Das Beste. Oder. Nichts.

Cameo-Werbung ©2012 Daimler AG.

Mercedes Benz startet eine neue Werbekampagne. Mit QR-Codes.

Klingt innovativ.

Vor allem wenn man sich anschaut wie das genau vonstatten gehen soll. Natürlich, ganz grundsätzlich und auf den ersten Blick, ist diese Idee geradezu genial.  Denn Mercedes-Benz steht kurz vor der Einführung der neuen A-Klasse. Auf dem Automobilsalon in Genf soll es soweit sein. Bis dahin fahren die vielen Testfahrzeuge mit einer besonderen Erlkönig-Tarnung durch die Lande. 

Hat man als Automobil-Hersteller üblicherweise den Wunsch, den Erlkönig möglichst unsichtbar durch die Erprobungsphase zu bekommen, hat die für Daimler tätige Werbeagentur nun einen vermeintlichen Knaller erfunden: „Knipps den Erlkönig“ ist sozusagen der Überbegriff für diese Werbeaktion.

Cameo-Werbung ©2012 Daimler AG.
Cameo-Werbung ©2012 Daimler AG.

Hierfür schickt Mercedes die A-Klasse Erlkönige mit einer QR-Code Beklebung hinaus. Und wer nun so einen Erlkönig sieht und den darauf befindlichen QR-Code abscannt, der kann eine Reise zum Automobil-Salon nach Genf gewinnen. Was im ersten Augenblick nach einer nerdigen und wirklich dem Zeitgeist entsprechenden Idee anmutet, ist am Ende doch eine relativ simple Werbeaktion von einer auf Lead optimierten Werbeagentur.

Denn – anders als ich zu erst gedacht habe, muss man den Erlkönig nicht einmal live sehen und abscannen, nein, man kann ihn auch von Fotos abscannen.

Das war es dann. Anstatt einer innovativen Schnitzeljagd in der man live gefundene Erlkönige abscannen muss und über einen Geo-Tag markieren kann, nimmt man den QR-Code nur als Feigenblatt für moderne Werbeformen.

Schade. Denn wenn man sich durchliest was man noch alles tun muss um die Reise nach Genf gewinnen zu können (das Teilen des Scans über Facebook oder Twitter) dann erkennt man die Funktion dieses Werbegags. Reichweite. Leads.

Innovationslevel auf einer Skala von 1 bis 10? 3.

Am Ende kann der „Mitspieler“ (worauf greift die QR-App von Daimler eigentlich alles zu?) durch mehrfaches abscannen und teilen seine Gewinnchancen steigern.

Die Chancen stehen gut, dass man über diese Aktion vor dem Launch in Genf,  einen gesteigerten „A-Klasse Rauschfaktor“ in den social media Kanälen erhält.

Ich persönlich werde nicht teilnehmen, zu plump ist mir diese Aktion.

An dieser Stelle ein anderer Deal: Der erste der mir ein Erlkönig-Foto von einem echten Erlkönig (wie viele der A-Klassen werden wohl durch Berlin, Frankfurt, Düsseldorf und München geschickt und von JvM-Fahrern gelenkt?) – also der erste der mir ein echtes Erlkönig Foto von einem neuen Mercedes-Benz schickt (CLS Sportbreak z.Bsp.) dem spendiere ich auch eine Reise nach Genf.

Zugfahrt erste Klasse. Hotel-Übernachtung, Messe-Eintritt und Kaffeegeld für die Messe!

 

Deal, or no Deal?

Edit: Natürlich Erlkönigfotos die noch nicht im Netz waren, wäre ja sonst witzlos! 😉

Edit II: Wir mir ganz direkt von Daimler Seite mitgeteilt wurde, sind es nur „echte“ Erprobungswagen. Also nicht so wie ich vermutet habe, das hier mehr ausgeschlachtet wird und mehrere der „verklebten“ Fahrzeuge mit einem QR-Code durch die Innenstädte gescheucht werden.

Klingt besser …

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

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