Unterstützung bei ihrem Umzug gebeten hatte. Da es dort weit und breit keine Lademöglichkeit gab, drehte ich die Heizung vorsorglich schon bei der Abfahrt herunter und fror bei 3 Grad trotz Schal und Mütze dem Ziel entgegen.

Da das nichts half, reduzierte ich das Tempo auf 100 km/h, später auf 90 km/h und auf den letzten Kilometern auf 80 km/h – und kam mit ausreichend Restreichweite für den Heimweg, aber aufgrund meines ohnehin knapp bemessenen Zeitplans gut 40 Minuten zu spät zum Möbeltragen. Meinen Rücken hat das erfreut, die stärker strapazierte Verwandtschaft weniger.

Da derartige Unpünktlichkeiten im Arbeitsalltag aber noch schlechter zu verschmerzen sind, planten Kollege Busse und ich für die Fahrt nach Coburg im Hyundai Kona Elektro etwas mehr Zeit ein. Nicht für geringeres Tempo, sondern für einen Zwischenstopp an der Schnellladestation – auf dem Hinweg mit 50 kW und auf dem Rückweg an der 100-kW-Säule, jeweils mit einem Snack und einem kleinen Spaziergang. Plant man von Anfang an diese Zwischenstopps oder eben ein touristischeres Reisetempo ein, ist das kein Problem – Wohnmobilisten oder Caravan-Fahrer wissen, was ich meine. Denn beim Elektroauto heißt es vor allem: In der Ruhe liegt die Kraft.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/langstreckentauglichkeit-elektrrautos/

BMW M5 Edition 35 Jahre — Vergoldetes Aluminium in Karbon-Optik

Die BMW M GmbH feiert 35 Jahre M5 mit einer Sonderedition, die es in sich hat. Im Innenraum etwa wartet ein exklusives Gold-Dekor, das nach Karbon aussieht, aber doch etwas Anderes ist.

Die sind ja schon nett bei der M GmbH. Nicht nur, weil sie den 35. Geburtstag des M5 nicht vergessen haben. Und auch nicht nur, weil sie sogar ein Geschenk in Form eines Sondermodells mitbringen. Nein, weil sie so großzügig sind. 35 Jahre M5 wären bezogen auf eine Sonderedition ja eigentlich die Steilvorlage für eine Limitierung auf 35 Exemplare. Die M-Leute aber sind so spendabel, dass sie einfach eine Null dranhängen und 350 draus machen. Da werden sich 315 Käufer aber ganz besonders über dieses unverhoffte Glück freuen.

Es ist nicht so, wie es scheint

Und was stellt man sich da in die Garage? Wir fangen direkt und ohne Umschweife mit dem größten Knaller an: Im Innenraum scheint güldenes Karbon den Ton anzugeben. Doch in Wahrheit handelt es sich um golden eloxiertes Aluminium, das nur so tut, als sei es Karbon. Wie auch immer – das sieht mal wirklich besonders aus. Da fragen Sie sich sicher, warum wir das jetzt direkt einfach so rausgehauen haben. Ohne Spannungsbogen oder dramatisch-verbalen Trommelwirbel.

Nun ja, weil ansonsten nicht viele Unterschiede zum Basismodell M5 Competition auszumachen sind. Zu erwähnen wären da noch die üblichen Plaketten, die das Sondermodell benennen – etwa auf den Einstiegsleisten oder der Cupholder-Abdeckung. Die Lackierung trägt den Titel Frozen Dark Grey Metallic und entstammt dem BMW Individual-Programm. Exklusiv für das Sondermodell angefertigt wurden dagegen die 20-Zoll-Leichtmetallfelgen in Graphitgrau mit Y-Speichendesign.

Aber so ein M5 Competition ist ja an sich schon spektakulär genug. Es klingt jetzt ein bisschen, als würden wir uns langweilen, aber das tun wir nicht. V8 mit 625 PS, Turboaufladung, aktives Differenzial, 3,3 Sekunden auf Tempo 100 – das ist doch alles andere als langweilig. Ab Juli 2019 sind die weltweit 350 Editionsmodelle verfügbar. Und falls Sie keine abbekommen, findet sich im M5 Competition-Konfigurator sicher noch eine Alternative in puncto Farben und Felgen. Sie müssten lediglich auf die Plaketten verzichten.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/bmw-m5-edition-35-jahre-sondermodell/

Porsche Typ 64 Berlin-Rom-Wagen — Erster Porsche wird versteigert

Der Typ 64 ist der erste Porsche – und vermutlich der wertvollste. Mitte August versteigert RM Sotheby’s einen Berlin-Rom-Wagen während der Monterey Car Week.

