BMW M5 Competition (2018) — Was ist neu an der Sportlimousine?

BMW will ab Juli 2018 mit dem neuen M5 Competition nicht nur Rennsport-Flair und Alltagstauglichkeit kombinieren, sondern etabliert gar eine gänzlich neue Produktkategorie im Portfolio. Doch was ist wirklich neu am neuen M5?

Wenn ein bereits etabliertes Modell einen Namenszusatz bekommt, dann liegt der Verdacht nahe, dass abgesehen von einem Emblem und einer neuen extra Ausstattungskonfiguration nicht viel Substanzielles dabei rumkommt. Mit dem BMW M2 Competition haben die Münchener bereits das Gegenteil bewiesen, jetzt folgt der M5 Competition. Was also ändert sich im Vergleich zur bekannten M5-Hochleistungs-Limousine?

Design-Merkmale am Competition

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen – der Optik. Wobei, so offensichtlich sind die Details dann auch wieder nicht. Ergänzend zur Shadow Line werden die Einfassung der Niere, die Lüftungsgitter, die Kiemen, die Spiegelkappen, der Heckspoiler, die Endrohrblenden und die hintere Stoßfänger-Blende in Glanz-Schwarz ausgeführt. Die Türgriffe erstrahlen komplett in Wagenfarbe und das M5-Logo am Heck erhält selbstredend den Zusatzschriftzug „Competition“. Getragen wird der Bolide von eigens entworfenen 20-Zoll-Leichtmetallrädern im Bicolor-Design (275/35 vorne und 285/35 hinten).

Als exklusive Lackierung steht den Kunden die Farbe Frozen Dark Silber Metallic zur Verfügung. Innen verbaut BMW Gurte mit Streifenmuster, eine Dekorleiste mit Carbon-Struktur und das Display verkündet zur Begrüßung ebenfalls, dass der Fahrer im Competition-Modell Platz genommen hat. Genau genommen auf der Volllederausstattung Merion Aragon, die ebenfalls für das neue Topmodell entworfen wurde.

Mehr Leistung und mehr Verbrauch

Warum heißt das neue M5-Modell denn nun Competition? Weil das Competition-Paket drin steckt? Auch. Aber der Name suggeriert duchaus auch mehr Zug auf der Kette. Mit Blick auf das maximale Drehmoment von 750 Newtonmetern ab 1.800 Umdrehungen tut sich im Vergleich zum Standard-M5 aus dem Keller heraus nichts. Doch der volle Schub hält bis Drehzahl 5.800 an, und damit 200 Umdrehungen länger als beim aktuellen M5. Die Mehrleistung tritt in Erscheinung, sobald die Nadel auf dem Drehzahlmesser bei der sechs angekommen ist, denn dann liegt die volle Power von 625 PS an. Das sind 25 Pferde mehr als im Normalo-Modell.

Damit geht es laut Herstellerangaben in 3,3 statt in 3,4 Sekunden auf Tempo 100, dafür verbraucht er mit 10,8 Litern allerdings im Durchschnitt 0,3 Liter mehr auf 100 Kilometer. Apropos 0,3: So viele Sekunden nimmt der Competition dem Serienfahrzeug dann für den Sprint auf Tempo 200 ab (10,8 Sekunden). Für die Mehrleistung ist eine neue Abstimmung des 4,4-Liter-V8 verantwortlich, von der BMW auch eine optimierte Drehmoment- und Leisungsentfaltung verspricht. Maximal rennt der M5 Competition 250 km/h schnell, mit dem optionalen M Driver’s Package geht es auf bis zu 305 km/h.

Das steckt im M5 Competition

Die Überarbeitung geht beim M5 Competition über den Motor hinaus und erstreckt sich auch auf die Abgasanlage, die übrigens einen Otto-Partikelfilter erhält. Darüber hinaus soll der Sound der Klappenabgasanlage insbesondere unter hoher Last „extrem markant“ sein. Die akustische Präsenz des Antriebs lässt sich per M Sound Control Schalter aber auch dezent gestalten. Während die Klangkulisse das Fahrerlebnis mehr emotional untermalt, gibt es im M5 Competition auch Anpassungen, die das Fahrverhalten direkt beeinflussen. Darunter fällt die Motorlagerung, deren Antriebslager eine neue Kennlinie verpasst bekommen. Die Antriebseinheit wird durch eine erhöhte Federrate (900 N/mm statt 580) straffer an die Fahrzeugstruktur gebunden. Das soll durch ein spontaneres Ansprechverhalten des Motors und ein direkteres Einlenken spürbar werden.

Was dem Competition bleibt sind die Achtgang-Automatik (allerdings mit angepasstem Getriebeölkühler) und der Allradantrieb M xDrive. Damit diesem System kann der Fahrer zwischen den Modi M Dynamic, 4WD, 4WD Sport und 2WD wählen. Fahrzeugspezifisch angepasst wurde die Fahrwerkstechnik. Das Topmodell liegt sieben Millimeter tiefer und erhält Modifikationen in Radaufhängung, Federung und Dämpfung. An der Vorderachse findet sich zudem ein erhöhter Radsturz, an der Hinterachse werden die Spurlenker mit Kugelgelenken statt mit Gummilagern versehen. Insgesamt soll das Topmodell straffer und steifer abgestimmt sein, als der Standard-M5.

Bereits ab Produktionsbeginn im Juli 2018 soll der BMW M5 Competition verfügbar sein. Den größten Absatz verspricht sich der Hersteller in den USA, Großbritannien, Deutschland, Japan und Kanada. Fortan soll es bei der BMW M GmbH die leistungsstärksten Varianten ihrer Fahrzeuge immer als eigenständiges Modell mit dem Zusatz „Competition“ geben. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass ein Großteil der verkauften Autos ohnehin mit dem Competition-Paket ausgestattet wird. In unserer Bildergalerie können Sie sich nun die sportlichste Ausgestaltung des BMW M5 aus allen Winkeln betrachten.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/bmw-m5-competition-sportwagen-limousine-2018/

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