Ferrari 488 GTO Erlkönig — Mysteriöser Erlkönig aufgetaucht

Ferrari testet seit Juni mit einem teilweise verhüllten 488 GTB. Was hat es damit auf sich? Britische Medien spekulieren, dass die Italiener an einer GTO-Variante für ihren Biturbo-Sportwagen basteln.

Ferrari brachte den 488 GTB 2015 auf den Markt. Als Nachfolger des 458. Mit 3,9-Liter-Biturbo-V8 und 670 PS statt einem Hochdrehzahl-Saugmotor. Inzwischen hat Ferrari auch eine Spider-Version mit denselben Eckdaten aufgelegt. Trotzdem fahren Ferrari-Tester derzeit mit einem verhüllten 488 im öffentlichen Verkehr. An dem Testträger sind Frontschürze, vordere und hintere Kotflügel und die Seitentüren mit einer weißen Folie abgedeckt.

Ferrari 488 GTO als Gegner für Porsche 911 GT2

Das führt zu Spekulationen. Britische Medien wollen wissen, dass Ferrari an einem 488 GTO arbeitet. GTO, das steht für Gran Turismo Omologato. Der letzte Ferrari, der dieses Kürzel trug, war der 599, dessen V12 unter der vorderen Haube sitzt. Dieser GTO war die Straßenversion des Rennablegers XX und im Gegensatz zum zivileren 599 GTB auf exakt 599 Exemplare begrenzt. Ein weiterer Unterschied: Im Ferrari 599 GTO wütete der V12-Saugmotor mit 65 Grad Bankwinkel mit 670 PS. Im GTB Fiorano mit 620 PS.

Auch den 458 schärfte Ferrari vier Jahre nach seinem Erscheinen nach. Statt des GTO-Kürzels erhielt der Sportwagen allerdings den Beinamen Speciale. Die Ingenieure in Maranello frischten den V8 auf (605 statt 570 PS), modifizierten die Aerodynamik mit aktiven Elementen, rüsteten den 458 Speciale mit einer neuen Bremsanlage auf und gewichtsreduzierten ihn um insgesamt 90 Kilogramm. Der Speciale kam auf ein Trockengewicht von 1.290 Kilogramm.

Es könnte durchaus sein, dass Ferrari ähnliches mit dem 488 vorhat. Der Biturbo-V8 könnte mit etwas mehr Ladedruck und kleineren Anpassungen die 700-PS-Marke überflügeln. Zudem könnte man wie beim 458 Speciale Gewicht sparen. Indem man den Innenraum etwas leert und die Scheiben durch leichtere Exponate ersetzt. Beim 458 Speciale erleichterte Ferrari sogar den Motor um acht Kilogramm. Das Trockengewicht des 488 GTB beträgt 1.370 Kilogramm. Unter 1.300 Kilo dürfte Ferrari den GTO schon bringen.

Sollte Ferrari wirklich einen 488 GTO erschaffen, dürfte dieser schneller sprinten als der 488 GTB (0 – 100 km/h in 3,0 Sekunden) und auch schnellere Rundenzeiten auf der Rennstrecke erzielen. Ein möglicher Gegner für den Sportwagen, der 2018 erscheinen könnte, wurde gerade in Zuffenhausen vorgestellt: der Porsche 911 GT2 RS.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/erlkoenig-ferrari-488-gto-12016510.html

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