Während der Monterey Car Week in Kalifornien wird Mitte August einer der ersten Porsche versteigert. Der Typ 64 auf Käfer-Basis ist auch als Berlin-Rom-Wagen bekannt: Er war für das 1.500 Kilometer lange Rennen von Berlin nach Rom gedacht. Das Rennen fand nie statt, weil Wochen vor dem geplanten Start der Zweite Weltkrieg anfing.

Porsches erster Sportwagen

Mit dem Typ 64 wollte Professor Ferdinand Porsche zeigen, was in der Käfer-Basis steckte – und ganz nebenbei seinen Traum vom Sportwagen realisieren. Also tunte er den Viertakt-Boxermotor auf 32 PS und ließ bei Reutter drei windschlüpfrige Aluminium-Karosserien dengeln. Die Räder waren voll verkleidet. Viel Platz war in der schmalen Kanzel nicht, dafür soll die Höchstgeschwindigkeit bei 160 km/h gelegen haben. Kaum war das erste Auto fertig, marschierte Deutschland in Polen ein, der Krieg begann und aus dem Berlin-Rom-Rennen wurde nichts.

Der dritte Typ 64 war lange in zweiter Hand

Ein zweiter Berlin-Rom-Wagen wurde im Dezember 1939 gebaut, im Juni 1940 entstand ein dritter – aus dem Chassis des mittlerweile verunfallten ersten Typ 64. Dieses Auto nutzten Ferry und Ferdinand Porsche als Familien- und Versuchswagen. Es kam auch mit nach Gmünd, wo es 1946 die Porsche-Schriftzüge erhielt. Ein Jahr später wurde der Typ 64 restauriert und 1948 zusammen mit dem 356 Roadster No. 1 präsentiert. Während dieser Präsentation in Innsbruck fuhr der Rennfahrer und Unternehmer Otto Mathé den Wagen. Der gefiel ihm so gut, dass er ihn ein Jahr später kaufte, bei einigen Rennen einsetzte und bis zu seinem Tod 1995 behielt.

Auktion Mitte August

Zwei Jahre später übernahm Porsche-Spezialist Thomas Gruber das Auto. Nun ist es zu versteigern: RM Sotheby’s bietet den dritten Typ 64 Mitte August während der Auktion im kalifornischen Monterey an.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/oldtimer/porsche-typ-64-berlin-rom-wagen-monterey/

Gebrauchte Elektroautos — Darauf müssen Sie bei Kauf achten

E-Mobile aus zweiter und dritter Hand sind noch recht teuer, können aber dennoch ein lohnender Kauf sein. Die Batterie sollte besonders intensiv gecheckt werden.

Zu behaupten, Gebrauchtwagenkäufer in Deutschland seien Elektroautos gegenüber skeptisch, ist eine leichte Untertreibung. Zwischen Anfang Januar und Ende April 2019 betrafen gerade einmal 3.172 von gut 2,4 Millionen Besitzumschreibungen reine Elektroautos. Das sind 0,1 Prozent. In Worten: Nullkommaeins! Das ist natürlich bis zu einem gewissen Punkt mit den Marktverhältnissen erklärbar. Ein Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos entsteht gerade erst, das Angebot ist entsprechend überschaubar. Auch hier verdeutlichen Zahlen das Problem: Deutschlands größte Internet-Autobörse Mobile.de listet aktuell (Stand: 15. Mai 2019) knapp 1,4 Millionen Gebrauchtwagen. Davon sind fast 57 Prozent Benziner, gut 40 Prozent Diesel und 0,4 Prozent (5.784) Elektroautos.

Kleines Angebot, hohe Preise

Das kleine Angebot ist ein Grund für die weiterhin recht hohen Preise für gebrauchte Elektroautos. Allerdings nicht der einzige. Auch das geringe Alter des Bestands spielt hier eine Rolle. Von mehr oder weniger obskuren Umbauten oder windigen Kabinenrollern abgesehen, stammen die ältesten E-Autos bei Mobile.de von 2009. Dabei handelt es sich um sündhaft teure Tesla Roadster. Wenig später kamen die ersten elektrischen Fiat 500, die ältesten i-MiEV und Co. stammen aus 2011. Nissan-Leaf-Exemplare sind ab Jahresende 2011 zu finden, der Renault Zoe ab Jahresbeginn 2013 und die ältesten Vertreter des BMW i3 und VW e-Up stammen aus dem Herbst 2013. Die ersten VW e-Golf folgten im Mai 2014.

