Autojahr 2018 — Über 150 Neuheiten rollen auf uns zu

Der SUV-Boom hält unvermindert an, vom Kleinwagen bis zur Oberklasse erobern die Trendsetter weiter Marktanteile. Das Autojahr 2018 beschert uns mehr als 150 Neuheiten. Wir zeigen alle.

Kleinwagen-Neuheiten 2018

Der SUV-Boom greift schon bei den Klein- und Kleinstwagen, aber auch extrem sportlich ausgelegte Modelle sind hier im nächsten Jahr extrem angesagt. So zum Beispiel der neue Audi A1 Sportback. Der Polo-Bruder wächst, bietet mehr Platz, ein virtual Cockpit und einen noch größeren Singleframe-Kühlergrill. Der aufgefrischte Mini besinnt sich da mehr auf seine Tradition. Mehr als Detailverbesserungen und neue Scheinwerfer gibt es nicht. Anders der neue opel Corsa. Nach der Übernahme durch PSA zieht der kleine Opel auf eine PSA-Plattform um. Unter der Haube arbeiten deshalb auch die kleinen Dreizylinder-Benziner und Vierzylinder-Diesel von Peugeot und Citroën. Echte GTI-Tugenden werden dem neuen Up GTI zugesprochen. 115 PS treffen auf knapp eine Tonne Gewicht. Damit ist er so nah dran am Golf I GTI von 1976 wie schon lange kein VW mehr. Mit 200 PS und 290 Nm ebenfalls aus einem Dreizylinder-Turbo bietet der Ford Fiesta ST noch mehr Power und bleibt weiter ein Fahrspaßgarant.

Kompaktklasse-Neuheiten 2018

Immer attraktiver wird auch das Angebot in der Kompaktklasse. Hier locken zahlreiche Karosserievarianten. Mit der neuen A-Klasse fällt der Startschuss zu einer ganzen A-Familie: Beim Modellwechsel zum W 177 sollen aus aktuell fünf nach und nach acht Karosserievarianten werden. Los geht es im Mai mit dem kompakten Viertürer. Im November folgt dann die klassische Stufenheck-Limousine und Anfang 2019 die B-Klasse. Mehr Radstand sorgt zudem für mehr Platz. Der neue Dacia Duster wurde zwar teurer, bleibt aber immer noch der günstigste SUV in Deutschland. Neu ist die Siebensitzer-Variante Grand Duster, die allerdings erst 2019 auf den Markt kommt.

Bei den Hochdachkombis wird sich durch den Zusammenschluss mit PSA der neue Combo die Basis mit Citroën Berlingo und Peugeot Partner teilen. Die Studie Kai zeigt das evolutionierte Kodo-Design des neuen Mazda 3. Der wird im Herbst vorgestellt und von einem Selbstzünder-Benziner angetrieben. Volvo bringt mit dem XC40 das erste Modell aus dem CMA-Baukasten. Unter der Haube kommt neben dem bekannten Zweiliter-Vierzylinder noch ein neuer 1,5-Liter-Dreizylinder zum Einsatz, den es auch als Plug-in-Hybrid geben wird. Mit der Neuauflage will der C4 Cactus kein Crossover mehr sein, sondern als Nachfolger des normalen C4 eine mainstreamigere Kompaktlimousine, die neben mehr Komfort und modernerem Infotainment bis zu zwölf Assistenzsysteme für mehr Sicherheit bietet. Amerikas Geländewagen-Urgestein Jeep Wrangler wird als erster Hybrid der Marke mit einem 300 PS starken Zweiliter-Vierzylinder-Benziner debütieren. Der Wrangler baut künftig auf einem leichteren Leiterrahmen auf. Wie bisher wird es ihn mit zwei Radständen sowie als Zwei- oder Viertürer geben. Die vierte Ford Focus-Generation wird nicht nur 50 Kilogramm leichter, sondern speziell als Kombi dank zehn Zentimetern Längenzuwachs noch geräumiger. Die aufgeladenen Dreizylinder-Benziner können künftig mit einer Achtstufenautomatik kombiniert werden. Die zweite Generation des Nissan Leaf kommt mit bis zu 500 Kilometern Reichweite und 110-kW-E-Maschine. Dank E-Pedal soll sich der Leaf sehr effizient bewegen lassen. Teilautonome Fahrassistenten für Autobahn und Parkplatz sind auch an Bord.

