VW-Ärger mit Zulieferer — Prevent will 2 Milliarden Schadenersatz

VW hat schon länger Ärger mit Prevent, jetzt bereitet die Zulieferer-Gruppe eine Schadenersatz-Klage vor. Es geht laut Medienberichten um zwei Milliarden Euro. Zuvor hatte VW mehrere Aufträge fristlos gekündigt. Alle aktuellen Infos hier.

Die Automobilzulieferer-Gruppe Prevent bereitet nach Informationen der Süddeutschen Zeitung eine Klage gegen VW vor. Der Autohersteller habe kürzlich mehrere Aufträge fristlos gekündigt, schreibt die Zeitung weiter. Die Kündigung wolle der Zulieferer nicht hinnehmen. Die Zeitung zitiert einen Prevent-Sprecher, der bestätigt habe, dass eine Klage vorbereitet und in nächster Zeit eingereicht werde. Um wie viel Geld es geht, stehe noch nicht nicht fest, doch in der Branche sei von zwei Milliarden Euro die Rede, so der Bericht weiter.

Hinter der Firmengruppe Prevent steht die Familie Hastor – wenig zimperliche Investoren, die im August 2016 mit einem Zuliefererstreik VW-Werke zum Stillstand gebracht haben.

Zulieferer-Streit im August 2016

Der Streit zwischen Volkswagen und Prevent eskalierte im August 2016: Prevent-Tochterunternehmen hatten die Lieferung von Teilen unterbrochen, so dass bei VW in Emden, Wolfsburg und Zwickau die Produktion von Passat und Golf zurückgefahren und teilweise auch unterbrochen werden musste. In Emden wurde kurzgearbeitet. Nach 19 Stunden Verhandlung hatten sich VW und Prevent auf eine langfristige Partnerschaft geeinigt.

26.08.2016 – Ausfälle weitestgehend kompensiert

Nach der Einigung mit den Zulieferern konnte in den fünf Werken Wolfsburg, Zwickau, Kassel, Salzgitter und Braunschweig Kurzarbeit abgewendet werden, lediglich für das Werk Emden wurde Kurzarbeit beantragt. Den überwiegenden Teil der Ausfallzeiten will VW mit internen Flexibilisierungsmaßnahmen auffangen.

23.08.2016 – VW und Zulieferer legen Streit bei

Nach 19 Stunden Verhandlungen haben VW sowie Car Trim und ES Automobilguss ihren Streit beigelegt. Beide Parteien sollen nach Angaben der dpa eine langfristige Partnerschaft beschlossen haben. Die Lieferung von Teilen soll so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden.

23.08.2016 – Betriebsversammlung bei ES Automobilguss um 14 Uhr

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung sollen heute um 14 Uhr die 450 Mitarbeiter von ES Automobilguss während einer Betriebsversammlung von der Geschäftsführung erfahren, wie es im Streit mit VW weitergeht. Volkswagen und die Prevent-Gruppe haben am Montag mit Verhandlungen begonnen. Das Ergebnis ist noch offen. Gleichzeitig kritisieren Politiker die Pläne von VW, für den Produktionsausfall Kurzarbeitergeld zu beantragen. „Kurzarbeit ist keine Streikkasse für Unternehmen“, sagte der CDU-Politiker Karl Schiewerling der Süddeutschen Zeitung. Die Bundesregierung hatte die Verhandlungspartner am Montag zu einer schnellen Einigung aufgerufen.

22.8.2016 – 28.000 VW-Mitarbeiter sind betroffen
Wegen der Einschränkung der Produktion an einigen VW-Standorten sind nach Mitteilung von VW 28.000 Mitarbeiter betroffen. Für die 10.000 Beschäftigten im Stammwerk Wolfsburg, die dort den VW Golf produzieren, ist Kurzarbeit angemeldet worden. In Emden gilt bereits seit Donnerstag Kurzarbeit für 7.500 Mitarbeiter. Auch in Zwickau ruht ab sofort die Golf- und Passat-Montage. VW prüft zudem Kurzarbeit auch für die Standorte Braunschweig und Kassel.

22.8.2016 – Auch Daimler hat Ärger mit Prevent
Beim Landgericht in Braunschweig ist auch eine Millionenklage von Prevent gegen Daimler anhängig, das meldet die „Süddeutsche Zeitung“. Der Zulieferer fordere einen Ausgleich für Aufträge, die Daimler 2013 gekündigt hatte. Nach Angaben von Daimler ist der Streitwert nur von geringem Umfang.

21.8.2016 – Zulieferer fordern 58 Millionen Euro
Volkswagen und die Unternehmensgruppe Prevent verhandeln nach Informationen der Süddeutschen Zeitung aktuell über die Beilegung des Streits. Prevent fordert von VW insgesamt 58 Millionen Euro. Volkswagen hält die Summe für nicht plausibel. Am Montag sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.

19.8.2016 – Zuliefererstreit mit VW eskaliert

Weil ein Zulieferer keine Getriebeteile mehr liefert, kann VW vorerst keine Golf-Modelle mehr fertigen. Im Stammwerk ruht die Produktion für mehrere Tage. Nach Gerichtsangaben habe VW jetzt aber alle nötigen Voraussetzungen für die Herausgabe fehlender Teile erwirkt. Für beide Teilehersteller, die ihre Lieferungen laut VW-Angaben vertragswidrig gestoppt haben, liege eine einstweilige Verfügung vor, die aktuell „vollstreckbar“ sei. Das teilte das Landgericht Braunschweig am Freitag mit. Die Wirksamkeit der beiden Verfügungen greife bereits.

Den VW-Partnern drohen laut der Mitteilung Ordnungsgelder teils in Höhe von bis zu 250.000 Euro. Diese Strafe greife „für jeden Fall der Zuwiderhandlung gegen die Lieferverpflichtung“. In welchen zeitlichen Etappen diese Verpflichtungen bestehen, ging aus der Mitteilung indes nicht hervor. Auch „Ordnungshaft, zu vollziehen am Geschäftsführer der Verfügungsbeklagten“ nennt das Gericht als eine mögliche Folge.

Die Automobilwoche hatte zuvor berichtet, dass Aufgrund der Nachschub-Probleme, die durch den juristischen Streit mit zwei Zulieferern entstanden sind, die Golf-Fertigung für mehrere Tage gestoppt werden müsse. Einer internen Mitteilung zufolge hat Volkswagen seine Partner bereits darüber informiert, dass vom 20. bis zum 29. August keine Autos gebaut werden. Ein VW-Sprecher hat eine entsprechende Meldung von bild.de bestätigt. Die Hintergründe der Auseinandersetzung zwischen Volkswagen und zwei Zulieferbetrieben sind noch unklar.

Auch Passat-Fertigung stockt

Wie die Hannoversche Allgemeine berichtet, war bereits die Passat-Produktion in Emden ins Stocken geraten, weil ein Tochterunternehmen des Mischkonzerns Prevent keine Sitzbezüge mehr geliefert hatte. Jetzt hat ein weiteres Prevent-Tochterunternehmen offenbar die Lieferung eines wichtigen Getriebebauteils eingestellt. Ohne dieses Bauteil könne VW keine Getriebe ausliefern, wie ein Sprecher des Werkes in Kassel sagte, das auf die Fertigung von Getrieben spezialisiert ist. VW prüft demnach derzeit, ob dieses Teil auch von anderen Zulieferern bezogen werden kann.

In Emden hat VW schon für 7.200 Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt, womöglich muss der Konzern die Maßnahme noch massiv ausdehnen: Die Rede ist von mehr als 20.000 Mitarbeitern, die am Ende davon betroffen sein könnten. Auch für die Werke in Braunschweig, Kassel und Zwickau könnte demnächst Kurzarbeit gelten.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/aerger-mit-zulieferer-vw-streit/

Volvo S90 Ambience Concept — Limousine im Reich der Sinne

Mit dem Volvo S90 Ambience Concept zeigt der schwedische Autobauer Volvo wie sich die neue große Limousine speziell auf einen Einsatz als Chauffeurs-Limousine trimmen lässt. Premiere feiert das S90 Ambience Concept auf der Peking Auto Show.