Die billigsten elektrischen Mitsubishis und ihre Klone Peugeot iOn und Citroën C-Zero kosten knapp 8.000 Euro, das Gros liegt im Bereich bis 13.000 Euro. Auch die günstigsten der insgesamt 1.350 angebotenen Renault Zoes liegen in diesem Preisrahmen, wobei es sich dabei meist um Autos mit gemieteter Batterie handelt; deren Kosten kommen also noch on top. Bei den gut 800 Nissan Leaf wird es auf jeden Fall fünfstellig, wobei sich bereits viele Angebote im Bereich bis 15.000 Euro tummeln – inklusive Batterie übrigens. Die günstigsten der knapp 500 angebotenen VW e-Golf kosten etwa 18.000 Euro. Ähnlich sind die meisten BMW i3 (knapp 1.200 Inserate) eingepreist. Der kleinere VW e-up ist etwa 4.000 Euro günstiger.

Prüfende Blicke für Reifen, Stoßdämpfer und Bremsen

Angebot, Nachfrage und Preis sind, neben der vielzitierten Reichweitenangst, nicht die einzigen Gründe für die Zurückhaltung der Gebrauchtwagenkäufer in Bezug auf Elektroautos. Eine ähnlich große Rolle dürfte die Skepsis gegenüber der Technik spielen. Hält sie noch eine Weile, obwohl das Auto schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat? Solche Sorgen sind – was die Standardkomponenten angeht – unbegründet. Beim Kauf eines gebrauchten E-Autos gelten prinzipiell die gleichen Regeln wie beim Erwerb eines gebrauchten Benziners oder Diesels, weiß der ADAC. Elektro-Vorteil: Die Verschleißteile eines Verbrenner-Antriebsstrangs, beispielsweise Kupplung oder Auspuff, entfallen hier.

Dafür lohnt jedoch ein prüfender Blick auf die Reifen, die aufgrund des oft hohen Anfahr-Drehmoments eines E-Mobils schneller verschleißen können als bei konventionellen Pkw. Stoßdämpfer und Fahrwerk müssen wegen des schweren Akkus mit einem höheren Fahrzeuggewicht klarkommen und sollten deshalb genau begutachtet werden. Ähnliches gilt – vor allem für die hinteren – Bremsen. Sie rosten manchmal stärker, denn sie werden seltener genutzt, weil geübte E-Auto-Fahrer meist per Rekuperation verzögern. Wichtig ist auch, ob die Hochvolt-Leitungen intakt sind. Hat sich hier mal ein Marder ausgetobt, kann das gefährlich werden.

Das Hauptaugenmerk gilt der Batterie

Ein entscheidendes Bauteil verdient allerdings besonders große Aufmerksamkeit: die Batterie, also das Herzstück eines Elektroautos und meist dessen teuerste Komponente. Sie altert sowohl mit der Zeit als auch mit der Anzahl der Ladezyklen, und mit schwindender Batterieleistung leidet die Reichweite gleich mit.

Allerdings zeigen die bisherigen Erfahrungen, dass sich die oft sehr negativen Prognosen aus der Anfangszeit der Elektromobilität bislang nicht bestätigt haben. Viele Akkus halten länger als vorhergesagt und sind auch nach ein paar Jahren noch für Reichweiten ähnlich jener des Neuwagens gut. Laut TÜV Süd stehen bei vielen Akkus selbst nach 200.000 Kilometern noch 80 bis 90 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität zur Verfügung. Die Gesamthaltbarkeit dürfte bei 15 bis 20 Jahren liegen. Hinzu kommt die oft üppige Garantie auf den Energiespeicher: Üblich sind zwischen fünf und acht Jahre oder 100.000 bis 160.000 Kilometer – je nachdem, was zuerst eintritt. „Bis zu diesem Zeitpunkt wird beispielsweise eine Kapazität von 70 Prozent des Akkus garantiert“, sagt Thomas Stix, beim ÖAMTC Experte für gebrauchte Elektroautos.

