AutoMobility L.A. 2018 — Volvo zeigt Mobilitäts-Konzepte, aber kein Auto

Volvo zeigt in Los Angeles kein Auto, sondern neue Dienste und Mobilitätskonzepte, die der schwedische Hersteller zusammen mit Firmen wie Amazon, Google, Nvidia und diversen Start-ups umsetzt. Die Botschaft: „This is not a car.“

Volvo macht sich in den vergangenen Jahren rar auf Automessen. Bei der L.A. Auto Show werden die Schweden dabei sein. Allerdings auch nur am Rande: Im Vorfeld der Publikumsmesse findet an selber Stelle die AutoMobility L.A. statt, eine Konferenz, auf der es um die Zukunft der Mobilität geht. Und weil das so ist, zieht Volvo dort auch nicht ein Tuch von irgendeinem neuen Modell, sondern überbringt eine ungewöhnliche Botschaft: „This is not a car“ – „dies ist kein Auto“.

Darüber hinaus präsentiert Volvo interaktive Demonstrationen neuer Dienste und mobiler Konzepte, die die Firma zusammen mit Partnern wie Amazon, Google, Nvidia und diversen Start-ups umsetzt. Dazu zählen Warenlieferungen ins Fahrzeug (In-Car-Delivery), privates Car Sharing, die mit dem Konzept Volvo 360c vorgestellte Vision für autonomes Fahren sowie der Abonnement-Service Care by Volvo. „Wir wollen eine Diskussion über die Zukunft der Automobilität in Gang bringen“, sagt Mårten Levenstam, bei Volvo verantwortlich für Produktstrategie. „Anstatt also ein Konzeptauto zu zeigen, reden wir lieber über das Konzept Auto.“

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/mobilitaetsservices/volvo-mobilitaetskonzepte-auf-der-automobility-la-2018/

Neues Heft auto motor und sport, Ausgabe 25/2018 — Vorschau: Fahrberichte, Tests, Impressionen

auto motor und sport – Heft 25 – ab 22. November 2018 im Handel. Themen: So spannend wird das Autojahr 2019 – Der große Neuheiten-Kalender von Audi bis Volvo + Fahrberichte: Audi A1 Sportback, Mercedes GLE und Ford Mustang GT + Power-Cars im Test: Mercedes-AMG GT 63 S, Ford Mustang GT + Vergleichstest: Kia Ceed Sportwagen gegen Skoda Octavia Combi + Das E-Auto mit 536 km Reichweite: Wie der Hyundai Kona im Test verblüfft & vieles mehr.

Über Schatten, die 2019 vorauswirft …

Chefredakteurin Birgit Priemer über das, was uns im nächsten Jahr erwartet – nicht nur modellpolitisch, sondern auch in Sachen Fahrverbote.

Redaktionskonferenz, wie jeden Tag um 10 Uhr. auto motor und sport zusammen mit den Kollegen von sport auto und Motor Klassik im großen Konferenzraum.

Es geht um Themen, die uns (und Ihnen) jeden Tag begegnen: neue Fahrverbote, nach Hamburg, Stuttgart, Frankfurt und Berlin nun in Köln und Bonn und sogar ein Autobahnabschnitt der A 40 im Stadtgebiet Essen, weil der Grenzwert für Stickoxide von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten wurde. Es waren 2017 exakt 62 mg – ein Wert, der weit unter dem liegt, was am Arbeitsplatz zulässig ist: Dort sind es 60 bis maximal 950 mg. Zur Orientierung: In den USA hat die Umweltbehörde Epa den Grenzwert für Außenluft auf 100 mg/m3 festgelegt.

Die Kollegen diskutieren rauf und runter, Dieselfans führen die viel gefährlichere Feinstaubbelastung ins Feld, die durch Benziner droht, und verweisen darauf, dass der CO2-Ausstoß klettert, seit der Marktanteil der Selbstzünder rückläufig ist. Die Lösung?

DIE Lösung gibt es nicht. Aber es gibt die Möglichkeit, vernünftig zu sein. Saubere Diesel auf Langstrecken außerhalb der Städte. E-Autos mit Batteriereichweiten um 300 km (ja, das reicht völlig aus, sonst werden die E-Autos zu schwer und zu teuer) in der City, weil sie dann stationär emissionsfrei sind. Und für die, die sich keine zwei Autos leisten können oder oft zwischen Stadt und Land pendeln partikelgereinigte Benziner als Plug-in-Hybride. Wie E-Autos werden sie übrigens ab 2019 für Dienstwagenempfänger besonders gefördert. Im nächsten Jahr werden Sie zudem aus einem großen Spektrum dieser Antriebsvarianten wählen können. Es wird so viele bezahlbare E-Autos geben wie noch nie. Aber es drohen auch so viele Fahrverbote wie noch nie – 30 Verfahren stehen aus.

Wer dabei den Eindruck vermittelt, er würde sich für gute Luft und damit für die Umwelt einsetzen, der muss sich ganzheitlich mit der Energiebilanz beschäftigen. Wenn Autos abgestoßen werden, weil unplausible Grenzwerte nicht erfüllt werden, die 1999 in der EU willkürlich festgelegt wurden, dann ist das umweltpolitischer Schwachsinn.

Damit keine Zweifel aufkommen: Saubere Luft ist auto motor und sport ein extrem wichtiges Anliegen. Das zeigen unsere aufwendigen Abgasmessungen, die wir seit Jahren durchführen, um Ross und Reiter zu nennen, wenn Motoren nicht so sauber sind, wie sie es sein sollten.

Was ist Ihre Meinung? Schreiben Sie mir: bpriemer@motorpresse.de

Titelgeschichte:

  • Autojahr 2019: Im großen Überblick zeigen wir die wichtigsten Premieren von Audi bis Volvo sowie weitere Highlights und Trends für Autofahrer im nächsten Jahr

Tests & Fahrberichte:

  • Kia Ceed Sportswagon gegen Skoda Octavia Combi: Kompakte Kombis mit reichlich Platz sowie 140 und 150 PS starken Benzinern im Vergleichstest
  • Mercedes GLE: Neuauflage des großen SUV mit zahlreichen Innovationen im Fahrbericht
  • Ford Focus Turnier: Außen und innen gewachsener, aber unverändert dynamischer Kombi im Fahrbericht
  • Audi A1 Sportback: Zweite Generation des viertürigen Kleinwagens im Fahrbericht
  • Range Rover Evoque: Mit getarntem Prototyp des runderneuerten Designer-SUV auf Testfahrt
  • Mercedes-AMG GT 63 S 4-Türer Coupé: Eigenständiger Ableger des Mercedes CLS mit V8-Biturbo und 639 PS. Test
  • Ford Mustang GT: Renoviertes US-Coupé mit auf 450 PS erstarktem V8-Motor und Schaltgetriebe im Test

Service:

  • Musterfeststellungsklage: Chance für Diesel-Geschädigte
  • Veranstaltungen: Attraktive Leserreisen
  • Städtereport Berlin: Tipps und Informationen für einen Besuch in der Bundeshauptstadt
  • Kaufberatung: Die besten Mazda 6, CX-3 und CX-5 für Sie

Reportage:

  • Ruhrgebiet: Zur Schließung der letzten Steinkohlenzeche mit einem Opel Kadett C auf Tour durch die Region
  • Modellauto: Bugatti Chiron aus Legosteinen

Gebrauchtwagen:

  • Alfa Romeo 159: Kaufberatung
  • Mercedes GLK Kaufberatung

Moove: Mobilität der Zukunft

  • Stadtverkehr: Die Vernetzung der Verkehrsträger in den Großstädten schreitet voran. Report
  • Svenja Schulze: Die Bundesumweltministerin über die Diesel-Zukunft, Fahrverbote und E-Autos
  • e.GO Life: Günstiger Elektro-Kleinwagen des Aachener Start-ups im Fahrbericht
  • Hyundai Kona Elektro: Kompakter E-SUV mit 536 km Reichweite ab 39 000 Euro im Test

Leserwahl:

  • Best Cars 2019: So können Sie online teilnehmen

Sport:

  • Mick Schumacher: Formel-3-Europameister im Gespräch
  • Formel 1: Großer Preis von Brasilien

Alle Autos im Heft:

  • Alfa Romeo 159
  • Audi A1 Sportback
  • Audi Q4
  • Audi R8
  • Audi e-tron Sportback
  • BMW 3er Touring
  • e.GO Life
  • Ford Focus Turnier
  • Ford Mustang GT
  • Hyundai Kona Elektro
  • Kia Ceed Sportswagon
  • Mazda 6, CX-3, CX-5
  • Mercedes CLA
  • Mercedes GLE
  • Mercedes GLK
  • Mercedes-AMG GT 4-Türer
  • Mercedes EQC
  • Porsche 911 Cabrio
  • Range Rover Evoque
  • Skoda Octavia Combi
  • VW Golf VIII
  • VW ID. Neo

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/vorschau-heft-25-2018/

Neuer Morgan Sportwagen — Kommt die Basis von Aston Martin?

Die britische Sportwagenmanufaktur Morgan hat einen komplett neuen Sportwagen angekündigt. Jetzt mehren sich die Zeichen, dass die Plattform dazu von Aston Martin kommt.

Ende Oktober hatte Morgan ein komplett neues Top-Modell angekündigt, das auch auf einem komplett neuen Chassis aufbauen soll. Der Marktstart des neuen Modells soll in etwa fünf Jahren erfolgen. Das neue Chassis soll auf moderne Fertigungsverfahren setzen und aus Aluminium gefertigt werden. Darauf aufbauen sollen sowohl zweitürige und zweisitzige Coupés als auch Cabrios. Es bleibt weiter beim Antriebskonzept mit Motor vorn und Hinterradantrieb. Beim Design wollen die Briten aber weiter ihren klassischen Linien treu bleiben.

Chassis-Spende von Aston Martin

Wie die Automotive News berichtet, scheint Morgan das neue Chassis aber nicht unbedingt selbst zu entwickeln. Ebenfalls im Oktober hatte Aston Martin die kompletten Produktionsanlagen sowie die entsprechenden Designs für den alten Vanquish für rund 20 Millionen Pfund an einen nicht genannte Käufer verkauft. Weder Aston wollte den Verkauf an Morgen bestätigen, noch Morgen den Kauf der Aston Martin-Assets. Aston Martin CEO Andy Palmer hat der Automotive News allerdings gesagt, dass man den Käufer auch über den Kauf hinaus beratend zur Seite stehen würde. Der Käufer möchte aber nicht mit dem Vanquish in Verbindung gebracht werden.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/neuvorstellung/morgan-sportwagen-aston-martin-vanquish/

Neuer Volvo XC40 ist Women’s World Car of the Year 2018

 

Der neue Volvo XC40 ist das Women‘s Worlds Car of the Year 2018. Der fünftürige kleine Premium SUV aus Schweden konnte sich nach zwei geheimen Abstimmungsrunden gegen den BMW X2, den Jaguar E-Pace, den Jaguar I-Pace, den Peugeot 508 und den Porsche Cayenne durchsetzen.

Die rein weibliche Jury, besetzt mit 34 Motorjournalistinnen aus 27 Ländern, unter ihnen Solveig Grewe, freie Journalistin für Auto, Reise und Lifestyle und Autorin für autohub.de, entschied sich unter dem Vorsitz von Sandy Myrhe aus Neuseeland letztendlich für den XC40, weil er in Sachen Sicherheit, Konnektivität und cleveren Gestaltungskonzepten im Innenraum neue Standards in seiner Klasse setzt.

Neben den Modellen aus den einzelnen Fahrzeugkategorien kürte die Jury zudem als ihr ganz persönliches Traumauto den Aston Martin Vantage. Das zweisitzige Coupé widerlegt das Vorurteil, dass Frauen keine Sportwagen bevorzugen. Erstmals vergab die Jury einen Preis, der sich an eine besonders erwähnenswerte Frau in der Automobilbranche richtet. Er gebührt in diesem Jahr Fiona Pargeter von Jaguar Land Rover, die aktiv Werbung für mehr weibliche Mitarbeiterinnen in der Branche macht und weltweit für den PR-Bereich von Jaguar Land Rover verantwortlich zeichnet.

Text : Solveig Grewe

Fotos: Hersteller

 

 

Tschech Tec — Skoda Karoq mit H&R Sportfedern

Mit dem Karoq tummelt sich nun auch Skoda in der Erfolgsklasse kompakter SUVs. Damit das „Sports“ beim SUV nicht zu kurz kommt haben die Fahrwerksprofis von H&R jetzt einen perfekt abgestimmten Sportfedersatz für den Neuen entworfen.

Denn wird der Skoda Karoq mit sportlichem Anspruch bewegt, birgt der um 35mm abgesenkte Fahrzeugschwerpunkt echte Vorteile. So etwa die spürbar reduzierte Karosserieneigung in schnellen Kurven und das direktere Einlenken. Zudem stehen die optionalen 19-Zoll-Felgen nun stimmig im Radhaus und verstärken so den dynamischen Gesamteindruck. Trotzdem wird die Alltagstauglichkeit in keiner Weise gemindert.

Wer noch eins drauf setzen will, gönnt sich und dem Skoda Karoq noch ein paar H&R Trak+ Spurverbreiterungen, mit denen sich Serien- wie Nachrüsträder millimetergenau an den Kanten der Radhäuser ausrichten lassen.

Alle H&R Produkte sind zu 100% Made in Germany und werden stets mit den erforderlichen Teile-Gutachten geliefert.

H&R Produkte für Skoda Karoq 2WD

Baujahr 2018, Typ NU, nur mit HA- Verbundlenker, ohne adaptive Dämpfung

Sportfedern

Artikelnummer: 28696-3

Tieferlegung VA / HA ca.35 mm

Preis (UVP): 260,00 inkl. MwSt.