China ist für den Volvo S90 der wichtigste Markt weltweit. Was liegt also näher, als die große Luxuslimousine noch spezieller auf die Wünsche der chinesischen Kunden zuzuschneiden. Mit dem S90 Ambience Concept fokussieren sich die Schweden auf den Kundenkreis, der sich gerne fahren lässt und dabei im Fond größtmöglichen Luxus genießen möchte.

Alles für den Fondpassagier

Entsprechend ist das Volvo S90 Ambience Concept, das auf dem langen S90 in der Top-Ausstattung Excellence aufbaut, konsequent als Dreisitzer ausgelegt. Vorne links sitzt der Chauffeur, der Bereich, der normalerweise dem Beifahrer zugeordnet ist, wird ganz dem rechten Fondpassagier zugeschlagen. Hier haben die Schweden eine vielfach elektrisch einstellbare Fußstütze verbaut, die dem Reisenden sogar eine Liegeposition ermöglicht. Natürlich ist auch der Fußraum in der Sitzposition mehr als üppig. Ebenfalls integriert ist ein großer ausklappbarer Screen.

Für ein umfassendes Wohlfühlambiente lässt sich über eine Smartphone-App eines von sieben Innenraumthemen wählen, das jeweils Licht, Duft und Audio-Klänge harmonisch aufeinander abstimmt. Am Fahrzeughimmel werden dabei unter anderen Nordlichter, Wälder, Seenlandschaften oder auch Regen dargestellt. Die passenden Klänge entströmen einer Bower- und Wilkins-Highend-Audioanlage während aus der Mittelkonsole passende Düfte ausströmen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/volvo-s90-ambience-concept-2018/

Roland Gumpert baut Elektro-Sportwagen mit Aiways — Beschleunigungswerte fast wie in der Formel 1

Der Architekt der Rallyesiege des Audi Quattro in den 80ern hat den Supersportwagen Apollo beerdigt. Zusammen mit dem chinesischen Start-Up Aiways will Gumpert jetzt einen neue Renner bauen – mit Elektrischem Allrad-Antrieb und 850 Kilometer Reichweite.

In einer Pressemitteilung heißt es, Gumpert habe in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner Aiways einen völlig neuen Supersportwagen entwickelt: In einer kleinen Manufaktur in Ingolstadt sei „ein 2-Way-eletric-car“ entstanden. Das elektrische Sportcoupé soll in 2,5 Sekunden von 0-100 beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h erreichen.

Trotzdem soll der Sportwagen 850 Kilometer weit kommen, im absoluten Sparmodus sogar 1200. Außerdem verspricht Gumpert, der Wagen sei in nur 3 Minuten nachgetankt. Es muss also mehr als eine Batterie im Fahrzeug sein – „2-Way-eletric-car“ heißt wohl, dass an Bord mittels eines Treibstoffes Strom erzeugt wird.

Der Strom versorgt vier Elektromotoren, die jedes Rad einzeln antreiben – klar, dass ein Auto von Roland Gumpert quasi Quattro-Antrieb haben muss. Das dürfte zumindest helfen, die irrwitzige Beschleunigung zu erreichen. Außerdem hilft ein elektrischer Allradantrieb mit der entsprechenden Regelung beim Fahrverhalten: Torque-Vectoring ist dann nur noch ein Frage der Software. Vom Allradantrieb abgesehen dürften für die enormen Fahleistungen aber auch etwa 600 PS nötig sein. Debütieren soll das Auto auf der Peking Auto-Show.

Der chinesische Partner Aiways wird dort übrigens auch sein erstes Modell vorstellen: einen rein elektrischen SUV namens U5 Ion.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/roland-gumpert-rg-nathalie-elektro-sportwagen-aiways-china/

auto motor und sport-Archiv — Alte Hefte digital durchsuchen!

Sie suchen einen alten Test in auto motor und sport? Dazu müssen Sie nicht in den Keller. Zwischengas.com digitalisiert alte auto motor und sport-Hefte. Das macht die Inhalte von 1946 bis zum Jahr 2000 digital durchsuchbar – nach ihrem Lieblingsoldtimer zum Beispiel.

Ja, alte Hefte sind toll! Sie erzählen von Zeiten, in denen wir jung waren, in der Sprache und den Biildern von damals. Autozeitschriften bieten zudem die beste Möglichkeit, zu verstehen, wie die Zeitgenossen von einst einen Oldtimer von heute einschätzten, wie es kommt, dass manche Autos heute legendär sind. Aber haben Sie noch eine auto motor und sport von 1969? Ja? Wissen Sie wo? Und in welchem Heft etwas über welches Auto steht? Nein? Dann haben wir was für Sie!

Das Suchen nach alten Inhalten wird jetzt dank moderner Methoden ganz einfach und bequem: zwischengas.com digitalisiert das Archiv von auto motor und sport. Heft für Heft. Und dann heißt es nicht wälzen und blättern, sondern Sie können quasi in alten Jahrgängen googlen. Zum Beispiel nach „Test Mercedes 230 SL“. Und dann das entsprechende Heft herunterladen. Dank faszinierender Scan-Technik lässt es sich auch auf Tablet oder Computer gut lesen. Und wenn Sie mehr als ein Heft aufheben wollen, braucht das auch nicht mehr Platz. Die Preise sind fair, der Weg in den Keller lohnt nicht mehr.

Ziel sind 55 Jahrgänge mit jeweils rund 26 Zeitschriften und Tausenden Seiten im direkten Zugriff. Doch zuvor müssen die ca. 250.000 Seiten digitalisiert werden. Nach dem Scannen müssen die Seiten manuell nachbearbeitet und der Text identifiziert werden. Dann erst werden die einzelnen Seiten im korrekten Zusammenhang auf zwischengas.com publiziert und indiziert, damit sie in Sekundenbruchteilen durchsucht werden können. Eine Arbeit von von Monaten.

Erste Ergebnisse können Sie bereits jetzt sehen. Denn ab sofort sind die Jahrgänge 1946 (damals hiess die Zeitschrift noch „Das Auto”) bis 1963 online auf zwischengas.com verfügbar. Um die Seiten gross anschauen und gut lesen zu können, ist eine Premium-Mitgliedschaft auf dem Oldtimer-Portal Zwischengas nötig, die aber nur einige Euro pro Jahr oder pro Monat weniger als eine Tasse Kaffee kostet.

Hier geht es zum ständig wachsenden Online-Zeitschriftenarchiv von zwischengas.com!

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/oldtimer/auto-motor-und-sport-archiv-alte-hefte-digital-durchsuchen/

Mercedes-AMG C 63 — Höhenverstellbare Federsysteme von H&R

Mit dem AMG C 63 bzw. C 63 S hat Mercedes ein Statement gesetzt. Noch mehr Performance für die Sportskanone verspricht das von H&R dafür entwickelte höhenverstellbare Federsystem (HVF), das penibel auf die Dämpfer des AMG RideControl Sportfahrwerks abgestimmt ist.

Trotz der stufenlosen Höhenverstellung bleiben die adaptiven AMG-Dämpfer erhalten und verbinden so das Beste aus zwei Welten. An der Vorderachse ermöglicht das H&R HVF-System eine variable Absenkung von 25- bis 40 Millimeter, hinten um 15- bis 30 Millimeter (Coupé VA 20-35mm, HA 30-45mm).