Kapazität in der Werkstatt checken lassen

Verlassen sollte man sich darauf freilich nicht. Auf Nummer sicher geht, wer ein Fahrzeug kauft, bei dem sich per Serviceheft regelmäßige Inspektionsbesuche nachweisen lassen – denn an diese ist die Akku-Garantie gebunden. Wer die Möglichkeit hat, sollte die Batteriekapazität von einer Fachwerkstatt überprüfen lassen. Ist dies nicht machbar, sollte die Probefahrt unbedingt mit komplett geladenem Akku starten. „Die im Auto angezeigte Reichweite passt sich Fahrstil und Temperatur an, sodass sich nach rund 50 Kilometern Kapazität und Reichweite in der Regel gut einschätzen lassen“, erklärt Stix.

Etwas komplizierter wird es bei den bereits erwähnten Autos, die über eine gemietete Batterie verfügen; vor allem bei Renault ist diese Vorgehensweise gängig. Dabei erwirbt der (Neuwagen-)Käufer zwar das Auto, schließt aber für dessen Akku einen Mietvertrag mit dem Hersteller über einen gewissen Zeitraum ab. Vorteil: Der Hersteller garantiert für diesen Zeitraum die Leistungsfähigkeit des Stromspeichers. Und tritt ein Mangel auf, geht dessen Beseitigung zu Lasten des Herstellers. Beim Weiterverkauf eines solchen Elektroautos muss der Interessent allerdings genau auf die Mietvertragsbedingungen für die Batterie achten. Und ihm muss klar sein: Zum Kaufpreis kommt die monatliche Batteriemiete noch hinzu.

Autos mit Wärmepumpe bevorzugen

Grundsätzlich ist das jüngere Auto meist zwar der teurere, aber risikoärmere Kauf: Modernere Akkus bieten mehr Reichweite und halten länger, die Motoren sind leistungsstärker, der Komfort ist oft höher. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Klimatisierung über eine Wärmepumpe funktioniert. Ist dies der Fall, verbraucht das weniger Energie und steigert die Reichweite. Auch die Ladeleistung ist ein entscheidendes Kriterium. Bietet das Wunschauto eine Schnelllademöglichkeit? Bei neueren E-Autos gab es die meist serienmäßig, bei älteren oft nur optional.

Und wie sieht die Perspektive für den Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos aus? Aktuell verlieren Elektroautos im Schnitt in den ersten fünf Jahren etwas weniger an Wert als vergleichbare Benziner. Dabei dürfte es allerdings nicht bleiben. „Sobald neue, billigere E-Modelle mit größerer Reichweite auf den Markt kommen, wird es definitiv das eine oder andere Schnäppchen geben“, sagt ÖAMTC-Experte Stix.

Passt das Wunschauto zum eigenen Mobilitätsverhalten?

Doch die wichtigsten Überlegungen sollte jemand, der sich ein gebrauchtes Elektroauto kaufen möchte, bereits vor der Suche anstellen. Zum Beispiel, wie das eigene Mobilitätsverhalten aussieht und ob das gewünschte E-Fahrzeug dem überhaupt entspricht. Welchen genauen Zweck soll es erfüllen? Wie groß muss die Reichweite sein? Hinzu kommen infrastrukturelle Aspekte: Gibt es in der Gegend, in der ich mit dem Auto unterwegs sein möchte, genügend Lademöglichkeiten? Trifft das auf mein Zuhause zu? Oder auf meinen Arbeitsplatz, wenn ich damit zur Arbeit pendle? Welche Unterhaltskosten kommen auf mich zu? Also all das, worüber sich auch die Käufer eines neuen Elektroautos Gedanken machen müssen.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/ratgeber-das-ist-bei-gebrauchten-elektroautos-zu-beachten/

Bolt Nano Elektroauto — Usain Bolt baut Carsharing-Auto

Auf einer Pariser Konferenz hat Usain Bolt seine Idee eines Elektroautos für Carsharing-Flotten und urbanen Kurzstreckenverkehr vorgestellt. Ende 2020 soll der Nano in Serie gehen.

Hochleistungssportler haben nach ihrer aktiven Karriere, wenn sie denn erfolgreich war, neben Zeit meist auch viel Geld. Das wird vom Einen oder Anderen auch mal in automobile Projekte gesteckt. Nicht nur, wenn man wie Nico Rosberg „vom Fach“ ist und auch nicht immer nachhaltig erfolgreich. Man mag sich an Boris Beckers Ausflug in die Welt der Autohändler erinnern.

