Alle Mazda-Modelle mit Euro 6d-Temp — Fast komplett umgestellt – nur eine Baureihe fehlt

Mazda ist mit der Umstellung seines Angebots auf Euro 6d-Temp schon weit vorangeschritten. Die Benzin- und Dieselmotoren des Mazda 2, Mazda 6, MX-5, CX-3 und CX-5 erfüllen ausnahmslos die neue Abgasnorm. Nur der Mazda 3 fehlt.

Das hat einen einfachen Grund: Im nächsten Jahr kommt die neue Generation der Kompaktwagen-Baureihe auf den Markt. Da Euro 6d-Temp aber erst ab September 2019 für alle neu zugelassenen Autos zur Pflicht wird, kann Mazda seinen 3er bis dahin getrost mit niedrigerer Abgas-Zertifizierung verkaufen und sich den Aufwand für dessen Umstellung sparen.

Sowohl Benziner als auch Diesel mit Euro 6d-Temp

Ansonsten machen die Japaner keine Kompromisse. Jedes andere Modell ist mit jeder einzelnen Motor-Getriebe-Kombination nach Euro 6d-Temp eingestuft. Bei den Benzinern ist das durchaus bemerkenswert, schließlich verzichtet Mazda durchgängig auf Otto-Partikelfilter. Offensichtlich sind die Triebwerke allein durch innermotorische Maßnahmen – hohe Verdichtung, spezielle Brennraumgeometrie, erhöhter Einspritzdruck von 300 bar, geringe Reibungsverluste und einiges mehr – sauber genug, um den hohen Ansprüchen der Abgasnorm gerecht zu werden.

Die Diesel-Aggregate im Mazda 6, CX-3 und CX-5 brauchen dagegen externe Hilfe, um das Euro-6d-Temp-Zertifikat zu erhalten. Der aktuell ausschließlich im CX-3 eingesetzte 1,8-Liter-Turbodiesel reinigt seine Abgase per NOx-Speicherkat von giftigen Stickoxiden. Den bekannten 2,2-Liter-Selbstzünder mit zweistufiger Turboaufladung ergänzt Mazda um ein SCR-System, das mit AdBlue-Einspritzung arbeitet.

Euro 6d-Temp hält den Fahrzeugwert stabil

Noch bis Jahresende 2019 (für neue Typgenehmigungen) bzw. Jahresende 2020 (für alle Neuzulassungen) gilt Euro 6d-Temp. Um diese Einstufung zu erhalten, müssen Autos ihr Abgasverhalten nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auch bei Straßentests (RDE: Real Driving Emissions) nachweisen. Dabei dürfen Diesel beim RDE-Test höchstens das 2,1-fache des Stickoxid-Laborwertes ausstoßen. Wenn danach die richtige Euro-6d-Abgasnorm gilt, sinkt der Umrechnungsfaktor auf 1,5. Bei Benzinmotoren sind Stickoxide kein Thema, für sie werden allerdings die Vorgaben in Sachen Rußpartikel strenger. Deshalb führen die meisten Hersteller für ihre Benziner flächendeckend Ottopartikelfilter ein. Mazda kommt ohne aus – und dürfte damit einer Minderheit angehören.

In Zeiten, in denen in immer mehr deutschen Städten Fahrverbote drohen, sollten sich dennoch vor allem Dieselfahrer mit den neuen Abgasnormen auseinandersetzen. Wer sich einen nach Euro 6d-Temp eingestuften Selbstzünder zulegt, dürfte noch sehr lange vor Aussperrungen aus den Innenstädten gefeit sein. Ein Argument von ähnlichem Gewicht: Je höher die offiziell anerkannte Abgasnorm, umso wertstabiler ist es. Das kann beim Wiederverkauf einige Tausend Euro ausmachen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/alle-mazda-modelle-mit-euro-6d-temp/

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