Der Fahrkomfort bewegt sich auch mit dem HVF-System auf Serienniveau, doch der tiefere Fahrzeugschwerpunkt sorgt für nochmals mehr Fahrdynamik. Zudem stehen die Serien-19-Zöller nun wie bei den DTM-Boliden tiefer im Radhaus. Der Bezug auf die Rennserie kommt nicht von ungefähr. Schließlich sind die Fahrwerksspezialisten von H&R seit vielen Jahren Technologiepartner des DTM-Teams HWA, das für Mercedes die Renneinsätze bestreitet.

Optional bietet H&R für die C 63 AMG-Modelle „Trak+“-Spurverbreiterungen aus hochzugfestem Aluminium an. Das gibt der starken C-Klasse eine noch individuellere Note und perfektioniert den prägnanten Auftritt.

Alle H&R Komponenten sind 100% Made in Germany und verfügen natürlich über die erforderlichen Teile-Gutachten.

Die HVF-Systeme sind nur über ausgesuchte H&R-Vertriebspartner erhältlich.

H&R Komponenten für Mercedes-AMG C 63 + C 63 S, Typ W 205 (Limousine, Kombi, Cabriolet):

Höhenverstellbare Sportfedersysteme, Artikelnummer: 23002-1

Tieferlegung VA: ca. 25-40 mm

Tieferlegung HA: ca. 15-30 mm

UVP: 778,00 Euro inkl. 19 % MWSt.

H&R Komponenten für Mercedes-AMG C 63 + C 63 S, Typ W 205 (Coupé):

Höhenverstellbare Sportfedersysteme, Artikelnummer: 23002-2

Tieferlegung VA: ca. 20-35 mm

Tieferlegung HA: ca. 30-45 mm

UVP: 778,00 Euro inkl. 19 % MWSt.

Trak+ Spurverbreiterungen (Limo / Kombi / Cabriolet / Coupé)

silber oder schwarz eloxiert, Breiten von 6 bis 30mm (Pro Achse)

UVP: ab 44,00 Euro inkl. 19% MwSt.

www.h-r.com

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/anzeige-h-und-r-mercedes-amg-c-63-2018/

Fahrbericht: Fiat 124 Spider eröffnet Cabrio-Saison 2018

Like ice in the sunshine – Kaum ist der Frühling erwacht, eröffnet Fiat die Cabrio-Saison und packt dafür seine neuen 124 Spider Cabriolets aus. Ziel des fröhlichen Testens: der Starnberger See. Doch die erste Tour des Tages ging in einem limitierten Fiat 500 Abart 695 los. Der Traum aller Kleinwagen-Liebhaberinnen mit dem Hang zum Bleifuß. Das Herz lachte und der Mitfahrer bremste beherzt vom Beifahrersitz mit. Während das Adrenalin noch fröhlich in den Adern pochte, tauchten am Starnberger See auch schon die ersten schnittigen Fiat 124 Spider Cabriolets auf. Noch vom letzten Jahr waren mir die schicken Flitzer gut in Erinnerung geblieben. Doch nun hat der italienische Autohersteller die Baureihen um zwei neue Modelle erweitert, da der erwartete Absatz „noch“ nicht zufriedenstellend war. Mutig, wo doch jeder eigentlich auf die neuesten SUVs aus sind.

Scharf und schärfer – Fiat 124 Spider S-Design und Abarth 124 GT

Mit zwei unterschiedlichen Ausprägungen desselben Fahrzeugkonzeptes versucht Fiat nun das Ruder herumzureissen und die Liebe zu „Oben ohne“ zu bestärken. Dank Hinterradantrieb und leistungsstarken Motoren präsentieren sich beide Cabriolets nun mit interessanten Unterschieden: Der eine mit elegant-sportlicher Note als stilistische Hommage an den 1966 präsentierten historischen Fiat 124 Sport Spider. Der andere tritt betont dynamisch auf mit Fahrleistungen, die im Segment Maßstäbe setzen – so wie es stets die Strategie der Marke Abarth war. Pünktlich zum Start der Cabrio-Saison 2018 schickt Fiat nun also den neuen Fiat 124 Spider S-Design und seinen grimmigen Bruder, den Fiat 124 Spider Abarth 124 GT, ins Rennen.

Basierend auf der Ausstattungsvariante Lusso, zeichnet sich der neue Fiat 124 Spider S-Design durch eine erweiterte Serienausstattung sowie zahlreiche exklusive Exterieurdetails aus. Zur erweiterten Serienausstattung gehören unter anderem LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht-Technologie, Infotainmentsystem Fiat Connect mit 7,0 Zoll Bildschirmdiagonale (17,8 Zentimeter), Soundanlage von Bose®, Lederlenkrad sowie Sportsitze, die mit einer Kombination aus Leder und hochwertiger Ledernachbildung bezogen sind. Was den Motor betrifft, so pocht unter der Motorhaube ein starker 1,4-Liter-Turbo-Benziner, der 103 kW (140 PS) leistet. Ob Vierzylinder-Triebwerk mit Sechsgang-Handschaltung oder Automatikgetriebe: Der italienische Roadster beschleunigt aus dem Stand auf Tempo 100 in 7,5 Sekunden (7,6). 

Aussen Hui, unter der Motorhaube noch mehr Hui

Der Fiat 124 Spider Abarth GT kommt mit etwas mehr Dampf daher. Der Vierzylinder-Turbomotor produziert aus 1,4 Litern Hubraum starke 125 kW (170 PS). Das Triebwerk kann kombiniert werden mit Sechsgang-Handschaltung oder Sechsstufen-Sportautomatik, die auch manuelle Gangwechsel zulässt. Der Abarth 124 GT beschleunigt mit Handschaltung in nur 6,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h. Wer ein noch ein bisschen mehr in die Sitze gedrückt werden will, darf sich gern die leistungsstärkere Variante im Programm – den Abarth 124 R-GT – zu Gemüte führen. Das von einem 1,8-Liter-Turbomotor mit rund 220 kW (300 PS) Leistung angetriebene Coupé ist nach den internationalen Regeln der Kategorie FIA R-GT aufgebaut und damit bei allen Rallyes bis zur Weltmeisterschaft startberechtigt. Ebenfalls mit einem Hardtop ausgerüstet wird das Fahrzeug rennfertig ausgeliefert, inklusive Sicherheitszelle, Schalensitzen, Hosenträgergurten und weiteren Komponenten, die im Rallyesport unverzichtbar sind.

Die besondere Lackierung „Alpi Orientali Grau“, die 17-Zoll-Leichtmetallräder von OZ, die Dual-Mode-Abgasanlage „Record Monza“ sowie Frontspoiler und Außenspiegelkappen in Grau sorgen für ein markantes Auftreten. Auf Wunsch ist die Motorhaube mattschwarz lackiert – genau wie bei der Rallyesportikone Fiat 124 Abarth. Für das entspannte Cabrio-Wetter um den Starnberger See genehmigten wir uns einen Fiat 124 Spider S-Design in „Italia Blau“. La dolce Vita in Bayern. So lässt sich leben. Die kurze Tour „oben ohne“ verschaffte mir auch einen sonnengeküssten Teint. Teilweise fiel der Kuss aber etwas kräftiger aus, was sich erst am nächsten Tag bemerkbar machte. So kurz nach den winterlichen Ostertagen packt man nicht unbedingt die Sonnencreme LSF 30 aus. Ein kleiner Fehler, wie sich herausstellte.

Fazit: Der verschönerte Fiat 124 Spider als auch der leistungsstärkere Fiat 124 Spider Abarth versprechen Sportlichkeit und gepflegten Fahrspaß kombiniert mit klassisch-schönem Retro-Design und Funktionalität. Hier bekommt man jede Menge Roadster-Fun für wenig Geld. DasFahrverhalten hat sich zu letztem Jahr nicht verändert: sowohl bei einem flotteren Fahrstil als auch beim entspannten cruisen zeigt sich der Fiat 124 Spider souverän und komfortabel. Einzig die Pedale sind eher was für den schmalen Fuß.