Der Jamaikaner Usain Bolt gilt als einer der größten Leichtathletik-Stars der Geschichte. Auf 100- und 200-Meter-Distanzen gibt es nichts, was er nicht gewonnen hat. Mit Kurzstrecken beschäftigt sich auch sein Mobilitätsunternehmen. Elektrische Roller werden schon angeboten. Sie dürfen aber aufgrund eines Markenrechtsstreits nicht unter dem Namen Bolt vertrieben werden, so verschiedene Medienberichte.

Jetzt hat Bolt Mobility auf der Konferenz Vivatech den Bolt Nano vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen elektrisch angetriebenen, kleinen Zweisitzer im Format eines Renault Twizy oder des als Studie gezeigten Seat Minimó. Wie dieser vertraut auch der Bolt Nano den Angaben des Unternehmens zufolge auf austauschbare Batterien.

Der Bolt Nano kostet 9.999 Dollar

Der Nano wurde für Fahrten bis 25 Kilometer Länge konzipiert, könnte also in Carsharing-Flotten ausschwärmen. Ab Ende 2020 will Bolt Mobility den Nano in Serie bauen, er soll dann 9.999 US-Dollar kosten. Reservierungen sollen mit einer Anzahlung von 999 US-Dollar möglich sein.

Mobilitätsdienstleister, die den Bolt Nano einsetzen, sollen eine Umsatzbeteiligung an den Hersteller zahlen. Auch für die Abrechnung hat das 2018 gegründete Unternehmen mit Sitz im US-Bundesstaat Florida schon eine Idee: Auf dem Heimatmarkt soll man den Nano im Carsharing für Tarife mieten können, die im Fünfminutentakt abgerechnet werden.

Der in Paris vorgestellte Prototyp des Bolt Nano lässt noch keinen Blick in das Interieur zu, auch technische Daten sind nicht bekannt. Wo der Elektro-Zweisitzer gebaut werden soll, wurde auch noch nicht verkündet.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/bolt-mobility-nano-elektroauto-carsharing/

Ford Mustang SSP State Patrol — Altgedienter Porsche-Jäger von 1993

Die Polizei in Nebraska hat noch immer einen Oldie im Dienst. Und damit ist nicht das menschliche Personal gemeint. Am Steuer dieses handgeschalteten Ford Mustang SSP von 1993 sitzt ein Trooper.

Wenn es um die reine Leistung geht, gibt es in den USA Polizei-Fahrzeuge, die deutlich beeindruckender sind als dieser Mustang aus den 90er-Jahren. Aber in puncto Lässigkeit macht dem altehrwürdigen Achtzylinder-Veteranen so schnell keiner was vor. Bei der Nebraska State Patrol ist das Auto noch immer in Amt und Würden. Nun ja, mehrheitlich für Paraden und nicht mehr für wilde Verfolgungsjagden – schließlich würde dem Oldie jeder Zweiliter-Vertreter-Diesel um die Ohren fahren.

Vom Einsatzfahrzeug zum Tracktool

Vor 30 Jahren allerdings waren 225 PS und 275 Newtonmeter Drehmoment ein überaus schlagkräftiges Argument gegen Raser. Diese einzufangen war des Mustangs täglich Brot im aktiven Dienst. Keine vergitterte Rücksitzbank zum Inhaftierten-Transport – diesen Job können getrost die großen Limousinen erledigen, wenn sie denn dann mal eintreffen. Die SSP-Ausführung (Special Service Package) bringt es auf eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 225 km/h (Modelle ab 1989 bis zu 255 km/h) und verfügt über ein verstärktes Fahrwerk, dickere Bodenbleche sowie eine leistungsfähigere Kühlung. Die Behörden waren von diesem Auto so überzeugt, dass insgesamt 15.000 Exemplare in den Fuhrpark aufgenommen wurden. Viele noch existierende Foxbody-Mustangs sind heute entweder zum Tracktool umgebaut oder in den Händen privater Sammler.

