EU forciert Speedlimiter — Automatische Tempobremse könnte 2022 kommen

Die EU arbeitet daran, Neuwagen ab 2022 verpflichtend mit einem automatischen Speedlimiter auszurüsten. Die Tempobremse soll die Unfallzahlen weiter senken.

Bereits Ende Februar hat die Fachabteilung IMOC des Europäischen Parlaments einen Vorschlag verabschiedet, der vorsieht, alle Neuwagen ab 2022 mit sogenannten Intelligent Speed Assistance (ISA)-Systemen auszurüsten. Damit soll die Zahl der Verkehrstoten auf europäischen Straßen weiter sinken. Die EU spricht von rund 20 Prozent. Als Unfallursache Nummer eins gilt nach wie vor zu schnelles Fahren.

Leistungsdrossel, kein Bremseingriff

Die ISA-Systeme sollen auf eine Verkehrszeichenerkennung in Kombination mit GPS-basierten Daten setzen, um lokale Tempolimits zu erkennen. Das System registriert die aktuell gefahrene Geschwindigkeit. Ist diese zu hoch, wird zwar nicht die Bremse aktiviert, aber die Motorleistung solange beschnitten, bis das gefahrene Tempo auf das geltende Speedlimit gesunken ist. Der Fahrer wird optisch und akustisch auf das zu hohe Tempo hingewiesen. Die ISA-Systeme sollen aber vom Fahrer „übersteuert“ werden können, um Notsituationen auffangen zu können. Mit an Bord ist aber immer ein Data-Logger, der die Tempoüberschreitungen aufzeichnet.

Die notwendige Technik für die ISA-Systeme ist in verschiedenen Neuwagen (beispielsweise Volvo XC90 oder Ford Focus) bereits implementiert.

Bevor die ISA-Systeme aber verpflichtend werden, müssen die entsprechenden Regelungen noch von den EU-Mitgliedstaaten sowie dem Europäischen Parlament verabschiedet werden. Beobachter gehen aber davon aus, dass diese Systeme verpflichtend kommen werden.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/isa-automatisches-tempolimit-ab-2022/

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