Neuer Porsche 911 Turbo (2019) — Alle Infos und Daten zum 992 als Turbo

Porsche bringt den 911 als Generation 992 noch 2018 auf den Markt. Es folgen die weiteren Ausbaustufen des Elfers: Nun hat unser Erlkönig-Jäger den neuen Porsche 911 Turbo erwischt. Der Top-Elfer wird 2019 auf den Markt kommen.

Aktuell testen die Zuffenhausener den 911 Turbo auf dem Nürburgring – und dort gehört das Gerät auch hin. Schließlich wird er im Heck zwar nach wie vor den 3,8 Liter großen Biturbo-Boxer haben, allerdings kommt das Aggregat auf gut 600 PS und in der S-Version sogar rund auf 640 PS Leistung. Was ist sonst noch gesetzt? Klar, Allradantrieb und Hinterachslenkung.

Neuer Porsche 911 Turbo wieder mit großem Spoiler

Auch wird der 911 Turbo in der Breite abermals zulegen. Der erwischte Prototyp trägt zusätzliche Radlaufverbreiterungen an beiden Achsen und ist damit nochmals deutlich breiter als der normale Elfer.

Klar zu erkennen am Erlkönig sind auch die vergrößerte Bremsanlage, die neuen, breiteren Felgen an der Hinterachse und natürlich die Lufteinlässe vor den hinteren Radläufen. Was bei den ersten Erlkönigen noch fehlte, war der große, Turbo-typische Heckspoiler. Der ist nun auf den neuesten Fotos sehr gut zu erkennen. Bei niedriger Geschwindigkeit ruht er auf dem kleinen Bürzel, geht der Fahrer aufs Gas, fährt der Spoiler einige Zentimeter aus und sorgt für Anpressdruck.

LED-Lichtband am Heck

Wie beim zivilen Elfer zeigt sich am Heck auch beim Turbo das schmale LED-Band – turbo-typisch sind auch die eckigen Auspuffendrohre, die leicht gen Mitte gerückt sind. Natürlich verfügt das Modell auch wieder über die charakteristischen Lufteinlässe vor den hinteren Radläufen.

Der neue Porsche 911 Turbo und der Turbo S werden Anfang 2019 auf den Markt kommen. Später kommen noch die beiden Cabrio-Versionen dazu. Aktuell stehen die geschlossenen Modell mit 176.930 Euro beziehungsweise mit 205.133 Euro in der Preisliste. Der Aufpreis für die neue Generation dürfte schon im fünfstelligen Bereich liegen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/erlkoenig/porsche-911-turbo-992-2019-motordaten-marktstart-bilder-preis/

Lamborghini Countach LP 5000 QV, Turbo S, LP 400 — V12-Sportwagen für junge Damen

Lamborghini Countach-Treffen: Endlich ist auf dem Highway mal wieder die Hölle los. Fürs nächste Cannonball-Rennen suchen zwei Grazien nach geeignetem Sportgerät. Drei schwarze Lamborghini Countach-Kampfstiere treten zum Showdown an.

Der Mensch neigt zur Verklärung. Nicht nur, dass er die Schulzeit nachträglich zum launigen Landschulheimaufenthalt umdekoriert, auch die Pubertät wird später rosa eingefärbt. Klar war das damals alles furchtbar aufregend, aber das sind Wurzelbehandlungen beim Zahnarzt auch. Doch an den Lamborghini Countach erinnert man sich nicht mit Schrecken und Kieferschmerzen, sondern meist mit einem breiten Lächeln.

Im Autoquartett macht er alle platt

Wenn Farah Fawcett im vor gar nicht so langer Zeit erworbenen Farbfernseher ihr Strahlegebiss zeigte und ihre güldene Mähne schüttelte, wurde einem irgendwie anders. Noch schwummriger machte uns Adrienne Barbeau, die einen Reißverschluss bediente, worunter etwas zum Vorschein kam, mit dem man Strafzettel abwehren konnte. Es ist aber nicht abschließend zu klären, ob das wüste Wummern hinter dem eigenen Brustbein eher vom Dekolleté der Darstellerin herrührte oder von ihrem Untersatz. Den Lamborghini Countach fand vielleicht nicht jeder schön, aber beeindruckend war der schärfste Keil in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit allemal. Von klein auf wussten wir, dass sich mit zwölf Zylindern und 375 PS beim Autoquartett nahezu alles plattmachen ließ. Die Chronisten streiten sich, ob es ein Bertone-Mitarbeiter oder Designer Marcello Gandini oder gar Firmengründer Ferruccio Lamborghini selbst war. Jedenfalls soll einer der Besagten beim Anblick des ersten Prototypen seiner montesischen Umgangssprache freien Lauf gelassen und „Countach!“ ausgerufen haben, was nicht mehr und nicht weniger als „Donnerwetter, geil“ heißt.

Wenn ein Lamborghini Countach geil ist, was sind dann drei? Zur immer noch auftretenden Reizüberflutung tragen auch Laura und Patrizia bei. Stellen wir uns vor, es wäre wieder Cannonball, es gäbe wieder eine Million Dollar Preisgeld für die schnellste Durchquerung Amerikas von Connecticut nach Kalifornien. Womit sollte man fahren?

Schwarzer Lack und wildes Leder

Laura würde sich vom Preisgeld ein Designer-Haus bauen lassen. Sie mag es puristisch und erwärmt sich für das Lamborghini Countach-Urgestein LP 400. Nachdem der Motor des Fünfliter-Prototypen nie zuverlässig lief, kam der erste Serien-Countach 1974 mit einem Vierliter-V12 auf die Straßen. Die Urform der Karosserie war bis auf die zwei aufgesetzten Kühlschächte hinter den Seitenfenstern noch unverfälscht.

Nicht nur die zwei Damen sind eine Augenweide, auch der Lamborghini Countach ist eine Beauty-Queen, die schon beim Schönheitswettbewerb im kalifornischen Pebble Beach für Aufsehen sorgte. Der Meister signierte sein Kunstwerk nachträglich. Gandini hinterließ auf dem Wildleder- Instrumentenbrett sein Autogramm. Am Anfang fehlte die optische Wucht. Der LP 400 war vor allem schlank. Die Räder muten heute an wie Winterbereifung. Mit 205 Millimetern vorn und 215 hinten lebte der Ur-Countach auf schlankem Fuß.

Heckflügel und dicke Backen

Der runtergerüstete Motor riss aber auch noch nicht so an den Antriebswellen wie später. Für Laura ist das erst mal sekundär. Die 20-Jährige ist nach fünfminütiger Fotofahrt aus dem Klassiker kaum mehr herauszukomplimentieren. Patrizia mag es markanter. Die dicken Backen des Quattrovalvole haben es der 26-Jährigen angetan und noch mehr der Heckflügel. Beides hatte der finanzklamme Lamborghini dem kanadischen Multimillionär Walter Wolf zu verdanken.

