BMW Individual M850i xDrive Coupé Night Sky — Bremsen aus dem Drucker und Meteoriten-Material

Oberflächen aus echtem Meteoriten-Material, Bremsen aus dem 3D-Drucker und ein leuchtender Sternenhimmel in der Mittelkonsole: BMW Individual zeigt am Einzelstück M850i xDrive Coupé Night Sky, was in Sachen Individualisierung möglich ist.

Ein Sternschnuppen-Schauer Anfang Januar 2019 und sein 25-jähriges Bestehen nimmt BMW Individual zum Anlass, ein 530 PS starkes M850i xDrive Coupé mit außerirdischen Materialien aufzuwerten. Das mit dem Beinamen „Night Sky“ versehene Einzelstück trägt einen Sonderlack und hat im Innenraum Oberflächen aus Meteoriten-Material. Zudem prägt eine ganz besondere Struktur die Oberflächen – deren Entstehung dauert im Weltraum mehrere 100 Millionen Jahre.

Um einen nachtschwarzen Look zu erzeugen, haben die Fachleute von BMW Individual das 8er Coupé zuerst mit einem schwarzen Lack überzogen. Dann folgte von unten bis auf Höhe der Radhäuser eine weitere San-Marino-Blau-metallic-Lackschicht. Für eine starke Tiefenwirkungen kamen dann noch drei Klarlackschichten mit unterschiedlich großen Pigmentpartikeln auf den blauschwarzen Lack. Innen strahlt das Thema Sterne und Meteoriten von der Mittelkonsole: LEDs imitieren hier einen nächtlichen Sternenhimmel. Hochflorige nachtblaue Teppiche intensivieren den Sternenhimmel-Eindruck.

Extraterrestrisches Material

Echtes Meteoriten-Material ziert die komplette Dekorblende der Mittelkonsole, den Start-Knopf, den Automatik-Wahlhebel, den iDrive-Dreh-Drücksteller und sogar die Einstiegsleisten. Bei der Oberflächen-Textur und auch bei den Ledernähten haben sich die Designer laut BMW an der sogenannten Widmanstätten-Struktur von meteoritischem Material orientiert. Diese Struktur wird durch Schleifen, Polieren und Ätzen der Oberfläche von bestimmten Nickel-Eisenmeteoriten (Oktaedriten) sichtbar gemacht. Die Strukturen entstehen durch Kristallisation während einer sehr langsamen Abkühlung (ein bis 100 Kelvin pro Million Jahre). Der extrem lange Abkühlungszeitraum ist der Grund dafür, dass sich dieser Prozess nicht eins zu eins auf der Erde wiederholen lässt. Entdeckt wurden die Strukturen erstmals 1804 vom englische Chemiker William Thomson. Der österreichischen Naturwissenschaftler Alois von Beckh-Widmanstätten entdeckte die Strukturen 1808 erneut – nach ihm wurden sie dann benannt.

Die Widmanstätten-Struktur wurde außerdem in die Oberfläche der Bremssättel gefräst. Per 3D-Druckverfahren bekommen auch die Außenspiegel-Kappen, die Splitter der vorderen seitlichen Lufteinlässe, der mittlere Gitteraufsatz und die Einfassungen der sogenannten Air Breather in den vorderen Seitenwänden die charakteristische Meteoriten-Struktur.

Gedruckte Bremsen

Auch die Bremssättel des Night Sky kommen aus dem 3D-Drucker – das Verfahren ermöglicht laut BMW enorme Gewichtseinsparungen. So sind die in bionischem Design entwickeltem Aluminium-Bremssättel 30 Prozent leichter als würden sie auf herkömmliche Weise im Gießverfahren produziert. Dank des Druckverfahrens konnten auch Teile der Leitungen direkt in die Bremssättel gedruckt werden, was das Gewicht zusätzlich verringert. Die Gewichtseinsparung führt zu einer Reduzierung der ungefederten Massen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/erlkoenig/bmw-individual-m850i-xdrive-coupe-night-sky-2019/

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