Aus Porsche 911 wird Gemballa GTR 8XX Evo-R BiTurbo — Hardcore-Upgrades machen 911 Turbo zum Chiron-Gegener

Zugegeben, der Name des neuen Gemballa-Porsche liest sich etwas sperrig, obwohl der Tuning-911 recht brav aussieht. Doch mit dem, was sich dahinter verbirgt, will der Tuner gestandene Supersportwagen deklassieren. Auch einen Bugatti Chiron.

Das erklärte Ziel von Gemballa ist es vermutlich nicht, einen Bugatti in den Schatten zu stellen. Dennoch: Der GTR 8XX Evo-R BiTurbo auf Basis des Porsche 991 Turbo soll laut eigenen Angaben in 2,38 Sekunden bei Tempo 100 sein. Das wären zwei Hundertstel schneller als der Chiron. Doch während das Hypercar ein Seriensportwagen ist, sind bei Gemballa naturgemäß einige Nachbesserungen am Elfer fällig, die wir jetzt mal durchgehen wollen.

Hardware-Tuning mit Support

Zunächst ein Blick auf den Output: 828 PS bei 7.013 Umdrehungen und 952 Newtonmeter bei 5.208 Umdrehungen. Wie wird das aus dem bekannten Sechszylinder-Boxer gepresst? Gemballa modifiziert die Turboaufladung mit staudrucksenkenden Katalysatoren, einer Sportabgasanlage und Hochleistungs-Fächerkrümmern. Auch die Turbolader selbst werden ausgetauscht. Einzug halten Modelle mit optimierter Luftzuführung. Dazu gibt es größere Ventile und verstärkte Pleuel. Das Hardware-Tuning wird durch neue Getriebe- und Motorelektronik ergänzt, ohne auf zusätzliche Motorsteuergeräte zurückzugreifen.

Derart überarbeitet erreicht der Gemballa GTR 8XX Evo-R BiTurbo in Mess-Durchläufen des Tuners die 100 km/h in eingangs erwähnten 2,38 Sekunden. Nach 7,5 Sekunden streicht die Nadel über die 200 und bei 18,8 Sekunden stehen weitere 100 Sachen auf der Uhr. Der Sturm ende erst nördlich von 360 km/h. Wer sich von diesem brachialen Schub persönlich überzeugen möchte, ist angehalten, 49.800 zusätzliche Euro in seinen Porsche zu investieren. Die Optionsliste von Gemballa bietet aber noch mehr Investment-Möglichkeiten, wie etwa eine Airbox aus Karbon, die mit 3.880 Euro zu Buche schlägt. Wer sich auch optisch vom Serienfahrzeug abheben möchte, findet eine Auswahl an Karosserie- und Innenraumindividualisierungen im Katalog. Achja, Leichtmetallräder gibt es natürlich auch.

Avalanche und braver Bruder

Zuletzt hatte der Leonberger Porsche-Spezialist Gemballa auf dem Genfer Autosalon 2017 mit dem in Lila gehaltenen Avalanche der neusten Generation von sich Reden gemacht. Der mächtig bespoilerte Bolide leistet mit 820 PS und 950 Newtonmetern nur unwesentlich weniger. Wer es „gesetzter“ mag, kann auch auf den Gemballa GTR 780 EVO-R zurückgreifen, der namensgebende 780 Pferde in die Waagschale wirft. Damit allerdings, so viel sei angemerkt, können dann auch keine Bugatti Chirons mehr gejagt werden – falls sich deren natürliche Lebensräume wirklich mal überschneiden sollten.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/gemballa-gtr-8xx-evo-biturbo-porsche-tuning-12780284.html

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