Als 4000 S mit Vierliter-Motor ist er der Star in der Hollywood-Komödie „Auf dem Highway ist die Hölle los“, die den Produzenten reichlich Geld und manchem Darsteller eine Goldene Himbeere für die schlechteste Leistung einbrachte. Mittlerweile waren die Hinterräder des Lamborghini Countach auf standesgemäße 345 Millimeter angeschwollen. 1985 erhielt der 60-Grad-V12 einen Vierventil-Kopf. Die Leistung lag bei 455 PS, die Höchstgeschwindigkeit bei 297 Kilometer pro Stunde. Damit kann man sich sehen lassen, allerdings weniger mit den hinteren Kotflügeln, die als Spiegel unterhalb der Hüften ziemlich auftragen. „Guck mal, ich habe ganz kurze Beine“, sagt Patrizia schockiert. Zu pretiös ist ihr auch das Interieur. Das kurze Schwarze als Außenhaut kommt bei den Damen gut an, die rote Lederunterwäsche nur bei Laura: „Ist doch ein schöner Kontrast.“ Patrizia hat sofort realisiert, dass sich das Gestühl des Quattrovalvole mit ihrem Catsuit in Rot-Metallic beißt und bestimmt: „Schwarz!“

Countach schießt Flammen aus dem Heck

Das lenkt den Blick auf den Dritten im Bunde, der sogar Schwarz in den Felgen trägt. Die Räder sind von weitem das markanteste Merkmal einer der größten Raritäten der Sportwagenwelt. Der Schriftzug auf den Flanken lautet: Turbo. Einen Lamborghini Countach Turbo hat es offiziell nie gegeben – oder doch? Zu Beginn der Achtziger überredete der Schweizer Lamborghini-Händler Max Bobnar die Lamborghini-Führung zu diesem Experiment. Der österreichische Aufladungs-Spezialist Franz Albert machte sich in Wörgl an den Bau eines Prototypen. Dem Erstlingswerk drückte es vor lauter Druck regelmäßig die Schwimmer der sechs Doppelvergaser zusammen. Aus dem Heck schossen meterlange Flammen. Das schwarze Geschoss, in das sich Laura gleiten lässt, ist der extremste Lambo, der je geschaffen wurde und der einzige echte Überlebende der von 1982 bis 1986 kurz aufflammenden Turbo-Ära der Marke mit dem Stier, die wegen eines Notverkaufs des Unternehmens an Chrysler und dem Modellwechsel zum Diablo sang- und klanglos begraben wurde.

In der Ferrari-Sammlung eines Dänen immer irgendwie ein Fremdkörper, spürte ein Schweizer Lambo-Infizierter das rare Stück auf und erzählte Dietmar Götz davon. Der Unternehmer aus Oberschwaben hat sich schon lange alten Sportwagen verschrieben und produziert mit seiner Firma „Klima Lounge“ klimatisierte Garagen zum Erhalt automobiler Klassiker. Götz fuhr einen Diablo, erlag dem Augenaufschlag des Miura, und verfiel schließlich dem Lamborghini Countach.

Tacho bis 425, doch schon bei 333 km/h ist Schluss

Auf der Jagd nach seltenen Exemplaren reiste er um die halbe Welt. Den Turbo ließ er am 8. Dezember 2007 zu. Seit dem schwört er: „Der schönste Tag meines Lebens.“ Laura streichelt das schwarze Leder und fragt zum zweiten Mal: „Wie viele PS hat der?“ In der braven Variante mit 0,8 bar Ladedruck waren es immerhin um die 600, Patrizias lange Fingernägel umschließen das schwarze Rädchen neben dem Lenkrad. Wenn sie bis zum Anschlag dreht, pusten Ladeluft-Kästen über dem 4,8-Liter-Zwölfzylinder thronen, 1,5 bar durch die Ansaugkanäle. Sprit liefern sechs aufwändig synchronisierte Doppelvergaser. 748 Pferdestärken entwickelt das Monstrum des Lamborghini Countach Turbo im Ernstfall. Der Tacho reicht bis 425, das ist übelste Hochstapelei, aber die versprochenen 333 km/h Topspeed hätten dennoch gereicht, um alles, was 1986 über Autobahnen und Highways düste, allenfalls am Auspuff schnüffeln zu lassen.

Klassische Linienführung hin oder her, das beeindruckt auch Laura. Schließlich tritt man nur in zweiter Linie an, um eine gute Figur zu machen. Es gilt, ein Rennen zu gewinnen. Und wo wir gerade beim Auspuff sind, da verwöhnt der Vierliter im Lamborghini Countach LP 400 die Ohren der Damen mit einer erstaunlich fein abgestimmten Symphonie aus zwölf über drei Jahrzehnte gereiften Explosionsinstrumenten – es fehlt aber ein bisschen an Krach.

„Ich weiß nicht, der klingt so normal“, bekrittelt Laura. Dann schon eher das blecherne Räuspern des bösen Drachens mit den zwei Turboladern. Laura schwärmt: „Das klingt so metallisch.“ Als Favorit in der Akustikwertung ist eigentlich der Vierventiler-Sauger angetreten. Im Gegensatz zur Serie wurde bei der Larini-Auspuffanlage aller überflüssige Widerstand aus den Endrohren entfernt. Das Resultat ist höllisches Gebrüll „Der ist böse“, meint Laura beeindruckt, fügt aber an: „Der Turbo fliegt mehr.“ Und darum geht es ja schließlich beim Cannonball – der Konkurrenz davonzufliegen. Ein Lamborghini Countach ist das richtige Gerät dafür.

Patrizia würde vom Preisgeld gern selbst eine Sportwagensammlung anlegen – mindestens ein Lamborghini Countach wäre dann natürlich Pflicht. Sie zieht den Reißverschluss ihres hautengen Fummels hoch und die Klettverschlüsse der Lederhandschuhe zu. Die Entscheidung ist gefallen. „Turbo“, lautet die Kampfparole. Dass die in aggressiv roter Warnfarbe gewandete Blondine das Steuer übernimmt, ist für Laura kein Problem. „Da kann ich schön die Landschaft genießen“, spricht der Schmollmund unter der braunen Mähne. Patrizia rückt die Sonnebrille zurecht und bürstet sich innerlich auf Krawall: „Langsam genießen? Vergiss es!“

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/lamborghini-countach-lp-5000-turbo-s-lp-400-bullen/

Stromladen bei Elektroautos — Eine Softwarelösung für einfaches Aufladen

Das Reisen mit dem Elektroauto soll und muss einfacher werden. Die Berliner Firma Hubject hat mit ihrem Plug&Charge-System einen vielverversprechenden Ansatz in den Ring geworfen.

Eine schneller voranschreitende Verbreitung von Elektroautos hat nicht nur in den teilweise langen Lieferzeiten der entsprechenden Modelle oder der Anzahl von Ladepunkten seine Gründe. Potenzielle Kunden sind oftmals auch vom immer noch vorherrschenden Flickenteppich in Deutschland abgeschreckt.

Um ein Elektroauto aufladen zu können, benötigt man oftmals einen Vertrag mit einem Energieanbieter oder eine entsprechende Karte, um an einer Ladesäule Strom zu zapfen. Eine Reise mit dem Elektroauto von Hamburg nach Berlin könnte schon daran scheitern.

Roaming für Elektroautos

Das Berliner Unternehmen Hubject setzt mit seinem eRoaming genannten Produkt genau hier an. Der Begriff Roaming ist aus dem Mobilfunk entnommen, wo er für die Nutzung anderer Netze im Ausland verwendet wird.

Unternehmensangaben zufolge sind über 61.000 Ladepunkte auf drei Kontinenten an die offene Hubject-Plattform angeschlossen. 300 Partner arbeiten mit Hubject, dazu zählen unter anderem Energieversorger und Anbieter von Car Sharing. Bestandteil ist ein digitales Zertifikat im Fahrzeug. Damit kann ein gesicherter Datenaustausch zwischen dem Elektroauto und der Ladesäule stattfinden. Das Auto wird also erkannt und kann aufgeladen werden. Auch der Bezahlvorgang erfolgt vollautomatisch. Der Fahrer muss also nicht vor Ort bezahlen, sondern bekommt eine Gesamtabrechnung.

Daimler, BMW und VW sind Anteilseigner

„Plug & Charge“, auf Deutsch; „Hineinstecken und Laden“, nennt sich dieses einfache System, das den Besitzern und Fahrern von Elektroautos das mobile Leben stark erleichtern soll.