TRAK+ Spurverbreiterungen silber eloxiert oder schwarz

Spurverbreiterung in 6 – 60mm(pro Achse)

Preis (UVP): ab € 43,63 inkl. MwSt.

www.h-r.com

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/anzeige-h-und-r-skoda-karoq-2018/

Cyber Monday Woche 2018 — Das sind die besten Deals für Autofahrer

Bei Amazon gibt es in der sogenannten Cyber Monday Woche vom 19.11. bis 26.11. eine Vielzahl an Sonderangeboten. Hier finden Sie die besten Blitzangebote für Autofahrer.

Auto-Vox M1 Rückfahrkamera

Jetzt auch ohne Beifahrer sicher in enge Parklücken – ja, das geht auch schon für kleines Geld. Befestigen Sie den Monitor einfach mithilfe einer Saugnapfhalterung nach Ihren Bedürfnissen an der Windschutzscheibe oder dem Armaturenbrett. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder im Dunkeln sogt die M1 Kamera durch ihr großes Winkelobjektiv und einer niedrigen Illumination für ein klares Bild. Auch Regen ist kein Problem: die Kamera hat eine Wasserfestigkeit von IP68.

Der Deal läuft noch bis 22:45 Uhr

Walser beheizbare Sitzauflage

Sie haben ein Auto mit Sitzheizung, welche aber nur für Fahrer und Beifahrer funktioniert und können sich das Zähne klappern auf der Rückbank nicht mehr anhören? Dann wäre die beheizbare Sitzauflage von Walser eine super Idee. Diese hat eine 36 Watt Eingangsspannung, ist Seitenairbagtauglich, TÜV geprüft, schnell montiert und kostet nur 19,99 Euro. Mit seinen Maßen von 94×47 cm passen diese in so ziemlich jedes Auto. Gern geschehen.

Der Deal läuft noch bis 23:40 Uhr

Marderschreck mit Hochspannung

Sie werden von einem Mader heimgesucht und verlieren langsam die Nerven? Der Maderschreck mit Hochspannung von Marder Sicher schafft Abhilfe. Das System wird direkt im Motorraum montiert und an die Batterie bzw. dem Dauerplus des Fahrzeuges angeschlossen. Der Einbau dauert im Schnitt 90 Minuten. Kein Hasengitter, Stacheldraht und Marder Abwehr Sprays mehr.

Autel Reifenkontrolle

Für die Technikaffinen unter Ihnen: Mit diesem magnetischen Reifendruck-Kontrollsystem könnt ihr TPMS-Probleme drahtlos diagnostizieren sowie bekannte OEM- / Universal-TPMS-Sensoren, ID-Clone- oder Reprogrammsensoren an der Fahrzeug-ECU aktivieren sowie Warnleuchten ausschalten. Der MaxiTPMS erhält 315 MHz und 433 MHz Signale und aktiviert Sensor Daten: Sensor-ID, Reifendruck, Temperatur, Batterie Zustand, OE Teilenummer und relearn Informationen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/cyber-monday-woche-2018/

Mercedes-AMG GT R Pro (2019) — Sonderserie mit Renn-Genen

Mercedes wird auf der L.A. Autoshow die AMG GT-Baureihe mit dem extrem rennstreckenorientierten Sondermodell AMG GT R Pro bereichern.

Das limitierte Sondermodell Mercedes-AMG GT R Pro wurde in zahlreichen Details für noch mehr Rennstrecken-Performance geschärft. Dabei sollen die Erfahrungen aus dem erfolgreichen Kundensport-Programm mit AMG GT3- und AMG GT4-Rennfahrzeugen eingeflossen sein.

Parallel dazu zeigt Mercedes die facegelifetete AMG GT-Baureihe. Das Update umfasst Modifikationen des Exterieurs und des Interieurs, welche die Nähe zum AMG GT 4-Türer Coupé betonen sollen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/neuvorstellung/mercedes-amg-gt-r-pro-sonderserie-mit-renn-genen/

NASA Crawler Hans und Franz — Mit ihnen fängt jeder Raketenstart ganz langsam an

Seit über einem halben Jahrhundert bringen an der Ostküste Floridas Mega-Transporter mit den Kosenamen Hans und Franz Raketen zur Startrampe. Anders als nach dem Start bewegen sich die bis zu 111 Meter langen Weltraumgefährte auf den Crawlern ganz langsam: Mit 1,2 km/h nähern sie sich stehend ihrem ersten Ziel. Alles über ihren fahrbaren Untersatz.

Die zweitgrößten Landfahrzeuge dieses Planeten (auf Platz eins liegen die Schaufelradbagger aus dem Tagebau) wiegen je 2.857 Tonnen, so viel wie 1.000 Pickup-Trucks. Entwickelt und gebaut wurden Hans und Franz, oder wie sie technisch korrekt heißten „CT-1“ und „CT-2“ (Crawler Transporter), um die fast 3.000 Tonnen schwere Mondrakete Apollo Saturn V von ihrer Produktionshalle im Kennedy Space Center zur 6,76 Kilometer entfernten Startrampe 39B zu transportieren. Aktuell können sie bis zu 10.000 Tonnen Last transportieren. Und das mit einer heutzutage lasergestützten Genauigkeit von bis zu 6,35 Millimetern. Ihren ersten Arbeitstag hatten sie im August 1967 (unbemannte Apollo 4-Mission).

Während ihrer jahrzehntelangen Arbeit haben die Crawler sieben unterschiedliche Raketen-Typen, einschließlich der Saturn V und alle fünf Space-Shuttles transportiert. Jede Apollo Mond Mission begann mit einem Crawler-Ritt zur Startrampe, genau wie jede Shuttle Mission. Soll heißen: Ohne Crawler keine Mondlandung.

Zwei fahrende Baseball-Felder

Die 39,9 Meter langen und 34,5 Meter breiten mobilen Monster verfügen über eine 752 Quadratmeter große Transportfläche – praktisch genau so groß wie ein Baseball-Infield, der sogenannte Diamant (exakt 752,51 Quadratmeter). Das dürfte selbst bei den sportverrückten Amerikanern Zufall sein. Für Europäer: Auf einem Crawler könnte entweder ein Handballspiel (800 Quadratmeter) oder 4,5 Volleyball-Matches zur selben Zeit durchgeführt werden. Problematisch wird es allerdings am Spielfeldrand: Er leigt in einer Höhe von bis zu 7,9 Metern. Dafür könnten die Ballspiele auch während der Fahrt stattfinden, denn die Höchstgeschwindigkeit beträgt nur beruhigende 3,22 Kilometer pro Stunde. Möglich macht das eine Getriebeübersetzung von 168:1.

Wer jetzt meint, dass bei solchem Schneckentempo ein humaner Spritverbrauch zu erwarten ist, der irrt gewaltig. Bei einem Spritpreis von 1,50 Euro pro Liter würden nach 100 Kilometern 58.215 Euro fällig werden. 38.810 Liter auf 100 Kilometer beziehungsweise 388,1 Liter pro Kilometer verbrauchen die Kolosse. Angesichts des Treibstofftankvolumens von 18.927 Litern, wird schnell klar, dass derlei Entfernungen nicht auf dem Einsatzplan stehen. An der Tankstelle würde zudem der Satz „Vollmachen bitte“ mit einer 28.391 Euro hohen Rechnung beantwortet werden.

39 Seiten-Handbuch zum Thema „Anlassen“

Um die Rakete aufzunehmen, fahren die Crawler unter die Startplattform inklusive Rakete, verbinden sich mithilfe der 16 JEL (Jacking, Equalizing, Leveling) Hydraulik-Zylinder an vier Punkten mit ihr und schleichen dann 5,47 Kilometer gen Startrampe 39A oder 6,76 Kilometer zur Startrampe 39B. „Über 5.400 Kilometer (CT-1 1.915 km, CT-2 3.600) haben die beiden Crawler bereits zurückgelegt“, schwärmt NASA Shuttle Processing Director Michael Wetmore auf der Website der NASA. „Das liegt nicht etwa daran, weil wie eine 8.000 Kilometer- oder 50 Jahre-Garantie abgeschlossen haben, sondern am Ehrgeiz der Männer, die diese Maschinen am Laufen halten“, erklärt er weiter. Allein das Handbuch für den Anlass-Vorgang eines Crawlers umfasst 39 Seiten.

Vier verschiedene Systeme entwickeln die Leistung für den Antrieb der vier Trucks an jeder der vier Ecken des Crawlers und für seine Hydraulikanlage. Zwei 2.788 PS starke 16 Zylinder-Lokomotiv-Dieselmotoren und vier 1.000 Kilowatt starke Generatoren erzeugen Gleichstrom. Für den Wechselstrom sorgen zwei weitere 16 Zylinder-Dieselmotoren mit je 2.220 PS und zwei 1.500 Kilowatt starke Generatoren. Im Jahr 2012 wurden die Dieselmotoren von CT-2 durch zwei 2.040 PS starke Dieselmotoren ersetzt. Um den im Dezember 2019 geplanten Start der SLS 1/EM-1 und aller weiteren Mars-Test- und der endgültigen Mars-Missionen zu ermöglichen, erhöhten die Ingenieure kurz darauf die maximale Tragkraft des CT-2 von 5.443 Tonnen auf fast 10.000 Tonnen (oder 20 vollgeladene Flugzeuge des Typs Boing 777).

Die größten Schuhe der Welt

Am Vortrieb der Crawler maßgeblich beteiligt sind 456 Glieder der insgesamt acht Antriebsketten (an jeder der vier Ecke befinden sich je zwei Ketten). Ein Kettenglied, bei den Crawlern „Schuh“ genannt, ist 2,3 Meter lang, 46 Zentimeter breit und bringt 998 Kilogramm auf die Waage. Bis zum Jahr 2004 kamen die „Schuhe“ von der Marion Power Shovel Company. Die aktuellen, insgesamt 1.060 Schuhe stammen aus dem Hause ME Global Manufacturing in Duluth, Minnesota.

Im Cockpit eines Crawlers herrscht Minimalismus: Ein kleines, rotes Lenkrad im Go-Kart-Format befindet sich im Zentrum. Direkt dahinter ist der Tacho zu finden. Er reicht von 0 bis 3,22 Kilometer pro Stunde (0 bis 2 Meilen pro Stunde). Die Geschwindigkeit selbst wird per Knopf an der linken Seite kontrolliert. Anzeigen auf der rechten Seite spiegeln die Höhe, den Lenkwinkel und den Status des Laser-Dockings-Systems. Die Sitze der Fahrer haben drei Einstellungen: Sitzen, Anlehnen, Stehen.

So fährt sich ein legendärer Gigant

Die große Frage ist natürlich, wie fährt sich solch ein Ungetüm eigentlich? Die Antwort darauf hat Sylvan „Skip“ Montagna, einer der wenigen (die Rede ist von einer Handvoll) Fahrer der Crawler: „Als wir die Apollo Raketen raus aus der gewaltigen Herstellungshalle die 6,76 Kilometer hin zur Startrampe gefahren haben, benötigten wir in Summe über zehn Stunden und rund 30 Ingenieure, davon drei Fahrer, mich eingeschlossen. Wir Fahrer rotierten alle drei Stunden.

Diese Fahrzeuge zu fahren war sehr eintönig. Das Problem ist, dass es so langsam geht. Die Ingenieure sagten uns zwar, dass wir 1,6 km/h (1 Meile pro Stunde) schaffen können, doch nur, wenn es unbedingt notwendig sei. Wir fuhren also mit rund 1,2 Kilometer pro Stunde. So langsam auf solch einer Distanz unterwegs zu sein und dabei das Fahrzeug gerade auf der Straße zu halten, ist äußerst öde – zugleich aber sehr anspruchsvoll! Denn so ein Crawler liebt es, abzudriften. Du musst also ständig die Bedienelemente benutzen, um die ganze Zeit gegen diese Neigung zu arbeiten.

Hinzu kommt: Wenn du die fünf prozentige Steigung hoch zur Startrampe schleichst, musst du dich an irgendetwas orientieren. Heutzutage haben die Crawler ein computergesteuertes Leitsystem, das sie exakt dorthin navigiert. Wir hatten ein gelbes Seil. Das lag am Rand und wir mussten genau an diesem gelben Seil entlangfahren. Wir waren so etwas wie Dinosaurier. Gleichzeitig geht dir so eine stundenlange Fahrt unglaublich auf die Nerven, weil es sehr laut ist und du die ganze Zeit durchgeschüttelt wirst.“ Bob Myers, ebenfalls ein ehemaliger Fahrer der Crawler ergänzt: „Wenn Du allerdings über 8.000 Tonnen auf dem Dach hast, kommen dir die knapp 1,5 km/h verdammt schnell vor.“

Die Anfänge der Crawler

Es ist der 25. Mai 1961, als US-Präsident John F. Kennedy vor die Mikrofone tritt und verkündet: „Es ist an der Zeit, dass diese Nation eine klare Führungsrolle im Weltraum einnimmt.“ Warum er dies tat? Ganz einfach: Sechs Wochen zuvor, am 12. April 1961, absolvierte der 1,57 Meter kleine russische Kosmonaut Juri Gagarin eine Erdumrundung in 108 Minuten und landete anschließend unversehrt im Wolga-Gebiet. Für die Amerikaner Grund genug, Unsummen in das von Wernher von Braun geleitete Gemini-Projekt zu investieren. Am 21. Juli 1969 um 3:51 Uhr deutscher Zeit ist es dann soweit: Neil Armstrong betritt als erster Mensch unter den Augen von über 500 Millionen TV-Zuschauern und seines Präsidenten Richard Nixon den Mond. Ohne die Crawler hätte dieses Kapitel der menschlichen Geschichte wohl niemals geschrieben werden können.