Mittelklasse-Neuheiten 2018

Mit Mittelmaß haben die innovativen Modelle der Mittelklasse für 2018 nichts zu tun. Nach nur vier Jahren Bauzeit bringt BMW einen neuen X4, der deutlich glatter und windschlüpfiger daherkommt. Vorläufige Topmotorisierung wird der M40i, dessen Dreiliter-Reihensechszylinder 360 PS Leistung und 500 Nm Drehmoment entwickelt. Erst 2019 dürfte der an die 400 PS starke X4 als echtes M-Modell kommen. Der neue BMW 3er wird sechs Zentimeter länger wird, speckt er um 40 Kilogramm ab. Die Turbobenziner erhalten alle einen Partikelfilter, die Vierzylinder-Diesel einen SCR-Kat und eine zweistufige Aufladung.

Die Mercedes C-Klasse wird 2018 überarbeitet. Äußerlich fallen die Änderungen bei der Modellpflege nur minimal aus, doch unterm Blech rüstet Mercedes die Elektronik-Architektur der E-Klasse nach, die autonomes Fahren auf Level 2 ermöglicht. Von der S-Klasse erbt die Mittelklasse-Baureihe das digitale Cockpit samt Touchpad in der Mittelkonsole sowie die Gestensteuerung für das Infotainment-System. Der neue Honda CR-V kombiniert einen Zweiliter-Benziner mit einem E-Motor samt separatem Generator. Vollautomatisch nutzt der Hybrid bei niedrigem Tempo den Elektroantrieb. Der Verbrenner schaltet sich bei Bedarf zu oder speist den Generator, der wiederum den E-Motor versorgt oder die Batterie lädt.

Nissans Nobeltochter Infiniti renoviert 2018 ihren Mittelklasse-SUV QX50 umfassend. Technische Highlights des QX50 sind der neue Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner mit variabler Verdichtung, der mit einem intelligenten Allradantrieb zusammenarbeitet, sowie teilautonome Fahrerassistenzsysteme. Einen reinen Elektro-SUV bringt Jaguar mit dem I-Pace. Den Tesla-Model-X-Konkurrenten treiben zwei je 147 kW starke Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse an, die von einer 90-kWh-Lithium-Ionen-Batterie gespeist werden. In vier Sekunden soll der Elektro-Crossover auf Tempo 100 beschleunigen. Bis zu 500 Kilometer soll die Reichweite betragen.

Der DS 7 Crossback soll als erster SUV der französischen Premium-Marke Audi Q5, BMW X3 und Volvo XC60 ins Visier nehmen. PSA-intern ist der Peugeot 5008 der größte Konkurrent: Beide SUV basieren auf der EMP2-Plattform, sind identisch motorisiert und ähnlich groß. Top-modell ist ein 300-PS-Hybridbenziner mit bis zu 60 Kilometern rein elektrischer Reichweite. Ein halbes Jahr vor der Volvo S60 Limousine, aber auch erst nach dem SUV XC60 erscheint im Sommer der Volvo V60 Kombi. Alle drei Modelle basieren auf der gleichen skalierbaren Plattform (SPA) wie die großen Brüder XC90, S90 und V90, von denen sie die Vierzylinder sowie die Hybridmodule übernehmen. Als Basisantrieb dient der Dreizylinder-Benziner des XC40.

Sportwagen-Neuheiten 2018

Bei den Sportwagen steht der große Technikumschwung schon in den Startlöchern, aber bevor Hybridtechnik Einzug hält, dürfen 2018 noch starke Turbomotoren begeistern. Mit dem Mercedes-AMG GT4 bringen die Schwaben eine sportlichen Viertürer auf Basis des CLS mit 585 PS, Allradantrieb und Optik-Anleihen beim AMG GT. Mitte 2019 ergänzt ein Plug-in-Hybrid mit flexibler Batteriegröße und mehreren Leistungsstufen mit bis zu 816 PS und maximal 50 Kilometern rein elektrischer Reichweite das Angebot. Bei BMW lebt der 8er wieder auf. Das 4,83 Meter lange Luxus-Coupé ersetzt den 6er. Den Anfang macht im November das Coupé mit dem 4,4-Liter-V8-Biturbo. In kurzen Abständen folgen 2019 ein Cabrio, das Gran Coupé 2020 sowie der M8.

Ferrari hat ein neues Einstiegsmodell. Der Name ändert sich, das Konzept bleibt gleich. Der California-Nachfolger Portofino setzt auf Frontmotor, Hinterradantrieb, faltbares Hardtop und vier Sitzplätze. Der bekannte 3,9-Liter-V8-Biturbomotor legt im Portofino um 40 auf nun 600 PS zu. Das Drehmoment klettert auf 760 Nm, die Tachonadel auf bis zu 320 km/h.