Daimler baut das Hubject-System bereits in die elektrisch angetriebenen Varianten von Smart Fortwo und Forfour ein. Nicht ohne Grund: Bereits seit dem Jahr 2012 ist der Daimler-Konzern als Gesellschafter bei Hubject an Bord. Neben den Stuttgartern zählen auch BMW und Volkswagen, der Zulieferer Bosch und die Energieunternehmen Innogy und EnBW zu den Anteilseignern von Hubject.

Der Pilotversuch ist abgeschlossen, jetzt bereiten die Unternehmen den Roll-Out des Systems vor. Auch andere Autohersteller sollen dafür gewonnen werden, Plug&Charge in ihre Elektroautos einzubauen. Einen Zeitplan für den weltweiten Marktstart geben aber weder Daimler noch Hubject bekannt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/daimler-elektroautos-ladeloesung/

Byton zeigt sich erstmals in Europa — Das Handelskonzept der Elektroauto-Marke

Nicht etwa eine Automesse wie den Genfer Salon im März, sondern die Milan Design Week hat sich Byton für die Europapremiere der Marke und des ersten Modells ausgesucht. Auch das Handelskonzept wird präsentiert.

Auf der Milan Design Week zeigt Byton nicht nur erstmals das Konzeptauto des kommenden Elektro-SUV erstmals in Europa, sondern präsentiert auch das Gestaltungskonzept künftiger Niederlassungen der Marke. Die Byton Brand Stores, die das Unternehmen in Innenstadtlagen gemeinsam mit Handelspartnern eröffnen will, sollen dem eigenen Anspruch nach „mit einem konventionellen Autohaus so viel gemeinsam haben wie ein modernes Elektroauto mit einer Dampfmaschine.“

Dampfen dürfte es in den Byton-Läden aber durchaus. Man möchte dort nämlich nicht nur eine reine Beratungs- und Verkaufsplattform bieten, sondern die Kunden zum Verweilen einladen. Da gehört mindestens eine gute Kaffeemaschine dazu. Einen ähnlichen Weg gehen heute schon Premiummarken wie Maserati, Mercedes-Benz und Jaguar, aber auch Opel mit einem Pilotprojekt in einem Kaufhaus.

Byton will Kunden eine gute Zeit geben

Auch Byton möchte Besuchern der Brand Stores nicht einfach nur ein Auto zeigen. Henrik Wenders, Marketingchef bei Byton, erklärt: „Der Kunde soll eine “enjoyable time„ erleben und in Themenwelten eintauchen, in denen Byton zuhause ist – zum Beispiel die Vorstellung von neuartigen Produkten und Services in einer immer digitaler werdenden Welt.“

Zwischen 500 und 1.000 Quadratmeter sollen die künftigen Erlebnistempel für die Elektroautomarke werden. Ende 2018 soll in der chinesischen Metropole Shanghai die erste Niederlassung ihre Pforten öffnen. Immerhin ein Jahr vor dem Verkaufsstart auf dem dortigen Heimatmarkt. 2020 will Byton auch in den USA und in Europa die ersten Autos verkaufen. Schon vorher dürften dann die ersten Brand Stores potenzielle Kunden einladen, um Auto und Marke zu erklären.

Das Elektroauto als Smart Device

Gesprächsbedarf wird es geben. Byton sieht das Auto nämlich vor allem als „Smart Device“, also als mobiles Endgerät. Der Kunde soll sich auf das digitale Ökosystem der Marke namens „Byton Life“ einlassen. Dann können die elektronischen Helferlein am Auto die Türen öffnen, wenn sie den berechtigten Fahrer anhand von Kameras erkennen, Infotainment und Sitzposition auf ihn einstellen, aber auch aktuell laufende Musik nach der Ankunft im vernetzten Smart Home weiterlaufen lassen. Das funktioniert natürlich auch anders herum, wenn das Kind beispielsweise einen Film, den es gerade auf dem Tablet schaut, einfach im Auto weitersehen kann.

Auf der CES Asia (Consumer Electronics Show), die im Juni 2018 in Shanghai stattfindet, wird Byton übrigens die Studie für ein weiteres Modell der Marke präsentieren. Dann dürfte auch der Modellname des bislang schlicht als Byton Concept bezeichneten Elektro-SUV bekanntgegeben werden.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/byton-europapremiere-brand-stores/

Neues BMW-Cockpit „Operating System 7.0” — Digital-Anzeige für X5, 3er, 8er und Co.

BMW bietet in Zukunft mit dem Anzeige- und Bedien-System „Operating System 7.0“ ein digitales Cockpit an. Was schon Volkswagen (Digital Cockpit) und Mercedes (MBUX) bis hinunter zur Kompaktklasse in Serie bringt, bringt BMW zunächst im neuen BMW X5.

Es folgen BMW Z4, BMW 3er, dem neuen BMW 8er sowie im BMW 7er-Facelift und X7. Einen ersten Ausblick auf das neue Cockpit zeigte schon die Studie Concept X7.

BMW-Cockpit mit diversen Anzeige-Optionen

Auf den ersten Darstellungen zeigt uns BMW, wie die neue Cockpitgestaltung aussieht. In einem rechteckigen Display bilden die Tacho- und Drehzahlbänder mit Skalierung die virtuelle Klammer im Cockpit. Daneben sind klein Kühlertemperatur und Tankanzeige untergebracht. Navigationsinhalte können dazwischen dargestellt, weitere Detailelemente zudem vergrößert angezeigt werden.

Im Sportmodus, rot unterlegt, sind Drehzahlbereiche und Gangwahl herausgezoomt. Die Eco-Darstellung in Blau zeigt zum Beispiel, wie spritsparend der Fahrer auf seine Fahr-Route unterwegs ist. Das Ziel der BMW-Entwickler war, die Bedienung intuitiv und die Anzeigen personalisiert auszuführen.

Direkt neben dem Cockpitbildschirm schließt sich übergangslos ein weiteres Control Display für die Steuerung von Infotainment- und Komfortanzeigen an. Die Einstellungen auf den zehn frei konfigurierbaren Hauptseiten mit bis zu vier Kacheln ändert der Fahrer zukünftig per iDrive-Controller oder per Sprach-, Gesten und Touch-Steuerung. Eine flache Menüstruktur soll dabei zusätzlich die Bedienung vereinfachen. Die Anzeigen sollen in Echtzeit erfolgen.

Neue Warnhinweise an 2018

Des Weiteren verbessert BMW noch 2018 seine Gefahrenwarnungen im Fahrzeug. Bereits seit zwei Jahren sind optional BMW-Fahrzeuge vernetzt und erhalten Hinweise zur Witterung oder zu Pannenfahrzeugen. Jetzt sollen Echtzeit-Staumeldungen anhand von Gefahrenbremsungen oder Aufforderungen der Polizei zum Bilden einer Rettungsgasse möglich sein.

Sobald der Mobilfunkstandard G5 kommerziell verfügbar ist, bietet BMW diesen dann auch in seinen Fahrzeuge an, um bessere Datentransfers und Fahrzeugvernetzung möglich zu machen. Außerdem setzen die Bayern auf Künstliche Intelligenz für die Systeme, die das autonome Fahren möglich machen und die besonders komplexe Situationen des innerstädtischen Verkehrs sicher meistern können.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/bmw-cockpit-operating-system-7-0-infos-bilder-funktionen/

Cadillac-Chef Johan de Nysschen tritt zurück — Differenzen bei Neuausrichtung der Traditionsmarke

Seit August 2014 leitete Johan de Nysschen GMs Nobeltochter Cadillac, jetzt schmeißt der gebürtige Südafrikaner hin. Als Grund stehen „strategische Differenzen“ mit anderen Managern im Raum. De Nysschen hatte bereits viele Veränderungen angestoßen.

