Chinesisch-japanische Parnerschaft — Honda kooperiert für KI mit Sense Time

Auch Autos von Honda sollen in Zukunft autonom fahren können. Die Künstliche Intelligenz wird mit Hilfe der Spezialisten von Sense Time aus China entwickelt.

Honda ist für Fahr- und Spaßmaschinen wie den Civic Type R oder den Sportwagen NSX bekannt. Aber natürlich forschen die Japaner auch an Technologien zum autonomen Fahren.

Dafür hat man sich jetzt kompetente Hilfe aus China geholt. Mit dem in Hongkong beheimateten IT-Unternehmen Sense Time wurde eine auf fünf Jahre angelegte Kooperation vereinbart.

Gemeinsam möchte man die Künstliche Intelligenz für den Einsatz in selbstfahrenden Autos weiterentwickeln, damit Informationen aus den Kameras und Sensoren zur Umgebungserfassung analysiert und beurteilt werden können und der Computer die richtigen Reaktionen des Autos in die Wege leitet.

Vor allem die Vorhersage von Situationen dürfte die Programmierer beschäftigen. In welche Richtung wird der Fußgänger gehen und wie schnell. Oder bleibt er stehen, weil eine Ampel rot ist? Hier muss ein autonom fahrendes Auto ebenso schnell Entscheidungen treffen wie ein Mensch am Steuer.

Die Website von Sense Time listet viele namhafte Unternehmen als Referenzkunden auf, darunter Nvidia, kürzlich vom Branchenriesen Intel übernommen, und den auch in Europa bekannten Telefonhersteller Huawei. Mit Honda kommt jetzt der erste Autobauer in die Liste der Sense Time – Kunden und Partner.

2019 startet der erste Elektro-Honda in Europa

Im Jahr 2019 der erste voll elektrische Honda in Serie gehen. Die Studie des Kleinwagens wurde unter dem Namen UrbanEV Concept auf der IAA im September 2017 erstmals gezeigt und hat vor allem wegen ihres Designs viel Beifall erhalten. Interessanterweise soll mit dem Elektro-Honda zuerst der europäische Markt bedient werden, bevor das Model 2020 auch in Japan in den Handel kommt.

Schon heute bietet Honda übrigens einen Plug-in Hybrid, batterieelektrische Autos und auch ein Brennstoffzellenfahrzeug an. Die Modellreihe Clarity vereint alle drei alternativen Antriebskonzepte, wird aber nur in Japan und den USA angeboten.

Ob Honda für autonome Technologien eigene Modellreihen entwickelt oder die mit Sense Time zu entwickelnde Technologie in die bestehende Palette einfließen lässt, ist aktuell noch nicht bekannt.

Der Einstieg der Japaner in die Erforschung Künstlicher Intelligenz ist ein weiteres Zeichen für eine sich abzeichnende Kleinstaaterei in der Automobilindustrie. Nahezu jeder Hersteller entwickelt eigene Algorithmen und Systeme, die aber später alle ein Ziel erreichen sollen: sicheren Straßenverkehr mit selbstfahrenden Autos.

Aus den unterschiedlichen Ideen und Lösungswegen später einen gemeinsamen Nenner zu definieren, wird für Gesetzgeber weltweit zu einer Herausforderung.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/honda-kooperiert-mit-sense-time-fuer-autonome-autos-12839338.html

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