Denn eine 110 Meter hohe Rakete mit 33.737,5 Kilonewton Schub zu entwickeln und zu produzieren ist das Eine. Sie von ihrer Geburtsstätte zur Startrampe zu transportieren, das Andere. Genau an dieser Stelle betritt Philip Koehring die Geschichts-Bühne. Denn als die Marion Power Shovel Company Anfang der 1960er Jahre mit der Aufgabe, die Crawler zu entwickeln beauftragt wird, wechselt der Projekt Manager vom Konkurrenzunternehmen Bucyrus-Erie zu den Crawler-Entwicklern nach Ohio. Ein Unternehmen, das bis dato mit den größten Landfahrzeugen der Welt zu tun hat: den Schaufelradbaggern. Seine Aufgabe: die gewaltigen Raupenfahrzeuge zu Raketen-Taxis umbauen. Die Ergebnisse dieser Aufgabe fahren nun seit über einem halben Jahrhundert im Sunshine State hin und her.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/nasa-crawler-riesige-landfahrzeuge-raketentransporter/

Cupra Terramar (2020) — SUV-Coupé mit 300 PS

Seat baut seine Sub-Marke Cupra mit einem SUV Coupé weiter aus. Das hört auf den Namen Terramar, leitet sich vom Ateca ab und soll 2020 kommen.

Seat hat sich mit der Sub-Marke Cupra eine sehr sportliche Tochter gegönnt. Bislang einziges Modell unter dem Cupra-Label ist der Cupra Ateca. Ab 2020 wird der ein SUV-Coupé zur Seite gestellt bekommen. Das wird Terramar heißen und ebenfalls auf dem Ateca basieren. Der Name Terramar leitet sich von einer der ältesten spanischen Rennstrecken, dem Autódromo de Sitges-Terramar, einem Ovalkurs in der Region Barcelona, ab.

Wie der Cupra Terramar aussehen wird, zeigt ein jetzt im Internet durchgesickertes Bild. Das zeigt einen Viertürer mit seitlich eingezogener, niedriger gestalteter Dachpartie und markant ausgeformten Radläufen vorne und hinten. Trotz der coupéhaften Dachlinie trägt der Terramar eine Dachreling. Das Terramar-Gesicht zeigt einen tiefer und breiter gezogenen Kühlergrill sowie eine neu geformte Bugschürze und neue LED-Scheinwerfer.

300 PS und Allradantrieb

Der Cupra Terramar wird die komplette Antriebstechnik aus dem Cupra Ateca übernehmen. Damit bekommt er den leicht modifizierten Zweiliter-Turbomotor aus dem Leon Cupra 300, der namensgebende 300 PS sowie 400 Nm Drehmoment leistet. Gekoppelt ist dieser mit einem Allradantrieb und einem Siebengang-DSG. Der Ateca ist damit 247 km/h schnell und 43.450 Euro teuer. Der Cupra Terramar dürfte einen Hauch schneller sein und etwas teuerer werden.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/neuvorstellung/cupra-terramar-2020-suv-coupe/

Avevai Iona — Neue Elektrotransporter aus Singapur

Avevai? Iona? Nie gehört? Hinter diesen Namen stecken neue Elektro-Transporter. Schon im Februar 2019 will man die Auslieferung in Asien starten, auch Europa und die USA sind Teil der Planungen.

Singapur soll nicht nur der künftige Produktionsstandort für das erste Elektroauto der Staubsaugermarke Dyson sein, der Stadtstaat ist auch Heimat von Avevai.

Das Unternehmen versteht sich als integrierter Dienstleister für Elektromobilität und Logistik, die Zielgruppe sind Firmen- und Flottenkunden. Der Name der Firma bringt die Geschäftsfelder zusammen: „Autonomous Vehicle, Electric Vehicle, Artificial Intelligence“ (Autonomes Fahrzeug, Elektroauto, künstliche Intelligenz).

Im ersten Schritt will man elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge anbieten, die später mit autonomen Fahrfunktionen ergänzt werden.

Chassis als Gemeinschaftsentwicklung mit Daimler

Auf der Elektroautomesse im chinesischen Guangzhou stellt Avevai in diesem Monat den elektrischen Transporter namens Iona vor. Er basiert auf einem Verbrenner-Modell des chinesischen Nutzfahrzeugherstellers Foton.

Eine neue Batterie hat einen Kondensator mit Graphenbeschichtung, sie soll für eine Reichweite von bis zu 330 Kilometern beim Kastenwagen sorgen. Die LKW-Variante mit dem aerodynamisch ungünstigeren Kofferaufbau soll 300 Kilometer weit kommen. Zur Berechnung dieser Angaben diente Avevai, aller Zukunftsorientierung zum Trotz, übrigens der NEFZ-Messzyklus.

An einer Ladesäule mit 22 kW Leistung sollen die 79,92 kWh großen Lithium-Manganat Akkus innerhalb von zwei Stunden wieder voll aufgeladen sein. Auf die Batterie will Avevai eine Garantie von fünf Jahren oder 200.000 Kilometer Fahrleistung geben.

Das Fahrgestell des Iona-Transporters ist Unternehmensangaben zufolge gemeinsam von Foton und Daimler in Stuttgart entwickelt worden. Verschiedene Radstandsvarianten sollen eine Nutzlast von bis zu 2,5 Tonnen und bis zu 18 Kubikmeter Ladung möglich machen.

Der Elektromotor soll eine maximale Leistung von 100 kW (136 PS) und ein Drehmoment von 360 Nm bereitstellen.

Start im Februar 2019

Ab Februar 2019 will Avevai mit der Auslieferung des Iona in Asien beginnen. Europa und die USA sollen schon „ab Mai 2019“ ins Visier genommen werden. Das klingt sportlich, da aktuell noch keine Bilder fertiger Autos veröffentlicht wurden, sondern nur Computeranimationen.

Auch eine Information über den Produktionsstandort der Iona-Modelle bleibt Avevai schuldig. Es ist aber anzunehmen, das Foton in China die Elektrotransporter bauen wird.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/avavai-iona-elektro-nutzfahrzeuge/

Bundesimmissionsschutzgesetz — Verhindert die Gesetzesänderung wirklich Fahrverbote?

Das Kabinett will Diesel-Fahrverbote erschweren. Um bei Entscheidungen über Aussperrungen die Verhältnismäßigkeit zu wahren, hat es deshalb eine Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes beschlossen. Welche Auswirkungen die Neuerung hat.

Zuerst die Faktenlage. Die EU schreibt für Städte einen Stickoxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm vor, und zwar pro Kubikmeter Luft im Jahresmittelwert. Dem Umweltbundesamt zufolge haben im vergangenen Jahr 65 deutsche Städte diesen Wert überschritten. Da Dieselfahrzeuge als hauptverantwortlich für die Stickoxidbelastung in diesen Städten gelten, drohen dort Fahrverbote für Selbstzünder. Konkret gilt das seit Februar 2018, als das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig solche Fahrverbote grundsätzlich erlaubt hat.

Was genau heißt „verhältnismäßig“?

Es gibt jedoch auch eine schwammige Seite bei diesem Thema. Einen Aspekt, der sich interpretieren lässt. Das BVerwG mahnte in seinem Urteil an, dass Fahrverbote „verhältnismäßig“ sein müssen. Die Antwort auf die Frage, was genau „verhältnismäßig“ bedeuten könnte, hat das Bundeskabinett nun gegeben, indem es das Bundesimmissionsschutzgesetz geändert hat. Demnach sollen Städte, in denen die Stickoxidbelastung bei maximal 50 Mikrogramm pro Kubikmeter liegt, künftig auf Fahrverbote verzichten können.

Die Überlegung des Kabinetts fasste die Bundeskanzlerin zusammen: „Wir glauben, dass wir mit den zusätzlichen Maßnahmen, die wir jetzt unternehmen, in den Städten, in denen es Überschreitungen gibt, die Grenzwerte von 40 Mikrogramm erreichen werden“, sagte Angela Merkel dem Bayerischen Rundfunk zufolge. Dabei handelt es sich um bereits beschlossene Hard- und Software-Nachrüstungen und Rabatt- und Prämienangebote bei zahlreichen Herstellern, die zur Erneuerung der gesamten deutschen Autoflotte hin zu Euro-6-Autos (oder besser) führen soll. Zusätzlich sollen sich die Fuhrparks von Handwerkern, Kommunen und des Öffentlichen Nahverkehr mit schadstoffärmeren und elektrifizierten Fahrzeugen erneuern.

Beschlossene Fahrverbote sind unverhältnismäßig

Die Hoffnung der Regierung: Dadurch rutschen in absehbarer Zeit automatisch 51 Städte unter die 40-Mikrogramm-Grenze. Und wegen dieser Prognose wären in diesen Städten keine Diesel-Fahrverbote nötig, zumal diese vor diesem Hintergrund „in aller Regel unverhältnismäßig“ seien.

Das führt zu einer pikanten Konstellation: Mit Essen, Berlin, Bonn, Mainz, Frankfurt am Main und Gelsenkirchen befinden sich sechs Städte auf dieser Liste, für die Diesel-Fahrverbote gerichtlich bereits angeordnet sind. Es blieben 14 Städte übrig, die über der 50-Mikrogramm-Grenze liegen und in denen demnach weiterhin Aussperrungen drohen.

Trotzdem wird sich die Statik in der hitzig geführten Debatte kaum ändern. Warum? Weil die Gesetzesänderung nicht automatisch bedeutet, dass plötzlich 51 Städte vor Fahrverboten gefeit sind. Maßgebend sind nämlich weiterhin die Luftreinhaltepläne der jeweiligen Bundesländer sowie die Entscheidungen und Urteile der Behörden und Gerichte vor Ort. Die Bundesregierung will weiterhin die Kommunen selbst über Fahrverbote entscheiden lassen und kann nach der Gesetzesänderung auch kein Fahrverbot untersagen. Diese könnte höchstens dazu führen, dass der ein oder andere Verwaltungsrichter künftig auf Fahrverbote verzichtet, weil er sie angesichts einer geringen Grenzwertüberschreitung in der jeweiligen Stadt für nicht verhältnismäßig hält.

Verstößt die Gesetzesänderung gegen EU-Recht?

Hinzu kommt: Bis das Gesetz geändert ist, muss es den kompletten parlamentarischen Weg gehen, der erst im Bundesrat endet. Das kann dauern. Außerdem ist nicht sicher, ob der Vorstoß des Kabinetts überhaupt rechtens ist. Umweltverbänden und Oppositionspolitikern zufolge verstößt die Gesetzesänderung gegen Europarecht – die EU habe schließlich einen starren Grenzwert und eben keine Toleranz festgelegt. Angela Merkel sieht das anders: „Wir haben keine europäischen Grenzwerte verändert“, so die Bundeskanzlerin nach der Kabinettsitzung. „Aber wir haben unterschieden zwischen geringeren Überschreitungen dieser Grenzwerte von 40 Mikrogramm und höherer Überschreitung.“

So ist es gut möglich, dass sich andere Aspekte der Gesetzesänderung stärker auswirken. Etwa jener, dass Euro-6-Diesel unabhängig von ihrem realen Stickoxid-Ausstoß auf jeden Fall von Fahrverboten ausgenommen sein sollen. Genau wie Euro-4- und Euro-5-Diesel, falls sie im realen Betrieb maximal 270 Milligramm Stickoxide pro Kilometer ausstoßen. Das träfe zum Beispiel auf Autos zu, die mit SCR-Katalysatoren – also jenen Systemen, die Dieselabgase per Adblue-Einspritzung von Stickoxiden reinigen – nachgerüstet wurden.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/was-die-aenderung-des-bundesimmissionsschutzgesetzes-bedeutet/

Subaru Crosstrek Hybrid (2019) — XV für die USA als Plug-in-Hybrid

Auf der L.A. Autoshow stellt Subaru den Crosstrek in einer Plug-in-Hybrid-Version vor. In Europa ist der Crosstrek als Subaru XV bekannt.

Premiere für Subaru. Mit dem Crosstrek Hybrid stellen die Japaner ihr erstes Plug-in-Hybrid-Modell vor. Der Crosstrek, der in Europa Subaru XV heißt, wird von einem Zweiliter-Benziner in Boxer-Bauweise in Kombination mit zwei Elektromotoren angetrieben. Elektromotor Nummer eins ist ein integrierter Starter-Generator, der genauso wie E-Motor Nummer zwei für den Direktantrieb ins CVT-Getriebe eingebaut wurde. Gekoppelt sind alle Antriebe an den typischen Subaru-Allradantrieb. Für den Benzinmotor nennt Subaru eine Leistung von 137 PS und ein maximales Drehmoment von 182 Nm. Für den direkt antreibenden Elektromotor werden 118 PS und 202 Nm genannt. Die Gesamtleistung wird auf rund 150 PS beziffert.

27 km rein elektrische Reichweite

Als Energiespeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazitäz von 8,8 kWh, die unter dem Kofferraumboden verbaut ist. Die rein elektrische Reichweite liegt bei bescheidenen 27 Kilometern. Nachgeladen werden kann die Batterie durch den Starter-Generator oder auch direkt an der Steckdose. Bei 240 Volt sollen knapp zwei Stunden für eine komplette Füllung reichen.