Er sammelte Erfahrungen bei BMW, als Chef von Audi-Amerika und als Infiniti-Boss: Jetzt verlässt Cadillac-Chef Johan de Nysschen GM. Der 58-Jährige war vor vier Jahren angetreten, frischen Wind in die Premiummarke zu bringen und sie weltweit erfolgreicher zu machen. Aktuell stellt sich Cadillacs Mutter GM neu auf – de Nysschen kommentiert dies gegenüber der Finanznachrichtenagentur Bloomberg mit „Wir sind uns einig, dass wir uns uneinig sind.“ Der Manager führt „philosophische Gegensätze“ ins Feld.

GM-Präsident Dan Ammann sagte zu de Nysschens Weggang: „Wir schätzen die Bemühungen Johans während der letzten vier Jahre, Cadillac auf ein stärkeres Fundament zu stellen.“ Auf dem chinesischen Markt konnte Cadillac ein enormes Wachstum hinlegen, auf dem heimischen US-Markt verlor die Marke aber Boden gegenüber der deutschen Premium-Konkurrenz aus Mercedes, BMW und Audi. Auf dem deutschen Markt ist Cadillac zwar ein Nischenanbieter, aber immerhin die einzige GM-Marke, die eine größere Modellpalette im Programm hat. General Motors ist hierzulande noch mit drei Ausführungen der Corvette (Stingray, Grand Sport und Z06) sowie dem Chevrolet Camaro als Coupé und Cabrio vertreten.

Viele Veränderungen angestoßen

Johan de Nysschen tat viel, um Cadillac wieder in die Spur zu bringen. So verlegte er den Cadillac-Hauptsitz von dem als Stadt seit Jahrzehnten schwer angeschlagenen Detroit ins pulsierende New York, um der Cadillac-Kundschaft näher zu sein. Außerdem erhöhte er die Preise, um den Premiumanspruch der Marke zu unterstreichen. Dies führte allerdings zum einem Rückgang bei den US-Verkaufszahlen. Beim Thema SUV ist Cadillac spät dran: sehr lange hielten die Amerikaner am rasant wegbrechenden Limousinen-Markt fest. Aktuell haben sie mit dem XT5 und dem Escalade nur zwei SUV im Programm – im Herbst diesen Jahres kommt der XT4 als Kompakt-SUV in den USA auf den Markt, außerdem ist ein weiteren großen SUV mit drei Sitzreihen geplant. Die Limousinen-Baureihen ATS und CTS verschmelzen zu einer einzigen Baureihe.

Die Konkurrenz aus Deutschland ist mit ihrem SUV-Angebot in den USA wesentlich besser aufgestellt: Audi hat mit dem A4 allroad einen Crossover und mit Q3, Q5 und Q7 drei SUV im Angebot, der Q8 gesellt sich Mitte diesen Jahres dazu. BMW punktet mit sechs SUV (X1 bis X6) und bringt 2019 den X7. Mercedes hat mit GLA, GLC, GLC Coupé, GLE, GLE Coupé und GLS ebenfalls sechs SUV im US-Programm, hinzu kommt die auch in Amerika beliebte und jetzt in einer neuer Generation antretende G-Klasse.

Neuer V8-Downsizing-Motor entwickelt

De Nysschen setzte auch auf sportlichere Modelle mit modernen Motoren. Die V-Varianten haben aktuell einen kompressorgeladenen 6,2-Liter-V8 mit 649 PS unter der Haube. Damit übertrumpfen Cadillacs V-Versionen leistungsmäßig ihre deutschen Konkurrenten – verfangen hat dies anscheinend nur bei der chinesischen Kundschaft. Als Nachfolger des 6,2-Liter-Motors steht ein Downsizing-V8 mit 4,2 Litern Hubraum kurz vor der Markteinführung. Gekoppelt ist dieses Aggregat an eine Zehngang-Automatik.

Möglicherweise hielt de Nysschen aus GM-Sicht zu lange an Cadillacs Limousinen-Tradition fest. Der bisherige GM-Kanada-Chef Steve Carlisle tritt die Nachfolger von de Nysschen an. Der 56-jährige Kanadier fing 1982 als Student bei General Motors an.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/cadillac-chef-johan-de-nysschen-ruecktritt-2018/

Porsche 917-037 — Werks-Rennwagen für den Straßenverkehr

Claudio Roddaro, ein Rennfahrer aus Monaco, fährt seinen Porsche 917-037 im Straßenverkehr. Bis der Werks-Rennwagen eine Straßenzulassung erhielt, waren einige Hürden zu überwinden. Der Auftritt des Sportwagens ist auch 50 Jahre nach seiner Präsentation spektakulär, der Antritt brachial.

Claudio Roddaro, ein junger monegassischer Amateur-Rennfahrer und Sammler klassischer Porsche, besitzt und fährt vermutlich den einzigen für die Straße zugelassenen Porsche 917. Der Rennwagen ist laut Porsche zu 95 Prozent original und entspricht jenem Auto, das der italienische Adlige Graf Rossi besessen hat. Rossi hatte mit der Vermittlung von Martini als Porsche-Sponsor und der Straßenzulassung für seinen silbernen 917 zwei ungewöhnliche Dinge geschafft.

Der originalste Porsche 917 der Welt

Rossis 917-030 war die Vorlage und das Vorbild für Roddaros Plan, seinen 917-037 für den Straßenverkehr zuzulassen. Der Beweis, dass sein 037 dem 030 entspricht, war gar nicht so leicht zu führen. Denn seit den 70er-Jahren war der Sportwagen durch mehrere Hände gegangen. Ende der 70er kaufte der Stuttgarter Karosseriehersteller Baur das unfertige Chassis, machte es aber nicht fertig. Ende der 70er ging Nummer 037 zu einem Sammler in die USA. Der gab es zur Fertigstellung Carl Thompson von Gunnar Racing in Long Beach. Das Debüt dauerte allerdings: „Erst im April 2004, mehr als 30 Jahre nach Produktionsbeginn, kam 917-037 bei der Rennsport Reunion in Daytona zu seinem mehr als überfälligen Debüt in der Öffentlichkeit“, erklärt Porsche auf seiner Medien-Website.

Porsche hatte das Auto immer im Blick und konnte den neuen Besitzern eine Chassis-Plakette geben: Der Beweis, dass dieser 917-037 das Original ist! Laut Hersteller ist es außerdem „der originalgetreueste 917 der Welt“. Weil das Auto nie Rennen fuhr und nicht beschädigt wurde, besteht es zu 95 Prozent aus Originalteilen.

Leistungsgewicht: 1 PS pro Kilo

Dass der Wagen original ist und einem 917 entspricht, der eine Straßenzulassung hatte, ist zwar wichtig – wenn nicht gar entscheidend – für Roddaros Plan, seinen 917-037 auf die Straße zu bringen. Einen Behörden-Marathon mit turmhohen Papierstapeln hatte er dennoch zu bewältigen. Die Behörden prüften zwei Monate lang zahlreiche Unterlagen, bis sie zum Schluss alles genehmigten und zwei Nummernschilder ausgaben. Seither schreckt 649X die Monegassen auf.

Der mittig eingebaute und luftgekühlte 4,9-Liter-Zwölfzylinder-Boxer leistet gut 600 PS – nach heutigen Maßstäben gar nicht mal so spektakulär. Doch die 600 PS treffen auf 600 Kilogramm Leergewicht. Das Leistungsgewicht entspricht mit 1.000 PS pro Tonne dem eines sehr schnellen Motorrads. Zusammen mit der Martini-Beklebung des silbernen Rennwagens sorgt das für einen spektakulären Auftritt. Selbst in Monaco.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/porsche-917-037-rennwagen/

China öffnet seinen Automobilmarkt — Überraschendes Signal während US-Handelskrieg

Während zwischen den USA und China Spannungen in Sachen Handel herrschen, kündigt China eine Öffnung seines Automarktes an, wie die Nachrichtenagentur Reuters vermeldet.

