Bugatti Veyron auf Hinterradantrieb umgerüstet — Eigentümer mit den Folgen sehr zufrieden

Per Allradantrieb bringt der Bugatti Veyron seine immensen Kräfte auf die Straße. Das ließ einem Car Guy aus Las Vegas keine Ruhe: Houston Crosta, Gründer und Eigentümer der Supersportwagen-Vermietung Royalty Exotic Cars, steht auf Hinterradantrieb. Also baute er einen seiner Veyrons um.

Für 15.000 Dollar (umgerechnet zirka 12.940 Euro) kann man bei Royalty Exotic Cars einen Bugatti Veyron mieten – für vier Stunden. Einen Veyron aus seiner Supercar-Flotte vermietet der Chef des Ladens jetzt aber nicht mehr: Houston Crosta hat ihn zusammen mit seinem besten Kumpe, dem Ex-Polizisten Jesse Tang, und ohne Hilfe von Bugatti auf reinen Hinterradantrieb umgerüstet.

In seinem Umbau-Video erzählt Crosta, dass er glaubt, dass bisher niemand einen Veyron auf Hinterradantrieb umgerüstet hat. Seine Erfahrung mit derlei Umrüstungen beschränkt sich auf einen Lamborghini Gallardo, dem er vor ein paar Jahren ebenfalls den Vorderradantrieb wegnahm – anscheinend bevor Lamborghini 2009 mit dem auf 250 Exemplare limitierten Gallardo LP 550-2 Valentino Balboni selbst so eine Variante auflegte.

Ruckzuck sind die Antriebswellen raus

Crosta fährt den Veyron in seine Werkstatt und macht sich mit seinem Kumpel und Mitarbeiter Jesse an die Arbeit. Der Veyron kommt auf die Hebebühne und die beiden begutachten das massive Front-Differential. Dann kommen die Vorderreifen runter, danach die Karbon-Bremsscheiben. Houston Crosta ist begeistert von dem geringen Gewicht der Scheiben. Jetzt ziehen er und Jesse die Antriebswellen inklusive der Bremsen-Spritzbleche und Radlager ab. Crosta erwähnt, dass die grundsätzliche Mechanik des Antriebs überall ähnlich sei, weshalb für ihn auch der Bugatti keine Überraschungen bereithält.

Lager und Bremsen kommen wieder an ihren Platz unter dem Fahrzeug und los geht es auf eine vorsichtige erste Testrunde. Crosta cruist durch Las Vegas und hofft, dass die Steuerungssysteme den fehlenden Frontantrieb registrieren. Auf Anhieb gefällt ihm die Lenkung, die jetzt viel leichtgängiger ist und einen deutlich geringeren Wendekreis ermöglicht.

Heftige Donughts

Auf einem Parkplatz lässt Crosta dann den Veyron fliegen: Mit kräftig qualmenden Hinterreifen reibt er einen Donught nach dem anderen in den Asphalt, auf dem der Reifenabrieb genauso kleben bleibt wie an der Heckschürze, wo er in Fetzen herunter hängt. Crosta ist begeistert und meint, man müsse nur Risiken eingehen, dann erreicht man auch etwas. Er hat seine Idee von einem hinterradgetriebenen Veyron innerhalb von 1,5 Tagen umgesetzt.

Crosta will seinen Hinterrad-Veyron erstmal so lassen wie er ist, bestätigt er uns auf Nachfrage – schließlich mag er hinterradgetriebene Renner „wie die von Koenigsegg“. Er hat Spaß daran und da der Wagen jetzt so speziell ist, steht er momentan nicht als Mietwagen zur Verfügung. Fernseh- und Filmteams dürfen den Renner aber gerne buchen. Und eine Rückrüstung zum Allradantrieb wäre laut Crosta ein Leichtes. Falls jemand gerade in Las Vegas ist: Der Bugatti Veyron RWD (Rear Wheel Drive) ist jeden Tag im Showroom von Royalty Cars zu sehen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/bugatti-veyron-hinterradantrieb/

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