Der Smallblock-V8

Der Fünfliter-Windsor-V8 unter der Haube wurde seit den 1960er-Jahren in unterschiedlichen Ausführungen gebaut. Den Smallblock gab es mit Hubraum-Volumen von 3,6 bis 5,8 Litern. Neben dem Mustang wurden auch der Bestseller-Truck F-150 und der SUV Explorer von diesem Aggregat angetrieben. Selbst Carroll Shelby hatte sich der Maschine angenommen und daraus den Motor für seinen Shelby GT350 von 1965 gemacht.

Das Auto der Nebraska State Patrol ist heute nicht mehr täglich im Einsatz und erfüllt – wie bereits erwähnt – eher repräsentative Zwecke. Trotzdem ist es cool, dass die Cops dort noch immer einen solchen Klassiker in ihrer Truppe haben. Was sich in den amerikanischen Polizei-Fuhrparks sonst noch tummelt, sehen Sie beispielsweise in unserer Bildergalerie.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/oldtimer/ford-mustang-ssp-state-patrol/

„Sonntagsauto“ — Mercedes 190: Wandelbarer Dauerbrenner

Das Alter sieht man ihm nicht an: Am 29. November 1982 bereichert der Mercedes 190, auch bekannt als Baby-Benz, die Modellpalette von Mercedes. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wird die kleine Baureihe zum dritten Pfeiler der Modellpalette.

Der Name Mercedes-Benz 190 ist bekannt und führt 1982 zu Verwechslungen: „Ach ja, der 190 SL bekommt einen Nachfolger?“ – Weit gefehlt, der neue Mercedes 190 ist ein ganz neuer, ein Mercedes ohne historisches Vorbild. Er soll die Modellpalette nach unten abrunden und den Einstieg in die Mercedes-Welt sein. Fortan wird er daher als Baby-Benz oder – um die Verwechslung mit dem Sportwagen auszuschließen – W 201 gerufen.

Anfangs hält sich die erste Ausgabe des Neuen optisch noch zurück. Er steht schüchtern auf kleinen 14-Zoll-Rädern, die Scheibe wird von einem Einarmwischer ohne Exzenter-Hubfunktion gesäubert und an den Seiten sind schmale Zierleisten angebracht. Optisch ist aber von Anfang an erkennbar: Ein ganz großer Wurf von Bruno Sacco – und zukunftsweisend für alle weiteren Mercedes-Modelle, die sich an ihm orientieren.

Oben hui, unten noch besser

Nicht nur außen überzeugt der neue Mercedes 190 mit seinem markanten-Design und dem hochgestreckten Hinterteil. Unter dem Blech steckt die eigentliche Sensation: „Eine Hinterachse, wie sie die Welt tatsächlich noch nicht gesehen hat.“ So schreibt auto motor und sport anno 1982. Fünf Achslenker pro Rad sorgen für optimalen Bodenkontakt in jeder Lebenslage. Die Raumlenker-Achse macht der Konkurrenz vor, was ein aktuelles Fahrwerkskonzept leisten kann – treibt aber auch die Entwicklungskosten in die Höhe.

Damit sind wir auch schon bei dem größten Problem des 190 – er war den Interessenten oft zu teuer. Das verhinderte einen schnellen Erfolg. Der Einstandspreis beträgt stattliche 25.600 Mark. Für das gleiche Geld gibt es auch einen Mercedes-Benz 200. Die Topversion des 190 kostet rund das Doppelte – 49.300 Mark.

Motorenpalette des Mercedes 190

Mercedes 190 heißt zunächst auch: Nur Vierzylinder-Motoren. Basis sind Zweiliter-Vergaser-Motoren, die Einspritzer sind am E in der Typenbezeichnung erkennbar. Die Bandbreite reicht vom 72 PS-Saugdiesel bis zum leistungsfähigen Sechzehnventiler. Der Eine hört auf den Namen 190 D, der Andere nennt sich 190 E 2.3-16. Ohne Katalysator stehen bei ihm dank Cosworth-Zylinderkopf 185 PS bereit, Kat-gereinigt sind es immerhin noch 170 PS.

Ab 1986 steht ein Sechszylinder in den Listen. Der Mercedes-Benz 190 E 2.6 leistet 166 PS (mit Katalysator 160 PS) – ausreichend für 215 km/h und 8,2 Sekunden für den Sprint von Null auf 100 km/h. Ab 1987 kann ein 2,5-Liter-Fünfzylinder-Diesel geordert werden, der mittels Turbo auf 122 PS aufgeladen wird und den Mercedes 190 auf respektable 192 km/h beschleunigt.

