Daimler stoppt Verkauf von E-Smarts in Nordamerika — Die Amis ziehen Smart den Stecker

Nach dem Verkaufsstopp der benzinangetriebenen Smart-Versionen im Jahr 2017, beendet Daimler nun den Verkauf der rein elektrisch angetriebenen Cityflitzer in den USA und Kanada.

Die Entscheidung des Verkaufstopps basiert auf dem stetig schrumpfenden Micro-Car-Segment in den USA und Kanada. Ebenfalls eine Rolle spielen die Homologationskosten für die geringe Stückzahl an verkauften Fahrzeugen. Sowohl Mercedes-Benz USA als auch Mercedes-Benz Kanada werden aber weiterhin den Besitzern von benzin- und elektrisch angetriebenen Smart Fortwo-Fahrzeugen Service und Ersatzteile bieten. Der letzte Produktionsmonat ist der kommende Juni. Die Verkäufe sollen allerdings bis Ende des Jahres möglich sein. Danach wird es keinen neuen Smart mehr in Nordamerika zu kaufen geben.

Die Marke Smart ist im Jahr 2008 von der Penske Automotive Gruppe in die USA gebracht worden. Innerhalb der vergangenen elf Jahre stürzten die Verkaufszahlen von anfänglichen 24.622 im ersten Jahr auf 1.276 im Jahr 2018 ab. Im ersten Quartal des aktuellen Jahres konnten nur 231 Smarts verkauft werden.

Mercedes-Benz EQC soll neue E-Hoffnung in den USA werden

Daimler hat jedoch nicht die Intention den Smart komplett aus der Autowelt zu entfernen. Durch das Joint Venture mit der Zhejiang Geely Holding Gruppe ist der Grundstein für die Zukunft des vollelektrischen Smarts bereits gelegt. Die ersten, dann in China produzierten Fahrzeuge, sollen 2022 auf den Markt kommen. Für den amerikanischen und kanadischen Markt wird im kommenden Jahr 2020 der neue Mercedes-Benz EQC versuchen, die E-Lücke des verstoßenen Smarts zu füllen.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/daimler-stoppt-verkauf-smart-usa/

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