Bei Porsche darf der 911 natürlich weiterleben. Die nächste Generation des Kult-Sportwagens (992) wird wieder etwas größer, maximal zwei Zentimeter sind es in der Länge. Die Spurweite vorn und hinten wächst um einige Millimeter. Immerhin steigt das Gewicht nicht, dafür die Leistung der Sechszylinder-Boxermotoren, die in der Basis 400 PS, als S 450 PS leisten. Auch die RS-Modelle werden von Sauger- auf Turbotechnik umgestellt. Der Einsatztermin eines Plug-in-Hybrid, ist zwar noch offen, doch er soll 30 bis 50 Kilometer elektrische Reichweite ermöglichen. Das Bentley Continental Cabrio erhält wieder ein Softtop, basiert aber künftig auf der MSB-Plattform mit Luftfederung, Wankausgleich und 48-Volt-Bordnetz, die auch Audi A8 und Porsche Panamera nutzen. Zum Marktstart werden ein Biturbo-V8 und der Biturbo-W12 aus dem Bentayga angeboten, später auch ein V6- Biturbo-Hybrid mit 462 PS – gut für den Flottenverbrauch.

Oberklasse-Neuheiten 2018

Die Oberklasse bleibt oberklassig und bietet für 2018 mehr Platz, mehr Leistung und noblere Ausstattung. Neben der Limousine ist der neue Audi A6 ab September auch als Kombi zu haben. Der neue A6 wird breiter, aber nicht länger, soll mehr Platz bieten und bekommt ein 48-Volt-Bordnetz sowie ein digitales Cockpit. Die Benzinmotoren werden zum Start ein Leistungsspektrum von 150 bis 252 PS abdecken, später folgen die stärkeren Ableger S6 und RS 6 mit bis zu 600 PS. Die Dieselfraktion kann zwischen Vier- und Sechszylindern von 150 und 354 PS (V6 mit elektrischem Verdichter) wählen. Zudem gibt es Effizienzassistent, Querverkehrswarner und in Zukunft eine Mildhybrid-Version. Äußerlich bleibt der neue BMW X5 seinem Vorgänger sehr ähnlich, auch wenn er auf einer neuen Plattform aufbaut. Der X5 kommt mit Diesel- und Benzinmotoren (M bis 600 PS) und als Hybrid. Die dritte Generation des VW Touareg teilt sich die MLB-Plattform mit Bentley Bentayga, Audi Q7, Lamborghini Urus und Porsche Cayenne. Knapp fünf Meter lang, fünf oder sieben Sitze, rund zwei Tonnen Leergewicht und Motoren von etwa 270 bis 340 PS, fährt teilautonom.

Breiterer Kühlergrill und eine sanft geglättete Karosserie: Der neue CLS zeigt optisch eine milde Evolution. Die neuen Reihensechszylinder leisten zwischen 286 und 367 PS, der V8 bleibt dem AMG GT4 vorbehalten. Einen Shooting Brake wird es nicht mehr geben.

Fast 40 Jahre hat die Mercedes G-Klasse bereits auf dem Buckel. 2018 wird sie durch ein komplett neues Modell ersetzt. Die G-Klasse wird 400 kg leichter und mit neuen Motoren sowie modernen Assistenzsystemen bis hin zum teilautonomen Fahren antreten. Gänzlich neu im SUV-Segment ist Rolls-Royce. Der Cullinan mit V12-Motor wird schon im späten Frühjahr virtuell vorgestellt und ab Herbst in Serie gehen − mit Allradantrieb, Leder, Holz und der legendären Kühlerfigur „Spirit of Ecstasy“.

Mit dem neuen Lexus LS 500 treten die Japaner wieder gegen Audi A8, BMW 7er und die Mercedes S-Klasse an. Statt der bisherigen V8-Motoren hat sie einen Biturbo-V6 mit 415 PS, in der Hybridversion mit Elektrounterstützung sind es 480 PS. Den LS 500 gibt es als Hecktriebler oder Allradversion, mit komfortabler Luftfederung und Anti-Noise-System.

Ab Mitte 2018 soll der Lamborghini Urus zu haben sein. Sein Vierliter-V8-Biturbo soll bis zu 650 PS leisten und mehr als 250 km/h ermöglichen. Für 2019 ist auch eine Hybridversion geplant.

Was Sie sonst noch im Autojahr 2018 erwartet, sehen Sie in der Fotoshow.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/autojahr-2018-ueber-150-neuheiten-rollen-auf-uns-zu-3231651.html

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