Nach 6 Jahren 1 Million Mercedes 190 produziert

1988 ist ein bedeutendes Jahr für den Mercedes 190: Der millionste W 201 läuft vom Band und es kommt zur ersten großen Modellpflege. An den Seiten finden sich fortan die breiten Sacco-Bretter. Damit lehnt sich der kleinste Mercedes an die Coupés der W124er Baureihe an. Die Schürzen an Front und Heck strecken sich weiter in Richtung Straße und tragen zur Optimierung des cW-Wertes bei. Weitere Merkmale der Modellpflege (Mopf 1): Die Stoßfänger wachsen deutlich in ihren Ausmaßen, der Beifahrer-Außenspiegel gehört nun zur Serienausstattung und die Sitze werden deutlich verbessert. Der Innenraum erfährt leichte Retuschen und die Passagiere genießen das etwas großzügigere Raumgefühl. Doch viel Platz ist in dem Mercedes 190 immer noch nicht. Zudem ist die Rücksitzbank nicht umklappbar, da hinter ihr der Tank steht. Als Familienauto kann er seine Qualitäten also nicht ausspielen.

Neues Top-Modell des Mercedes 190 nach der Modellpflege ist der 2,5-Liter-Sechzehnventiler mit 195 PS (ohne Kat 204 PS). Für Sammler besonders interessant sind die Homologationsmodelle Evolution I und II, von denen jeweils nur 502 Exemplare gebaut wurden.

Ab 1989 hat das Sport-Engagement von Mercedes Auswirkungen auf die Serie: Die Ausstattungslinie Sportline wird eingeführt und beinhaltet eine Tieferlegung um 21 Millimeter, ein strafferes Fahrwerk, Leichtmetallräder der Größe 7×15 und Reifen im Format 205/55. Innen fallen die Sportsitze des Mercedes 190 E 2.5-16 positiv auf.

Ab 1990 nur Einspritzer – 1992 kommt Nachfolger

Im gesamten Mercedes-Personenwagen-Programm fliegen 1990 die Vergaser-Motoren raus. Der Basis-Mercedes 190 wird gestrichen und neues Basismodell ist der 190 E 1.8 mit 109 PS-Motor. 1991 erhalten alle Modelle außer 190 D und 190 E 1.8 serienmäßig ABS und zum Abschied des W201 werden 1992 noch rund 4.000 der Avantgarde-Sondermodelle verkauft. Die Farbkombinationen des Trios – bestehend aus dem metallic-blauen 190 E 2.3 Azzurro, dem dunkelgrünen 190 D 2.5 Verde und dem 190 E 1.8 Rosso in roter Perlcolor-Lackierung muten heute gewagt an.

Endgültig Schluss mit dem Mercedes 190 ist dann im August 1993, als in Bremen – im ehemaligen Borgward-Werk – der letzte Baby-Benz vom Band läuft. In Sindelfingen wurde die Produktion schon im Februar gestoppt. Insgesamt werden 1.879.629 Exemplare des Mercedes 190 gefertigt.

Nachfolger heißt „C“ und endlich gibt es auch ein „kleines T“

Ab 1993 läuft der Nachfolger des Mercedes 190, der W202 vom Band. Während die interne Typenbezeichnung die logische Fortsetzung ist, wird der neue 190er der Welt als C-Klasse vorgestellt. Das passt auch besser ins Programm, schließlich heißt die 200er-Reihe nun E-Klasse und die S-Klasse ist ja ohnehin schon bekannt. Nun sind die Typenbezeichnungen auch logisch und beziffern den Hubraum.

Die C-Klasse ist innen und außen deutlich gewachsen, die Ladekante ist niedrig, der Komfort ist besser, Airbags sind Serie. Am wichtigsten ist allerdings die Einführung des T-Modells 1996. Endlich genügend Laderaum und Variabilität – das größte Manko des 190 war behoben.

Heute gehört der Mercedes 190 zu den Youngtimern in der Übergangsphase. Aus dem Alltags-Gebrauchsauto wird fast übergangslos ein Klassiker. Und der Mercedes 190 bringt alle Qualitäten mit: Er kommt aus gutem Haus, trägt einen Stern auf seiner Motorhaube, er gehört zur stilistisch wie finanziell erfolgreichen Sacco-Breitschwerdt-Ära und bringt beste Langzeit-Qualitäten mit. Daher sieht man auch heute noch so viele Mercedes 190 in gutem Zustand.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/oldtimer/sonntagsauto-mercedes-190-mit-langzeitqualitaeten/

Champagner-Truhe von Rolls-Royce — Fünf Autos statt Schampus

Zum Preis der Champagner-Truhe von Rolls-Royce gäbe es auch einen Corniche. Oder einen Amarok V6. Oder einen Mercedes-Kombi. Wir hätten da fünf Alternativen, mit einer davon kann man sogar auch Champagner kühlen.

