Aston Martin Rapide AMR (2018) — Werkstuning für die Sportlimousine

Die Performance-Tochter von Aston Martin, AMR, knöpft sich den nächsten Aston vor. Diesmal ist der viertürige Rapide an der Reihe. Carbon-Teile hübschen die Karosserie auf. Das Fahrwerk legt AMR um zehn Millimeter tiefer, die Leistung übersteigt 600 PS. Der Preis steigt auf fast 230.000 Euro.

Viele vom Schlag des Aston Martin Rapide gibt es nicht mehr. Die Turbowelle spült die Saugmotoren nach und nach vom Markt. Da ist es schön, wenn ein Traditionshersteller noch an alten Gepflogenheiten festhält. Und dem Sauger sogar noch ein bisschen mehr Leistung abverlangt.

Im Fall des Aston Martin Rapide, der durch die Hände der Performance-Tochter AMR geht, sind es deren 43 PS gegenüber dem Rapide S. Das entspricht einer Steigerung von etwa 7,2 Prozent. Erzielt durch größere Ansaugkrümmer und neue Kennfelder für den V12-Motor mit sechs Litern Hubraum. Gleichzeitig kalibrieren die AMR-Techniker das vor der Hinterachse liegende Achtganggetriebe anders. Und klemmen dem Aston Martin Rapide AMR eine vierflutige Abgasanlage dran. 603 PS leistet die viertürige Sportlimousine übrigens nur in Großbritannien und Europa. Die restlichen Märkte müssen sich mit 588 PS abfinden, die bei 7.000/min anliegen. China und Russland gehen sogar leer aus.

210 Exemplare vom Rapide AMR

Aston Martin begrenzt die Stückzahl auf 210 Exemplare. Das weckt Begehrlichkeiten. Leistungsgesteigert und limitiert: Sicher nicht die schlechteste Strategie, um ein etwas in die Jahre gekommendes Fahrzeugmodell weiter abzusetzen. Der 48-Ventiler beschleunigt in 4,4 Sekunden auf 100 Sachen. Erst bei 330 km/h stoppt der Luftwiderstand den weiteren Beschleunigungsdrang des hinterradgetriebenen Aston Martin Rapide AMR. Carbon-Keramikbremsen an Vorder- und Hinterachse mit einem Scheibendurchmesser von 400 bzw. 360 Millimetern bremsen den 603 PS und 630 Newtonmeter starken Rapide ab. Vorne verbeißen sich Sechskolbensättel in die Scheiben. Hinten sind es vier Kolben. Eine größere Bremsanlage hat der britische Hersteller noch in kein anderes seiner Autos eingebaut.

Das gleiche gilt für die 21-Zoll-Schmiederäder, die Aston Martin auf alle vier Radträger schnallt. Auf die Räder spannt man Gummis der Sorte Michelin Pilot Super Sport. In den Dimensionen 245/35 vorn und 295/30 hinten. Für noch besseren Kontakt zur Straße legt AMR den Rapide um zehn Millimeter tiefer und feintrimmt die dreistufig einstellbaren Adaptivdämpfer.

Preis von 229.950 Euro

Das Aussehen des Aston Martin Rapide AMR ist größtenteils bekannt. Die Designer änderten nur noch Nuancen gegenüber dem Konzeptfahrzeug, das Aston Martin 2017 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt hatte. Ein großer Grill bestimmt die Frontansicht des 5.019 Millimeter langen, 2.140 Millimeter breiten (inklusive Außenspiegel) und 1.350 Millimeter hohen Rapide AMR. Die runden LED-Tagfahrleuchten fassen die Aston-Designer im Stil der letzten Zagato-Modelle (Vanquish Speedster und Shooting Brake) im unteren Teil der Schürze ein. Frontsplitter, Fronthaube, Seitenschweller, Diffusor und Spoilerlippe sind aus Carbon. Die restliche Karosserie des 1.990 Kilogramm schweren Fahrzeugs aus Aluminium und Verbundwerkstoff.

Die Insassen sitzen auf vier Einzelsitzen mit Alcantara-Bezug und finden eine Carbon-Mittelkonsole vor. Der Fahrer greift auf Wunsch in ein Lenkrad im Stil des Volants des alten One-77. Der Aston Martin Rapide AMR ist in drei unterschiedlichen Design-Schemata erhältlich und kostet knapp 230.000 Euro.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/aston-martin-rapide-amr-vorstellung-technische-daten-preis/

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