2020er Modelljahr des Hyundai-Modells — Sonata wird zum viertürigen Coupé

Das Mittelklasse-Modell hat zuletzt an Verkaufszahlen eingebüßt. Mit der achten Generation steuern die Koreaner gegen, indem sie seinen Charakter wandeln: von der biederen Fließheck-Limousine hin zum viertürigen Coupé.

In Deutschland hatte den Hyundai Sonata kaum jemand lieb. Entsprechend geräuschlos verabschiedete er sich vor etwa zehn Jahren vom hiesigen Automarkt. Ganz anders verlief seine Karriere in den USA. Hier erreichte er Jahr für Jahr locker sechsstellige Absatzzahlen und war zeitweise das meistverkaufte Hyundai-Modell. Doch zuletzt lief es auch in Amerika nicht mehr besonders gut für den Mittelklasse-Koreaner, von 2017 zu 2018 sackte der Absatz um gut 20 Prozent ein (105.118 statt 131.803 verkaufte Einheiten).

Viertüriges Coupé statt Fließheck-Limousine

Deshalb versucht sich Hyundai nun an einem Imagewandel: Der Sonata der achten Modellgeneration bzw. des 2020er Modelljahres wird etwas höher positioniert. Statt sich in der grauen Masse der Fließheck-Mittelklasse-Langeweile zu verlieren, soll er fortan als viertüriges Coupé die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. „Sinnliche Sportlichkeit“ nennt sich das dahinterstehende Designkonzept. Eine pathetische Bezeichnung, keine Frage. Dennoch muss man bestätigen: Hier fließen die Linien, jedes Design-Element folgt dem Prinzip der Harmonie.

Sieht man sich den Sonata genauer an, fallen durchaus einige charakteristische Design-Kniffe auf. Vorne beispielsweise die Metallspange, die seitlich in den Stoßfängern erwächst, sich über die gesamte Breite zieht und den Kaskaden-Kühlergrill durchschneidet. Um die Seitenscheiben windet sich eine Chromleiste, die erst an den vorderen Scheinwerfern endet und dort von den LED-Tagfahrleuchten wiederaufgenommen wird. Die Charakterkante knapp unterhalb der Schulterlinie erinnert an diverse VW-Modelle, die untere knapp über den Schwellern wird auf Höhe der B-Säule unterbrochen. Auch die Heckleuchten strecken sich, und zwar von der Abrisskante auf dem Heckdeckel über die Flanken und danach auf der Heckklappe über die gesamte Fahrzeugbreite.

Sonata wird flacher, breiter und länger

Der Charakterwandel wird auch von den geänderten Dimensionen unterstrichen. Die Höhe schrumpft um 30 auf 1.446 Millimeter; gleichzeitig wächst die Breite um 25 auf 1.889 Millimeter. In der Länge legt der Sonata um 45 Millimeter zu (nun 4.899), wovon allein 35 Millimeter auf den Radstand entfallen, der damit auf 2.839 Millimeter wächst.

Das Armaturenbrett ist eher schlank gehalten und in die Breite ausgerichtet. In einer zentralen Behausung sitzt ein querformatiger Bildschirm, darunter befinden sich zwei schmale Luftausströmer und das Klima-Kontrollzentrum. Charakteristisch ist das Lenkrad geformt: Es hat tiefe Daumenmulden und zwei Querspangen, die mit einem matten Chromelement miteinander verbunden sind und in deren Zentrum der klein dimensionierte Pralltopf sitzt. Hinter dem Volant befinden sich zwar klassisch gezeichnete, aber digital ausgeführte Instrumente. Auf der Mittelkonsole sitzen auf einem Podest die Drucktasten, mit denen die Automatik-Fahrstufen angewählt werden, und der Knopf für die elektronische Parkbremse. Dahinter findet sich der Taster für die Fahrmodi. Geräumig soll es im Sonata außerdem sein, und großflächig verarbeitetes Leder soll die Neupositionierung des Baureihe unterstreichen.

Die dürfte sich auch im Motorenangebot niederschlagen; bislang spielt ein Zweiliter-Turbobenziner mit 248 PS und maximal 353 Newtonmetern die Rolle der Topmotorisierung. Näheres dazu gibt Hyundai sicherlich im Rahmen der vom 19. bis 29. April stattfindenden New York Auto Show bekannt, auf der der 2020er Hyundai Sonata vor Publikum debütiert.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/2020er-hyundai-sonata-wird-zum-viertuerigen-coupe/

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