Gekörntes Leder, Holz von der Tudor-Eiche, Aluminium und Carbon: Die Champagner-Truhe aus dem Bespoke-Programm kombiniere „die besten Materialien mit Spitzentechnologie“, erklärt Rolls-Royce in einer Pressemitteilung. Der Korpus der Truhe bestehe „aus Aluminium und Carbon, ergänzt um schwarzes, natürlich gekörntes Leder sowie Holz der Tudor-Eiche.“ Individuelle Wünsche? Wie bei den Autos nicht ausgeschlossen.

Kaviar statt Champagner gehr auch

Enthalten sind vier mundgeblasene Champagner-Kelche und Stoffservietten mit „RR“-Monogramm. Der Außendeckel aus Tudor-Eiche verwandelt sich in ein Serviertablett mit lasergeschnittener Edelstahl-Einlage. In den Seiten befinden sich Chapagner-Kühler und Canapés. Wer will, kann alternativ die Kaviar-Ausführung mit zwei Kühlern für 30-Gramm-Dosen bestellen, zwei Perlmuttlöffel mit eloxierten Alumniumgriffen sind dann ebenfalls dabei. Für umgerechnet rund 42.240 Euro verkaufen Rolls-Royce-Händler die Truhe.

Alternativen für 42.240 Euro

Sie haben das Geld, wollen aber lieber etwas anderes kaufen? Kein Problem, wir wüssten ein paar automobile Alternativen. In einem davon lässt sich ebenfalls Champagner kühlen, in einem anderen der Champagner stilecht genießen. Nummer eins: Der BMW i3s kommt aus demselben Konzern, enthält ebenfalls Holz und Carbon und kostet fast das Gleiche: Mit 41.600 Euro steht das Elektroauto in der Liste und es lässt sich beim Laden sogar temperieren.

Nummer zwei: Der Pössl Campster. Das Campingmobil auf Basis des Citroën Spacetourer kostet mit dem 150-PS-Diesel exakt 39.999 Euro, die Kühlbox für 699 Euro geht extra. Dafür ist dann Platz für Champagner und Kaviar – in der Kiste und im Portemonnaie. Hinter den abgedunkelten Scheiben (200 Euro) lässt sich der Champagner sogar in „splendid isolation“ genießen – und das Volk sieht nichts. Wer den Kaviar im Aufstelldach löffelt, kann dabei sogar in die Ferne schauen.

Nummer drei: Mit einem Grundpreis von 41.614 Euro und seinem 184 PS starken Vierzylinder liegt das Mercedes C 200 T-Modell exakt an der Grenze zwischen Vernunft und Luxus. Luxus ist der Mercedes, weil ein Ford Focus Turnier die Familie für erheblich weniger Geld fast ebenso gut und schnell transportierte. Vernünftig ist er, weil es ja weder ein Sechszylinder noch eine E-Klasse ist. Champagner lässt sich im teppichbeschlagenen Laderaum (450 bis 1510 Liter) übrigens kistenweise transportieren.

Stilfrage: Pickup oder Rolls-Royce?

Nummer vier: Einen Sechszylinder und Platz für noch mehr Kisten Champagner hat der VW Amarok V6 TDI 4Motion. Der Pickup kostet 39.443 Euro und ist für jeden, der kein raumgreifendes Gewerbe betreibt, oder sogar in der Stadt wohnt, ein herrlich unvernünftiger Luxus. Das gilt in weitaus erheblicherem Maße für Alternative Nummer 5: Ein Rolls-Royce Corniche Cabrio übertrifft alle Alternativen zur Champagner-Truhe in Zylinderzahl und Exklusivität. Die Champagnertruhe schlägt ein offener Rolls-Royce selbst im Zustand 3 in raumgreifendem Auftreten, Stil und der verschwenderischen Verwendung von Holz, Leder und Metall um Längen.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/champagner-truhe-rolls-royce/