Abgesehen vom Antrieb bleibt der Crosstrek unverändert. In den USA tritt der Hybrid in einer blauen Sonderlackierung, mit 18-Zoll-Leichtmetallrädern, Hybrid-Badges auf der Karosserie sowie einer blau-grauen Lederausstattung und einem umfassenden Assistenzpaket an. In den USA wird der Subaru Crosstrek Hybrid noch Ende 2018 auf den Markt kommen. Für Europa und Deutschland ist derzeit noch keine Markteinführung geplant. Früher oder später dürfte die Hybridvariante aber dennoch den Sprung nach Europa schaffen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/neuvorstellung/subaru-crosstrek-hybrid-2019-xv-fuer-die-usa-als-hybrid/

Mansory tunt Aventador S — Mehr Carbon geht kaum bei einem Lambo

Mansory hat sich den aktuellen Lamborghini Aventador S vorgenommen. Nahezu jedes Bauteil kann auf Wunsch gegen eines aus Carbon getauscht werden.

Mansory ist bekannt für Carbon-Veredlungen von Luxusfahrzeugen nahezu jeder Marke. Da wundert es also nicht, dass der aktuelle Lamborghini Aventador S auch unter die Messer gekommen ist. Nahezu jedes Anbautteil ist durch eines aus Carbon aus dem Hause Mansory austauschbar. Angefangen bei den großen Bauteilen wie Fronthaube, Frontlippe, Seitenschweller und Heckspoiler sind auch die A-Säule, das Dach sowie Scheibenwischer und sämtliche Luftein- und Auslässe betroffen. Die Felgen fehlen im Angebot von Mansory natürlich auch nicht.

Im Innenraum geht das Carbon-Festival weiter. Neben dem Lenkrad, den Sitzschalen oder dem Armaturenbrett lässt sich auch hier fast alles, was geschraubt oder gesteckt wird austauschen. Selbst kleinste Flächen können, das passende Kleingeld vorausgesetzt, gegen das ultraleichte Material ersetzen werden.

Lamborghini Aventador 750-4 Superveloce von Mansory mit 830 PS

Er nennt zwar schon 20 Modelle von Mansory sein eigen, aber von edlen Karossen kann man doch eigentlich nie genug haben – zumindest nicht, wenn man über die Mittel eines James Stunt verfügt. Für den englischen Kunsthändler und Milliardär motzten die Veredler von Mansory einen Lamborghini Aventador 750-4 Superveloce gehörig auf. So entstand das „J.S.1 Edition“ genannte Einzelstück. Noch ehe der Anblick des Donnerkeils den Betrachter betört, verblüffen die nackten Zahlen: Aus den serienmäßigen 750 PS des italienischen Supersportwagens werden bei Mansory 830 PS. Die maximale Schubkraft steigt von 690 auf stolze 750 Nm.

In 2,7 Sekunden auf 100 km/h

Und auch beim Spitzentempo setzen die Motor-Tuner aus der Oberpfalz noch eins drauf: 355 km/h können sich dann auch wirklich mehr als sehen lassen. Nach dem Power-Upgrade benötigt der rassige Italiener gerade einmal 2,7 Sekunden, um aus dem Stand auf 100 km/h zu kommen. Bis er die Marke von 200 km/h erreicht, vergehen lediglich 8,4 Sekunden. Und beim Sprint von 0 auf 300 km/h ist der modifizierte Lambo sechs Zehntelsekunden schneller als sein Serienpendant: Nach nur 23,4 Sekunden steht die Tachoanzeige auf der magischen Drei mit zwei Nullen.

Neues Carbon-Kleid für den Lambo

Erreicht wurde das Power-Plus mit Hilfe einer Power-Box und eines komplett neuen Abgassystems inklusive Krümmer, Endschalldämpfern und Endrohren. Auch ein neuer Sportluftfilter trug zur Leistungssteigerung bei. Doch Mansory wollte nicht nur einen PS-Boliden schaffen. Stattdessen konzentrierte man sich darauf, ein harmonisches Performance-Paket zu realisieren. So bekam der Lambo ein neues Carbon-Kleid verpasst, welches im „Prepreg-Autoclav-Verfahren“ gefertigt wurde. Aus diesem Carbon-Gewebe im Stealth-Look ist die neue Aventador-Front des J.S.1 Edition, wo sich neben einer markanten Frontschürze mit optimierten Lufteinlässen auch eine neue Spoilerlippe findet. Zusätzlich wurden auch die Fronthaube und die vorderen Kotflügel durch Carbon-Teile aus Mansorys Autoclaven ersetzt.

50 Kilogramm leichter nach Carbon-Kur

Neue Seitenschweller führen dem Mittelmotor und den Hochleistungsbremsen zusätzliche Luft zu. Gleichzeitig beruhigen sie die Zirkulation des Fahrtwinds zwischen Vorder- und Hinterachse. Weitere aerodynamische Vorteile bringen hinten ein Diffusor und ein nochmals vergrößerter Heckspoiler. Durch die Carbon-Kur verliert der Lambo ganze 50 Kilogramm. Was all das kostet? Nun ja, in feinsten Londoner Kreisen spricht man nicht so gerne über Geld. Und schließlich weiß jedes Kind: Der wahre englische Gentleman genießt und schweigt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/tuning/mansory-tunt-lamborghini-aventador-s/

Suzuki Jimny Tuning — G-Klasse-Look für den Japan-Offroader

DAMD, ein japanischer Tuner, verwandelt die Neuauflage des Suzuki Jimny in eine Mercedes G-Klasse im Westentaschenformat. Oder alternativ in einen Land Rover Defender. Die Ergebnisse bestechen durch Liebe zum Detail.

Es gibt da einen japanischen Tuner, der heißt Dream Automotive Design And Development. Ja, dieser Name hat durchaus eine romantische Komponente. Bekannter ist die Firma trotzdem unter der Abkürzung DAMD (wobei DADAD nicht nur konsequenter, sondern auch lustiger gewesen wäre). Bei DAMD scheint man außerdem die internationalen Medien intensiv zu verfolgen. Woran wir das festmachen? Nun ja… Als Suzuki seinen neuen Jimny vorstellte, schrieben viele, darunter auch „auto motor und sport“, dass die Japaner da eine Mini-G-Klasse auf den Markt bringen. Zumindest optisch. Anscheinend denkt man bei DAMD ähnlich und sieht sich deshalb dazu veranlasst, den Jimny tatsächlich in eine geschrumpfte G-Klasse zu verwandeln. Und nach dem Motto „wenn, dann richtig“ verpassen die Japaner dem Auto direkt den AMG-Style.

Sidepipes wie bei der originalen AMG-G-Klasse

Da ist zum Beispiel die Front des Jimny „Little G“, wie er von DAMD genannt wird. Statt fünf vertikaler Lufteinlässe gibt es einen Gittergrill mit dicker Querstrebe, in dessen Zentrum ein rundes Logo prangt, das gut und gerne einen Stern präsentieren könnte. Die Stoßstange weist nun jene blockige Dreiteilung auf, die wir bis heute vom G 55 oder G 63 AMG kennen. Sogar den mittigen Unterfahrschutz reproduziert DAMD, wenn auch auf etwas hemdsärmelige Art per gelochtem Blech. Die runden Jimny-Blinker ersetzt der Tuner durch vertikal angeordnete Signalleuchten.

Die bei Suzukis Original angeschrägten Kotflügelverbreiterungen sind beim DAMD-Jimny gerade ausgeführt; so ähnlich ist es schließlich bei der G-Klasse. Dazwischen befindet sich ein Trittbrett, unter dem das wohl witzigste Detail hervorschaut: als Sidepipe ausgeführte Doppel-Endrohre, wie sie der G 63 AMG auch heute noch hat. Die schmalen Zwölfspeichen-Felgen und die am Heck angebrachte Reserveradabdeckung in G-Klasse-Optik machen die Illusion perfekt. Nun ja, zumindest fast.

DAMD Little D als Defender-Kopie

Wo DAMD schon mal beim Kop…, sorry, Zitieren war, haben sie den Jimny direkt in die Reinkarnation einer anderen Geländewagen-Ikone verwandelt. Es ist nicht schwer zu erraten, an wen sich der „Little D“ anlehnt: Klar, an den Land Rover Defender. Auch hier hat der Tuner den Kühlergrill und den Stoßfänger geändert, außerdem die Motorhaube neu modelliert. An der Seite bleibt alles gleich, sieht man einmal von den robust wirkenden Felgen samt kerniger Offroad-Bereifung ab.

Das an der Heckklappe angebrachte Reserverad trägt beim Little D keine Abdeckung – beim Defender ist das schließlich auch so. Die Heckstoßstange mit den typischen Rundleuchten sieht ebenfalls aus wie beim britischen Vorbild. Und was beim Little G die Sidepipes sind, sind hier die Spritzlappen hinter den Rädern. Einfach ein Ausdruck der Liebe zum Detail, die DAMD bei seinen Jimny-Umbauten walten lässt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/tuning/tuning-suzuki-jimny-im-mercedes-g-klasse-look/

Renault-Nissan-Boss Carlos Ghosn verhaftet — Manager soll Firmengelder veruntreut haben

Der Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn wurde in Japan verhaftet. Er soll Firmengelder veruntreut haben. Neben der Haft droht im der Rauswurf.

Wie die Frankfurter Allgemene Zeitung berichtet, soll Ghosn in Wertpapierberichten an die Tokioter Börse sein Gehalt geringer als sein tatsächliches Salär angegeben haben. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete, soll Ghosn über fünf Jahre insgesamt 5 Milliarden Yen (rund 40 Millionen Euro) zu wenig angegeben haben. Nissan macht dem Erfolgs-Manager aber noch weitere Vorwürfe. Er soll unter anderem Unternehmensgeld für persönliche Zwecke ausgegeben haben. Wie der Autobauer mitteilte, wurde das Unternehmen durch Hinweise eines Whistleblowers auf die mutmaßlichen Verstöße aufmerksam.

Nissan droht seinem Vorsitzenden zugleich mit dem umgehenden Rauswurf. Ghosn wurde am Montag (19.11.2018) von der Staatsanwaltschaft verhört. Der Fernsehsender NHK berichtete am Abend, der 64 Jahre alte Ghosn sei verhaftet worden. Die Zeitung „Asahi“ schrieb, er habe sich freiwillig abführen lassen.

Aktienkurse stüzen ab

Nissans geschäftsführender Direktor (CEO) Hiroto Saikawa wolle dem Vorstand empfehlen, Ghosn umgehend als Vorsitzenden zu entfernen, heißt es in einer Pressemitteilung des Autobauers. Der japanische Autobauer wollte noch am Abend in Yokohama die Presse informieren. An den Verfehlungen ist nach Nissans Angaben auch der repräsentative Direktor Greg Kelly beteiligt, der am Montag (19.11.2018) gleichsam festgenommen wurde.

Wie die Zeit berichtet, gerät die Allianz mit den Vorwürfen nun in eine schwere Krise. An der französischen Börse zeigen sich bereits Auswirkungen der Nachricht: Nach Bekanntwerden der Vorwürfe stürzte die Aktie des französischen Autobauers Renault um zeitweise 14 Prozent ab. Die in Japan notierten Titel von Nissan brachen auf der Handelsplattform Tradegate zwischenzeitlich um 16 Prozent ein.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/renault-nissan-boss-carlos-ghosn-verhaftet-untreue-vorwurf/

Lamborghini SC18 Alston — Einzelstück aus der Sportabteilung

Erstes Straßenauto der Squadra Corse: Lamborghinis Sportabteilung legt mit dem SC18 Alston ein spektakuläres Einzelstück auf. Basis ist der Aventador SVJ.

Lamborghinis Squadra Corse war bisher eine klassische Rennabteilung. Nun durfte die Motorsport-Division ihr erstes straßenzugelassenes Auto bauen: den SC18 Alston. Das Einzelstück basiert auf dem Aventador, übernimmt demzufolge dessen Antriebsstrang – und zwar in dessen extremer SVJ-Ausprägung. 770 PS leistet der V12-Sauger bei 8.500 Umdrehungen. Sein maximales Drehmoment von 720 Newtonmetern liefert der Mittelmotor bei 6.750/min. Das sequenzielle Siebengang-Getriebe zeigt sich optimiert.

Die Karosserie besteht komplett aus Carbon

Natürlich prägt auch den SC18 Alston das für Lamborghini typische, hochdramatische Design. Aber in Details unterscheidet er sich dann schon vom Aventador SVJ – nicht nur, weil die Karosserie komplett aus Carbon besteht. Vorne fallen besonders die Längsstreben in der Schürze und die stark zerfurchte Fronthaube im Stil des Huracan GT3 Evo auf. Seitlich stechen einige Details ins Auge: die Kotflügel, Finnen und die Lufthutze auf dem Dach zeigen sich vom Huracan Super Trofeo Evo inspiriert. Die Motorhaube verfügt über zwölf Lufteinlässe, damit der V12 auch frei durchatmen kann. Hinten ziehen der auf drei Säulen thronende und dreifach verstellbare Heckflügel, die horizontale Leuchtengrafik, die dreieckigen Endrohre der Auspuffanlage und der mächtige Diffusor die Blicke auf sich.

Die Stealth-Fighter-Farbe des Lamborghini SC18 Alston nennt sich Daytona-Grau. An manchen Stellen schimmert das Carbon naturbelassen durch, an anderen setzen rote Elemente kontrastreiche Akzente. Innen kommt ein ähnliches Farbschema zum Einsatz: Schwarzes Alcantara mit roten Stickereien und Schalensitzen aus Carbon.

Telemetriesystem und eigens entwickelte Reifen

Dass der SC18 Alston trotz Straßenzulassung klar rennstreckenfokussiert ist, verdeutlicht das eingebaute Telemetriesystem, mit dem sich alle relevanten Auto- und Track-Daten abfragen lassen. Auch dass die 20- (vorne) und 21-Zoll-Felgen über Zentralverschlüsse verfügen und rundum mit eigens entwickelten Pirelli-P-Zero-Corsa-Reifen bespannt sind, weist in diese Richtung. Die geringe Bodenfreiheit von 10,9 Zentimetern dürfte im Alltagseinsatz ebenfalls hinderlich sein.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/neuvorstellung/lamborghini-sc18-alston-einzelstueck/

Lamborghini Urus ST-X Concept — Renn-SUV für Markenpokal

Der italienische Sportwagenbauer Lamborghini plant ab 2020 einen Markenpokal für den SUV Urus. Jetzt haben die Italiener eine erste Studie zum kommenden Rennwagen gezeigt.

