Alle Seat-Modelle mit Euro 6d-Temp — Das Angebot an sauberen Modellen ist noch überschaubar

Seat kann derzeit fünf Baureihen mit Euro 6d-Temp anbieten. Fast all diese Autos sind Benziner. Immerhin kamen jüngst die ersten Varianten des Leon und Ateca hinzu – und die ersten Dieselmotoren.

Im Volkswagen-Konzern klemmt es noch in Sachen Euro 6d-Temp. Während andere Marken ihr Angebot schon komplett (Hyundai, Kia, Opel) oder zumindest flächendeckend (beispielsweise BMW und Mercedes) umgestellt haben, beinhalten die Paletten der VW-Marken lediglich punktuell Autos mit sauberen Motoren. Immerhin wächst das Angebot, wenn auch nur langsam und punktuell. Alle VW-Marken haben im September in Sachen Euro 6d-Temp aufgestockt, darunter auch Seat.

Mii, Ibiza und Arona mit Dreizylinder-Benziner

Trotzdem ist das Angebot noch sehr übersichtlich. Wer unbedingt ein Euro-6d-Temp-Auto möchte, wird zum einen innerhalb der Baureihen Mii und Ibiza fündig, auch der Arona wird bedient. In allen drei Baureihen ist es der Einliter-Dreizylinder-Benziner, der die saubere Abgasnorm erfüllt. Im Mii mit 40 und 55 kW (60 und 75 PS), im Ibiza und Arona mit jeweils 70 und 85 kW (95 und 116 PS).

Immerhin fanden im September die beiden besonders absatzstarken Baureihen Leon und Ateca ihren Weg in die Euro 6d-Temp-Liste. Bei den Motoren handelt es sich um vier Benziner mit Leistungswerten zwischen 85 kW / 116 PS und 140 kW / 190 PS. Die beiden Diesel leisten 85 und 110 kW (116 und 150 PS). Beim Ateca sind die beiden Varianten 1.0 TSI mit 85 kW / 116 PS und 1.6 TDI in derselben Leistungsstufe nach Euro 6d-Temp zertifiziert.

Euro 6d-Temp ab 1. September 2019 Pflicht

Andererseits hat Seat, genau wie die anderen Marken des VW-Konzerns noch zeit, sein Programm umzustellen. Euro 6d-Temp gilt erst ab 1. September 2019 für alle neu zugelassenen Autos verpflichtend; bis dahin trifft dies nur auf neue Typzulassungen der Hersteller zu. Die Besonderheit der Abgasnorm: Erstmals müssen Autos auf der Straße nachweisen, dass die die Emissionsgrenzwerte einhalten. Das ist besonders bei Stickoxiden – und hier in erster Linie bei Dieselautos – relevant. Bei Euro 6d-Temp gilt: Ein Selbstzünder darf auf der Straße maximal das 2,1-fache an NOx-Emissionen ausstoßen wie auf dem Prüfstand. Ab 1. Januar 2021 ist dann Euro 6d obligatorisch, mit einem Umrechnungsfaktor von 1,5.

Stichwort Diesel: Noch ist man zwar auch mit einem Selbstzünder, der nach einer der niedrigeren Euro-6-Normen zertifiziert ist, auf der sicheren Seite, was Fahrverbote angeht. Fragt sich nur, wie lange noch. Mit einem Euro-6d-Temp-Auto dürfte man lange vor Aussperrungen geschützt sein. Hinzu kommt: Je sauberer das Auto auf dem Papier ist, desto wertbeständiger ist es – und umso höherer Wiederverkaufspreise lassen sich erzielen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/alle-seat-modelle-mit-euro-6d-temp/

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