Bis zum Jahr 2022 will China die Obergrenze für ausländische Beteiligungen an Automobilunternehmen aufheben, so Reuters. Dies wird auch als Signal zum Abbau der aktuellen Handelsspannungen zwischen China und den USA verstanden. Laut verantwortlichen chinesischen Wirtschaftspolitikern fällt die Beteiligungsbeschränkung bei Herstellern von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen bereits im Jahr 2018, bei Herstellern von Nutzfahrzeugen 2020 und bei den restlichen Automobilherstellern 2022.

Die chinesische Regierung hatte 1994 Beteiligungsbeschränken für ausländische Unternehmen an heimischen Autoherstellern beschlossen: Nicht mehr als 50 Prozent des lokalen Unternehmens durften Firmen aus dem Ausland kaufen. Gleichzeitig wurden ausländische Autohersteller verpflichtet, mit chinesischen Firmen zusammenzuarbeiten, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Die Aufhebung der Beteiligungsgrenzen stellt eine Wende im Handelskrieg zwischen den USA und China da. Noch am Montag (16.4.2018) hatte die US-Regierung amerikanischen Firmen verboten, Beteiligungen an den chinesischen Telefonhersteller ZTE zu verkaufen. Als Reaktion belegte China am Dienstag unter anderen landwirtschaftliche Produkte aus den USA mit Strafzöllen.

Deutsche Autohersteller sind interessiert

Die weltweit als mächtig geltenden deutschen Autohersteller begrüßen den Schritt. Gerade BMW hat als größter US-Autoexporteur ein starkes Interesse an guten Beziehungen zwischen China und den USA. So heißt es aus dem bayerischen Unternehmen: „Wir glauben, dass ein freies und flexibles Geschäftsumfeld sowohl chinesischen als auch ausländischen Unternehmen in China und der chinesischen Wirtschaft zugutekommt. BMW wird weiterhin mit lokalen Partnern an gemeinsamen Vorteilen und Win-Win-Situationen arbeiten.“ BMW fügte hinzu, dass man das Joint Venture mit BBA (BMW Brilliance Automotive Ltd./Shenyang) ausbauen werde, und eine Partnerschaft von Mini mit dem chinesischen Hersteller Great Wall Motors (GWM) in Betracht ziehe. So spielen die Bayern mit dem Gedanken, den elektrischen Mini auch in Partnerschaft mit GWM in China zu bauen.

Von Chinas Lockerungen dürften als erstes die Hersteller von Elektroautos profitieren. Tesla lehnte bisher allerdings eine Stellungnahme ab. Erst kürzlich hatte Tesla-Chef Elon Musk die chinesischen Markt-Regularien kritisiert. Die amerikanischen E-Autobauer planen den Bau eines Werkes in Shanghai.

VW ließ sich zu dem vorsichtigen Statement hinreißen, dass man genau analysieren würde, welche neuen Möglichkeiten sich für den Konzern und seine Marken eröffnen. Auch Daimler bleibt vorsichtig: Man sei mit der aktuellen Zusammenarbeit zufrieden und verfolge die Entwicklung mit Interesse.

Ein nicht näher genannter GM-Mitarbeiter sagte letzte Woche, dass man seine Beteiligung an SAIC Motor (Shanghai Automotive Industry Corporation) nicht reduzieren werde. In einem Statement von Dienstag bekräftigen die Amerikaner, dass sie mit dem vorhandenen Joint Venture wachsen wollen.

Ford lässt verlauten, dass man von der Mitteilung zur Marktöffnung ermutigt sei und die Entwicklung beobachte. Sein Interesse an dieser Entwicklung bekundete auch Nissan. Honda betont, dass man aktuell nicht vorhabe, seine Beteiligungen zu ändern.

China für offene Märkte

Analysten gehen davon aus, dass Chinas Marköffnung den Druck auf heimische Hersteller erhöht. Damit wäre auch der chinesische Hersteller BYD betroffen, an dem der US-Investor Warren Buffett über seine Firma Berkshire Hathaway acht Prozent hält.

Der Asien-Pazifik-Chef der Beratungsfirma IHS Markit sieht ein Problem für die traditionellen ausländischen Hersteller: Möglicherweise sind sie bereits in ihren bestehenden Joint Ventures zu verwurzelt, als dass sie die neuen Chancen von Anfang an voll nutzen können.

Die Ankündigung der Aufhebung der Beteiligungsbeschränkungen kommt, nachdem der chinesische Präsident Xi Jinping letzte Woche diese Aufhebung „so schnell wie möglich“ gefordert hatte. China betont, dass dieser Schritt nicht mit dem aktuellen Handelsstreit mit Amerika zu tun hat – die Chinesen legen vielmehr Wert darauf, als eine Wirtschaft dazustehen, die offen für Handelsgeschäfte ist.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/china-oeffnet-seinen-automobilmarkt/

Pogea Racing FPlus Corsa — Ferrari 488 GTB mit 820 PS

Tuner Pogea Racing hat sich in seinem jüngsten Projekt auf einen Ferrari 488 GTB gestürzt. Gewichts-, aerodynamisch und motorisch optimiert wird aus dem 488 der FPlus Corsa. Premiere feiert der 820-PS-Renner auf der Top Marques in Monaco.

Mit dem FPlus Corsa auf Basis des 488 GTB wendet sich der Tuner aus Friedrichshafen am Bodensee erstmals der Marke Ferrari zu. Um dem italienischen Coupé optisch noch mehr Dynamik abzuringen, setzt Pogea auf Karosserieelemente aus Sichtcarbon. Neu geformt wurden so die Frontschürze, die Heckschürze, der aktive Diffusor, die Sidewings sowie die Seitenschweller und der Heckflügel. Auch verschiedene Lufteinlässe und die Außenspiegel tragen ihre Carbonstruktur sichtbar.

In der Summe sorgen die neuen Anbauteile nicht nur für einen neuen Look, sie reduzieren auch das Gesamtgewicht des Zweisitzers um 48 Kilogramm. Am Leistungsgewicht wurde aber auch an anderer Stelle nachjustiert. Mit einer Kombination aus einer neuen Motorsteuerung, einer modifizierten Ansaugluftführung sowie einer klangstarken Klappenauspuffanlage aus Edelstahl soll sich das 3,9 Liter große V8-Biturbo-Aggregat zu 820 PS und 900 Nm aufschwingen.

Vmax wird auf 345 km/h limitiert

Das Leistungsplus drückt die Spurtzeit von Null auf 100 km/h von 3,0 auf nur noch 2,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit legt zu. Sind serienmäßig 330 km/h möglich, so limitiert Pogea den FPlus Corsa auf 345 km/h. Speziell auf die neuen Fahrdynamikeckwerte angepasst zeigt sich die Bereifung des Italieners. Die Radhäuser füllen 21 Zoll große Schmiedefelgen, die vorne 9 und hinten 11 Zoll in der Breite messen. Darauf aufgezogen werden 245/30er Michelin-Hochleistungspneus vorn und 325/25er Walzen hinten. Kürzere Fahrwerksfedern setzen die neuen Folgen auch optisch noch besser ins Licht.

Auf Wunsch wird auch der Innenraum des Ferrari 488 GTB mit Leder und Sichtcarbon nach Kundenwunsch weiter verfeinert.

Insgesamt will Pogea vom FPlus Corsa nur 20 Exemplare fertigen. 4 davon sind für den europäischen Markt reserviert, 8 für Nordamerika und weitere 8 für Märkte in Asien. Preise wurden allerdings nicht genannt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/tuning/pogea-racing-fplus-corsa-ferrari-488-gtb-mit-820-ps/