Lamborghini will mit seinem ersten SUV – dem Urus – ab 2020 einen Markenpokal austragen. Gefahren werden soll dabei aber nicht nur auf konventionellen Rennstrecken. Der SUV soll sich natürlich auch im Offroad-Terrain bewähren. Das neue Format soll ab 2020 in Europa und im Nahen Osten auf FIA-zertifizierten und entsprechend mit losem Untergrund präparierten Strecken ausgetragen werden. Lamborghini bietet Pokalteilnehmern dabei ein komplettes Paket bestehend aus Fahrzeug und technischer Unterstützung über das gesamte Rennwochenende.

Um renntauglich zu werden, wurde der Urus ST-X Concept mit einer optimierten Mechanik versehen und mit sämtlichen von der FIA vorgeschriebenen Sicherheitsausrüstungen ausgestattet: Überrollkäfig aus Stahl, Feuerlöschanlage und FT3-Tank.

Gewicht um 25 Prozent gesenkt

Darüber hinaus hüllt sich das Urus ST-X Concept in einen matten mantis-grünen Lack. Die Motorhaube ist aus Carbon geformt und mit vergrößerten Lufteinlässen ausgestattet, um die Kühlung des V8-Biturbo-Motors mit 650 PS und einem Drehmoment von 850 Nm zu optimieren. Ein Heckflügel, die seitlich im Racinglook angeordneten Endrohre im Sechseck-Design sowie 21 Zoll große Aluminiumfelgen mit Zentralverschluss runden die Optik ab.

Darüber hinaus konnte bei der Entwicklung eine Gewichtseinsparung von 25 Prozent Prozent gegenüber dem Serienmodell erzielt werden. Das geringe Gewicht, das höher gelegte Fahrwerk und die dank integriertem Überrollkäfig erzielte Torsionssteifigkeit sollen den Urus ST-X Concept zu einem kompromisslosen Rennfahrzeug machen. Der Urus ST-X Concept wird bei den Lamborghini World Finals 2019 sein Debüt auf der Rennstrecke geben.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/neuvorstellung/lamborghini-urus-st-x-concept/

Audi R8 V10 Performance Quattro — Mit 620 PS durch die spanische Nacht

Das schnellste Facelift des Jahres kommt aus Ingolstadt: Tracktest bei Nacht mit dem 620 PS starken R8 V10 Performance Quattro auf dem Circuito Ascari.

Die Sonne hängt schon bedrohlich nahe über dem Asphalt des Circuito Ascari, als wir die Schalensitze des neuen Audi R8 V10 Performance-Quattro entern. Der neue Name beschreibt umständlich was der Vorgänger mit einem „Plus“ auf den Punkt brachte. Mehr Power! 620 PS! Trotz Abgasstrangulation durch einen Otto-Partikelfilter. Und – jetzt dürfen wir alle gemeinsam aufatmen – der Zehnzylinder saugt weiterhin turbobefreit.

Der Startknopf sitzt nach wie vor am Lenkrad. Ansonsten fühlst du dich auch mit Helm und Rennoverall, der das Branding einer anderen Autozeitschrift trägt – schöne Grüße an die Kollegen aus Schwabach – auf Anhieb wohl zwischen digitalen Anzeigen, Carbondekor und Ziernähten, die zur vegasgelben Außenhaut passen. Die Taste für die Auspuffklappen suchst du beim Neuen vergeblich, denn die regelt der R8 von nun an selbstständig. Pech für alle Boulevard-Poser – Glück für Abt, MTM und Co., die eine Lösung bestimmt schon in der Schublade haben. Und wenn der R8 dann schon auf dem Hof steht, könnten sich die Tuner gleich etwas Sinnvolles für die drei Schlitze unterhalb der Haubenkante einfallen lassen, die vom Marketing als Hommage an den Sport-Quattro zelebriert werden aber keinerlei praktische Nutzen haben.

V10-Sauger: Wohl der letzte seiner Art

Unbeeindruckt davon erwacht der 5,2-Liter-V10 donnergrollend. Ohne die Hände vom Steuer zu nehmen, bringen wir das Topmodell via Drive-Select-Taste und Dreh-Drück-Regler in den Performance-Modus für trockene Bedingungen und rollen zum Boxenausgang. Kurzer Stopp, Launch Control aktivieren, und der V10 pegelt sich bei 4.500/min ein. Ansatzlos schnalzt der R8 auf die Strecke, im Idealfall vergehen nur 3,1 Sekunden bis Tempo 100. Zwischendurch will bei 8.700/min der zweite Gang via Schaltwippen und Doppelkupplung eingelegt werden.

Immerhin etwas Handarbeit, schließlich ist der Handschalter schon seit längerem Geschichte. Ehrlicher Weise ist das auch kein Wunder, denn der Siebengang-Doppelkuppler kann einfach alles besser. Außerdem soll ein R8 auch für – Achtung Zitat eines Audi-Ingenieurs dessen Namen wir aus Genderpolitischen Gründen nicht nennen wollen: „Die Ehefrau des Audi-Kunden problemlos fahrbar sein.“ Noch Fragen?

Mehr Dynamik in der Lenkung

Obwohl die optionalen Michelin Cup-2-Reifen im 20-Zoll-Format kaum vorgewärmt wurden, biegt der Allradler schon in der ersten Links nach Start-Ziel zackig und zielgenau ab. Denn neben Fahrwerkskomponenten hat Audi auch die optionale Dynamiklenkung spürbar präziser abgestimmt. Obwohl sie normalerweise mit variabler Übersetzung arbeitet, ist sie in der Performance-Stellung auf 14:1 fixiert – und Junge das passt und schafft schnell vertrauen hinterm Volant.

Fast schon spielerisch tänzelt der Supersportler so durch die teils engen Kurven, feedbackt genauestens, was gerade an der Vorderachse passiert. Und das obwohl der fette R8 mit seinen hecklastig ausbalancierten 1,6 Tonnen gefühlt eine Nummer zu groß für den Privatparcours ist. Dessen kaum vorhandenen Auslaufzonen wechseln sich mit Leitplanken direkt an der Piste ab. Zudem will der Streckenverlauf erst noch verinnerlicht werden. Doch Unsereins lernt ja schnell. Dank Allrad-Traktion verschiebt sich das persönlichen Limit schnell nach oben. Schöpft aber noch nicht alles aus was der R8 eigentlich könnte.

Licht aus, Laserspot an

Und dann ist es mit einem Mal Nacht. Wobei Dunkelheit relativ wird, wenn die Matrix-LEDs und Laserlichter helle Schneisen in die Dunkel schneiden, die der donnernde V10 hinter dir wieder einreißt. Dankbarer Weise haben die Streckenposten Anbremszonen und Einlenkpunkte mit Leuchtkegeln markiert, was die Orientierung enorm erleichtert. Auch wenn die Stoppuhr etwas anderes sagt, gefühlt bist du im Dunkeln viel schneller unterwegs als bei Licht.

Zwar sammeln die heißen Cupreifen den Gummiabrieb der Slicks des Audi R8 LMS auf, der hier als Renntaxi seine Bahnen zieht und die Keramikbremsscheiben glühen mit den fetten ovalen Endrohren um die Wette, doch auch nach mehreren Runden am Stück kann von Fading oder Untersteuerneigung im Grenzbereich keine Rede sein. Stattdessen beginnst du zu spielen, drückst den Hintern leicht nach außen. Und hast dabei im Hinterkopf, dass dich notfalls der ESP-Anker sanft einfängt, wenn du es doch mal übertreibst. Oder schlicht vergessen hast, dass nach der schnellen Rechts-Links-Kombination, mit Kurve 18 eine blinde Rechtskuppe auf dich wartet, die dann in eine langgezogene Links übergeht. Keine Angst, wir haben alles heil gelassen, bringen den vegasgelben R8 unversehrt zurück in Box, steigen aus und sind im siebten Sportfahrerhimmel.

Fazit

Keine Frage, schon bisher war der Audi R8 ein ganz Schneller. Der renovierte R8 sieht schärfer aus als je zuvor, klingt so gut wie eh und je, und dank der Fahrwerks- und Lenkungsmodifikationen liegt er auf der Rennstrecke besser denn je! Und mutiert mit optionaler Dynamik-Lenkung sowie Cupreifen sogar zum Handling-Talent. Wenn also die Ehefrau des Audi-Kunden den Schlüssel nach der Shoppingtour wieder hergibt, sehen wir den Supersportler in Zukunft seltener auf Boulevards, dafür öfter bei Trackdays.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/fahrbericht/audi-r8-v10-performance-quattro-fahrbericht/

Top 12 der Zulassungsstatistik — Brasiliens Bestseller, die hier keiner kennt

Chevrolet Onix? Nie gehört. Fiat Strada? Was ist das denn für einer? Renault Kwid? Hä? Brasiliens Zulassungs-Charts sind voller Automodelle, die hierzulande keiner kennt. Und sie gehören Segmenten an, die bei uns eher abstoßend wirken.

Brasilien ist bunt, Brasilien ist lebensfroh, Brasilien frönt den schönen Formen. So besagen es zumindest die Klischees. Bezogen auf Menschen mag das auch alles stimmen. Bei den Autos sieht es jedoch anders aus. Ganz anders sogar. Das Bild auf Brasiliens Straßen deckt eher das Spektrum zwischen Weiß und Schwarz ab. Man entdeckt viele verschiedene Graustufen, aber kaum farbige Autos. Und immer dieselben Segmente: Kleinwagen, Kompakte, SUVs, viel mehr gibt es nicht zu sehen, zumindest bei einer Stippvisite in Sao Paulo. Abgesehen von skurrilen Pick-ups auf Klein- und Kompaktwagenbasis, die so ziemlich alles auszeichnet, aber keine schönen Formen.

Vorhang auf für die Top 12 der meistverkauften Autos in Brasilien, die vor allem eines zeigt: Dieser Markt tickt völlig anders als der deutsche.

12: Fiat Toro

Da ist er bereits, der erste für europäische und nordamerikanische Augen ungewöhnlich konzipierte Pick-up. Der Fiat Toro ist ein typischer Vertreter jener Pick-up-Machart, auf die die Brasilianer bevorzugt stehen: Kompakte, aber vollwertige Fahrerkabine, die eher an ein kleines SUV erinnert – und daran angeflanscht eine kurze Ladefläche. Und er ist das Auto, an dem der VW Tarok vorbei muss, sobald dieser 2020 auf den Markt kommt (die Konzeptstudie debütierte auf der diesjährigen Sao Paulo Motor Show). Auch preislich ist der Fiat die Referenz: Er startet bei 92.990 Real, umgerechnet knapp 22.000 Euro.

11: Fiat Argo

Außerdem beliebt in Brasilien: Kleinwagen wie der Fiat Argo. Der ersetzt seit 2017 gleich zwei Modelle, den Punto und den Palio. Sein Hochwasser-Look ist übrigens typisch und hat ganz praktische Gründe: Der Zustand brasilianischer Straßen ist chronisch schlecht, außerdem müssen die dort verkauften Autos auch die vielen ausladenden Temposchwellen schadlos überwinden können. Dass es den Argo auch mit kerniger Offroad-Anmutung samt Plastik-Beplankung gibt, ist da nur folgerichtig.

10: Jeep Compass

Den Jeep Compass kennen wir aus Europa. Und mit ihm den SUV-Boom, der auch Brasilien erfasst hat. 25 Prozent aller neu zugelassenen Autos sind SUVs. In seinem Windschatten zieht der Compass Modelle wie den Honda HR-V, Nissan Kicks, Jeep Renegade und Hyundai Creta in die Zulassungs-Top 20. Das hat einen erstaunlichen Effekt: Während Dieselmotoren in Europa immer schwächer nachgefragt werden, verzeichnen sie in Brasilien gerade starke Zuwachsraten. Der Dieselanteil kratzt im Pkw-Bereich inzwischen an der Zehn-Prozent-Marke – Tendenz steigend. Auch der Compass ist mit 170 PS starkem Zweiliter-Turbodiesel erhältlich.

9: Toyota Corolla

Zu uns kommt er gerade zurück, in Brasilien war er nie weg: der Toyota Corolla. Während wir den Japaner vor allem als Steilheck-Kompakten kennen, bereichert er den brasilianischen Markt ausschließlich als viertürige Stufenheck-Limousine. Kein Wunder: Die sogenannten Hatches der Kompaktklasse werden immer unbeliebter und müssen zusehends Marktanteile an SUVs abtreten. Das Stufenheck funktioniert in dieser Fahrzeugklasse aber immer noch gut.

8: Renault Kwid

Und ist das Auto auch noch so klein, es lässt auf jeden Fall ein SUV daraus stricken. Bestes Beispiel ist der 3,68 Meter kurze Renault Kwid, der seit 2015 in Indien erhältlich ist und von dort in andere asiatische Länder exportiert wird. Seit 2017 wird der Kwid für den heimischen Markt auch in Brasilien gebaut. Weil es dort strengere Sicherheitsauflagen gibt, ist die Südamerika-Version deutlich schwerer als die indische.

7: Chevrolet Prisma

Zu Beginn des Jahrtausends gab Chevrolet einmal ein zehn Jahre andauerndes, offizielles Gastspiel in Europa. Das Konzept, mit zuvor als Daewoo bekannten Korea-Importen den Discount-Automarkt aufzumischen, ging gründlich schief. Anders in Brasilien: Dort verkauft die Marke sehr erfolgreich vor Ort produzierte, klein und kompakt dimensionierte, simpel konstruierte und relativ günstig eingepreiste Autos. Der Prisma ist ein gutes Beispiel für solche Modelle: Eine kompakte Stufenheck-Limousine, die umgerechnet für nicht einmal 12.000 Euro zu haben ist. Aber Chevrolet bietet auch einige US-Modelle in Brasilien an. Neben dem Camaro zum Beispiel das SUV Equinox und das Elektroauto Bolt EV.

6: Fiat Strada

Die Typenbezeichnung führt ein bisschen in die Irre. Wenn ein Modell Strada (italienisch für Straße) heißt, könnte man dahinter ein echtes Fahrerauto vermuten. Tatsächlich ist der Fiat Strada ein Pick-up typisch brasilianischer Coleur. Basierend auf einem Kompaktwagen, dem Palio, haben die Ingenieure die Fahrgastzelle an der B-Säule gekappt – dort ist nun eine Ladefläche verankert. Im Übrigen ist der Strada ein echter Dauerbrenner: Bereits seit 1999 wird er gebaut. Seitdem gab es einige grundlegende Überarbeitungen, aber keinen echten Modellwechsel.

5: VW Gol

Nanu, da fehlt doch was?! Muss da nicht ein „F“ ran? Heißt das Auto nicht Golf? Keineswegs. Zwar bietet Volkswagen do Brasil den Golf (mit mäßigem Erfolg) ebenfalls an, aber die Rolle des traditionsreichen Bestsellers spielt auf dem dortigen Markt seit 1981 der Gol. Der ist deutlich unterhalb des Fast-Namensvetters angesiedelt und war viele Jahre das meistverkaufte Auto auf dem brasilianischen Markt. Diese Zeiten sind vorbei, aktuell reicht es „nur“ noch für Rang fünf in den Verkaufscharts.

4: VW Polo

Der Schmerz hält sich bei Brasiliens VW-Dependance auch deswegen in Grenzen, weil sie den neuen Polo dort erfolgreich platzieren konnte. Der auch hierzulande gutbekannte Kleinwagen überragt den Gol in der Länge um gut 15 Zentimeter und beim Preis um etwa 1.300 Euro. Außerdem besitzt er eine größere Varianz in Sachen Ausstattung, was in zweierlei Hinsicht Vorteile bietet: Erstens haben Brasiliens Autokäufer inzwischen gerne die Wahl, wie ihr Auto spezifiziert sein soll. Und zweitens gibt es dadurch größere Renditechancen. Mit dem Polo und dessen Stufenheck-Ableger Virtus hat VW obendrein die MQB-Plattform erfolgreich in Südamerika etabliert.

3: Ford Ka

Der große Star am Ford-Stand der diesjährigen Sao Paulo International Motor Show war der 2019er Mustang. Viel mehr als ein Imageträger ist das Coupé für die Marke in Brasilien allerdings nicht. Kommerziell deutlich wichtiger ist der Ford Ka, den wir in Europa als fünftürigen Kleinwagen Ka+ kennen. In Brasilien wird das Auto nicht nur in dieser Erscheinungsform, sondern auch mit Plastikbeplankung als Ka Freestyle und als Sedan mit Stufenheck angeboten.

2: Hyundai HB20

Hyundai ist in Feierlaune. Nicht nur, dass sich die Koreaner in Brasilien längst etabliert haben. Nein, sie konnten jüngst das einmillionste zugelassene Exemplar ihres Bestsellers HB20 feiern. Der Kleinwagen wird vor Ort für den südamerikanischen Markt gebaut und hat keine Entsprechung in Europa. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse ist die Modellvielfalt. Den HB20 gibt es nicht nur als klassischen Fünftürer, sondern auch als viertürige Limousine (HB20S), im Offroad-Look (HB20X) und als sportiv designten HB20 R-spec, der von Hyundai mit seinen 128 PS als „Bad Boy der Familie“ bezeichnet wird.

1: Chevrolet Onix

Hyundai HB20, Ford Ka und VW Gol haben einen großen Gegenspieler: den Chevrolet Onix. Der kleine Fünftürer ist ähnlich dimensioniert, ähnlich teuer und bietet eine ähnliche Modellvielfalt wie die Konkurrenten, toppt sie in Sachen Verkaufszahlen aber deutlich. 89.620 Onix-Exemplare wurden im ersten Halbjahr 2018 in Brasilien verkauft, beim HB20 waren es im selben Zeitraum 50.419 Einheiten. Diese Spitzenposition scheint für eine ganze Weile in Stein gemeißelt zu sein.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/top-12-zulassungsstatistik-brasiliens/

Toyota Corolla Limousine (2019) — Überall verbessert

Nach dem Schrägheck stellt Toyota nun die Limousinen-Variante des Corolla vor – die für den amerikanischen Markt wichtigste Karosserie-Variante. Die Limousine wurde rundum erneuert und basiert wie das Schrägheck auf der TNGA-Plattform (Toyota New Global Architecture) die auch unter dem Prius, CH-R und dem Lexus UX steckt.

Optisch lehnt sich die Corolla-Limousine an ihren großen Bruder Camry an und wirkt im Vergleich zu seinem Vorgänger etwas schlanker und flacher – tatsächlich ist er 20 Millimeter niedriger, die Fronthaube ist sogar 36 Millimeter tiefer, was die Sicht nach vorn verbessern soll. Dafür wurde der Motor in einer tieferen Position montiert als bisher. Dies führt unter anderem auch zu einem um zehn Millimeter abgesenkten Schwerpunkt. Der Radstand beträgt 270 Zentimeter, die vordere Spur legt um zwölf und die hintere um 22 Millimeter zu. Der vordere Überhang schrumpft um 33 Millimeter und der hintere wächst um 13 Millimeter. Die LED-Frontscheinwerfer reichen genauso wie die LED-Heckleuchten bis weit in die Fahrzeugseiten, auf einen durchgehenden Leuchtbalken am Heck verzichtet Toyota. Optional ist adaptives Licht zu haben.

Während die Corolla-Limousine in den unteren Ausstattungen LE und XLE auf 16-Zoll-Rädern fährt, sind bei den höheren Ausstattungen SE und XSE 18-Zöller Standard.

Alles niedriger

Innen gibt es digitale Instrumente und einen über das obere Ende der Mittelkonsole weit hinausragenden Acht-Zoll-Multimedia-Touchscreen. Die Armlehne weiter unten in der Mittelkonsole ist 20 Millimeter länger als beim Vorgänger. Das Instrumentenpanel und die gesamte Gürtellinie wurden etwas nach unten versetzt, um die Übersicht zu verbessern und den Passagieren ein luftigeres Innenraumgefühl zu vermitteln. Klavierlack-Applikationen sollen den Innenraum hochwertig wirken lassen, auf Wunsch gibt es Ambiente-Licht für gute Stimmung.

Auch die Sitzposition geht nach unten: Die Hüftposition des Fahrers ist um 25 Millimeter niedriger als bisher. Die Sitzbezüge an sich bekommen auf Wunsch neue Farbkombinationen, wozu nicht nur schwarze und dunkelgraue Tönungen gehören, sondern auch eine „Macadamia“ genannte Farbe, die für ein optisch warmes Interieur sorgen soll. Außerdem verspricht Toyota einen besonders leisen Innenraum: Eine Vielzahl an geräuschdämmenden Materialien plus die auf geringe Vibrationen ausgelegte TNGA-Plattform sollen sowohl den Lärm des Antriebsstrangs als auch Abroll- und andere Außengeräusche von den Insassen fernhalten.

Steifer mit besserem Fahrwerk

Das Chassis der neuen Corolla-Limousine soll 60 Prozent steifer sein als beim Vorgänger. Und während dieser an der Hinterachse noch mit einer Verbundlenker-Hinterachse ausgerüstet war, bekommt das neue Modell ein Multilenker-System. Vorn kommt eine überarbeitete McPherson-Aufhängung mit neuen Federbeinlagern zum Einsatz. Die Stoßdämpfer wurden für beide Achsen neu entwickelt.

Bei der neuen Corolla-Limousine können jede Menge Assistenten den Fahrer unterstützen. So gibt es einen adaptiven Abstandstempomaten, einen Totwinkelwarner und einen Spurhalte-Assistenten, eine Fernlichtautomatik und eine Verkehrszeichen-Erkennung.

Neuer Motor

Als Motor kommt in den Varianten L, LE und XLE der 1,8-Liter-Vierzylinder aus dem Vorgänger zum Einsatz, dessen Leistung auf 141 PS gesteigert wurde. In SE und XSE arbeitet ein neu entwickelter 2,0-Liter-Motor. Das neue Aggregat leistet 171 PS bei 6.600/min und generiert ein maximales Drehmoment von 205 Newtonmetern bei 4.800/min. Gekoppelt sind die Motoren an ein überarbeitetes CVT-Getriebe (Continuously Variable Transmission: stufenloses Getriebe). Um das Anfahren zu verbessern, spendiert Toyota dem Corolla auch noch einen echten ersten Gang – erst nach dem Anfahren übernimmt das CVT die Kraftübertragung. Für ein besseres Schaltgefühl simuliert das CVT eine Zehngang-Automatik mit Sportmodus. Bei allen CVT-Modellen ist eine Berganfahr-Hilfe Serie. Für sportlich veranlagte Fahrer gibt es eine neue manuelle Sechsgang-Schaltung mit Drehzahlanpassung beim Runterschalten.

Ab dem Frühjahr 2019 wird der neue Toyota Corolla als Limousine in den USA ausgeliefert, die Preise werden im März 2019 bekanntgegeben.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/neuvorstellung/toyota-corolla-limousine-2019/

Jaguar Land Rover GLOSA — Neuer Assistent nutzt V2X im Stadtverkehr

Flüssigerer Verkehr, weniger Stress für die Fahrer und ein reduzierter Benzin- oder Stromverbrauch. Jaguar Land Rover will mit einem neuen Assistenten auf V2X-Basis den Stadtverkehr entspannen.

V2X (Vehicle-to-Infrastructure oder Vehicle-to-Everything), also die Kommunikation des Autos mit einer Umwelt, ist in aller Munde. Diese Technologie ist für eine Zukunft, in der führerlose Autos autonom durch die Smart Cities dieser Welt fahren, unabdingbar. Aber auch jetzt bringt sie Vorteile.

Jaguar Land Rover testet auf Basis von V2X im Rahmen des von der britischen Regierung geförderten UK Autodrive aktuell die Verbesserung des innerstädtischen Verkehrsflusses.

Tests mit einem Jaguar F-Pace

Ein Jaguar F-Pace ist mit einem System namens GLOSA (Green Light Optimal Speed Advisory, Empfehlung für die optimale Geschwindigkeit einer grünen Welle) ausgerüstet.

Ampeln kommunizieren mit dem Fahrzeug, dass dem Fahrer Empfehlungen zur richtigen Geschwindigkeit auf der Strecke von einer Ampel zur nächsten gibt und auch auf die Umschaltung von Grün auf Rot oder anders herum hinweist.

Dadurch lässt sich laut Jaguar Land Rover nicht nur der Verkehrsfluss allgemein deutlich verflüssigen, die Fahrten in der Stadt sollen auch für die Autofahrer stressfreier werden. Wer sich auf die Empfehlungen der Software einlässt, muss weniger oft an roten Ampeln halten, außerdem werden starke Beschleunigungen bei einer gelber Ampel und harte Bremsvorgänge vermieden. Das bringt auch Spritersparnisse mit sich.

„GLOSA wird die Zeit, die Autofahrer an Ampeln verlieren, deutlich reduzieren“, stellt Oriol Quintana-Morales, Forschungsingenieur für vernetzte Technologien bei Jaguar Land Rover, in Aussicht. „Das System hat das Potenzial, einen sicheren und flüssigen Stadtverkehr zu gewährleisten, der den Verkehrsteilnehmern viel Stress erspart. Unsere Forschungen verfolgen das Ziel, Autofahren für alle unsere Kunden so angenehm und komfortabel wie möglich zu machen.“

Der Mensch muss mitspielen

Das neue System funktioniert natürlich nur dann gut, wenn sich auch die Fahrer auf die Empfehlungen der Software einlassen und ihren Fahrstil entsprechend anpassen. Denn bevor der Computer auch die Steuerung von Gas, Bremse und Lenkung im Stadtverkehr übernimmt, ist immer noch der Mensch als Entscheidungsträger die letzte Instanz.

Wann Jaguar Land Rover GLOSA in Serie bringen kann, hängt auch von der entsprechenden Um- und Aufrüstung der Ampelanlagen ab.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/jaguar-land-rover-v2x-glosa/

Porsche 911 Carrera bis GT2 RS im Überblick — 24 Varianten von 370 bis 700 PS erklärt

Kurz bevor Porsche einen neuen 911 präsentiert, ist die Modellvielfalt der Markenikone am größten. Das hat Tradition, verwirrt manchen und ist doch leicht zu durchschauen. Findet Porsche und erklärt alle Varianten in fünf Minuten im Video.

Was ist ein Porsche 911? Ein Zweipluszwei mit Sechszylinder-Boxer im Heck. Eh klar, aber da gehört noch mehr dazu. Die runden Scheinwerfer beispielsweise, der mittige Drehzahlmesser und das Zündschloss links vom Lenkrad. Ist von Anfang an so. Seit Generationen verkauft Porsche den 911 außerdem in unzähligen Varianten.

24 mal 911 im Überblick

Haben Sie mal probiert, den Überblick zu behalten oder nur die Varianten durchgezählt? 24 sind es, 13 Coupés, 8 Cabrios und drei Targas. Das kleine Neunmalelf beginnt mit dem Carrera, der 370 PS hat und 97.914 Euro kostet. Gut möglich, dass im Porschezentrum ein 700 PS starker Sportwagen direkt daneben steht, der dreimal so teuer ist und mit fast 700 PS fast doppelt so stark, aber ebenfalls ein 911 ist. In diesem Fall hätten wir es mit dem Topmodell GT2 RS zu tun. Zwischen Basis und Topmodell passen jede Menge Varianten mit eigenen Buchstaben-Kombinationen.

Beginnen wir mit der Basis, dem Carrera

Was bedeuten die Buchstaben T, S und GTS? Was unterscheidet einen GT3 Touring von einem GT3 RS? Und was ist das Besondere am Targa? Der Alubügel, klar. Der Carrera, das ist die Basis, deren Herkunft sich bis 1963 zurückverfolgen lässt. Der Name erinnert an das Straßenrennen Carrera Panamericana in Mexico und damit an die vielen Rennerfolge des 911 – ebenso wie der Name „Targa“, den Porsche in Anlehnung an die Targa Florio erfunden hat. Die Elfer-Vielfalt folgt einer bestimmten Systematik Gehen wir ins Detail und erklären den Elfer Schritt für Schritt. Wir fangen hinten an: Bei den Motoren.

Die Basis: 911 Carrera

Der Carrera, das ist die Basis, deren Herkunft sich bis 1963 zurückverfolgen lässt. Der Name erinnert an das Straßenrennen Carrera Panamericana in Mexico und damit an die vielen Rennerfolge des 911. Der „S“ steht für mehr Leistung und Ausstattung..

Der Carrera hat einen Dreiliter-Biturbo-Boxermotor, der mit 370 PS die Hinterräder antreibt. Danke, genügt, würden vermutlich viele sagen, zumal 450 Newtonmeter Drehmoment ab 1.700 U/min bereit stehen. Doch da lockt eben der S mit 420 PS und 500 Nm. Mit der Mehrleistung, die mit geänderten Verdichtern und einer eigenen Abgasanlage alles andere als Chiptuning ist, beschleunigt der Carrera S in unter vier Sekunden von null auf 100 km/h. Voraussetzung dafür: Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe PDK und das Sport-Chrono-Paket. Der Carrera S läuft 308 km/h. Unter 300 liegt die Höchstgeschwindigkeit nur beim Carrera.

Elfer mit Allrad: auch als Targa

Wer will, kann Carrera und Carrera S auch mit Allradantrieb bestellen. Das Heck ist dann 44 Millimeter breiter. Beim Beschleunigen überstimmt der Traktionsvorteil den Gewichtsnachteil, die Stoppuhr bleibt bis 100 km/h drei bis vier Zehntelsekunden eher stehen. Wer einen Targa möchte, bekommt ohnehin immer den Allradantrieb. Preis und Fahrleistungen von Targa und Cabriolet liegen übrigens auf einem Niveau – welcher es sein soll, ist also eher eine Frage des Stils. Selbst das Offenfahrgefühl eines Targa unterscheidet sich nicht großartig von jenem eines Cabrios mit (elektrisch) aufgestelltem Windschott. Drei Dinge sind beim Targa richtig cool: Das Dachballett, wenn die Glaskuppel nach hinten oben fährt und das Dachmittelteil verschluckt, der polierte Alubügel, der beim GTS schwarz matt ist und der Blick zurück durch die Glaskuppel-Heckscheibe.

911 pur: Carrera T

Puristen, die auf Gewicht und Linie achten, nehmen natürlich das Coupé. Am besten als „T“ mit Carrera-Schriftzügen auf den Türen. Das Schaltgetriebe ist kürzer übersetzt, die Dämmung dünner, die Ausstattung auf Wunsch dynamischer, der Motor bleibt bei den 370 PS des Carrera, der Preis steigt um rund 10.000 Euro . Über „T“ und „S“: Der GTS mit 450 PS und Sportauspuff. Immer noch alltagstauglicher, sprich etwas luxuriöser als die puristischen GT-Modelle – und rund 28.000 Euro teurer als der Carrera.

Sportmodelle mit Heckantrieb: GT3 und GT2

GT2 und GT3 sind stärker auf die Rennstrecke abgestimmt als die alltagsnäheren Carrera-Elfer. Nach außen hin zeigen Flügel und Spoiler, wozu die GTs in der Lage sind: schnelle Rundenzeiten in Serie. Der wesentliche Unterschied ist das Motorprinzip: Im GT3 sitzt der einzige Saugmotor in der gesamten Modellreihe. Der Vierliter dreht im RS bis 9.000 Touren und leistet 520 PS. Im GT2 RS sitzt ein Biturbo-Boxer mit 700 PS im Heck– und hinter dem Steuer hoffentlich ein weiser, abgeklärter Könner mit schnellen Reflexen. Denn alle GT-Varianten haben Heckantrieb im engeren Sinn: Der Motor sitzt hinter der angetriebenen Hinterachse.

Immer mit Allradantrieb: Turbo und Turbo S

Allradantrieb hat der 911 Turbo seit der Baureihe 993 serienmäßig. Der letzte luftgekühlte Turbo war auch der erste mit Biturbo-Aufladung. Vier angetriebene Räder, zwei Turbolader: Dabei blieb es seither. Den Turbo gibt es nicht als Targa, aber als Cabriolet – es dürfte zu den schnellsten Cabrios überhaupt gehören. Bis zu 580 PS im Turbo S sorgen für exzellente Fahrleistungen, PDK, Allradantrieb und ein feinfühliges Fahrwerk dafür, dass der starke Zweitürer so einfach fährt wie ein Golf mit Automatik. Wie ein fürchterlich schneller Golf allerdings: In 3,0 Sekunden springt der 911 Turbo von null auf 100 km/h, der S kann das eine Zehntel flotter.

Bis zu 330 km/h erreicht ein Turbo S. Dazu befähigen ihn unter anderem im Vergleich zum Turbo vergößerte Lader. Das Turboloch, das bei den ersten beiden Generationen – die ja im Prinzip denselben Motor hatten – noch unbedingt dazugehörte, haben die Techniker erfolgreich zugeschüttet. Ab Standgas schiebt der Turbo an, klingt dabei etwas gedämpfter als die Carreras.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/sportwagen/porsche-911-varianten-carrera-gt2-rs/

Honda VE-1 — Elektrokleinwagen für China

Honda hat auf der Guangzhou International Auto Show den Elektrokleinwagen VE-1 präsentiert. Der ist allerdings ausschließlich für den chinesischen Markt bestimmt.

Die Informationslage zum Honda VE-1 ist dünn. Der Kleinwagen baut vermutlich auf der Plattform des ebenfalls in China angebotenen SUV X-RV auf. Der X-RV ist hierzulande als HR-V bekannt. Der VE-1 setzt auf vier Türen, wobei die Griffe der beiden hinteren Portale gut versteckt in den hinteren Türdreiecken verborgen sind.

Die coupéhafte Linienführung des schwarz abgesetzten Dachs sorgt zwar für eine elegante Optik, dürfte aber die Kopffreiheit im Fond einschränken. Die Radläufe sind mit Kunststoff beplankt, die Schweller tragen kleine Trittbretter. An der Front sorgen LED-Scheinwerfer und ein großes Kühlermaul für einen dynamischen Auftritt.

Bis zu 340 Kilometer Reichweite

Den Antrieb des Honda VE-1 soll ein 163 PS und 280 Nm starker Elektromotor an der Vorderachse übernehmen. Die Betriebsenergie liefert eine 53,6 kWh große Batterie, die basierend auf dem Normzyklus eine Reichweite von 340 Kilometern ermöglichen soll. Dem Fahrer stehen drei Fahrmodi zur Verfügung.

Auf den chinesischen Markt soll der VE-1 2019 kommen. Dann will Honda das Elektromodell auch über Carsharing-Dienste anbieten. Gebaut wird der VE-1 beim chinesischen Joint-Venture Guangqi Honda. Ein Export auf andere Märkte ist derzeit nicht vorgesehen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/honda-ve-1-elektrokleinwagen-china/

BMW 330e (2019) — BMW 3er mit Plug-in-Hybrid und Extra-Boost

Mit 252 PS Systemleistung und bis zu 60 rein elektrischen Kilometern soll der neue 330e BMW-Kunden sachte an die Elektromobilität heranführen. Auch die Beschleunigung gehört zu seinen Stärken – das Platzangebot eher nicht.

Ab Sommer 2019 wird es wieder eine Plug-in-Hybridversion des BMW 3ers geben. Der G20 mit Steckdose heißt wieder 330e, verzichtet im Gegensatz zum Vorgänger mit dem Werkscode F30 aber auf den Namenszusatz iPerformance. Die generellen Zutaten bleiben: Es spannen ein Zweiliter-Vierzylinder-Benziner und ein Elektromotor zusammen. Auch die Motordaten gleichen sich: 185 kW / 252 PS leistet das System, wovon 135 kW / 184 PS auf den Benziner entfallen. Das sind exakt die Werte des Vorgängers, genau wie das maximale Drehmoment von 420 Newtonmetern. Die technischen Unterschiede liegen im Detail verborgen.

„XtraBoost“ für sportliche Beschleunigung

Statt die Papierdaten zu optimieren, haben die BMW-Ingenieure das Zusammenspiel zwischen den Antriebseinheiten optimiert. So trägt der E-Motor nun eine Dauerleistung von 50 kW / 68 PS zum Fahrerlebnis bei. In der Spitze sind es sogar bis zu 80 kW / 109 PS, und zwar deshalb: Befindet sich der 330e im Sportmodus oder nutzt der Fahrer den Kickdown, aktiviert er die „XtraBoost“-Funktion; eine Extraleistung, die für ein paar Sekunden in der Hochvoltbatterie vorgehalten wird. Für diese Situationen gibt es auch ein spezifisches Schaltprogramm in der Acht-Gang-Automatik, in dem die Gänge für eine intensivere Beschleunigung länger ausgedreht werden. Auf dem Papier ist der Fortschritt allerdings gering: Den Null-auf-Hundert-Sprint absolviert der neue 330e in 6,0 Sekunden – eine Zehntelsekunde schneller als der Vorgänger. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h (F30: 225).

Doch Dynamik ist das Eine. Plug-in-Hybride sind dafür gedacht, um Sprit zu sparen und lokal emissionsfrei zu fahren. Beides soll der neue 330e besser können als der alte. Zuerst die Werte: Den nach WLTP ermittelten und auf NEFZ zurückgerechneten Normverbrauch gibt BMW mit 1,7 Litern an (NEFZ F30: 1,9) und den CO2-Ausstoß mit 39 Gramm pro Kilometer (zuvor 44 bis 49 g/km). Im Hybrid-Modus fährt er rein elektrisch maximal 110 statt 80 km/h, im Elektro-Programm sind es 140 statt 120 km/h. Auch die elektrische Reichweite steigt nach Norm von 40 auf 60 Kilometer. Im Alltag dürfte sich der Wert unter Idealbedingungen zwischen 40 und 50 Kilometern einpendeln.

Der E-Motor sitzt direkt im Getriebe

Der Elektromotor ist nun nicht mehr zwischen Getriebe und Verbrenner untergebracht, sondern direkt in die Steptronic integriert. Das spart Platz und optimiert den Wirkungsgrad – nicht nur bei Leistungsabfrage, sondern auch beim Rekuperieren. Beim Bremsen fungiert der E-Motor als Generator und gewinnt Energie zurück. Nicht nur für den Zwölf-Kilowattstunden-Speicher, sondern auch für das Bordnetz, wodurch der Benziner und die Lichtmaschine von dieser Aufgabe entbunden werden.

Die Batterie platziert BMW im neuen 330e unter den Fondsitzen und verschiebt damit den Benzintank über die Hinterachse. Das kostet Kofferraumvolumen: Mit 375 Litern ist das Gepäckabteil 105 Liter kleiner als das eines konventionell angetriebenen G20-3ers. Die Variabilität bleibt aber dank der serienmäßig im Verhältnis 40:20:40 teilbaren Rücksitzlehne gewahrt.

Fünf Ausstattungslinien, neue digitale Services

Die Preise stehen derzeit noch nicht fest. Aber BMW hat bereits bekanntgegeben, den 330e mit den üblichen Ausstattungslinien zu kombinieren. Das sind neben der Basisausstattung die Modelle Advantage, Sport und Luxury Line sowie die M-Sport-Variante. Die neuen Assistenzsysteme sind ebenso in vollem Umfang verfügbar wie die sportiven Technik-Accessoires, namentlich das adaptive M-Fahrwerk, die variable Sportlenkung und die M-Sportbremse. Serienmäßig ist eine Standheizung an Bord, mit der sich der Innenraum vorklimatisieren lässt. Zusätzlich wird BMW neue digitale Services anbieten, die Hotels, Restaurants, Cafés, Sehenswürdigkeiten oder Kultureinrichtungen in der Nähe von öffentlichen Ladestationen anzeigen. Nutzer erfahren obendrein, welche Säulen gerade verfügbar sind. Sie können diese außerdem für einen begrenzten Zeitraum reservieren.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/neuvorstellung/bmw-330e-3er-mit-plug-in-hybrid/

auto motor und sport-Spezial — Vorschau: getunte Supersportler, Bushido, Kompakte

auto motor und sport – Spezial – 2018. Themen: Getunte Supersportler und Bushido – Warum Rapper auf fette Karren stehen. Außerdem: Kompaktwagenvergleichstest, Technik, Fahrberichte und mehr.

Fahren Sie gut – und selbst

Sportfahrer haben eine Verpflichtung: Sie müssen aufmerksam fahren und damit Vorbild sein. „Denn wir sind die Guten“, meint Marcus Peters. Jeder hat das schon erlebt: Autos nehmen Schikanen per Ideallinie – das Lenken ist echt anstrengend. Sie verharren vor der grünen Ampel – oh, lustiges Katzenvideo auf Instagram. Oder sie fahren in eine Kreuzung ein, obwohl der Verkehr gut sichtbar stockt – was kann denn ich dafür? Ausreden gibt’s immer.

Was mir dabei auffällt: Faultiere, Schnarchnasen und Egoisten sitzen selten in Autos, die auf einen Sportfahrer am Lenkrad hindeuten. Woran man diese erkennt, fragen Sie? Na ja, ihre Heckdeckel zieren häufig Nordschleifen-Aufkleber. Oder sie sind als Sportmodell zu erkennen, wie die Hot Hatches, die Kollege Hellmanzik für einen Vergleichstest durch die Kurven des Handlingkurses von Boxberg gezoomt hat. Ich selbst habe mich dort mit Sportkombis ausgetobt. Der Weg zum Testgelände führte über die Autobahn. Damit der Verkehr dort nicht ins Stocken gerät, müssen alle aufmerksam fahren. Das beachten jedoch immer weniger. Deshalb müssen wir gut gelaunte Vorbilder sein. Vielleicht steckt unsere Begeisterung fürs Autofahren wieder an.

Ein begeisterter Vielfahrer ist Kollege Lingner: Er hat sich zur rechten Zeit einen guten Porsche 911 der 964er-Baureihe geangelt und damit einen Traum verwirklicht. Haben Sie auch schon einmal darüber nachgedacht, Ihr Spielgeld in vier Räder zu investieren? So ein 911 dürfte in Sachen Wertentwicklung einige Bluechips schlagen.

Bushido fährt nur selbst

Ganz schön was los war in Bretten, wo sich eine bunte Tuning-Szene an der örtlichen Tankstelle trifft. Patrick Lang verbrachte dort einen vergnüglichen Abend. Oder in Hockenheim. Da versammelte Clemens Hirschfeld drei getunte Supersportler mit 2153 PS.

Wenig los war dagegen nachts in Berlin, als sich Natalie Diedrichs mit Rapper Bushido traf und ihn fragte: „Warum stehen Rapper eigentlich auf fette Karren?“ Gefallen hat mir sein Zitat zum Thema autonomes Fahren: „Ein Auto, das ich nicht mehr selbst fahre, ist für mich kein Auto mehr.“

In diesem Sinne: Fahren Sie gut – und vor allem selbst!▪

Gut lachen – Marcus Peters ist gerade BMW M2 Competition gefahren: aufmerksam und höchstselbst

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/vorschau-spezial-2018/

Renault erneuert seine Motoren-Palette für die größeren Modelle

Eine gute Nachricht für all jene, die sich einen Neuwagen mit Renault-Logo anschaffen wollen. Der französische Konzern bringt drei neue Motoren mit neuester Abgastechnik, die alle geforderten Vorschriften erfüllen. Fahrverbote sind für Autos mit diesen Triebwerken kein Thema. Dabei setzt Renault weiterhin auf den Diesel.

Im Fokus stehen neue 2,0-Liter-Selbstzünder für die Limousine Talisman und den Großraumvan Espace, jeweils in Verbindung mit Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Bei identischer Technik gibt es zwei Leistungsstufen. Der Blue cDI 160 leistet 118 kW/160 PS und liefert ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern. Die stärkere Version Blue cDI 200 kommt auf 147 kW/200 PS bei 400 Newtonmetern. Obwohl der Verkaufsstart unmittelbar bevorsteht, geben die Franzosen noch keine genauen Fahr- und Verbrauchsdaten heraus. Beide Triebwerke erfüllen die aktuell strengste Abgasnorm 6d-temp. Zur Abgasreinigung ist das SCR-System an Bord, das mit Hilfe von Harnstoff („Adblue“) das Stickstoff-Oxid in Nitrogen und Wasser umwandelt. Das in einem Zusatztank mitgeführte AdBlue soll laut Renault für eine Strecke zwischen 5.000 und 7.000 Kilometer reichen.

An die neuen Vorschriften angepasst wurde gleichzeitig der bekannte Zweiliter-Diesel im SUV Koleos. Er leistet 130 kW/175 PS bei einem Drehmoment von 380 Newtonmetern und hat ein stufenloses CVT-Getriebe an Bord. Der Verbrauch für die Allradversion liegt bei 6,4 Litern auf 100 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit bei 192 km/h.

Neues auch beim Thema Benziner: Der aus dem Sportwagen Alpine A110 bekannte 1,8-Liter-Vierzylinder mit 165 kW/225 PS ist jetzt auch für Talisman und Espace zu haben. Bei ihm sorgt ein Partikelfilter für zusätzliche Abgasreinigung. Die Daten: 300 Newtonmeter Durchzugskraft bei 2.000 Umdrehungen, 240 km/h (Espace: 224 km/h), 7,2 Liter auf 100 km (Espace: 7,4 l).

Die neuen Renault-Triebwerke sollen ab Dezember verfügbar sein. Wie letztlich den Fahrern älterer Dieselmotoren geholfen werden kann, ist auch bei Renault im Bereich „Nachrüstung“ noch nicht geklärt. Die Franzosen bieten beim Neukauf eines Talisman, Espace oder Koleos eine Umtauschprämie von bis zu 10.000 Euro. Bei anderen Modellen liegt sie zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Beim Neukauf des Elektromodells Renault Zoe addieren sich zwei Prämien (Elektro und Dieselumtausch) auf 8.000 Euro.

Nissan Qashqai – Aufgewertet und sehr effizient

Für ein richtiges Facelift ist es noch zu früh, hat Nissan seinem „Zugpferd“ erst letztes Jahr eins verpasst. Dieses mal reichte es „nur“ für einen neuen Motor, aber der hat es in sich. In Barcelona sollte der neue 1,3-Liter-Benzinmotor mit bis zu 160 PS vorgestellt werden. Nach einem zweitstündigen Flug, auf dem mir eine nette ältere Dame und ihr Hund „Chef“ von der katalanischen Hauptstadt vorschwärmten, erwartete das Nissan Team uns mitten in der Stadt zur Vorstellung des neuen Motors mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Erstmalig bei Nissan. Ich muss zugeben, bis dato bin ich noch nie einen Nissan Qashqai gefahren und war sehr gespannt, was der kleine Crossover so auf dem Kasten hat. Schon die theoretische Präsentation versprach ein sportliches und direktes Fahrerlebnis sowie eine verbesserte Beschleunigung aus dem Stand, mal vom reduzierten Geräuschpegel abgesehen. Ich konnte den praktischen Test am nächsten Tag nicht erwarten.

Löwenstark

Leider wurden wir vom Wetter ein wenig enttäuscht, denn es regnete Bindfäden. Zum Glück nur in der Stadt, ausserhalb klarte es auf und wir konnten den Nissan Qashqai durch die angenehme Landschaft Kataloniens treiben. Für die erste Fahrt wurde uns direkt die 160 PS Version zur Verfügung gestellt. Man soll sich ja auch nicht lumpen lassen. Der aufgeladene 1,3-Liter-Vierzylinder mit Otto-Partikelfilter und Euro-6d-Temp-Klassifizierung, die ab September 2019 verpflichtend wird, schnurrt leise wie ein Kätzchen, hat aber die Kraft eines ausgewachsenen Löwen. Zieht gut, würde man sagen, und macht Spaß. Mehr Leistung und Drehmoment, ein direktes Ansprechverhalten und eine gleichmäßige Leistungsentfaltung zeichnen das Triebwerk aus, das neben einem leiseren Fahrerlebnis auch zur guten Laune beiträgt. Alle Motorisierungen sind an Frontantrieb gekoppelt und sollen neue Standards in Sachen Fahrverhalten setzen.

Mir gefällt es, besonders der leise Motor. Er macht eindeutig Spaß. Auch das Interieur fällt für einen kleinen SUV recht edel aus. Nappaleder-Sitze mit gesteppten Flächen, ein nach unten abgeflachtes Lenkrad und natürlich das neue NissanConnect Infotainment-System. Auch wenn wir es im Auto direkt nicht testen durften, um die voreingestellten Routen nicht versehentlich zu löschen, konnten wir das an einem Terminal im Hotel nachholen. Das System ermöglicht einfache Internet-Updates für Karten und Software und verfügt in allen Ausstattungsvarianten oberhalb der Einstiegsversion Visia über Apple CarPlay und Android Auto. Dabei kann man über eine neue Smartphone-App namens „Door to Door Navigation“ zusätzliche Funktionen freischalten. Die Route kann zuhause oder im Büro geplant und an das Navigationssystem geschickt werden. Der ebenfalls enthaltene Dienst TomTom Premium Traffic sorgt mit Echtzeit-Verkehrsdaten für eine noch bessere Routenführung mit präziseren Reisezeiten. Sehr praktisch, besonders wenn man die Routen schon vor der Fahrt bequem am Küchentisch planen und einstellen kann.

160 PS vs. 140 PS

Dem katalanischen Straßenverkehr sind wir leider trotzdem nicht entkommen und waren froh, als wir eine Route in ländlicheren Gegenden entlang fuhren. Zwischendurch tauschten wir die Fahrzeuge, um auch die anderen Motorisierungen zu testen. Die 140-PS-Version des 1,3-Liters liefert mit 240 Newtonmeter mehr Drehmoment als sein Vorgänger und hier merkt man auch den Unterschied zum 160-PS starken Bruder. Denn wenn es darauf ankommt, schwächelt er ein bisschen auf der Brust. Beim Verbrauch unterscheiden sich die verschiedenen Leistungsstufen kaum: Die 140-PS-Variante braucht offiziell 5,3 Liter auf 100 Kilometer, der stärkere Motor ebenfalls. Natürlich kommt das immer auf Strecke und Fahrweise an. Da dürften sich die Werte schnell nach oben korrigieren.

Die Empfehlung geht somit klar zur 160-PS-Version, egal, ob mit Handschaltung oder mit Doppelkupplungsgetriebe. Da muss man einfach weniger schalten und man hat nicht das Gefühl, zwischendurch anschieben zu müssen, wenn man sich in den niedrigeren Drehzahlen befindet. Der große Motor macht einfach mehr Laune und reagiert schneller auf Befehle des Gaspedals. Das merke ich auch in den kurvigen Strassen Kataloniens und vermisse den stärkeren Motor ein bisschen. Man merkt, dass sich hier etwas getan hat. Das Einspritzsystem wurde verbessert, die Form des Brennraums, der Turbolader und die Reibung wurde reduziert. Netter Nebeneffekt: Die Service-Intervalle wurden von 20.000 auf 30.000 Kilometer verlängert.

Der Preis ist heiß

Preislich hat sich zum Glück nicht viel zum Vorgänger getan: Der 140-PS-Qashqai ist ab 21.350 Euro zu haben, die 160 PS kosten 2.050 Euro mehr. Und wer Automatik fahren will, ist mit 1.700 Euro dabei. Fürs erste reicht uns aber der Testwagen, mit dem wir auf der Abschlussrunde noch ein bisschen in die Berge fahren. Hey, wenn schon SUV, denn schon SUV.

Fazit: Klein aber Oho. Der Nissan Qashqai zeichnet sich als kompakter aber kraftvollen Crossover aus und mit den neuen Motoren dürfte er noch ein paar mehr Fand dazu gewinnen. Er ist leise, äußerst wendig und macht Laune, auch wenn beim kleineren Motor ein paar Schwächen festzustellen sind. Das dürfte aber in der Stadt nicht besonders ins Gewicht fallen und mal ehrlich, die katalanische Berglandschaft hat ja nun auch nicht jeder vor der Haustür.

Fahrbericht: Simone Amores
Bilder: Simone Amores / Nissan

Ratgeber: Autopflege im Herbst

Fallendes Laub macht im Herbst die Straßen rutschig. Die Blätter können aber auch den Lack angreifen und für feuchten Muff im Innenraum sorgen. Im Herbst sollte man nicht nur Garten und Gehwege regelmäßig von Laub befreien, sondern auch das Auto. Denn die gefallenen Blätter können dem Auto auf Dauer schaden.

Dringt das Laub in Karosserieritzen ein, kann es dort die Wasserabläufe verstopfen. Nasse Fußmatten, beschlagene Scheiben und ein insgesamt feuchter Innenraum sind oftmals die Folge. Beliebte Verstecke sind beispielsweise die Rinnen unter der Motorhaube und die Ritzen zwischen Kofferraumklappe und Seitenblech. Aber auch in Lüftungsgitter oder den Ecken und Kanten von Scharnieren sowie den Ablauflöchern in den Türen bleiben Blätter gerne haften. Eine kritische Stelle für Herbstlaub sind auch Schiebedächer. Sind deren Ablaufkanäle verstopft, rinnt das Regenwasser über den Rahmen und dann hinter die Seitenverkleidung in den Fußraum.

Auch auf der Karosserie richten Blätter auf Dauer Schaden an. Sie speichern Feuchtigkeit und geben zudem Gerbsäure ab – beides greift Lack und Metall an. Ratsam ist es deshalb, regelmäßig das Blattwerk von der Karosserie zu entfernen. Meist gelingt das schnell und ohne großen Aufwand per Hand. Der manchmal darunter liegende Schlamm wird mit einem feuchten Lappen oder Schwamm entfernt. Bei tiefen Stellen hilft auch ein Griff zum Staubsauger. Mit ein wenig Politur können die Stellen anschließend nicht nur glänzender, sondern vor allem glatter aufbereitet werden – damit sich das Laub nicht wieder so schnell festsetzen kann.